Köster Ventures GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Dipl.-Ing. Ostendorf seit 19.8.2009 | Vorstandsmitglied |
Michael Hellenkamp seit 22.7.2009 | Prokura |
Thorsten L. Albers seit 14.7.2009 | Prokura |
Guido Mann seit 20.3.2009 | Prokura |
Gunar Dipl.-Wirt.-Ing. Michael seit 13.3.2009 | Vorstandsmitglied |
Gernold Böhm seit 1.10.2008 | Prokura |
Jörn Harloff seit 16.4.2008 | Prokura |
Alexander Watolla seit 4.12.2007 | Prokura |
Heinrich Lünenschloß seit 4.12.2007 | Prokura |
Jörn Helmut Heger seit 27.9.2007 | Vorstandsmitglied |
Dirk Stefan Verhoeven seit 18.9.2007 | Prokura |
Raik Ladi Dipl.-Ing. Szelenko seit 9.8.2007 | Vorstandsmitglied |
Ulrich Wippermann seit 27.7.2007 | Prokura |
David Friedrich Siebert seit 4.7.2007 | Prokura |
Helmut Erhard Knobloch seit 4.7.2007 | Prokura |
Joachim Günter Grabalowski seit 4.7.2007 | Prokura |
Theodor Dipl.-Ing. Wilken seit 21.6.2006 | Vorstandsmitglied |
Michael Manfred Friedrich Hitzfeld seit 21.6.2006 | Prokura |
Martin Rieskamp seit 21.6.2006 | Prokura |
Stefan Hermann Dr. Breer seit 21.6.2006 | Prokura |
Thomas Dipl.-Ing. Kleine-Kalmer seit 21.6.2006 | Prokura |
Markus Sommer seit 21.6.2006 | Prokura |
Carsten Knoth seit 21.6.2006 | Vorstandsmitglied |
Carsten Schlüter seit 21.6.2006 | Prokura |
Stephan Samuel seit 21.6.2006 | Prokura |
Winfried Raddatz seit 21.6.2006 | Prokura |
Rudolf Jacoby seit 21.6.2006 | Prokura |
Jürgen Papst seit 21.6.2006 | Prokura |
Reimund Gruß seit 21.6.2006 | Prokura |
| Vorsitzender des Vorstands |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dr. Köster Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Wiemer & Trachte GmbHAufgelöst | 59.08% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Köster AGOsnabrückJahresabschluss zum 31.12.2006Lagebericht für das Geschäftsjahr 20061. Gesamtwirtschaftliche LageDas deutsche Bruttoinlandsprodukt nahm im Jahr 2006 preisbereinigt um 2,5 % auf € 2.181,9 Mrd. (nominal € 2.302,7 Mrd.) zu. Die erreichte Wachstumsrate liegt damit deutlich über den Prognosen für das letzte Jahr. Den maßgeblichen Wachstumsbeitrag lieferten mit rd. 1,7 %-Punkten die Konsumausgaben und Bruttoinvestitionen. Das Wirtschaftswachstum geht mit einer Zunahme der Erwerbstätigen einher. Die Erwerbstätigenzahl erhöhte sich um rd. 258.000 Personen auf knapp 39,1 Mio. Im Durchschnitt wurden von jedem Erwerbstätigen 1.436,6 Arbeitsstunden geleistet. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich dieser Wert um 0,8 Stunden. Das Wirtschaftswachstum resultiert damit, anders als im Vorjahr, nicht nur aus einer Zunahme der Arbeitsproduktivität sondern auch aus einer Zunahme des Arbeitsvolumens. Für das Jahr 2007 liegen die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum bei 2 %. Hinsichtlich der Erwerbstätigkeit gehen der Sachverständigenrat und die Wirtschaftsforschungsinstitute von einer weiteren Erhöhung um etwa 250.000 Personen im Jahresdurchschnitt auf dann 39,35 Mio Personen aus. 2. Entwicklung der BaubrancheDie Bauinvestitionen erreichten 2006 ein Volumen von nominal € 214,8 Mrd. und liegen damit um € 12,4 Mrd. (+ 6,1 %) über dem Vorjahreswert (€ 202,4 Mrd.). Preisbereinigt liegt der Wert für 2006 bei € 205,6 Mrd. bzw. bei € 198,4 Mrd. für 2005, so dass sich hieraus eine Erhöhung von € 7,2 Mrd. (+ 3,6 %) ergibt. Damit haben sich die Bauinvestitionen erstmals seit langer Zeit wieder positiv entwickelt. Die langen Jahre des Abschwungs haben jedoch dazu geführt, dass das preisbereinigte Volumen der Bauinvestitionen trotz des Zuwachses im Jahr 2006 noch um 5,3 % unter dem Volumen des Jahres 1991 liegt. Das BIP hat sich dagegen im gleichen Zeitraum um rd. 24 % erhöht. Der über die letzten Jahre gegenläufige Entwicklungsverlauf von Bruttoinlandsprodukt und Bauinvestitionen hat zu einer stetigen Abnahme des Anteils der Bauinvestitionen am BIP geführt. Ausgehend von 13,4 % im Jahre 1996 wurde der Tiefpunkt mit 9,03 % im Jahre 2005 erreicht. Durch den Anstieg der Bauinvestitionen im Jahr 2006 konnte dieser Trend erstmals gestoppt werden. Die Quote für 2006 hat sich mit 9,33 % sogar leicht erhöht. Innerhalb Europas zählt Deutschland damit weiterhinzusammen mit der Slowakischen Republik und Schwedenzu den wenigen Ländern, in denen die Bauinvestitionsquote unter 10 % liegt. Das Wachstum der Bauinvestitionen wird von der Zunahme in allen drei Bausparten getragen. Prozentual legten die Investitionen in gewerblichen Bauten mit real 4,7 % (+ € 2,75 Mrd.) auf € 60,75 Mrd. am deutlichsten zu. Im Wohnungsbau war der Anstieg um 3,6 % (+ € 4,09 Mrd.) auf € 119,12 Mrd. ebenfalls beachtlich. Für die Bauinvestitionen der öffentlichen Bereiche ergibt sich gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von 1,6 % (€ 0,4 Mrd.) auf € 25,7 Mrd. Die Auftragseingänge nahmen 2006 zu, wobei sich in der 2. Jahreshälfte der Zuwachs abschwächte und Ende November kumulativ bei real + 3,7 % lag. So erhöhte sich in den westdeutschen Betrieben die durchschnittliche Reichweite der Auftragsbestände sowohl im Hochbau auf 2,6 Monate wie auch im Tiefbau auf 2,8 Monate. In den neuen Ländern konnte nur für den Hochbau eine Erhöhung der durchschnittlichen Reichweite der Auftragsbestände auf 2,1 Monate erreicht werden, der Tiefbau lag mit einer Reichweite von 2,7 Monaten auf Vorjahresniveau. Die anziehende Bautätigkeit im Jahr 2006 führte im Jahresverlauf zu einem leichten Beschäftigungsaufbau im Bauhauptgewerbe. Im Jahresdurchschnitt ergibt sich damit ein Anstieg der Beschäftigtenzahl auf 710.000 Personen. Dies bedeutet im Vorjahresvergleich nur noch einen leichten Rückgang von rd. 7.000 Personen verglichen mit Rückgängen von rd. 50.000 Personen in den Vorjahren. 3. Wirtschaftliche Entwicklung der Köster AGa) Ertragslage Die Köster AG konnte auch im Geschäftsjahr 2006 ihre konstant erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung fortsetzen und hebt sich damit deutlich von der Branchenentwicklung ab. Grundlage dieser Entwicklung ist die konsequente Ausrichtung auf die Kernprozesse verbunden mit ständigen Produktivitätssteigerungen. Eines der wichtigsten Instrumente hierzu ist der KÖSTER-MASTERPLAN. Dieses selbstentwickelte Instrumenten-Set enthält alle Komponenten eines perfekten Projektmanagements und bietet damit die Grundlage für eine hohe Kundenzufriedenheit. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2006 die nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ermittelte Leistung mit € 376 Mio (bereinigt um die Effekte aus der steuerlichen Außenprüfung von rd. € 5 Mio.) gegenüber dem Vorjahr mit € 374 Mio halten. Dabei stiegen die Umsatzerlöse um € 117,1 Mio auf € 444,7 Mio, während sich die Bestandsveränderungen um € 114,6 Mio verminderten. Hintergrund für die erhöhten Umsatzerlöse ist im Wesentlichen die Erhöhung der Umsatzsteuer von 16 % auf 19 % ab 2007. Vor allem öffentliche Auftraggeber aber auch alle anderen Unternehmen, bei denen sich die Umsatzsteuererhöhung kostensteigernd auswirkt, haben auf eine Fertigstellung noch im Jahr 2006 hingewirkt. Trotz erheblicher Preissteigerungen und Lieferknappheiten bei wichtigen Baustoffen, konnte die Kostenstruktur nahezu konstant gehalten werden. Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die Preisentwicklungen für Betonstahl und Formstahl, die sich auf einem historisch hohen Preisniveau bewegen. Aber auch die Preise für Produkte aus Erdöl sowie Holz- und Dämmstoffe sind überdurchschnittlich angezogen. Hinzu kam im Jahr 2006 eine bisher nicht gekannte Knappheit bei einzelnen wichtigen Baustoffen, wie z.B. den Dämmstoffen. Hier verlängerten sich die Lieferfristen teilweise so extrem, dass sich Schwierigkeiten in der Bauausführung und Termineinhaltung mit entsprechenden Kostensteigerungen ergaben. Da sich auf der Absatzseite kaum Anhebungen der Baupreise durchsetzen ließen, führte diese Entwicklung insgesamt zu einem erheblichen Margendruck. Durch eine Vielzahl von operativen Anpassungsmaßnahmen ist es gelungen, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, ein operatives Betriebsergebnis von € 16,2 Miodas sind 4,3 % der Gesamtleistungzu erreichen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass durch die Umsatzsteuererhöhung rd. € 117 Mio mehr Bauaufträge abgerechnet wurden als im Vorjahr. Da die Gewinnanteile dieser Aufträge handelsrechtlich in voller Höhe mit der Abnahme realisiert werden, ist das Geschäftsergebnis 2006 insoweit positiv durch diesen Einmaleffekt beeinflusst. Im neutralen Ergebnis sind die Anpassungen der steuerlichen Betriebsprüfung (€ 5,4 Mio.) sowie die mit der Insolvenz der Wiemer & Trachte GmbH verbundenen Auswirkungen (- € 10,1 Mio) auf die Köster AG enthalten. Die steuerliche Betriebsprüfung für die Jahre 2001 bis 2004 war bei Aufstellung des Jahresabschlusses noch nicht beendet. Die vorläufigen Ergebnisse der steuerlichen Betriebsprüfung führten zu einem Mehrergebnis vor Steuern in Höhe von € 5,4 Mio, die im Jahresabschluss 2006 berücksichtigt wurden. Die hierauf entfallenden Steuern in Höhe von € 3,4 Mio sind ebenfalls bereits im Steueraufwand berücksichtigt. Am 03. April 2007 hat die Wiemer & Trachte GmbH, an der die Köster AG mit 59,05 % beteiligt ist, Insolvenzantrag wegen Überschuldung gestellt (vgl. hierzu im Einzelnen die Darstellung im Anhang). Im Jahresabschluss der Köster AG wurde daher der Beteiligungsbuchwert in voller Höhe abgeschrieben. Für alle weiteren, in diesem Zusammenhang derzeit erkennbaren Risiken wurde eine Rückstellung in Höhe von € 8,0 Mio gebildet. Die Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes sowie die Zuführung zur Rückstellung sind unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Gesellschafterin der Köster AG, die GAMMA Vermögensverwaltung GmbH, leistet zum Ausgleich dieser außerordentlichen Belastungen einen Ertragszuschuss in Höhe von € 10,0 Mio. Der Anspruch auf den Ertragszuschuss ist in der Position "Forderungen gegenüber Gesellschafter" ausgewiesen. Die Zahlung erfolgte am 30. Mai 2007. Der Ertragszuschuss ist als außerordentlicher Ertrag ausgewiesen. Insgesamt ergibt sich nach dem neutralen Ergebnis ein Betriebsergebnis von € 11,5 Mio, das sind 3,1 % der Gesamtleistung. Das Finanzergebnis in Höhe von € 5,3 Mio beinhaltet mit € 2,0 Mio eine Ausschüttung unserer Tochtergesellschaft, der Baresel GmbH. Das Zins- und Wertpapierergebnis trägt € 3,3 Mio zum Finanzergebnis bei. Es resultiert im Wesentlichen aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe von durchschnittlich € 90,2 Mio. Da die Köster AG nach wie vor ohne Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten arbeitet, betreffen die Zinsaufwendungen lediglich die branchenüblichen Avalprovisionen für Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf T€ 27.012 nach T€ 15.728 im Vorjahr. Der Jahresüberschuss beträgt € 5,2 Mio.. Dies ergibt trotz der außerordentlichen Aufwendungen aus der Insolvenz der Wiemer & Trachte GmbH noch eine Rendite von 1,3 %. b) Vermögenslage und Finanzlage Die Vermögensseite der Bilanz ist geprägt durch einen hohen Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren in Höhe von insgesamt € 85,1 Mio, das sind 64,5 % der Bilanzsumme. Bedingt durch die Umsatzsteuererhöhung im Jahr 2007 wurden vermehrt Baustellen vor Jahresende fertig gestellt und abgerechnet. Hierdurch haben sich die Bestände an unfertigen und fertigen Baustellen um € 66,6 Mio reduziert. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Effekt im folgenden Geschäftsjahr umkehren wird. Durch die um € 117,1 Mio gestiegene Abrechnungsleistung haben sich die Forderungen um € 10,2 Mio auf € 18,9 Mio erhöht. Im Wesentlichen durch diesen Effekt, hat sich die Bilanzsumme um rd. € 11,7 Mio auf € 132 Mio erhöht. Das Eigenkapital in Höhe von € 43,3 Mio führt zu einer Eigenkapitalquote von 32,8 % der Bilanzsumme und liegt damit wie in den Vorjahren deutlich über dem Branchendurchschnitt. Das kurzfristige Fremdkapital hat sich vor allem durch die Berücksichtigung der vorläufigen Ergebnisse der steuerlichen Betriebsprüfung sowie die gebildeten Rückstellungen für die Risiken im Zusammenhang mit der Insolvenz der Wiemer & Trachte GmbH um insgesamt € 11,5 Mio auf € 83,6 Mio erhöht. Das gesamte kurzfristige Fremdkapital ist wie in den Vorjahren durch die liquiden Mittel überdeckt. Der Cashflow nach DVFA/SG in Höhe von € 16,9 Mio wurde in Höhe von € 13,7 Mio für Investitionen verwendet, davon sind rd. € 12 Mio dem Beteiligungserwerb der Wiemer & Trachte GmbH zuzuordnen, € 1,7 Mio betreffen Zugänge bei der EDV-Software bzw. Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2006 in Höhe von € 193,1 Mio bietet eine gute Basis für das laufende Geschäftsjahr. Aufgrund weiterer Prozessoptimierungen im Produktions- und Verwaltungsbereich konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Produktivität weiter gesteigert werden. Die Mitarbeiterzahl reduzierte sich dementsprechend von 789 auf 772 Mitarbeiter (jeweils Stand per 31.12.). 4. NachtragberichtDie Geschäftsführung der Wiemer & Trachte GmbH, Dortmund, hat am 3. April 2007 Insolvenzantrag gestellt. Die Auswirkungen auf die Köster AG sind nach dem derzeitigen Kenntnisstand im Jahresabschluss und Lagebericht dargestellt. Weitere Vorgänge von Bedeutung, die nach Ende des Geschäftsjahres eingetreten sind und die, wenn sie vorher eingetreten wären, zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten, sind nicht bekannt. 5. Risikoberichta) Allgemeines Das Risikomanagementsystem der Köster AG fördert das Risikobewusstsein auf allen Managementebenen. Das System ist Bestandteil der Managementprozesse und hilft, Risiken möglichst zu vermeiden, zumindest aber frühzeitig zu erkennen und daraus resultierende Gefahren für das Unternehmen abzuwenden. Wesentliche Bestandteile dieses Systems sind eine strategische Geschäftsplanung kombiniert mit einem detaillierten, zeitnahen Berichtswesen sowie einem Frühwarn- und Überwachungssystem. Risikocontrolling erfolgt bei der Köster AG in Form eines kontinuierlichen, dezentralen Prozesses, der durch gruppenweite zentral gesteuerte Vorgaben der Muttergesellschaft strukturiert wird. Mit dem monatlichen Berichtswesen werden der Vorstand und die Leiter der einzelnen Geschäftsbereiche über die aktuelle wirtschaftliche Lage zeitnah informiert. Auf der Grundlage dieser Daten wird die Ist-Situation von den einzelnen Managementebenen analysiert. Über zentral festgelegte Grenzwerte und Abweichungsparameter werden relevante Risiken erkannt, überwacht und durch geeignete Maßnahmen in ihren Auswirkungen begrenzt. Das zentrale Controlling übernimmt dabei koordinierende Funktionen und übergeordnete Controllingaufgaben. Aufträge, die einen definierten Auftragswert überschreiten, können nur mit Zustimmung des zuständigen Vorstandes angenommen werden. Solche Projekte werden vom Angebot bis zur Fertigstellung kritisch begleitet. Dem jeweiligen Vorstand wird über die Leistungs- und Ergebnisentwicklung dieser Baustellen monatlich direkt berichtet. So ist gewährleistet, dass Risiken aus diesem Bereich frühzeitig erkannt werden und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah eingeleitet werden können. Das Eingehen von Arbeitsgemeinschaften ist grundsätzlich von dem technischen und kaufmännischen Vorstand zu genehmigen. Hierbei werden hohe Anforderungen an die technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der beteiligten Arge-Partner gestellt, die auf der Basis einer detaillierten internen Bewertung nachgewiesen werden müssen. Es wird versucht, Arbeitsgemeinschaften möglichst zu vermeiden, um einen direkten Einfluss auf die Bauausführung zu haben. Über Avalkreditlinien, Bürgschaften und wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen entscheidet der Vorstand zentral, wobei er maßgeblich vom Zentralbereich Finanzen unterstützt wird. Der Zentralbereich Controlling berichtet zusätzlich jedes viertel Jahr umfassend über Projekte mit Risiken, über potenzielle Gefahren, eventuelle Schadenshöhen und Möglichkeiten der Schadensminimierung. Alle vom Gesetz, von dem Vorstand oder den Zentralbereichen vorgegebenen Prozesse und Genehmigungsverfahren sind dokumentiert und gruppenweit bekannt gegeben. Außerdem überprüfen wir in Stichproben durch prozessunabhängige Mitarbeiter die Einhaltung der Steuerungs- und Kontrollwerkzeuge. b) Erwerb Wiemer & Trachte GmbH Die Köster AG hat im Oktober 2006 59,05 % der Anteile an der Wiemer & Trachte GmbH erworben. Am 3. April 2007 stellte die Geschäftsführung der Wiemer & Trachte GmbH Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen Überschuldung. Vor diesem Hintergrund wurde die Beteiligung an der Wiemer & Trachte GmbH im Jahresabschluss der Köster AG in voller Höhe abgeschrieben. Für alle derzeit erkennbaren Risiken aus der Insolvenz der Wiemer & Trachte GmbH wurde eine Rückstellung in Höhe von € 8 Mio gebildet. Die finanziellen Auswirkungen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt. Der Vorstand geht davon aus, dass die gebildete Rückstellung alle voraussichtlichen Inanspruchnahmen abdeckt. c) Marktrisiken Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie die spezielle Entwicklung in den für uns relevanten Baubereichen betrachten wir als Marktrisiko. Dabei analysieren wir regelmäßig, wie sich die makroökonomischen Veränderungen auswirken und ob wir betriebswirtschaftlich in unseren Geschäftsfeldern weiter wettbewerbsfähig sind. In den einzelnen Geschäftsbereichen haben wir Spezialkompetenzen aufgebaut, um die bauwerkstypischen Risiken zu minimieren. Die zentrale Beobachtung des Geschäftes ermöglicht es, Risiken frühzeitig zu erkennen. Den spezifischen Risiken im Baugeschäft begegnen wir mit dem Einsatz des KÖSTER-MASTERPLAN. Dieses selbstentwickelte Instrumenten- Set enthält alle Komponenten eines perfekten Projektmanagements und bietet damit die Grundlage für die Beherrschung der bauspezifischen Risiken. d) Vertrags- und Projektrisiken Alle Projekte ab einer bestimmten Größenordnung oder Risikostufe werden in einem strukturierten Prozess geprüft. Dabei werden neue Projekte vor einem Angebot auch unter vertraglichen Risikoaspekten betrachtet und ausgewählt. Verträge und Vereinbarungen unterziehen wir vor Abschluss einer sorgfältigen technischen, kaufmännischen und rechtlichen Prüfung. Damit lassen sich bereits in einem frühen Stadium mögliche Vertrags- und Projektrisiken erkennen und weitestgehend reduzieren. Gleichwohl sind bspw. Kalkulationsrisiken bei Großprojekten nicht vollständig auszuschließen. Neben Risiken, die sich in der Ausführungsphase ergeben können, hängt der wirtschaftliche Erfolg von Aufträgen häufig davon ab, inwieweit sich Nachtragsforderungen, die sich aus den typischen Änderungen der Bauherren ergeben, gegenüber dem Auftraggeber durchsetzen lassen. Den Gewährleistungsrisiken aus dem Baugeschäft tragen wir Rechnung, indem wir Nachunternehmerbürgschaften einfordern und durch ein effektives Qualitätsmanagement die vom Auftraggeber geforderte Qualität sicherstellen. Obwohl wir mit einigen Geschäftspartnern hohe Umsätze generieren, ist das Unternehmen von keinem Kunden oder Lieferanten existenziell abhängig. Die Köster AG verfolgt das erklärte Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Dennoch sind wir zwangsläufig in verschiedene Gerichtsverfahren involviert, deren Ausgang sich naturgemäß nur schwer prognostizieren lässt. Wir gehen aber nach sorgfältiger Prüfung der Prozessrisiken davon aus, dass für alle Verfahren in hinreichendem Umfang bilanzielle Vorsorge getroffen wurde. e) Beschaffungsrisiken Der Beschaffungsmarkt ist derzeit durch starke Schwankungen bei den Rohstoffpreisen gekennzeichnet. Den daraus erwachsenden Risiken beugen wir vor, indem wir nur mit leistungsfähigen Lieferanten und Nachunternehmern zusammenarbeiten. Durch Vorverträge können wir zum Teil schon frühzeitig Kapazitäten, Qualitäten und Preise sicherstellen. Die wachsende Volatilität auf den Rohstoffmärkten für Stahl, Zement und Energie kontrollieren wir durch spezialisierte Einkäufer mit entsprechendem Branchen-Know-How. So gelingt es uns, das Risiko aus kurzfristigen Preisänderungen in der Kalkulationsphase zu minimieren. Zu einem geringen Teil können diese Risiken auch durch Preisgleitklauseln an den Auftraggeber durchgestellt werden. f) Finanzrisiken Um Risiken aus dem Wertpapierbestand zu begrenzen, haben wir im Berichtsjahr den Aktienanteil auf unverändert niedrigem Niveau gehalten. Bei der Anlage liquider Mittel können in Einzelfällen Emittentenrisiken entstehen. Diese begrenzen wir, indem wir grundsätzlich nur Emittenten mit Investment Grade Rating wählen. Außerdem begrenzen wir Laufzeiten und Beträge. Die Liquiditätsrisiken werden durch den zentralen Finanzbereich gruppenweit überwacht und gesteuert. Durch einen hohen Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren sowie freien Avallinien sind Liquiditätsengpässe auszuschließen. Um Risiken aus der Herauslegung von Sicherheiten zu vermeiden, ist es wichtig, das Bürgschaftsvolumen gering zu halten. Dies erreichen wir durch ein effizientes und laufendes Bürgschaftsmanagement. g) Personalrisiken Personalrisiken, die sich aus Nachwuchsmangel, hoher Fluktuation, fehlender Qualifikation, geringer Motivation oder Überalterung der Belegschaft ergeben können, verfolgen wir mit besonderer Aufmerksamkeit und begegnen ihnen aktiv. Unsere Personalentwicklung sorgt dafür, hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Allen Mitarbeitern stehen umfangreiche Angebote für Qualifizierung und Weiterbildung zur Verfügung. In systematischen Gesprächen werden individuelle Perspektiven besprochen. Führungspositionen werden überwiegend aus den eigenen Reihen besetzt. Auf dem Personalsektor sind keine spezifischen Risiken erkennbar. h) Gesamtrisiko Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens hätten gefährden können. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. 6. PrognoseberichtFür das Jahr 2007 prognostizieren der Sachverständigenrat und die führenden Wirtschaftsinstitute ein Wirtschaftswachstum zwischen 1,7 % und 2,1 %. Die positive Entwicklung aus 2006 wird sich somit weiter fortsetzen. Für die Bauinvestitionen könnte sich der positive Trend aus 2006 weiter fortsetzen, wenngleich die Veränderungsraten geringer ausfallen. Die Produktions- und Umsatzentwicklungen werden von den 45 Wirtschaftsverbänden, die vom IW-Köln zum Jahreswechsel befragt wurden, zumeist optimistisch bewertet. Da zugleich die Hälfte der Verbände von einem zunehmenden Investitionsvolumen ausgeht und die andere Hälfte zumeist konstante Investitionen unterstellt, könnten sich die gewerblichen Investitionen festigen. Für die gesamten Bauinvestitionen geht der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes von einem Wachstum von nominal 2,1 % aus. Die Köster AG geht aufgrund des hohen Auftragsbestandes für 2007 davon aus, dass eine Gesamtleistung in Höhe von rd. € 390 Mio erreicht werden kann. Unsere Planungen sehen für das laufende Geschäftsjahr eine weiterhin positive Ertragslage vor. Der Vorstand sieht daher trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen verhalten optimistisch in das Jahr 2007. Es wird jedoch aller Anstrengungen bedürfen, aus dem erfreulich hohen Auftragsbestand auch zufriedenstellende Ergebnisbeiträge zu erwirtschaften. 7. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktGDie Preise, Verrechnungssätze, Zahlungsbedingungen und sonstigen Konditionen entsprechen in allen Fällen denjenigen, die auch Dritten gegenüber angewandt wurden und würden. Die Köster AG hat nach den Umständen, die dem Vorstand zu den Zeitpunkten bekannt waren, in denen die im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch, dass die Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt. Bilanz zum 31. Dezember 2006Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006
Anhang für das Geschäftsjahr 20061. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der Köster AG basieren auf den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Bei der Köster AG wurde 2006 eine steuerliche Außenprüfung für die Jahre 2001 bis 2004 durchgeführt. Die Betriebsprüfung war bei Aufstellung des Jahresabschlusses noch nicht beendet. Die vorläufigen Ergebnisse der steuerlichen Betriebsprüfung führen in Summe zu einem periodenfremden Ergebnis in Höhe von € 2 Mio, die im Jahresabschluss 2006 berücksichtigt wurden. Dieses Ergebnis setzt sich zusammen aus einem Ertrag in Höhe von rd. € 5 Mio und einem Steueraufwand von rd. € 3 Mio. 2. Angaben zur Bilanzierung und BewertungDie erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden grundsätzlich drei Jahre zugrunde gelegt. Sofern eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei den übrigen Gegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungs- und Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Möglichkeiten der degressiven Abschreibung wurden dabei genutzt. Von der Bewertungsfreiheit gemäß § 6 Abs. 2 EStG wurde Gebrauch gemacht. Die Finanzanlagen sind auf der Basis der Anschaffungskosten bzw. des niedrigeren beizulegenden Wertes angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zum Einstandspreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Bestände an noch nicht fertig gestellten bzw. noch nicht abgerechneten Bauleistungen einschließlich zum Verkauf bestimmter Grundstücke und Gebäude werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, höchstens jedoch mit den niedrigeren beizulegenden Werten und unter Abzug der von den Auftraggebern erhaltenen Anzahlungen angesetzt. Die Bewertung beinhaltet mit € 2,8 Mio eine Abschreibung nach § 254 HGB i.V.m. R 6.8 EStR. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen und die sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Realisierungswert aktiviert. Zum Ausgleich des allgemeinen Ausfallrisikos sowie für Zinsverluste und Mahnaufwendungen werden die nicht einzelwertberichtigten Forderungen pauschal wertberichtigt. Auf die sonstigen Vermögensgegenstände sind, soweit erforderlich, Wertberichtigungen vorgenommen. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 1 HGB nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Wertaufholungen gemäß § 280 HGB in Verbindung mit § 6 EStG werdensoweit gesetzlich vorgeschriebenbis maximal zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen. Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem zu erwartenden Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die Dotierung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des Betrages, der nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Pensionsverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 6 v.H. passiviert. Die Bewertung entspricht § 6a EStG. Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB gebildet. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und der Verpflichtungen, bei denen Währungsumrechnungen notwendig sind, erfolgt mit den Tageskursen zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles. Vermögensgegenstände, deren Kurse zum Bilanzstichtag niedriger liegen, werden mit diesen Kursen bewertet; entsprechend werden Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag passiviert. Dem Prinzip der Bewertungsstetigkeit wird Rechnung getragen. Die Zuführung und der Verbrauch von Rückstellungen werden den jeweiligen Aufwandspositionen verursachungsgerecht zugeordnet. 3. Informationen zum Jahresabschlussa) Informationen zur Bilanz Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang in einem Anlagespiegel dargestellt. Finanzanlagen Anteilsbesitz mit mindestens 20,0 % Beteiligungsquote:
1 Die Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis basieren auf dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006.
2 Die Angaben zum Eigenkapital und zum
Jahresergebnis basieren auf dem vorläufigen
Jahresabschluss zum
Die Köster AG hat im Oktober 2006 59,05 % der Anteile an der Wiemer & Trachte GmbH erworben. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2005 betrug ausweislich des von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Westfalen-Revision GmbH mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlusses € 25,3 Mio. Nachdem sich im Zusammenhang mit der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2006 Anhaltspunkte für fehlerhafte Bilanzansätze ergaben, führten die Ergebnisse einer Sonderprüfung (insbesondere im Bereich der Bewertung der Forderungen und der unfertigen und fertigen Bauten) zu einem Jahresfehlbetrag von rd. € 50 Mio. und einem negativen Eigenkapital von € 25 Mio. Nachdem durch den Insolvenzrechtler RA Piepenburg die insolvenzrechtliche Überschuldung mit € 20 Mio. festgestellt wurde, stellte die Geschäftsführung der Wiemer & Trachte GmbH am 3. April 2007 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Vor diesem Hintergrund wurde die Beteiligung an der Wiemer & Trachte GmbH im Jahresabschluss der Köster AG in voller Höhe abgeschrieben. Die sich hieraus ergebenden Aufwendungen sind unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Eigenkapital Das Grundkapital der Köster AG beträgt € 15.000.000,00. Es ist eingeteilt in 15.000.000 Stückaktien (Inhaberaktien). Die Gewinnrücklagen umfassen die gesetzliche Rücklage in Höhe von € 1.500.000,00. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 22. Juni 2006 über die Verwendung des Bilanzgewinns wurde vom Bilanzgewinn 2005 in Höhe von € 16.334.095,98 ein Betrag in Höhe von € 7.000.000,00 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die anderen Gewinnrücklagen erhöhen sich durch diese Zuführung auf € 17.500.000,00. Zudem wurde eine Dividende in Höhe von € 0,35 je Stückaktie ausgeschüttet, was eine Ausschüttung von insgesamt € 5.250.000,00 bedeutet. Der Restbetrag in Höhe von € 4.084.095,98 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen berücksichtigen bereits die vorläufigen Ergebnisse der steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2001 bis 2004. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Urlaubsverpflichtungen, Tantiemeverpflichtungen, Altersteilzeit, Einzel- und Pauschalgewährleistungen gebildet. Sie wurden im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme bemessen und decken alle erkennbaren Risiken ab. Für alle derzeit erkennbaren Risiken aus der Insolvenz der Wiemer & Trachte GmbH (siehe die Erläuterungen zu den Finanzanlagen), wurde eine Rückstellung in Höhe von € 8 Mio gebildet. Die finanziellen Auswirkungen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilen. Wir gehen jedoch davon aus, dass die gebildete Rückstellung alle voraussichtlichen Inanspruchnahmen abdeckt. Die Zuführung wird unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: Verbindlichkeitenspiegel
b) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsätze Die ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Außerordentliche Aufwendungen und Erträge Die Wiemer & Trachte GmbH, an der die Köster AG mit 59,05 % beteiligt ist, hat am 3. April 2007 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen Überschuldung gestellt (vgl. hierzu die Erläuterungen zu den Finanzanlagen). Vor diesem Hintergrund wurden der Beteiligungsbuchwert in Höhe von rd. € 11,8 Mio sowie die mit der Beteiligung in Zusammenhang stehenden Rechte mit € 0,2 Mio in voller Höhe abgeschrieben und für alle weiteren, in diesem Zusammenhang derzeit erkennbaren Risiken eine Rückstellung in Höhe von € 8 Mio gebildet. Die entsprechenden Aufwendungen werden unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Gesellschafterin der Köster AG, die GAMMA Vermögensverwaltung GmbH, leistet zum Ausgleich dieser außerordentlichen Belastungen einen Ertragszuschuss in Höhe von € 10 Mio. Der Anspruch auf den Ertragszuschuss ist in der Position "Forderungen gegenüber Gesellschafter" ausgewiesen. Die Zahlung erfolgte am 30. Mai 2007. Der Ertragszuschuss ist als außerordentlicher Ertrag ausgewiesen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf das laufende Ergebnis. 4. Sonstige Angabena) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei der Köster AG bestehen Dauerschuldverhältnisse aufgrund von langfristigen Miet- und Leasingverträgen. Gebäudemietverträge sind über maximal zehn Jahre fest abgeschlossen, wobei die Gebäudemieten üblicherweise indexiert sind. Die im Geschäftsjahr 2006 bezahlten Gebäudemieten betragen € 1.867.186,29 (Vorjahr € 1.870.554,07). Fahrzeugleasingverträge haben in der Regel eine Laufzeit von bis zu 24 bis 36 Monaten, wobei z.T. Sonderkündigungsrechte, frühestens sechs Monate nach Vertragsabschluss, bestehen. Im Geschäftsjahr wurden € 1.578.798,92 (Vorjahr € 1.638.081,39) für Fahrzeugleasingverträge aufgewendet. Ferner bestehen Mietverträge für Radlader, seit 2005 auch für Walzen, Raupen und Minibagger mit einer Laufzeit von bis zu 42 Monaten. Im Geschäftsjahr sind diesbezüglich Mietaufwendungen in Höhe von € 581.636,68 (Vorjahr € 582.829,68) angefallen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen setzen sich wie folgt zusammen:
Daneben hat die Köster AG branchenübliche Mietverträge über Baugeräte, insbesondere Wohncontainer, Schalung, Rüstung und sonstige Geräte abgeschlossen, die grundsätzlich nutzungsabhängig abgerechnet werden und damit täglich kündbar sind. b) Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich:
c) Oberstes Mutterunternehmen Oberstes Mutterunternehmen ist die Köster Holding GmbH & Co. KG, Osnabrück (HRA 7013), in deren Konzernabschluss die Köster AG einbezogen wird. d) Gesellschaftsorgane Vorstand Dipl.-Ing. TU, Dipl.-Wirtschafts-Ing. TU Dieter Köster, Osnabrück (Vorsitzender) Dipl.-Ing. Stefan Fritsche, Osnabrück (Geschäftsbereich Hochbau West) Dipl.-Kfm. Carsten Knoth, Osnabrück (Kaufmännischer Vorstand) Dipl.-Ing. Franz Kölker, Osnabrück (Geschäftsbereich Tiefbau) Dipl.-Ing. Theodor Wilken, Melle (Geschäftsbereich Hochbau Nord-Ost) Die Mitglieder des Vorstands sind jeweils allein vertretungsberechtigt. Aufsichtsrat Prof. Dr. rer. pol. Peter Dolff, Neuss (Vorsitzender)
Dipl.-Wirtschafts-Ing. Gerhard Hirth, Elchingen
Dieter A. H. Knipping, Gummersbach
Rainer Thieme, Osnabrück
Ludger Richter, Osnabrück
Silvio Klews, Osnabrück
Angabe der Gesamtbezüge der Gesellschaftsorgane
Osnabrück, den 31. Mai 2007 Köster AG, Osnabrück D. Köster S. Fritsche C. Knoth F. Kölker T. Wilken Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhangunter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Köster AG, Osnabrück, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Osnabrück, den 1. Juni 2007 PricewaterhouseCoopers, Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Prof.
Dr. N. WinkeljohannWirtschaftsprüfe
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