Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 62750
Vorher
ECC European Car Carriers GmbH
Eingetragen
5.2.1991
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Gegenstand
der Transport von Kraftfahrzeugen aller Art im europäischen Raum sowie die Vornahme aller Geschäfte und Rechtshandlungen, die zur Förderung dieses Unternehmensgegenstandes geeignet erscheinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Edda Müller
seit 7.1.2026
Prokura
Kai Erik Wethmar
seit 21.2.2022
Prokura
Sabrina Griepke
seit 9.5.2019
Prokura
Dirk Pichlmeier
seit 29.12.2016
Prokura
Jürgen Dirk Peters
seit 22.9.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Grimaldi Group S.p.A. (vormals: Grimaldi Compagnia die Navigazione S.p.A.)ITA
90.00%
Grimaldi Euromed S.p.A. (vormals: Atlantica S.p.A. di Navigazione)ITA
10.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Grimaldi Group S.p.A. (vormals: Grimaldi Compagnia di Navigazione S.p.A.)
Italy
225.000 €
90.00%
Grimaldi Euromed S.p.A. (vormals: Atlantica S.p.A. di Navigazione)
Italy
25.000 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Grimaldi Germany GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsübersicht

1 Prüfungsauftrag

2 Grundsätzliche Feststellungen

3 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

4 Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

5 Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

5.1 Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

5.1.1 Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

5.1.2 Jahresabschluss

5.1.3 Lagebericht

5.2 Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.3 Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

6 Schlussbemerkung

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited ("DTTL"), ihr weltweites Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen (zusammen die "Deloitte-Organisation"). DTTL (auch "Deloitte Global" genannt) und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sowie ihre verbundenen Unternehmen sind rechtlich selbstständige und unabhängige Unternehmen, die sich gegenüber Dritten nicht gegenseitig verpflichten oder binden können. DTTL, jedes DTTL-Mitgliedsunternehmen und verbundene Unternehmen haften nur für ihre eigenen Handlungen und Unterlassungen und nicht für die der anderen. DTTL erbringt selbst keine Leistungen gegenüber Mandanten. Weitere Informationen finden Sie unter www.deloitte.com/de/UeberUns.

Anlagen

1 Lagebericht und Jahresabschluss

Lagebericht

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

1 Prüfungsauftrag

Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27. April 2022 der

Grimaldi Germany GmbH,

Hamburg

- nachfolgend auch kurz "GRIMALDI" oder "Gesellschaft" genannt -

wurden wir zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 gewählt. Die gesetzlichen Vertreter haben uns aufgrund dieses Beschlusses den Auftrag zur Durchführung der Abschlussprüfung nach § 317 HGB für das Geschäftsjahr 2022 erteilt.

Wir bestätigen nach § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Bei der Erstellung des Prüfungsberichts haben wir die deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW PS 450 n.F. (10.2021)) beachtet.

Für die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit, auch im Verhältnis zu Dritten, gelten die unter dem 10. Januar 2023 / 24. Januar 2023 getroffenen Vereinbarungen sowie ergänzend die als Anlage beigefügten "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der Fassung vom 1. Januar 2017.

Dieser Prüfungsbericht wurde nur zur Dokumentation der durchgeführten Prüfung gegenüber der Gesellschaft und nicht für Zwecke Dritter erstellt, denen gegenüber wir nach der im Regelungsbereich des § 323 HGB geltenden Rechtslage keine Haftung übernehmen.

2 Grundsätzliche Feststellungen

Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

Aus dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der gesetzlichen Vertreter sowie den sonstigen geprüften Unterlagen heben wir folgende Aspekte hervor, die für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind:

Die Gesellschaft erbringt für die zur Grimaldi gehörenden Linien "Grimaldi Euromed", "Grimaldi Deepsea" und "Atlantic Container Line" (ACL) Agenturleistungen. Die Erlöse für die Grimaldi-Linien werden im Namen des Liniendienstes aber auf eigene Rechnung abgewickelt, während die Reisen der Atlantic Container Line im Namen und auf Rechnung der Linie erbracht werden und die Grimaldi Germany GmbH eine Agenturprovision erhält.

Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2022 um TEUR 30.804 (21,9 %) auf TEUR 171.632 erhöht. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus anhaltend hohen Volumina bei deutlich gestiegenen Frachtraten. Während die Exportvolumen für Stückgüter und rollende Ladung nach Westafrika leicht rückläufig waren, konnten die Exporte für sämtliche Ladungsarten nach Nord- und Südamerika sowie dem Mittelmeer gesteigert werden. Zusätzlich konnten Neufahrzeuge von/nach Fernost und Australien akquiriert werden.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich leicht unterproportional zur Entwicklung der Umsatzerlöse, so dass sich die Rohmarge aus Materialaufwand und Umsatzerlösen nur geringfügig von 7,4 % auf 8,0 % erhöhte, was einer Steigerung um TEUR 3.206 auf TEUR 13.654 entspricht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind bei gleichbleibender Kostenstruktur infolge höherer Wertberichtigungen auf Forderungen um TEUR 381 auf TEUR 1.392 gestiegen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) ist der Entwicklung der Rohmarge folgend um TEUR 2.102 auf TEUR 5.762 gestiegen.

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 4.051 (Vorjahr: TEUR 2.564).

Die Bilanzsumme erhöhte sich um TEUR 8.024 auf TEUR 27.764. Auf der Aktivseite ist der Anstieg auf die infolge des höheren Geschäftsvolumens um TEUR 5.153 auf TEUR 15.376 gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um TEUR 2.512 höhere liquide Mittel von TEUR 4.950 zurückzuführen. Auf der Passivseite erhöhten sich insbesondere das Eigenkapital (TEUR +1.747) und die Steuerrückstellungen (TEUR +1.413) aufgrund des gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Jahresergebnisses. Zudem stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern (TEUR +1.218) infolge des höheren Geschäftsvolumens.

Die Gesellschaft plant derzeit die Abrechnungslogik der Frachterlöse mit den Kunden und der Muttergesellschaft im Laufe des Jahres 2023 umzustellen. Die Frachtleistungen sollen ab der Umstellung im Namen und auf Rechnung der jeweiligen Liniengesellschaft erbracht werden. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft werden ab diesem Zeitpunkt ausschließlich aus Kommissionserlösen bestehen.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Geschäftsführung rückläufige Tendenzen, sowohl was das Volumenals auch was das Ratenniveau betrifft. Aufgrund der Umstellung des Abrechnungsmodells werden in Abhängigkeit vom Umstellungszeitpunkt gleichermaßen sinkende Umsatzerlöse und Aufwendungen für bezogene Leistungen erwartet. Bei sinkenden Kommissionserlösen und einer gleichbleibenden Kostenstruktur gehen die gesetzlichen Vertreter von einem Jahresergebnis von etwa EUE 3,2 Mio. aus.

Zusammenfassend stellen wir nach § 321 Abs. 1 Satz 2 HGB fest, dass wir die Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter, insbesondere die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und die Beurteilung der künftigen Entwicklung des Unternehmens, wie sie im Jahresabschluss und im Lagebericht ihren Ausdruck gefunden haben, als realistisch ansehen.

3 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 der Grimaldi Germany GmbH, Hamburg, in der Fassung der Anlage 1 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Grimaldi Germany GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Grimaldi Germany GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grimaldi Germany GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 20. März 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Michael Kritzer, Wirtschaftsprüfer

gez. Frank Bertram, Wirtschaftsprüfer"

4 Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

Prüfungsgegenstand

Gegenstand unserer Abschlussprüfung waren

die Buchführung

der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang)

der Lagebericht

der Gesellschaft.

Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft; dies gilt auch für die Angaben, die wir zu diesen Unterlagen erhalten haben. Wir verweisen ergänzend auf den Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" unseres vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks.

Unsere Aufgabe ist es, diese Unterlagen und Angaben im Rahmen unserer pflichtgemäßen Prüfung zu beurteilen. Unsere diesbezügliche Verantwortung wird in den Abschnitten "Grundlage für die Prüfungsurteile" und "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks beschrieben.

Art und Umfang der Prüfung

Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von uns geprüfte und unter dem 27. April 2022 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Vorjahresabschluss; er wurde am 27. April 2022 festgestellt.

Wir haben die Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

In Bezug auf die wesentlichen Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens verweisen wir auf die Darstellungen im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres vorstehend in Abschnitt 3 wiedergegebenen Bestätigungsvermerks. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wenden wir unseren risiko- und prozessorientierten Prüfungsansatz an; zu dessen Umsetzung bedienen wir uns unserer Prüfungssoftware Engagement Management System (EMS). Sie unterstützt die Planung, Durchführung und Dokumentation der Abschlussprüfung.

Die Abschlussprüfung erstreckt sich nach § 317 Abs. 4a HGB nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

Die Prüfung wurde von uns - mit Unterbrechungen - in den Monaten Dezember 2022 (Vorprüfung) sowie Februar bis März 2023 (Hauptprüfung) durchgeführt.

Die Durchführung unserer Prüfung erfolgte unserem Prüfungsplan entsprechend nicht kontrollorientiert. Daher haben wir unter Berücksichtigung unserer Risikoeinschätzung unsere analytischen Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen von ausgewählten Geschäftsvorfällen und Kontosalden in nicht reduziertem Umfang durchgeführt. Bei Einzelfallprüfungen haben wir Nachweise in bewusster Auswahl bzw. unter Heranziehung von Stichprobenverfahren eingeholt.

Folgende Prüfungsschwerpunkte wurden gesetzt:

Vollständigkeit von Anhang und Lagebericht

Nachweis und Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Vollständigkeit und Bewertung der Pensionsrückstellungen

Zur Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung der Gesellschaft haben wir uns im Rahmen der Vorprüfung einen Überblick über die Organisation der Buchführung und ein Verständnis der prüfungsrelevanten Kontrollen verschafft sowie entsprechende Aufbauprüfungen, insbesondere in Bezug auf die implementierten wesentlichen Kontrollmaßnahmen, vorgenommen.

Im Rahmen der Prüfung der Forderungen und der Verbindlichkeiten sowie der Guthaben bei Kreditinstituten und der Rückstellungen haben wir von ausgewählten Kunden und Lieferanten Saldenbestätigungen sowie von allen Kreditinstituten und allen Rechtsanwälten sowie Steuerberatern der Gesellschaft Bestätigungen über Guthaben, Ansprüche und Verpflichtungen der Gesellschaft eingeholt.

Bei der Prüfung der Pensionsrückstellungen haben wir die Ergebnisse des versicherungsmathematischen Gutachtens der Willis Towers Watson GmbH, Hamburg, - unter Berücksichtigung unserer Einschätzung von deren Kompetenz, Fähigkeiten und Objektivität - sowie die Mitteilung des Versicherungsunternehmens über den steuerlichen Aktivwert der Rückdeckungsversicherung einer kritischen Würdigung unterzogen und verwertet.

Zukunftsbezogene Angaben im Lagebericht haben wir vor dem Hintergrund der Jahresabschlussangaben auf Plausibilität und Übereinstimmung mit den während der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen beurteilt.

Die gesetzlichen Vertreter haben alle gewünschten Aufklärungen und Nachweise erbracht und unter dem 20. März 2023 die berufsübliche Vollständigkeitserklärung in schriftlicher Form abgegeben. Darin wird insbesondere versichert, dass die gesetzlichen Vertreter ihrer Verantwortlichkeit für die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften nachgekommen sind und dass alle Geschäftsvorfälle entsprechend den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung aufgezeichnet und im Jahresabschluss bzw. im Lagebericht entsprechend den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt sind.

5 Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

5.1 Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

5.1.1 Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Die Buchführung entspricht den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Die aus den weiteren geprüften Unterlagen zu entnehmenden Informationen sind in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht abgebildet.

5.1.2 Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 ist diesem Bericht als Bestandteil der Anlage 1 beigefügt.

Der Jahresabschluss wurde ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Die gesetzlichen Vorschriften zur Gliederung, Bilanzierung und Bewertung sowie zum Anhang wurden in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Die Angaben der Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter sind in zulässiger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

5.1.3 Lagebericht

Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 ist diesem Bericht als Bestandteil der Anlage 1 beigefügt.

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung entspricht der Lagebericht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften.

5.2 Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss insgesamt, d.h. das Zusammenwirken von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft.

5.3 Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Mehrjahresübersicht

2022 2021
Umsatzerlöse TEUR 171.632 140.828
Mitarbeiter Anzahl 95 80
EBIT 1 TEUR 5.762 3.660
EBITDA 2 TEUR 5.803 3.693
Jahresergebnis TEUR 4.051 2.564
Bilanzsumme TEUR 27.764 19.740
Eigenkapitalquote % 35,8 41,4
2020 2019 2018
Umsatzerlöse 104.214 108.678 98.521
Mitarbeiter 78 80 48
EBIT 1 1.154 1.482 735
EBITDA 2 1.181 1.509 749
Jahresergebnis 881 1.055 718
Bilanzsumme 18.104 19.418 18.136
Eigenkapitalquote 35,9 33,1 36,0

1 EBIT = Jahresergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern
2 EBITDA = Jahresergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Anlagenabschreibungen

6 Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 der Grimaldi Germany GmbH, Hamburg, erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer - IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Zu dem von uns erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf Abschnitt 3 "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks".

 

Hamburg, den 20. März 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Kritzer, Wirtschaftsprüfer

Frank Bertram, Wirtschaftsprüfer

Für Veröffentlichungen oder die Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der testierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Jahresabschlussprüfung erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des § 328 HGB hin.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Überblick über die Gesellschaftstätigkeit

Die Gesellschaft ist als Tochtergesellschaft der Grimaldi Group S.p.A., Palermo/Italien, und der Grimaldi Euromed S.p.A. Palermo/Italien, für diese sowie für mit diesen Gesellschaftern verbundenen Unternehmen als Reedereiagenturtätig und befasst sich in Deutschland exklusiv mit der Vermarktung und Abfertigung aller von der Reederei - Muttergesellschaft in Eigenregie betriebenen Liniendienste von/nach Südamerika, Nordamerika, Westafrika und in den Mittelmeerbereich. Ab dem 01. Januar 2019 wurden unsere Dienstleistungen um die Agenturtätigkeit für unser Schwesterunternehmen der Atlantic Container Line AB, Göteborg/ Schweden, ergänzt. Ferner werden sämtliche hierfür eingesetzten Schiffe bei Anläufen in allen deutschen Seehäfen abgefertigt und die dazugehörige Dokumentation für Schiffe und Ladung abgewickelt.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden neben den regulären Liniendiensten auch Häfen in Fernost und Südostasien sowie Australien bedient. Es ist zu erwarten, dass die Anlauffrequenz erhöht wird und weitere Häfen in diesen Diensten integriert werden.

Branche und Entwicklung

Die Mutter-Reederei betreibt ihre Liniendienste überwiegend mit Multi-Funktions-RoRo-Schiffen, sodass als Besonderheit alle gängigen Ladungsarten (Container, Fahrzeuge, Projekt- und Anlagenmaterial) auf einem Schiff verladen werden können. Zusätzlich werden reine Pkw/Lkw RoRo-Schiffe eingesetzt, um größere Volumen der Auto-Industrie abzufahren.

Dadurch besteht der Kundenkreis und die Ladungszusammensetzung aus der gesamten bundesdeutschen Export- und Importwirtschaft, wozu entweder Direktkontakte bundesweit unterhalten werden oder zu welcher der Kontakt über die jeweils zuständigen Speditionen gehalten wird.

Die Märkte nach allen für uns relevanten Destinationen zeigten im abgelaufenen Jahr wiederholt positive Tendenzen.

Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung im Jahre 2022 hat sich abermals stark verbessert und war wie auch im Vorjahr nicht mehr maßgeblich von dem weltweiten Pandemiegeschehen geprägt. Es bestand eine sehr hohe Nachfrage für sämtliche Ladungsarten. Während die Exportvolumen für Stückgüter und rollende Ladung nach Westafrika leicht rückläufig waren, konnten die Exporte für sämtliche Ladungsarten nach Nord- und Südamerika sowie dem Mittelmeer erheblich gesteigert werden. Zusätzlich konnten Neufahrzeuge von/nach Fernost und Australien akquiriert werden.

Aufgrund eines bestehenden Kontraktes konnten weiterhin Zugeinheiten nach Israel geliefert werden, was maßgeblichen Einfluss auf die positive Entwicklung der Breakbulk Exportvolumina nach dem Mittelmeer hatte.

Zusammenfassend konnten die Frachtraten für alle Fahrtgebiete gesteigert werden und sehr gute Volumen erzielt werden.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2022 hat sich aufgrund der Insolvenz einer unserer Kunden ein größerer Forderungsausfall ergeben, der einen Anstieg unserer sonstigen betrieblichen Kosten in Höhe von TEUR 273 Euro zur Folge hatte.

2. Darstellung der Lage

2.1. Ertragslage

Die zuvor beschriebenen Volumina und Ratenwicklungen haben zu der Steigerung in der Umsatzentwicklung geführt.

Im Berichtsjahr ist der Umsatz der Gesellschaft um 31 Mio. Euro auf 172 Mio. Euro gestiegen.

Euro 2020 2021 2022
Umsatzerlöse 104.213.764 140.827.508 171.632.162
bezogene Leistungen 96.647.091 130.380.203 157.977.746
bezogene Leistungen 92,74% 92,58% 92,04%

Im Lagebericht des Vorjahres prognostizierten wir aufgrund gleichbleibender Volumina und Ratenniveaus ein Jahresergebnis in der Größenordnung von 2021. Bei den Umsatzerlösen war unsere Prognose aufgrund der für 2022 ursprünglich erwarteten und mittlerweile für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Umstellung des Abrechnungsmodells von stark sinkenden Umsätzen ausgegangen. Das Geschäftsvolumen insgesamt wurde jedoch ebenfalls in Höhe des Geschäftsjahres 2021 prognostiziert.

Die Umsätze im Jahre 2022 liegen aufgrund gestiegener Volumina und gestiegenem Ratenniveau um 31 Mio. Euro höher als im Jahr 2021. Das Jahresergebnis liegt in Folge des unsere Erwartungen überstiegenen Umsatzes ebenfalls mit TEUR 4.048 Euro um TEUR 1.484 über dem Ergebnis des Jahres 2021 und damit über dem prognostizierten Jahresergebnis für 2022.

2.2. Finanzlage

Die Gesellschaft ist in den Grimaldi Konzern und dessen Finanzierung eingebunden. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gesichert.

Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel von TEUR 4.950 (Vorjahr: TEUR 2.438). Bankverbindlichkeiten bestanden keine.

2.3. Vermögenslage

Euro 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2020
Bilanzsumme 27.763.677 19.740.218 18.104.499
EK-Quote % 35,76 41,44 35,88
AKTIVA 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2020
A. Anlagevermögen 5.156.622 5.168.064 5.186.981
B. Umlaufvermögen 22.579.409 14.528.892 12.871.537
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.646 43.262 45.981
27.763.677 19.740.218 18.104.499
PASSIVA 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2020
A. Eigenkapital 9.927.462 8.179.505 6.495.604
B. Rückstellungen 5.354.229 4.159.378 3.421.882
C. Verbindlichkeiten 12.481.986 7.401.335 8.187.013
27.763.677 19.740.218 18.104.499

Die Erhöhung der Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus einem höherem Geschäftsvolumen, was zur Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR + 5.153), sowie zur Erhöhung der liquiden Mittel (TEUR + 2.512), des Eigenkapitals (TEUR + 1.747), im Vergleich zum Vorjahr, führte.

Weitere Unterschiedsbeträge resultieren sowohl aus höheren Rückstellungen (TEUR + 1.195), hier im Wesentlichen Rückstellungen für Steuern, und den Verbindlichkeiten (TEUR + 5.081), wovon TEUR 1.218 auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften sowie TEUR + 3.752 auf Umsatzsteuern entfallen.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden TEUR 2.300 an die Gesellschafter ausgeschüttet.

3. Entwicklung der Gesellschaft

Fahrzeugtransporte nach Westafrika und in die Mittelmeer-Region stellen weiterhin einen wichtigen Anteil der Volumina aus Deutschland dar. Containerverladungen nach Westafrika und Südamerika ergänzen unser Portfolio und werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.

Mit Aufnahme der Agenturtätigkeit für die ACL AB ist der Ladungsanteil von Vollcontainern und Projektladung stark angestiegen. Auch wenn hierfür nur Provisionserträge in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt werden.

Wir haben unsere Marktanteile im abgelaufenen Jahr 2022 weiter festigen können.

Die Sonderabfahrten nach/von Asien und Australien haben aufgrund des guten Raten Niveaus zu dem sehr guten Ergebnis beigetragen.

Hohe Gesamtvolumen mit gestiegenen Frachtraten hatten einen positiven Effekt auf die Gesamt-Umsatzerlöse.

Die Reederei bot im Jahr 2022 ab Hamburg sechs verschiedene Liniendienste, mit insgesamt 151 Abfahrten an (2021: 149 Abfahrten). Für den Lade-/Löschhafen Emden und Wilhelmshaven konnten weitere 25 Abfahrten (2021: 24 Abfahrten) hinzugezählt werden.

Für 2023 erwarten wir für die Grimaldi und ACL Liniendienste rückläufige Tendenzen was das Volumen-, als auch das Ratenniveau betrifft. Aufgrund der angenommenen rückläufigen Volumina bei sinkenden Frachtraten und somit verminderten Kommissionserträgen und einer ähnlichen Kostenstruktur budgetieren wir ein Jahresergebnis in Höhe von etwa EUR 3,2 Mio.

Aufgrund der Anpassung der Umsatzsteuer Richtlinie im Jahr 2022 hat die Grimaldi Group sich entschieden die Rechnungsstellung gegenüber ihren Kunden anzupassen. Zukünftig werden die Rechnungen nicht mehr im Namen der Grimaldi Germany GmbH erstellt. Voraussichtlich ab April/Mai 2023 werden die Kunden durch die Muttergesellschaft in Neapel direkt belastet.

Dadurch wird in 2023 ein Umsatzrückgang von bis zu 50% erwartet. Ab dem Geschäftsjahr 2024 wird es voraussichtlich keine Frachtumsätze der Grimaldi Germany GmbH geben. Die veränderten Frachtumsätze haben allerdings keinerlei Auswirkungen auf das Ergebnis der Grimaldi Germany GmbH.

4. Hinweise auf Risiken und Chancen

Risiken und Chancen

Nach heute bekannten Informationen existieren keine bestandgefährdenden Einzelrisiken.

Das Hauptrisiko der Gesellschaft liegt nach wie vor in der Abhängigkeit von den wenigen afrikanischen Hauptmärkten (insbesondere Nigeria) und den politischen Risiken dieser Länder. Hieraus evt. resultierende Änderungen in den Importregularien, z.B. Fahrzeugqualitäts- bzw. Altersbeschränkungen, könnten jederzeit zu einem wesentlichen Volumeneinbruch oder im Umkehrschluss aber auch wieder zu plötzlichen Volumensteigerungen führen. Durch den breiten Mix aus Ladungsarten würde dieses zwar volumenmindernd wirken, wäre für die Reederei und Agentur jedoch nicht existentiell von Bedeutung.

Die weltweit durch die Corona-Pandemie ausgelöste Hochkonjunkturlage im Bereich Transport- und Logistik, hat insbesondere im Segment FCL zu extremen Frachtratensteigerungen geführt. Da die Kommissionsraten in prozentualer Abhängigkeit zu den Frachteinnahmen stehen, wurden hierdurch auch die Agentureinnahmen in diesem Bereich in den vergangenen Jahren sehr positiv beeinflusst. Nach Beendigung der Pandemie werden sich die Märkte und Transportvolumina wieder normalisieren, was aufgrund des in dem Fahrtgebiet vorhandenen Wettbewerbs zu sehr starken Ratenreduzierungen führen könnte. Dies hätte dann auch einen größeren Rückgang bei den Kommissionseinnahmen zur Folge.

Chancen liegen weiterhin in den arabischen Anrainer Staaten im Mittelmeer. Dort kann es zusätzlich zu den starken Libyen Volumen zu einem weiteren Fahrzeug-Import-Boom nach Syrien kommen, wenn die Importe nach Kriegsende erlaubt werden. Das neu angelaufene Fahrtgebiet Fernost (China & Japan) sowie Australien erweitert das Portfolio der Grimaldi Germany GmbH und verringert somit die Abhängigkeit von den etablierten Märkten.

 

Hamburg, 20. März 2023

Grimaldi Germany GmbH

Dirk Peters

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 6.832,03 8
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.572,19 58
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.102.217,44 5.102
5.156.621,66 5.168
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.375.503,60 10.223
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 987.136,18 863
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.199.453,64 975
4. Sonstige Vermögensgegenstände 67.546,26 30
17.629.639,68 12.091
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.949.769,48 2.438
22.579.409,16 14.529
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.646,09 43
27.763.676,91 19.740

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250
II. Kapitalrücklage 3.000.000,00 3.000
III. Gewinnvortrag 2.629.504,98 2.366
IV. Jahresüberschuss 4.047.956,55 2.564
9.927.461,53 8.180
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.624.885,87 1.890
2. Steuerrückstellungen 3.441.639,68 2.029
3. Sonstige Rückstellungen 287.703,91 240
5.354.229,46 4.159
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.896.141,11 1.800
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.050.743,65 4.211
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 251.044,89 872
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.284.056,27 518
davon aus Steuern: EUR 4.283.356,27 (Vorjahr: TEUR 515)
12.481.985,92 7.401
27.763.676,91 19.740

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 171.632.162,27 140.828
2. Sonstige betriebliche Erträge 55.808,50 41
3 Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 157.977.745,63 130.380
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.477.603,94 4.670
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.034.984,28 1.111
davon für Altersversorgung EUR 49.048,68 (Vorjahr: TEUR 203)
6.512.588,22 5.781
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 40.883,01 34
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.392.013,22 1.011
7. Erträge aus Beteiligungen 225.006,63 240
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.066,67 0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 46.767,00 144
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.900.120,26 1.192
11. Ergebnis nach Steuern 4.050.926,73 2.567
12. Sonstige Steuern 2.970,18 3
13. Jahresüberschuss 4.047.956,55 2.564

Handelsregister-Nummer: HRB 62750, Amtsgericht Hamburg

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Grimaldi Germany GmbH, Hamburg, (im Folgenden "Gesellschaft" genannt) wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt erstmalig die Kriterien für eine große Kapitalgesellschaft i. S. § 267 Abs. 3 HGB. Für das Geschäftsjahr 2022 gelten daher die Rechtsfolgen für mittelgroße Gesellschaften i. S. § 267 Abs. 2 HGB. Von den eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs gemäß § 288 Abs. 2 HGB macht die Gesellschaft Gebrauch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr fortgeführt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert worden und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode verringert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt worden und wird um planmäßige Abschreibungen verringert. Die Abschreibungen werden entsprechend der linearen Methode nach Maßgabe der jeweiligen steuerlichen Höchstsätze vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Latente Steuern

Im Rahmen der Bewertung der Pensionsrückstellungen kommt es zu temporären Differenzen zwischen Wertansätzen der Handels- und Steuerbilanz. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven, latenten Steuerüberhangs aufgrund von diesen Differenzen bei den Pensionsrückstellungen wurde nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wie im Vorjahr kein Gebrauch gemacht.

Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschafts-barwertverfahren gemäß § 253 Abs.1 und 2 HGB ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,0% bei den Renten aus. Bei der Berechnung sind die Richttafeln 2018G der HEUBECK AG genutzt worden. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird der nach § 253 Abs. 2 HGB zu ermittelnde Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher für 2022 bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren 1.78% beträgt, zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährung

Die Zugangsbewertung der Forderungen in Fremdwährung erfolgt zum jeweiligen amtlichen Kurs am Entstehungstag. Am Bilanzstichtag werden kurzfristige Frachtforderungen in Fremdwährung (Restlaufzeit unter einem Jahr) wie Bankbestände in fremder Währung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Umsatzerlöse

Die Frachtumsätze, die für die Linien der Reederei- Muttergesellschaft erzielt werden, erfolgen im Namen der Liniengesellschaft aber auf Rechnung der Grimaldi Germany GmbH. Die Gesellschaft zeigt daher den Frachtumsatz in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Umsatzerlösen und die Aufwendungen für bezogene Frachtleistungen als Materialaufwand. Dagegen werden die Frachten der Atlantic Container Line AB sowohl im Namen als auch auf Rechnung der Linie erbracht. Entsprechend werden lediglich die Kommissionserlöse unter den Umsatzerlösen aber keine Aufwendungen für bezogene Frachtleistungen in der Gewinn- und Verlustrechnung der Grimaldi Germany GmbH gezeigt.

Es ist beabsichtigt, das Model der Frachtumsätze für die Linien der Reederei-Muttergesellschaft, im Laufe des Jahres 2023 umzustellen. Auch diese Frachten sollen sodann im Namen und auf Rechnung der Grimaldi Deep Sea S.p.A. oder/und der Grimaldi Euromed S.p.A. an unsere Verlader belastet werden.

Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen im Geschäftsjahr ergeben sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Angaben beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022

Währung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
%
Sandtor GmbH & Co. KG, Hamburg TEUR 50,00 7.200 450

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren mit TEUR 225 aus der Gewinnverwendung 2022, TEUR 240 aus der Gewinnverwendung 2021, TEUR 246 aus der Gewinnverwendung 2020, mit TEUR 234 aus der Gewinnverwendung 2019 und mit TEUR 254 aus der Gewinnverwendung 2018.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden im Wesentlichen für nicht genommenen Urlaub, Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie ausstehende Eingangsrechnungen gebildet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen betragen TEUR 1.625 (Vorjahr TEUR 1.890). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S.1 HGB beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 51 und unterliegen einer Ausschüttungssperre, sofern nicht freiverfügbar Rücklagen den Betrag übersteigen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit TEUR 6.051 (Vorjahr: TEUR 4.211) aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäftsvorfälle

Die Gesellschaft hat mit einer überbetrieblichen Unterstützungskasse zugunsten ihrer Mitarbeiter eine betriebliche Altersversorgung eingerichtet. Die Beitragszahlungen an die Unterstützungskasse erfolgen jährlich zu Beginn des Kalenderjahres. Rückstellungsfähige Verpflichtungen entstehen dabei nicht.

Für die Pensionsverpflichtung per Einzelzusage existiert ein Rückdeckungsversicherungsvertrag, welcher an den Pensionär verpfändet ist. Entsprechend wird die Verpflichtung von TEUR 134 und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung von TEUR 134 nach § 246 Abs.2 Satz 2 HGB zum Abschlusstag saldiert ausgewiesen.

Die Gesellschaft hat die Geschäftsräume und Teile der Betriebs- und Geschäftsausstattung im Wege von operating-lease-Verträgen geleast. Die sich aus den Miet- und Leasingverträgen ergebenden Verpflichtungen sind in den unten aufgeführten sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus Lizenzverträgen bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.161 mit einer Fälligkeit von einem bis drei Jahren und TEUR 285 mit einer Fälligkeit von 4 bis 5 Jahren.

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen mit TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 111) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung und Veränderung der angesetzten Zinssätze der Pensionsrückstellungen.

Ergänzende Angaben

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, TEUR 3.800 des Jahresgewinns 2022 als Dividende an die Gesellschafter auszuschütten, darüber hinaus den noch verbleibenden Gewinn 2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 war Herr Dirk Peters, Kaufmann, Hamburg. Herr Peters war alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 HGB befreit.

Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführer sind zulässigerweise in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft sind:

 

Herr Dr. Gianluca Grimaldi, Schifffahrtskaufmann, Palermo/Italien, Grimaldi Group S.p.A., Palermo/Italien (Vorsitz),

 

Herr Bernard Shortt, Schifffahrtskaufmann, London/Vereinigtes Königreich, Grimaldi Group S.p.A., Palermo/Italien (stellvertr. Vorsitz),

 

Herr Mike Payne, Schifffahrtskaufmann, London/Vereinigtes Königreich, Grimaldi Group S.p.A., Palermo/Italien

 

Herr John Kenny, Schifffahrtskaufmann, London/Vereinigtes Königreich, Grimaldi Group S.p.A., Palermo/Italien und

 

Herr Guido Grimaldi, Schifffahrtskaufmann, Palermo/Italien, Grimaldi Group S.p.A., Palermo/Italien bestellt.

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 56).

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 95 (Vorjahr: 80) kaufmännische Mitarbeiter beschäftigt. Davon wurden 80 Mitarbeiter in Voll- und 15 Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt.

Konzernverhältnisse

Mutterunternehmen i. S. § 285 Nr. 14 HGB ist die Grimaldi Group S.p.A., Palermo/Italien.

Der Jahresabschluss der Grimaldi Germany GmbH wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich.

 

Hamburg, 20. März 2023

Grimaldi Germany GmbH

Dirk Peters

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022

Bruttobuchwerte
Stand am 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 226.640,28 0,00 0,00 226.640,28
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 590.699,52 29.440,83 11.281,59 608.858,76
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.102.217,44 0,00 0,00 5.102.217,44
5.919.557,24 29.440,83 11.281,59 5.937.716,48
Abschreibungen
Stand am 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 218.211,63 1.596,62 0,00 219.808,25
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 533.281,77 39.286,39 11.281,59 561.286,57
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
751.493,40 40.883,01 11.281,59 781.094,82
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2022 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 6.832,03 8
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.572,19 58
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.102.217,44 5.102
5.156.621,66 5.168

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

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