Artiz GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Artiz GmbHFreiburg im BreisgauKonzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und KonzernlageberichtKonzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell Unter der Marke Waschbär vertreiben wir seit 1987 nachhaltige Produkte des täglichen Bedarfs und unterstützen unsere Kundinnen und Kunden auch durch Wissen für ein nachhaltiges Leben. Dabei sind wir als Multichannel-Händler sowohl im Versandhandel (Online/Print) als auch im stationären Handel aktiv.
Hierbei unterstützen wir mit einem Angebot an nachhaltigen und gesundheitlich unbedenklichen Produkten für alle Lebensbereiche. Seit Gründung befindet sich die Zentrale in Freiburg, wo sich auch das Zentrallager mit Logistik befindet. Im stationären Handel betreiben wir Ladengeschäfte in Freiburg, Karlsruhe und Göttingen. Die Hauptmärkte sind Deutschland, Schweiz, Österreich und die Niederlande. Der Vertrieb in der Schweiz erfolgt über die Waschbär GmbH mit Sitz in Dornach. Die anderen Länder werden über die Waschbär GmbH in Freiburg bedient. Zum Konzern gehören auch die ewaniga GmbH und die get IT green GmbH. Diese beiden Gesellschaften erbringen Dienstleistungen innerhalb des Konzerns im Bereich Neukundengewinnung und IT-Betreuung sowie IT-Entwicklung. 1.2. Organisatorische Struktur und Gesellschaftsform Die organisatorische Struktur des Konzerns stellt sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar:
Die Artiz GmbH ist seit Ende 2017 ein Purpose Unternehmen. Als Purpose Unternehmen ist satzungsmäßig sichergestellt, dass das Kapital im Unternehmen gebunden ist und nur Gesellschafter sein kann, wer aktiv im Unternehmen arbeitet. Die Gewinne verbleiben stets im Unternehmen und dienen dem Geschäftszweck. Die Kontrolle und Einhaltung dieser Regeln wird über eine Stiftung sichergestellt, die als Kontrollgesellschafter ein Vetorecht besitzt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut Statistischem Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 4. Quartal 2021 gegenüber dem 3. Quartal 2021 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,7% gesunken. Nachdem die Wirtschaftsleistung im Sommer trotz zunehmender Liefer- und Materialengpässe wieder gewachsen war, wurde die Erholung der deutschen Wirtschaft durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zum Jahresende gestoppt. Besonders der private Konsum nahm im 4. Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal ab, während die staatlichen Konsumausgaben zunahmen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ergibt sich für das gesamte Jahr 2021 ein Wachstum des BIP um 2,8% (auch kalenderbereinigt). Damit wurde das ursprüngliche Ergebnis von +2,7% leicht revidiert. Für das Jahr 2021 berichtet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (BEVH), dass es sich im zweiten Pandemiejahr zeigt, wie sehr der E-Commerce zur neuen Normalität für Kunden und Händler geworden ist. Annähernd jeder siebte Euro, der den Deutschen für Haushaltsausgaben zur Verfügung steht, wurde im Jahr 2021 für Waren im E-Commerce ausgegeben. Ein Jahr zuvor war es noch jeder achte. Bereinigt man die Umsätze um Lebensmittel-Einkäufe, hat der E-Commerce mit Waren 2021 sogar jeden fünften Euro auf sich gezogen. Der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce stieg im Gesamtjahr 2021 auf 99,1 Mrd. Euro nach 83,3 Mrd. Euro im Jahr 2020. Das Wachstum zum Vorjahr beträgt entsprechend 19,0%, 2020 wuchs die Branche um 14,6% zum Jahr davor. 40,2% des Umsatzes wurde über mobile Endgeräte erwirtschaftet. Inklusive der digitalen Dienstleistungen, die nochmals leicht auf 8 Mrd. Euro zurückgingen, betrug das Gesamtvolumen mehr als 107 Mrd. Euro (inkl. Umsatzsteuer). 2.2. Geschäftsverlauf Das Jahr 2021 wurde für den Konzern durch einen Cyber-Angriff am 19.05.2021 geprägt. Bereits Anfang Juni konnten wir wieder Pakete an unsere Kunden versenden und Aufträge im ERP-System verarbeiten sowie Lieferungen unserer Lieferanten annehmen und einlagern. Zu Anfang Juli konnten wir vom erweiterten Notbetrieb in den eingeschränkten Regelbetrieb wechseln. Dies bedeutete, dass die wesentlichen Systeme wieder zur Verfügung standen. Die Auswirkungen des Cyber-Angriffs, nebst grundlegender Neuorganisation der Sicherheits-Infrastruktur, schränkte die übrigen Aktivitäten des Konzerns im Jahr 2021 deutlich ein. Die Corona Pandemie hatte in den ersten Monaten des Jahres weiterhin positiven Einfluss auf die Nachfrage und den Umsatz im Bereich Versandhandel. Bei den Läden ergab sich durch die Corona Pandemie weiterhin eine angespannte Situation. Lock Downs und Zugangsbeschränkungen sowie Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in unseren Ladengeschäften führten auch in 2021 dazu, dass die Kundinnen und Kunden nicht bzw. nur mit Einschränkungen einkaufen konnten. Im Bereich der Lieferanten hatten wir trotz merklicher Störungen in der Lieferkette keine wesentlichen Verzögerungen oder Ausfälle. 2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren der internen Unternehmenssteuerung werden die Umsatzerlöse sowie der Jahresüberschuss bzw. das Konzernergebnis herangezogen. Als nichtfinanzielle, weniger bedeutsame Leistungsindikatoren werden die Warenverfügbarkeit, gemessen am Sendungsteiler bzw. der Sofortlieferbereitschaft, sowie die Retourenquote berücksichtigt. 2.4 Lage 2.4.1 Ertragslage Rohergebnis
Aufgrund des Cyberangriffs lag das Umsatzwachstum lediglich bei 2,4% gegenüber Vorjahr. Damit konnten wir die im Lagebericht 2020 prognostizierte deutliche Steigerung für 2021 nicht erreichen. Die Rohertragsquote liegt wieder auf dem Niveau des Jahres 2019 (58,0%). Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Auflösung von personalbezogenen Rückstellungen sowie dem Rückgang von positiven Währungseffekten. Die Entwicklung der Warenverfügbarkeit, die sich über Sendungsteiler von 1,24 (Vorjahr 1,3) darstellt, war relativ konstant. Die Retourenquote lag bei 25,7% (Vorjahr 32,9%) und hat sich damit verbessert. Personalaufwand Der Personalaufwand liegt mit TEUR 15.768 (VJ TEUR 14.628) bei 19,9% (VJ 18,7 %) der Gesamtleistung. Die Steigerung resultiert u.a. aus Investitionen in die Neuausrichtung der Organisation. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 25.518 (VJ TEUR 26.740). Die Reduktion in Höhe von TEUR 1.222 setzt sich im Wesentlich aus den in 2021 entfallenen zusätzlichen Aufwendungen für das gestoppte Neubauprojekt in Kenzingen und den Zusatzkosten aus dem Cyberangriff zusammen. Hier vor allem durch erhöhte Aufwendungen für Beratung und EDV-Kosten sowie geringe Aufwendungen für Leiharbeiter und Werbung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: Betriebs- und Verwaltungsaufwand
Vertriebskosten
Neutrale Aufwendungen
Zinsergebnis Das Zinsergebnis enthält einen Zinsaufwand i. H. v. TEUR 50 (VJ TEUR 58) aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. Konzernergebnis Das Konzernergebnis liegt bei TEUR 1.446 (VJ TEUR 1.420), das Vorsteuerergebnis bei TEUR 2.164 (VJ TEUR 2.077). Damit konnten wir die im Lagebericht 2020 prognostizierte deutliche Steigerung für 2021 nicht erreichen. Dies hängt vor allem mit dem Cyberangriff zusammen. 2.4.2 Finanzlage Der Konzern konnte im Jahr 2021 sämtliche Geschäftsaktivitäten aus der Liquidität der Einzelunternehmen finanzieren. So konnte der Konzern einen operativen Cash Flow von TEUR 4.029 (VJ TEUR 4.330) erzielen. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit verändert sich um TEUR 1.413 auf TEUR -1.121, der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit veränderte sich um TEUR 3.001 auf TEUR -228. Insgesamt lag der Finanzmittelfonds am Jahresende mit TEUR 10.247 um TEUR 2.812 über Vorjahr. Der Konzern war jederzeit in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Geschäftsjahr erfolgten keine Ausschüttungen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen Dritten Die Liquidität des Geschäftsjahres 2021 war in Summe jederzeit ausreichend, um die laufenden Geschäfts-, Finanz- und Investitionstätigkeiten des Konzerns aus eigenen Mitteln zu tätigen. Der Bestand an liquiden Mitteln ist zum Bilanzstichtag um TEUR 2.812 (VJ TEUR 1.393) zum Vorjahr gestiegen. Die dem Konzern zur Verfügung stehende Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 2.500 wurde nicht in Anspruch genommen. 2.4.3 Vermögenslage Im Jahr 2021 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in einer Höhe von TEUR 1.309 (VJ TEUR 2.717) getätigt. Die Investitionen liegen damit unter den Abschreibungen auf das immaterielle und materielle Anlagevermögen in Höhe von TEUR 2.177 (VJ TEUR 2.140), davon TEUR 20 (VJ TEUR 350) auf den Geschäfts- und Firmenwert. Die Abgänge im Anlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus der Rückzahlung zweier Darlehen in Höhe von TEUR 161. Um die Lieferfähigkeit in Verbindung mit der geplanten Umsatzsteigerung zu verbessern wurde der Lagerbestand zum Jahresende auf TEUR 8.675 (VJ TEUR 7.271) erhöht. Der Bestand an flüssigen Mitteln hat sich auf TEUR 10.247 (VJ TEUR 7.435) erhöht. Dies liegt vor allem am gestiegenen Konzerngewinn und an den geringeren Investitionen. Das Netto-Umlaufvermögen (Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten) liegt bei TEUR 17.445 (VJ TEUR 14.772). Aufgrund des positiven Konzernergebnisses des Jahres 2021 erhöhte sich das Eigenkapital um TEUR 1.578 (VJ TEUR 1.421) auf TEUR 6.781 (VJ TEUR 5.202). Die Eigenkapitalquote betrug 23,71 % (VJ 20,22 %). Die Eigenkapitalquote hat sich bei einer Erhöhung der Bilanzsumme von 20,22% auf 23,71 % verbessert. Die sonstigen Rückstellungen lagen im Geschäftsjahr 2021 bei TEUR 4.331 (VJ TEUR 3.788) und bestehen im Wesentlichen aus Rückstellung für Kundenretouren und Personal. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 671 auf TEUR 2.509 (VJ TEUR 1.838) resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Lagerbestandes zum Weihnachtsgeschäft. 2.5 Gesamtaussage Mit seiner guten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, sowie der Entwicklung der Eigenkapitalquote befindet sich der Konzern in einer stabilen und guten Verfassung. Dies verschafft uns Handlungsspielraum für geplante zukünftige Entwicklungen und notwendige Investitionen. Insbesondere unter Berücksichtigung des Cyber-Angriffs im Mai 2021 und der auch in 2021 mit Einschränkungen einhergehenden Corona-Pandemie sind wir mit dem Gesamtverlauf des Geschäftsjahres zufrieden. 3. Prognosebericht Der Sachverständigenrat hat aufgrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der weiterhin bestehenden Corona Pandemie die Prognose des BIP für Deutschland im Jahr 2022 auf ein Wachstum von 1,8% (kalenderbereinigt 1,9%) und für das Jahr 2023 auf ein Wachstum von 3,6% (kalenderbereinigt 3,8%) am 30.03.2022 angepasst. Die Verbraucherpreise dürften aufgrund der weiterhin sehr hohen Spotpreise für Energie und der verstärkten Überwälzung von Kostensteigerungen auf die Endkundinnen und -kunden in diesem und im nächsten Jahr um 6,1% beziehungsweise 3,4% zulegen. Diese Punktprognosen gehen aber mit einer sehr großen Unsicherheit einher. So sind aktuell die Auswirkungen des russischen Krieges gegen die Ukraine nur schwer vollumfänglich abschätzbar. Insbesondere könnte die deutsche Volkswirtschaft infolge eines Importstopps für russische Energieträger - unabhängig davon, ob dies vonseiten der EU oder Russlands ausgeht - in eine Rezession geraten. Weiterhin besteht das Risiko, dass ein erneuter Anstieg des Infektionsgeschehens infolge neuer Virusmutationen wieder zu stärkeren wirtschaftlichen Auswirkungen führen und somit die Erholung des Konsums insbesondere bei kontaktintensiven Dienstleistungen bremsen könnte. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (BEVH) prognostiziert für 2022 für den E-Commerce mit Waren einen Umsatz von 111 Mrd. Euro (inkl. MwSt.), was einem Wachstum von 12,0% gegenüber 2021 entspricht. Auch die Entwicklung im E-Commerce wird durch den Ukraine Krieg und die allgemeine Unsicherheit stark beeinflusst. Für das erste Quartal berichtet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (BEVH) in einer Pressemitteilung am 08.04.2022, dass die Auswirkungen des Ukrainekriegs die Umsatzentwicklung auch im E-Commerce nach einem guten Start in das Jahr massiv gebremst haben. Ein Vergleich der Umsatzentwicklung im 1. Quartal diesen Jahres vor und nach Kriegsbeginn am 24. Februar zeigt dies. Legte der Onlinehandel mit Bekleidung und Schuhen von Anfang Januar bis Kriegsbeginn noch um 10,0% im Vergleich zum Vorjahresquartal zu, gingen die Umsätze nach Kriegsbeginn bis Ende März massiv um 8,6% zurück, sodass für das gesamte Quartal nur noch ein Plus von 3,2% zu Buche stand. Insgesamt konnte der E-Commerce mit Waren dank starker Umsätze im Nach-Weihnachtsgeschäft im 1. Quartal noch ein Plus von 8,2% auf 23 Mrd. Euro (Vorjahr: 21,1 Mrd. Euro) erzielen (vor Kriegsbeginn: +11,5%, danach: +2,3% zum Vorjahresquartal). Wie bereits in den Vorjahren gehen wir grundsätzlich von guten Wachstumschancen durch die Notwendigkeit ökosozialer Alternativen im Konsumgütermarkt aus. Negative Auswirkungen durch die Corona-Pandemie auf das geplante Ergebnis und die laufenden Projekte erwarten wir derzeit nicht. Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Unsicherheit in Bezug auf Lieferketten und Preissteigerungen sowie einem schwächeren Konsumverhalten ist jedoch bereits negativ beim Geschäftsverlauf spürbar. Wir gehen auf Basis der aktuellen Entwicklung nicht davon aus, dass sich die Stimmung kurzfristig bessert. Der angespannten Marktsituation werden wir mit stabilisierenden Maßnahmen im Umsatz- und Kostenbereich begegnen. Aus diesem Grund rechnen wir im Jahr 2022 mit einem leichten Umsatzrückgang im Vergleich zum Jahr 2021. Die Zukunftsfähigkeit des Konzerns stellen wir im Jahr 2022 durch Investitionen in Mitarbeiterentwicklung, in den Bereich IT, in nachhaltige Prozessentwicklung und der Weiterentwicklung des Onlineshops sicher. Aus diesem Grund rechnen wir im Geschäftsjahr 2022 mit einem negativen Konzernergebnis im hohen sechsstelligen Bereich und liegen damit deutlich unter dem Ergebnis 2021. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikobericht 4.1.1. Markt / Branche Die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und auch gesetzliche Regelungen, wie das Lieferkettengesetz, werden zu einem verstärkten Wettbewerb führen. Der Konzern arbeitet intensiv daran seine Position auszubauen. Die Situation auf den Weltmärkten (Ressourcenengpässe, Transportkostensteigerungen, Rohstoffe, Papierpreise, Verfügbarkeiten, etc.) könnte zu einer nachhaltigen Kostensteigerung führen, die sich nur bedingt mit Preiserhöhungen im Markt kompensieren lassen. Die Sicherung der Rohstoffversorgung und die Optimierung der Einkaufsaktivitäten und Lieferketten gewinnen daher weiter an Bedeutung und bilden einen Schwerpunkt unserer Gegenmaßnahmen. 4.1.2. Technologie/Prozess Der Ausbau der Aktivitäten im E-Commerce-Handel, sowie die zunehmende Digitalisierung der internen Prozesse des Konzerns bergen die in diesem Bereich üblichen, hohen Risiken. Diesen wird durch umfangreiche Datenschutzmaßnahmen und einem grundlegend neuen IT-Sicherheitskonzept begegnet. 4.1.3. Ertrag Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen werden seit dem Jahr 2021 verstärkt sichere Zahlungsarten, wie z.B. Paypal angeboten. Ende März 2020 wurde auf Ebene der Geschäfts- und Bereichsleitung ein Corona Krisenstab eingerichtet, der seit 2021 zweimal wöchentlich sämtliche Chancen und Risiken im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie prüft und notwendige Änderungen einleitet. Dies sind z. B. ein tägliches Monitoring von Corona-Verdachtsfällen im Haus, eine engere Abstimmung mit unseren Lieferanten zu möglichen Lieferschwierigkeiten und die Sicherstellung der Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln im Zusammenhang mit der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung. Auf Grundlage dieser Maßnahmen sehen wir derzeit bei Lieferanten ein mittleres Risiko von Lieferschwierigkeiten oder Lieferantenausfällen aufgrund der Corona-Pandemie. Risiken aus dem Ukraine Krieg werden wöchentlich im Gremium der operativen Geschäftssteuerung, dem Lieferantenmanagement und monatlich im Geschäfts- und Bereichsleitungsmeeting besprochen und notwendige Maßnahmen abgeleitet. Auf der Beschaffungsseite sehen wir ein geringes Risiko, auf der Marktseite sehen wir ein Risiko mit Wirkung auf das Konsumverhalten in unseren Märkten, durch Preissteigerungen/Inflation und Kaufzurückhaltung. 4.1.4. Kultur Ein im Zuge der Nachfolge entwickeltes, neues Führungsverständnis, organisatorische und prozessuale Veränderungen im Rahmen der Entwicklung vom Händler zur Marke und zahlreiche Projekte zur Weiterentwicklung des Unternehmens führen auch zu großen, kulturellen Veränderungen. Diese Veränderungen bergen auch Risiken hinsichtlich der Zufriedenheit der Mitarbeitenden, des Betriebsklimas und dem Erfolg der einzelnen Maßnahmen in sich. Um die Mitarbeitenden in dieser Veränderung gut zu begleiten und Veränderung selbst als etwas Positives zu etablieren, wurde ein umfangreiches Transformationsprogramm auf den Weg gebracht, in welchem Mitarbeitende aller Hierarchiestufen aktiv an der kulturellen Weiterentwicklung des Konzerns mitwirken. 4.1.5. Mitarbeitende / Organisation Die Suche nach geeigneten Mitarbeitenden gestaltet sich zunehmend schwierig. Digitalisierung in allen Bereichen und flexible Arbeitszeiten sowie mobiles Arbeiten wird erwartet. Durch unser Geschäftsmodell sehen wir uns grundsätzlich gut positioniert, sehen allerdings auch den Bedarf an permanenter Weiterentwicklung. 4.2. Chancenbericht 4.2.1. Markt / Branche Mit der Weiterentwicklung vom Händler zur Marke sieht sich der Konzern in einer guten Ausgangsposition bisher nicht genutzte Potentiale zu nutzen und den steigenden Bedarf an öko-sozialen Produkten zu decken. 4.2.2. Technologie/Prozess Die Modernisierung unserer IT-Infrastruktur dient der Stabilisierung und Sicherung unseres Geschäfts. Der Umbau unseres Onlineshops soll wesentlich dazu beitragen, das Einkaufserlebnis unserer Kundinnen und Kunden einfacher zu machen und zu bereichern. Die Weiterentwicklung unserer Systemlandschaft bietet nicht genutzte Potentiale in der Verbesserung unserer Prozesse und der Verbesserung der Servicequalität für unsere Kunden. 4.2.3. Kultur Im Rahmen unseres nachhaltigen Prozessmanagements richten wir die Prozesse auf unsere Kundinnen und Kunden aus und fördern die Eigenverantwortung aller Mitarbeitenden. Die kulturellen Veränderungen, welche durch das Transformationsprogramm initiiert werden beinhalten die Chance eine deutlich leistungsfähigere, schnellere und beweglichere Organisation zu werden. 5. Risikomanagement Unser Risikomanagementsystem ist den organisatorischen Strukturen angepasst. Es besteht aus einem umfassenden monatlichen Berichtswesen mit G+V -, Bilanz- und Cash Flow-Analyse auf Konzern- und Gesellschaftsebene inklusive einer rollierenden Prognose bis zum Jahresende. Die Ergebnisse werden monatlich auf Geschäftsleitungsebene vorgestellt, diskutiert und die notwendigen Konsequenzen getroffen. Darüber hinaus wird täglich ein Bericht mit den wichtigsten Eckdaten erstellt (Liquiditätssituation, Nachfrageentwicklung, Rückstände, Lagerbestand, etc.). Im Bereich Datenschutz erfolgt die Überwachung und fachliche Beratung durch eine interne Datenschutzkoordinatorin und eine externe Beratung. Die Erkenntnisse und Maßnahmen werden jährlich in einem Datenschutzbericht zusammengefasst, welcher sämtlichen Führungskräften vorgestellt wird. Die Einhaltung der Produktcompliance wird durch eine Funktion innerhalb des Bereichs Nachhaltigkeit überwacht. Für den Bereich der Unternehmens-Compliance wurde im Jahr 2021 eine Stabstelle geschaffen, die direkt an die Geschäftsleitung berichtet. Vertragliche und finanzielle Angelegenheiten unterliegen dem Vieraugenprinzip.
Freiburg im Breisgau, 6. Mai 2022 Artiz GmbH Matthias Wehrle Katharina Hupfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21
Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
* Zum 31. Dezember 2021 steht aus Sicht der Muttergesellschaft zur Ausschüttung zur Verfügung: Summe der Einzelergebnisse der Konzerngesellschaften in Höhe von EUR 1.537.177,31 für das Geschäftsjahr 2021 zuzüglich Gewinnvortrag der Muttergesellschaft von EUR 5.559.120,78 abzüglich Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB in Höhe von EUR 204.256,00. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20211. Konsolidierungskreis Die folgenden Unternehmen sind in den Konsolidierungskreis einbezogen: Artiz GmbH
Triaz Beteiligungen GmbH
Triaz Group GmbH
ewaniga GmbH
get IT green GmbH
Sichuan OTEX Textiles Co. LTD.
Die Gesellschaft wird als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die Tochtergesellschaften Triaz Beteiligungen GmbH, Triaz Group GmbH, Waschbär GmbH, ewaniga GmbH und die get IT green GmbH nehmen die Befreiungsregelungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Die Muttergesellschaft Artiz GmbH, Freiburg im Breisgau, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 715523 eingetragen. 2. Konsolidierungsmethode Konzern Artiz GmbH: Die Aufrechnung des Wertansatzes der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte für die Erstkonsolidierung auf den 29. Dezember 2017 einheitlich gemäß § 301 HGB n.F. nach der Neubewertungsmethode. Die Verrechnung wurde dabei jeweils auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung durchgeführt. Im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 29. Dezember 2017 hat sich ein Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 97.983,58 EUR ergeben. Der Unterschiedsbetrag entfällt ausschließlich auf den Geschäfts- oder Firmenwert der operativ tätigen Gesellschaften. Für den zum 29. Dezember 2017 entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrunde gelegt. Die voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren liegt im Rahmen einer vertretbaren Nutzungsdauerschätzung, der keine besonderen Umstände entgegenstehen. Währungsanpassungen werden in das Eigenkapital in einen Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung eingestellt. Innenumsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander verrechnet. Latente Steuern im Rahmen der Konsolidierung waren nicht zu bilden. Im Zuge des zum 29. Dezember 2017 erfolgten Kaufes des Minderheitenanteils wurde für die Marke "Waschbär" ein Wert in Höhe von EUR 1.100.000 ermittelt. Passive latente Steuern wurden hierfür in Höhe von EUR 330.000 in die Bilanz eingestellt. Die Nutzungsdauer des Markenwertes wurde auf fünf Jahre festgelegt. Assoziierte Unternehmen werden mit dem Buchwert angesetzt und gemäß § 312 HGB nach der at-Equity-Methode bilanziert. Die Erstkonsolidierung der Sichuan Otex Textiles Co. LTD. erfolgte zum 31.12.2017 nach der at-Equity-Methode. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss wurde zum 31. Dezember 2021 nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 i.V.m. § 268 Abs. 1 und § 307 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Rechnungslegung der Waschbär GmbH, Dornach, Schweiz erfolgt in Schweizer Franken. Für diesen Konzernabschluss sind die Werte der Bilanz - mit Ausnahme des Eigenkapitals - zum Bilanzstichtagskurs in Euro umgerechnet worden. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte die Umrechnung zum Jahresdurchschnittskurs in Euro. Die sich hieraus ergebenden Unterschiedswerte wurden in das Eigenkapital eingestellt. Die Rechnungslegung der Sichuan OTEX Textiles Co. LTD., Chengdu, China, erfolgt in CNY. Für diesen Konzernabschluss sind die Werte der Gewinn- und Verlustrechnung der Chinesischen Gesellschaft zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet und für die at-Equity-Bewertung zu Grunde gelegt worden. Der Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21, den Konzern-Eigenkapitalspiegel, den Konzernanhang sowie den Konzernlagebericht. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften werden nachfolgend bei den Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten mit angegeben. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, aktiviert. Die Abschreibungen werden auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von überwiegend 3 bis 15 Jahren pro rata temporis berechnet. Geringwertige Anlagegüter (GWG) mit einem Wert zwischen 250,- EUR und 800,- EUR werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung sofort abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über die Dauer von 5 Jahren abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfasst. Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Umlaufvermögen a) Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten auf Basis von gleitenden Durchschnittspreisen. Das Niederstwertprinzip und das Prinzip der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Es sind im erforderlichen Umfang Abschreibungen vorgenommen worden. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert ausgewiesen.
Für erkennbare Risiken wurden ausreichende Wertberichtigungen getroffen. Für das Retouren-Risiko und die Bearbeitung der Retouren wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. c) Liquide Mittel Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert bewertet. Die Fremdwährungsguthaben in CHF sind zum Stichtagskurs umgerechnet. Eigenkapital Die Aufrechnung des Wertansatzes der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte einheitlich gemäß § 301 HGB n.F. nach der Neubewertungsmethode. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist im gesondert beigefügten Eigenkapitalspiegel (Anlage 1.4) dargestellt. Rückstellungen a) Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften. Die Pensionsrückstellungen sind unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018G der Heubeck Richttafeln GmbH unter Anwendung des modifizierten Teilwertverfahrens ausgewiesen. Es wurde ein 10-Jahres-Diskontierungszinssatz von 1,88% gem. Gutachten (im Vorjahr 2,31%) für eine Laufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt und künftige Rentensteigerungen mit 1% (im Vorjahr 1%) berücksichtigt. Der Ausweis des Zinsänderungseffektes erfolgt im Zinsaufwand. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 204. Dieser ist zur Ausschüttung gesperrt nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB. b) Steuerrückstellungen Die steuerlichen Rückstellungen sind unter Berücksichtigung der bestehenden Organschaften in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet worden. c) Sonstige Rückstellungen Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken, soweit sie bis zur Erstellung des Konzernabschlusses erkennbar waren, ist durch die Bildung ausreichender Rückstellungen mit dem Erfüllungsbetrag Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen decken insbesondere Verpflichtungen aus Warenretouren und Mitarbeiteransprüchen ab. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Bei den sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr handelt es sich im Wesentlichen um kreditorische Debitoren und Verpflichtungen aus Lohn- und Umsatzsteuer. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren handelt es sich um Nachrangdarlehen im Rahmen des Anteilskaufs. Davon bestehen gegenüber Gesellschaftern 2.750 TEUR (VJ 2.750 TEUR). Davon sind 2.750 TEUR (VJ 2.750 TEUR) mit 3 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz i.S.v. § 247 des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) jährlich zu verzinsen. Es sind keine Besicherungen vorhanden. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 6.000 TEUR (VJ 6.000 TEUR) mit einer Verzinsung von dem am Zinsfeststellungstag geltenden EURIBOR (3-monatiger) zuzüglich der jeweiligen anwendbaren Zinsmarge, wobei ein EURIBOR <0 mit Null gerechnet wird. Die Zinsmarge beträgt mindestens 2,3% jährlich. Die Zinsmarge erhöht sich bei Erreichen eines bestimmten, nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften errechneten, operativen Gewinns (EBIT). Es sind keine Besicherungen vorhanden. Latente Steuern: Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern, die sich aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Steuerbilanz und Handelsbilanz bei den Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ergeben, wurde unter Ausübung des Wahlrechts nach § 306 i.V.m. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Die Berechnung der passiven latenten Steuern in Höhe von 66 TEUR (VJ 132 TEUR) erfolgte mit einem Steuersatz von 30%. Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Aktivierung von Markenrechten. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten (alle mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. 4. Erläuterungen zur GuV: Umsatzerlöse
Periodenfremde Erträge bestehen im Wesentlichen aus den Zahlungen von uneinbringlichen Forderungen vergangener Jahre sowie aus der Einbuchung verjährter Kundenguthaben. 5. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung ist in der gesondert beigefügten Darstellung nach DRS 21 abgebildet. (Anlage 1.3) abgebildet. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Saldo der Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten", insgesamt 10.247 TEUR (VJ 7.435 TEUR) Im Jahr 2021 wurde ein Zinsaufwand in Höhe von 278 TEUR (VJ 493 TEUR) ausgewiesen. 6. Sonstige Angaben Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2021: Frau Katharina Hupfer Herr Matthias Wehrle Auf die Angabe der Gesamtbezüge der jeweiligen Geschäftsführung wird in Anwendung des § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB i.V.m § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingvereinbarungen bestehen Verpflichtungen in Höhe von 4.999 TEUR, hiervon entfallen TEUR 1.380 auf die nächsten 12 Monate. Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Konzern ist von 380 Mitarbeitern in 2020 auf 414 Mitarbeiter in 2021 gestiegen. Es wurden 11 Ausbildungsplätze (13 im Jahr 2020) besetzt. Durchschnittlich wurden im Konzern 111 gewerbliche Mitarbeiter (101 im Jahr 2020) und 292 kaufm. Mitarbeiter (266 im Jahr 2020) beschäftigt. Konzernabschluss Die Artiz GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis auf, dieser ist am Sitz der Gesellschaft verfügbar und wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Konzernabschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt 60 TEUR (VJ 44 TEUR). Für die laufende und fallweise Steuerberatung sind Honorare von 29 TEUR (VJ 35 TEUR) und für andere Bestätigungsleistungen Honorare in Höhe von 8 TEUR (VJ 5 TEUR) angefallen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Unsicherheit in Bezug auf Lieferketten und Preissteigerungen sowie einem schwächeren Konsumverhalten ist jedoch bereits negativ beim Geschäftsverlauf spürbar. Wir gehen auf Basis der aktuellen Entwicklung nicht davon aus, dass sich die Stimmung kurzfristig bessert. Der angespannten Marktsituation werden wir mit stabilisierenden Maßnahmen im Umsatz- und Kostenbereich begegnen. Es haben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag ergeben.
Freiburg im Breisgau, 6. Mai 2022 Artiz GmbH Katharina Hupfer Matthias Wehrle Anlagenspiegel
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Artiz GmbH, Freiburg im Breisgau Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Artiz GmbH, Freiburg im Breisgau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Artiz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg im Breisgau, den 12. Mai 2022 KPMG
AG
Laubert, Wirtschaftsprüfer Ziemann, Wirtschaftsprüferin Billigung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 20. Mai 2022 gebilligt. |
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