Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 1236 NM
Eingetragen
5.1.2005
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen, Ersatzteilen, Durchführung von Reparaturen und artverwandten Geschäften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Friederike Sirocko
seit 18.10.2021
Geschäftsführer
Sebastian Sirocko
seit 18.10.2021
Prokura
Marius Sirocko
seit 18.10.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Frank Sirocko
seit 6.11.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (4)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Achten Knick 15 A, 24539 Neumünster
284700
94.90%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Bischoff GmbH

Neumünster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Bilanz zum 31. Oktober 2023

AKTIVA

31.10.2023 31.10.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.906.275,39 5.006.117,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 353.897,50 374.648,50
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 276.295,75 180.106,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 140.323,42
5.536.468,64 5.701.196,06
5.536.469,64 5.701.197,06
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 48.737,32 49.982,19
2. Neuwagen 6.254.948,89 4.585.835,31
3. Gebrauchtwagen 1.324.590,07 1.237.774,66
4. Ersatzteile, Reifen und Zubehör 340.617,09 336.981,59
5. Erhaltene Anzahlungen -60.102,80 -82.010,84
7.908.790,57 6.128.562,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 879.431,80 839.116,10
2. Forderungen gegen Gesellschafter 6.067,29 11.791,82
3. Sonstige Vermögensgegenstände 80.860,39 80.563,82
966.359,48 931.471,74
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 333.989,84 656.482,63
9.209.139,89 7.716.517,28
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 38.688,78 47.011,49
14.784.298,31 13.464.725,83

PASSIVA

31.10.2023 31.10.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 155.000,00 155.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.000.000,00 750.000,00
III. Bilanzgewinn 409.692,26 415.318,93
1.564.692,26 1.320.318,93
B. EINLAGE DES STILLEN GESELLSCHAFTERS 500.000,00 500.000,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Pensionsrückstellungen 234.350,00 247.298,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 119.003,73
3. Sonstige Rückstellungen 88.371,76 78.900,00
322.721,76 445.201,73
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.642.783,73 10.347.532,86
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.105,09 99.999,95
3. Sonstige Verbindlichkeiten 699.995,47 751.672,36
12.396.884,29 11.199.205,17
14.784.298,31 13.464.725,83

Gewinn- und Verlustrechnung für 2022/2023

2021/2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 23.454.113,47 19.718.162,35
2. Aktivierte Eigenleistungen 227.150,27 109.466,10
3. Sonstige betriebliche Erträge 157.468,06 31.600,76
4. Materialaufwand
(a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 19.408.760,00 15.897.543,98
(b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 339.561,57 299.610,24
19.748.321,57 16.197.154,22
5. Personalaufwand
(a) Löhne und Gehälter 1.685.967,87 1.431.938,73
(b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 400.976,06 370.292,43
2.086.943,93 1.802.231,16
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 220.032,14 206.162,97
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 994.501,03 836.541,75
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 345,35 5.429,07
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 409.302,17 229.391,61
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 114.620,65 174.625,96
11. Ergebnis vor Steuern 265.355,66 418.550,61
12. Sonstige Steuern 20.982,33 15.918,45
13. Jahresüberschuss 244.373,33 402.632,16
14. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 250.000,00 250.000,00
15. Gewinnvortrag 415.318,93 262.686,77
16. Bilanzgewinn 409.692,26 415.318,93

Anhang für 2022/2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Autohaus Bischoff GmbH hat Ihren Sitz in Neumünster. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Kiel unter HRB 1236 NM eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit es der Abnutzung unterliegt, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 betragen, werden in einem Sammelposten aktiviert und linear über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten bis zu EUR 250 betragen, werden im Jahr des Anschaffung oder Herstellung als Aufwand erfasst.

Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zuschreibungen erfolgen, soweit der Grund für die Wertberichtigungen entfallen ist, maximal bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Pensionsverpflichtungen, die auf einer gewährten Pensionszusage an ein ehemaliges Organ der Gesellschaft beruhen, werden nach dem Barwertverfahren, unter Verwendung der Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck, ermittelt. Dabei wurden ein Fluktuations- und Gehaltstrend von unverändert 0 %, ein Rechnungszinsfuß von 1,82 % sowie ein Rententrend von unverändert 0 % angesetzt. Der Unterschiedsbetrag aus Siebenjahresdurchschnittszinssatz und Zehnjahresdurchschnittszinssatz, der einer Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 S. 2 HGB n.F.) unterliegt, beträgt TEUR 2 (Vorjahr TEUR 7).

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag .

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 6 aus zwei gewährten Darlehen. Die gewährten Darlehen werden mit 3 % p.a. verzinst und haben in Höhe von TEUR 1 (Vj.: TEUR 6) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Einlage des stillen Gesellschafters

Die MBG Schleswig-Holstein GmbH hat im Geschäftsjahr 2019/2020 zur Stärkung des wirtschaftlichen Eigenkapitals eine befristete Einlage von TEUR 500 geleistet. Die nachrangige Beteiligung endet voraussichtlich am 30. März 2029. Diese Position fließt in die Berechnung der Eigenkapitalquote ein.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 88 (Vj.: TEUR 79) sind Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 51 (Vj.: TEUR 41) sowie Rückstellungen für Archivierungen, Jahresabschlusskosten und ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 37 (Vj.: TEUR 38) enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten beinhalten Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren in Höhe von TEUR 1.234 (Vj.: TEUR 1.214) sowie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von TEUR 1.668 (Vj.: TEUR 1.960). Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 1.589) und sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 79).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 21 (im Vorjahr: TEUR 42) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 2 (im Vorjahr: TEUR 1).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 11.643 (Vj.: TEUR 10.348) sind zum Teil durch Globalzessionen bestimmter Forderungen besichert. Darüber hinaus sind die im Eigentum befindlichen Grundstücke der Gesellschaft mit drei Buchgrundschulden über insgesamt TEUR 3.142 belastet. Soweit Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Zusammenhang mit der Finanzierung von Fahrzeugen eingegangen wurden, sind die Fahrzeuge an das finanzierende Institut sicherungsübereignet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen darüber hinaus Verpflichtungen in Höhe von derzeit TEUR 46 p.a. Die Verträge haben eine durchschnittliche Laufzeit von drei Jahren.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Der Posten enthält Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 7 (im Vorjahr: TEUR 126).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand entfällt mit TEUR 4 (im Vorjahr: TEUR 5) auf die Bewertung der Pensionsrückstellung.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Geschäftsführung

Frank P. Sirocko, Automobilkaufmann. Neumünster,

Cornelia Sirocko, Kauffrau, Neumünster,

Friederike Sirocko, Kauffrau, Neumünster,

Marius Sirocko, Automobilkaufmann, Neumünster.

Vergütung der Geschäftsführung

Die Mitglieder der Geschäftsführung haben im Geschäftsjahr 2022/2023 eine Gesamtvergütung für ihre Tätigkeit in Höhe von TEUR 354 erhalten. Ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung hat aufgrund einer Pensionsregelung im Geschäftsjahr eine Vergütung i.H.v. TEUR 24 erhalten. Zwei weiteren Geschäftsführern sind zum Abschlussstichtag zwei Darlehen mit einer Restschuld i.H.v. von TEUR 6 und einer Verzinsung von 3,0% gewährt. Die Restlaufzeit beträgt noch ca. 1 Jahr.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter beträgt 29 , davon 19 Mitarbeiter im gewerblichen Bereich sowie 10 Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich. Darüber hinaus sind zum Abschlussstichtag 17 Auszubildende beschäftigt.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Hinsichtlich der angekündigten Änderungen bei den vertraglichen Vereinbarungen mit der Fahrzeugherstellern FORD und VOLVO im Geschäftsjahr 2025/2026 wird auf die Erläuterungen im Lagebericht verwiesen. Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnrücklagen einen Betrag von EUR 250.000,00 zuzuführen und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Neumünster, 15 April 2024

Autohaus Bischoff GmbH

Geschäftsführung

gez. Frank P. Sirocko

gez. Cornelia Sirocko

gez. Friederike Sirocko

gez. Marius Sirocko

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.11.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.10.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software und Nutzungsrechte 7.500,00 0,00 0,00 0,00 7.500,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.593.124,42 17.602,43 0,00 0,00 5.610.726,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 700.016,67 11.764,44 0,00 0,00 711.781,11
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 533.719,94 68.697,85 42.760,00 140.323,42 699.981,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 140.323,42 0,00 0,00 -140.323,42 0,00
6.967.184,45 98.064,72 42.760,00 0,00 7.022.489,17
6.974.684,45 98.064,72 42.760,00 0,00 7.029.989,17
Kumulierte Abschreibungen
01.11.2022 Zugänge Abgänge 31.10.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software und Nutzungsrechte 7.499,00 0,00 0,00 7.499,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 587.007,03 117.444,43 0,00 704.451,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 325.368,17 32.515,44 0,00 357.883,61
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 353.613,19 70.072,27 0,00 423.685,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.265.988,39 220.032,14 0,00 1.486.020,53
1:273.487,39 220.032,14 0,00 1.493.519,53
Buchwerte
31.10.2023 31.10.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software und Nutzungsrechte 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.906.275,39 5.006.117,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 353.897,50 374.648,50
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 276.295,75 180.106,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 140.323,42
5.536.468,64 5.701.196,06
5.536.469,64 5.701.197,06

Lagebericht für 2022/2023

I. Grundlagen und Geschäftsmodell der Gesellschaft, Ziele und Strategien

Die Autohaus Bischoff GmbH mit Sitz in Neumünster ist beim Amtsgericht Kiel unter HRB 1236 NM eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen sowie mit Ersatzteilen, die Durchführung von Reparaturen und artverwandten Geschäften. Der Neuwagenhandel erstreckt sich auf die Marken Ford, Volvo und Mazda. Mit diesen Herstellern bestehen Händlerverträge.

Nach Eröffnung des neuen Nutzfahrzeugzentrums und der damit verbundenen Ausweitung des Dienstleistungsangebots durch die Waschhalle und die Fahrzeugaufbereitung wurde im Geschäftsjahr 2018/2019 diese Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Ford durch die Umsetzung des Ford Store - Konzeptes auch im Bereich der Neuwagen fortgesetzt. Im Geschäftsjahr 2019/2020 wurde ebenfalls mit dem Hersteller Ford der Bereich Nutzfahrzeuge durch das Konzept "Transit Center 2.0" ergänzt. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde mit dem Bau des Volvo Store - Konzeptes in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Volvo begonnen. Der Bau wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 abgeschlossen, der Hersteller VOLVO hat sich an den Kosten des Projektes beteiligt..

Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurde zudem die erste Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde die bereits bestehende Photovoltaikanlage erweitert. Zusätzlich wurde eine Flüssiggasanlage in Betrieb genommen. Zur Sicherung der Grundversorgung werden von uns alle notwendigen Maßnahmen auch getroffen. Damit setzen wir zum einen den Nachhaltigkeitsgedanken effektiv um und leisten einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz, sparen zum andern aber auch durch die Produktion eigenen Stroms Kosten und reagieren damit angemessen auf die notwendige Transformation auf dem Energiesektor. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden die Anlagen weiter optimiert.

Mit diesen langfristigen Konzepten wird auch durch die Ausweitung des Dienstleistungsangebotes die Strategie der Neukundengewinnung sowohl im Neuwagen- als auch im Nutzfahrzeugbereich deutlich gestärkt. Mittelfristig wird sich dadurch auch die Auslastung der Werkstatt nachhaltig weiter erhöhen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden dementsprechend die Werkstatt um zwei Hebebühnen erweitert. Der Gebrauchtwagenhandel wird weiter betrieben und ergänzt diese Strategie.

II. Wirtschaftsbericht

1. Markt- und Branchenentwicklung

Nach den Verlautbarungen des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der führenden Wirtschaftsinstitute befindet sich die gesamte Branche auch in Europa derzeit im Wandel. Es wird erwartet, dass mit und vor allem nach der Europawahl im Juni 2024 die Branche einen positiven Wandel hin zur Elektromobilität erleben wird und auch die Politik in Deutschland und in den angrenzenden Ländern ihren Beitrag dazu leisten wird.

Die Fachverbände in Deutschland und Frankreich, die als wesentliche Treiber für eine positive Entwicklung für die Kfz-Gewerbe auch in Europa gesehen werden, haben ihre Zusammenarbeit in vielen Bereichen intensiviert. Dazu gehört auch der Bereich Ausbildung. Erwartet wird, dass sich insbesondere der zunehmende Fachkräftemangel in Deutschland durch entsprechende Programme und Maßnahmen in den nächsten Jahren relativeren wird.

Das "Autojahr 2022/2023" wurde nach den Verlautbarungen wesentlich durch Nachholeffekte aus der Vergangenheit geprägt - insbesondere auch durch steigende Preise bei den Neuwagen und auch im Bereich der Werkstätten. Zwar war bereits im IV. Quartal 2023 eine Abschwächung bei den Neuwagen zu sehen, lang- und mittelfristig wird aber ein positiver Trend erwartet.

Bei der Gewinnsituation vieler Betriebe werden aber auch die gestiegenen Einkaufpreise zur Kenntnis genommen. Wenig hilfreich ist auch die Kaufzurückhaltung bei den privaten Käufern, getrieben durch die nur langsamen zurückgehende Inflation und den ersatzlosen Wegfall der Förderung für Elektrofahrzeuge aufgrund leerer Kassen - nicht nur in Deutschland. Bedingt durch diese Entwicklungen, sind die Margen vieler Betrieb insbesondere auf dem Sektor der Neuwagen gesunken.

2. Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Aus der Gewinn- und Verlustrechnung für 2022/2023 ergibt sich ein deutlicher Anstieg der Umsatzerlöse (+TEUR 3.738 oder 18,9 %) im Vergleich zum Vorjahr. Zu beachten bei diesem deutlichen Anstieg; ist jedoch zum einen, dass der Umsatz im Vorjahr historisch niedrig war. Zum anderen sind sich auch die Einkaufspreise gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen, so dass sich unser Rohergebnis im Geschäftsjahr 2022/2023 nur geringfügig verändert hat. Der Branchentrend ist damit auch bei uns zu sehen.

Eine wesentliche Veränderung hat sich bei den Zuschüssen der Hersteller FORD und VOLVO ergeben. Während in den vergangenen Jahren einzelne Projekte direkt gefördert wurden, werden jetzt die Zuschüsse so geleistet, dass eine Zuordnung zu den Aufwendung nicht mehr 1:1 möglich ist. Daher haben sich die sonstige betrieblichen Erträge gleichlautend zu den Aufwendungen erhöht..

Bedingt auch durch Maßnahmen der Politik (Energiepreispauschale, Ausgleichsprämie zur Inflation) haben sich die Personalaufwendungen erhöht. Während die Energiepreispauschale 1:1 über eine verminderte Lohsteuer ausgeglichen wurde, war die Ausgleichsprämie (insgesamt TEUR 55) vollständig durch den Arbeitsgeber zusätzlich zu leisten (zudem ohne soziale Abgaben).

Der Anstieg der Zinsen hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 bereits negativ auf das Finanzergebnis und auch auf das Jahresergebnis ausgewirkt.

Finanzlage

Die Erhöhung des finanzierten Fahrzeugbestandes resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Bestand an Neuwagen. Diese Erhöhung begründet sich im Wesentlichen mit dem wiederbelebten Neuwagengeschäft im Vergleich zum Vorjahr. .

Die im Zusammenhang mit den umfangreichen Investitionen in den Vorjahren aufgenommenen Darlehen bei der Hausbank wurden im Geschäftsjahr 2022/2023 planmäßig getilgt. Aufgrund der Liquiditätslage wurde das zur Stärkung der Liquidität aufgenommene Privatdarlehen nicht weiter zurückgeführt. Die Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Bereich des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr 2022/2023 mit Eigenmitteln finanziert. .

Der Cash-Flow des Geschäftsjahrs 2022//2023 von -342 TEUR setzt sich aus dem Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (-1.563 TEUR), aus der Investitionstätigkeit (-55 TEUR) und aus der Finanzierungstätigkeit (1.276 TEUR) zusammen.

Vermögenslage

Wesentliche Veränderungen auf der Aktivseite der Bilanz ist der erhöhte Bestand an Neuwagen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Passivseite der Bilanz korrespondieren mit den Zugängen im Vorratsvermögen.

Die Eigenkapitalquote - als finanzieller Leistungsindikator und unter Berücksichtigung der Einlagen des stillen Gesellschafters - hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 14,0 % erhöht (im Vorjahr 13,5 %). Gewinnausschüttungen aus dem Bilanzgewinn sind auch weiterhin nicht vorgesehen.

3. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird insgesamt als gut eingeschätzt. Die strategische Neuausrichtung des Unternehmens hat - nach den pandemiebedingten Jahresergebnissen in den Vorjahren - auch in diesem Jahr zu einem deutlich verbesserten Jahresergebnis geführt. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres in der Lage, die fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen.

III. Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken für das Unternehmen werden fortlaufend in Abstimmung mit den Fahrzeugherstellern analysiert. Damit soll sichergestellt werden, dass künftige Entwicklungen in den verschiedenen Geschäftsbereichen frühzeitig erkannt werden. Die interne Unternehmenssteuerung wird durch eine spartenbezogene Deckungsbeitragsrechnung nach Marken und Geschäftsbereichen mit Abweichungsanalysen zur Planung und zum Vorjahr durchgeführt. Bei den Herstellern Ford und Volvo steht ab dem Frühjahr 2025 ein massiver Strategiewechsel an, der aktuell mit der Aufkündigung der bestehenden Händlerverträge zum März 2025 gemündet ist. Wir sehen die anstehenden Verhandlungen mit Ford und Volvo über Art und Umfang der künftigen Zusammenarbeit aber auch als Chance zur Weiterentwicklung des Unternehmens.

Durch die Nutzung entsprechender Informationsdienste von Verbänden sowie persönlichen Kontakten zu den Herstellern, Kunden und Wettbewerbern (im Rahmen von Händlervertretungen) werden Strategien und Maßnahmen aus den unterschiedlichen Perspektiven Vertrieb, Marketing und Beschaffung entwickelt, die in strategische und operative Planungen eingearbeitet und durch regelmäßige Analysen in ihrer Umsetzung verfolgt werden. Die Zielerreichung und auftretende Abweichungen werden durch Anpassungsmaßnahmen korrigiert.

Nachhaltige Wachstumschancen ergeben sich weiterhin insbesondere in den Bereichen Nutzfahrzeuge und Service. In diesen Geschäftsbereichen wird die gewählte Strategie konsequent in Zusammenarbeit mit den Fahrzeugherstellern Ford, Mazda und Volvo fortgesetzt. Nachgelagert ergeben sich daraus auch positive Effekte auf die Auslastung des Werkstattbereiches.

Das Risiko für unser Unternehmen mit Blick auf den Dieselantrieb hat sich in den vergangenen Jahren sukzessive reduziert. Das Verkaufsgeschäft von Fahrzeugen mit Dieselantrieb beschränkt sich zwischenzeitlich im Wesentlichen auf Nutzfahrzeuge und gewerblich genutzte Personenkraftfahrzeuge. Die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Hydrid- und Elektroantrieb nimmt stetig zu. Bei dieser Entwicklung sind jedoch notwendige Investitionen in die Ausstattung der Werkstatt und die derzeit noch eingeschränkte Lieferbereitschaft bei den Herstellern zu beachten. Aktuell kann insbesondere die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen auch weiterhin nicht vollständig von den Herstellern gedeckt werden Darüber hinaus wurde die staatliche Förderung von Elektrofahrzeugen kurzfristig beendet. Derzeit ist nicht erkennbar, wie die Transformation in diesem Bereich von staatlicher Seite her unterschützt werden soll. .

IV. Prognosebericht

Unsere Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023/2024 hinsichtlich der Absatzzahlen für Neuwagen und Nutzfahrzeuge sind insgesamt erreichbar. Insgesamt streben wir ein nachhaltiges Umsatzwachstum bei den Fahrzeugen und ein vergleichbares Jahresergebnis für das gesamte Unternehmen an. Wir rechnen mit einem Gesamtumsatz von ca. 21.000 TEUR und einem Gewinn vor Steuern von ca. 400 TEUR.

Wir werden auch künftig alle Maßnahmen zur Senkung der Sachkosten vorantreiben. Dazu gehört auch, der steigenden Zinslast durch Tilgungen und Rückführungen von Darlehen und Fahrzeugfinanzierungen entgegenzuwirken. Hauptaugenmerk bei den Energiekosten ist es, marktbedingte Preissteigerungen durch alternative Lösungen zu vermeiden.

Nach unserer Einschätzung werden sich künftig keine Auswirkungen mehr durch das Corona-Virus und andere Lieferengpässe auf die Absatzzahlen ergeben. Ebenso werden angestoßene Entwicklungen durch die Hersteller im Bereich der E-Mobilität auch in den Folgejahren zu einem höheren Marktvolumen beitragen. Hier muss aber insgesamt von einer mittel- und langfristigen Veränderung ausgegangen werden. Die Mitwirkungen des Staates bleibt abzuwarten. Im Bereich der Werkstatt erwarten wir auch kurzfristig eine moderate Erhöhung der Jahresleistung, auch durch die bereits erfolgte Ausweitung der Kapazitäten.

Die Auswirkungen der Entwicklungen in der Ukraine, der beschlossenen Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland und deren Auswirkungen auf die Energie- und Rohstoffpreise können nach Art, Umfang und Dauer auch derzeit nicht abschließend beziffert werden. Wir gehen davon aus, dass die Absatzzahlen im Bereich der Elektrofahrzeuge im kommenden Jahr weiter zurückgehen und sich auch im Verbund mit den verfügbaren Gebrauchtwagen kein kurzfristiges Wachstum erzielen lassen wird, da auch unsere Kunden von der Inflation und den weiteren Unsicherheiten in der Kfz-Branche betroffen sein werden. Nachhaltig steigende Erträge sind nach unserer Einschätzung nur im Bereich der Werkstatt zu erreichen. Mittel- und langfristig ist aber von einem steigendem Marktvolumen im Bereich der E-Mobilität zu Lasten der Neu- und Gebrauchtwagen im Bereich der Verbrenner auszugehen.

V. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatschlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Neumünster. 15. April 2024

Autohaus Bischoff GmbH

Geschäftsführung

gez. Frank P. Sirocko

gez, Cornelia Sirocko

gez. Friederike Sirocko

gez. Marius Sirocko

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Autohaus Bischoff GmbH, Neumünster,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Bischoff GmbH, Neumünster - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Bischoff GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 11. Juni 2024

PANARES GmbH
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