Stammdaten

Register
Amtsgericht Neubrandenburg HRB 7345
Vorher
Durtrack GmbHDURTRACK GmbH
Eingetragen
2.6.2010
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Baublöcken und Mauersteinen aus sonstigem Beton, von Dachsteinen, Steinplatten und dergleichen aus Beton, Zement oder Kalksandstein
Gegenstand
Herstellung von Stahlbetonschwellen, Produktion von sonstigen Betonfertigteilen aller Art und Vertrieb dieser Produkte

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Linke
seit 5.11.2015
Geschäftsführer
Thomas Neumann
seit 7.3.2013
Prokura
Holger Horn
seit 2.6.2010
Prokura
Geschäftsführer
Markus Mildner
seit 2.6.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
512.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH (vormals: DURTRACK GmbH)

Möllenhagen

Jahresabschluss zum 30.06.2016

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die DURTRACK GmbH wurde im Juli 2016 in SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH umfirmiert (Eintragung im Handelsregister: 27. Juli 2016). Sie ist über die RTCM GmbH, Möllenhagen, ein 100 %iges Tochterunternehmen der SPITZKE SE, Großbeeren.

Die SPITZKE-Gruppe ist System-Lieferant für Bahninfrastrukturdienstleistungen und besitzt eine herausragende Marktposition in der Realisierung komplexer, gewerkübergreifender Bauvorhaben. Als solches bietet das Unternehmen den europäischen Bahnen ein nahezu vollständiges Leistungsportfolio rund um das System Bahn.

Hauptsitz der SPITZKE-Gruppe ist Großbeeren bei Berlin. Von hier aus werden die Unternehmensbereiche sowie Tochtergesellschaften gesteuert und die zentralen Dienstleistungen bereitgestellt. Um als Bahnsystemlieferant den Kunden das vollständige Leistungsportfolio sowohl in Deutschland als auch im angrenzenden europäischen Ausland höchst effektiv zur Verfügung zu stellen, verfügt die Unternehmensgruppe SPITZKE über eine Vielzahl an Standorten und Kompetenzzentren in Deutschland sowie im angrenzenden europäischen Ausland. In Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und der Türkei ist die Unternehmensgruppe mit Niederlassungen oder Tochtergesellschaften vertreten.

Die solide finanzielle Basis der Unternehmensgruppe ermöglicht die nötige Unabhängigkeit, auch umfangreiche Projekte jederzeit abzuwickeln.

Die SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH entwickelt und produziert Fahrbahnsysteme für den Schienenverkehr im Fern- und Nahverkehr der großen europäischen Eisenbahninfrastrukturbetreiber, aber auch für kommunale Stadt- und Straßenbahnen sowie S-Bahnen. Hauptsächlich werden dabei Gleisschwellen, Weichenschwellen und Masten aus Spannbeton produziert. Produktlieferungen für die Instandhaltung und Erneuerung der bestehenden europäischen Eisenbahninfrastruktur sind Kernelement und zugleich Garant unseres Geschäfts.

Unser Erfolg ist eng verknüpft mit der Investitionstätigkeit der großen europäischen Bahnen, allen voran der Deutsche Bahn AG mit ihren Instandhaltungs- und Erneuerungsstrategien. Qualität und Leistungsfähigkeit der Bahnnetze bilden die Basis für die Verkehrsentwicklung auf der Schiene, welche sich trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Umstände auch im Berichtszeitraum stetig aufwärts entwickelte.

Perspektivisch ist der technische Bedarf an Investitionen in das Schienennetz unverändert hoch.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr sowie in den fortfolgenden Jahren bis 2019 stellten bzw. stellen der Bund und die Deutsche Bahn AG mit der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV II) einen gegenüber der Vorperiode erhöhten Finanzrahmen für das deutsche Schienennetz zur Verfügung. Für den Zeitraum von fünf Jahren (2015-2019) stehen Mrd. EUR 36 für den Erhalt der Eisenbahninfrastruktur zur Verfügung, somit ergibt sich ein rechnerisches Jahresvolumen von Mrd. EUR 7,2.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 war der Wettbewerb bei den Zulieferern für Bahnoberbaumaterialien nach unserer Beobachtung hart und das Preisniveau noch nicht auf dem notwendigen Niveau.

2.2. Geschäftsverlauf 2015/2016

Im Geschäftsjahr war die SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH in sämtlichen Produktsparten zuverlässiger Q1-Lieferant der Deutschen Bahn AG. Die Absatzmengen bei Gleisschwellen lagen aufgrund einer periodischen Phasenverschiebung der Hauptbauperiode um ca. 95 % über denen des Vorjahres. Bei den Weichenschwellen hingegen musste ein leichter Absatzrückgang von ca. 10 % verzeichnet werden. Ebenso unerfreulich entwickelte sich der Absatz im Bereich der Bahnmaste mit einem Minus von rd. 39 %. Die Erlöse pro Schwelle zeigten sich im Bereich der Gleisschwellen leicht abgesenkt, wohingegen bei den Weichenschwellen und Bahnmasten Preisstabilität zu verzeichnen war. Der Absatz im Kiestagebau konnte um rd. 16 % gesteigert werden. In Folge des o.g. Mehrabsatzes im Hauptsortiment Gleisschwellen erhöhte sich der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um ca. 52 % von EUR 43,8 Mio. auf EUR 66,5 Mio. Die Umsatzprognose im Lagebericht des vorigen Geschäftsjahres von EUR 44,2 Mio. wurde somit wesentlich überschritten und dadurch auch die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2015/2016.

Einer der wichtigsten Rahmenverträge mit der DB Netz AG für die Lieferungen von Gleisschwellen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr für die Laufzeit vom 1.10.2015 bis zum 31.12.2016 erneuert werden. Der Rahmenvertrag zur Lieferung von Weichenschwellen an die DB Netz AG hat eine Gültigkeit vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2016. Beide Verträge sichern mit Mengen und Preisniveau die Auslastung und die Rentabilität der SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH wesentlich ab.

Zum Stichtag 30. Juni 2016 wurden 349 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung; Vorjahr: 339 Mitarbeiter) beschäftigt, davon 40 Angestellte, 299 gewerbliche Mitarbeiter sowie 10 Auszubildende. Der Personalbestand weist saisonale Schwankungen auf und befindet sich von März bis Oktober auf gleichbleibend hohem Niveau.

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zum Erhalt und Ausbau von Leistungsfähigkeit und Know-how werden jährlich im Unternehmen planmäßig intern und extern durchgeführt. Unfall- und Arbeitsschutz liegen im Verantwortungsbereich des je nach Geschäftsbereich zuständigen Geschäftsführers, dem Beauftragten für Arbeitssicherheit bzw. der unter Vertrag stehenden Betriebsärztin und werden nach gültigen Standards überwacht.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 sind zusätzlich zum bestehenden Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN 9001:2008 zusätzlich ein Energiemanagementsystem nach DIN EN 50001, ein Umweltmanagementsystem nach DIN EN 14001 sowie ein Arbeitssicherheitsmanagementsystem nach OHSAS 18001 eingeführt und zertifiziert worden.

Im Verfahren der gegen den nicht zur SPITZKE-Unternehmensgruppe gehörenden ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der DURTRACK AG angezeigten Ordnungswidrigkeit nach dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) für den Zeitraum vor der Übernahme der damaligen DURTRACK GmbH durch die SPITZKE-Gruppe im Juni 2011 hat das Bundeskartellamt im Februar 2016 auch gegen die SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH als Rechtsnachfolgerin der DURTRACK AG ein Bußgeld festgesetzt, das durch den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden entrichtet worden ist. Eine finanzielle Belastung für die SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH entstand nicht.

2.3. Lage

2.3.1. Leistung und Ertrag

Die SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH hat sich wie folgt entwickelt:

GJ 2015/2016 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Gesamtleistung 62.504 100,0 48.030 100,0 14.474 30,1
Rohergebnis 26.784 42,9 17.307 36,0 9.477 54,8
EBITDA 7.451 11,9 3.871 8,1 3.580 92,5
Abschreibungen -800 -1,3 -824 -1,7 24 -2,9
EBIT 6.651 10,6 3.047 6,4 3.604 118,3
Finanzergebnis -24 0,0 -43 -0,1 19 -44,2
Betriebsergebnis (EBT) 6.627 10,6 3.004 6,3 3.623 120,6
Periodenfremdes Ergebnis 52 0,1 241 0,5 -189 -78,4
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 6.679 10,7 3.245 6,8 3.434 105,8

Die in der SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH erzielte Gesamtleistung von TEUR 62.504 beinhaltet einen erzielten Umsatz von TEUR 66.497 und eine Bestandsverminderung im Bereich Fertigerzeugnisse in Höhe von TEUR 3.997.

Der massiv gesteigerte Absatz im Bereich der Gleisschwellen durch angepasste Produktion und Abbau des zuvor erhöhten Lagerbestandes an Fertigprodukten ist hauptverantwortlich für die positive Ergebnisentwicklung. Auf der Aufwandsseite sind außer bei den direkt zuordenbaren variablen Material- und Personalkosten positive Skaleneffekte durch die Verringerung der Stückfixkosten wirksam geworden. Auf Basis des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages ist der sonst entstandene Gewinn an die RTCM GmbH abzuführen.

2.3.2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist zum Stichtag 30. Juni 2016 um TEUR 3.981 bzw. 15,8 % auf TEUR 21.181 gesunken. Die Verringerung der Bilanzsumme resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus der Abnahme der Vorratsbestände im Bereich der Fertigerzeugnisse (-TEUR 3.997) und auf der Passivseite aus der Verringerung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

GJ 2015/2016 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 7.954 37,6 8.072 32,1 -118 -1,5
Umlaufvermögen 13.208 62,3 17.073 67,8 -3.865 -22,6
Rechnungsabgrenzungsposten 19 0,1 17 0,1 2 11,8
AKTIVA 21.181 100,0 25.162 100,0 -3.981 -15,8
Eigenkapital 599 2,8 599 2,4 0 0,0
Kurzfristiges Fremdkapital 20.251 95,6 24.409 97,0 -4.158 -17,0
Langfristiges Fremdkapital 331 1,6 154 0,6 177 >100,0
PASSIVA 21.181 100,0 25.162 100,0 -3.981 -15,8

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 725 getätigt. Diese betreffen unter anderem die Schlusszahlungen für die Errichtung eines Hülsenautomaten sowie mit TEUR 160 die Ersatzanschaffung eines Radladers für den Kiestagebau, mit TEUR 80 den Erwerb einer gebrauchten Lokomotive sowie mit TEUR 65 den Neuaufbau einer Mastschleuderbank.

Die SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH ist eingebunden in das Cash-Pooling der SPITZKE- Unternehmensgruppe. Der Finanzmittelfonds besteht hauptsächlich aus Cash-Pooling-Verbindlichkeiten (TEUR 5.969; Vorjahr TEUR 14.453). Die Verringerung der Cash-Pooling-Verbindlichkeiten ist vor allem auf den Abbau der liquiditätsbindenden Bestände im Bereich der Fertigerzeugnisse (TEUR 3.997) und der Erwirtschaftung des Betriebsergebnisses zurückzuführen.

Die Liquidität war und ist durch den Kontokorrentrahmen innerhalb des Gruppen-Cash Pools jederzeit gesichert. Fremdwährungs- und Zinsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung.

2.3.3. Zusammenfassende Beurteilung

Die Geschäftsführung ist mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden. Die Investitionen und Instandhaltungs- und qualitätsverbessernden Maßnahmen der drei letzten Jahre haben Wirkung gezeigt, sodass die Anforderungen der Kunden, insbesondere der Deutsche Bahn AG, voll erfüllt werden konnten. Der Absatz und dessen weitere Prognose haben sich positiv entwickelt, sodass sich die Ertragslage stabilisiert hat und weiter stabilisieren wird.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH weiterhin geordnet.

3. Nachtragsbericht

Der Geschäftsführung sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt, welche einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens‑, Finanz- oder Ertragslage hätten.

4. Prognosen‑, Chancen- und Risikobericht sowie Compliance

4.1. Risikosituation des Betriebes

Um einen störungsfreien und sicheren Betrieb der Produktion zu gewährleisten, verfügt die SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH über umfängliche Dokumentations- und Handlungsanweisungen (Verfahrens‑, Arbeitsanweisungen, Checklisten und Berichte für die einzelnen Managementsysteme). Diese erfüllen die hohen Anforderungen an uns selbst, an unser QM-system und die Forderungen unserer Auftraggeber. Dies wird regelmäßig durch die Überwachungs- und Zertifizierungsaudits nach den einschlägigen Normen sowie durch die erfolgreichen Präqualifikationen der Deutschen Bahn AG bestätigt.

Preisänderungsrisiken im Beschaffungsprozess werden vor allem durch langfristige vertragliche Vereinbarungen oder durch Preisgleitklauseln begrenzt. In den Unternehmensplanungen sind Preisänderungsrisiken berücksichtigt.

Sämtliche quantitativen und qualitativen Risiken im Beschaffungsprozess versucht die SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH anhand vertraglich fixierter Qualitätsvorgaben sowie durch Ausweitung des Zuliefererkreises zu minimieren. Es sind Rahmenverträge mit den Zulieferern der A-Rohstoffe Stahl, Zement und Splitt sowie von Schienenbefestigungsmaterialien geschlossen.

Gewährleistungsrisiken wird durch eine umfassende Qualitätskontrolle begegnet. Soweit trotzdem eine Inanspruchnahme der SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH wahrscheinlich ist, wird das Gewährleistungsrisiko durch spezifische Rückstellungen und Versicherungen abgedeckt. Darüber hinaus ist im Jahresabschluss eine pauschale Gewährleistungsrückstellung gebildet.

Die Risiken im laufenden Produktionsbetrieb werden fortlaufend dem Grunde nach erfasst und hinsichtlich ihrer potenziellen Auswirkungen auf das Betriebsergebnis und die Liquidität bewertet.

Wesentliche Instrumente des Risikomanagements sind die monatlichen Ergebnisermittlungen auf Ebene der Kostenstellen sowie der tägliche Liquiditätsstatus, welcher die laufende Liquiditätsentwicklung der operativen Einheiten abbildet.

4.2. Risikosituation im Bereich der Liquidität/Finanzen und Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Forderungsmanagement ist durch die geringe Anzahl an Kunden geprägt. Das Forderungsausfallrisiko bei unserem Hauptkunden DB Netz AG ist relativ gering. Im Übrigen werden, um Forderungsausfälle weiterhin zu minimieren, alle Kunden außer den öffentlichen Auftraggebern durch standardisierte Ratingprozesse vor Angebotsabgabe auf Bonität bzw. Zahlungsausfallrisiken hin bewertet und entsprechende Zahlungskonditionen vereinbart.

Zins- sowie Währungsrisiken sind durch die stabile Eigenkapitalquote und unsere überwiegende Tätigkeit im Euroraum begrenzt.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden im Rahmen unseres Liquiditätsplanungssystems, welches kontinuierlich erweitert wird, frühzeitig erkannt.

Aufgrund des mit der SPITZKE SE geschlossenen Cash-Pool-Vertrages können wir jederzeit auf liquide Mittel zurückgreifen.

Finanzierungs- oder Liquiditätsengpässe bestanden und bestehen aufgrund der bestehenden Zahlungsmittel sowie der Finanzierungsstruktur nicht.

4.3. Compliance

Die SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH als Teil der SPITZKE-Gruppe stellt sich am Markt einem fairen Wettbewerb. Bereits im Jahr 2007 wurde ein Compliance-System in der SPITZKE-Gruppe eingeführt. Dabei definiert die SPITZKE-Gruppe Compliance als strikte Einhaltung aller Rechtsnormen, Richtlinien und Regeln sowie ethischen Verhaltensweisen, welche Grundlage für die Integrität im Geschäftsverkehr sind. Hauptaufgabe des installierten Compliance-Systems ist daher die Gestaltung eines Umfeldes, das regelkonformes Verhalten in allen Prozessen bedingt und Mitarbeiter sowie Management vor regelwidrigen Entscheidungen schützt. Ziel ist es, Korruption, Betrug und Untreue bereits im Ansatz zu verhindern. Registriertes Fehlverhalten wird strikt verfolgt, gründlich analysiert und, soweit möglich, sanktioniert. Dabei schließt das Compliance auch die Bereiche IT, Datenschutz und Risikomanagement mit ein. Das Compliance-System ist auf Prävention sowie Transparenz ausgerichtet und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Es schließt Compliance Audits und regelmäßige Schulungen der Führungskräfte mit ein und basiert auf einem unternehmenseigenen Verhaltenskodex.

Zur Erreichung der Ziele und zur Sicherung der Regelkonformität wurde eine Organisation geschaffen, geleitet von dem Chief Compliance Officer, der gleichzeitig Mitglied der Unternehmensleitung der SPITZKE SE ist. Zusätzlich steht ein externer, unabhängiger Rechtsanwalt als Ombudsmann für Verdachtsfälle zur Verfügung, welcher der gesetzlichen Schweigepflicht unterliegt. Dieser nimmt Hinweise entgegen, berät den oder die Hinweisgeber und leitet die Informationen über den verdächtigen Sachverhalt - bei Zustimmung des Hinweisgebers - anonym an die zuständigen Stellen im Unternehmen weiter.

Der Chief Compliance Officer berichtet direkt an die weiteren Mitglieder der Unternehmensleitung und den Verwaltungsrat. Er verantwortet die Entwicklung von Richtlinien und Grundsätzen, die das Verhalten der Mitarbeiter im Geschäftsverkehr bestimmen. Das Compliance-Team überprüft die relevanten Prozesse und führt Geschäftsprozessoptimierungen ein. Zudem berät er die Bereiche und Tochtergesellschaften in allen Compliance-relevanten Fragestellungen.

4.4. Prognosebericht mit wesentlichen Chancen und Risiken

Die nach Verlängerung nun bis 2019 wirksame Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV II) sichert weiterhin die Möglichkeit, von den Ausschreibungen unseres Hauptkunden DB Netz AG zu partizipieren. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Verkehrssicherheit sowie die Erhöhung der Transportfrequenz und des Emissionsschutzes zusätzliche Leistungen und damit Finanzierungsspielräume für die Zukunft weiter zwingend erfordern und sehr wahrscheinlich auch nach dieser LuFV II-Periode fortgeführt werden. Hieraus ergibt sich die Chance und die Erwartung einer Stabilisierung unserer Absatzmengen und des Erreichens eines Preisniveaus, welches uns auch zukünftig auskömmliche Erträge sichert.

Insofern sind wir zuversichtlich, dass aufgrund der starken Finanzsituation der SPITZKE-Gruppe, der hier vorhandenen umfassenden organisatorischen und technischen Qualifikationen zur gewerkübergreifenden Bearbeitung und Belieferung komplexer Bauvorhaben und des leistungsfähigen Maschinenparks die SPITZKE-Gruppe als verlässlicher Partner einen auskömmlichen Anteil am Schieneninfrastrukturmarkt gewinnen wird. Die SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH wird hierbei als Lieferant von Oberbaustoffen ihren Anteil dazu beitragen.

Für das kommende Geschäftsjahr 2016/2017 planen wir eine Leistung von ca. Mio. EUR 50,4 (Umsatz: Mio. EUR 49,9; Bestandserhöhung Fertigerzeugnisse: Mio. EUR 0,5). Unter Berücksichtigung der aktuellen Aufwandsentwicklungen für den Bezug von Roh‑, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie den bereits vereinbarten Tariferhöhungen für unsere Mitarbeiter soll ein Jahresergebnis mit einer leicht erhöhten Rendite (bis zu 0,5 Prozentpunkte) gegenüber dem Vorjahr erreicht werden.

Besondere Herausforderungen ergeben sich im Zuge der laufenden und weiteren Investitionsprojekte für unsere Produktions- und Qualitätsüberwachungsanlagen mit geplanten Ausgaben von rd. Mio. EUR 1,2 im laufenden Geschäftsjahr.

Die Gewinnung qualifizierten Personals ist weiterhin eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, sodass die Lehrausbildung und die Weiterqualifizierung im eigenen Betrieb weiterentwickelt werden, um dem Risiko Personalmangel entgegen zu wirken.

 

Möllenhagen, den 18. November 2016

SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH

Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVSEITE

30.06.2016 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN        
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   9.000,00   1.324,00
II. SACHANLAGEN        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.665.610,14   3.792.689,14  
2. technische Anlagen und Maschinen 3.106.315,06   2.644.574,70  
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 930.871,92   701.273,09  
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 242.160,00   932.265,95  
    7.944.957,12   8.070.802,88
III. FINANZANLAGEN        
Anteile an verbundenen Unternehmen   0,00   0,00
    7.953.957,12   8.072.126,88
B. UMLAUFVERMÖGEN        
I. VORRÄTE        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.383.069,24   2.059.640,48  
2. fertige Erzeugnisse und Waren 5.885.834,00   9.883.134,00  
    8.268.903,24   11.942.774,48
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.216.228,23   4.634.920,47  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.344,29   0,00  
3. sonstige Vermögensgegenstände 712.220,45   487.539,20  
    4.933.792,97   5.122.459,67
III. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN   4.888,85   8.006,36
    13.207.585,06   17.073.240,51
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   19.448,06   16.704,58
    21.180.990,24   25.162.071,97

PASSIVSEITE

       
  30.06.2016 Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL        
I. GEZEICHNETES KAPITAL 512.000,00   512.000,00  
II. GEWINNRÜCKLAGEN        
Andere Gewinnrücklagen 87.456,01   87.456,01  
III. JAHRESERGEBNIS 0,00   0,00  
    599.456,01   599.456,01
B. RÜCKSTELLUNGEN        
1. Steuerrückstellungen 398.000,00   398.000,00  
2. sonstige Rückstellungen 3.085.214,71   1.294.173,78  
    3.483.214,71   1.692.173,78
C. VERBINDLICHKEITEN        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 201,28   2.052,55  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.583.823,17   4.327.271,85  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.173.589,73   17.833.330,05  
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.340.705,34   707.787,73  
    17.098.319,52   22.870.442,18
    21.180.990,24   25.162.071,97

Gewinn- und Verlustrechnung

01.07.2015 - 30.06.2016 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 66.496.615,08   43.810.408,70  
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestandes an fertigen Erzeugnissen -3.997.300,00   4.220.201,00  
3. andere aktivierte Eigenleistungen 4.312,23   51,19  
4. sonstige betriebliche Erträge 2.435.861,58 64.939.488,89 587.312,01 48.617.972,90
5. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -32.513.748,79   -25.593.373,14  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.642.065,70 -38.155.814,49 -5.717.372,83 -31.310.745,97
6. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -10.014.631,15   -8.847.156,23  
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.460.605,24   -2.038.896,53  
- davon für Altersversorgung: ( 664,80) -12.475.236,39 ( 664,80) -10.886.052,76
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -800.100,54   -824.314,07
8. sonstige betriebliche Aufwendungen   -6.754.074,60   -2.245.991,50
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145.311,38   165,32  
- davon aus verbundenen Unternehmen: ( 0,00)   ( 0,00)  
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -169.410,58   -43.414,81  
- davon an verbundene Unternehmen: ( -10.058,94) -24.099,20 ( -7.046,32) -43.249,49
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   6.730.163,67   3.307.619,11
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   12.882,47   0,00
13. sonstige Steuern   -63.640,68   -62.976,38
14. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne   -6.679.405,46   -3.244.642,73
15. Jahresergebnis   0,00   0,00

Anhang

1. Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des GmbHG und des Handelsgesetzbuches erstellt.

Die DURTRACK GmbH wurde im Juli 2016 in SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH umfirmiert (Eintragung im Handelsregister: 27. Juli 2016). Sie ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften des § 266 HGB.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren.

2. Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden beibehalten.

2.1 Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird außerplanmäßig abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung, angesetzt. Für die Herstellungskosten gelten die Ausführungen zu den unfertigen und fertigen Erzeugnissen im Umlaufvermögen entsprechend.

Es wurden folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Jahre
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 - 5 Jahre
Gebäude 10 - 25 Jahre
Außenanlagen 4 - 15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 - 21 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre

Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis zu EUR 410,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

2.2 Umlaufvermögen

Die Roh‑, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder unter Beachtung des Niederstwertprinzips am Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten entsprechen dem effektiven Einstandspreis.

Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie herstellungsbezogene Verwaltungsgemeinkosten der Produktionshilfsabteilungen einbezogen. Die Kosten der allgemeinen Verwaltung und die Fremdkapitalzinsen werden in die Bewertung nicht einbezogen. Gegebenenfalls erfolgt eine Abschreibung der Vorräte auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bewertet. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,6 % (Vorjahr: 0,6 %) auf die offenen und zum Bilanzstichtag nicht einzelwertberichtigten Forderungen in die Bilanz eingestellt.

2.3 Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzung werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

2.4 Latente Steuern

Latente Steuern sind nicht zu bilanzieren, da die SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH als Organgesellschaft kein eigenes steuerpflichtiges Einkommen erzielt und kein Steuerschuldner ist.

2.5 Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wurden. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für das Geschäftsjahr 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016 je nach Restlaufzeit 1,75 % bis 2,21 % (Vorjahr: 2,42 % bis 2,92 %).

2.6 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.7 Sonstiges

Forderungen, Verbindlichkeiten, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Für mögliche steuerliche Risiken der Veranlagungsjahre 1997 bis 2010 sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 398 gebildet. Darüber hinaus wurde eine Freistellung der Gesellschaft vonmöglichen Steuerzahlungen durch die Altgesellschafter unseres Gesellschafters erteilt und zu diesem sowie für andere vertraglich geregelte Zwecke ein Betrag in Höhe von Mio. EUR 5,1 (Stand: 30. Juni 2016) auf einem Rechtsanwaltsanderkonto hinterlegt.

3. Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt.

3.2 Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Altgesellschafter in Höhe von TEUR 522 (Vorjahr: TEUR 0), die mit gebildeten Rückstellungen im Zusammenhang stehen und daher rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. Die Forderungen aus erst im Folgejahr abziehbaren Vorsteuern betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 192).

Sämtliche Forderungen haben unverändert eine Laufzeit von unter einem Jahr.

3.3 Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 512.000,00 und ist vollständig erbracht.

3.4 sonstige Rückstellungen

30.06.2016
TEUR
30.06.2015
TEUR
Personalrückstellung 1.153 920
Ausstehende Eingangsrechnungen 730 160
Schadenersatz 522 0
Gewährleistung 174 154
Übrige 506 60
  3.085 1.294

3.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

30.06.2016
TEUR
30.06.2015
TEUR
Cash-Pooling 5.969 14.453
Gewinnabführung 6.679 3.244
Lieferungen und Leistungen 489 99
Laufende Verrechnung 37 37
  13.174 17.833

Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen TEUR 6.718 (Vorjahr: TEUR 3.281) zum Stichtag.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 834 (Vorjahr: TEUR 209) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben unverändert eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3.6 Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestand ein Haftungsverhältnis für Avale von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.196 (Vorjahr: TEUR 3.059). Ein Risiko für die Inanspruchnahme besteht aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage der verbundenen Unternehmen zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung nicht.

3.7 Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Auf der Basis jährlich zu kündigender, vertraglicher Vereinbarungen haben wir bestimmte Leistungen in den Bereichen Geschäftsführung, Rechnungswesen, Personalwesen, Rechtsberatung, Versicherung und EDV an die Konzernmuttergesellschaft, die SPITZKE SE, ausgelagert. Die Vergütung für diese Leistungen beträgt im Jahr 2015/2016 TEUR 2.808 (Vorjahr: TEUR 1.013).

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

30.06.2016
TEUR
fällig im 1. Folgejahr 155
fällig im 2. bis 5. Folgejahr 189
fällig nach dem 5. Folgejahr 0
  344

Zum Bilanzstichtag besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.121.

4. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von TEUR 65.692 (Vorjahr: TEUR 43.134) im Inland und in Höhe von TEUR 805 (Vorjahr: TEUR 676) im übrigen Europa erzielt.

30.06.2016
TEUR
30.06.2015
TEUR
Betonfertigprodukte 62.050 42.215
Erlösschmälerungen - 1.737 - 1.054
Übrige 6.184 2.649
  66.497 43.810

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

In Höhe von TEUR 2.022 (Vorjahr: TEUR 0) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erstattungen periodenfremder Aufwendungen durch die Altgesellschafter unserer Gesellschafterin enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 279), die unter anderem aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1; Vorjahr: TEUR 183), aus Gewinnen aus dem Abgang von Sachanlagen (TEUR 6; Vorjahr: TEUR 59) und der Investitionszulage für das Jahr 2012/2013 TEUR 35 resultieren.

4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten erstattete periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.022 (Vorjahr: TEUR 0) sowie andere periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 38), die unter anderem aus dem Nachtrag an die Berufsgenossenschaft (TEUR 29) und aus den Verlusten aus dem Abgang von Sachanlagen (TEUR 3; Vorjahr: TEUR 15) resultieren.

4.4 Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus Aufzinsung von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 12) enthalten.

4.5 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages im Geschäftsjahr 2015/2016 nicht an. Die im Geschäftsjahr ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen vollständig auf Guthaben aus Betriebsprüfungen für Vorjahre.

5. Sonstige Angaben

5.1 Organe

Im Geschäftsjahr sind als Geschäftsführer bestellt:

Herr Dr. Alexander von Lieven (Sprecher der Geschäftsführung) Bereiche Vertrieb, Produktion
Herr Jörg-Christian Schiwek, Diplom-Ingenieur Bereiche Technik und Qualität, Forschung und Entwicklung
Herr Stefan Linke, Diplom-Kaufmann (FH) Bereiche Einkauf, Personal, Finanzen

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5.2 Anteile an beteiligten Unternehmen

Die SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH hielt Anteile von mehr als 20 % am Unternehmen:

Name Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
KOEHNE-BUD Sp.z o.o.w.l. Stargard Szczecinski (Polen) 100 % k. A. k. A.

Die Gesellschaft befindet sich in Abwicklung.

5.3 Zahl der Beschäftigten

Während des Berichtsjahres waren gemäß § 285 Nr. 7 HGB im Durchschnitt beschäftigt:

30.06.2016
Anzahl
Gewerbliche Mitarbeiter 286
Angestellte Mitarbeiter 41
  327

5.4 Abschlussprüferhonorar

Die Angaben zu dem vom Abschlussprüfer berechneten Gesamthonorar sind im Konzernabschluss der SPITZKE SE enthalten.

5.5 Mutterunternehmen

Die RTCM GmbH, Möllenhagen, ist alleinige Gesellschafterin der SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH.

Die SPITZKE SE, Großbeeren, als Gesellschafterin der RTCM GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf und veröffentlicht diesen im Bundesanzeiger.

5.6 Ergebnisabführung

Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von TEUR 6.679 (Vorjahr: TEUR 3.245) wurde gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vom 20. November 2006 an die RTCM GmbH abgeführt.

 

Möllenhagen, den 18. November 2016

SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH

Geschäftsführung

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 6.679.405,46 wird auf Grund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag von der RTCM GmbH übernommen.

 

Möllenhagen, am 15. Dezember 2016

gez. RTCM GmbH

Gesellschafterin

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.7.2015
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchung
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 30.6.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 975.162,93 10.000,00 0,00 13.163,78 971.999,15
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.202.796,77 0,00 0,00 0,00 27.202.796,77
2. technische Anlagen und Maschinen 29.046.800,62 234.653,38 703.798,98 335.586,50 29.649.666,48
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.089.878,36 387.684,82 79.410,00 173.807,20 4.383.165,98
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 932.265,95 93.103,03 -783.208,98 0,00 242.160,00
  61.271.741,70 715.441,23 0,00 509.393,70 61.477.789,23
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.957,65 0,00 0,00 0,00 13.957,65
  62.260.862,28 725.441,23 0,00 522.557,48 62.463.746,03
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.7.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 30.6.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 973.838,93 2.324,00 13.163,78 962.999,15
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.410.107,63 127.079,00 0,00 23.537.186,63
2. technische Anlagen und Maschinen 26.402.225,92 476.712,00 335.586,50 26.543.351,42
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.388.605,27 193.985,54 130.296,75 3.452.294,06
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  53.200.938,82 797.776,54 465.883,25 53.532.832,11
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.957,65 0,00 0,00 13.957,65
  54.188.735,40 800.100,54 479.047,03 54.509.788,91
Buchwerte
Stand am 30.6.2016
EUR
Stand am 30.06.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.000,00 1.324,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.665.610,14 3.792.689,14
2. technische Anlagen und Maschinen 3.106.315,06 2.644.574,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 930.871,92 701.273,09
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 242.160,00 932.265,95
  7.944.957,12 8.070.802,88
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
  7.953.957,12 8.072.126,88

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH (vormals: DURTRACK GmbH), Möllenhagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der SPITZKE FAHRWEGSYSTEME GmbH (vormals: DURTRACK GmbH), Möllenhagen, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, den 9. Dezember 2016

Deloitte GmbH
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