Maat Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
UNITED WIND Logistics GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023UNITED WIND Logistics GmbH, HamburgDieser Lagebericht enthält sowohl Aussagen zum vergangenen als auch zum zukünftigen Geschäftsverlauf der UNITED WIND Logistics GmbH, Hamburg. Den Aussagen für die Zukunft liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir derzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten Entwicklung abweichen. Die Risiken des Russland-Ukraine-Krieges sowie weiterer politischer Konflikte sind nicht abschließend zu bewerten. Es wird davon ausgegangen, dass die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter auf dem aktuellen Niveau verharren. Grundlagen des Unternehmens UNITED WIND Logistics GmbH, Hamburg Die UNITED WIND Logistics GmbH, Hamburg (im Folgenden als UWL bezeichnet), ist ein Schifffahrtsunternehmen im Offshore Wind Segment und bietet neben dem Transport auch die entsprechenden Transportlösungen an. Die UWL hat zum Bilanzstichtag drei eigene Schiffe in Betrieb, die als eigene Einschifffahrtsgesellschaften geführt werden. Struktur der UWL Die UNITED WIND Logistics GmbH ist am Bilanzstichtag an drei Schiffsgesellschaften beteiligt, namentlich der VestVind I GmbH & Co. KG, der VestVind II GmbH & Co. KG und der VestVind III GmbH & Co. KG. Organisation und Leitung Als Geschäftsführer der UWL stehen zum Bilanzstichtag zwei Personen, namentlich Christoph P. L. Puschmann und Erik Kruse zur Verfügung. Unternehmensziele und -strategie Vorrangiges Ziel ist ein kontinuierliches Wachstum mit einer stabiler Gewinnentwicklung. Dafür ist eine stabile Nachfrage an Transportleistungen im Schwergut und Projektsektor wichtig. Diese Nachfrage ist in 2024 im Vergleich zu 2023 wieder angezogen. Gleichzeitig sind ein positiver Cash-Flow und eine gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Als Dienstleister will das Unternehmen die gute Position im Offshore Wind Bereich sichern. Das Alleinstellungsmerkmal (unique selling proposition / USP) von der UWL sind die von Kunden und Lieferanten wahrgenommene Zuverlässigkeit und eine hohe Qualität der angebotenen Dienstleistungen. Damit geht einher, dass wir auch gegenüber unseren Mitarbeitern und unserer Umwelt die gleichen Standards anlegen und hier auch die Gefahr von Unfällen und die Belastung der Umwelt so gering wie möglich halten. Die dafür notwendigen Elemente sind die optimale Ausnutzung der vorhandenen Schiffskapazitäten, eine nachhaltige und qualitätsbewusste Unternehmensführung sowie gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter, was sich auch in unserem ESG-Konzept zeigt. Strategische Schwerpunkte In den letzten Jahren konnte das Tätigkeitsfeld vor allem durch die Durchführung von Offshore Wind Projekten ausgebaut werden. Bei der Bearbeitung dieses Marktsegments profitiert das Unternehmen von der gewonnenen Reputation, Referenzprojekten und entsprechenden Synergien. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut dem Ifo (Quelle / download am 28.03.24 https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt) ist insbesondere die deutsche Wirtschaft auch in 2024 in einer schwierigen Lage. Unter Unternehmen und Haushalten ist die Stimmung schlecht und die Unsicherheit hoch. Im laufenden Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung ihren Rückgang zunächst fortsetzen und um 0,1% im Vergleich zum Vorquartal sinken. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5% zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich um 0,7 Prozentpunkte herabgesetzt und für das Jahr 2025 leicht um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. Diese stagnierende Tendenz hat gegebenenfalls auch bei der UWL einen dämpfenden Einfluss. Im Jahr 2023 zeigt sich das weltweite Wachstum im Offshore-Windsegment. Laut einer Studie des Global Wind Energy Council (GWEC, Seite 108) wird erwartet, dass "global offshore market is expected to grow from 8.8 GW in 2022 to 35.5 GW in 2027, bringing its share of total new global installations from today's 11% to 23% by 2027". Einige der wichtigsten Treiber des Wachstums sind die steigende Nachfrage nach sauberer Energie, die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit von Offshore-Windenergie im Vergleich zu anderen Energiequellen und die sich verbessernde Technologie, sowie die steuer- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen in den einzelnen Ländern. Europa wird auch weiterhin eine führende Rolle im Offshore-Windsegment spielen, wobei Länder wie Großbritannien, Deutschland, Dänemark und die Niederlande führend bei der Installation neuer Kapazitäten sind. Genau dies ist der Markt für die UWL. In den USA und Asien, insbesondere in China und Japan, wird ebenfalls ein Anstieg der Offshore-Windenergie erwartet. Im Bereich der Technologie wird erwartet, dass die Entwicklung von größeren Turbinen und der Einsatz von Schwimmfundamenten für tiefere Gewässer voranschreitet. Außerdem wird die Digitalisierung und Automatisierung der Betriebs- und Wartungsprozesse eine größere Rolle spielen. Der Euro-Referenzkurs der EZB zum US-Dollar (USD) wurde zum Ende des Berichtszeitraumes am 31. Dezember 2023 auf 1,1050 USD je EUR festgelegt (Europäische Zentralbank). Für die UWL hatte dieser Wechselkurs aktuell einen geringen Einfluss, da ein Großteil der Chartereinnahmen in EUR abgerechnet wird. Im laufenden Betrieb wirkt sich der EUR/USD-Wechselkurs nicht unmittelbar auf die Ertragslage aus, da sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben in der Regel in Euro getätigt werden. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage des Unternehmens Die Ertragslage der UWL wird anhand von Vergleichszahlen zum Vorjahr dargestellt:
UWL erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 4.869 TEUR. Das geplante positive operative Ergebnis wurde erreicht. Im Geschäftsjahr gab es im Wesentlichen folgende Umsatzarten: • Langzeitverträge mit Vestas (Offshore). • Kooperationen mit der Schwesterfirma United Heavy Lift GmbH & Co. KG. Das Rohergebnis ist um 60,95% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies ist insbesondere auf die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Umsatzerlöse von 67,25% zurückzuführen. Gleichzeitig ist der Materialaufwand um 66,75% gesunken. Dies hängt u.a. mit dem Abschluss des Formosa II Projektes in 2022 ab (Umsatz in 2022 15,5 Mio. EUR), der direkten Abrechnung von Umsätzen mit VestVind I und VestVind II (durch die Charterpause) und einer Verringerung der Kommissionserlöse mit United Heavy Lift GmbH & Co. KG zusammen. Die Personalaufwendungen sind von 271 TEUR in 2022 auf 338 TEUR in 2023 gestiegen. Dies macht einen Anstieg von ca. 24,35% aus. Grund hierfür sind gestiegene Gehälter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 238 TEUR in 2022 auf 364 TEUR gestiegen. Dies macht eine Steigerung von ca. 52,96% aus. Das liegt zum größten Teil daran, dass die Aufwendungen für Werbe- und Reisekosten stark gestiegen sind. Finanzlage des Unternehmens Das Finanzmanagement der UWL hat zum Ziel, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Firma sicherzustellen. Die Wahrung einer angemessenen Mindestliquidität ist hierbei von vorrangiger Bedeutung. Das Finanzmanagement wird im Rahmen der maßgeblichen Gesetze und Regeln sowie der internen Grundsätze und Richtlinien ausgeübt. Die Finanzlage wird neben der monatlichen BWA und dem Abgleich mit dem Budget, ebenfalls durch ein wöchentliches TCE Reporting und durch ein regelmäßiges Cash Flow Reporting gesteuert. Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die UWL ausgesetzt ist, zählen das Währungsrisiko. Die Geschäfte der UWL werden überwiegend in Euro (Vestas, SPVs) und US-Dollar (ggf. Projekte) abgewickelt. Weitere Währungen sind von untergeordneter Bedeutung. Einer Absicherung bedurfte es im Geschäftsjahr nicht. Die UWL deckt ihren Finanzierungsbedarf in der Regel aus den Einnahmen des laufenden Betriebes. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 109 TEUR. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt 55 TEUR. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -440 EUR. Die Zahlungswirksame Veränderung beträgt 163 TEUR, sodass sich der Finanzmittelfonds von 564 TEUR am Anfang der Periode auf 727 TEUR am Ende der Periode erhöht hat. Die Zahlungsfähigkeit der UWL war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Eine ausreichende Liquidität für den laufenden Geschäftsbetrieb wird ständig überwacht. Zusätzlich bestehen Kontokorrentlinien in Höhe von 25 TEUR bei einem Kreditinstitut. Eine Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie erfolgte im abgeschlossenen Geschäftsjahr nicht. Vermögenslage der UWL Der Vermögenswert steckt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in den Beteiligungen der Schifffahrtsgesellschaften. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Bezug zur Unternehmensgruppe (1.402 TEUR) umfassen einen Anteil von 4,98% der Bilanzsumme; demgegenüber stehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 202 TEUR. Dies ist ein Anteil von 0,72% an der Bilanzsumme. Im Übrigen sind die Fälligkeits-, Währungs- und Zinsstruktur sowie wesentliche Finanzierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr ebenso wie Kreditkonditionen unverändert. Die liquiden Mittel umfassen einen Anteil von 2,58% an der Bilanzsumme. Bankverbindlichkeiten bestehen am Bilanzstichtag nicht. Die Eigenkapitalquote beträgt 89,67% und ist damit im Branchenvergleich sehr hoch. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr (340 TEUR) um 2 TEUR gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ebenfalls um 2.123 TEUR auf 1.455 TEUR (Vorjahr 3.578 TEUR) gesunken. Abschließend beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung bzw. die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der UWL als erwartungsgemäß. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement Mit Gründung hat UWL bereits ein Qualitätsmanagementsystem (ISO Norm 9001:2015) für alle Aktivitäten implementiert. Dieses System wurde im Jahr 2019 durch die Normen 14001:2015 und 45001:2018 ergänzt. Die erfolgreiche Zertifizierung nach ISO-Standard zeigen nicht nur die Qualitäts- und Prozessstandards, sondern auch dass die Themen Arbeitssicherheit und Umweltschutz jeweils eine - wie bereits erwähnt - große Rolle spielen und diese auch aktive gesteuert werden. Durch jährliche Überwachungsaudits vom Det Norske Veritas wird die ISO-Zertifizierung der UWL bestätigt. Gleichzeitig wurde für die UWL und deren Schwestergesellschaften eine ESG-Kampagne durchgeführt, da das Thema Nachhaltigkeit, Umwelt aber auch die soziale Verantwortung für die UWL sehr wichtig ist. Diese ESG-Maßnahmen, die im ESG-Report sichtbar sind, sind ein weiterer wichtiger Schritt, die UWL sattelfest für die Zukunft zu machen. Mitarbeiter Per 31. Dezember 2023 beschäftigte die UWL im Durchschnitt 2 Mitarbeiter im Büro. Zudem waren 2 nautischer Offiziersassistent (NOA) bei der UWL angestellt. Die deutschen Offiziere für die drei eigenen Schiffe sind jeweils direkt bei den Einschifffahrtsgesellschaften angestellt. Risiko- und Chancenbericht: Gesamtaussage zum Risiko- und Chancenbericht Die Chancen- und Risikosituation der UWL wird wesentlich durch die Entwicklung im Offshore Wind Business geprägt. Aufgrund der allgemeinen angespannten Wirtschaftslage und dem Russland-Ukraine-Krieg sowie den daraus resultierenden schwierigen Bedingungen auf dem Schifffahrtsmarkt, besteht das Risiko, dass es bei einem wesentlichen Unterschreiten der Umsatz- und Ertragserwartungen sowie der geplanten Investitions-, Eigen- und Fremdkapitalmaßnahmen zu geringeren als den erwarteten Zahlungsmittelzuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit kommt. Keiner kann vorhersagen, ob es bei einem langen Krieg noch ausreichend Bunker für die Schiffe geben wird. Risikobewertungen und Risikominimierung werden auf Managementebene und im Rahmen des ISO Managements Systems besprochen und analysiert. Aus Sicht der UWL - sofern nicht eine weltweite Rezession einsetzt - gibt es aufgrund der hohen Nachfrage an Offshore Wind Projekte kaum Sorge, dass die Schiffe nicht ausgelastet werden. RISIKEN: STRATEGISCHE RISIKEN Gesamtwirtschaftliche Risiken Die Schwergutschifffahrt ist abhängig von den Rahmenbedingungen in den weltweiten Volkswirtschaften und unterliegt einem hohen Risiko, durch konjunkturelle Schwankungen überdurchschnittlich beeinflusst zu werden. Die Entwicklung der Frachtraten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage von der UWL ausüben, ist insbesondere abhängig vom Transportaufkommen sowie dem Kapazitätsangebot. In Q1 bis Q3/2023 waren die Frachtraten stark unter Druck. Aber Ende Q4/2023 bzw. Anfang Q1/2024 ist eine Entspannung und dadurch eine Verbesserung bei den Frachten zu verzeichnen. Damit steigen derzeit die von UWL eingefahrenen Frachtraten wieder an. Die schwachen Frachtraten in den ersten 9 Monaten des Jahres führte auch dazu, dass im Q4/2023 der Charterer Vestas eine neunmonatige Charterpausenoption für die VestVind III ausübte. Damit fuhren erstmals zwei Schiffe (VestVind I und VestVind III) in freier Fahrt. Allerdings konnten beide Schiffe in Beschäftigung gehalten werden und eine hohe Auslastung zu auskömmlichen Raten erzielt werden. Zudem konnten in 2023 für die VestVind II und VestVind III Verlängerungsoptionen mit dem Charterer Vestas verhandelt werden, so dass ca. ab 01.07.2024 beide Schiffe wieder über Langzeitverträge in fixen Raten fahren werden. Risiken durch intensiven Wettbewerb Einige der Marktbegleiter sind hinsichtlich Geschäftsvolumen, Flottengröße, Transportaufkommen und Kapazitäten größer als die UWL. Andere verfügen über eine bessere Kapitalausstattung. Diese Marktbegleiter könnten daher besser im Markt positioniert sein, um Skalenvorteile zu realisieren und in effizientere Schiffe zu investieren. Daher könnten diese Marktbegleiter in der Lage sein, einen kostengünstigeren Service und niedrigere Frachtraten anzubieten. Dies könnte zu Lasten des Marktanteils der UWL gehen. Risiken durch Veränderungen von Handelsströmen Die Nutzung der Kapazitäten der UWL-Flotte wird von der Offshore Wind Entwicklung beeinflusst. Bei Transporten zwischen Regionen von Netto-Exporteuren und Regionen von Netto-Importeuren fällt die Auslastung der Kapazitäten in beide Richtungen unterschiedlich aus. Dadurch kommt es zu Leertransporten und entsprechenden Kosten. Eine Vergrößerung der Ungleichgewichte im internationalen Handel könnte die mit Leertransporten verbundenen Kosten weiter erhöhen. OPERATIVE RISIKEN Rohstoffpreisrisiken Die UWL ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit Marktpreisrisiken aus der Beschaffung von Treibstoffen (Bunker) für die Schwergutflotte ausgesetzt. Diese Kosten sind sehr volatil. Die VestVind I ist diesem Risiko direkt ausgesetzt. Dieses wirtschaftliche Risiko trägt UWL mit der eigenen Bereederung von Schiffen voll. Dieses Risiko kann allerdings den Kunden in der Regel durch höhere Frachtraten weiter gegeben werden. Risiken aus schwankenden Transportmengen und Frachtraten Hinsichtlich der Entwicklung der Transportmengen und Frachtraten gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Fahrtgebieten. Allerdings ist die UWL stark auf eine Region fixiert, was an sich ein Risiko darstellt. Da Nordeuropa stark in den Offshore Wind Bereich investiert, ist diese Region weiterhin sehr attraktiv - allerdings erst wieder mittel- bis langfristig. Risiken beim Betrieb von Schiffen Der Betrieb von Schiffen ist mit speziellen Risiken verbunden; hierzu zählen unter anderem Havarie, Kollisionen, Totalverlust des Schiffes, Umweltschäden, Feuer, Explosionen, Verlust oder Beschädigung der Ladung, durch Materialfehler verursachte Schäden, menschliches Versagen, Krieg, Terrorismus, Piraterie, politische Maßnahmen in einigen Ländern, schwierige Wetterbedingungen sowie Verzögerungen durch Streiks der Hafenarbeiter. Dieses wirtschaftliche Risiko trägt UWL mit der eigenen Bereederung von Schiffen voll, kann dieses allerdings den Kunden weitergeben. Alle aufgeführten Punkte können den Reiseablauf stören, zum Tod oder zu Verletzungen von Menschen sowie zum Verlust oder zur Beschädigung von Eigentum führen. Hierdurch könnte das Ansehen des Unternehmens Schaden nehmen und Kundenbeziehungen könnten belastet werden. Sofern möglich, hat die UWL in einem wirtschaftlich angemessenen Rahmen Versicherungen gegen diese Risiken abgeschlossen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die bestehenden Versicherungen nicht sämtliche Schäden in voller Höhe abdecken. Auch technische Ursachen, die in dem üblichen Verschleiß der Schiffe begründet sind, könnten zu einer Einschränkung des Betriebs führen. Zusätzlich zu regelmäßigen reparatur- und wartungsbedingten Ausfallzeiten kann die Klassifikationsgesellschaft einem Schiff aus technischen Gründen die Klasse entziehen. Damit ist dieses nicht mehr seetüchtig, bis die erforderlichen Reparaturen und Inspektionen vorgenommen wurden und das Schiff die Vorgaben der Klassifikationsgesellschaft wieder uneingeschränkt erfüllt. Risiken durch politische Rahmenbedingungen und Protektionismus Die geschäftlichen Aktivitäten können durch politische Spannungen, Kriege - wie bereits erwähnt - und / oder Konflikte, Terrorismus sowie durch wirtschaftliche und soziale Probleme beeinträchtigt werden. Dadurch können Störungen der Produktionsprozesse bei den Kunden oder Unterbrechungen beim eigenen Service auftreten. Als weitere Folge solcher Probleme könnten Häfen oder wichtige Schifffahrtskanäle (Suez-Kanal, Panama-Kanal) in ihrer Nutzung beeinträchtigt werden. Einzelne Länder könnten als Ergebnis finanzieller oder wirtschaftlicher Krisen zu protektionistischen Maßnahmen greifen und zum Beispiel Importbeschränkungen beschließen. Andere Länder könnten Gegenmaßnahmen einleiten und somit weltweit den Protektionismus fördern. Dies hätte einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Schwergutschifffahrt. Die UWL ist allerdings mehr im stabilen Nordeuropa unterwegs, so dass diese Risiken sehr überschaubar sind. Risiken durch Piraterie Piraterie stellt seit Langem eine erhebliche Beeinträchtigung der Handelsschifffahrt dar. Da die Flotte von UWL nicht in diesen Gebieten eingesetzt wird, ist dieses Risiko für UWL sehr gering. COMPLIANCE RISIKEN Risiken aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen Als weltweit tätige Schwergutreederei ist die UWL mit zahlreichen national und international geltenden Vorschriften konfrontiert. Die Veränderung oder Erweiterung derartiger Vorschriften sowie die Notwendigkeit, weitere Genehmigungen einzuholen, könnte den Geschäftsverlauf belasten und ggf. eine Änderung der Strategie erfordern. Bei einem Verstoß gegen geltende Vorschriften könnte das Unternehmen mit beträchtlichen Schadensersatzforderungen und Bußgeldern konfrontiert werden. Die Schwergutschifffahrt unterliegt zahlreichen Sicherheitsbestimmungen und Zollvorschriften in den jeweiligen Herkunfts-, Durchgangs- und Bestimmungsländern. Die Überprüfungen durch die zuständigen Behörden könnten zur Beschlagnahme von Ladungen führen sowie Verzögerungen bei der Be- und Entladung der Schiffe zur Folge haben. Wesentliche Bestandteile der Unternehmenskultur der UWL sind Gesetzestreue, Unbestechlichkeit und lauterer Wettbewerb. Die Grundsätze der Compliance-Kultur der UWL sind im Code of Conduct beschrieben, werden geschult und durch die Führungskultur des Managements vorgelebt. Diese Aussagen wurden durch die ESG-Kampagne bestätigt. Dennoch verbleibt ein Restrisiko, dass Gesetze und internationale Regulierungen nicht eingehalten werden, beziehungsweise dass Betrugs- oder Korruptionsfälle auftreten. Das Risiko ist aufgrund der wesentlichen Märkte als gering einzuschätzen. Risiken aufgrund der Verschärfung von Umweltschutzbedingungen Die Emissionsvorschriften der International Maritime Organization (IMO), des US-Bundesstaates Kalifornien sowie der EU sehen eine weitere deutliche Reduzierung der Emissionswerte vor. Der seit einigen Jahren gesetzlich vorgeschriebene Einsatz von besonders schwefelarmen Treibstoffen wird zukünftig weiter verschärft und könnte zu einer deutlichen Erhöhung der spezifischen Treibstoffpreise führen. Ab 2020 trat eine neue globale Gesetzgebung der IMO in Kraft, so dass nur noch schwefelarme Kraftstoffe eingesetzt werden dürfen. Können die Kostenerhöhungen nicht oder nur teilweise in Form von Treibstoffzuschlägen an Kunden weitergegeben werden, führt dies zu einer erheblichen Belastung der Ergebnissituation. Dies wird mit einer modernen Flotte signifikant verringert. UWL hat bereits bei Bestellung der Neubauten auf Innovation gesetzt. So wird nicht nur für den Offshore Wind Bereich gefahren, gleichzeitig ist der Antrieb auch umweltfreundlich. Ein weiteres neues Risiko ist der Europäische Emissionshandel (ETS). ETS ist seit dem 1.1.2024 in Kraft getreten. Zunächst trägt UWL das wirtschaftliche Risiko, kann dies allerdings auf die Kunden übertragen. Entsprechende Absprachen sind mit Vestas dem Langfristcharter der Schiffe Boldvind und Bravevind getroffen worden. Zudem wird bei den Charterabschlüssen der Vestvind in der Angebotskalkulation auf die Berücksichtigung der Zertifikatpreise geachtet. UWL hat selbstverständlich Vorkehrungen getroffen, um alle Regelungen einzuhalten. Hierzu wird die United Wind Logistics ein eigenes Konto einrichten (THETIS Konto bei der EU). Zudem werden die Emissionen aller Schiffe über DNV Emission Connect überwacht und die Verbräuche zertifiziert. Auf Basis der zertifizierten Verbrauchsdaten erfolgt die Eindeckung der Zertifikate über OTC Broker. Da die ETS Zertifikate erst im Folgejahr an die EU zu übertragen sind und die Kosten an die Charterer weitergegeben werden können, sind keine signifikanten Cash Flow Risiken vorhanden. Rechtsstreitigkeiten und rechtliche Risiken Die UWL könnte in Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten und Charterern involviert werden. Rechtsstreitigkeiten können auch im Erfolgsfall hohe Kosten verursachen, sofern nicht versichert, und das Ansehen des Unternehmens schädigen. FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN Management der finanzwirtschaftlichen Risiken Die UWL ist mit ihren geschäftlichen Aktivitäten weltweit vertreten. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die UWL im Wesentlichen Währungsrisiken, Zinsrisiken, Rohstoffpreisrisiken sowie Liquiditätsrisiken ausgesetzt, die einen bedeutenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Die UWL pflegt ein vertrauensvolles und transparentes Verhältnis sowie einen engen Austausch mit den finanzierenden Banken. Die UWL liefert ein regelmäßiges Reporting über ihre Entwicklung. Währungsrisiken In der internationalen Schwergutschifffahrt ist der US-Dollar die übliche Währung, in der ein Großteil der Leistungen fakturiert wird. Dies gilt sowohl für Frachtraten als auch für Treibstoffe. Die UWL ist als weltweit tätiges Unternehmen im operativen Geschäft aufgrund unterschiedlicher Währungen bei den Einnahmen und Ausgaben dem Risiko von Währungsschwankungen ausgesetzt. Zur Begrenzung von Risiken aus Wechselkursänderungen werden bei Bedarf Sicherungsgeschäfte für EUR/USD getätigt. Aktuell werden keine Sicherungsmaßnahmen eingesetzt. Die Langzeitchartern sind bereits in EUR abgesichert. Da das Fahrtgebiet allerdings in der Regel am europäischen Kontinent ist, werden die Frachten, Hafen- und Bunkerkosten in der Regel in EUR bezahlt, so dass hier kaum Währungsrisiken auftreten. Treibstoffpreisrisiko Der Treibstoffverbrauch stellt einen wesentlichen Kostenfaktor dar, der bei entsprechenden Marktpreisveränderungen das Ergebnis beeinflussen kann. Zur Begrenzung von Ergebnisbelastungen aufgrund von volatilen Bunkerpreisen setzt die UWL von Zeit zu Zeit marktübliche Instrumente zur Absicherung von Treibstoffrisiken ein. Aktuell werden keine Sicherungsmaßnahmen eingesetzt, da in der Regel die Kunden der UWL die Treibstoffkosten tragen. Zinsänderungsrisiko Die vorhandenen Darlehn zur Finanzierung der Seeschiffe sind langfristig abgesichert. Das Zinsrisiko für UWL ist als gering einzustufen. Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko, d. h. das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird durch Zurverfügungstellung von Kreditfazilitäten sowie den Bestand an flüssigen Mitteln gesichert. UWL hat jederzeit eine ausreichende Liquiditätsreserve. Wie jede Firma trägt auch die UWL ein Risiko, dass die Kunden nicht oder stark verspätet bezahlen. Dazu gibt es einen engen Austausch mit den Kunden, um mögliche Verspätungen bei Zahlungen antizipieren zu können. Kreditausfallrisiken Zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Forderungsausfällen verfolgt die UWL ein zentral gesteuertes Forderungsmanagement. Zu den Komponenten gehört ein zentral gesteuertes Berichtswesen zur Überwachung der Außenstände inklusive der Altersstruktur. Risiken aus dem Verlust von Kunden und Mitarbeitern Die Aktivitäten von Marktbegleitern (Risiken durch weitere Branchenkonsolidierungen) könnten zu einer erhöhten Fluktuation von Mitarbeitern und Kunden führen. Gelingt es nicht, wichtige Kunden und Mitarbeiter langfristig an die UWL zu binden, könnte dies zu negativen Auswirkungen auf Umsatz- und Ergebnissituation der UWL führen. SONSTIGE RISIKEN IT-Risiken Das Geschäft der UWL ist von IT-Systemen abhängig. Ein Ausfall von IT-Systemen kann sich negativ auf verschiedenste Faktoren der einzelnen Geschäftsfelder auswirken. Dabei sind ein Reputationsverlust, Belastungen in den Betriebskosten sowie im operativen Ergebnis und Liquiditätsabflüsse nicht auszuschließen. Die IT-Systeme sind mehrfach gesichert. CHANCEN STRATEGISCHE UND OPERATIVE CHANCEN Strategische Ausrichtung Das Erkennen und Nutzen von Chancen ist bei der UWL Bestandteil der strategischen Unternehmensführung. Grundlage für die Identifikation von Chancen ist die systematische Beobachtung und Analyse von Entwicklungen auf den für die Gesellschaft relevanten Märkten sowie von gesamt- und branchenwirtschaftlichen Trends, aus denen sich Chancen ableiten und bewerten lassen. Unter Nutzung und Ausbau der vorhandenen eigenen Stärken und Wettbewerbsvorteile ist das Unternehmen bestrebt, die sich bietenden Chancenpotentiale bestmöglich zu verwerten. Chancen aus direkter Kundenverbindung Durch die Nähe zum Kunden soll dessen Transportvergabe zugunsten der UWL beeinflusst und die Möglichkeit erschlossen werden über die bestehende Planung hinaus Fracht- und Umsatzvolumina zu generieren. Chancen aus Ausbau und Diversifikation von Dienstleistungen Die UWL verfügt über umfangreiche und langjährige Erfahrung im Offshore Wind Business, die sich auf weite Teile der Wertschöpfungskette erstreckt, sowie über langjährige Verbindungen zu wesentlichen Beteiligten in der maritimen Industrie. Durch Kooperationen und Allianzen erhofft sich die UWL, ein erweitertes Angebotsspektrum am Markt anbieten und so zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielen zu können, ohne substanzielle Investitionen leisten zu müssen. FINANZWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN Chancen aus einer Verbesserung der Finanzierungsmöglichkeiten Unverändert sind Banken weiter zurückhaltend mit der Bereitstellung von Schiffskrediten. Eine weniger restriktive Kreditvergabe würde dem Unternehmen zusätzliche finanzielle Möglichkeiten bei der Finanzierung von möglichen Wachstumsinvestitionen einräumen. Durch den boomenden Schiffsmarkt öffnet sich allerdings dieses Segment - auch in Deutschland. Gleichzeitig sind Schiffsbaupreise überproportional gestiegen und die Bau-Slots werden von Containerlinien und Bulkern vereinnahmt. GESAMTEINSCHÄTZUNG DER RISIKEN UND CHANCEN Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation der UWL ist das Ergebnis einer konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Auch nach dem Bilanzstichtag zeichnen sich aus heutiger Sicht keine wesentlichen den Fortbestand der UWL gefährdenden Risiken ab. Die solide Bilanzstruktur und der ausreichende Liquiditätsstand bilden eine stabile Grundlage für die UWL. Trotz der externen Risiken gibt es weiterhin auskömmliche Frachtraten für die UWL. PROGNOSEBERICHT Das Jahresergebnis 2024 wird vermutlich leicht negativ geprägt sein. Dies resultiert aus geplanten schlechteren Jahresergebnissen der Tochtergesellschaften. Die Jahresergebnisse von zwei Tochtergesellschaften werden 2024 maßgeblich geprägt sein durch geplante Schiffsrevisionen im Dock und damit verbundenen Leerlaufzeiten. Sofern die geplanten Revisionen nicht vorgenommen werden, würden die Gesellschaften ein positives Ergebnis erzielen. Wichtige Eckwerte für die Prognose 2023:
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/10-globale-wachstumsperspektive.html) Im Geschäftsjahr 2024 erwartet die UWL unter Berücksichtigung eines unverändert schwierigen Branchenumfeldes ein leicht negatives operatives Ergebnis. Die Risiken, die eine Abweichung der Geschäftsentwicklung von der Prognose bewirken könnten, sind ausführlich im Risikobericht dargestellt. Die maßgeblichen Risiken sind insbesondere eine langsamere Erholung des globalen Wirtschaftswachstums und Welthandelsvolumens, ein deutlicher und nachhaltiger Anstieg der Bunkerpreise und eine Rezession. Zusätzliche Risiken könnten sich aus der Branchenkonsolidierung und der veränderten Zusammensetzung von Joint-Ventures ergeben. Der Eintritt eines oder mehrerer dieser Risiken könnte in 2024 einen negativen Einfluss auf die Branche und somit ebenfalls auf die Geschäftsentwicklung von der UWL im laufenden Geschäftsjahr haben, wovon allerdings nicht ausgegangen wird.
Hamburg, 8. Mai 2024 gez. Christoph L. P. Puschmann, Geschäftsführer gez. Erik Kruse, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAllgemeine Angaben Die UNITED WIND Logistics GmbH, Hamburg, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und stellt den Jahresabschluss 2023 dementsprechend auf. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 139861 geführt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB Anwendung. Die UNITED WIND Logistics GmbH wird als Teilkonzern in den Konzernabschluss der Bonheur ASA (Org. Nr. 830 357 432), Oslo, einbezogen (Größter Kreis). Die UNITED WIND Logistics GmbH, Hamburg stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss auf (Kleinster Kreis). Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung und auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Gesellschaftsvertrages zu beachten. Für die Erstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Aktiva Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Es wurde die Bewertungsstetigkeit gem. § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB beachtet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear unter Beachtung der Bewertungsstetigkeit vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 € netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Abweichend davon wurden im Geschäftsjahr 2021 Gewinnanteile aufgrund von Regelungen in den Kreditverträgen als nachträgliche Anschaffungskosten dargestellt. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. Umlaufvermögen Die flüssigen Mittel (Bank, Kasse u.a.) sind in der Bilanz mit ihrem Nennbetrag enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Sie sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sie haben eine Restlaufzeit bis ein Jahr. Angaben zur Währungsumrechnung Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs im Zeitpunkt der Erstverbuchung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Mitzugehörigkeitsvermerk § 265 Abs. 3 HGB Im Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 65.572,38 EUR (Vorjahr: 52.896,55 EUR) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.476.845,41 EUR (Vorjahr: 3.997.134,39 EUR) enthalten. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Passiva Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist gem. § 272 Abs. 1 HGB mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht. Rückstellungen Steuerrückstellung Die Steuerrückstellungen betreffen ausschließlich Steuerbelastungen der Vorjahre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gem. § 249 Abs. 1 HGB berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages passiviert, der nach § 253 Abs. 1 HGB nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Wesentlicher Bestandteil sind die Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von 322 TEUR sowie Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von 100 TEUR. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden gem. § 253 Abs. 1 HGB zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten § 251 HGB Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken: Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag zwei harte Patronatserklärungen gegenüber der Sparkasse Holstein für Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaften ausgegeben. Die Hauptschuld am Bilanzstichtag beträgt 11,76 Mio. EUR. Es handelt sich ausschließlich um Patronatserklärungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der bestehenden Kapitalausstattung der Tochtergesellschaften nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Beratungs-, Miet-, Charter- und Leasingverträgen in Höhe von ca. 55,88 Mio EUR. Diese Charterverpflichtungen für Schiffe sind abgesichert durch langfristige Chartervereinbarungen mit Kunden. Die finanziellen Verpflichtungen sind in den nächsten Jahren wie folgt zu leisten:
Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Märkten stellt sich wie folgt dar:
Der Tätigkeitsbereich beschränkt sich ausschließlich auf den Betrieb von eigenen und fremden Seeschiffen und damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 5,5. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Gem. § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet, da nur ein Geschäftsführer ein Gehalt von der Gesellschaft bezieht. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 beträgt für die Abschlussprüfung des Einzelabschlusses 16.000,00 EUR und für die Prüfung des Konzernabschlusses 20.000,00 EUR. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Das Jahresergebnis beträgt 4.869.610,85 EUR. Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Der Russland-Ukraine-Krieg und die allgemeine angespannte Wirtschaftslage werden zu wirtschaftlichen Auswirkungen führen. Eine Schätzung der finanziellen Auswirkung für die Gesellschaft ist nicht möglich. Mit dem Charterer Vestas konnten Verländerungsoptionen, die ab dem 01.07.2024 gelten, für die VestVind II und VestVind III abgeschlossen werden. Unterschrift der Geschäftsführung
Hamburg, 8. Mai 2024 Christoph P. L. Puschmann, Geschäftsführer Erik Kruse, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.05.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die UNITED WIND Logistics GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der UNITED WIND Logistics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UNITED WIND Logistics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Hamburg, 8. Mai 2024 Blömer & Kollegen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Daniel Blömer, Wirtschaftsprüfer |
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