Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 59852
Vorher
InovisCoat GmbHInovisProject GmbH
Eingetragen
23.9.2005
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Multicoatings (= Mehrfachbeschichtung flexibler Träger).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Andrew John Billen
seit 6.2.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Polaroid Film B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Polaroid Film B.V.
Netherlands
300.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Polaroid Film GmbH

Monheim

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

POLAROID FILM GMBH, MONHEIM

AKTIVA

31.12.2020
31.12.2019
A. ANLAGEVERMÖGEN 5.944.212,76 5.274.637,75
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.036,29 2.960,79
II. Sachanlagen 5.936.176,47 5.271.676,96
B. UMLAUFVERMÖGEN 6.832.201,47 5.226.042,49
I. Vorräte 4.593.228,65 4.546.859,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.087.241,99 263.661,82
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 151.730,83 415.520,70
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 29.903,10 65.400,25
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 0,00 9.189.126,81
12.806.317,33 19.755.207,30

PASSIVA

31.12.2020
31.12.2019
A. EIGENKAPITAL 1.655.249,10 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 10.000.000,00 0,00
III. Verlustvortrag -9.489.126,81 -9.780.942,45
IV. Jahresüberschuss 844.375,91 291.815,64
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 9.189.126,81
B. RÜCKSTELLUNGEN 826.768,97 603.327,19
C. VERBINDLICHKEITEN 10.212.119,26 19.151.880,11
- davon aus Steuern € 35.810,39 (Vorjahr: € 37.761,85)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 112.180,00 0,00
12.806.317,33 19.755.207,30

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

2020
2019
1. Rohergebnis 7.819.455,95 6.692.486,88
2. Personalaufwand 3.722.684,28 3.260.912,39
a) Löhne und Gehälter 3.035.130,07 2.710.488,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 687.554,21 550.424,19
3. Abschreibungen 520.783,07 424.110,46
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.631.217,07 2.510.611,10
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 100.396,12 203.085,84
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,50 1.109,62
7. Ergebnis nach Steuern 844.375,91 292.657,47
8. Sonstige Steuern 0,00 841,83
9. Jahresüberschuss 844.375,91 291.815,64

ANHANG FÜR DAS Geschäftsjahr 2020

Polaroid Film GmbH, MONHEIM

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Polaroid Film GmbH, Monheim am Rhein, wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 59852 geführt.

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den sie ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Von den Erleichterungsmöglichkeiten des § 288 HGB für die Aufstellung des Anhangs wird teilweise Gebrauch gemacht.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit steuerlich zulässigen Höchstsätzen nach der linearen Methode errechnet. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit dem jeweils niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zum Nennwert. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel werden zum Nennwert bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird gemäß § 272 Abs. 1 HGB mit seinem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert. Bei der Bemessung ist allen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

C. Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem als Anlagen zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Forderungen gegen Gesellschafter

Der Wert der unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Forderungen gegen Gesellschafter beläuft sich auf € 1.576.950,17 (Vorjahr € 0,00).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern/verbundenen Unternehmen in Höhe von € 9.591.534,66 (Vorjahr € 18.046.098,27).

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von ca. T€ 11.000 bis zum Ende des Jahres 2037.

Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 67.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte 64
Geringfügig entlohnte Beschäftigte 1
Versicherungsfreie Altersvollrentner und Versorgungsbezieher 2
67

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herrn Dr. Christian Ewald Janßen, Kaufmann, Recklinghausen

Herrn Andrew John Billen, Kaufmann, Daarlerveen/Niederlande

Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Konzernzugehörigkeit nach § 285 Nr. 14a HGB

Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, stellt die Polaroid B.V. (Amsterdam, Niederlande) auf. Dieser ist am Sitz der Konzernobergesellschaft erhältlich. Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, stellt die Impossible B.V. (Enschede, Niederlande) auf. Dieser ist am Sitz der Konzernobergesellschaft erhältlich.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag nach § 285 Nr. 33 HGB

Die infolge der CORONA-Virus-Pandemie massiven Einschränkungen des Alltagslebens und die damit verbundenen gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen im Jahr 2021 werden finanzielle Auswirkungen auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Eine genaue quantitative Aussage kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht erfolgen.

Zur weiteren Optimierung der Gruppenstruktur ist die Gesellschaft Impossible Camera GmbH im Geschäftsjahr 2021 verschmolzen mit der Polaroid Film GmbH.

Zur Stärkung des Eigenkapitals sind im Geschäftsjahr 2021 Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 3.000 in Eigenkapital umgewandelt und der Kapitalrücklage zugeführt worden.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Im Geschäftsjahr 2020 ergibt sich ein Jahresüberschuss von € 844.375,91 der nach dem Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen wird.

 

Monheim am Rhein, den 28. Juni 2021

Polaroid Film GmbH

gez. Dr. Christian Ewald Janßen, Geschäftsführer

gez. Andrew John Billen, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 28. Juni 2021 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2020
Zugänge
Umbuchungen
31. Dez. 2020
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 34.444,43 6.307,00 0,00 40.751,43
II. SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 7.000.280,88 107.575,63 3.745.968,28 10.853.824,79
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 467.036,08 200.245,42 0,00 667.281,50
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.105.620,85 876.230,03 -3.745.968,28 235.882,60
10.572.937,81 1.184.051,08 0,00 11.756.988,89
10.607.382,24 1.190.358,08 0,00 11.797.740,32
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2020
Zugänge
31. Dez. 2020
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 31.483,64 1.231,50 32.715,14
II. SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 5.148.525,57 438.567,24 5.587.092,81
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.735,28 80.984,33 233.719,61
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
5.301.260,85 519.551,57 5.820.812,42
FINANZANLAGEN
0,00 0,00 0,00
5.332.744,49 520.783,07 5.853.527,56
BUCHWERTE
31. Dez. 2020
31. Dez. 2019
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 8.036,29 2.960,79
II. SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 5.266.731,98 1.851.755,31
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 433.561,89 314.300,80
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 235.882,60 3.105.620,85
5.936.176,47 5.271.676,96
FINANZANLAGEN
0,00 0,00
5.944.212,76 5.274.637,75

LAGEBERICHT FÜR DAS Geschäftsjahr 2020

Polaroid Film GmbH, MONHEIM

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Polaroid Film GmbH ist ein produzierendes Hochtechnologieunternehmen innerhalb des Polaroid-Konzerns. Der Konzern beschäftigt sich mit dem Bereich der Sofortbildfotografie unter der Marke Polaroid. Er ist in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Sofortbildkameras und Sofortbildfilmen aktiv.

Das Unternehmen Polaroid Film GmbH in Monheim am Rhein konzentriert sich in diesem Geschäft auf den Bereich der Sofortbildfilme. In diesem Bereich beschäftigen wir uns insbesondere mit der Herstellung von Ausgangsprodukten für das Sofortbild-Filmmaterial, vorwiegend für unsere Muttergesellschaft Polaroid Film B.V. mit Sitz in Enschede/NL.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft entfaltet in betriebsüblichem Umfang Anstrengungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen. Dies ist in unserem Geschäftsbereich eine wesentliche Voraussetzung, um nachhaltig erfolgreich am Markt operieren zu können. Technische Neuerungen eröffnen neue Möglichkeiten, aber auch ständige Herausforderungen. Ständige Innovationen im Bereich Film und Foto, insbesondere der Mega-Trend der Digitalisierung und die sich rasant weiterentwickelnden Smartphone-Technologien prägen den Markt. Bei der Entwicklung der Innovationen nimmt unsere Gesellschaft zum Teil Fremdleistungen von Dritten in Anspruch.

Aus diesem Grunde ist es erforderlich, ständig in Produktinnovationen zu investieren. Unsere eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, sowohl im Bereich Filme als auch im Bereich Hardware, unterstützen diesen notwendigen Prozess der Innovation. Im Jahr 2020 ist beispielsweise eine neue Testanlage für die Entwicklung und Qualitätssicherung neuartiger Sofortbildfilme fertiggestellt worden.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Situation hat sich in 2020 auf Grund der Covid-19-Pandemie negativ entwickelt. Das globale Wirtschaftswachstum lag im Jahr 2020 bei rd. -3,3 %, gegenüber 2,9 % in 2019.

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2020 ebenfalls aufgrund der aufkommenden Covid-19-Pandemie durch ein im Vergleich zum Vorjahr gebremstes Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahresdurchschnitt 2020 um 7,0 % niedriger als im Vorjahr.

Der Markt im Bereich Sofortbildfotografie konnte sich im Jahr 2020 stabil entwickeln. In diesem Umfeld ist es uns durch Investitionen in Produkte, Vertriebskanäle und Marketinginstrumente gelungen, unsere Umsätze gegenüber 2019 zu steigern. Es gelang uns, unseren Marktanteil im Jahr 2020 zu steigern.

Geschäftsverlauf der Polaroid Film GmbH

Das Geschäftsjahr 2020 hat sich nach einem positiven Start im Verlauf des Jahres durch die geringere Nachfrage der Muttergesellschaft im zweiten Quartal verschlechtert. Nach einem sehr guten ersten Quartal brach der Umsatz auf Grund von Corona im zweiten Quartal 2020 deutlich ein. Aus dem 3. Und 4. Quartal 2020 konnte die Polaroid Film GmbH jedoch wieder deutlich erstarkt hervorgehen so dass insgesamt ein positives Ergebnis vor Steuern von T€ 844 erzielt werden konnte.

Den Ergebnisverlauf des Jahres 2020 sehen wir vor allem in folgenden Faktoren begründet:

1.

Wachstum der Gruppe größer als budgetiert

2.

Saisonales Muster mit signifikante Corona Auswirkungen im 2. Quartal 2020

Die Liquidität der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Zwar liegen die liquiden Mittel mit T€ 152 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (T€ 416), jedoch sind die Zahlungsverpflichtungen durch die Umwandlung von Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital im Umfang von T€ 10.000 stark zurückgegangen.

Lage des Unternehmens

Das Geschäftsjahr 2020 wird von der Geschäftsführung als sehr gut beurteilt. Der Jahresumsatz liegt um rd. 20,6 % über dem des Vorjahres. Das Rohergebnis i. S. d. § 276 Satz 1 HGB hat sich aufgrund des seit dem Geschäftsjahr 2019 bestehenden Transfer Pricing Vertrags mit der Muttergesellschaft Polaroid Film B.V. (contracted R&D und Produktion mit Cost-Plus-Methode) um T€ 1.312 oder 20,2 % auf T€ 7.819 erhöht.

Der Jahresüberschuss hat sich von T€ 292 im Vorjahr auf T€ 844 im laufenden Geschäftsjahr erhöht und stellt somit eine Verbesserung zur Vorjahres-Einschätzung der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf 2020 dar.

Ertragslage

Die Ertragslage ist durch folgende wesentliche Faktoren geprägt:

Das Rohergebnis i. S. d. § 276 Satz 1 HGB hat sich von T€ 6.508 um T€ 1.312 oder 20,2% auf T€ 7.819 erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf den Transfer Pricing Vertrag mit der Muttergesellschaft und höhere Produktionszahlen zurückzuführen.

Der Betriebsaufwand (Summe aus Materialaufwand, Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um insgesamt 14,1 % erhöht. Der Anstieg entfällt insbesondere auf die deutlich höheren Personalkosten, die um rd. 14,2% auf T€ 3.723 gestiegen sind. Um in 2020, aber noch mehr in den nächsten Jahren, mit der Gruppe mitwachsen zu können sind weitere Mitarbeiter eingestellt worden, so dass die durchschnittliche Mitarbeiterzahl von 65 auf 67 gestiegen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit T€ 2.631 um T€ 306 oder 13,1 % über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg entfällt insbesondere auf Raumkosten, Versicherungsbeiträge, Instandhaltungsaufwand sowie Entsorgungsaufwendungen.

Das Betriebsergebnis ist mit T€ 945 positiv und insgesamt gegenüber dem Vorjahr (T€ 497) deutlich höher. Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von T€ - 100 aus der Inanspruchnahme von Gesellschafterdarlehen ergibt sich ein Jahresergebnis von T€ 844, welches deutlich über dem Vorjahreswert von T€ 294 liegt.

Finanzlage

Die Liquiditätslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt befriedigend. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Skontofrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein Cashflow von T€ 1.111 erzielt. Dieser wurde in Höhe von T€ 1.190 für Investitionszwecke verwendet. Insgesamt beträgt die Veränderung des Finanzmittelbestandes T€ -264, wodurch sich unter Berücksichtigung des Bestandes an liquiden Mitteln zum 31.12.2019 (T€ 415) ein Liquiditätsbestand zum 31.12.2020 von T€ 152 ergibt. Da die Finanzierung hauptsächlich über die Verrechnungskonten mit der Muttergesellschaft gesteuert wird, ist die Entwicklung der liquiden Mittel von eingeschränkter Aussagekraft.

Unsere Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren fälligen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Vermögenslage

Die Vermögenslage wurde in Vorjahren durch die schwierige Eigenkapitalsituation geprägt, die sich jedoch im Jahr 2020 stark verbessert hat. Während des Geschäftsjahres hat die Muttergesellschaft das Eigenkapital mit insgesamt T€ 10.000 gestärkt.

Zum 31.12.2020 bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten (inkl. Rückstellungen) in Höhe von T€ 11.039 denen kurzfristiges Vermögen von T€ 6.832 gegenübersteht.

Das Aktivvermögen hat sich u. a. durch geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von T€ 1.439 erhöht; zur Erhöhung tragen ebenfalls die gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhten Forderungen und sonstigen Vermögensstände (€ 2,1 Mio. nach € 0,3 Mio. im VJ) bei.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertrag und Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit heran.

In 2020 erhöhte sich der Rohertrag (T€ 7.819) gegenüber dem Vorjahr (T€ 6.508) um 20,2 %.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2020 T€ -1.111.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Unsere Ideen und Visionen wollen wir verwirklichen, ohne unsere Umwelt zu schädigen, deshalb gehen wir mit den Ressourcen Wasser und Energie behutsam und sparsam um. Die Produktion unterliegt kontinuierlichen Prüfungen zur Umweltverträglichkeit. Die Fähigkeit, bis zu neun verschiedene funktionale Schichten gleichzeitig, ultrapräzise und vermischungsfrei auftragen zu können, zeigt die enorme Leistungsstärke von Polaroid Film GmbH, die in unterschiedlichsten Anwendungsfeldern zum Einsatz kommen kann.

Das Unternehmen legt großen Wert auf Vertrauen, Fairness, Qualitätsbewusstsein, Leistungsbereitschaft und Verlässlichkeit und positioniert sich so als vertrauenswürdiger Partner für seine Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter.

Prognosebericht

Die voraussichtliche Entwicklung für das Jahr 2021 beurteilen wir besser als im Vorjahr.

Neben dem bereits angesprochenen Wirtschaftsabschwung seit 2019 beeinträchtigt die Corona-Pandemie sämtliche wirtschaftliche Aktivitäten immer weniger. Die Auswirkungen auf unser Geschäft sind dadurch immer geringer spürbar.

Die Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten - je nach Institut - ein Anstieg von über 3,5 % für Deutschland.

Wir gehen deshalb davon aus, dass wir im laufenden Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 weitere Umsatzsteigerungen verzeichnen werden.

Der Rohertrag wird sich nach unserer Einschätzung im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr leicht positiv entwickeln. Beim Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit gehen wir für das Jahr 2021 von einer Größenordnung von T€ 500 nach T€ 1.111 in 2020 aus.

Nachdem durch die konjunkturellen Maßnahmenpakete im zweiten Halbjahr 2020 wieder eine vorübergehende Belebung erreicht werden konnte, hat die Pandemie seit Oktober 2020 wieder erheblich an Dynamik gewonnen. Die eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Teil-Lockdown) werden die wirtschaftliche Entwicklung nochmals schwächen. Auch wenn ein genaues Ende und der weitere Fortgang nicht absehbar ist, profitiert die Wirtschaft derzeit von rückläufigen Inzidenz-Werten und der Wiederaufnahme wirtschaftlicher Aktivitäten in den betroffenen Bereichen.

Unabhängig davon haben wir rechtzeitig ein umfangreiches Maßnahmenpaket entwickelt und umgesetzt, sodass wir sehr optimistisch sind, unsere Planung für 2021 zu erfüllen.

Die Gesellschaft hat seit 2019 einen Transfer Pricing Vertrag mit der Muttergesellschaft (contracted R&D und Produktion mit Cost-Plus-Methode). Bei dem aktuell vorhersehbaren Verlauf des Geschäftsjahres gehen wir vor dem Hintergrund der vorgenannten Prognosen und Vertrag davon aus, ein gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 etwas höheres Jahresergebnis zu erzielen.

Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Risiken für die künftige Entwicklung sehen wir am Rohstoffmarkt unverändert darin,

die Rohstoffe nach bestimmten Produktqualitäten und -mengen verfügbar zu haben,

die Preisentwicklung der Rohstoffe.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Unsere Gesellschaft unterliegt hinsichtlich der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen vor allem Liquiditäts- und Ausfallrisiken.

Um die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gesellschaft jederzeit sicherzustellen, wurden durch die Muttergesellschaft durch Umwandlung von Gesellschafterdarlehen T€ 10.000 der Kapitalrücklage zugeführt.

Chancenbericht

Chancen ergeben sich weiterhin insbesondere durch unsere weiter fortgesetzte Strategie der Internationalisierung am Einkaufsmarkt, die zunehmende Automatisierung und die Optimierung unserer Produktion. Durch die vorgenannten Maßnahmen sollen die Kosten kurz-/mittelfristig gesenkt werden.

Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung bestehen durch die unsichere Zukunft bezüglich der weiteren Nachfrage nach Sofortbildprodukten, nicht vorhersehbare Entwicklungen bei der Beschaffung durch den Wegfall von Lieferanten und das schwankende Preisniveau auf der Einkaufsseite. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Ausstattung sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten, Lieferantenverbindlichkeiten sowie Darlehensfinanzierungen durch Gesellschafter. Die Gesellschafterdarlehen werden in einer Spanne von 0,5 % bis 2,31 % p.a. verzinst. Die Fristigkeiten der Darlehen variieren.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Forderungsausfälle sind in unserer Gesellschaft eine absolute Ausnahme.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität des potenziellen Kunden.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Lieferantenkredite. Im langfristigen Bereich werden zur Finanzierung Darlehen aus dem Gesellschafterkreis in Anspruch genommen. Sofern die langfristig bereitgestellten Mittel nicht ausreichen, stellt die Gesellschafterin ergänzende Finanzmittel zur Verfügung.

 

Monheim am Rhein, den 28.6.2021

Polaroid Film GmbH

vertreten durch

gez. Dr. Christian Ewald Janßen, Geschäftsführer

gez. Andrew John Billen, Geschäftsführer

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Polaroid Film GmbH (vormals InovisProject GmbH), Monheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Polaroid Film GmbH (vormals InovisProject GmbH), Monheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Polaroid Film GmbH (vormals InovisProject GmbH), Monheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 28. Juni 2021

ADKL AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Klaus Verstegen, Wirtschaftsprüfer

gez. Philipp Bracht, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des obigen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Dieser Bestätigungsvermerk ist nur mit einer qualifizierten, elektronischen Signatur gültig.

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