Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 3099
Vorher
Autohaus Dresden GmbH - Opel - Vertragshändler
Eingetragen
12.11.1991
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Handel mit Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugteilen und -zubehörartikeln sowie die Durchführung aller Kraftfahrzeugreparaturen, insbesondere als autorisierter Vertriebspartner eines Kraftfahrzeug-Herstellers sowie die Vermietung von Kraftfahrzeugen.

Historie

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Management

NameRolle
Peter Otto Jung
seit 4.3.2022
Geschäftsführer
Christian Schleicher
seit 23.7.2014
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

20.00% identifiziert80.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
C******** S*********
20.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
80.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DIO Gesellschaft mit beschränkter Haftung Dienstleistungs- und Beteiligungs-gesellschaft für Opel-Händler
Germany
736.288 €
80.00%
C******** S*********
184.072 €
20.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Dresden GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2018 bis zum 31.08.2019

Lagebericht

A. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Europäische Kommission und das Institut für Weltwirtschaft (IfW) sagen für 2019 und für 2020 ein moderates, jährliches Wachstum des Bruttoinlandsproduktes jeweils um 1,4 % für 2019 bzw. für das Jahr 2020 um 1,6 % voraus, das durch die verhaltene Entwicklung in der Wirtschaft der Europäischen Union geprägt ist. Die Konjunktur sei vor allem durch den privaten Konsum getragen, der unter anderem von einer steigenden Beschäftigung sowie einer geringen Inflation profitiere. Trotz der konjunkturellen Abschwächung hat sich der Rückgang der Erwerbslosenquote in der Europäischen Union kaum verlangsamt. Bis Mitte 2019 ist sie auf 7,5 % zurückgegangen. In Europa haben gegenwärtig mehr Menschen eine Arbeit als je zuvor.

Laut Deutscher Bundesbank ist die Hochkonjunktur der deutschen Wirtschaft mit realen Wachstumsraten von über 2 % in der ersten Jahreshälfte 2019 zum Ende gekommen. Die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte sind zwar nach wie vor intakt, doch die konjunkturelle Grundtendenz ist nur verhalten. Ausschlaggebend hierfür ist der Abschwung in der Industrie, die unter dem schleppenden Export leidet.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der europäische Neuwagenmarkt steht vor einer Trendwende. Nachdem der Markt in den letzten fünf Jahren kontinuierlich gewachsen ist, rechnet nun selbst der europäische Herstellerverband Acea für 2019 mit rückläufigen Pkw-Absatzzahlen. Derzeit prognostiziert der Verband einen Gesamtabsatz für das gesamte Jahr 2019 von knapp 15,5 Millionen Fahrzeugen. Das entspricht einem Rückgang von 1,0 % im Vergleich zu 2018.

Die Herausforderungen für die Branche sind groß. In China - weltgrößter Automarkt - sind die Absatzzahlen eingebrochen.

Die Experten des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen gehen deshalb davon aus, dass in Deutschland in diesem Jahr so wenige Autos gebaut werden wie seit 20 Jahren nicht mehr. Der vom Zentralverband der deutschen Kfz-Betriebe (ZDK) herausgegebene Geschäftsklimaindex bestätigt diese Entwicklung im dritten Quartal 2019. Der Index ist auf den tiefsten Stand der vergangenen fünf Jahre gefallen. Mit einem Wert von 90,4 Punkten beurteilten die Autohäuser und Werkstätten die Geschäftslage im dritten Quartal 2019 über alle drei Bereiche - Neu- und Gebrauchtwagenverkauf sowie Service - hinweg weniger optimistisch. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist der Index um knapp vier Punkte abgerutscht. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 ist die Kennziffer um mehr als 13 Punkte abgesackt.

Nur jeder fünfte Kfz-Betrieb im Inland hat die Geschäftslage im dritten Quartal 2019 als "gut" bewertet. Im Vorjahreszeitraum waren es noch mehr als jeder vierte Betrieb (26,2 %). 29,4 % (Vj: 27,0 %) berichteten von einem "schlechten", 50,3 % (Vj: 46,8 %) von einem "befriedigenden bzw. saisonüblichen" Gesamtgeschäft.

Die Verkaufszahlen der ersten acht Monate des Jahres 2019 zeigen laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ein bis dato besseres Bild. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte die Branche mit 2.495.536 verkauften Pkws die Neuzulassungen um moderate +0,9 %. Beim Blick auf den Monat August rückten die SUVs mit 22,2 % erstmals in 2019 an die erste Stelle. Die Kompaktklasse, das langjährig stärkste Segment, büßte -11,6 % ein und lag mit einem Anteil von 18,9 % hinter den SUVs. Die Segmente Kleinwagen (13,9 % / -2,4 %) und Geländewagen (10,1 % / -1,4 %) erreichten ebenfalls zweistellige Anteilswerte. Die deutlichste Einbuße verzeichnete die Oberklasse mit -29,6 %. 61,4 % der Neuwagen waren mit einem Benzinmotor ausgestattet (-2,0 %), 30,2 % waren Dieselfahrzeuge (-8,2 %). 19.852 Pkw und damit 6,3 % waren Hybride (+55,1 %), darunter 3.120 Plug-in-Hybride (1,0 % / -9,1 %). Die Neuzulassung von 5.001 Elektrofahrzeugen bescherte ein Plus von 103,5 %. Ihr Anteil: 1,6 %. Die Prognose für Deutschland bei der Pkw-Nachfrage für das Jahr 2019 bleibt stabil. Im Jahr 2018 waren es ca. 3,4 Millionen Pkw-Neuzulassungen.

In nachfolgender Tabelle findet sich der auf das AVAG-Geschäftsjahr abgestimmte Neuwagenmarkt, der eine leicht rückläufige Entwicklung zeigt. Somit zeigt der Neuwagenmarkt bezogen auf unser Wirtschaftsjahr mit bundesweit 3.458.030 (Vj.: 3.590.760) zugelassenen Fahrzeugen ein Minus von 3,7 % im Vergleich zum Vorjahr auf.

Sept. 18 bis Aug. 19 in % Sept. 17 bis Aug. 18
Zulassungen in Stück Marktanteil
in %
Veränderung der Zulassungen zu 2017/18 Zulassungen in Stück Marktanteil
in %
Volkswagen 610.600 17,7 -12,8 700.044 19,5
Mercedes 328.648 9,5 4,7 314.010 8,7
BMW 316.954 9,2 3,3 306.899 8,5
Ford 270.474 7,8 5,7 255.823 7,1
Audi 244.814 7,1 -17,3 295.965 8,2
Opel 231.167 6,7 -0,2 231.619 6,5
Skoda 202.329 5,9 -3,2 209.040 5,8
Renault 122.659 3,5 -15,4 144.955 4,0
Hyundai 122.340 3,5 5,0 116.530 3,2
Toyota/Lexus 87.172 2,5 -0,8 87.919 2,4
Fiat (inkl. Alfa + Lancia) 89.077 2,6 2,3 87.061 2,4
Peugeot 71.213 2,1 -6,3 76.038 2,1
Dacia 75.985 2,2 0,1 75.883 2,1
Kia 67.186 1,9 -0,5 67.491 1,9
Mazda 69.057 2,0 3,2 66.912 1,9
Volvo 52.444 1,5 22,6 42.766 1,2
Nissan 37.923 1,1 -36,9 60.078 1,7
Suzuki 38.015 1,1 0,8 37.707 1,1
Honda 14.590 0,4 -28,7 20.473 0,6
Subaru 6.114 0,2 -21,4 7.774 0,2
Chevrolet 1.601 0,0 59,8 1.002 0,0
Cadillac 611 0,0 16,8 523 0,0
Gesamtzulassung 3.458.030 100 -3,7 3.590.760 100

Insgesamt hat sich die Opel GmbH auf dem deutschen Markt, bezogen auf das AVAG-Geschäftsjahr, mit Blick auf den Marktanteil gut entwickelt. Die Neuzulassungen zeigen einen nur einen leichten Rückgang von 0,2 % auf 231.167 (Vj.: 231.619) Neuwagen im Vergleich zum Rückgang des Gesamtmarktes von 3,7 %. Somit stieg der Marktanteil von 6,5 % auf 6,7 %. Von Januar bis August 2019 verzeichnete der Opel Corsa mit 35.535 Fahrzeugen die meisten Neuzulassungen, gefolgt vom Opel Astra mit 29.736 und vom Opel Adam mit 17.715 Fahrzeugen.

Schritt für Schritt setzt Opel in enger Zusammenarbeit mit PSA den Zukunftsplan PACE um. PACE steht für Profitabilität und Performance (Leistung), Agility und Accountability (Verantwortlichkeit), Collaboration (Zusammenarbeit) und Customer Focus (Kundenorientierung) sowie Enablement (Befähigung) und Empowerment (Ermächtigung). Bis 2020 sollen vier elektrifizierte Modelle auf den Markt kommen. Zwei davon sind bereits angekündigt worden: Der Opel Grandland mit Plug-in-Hybridantrieb und der Corsa mit rein elektrischem Antrieb. Für den Cora-e sind die Bestellbücher bereits geöffnet. Er soll im Frühjahr 2020 in den Autohäusern stehen und feierte auf der Internationalen Automobil-Ausstellung 2019 Weltpremiere.

Mit dem Zafira Life stellten die Autohäuser ihren Kunden am "Opel-Tag" im September 2019 einen flexiblen und effizienten Großraum-Van vor. Denn der Zafira Life fährt gleich in drei Längen vor - als "Small"-Variante mit 4,60 Meter Länge, als "Medium" mit 4,95 Meter sowie als "Large" mit 5,30 Meter - und bietet jeweils bis zu neun Personen Platz. Zudem startet Opel seinen neuen Vernetzungs-Dienst. "Opel Connect" tritt an die Stelle des "Onstar"-Services des ehemaligen Eigners General Motors (GM). Zu den Funktionen des fest an Bord installierten Konnektivitäts-Paketes zählen Echtzeit-Verkehrsdaten für die Navigation, Notruf- und Pannenruffunktion sowie die Fernabfrage von Fahrzeugdaten.

Mit 4.879.149 (Vj.: 4.892.356) Besitzumschreibungen von Januar bis August 2019 verpasste das Gebrauchtwagen-Geschäft knapp das Niveau des Vorjahres.

Das vergangene Geschäftsjahr 2018/19 hat sich im Bereich Service leicht über Vorjahresniveau entwickelt. Das Servicegeschäft bzw. die Werkstattauslastung hat sich bundesweit auf dem Niveau des vergangenen Jahres stabilisiert. Bezüglich des weiteren Bedarfs an Reparatur- und Wartungsarbeiten im Jahr 2019 wird es sehr darauf ankommen, wie stark der Fahrzeugbestand in Deutschland bewegt werden wird. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) rechnet für das restliche Kalenderjahr mit einem vorübergehenden Rückgang der Werkstattauslastung im After-Sales-Bereich. Dieser Meinung schließen wir uns an.

3. Geschäftsverlauf des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Kraftfahrzeugen, Fahrzeugteilen und -zubehörartikeln sowie die Durchführung von Kraftfahrzeugreparaturarbeiten, insbesondere als autorisierter Vertriebspartner der relevanten Kraftfahrzeughersteller Opel und ISUZU, sowie die Vermietung von Kraftfahrzeugen.

Das Autohaus mit seinen 6 Standorten hat in einem abnehmenden Gesamtmarkt (-3,7 %) und bei stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seine Position im Marktverantwortungsgebiet halten können. Im Marktverantwortungsgebiet repräsentiert das Autohaus einen Marktanteil, der unter dem Opel-Marktanteil im Bund von 6,7 % liegt. Dies allerdings begründet sich hauptsächlich in der hohen Anzahl von Zweitzulassungen, welche im offiziellen Marktanteil nicht ausgewiesen werden.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses im Geschäftsjahr 2018/2019 lag unter unseren Erwartungen. Somit konnte auch keine Steigerung der Umsatzrendite erreicht werden.

4. Lage der Gesellschaft

4.1. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Umsatzerlöse 43.220 TEUR (Vj.: 43.356 TEUR) bei einem Materialaufwand in Höhe von 34.946 TEUR (Vj.: 35.091 TEUR). Somit blieb der Bruttoertrag von 8.265 TEUR auf dem Niveau des Vorjahres von 8.274 TEUR.

Der Aufwand an Personalkosten ist mit 4.351 TEUR (Vj.: 4.331 TEUR) nahezu auf Vorjahresniveau. Im Berichtszeitraum waren (ohne Geschäftsführung) durchschnittlich 34 (Vj.: 32) gewerbliche Arbeitnehmer, 68 (Vj.: 69) Angestellte, 4 (Vj.: 4) Aushilfen und 17 (Vj.: 17) Auszubildende beschäftigt.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen haben sich von 757 TEUR auf 741 TEUR durch niedrigere Abschreibungen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung verringert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf 2.798 TEUR v.a. durch höhere Instandhaltungsaufwendungen/Fremdarbeiten sowie höhere Aufwendungen für Strom und Gas angestiegen (Vj.: 2.759 TEUR).

Das Ergebnis des Autohauses vor Steuern und vor Gewinnabführung beläuft sich auf TEUR 356 (Vj. TEUR 348).

Zum 1.9.2015 wurden 100 % der Anteile an der Autohaus Sieber GmbH, Landshut, erworben. Zudem wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, woraus in 2018/2019 1.433 TEUR (Vj.: 1.491 TEUR) als Ergebnis an die Autohaus Dresden GmbH abgeführt wurden.

Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurde somit ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.220 TEUR (Vj.: 1.479 TEUR) erzielt. Die Umsatzrendite (Jahresergebnis vor Steuern und vor Erträgen aus Ergebnisübernahme / Umsatzerlöse) beläuft sich auf 0,8 % (Vj.: 0,8 %).

4.2. Finanzlage

Der Jahres-Cash Flow (Jahresergebnis + Abschreibungen) beläuft sich auf 1.961 TEUR (Vj.: 2.236 TEUR).

Über den Cash Pool im AVAG-Konzern mit der AVAG Holding SE, Augsburg, wird der über die Fahrzeugfinanzierung und den langfristigen Bereich hinausgehende Teil der finanziellen Mittel bereitgestellt bzw. freie Liquidität an den Cash Pool abgeführt.

4.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Autohaus Dresden GmbH beträgt zum 31.08.2019 8.823 TEUR (Vj.: 7.695 TEUR).

Auf der Aktivseite hat sich das Sachanlagevermögen auf 2.118 TEUR (Vj.: 1.844 TEUR) v.a. durch einen gestiegenen Vorführwagenbestand erhöht.

Die Finanzanlagen in Höhe von 912 TEUR betreffen den 100 %-Anteilsbesitz an der Autohaus Sieber GmbH, Landshut. Mit dieser Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 1.9.2015 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

Das Vorratsvermögen hat sich von 2.712 TEUR durch einen gestiegenen Neuwagen- und Gebrauchtwagenbestand auf 3.568 TEUR erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt von 322 TEUR auf 376 TEUR angestiegen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 1.438 TEUR (Vj.: 1.492 TEUR) und resultieren vor allem aus der Ergebnisabführung.

Die Eigenkapitalquote ist durch den Anstieg des Eigenkapitals von TEUR 1.752 auf TEUR 2.140 bei einem Anstieg der Bilanzsumme von 22,8 % auf 24,3 % gestiegen.

Auf der Passivseite sind die Rückstellungen von 1.159 TEUR auf 1.182 TEUR gestiegen, vor allem bedingt durch höhere Steuerrückstellungen.

Durch den höheren Fahrzeugbestand sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 4.076 TEUR auf 4.705 TEUR angestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind stichtagsbedingt von 149 TEUR auf 204 TEUR angestiegen.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das operative Geschäft steuert die Gesellschaft auf Basis der Umsatzerlöse, des Ergebnisses vor Steuern und vor Ergebnisabführung und der Umsatzrendite. Weiterer wichtiger nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die Mitarbeiterzahl des Unternehmens.

B. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht und Risikomanagementsystem

Gesamtwirtschaftliche Risiken können unterschiedliche Ursachen haben. Konjunkturelle Risiken erwachsen aus einer ungünstigen Entwicklung globaler oder regionaler Märkte, so beispielsweise aus einer möglichen Verschärfung der politischen Krisen im Nahen und Mittleren Osten sowie internationalen Handelsstreiten und den andauernden Brexit-Verhandlungen, die zu erheblichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und Konjunktur führen können.

Die weltweiten konjunkturellen Risiken werden durch die Präsenz im lokalen deutschen Markt begrenzt. Damit ist die Entwicklung der Gesellschaft stark von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland abhängig. Das Eintreten solcher Risiken kann den Absatzerfolg der Gesellschaft wesentlich beeinflussen.

Aus diesem Grunde hat die AVAG-Gruppe ein zentrales Risikomanagementsystem installiert, welches in allen Autohäusern der AVAG-Gruppe Anwendung findet. Dadurch sollen Risiken frühzeitig erkannt, deren Auswirkung durch geeignete Maßnahmen reduziert sowie eine Bestandsgefährdung des jeweiligen Unternehmens vermieden werden. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der strategischen, operativen und finanziellen Ziele der AVAG-Gruppe und der einzelnen Autohäuser und soll zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes beitragen. Es beinhaltet ein umfangreiches Berichtswesen und umfasst unter anderem eine tägliche Analyse, die Veränderungen im Absatzmarkt schnell erkennen lässt. Darüber hinaus erfolgt ein tägliches Management der Fahrzeugbestände und der Verkaufszahlen. Im Bereich Service erfolgt eine tägliche Analyse der Auslastung und der Wertschöpfung.

In regelmäßigen Meetings der Geschäftsführung mit dem Bereichsvorstand werden auf Markenebene die Entwicklung der einzelnen Autohäuser und der vertriebenen Marken analysiert und das weitere Vorgehen bzw. zukünftige Entwicklungen besprochen.

Marktrisiken

Änderungen im branchenspezifischen Umfeld können sich ebenfalls negativ auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken.

Die Treiber der Risikoeinschätzung im Automobilhandel sind die Entwicklung der Inlandsnachfrage insgesamt, der jeweiligen Marke des Autohauses sowie dessen Positionierung im regionalen Markt. Bedingt durch einen relativ konstanten Gesamtbestand von über 50 Mio. Fahrzeugen und Neuzulassungen von jährlich 3,4 bis 3,5 Mio. in umkämpften Segmenten ist der Automobilhandel unverändert einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt, der schlussendlich zu einem Rückgang der Anzahl der Händlerbetriebe führt. In der AVAG-Gruppe ist daher eine tägliche Analyse installiert, die Veränderungen im Absatzmarkt schnell erkennen lässt.

Die Entwicklung und die Profitabilität des Autoherstellers Opel haben durch die konsequente Umsetzung des Strategiekonzeptes PACE! mit einem Halbjahresgewinn für 2019 von über 500 Millionen Euro erste Wirkung erzielt. Opel befindet sich mit seiner aktuellen und modernen Flotte - insbesondere mit den SUV-Modellen - auf einem guten Weg. Der Zusammenschluss mit dem PSA-Konzern hat erste gute Ergebnisse erzielt. Im Jahr 2019 hat Opel die Modelle Karl, Adam, Mokka und Cascada unter anderem aufgrund der CO 2-Restriktion vom Markt genommen. Aufgrund des abweichenden Wirtschaftsjahres und des Modell-Abverkaufs bis Ende des Jahres 2019 verliert die AVAG-Gruppe im einstelligen Prozent-Bereich. Diese Tatsache wird nach Einschätzung der Geschäftsführung zu einem leichten Umsatz- und Ertragsrückgang bis Ende des neuen Geschäftsjahres führen. Durch Verbesserungen in anderen Geschäftsbereichen wird versucht, diesen Rückgang zu kompensieren.

Aktuelle Themen wie Digitalisierung oder die Entwicklung des Online-Handels und deren mögliche Auswirkungen auf den stationären Fahrzeughandel und Service sind aus heutiger Sicht schwer einzuschätzen. Die Umsetzung von Fahrverboten in Innenstädten oder Verschärfungen gesetzlicher Vorschriften bei Fahrzeugemissionen hat es in jüngster Vergangenheit bereits gegeben. Wie diese Verbote sich konkret auf die Absatzmarktentwicklung auswirken, wird von uns aufmerksam beobachtet und bei Bedarf zeitnah in den Planungen berücksichtigt.

Bei der Dieselthematik spielen auch der Einsatz und die Entdeckung unzureichender Abgasreinigungssysteme bei Dieselfahrzeugen bzw. Modellvarianten betroffener Hersteller eine besondere Rolle, dies sowohl für die Vermarktungsfähigkeit einzelner Fahrzeuge als auch für die entsprechende Markenwahrnehmung. Mögliche Folgen können je nach markenspezifischem Dieselanteil geringere Absatzzahlen sowie Margen im Neu- und Gebrauchtwagengeschäft sein.

Gleichzeitig wird die Auto-Branche mit verschärften Abgasregeln der EU konfrontiert. Bereits im Jahr 2020 soll die CO 2-Emission neu verkaufter Autos im Schnitt auf 95 Gramm je Kilometer sinken - bis 2030 um zusätzlich 37,5 Prozent. Bei Nichteinhaltung drohen empfindliche Strafzahlungen. Diese neuen verschärften Abgasregeln werden sich auf die Hersteller und auf den Gesamtmarkt auswirken und im Jahr 2020 insgesamt zu einer Marktunsicherheit führen. Die Automobilindustrie steht durch die Entwicklung elektrifizierter Antriebe, vernetzter Automobile sowie das Autonome Fahren vor einem Transformationsprozess mit tiefgreifenden Veränderungen. Diese sind für unseren Absatz sowohl mit Chancen als auch mit Risiken verbunden. Ausgehend von derzeit noch geringer Anzahl reiner Elektrofahrzeuge im gesamten Fahrzeugmarkt werden mögliche Risiken aus zum Beispiel verändertem Serviceumfang kurz- und mittelfristig als gering eingeschätzt. Aktuell ist hier keine schnelle Veränderung zu erwarten, jedoch wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt.

Ein wesentlicher Risikofaktor im Autohandel ist das Management der Neuwagen- und Gebrauchtwagenbestände. Dies erfolgt in der AVAG-Gruppe vornehmlich zentral je Fahrzeugmarke. Hier werden beispielsweise die Vorteile des zentral gesteuerten Bestandsmanagements genutzt, das dem einzelnen Autohaus einen Zugriff auf sämtliche Fahrzeuge erlaubt. So kann dem Kunden eine breite Angebotspalette an Neu- und Gebrauchtwagen präsentiert werden.

Operativ stellen die Leasing-Rücknahmeverpflichtungen für uns gegenwärtig kein wesentliches Risiko dar. Das Restwertrisiko der Leasingrückläufer steuern wir über eine sorgfältige Kalkulation beim Vertragsabschluss und regelmäßige Überwachung der Restwerte. Zusätzlich bilden wir eine Rückstellung, die eventuelle nicht vorhersehbare Entwicklungen auffängt.

Die Einkaufs- und Absatzfinanzierung im Automobilhandel ist heute wesentlicher Erfolgsfaktor. Die Finanzierung der Autohäuser sowie die Absatzfinanzierung in der AVAG-Gruppe werden über die AVAG Holding SE gesteuert. Die auf diversen Standbeinen basierende Neuwagenbestands- und Neuwagenendkundenfinanzierung beruht im Wesentlichen auf den Herstellerbanken. Im Gebrauchtwagenbereich arbeiten wir mit mehreren Finanzpartnern, sowohl bei der Einkaufs- als auch Absatzfinanzierung, zusammen.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können im Wesentlichen aus Rechtsstreitigkeiten, Reklamationen oder Garantieansprüchen erwachsen.

Für die gegenwärtig anhängigen Verfahren wurden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Einzelrisiken mit wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft und damit das Ergebnis des Unternehmens liegen nicht vor.

Finanzrisiken

Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen in erster Linie Liquiditäts-, Zins-, Ausfall- und Steuerrisiken.

Liquiditätsversorgung und Liquiditätssteuerung erfolgen im Konzernverbund ebenfalls durch die AVAG Holding SE. Die Verfügbarkeit von Liquidität und die Stabilität der Gesamtfinanzierung des AVAG-Konzerns, und damit auch der Gesellschaft, haben oberste Priorität. Ein Teil dieser Finanzierungspositionen unterliegt einem Zinsänderungsrisiko, welches teilweise durch den Abschluss entsprechender Zinssicherungsvereinbarungen auf Ebene der AVAG Holding SE gruppenweit fixiert oder nach oben hin gedeckelt ist.

Im Hinblick auf das Forderungs-Ausfallrisiko bei gewerblichen Kunden genießt das Autohaus im Rahmen des mit der AVAG Holding SE geschlossenen Betreuungs- und Beratungsvertrages und darüber hinaus durch die geschlossenen Forderungsausfallversicherungen Schutz bei Ausfällen. Diese stellen demnach ebenso kein wesentliches Risiko für die Gesellschaft dar.

Steuerrisiken bestehen im Wesentlichen durch den Export von Fahrzeugen und Ersatzteilen ins europäische und nichteuropäische Ausland. Diesem Risiko wird durch einen einheitlichen Prozess bei Exporten innerhalb der gesamten AVAG-Gruppe begegnet, welcher zur Risikominimierung beitragen soll.

Gesamtaussage zur Risikosituation des Unternehmens

Die Einschätzung der gesamten Risikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Zu den Treibern der Risikoeinschätzung und wesentlichen Risikofaktoren verweisen wir auf die oben genannten Marktrisiken. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind uns derzeit nicht bekannt.

2. Chancen- und Prognosebericht

2.1. Erweiterte Rahmenbedingungen

Konflikte und Unsicherheiten lasten auf der weltweiten Konjunktur. Neben dem Handelsstreit zwischen den USA und China, Umweltauflagen der EU, dem Angriff auf die größte Erdölraffinerie der Welt in Saudi-Arabien und einem wahrscheinlichen No-Deal-Brexit prognostiziert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ein Wachstumsrückgang im Europaraum von 0,2 Prozentpunkten, in Deutschland von 0,4 Prozentpunkten. Die Produktionsleistung der auf den Export spezialisierten deutschen Industrie sinkt kontinuierlich seit einem Jahr. Es fehlt die Nachfrage aus dem europäischen Ausland. Bisher stützt noch eine kräftige Binnennachfrage die deutsche Wirtschaft. Allerdings brachen im zweiten Quartal 2019 die Investitionen in Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge ein. Das deutet laut DIW auf eine Schwächephase in der zweiten Jahreshälfte hin.

2.2. Ausblick 2019/20

Nach den Boomjahren 2017 und 2018 erlebt die deutsche Wirtschaft im Jahr 2019 eine Abkühlung, die auch die starke Automobilindustrie betrifft, eine Branche, in der fast eine Million Menschen in Deutschland beschäftigt sind. Zahlen des aktuellen Geschäftsklimaindex, den der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) ermittelt, bestätigen, dass die Geschäftsentwicklung gegenüber dem Vorjahr zum Jahresende 2019 zurückgegangen ist.

Der Index-Wert für die zu erwartende Geschäftslage für das vierte Quartal 2019 fällt über die drei Geschäftsbereiche des Autohandels, Neu-, Gebrauchtwagen und After-Sales, auf 96,3 Punkte zurück - im Vergleichsquartal 2018 lag er noch bei 103,9 Punkten. Insbesondere beim Werkstattgeschäft gehen die Werte zurück, nur 30,2 % der befragten Autohäuser rechnen mit einer besseren Auftragslage, 2018 waren es noch 48,0 %.

Sollten nach einem No-Deal-Brexit die Gespräche über ein neues Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU scheitern, stellt dieses Szenario für die deutsche Exportindustrie eine Gefahr dar. Ein No-Deal-Brexit verschlechtert unmittelbar die Bedingungen, da WTO-Zölle und eine Abwertung des Pfunds deutsche Exporte verteuern. 18 Prozent aller in Großbritannien verbauten Autoteile sind aus deutscher Herstellung und bereits vor der Endmontage war das Fahrzeug selbst schon ein eifriger europäischer Grenzgänger. Mehrmals werden Bestandteile eines Autos heutzutage in der Produktion von Land zu Land hin und her verschickt, veredelt, verbaut und weitergereicht. Laut einer aktuellen Deloitte-Studie lassen sich die konkreten Folgen für die Zulieferer mit Zahlen verdeutlichen. Knapp vier Milliarden Euro, etwa fünf Prozent des Gesamtumsatzes, stehen im Falle des No-Deal-Brexits auf dem Spiel.

Elektrifizierung, autonomes Fahren, künstliche Intelligenz - die automobile Branche steht in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen.

Aufgrund der verschärften Abgasregeln drückt Opel mit seinem Motto "Opel goes electric" bei der Elektrifizierung seiner Modelle aufs Tempo. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt präsentierte Opel nicht nur den neuen Corsa und Astra, sondern den Corsa-e, den Opel Grandland X Hybrid4 sowie den Opel Corsa-e-Rally.

Im Zuge der Neuausrichtung wurden im April 2018 sämtliche Händlerverträge zum 30. April 2020 gekündigt. Die Verhandlungen mit dem Hersteller sind im Dezember 2018 abgeschlossen worden, die neuen Opel-Händlerverträge werden ab Anfang 2020 in Kraft treten. Das etablierte mehrstufige Vertriebssystem bleibt auch in Zukunft erhalten. Des Weiteren wurden Lösungen erarbeitet, um den stetig zunehmenden Digitalisierungsgrad im Automobilhandel effizienter in die bestehenden Strukturen der Autohäuser zu integrieren. Und schließlich wurden die Vorgaben hinsichtlich Showroom-Größe und -Ausstattung vor Ort gelockert. Zusammen mit dem langfristigen Bestands- und Investitionsschutz der Corporate Identity sollen diese Maßnahmen die Zukunftssicherheit der Händler festigen.

Bis 2024 soll in jeder europäischen Pkw-Baureihe eine elektrifizierte Variante zur Verfügung stehen, entweder mit reinem Batterieantrieb oder als Plug-in-Hybride. Dies wird durch die schnelle Nutzung der Multi-Energy-Konzern-Plattformen der Groupe PSA möglich. Opel wird auch weiterhin Fahrzeuge mit Diesel- und Benzin-Motoren im Angebot haben, die vom selben Band laufen wie die Elektromodelle. Die EU-Umweltvorgaben würden damit eingehalten, erklärt das Unternehmen. "Letztlich entscheidet der Kunde, welchen Antrieb er haben möchte", sagte Opel-Chef Michael Lohscheller. Konkrete Prognosen zu dieser Entwicklung können zurzeit nicht abgegeben werden.

Mit neuen Importeuren in Marokko, Tunesien, Südafrika und dem Libanon forciert Opel das Ziel, die Verkäufe außerhalb Europas bis 2020 zu verdoppeln. Bereits ab der zweiten Jahreshälfte werden Opel-Modelle in Namibia montiert. Bis Mitte des kommenden Jahrzehnts sollen mehr als zehn Prozent des Opel-Verkaufsvolumens außerhalb Europas generiert werden. Auch dabei nutzt das Unternehmen erfolgreich bestehende Strukturen der Groupe PSA.

In Summe erscheinen uns das modellpolitische Vorgehen (Markenentwicklung) von Opel und dessen Erfolge in der Entwicklung moderner, zeitgemäßer Antriebstechnologien in der Konzeption richtig. Wir sind der Ansicht, dass Opel mit den neuen und bestehenden Modellen über eine attraktive, ansprechende und vor allem zeitgerechte Modellpalette verfügt, mittels derer weitere Marktanteilsgewinne gelingen können. Durch die zahlreichen Veränderungen und erfolgten Umstrukturierungen, die Neuausrichtungen unter anderem bei den Modellen Zafira Life und Plug-in Grandland X hat Opel die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft aus unserer Sicht gestellt und den richtigen Weg eingeschlagen.

Grundsätzlich blicken wir zuversichtlich in die Zukunft und vertrauen fest auf unsere eigenen Stärken! Unsere Strategie ist im Wesentlichen darauf ausgerichtet, auf dem von uns erwarteten Markt von 3,4 bis 3,5 Millionen Neuzulassungen in Deutschland in 2020 nachhaltig profitabel zu arbeiten.

Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir unter der Annahme gleichbleibender Konzernumsätze leicht steigende Umsatzerlöse und eine deutlich spürbare Steigerung des Ergebnisses vor Steuern und Gewinnabführung. Die Umsatzrendite wird ebenfalls deutlich spürbar steigen. Die Anzahl der Mitarbeiter wird nahezu konstant bleiben.

Wir weisen darauf hin, dass durch

1) gravierende Gesamtmarktschwankungen

2) wesentliche Marktanteilsschwankungen der vertriebenen Fabrikate oder

3) unvorhergesehene Restrukturierungen, z. B. Veränderungen der Zahl der Standorte, innerhalb des Gesamtunternehmens

4) Maßnahmen bzw. die Entwicklung unseres Hauptlieferanten Opel

5) Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen

die tatsächlichen Ergebnisse durchaus von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

Filialen

Possendorfer Straße 38-40, 01159 Dresden

Wilsdruffer Straße 54, 01705 Freital

Zur Wetterwarte 40, 01109 Dresden

Kötzschenbroder Str. 141, 01139 Dresden

Parkweg 32, 01896 Lichtenberg

 

Dresden, 24.9.2019

Christian Schleicher

Roman Still

Bilanz

Aktiva

31.8.2019 31.8.2018
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbener Kundenstamm 30.149,00 48.472,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 168.979,00 131.705,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.948.774,00 1.692.199,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 2.117.753,00 19.893,75 1.843.797,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 912.000,00 912.000,00
3.059.902,00 2.804.269,75
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.567.621,59 2.711.766,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 375.821,28 322.399,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.438.136,73 1.491.927,76
3. Sonstige Vermögensgegenstände 347.592,46 2.161.550,47 338.613,05 2.152.939,81
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 12.644,83 17.931,97
5.741.816,89 4.882.638,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.243,28 8.089,66
8.822.962,17 7.694.998,12

Passiva

31.8.2019
EUR
31.8.2018
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 920.360,00 920.360,00
II. Verlustvortrag 0,00 -647.582,19
III. Jahresüberschuss 1.219.638,91 1.478.866,15
2.139.998,91 1.751.643,96
B. Rückstellungen 1.181.769,39 1.159.214,25
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.704.568,82 4.076.229,27
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 239.703,42 218.419,61
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 203.511,34 149.058,08
4. Sonstige Verbindlichkeiten 346.075,54 334.993,17
--davon aus Steuern EUR 92.941,79 (i. Vj. EUR 90.862,38)--
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 7.368,97 (i. Vj. EUR 3.244,78)--
5.493.859,12 4.778.700,13
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.334,75 5.439,78
8.822.962,17 7.694.998,12

Gewinn- und Verlustrechnung

2018/2019 2017/2018
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 8.296.131,60 8.270.728,44
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.630.398,79 3.644.625,96
b) Soziale Abgaben 720.476,60 4.350.875,39 686.729,85 4.331.355,81
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 740.958,76 756.525,21
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.797.939,82 2.759.240,62
406.357,63 423.606,80
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.747,59 889,64
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.747,59 (i. Vj. EUR 889,64)--
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -52.297,48 -50.549,89 -75.937,60 -75.047,96
--davon an verbundene Unternehmen EUR 108,56 (i. Vj. EUR 24.200.23)--
7. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 1.433.095,26 1.491.475,28
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 569.264,09 361.167,97
9. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 1.219.638,91 1.478.866,15

Anhang

Der Jahresabschluss der Autohaus Dresden GmbH mit Sitz in Dresden, eingetragen im Amtsgericht Dresden HRB 3099, wurde zum 31. August 2019 nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes zur Rechnungslegung erstellt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenklassen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti und planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer analog der steuerlichen Abschreibungstabelle mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Im Jahr des Zugangs werden die Abschreibungen monatsgenau verrechnet. Der Kundenstamm wird über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter im Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 410,00 bis 31. Dezember 2017 bzw. bis zu EUR 800,00 ab 1. Januar 2018 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang dargestellt.

Entsprechend der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes werden die Vorführ- und Leihwagen/ Mietwagen trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Anlagevermögen der Gesellschaft ausgewiesen.

Leihwagen/Mietwagen werden mit 33,3 % linear pro rata temporis abgeschrieben. Vorführwagen und Geschäftsfahrzeuge werden mit 20,0 % linear pro rata temporis abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Betriebsstoffe sowie Waren sind mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Anschaffungskosten von Ersatzteilen und Zubehör werden aus gewogenen Durchschnittspreisen ermittelt. Erhaltene Anzahlungen werden aktivisch von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Wertberichtigungen erfasst.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen sind einzeln erfasst und sorgfältig bewertet. Die sonstigen Rückstellungen sind entsprechend den erkennbaren Risiken mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag ausreichend bemessen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungen sind mit den anteilig abgegrenzten Aus- bzw. Einzahlungsbeträgen angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Gesellschaft hat zum 1. September 2015 100 % der Anteile an der Autohaus Sieber GmbH, Landshut, erworben, zum 31. August 2019 beträgt das Eigenkapital dieser Gesellschaft TEUR 900 und das Jahresergebnis aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages TEUR 0.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 0) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Daneben bestehen Forderungen aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 1.433 (i. Vj. TEUR 1.491).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen in Höhe von TEUR 136 (i. Vj. TEUR 114) enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 920.360,00 entspricht der Eintragung ins Handelsregister.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vorwiegend den Personalbereich, Gewährleistungen, Kundenbindungsprogramme und Rücknahmeverpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Beträge in Höhe von TEUR 4.705 (i. Vj. TEUR 4.076) besichert. Diese betreffen die Lagerwagenfinanzierung, die finanzierten Fahrzeuge sind sicherungsübereignet und im Anlagevermögen und bei den Vorräten ausgewiesen. Im Falle des Weiterverkaufs dieser Fahrzeuge sind diese Forderungen aus dem Fahrzeughandelsgeschäft abgetreten.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 34 (i. Vj. TEUR 23) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Davon betreffen TEUR 1 (i. Vj. TEUR 1) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

ein bis fünf über Gesamt
bis ein Jahr
TEUR
Jahre
TEUR
fünf Jahre
TEUR
31.8.2019
TEUR
31.8.2018
TEUR
Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen 702 1.199 696 2.597 3.247
Verpflichtungen aus mehrjährigen Leasingverträgen 0 0 0 0 6
Rücknahmeverpflichtungen Kundenleasing 3.359 7.077 5 10.441 8.577
4.061 8.276 701 13.038 11.830

Von den Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen bestehen insgesamt TEUR 2.024 (i. Vj. TEUR 2.425) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personal

Im Berichtszeitraum waren (ohne Geschäftsführung) durchschnittlich 34 (i. Vj. 32) gewerbliche Arbeitnehmer, 68 (i. Vj. 69) Angestellte, 4 (i. Vj. 4) Aushilfen und 17 (i. Vj. 17) Auszubildende beschäftigt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 19 (i. Vj. TEUR 17) Kfz-Steuer enthalten.

Sonstige Angaben

Das Autohaus ist Tochterunternehmen der DIO GmbH Dienstleistungs- und Beteiligungsgesellschaft für Opel-Händler, Augsburg, und wird mit dieser in den Konzernabschluss der AVAG Holding SE, Augsburg, einbezogen, der zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht wird. Oben genannte Gesellschaften sowie sämtliche anderen Tochterunternehmen der AVAG Holding SE, Augsburg, sind verbundene Unternehmen nach § 271 Abs. 2 HGB. Die jeweiligen Teilkonzerne sind von der Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 1 HGB befreit.

Zu jeweils einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern sind Herr Roman Still, Dipl.-Kaufmann, Augsburg, und Herr Christian Schleicher, Kaufmann, Meiningen, bestellt.

Da nur einer der zwei bestellten Geschäftsführer die Bezüge von der Gesellschaft erhält und die Bezüge der weiteren Geschäftsführer nicht der Gesellschaft belastet werden, wird auf die Angabe gemäß § 285 Nr. 9 HGB i.V.m. § 286 (4) HGB verzichtet.

Ereignisse nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den zum 31. August 2019 ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.219.638,91 vollständig auszuschütten.

 

Dresden, den 24. September 2019

Christian Schleicher

Roman Still

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. September 2018 bis 31. August 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.9.2018
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchung
EUR
Abgänge
EUR
31.8.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbener Kundenstamm 111.613,75 0,00 0,00 0,00 111.613,75
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 292.333,63 0,00 49.334,57 2,00 341.666,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.898.156,04 4.050.868,70 0,00 3.752.608,55 3.196.416,19
3. Geleistete Anzahlungen 19.893,75 29.440,82 -49.334,57 0,00 0,00
3.210.383,42 4.080.309,52 0,00 3.752.610,55 3.538.082,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 912.000,00 0,00 0,00 0,00 912.000,00
4.233.997,17 4.080.309,52 0,00 3.752.610,55 4.561.696,14
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.9.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.8.2019
EUR
31.8.2019
EUR
31.8.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbener Kundenstamm 63.141,75 18.323,00 0,00 81.464,75 30.149,00 48.472,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 160.628,63 12.059,57 1,00 172.687,20 168.979,00 131.705,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.205.957,04 710.576,19 668.891,04 1.247.642,19 1.948.774,00 1.692.199,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 19.893,75
1.366.585,67 722.635,76 668.892,04 1.420.329,39 2.117.753,00 1.843.797,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 912.000,00 912.000,00
1.429.727,42 740.958,76 668.892,04 1.501.794,14 3.059.902,00 2.804.269,75

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Autohaus Dresden GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Dresden GmbH, Dresden - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2018 bis zum 31. August 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Dresden GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2018 bis zum 31. August 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2018 bis zum 31. August 2019 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 21. November 2019

KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Querfurth, Wirtschaftsprüfer

Klopsch-Rauhut, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

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