Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 26984
Vorher
SL-Montagesysteme GmbH
Eingetragen
16.5.2018
Branche
Herstellung von MetallkonstruktionenHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-Metall
Gegenstand
Produktion, Herstellung, Vertrieb und Handel von Metallbauteilen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ludwig jun. Schletter
seit 16.5.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Ludwig Schletter
83527 Haag i. OB
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SL Rack GmbH

Haag i.OB

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

Aktiva

30.12.2019 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.367,00 34.204,00
2. Geleistete Anzahlungen 240.877,38 242.244,38 0,00 34.204,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.553.282,30 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.781.758,00 1.311.569,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.082.096,00 426.371,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.838.385,56 9.255.521,86 251.371,06 1.989.311,06
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.000,00 0,00
9.500.766,24 2.023.515,06
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.707.205,55 3.040.969,27
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.373.513,76 1.167.245,37
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.012.669,58 6.756.101,07
4. Geleistete Anzahlungen 442.775,70 1.653.140,08
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 13.536.164,59 -1.285.000,00 11.332.455,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.973.984,03 3.502.387,06
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.706.362,40 4.680.346,43 1.565.982,75 5.068.369,81
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 15.241.481,07 3.579.668,61
33.457.992,09 19.980.494,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 476.425,64 143.452,41
43.435.183,97 22.147.461,68

Passiva

30.12.2019 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -12.500,00 -12.500,00
Eingefordertes Kapital 12.500,00 12.500,00
II. Bilanzgewinn 23.676.818,70 8.038.288,53
23.689.318,70 8.050.788,53
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 9.629.097,56 3.209.053,46
2. Sonstige Rückstellungen 3.958.200,00 1.713.800,00
13.587.297,56 4.922.853,46
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 167.117,63 27.158,99
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.783.519,60 1.851.990,33
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.157.779,08 2.074.299,16
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.050.151,40 5.220.371,21
--davon aus Steuern EUR 498.712,23 (i. Vj. EUR 3.808.906,63)--
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 197.986,33 (i. Vj. 50.619,66)--
6.158.567,71 9.173.819,69
43.435.183,97 22.147.461,68

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 46.346.166,17 19.791.127,73
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.504.016,52 -2.755.699,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.047.223,90 -6.551.240,42 -548.908,04 -3.304.607,32
--davon für Altersversorgung EUR 4.267,02 (i. Vj. EUR 3.537,00)--
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -1.272.006,80 -476.509,26
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.319.045,38 -5.212.255,50
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 304.972,89 3.971,15
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)--
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -670.173,18 -249.146,82
--davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)--
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.136.102,11 -3.008.785,46
8. Ergebnis nach Steuern 18.702.571,17 7.543.794,52
9. Sonstige Steuern -2.041,00 -854,00
10. Jahresüberschuss 18.700.530,17 7.542.940,52
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.038.288,53 495.348,01
12. Ausschüttung -3.062.000,00 0,00
13. Bilanzgewinn 23.676.818,70 8.038.288,53

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die SL Rack GmbH hat ihren Sitz in Haag i. OB. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter HR B 26984 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB i. V. m. § 267 Abs. 4 HGB.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr --abgesehen vom geänderten Ausweis der erhaltenen Anzahlungen, die nicht mehr zum Teil offen von den Vorräten abgesetzt, sondern vollständig unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen sind-- unverändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauer werden drei bis fünf Jahre zu Grunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Bemessung der Abschreibungen erfolgt im Wesentlichen nach dem tatsächlichen Nutzungsverlauf der Vermögensgegenstände und in Anlehnung an die steuerlichen Höchstsätze.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungspreis von EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Im Bruttoanlagespiegel wird im Zugangsjahr ein Abgang unterstellt.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. gegebenenfalls bei dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt mit durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

In die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellkosten werden neben den Einzelkosten grundsätzlich auch die aktivierungspflichtigen Teile der Gemeinkosten einbezogen.

Von den unfertigen Leistungen, die nach dem jeweiligen Leistungsstand unter Zugrundelegung des Auftragsvolumens bewertet sind, wurden im Geschäftsjahr 2022 zum Teil die dafür erhaltenen Anzahlungen gemäß § 286 Abs. 5 S. 2 HGB offen abgesetzt.

In Abweichung zum Vorjahr werden die erhaltenen Anzahlungen seit dem Geschäftsjahr 2023 nicht mehr zum Teil offen von den Vorräten abgesetzt, sondern vollständig unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten abzüglich (gegebenenfalls) notwendiger Einzelwertberichtigungen und unter Berücksichtigung einer Pauschalwertberichtigung.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbeträgen passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Vorräte

Die Vorräte betreffen neben den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (TEUR 1.707, i. Vj. TEUR 3.041) und den Waren (TEUR 6.089, i. Vj. TEUR 5.996), die fertigen Erzeugnisse (TEUR 923, i. Vj. TEUR 760) und die unfertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen (TEUR 4.374, i. Vj. TEUR 1.167) sowie geleistete Anzahlungen (TEUR 443, i. Vj. TEUR 1.653).

Die erhaltenen Anzahlungen werden, in Abweichung zum Vorjahr, seit dem Geschäftsjahr 2023 nicht mehr zum Teil offen von den Vorräten abgesetzt, sondern vollständig unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von TEUR 1.010 (i. Vj. TEUR 6) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gemindert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken werden gegebenenfalls dabei durch Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen (TEUR 6; i. Vj. TEUR 5).

Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1.706; i. Vj. TEUR 1.566) entfallen mit TEUR 151 (i. Vj. TEUR 43) auf Steuererstattungsansprüche. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 618) enthalten.

Aktive latente Steuern

Insgesamt ergaben sich im Vorjahr aus der unterschiedlichen Bewertung der Bilanzansätze nach Handels- und nach Steuerrecht eine künftige Steuerentlastung. Die aktiven latenten Steuern beruhten dabei auf temporären Differenzen bei den sonstigen Rückstellungen (TEUR 0; i. Vj. TEUR 235). Auf diese Differenzen wäre ein Steuersatz von 27,7 % anzuwenden gewesen. Vom Wahlrecht zur Aktivierung nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde im Vorjahr kein Gebrauch gemacht.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr EUR 25.000,00 und ist wie im Vorjahr zur Hälfte (EUR 12.500,00) einbezahlt. Die nicht eingeforderte ausstehende Einlage beträgt wie im Vorjahr EUR 12.500,00.

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

EUR
01. Januar 2023 8.038.288,53
Ausschüttungen -3.062.000,00
Jahresüberschuss 2023 18.700.530,17
31. Dezember 2023 23.676.818,70

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen mit TEUR 3.830 (i. Vj. TEUR 1.718) die voraussichtliche Körperschaftsteuerabschlusszahlung und mit TEUR 2.949 (i. Vj. TEUR 1.290) die voraussichtliche Gewerbesteuerabschlusszahlung für das jeweilige Berichtsjahr sowie mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 111) die Körperschaftsteuer und mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 90) die Gewerbesteuer für das Jahr 2021.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Kundenboni (TEUR 2.800; i. Vj. TEUR 800), Verpflichtungen aus Urlaubs-, Überstunden- und Prämienansprüchen (TEUR 252; i. Vj. TEUR 188) sowie auf Gewährleistungen (TEUR 806; i. Vj. TEUR 369), Drohverluste (TEUR 0; i. Vj. TEUR 235) und künftige Betriebsprüfung (TEUR 18; i. Vj. TEUR 0).

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2023
davon Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 167 20 147
2. Erhaltene Anzahlungen 2.784 2.784 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.158 2.158 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.050 728 322
6.159 5.690 469
31.12.2022
davon Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27 0 27
2. Erhaltene Anzahlungen 1.852 1.852 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.074 2.074 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.220 3.938 1.282
9.173 7.864 1.309

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 499 (i. Vj. TEUR 3.809) auf Verbindlichkeiten aus Steuern und TEUR 198 (i. Vj. TEUR 51) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Rohergebnis

Das Rohergebnis in Höhe von TEUR 46.346 (i. Vj. TEUR 19.791) enthält mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 4) Erträge für frühere Geschäftsjahre, mit TEUR 6 (i. Vj. TEUR 0) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie mit TEUR 9 (i. Vj. TEUR 6) Versicherungserstattungen und Schadenersatz.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 1.272 (i. Vj. TEUR 477) entfallen ausschließlich auf planmäßige Abschreibungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023 2022
TEUR TEUR
Betriebskosten 2.801 1.180
Verwaltungskosten 1.103 655
Vertriebskosten 7.442 2.582
Periodenfremde, neutrale und übrige Aufwendungen 973 795
12.319 5.212

Die periodenfremden/neutralen Aufwendungen entfallen auf die Veränderung der Wertberichtigungen bzw. Abschreibungen auf Forderungen mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 5) und auf Aufwendungen für frühere Geschäftsjahre mit TEUR 16 (i. Vj. TEUR 0). Daneben sind in den übrigen Aufwendungen Gewährleistungen bzw. die Veränderung der Rückstellung für Gewährleistungen mit TEUR 437 (i. Vj. TEUR 288), Spenden mit TEUR 109 (i. Vj. TEUR 43) und sonstige betriebliche Aufwendungen mit TEUR 410 (i. Vj. TEUR 460) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Posten entfällt im Wesentlichen auf Bankzinserträge in Höhe von TEUR 298 (i. Vj. TEUR 0), sowie auf Zinserträge aus sonstigen Darlehen und Verzugszinsen in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 4).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2023 2022
TEUR TEUR
Vorfinanzierung Leasing 83 37
Factoringzinsen 553 194
Finanzierung Anlagevermögen 19 7
Avalprovisionen 6 0
Bereitstellungsgebühren 9 11
670 249

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2023 2022
TEUR TEUR
Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag lfd. Jahr 3.989 1.718
Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag lfd. Jahr 73 0
Gewerbesteuer lfd. Jahr 3.074 1.290
7.136 3.008

Sonstige Steuern

Der Posten entfällt auf Kfz-Steuer in Höhe von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 1).

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen entstanden.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Ausweispflichtige Eventualverbindlichkeiten i. S. d. § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus am Bilanzstichtag abgeschlossenen Leasing- und Wartungsverträgen über bewegliche Anlagegüter sowie Softwarelizenzen bestanden Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.022 (i. Vj. TEUR 1.529). Ferner bestanden aus Immobilienmietverträgen Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.898 (i. Vj. TEUR 2.318).

Nicht bilanzierte Geschäfte

Außerbilanzielle Geschäfte liegen vor allem in Form von Miet- und Leasingverträgen vor. Sie dienen unter anderem der Schonung der Liquidität und der Verbesserung der Bilanzstruktur bzw. der Eigenkapitalquote. Die Zahlungsverpflichtungen hieraus sind den vorstehenden Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen zu entnehmen.

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende)

2023 2022
Angestellte 99 50
Arbeiter 25 14
124 64

Geschäftsführung

Als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

 

Herr Ludwig Schletter, Haag i. OB

(Schlossermeister, Geschäftsführer)

Die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers unterbleibt in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB.

Anteilsbesitz

Der direkt gehaltene Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023 umfasst:

Nominalkapital Anteil % Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis 2023 Buchwert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
SL RACK IBERICA, SL, Murcia, Spanien 3.000,00 100,0 2.513,39 -486,61 3.000,00

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

Gewinnverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 23.676.818,70, der einen Jahresüberschuss von EUR 18.700.530,17 enthält, einen Teilbetrag von EUR 2.800.000,00 auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von EUR 20.876.818,70 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Haag i. OB, den 09. Juli 2024

Der Geschäftsführer der SL Rack GmbH

Ludwig Schletter

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 103.583,76 9.869,66 0,00 0,00 113.453,42
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 240.877,38 0,00 0,00 240.877,38
103.583,76 250.747,04 0,00 0,00 354.330,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.589.190,72 0,00 0,00 3.589.190,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.645.822,64 905.336,08 13.500,00 0,00 2.564.658,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 751.912,77 1.400.469,64 0,00 357.706,89 1.794.675,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 251.371,06 2.600.514,50 -13.500,00 0,00 2.838.385,56
2.649.106,47 8.495.510,94 0,00 357.706,89 10.786.910,52
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 3.000,00 0,00 0,00 3.000,00
0,00 3.000,00 0,00 0,00 3.000,00
2.752.690,23 8.749.257,98 0,00 357.706,89 11.144.241,32
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.379,76 42.706,66 0,00 112.086,42
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
69.379,76 42.706,66 0,00 112.086,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 35.908,42 0,00 35.908,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 334.253,64 448.647,08 0,00 782.900,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 325.541,77 744.744,64 357.706,89 712.579,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
659.795,41 1.229.300,14 357.706,89 1.531.388,66
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
729.175,17 1.272.006,80 357.706,89 1.643.475,08
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.367,00 34.204,00
2. Geleistete Anzahlungen 240.877,38 0,00
242.244,38 34.204,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.553.282,30 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.781.758,00 1.311.569,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.082.096,00 426.371,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.838.385,56 251.371,06
9.255.521,86 1.989.311,06
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.000,00 0,00
3.000,00 0,00
9.500.766,24 2.023.515,06

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die im Mai 2018 unter der Firma SL-Montagesysteme GmbH gegründete und im Juli 2018 in SL Rack GmbH umbenannte Gesellschaft hat ihren Sitz in Haag i. OB.

Die Gesellschaft befasst sich insbesondere mit der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Photovoltaik-Montagelösungen für:

Schräg- und Flachdachsysteme

Fassadensysteme

Freiflächenanlagen

Carportsysteme

Zudem unterstützt das Team der SL Rack GmbH die Kunden mit kompetenter Beratung, Betreuung und zuverlässigem Aftersales-Service. Für die innovativen Photovoltaik-Montagelösungen wird dabei das Wissen und die Erfahrung des Firmengründers, Alleingesellschafters und Geschäftsführers Ludwig Schletter, aus über 25 Jahren sowie mehr als 30 GW installierter PV-Leistung weltweit, genutzt.

In den ersten Jahren erfolgte die Fertigung der von der Gesellschaft entwickelten Produkte in erster Linie durch Fremdzulieferer aus Deutschland und Europa. Durch erhebliche Investitionen in Produktionsmaschinen und -anlagen in den Jahren ab 2022 wird zunehmend die eigene Fertigung ausgebaut.

Die Verwaltung der Gesellschaft befindet sich in gemieteten Räumen in Haag i. OB, Münchener Straße 1.

Lager- und Produktionsflächen befinden sich daneben unter anderem in gemieteten Räumen in Aschau am Inn, Otto-Hahn-Straße 4.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein mit Lager- und Verwaltungsräumen bebautes Grundstück in Aschau am Inn, Otto-Hahn-Straße 7 erworben. An diesem Standort wurde in 2023 mit der Errichtung einer weiteren Werkhalle begonnen, die voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2024 fertiggestellt wird.

Ende Oktober 2023 wurde in Spanien eine Tochtergesellschaft gegründet, die künftig als Vertriebsgesellschaft fungieren soll und an der die SL Rack GmbH sämtliche Anteile hält.

Die Ablauforganisation ist aufgrund flacher Hierarchien effektiv und ermöglicht ein schnelles ansteuern von Produktions- und Lieferprozessen, die auf gemieteten und seit dem Geschäftsjahr 2023 auch auf eigenen Produktions- und Logistikflächen umgesetzt werden.

Auf dieser Basis werden qualitativ hochwertige Photovoltaik-Montagelösungen entwickelt, gefertigt und vertrieben.

Das Geschäftsfeld der SL Rack GmbH ist eng mit der Entwicklung der Photovoltaikbranche verbunden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 0,0 %. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine in astronomische Höhen gestiegen waren, sanken im Jahr 2023, insbesondere im Bereich der Großhandelspreise für Strom und Gas, deutlich und stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Wenn man die deutsche Industrieproduktion im Zeitraum 2019 - 2023 betrachtet, ist festzustellen, dass nach der Flaute durch die Corona-Pandemie im Geschäftsjahr 2020 ein rasanter Anstieg der Produktion im Jahr 2021 folgte. Die steigenden Strom- und Gaspreise seit dem Spätsommer vom gleichen Jahr 2021 bis Ende 2022 haben die Industrieproduktion jedoch erheblich zurückgefahren. In der Folge wurde die Industrieproduktion über dem gesamten Geschäftsjahr 2023 Monat für Monat weiter zurückgeschraubt. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch das gestiegene Zinsniveau und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Branchenbezogene Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 ist der deutsche Stromverbrauch das zweite Jahr in Folge gesunken, denn im Geschäftsjahr 2023 verringerte die Stromnachfrage auf 459 TWh, was eine Senkung um 5,1 % bedeutet. Damit liegt der Stromverbrauch auf dem geringsten Wert seit 30 Jahren. Diese Abnahme wurde, hauptsächlich durch die Abnahme in der deutschen industriellen Produktion, sowie die allgemein rückläufige wirtschaftliche Aktivität verursacht.

Im Geschäftsjahr 2023 verbrauchte die deutsche Industrie nach Angaben des BDEW ca. 43 % des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland. Eine Abnahme der deutschen industriellen Produktion hat somit einen wesentlichen Einfluss auf die deutsche Gesamtstromnachfrage. Darüber hinaus ist die deutsche Industrie nicht nur der größte Stromverbraucher, sondern sie nutzt auch im erheblichen Umfang Gas für industrielle Prozesse und ist ein wesentlicher Käufer von CO 2 -Zertifikaten.

Das Jahr 2023 brachte bedeutende Fortschritte für die Photovoltaik-Branche und die Energiewende insgesamt. Die Energiepreiskrise des Vorjahres entspannte sich, und die Großhandelspreise für Strom und Gas sanken erheblich, was sich positiv auf die Energiekosten auswirkte. Der durchschnittliche Großhandelspreis für Strom lag bei 95,18 Euro pro MWh, während die Gaspreise auf Quartalsschnitte zwischen 33 bis 54 Euro pro MWh fielen.

Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland stieg 2023 auf 56,0 Prozent. Besonders hervorzuheben ist der starke Zubau der Photovoltaik-Anlagen. Im Jahr 2023 wurden neue PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 14.000 MW installiert, was das politische Ziel von 9.000 MW deutlich übertraf und den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2012 mit 7.600 MW weit überstieg. Über die Hälfte dieser neuen Anlagen entfiel auf Aufdachanlagen, was zeigt, dass sowohl Haushaltskunden als auch Gewerbebetriebe die Vorteile einer teilweisen Selbstversorgung erkannt haben. Auch die Windenergie an Land verzeichnete Zuwächse, allerdings nicht im selben Tempo wie die Photovoltaik. Es wurden 745 neue Windenergieanlagen mit insgesamt 3.567 MW Leistung errichtet.

Energiepolitisch profitierten die Erneuerbaren Energien von verbesserten Rahmenbedingungen durch das EEG 2023 sowie weiteren gesetzlichen Änderungen, die positive Impulse setzten. Trotz der Verschiebung des Solarpakets ins Jahr 2024 wurden zahlreiche Maßnahmen zur Förderung des Photovoltaik-Ausbaus begrüßt.

Insgesamt zeigt sich die Photovoltaik-Branche im Jahr 2023 stark und wachstumsorientiert, mit erheblichen Beiträgen zur Energiewende und zur Erreichung der Klimaziele.

2.2 Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Gesamtleistung

Die SL Rack GmbH konnte auch im Geschäftsjahr 2023 ihr dynamisches Wachstum fortsetzen. Die Gesamtleistung, bestehend aus Umsatzerlösen und der Bestandsveränderung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen, stieg im Berichtsjahr erheblich um +74,8 %, nachdem bereits im Vorjahr ein signifikanter Zuwachs von +262,2 % zu verzeichnen war.

Investitionen

Die stark ausgeweiteten Gesamtinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und insbesondere in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 8.746, nach TEUR 1.769 im Vorjahr und betrafen, einschließlich der Anlagen im Bau, im Wesentlichen Immobilieninvestitionen am Standort Aschau am Inn (TEUR 4.386). Daneben wurden erhebliche Investitionen, einschließlich geleisteter Anzahlungen, in Maschinen, technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung mit TEUR 4.089 (i. Vj. TEUR 1.755) vorgenommen.

Finanzierung

Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Auch für Investitionen für Immobilien bzw. Maschinen, technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden in der Vergangenheit, abgesehen von Investitionen im Fuhrparkbereich, keine langfristigen Bankdarlehen in Anspruch genommen. Zur Finanzierung unseres operativen Geschäftes nutzen wir, wie in Vorjahren, den Verkauf von Kundenforderungen im Wege des echten Factorings. Allgemeine Finanzierungsrisiken wie Zahlungsverzögerungen von Kunden oder Forderungsausfälle sind für unsere Gesellschaft derzeit nicht von Bedeutung. Künftige größere Immobilien-Investitionen werden durch die Aufnahme von langfristigen Bankdarlehen finanziert.

Personal

Der durchschnittliche Personalbestand ohne Auszubildende betrug im Geschäftsjahr 2023 124 (i. Vj. 64) Arbeitnehmer. Am Bilanzstichtag waren 126 (i. Vj. 80) Mitarbeiter beschäftigt.

Umwelt

Unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte setzt die SL Rack GmbH die Mittel ein, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Sämtliche Mitarbeiter werden sensibilisiert, die Ressourcen bewusst und sorgsam einzusetzen und - wo immer möglich - einzusparen.

2.3 Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 im Vorjahresvergleich um +74,8 %. Unter Einbeziehung der erneuten Bestandserhöhung an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen stieg die Gesamtleistung der Gesellschaft um +74,8 %.

Daher und infolge des nur spürbar unterproportional gestiegenen Materialaufwands (+62,7 %) verbesserte sich das Rohergebnis von TEUR 19.791 im Vorjahr um +TEUR 26.555 (+134,2 %) auf TEUR 46.346, wozu auch die um +5,9 % leicht gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge beitrugen.

Der Personalaufwand erhöhte sich, vor allem infolge der um rd. +99 % auf 127 gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl, einschließlich Auszubildender, von TEUR 3.305 um +TEUR 3.246 (+98,3 %) auf TEUR 6.551.

Infolge der signifikant ausgeweiteten Investitionen in das Anlagevermögen erhöhten sich die planmäßigen Abschreibungen erheblich um +TEUR 795 bzw. +166,9 % auf TEUR 1.272.

Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 12.319; i. Vj. TEUR 5.212) war ein deutlicher Anstieg um +TEUR 7.107 bzw. +136,4 % zu verzeichnen, was insbesondere auf stark erhöhten Vertriebsaufwendungen (+188,2 %) und Betriebskosten (+137,4 %) sowie auch auf spürbar geringer gestiegenen Verwaltungsaufwendungen (+68,4 %) beruht.

Das negative Zinsergebnis (-TEUR 365; i. Vj. -TEUR 245) verschlechterte sich, trotz deutlich höherer Zinserträge (TEUR 305; i. Vj. TEUR 4), aufgrund stärker gestiegener Zinsaufwendungen (TEUR 670; i. Vj. TEUR 249). Der Anstieg der Zinserträge beruht in erster Linie auf höheren Bankzinserträgen (TEUR 298; i. Vj. TEUR 0). Im Bereich der Zinsaufwendungen wirkten sich vor allem die erheblich erhöhten Factoring-Zinsen (TEUR 553; i. Vj. TEUR 194) und Leasing-Vorfinanzierungszinsen (TEUR 83; i. Vj. TEUR 37) ergebnisbelastend aus.

Bei nahezu unveränderten sonstigen Steuern (TEUR 2; i. Vj. TEUR 1) stieg das Ergebnis vor ertragsabhängigen Steuern von +TEUR 10.552 im Vorjahr um +TEUR 15.285 (+144,9 %) auf +TEUR 25.837 im Geschäftsjahr 2023.

Nach Berücksichtigung der entsprechend erhöhten ertragsabhängigen Steuern (TEUR 7.136; i. Vj. TEUR 3.009) ist ein signifikant verbesserter Jahresüberschuss von TEUR 18.701 zu verzeichnen, der um +147,9 % über dem des Vorjahres (TEUR 7.543) liegt.

Insgesamt kann die Ertragslage unserer Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 als sehr zufriedenstellend beurteilt werden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme unserer Gesellschaft erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um +TEUR 21.288 (+96,1 %) auf TEUR 43.435. Dabei erhöhten sich auf der Aktivseite insbesondere die flüssigen Mittel (+TEUR 11.661), das Anlagevermögen (+TEUR 7.477) und die Vorräte (+TEUR 2.204) während sich vor allem, die Kundenforderungen (-TEUR 528) verringerten.

Aufgrund der hohen Investitionen in das Anlagevermögen (TEUR 8.749; i. Vj. TEUR 1.769), die deutlich über den um +TEUR 795 auf TEUR 1.272 gestiegenen Abschreibungen lagen, hat sich das Anlagevermögen um +TEUR 7.477 (+369,4 %) erheblich erhöht.

Im Berichtsjahr wurden --abweichend zum Vorjahr-- die erhaltenen Kundenanzahlungen nicht mehr zum Teil offen von den Vorräten abgesetzt, sondern vollständig unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Von der Erhöhung der Vorräte um +TEUR 2.204 (+19,5 %) entfällt somit ein Teilbetrag von +TEUR 1.285 auf den geänderten Ausweis.

Trotz der erheblich ausgeweiteten Gesamtleistung (+74,8 %) verminderten sich die Kundenforderungen im Vorjahresvergleich um -TEUR 528 (-15,1 %) auf TEUR 2.974.

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1.706; i. Vj. TEUR 1.566) beruht, bei stark verringerten Forderungen gegen den Gesellschafter (TEUR 0; i. Vj. TEUR 618), im Wesentlichen auf die Ausreichung eines Darlehens (TEUR 1.000) an einen Geschäftspartner sowie auf erhöhte Steuerforderungen (TEUR 151; i. Vj. TEUR 41). Die gestiegenen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 477; i. Vj. TEUR 143) entfallen im Geschäftsjahr 2023 vor allem auf abgegrenzte Messekosten (TEUR 357; i. Vj. TEUR 45) sowie EDV-Lizenzkosten (TEUR 57; i. Vj. TEUR 59).

Auf der Passivseite erhöhte sich, infolge des erzielten Jahresüberschusses 2023 (TEUR 18.701), unter Berücksichtigung der vorgenommenen Vorabausschüttungen (TEUR 3.062) das Eigenkapital um +TEUR 15.639 (+194,2 %) auf TEUR 23.690. Infolge des absolut erheblich gestiegenen Eigenkapitals verbesserte sich die Eigenkapitalquote, trotz der deutlich gestiegenen Bilanzsumme, von 36,3 % im Vorjahr auf 54,5 % im Berichtsjahr.

Die Steuerrückstellungen (TEUR 9.629; i. Vj. TEUR 3.209) entfielen im Vorjahr auf Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2021 (TEUR 200) und des Geschäftsjahres 2022 (TEUR 3.009). Die Rückstellungen für 2021 wurden im Jahr 2023 in voller Höhe und für 2022 mit TEUR 159 zum Teil bestimmungsgemäß verbraucht. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden Rückstellungen für Ertragsteuern in Höhe von TEUR 6.779 dotiert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 167; i. Vj. TEUR 27) entfallen im Wesentlichen auf Finanzierungsdarlehen für Kraftfahrzeuge.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen (TEUR 3.958; i. Vj. TEUR 1.714) beruht, bei verminderten Rückstellungen für drohende Verluste (TEUR 0; i. Vj. TEUR 235), vor allem auf erhöhten Rückstellungen für Kundenboni (TEUR 2.800; i. Vj. TEUR 800) und für Gewährleistungsrisiken (TEUR 806; i. Vj. TEUR 369) sowie für Verpflichtungen im Personalbereich (TEUR 252; i. Vj. TEUR 188).

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erhöhten sich um +TEUR 931 (+50,3 %) auf TEUR 2.783 wozu auch der geänderte Ausweis beitrug. Im Bereich der Lieferantenverbindlichkeiten war ein moderater Zuwachs von +TEUR 84 (+4,1 %) zu verzeichnen.

Der erhebliche Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 1.050; i. Vj. TEUR 5.220) beruht, bei deutlich erhöhten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR 198; i. Vj. TEUR 51), vor allem auf verminderten Umsatzsteuerverbindlichkeiten (TEUR 234; i. Vj. TEUR 3.710) sowie auf einem getilgten sonstigen Darlehen (TEUR 0; i. Vj. TEUR 859).

Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023 wurde, insbesondere infolge des stark gestiegenen Jahresüberschusses und der erhöhten Rückstellungen sowie der gesunkenen Mittelbindung im Bereich der Kundenforderungen, ein erheblich verbesserter positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 24.679 erzielt.

Diese Mittel wurden mit TEUR 8.749 im Rahmen der Investitionstätigkeit, vor allem für Investitionen im Bereich des Sachanlagevermögens (TEUR 8.495) und im Finanzierungsbereich mit TEUR 4.269, insbesondere für Gewinnausschüttungen (TEUR 3.062) sowie mit TEUR 11.661 für die Aufstockung des Bestandes an flüssigen Mitteln verwendet.

3. Darstellung wesentlicher finanzieller und nicht finanzieller Indikatoren

Die SL Rack GmbH steuert das operative Geschäft durch finanzielle Kennzahlen. Umsatz- und Ergebnisentwicklung, operative Margen und Cashflow dienen als wesentliche Kennzahlen der Unternehmenssteuerung.

Auch für das nicht operative Geschäft sind Steuerungsgrößen definiert. Der Erfolg lässt sich hier an Kenngrößen wie z. B. dem Finanzergebnis ablesen.

Als wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator sind die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter zu beurteilen. Die Identifikation mit dem Unternehmen und das Engagement der Mitarbeiter für dessen Ziele leisten einen wesentlichen Beitrag für den Unternehmenserfolg.

Neben der finanziellen Anerkennung individueller Leistungen tragen auch Fortbildungsmaßnahmen und interne Aufstiegsperspektiven zur Forderung und Förderung der Mitarbeiterpotentiale bei.

4. Chancen und Risikobericht

Risikomanagement

Das Risikomanagement der SL Rack GmbH zielt auf die Erkennung, Ursachen-Wirkungs-Analysen, Bewertung sowie Steuerung der unternehmerischen Risiken ab, um nachhaltig den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Die Geschäftsleitung stimmt sich dabei fortlaufend mit den Führungskräften der Gesellschaft ab, was für einen stetigen Austausch und somit für eine Reflexion zu den Chancen und Risiken des Geschäfts sorgt.

Ein laufendes Liquiditätscontrolling und detailliertes Controlling auf Basis von quartalsweisen Berichten und Betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) helfen der Geschäftsführung, die Geschäftslage und darauf aufbauend die Ertrags- und Finanzrisiken frühzeitig zu erkennen und das Unternehmen zu steuern.

Gesetzliche Risiken und Chancen

Die Erneuerbare-Energien-Branche ist in hohem Maße von gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingen abhängig. Neben das EEG sind inzwischen eine Vielzahl weitere Gesetze getreten, die Auswirkungen auf die regenerative Energiewirtschaft haben. Die politische Zielsetzung des Klimaschutzes sorgt unter der aktuellen Regierung in Deutschland für eine Vielzahl neuer und überarbeiteter Gesetze. Die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen sehen eine deutliche Erhöhung der Ausbaugeschwindigkeit Erneuerbarer Energien vor, bestehende Hemmnisse insbesondere im Windenergiebereich wurden bereits angegangen, müssen aber noch deutlich stärker abgebaut werden.

Das Ausbauprogramm der Bundesregierung, das bei Windenergie innerhalb von acht Jahren annähernd eine Verdoppelung der installierten Leistung und bei Photovoltaik auf eine Verdreifachung abzielt, führt zu Chancen für neue Investitionen in diesem Bereich.

Dies führt aber auch zu einem enormen Wettbewerb um neue Projekte, um fachlich versierte Mitarbeitende und um günstige Finanzmittel, da der Markt der Erneuerbaren Energien als Zukunftsmarkt erkannt wurde und viele neue und finanzstarke Wettbewerber in den Markt drängen.

Operative Risiken und Chancen

Bedingt durch den politisch gewollten und zwingend gebotenen Ausbau der Erneuerbaren Energien und bedingt durch die Unsicherheit über nachfragegerecht verfügbare Leistung wird eine deutlich größere Leistung an Erzeugungskapazität errichtet, als bei konventionellen Kraftwerken erforderlich wäre. Denn auch im Winterhalbjahr bei nicht starken Winden muss die Energieversorgung sichergestellt sein. Während die Nachfrage in Deutschland bisher eine Leistung von 85 GW kaum jemals erreicht hat und die Kraftwerkskapazität darauf ausgerichtet wurde ist ein Zubau der Photovoltaik auf 210 GW und der Windenergie Onshore auf 110 GW vorgesehen. Verbunden mit anderen Energiequellen wird also in sehr vielen Stunden des Jahres damit zu rechnen sein, dass das Angebot die Nachfrage mehr als abdeckt - was zu sehr niedrigen oder negativen Strompreisen führen wird. Dies wird in der Gesetzgebung bereits in einem Stufenmodell je nach Inbetriebnahmedatum berücksichtigt, in Stunden mit negativen Strompreisen erhalten auch Erneuerbare-Energien-Anlagen keine Vergütung mehr. Inwieweit diese Situation durch ein Mehr an Nachfrage aufgrund von elektrischer Wärmeerzeugung und Mobilität und aufgrund von Flexibilisierung der Nachfrage ausgeglichen werden kann, bleibt abzuwarten. Ein erhebliches Risiko für Investoren in Photovoltaik-Anlagen und somit für unsere Kunden ist dieser Entwicklung inhärent und in den künftigen geschäftlichen Entscheidungen zu berücksichtigen. Ob und wie sich globale politische oder wirtschaftliche Entwicklungen auf die Entwicklung der Gesellschaft auswirken werden, ist derzeit schwer vorhersehbar. Einen Einfluss darauf hat die Gesellschaft nicht, es obliegt der Geschäftsführung, etwaige negative Entwicklungen schnell zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Strategische Risiken und Chancen

Zu schnelle Veränderungen in den regulatorischen Rahmenbedingungen und eine Beschleunigung des Konzentrationsprozesses in der Branche stellen die aus strategischer Sicht größten Risiken dar. Um diesen Herausforderungen und dem dadurch steigenden Wettbewerbsdruck zu begegnen ist eine interne Prozessoptimierung der weitere Ausbau eigener Fertigungskapazitäten erforderlich. Auch die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer innovativen Photovoltaik-Montagelösungen ist dafür unentbehrlich.

Gesamtaussage

Nach aktueller Einschätzung sind hinsichtlich der Risikolage im Vergleich zum Vorjahr keine grundlegenden Veränderungen eingetreten.

Zusammenfassend sieht die Geschäftsführung keine außergewöhnlichen oder gar bestandsgefährdenden Risiken, die aktuell und im Prognosezeitraum bis zum 31. Dezember 2024 den Bestand der SL Rack GmbH in Frage stellen würden. Die Geschäftsführung hält die vorhandenen Risiken aufgrund zu Teil starker Marktpreisveränderungen für herausfordernd, aber in Summe für beherrschbar

5. Prognosebericht

Künftige Branchenentwicklung

Die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien ist die zentrale Aufgabenstellung, um den Wohlstand der Bürger zu halten, die Industrialisierung Deutschlands zu sichern und dennoch den Ressourceneinsatz zu reduzieren und vor allem das Klima besser zu schützen. Zudem ist sehr deutlich erkennbar, dass die Reduktion von CO 2-Emissionen im Wärme- und Verkehrsbereich nur mit Hilfe eines Umstiegs auf regenerativ erzeugten Strom erfolgen kann. Nicht nur in Deutschland, auch in Europa und weltweit ist die Erkenntnis vorhanden, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien zentral für die Zukunft unseres Planeten und der Menschheit ist. Entsprechend werden an vielen Stellen Gesetze und Förderprogramme auf den Weg gebracht und die Wirtschaft stellt sich auf diese neue Herausforderung ein. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Menschen und Staaten, die an einem schnellen Umstieg auf die Erneuerbaren Energien nicht interessiert sind, das betrifft vor allem Förderländer fossiler Energieträger und Länder mit großem Anteil an nuklearer Stromproduktion, aber auch in Deutschland will ein großer Teil der Bevölkerung und einflussreiche Politiker und Unternehmen weiterhin bei den Wegen der Vergangenheit bleiben. Insofern wird die Entwicklung hin zu einer regenerativen Energiewirtschaft auch in Zukunft von vielen Wellen der Unterstützung und des Fortschritts, aber auch solchen der Behinderung und kurzfristig attraktiver anderer Wege gekennzeichnet sein.

Für den weiteren Ausbau Solarkraftwerke in Deutschland gibt es aufgrund der Vorgaben der aktuellen Regierung anspruchsvolle Zielsetzungen, deren Umsetzung aufgrund vieler Einflussfaktoren eine große Herausforderung darstellt. Unterstützung kommt auch aus der Europäischen Gemeinschaft, wo viele Einzelthemen dazu beitragen sollen, den angekündigten Green Deal zu realisieren und den Ausstoß von Klimagasen drastisch zu reduzieren.

So soll die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen bis 2030 auf 200 GWp mehr als verdreifacht werden. Nachfrageseitig ist somit ein enormes Potential zu erkennen. Auf der Angebotsseite wird der Markt aber behindert durch Fachkräftemangel, Lieferkettenengpässe mit langen Lieferzeiten, schleppende Genehmigungsverfahren, zu geringe Netzkapazitäten, steigende Herstellkosten von Anlagen und hohen Zinsen.

Voraussichtliche Unternehmensentwicklung

Im Geschäftsjahr 2024 werden wir die Immobilieninvestitionen am Standort Aschau am Inn abschließen und unsere Fertigungs- und Logistikkapazitäten weiter ausbauen.

Im vorstehend aufgezeigten Branchenumfeld und vor dem Hintergrund des dynamischen Wachstums im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 erwarten wir für 2024 eine um etwa 10 bis 15 % rückläufige Gesamtleistung.

Das erwartete deutlich positive Ergebnis wird sich dabei auf einem etwas verminderten Niveau im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 bewegen.

Durch die in den vergangenen Jahren erreichte hervorragende Marktstellung, die übersichtliche Unternehmensgröße und die gegebenen Besitzverhältnisse sowie nicht zuletzt durch die solide Kapitalstruktur verbunden mit einer hohen Liquidität, ist, trotz des zunehmenden Wettbewerbsdruckes, mit einer kontinuierlichen Entwicklung der Gesellschaft zu rechnen.

 

Haag i. OB, im Juli 2024

Die Geschäftsführung

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 ist am 30. August 2024 erfolgt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir als Ergebnis unserer Prüfung folgenden eingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SL Rack GmbH, Haag i. OB

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SL Rack GmbH --bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden-- geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SL Rack GmbH, Haag i. OB, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023.

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen, steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Wir wurden am 01. Dezember 2023 als gesetzlicher Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und Lageberichts der SL Rack GmbH bestellt und haben daher die Inventur zu Beginn des Jahres nicht beobachten können. Wir waren nicht in der Lage, uns durch alternative Prüfungshandlungen von den am 01. Januar 2023 gehaltenen Vorratsmengen in Höhe von TEUR 10.964 mit hinreichender Sicherheit zu überzeugen. Da die Vorräte zu Beginn der Periode in die Bestimmung der Ertragslage eingehen, können wir nicht ausschließen, dass Änderungen des in der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres ausgewiesenen Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstiger Sachverhalt

Der Jahresabschluss der SL Rack GmbH für das vorherige am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr war, aufgrund des im Vorjahr bestehenden Größenmerkmals einer kleinen Kapitalgesellschaft, zulässigerweise nicht geprüft. Ein Lagebericht wurde zulässigerweise nicht erstellt.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir die Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass zukünftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gilching, den 06. August 2024

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