Nordex Energy SE & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Naujeck seit 27.10.2020 | Prokura |
Florian Matthes seit 27.10.2020 | Prokura |
Michael Georg Franz Franke seit 20.2.2020 | Prokura |
Karsten Brüggemann seit 19.8.2019 | Prokura |
Hajo Franziskus Neugärtner seit 4.6.2018 | Prokura |
Christian Busdiecker seit 18.4.2018 | Prokura |
Christian Heinen seit 18.4.2018 | Prokura |
Ibrahim Oezarslan seit 18.4.2018 | Prokura |
Falk Dr. Mehdorn seit 18.1.2018 | Prokura |
Ralph Patrick Max Böttcher seit 13.10.2017 | Prokura |
Ilya Taka Dr. Hartmann seit 7.8.2017 | Prokura |
Christoph Peter Burkhard seit 20.10.2016 | Geschäftsführer |
José Luis Blanco Diéguez seit 20.10.2016 | Geschäftsführer |
Patxi Xabier Landa Esparza seit 20.10.2016 | Geschäftsführer |
Alexander Volkmar Rößler seit 11.6.2012 | Prokura |
Siegbert Pump seit 21.2.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Nordex SERostockKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018An unsere AktionäreBericht des AufsichtsratsDas vergangene Geschäftsjahr war - wie bereits 2017 -von hohem Wettbewerb und Preisdruck weltweit geprägt. Die Geschäftsentwicklung war dadurch wie erwartet belastet. Im Berichtsjahr waren allerdings auch erfreuliche Entwicklungen zu verzeichnen. In vielen Märkten weltweit etabliert sich die Windenergie als die kostengünstigste Form der Energiegewinnung. In Deutschland übernehmen erneuerbare Energien nach Erhebungen des Fraunhofer-Instituts einen immer größeren Teil der Stromversorgung, der im Berichtsjahr erstmals mehr als 40 Prozent betrug; eine für die Branche insgesamt erfreuliche und zukunftsweisende Entwicklung. Wichtig für die Nordex Group selbst war die positive Resonanz der Kunden auf die neu entwickelte Turbine Delta4000, die erste große Aufträge gewinnen konnte. Gleiches gilt für die AW140 Plattform. Insgesamt zahlt sich die globale Aufstellung der Nordex Group aus. Dadurch ist das Unternehmen unabhängiger von Entwicklungen in einzelnen Märkten und kann schwächere Phasen wie zum Beispiel in Deutschland durch andere Märkte besser kompensieren. Dabei entwickelte sich im Berichtsjahr der Auftragseingang mit 4,75 GW positiv und zum Jahresende zeichnete sich eine Stabilisierung der Preise ab. Der Aufsichtsrat der Nordex SE hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Berichtszeitraum wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens in Erfüllung seiner gesetzlichen Pflichten beraten und überwacht. Der Aufsichtsrat war dabei in sämtliche Entscheidungen, die eine grundlegende Bedeutung für das Unternehmen besaßen, unmittelbar eingebunden und stand mit dem Vorstand in einem kontinuierlichen Dialog. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden regelmäßig, zeitnah und umfassend durch schriftliche und mündliche Berichte über die Lage, die Entwicklung und alle wesentlichen Geschäftsvorgänge der Nordex SE und ihrer Beteiligungsgesellschaften unterrichtet. VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND VORSTANDDie Zusammensetzung des Aufsichtsrats ist im Berichtsjahr unverändert geblieben. AUSSCHÜSSEDie Ausschüsse des Aufsichtsrats der Nordex SE waren im Geschäftsjahr 2018 und sind nach wie vor wie folgt besetzt: Präsidium (Personal- und Nominierungsausschuss):Herr Dr. Ziebart (Vorsitz), Herr Klatten, Herr Muro-Lara Prüfungsausschuss (Audit Committee):Herr Rey (Vorsitz), Frau Hedegaard, Herr Muro-Lara Strategie- und Technikausschuss:Herr Klatten (Vorsitz), Herr Mateo, Herr Dr. Ziebart AUFSICHTSRATSSITZUNGEN UND INHALTEDer Aufsichtsrat kam im Laufe des Geschäftsjahres 2018 zu insgesamt vier Präsenzsitzungen sowie jeweils viermal im Prüfungsausschuss und im Strategie- und Technikausschuss zusammen. Eine Sitzung des Aufsichtsrats wurde als Telefonkonferenz durchgeführt. Das Präsidium kam im Berichtsjahr regelmäßig im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen. Die als Präsenzsitzungen abgehaltenen ordentlichen Aufsichtsratssitzungen fanden am 23. März 2018, am 4. Juni 2018, am 13. September 2018 und am 22. / 23. November 2018 statt. Die Telefonkonferenz wurde am 11. Januar 2018 durchgeführt. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2018 an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, der sie angehören, teilgenommen (Ziff. 5.4.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex). Neben der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses der Nordex SE für das Geschäftsjahr 2017 in der Bilanzfeststellungssitzung am 23. März 2018 sowie der Budget- und Konzernplanung für das Geschäftsjahr 2019 in der vierten ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 22. / 23. November 2018 gab es im Berichtsjahr insbesondere folgende Beratungsschwerpunkte: (i) in einer außerordentlichen Sitzung am 11. Januar 2018 die Beschlussfassung zur Platzierung einer fünfjährigen EUR-Anleihe; (ii) den Abschluss des Kostensenkungsprogramms "45-by-18" sowie die Maßnahmen des Unternehmens mit Blick auf die Informationssicherheit (Cyber Security); (iii) fortlaufend zu Vorstandsangelegenheiten, insbesondere die Vergütung und Zielfestlegung bzw. -erreichung der Vorstandsmitglieder; (iv) fortlaufend zu Quality, Health, Safety & Environment-Themen, insbesondere die Maßnahmen des Unternehmens zur Verbesserung der Arbeitersicherheit und die Berichterstattung zu den diesbezüglich gesetzten Zielen; sowie (v) fortlaufend zu Compliance Themen, Schlüsselprojekten und wichtigen Personaländerungen. Weitere Themen waren die Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung, die jeweiligen Berichte aus den Ausschüssen und in der ordentlichen Sitzung am 22./23. November 2018 die Beschlussfassung zur Abgabe der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. CORPORATE GOVERNANCEDes Weiteren wird an dieser Stelle gemäß Ziffer 5.5.2 und Ziffer 5.5.3 S. 1 des Deutschen Corporate Governance Kodex über potenzielle Interessenkonflikte berichtet. Die Aufsichtsratsmitglieder der Nordex SE sollen Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratungs- oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern der Nordex SE oder bei sonstigen Dritten entstehen können, dem Gesamtgremium offenlegen. Im Geschäftsjahr 2018 hat es keine Hinweise auf Interessenkonflikte gegeben. Der Aufsichtsrat folgt grundsätzlich den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017. Die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung wurde von Aufsichtsrat und Vorstand zuletzt am 23. November 2018 abgegeben (www.nordex-online.com/de/investor-relations/corporate-governance.html). Weitere Ausführungen zu diesem Thema finden sich im Corporate Governance-Bericht, der Teil der im Lagebericht abgedruckten Erklärung zur Unternehmensführung ist. JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS UND ABSCHLUSSPRÜFUNGDer Jahresabschluss der Nordex SE und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 sowie der zusammengefasste Lagebericht über die Lage der Nordex SE und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung am 5. Juni 2018 gewählten und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Im Prüfungsbericht zum Jahresabschluss wurde bestätigt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen zur Risikofrüherkennung getroffen hat und dass ein wirksames internes Kontrollsystem besteht. Über die gesetzliche Abschlussprüfung hinaus hat die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, im Auftrag des Aufsichtsrats eine inhaltliche Prüfung mit begrenzter Sicherheit ("limited assurance") des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts der Nordex SE und der Nordex Group vorgenommen und auf dieser Basis keine Einwendungen gegen die nichtfinanzielle Berichterstattung und die Erfüllung der daran gestellten gesetzlichen Anforderungen erhoben. Der Vermerk der PricewaterhouseCoopers GmbH über die inhaltliche Prüfung des nichtfinanziellen Konzernberichts ist im Nachhaltigkeitsbericht enthalten und einsehbar. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für die Nordex SE und den Konzern, der Bericht des Abschlussprüfers, der nichtfinanzielle Konzernbericht einschließlich des Vermerks der PricewaterhouseCoopers GmbH über die inhaltliche Prüfung des nichtfinanziellen Konzernberichts sowie der Entwurf des Berichts des Aufsichtsrats wurden sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern vor der bilanzfeststellenden Sitzung ausgehändigt. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben diese Unterlagen eingehend behandelt; der Prüfungsausschuss hat die Prüfung des Plenums vorbereitet und darüber in der bilanzfeststellenden Sitzung am 22. März 2019 in Gegenwart des Abschlussprüfers, der auch für Fragen zur Verfügung stand, an das Plenum berichtet. Nach intensiver Erörterung haben der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung durch den Prüfungsausschuss und seiner eigenen Prüfung stellte der Aufsichtsrat fest, dass Einwendungen nicht zu erheben waren, und billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 sowie den zusammengefassten Lagebericht. Damit ist der Jahresabschluss 2018 der Nordex SE festgestellt. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat haben sich ferner mit dem vom Vorstand erstellten, gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht (integriert in den Nachhaltigkeitsbericht) zum 31. Dezember 2018 befasst. Der Vorstand und die Vertreter der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erläuterten die Unterlagen in den Sitzungen eingehend und beantwortete ergänzende Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Der Aufsichtsrat hatte nach seiner Prüfung keine Einwendungen. DANK DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat der Nordex SE dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nordex Group weltweit, den Arbeitnehmervertretungen und den Vorstandsmitgliedern herzlich für die Anstrengungen im Geschäftsjahr 2018 und die erbrachten Leistungen.
Hamburg, im März 2019 Dr. Wolfgang Ziebart, Vorsitzender des Aufsichtsrats Zusammengefasster KonzernlageberichtDES NORDEX-KONZERNSund LageberichtDER NORDEX SEGRUNDLAGEN DES KONZERNS
GESCHÄFTSTÄTIGKEITGeschäftsmodellDie Nordex Group entwickelt und produziert effiziente, innovative Onshore-Windenergieanlagen, die weltweit vertrieben und installiert werden. Ein Netz von Servicestandorten in allen für das Unternehmen wichtigen Märkten gewährleistet die umfassende Betreuung der Windturbinen über die gesamte Nutzungsdauer. Die von der Nordex Group erbrachten Leistungen für ein Projekt reichen von der ausschließlichen Lieferung der Windenergieanlage bis hin zur schlüsselfertigen Errichtung des gesamten Windparks (Turnkey-Verträge). In ausgewählten Märkten, insbesondere Frankreich, ist die Nordex Group auch als Projektentwickler für Windparks tätig. 1985 gegründet, verfügt Nordex über mehr als 30 Jahre Branchenerfahrung. Regelmäßig prägen Produkte des Unternehmens die technologische Entwicklung der Windenergieindustrie. Insgesamt hat die Gruppe bereits in über 40 Ländern Turbinen mit einer Nennleistung von zusammen über 25 GW installiert. Zum Jahresende 2018 betreute die Serviceorganisation der Nordex Group weltweit über 7.500 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von zusammen 18,5 GW im Rahmen von meist langjährigen Wartungsverträgen. Das Produktportfolio umfasst aktuell Windenergieanlagen für Stark-, Mittel- und Schwachwindstandorte im Leistungsbereich bis 4,8 MW und mit Rotordurchmessern bis 149 Metern. Mit der neuen Delta4000-Serie ist das Unternehmen einer der ersten Anbieter von 4-MW-Onshore-Windenergieanlagen. Die Nordex Group entwickelt das Gesamtsystem Windenergieanlage und konzentriert sich bei der Fertigung auf die Montage von Maschinenhaus und Nabe sowie produziert wichtige Komponenten, insbesondere einen Teil der Rotorblätter. Eigene Produktionsstätten werden in Deutschland, Spanien, Brasilien und Indien betrieben. Eine effiziente Zuliefererstruktur und Logistikkette bilden im Zusammenspiel mit den eigenen Werken die Grundlage, um in allen Zielmärkten wettbewerbsfähige Windenergieanlagen anbieten zu können. Dieses System entwickelt die Nordex Group kontinuierlich weiter und passt es flexibel auf sich wandelnde Märkte an. In technischer Hinsicht fokussiert die Nordex Group das Ziel, Windturbinen für Onshore-Standorte zu entwickeln, die es den Betreibern erlauben, in den jeweiligen Einsatzgebieten zu möglichst geringen Stromgestehungskosten (Cost of Energy, COE) umweltfreundlichen Strom zu produzieren (weitergehende Informationen finden sich im Abschnitt "Unternehmensstrategie"). Die Nordex Group pflegt trotz globaler Aufstellung eine mittelständisch geprägte Unternehmenskultur, die mit einer sehr ausgeprägten Kundenorientierung einhergeht. Mit der Konzentration auf das Onshore-Segment, also Windenergie an Land, bedient das Unternehmen einerseits über 90 % des Weltmarkts für Windenergie außerhalb Chinas und vermeidet andererseits hohe Investitionen in die deutlich abweichende Offshore-Technologie und die damit verbundenen Risiken. Abgesehen von China, das stark durch lokale Anbieter geprägt ist, ist die Nordex Group in allen bedeutenden Windmärkten weltweit aktiv. Diese starke globale Präsenz wurde 2016 mit der Einbeziehung des spanischen Herstellers Acciona Windpower in die Unternehmensgruppe weiter ausgebaut. Seitdem wurden die Aktivitäten außerhalb Europas wesentlich verstärkt, sodass die Nordex Group im Jahr 2018 bereits 43 % des Umsatzes außerhalb Europas erzielte. Umsatzverteilung regional 2018in %
Rechtliche und organisatorische StrukturDie Nordex SE ist eine börsennotierte Europäische Aktiengesellschaft. Die Aktien sind im geregelten Handel der Börse Frankfurt, Segment Prime Standard, zugelassen und im TecDAX(r) und SDax(r) notiert. Zusammen mit ihren in- und ausländischen Tochtergesellschaften bildet sie als Konzern die Nordex Group. Gremien der Gesellschaft sind der Vorstand (drei Personen) und der Aufsichtsrat (sechs Personen). Die Nordex SE hat ihren rechtlichen Sitz in Rostock, die Hauptverwaltung befindet sich in Hamburg. Organisationsstruktur der Nordex Group
Der Vorstand führt den Konzern über die Nordex SE als strategische Management-Holding. Zusätzliche administrative Servicefunktionen in den Bereichen Accounting & Controlling, Finanzen, IT, Investor Relations, Kommunikation, Personal, Recht und Steuern werden ebenfalls von der Nordex SE übernommen. Die Organisation des operativen Geschäfts der Nordex Group erfolgt über die zwei Divisionen International und Europa. Dem Vorstandsvorsitzenden (CEO) sind die Divisionen unterstellt und darüber hinaus auch Stabsfunktionen zugeordnet. Dem Vertriebsvorstand (CSO) sind alle kundennahen Funktionen zugeordnet, ebenso der Bereich Projektentwicklung. Der Finanzvorstand (CFO) ist für Accounting & Controlling, Finanzen, IT, Investor Relations, Kommunikation, Recht sowie Steuern verantwortlich. Den Divisionen sind die jeweiligen rechtlich selbstständigen Ländergesellschaften unterstellt. Diese sind insbesondere für die kundenbezogenen Aufgaben, den Vertrieb, das Projektmanagement, den Service und in bestimmten Märkten auch für die Projektentwicklung zuständig. Wesentliche konsolidierte Gesellschaften mit ihren jeweiligen Tochtergesellschaften sind die Nordex Energy GmbH und die Nordex Energy Spain, S.A. (vormals Acciona Windpower S.A.). Rechtliche Unternehmensstruktur der Nordex Group (vereinfachte Darstellung)
Der Konzern steuert seine Aktivitäten über die Segmente "Projekte" und "Service" (siehe hierzu auch die Erläuterungen im Abschnitt "Segmententwicklung"). Unter "Projekte" sind sämtliche Aktivitäten im Zusammenhang mit der Entwicklung, Produktion, Errichtung und Inbetriebnahme der Windenergieanlagen zusammengefasst, darüber hinaus auch das Projektentwicklungsgeschäft. Auf das Segment "Service" entfallen die Dienstleistungen und Produkte für bestehende Anlagen nach der Übergabe an den Kunden, d. h. insbesondere technische Dienstleistungen wie die Wartung und die Fernüberwachung von Windparks sowie die Reparatur und technische Weiterentwicklung von Bestandsanlagen. Umsatz nach Segmenten 2018in %, vor Konsolidierung
Absatzmärkte und WettbewerbVor allem Maßnahmen gegen den Klimawandel mit dem Ziel der CO 2-Reduktion waren und sind ein wesentlicher Treiber für die Nutzung regenerativer Energien und damit auch für das langfristige, anhaltende Wachstum der Windenergienutzung. Windstrom setzt sich zudem aufgrund der vor allem an windstarken Standorten sehr niedrigen Stromgestehungskosten auch im ökonomischen Wettbewerb zunehmend gegen konventionelle Erzeugungskapazitäten durch. Das Wachstum der Windenergiebranche speist sich überwiegend aus dem Neubau von Windenergieanlagen bzw. -parks. Daneben werden bestehende, alte Anlagen, die ihren Lebenszyklus durchlaufen haben, durch moderne, effizientere Produkte ersetzt. Dieses sogenannte Repowering spielt bei Onshore-Anlagen bereits eine wichtige Rolle und wird weiter an Bedeutung gewinnen, da ausgehend von den Pionierländern der Windenergie in Mittel- und Nordeuropa immer mehr Windparks ersetzt und auf den neusten Stand gebracht werden. Die Nordex Group hat bereits Windenergieanlagen in über 40 Ländern installiert und sieht sich auf den international attraktivsten Windmärkten gut aufgestellt. Sie verfügt in allen Kernmärkten über eigene Vertriebs- und Serviceorganisationen. Diese Länder befinden sich überwiegend in Europa und Nord- und Südamerika. Darüber hinaus zählen attraktive Märkte wie Indien, Australien und Südafrika dazu. Chancen in neuen, bisher noch nicht von der Nordex Group bedienten Märkten werden kontinuierlich durch die zentrale Vertriebsorganisation eruiert. So erfolgte vor Kurzem der Markteintritt in der Ukraine. Märkte der Nordex Group
Auf der Anbieterseite ist es insbesondere in den für die Nordex Group bedeutenden Märkten in den vergangenen Jahren zu einer Konsolidierung unter den Herstellern von Windenergieanlagen gekommen. Neben global aktiven Großunternehmen, die sowohl den Onshore- als auch den Offshore-Bereich abdecken, sind in den Zielmärkten allerdings weiterhin auch mittelgroße und eher lokal tätige Unternehmen aktiv. Zu den im Gesamtmarkt (ohne China) bedeutenden Wettbewerbern zählen insbesondere Vestas, Siemens Gamesa, General Electric und Enercon. Die Nordex Group ist dabei gemäß dem Ranking von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) im Jahr 2018 erneut der weltweit fünftgrößte Hersteller außerhalb Chinas. Entscheidend für den Markterfolg sind vor allem die Wirtschaftlichkeit der Windenergieanlagen, die sich an den COE misst, eine intelligente Produktstrategie und feste Kundenbeziehungen. Die Grundlage dafür schaffen eine hohe technische Kompetenz und Qualität, effiziente Produktionsstrukturen und -prozesse, eine wettbewerbsfähige Lieferkette sowie gute Serviceleistungen. Die Nordex Group setzt den klaren Fokus auf effiziente Technologie, geringe Produktionskosten und stetige Innovationen zur Senkung der COE (weitergehende Informationen finden sich in den Abschnitten "Forschung und Entwicklung" sowie "Unternehmensstrategie"). In ihrem strategisch definierten Markt (Onshore, weltweit ohne China) erreicht die Nordex Group gemessen an den Installationen 2018 einen Marktanteil von rund 10 % (eigene Berechnung auf Basis von GWEC-Daten). Dabei erzielt das Unternehmen in den Kernmärkten, in denen es kontinuierlich Windenergieanlagen installiert, mit wenigen Ausnahmen zweistellige Marktanteile. In den bedeutenden Märkten Deutschland und Frankreich erreicht Nordex regelmäßig mehr als 10 % der Neuinstallationen. In einigen Ländern liegt der Marktanteil bei 30 %. Standorte, Produkte und DienstleistungenDas Produktprogramm der Nordex Group bietet den Kunden weltweit für jede Windstärke und jede Klimazone die technisch und wirtschaftlich passenden Onshore-Windenergieanlagen der Multi-Megawatt-Klasse. Mit seinem Produktspektrum ist der Konzern in der Lage, Lösungen sowohl für Märkte mit begrenzter Netzverfügbarkeit wie etwa Lateinamerika als auch für Märkte mit begrenzter Landverfügbarkeit wie etwa Mitteleuropa bereitzustellen. Den Kunden wird ein umfangreiches Projektmanagement angeboten, das die Errichtung der Anlage bzw. des Windparks bis hin zu schlüsselfertigen Lösungen (Turnkey-Projekte) beinhalten kann. Die Dienstleistungen umfassen die gesamte Betreuung der Anlage und beinhalten etwa die Fernüberwachung, die regelmäßige Wartung und individuelle oder standardisierte Modernisierungen von Windenergieanlagen. In ausgewählten Märkten ist die Nordex Group auch in der vorgelagerten Projektentwicklung tätig. Zur Vertriebsunterstützung berät der Finanzbereich der Nordex Group Kunden bei der Projektfinanzierung über nationale und internationale Geschäftsbanken. Somit ist das Unternehmen als integrierter Komplettanbieter aufgestellt. In der Hauptverwaltung der Nordex Group in Hamburg sind neben den Zentralfunktionen auch Teile der Entwicklung, des Einkaufs, des Projektmanagements, des Service-Bereichs und des Deutschland-Vertriebs angesiedelt. Am Standort Rostock werden Maschinenhäuser und Rotorblätter entwickelt und produziert. In Spanien befinden sich zwei Werke für die Montage von Maschinenhäusern (Barásoain, La Vall d'Uixó) sowie eines für die Produktion von Rotorblättern (Lumbier). Darüber hinaus werden in Brasilien (Simões Filho) und Indien (Chennai) Maschinenhäuser gefertigt. Sowohl in Indien (Chennai) als auch in Mexiko (Matamoros) werden derzeit Produktionsstätten für Rotorblätter errichtet, die sowohl die lokale Nachfrage bedienen sollen als auch exportieren werden. Gemeinsam mit einem lokalen Unternehmen baut die Nordex Group zudem derzeit eine Montagelinie für Windturbinen in Argentinien auf, um die Positionierung in diesem Wachstumsmarkt weiter zu verbessern. Ein zurzeit inaktives Montagewerk befindet sich zudem in den USA (West Branch). Eine eigene mobile Produktionsstätte für Betontürme wurde 2018 im Norden Brasiliens (Piauí) eingerichtet. Darüber hinaus fertigen Subunternehmer in weiteren Ländern Betontürme. Nordex-Windenergieanlage (Beispiel: N149/4.0-4.5)
Die Anlagen der Gamma- und Delta-Plattform (Delta3000 und Delta4000) sind auf Anforderungen in Märkten mit eingeschränkter Landverfügbarkeit abgestimmt. Sie bieten in ihrer jeweiligen Konfiguration hohe Effizienz bei niedrigen, mittleren und hohen Windgeschwindigkeiten und stellen die Genehmigungsfähigkeit auch in dicht besiedelter Umgebung sicher. Die Schallleistungspegel der Windenergieanlagen erzielen häufig Spitzenwerte in ihrer Klasse. Je nach Kundenanforderung bietet der Hersteller darüber hinaus auch das Nordex-eigene Enteisungssystem oder eine bedarfsgerechte Flugbefeuerung an. Zunehmend werden diese Plattformen auch in Repowering-Projekten eingesetzt. Mit der Delta4000-Serie, die im September 2017 vorgestellt wurde, ist die Nordex Group einer der ersten Anbieter von hocheffizienten Windenergieanlagen der 4-MW-Klasse. Der erste Prototyp der für Schwachwindgebiete ausgelegten Version N149/4.0-4.5 wurde im Herbst 2018 errichtet. Im Geschäftsjahr 2018 wurden bereits feste Aufträge für über 150 Turbinen dieses Typs verzeichnet. Im April 2018 stellte Nordex darüber hinaus die N133/4.8 als leistungsstarke Turbine im Starkwindsegment vor. Die AW3000-Plattform bietet zuverlässige, effiziente Anlagen, die für Märkte mit eingeschränkter Netzverfügbarkeit optimiert sind. Die Anlagen bewähren sich seit vielen Jahren in zahlreichen Großprojekten internationaler Energieunternehmen. Die auf mittlere Windstärken ausgelegte AW132/3000 gehört dabei zu den Windkraftanlagen mit den niedrigsten Stromgestehungskosten in ihrem Segment. Die neueste Version der AW3000, die im Oktober 2017 vorgestellte 140-Meter-Rotor-Variante AW140/3000, wurde 2018 erstmals für ein 300-MW-Projekt in Indien bestellt. Der Prototyp dieser Anlage wurde im August 2018 in Spanien errichtet. Die Nordex Group entwickelt und testet die Rotorblätter ihrer Windenergieanlagen, lässt sie zertifizieren und fertigt sie zum Teil in ihren eigenen Werken selbst bzw. lässt sie nach ihren Vorgaben bei Partnern herstellen. Die Rotorblätter zeichnen sich durch besonders geringe Schallemissionen für das gesamte Anlagenportfolio aus. Um in den globalen Windmärkten eine optimale Energieausbeute zu erzielen, bietet Nordex für seine Produktplattformen unterschiedliche Turmvarianten als Stahlrohrtürme, Hybridtürme aus Stahl und Beton oder Betontürme mit Nabenhöhen von bis zu 164 Metern an. Nordex Group-Produktübersicht
IEC 1 = Starkwind;
Die Anlagenbezeichnungen geben vor dem Schrägstrich den Rotordurchmesser in Metern sowie danach die Nennleistung in Kilowatt bzw. bei der Delta4000 in Megawatt an. Ein Großteil der in den Windenergieanlagen eingesetzten Komponenten wie Getriebe, Generatoren und Umrichter werden von häufig langjährigen Entwicklungspartnern zugeliefert. Die Nordex Group verfolgt dabei das Konzept der Systemintegration und bindet die Kompetenz ihrer Lieferanten frühzeitig in die internen Prozesse ein, insbesondere im Rahmen der Produktentwicklung. Um eine effiziente Produktion zu gewährleisten, setzt die Nordex Group in einzelnen Werken auf eine Linienfertigung bei der Turbinenmontage bzw. auf eine Teilautomatisierung in der Rotorblattproduktion sowie auf eine immer weitergehende Standardisierung ihrer Produkte im Sinne einer Gleichteile-Strategie. Neben leistungsstarken Windenergieanlagen bietet die Nordex Group den Service für diese Anlagen an. Weltweit werden dazu rund 280 Serviceniederlassungen betrieben. Über dieses Netz von Standorten werden die Dienstleistungen direkt in den installierten und an den Kunden übergebenen Windparks erbracht. Die entsprechenden Dienstleistungsverträge sichern und optimieren die Stromproduktionserträge der Nordex-Kunden durch die Maximierung der Verfügbarkeiten. Der Nordex-Service bietet den Kunden ein breites Spektrum an Dienstleistungen an. Dieses umfasst Komplettlösungen von der 24-Stunden-Fernüberwachung über präventive Wartungen und Kundentrainings bis hin zu vollständigen Modernisierungen von Windenergieanlagen. Die Nordex Group bietet standardisierte Vertragstypen mit unterschiedlichen Leistungsumfängen an, die Kunden für Laufzeiten von in der Regel bis zu 20 Jahren abschließen. Die Kunden können Serviceverträge aus drei Kategorien wählen: Der "Premium"-Vertrag deckt Wartungen und Instandsetzung, die Fernüberwachung und eine Verfügbarkeitsgewährleistung ab. Der "Premium Plus"-Vertrag erweitert die Leistungen des "Premium"-Vertrags um eine produktionsbasierte Verfügbarkeitsgewährleistung. Im "Premium Light"-Vertrag sind die Instandsetzung bestimmter Großkomponenten der Windenergieanlagen und die Versorgung mit Ersatzteilen separat zu vergüten. Kunden und WertschöpfungsketteDie Nordex Group verfügt über ein breites Kundenspektrum. Dieses erstreckt sich von großen und mittelgroßen meist international tätigen Energieversorgungsunternehmen und unabhängigen Stromproduzenten (Independent Power Producer, IPP) bis hin zu mittelständischen Projektentwicklern, Stadtwerken und Bürgerwindparks oder Energiegenossenschaften. Außerdem zählen vermehrt industrielle Eigenerzeuger und Finanzinvestoren wie Versicherungen und Pensionskassen zu den Kunden. Bezogen auf den Auftragseingang 2018 machen die zehn größten Einzelkunden gut 60 % des Auftragsvolumens aus. Zu ihnen gehören einige der weltweit größten Betreiber und Entwickler im Bereich der erneuerbaren Energien, deren globale Bedeutung in den letzten Jahren zugenommen hat. Alle Schlüssel- bzw. Großkunden werden durch ein Key Account Management betreut, um eine enge Kooperation zu gewährleisten und die erfolgreiche Abwicklung der globalen Projekte sicherzustellen. Das weitere Auftragsvolumen verteilt sich auf zahlreiche der zuvor genannten verschieden Kundengruppen und verdeutlicht die globale Aufstellung der Nordex Group. Die Wertschöpfungskette beginnt mit der Produktentwicklung (weitere Informationen dazu im Abschnitt "Forschung und Entwicklung"), die neue, wettbewerbsfähige Produkte schafft bzw. bestehende weiterentwickelt sowie die Stromgestehungskosten kontinuierlich senkt. Der Vertrieb stellt dabei die Verbindung zum Kunden sicher. Neue Windparkprojekte werden weltweit fast ausschließlich über Auktionsverfahren ausgeschrieben. Folglich haben die Windparkprojekte mit den geringsten Stromgestehungskosten und in der Folge den niedrigsten angebotenen Stromvergütungen die besten Chancen für eine erfolgreiche Auftragsvergabe. Die Nordex Group unterstützt ihre Kunden frühzeitig im Vorfeld der Auktionen, um individuelle Lösungen zu erarbeiten und den Kunden eine erfolgreiche Projektvergabe zu sichern. Nach erfolgreicher Auftragsvergabe folgt die eigene Produktion, deren Kern in der Montage der Maschinenhäuser und Naben sowie der Fertigung eines Teils der Rotorblätter liegt. Der verbleibende größere Teil wird nach Nordex-Design und -Vorgaben bei unabhängigen Blattproduzenten hergestellt. Vor allem bei Großprojekten in Schwellenländern produziert die Nordex Group in mobilen Fertigungsstätten Betontürme. Logistisch vorteilhaft gewährleistet dieses System qualitativ hochwertige, kostengünstige Türme und ermöglicht lokale Wertschöpfung und Beschäftigung. Die meisten Anlagenkomponenten, insbesondere Getriebe, Umrichter und Generatoren, werden zugeliefert und über ein weltweites Beschaffungsnetzwerk eingekauft. Die Errichtung eines Windparks dauert, abhängig von seiner Größe, dem spezifischen Standort und einer Vielzahl weiterer Faktoren, üblicherweise etwa neun bis zwölf Monate. Die Koordination sämtlicher Aktivitäten von der Errichtung bis hin zur (schlüsselfertigen) Übergabe und Inbetriebnahme der Windenergieanlage ist nach der Produktion der nächste Schritt in der Wertschöpfungskette. Die Nordex Group stellt dabei das erforderliche Projektmanagement sicher. Die Nordex Group erhält, wie im Anlagenbau wegen der langen Zeitspanne vom Zuschlag für den Auftrag bis zur Übergabe der Anlage an den Kunden üblich, bei Auftragsvergabe eine Anzahlung. Die weiteren Zahlungsströme richten sich im Wesentlichen nach Meilensteinen bei der Errichtung der Windenergieanlage. Der letzte Schritt in der Wertschöpfungskette ist der Service für die installierten Windenergieanlagen. Der Konzern stellt hier umfassende technische Betreuungsdienstleistungen für den laufenden Betrieb der Anlagen zur Verfügung. Die Service-Verträge werden meist über viele Jahre abgeschlossen und stellen somit ein wichtiges Element zur Kundenbindung dar. Im Vergleich zu dem eher schwankungsanfälligen Projektgeschäft zeichnet sich dieser Bereich durch Stabilität und kontinuierliche Zahlungsströme aus. Flankiert wird die Wertschöpfung in ausgewählten Märkten, aktuell vor allem in Frankreich, durch die vorgelagerte Projektentwicklung. Hier entwickelt Nordex ein eigenes Portfolio an Windparkprojekten, teilweise von der ersten Entwicklungsstufe an ("Greenfield-Development"). Die Projekte werden an Kunden bzw. Investoren weiterverkauft. Zurzeit umfasst die Projektentwicklungspipeline ein Volumen von über 2 GW. Die ausschließlich mit eigenen Turbinen umgesetzten Projekte sichern damit einen weiteren Absatzkanal. Die Wertschöpfungskette der Nordex Group3 WEGE ZUM ZIEL1 VERTRIEB UND PRODUKTIONDas Nordex-Herzstück - Kernkompetenzen im HausAuf Basis der Produktentwicklung folgen Vertrieb und Produktion. Kern der eigenen Fertigung ist die Montage der Maschinenhäuser und Naben sowie die Produktion eines Großteils der Rotorblätter. 2 ZULIEFERLOGISTIKAusgefeiltes Konzept der SystemintegrationEinen Großteil der WEA-Komponenten (Getriebe, Generatoren, Umrichter) liefern Entwicklungspartner zu. Unabhängige Blattproduzenten liefern zusätzliche, nach Nordex-Vorgaben hergestellte Rotorblätter. 3 WARTUNG UND PROJEKTMANAGEMENTUmfassende Dienstleistungen für die KundenNordex steuert und begleitet das gesamte Projekt von der Planung über die Errichtung bis hin zur Inbetriebnahme und bietet umfangreichen Service für die installierten WEA im laufenden Betrieb. Eine detaillierte Darstellung mit zusammenfassenden Erläuterungen zur Nordex-Wertschöpfungskette findet sich auf Seite 02 in diesem Geschäftsbericht. UNTERNEHMENSSTRATEGIE UND STEUERUNGVision und MissionDas zentrale Ziel der Nordex Group ist, die Position als einer der führenden globalen Hersteller von Windenergieanlagen zu festigen und auszubauen. Die Nordex Group ist einer der Pioniere der Branche und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung bei der Entwicklung, Produktion, Errichtung und Wartung von Windenergieanlagen. Insbesondere durch den Zusammenschluss mit Acciona Windpower (AWP) wurde die Nordex Group zu einem Anbieter mit breiter internationaler Marktpräsenz. Derzeit liegt die Nordex Group gemäß dem Brancheninformationsdienst BNEF weltweit auf Platz fünf (ohne China). Durch stetige technologische Innovationen wird Nordex die Entwicklung der Windenergie auch künftig weiter mit vorantreiben und gestalten. Unter Wahrung ihrer mittelständisch geprägten Unternehmenskultur und Ausnutzung ihrer Flexibilität will die Nordex Group die Chancen aus der globalen Aufstellung des Konzerns nutzen, um ihre Marktpräsenz weiter zu stärken und als innovativer Anbieter von Onshore-Windenergieanlagen profitabel zu wachsen. Die Nordex Group fokussiert sich konsequent auf das Segment Onshore-Wind. Zentral sind dabei die Ausrichtung auf alle bedeutenden Volumen- und Wachstumsmärkte (ohne China), enge Kundenbindung und insbesondere die umfassenden Maßnahmen zur nachhaltigen Senkung der Stromgestehungskosten (Cost of Energy, COE). Die Nordex Group bedient mit ihren Produkten und Dienstleistungen den Markt der nachhaltigen Stromerzeugung und bekennt sich zur unternehmerischen Verantwortung für eine nachhaltige Steuerung und Entwicklung des Konzerns. UnternehmensstrategieUm die Hauptziele der Nordex Group, die Position als ein global führender Hersteller von Windenergieanlagen zu festigen und auszubauen sowie profitabel zu wachsen, hat die Gesellschaft folgende strategische Ziele und Maßnahmen definiert: Stärkung der globalen Marktpräsenz in bestehenden MärktenDie Nordex Group ist bereits in etwa 90 % der globalen Märkte für Onshore-Windenergieanlagen außerhalb Chinas vertreten. Damit wurde in den vergangenen Jahren eines der strategischen Hauptziele realisiert: sich als globaler Anbieter mit breiter Marktpräsenz zu etablieren. Ziel der Nordex Group ist es daher nunmehr, ihre weltweite Präsenz zum weiteren Ausbau des Geschäfts zu nutzen. Ein zentraler Hebel, um die starke globale Präsenz zum profitablen Wachstum des Geschäfts zu nutzen, sind strategische Partnerschaften mit weltweit agierenden Kunden, vor allem in Wachstumsmärkten. Diese Großkunden präferieren die Zusammenarbeit mit entsprechend weltweit positionierten Anlagenherstellern. Um das Geschäft mit diesen Kunden weiter zu stärken, baut die Nordex Group ihr Key Account Management aus. Für diese Kunden ist es von Vorteil, dass die Nordex Group sie in allen ihren regionalen Märkten kompetent unterstützen kann. Zudem profitieren sie von Skaleneffekten und niedrigen Stromgestehungskosten. Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor in diesem Zusammenhang ist die enge und offene Zusammenarbeit mit Kunden bereits bei Auktionen. Diese spielen international bei der Vergabe von Windprojekten mittlerweile eine zentrale Rolle. Bei diesen Verfahren ist es elementar wichtig, das Angebot mit den niedrigsten COE und dem besten Service abgeben zu können. Daher strebt die Nordex Group schon frühzeitig im Auktionsprozess eine offene, partnerschaftliche und integrierte Zusammenarbeit mit ihren Kunden an. So dient ein intensiver und frühzeitiger Wissensaustausch dazu, möglichst niedrige Stromgestehungskosten zu generieren. Ferner trägt auch das Angebot von optimalen Servicelösungen zur Senkung der COE bei und sichert gleichzeitig die Kundenbeziehung über die gesamte Laufzeit des jeweiligen Projekts. Die Nordex Group zeichnet sich mit ihrer mittelständisch geprägten Unternehmenskultur durch eine besonders offene, konstruktive und enge Zusammenarbeit mit ihren Kunden aus. Ein weiterer Eckpfeiler zur Stärkung des Geschäfts ist die eigene Projektentwicklungstätigkeit. Mit dieser Kompetenz verfügt die Nordex Group über einen zusätzlichen Vertriebskanal in ausgewählten Märkten. Die Nordex Group entwickelt Projekte über alle Entwicklungsphasen hinweg und ist bestrebt, das insbesondere in Frankreich etablierte Projektentwicklungsportfolio zur weiteren Steigerung des Absatzes von Windenergieanlagen auch in anderen Ländern zu nutzen. Weiterentwicklung eines COE-optimierten ProduktportfoliosDie Nordex Group hat das Ziel, ihre Kunden weltweit mit passenden COE-optimierten Produkten bedienen zu können. Einen großen Schritt in Richtung der Erreichung dieses Ziels hat Nordex mit der Markteinführung der neuen N149/4.0-4.5 aus der Delta4000-Serie erreicht. Die neue Anlage wurde von dem Fachmedium "Windpower Monthly" als Turbine des Jahres 2018 ("Turbine of the Year") in ihrem Segment (Onshore-Turbinen ab 3 MW) ausgezeichnet. Die Hauptgründe für die Auszeichnung waren zahlreiche innovative Features, die eine optimale Anpassung der Anlage auf den Standort erlauben, sowie die niedrigen Stromgestehungskosten. Die Stromgestehungskosten (COE) sind das wichtigste Entscheidungskriterium seitens der Kunden bei der Auswahl einer Windenergieanlage. Die kontinuierliche Senkung der COE und die Fähigkeit, den Kunden eine COE-optimale Windenergielösung anbieten zu können, ist daher eines der wichtigsten strategischen Ziele des Unternehmens. Im Berichtsjahr konnte die Nordex Group ihre COE um rund 10 % senken. Nordex hat sich als Ziel gesetzt, die COE auch zukünftig im hohen einstelligen Prozentbereich pro Jahr zu reduzieren. Dabei stellen zusätzliche technische Verbesserungen im Produktportfolio der Nordex Group einen wesentlichen Treiber für die weitere Senkung der Stromgestehungskosten dar. Nordex wird deshalb auch in Zukunft konsequent und effizient in Forschung und Entwicklung investieren. Die Nordex Group ist aufgrund ihrer jahrzehntelangen Erfahrung, ihrer tiefen technischen und kundenorientierten Expertise sowie der stetigen Entwicklung neuer Produkte in der Lage, ihr bestehendes Produktportfolio zu verbessern. Beleg dafür sind die Anlagentypen N149/4.0-4.5 und AW140/3000. Auf dieser Basis werden in den kommenden Jahren weitere Verbesserungen des Produktportfolios entwickelt und auf den Markt gebracht. Weiterhin stärkt Nordex seine Kernkompetenzen im Bereich Blattdesign und innovative Turmlösungen (z. B. Betontürme), um sich vom Wettbewerb abzuheben. Darüber hinaus forscht Nordex derzeit in neuen Wachstumsfeldern wie der verbesserten Netzintegration und Batteriespeichersysteme. Optimierung der Lieferkette zur kontinuierlichen Senkung der KostenDas Ziel der Nordex Group ist es, die Vorteile einer globalen Lieferkette durch die Optimierung der bestehenden Supply Chain zu nutzen und weiter auszubauen. Die Lieferkette von Nordex besteht aus einem strategisch ausgewogenen Mix aus Eigenfertigung und Fremdbezug. Die relativ geringe Fertigungstiefe erlaubt der Gesellschaft, ihre Kapitalbindung effizient zu steuern und flexibel auf Marktänderungen zu reagieren. Das Unternehmen verfolgt mehrere strategische Initiativen, um die Lieferkette weiterzuentwickeln. Zum einen wird das globale Produktionsnetzwerk weiter optimiert. Dafür sollen die globalen Produktionsstätten so etabliert werden, dass zum einen kostengünstige Standorte genutzt werden und zum anderen auch die kostengünstige Lieferung in alle Kernmärkte möglich ist. Grundsätzlich verfolgt Nordex bei der Ausgestaltung des Produktionsnetzwerks einen Asset-light-Ansatz. Die Anzahl der Standorte und die dafür notwendige Kapitalbindung werden sorgsam optimiert. Forciert werden diese Anstrengungen im Jahr 2019 durch eine konsequentere globale Steuerung und Optimierung der Supply Chain, insbesondere für Rotorblätter, Maschinenhäuser und Türme. Im Rahmen der Optimierung des Produktionsnetzwerks stärkt die Nordex Group ihre Präsenz in Niedrigkostenländern, um die COE der Nordex-Windenergieanlagen weiter zu senken. Nach der Inbetriebnahme der Werke in Indien folgt im Jahr 2019 ein neues Werk für Rotorblätter in Mexiko. Dabei behält Nordex die vollständige Kontrolle über geschäftskritische Komponenten, Qualität und Prozesse. Um eine optimale Kombination aus niedrigen Kosten und hoher Qualität zu erreichen, geht die Nordex Group im Management des Produktionsnetzwerks neue Wege. Investitionen in den Aufbau von Produktionsstätten wie die in das neue Rotorblattwerk in Mexiko werden in einem Asset-light-Ansatz realisiert. Nordex hat dabei die vollständige Kontrolle über die Produktion, hält aber zugleich die Kosten niedrig, indem bestimmte Tätigkeiten von spezialisierten Dienstleistern übernommen werden. Dies trägt künftig zur Steigerung der Rentabilität der Nordex Group bei und wird die Abhängigkeit von externen Rotorblatt-Lieferanten reduzieren. Um ihre Wettbewerbsposition weiter zu verbessern, erhöht die Nordex Group den Anteil von zugekauften Komponenten aus Niedrigkostenländern. Auf diese Weise werden die Kosten der Nordex-Windenergieanlagen gesenkt. Nordex verfolgt auch eine Strategie der "Smart Logistics", die darauf abzielt, fertige Teilmodule wie Antriebsstränge zu möglichst niedrigen Kosten bei gleichbleibend hoher Qualität zu beschaffen. Dies vereinfacht die Beschaffung und Logistik in der globalen Lieferkette, reduziert die Transportzeiten und führt so zu einer Senkung der Material- und Montagekosten. Stärkung der ProjektkompetenzDie Nordex Group hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Kunden stets mit COE-optimalen Lösungen bedienen zu können. Dazu verstärkt Nordex seine Projektkompetenz in zwei entscheidenden Bereichen. Zum einen rollt die Nordex Group bestehende Kompetenzen für Großprojekte nunmehr in der Gruppe global aus. Das Unternehmen verfügt bereits über große Erfahrung aus zahlreichen großen Projekten in den Emerging Markets. Erfolgskritisch ist hierbei die Fähigkeit, auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden und die Besonderheiten des Projekts einzugehen, um eine COE-optimale Lösung für den spezifischen Standort zu erreichen. Nordex hat in den vergangenen Jahren auch in Europa einen Trend zugunsten von Großprojekten verzeichnet. Vor diesem Hintergrund werden die dafür bewährten Prozesse und Instrumente im Jahr 2019 auch in Europa und damit für alle Großprojekte weltweit angewendet. Ein zweites Feld, in dem die Nordex Group ihre Projektkompetenz ausbaut, ist das Geschäft der schlüsselfertigen Errichtung gesamter Windparks (Turnkey-Projekte). Die Nordex Group bietet ihren Kunden bereits Turnkey-Windparks an, wird dieses Engagement künftig jedoch forciert und systematisch ausbauen. Bei diesen Projekten vergrößert Nordex die eigene Wertschöpfungstiefe. Auf diese Weise soll die Profitabilität der Projekte gesteigert werden. Wachstum des Servicegeschäftes forcierenDie Nordex Group generiert im Servicegeschäft stabile, planbare und wiederkehrende Cashflows. Aufgrund des begrenzten Investitions- und F&E-Aufwands ist das Servicegeschäft von hohen liquiditätswirksamen Mittelzuflüssen bei zugleich attraktiven Margen gekennzeichnet. Nordex bietet den Betreibern von Onshore-Windenergieanlagen Dienstleistungen in über 40 Ländern weltweit an. Ziel ist es, das Servicegeschäft kontinuierlich auszubauen. So soll für die Nordex Group eine Verbesserung von Umsatz, Rentabilität und Kapitalverwendung erreicht werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Unterstützung durch das Key Account Management, speziell für große Energieversorger, unabhängige Stromproduzenten ("IPPs") und Finanzinvestoren. Der Servicebereich entwickelt seine Leistungen kontinuierlich weiter. Unter anderem wurden 2018 neue Konzepte erarbeitet, um Ausfallzeiten und Stillstände zu reduzieren. Dazu zählen der Selbstaufbaukran, der im Schadensfall die benötigte Zeit für die Mobilisierung deutlich verkürzen kann, und ein "Predict-to-Prevent"-Programm zur vorausschauenden und zustandsorientierten Instandsetzung. Weiterhin wurde 2018 ein digitales Kundenportal entwickelt, das die Kommunikations- und Dokumentationsprozesse einfacher, effizienter und papierlos gestaltet. Dieses Portal wird zukünftig schrittweise ausgebaut. Als Hersteller ("OEM") verfügt die Nordex Group darüber hinaus über eine große Bandbreite an Serviceprodukten für die von ihr installierten Windenergieanlagen. Das sind z. B. Ersatzteile, ertragssteigernde Upgrades und Trainings. Als OEM verfügt Nordex über die Expertise, auch besondere technische Herausforderungen zu lösen. Ziel ist es, das Service-Segment der Nordex Group weiter auszubauen und auch künftig den Kunden attraktive Servicekonditionen und Serviceleistungen anzubieten. Dabei soll sowohl eine hohe Qualität sichergestellt als auch Verbesserungsmaßnahmen zur Steigerung der Effizienz konsequent umgesetzt werden. Die Nordex Group ist überzeugt, mithilfe der gezielten Maßnahmen im Service und Vertrieb die Kosten für die Kunden senken zu können. Strategiekontrolle und -implementierungNach der erfolgreichen Umsetzung des Kostensenkungsprogramms "45-by-18" Ende 2017 hat sich der Vorstand im Jahr 2018 auf die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie an die veränderten Marktbedingungen fokussiert. Dabei wurden die strategischen Ziele und Initiativen überprüft und neu justiert. Zusammen mit weiteren Führungskräften hat der Vorstand eine Strategie erarbeitet, die die Nordex Group global stärken soll. Der Fokus der überarbeiteten Unternehmensstrategie liegt auf der Verbesserung der Profitabilität. Dafür wurden einige der bestehenden Initiativen bestätigt sowie neue definiert und gestartet. Dies sind im Wesentlichen Projekte zur Optimierung der Supply Chain und spezifische Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität. Die verschiedenen strategischen Initiativen werden von Teams unter der Führung jeweils eines Vorstandsmitglieds gesteuert. Um die Zielerreichung sicherzustellen, finden regelmäßige Steering Committees zur Kontrolle des Fortschritts statt. Alle strategischen Maßnahmen sind auf eine erfolgreiche Entwicklung der Nordex Group ausgerichtet, d. h. die Position des Unternehmens im globalen Wettbewerb weiter zu festigen und somit auch den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Der Erfolg dieser Entwicklung wird über bestimmte finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen gemessen, die wiederum bei der anreizbasierten Vergütung des Managements berücksichtigt werden. Auf diese Weise stellt das Unternehmen eine dauerhafte und erfolgreiche Implementierung seiner Strategie sicher. FinanzstrategieDas Finanzmanagement der Nordex Group zielt insbesondere auf die Sicherung der Liquidität und die jederzeitige Finanzierungssicherheit des Unternehmens ab. Dabei ist das Working Capital die zentrale Steuerungsgröße. Die Gesellschaft verfolgt grundsätzlich das Ziel, die laufenden Investitionen in Sachanlagen aus dem operativen Cashflow zu finanzieren. Per Jahresende 2018 verfügte die Nordex Group über liquide Mittel in Höhe von EUR 610 Mio. Der Unternehmensgruppe steht außerdem ein Konsortialkredit ("Multi-Currency-Guarantee-Facility") in Höhe von EUR 1,2 Mrd. von international ausgerichteten Finanzinstituten zur Verfügung. Dieser wird überwiegend für die Stellung von Bankgarantien im laufenden Geschäftsbetrieb in den jeweiligen Hauptwährungen genutzt. Der mittel- bis langfristige Fremdkapitalbedarf der Nordex Group ist über ein Schuldscheindarlehen, einen Investitionskredit der Europäischen Investitionsbank (EIB) und eine Anfang 2018 begebene festverzinsliche Anleihe sichergestellt. Sowohl das Schuldscheindarlehen als auch die Anleihe sind beide durch die Climate Bonds Initiative als "grüne" Finanzinstrumente zertifiziert. Die Nordex Group verfügt insbesondere über eine hohe Liquidität und eine solide Eigenkapitalquote von rund 23 %. Dies gewährleistet gemeinsam mit der gesicherten kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierung die Handlungsfähigkeit in einem anspruchsvollen Marktumfeld. SteuerungssystemDie Nordex Group steuert den gesamten Konzern und ihre operativen Organisationseinheiten auf Basis von finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen. Dabei bilden alle Leistungsindikatoren gemeinsam die Basis für das Berichtswesen gegenüber dem Management, Vorstand, Aufsichtsrat und Anteilseignern. Sie werden ferner für die anreizbasierte Vergütung genutzt. Auf Konzernebene sind die wichtigsten Leistungsindikatoren:
Diese Leistungsindikatoren werden zum Teil nur für den Konzern und nicht für die Segmente erhoben, weil sie diesen teilweise nicht zugeordnet werden können, eine Teilung nicht sinnvoll ist bzw. die Aussagekraft des Leistungsindikators ihre Bedeutung verliert. Sie ermöglichen zusammen eine gründliche Beurteilung der aktuellen und auch zukünftigen Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus verschaffen sie einen zusammenfassenden Überblick über den Kapitalbedarf des Konzerns. Ferner nutzt das Unternehmen zusätzliche spezifizierende finanzielle Kennzahlen, um die Entwicklung der Auftragslage und der Vermögens- und Ertragslage zu untersuchen. In der Produktion (Produktionsleistung Turbinen bzw. Rotorblätter), im Projektmanagement (Errichtungsleistung) und beim Service (Verfügbarkeit der Anlagen) werden spezifische nichtfinanzielle Leistungsindikatoren eingesetzt. Diese Kennzahlen unterstützen den Vorstand und Führungskräfte bei der Steuerung des Unternehmens und geben Auskunft über die aktuelle Unternehmensentwicklung. Sie sind nicht Bestandteil der extern publizierten Prognose, werden jedoch in der Regel in die quartalsweise Berichterstattung einbezogen. Weitere finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen
Das Management verantwortet eine nachhaltige Führung und Entwicklung des Unternehmens. Die relevanten Ziele und Kennzahlen sind in der aktuellen Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt. Über ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungen berichtet die Nordex Group in einem eigenständigen Nachhaltigkeitsbericht, der in Übereinstimmung mit der Kernoption der GRI-Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt und zeitgleich mit diesem Geschäftsbericht veröffentlicht wurde. Der im Nachhaltigkeitsbericht integrierte gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht wurde im Rahmen einer betriebswirtschaftlichen Prüfung von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) geprüft. Der nachfolgende Abschnitt "Unternehmerische Verantwortung" stellt daher keine umfassende nichtfinanzielle Erklärung dar, sondern ergänzt den Lagebericht um ausgewählte Aspekte der Unternehmenskultur, der Nachhaltigkeitsstrategie und der Mitarbeiterstruktur. Der gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht gemäß § 315 b Abs. 3 HGB kann als Teil des Nachhaltigkeitsberichts auf der Internetseite der Nordex SE unter dem Link ir.nordex-online.com abgerufen werden und ist nicht Bestandteil des Lageberichts. UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNGUnternehmenskultur und RegelnDie Nordex Group bekennt sich zu einem ökologisch und ökonomisch verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen und zum respektvollen Umgang mit allen Menschen, die bei der Nordex Group beschäftigt sind oder mit dem Unternehmen als Kunde, Lieferant, Dienstleister oder Aktionär zusammenarbeiten, sowie mit Nachbarn und Gemeinden. Im Jahr 2015 hat die Nordex Group die Abteilung Sustainability Management etabliert, um Nachhaltigkeitsmaßnahmen zielgerichtet zu steuern und den steigenden Informationsanforderungen der Stakeholder Rechnung zu tragen. Der Bereich verantwortet die strategische Weiterentwicklung von Nachhaltigkeitsthemen und ist im ständigen Austausch mit allen Unternehmensbereichen. Im selben Jahr hat der Vorstand die Nachhaltigkeitsstrategie 2015 - 2018 verabschiedet, die konkrete Handlungsfelder, Ziele wie auch Kennzahlen festlegte. Über die Zielerreichung gibt der Nachhaltigkeitsbericht 2018 detailliert Auskunft. Im Berichtsjahr wurde die neue Nachhaltigkeitsstrategie 2019 - 2021 erarbeitet, die den Rahmen für verantwortungsvolles Handeln in allen Bereichen des Unternehmens bildet. Die Entwicklung der neuen Strategie basiert auf einer umfangreichen Wesentlichkeitsanalyse, bei der sowohl interne als auch externe Stakeholder einbezogen wurden. Sie stellt die konsequente konzernweite Fortsetzung der Verfolgung von Nachhaltigkeitsthemen und -zielen dar und wird ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht 2018 erläutert. Die Unternehmenskultur der Nordex Group basiert auf Werten, Grundsätzen und Verhaltensstandards, die in den allgemeinen Nordex-Leitlinien, den bereichs- und themenspezifischen Unternehmensrichtlinien und insbesondere im Verhaltenskodex der Nordex Group festgelegt sind. Dieser ist für die gesamte Nordex Group bindend und von jedem Mitarbeiter in Form einer Einverständniserklärung zu unterzeichnen. In Übereinstimmung mit dem Verhaltenskodex sind die ethischen Leitlinien des UN Global Compact und der OECD handlungsleitend bei sämtlichen Aktivitäten des Unternehmens. Zudem unterliegen alle Entscheidungen bei der Nordex Group der weltweiten Achtung der Menschenrechte. Global Compliance, Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption und Diskriminierung sowie zur Förderung der Diversität sind fest im Unternehmen verankert. Dimensionen der VerantwortungMit der neuen Nachhaltigkeitsstrategie 2019 - 2021 priorisiert die Nordex Group auf Basis einer Wesentlichkeitsanalyse die folgenden fünf Handlungsfelder des Nachhaltigkeitsmanagements:
MitarbeiterstrukturZum Ende des Berichtsjahrs 2018 beschäftigte die Nordex Group 5.676 Mitarbeiter (2017: 5.260 Mitarbeiter). Darüber hinaus waren zum Stichtag 182 Zeitarbeitnehmer für das Unternehmen tätig (2017: 156). Die durchschnittliche feste Mitarbeiterzahl betrug 5.385 (2017: 5.221). Während insbesondere in der Administration an den deutschen Standorten Hamburg und Rostock im Rahmen des Kostensenkungsprogramms "45-by-18" Stellen abgebaut wurden, erfolgte ein Stellenaufbau schwerpunktmäßig in der brasilianischen Produktion sowie im Servicebereich. Entwicklung der Mitarbeiterzahlper 31.12.
Der Anteil der in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter der Nordex Group verringerte sich aufgrund der oben beschriebenen Maßnahmen zum Jahresende 2018 auf 40 % (2017: 47 %). Weitere 21 % (2017: 20 %) der Mitarbeiter entfielen auf Spanien und 18 % (2017: 19 %) auf das übrige Europa. Als Folge des hohen Geschäftsvolumens stieg der Anteil der Beschäftigten in Nord- und Südamerika auf 18 % (2017: 10 %). 3 % (2017: 4 %) der Mitarbeiter arbeiteten in Asien, Afrika und Australien. Mitarbeiterverteilung nach Regionen 2018in %
In den Bereichen Produktion und Einkauf für Rotorblätter, Maschinenhäuser und Türme waren 2018 insgesamt 39 % der Mitarbeiter tätig (2017: 37 %), in den Bereichen Service und Vertrieb zusammen 33 % (2017: 31 %). Auf den Bereich Forschung & Entwicklung (Engineering, Projektmanagement) entfielen 2018 insgesamt 15 % der Mitarbeiter (2017: 17 %). Der Anteil der in administrativen Bereichen beschäftigten Mitarbeiter verringerte sich auf 11 % (2017: 16 %). Diese Verteilung nach Funktionsbereichen zeigt die starke Technologieausrichtung des Unternehmens und die enge Kundenbindung vor allem durch den Service. Der Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft lag zum Jahresende 2018 bei 16 % (2017: 17 %), im Bereich Administration lag der Wert bei 45 % (2017: 36 %). 2018 arbeiteten 95 % der festen Mitarbeiter in Vollzeit (2017: 94 %). 88 % der Mitarbeiter verfügten über einen unbefristeten Vertrag (2017: 90 %). Mitarbeiterstruktur (ausgewählte Kennzahlen)
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGEffiziente Windenergieanlagen, die über ihre gesamte Nutzungsdauer eine kostengünstige Stromerzeugung ermöglichen, sichern die Wettbewerbsfähigkeit der Nordex Group. Daher steht die systematische und ganzheitliche Reduzierung der Stromgestehungskosten von Windenergieanlagen für alle Windklassen und für alle adressierten Märkte im Zentrum der Produktentwicklung. Ein wichtiger Teil der Entwicklungsaktivitäten ist es darüber hinaus, die Marktfähigkeit der Produkte in Bezug auf Genehmigungs- und Netzanschlussfähigkeit in den Zielmärkten kontinuierlich zu überwachen und sicherzustellen. Neben Serienprodukten werden in einigen Fällen projektspezifische Lösungen und Anpassungen entwickelt. Die F&E-Aktivitäten umfassen auch Innovationen bei den Fertigungs- und Logistikprozessen. Nordex beteiligt sich zudem an Projekten, die sich mit der Netzintegration erneuerbarer Energien befassen. ORGANISATION UND WESENTLICHE F&E-KENNZAHLENDie Nordex Group beschäftigte im Bereich Engineering zum Jahresende 2018 weltweit 599 Mitarbeiter (2017: 578 Mitarbeiter). Die Plattformen für Märkte mit begrenzten Flächen wie in Europa (Gamma, Delta3000 und Delta4000) werden in der Division Europa im Wesentlichen an den Standorten Rostock und Hamburg entwickelt und betreut. Die Division International mit Sitz in Pamplona (Spanien) zeichnet verantwortlich für die Weiterentwicklung der AW-Plattform. Darüber hinaus befasst sich das Nordex Blade Technology Centre in Kirkeby (Dänemark) mit Innovationen im Bereich Rotorblatt und zugehörigen Fertigungstechnologien. Um größtmögliche technologische Synergien zu heben, findet dabei ein sehr enger Austausch zwischen den für die jeweiligen Produktplattformen verantwortlichen Teams statt. Aufgrund der Plattformstrategie können Entwicklungen, etwa bei der Steuerungselektronik, zwischen und innerhalb von Turbinen der Plattformen Delta3000 und Delta4000 sowie Gamma übertragen werden. Gleiches gilt innerhalb der AW3000-Plattform. Alle Aktivitäten zur Senkung der Stromgestehungskosten (COE) sind in zentral gesteuerten COE-Programmen für die beiden Plattformen Delta und AW3000 zusammengeführt. Insgesamt arbeiten rund 300 Teammitglieder unterschiedlicher Unternehmensbereiche an diesen Programmen. Ziel ist es, die Stromgestehungskosten der Windenergieanlagen konzernweit pro Jahr im hohen einstelligen Prozentbereich jeweils gegenüber dem Vorjahr zu senken. Zum Bilanzstichtag 2018 sind Entwicklungsaufwendungen in Höhe von EUR 206,5 Mio. (2017: EUR 220,0 Mio.) bilanziert. Im Geschäftsjahr 2018 sind Entwicklungsaufwendungen in Höhe von EUR 36,4 Mio. (2017: EUR 48,2 Mio.) aktiviert worden. Die Zugänge umfassen insbesondere die Entwicklung der neuen Windenergieanlagen der Delta4000-Serie und die Weiterentwicklung der AW3000-Plattform. Sie beinhalten Fremdkapitalkosten in Höhe von EUR 2,5 Mio. (2017: EUR 0,9 Mio.) zu einem Finanzierungssatz von 3,96 % (2017: 1,89 %). Weitere im Geschäftsjahr 2018 angefallenen Entwicklungsaufwendungen in Höhe von EUR 20,2 Mio. (2017: EUR 29,4 Mio.) erfüllen nicht die Kriterien für eine Aktivierung und sind erfolgswirksam erfasst worden. Die Aktivierungsquote liegt dementsprechend bei 64,28 % (2017: 61,42 %). Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen in Höhe von EUR 55,2 Mio. vorgenommen (2017: EUR 47,9 Mio.). PRODUKTENTWICKLUNGDas Produktangebot der Nordex Group wurde auch 2018 konsequent weiterentwickelt. Die Delta4000-Serie wurde um die im April 2018 vorgestellte Starkwindanlage N133/4.8 ergänzt, womit Nordex nun für alle Windklassen eine effiziente 4-MW-Turbine anbietet. Im September 2018 wurde der erste Prototyp der auf schwache und mittlere Windstärken ausgelegten N149/4.0-4.5 errichtet. Ebenfalls im September erhielt Nordex für dieses Modell die Typenzertifizierung nach internationalen IEC-Normen. Bei der AW3000-Plattform wurde im August 2018 der Prototyp der Schwachwindanlage AW140/3000 installiert, die insbesondere die Anforderungen des indischen Marktes adressiert. Darüber hinaus arbeitet die Nordex Group bereits an der künftigen Generation von Windenergieanlagen und wird in den kommenden Jahren sukzessive neue Turbinentypen auf den Markt bringen. WIRTSCHAFTSBERICHT
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGENMakroökonomisches Umfeld:Die Weltwirtschaft geriet 2018 ins StockenDie Weltwirtschaft ist 2018 laut Internationalem Währungsfonds (IWF) mit 3,7 % gewachsen nach 3,8 % im Vorjahr. Ab dem Spätsommer hat der Aufschwung erheblich an Dynamik verloren. Der eskalierende Handelskonflikt der USA mit China löste weltweit Unsicherheiten aus. Zudem ist China auch wegen der ersten negativen Effekte aus diesem Konflikt spürbar langsamer gewachsen. Ferner belasteten der unklare Prozess beim geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) sowie der Budgetkonflikt Italiens mit der EU. Die Industrieländer sind nach IWF-Angaben 2018 mit 2,3 % nach 2,4 % im Jahr zuvor gewachsen. Der private Konsum blieb in den etablierten Volkswirtschaften eine Konjunkturstütze. Dagegen trübte sich die Industriekonjunktur im Jahresverlauf ein. In den Schwellen- und Entwicklungsländern blieb das Expansionstempo mit 4,6 % nach 4,7 % im Vorjahr hoch. Bezogen auf die Kernmärkte der Nordex Group war die allgemeine Konjunkturentwicklung 2018 noch positiv, allerdings ebenfalls von nachlassender Dynamik und in den letzten Monaten auch von den Risiken und Unsicherheiten geprägt. In Deutschland schwächte sich das Wirtschaftswachstum 2018 auf lediglich 1,5 % ab. Dabei schlugen unter anderem die Produktionsausfälle der Automobilindustrie im Zuge der Umstellung auf das neue Zulassungsmessverfahren negativ zu Buche. Konjunkturstütze war die robuste Binnennachfrage aus starkem Privatkonsum sowie lebhaften Ausrüstungs- und Bauinvestitionen. Mit Blick auf Europa insgesamt war der Aufschwung 2018 (Euroraum: +1,8 %, EU: +1,9 %) ebenfalls verhaltener als im Vorjahr. Dabei flachte das Expansionstempo unter anderem in Frankreich, Italien und Spanien ab. Zunehmend belastet durch den Brexit entwickelte sich die Wirtschaft in Großbritannien moderater als im Vorjahr. In den USA hat sich der Aufschwung 2018 getrieben durch substanzielle Steuersenkungen und höhere Staatsausgaben deutlich belebt. Kanadas Wirtschaft ist zwar lebhaft, aber nicht mehr so kraftvoll wie im Jahr zuvor gewachsen. Indien expandierte nach den reformbedingten Einbußen im Vorjahr wieder dynamischer. Die Wirtschaft der Türkei rutschte nach einem starken ersten Halbjahr 2018 infolge des Währungsverfalls, ausufernder Inflation und deutlich höherer Zinsen in eine Krise ab. In Brasilien hat sich die moderate wirtschaftliche Erholung fortgesetzt. Allerdings wurde die Entwicklung in Lateinamerika durch die tiefen Rezessionen in Argentinien und Venezuela belastet. Die US-Notenbank (FED) hat die Leitzinsen 2018 in vier weiteren Schritten sukzessive auf 2,25 % bis 2,50 % angehoben. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte dagegen ihre Nullzinspolitik fort, beendete aber wie angekündigt die Anleihenkäufe zum Jahresende 2018. Vor diesem Hintergrund gewann der US-Dollar gegenüber dem Euro an Wert. Mit dem Jahresendkurs 2018 von USD 1,1452 belief sich die Abwertung des Euro im Berichtsjahr auf 4,6 %. Im Zuge des globalen Wirtschaftswachstums haben sich Rohstoffe 2018 insgesamt verteuert. Laut IWF stiegen die Notierungen für Nicht-Öl-Rohstoffe um durchschnittlich 1,9 % (2017: +6,4 %). Dabei entwickelten sich die Preise wichtiger für den Bau von Windenergieanlagen benötigter Rohstoffe unterschiedlich bei teils erheblichen Schwankungen im Jahresverlauf. So verbilligte sich 2018 auf US-Dollar-Basis Aluminium um 17,7 % und Kupfer um 20,3 %, während sich Stahl (Hot Rolled Coils) um 9,1 % verteuerte. Nordex sichert sich den Preis der jeweils benötigten Rohstoffe bereits unmittelbar nach Vertragsabschluss. Schwankungen in den Rohstoffpreisen haben daher lediglich einen geringen Einfluss auf die Ergebnismargen. Die Entwicklung fossiler Energieträger sowie landesspezifischer Strompreisniveaus können generell Einfluss auf die Investitionsentscheidungen über neue Windparks oder die Ausgestaltung staatlicher Rahmenbedingungen haben. Die bereits im Vorjahr eingeleitete deutliche Verteuerung des Ölpreises setzte sich infolge von Förderbegrenzungen der OPEC und anderer Produzenten auch 2018 fort. N ach IWF-Angaben hat sich der Ölpreis im Jahresdurchschnitt 2018 (UK Brent, Dubai Fateh, WTI) um rund 30 % auf USD 68,58 verteuert. Ende 2018 lag der Preis für ein Barrel der Referenz-Rohölsorte Brent bei USD 52,20 (Ende 2017: USD 66,87). Im mitteleuropäischen Strommarkt zogen die Großhandelspreise für Grundlaststrom wie schon im Vorjahr auch 2018 im Jahresverlauf weiter deutlich an. Am Jahresende 2018 lag der Index Phelix-Baseload für Grundlaststrom in Deutschland und Österreich bei 51,44 EUR/MWh, am ersten Handelstag des Jahres lag der Index bei 37,04 EUR/MWh. Politisches, rechtliches und regulatorisches Umfeld: Wechsel zu Auktionsverfahren weitestgehend abgeschlossenDas Geschäft der Nordex Group unterliegt politischen Rahmenbedingungen, die je nach Region und Land durch Klimaschutzziele, spezifische nationale Regelungen und Ausbaupläne unterschiedlich ausgestaltet sind. Diese Bedingungen setzen den Rahmen für den Ausbau von Kraftwerken im Bereich der regenerativen Energien. Staatliche Impulse, beispielsweise in Form von Subventionen, Steuervergünstigungen oder Gesetzesvorgaben zur regenerativen Energieerzeugung oder Minderung von Schadstoffemissionen durch fossilen Energieeinsatz, haben den Einsatz der Windenergie in den vergangenen Jahren wesentlich gefördert. Über 140 Staaten haben entsprechende Systeme installiert. Ein Meilenstein zur Förderung der regenerativen Energieerzeugung war der Pariser Klimagipfel im Dezember 2015. Erstmals haben sich fast 200 Staaten einen rechtlich bindenden Vertrag und Aktionsplan zur Begrenzung des Temperaturanstiegs auf maximal 2 °C über dem vorindustriellen Stand gesetzt. Wirksam wurde das Abkommen am 4. November 2016. Dabei haben 172 Staaten das Abkommen offiziell ratifiziert. Im Dezember 2018 fand in Kattowitz (Polen) ein weiterer Klimagipfel statt, an dem Vertreter von mehr als 190 Staaten teilnahmen und sich auf Beschlüsse einigten, die die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens voranbringen sollen. Die Erzeugung von Windenergie an Land basiert auf einer etablierten Technologie zur nachhaltigen Stromerzeugung. Diese hat die Netzparität in vielen Märkten bereits erreicht bzw. steht an der Schwelle zur Netzparität, weil die Stromgestehungskosten mit denen von fossilen Kraftwerken vergleichbar sind. Diese fallen aufgrund der jeweiligen energiewirtschaftlichen, politischen und finanzwirtschaftlichen Bedingungen vor Ort in den verschiedenen Absatzregionen unterschiedlich aus. Im Jahr 2018 hat Deutschland seine Gesetze aus dem Vorjahr angepasst, sodass nun alle Teilnehmer einer Auktion wieder eine Baugenehmigung vorweisen müssen und die Projekte innerhalb von zweieinhalb Jahren zu realisieren sind. Nicht ausgenutzte Volumina werden automatisch drei Jahre später erneut ausgeschrieben. Im Jahr 2018 gab es vier Ausschreibungsrunden mit insgesamt rund 2,7 GW. Dabei sind die durchschnittlichen Zuschlagswerte je Runde kontinuierlich gestiegen von 4,73 ct/kWh, 5,73 ct/kWh, 6,16 ct/kWh auf zuletzt 6,26 ct/kWh in der vierten Ausschreibungsrunde, in der allerdings nur 363 MW von der gesamten Zuschlagsmenge abgerufen wurden. Branchenverbände führen diese Unterausschreibung vor allem auf schwierige verbesserungswürdige Genehmigungsprozesse zurück. Auktionsverfahren in ihren unterschiedlichen Ausprägungen haben sich weltweit in den meisten Märkten als Standard etabliert und die festen Einspeisetarife abgelöst. Ein zentrales Element der Strategie und auch der operativen Anstrengungen der Nordex Group liegt in einer kontinuierlichen Senkung der Stromgestehungskosten (Cost of Energy, COE). Niedrige Stromgestehungskosten sind die wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Auktionsgebote der Kunden. Ausgehend von den Vorreiterregionen Lateinamerika und Asien wurden nach Daten von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) bis Ende 2018 per Auktionsverfahren weltweit kumuliert bereits 181 GW an Kapazitäten für Erneuerbare Energien zugeteilt, davon allein im Berichtsjahr 40,5 GW. Branchenspezifische Rahmenbedingungen: leichter Rückgang bei den weltweiten NeuinstallationenIm Vorjahr hatte die vermehrte Umstellung von Projektvergaben auf Auktionssysteme - vor allem in Deutschland - zu erheblichen Verzögerungen bei den Neuaufträgen für Windenergieprojekte geführt. Davon war auch das Berichtsjahr noch geprägt. Allerdings stellt sich der Markt sukzessive auf die neuen Regularien ein. Die Zahl der im Markt neu geplanten und vergebenen Projekte erholte sich von dem Einbruch des Vorjahres. Da die Installationen in einem mehrmonatigen Nachlauf auf die Auftragsvergaben umgesetzt werden, war das Jahr 2018 mit Blick auf den Kapazitätszubau ein weiteres Übergangsjahr für die Windenergiebranche. So halbierten sich die Neuinstallationen insbesondere in Deutschland. Hauptgrund war der hohe Anteil der Zuschläge für Projekte ohne Genehmigung, die die Ausschreibungen im Jahr 2017 dominiert hatten und die bislang wegen fehlender Rechtssicherheit nicht realisiert wurden. Andere Länder entwickelten sich besser. Laut den Daten des Global Wind Energy Council (GWEC) erreichten die globalen Neuinstallationen im Gesamtjahr 2018 ein Niveau von 51,3 GW, das um - 3,6 % unter dem Vorjahr mit 53,2 GW lag. Die weltweit installierte Gesamtkapazität erhöhte sich somit 2018 auf 591 GW (+9,6 %). Mit Blick auf die kumuliert installierte Kapazität dominieren mit großem Abstand die Märkte China, USA und Deutschland. Auf diese Märkte entfiel 2018 mit zusammen 65 % aller Neuinstallationen auch nach wie vor der überwiegende Teil des weltweiten Zubaus. Bei den Daten ist zu berücksichtigen, dass die Zuwächse im Offshore-Bereich (+0,5 %) zum Teil die Entwicklung im Onshore-Bereich (- 3,9 %) überlagert haben. Internationale Marktentwicklung in der Windenergie (On- und Offshore)Neuinstallierte Leistung in MW
Quelle: GWEC vom 26.02.2019 (Vorjahr: GWEC Global Wind Report 2017) WESENTLICHE EREIGNISSE IM BERICHTSZEITRAUMERFOLGREICHE ANLEIHE-PLATZIERUNGEnde Januar hat die Nordex Group eine "grüne" Euro-Anleihe im Volumen von EUR 275 Mio. platziert. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre, der Kupon 6,5 %. Die Erlöse aus der Platzierung dienten zur vorzeitigen Rückführung bestehender Verbindlichkeiten. Damit konnte Nordex das Fälligkeitenprofil der Kreditverbindlichkeiten signifikant nach hinten verschieben. Diese Maßnahme ist ein wichtiger Meilenstein, um die Nordex Group auch in finanzieller Hinsicht gut für die momentane Phase des Umbruchs in der Branche zu rüsten. NEUE TURMFERTIGUNG IN BRASILIEN ERÖFFNETIm April hat die Nordex Group in Piauí, im Norden Brasiliens, ein neues Werk zur Produktion von Betontürmen eingeweiht. Die Anlage auf Basis der mobilen Betonturmtechnologie wurde zuvor im Süden des Landes eingesetzt. Das Werk gehört zu den ersten wesentlichen Investitionen der Windindustrie in der Region. Durch diesen Schritt kann Nordex die Baukosten des Windparks "Lagoa do Barro" optimieren und die Umsetzung möglichst umweltschonend vornehmen. EFFIZIENZSPRUNG FÜR STARKWINDSTANDORTE: N133/4.8Nordex hat im April die Delta4000-Produktserie um eine speziell für Starkwindstandorte ausgelegte Turbine erweitert. Die N133/4.8 eignet sich besonders für windstarke Regionen in Nordwesteuropa wie Großbritannien und Norwegen sowie für Standorte mit hohen Windgeschwindigkeiten in der Türkei, Australien, Mittelund Südamerika. Mit der neuen Starkwindturbine setzt die Nordex Group sowohl mit dem Rotordurchmesser von 133 Metern als auch mit der Maximalleistung von 4,8 MW neue Maßstäbe im Starkwindsegment. Die Aufnahme der Serienproduktion der N133/4.8 ist für 2019 vorgesehen. PROTOTYP DER DELTA4000-PRODUKTSERIE ERRICHTETSeit dem 21. August 2018 steht die erste von zwei N149/4.0-4.5 mit je 4,5 MW Nennleistung im Windpark Wennerstorf II in der Nähe von Hamburg. Es ist die größte Windturbine des Unternehmens. Das von Nordex in Eigenfertigung produzierte, einteilige Rotorblatt aus Carbon und Glasfasern der N149/4.0-4.5 misst fast 73 Meter Länge. Der Rotordurchmesser von 149 Metern trägt maßgeblich zu den sehr geringen Stromerzeugungskosten und dem hohen Ertrag der Turbine bei. Nordex plant den Start der Serienproduktion der für schwache und mittlere Windstärken geeigneten N149/4.0-4.5 für 2019. HISTORISCHER MEILENSTEIN: DELTA4000-GROSSAUFTRAG AUS SCHWEDENAnfang Dezember hat die Nordex Group ihren bisher größten Auftrag für die N149/4.0-4.5 der Delta4000-Serie erhalten. Bei Nordex wurden insgesamt 114 Turbinen für das Projekt "Nysäter" in Schweden bestellt. Dabei handelt es sich um die Lieferung von 104 Turbinen vom Typ N149/4.0-4.5 und zehn vom Typ N131/3900. Beide Anlagentypen werden in unterschiedlichen Turmhöhen errichtet. Nordex wird darüber hinaus für zwei Jahre für den Service verantwortlich sein. Es ist zugleich der größte Auftrag des Unternehmens, bei dem die Nordex Group neben Lieferung und Errichtung der Anlagen auch für die Infrastrukturarbeiten verantwortlich zeichnet. KOOPERATION FÜR LOKALE FERTIGUNGSKAPAZITÄTEN IN ARGENTINIEN GESTARTETDie Nordex Group hat im Dezember zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Stützung des Wachstumskurses in Argentinien eine Kooperation für den Aufbau einer lokalen Turbinen-Montagelinie geschlossen. Die Produktionsstätte für Maschinenhäuser und Naben für Anlagen vom Typ AW3000 entsteht am Standort Cordoba und wird im Jahr 2019 in Betrieb gehen. Die Montagehalle ist auf eine Jahreskapazität von bis zu 150 Turbinen der 3-MW-Klasse ausgelegt. Dies entspricht einer potenziellen Leistung von 500 MW. Da Nordex zudem zwei lokale Fertigungen für Betontürme in Argentinien plant, steigt der Anteil der lokalen Wertschöpfung an den vor Ort produzierten und installierten Turbinen der Nordex Group auf bis zu 36 %. ÜBERBLICK ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHRPRODUKTIONIn das Geschäftsjahr 2018 startete die Nordex Group mit einem gegenüber Anfang 2017 deutlich niedrigeren Auftragsbestand. In der Folge sank die Produktion von Maschinenhäusern (Windturbinen) sowohl in Deutschland als auch in Spanien deutlich. Die Rotorblattproduktion stieg leicht an. Dabei stand einem Rückgang der Produktion in Deutschland für die Gamma- und Delta3000-Plattformen ein Produktionsanstieg in Spanien für die AW3000-Plattform gegenüber. Die Nordex Group produzierte im Berichtsjahr 727 Turbinen (2017: 1.057 Turbinen) mit einer Nennleistung von insgesamt 2.278,4 MW (2017: 3.152,0 MW). Auf die Plattformen Gamma, Delta3000 und Delta4000 entfielen 368 Einheiten, auf die AW3000-Plattform 355 Einheiten. Außerdem wurden noch vier Anlagen des Typs AW1500 gefertigt. Das Rostocker Rotorblattwerk produzierte 2018 insgesamt 207 Blätter (2017: 353 Blätter), dabei wurde die Produktion im Laufe des Jahres wesentlich auf das neue Blatt NR74.5 für die Turbine N149/4.0-4.5 umgestellt. Im spanischen Werk Lumbier erhöhte sich die Rotorblattproduktion auf 600 Blätter (2017: 436 Blätter). Produktionsleistung
INSTALLATIONENDie Nordex Group installierte 2018 in 17 Ländern insgesamt 828 Windenergieanlagen (2017: 932 Anlagen in 16 Ländern) mit einer Gesamtnennleistung von 2.522,0 MW (2017: 2.699,1 MW). Erstmals wurden mehr als die Hälfte der Anlagen außerhalb Europas installiert, das mit einem Anteil von 43 % dennoch die wichtigste Region blieb. 34 % der Installationen entfielen auf die USA (Berichtsregion Nordamerika) sowie 18 % auf Lateinamerika. Weitere 5 % der Anlagen wurden in Australien errichtet (Berichtsregion "Rest der Welt"). Die USA stellten im Berichtsjahr mit 863,4 MW installierter Leistung erneut den wichtigsten Einzelmarkt der Nordex Group dar, vor Frankreich und der Türkei. In Deutschland ging das Installationsvolumen der Nordex Group deutlich von 724,0 MW im Jahr 2017 auf 227,8 MW im Jahr 2018 zurück. Hier entwickelte sich auch der Gesamtmarkt nach Angaben des Branchenverbands BWE mit Installationen von 2,4 GW stark rückläufig (2017: 5,3 GW). Installationen
Die Nordex Group hat damit ihre globale Marktstellung 2018 gut behauptet und erreichte bei der Installation von Onshore-Windenergie außerhalb Chinas einen Marktanteil von 10,0 % nach 9,0 % im Jahr 2017 (Quelle: eigene Berechnungen auf Basis der GWEC-Statistik). Im für das Unternehmen wichtigsten Markt USA erzielte die Nordex Group wie im Vorjahr 11 % Marktanteil und war damit laut BNEF der drittgrößte Anbieter. Im zweitwichtigsten Markt Frankreich wurde der Marktanteil auf 24 % ausgebaut (2017: 10 %), im deutschen Heimatmarkt wurden gut 9 % erreicht (2017: 14 %). AUFTRAGSEINGANG UND AUFTRAGSBESTANDDer Auftragseingang der Nordex Group im Segment Projekte entwickelte sich im Geschäftsjahr 2018 sehr positiv. Das Unternehmen erhielt aus 18 Ländern Aufträge für Windenergieanlagen im Volumen von EUR 3.637,3 Mio. (2017: EUR 2.216,1 Mio.). Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr um 64 %. Großprojekte für internationale und lokale Versorgungsunternehmen, vor allem in Brasilien, Schweden und Südafrika, trugen wesentlich dazu bei. Im Berichtsjahr 2018 entfielen wie im Vorjahr 51 % der Aufträge auf Europa. 11 % (2017: 30 %) des Auftragseingangs stammten aus Nordamerika, 21 % (2017: 17 %) aus Lateinamerika und 16 % (2017: 2 %) mit Südafrika und Indien aus der Region "Rest der Welt". Die Gesamtnennleistung der 2018 beauftragten Turbinen stellt mit 4.754,3 MW (2017: 2.741,3 MW) einen Rekordwert für die Nordex Group dar und entspricht einer Steigerung zum Vorjahr um 73 %. Der durchschnittliche Anlagenpreis je Megawatt belief sich auf EUR 0,77 Mio./MW (2017: EUR 0,81 Mio./MW) und spiegelt insbesondere die regionale Auftragsverteilung, den Preiswettbewerb und die höhere durchschnittliche Nennleistung der verkauften Turbinen wider. Die Book-to-Bill-Quote im Segment Projekte (Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz ohne Servicegeschäft) für das Geschäftsjahr 2018 stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 1,71 (2017: 0,80) und signalisiert damit künftiges Wachstum. Auftragseingang und Auftragsbestand im Segment Projekte 2018
Das Segment Projekte verfügte zum Stichtag 31. Dezember 2018 über einen festen Auftragsbestand in Höhe von EUR 3.869,1 Mio., der um 132 % über dem Vorjahreswert lag (31. Dezember 2017: EUR 1.670,2 Mio.). Der Auftragsbestand reflektiert die globale Aufstellung der Nordex Group und entfiel zu 46 % (2017: 50 %) auf Europa, zu 11 % (2017: 24 %) auf Nordamerika, zu 25 % (2017: 22 %) auf Lateinamerika und zu 18 % (2017: 4 %) auf Südafrika und Indien und damit auf die Region "Rest der Welt". Im Segment Service erzielte die Nordex Group im Geschäftsjahr 2018 einen Auftragseingang von EUR 543,1 Mio. (2017: EUR 556,8 Mio.). Der Auftragseingang umfasst dabei sowohl Serviceverträge für Neuanlagen als auch Vertragsverlängerungen bei ausgelaufenen Verträgen. Der Auftragsbestand des Segments belief sich zum 31. Dezember 2018 auf EUR 2.217,7 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 1.979,6 Mio.). Hierin erfasst sind Verträge für Anlagen, die sich am Jahresende im aktiven Service befanden. Verträge, die später in Kraft treten, sind in diesem Leistungsindikator noch nicht enthalten. Die Nordex Group betreute zum Jahresende 2018 im Service-Segment 7.545 Windenergieanlagen mit einer Gesamtnennleistung von 18,5 GW (31. Dezember 2017: 6.858 Anlagen entsprechend 16,4 GW). Die Anlagenverfügbarkeit der von der Nordex Group über Serviceverträge betreuten Windanlagen lag im Jahr 2018 über alle Plattformen bei durchschnittlich 97,7 % (2017: 97,8 %). Damit waren insgesamt nur geringe ungeplante Ausfallzeiten der betreuten Anlagen zu verzeichnen. SEGMENTENTWICKLUNGDie Segmentberichterstattung wurde im Geschäftsjahr 2018 angepasst, um die Aussagekraft und die Vergleichbarkeit mit anderen Branchenunternehmen zu erhöhen. Umsatzerlöse sowie Aufwendungen und Erträge, die den beiden Segmenten "Projekte" und "Service" nicht eindeutig zugeordnet werden können, werden separat als "Nicht zugeordnet" ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend der neuen Darstellung angepasst. Die vollständige Segmentberichterstattung findet sich im Anhang. Das Segment Projekte, welches das Geschäft mit neuen Windenergieanlagen sowie die Windparkentwicklung im Bereich Nordex Development umfasst, erzielte 2018 einen Umsatz von EUR 2.123,2 Mio. (2017: 2.774,0 Mio.). Auf das Segment Service entfielen EUR 342,6 Mio. Umsatz (2017: EUR 314,8 Mio.). Insofern entfielen im Berichtsjahr 86 % der Umsätze (vor nicht zugeordneten Umsätzen und Konsolidierung) auf das Segment Projekte und 14 % auf das Segment Service. Eckdaten zur Segmententwicklung
1 Nach nicht zugeordneten Umsatzerlösen
sowie Intrasegment-Konsolidierung
Umsatzentwicklung nach SegmentenEUR Mio.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN GESCHÄFTSVERLAUFS MIT DER PROGNOSEAm 27. März 2018 veröffentlichte die Nordex Group ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2018. Der Vorstand rechnete mit einem Konzernumsatz von EUR 2,4 Mrd. bis EUR 2,6 Mrd. Dieser avisierte Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr war im Wesentlichen auf den niedrigen Auftragseingang in Deutschland zurückzuführen. Die EBITDA-Marge wurde im Hinblick auf den hohen Preisdruck, der sich aus der Umstellung von Einspeisetarifen auf Auktionssysteme ergab, auf 4,0 % bis 5,0 % prognostiziert. Die erwartete und kontinuierliche Senkung der Stromgestehungskosten würde diesen Preisdruck - so die Prognose - nur teilweise auffangen. Darüber hinaus hatte das Unternehmen eine Working-Capital-Quote von unter 5,0 % und die Investitionen bei etwa EUR 110 Mio. erwartet. Außerdem hat die Nordex Group ihr Kostensenkungsprogramm planmäßig und erfolgreich abgeschlossen und ihre Strukturkostenbasis nachhaltig verbessert. Im November 2018 konkretisierte der Vorstand die Umsatzprognose. Dabei ging das Unternehmen wegen einiger Projektverschiebungen (vor allem in Spanien) davon aus, einen Umsatz und eine EBITDA-Marge im unteren Bereich des ursprünglich festgelegten Korridors zu erzielen; die anderen Parameter wurden bestätigt. Die testierten Geschäftszahlen 2018 des Nordex-Konzerns erfüllen die Prognose vollständig. Bei einem Umsatz von EUR 2.459,1 Mio. erzielte die Gesellschaft eine EBITDA-Marge von 4,1 %. Zum 31. Dezember 2018 belief sich die Working-Capital-Quote auf - 3,8 % und lag damit deutlich unter den angestrebten 5,0 %. Die Investitionen betrugen wie erwartet EUR 112,9 Mio. Übersicht prognostizierter und tatsächlicher Geschäftsverlauf 2018
BEURTEILUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DURCH DEN VORSTANDDie Nordex Group hat sich in einem wettbewerbsintensiven und globalen Marktumfeld erneut behauptet. Im Berichtsjahr erzielte das Unternehmen einen Auftragseingang von 4,75 GW, der um 73 % über dem Vorjahr lag. Dabei konnte Nordex bedeutende Aufträge für die neuen Turbinen Delta4000 und AW140/3000 erzielen. Aufgrund des geringeren Auftragseingangs aus 2017 und einiger Projektverschiebungen in Spanien lag die installierte Leistung bei 2.522,0 GW um 6,6 % unter dem Vorjahr. Dadurch ging auch der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr auf EUR 2.459,1 Mio. zurück und lag innerhalb der erwarteten Spanne. Zusätzlich wirkte sich der Preisdruck erwartungsgemäß auf die EBITDA-Marge aus, die sich 2018 auf 4,1 % belief nach 6,5 % im Jahr 2017. Der Zusammenschluss mit Acciona Windpower im Jahr 2016 macht sich immer stärker positiv bemerkbar und hat die Nordex Group zu einem weltweit agierenden Unternehmen gemacht. So profitiert Nordex zunehmend von den sich ergänzenden Stärken in Bezug auf Märkte, Kundengruppen, Produkte und Technologien. Die breite Aufstellung in zahlreichen Volumen- und Wachstumsmärkten ermöglicht es, Marktverwerfungen wie aktuell in Deutschland zu überstehen und ganz oder zum Teil auszugleichen. Insgesamt beurteilt der Vorstand der Nordex Group das Jahr 2018 als zufriedenstellend und sieht das Unternehmen gut vorbereitet auf die erwarteten Herausforderungen im laufenden Geschäftsjahr 2019. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEERTRAGSLAGEUmsatzentwicklungDie Nordex Group erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz in Höhe von EUR 2.459,1 Mio. Dies entspricht einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 20,1 % (2017: EUR 3.077,8 Mio.). Wesentlicher Grund für den bereits zu Beginn des Jahres 2018 erwarteten und in der Jahresprognose berücksichtigten Umsatzrückgang war der deutsche Markt, der sich insgesamt und somit auch für die Nordex Group mit einem deutlichen Rückgang der Installationen sehr schwach zeigte. So lösten die USA mit einem Umsatz von EUR 547,8 Mio. (2017: EUR 610,5 Mio.) und Frankreich mit EUR 512,9 Mio. (2017: EUR 305,0 Mio.) Deutschland als umsatzstärkstes Land ab. Hier wurden 2018 Umsätze von nur noch EUR 342,1 Mio. (2017: EUR 910,2 Mio.) erwirtschaftet. Weitere große Märkte nach Umsatz waren wie im Vorjahr die Türkei mit EUR 192,5 Mio. (2017: EUR 200,0 Mio.) sowie Brasilien mit EUR 164,6 Mio. (2017: EUR 176,9 Mio.). Für das Geschäftsjahr 2018 wurde erstmals der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 15 zur Umsatzrealisierung angewendet. Gemäß dem noch für das Geschäftsjahr 2017 anzuwendenden Standard IAS 11 hätte sich ein Umsatz von EUR 2.259,4 Mio. ergeben. Weitere Informationen hierzu finden sich in den "Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung" im Anhang. ErgebnisentwicklungDie Gesamtleistung der Nordex Group lag im Berichtszeitraum mit EUR 2.364,2 Mio. um 24,4 % unter dem Vorjahr (2017: EUR 3.127,4 Mio.). Die Materialkosten sanken stärker als die Gesamtleistung und reduzierten damit die Materialaufwandsquote weiter auf 72,3 % (2017: 73,4 %). Hintergrund sind vor allem die erfolgreichen Maßnahmen zur Senkung der Stromgestehungskosten (COE) sowie eine weitgehend störungsfreie Projektabwicklung. Der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) verringerte sich um 21,4 % auf EUR 654,1 Mio. (2017: EUR 832,5 Mio.). Neben dem niedrigeren Geschäftsvolumen führte die erfolgreiche Umsetzung des im Jahr 2017 initiierten Kostensenkungsprogramms "45-by-18" zu einem Rückgang der Strukturkosten vor Abschreibungen um 12,6 % auf EUR 552,4 Mio. (EUR 631,8 Mio.). Dabei sanken die Personalkosten um 9,3 % auf EUR 325,9 Mio. und der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen verringerte sich um 16,9 % auf EUR 226,5 Mio. Strukturkosten vor Abschreibungen
Die sonstigen betrieblichen Erträge summierten sich 2018 auf EUR 60,4 Mio. (2017: EUR 45,6 Mio.). Der Großteil entfällt davon mit EUR 49,7 Mio. auf Währungskursgewinne sowie mit EUR 3,1 Mio. auf Versicherungsentschädigungen und Schadenersatz. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich auf EUR 286,9 Mio. (2017: EUR 318,2 Mio.). Hier sind Währungskursverluste mit EUR 54,2 Mio. der größte Einzelposten. Miet-, Pacht- und Leasingkosten summierten sich auf EUR 27,3 Mio. Der drittgrößte Aufwandsposten waren Reisekosten mit EUR 25,2 Mio. Die detaillierte Aufteilung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen ist dem Anhang zu entnehmen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit EUR 101,7 Mio. um 49,3 % unter dem Vorjahreswert (2017: EUR 200,7 Mio.). Damit ergibt sich eine EBITDA-Marge in Höhe von 4,1 % (2017: 6,5 %, bereinigt um Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit dem Kostensenkungsprogramm "45-by-18" waren es 7,9 %), die innerhalb des gegebenen Prognosebandes von 4 % bis 5 % liegt. Die Abschreibungen lagen 2018 mit EUR 155,8 Mio. auf dem Vorjahresniveau (2017: EUR 157,3 Mio.). Davon entfielen EUR 62,6 Mio. (2017: EUR 61,0 Mio.) auf Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation, PPA) der Akquisition von Acciona Windpower. Daraus resultiert ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von EUR - 54,2 Mio., das entspricht einer EBIT-Marge von - 2,2 %. Ohne Berücksichtigung der PPA-Abschreibungen ergab sich eine EBIT-Marge in Höhe von 0,3 %. Das Finanzergebnis belief sich im Berichtsjahr auf EUR - 38,4 Mio. (2017: EUR - 30,9 Mio.). Hier wirkte sich insbesondere die Anfang 2018 durchgeführte Refinanzierung mit der Emission einer Anleihe über EUR 275 Mio. aus. Die Zinsaufwendungen (Zinsen und ähnliche Aufwendungen) lagen 2018 bei EUR - 43,2 Mio. nach EUR - 33,7 Mio. im Vorjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) fiel im Geschäftsjahr 2018 auf EUR - 92,6 Mio. (2017: EUR 12,5 Mio.). Das Ertragssteuerergebnis war positiv und belief sich auf EUR 8,7 Mio., sodass sich ein Konzernverlust von EUR 83,9 Mio. (2017: Konzerngewinn von EUR 0,3 Mio.) ergab. Das Ergebnis je Aktie reduzierte sich auf EUR -0,86 gegenüber EUR 0,00 im Vorjahr. FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEKapitalstrukturDie Bilanzsumme der Nordex Group erhöhte sich zum Stichtag 31. Dezember 2018 um 8,9 % auf EUR 3.058,5 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 2.807,6 Mio.). Das ist insbesondere auf Umstellungseffekte aus der erstmaligen Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 zurückzuführen. Auf der Passivseite stiegen dadurch vor allem die sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um 119,2 % auf EUR 787,2 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 359,1 Mio.). Durch die Emission der Anleihe und die teilweise Tilgung des Schuldscheindarlehens im ersten Halbjahr 2018 erhöhten sich die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten, während sich die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten. Insgesamt stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 39,3 % auf EUR 1.538,3 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 1.104,1 Mio.) und die langfristigen Verbindlichkeiten nahmen um 4,9 % auf EUR 822,9 Mio. zu. (31. Dezember 2017: EUR 784,5 Mio.). Die mittel- und langfristige Fremdkapitalfinanzierung der Nordex Group erfolgt über ein Schuldscheindarlehen, einen Investitionskredit der Europäischen Investitionsbank (EIB) und eine festverzinsliche Anleihe. Das im Jahr 2016 begebene Schuldscheindarlehen über ursprünglich EUR 550 Mio. mit Laufzeiten von drei, fünf, sieben und zehn Jahren wurde etwa zur Hälfte bei nationalen und internationalen Investoren platziert. Je nach Tranche lag der Zinssatz zum Zeitpunkt der Emission zwischen 1,5 % und 3,0 %. Als erster "Green Schuldschein" konnte das Finanzinstrument auch durch Investoren gezeichnet werden, die sich an verbindlichen Umwelt- und Sozialstandards orientieren. Die Anfang 2018 platzierte Anleihe im Volumen von EUR 275 Mio. mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Kupon von 6,5 % diente der vorzeitigen Rückzahlung der im Jahr 2019 fälligen variablen Schuldscheintranchen und zur anteiligen Rückführung der 2021 fälligen Tranche, um so das Fälligkeitenprofil des Unternehmens zu verbessern. Diese Tilgungen erfolgten im Februar und im April 2018. Die Anleihe wurde ebenfalls, wie der Schuldschein, durch die Climate Bonds Initiative als "grünes" Finanzinstrument zertifiziert. Außerdem hat Nordex ein Darlehen über ursprünglich EUR 100 Mio. bei der EIB aufgenommen, das jährlich getilgt wird. Darüber hinaus steht der Nordex Group ein von internationalen Geschäftsbanken bereitgestellter Konsortialkredit ("Multi-currency Guarantee Facility") in Höhe von EUR 1,2 Mrd. zur Verfügung, der insbesondere für die Stellung von Bankgarantien für das laufende Geschäft genutzt wird. Die Nettoverbindlichkeiten - also die flüssigen Mittel und Festgelder abzüglich zinstragender Verbindlichkeiten -wurden auf EUR 32,5 Mio. reduziert (31. Dezember 2017: EUR 60,1 Mio.). Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind dem Konzernanhang zu entnehmen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten(inklusive der zukünftigen Zinszahlungen) der Nordex Group
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten(inklusive zukünftig anfallender Zinsen, ohne Devisentermingeschäfte)
Die Entwicklung des Eigenkapitals wurde im Geschäftsjahr 2018 ebenfalls maßgeblich durch Umstellungseffekte aus der erstmaligen Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 beeinflusst. Insbesondere diese Effekte und das negative Konzernergebnis führten zu einem Rückgang des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2018 um 24,1 % auf EUR 697,3 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 919,0 Mio.). Durch das niedrigere Eigenkapital und die höhere Bilanzsumme ging die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 2018 auf 22,8 % zurück (31. Dezember 2017: 32,7 %). Die Kapitalrücklage belief sich unverändert auf EUR 597,6 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 597,6 Mio.). Weitere Angaben zur Entwicklung der einzelnen Eigenkapitalpositionen sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie im Konzernanhang zu finden. VermögensstrukturDie flüssigen Mittel der Nordex Group lagen trotz des gesunkenen Umsatzes und des negativen Konzernergebnisses zum Bilanzstichtag mit EUR 609,8 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2017: EUR 623,2 Mio.). Sie enthalten auch Festgelder, bei denen es sich um Sichteinlagen mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten handelt. Positiv wirkten sich vor allem das effektive Working-Capital-Management und die aufgrund des hohen Auftragseingangs gestiegenen Anzahlungen aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten aus Projekten reduzierten sich um 57,3 % auf EUR 253,4 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 593,3 Mio.). Hier machte sich neben den Umstellungseffekten aus der IFRS-15-Anwendung unter anderem ein erfolgreiches Forderungsmanagement im Rahmen des Working-Capital-Managements bemerkbar. Der Anstieg der Vorräte um 290,2 % auf EUR 763,2 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 195,6 Mio.) war wesentlich durch die erstmalige Anwendung von IFRS 15 bedingt. Insgesamt stiegen die kurzfristigen Aktiva um 15,4 % auf EUR 1.781,0 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 1.543,1 Mio.). Die langfristigen Aktiva stiegen in Summe nur geringfügig um 1,0 % auf EUR 1.277,6 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 1.264,5 Mio.). Der Goodwill blieb konstant bei EUR 547,8 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 547,8 Mio.). Einen leichten Rückgang um 6,1 % auf EUR 206,5 Mio. zeigen die aktivierten Entwicklungsaufwendungen (31. Dezember 2017: EUR 220,0 Mio.). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte gingen um 65,9 % auf EUR 24,6 Mio. zurück (31. Dezember 2017: EUR 72,2 Mio.), hier wirkten sich die planmäßigen PPA-Abschreibungen aus. Die latenten Steueransprüche erhöhten sich um 71,6 % auf EUR 173,1 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 100,9 Mio.). Finanzlage und LiquiditätDer operative Cashflow stieg im Geschäftsjahr 2018 um 36,7 % auf EUR 124,9 Mio. (2017: EUR 91,4 Mio.). Zurückzuführen ist das auf den Cashflow aus der Veränderung des Working Capitals, der von EUR -16,5 Mio. im Jahr 2017 sehr deutlich auf EUR 156,3 Mio. im Jahr 2018 stieg. Dementsprechend entwickelte sich auch die Working-Capital-Quote sehr positiv und lag mit - 3,8 % (31. Dezember 2017: 5,3 %) deutlich im Zielbereich der Jahresprognose (unter 5 %). Ausschlaggebend waren die erfolgreichen Maßnahmen des Programms zur Optimierung des Working Capitals sowie die deutlich gestiegenen Kundenanzahlungen aufgrund des hohen Auftragseingangs im Jahr 2018. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Jahr 2018 bei EUR -80,9 Mio. (2017: EUR -146,1 Mio.). Hier wirkten sich sowohl gegenüber dem Vorjahr reduzierte Investitionen in Sachanlagen und Forschung und Entwicklung als auch der Mittelzufluss aus der Sale-Lease-Back-Transaktion des neuen Bürogebäudes in Hamburg aus. Die Nordex Group erzielte somit im Geschäftsjahr 2018 einen positiven Free Cashflow in Höhe von EUR 44,0 Mio. (2017: -54,7 Mio.). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten belief sich auf EUR -46,4 Mio. (2017: 43,9 Mio.) und spiegelt die Tilgung von Krediten, insbesondere die teilweise Rückzahlung des Schuldscheindarlehens, wider, die die Mittel aus der Begebung der Anleihe überstieg. Die zahlungswirksamen Veränderungen im Finanzmittelbestand lagen bei EUR -2,4 Mio. (2017: EUR -10,8 Mio.). Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode sank leicht um 2,1 % auf EUR 609,8 Mio. Mio. (31. Dezember 2017: EUR 623,2 Mio.) und lag damit insgesamt weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Nordex Group war im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. InvestitionenWie in der Prognose für das Geschäftsjahr 2018 vorgesehen, sanken die Investitionen gegenüber dem Jahr 2017. Sie lagen mit EUR 112,9 Mio. um 21,8 % unter dem Vorjahr (2017: EUR 144,3 Mio.). Davon entfielen mit EUR 41,3 Mio. (2017: EUR 53,3 Mio.) 36,5 % auf immaterielle Vermögenswerte. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen machten mit EUR 36,4 Mio. dabei den Großteil aus (2017: EUR 46,8 Mio.). Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich 2018 auf EUR 71,5 Mio. (2017: EUR 91,0 Mio.). Von den Sachanlagen entfiel der größte Teil mit EUR 37,9 Mio. auf technische Anlagen und Maschinen (2017 EUR 56,6 Mio.), gefolgt von geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau mit EUR 17,7 Mio. (2017: EUR 11,8 Mio.), von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit EUR 11,8 Mio. (2017: EUR 15,7 Mio.) sowie Grundstücken und Bauten mit EUR 4,2 Mio. (2017: EUR 6,9 Mio.). Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren das im Aufbau befindliche Rotorblattwerk in Mexiko, die Umstellung der Blattproduktion in Europa auf den Typ NR74.5 und der Ausbau der indischen Produktion. Entwicklung und Struktur der Investitionen
CHANCEN- UND RISIKOBERICHTGRUNDLAGEN DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMSRechnungslegungDas interne Kontrollsystem gliedert sich bei Nordex in einen geschäftsprozessintegrierten und einen prozessunabhängigen Bereich. Richtlinien, Arbeitsanweisungen und interne Kontrollen dienen der Bearbeitung und Steuerung von Risiken sowie der Einhaltung formaler Kriterien. Die Formulierung und Anwendung entsprechender Instrumente geschieht primär über die Fachfunktionen. Zusätzlich erfolgt eine prozessunabhängige Risikobetrachtung im Rahmen der internen Revision. Diese überprüft das bestehende interne Regelwerk der Prozesse und deren Einhaltung in der Praxis. Darüber hinaus informiert die Revision über Risiken, die aus erkennbaren Abweichungen entstehen, und rät zu Anpassungsmaßnahmen. Das bestehende Risikomanagementsystem von Nordex ist regelmäßig Gegenstand einer externen Prüfung, um eine fortlaufende Verbesserung des Risikomanagements sicherzustellen. Nordex sichert mittels einer Reihe von Maßnahmen die ordnungsgemäße Rechnungslegung im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses. Das Unternehmen verfügt z. B. über eine zentrale Buchhaltungs- und Abschlusserstellungsorganisation, die auf Basis einheitlicher Bilanzierungsvorschriften und Arbeitsanweisungen tätig ist. Damit wird sichergestellt, dass die Konzernrechnungslegung verlässlich und ordnungsmäßig ist und dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und den satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin wird mittels Bilanzierungsvorschriften und Arbeitsanweisungen sichergestellt, dass Inventuren ordnungsmäßig durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Als Kontrollaktivität werden Analysen von Sachverhalten und Entwicklungen anhand von Kennzahlenanalysen vorgenommen. Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften. Dabei wird ein einheitlicher Kontenrahmen im Konzern verwendet. Der Konzernabschluss der Nordex SE und ihrer Tochtergesellschaften wird gemäß § 315e Handelsgesetzbuch (HGB) in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Konzernabschluss wird im Rahmen eines strukturierten Prozesses und unter Verwendung eines Abschlusskalenders erstellt. Informationen außerhalb der Rechnungslegung werden vor Verwendung einer eingehenden Analyse und Plausibilitätsprüfung unterzogen. Es findet eine Gesamtkonsolidierung auf Ebene der Nordex SE statt. Sowohl bei Zahlungen als auch vor dem Abschluss von Verträgen finden relevante Grundsätze angewandter Kontrollen Anwendung, wie etwa Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip sowie Genehmigungs- und Freigabeverfahren. Ziele, Organisation und Wirkungsweise des RisikomanagementsystemsAls international agierendes Unternehmen ist Nordex im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Aus diesem Grund hat Nordex ein umfassendes Risikomanagementsystem implementiert, das darauf ausgerichtet ist, potenzielle negative Abweichungen (Risiken) frühzeitig zu erkennen, um mit geeigneten gegensteuernden Maßnahmen drohenden Schaden für Nordex abzuwenden und eine Bestandsgefährdung zu vermeiden. Positive Abweichungen im Sinne von Chancen werden in diesem System nicht mit erfasst, sondern mithilfe anderer Strukturen und Prozesse nachverfolgt (z. B. das "Cost of Energy"-Programm). Zudem soll das Risikomanagement hinreichende Sicherheit darüber gewährleisten, dass insbesondere die operativen und die strategischen Ziele der Nordex Group wie geplant erreicht werden können. Das Risikomanagementsystem umfasst eine Vielzahl von Kontrollmechanismen und bildet ein wichtiges Element des unternehmerischen Entscheidungsprozesses. Es ist daher als ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung in der gesamten Nordex Group implementiert. Um die Effektivität des Risikomanagements sicherzustellen und die Aggregation von Risiken sowie eine transparente Berichterstattung zu ermöglichen, ist ein unternehmensweit einheitlicher Ansatz zum Management von Unternehmensrisiken implementiert worden. Das Risikomanagementsystem der Nordex Group erfasst alle strategischen, operativen, rechtlichen und finanziellen Risiken innerhalb der Wertschöpfungskette. Ziel ist es, diese frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und entsprechend dem angestrebten Risikoprofil zu steuern. Unterstützt wird dieser Prozess durch eine Risikomanagementsoftware. Die vom Nordex-Vorstand erlassene Risikomanagementrichtlinie regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der Nordex Group und definiert eine unternehmenseinheitliche Methodik, die in allen Bereichen der Nordex Group gültig ist. Darin werden Verantwortlichkeiten für die Durchführung von Aufgaben im Risikomanagement sowie Berichts- und Überwachungsstrukturen festgelegt. Der Bereich "Group Risk Management" verfügt über die zentrale Methoden- und Systemverantwortung für das gruppenweit standardisierte eigenständige Risikomanagementsystem und das zugehörige Berichtswesen. Er ist für die regelmäßige Aktualisierung und Umsetzung der Risikomanagementrichtlinie von Nordex verantwortlich. Zudem ist der Bereich für eine unternehmensweit standardisierte Risikoberichterstattung an den Vorstand zuständig. Im Bereich der gesamten Nordex Group (auf Länder-, Regionen-, Bereichs- und Gruppenebene) werden Risikoverantwortliche ernannt. Das Risikomanagement findet somit durchgängig auf allen Unternehmensebenen und über Abteilungsgrenzen hinweg statt. Hier werden die Risiken im Rahmen der operativen Geschäftsabläufe permanent betrachtet und berücksichtigt. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, mindestens vierteljährlich die Risiken aller wesentlichen Geschäftstätigkeiten mittels eines einheitlichen methodischen Ansatzes zu identifizieren, zu bewerten und in einer zentralen Risiko-Datenbank zu dokumentieren. Danach erfolgt eine Entscheidung bezüglich der konkreten Handhabung (z. B. Risikoverminderung). Der damit verbundene Maßnahmenplan (einschließlich der Implementierungskosten) wird bewertet, erfasst und kontinuierlich überwacht. Alle Schritte werden immer wiederkehrend durchlaufen und entsprechend den aktuellen Entwicklungen und Entscheidungen angepasst. Ermittelte Risikopotenziale werden mit quantitativen Messgrößen analysiert und bewertet. Erhebliche und bestandsgefährdende Risiken werden auf Basis einer unmittelbaren Risikoeskalation gemeldet. Die Ergebnisse des Risikomanagements fließen regelmäßig in die Planungs- und Kontrollrechnungen sowie in die Prognose zur weiteren Geschäftsentwicklung ein. Der Abschlussprüfer überprüft jährlich die hierfür implementierten Verfahren und Prozesse sowie die Angemessenheit der Dokumentation. Nordex ist bereit, unternehmerische Risiken einzugehen (Risikobereitschaft), aber nur insoweit, als aus dieser Geschäftstätigkeit und den daraus resultierenden zusätzlichen Ertragschancen ein angemessener Beitrag zur Steigerung des Shareholder Value der Nordex Group zu erwarten ist. Aktualisierung der RisikodokumentationAnhand der Einschätzungen der Risikoverantwortlichen wird das Gesamtbild der potenziellen Risikolage aktualisiert und in einer zentralen Datenbank dokumentiert. Hierbei umfasst der Betrachtungszeitraum das restliche aktuelle Geschäftsjahr zuzüglich der folgenden zwei Jahre. Der Konzernbereich Risikomanagement koordiniert zentral die vierteljährliche Aktualisierung der Dokumentation von Risiken und Gegenmaßnahmen. RisikobewertungUm zu bestimmen, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für die Nordex Group aufweisen, werden die Risiken als potenziell negative Zielabweichungen gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen klassifiziert und als Bruttowert (vor Risiko-Gegenmaßnahmen) erfasst. Die Risiko-Gegenmaßnahmen werden getrennt bewertet und erfasst. Die Skalen zur Messung dieser beiden Bewertungskriterien für den Risikowert sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt: Risikoklassifizierung - Eintrittswahrscheinlichkeit
Gemäß dieser Einteilung definiert Nordex ein sehr unwahrscheinliches Risiko als eines, das nur unter außergewöhnlichen Umständen eintritt, und ein wahrscheinliches Risiko als eines, mit dessen Eintritt innerhalb einer bestimmten Zeitspanne zu rechnen ist. Risikoausmaß - Grad der Auswirkungen
Entsprechend ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen klassifiziert Nordex Risiken als "gering", "mittel", "hoch" oder "kritisch". Dies führt zu folgender Risiko-Matrix: Risikomatrix
K = Kritisches Risiko
Risikobehandlung und -ÜberwachungRisiken können entweder durch aktive Gegenmaßnahmen verringert oder auch - unter bestimmten Umständen - akzeptiert werden. Notwendige Gegenmaßnahmen werden unverzüglich eingeleitet und ihr erwarteter Risikominderungseffekt bewertet und erfasst. Die Kernrisiken, insbesondere die Marktrisiken (z. B. Nachfrageschwankungen) und die Risiken aus der Entwicklung neuer Produkte, werden von Nordex selbst getragen. Nordex beabsichtigt, alle Risiken, die nicht zum Kerngeschäft gehören (z. B. Währungs- und Sachschadenrisiken), auf Dritte zu übertragen. Zur Absicherung gegen finanzielle Marktrisiken setzt das Unternehmen ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente ein. Risiken werden zudem dann durch Versicherungen abgesichert, wenn dies im Hinblick auf den wirtschaftlichen Nutzen vertretbar und möglich ist. Die Risikoverantwortlichen sind dafür zuständig, die Risiken und die Effektivität der Gegenmaßnahmen kontinuierlich zu überwachen, wobei sie von ihren jeweiligen disziplinarischen und fachlichen Vorgesetzten unterstützt werden. Darüber hinaus werden die Risiken durch Risikogremien auf verschiedenen Unternehmensebenen, denen leitende Führungskräfte aus verschiedenen Unternehmensbereichen angehören, einschließlich des Vorstands und des Aufsichtsrats, überwacht. Die Verantwortlichen auf Länder-, Regionen-, Bereichs- und Gruppenebene haben laufend Zugriff auf die in der zentralen Datenbank dokumentierten Risiken und Gegenmaßnahmen. Auf regionaler Ebene und auf Gruppenebene besprechen Risikoverantwortliche zusammen mit dem Vorstand regelmäßig Risiken und Gegenmaßnahmen und überwachen den Erfolg der Risikominderung. Zusätzlich wird der Gesamtvorstand einmal im Quartal über Einzelrisiken unterrichtet, die mittels einer Risikoanalyse als "hoch" oder "kritisch" eingestuft wurden. Erhebliche und bestandsgefährdende Risiken werden dem Vorstand unverzüglich auf Basis einer unmittelbaren Risikoeskalation gemeldet. Diese Berichterstattung erfolgt in Form einer allgemeinen Risikobeschreibung unter Ausweisung der zugehörigen quantitativ abschätzenden Risikobewertung und der Auswirkungen der Risiken auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Alle Informationen zu den Geschäftsrisiken (erwartete Risikowerte, Effekte und Kosten von Gegenmaßnahmen, Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten) werden in einer Prognose zum erwarteten Nettorisiko konsolidiert. Damit wird transparent, inwieweit die Risiken durch bereits zurückgelegte Beträge gedeckt sind und Risiko-Gegenmaßnahmen noch umzusetzen sind. Über neu identifizierte sowie über fortgesetzt bestehende wesentliche Risiken, die als "hoch" oder "kritisch" eingeschätzt wurden, wird außerdem der Aufsichtsrat durch den Vorstand quartalsweise unterrichtet. Kontinuierliche Überwachung und WeiterentwicklungDie Interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Nordex SE. Risikomeldungen werden stichprobenartig in vertiefenden Interviews mit den betreffenden Bereichen und Gesellschaften unter Federführung der Internen Revision auf ihre Plausibilität und Angemessenheit hin geprüft. Im Rahmen der kontinuierlichen Überwachungs- und Verbesserungsprozesse wird das Risikomanagementsystem ständig optimiert. Dabei wird den internen und externen Anforderungen gleichermaßen Rechnung getragen. Ziel der Überwachung und Verbesserung ist es, die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sicherzustellen. Der Abschlussprüfer hat die Wirksamkeit des Risikofrüherkennungssystems auf Basis dieses Datenumfangs beurteilt und festgestellt, dass identifizierte Risiken zutreffend dargestellt wurden. Damit entspricht das Risikofrüherkennungssystem des Unternehmens den gesetzlichen Anforderungen, und es steht im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Darstellung der wesentlichen Risikofelder und EinzelrisikenDie nachfolgende Darstellung und Bewertung von Einzelrisiken bezieht sich - soweit nicht anders vermerkt -auf die Jahre 2019 bis 2021. Die identifizierten Risiken und die sich daraus möglicherweise ergebenden Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage werden als Nettorisikowert berechnet. Dazu gehören vollständig umgesetzte und noch umzusetzende Risiko-Gegenmaßnahmen. Dies bezieht sich nur auf Gegenmaßnahmen, die beschlossen wurden, sich in der Umsetzung befinden oder als kontinuierliche Maßnahmen festgelegt wurden. Gesamtwirtschaftliche RisikenGesamtwirtschaftliche Risiken ergeben sich für Nordex aus konjunkturellen und geopolitischen Entwicklungen, insbesondere einem allgemeinen Rückgang des Weltwirtschaftswachstums bzw. nachlassender Konjunktur oder gar einem Abgleiten einzelner Fokusmärkte in die Rezession. Die Fähigkeit von Nordex, auf internationalen Märkten zu agieren und zu expandieren, könnte auch durch Devisenbeschränkungen, wirtschaftliche, politische und soziale Instabilität, die Einführung von Schutzzöllen und Handelsbarrieren, Compliance-Risiken sowie andere marktbezogene Risiken beeinträchtigt werden. Infolge des Zusammenschlusses mit Acciona Windpower und dem damit verbundenen deutlich höheren Geschäftsvolumen in Schwellen- und Entwicklungsländern ist das Risiko unvorhergesehener Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Lage in diesen Ländern von erhöhter Relevanz. Branchenspezifische RisikenDie branchenspezifischen Risiken umfassen allgemeine Marktrisiken, das Preisrisiko sowie das Gesetzesänderungsrisiko. Allgemeine Marktrisiken - und hier insbesondere das Wegbrechen von Marktpotenzialen und geplanten Projekten - können aufgrund politischer, konjunktureller oder energiewirtschaftlicher Umbrüche auftreten. Änderungen in der Regierungspolitik stellen ein allgemeines Risiko dar. In den letzten Jahren betrafen die Veränderungen in der Förderpolitik die Windindustrie insbesondere in den europäischen Märkten. Die Politik hat die finanziellen Anreize für erneuerbare Energien, einschließlich der Windenergie, von Vorzugspreisen oder regulierten Einspeisetarifen für Strom aus erneuerbaren Quellen zu auktionsbasierten Modellen verlagert. Diese Änderung hat zu niedrigeren Energietarifen geführt, was wiederum die Margen und Renditen für Windenergieinvestoren belastet. Darüber hinaus hat diese Veränderung Unsicherheiten auf vielen Märkten und Nachfragestörungen ausgelöst. Zudem führen politisch ungünstige Entwicklungen in einigen Ländern zu einem starken Nachfragerückgang: Ein Beispiel hierfür ist insbesondere der deutsche Markt, auf dem 2018 lediglich 2.402 MW installiert wurden, verglichen mit 5.333 MW im Jahr 2017. Nordex begegnet den branchenspezifischen Risiken mit einer starken Umsatzdifferenzierung, sodass die Gruppe zurzeit in über 50 verschiedenen Märkten in den Regionen Europa, Amerika, Asien, Afrika und Australien aktiv ist. Ferner wurde ein agiler Prozess etabliert, um Potenzialmärkte schnell bewerten, bearbeiten und erschließen zu können. Dem Preisdruck der letzten Jahre hat Nordex durch ein internes Programm teilweise entgegenwirken können, das auf eine kontinuierliche Senkung der Stromgestehungskosten ("Cost of Energy") seiner Windenergieanlagen abzielt. Als Reaktion auf den Rückgang des Marktvolumens in Europa durch die anhaltende Umstellung auf Auktionsverfahren hat die Gruppe 2017 ein Kostensenkungsprogramm zur Reduzierung struktureller Kosten umgesetzt. Da fast alle Märkte inzwischen auf auktionsbasierte Modelle umgestellt haben, sind die wichtigsten branchenspezifischen Risiken weiterhin Unsicherheiten im Hinblick auf Baugenehmigungen, disruptive regulatorische Änderungen und steigende Rohstoffpreise, die die Lieferkette betreffen, sowie eine weitere Konsolidierung auf der Angebotsseite. Die Nordex Group begegnet diesen Risiken, indem sie sich über Branchenverbände und den direkten Dialog mit politischen Entscheidungsträgern und öffentlichen Interessengruppen für die Windenergie einsetzt sowie Entwickler bei ihren Bemühungen um Baugenehmigungen und einer Diversifizierung der Lieferkette unterstützt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von branchenspezifischen Risiken über die bereits bekannten Sachverhalte hinaus wird derzeit als vorstellbar eingeschätzt. Ihr Eintreten würde hohe Auswirkungen auf die für 2019 und die Folgejahre geplanten Auftragseingänge haben, aber sich auch auf die Finanzlage im Jahr 2019 auswirken. ProduktentwicklungsrisikenAufgrund der großen Innovationskraft und hohen Wettbewerbsintensität in der Windenergiebranche hängt die Fähigkeit, im Markt zu bleiben, stark von der Planung, Entwicklung und Vermarktung neuer und kosteneffizienterer Windenergieanlagen ab. Die Entwicklung neuer und effizienterer bzw. ertragsstärkerer Anlagentypen sowie Produktmodifikationen sind jedoch mit teilweise erheblichen Investitionen verbunden. Diese müssen durch entsprechende Vertriebserfolge über den gesamten Produktlebenszyklus amortisiert werden. Wesentliche erfolgskritische Faktoren bei der Anlagenentwicklung sind insbesondere die Verfügbarkeit von zeitlichen und monetären Ressourcen, die Sicherstellung des Übergangs von der Prototyp-Turbine zur in Serie gefertigten Anlage, die Ausstellung der für den Betrieb notwendigen Zertifikate und Genehmigungen sowie der Zeitpunkt der Markteinführung. Entwicklungsrisiken treten ein, wenn einer oder mehrere dieser Faktoren außerplanmäßig gefährdet werden und die F&E-Aufwendungen höher ausfallen als geplant. Nordex begegnet diesen Risiken während Entwicklung, Erstanlagen-Errichtung und Serienproduktion mit seinem Simultaneous Engineering sowie einem bereichsübergreifenden Produktentwicklungsprozess. Bereits im Vorfeld einer Anlagenentwicklung erfolgen eine marktnahe Analyse und die Vorbereitung in enger Kooperation von Vertrieb, Produktmarketing und Entwicklung. Darüber hinaus stellt die Plattformstrategie sicher, dass bereits erprobte Technologie genutzt und zielgerichtet bis zur Zertifizierung und der nachfolgenden Serienreife weiterentwickelt wird. Die von Nordex errichteten Anlagen müssen den an den jeweiligen Standorten geltenden Netzanschlussrichtlinien entsprechen. Um die zunehmende Anzahl von nationalen Richtlinien umzusetzen, ist ein erheblicher Ressourceneinsatz notwendig. Bei Nichteinhaltung von Richtlinien in einem Markt ist dieser Aufwand weder zu amortisieren, noch kann das Marktpotenzial erschlossen werden. Nordex begegnet diesem Risiko mit organisatorischen Strukturen und entsprechenden Arbeitsschwerpunkten im Bereich Engineering. Ferner sind bereichsübergreifende interne Arbeitsgruppen eingerichtet. Ergänzend erfolgt ein Engagement von Nordex in externen Gremien mit dem Ziel, auf eine weitgehende internationale Harmonisierung der Netzanschlussrichtlinien hinzuwirken. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Entwicklungsrisiken wird als möglich eingestuft und hat im Eintrittsfall mittlere Auswirkungen auf die geplanten Ergebnisse. ProjektentwicklungsrisikenIm Projektentwicklungsgeschäft entwickelt und vertreibt die Gruppe Windparkprojekte. Zu den Projektentwicklungsaktivitäten gehören die Durchführung von Machbarkeitsstudien, die Sicherung von Genehmigungen, Grundstücksrechten und Stromabnahmeverträgen sowie die Finanzierung des geplanten Projekts. Das weite Feld der Projektentwicklung ist mit mehreren Risiken verbunden. So kann die Verweigerung von Baugenehmigungen, der Misserfolg bei Auktionen oder der fehlende Abschluss von Strombezugsverträgen bei einem Projekt zur Stornierung und Abschreibung des Projekts führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Projektentwicklungsrisiken wird als vorstellbar eingestuft und hat im Eintrittsfall mittlere Auswirkungen auf die Ergebnisse der Gruppe. Beschaffungs- und EinkaufsrisikenZu den wesentlichen Risiken im Einkauf zählen Lieferengpässe bei Zulieferern, Lieferantenausfälle infolge von Insolvenzen, ungeplant hohe Lagerbestände, Preisrisiken, Lieferzeitrisiken, Qualitätsrisiken und der Nachweis lokaler Wertschöpfung. Unvorhersehbare Verschiebungen bei Kundenprojekten können in gewissem Rahmen zu zeitweilig erhöhten Vorratsbeständen bei Nordex führen und sich negativ auf die Liquidität des Unternehmens auswirken. Nordex ist daher bemüht, den Vorratsbestand durch eine fertigungssynchrone Lieferung von Komponenten bei gleichzeitig hoher Liefertreue möglichst gering zu halten. Sollte die Auftragslage im laufenden Geschäftsjahr hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnten einige Lieferanten - die zum Teil erheblich in den Ausbau ihrer Kapazitäten investiert haben bzw. bei denen ein Eigentümerwechsel stattgefunden hat - aus wirtschaftlichen Gründen ausfallen, wodurch sich die Anzahl potenzieller Zulieferer verringern würde. Ein Nachfrageüberhang könnte zu Lieferengpässen bei einigen Komponenten - insbesondere den neu eingeführten Plattformen - verbunden mit entsprechenden Verzögerungen in der Projektabwicklung führen. Nordex begegnet dem Risiko des Lieferantenausfalls auf unterschiedliche Weise: einerseits durch die rechtzeitige Reservierung von Kapazitäten bei Lieferanten auf der Basis geeigneter Vereinbarungen und andererseits durch die Qualifizierung weiterer Lieferanten, um das Risiko eines sogenannten Single Sourcing (Bezug bei nur einem Lieferanten) zu senken. Ein Lieferantenausfall ist zudem über eine Versicherung teilweise abgesichert. Nordex kauft weltweit Komponenten ein, die zum Großteil Preisschwankungen auf den Rohstoff- und Devisenmärkten unterliegen. Da Nordex seinen Kunden die Turbinen zu projektspezifisch verhandelten Preisen anbietet, werden zeitnah zum Auftragseingang entsprechende Komponenten beschafft und gesichert. Damit reduziert sich das Risiko von Preisschwankungen auf der Einkaufsseite. Nordex gewährleistet seinen Kunden die Qualität der Anlagen und bestimmte Leistungs- und Verfügbarkeitsparameter. Auch um Zahlungen unter den Leistungsgarantien zu vermeiden, werden alle Komponenten und das Gesamtsystem einer gründlichen Zertifizierung während der Designphase sowie Tests und Qualitätsprüfungen im Rahmen der Prozesse des Qualitätsmanagements unterzogen. Dennoch kann das Risiko mangelhafter Komponenten, wie etwa bei fremdbezogenen Komponenten, nicht vollständig ausgeschlossen und nur begrenzt an Lieferanten und Sublieferanten weitergegeben werden. In neuen Märkten in Entwicklungs- und Schwellenländern gewinnt der Nachweis von lokaler Wertschöpfung (Local Content) zunehmend an Bedeutung. Sofern dieser Nachweis nicht oder nur unvollständig erbracht werden kann, hat dies Auswirkungen auf die Projektfinanzierung und -realisierung. Nordex begegnet diesem Risiko mit der frühzeitigen Suche nach Lieferanten vor Ort und enger Zusammenarbeit mit Kunden und Behörden in den betreffenden Ländern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Beschaffungs- und Einkaufsrisiken wird als möglich eingestuft und kann kritische Auswirkungen auf die Margensituation des Unternehmens haben. ProduktionsrisikenNordex hat seine Fertigungssystematik in den letzten Jahren umgestellt und setzt bei der Turbinenmontage auf eine Linienfertigung sowie bei der Rotorblattproduktion auf teilautomatisierte Prozesse. Das wesentliche Produktionsrisiko besteht daher in einem Stillstand der Produktionsstätten. Stillstandzeiten treten insbesondere auf, wenn Vorlieferanten verspätet oder nicht in der vereinbarten Qualität liefern, wenn der Serienstart neuer Turbinentypen Verzögerungen verursacht oder wenn wesentliche Produktionsmittel wie etwa Kranbahnen, das Fließfertigungssystem oder Formensätze defekt sind. Ein weiteres spezifisches Risiko sind Hochlaufphasen neuer Produkte und Komponenten, insbesondere neuer Blatttypen bzw. von Blatttypen, deren Produktion an Zulieferer ausgelagert wird oder an neuen Standorten erfolgt. Hier muss neben der Einarbeitung weiterer neuer Mitarbeiter auch die nötige Qualität der carbonfaserverstärkten Blätter sichergestellt werden, um ungeplante Mehrkosten zu vermeiden. Nordex hat eine globale Lieferkette aufgebaut und bezieht Systeme, Komponenten und Teile aus verschiedenen Regionen in aller Welt. Es besteht das Risiko, dass Lieferketten aufgrund politischer Ereignisse, zolltariflicher Änderungen und eines sich ändernden regulatorischen Umfelds ins Stocken geraten oder zum Stillstand kommen, was sich negativ auf die Produktionsleistung auswirken kann. Zur Steuerung dieses Risikos verfügt Nordex über eigene lokale und globale Ressourcen. Den Produktionsrisiken begegnet Nordex mit dem Qualitätsmanagement und der Implementierung entsprechender Prozesse sowie mit seinem Supply Chain Management, das die Schnittstellen zwischen Einkauf, Produktion und Projektmanagement abdeckt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Produktionsrisiken wird als vorstellbar eingestuft und kann hohe Auswirkungen auf die Leistungsindikatoren haben. Projekt- und ErrichtungsrisikenDas Umfeld der Errichtung von Windturbinen und Windparks ist in jedem der von Nordex ausgeführten Projekte topografisch, klimatisch und regional unterschiedlich. Vor der Projektdurchführung erfolgt eine technische Bewertung und eine wirtschaftliche Einschätzung. Abweichungen von der vordefinierten Prozesskette können durch Wetterrisiken hervorgerufen werden, die die geplanten Errichtungs- und Inbetriebnahme-Termine verzögern können. Nordex wirkt diesen Einflüssen mit vertraglichen Regelungen zur Risikoallokation zwischen Hersteller und Kunden sowie aktivem Abweichungsmanagement entgegen. Dennoch sind Mehrkosten für z. B. Kran-, Errichtungsleistungen oder auch im Bereich von Transport und Logistik nicht ganz auszuschließen. Weitere mögliche Risiken sind eine unzureichende Komponentenverfügbarkeit aufgrund von Lieferverzügen bei Zulieferfirmen oder Kapazitätsengpässe bei externen (z. B. Kapazitäten von Krandienstleistern und Spezialtransportern) und internen Ressourcen. Dieses Risiko kann z. B. auftreten, sobald ursprüngliche Zeitpläne verschoben werden müssen. Ein wesentliches Risikofeld im Bereich des Projektmanagements betrifft die Themenfelder Qualität und Technik. Im Einzelfall werden trotz vorheriger Qualitätsmaßnahmen im Rahmen der Prozesse des Qualitätsmanagements technische Fehler oder Qualitätsmängel an einzelnen Komponenten erst auf der Baustelle sichtbar, sodass Nacharbeiten vor Ort bzw. der Tausch von Komponenten notwendig werden kann. Neben dem bereits erwähnten Zeitverzug kann dies auch eine Nichtabnahme bzw. - nach Abarbeitung entsprechender Mängel - die verspätete Abnahme und damit verbunden eine spätere Zahlung seitens des Kunden nach sich ziehen. Im Einzelfall besteht das Risiko einer nachträglichen Kompensationszahlung oder Kaufpreisreduzierung. Projekt- und Errichtungsrisiken können ungeplante Mehrkosten verursachen und führen in diesem Fall zu einer Reduzierung des vorkalkulierten Projektdeckungsbeitrags. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken wird als vorstellbar eingestuft und kann mittlere Auswirkungen auf die Finanzlage haben. Technische RisikenWindkraftanlagen sind komplexe Maschinen, die aus einer Reihe von hochentwickelten Systemen, Modulen und einzelnen Komponenten bestehen. Um zuverlässig funktionieren zu können, muss der Betrieb der Anlagen in sehr unterschiedlichen Umgebungen synchron und weitgehend autonom erfolgen. Daher unterliegen unsere Windenergieanlagen im Laufe ihres Lebenszyklus verschiedenen technischen Risiken, die sich je nach den zur Herstellung der Komponenten verwendeten Materialien und Technologie unterscheiden und stark davon abhängen, dass die Komponenten den geforderten Design- und Qualitätsstandards des Produkts entsprechen. Abweichungen von diesen Standards können die Verwendung von Windenergieanlagen einschränken oder diese unbrauchbar machen und eine Reparatur, einen Austausch oder eine vollständige Instandsetzung erforderlich machen, was wiederum erhebliche Mehrkosten für uns zur Folge haben kann. Diese Kosten sind besonders hoch, wenn es sich um wiederkehrende Mängel handelt, die eine größere Anzahl von Produkten betreffen. Die Gewährleistungen in den Kaufverträgen für neue Windenergieanlagen haben in der Regel eine Laufzeit von zwei bis fünf Jahren, wobei sich die Gewährleistung für ausgetauschte Ersatzteile oder Komponenten innerhalb der Gewährleistungs- bzw. Mängelanzeigefrist bis zu zwei weitere Jahre ab Reparatur- bzw. Austauschdatum verlängert. Darüber hinaus verpflichtet sich Nordex in der Regel, Betriebs- und Wartungsdienstleistungen für seine Windenergieanlagen für eine verlängerte Laufzeit von bis zu 20 Jahren oder mehr nach dem Verkauf zu erbringen, was häufig eine unbegrenzte oder zumindest umfassende Ersatz- oder Reparaturverpflichtung für Komponenten beinhaltet, die aus anderen Gründen als durch höhere Gewalt oder Eingriffe des Eigentümers ausgefallen sind. Bei vielen Windenergieanlagen reicht die Verantwortung für die Behebung von Störungen der Anlagen daher oft über den Gewährleistungszeitraum hinaus. Zusätzlich garantiert Nordex in der Regel bestimmte Leistungskriterien seiner Windenergieanlagen wie Geräuschemissionen und die Leistungskurve während der Gewährleistungszeit sowie - üblicherweise in Verbindung mit dem Servicevertrag - die betriebliche Verfügbarkeit der Windenergieanlagen oder eine andere Leistungskennzahl der Anlagen. Bei Nichterfüllung dieser Leistungskriterien müsste die Gruppe ihre Kunden für die verminderte Nutzung der Windenergieanlagen oder für Produktionsausfälle entschädigen, was wiederum zu hohen ungeplanten Kosten führen könnte. Für technische Risiken hat die Gruppe neben dem Versicherungsschutz und dem Lieferantenregress auch Rückstellungen gebildet, um mögliche Kosten und Kundenforderungen im Zusammenhang mit technischen Problemen abzudecken. Technische Risiken werden als möglich eingestuft, haben aber hohe Auswirkungen auf die Finanzlage. Für bestehende Risiken hat Nordex angemessene Rückstellungen gebildet. Finanzwirtschaftliche RisikenIm Bereich der finanzwirtschaftlichen Risiken unterliegt die Nordex Group Fremdwährungsrisiken, Zinsänderungsrisiken, Kreditrisiken, unplanmäßigen Abschreibungen, dem Liquiditätsrisiko sowie dem Risiko der Verlustvortrags-Abzugsbeschränkung. Aus der internationalen Ausrichtung des Konzerns resultiert, dass das operative Geschäft Wechselkursschwankungen unterliegt und nicht alle Vertragsbeziehungen auf Euro-Basis abgeschlossen werden. Das Währungsumrechnungsrisiko entsteht, wenn die Ertrags- und Finanzlage der ausländischen Tochtergesellschaften zu den für die Einbeziehung in den Konzernabschluss geltenden Wechselkursen in Euro umgerechnet wird. Diese Wechselkurse können erheblich schwanken und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen den Perioden beeinträchtigen. Das Währungstransaktionsrisiko entsteht, wenn die Gruppe sich in Projekten engagiert, bei denen Abfluss- und Zuflusswährungen nicht kongruent sind. Um dieses Risiko zu vermeiden, versucht Nordex eine natürliche Absicherung zu schaffen, indem Verträge mit Kunden in derselben Währung wie die Verträge mit Lieferanten abgeschlossen werden. Darüber hinaus setzt Nordex auch derivative Sicherungsinstrumente ein, um das verbleibende Fremdwährungsrisiko zu reduzieren. Zinsänderungsrisiken bestehen aus dem 2016 begebenen Schuldscheindarlehen, das zum Teil variabel verzinst wird. Nach der Begebung eines "Green Bond" Anfang 2018 hat die Nordex Group den Erlös aus diesem Instrument zur Rückzahlung der dreijährigen und zum Teil der fünfjährigen variabel verzinsten Schuldscheintranchen genutzt. Mit diesem Refinanzierungsinstrument konnte das Zinsänderungsrisiko deutlich reduziert werden. Zur Minimierung von Kreditrisiken schließt die Nordex Group Geschäfte mit Dritten ab, deren Kreditwürdigkeit regelmäßig überwacht wird. Alle wesentlichen Neukunden, die Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Ausfallrisiken bzw. dem Risiko, dass Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, wird grundsätzlich im Vorfeld der Auftragsannahme durch ein standardisiertes Genehmigungsverfahren begegnet. Insbesondere erfolgt die Auftragsannahme grundsätzlich nur dann, wenn die Projektfinanzierung durch Kreditinstitute sichergestellt und/oder durch eine Bankgarantie bzw. die Bürgschaft einer Konzerngesellschaft zugunsten von Nordex unterlegt ist. Darüber hinaus sehen die Verträge vor, dass laufende Anzahlungen entsprechend dem jeweiligen Projektfortschritt zu leisten sind. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Wertminderungen stellen ein weiteres finanzwirtschaftliches Risiko dar und können einerseits veraltete Lagerbestände und Ersatzteile betreffen, andererseits aber auch die Werthaltigkeit von Forderungen (Forderungsausfälle) sowie von immateriellen Vermögensgegenständen aus den Bereichen Forschung und Entwicklung bzw. Projektentwicklung. Diesem Risiko begegnet Nordex zunehmend mit einer fertigungssynchronen Beschaffung sowie einer regelmäßigen Neubewertung der immateriellen Vermögensgegenstände. Im Konzern bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind ferner über Bürgschaften, Garantien und Stand-by-Akkreditive oder Eigentumsvorbehalte teilweise besichert. Das Liquiditätsrisiko besteht darin, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nur teilweise oder gar nicht erfüllen zu können. Der Finanzbereich überwacht und steuert daher laufend die Gruppenliquidität. Hierbei werden die Ein- und Auszahlungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Laufzeiten der Finanzinvestitionen und der finanziellen Vermögenswerte sowie erwartete Zahlungsströme aus der Geschäftstätigkeit überwacht. Ziel des Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen laufenden Ein- und Auszahlungen herzustellen. Nordex setzt teilweise Cash-Pooling oder andere interne Finanzierungsmechanismen zum effektiven Liquiditätsmanagement der Gruppe ein. Verbleibende Liquiditätspositionen werden vom Finanzbereich bei Geschäftsbanken im In- und im Ausland entsprechend konservativ angelegt. Hierbei werden Limits und Kontrahentenrisiken permanent überwacht. Darüber hinaus finanziert sich die Nordex Group über Projektanzahlungen von Kunden. Die Anzahlungen werden bei sämtlichen Projekten nach Projektfortschritt analog den vertraglich vereinbarten Zahlungsplänen abgerechnet. Die externe Finanzierung des Konzerns basiert im Wesentlichen auf einer Aval-Kreditlinie eines Bankenkonsortiums, einem Schuldscheindarlehen, einer "grünen Anleihe" sowie einem Kredit der Europäischen Investitionsbank. Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von finanzwirtschaftlichen Risiken als möglich und die Auswirkungen auf die Ergebnisse der Gruppe im Eintrittsfall als mittel eingeschätzt. Für bestehende Risiken hat Nordex angemessene Rückstellungen gebildet. Rechtliche RisikenIm operativen Geschäft unterliegt die Nordex Group, wie in den vorigen Abschnitten erläutert, diversen Risiken. Zu den rechtlichen Risiken zählen daher in erster Linie Haftungsrisiken, die sich aus möglichen Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüchen aus Liefer- und Dienstleistungsverträgen ergeben können. Daneben können auch Haftungsrisiken aus Gesetz resultieren, wie z. B. aus Produkthaftung, der Verletzung von Patentrechten bzw. gewerblicher Schutzrechte, steuerrechtlichen Vorgaben - insbesondere im internationalen Rahmen -oder auch aus der unzureichenden Umsetzung von Zertifizierungsanforderungen oder sonstiger gesetzlicher Auflagen; u. a. besteht in sämtlichen EU-Mitgliedsstaaten die Verpflichtung, nur solche technischen Anlagen in Betrieb zu nehmen, die der sogenannten Maschinenrichtlinie entsprechen. Wenngleich Nordex eine entsprechende Organisationsstruktur aufgebaut hat, die sicherstellen soll, dass die jeweils relevanten Vorgaben aus Vertrag und Gesetz in der Ausführung unserer Geschäftstätigkeit umgesetzt werden, sind derartige Haftungsrisiken wie auch solche aus Rechtsstreitigkeiten nie auszuschließen. Durch interne Vorgaben und Prozesse über die gesamte Wertschöpfungskette soll der kontrollierte Umgang mit rechtlichen Risiken erreicht werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von finanzwirtschaftlichen Risiken wird als möglich eingestuft, wobei die Auswirkungen auf die Finanzkennzahlen als mittel eingeschätzt werden. Für bestehende Risiken hat Nordex angemessene Rückstellungen gebildet. PersonalrisikenBei der Entwicklung und Umsetzung von Geschäftsstrategien ist Nordex stark von der Fähigkeit abhängig, hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, zu halten und auszubilden, insbesondere in den Bereichen, die einen soliden technischen Hintergrund und Kenntnisse über die Besonderheiten des Windenergieanlagenbaus erfordern. Die wesentlichen Personalrisiken beziehen sich jedoch auf einen Fach- und Führungskräftemangel, falsche oder unzureichende Qualifikationen der Belegschaft sowie die Fluktuation von Führungskräften und Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Um den Risiken aus Fach- und Führungskräftemangel entgegenzuwirken, hat Nordex im Berichtszeitraum seine Recruitment-Prozesse verbessert und die entsprechenden Aktivitäten neu ausgerichtet. Ebenso wurde der Maßnahmenkatalog der unternehmenseigenen Weiterbildungseinrichtung, der Nordex Academy, weiter ausgebaut, um die kontinuierliche Qualifizierung und Weiterbildung der Mitarbeiter sicherzustellen. Zur weiteren Reduzierung der Fluktuation, insbesondere auf Schlüsselpositionen, fördert Nordex weiterhin interne Karriereperspektiven, identifiziert frühzeitig Potenzialträger und baut entsprechend Nachfolger, u. a. durch das Nachwuchsförderungsprogramm "Upwind", auf. Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Personalrisiken als sehr unwahrscheinlich und deren Auswirkungen als gering eingeschätzt. IT-RisikenAls Turbinenhersteller legen wir höchsten Wert auf Cybersicherheit und Informationssicherheitsmanagement und beachten dabei sämtliche gesetzlichen Anforderungen. Unsere Richtlinien, Verfahren und Systeme zur Informationssicherheit sind auf die IS027001 sowie auf gemeinsame Best Practices für IT-Sicherheit ausgerichtet. IT-gestützte Geschäftsprozesse sind grundsätzlich den Risiken der elektronischen Informationsverarbeitung, insbesondere von Systemausfällen, mangelnder Datensicherheit und Datenverlusten, ausgesetzt. Nordex überprüft daher permanent die Aktualität und Sicherheit der eingesetzten Informationstechnologien, um Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen sicherzustellen. Dies geschieht durch Schulung der Mitarbeiter sowie durch regelmäßige interne und externe Audits der eingesetzten IT-Systemlandschaften. Die Systeme werden nach Vorgabe der Hersteller und allgemeinen Sicherheitsempfehlungen (z. B. BSI, CERT) auf Stand gehalten. Die Sicherheit von IT-Systemen könnte verletzt werden. Solche Sicherheitsverletzungen können durch Hacker, die Programme verwenden, mit denen Login-Daten aus der Ferne erfasst werden, oder durch Denial-of-Service- oder Ransomware-Angriffe verursacht werden. Selbst wenn solche Sicherheitsverletzungen die strukturelle Integrität und/oder die Betriebssicherheit unserer Windkraftanlagen nicht unmittelbar beeinträchtigen, können sie unsere Fähigkeit zur Fernüberwachung von Windkraftanlagen vorübergehend beeinträchtigen. Diese Fernüberwachung ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Serviceangebots. Zur Minimierung des Risikos von Systemausfällen und zum Schutz der Geschäftsdaten hat Nordex eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Dabei werden moderne Technologien zur Datenverschlüsselung, Zugriffs- und Zutrittskontrolle ebenso genutzt wie Firewall-Systeme, Virenschutzprogramme und Überwachungssysteme. Der Austausch sensibler technischer Daten mit Kunden und Lieferanten läuft über speziell abgesicherte Datenräume. Die Datensicherheit bei Nordex wird überdies durch den Einsatz hochverfügbarer, ausfallsicherer, zentraler Serversysteme gewährleistet. Hierzu werden alle Systeme bei externen Partnern in zertifizierten State-of-the-Art-Rechenzentren betrieben. Beim Einsatz von Cloud-basierten Technologien gibt Nordex spezielle Sicherheitsempfehlungen, die bereits bei der Implementierung des Service berücksichtigt und regelmäßig überprüft werden. Die Informationsverarbeitung personenbezogener Daten erfolgt strikt gemäß den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGV) und wird in Zusammenarbeit zwischen dem IT-Management und dem Datenschutzbeauftragten sichergestellt und kontrolliert. Systematische IT-Prozesse sorgen für die notwendige Nachhaltigkeit aller genannten Maßnahmen. Nach dem Zusammenschluss mit Acciona Windpower arbeitet Nordex weiter an der Integration der IT-Systeme in allen Konzerngesellschaften, um Prozesse zu straffen und zu vereinheitlichen und den Informationsfluss innerhalb des Konzerns zu verbessern. Dazu gehört auch die Migration zu SAP. Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von IT-Risiken als möglich und deren Auswirkungen als mittel eingeschätzt. Sonstige RisikenÜber die zuvor beschriebenen Risiken hinaus gibt es Einflüsse und Ereignisse, wie etwa Bürgerproteste und -initiativen gegen den Ausbau von Windenergie, Epidemien, Naturkatastrophen oder Terroranschläge bzw. kriegerische Akte, die nicht vorhersehbar und gegebenenfalls nur schwer kontrollierbar sind. Sie können im Fall des Eintretens die Geschäftsentwicklung von Nordex negativ beeinflussen. GesamtrisikoDie Risiken der Nordex Group werden durch den Vorstand regelmäßig einer Überprüfung unterzogen. Nach Einschätzung des Vorstands bestehen gegenwärtig keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand der Nordex Group gefährden. Dasselbe gilt für die Gesamtbetrachtung aller Risiken. CHANCENPolitischen Entscheidungen bieten ChancenPolitische und energiewirtschaftliche Entscheidungen bieten Chancen zum Ausbau erneuerbarer Energien und können ein entscheidender Treiber im Markt sein. Dies trifft einerseits auf Länder mit entwickelten Märkten zu, die den Ausbau regenerativer Energie forcieren wollen, und andererseits auf Länder, die zuvor nicht oder nur in geringem Maße auf erneuerbare Energien gesetzt haben. Solche Entscheidungen geben Planungssicherheit und damit den Rahmen für Investitionen vor. Die Nordex Group beobachtet im Rahmen ihrer Vertriebsaktivitäten Märkte und ihre Entwicklungen sehr genau, um sie nach einer gründlichen Bewertung ggf. schnell erschließen zu können. Als Beispiel für einen entwickelten Markt kann hier Deutschland angeführt werden. Nach langen politischen Diskussionen hat die Regierung Volumina von 1,0 GW für 2019, 1,4 GW für 2020 und 1,6 GW für 2021 genehmigt, die zusätzlich zu den regulären Ausschreibungen gewährt werden. Hier bieten sich für Nordex mit der neuen Turbine N149/4.0-4.5 gute Absatzchancen. Chancen aus Forschung und EntwicklungIn der Forschung und Entwicklung arbeitet die Nordex Group vor allem an der Weiterentwicklung ihrer Produkte, um ihren Kunden stets ein effizientes und wettbewerbsfähiges Produktportfolio und auch den entsprechenden Service anbieten zu können. Ein wesentlicher Aspekt besteht dabei in der kontinuierlichen Senkung der Stromgestehungskosten, sei es in der Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Turbine oder der Reduktion der Kosten. Dadurch verbessert sich einerseits die Position gegenüber dem Wettbewerb (darunter fallen auch konventionelle Technologien zur Stromerzeugung) und andererseits steigt die Unabhängigkeit von nationalen Fördermechanismen. Einen Meilenstein stellen in diesem Zusammenhang sicherlich die neu eingeführten Turbinen N149/4.0-4.5 sowie AW 140/3000 dar. Siehe dazu auch das Kapitel "Forschung und Entwicklung". Der Vertrieb als ChanceAuf Basis der Pflege von Stammkunden und Kernmärkten ergibt sich Wachstumspotenzial vor allem durch das konzentrierte Erschließen neuer Märkte und Kundengruppen. Dabei analysiert die Vertriebs- und Serviceorganisation kontinuierlich neue und auch wiederkehrende Märkte, bewertet Chancen und Risiken, mögliche Projektpipelines sowie Ausbauopportunitäten. Vor diesem Hintergrund entscheidet sich auch, wie ein Markt möglichst effizient und risikoarm bearbeitet werden kann. So konnte Nordex Vertriebserfolge u. a. in der Ukraine, Polen oder Australien erzielen. Potenzialmärkte befinden sich darüber hinaus insbesondere in Südostasien und Lateinamerika. Bei einem Markteintritt ist es wichtig, große Projektvolumina - idealerweise einschließlich Service - vertraglich zu sichern, sodass sich kundennahe Organisationsstrukturen für Service und Projektmanagement zügig amortisieren. Beim Erschließen neuer Kundengruppen kommt weltweit agierenden Stromerzeugern übergeordnete Bedeutung zu. Ziel ist es, einer der strategischen Lieferanten zu werden und sich so die Chance auf große Projekte zu erschließen. Außerdem verstärkt sich der Trend, dass Unternehmen aus verschiedenen Branchen in Windparks im Rahmen von sogenannten "Corporate PPAs" investieren. Mit ihrer globalen Aufstellung verfügt die Nordex Group damit über eine wesentliche Voraussetzung, ihre verschiedenen Kunden in die jeweiligen Märkte zu begleiten und dort Projekte zu realisieren und den Service der Anlagen zu gewährleisten. Eigene Projektentwicklung und Service bieten ChancenIn ausgewählten Märkten verlängert die Nordex Group ihre Wertschöpfungskette um die Projektentwicklung, die dem eigentlichen Projektgeschäft vorgelagert ist. Hierbei nutzt das Unternehmen eigenentwickelte Windparkprojekte in ausgesuchten Märkten wie Frankreich und Indien oder auch die Vermarktung von schlüsselfertigen Windparks. Bei diesen Projekten werden insbesondere Finanzinvestoren angesprochen. Auf diese Weise bieten sich Chancen, zusätzliche Potenziale für Erlöse und Margen zu generieren. Das Servicegeschäft zeichnet sich durch hohe Margen aus. Chancen ergeben sich durch möglichst langfristige Serviceverträge, die Verlängerung von Serviceverträgen und ein umfassendes Angebot von Serviceleistungen, die kontinuierlich - auch mit unterschiedlichen Leistungsumfängen - weiterentwickelt werden. Dazu gehören Konzepte zur optimalen Nutzung und Wartung der Turbinen bei einer Laufzeit von 25 Jahren, vorausschauende Instandhaltung, Erhöhung der Turbinenleistung oder die Senkung der Stromgestehungskosten. Der Service stellt dabei die Nähe zum Kunden sicher und ist Basis für weitere Projekte. Operative Umsetzung der Strategie und erfolgreiche Operational-Excellence-MaßnahmenDie mittelfristige Unternehmensstrategie enthält umfangreiche bereits skizzierte Chancen. So soll sich beispielsweise der Ausbau der Lieferkette positiv bei den Stromgestehungskosten (geringere Materialkosten, kürzere Wege, verbessertes Working Capital) auswirken. Über die Unternehmensstrategie hinaus spielen die Themen Qualität und operative Exzellenz eine bedeutende Rolle. Eine hohe Qualität sorgt dabei für geringe nachlaufende Kosten und wirkt so margenkonservierend. Bei der Entwicklung der Projekte bieten sich im Prozess fortlaufend Chancen zur Optimierung der Margen, sei es durch die Verbesserung von Abläufen oder das Senken von Produktkosten. Gesamtbewertung der ChancenDie Ausnutzung von Chancen ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie der Nordex Group. Die Prüfung von Chancen und Potenzialen erfolgt gleichermaßen von allen Bereichen, dem Top-Management sowie dem Vorstand. Die aktuellen Rahmenbedingungen und die erwartete Geschäftsentwicklung sowie die erwarteten Installationen bieten der Nordex Group ein entsprechendes Chancenpotenzial. NACHTRAGSBERICHTVorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten. PROGNOSEBERICHT
KÜNFTIGE RAHMENBEDINGUNGENErwartetes makroökonomisches Umfeld: Weltwirtschaft 2019 kraftloser und störungsanfälligerDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar die Prognose für die künftige Entwicklung der globalen Wirtschaft nach seiner Revision im Herbst nochmals gesenkt. Aktuell geht der IWF davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2019 um 3,5 % wächst, also langsamer als in den letzten Jahren. Die Aufschwungsdynamik in den Industrieländern schwächt sich 2019 auf 2,0 % ab. Zudem verliert das Wachstum in China spürbar an Kraft, zum Teil bedingt durch die Auswirkungen des Handelskonflikts mit den USA. In Summe werden die Entwicklungs- und Schwellenländer 2019 mit voraussichtlich 4,5 % nur etwas langsamer expandieren als im Vorjahr. Die Weltwirtschaft ist 2019 infolge deutlich höherer Risiken und Belastungen aus der Politik besonders störungsanfällig. Die größten Risiken für die Weltwirtschaft sind zunehmender Nationalismus und neue Sanktionen. Vor allem der US-Handelskonflikt mit China und möglicherweise zukünftig auch mit Europa gefährdet das Wachstum. Weitere Risiken, die Europa besonders stark belasten können, sind der Brexit, Italiens Strukturprobleme und hohe Verschuldung sowie die Uneinigkeit der Mitgliedsländer in zentralen Fragen zur EU und zum Euroraum. Darüber hinaus sieht der IWF Gefahren im Fall massiver Bewertungskorrekturen an den Finanzmärkten. Erwartetes BIP-Wachstum 2019(ausgewählte Länder und Regionen)
Quellen:
a) IWF,
Sofern die Risiken nicht eskalieren, zeichnet sich mit Blick auf die Kernmärkte der Nordex Group für 2019 ein vergleichsweise gutes Konjunkturbild ab. Allerdings trüben sich die allgemeinen Wirtschaftsperspektiven nach Jahren des kraftvollen Aufschwungs nahezu überall ein. Für Deutschland zeichnet sich im Jahr 2019 ein moderates Wachstum ab. Hauptstützen sind der Privatkonsum, da höhere Löhne und die Fiskalpolitik Impulse setzen, sowie die Bauwirtschaft. Die Deutsche Bundesbank erwartet ein Wachstum von 1,6 %, da die letztjährige Produktionsdelle in der Automobilindustrie aufgeholt werden sollte. Der IWF prognostiziert ein Wachstum von 1,3 %. Im Euroraum wird die Konjunkturdynamik geringer als in den letzten Jahren. Frankreich wird 2019 nach IWF-Einschätzung unverändert moderat zulegen, aber in Spanien nimmt das Expansionstempo ab und Italien wächst voraussichtlich kaum noch. Die USA werden 2019 mit Auslaufen der kräftigen Einmalimpulse aus der Steuerreform und infolge höherer Zinsen sowie negativer Effekte aus dem Handelskonflikt mit China langsamer, aber robust wachsen. Großbritannien bleibt durch den Brexit belastet. Indiens Wirtschaft befindet sich auch 2019 auf einem kraftvollen Wachstumskurs. Für die türkische Konjunktur bleiben die Aussichten stark eingetrübt. Für Brasilien und Lateinamerika insgesamt zeichnet sich trotz der Krisen in Argentinien und Venezuela eine Erholung der Wirtschaft ab. Die US-Notenbank (FED) dürfte nach allgemeiner Einschätzung die Leitzinsen zwar moderat weiter anheben, allerdings nicht in dem Ausmaß des Vorjahres. Auch eine Zinspause ist nicht ausgeschlossen. Die EZB hat mit der Beendigung des Anleihenkaufprogramms Ende 2018 angekündigt, an der Nullzinspolitik mindestens über den Sommer 2019 hinaus festzuhalten, gegebenenfalls auch länger. Vor diesem Hintergrund verbessern sich auf Basis der Wachstumsdifferenzen - möglicherweise auch mit Blick auf die Zinsunterschiede - die Fundamentaldaten weiter zugunsten der US-Währung. Eine daraus ableitbare US-Dollar-Aufwertung zum Euro und anderen Währungen könnte aber durch veränderte Devisenströme (viele Schwellenländer sind im US-Dollar verschuldet) oder politische Effekte im Zuge von Krisen und Turbulenzen überlagert oder verzerrt werden. Die Konzerngesellschaften der Nordex Group schließen ihre Verträge mit Kunden und Zulieferern maßgeblich entweder in Euro oder US-Dollar ab. Häufig werden Split-Verträge vereinbart, in denen die Währung auf die jeweilige Projekt-Wertschöpfung bzw. die Lieferkette abgestimmt ist. Verbleibende Transaktionswährungsrisiken werden weitestgehend durch Hedging minimiert. Weitere Informationen hierzu finden sich im Anhang im Abschnitt "Finanzrisikomanagement". Auf den Rohstoffmärkten erwartet der IWF für 2019 fallende Notierungen. So prognostiziert der Fonds im Durchschnitt leicht rückläufige Preise für Nicht-Öl-Rohstoffe (- 2,7 % nach +1,9 % im Vorjahr). Das dürfte sich tendenziell auch bei Aluminium, Kupfer und Stahl widerspiegeln, die für den Bau von Windanlagen maßgeblich sind. Bei den Ölpreisen erwartet der IWF einen Rückgang um rund 14 %, der aber nur zum Teil den starken Preisanstieg des Vorjahres korrigiert. Laut IWF gibt der Preis für ein Barrel Öl (Mittelwert für UK Brent, Dubai Fateh, WTI) 2019 im Jahresdurchschnitt auf USD 58,95 nach (Durchschnitt 2018: USD 68,58). Vor diesem Hintergrund ist bei Erdgas zumindest nicht mit Preissteigerungen zu rechnen. Politisches, rechtliches und regulatorisches Umfeld: international weiterhin ambitionierte ZieleDie politische Unterstützung für erneuerbare Energien bleibt auch in einem weitgehend ökonomisch getriebenen Markt nach wie vor wichtig. Aus globaler Sicht bilden die auf den UN-Klimakonferenzen beschlossenen Übereinkommen - wegweisend das Kyoto-Protokoll von 1997, die Übereinkommen von Paris 2015 und zuletzt Kattowitz 2018 - den Rahmen für die angestrebte Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Die Wende hin zu regenerativer Stromerzeugung ist in den meisten Regionen der Welt damit ein dauerhafter Trend, der unter sehr unterschiedlichen regulatorischen Gegebenheiten stattfindet. In der Folge des Paris-Abkommens hat sich etwa Schweden 2017 rechtlich verbindlich verpflichtet, bis 2045 CO 2-neutral zu werden. Norwegen, Finnland und Dänemark verfolgen vergleichbare Pläne. Auf Ebene der Europäischen Union wird im Rahmen des sogenannten "Clean Energy for All Europeans Package" für 2030 das Ziel eines Anteils der erneuerbaren Energien von mindestens 32 % festgeschrieben. Das Europäische Parlament stimmte dem Ziel bereits Ende 2018 zu. Die formelle Verabschiedung der Regelungen soll in den ersten Monaten des Jahres 2019 stattfinden. Jeder Mitgliedsstaat ist damit verpflichtet, einen integrierten nationalen Energie- und Klimaplan zur Erreichung seiner Ziele vorzulegen. Diese Pläne sollten auf diese Weise eine deutlich verbesserte Transparenz zur mittelfristigen Entwicklung der Windenergie in Europa liefern. In Deutschland steigt 2019 das Volumen der Windenergieausschreibungen durch die Zusatzvolumina zu den regulären Auktionen. Die Erhöhung der Windmengen ist Teil eines Maßnahmenpakets mit dem die Bundesregierung ihre international verbindlichen Klimaschutzziele erreichen will. Das zusätzliche Volumen beträgt 1 GW im Jahr 2019, 1,4 GW 2020 und 1,6 GW 2021. Eine Hürde in der Umsetzung dabei ist die auf niedrigem Niveau verharrende Neuerteilung von Genehmigungen für Windprojekte in Deutschland. Die schleppende Genehmigungserteilung wirkt sich durch Unterzeichnung der Ausschreibungen, wie zuletzt im Februar 2019, aus. Ansätze zur Veränderung der Genehmigungssituation werden in Politik und Windbranche erörtert. In den USA zeigt sich das regulatorische Umfeld auf bundesweiter Ebene mit dem bestehenden System der Steuergutschriften (PTC) stabil. Für im Jahr 2019 begonnene Projekte kann planmäßig zum letzten Mal der nun auf 40 % des Ausgangswerts reduzierte Steuertarif gesichert werden (Safe Harbor). Auf Ebene der einzelnen Bundesstaaten wird der Ausbau der Windenergie insbesondere im Rahmen der Renewable Portfolio Standards vorangetrieben. In Lateinamerika haben die Regierungswechsel in Brasilien und Mexiko sowie die bevorstehenden Wahlen in Argentinien zunächst gewisse Unsicherheiten für den weiteren Ausbau der Windenergie gebracht. Nach zahlreichen Auktionen im Jahr 2017 wurden 2018 im Wesentlichen nur in Brasilien erfolgreiche Auktionen durchgeführt. Eine geplante Auktion in Mexiko wurde Ende 2018 zunächst verschoben und später abgesagt. Die neue Regierung will sich damit mehr Zeit zur Evaluierung und Ausrichtung der mexikanischen Energiepolitik geben. Insgesamt stützt sich die Nachfrage nach neuen Erzeugungskapazitäten für erneuerbare Energien auf eine immer breitere Basis in Lateinamerika. Kolumbien führte Anfang 2019 eine erste technologieneutrale Auktion durch, die stark auf erneuerbare Energien ausgerichtet war. In Indien wurden 2018 Onshore-Wind-Projekte im Volumen von 6,8 GW auktioniert, die für eine gut gefüllte Projektpipeline der Branche sorgen. Die Regierung plant weiterhin, allein im Bereich Windkraft bis 2028 insgesamt Auktionen über 140 GW durchzuführen. In Australien wird der hohe Zubau an Windenergie nicht zuletzt durch die Auktionen auf bundesstaatlicher Ebene im Jahr 2018 gestützt. Branchenspezifische Rahmenbedingungen: stetiger Wachstumskurs bei weltweiten NeuinstallationenDie Windenergie stellt als etablierte und effiziente Technologie zur Erzeugung regenerativ erzeugten Stroms einen Großteil der nachhaltigen Energieerzeugung sicher. Bisher konzentriert sich der Markt allerdings auf vergleichsweise wenige Länder. Die Top 10 stehen für 85 % der kumuliert aufgebauten Kapazitäten. Führend sind dabei China, die USA und Deutschland, es folgen Indien, Spanien und Großbritannien. Neben hohen Investitionen in neue Windparks an Land gewinnt das Repowering (Ersatz von Altanlagen) schrittweise an Bedeutung. Dies treibt den Markt für Onshore-Windenergieanlagen mittel- und langfristig weiter an. Auf Basis des bisherigen Mittelfristszenarios des Global Wind Energy Council (GWEC) wird die kumulierte Windenergiekapazität weltweit bis zum Jahr 2022 um durchschnittlich gut 9 % pro Jahr auf 841 GW weiter ausgebaut. Das absolute Volumen der jährlichen Neuinstallationen wächst dabei stetig von jeweils gut 50 GW in den Jahren 2017 und 2018 auf ca. 66 GW im Jahr 2022. Die bisherige GWEC-Prognose für die globalen Neuinstallationen im Jahr 2019 beträgt 57,5 GW. Das Marktforschungsunternehmen Wood Mackenzie (vormals MAKE Consulting) erwartet in seinem Q4/2018 Onshore Market Outlook für 2019 einen deutlichen Anstieg der weltweiten Installationen von Onshore-Windenergieanlagen um 27 % auf 59,7 GW. Das Wachstum wird in unterschiedlicher Stärke durch alle Weltregionen gestützt. Innerhalb Europas wird dabei der erwartete starke Rückgang in Deutschland gemäß der Prognose insbesondere durch die positive Entwicklung in Süd-, Nord- und Osteuropa mehr als kompensiert. Für das globale Marktvolumen außerhalb Chinas erwarten die Marktforscher 2019 einen Anstieg um 35 % auf 39,4 GW und ein weitgehend stabiles Niveau in den Folgejahren. Marktausblick Onshore-Windenergie für die Top-12-Länder nach erwarteten Neuinstallationen 2019 und 2020
Quelle: Ist 2018: GWEC Global Wind; Prognosen 2019 / 2020: Wood Mackenzie Q4 / 2018 Onshore Market Outlook PROGNOSE DER NORDEX GROUP FÜR 2019Ein wichtiger Baustein für die Unternehmensprognose stellt der Auftragsbestand zum Jahresende dar. Dieser betrug im Segment Projekte zum 31. Dezember 2018 EUR 3.869,1 Mio. und hat sich gegenüber dem Vorjahreswert mehr als verdoppelt (31. Dezember 2017: EUR 1.670,2 Mio.). Dieser Anstieg ist vor allem auf die positive Entwicklung des Auftragseingangs im Berichtsjahr zurückzuführen. Dabei zeigten sich Schweden, die USA und Brasilien als stärkste Einzelmärkte. Der Wandel in der Windindustrie von staatlich garantierten Einspeisetarifen zu Auktionssystemen mit Marktpreisen ist weitestgehend abgeschlossen. Dennoch bleibt das Marktumfeld dynamisch mit intensivem Wettbewerb in vielen Märkten weltweit. Dabei hat der intensive Wettbewerb und der daraus resultierende Preisdruck dazu geführt, dass Windenergie sich zu einer wettbewerbsfähigen Alternative der Stromerzeugung etabliert und in vielen Märkten bereits Netzparität erreicht hat. Aus Sicht des Unternehmens werden 2019 die Marktbedingungen herausfordernd bleiben, weil die Anzahl an Installationen hoch ist, dabei Projekte teilweise geringe Margen aufweisen und die Lieferkette in Niedrigkostenländer ausgebaut wird. Gegenüber dem letzten Jahr zeigen sich die wichtigen Märkte der Nordex Group mit Blick auf 2019 deutlich freundlicher. In Deutschland hat sich das Auktionssystem inzwischen gefestigt, d. h. alle Teilnehmer müssen eine nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) gültige Baugenehmigung vorweisen. Hinzu kommt, dass über die regulären Auktionen hinaus zusätzliche Volumina genehmigt wurden, und zwar 1 GW für 2019, 1,4 GW für 2020 und 1,6 GW für 2021. Auf diese Weise sollen die zwischenzeitlich reduzierten Installationsvolumina wieder gesteigert werden. Darüber hinaus dürften sich Frankreich und Irland weiter positiv entwickeln. Eine bedeutende Rolle spielen die nordischen Märkte, also Finnland und vor allem Schweden, in denen ebenfalls mit einer positiven Entwicklung gerechnet wird. Auch im spanischen Markt dürfte sich Nordex weiter gut behaupten. Die USA werden für die Nordex Group ebenfalls ein bedeutender Markt bleiben, der durch große Volumina, stark steigende Installationen in den Jahren 2019 und 2020 aber auch durch intensiven Wettbewerb gekennzeichnet ist. Eine positive Entwicklung erwartet Nordex außerdem in den Märkten Lateinamerikas wie Mexiko, Brasilien und Kolumbien, wo 2019 eine erste Auktion erfolgen soll. In diesen Märkten sollte das Unternehmen im Laufe des Jahres 2019 gute Auftragseingänge verzeichnen können. In Indien ist die Umstellung von Einspeisetarifen auf Auktionssysteme erfolgt. Dabei zeichnet sich der Markt durch eine hohe Wettbewerbsintensität einerseits und durch großes Potenzial als langfristiger Volumenmarkt andererseits aus. Daher baut die Nordex Group ihre Produktion in diesem Markt aus. Im Jahr 2018 löste sich der Projektstau in Südafrika nach dem Wechsel der Regierung im Februar auf. So konnten drei Projekte mit rund 400 MW auf den Weg gebracht und als Auftragseingang verzeichnet werden. Südafrika hat ebenfalls Potenzial, und so wird für 2019 die fünfte Auktionsrunde erwartet. Um in diesem fordernden Marktumfeld erfolgreich zu bestehen, hat der Vorstand der Nordex Group drei Initiativen in das Zentrum des Handelns gestellt. Erstens baut die Nordex Group ihre Lieferkette in sogenannten "Best-cost-countries" hin zu einer globaleren und flexibleren Produktion und Beschaffung aus. Dabei soll auch der Ausbau der mit Kooperationspartnern betriebenen Produktionsstätten weiter vorangetrieben werden. Um dies zu gewährleisten, hat das Unternehmen entsprechende organisatorische Maßnahmen getroffen. Die zweite strategische Initiative besteht in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Produktplattform. Mit der Delta4000 verfügt die Nordex Group über eine hocheffiziente und zukunftsfähige Plattform, die viele positive Kundenreaktionen hervorgerufen hat und sich in ersten Aufträgen niederschlägt. Jetzt gilt es, die hohe fachliche Expertise des Unternehmens weiter zu bündeln und zu verzahnen, um den verschiedenen Marktanforderungen gerecht zu werden. Die Nordex Group hat sich in der Vergangenheit durch eine hohe Projekt-Kompetenz ausgezeichnet. Inzwischen steigt der Anteil an Turnkey-Projekten insbesondere von transnationalen Kunden stetig an. Vor diesem Hintergrund sollen die Prozesse im Projektmanagement divisionsübergreifend weiter optimiert und der Anteil an EPC-Projekten weiter ausgebaut werden. Der Vorstand der Nordex SE erwartet für das Geschäftsjahr 2019 einen Konzernumsatz in Höhe von EUR 3,2 bis 3,5 Mrd. Bei der EBITDA-Marge geht der Vorstand von einer Bandbreite von 3,0 % bis 5,0 % aus. Diese gegenüber dem Vorjahr breiteren Korridore berücksichtigen das deutlich gestiegene Aktivitätsniveau und die damit verbundenen operativen Herausforderungen. Insgesamt sieht sich das Unternehmen gut gerüstet, die hohe anstehende Zahl an Installationen effizient abwickeln zu können, und hat für eine Reihe von Projekten bereits entsprechende Vorkehrungen getroffen. Das Unternehmen erwartet ferner, dass die Installationen - und damit auch die Umsätze - in der zweiten Jahreshälfte deutlich über der ersten Jahreshälfte liegen werden. Entsprechend wird auch die Produktion im Laufe des Jahres weiter zunehmen und in der zweiten Jahreshälfte nahe an einer Vollauslastung liegen. Die Entwicklung des Working Capitals hängt 2019 neben dem Auftragseingang auch verstärkt von dem hohen Aktivitätsniveau ab. Vor diesem Hintergrund ist der Vorstand bestrebt, das Working Capital so niedrig wie möglich zu halten, und geht von einer Working-Capital-Quote zum Jahresende von unter 2 % bezogen auf den Konzernumsatz aus. Ferner sind aus heutiger Sicht Investitionen in Höhe von rund EUR 120 Mio. geplant. Dabei hängt die letztendliche Höhe der Investitionen vom Momentum des Auftragseingangs für neue Produkte im Laufe des Jahres ab. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNGDie Nordex Group hat ihre strategischen Maßnahmen mit der beschleunigten Produkteinführung, der Senkung der Strukturkosten, der Platzierung der 275-Mio.-Euro-Anleihe sowie der Optimierung des Working Capitals erfolgreich umgesetzt. Damit hat sie ihre Position im Markt gefestigt und ist gut auf das Übergangsjahr 2019 vorbereitet. In diesem Jahr widmet sich das Unternehmen verstärkt den operativen Herausforderungen und hat dazu entsprechende interne Anpassungen in seiner Organisation vorgenommen. Eine wesentliche Aufgabe besteht darin, die Lieferkette zu einer globaleren, kosteneffizienteren und flexiblen Produktion weiterzuentwickeln, sowohl mit eigenen als auch mit von Dritten betriebenen Produktionsstätten. Dies schließt eine weitere Optimierung der globalen Beschaffungsprozesse mit ein. Darüber hinaus wird insbesondere die neue Plattform Delta4000 für die weltweite Vermarktung weiterentwickelt und optimiert. Die Nordex Group führt dabei ihre Maßnahmen zur Senkung der Stromgestehungskosten konsequent fort, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und auch die Ergebnismargen künftig zu verbessern. Vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestandes und der erwarteten hohen Installationen wird eine effiziente und störungsfreie Abwicklung der Projekte von großer Bedeutung sein. Der Servicebereich zeichnet sich durch gute Planbarkeit und stabile Zahlungsströme aus und soll auch im Geschäftsjahr 2019 weiter wachsen, etwa um 10 %. Dabei liegen die Margen deutlich über dem Ergebnisniveau des Gesamtkonzerns. Eine Weiterentwicklung der Service- und Wartungskonzepte soll dazu beitragen, die Marge auf hohem Niveau zu stabilisieren. Eine positive Unterstützung des Geschäftsverlaufs erwartet der Vorstand auch von der Projektentwicklung, insbesondere in Frankreich, Indien und Schweden. Die Bearbeitung von Projektpipelines soll zukünftig in ausgewählten Märkten weiter ausgebaut werden. Die Nordex Group fokussiert sich im Übergangsjahr 2019 auf die erfolgreiche Abwicklung des hohen Auftragsbestandes und auf Effizienzsteigerungen, die in den Folgejahren ein deutlich verbessertes Ergebnisniveau erwarten lassen. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER KONZERNOBERGESELLSCHAFT NORDEX SEDie Nordex SE übernimmt als Konzernobergesellschaft die Holdingfunktion für die Nordex Group. Eine wesentliche Aufgabe der Nordex SE ist die Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Gewährung von Darlehen und Garantien. Darüber hinaus erbringt die Nordex SE für diverse Tochtergesellschaften Verwaltungsdienstleistungen in den Bereichen Controlling, Finanzen, IT, Investor Relations, Kommunikation, Konzernstrategie, People & Culture, Recht und Versicherungen. Zwischen der Nordex SE und den konsolidierten inländischen Tochtergesellschaften bestehen mit Ausnahme der Nordex Employee Holding GmbH, der Nordex Forum II GmbH & Co. KG, der Nordex Forum II Verwaltungs GmbH, der Nordex Offshore GmbH und der NPV Dritte Windpark GmbH & Co. KG steuerrechtlich wirksame Ergebnisabführungsverträge, während zwischen der Corporacion Nordex Energy Spain S.L. (vormals: Corporacion Acciona Windpower S.L.) und den konsolidierten spanischen Tochtergesellschaften von Acciona Windpower keine Ergebnisabführungsverträge bestehen. Auch zwischen der Nordex SE und der Corporacion Nordex Energy Spain S.L. besteht kein Ergebnisabführungsvertrag. Der Umsatz der Nordex SE lag im Geschäftsjahr 2018 mit EUR 44,4 Mio. um 16,9 % unter dem Vorjahreswert (2017: EUR 53,4 Mio.). Der Personalaufwand reduzierte sich um 20,6 % auf EUR 16,2 Mio. (2017: EUR 20,3 Mio.). Der Saldo aus betrieblichen Aufwendungen und Erträgen lag bei EUR - 38,6 Mio. (2017: EUR -13,4 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf EUR - 78,3 Mio. (2017: EUR 94,8 Mio.). Im Geschäftsjahr 2018 verzeichnete die Nordex SE einen handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 77,9 Mio. (2017: Jahresüberschuss in Höhe von EUR 78,3 Mio.). Das Jahresergebnis der Konzernobergesellschaft ist damit wesentlich durch Aufwendungen aus Verlustübernahmen sowie im Vergleich zum Vorjahr niedrigere sonstige betriebliche Erträge und höhere Zinsen und ähnliche Aufwendungen geprägt. Der handelsrechtliche Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahrs 2018 der Nordex SE ist in Höhe von EUR 77,9 Mio. durch eine Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen in gleicher Höhe ausgeglichen worden. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2017 der Nordex SE in Höhe von EUR 78,3 Mio. ist in Höhe von EUR 13,8 Mio. im Rahmen der Bilanzaufstellung für das Geschäftsjahr 2017 und im Übrigen in Höhe von EUR 64,5 Mio. als Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2017 auf der Grundlage eines entsprechenden Hauptversammlungsbeschlusses vom 5. Juni 2018 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt worden. Das Eigenkapital verringerte sich durch die Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen um 9,2 % auf EUR 765,2 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 843,1 Mio.). Die Bilanzsumme stieg um 3,0 % auf EUR 1.799,8 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 1.747,9 Mio.). Damit ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 42,5 % (31. Dezember 2017: 48,2 %). ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABENANGABEN NACH §§ 289A ABS. 1, 315A ABS. 1 HGB NEBST ERLÄUTERNDEM BERICHT NACH § 176 ABS. 1 S.1 2. HS. AKTGGemäß den §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB ergeben sich für den Lagebericht folgende weitere Angabepflichten: Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag EUR 96.982.447,00 und ist eingeteilt in 96.982.447 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Eine Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00. Es existieren keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Mit Ausnahme eigener Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen, gewähren alle Aktien die gleichen Rechte. Jede Aktie vermittelt eine Stimme und, gegebenenfalls mit Ausnahme eventueller nicht dividendenberechtigter junger Aktien, den gleichen Anteil am Gewinn nach Maßgabe der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividendenausschüttung. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. Zum 31. Dezember 2018 befanden sich keine Aktien im eigenen Bestand. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenAus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft keine Rechte zu. In den Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen. Vorstandsmitglieder sind im Rahmen ihrer erfolgsabhängigen Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung gemäß den Bedingungen des Performance-Share-Unit-Plans verpflichtet, von dem nach Steuerabzug verbleibenden Netto-Auszahlungsbetrag 33 % in Nordex-Aktien mit einer Haltefrist von zwei Jahren zu investieren. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital von mehr als 10 % der StimmrechteZum Bilanzstichtag 2018 haben folgende Gesellschaften über einen direkten oder indirekten Anteilsbesitz von mehr als 10 % der Stimmrechte an der Nordex SE verfügt: Acciona S.A., Madrid (Spanien), verfügte über 28.997.752 Aktien und damit über 29,90 % der Stimmrechte. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der SatzungDie Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern sind in den §§ 84 und 85 AktG gesetzlich geregelt bzw. in Art. 46 SE-VO für die Rechtsform der SE. Nach § 7 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern und wird vom Aufsichtsrat bestellt, der auch die Zahl der Mitglieder bestimmt. Nach § 7 Abs. 3 der Satzung werden die Mitglieder des Vorstands für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren bestellt. Änderungen der Satzung der Gesellschaft bedürfen gemäß § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Nach § 20 Abs. 4 Satz 2 der Satzung i. V. m. Art. 59 Abs. 1 und 2 der SE-VO bedürfen Satzungsänderungen einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen bzw., sofern die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen. In Fällen, in denen im Aktiengesetz oder im Umwandlungsgesetz für deutsche Aktiengesellschaften zwingend eine Mehrheit von drei Vierteln vorgesehen ist, findet aufgrund des entsprechenden Gesetzesvorbehalts in Art. 59 SE-VO bei der Nordex SE eine Drei-Viertel-Mehrheit Anwendung, wobei als Bezugsgröße nicht auf das vertretene Kapital, sondern auf die abgegebenen Stimmen abgestellt wird. Nach § 26 der Satzung der Nordex SE i. V. m. § 179 Abs. 1 S. 2 AktG ist der Aufsichtsrat zur Vornahme von Fassungsänderungen der Satzung ermächtigt. Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenIm Einzelnen bestehen folgende Ermächtigungen: Genehmigtes Kapital IDie Gesellschaft hatte zum 31. Dezember 2018 ein im Vergleich zum Vorjahr unverändertes Genehmigtes Kapital I von EUR 19.376.489,00, entsprechend 19.376.489 Aktien, sowie ein im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls unverändertes Bedingtes Kapital I von EUR 19.376.489,00, entsprechend 19.376.489 Aktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 je Aktie. Durch den Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Mai 2016 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des Genehmigten Kapitals I das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. Mai 2021 einmalig oder mehrmals zu erhöhen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats dabei das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Bedingtes Kapital IDas Bedingte Kapital I dient dazu, bis zum 9. Mai 2021 einmalig oder mehrfach, insgesamt oder in Tranchen oder gleichzeitig in verschiedenen Tranchen, sowohl auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten und / oder Wandlungspflichten (Wandelanleihen) als auch Optionsschuldverschreibungen (Optionsanleihen; zusammen und einzeln auch "Schuldverschreibungen") zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte bezogen auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft zu gewähren gemäß dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2016. Bisher wurden keine Wandlungs- und Optionsrechte ausgegeben. Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines KontrollwechselsDie Gesellschaft hat die im Folgenden aufgeführten wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels beinhalten, wie er infolge eines Übernahmeangebots eintreten kann:
Die Avalkreditlinie enthält ein Kündigungsrecht für die Darlehensgeber für den Fall, dass eine Person mehr als 50 % des Aktienkapitals oder Stimmrechte der Nordex SE erwirbt.
Das in Anspruch genommene Darlehen der Europäischen Investitionsbank enthält ein Kündigungsrecht für die Bank, wenn eine Person mehr als 50 % des Aktienkapitals oder Stimmrechte der Nordex SE erwirbt.
Das Schuldscheindarlehen enthält ein Kündigungsrecht für die Darlehensgeber für den Fall, dass eine Person oder eine Gruppe von gemeinsam handelnden Personen die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der ausgegebenen Aktien oder Stimmrechte der Nordex SE und / oder der Nordex Energy GmbH gewinnt.
Die EUR-Anleihe beinhaltet eine Verpflichtung der Nordex SE, im Fall eines Kontrollwechsels ein Angebot zum Rückerwerb der emittierten Anleihen abzugeben. Ein derartiger Kontrollwechsel läge etwa dann vor, wenn eine dritte Person die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der stimmberechtigten Aktien der Nordex SE erwirbt. CORPORATE GOVERNANCE-BERICHTMIT DER ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER NORDEX SEDie gemäß §§ 289f, 315d HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung (einschließlich des Corporate Governance-Berichts gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex) ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Gemäß § 317 Abs. 2 S. 6 HGB beschränkt sich die Prüfung der Angaben nach § 289f Abs. 2 und 5 sowie § 315d HGB durch den Abschlussprüfer darauf, ob die Angaben gemacht wurden. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER NORDEX SE NACH § 289F I.V. M. § 315D HGB1. Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der Nordex SE als börsennotierter Gesellschaft sind gemäß § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Die Erklärung ist den Aktionären dauerhaft zugänglich zu machen. Die Gesellschaft hat die Entsprechenserklärungen der letzten Jahre im Internet veröffentlicht unter www.nordex-online.com/de/investor-relations. Die aktuelle Entsprechenserklärung vom 23. November 2018 wird wie folgt wiedergegeben: Vorstand und Aufsichtsrat der Nordex SE haben seit der letzten Entsprechenserklärung vom 24. November 2017 den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in seiner im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Fassung vom 7. Februar 2017 mit nachfolgend aufgeführten Abweichungen entsprochen. Es ist beabsichtigt, auch in Zukunft entsprechend zu verfahren, soweit nicht nachfolgend etwas anderes erklärt wird. 3.8 D&O-Versicherung - Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder§ 93 Abs. 2 Satz 3 AktG sieht seit 2009 einen Mindestselbstbehalt für Vorstandsmitglieder bei Abschluss einer D&O-Versicherung zwingend vor. Dieser gesetzlichen Verpflichtung ist der Vorstand bei Neuabschluss bzw. im Rahmen der Verlängerung einer bestehenden D&O-Ver-sicherung seit dem 1. Juli 2010 nachgekommen. Für die Aufsichtsratsmitglieder hat der Vorstand der Nordex SE hingegen entgegen der Empfehlung des DCGK keinen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung (Directors-and-Officers-Haftpflichtversicherung) vereinbart. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Überzeugung, dass die Aufsichtsratsmitglieder alles tun, um Schaden von der Gesellschaft abzuwenden. Die Verantwortung und die Motivation, zum Wohl der Gesellschaft zu wirken, werden nicht durch einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung gefördert. Zudem hat ein möglicher angemessener Selbstbehalt auch auf die Versicherungsprämie keine Auswirkungen. 4.1.3 HinweisgebersystemDie Nordex SE hatte im Berichtszeitraum noch kein digitales geschütztes Hinweisgebersystem eingeführt, mit dem Beschäftigten die Möglichkeit eingeräumt wird, anonym Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben. Die Einführung eines den Anforderungen der Kodex-Empfehlung entsprechendes Hinweisgebersystems wird jedoch derzeit vorbereitet und bis zum Jahresende 2018 abgeschlossen sein. 4.1.5 Besetzung von Führungspositionen - DiversityDer Vorstand entspricht insoweit nicht der Empfehlung in Ziffer 4.1.5, als er sich bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen ungeachtet des Geschlechts ausschließlich von der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen leiten lässt. Aus diesem Grund liegen die vom Vorstand der Nordex SE beschlossenen Zielquoten für Frauen in den beiden Führungsebenen unmittelbar unterhalb des Vorstands gegenwärtig und bis auf Weiteres unterhalb des vom Gesetz angestrebten 30 %igen Anteils. 5.1.2 und 5.4.1 Kompetenzprofil, Zugehörigkeitshöchstdauer und feste AltersgrenzenDer Aufsichtsrat der Nordex SE hat keine festen Altersgrenzen für die Mitgliedschaft in Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt. Unabhängig von der vom Aufsichtsrat festgelegten Zielgröße des Frauenanteils im Vorstand wird der Aufsichtsrat im Fall gleicher Qualifikation bei jeder seiner Ernennungen das unterrepräsentierte Geschlecht mit in Betracht ziehen. Der Aufsichtsrat hat entgegen der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 S. 1 a. E. und S. 2 kein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet und keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Das Lebensalter oder die Zugehörigkeitsdauer zu Vorstand oder Aufsichtsrat sind allein nicht entscheidend für die Leistungsfähigkeit, Eignung und Unabhängigkeit eines aktuellen oder potenziellen Organmitglieds. Daher hält der Aufsichtsrat der Nordex SE starre Grenzen und feste Kompetenzprofile, die die Flexibilität bei Personalentscheidungen und die Zahl möglicher Kandidatinnen und Kandidaten einschränken, nicht für sinnvoll.
Hamburg, den 23. November 2018 Nordex SE 2. Angaben zu UnternehmensführungspraktikenCorporate ComplianceDie Fachabteilung Corporate Compliance unterstützt die Bereiche, die Vorgesetzten und die Mitarbeiter der Nordex Group, die sie treffenden Pflichten und Vorgaben einzuhalten, insbesondere zur Prävention von Korruption sowie zur Verhinderung von Verstößen gegen wettbewerbs- und kartellrechtliche Bestimmungen. Grundlage hierzu bildet das Compliance Management, das Risikobewusstsein und Integrität fördern sowie mögliche Rechtsverstöße aufdecken, beenden und nachhaltig verhindern soll. Als wichtige Elemente gelten der seit 2011 weltweit gültige Nordex Group Verhaltenskodex für Mitarbeiter sowie der Verhaltenskodex für Subunternehmer und Lieferanten. Im Berichtszeitraum wurde zum einen ein Hinweisgebersystem für Rechts- und Regelverstöße eingeführt, das allen Mitarbeitern der Nordex Group sowie Mitarbeitern unserer Geschäftspartner zur Verfügung steht. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte bildeten Fort- und Weiterbildungen zur Korruptionsprävention und zu weiteren Compliance-Themen sowie die Initiierung einer Evaluierung des Compliance Managements, auf dessen Grundlage die Tätigkeitschwerpunkte der Folgejahre bestimmt werden. NachhaltigkeitAls Unternehmen bekennt sich die Nordex SE zu einem ökologisch und ökonomisch verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen und zum respektvollen Umgang mit allen Menschen, die bei Nordex beschäftigt sind oder mit uns als Kunde, Lieferant, Dienstleister oder Aktionär zusammenarbeiten. Ausführliche Informationen zur zugrundeliegenden Nachhaltigkeitsstrategie der Nordex SE finden sich im Nachhaltigkeitsbericht 2018, der im März 2019 erscheint. 3. Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand, Aufsichtsrat und AusschüssenArbeitsweise des VorstandsDer Vorstand leitet das Unternehmen - eine strategische Holding-Gesellschaft, die auch administrative Servicefunktionen wahrnimmt - in eigener Verantwortung mit der Zielsetzung, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und die festgelegten Unternehmensziele zu erreichen. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand und arbeitet vertrauensvoll mit den übrigen Organen der Gesellschaft zusammen. Der Vorstand legt für die gesamte Nordex Group die langfristigen Ziele sowie die Strategien fest und bestimmt die Richtlinien sowie die Grundsätze für die sich daraus ableitende Unternehmenspolitik. Er koordiniert und kontrolliert die bedeutsamen Aktivitäten. Er legt das Produktprogramm fest, entwickelt und setzt Führungskräfte ein, verteilt die Ressourcen und entscheidet über die finanzielle Steuerung und die Berichterstattung der Gruppe. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus dem Geschäftsverteilungsplan, der vom Aufsichtsrat beschlossen wird. Der Vorstand entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Gemeinsame VerantwortungVorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Sie werden durch den Vorstandsvorsitzenden einberufen. Darüber hinaus kann jedes Mitglied die Einberufung einer Sitzung verlangen. Sofern nicht Einstimmigkeit gesetzlich erforderlich ist, beschließt der Vorstand mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. In der Organisation des Vorstands hat es im Berichtsjahr 2018 keine wesentlichen Veränderungen gegeben. Die operative Geschäftstätigkeit wird über die am Markt ausgerichteten Divisionen "Europa" und "International" abgebildet; die frühere Division "Nordamerika" ist im Berichtsjahr in die Division "International" integriert worden. Gemäß Geschäftsordnung des Vorstands obliegen dem Vorsitzenden des Vorstands (Chief Executive Officer; CEO) die Koordination aller Zuständigkeitsbereiche des Vorstands, die Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Repräsentation der Gesellschaft und der Gruppe gegenüber Dritten. Er verantwortet im Vorstand operativ die Divisionen "International" und "Europa" und die Corporate-Bereiche People & Culture, Development & Strategy, Global Sourcing, Quality, Health, Safety & Environment (QHSE) sowie Compliance & Security. Der Finanzvorstand (Chief Financial Officer; CFO) ist verantwortlich für Accounting & Controlling, Investor Relations, IT, Legal & Insurance, Finance & Treasury, Taxes & Export Control und Communication. Der Vertriebsvorstand (Chief Sales Officer; CSO) ist zuständig für die kundenorientierten Bereiche Sales, Project Development, Key Account Management, Business Development und Public Affairs. Es sind keine Ausschüsse des Vorstands eingerichtet. Aufsichtsrat: Führungs- und KontrollarbeitDer Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Vorstand zu überwachen und ihn zu beraten. Er besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern, die von den Aktionären auf der Hauptversammlung gewählt werden. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden; er stimmt mit dem Vorstand auch die strategische Ausrichtung der Gesellschaft ab und erörtert mit ihm regelmäßig den Stand der Umsetzung der Geschäftsstrategie. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit des Gremiums und leitet die Sitzungen. Im regelmäßigen Austausch mit dem Vorstand ist der Aufsichtsrat stets über die Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung und die Strategie informiert. Der Aufsichtsrat stimmt dem Budget zu und billigt die Jahresabschlüsse der Nordex SE und der Nordex Group sowie den zusammengefassten Lagebericht unter Berücksichtigung der Berichte des Abschlussprüfers. Ausschüsse des AufsichtsratsEs bestehen derzeit folgende Ausschüsse des Aufsichtsrats: Präsidium, Prüfungsausschuss sowie Strategie- und Technikausschuss. Präsidium:Diesem Ausschuss des Aufsichtsrats gehören drei Mitglieder an. Den Vorsitz des Ausschusses hat Herr Dr. Wolfgang Ziebart inne, ferner gehören Herr Jan Klatten und Herr Juan Muro-Lara zum Präsidium. Das Präsidium übernimmt die Funktion eines ständigen Personalausschusses. Außerdem ist das Präsidium zuständig für dringliche Beschlussfassungen über Angelegenheiten, die aktienrechtlich, satzungsgemäß oder entsprechend der Geschäftsordnung für den Vorstand dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, soweit nicht aufgrund gesetzlicher Regelung zwingend eine Beschlussfassung des Aufsichtsrats erforderlich ist. Außerdem übernimmt das Präsidium die Aufgaben des Nominierungsausschusses und schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vor. Prüfungsausschuss:Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Mitgliedern und setzt sich aus dem im Berichtsjahr amtierenden Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Herrn Martin Rey, sowie den Mitgliedern Frau Connie Hedegaard und Herr Juan Muro-Lara zusammen. Alle drei Mitglieder erfüllen die gesetzlichen Anforderungen an Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung, die für Mitglieder des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses bestehen. Sie sind zudem wie auch alle übrigen Aufsichtsratsmitglieder sämtlich mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut. Der Prüfungsausschuss ist zuständig für Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten sowie für die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer. Ferner zeichnet er verantwortlich für Fragen zu Controlling und Contracting, insbesondere auch für dringliche Beschlussfassungen über Angelegenheiten, die aktienrechtlich, satzungsgemäß oder entsprechend der Geschäftsordnung für den Vorstand dem bedingten Zustimmungsvorbehalt des Aufsichtsrats unterliegen. Darüber hinaus obliegt dem Prüfungsausschuss die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems inklusive der Überwachung der Compliance, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Strategie- und Technikausschuss:Diesem Ausschuss des Aufsichtsrats gehören unter dem Vorsitz von Herrn Jan Klatten die Herren Dr. Wolfgang Ziebart und Rafael Mateo als Mitglieder an. Der Ausschuss ist zuständig für technische und strategische Fragestellungen der Nordex Group. 4. Angaben zu Festlegungen der FrauenquoteDie Zielgrößen für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat wurden vom Aufsichtsrat 2016 nach § 111 Abs. 5 AktG bis zum 31. Dezember 2020 entsprechend dem bestehenden Anteil in Höhe von 0 % für den Vorstand und 16,67 % für den Aufsichtsrat, also in unveränderter Höhe festgelegt und im Berichtsjahr erneut erreicht. Die Zielgrößen für den Frauenanteil in den ersten beiden Führungsebenen der Nordex SE und der Nordex Energy GmbH unterhalb des Vorstands wurden vom Vorstand 2016 nach § 76 Abs. 4 AktG bis zum 31. Dezember 2020 auf eine Zielgröße von 21 % (vorher 15 %) festgelegt. Im Berichtsjahr kam es zu einer Anpassung im Zuschnitt der Führungsebenen, sodass die in den Vorjahren berichteten Frauenquoten (19 % in 2017, 21 % in 2016) für die Zwecke dieses Berichts und das Erreichen der vom Vorstand gesetzten Zielgröße nicht mehr fortgeschrieben werden können. Nach dem neuen Zuschnitt betrug der Frauenanteil in den beiden obersten Führungsebenen in den deutschen Gesellschaften im Berichtsjahr 10 % (2017 unter Zugrundelegung des neuen Zuschnitts: 12 %). Dabei wurde der Anteil von Frauen in Führungsebenen im Jahr 2018 von zwei Effekten beeinflusst: Zum einen fand ein umfassendes Restrukturierungsprogramm mit einem Personalabbau von ca. 400 - 500 Arbeitnehmern/innen statt, womit auch eine Verschlankung der Management-Struktur einherging. Zum anderen sind alle Management-Funktionen nach einer neuen Bewertungsmethode (Grading) bewertet worden, was zu einem Anstieg der Zahl der Management-Funktionen insgesamt und in der Folge zu einer Verschlechterung des Frauenanteils geführt hat. Um hier Verbesserungen zu erzielen, werden Frauen in Förderprogrammen besonders berücksichtigt. Zudem sind externe Personaldienstleister dazu verpflichtet, für vakante Managementpositionen mindestens eine geeignete weibliche Kandidatin vorzustellen. 5. Beschreibung des Diversitätskonzepts bzgl. Vorstand und AufsichtsratDer Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand jeweils anlassbezogen für eine langfristige Nachfolgeplanung hinsichtlich der Besetzung des Vorstands mit den hinsichtlich Qualifikation und Persönlichkeit am besten geeigneten internen oder externen Kandidaten. Grundlage für die Auswahl der am besten geeigneten internen Kandidaten ist eine systematische Personalentwicklung von internen Führungskräften, die folgende Elemente beinhaltet:
Hierdurch soll es dem Aufsichtsrat ermöglicht werden, bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern eine hinreichende Vielfalt in Bezug auf berufliche Hintergründe und Erfahrungen, kulturelle Prägung, Internationalität, Geschlecht und Alter sicherzustellen. Unabhängig von diesen einzelnen Kriterien ist der Aufsichtsrat überzeugt, dass letztlich nur die ganzheitliche Würdigung der einzelnen Persönlichkeit ausschlaggebend für eine Bestellung in den Vorstand der Nordex SE sein kann. Insgesamt soll damit sichergestellt werden, dass der Vorstand als Ganzes gegenwärtig folgendes grundsätzlich anzustrebendes Profil im Sinne eines Diversitätskonzeptes hat:
Unabhängig von der vom Aufsichtsrat festgelegten Zielgröße des Frauenanteils im Vorstand (0 %) wird der Aufsichtsrat im Fall gleicher Qualifikation bei jeder seiner Ernennungen das unterrepräsentierte Geschlecht mit in Betracht ziehen. Auch der Aufsichtsrat der Nordex SE strebt für seine eigene Besetzung eine hinreichende Vielfalt im Hinblick auf Persönlichkeit, Geschlecht, Internationalität, beruflichen Hintergrund, Fachkenntnisse und Erfahrungen sowie Altersverteilung an. Im Einzelnen lässt sich die Erfüllung folgender Kriterien feststellen:
Weitere Ziele des Diversitätskonzepts sind ganz generell die Sicherstellung der persönlichen Zuverlässigkeit und Integrität jedes Aufsichtsratsmitglieds sowie deren zeitliche Verfügbarkeit; jedes Aufsichtsratsmitglied stellt entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sicher, dass der Zeitaufwand, der zur ordnungsgemäßen Erfüllung des Mandats erforderlich ist, erbracht werden kann. Bei der Übernahme weiterer Mandate sind die gesetzlichen Beschränkungen und die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex einzuhalten. Von der Festlegung einer festen Altersgrenze für die Mitgliedschaft in Vorstand und Aufsichtsrat und einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat jedoch abgesehen. Vorstand und Aufsichtsrat haben ihr hier skizziertes Diversitätskonzept im Geschäftsjahr 2018 erfüllt. Weiterer Corporate Governance-BerichtDer Gesamtbesitz an Aktien aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an der Gesellschaft übersteigt 1 % der von Nordex ausgegebenen Aktien. Aktienoptionsprogramme bestehen nicht. Einzelheiten zur Vergütung der Vorstände und Aufsichtsräte werden im Vergütungsbericht dargestellt. Directors' DealingsMitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie ihnen nach Maßgabe von Art. 19 MAR nahestehende Personen sind verpflichtet, Geschäfte mit Aktien der Nordex SE oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten, sogenannte Directors' Dealings, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Nordex SE mitzuteilen. Folgende Mitteilungen nach Art. 19 MAR über Geschäfte von Personen in Führungspositionen hat die Gesellschaft im Berichtsjahr 2018 erhalten: Directors' Dealings
Ausführliche BerichterstattungUm größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, unterrichtet Nordex SE die Aktionäre sowie Finanzanalysten, Aktionärsvereinigungen, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen. Damit entspricht die Berichterstattung des Unternehmens den im Deutscher Corporate Governance Kodex definierten Grundsätzen: Die Gesellschaft informiert seine Aktionäre viermal pro Jahr über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie über dessen Risiken. Gemäß der gesetzlichen Verpflichtung versichern die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, dass nach bestem Wissen der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermitteln. Der Jahresabschluss der Nordex SE, der Konzernabschluss für die Nordex Group und der zusammengefasste Lagebericht werden innerhalb von drei Monaten nach Ende des jeweiligen Geschäftsjahres veröffentlicht. Während des Geschäftsjahres werden Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht sowie im ersten und im dritten Quartal durch Quartalsmitteilungen unterrichtet. Darüber hinaus veröffentlicht die Gesellschaft Informationen in Presse- und Analystenkonferenzen. Als stets aktuelle Veröffentlichungsplattform nutzt die Gesellschaft insbesondere das Internet. Auf der Internetseite der Gruppe werden die Termine der wesentlichen Veröffentlichungen und Veranstaltungen wie des Geschäftsberichts, des Halbjahresberichts, der Zwischenmitteilungen oder der Hauptversammlung bekannt gemacht. Informationen zu wichtigen neuen Umständen stellt die Gesellschaft unverzüglich der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Neben der regelmäßigen Berichterstattung wird in Veröffentlichungen nach Art. 17 MAR (Adhoc-Mitteilungen) über Insiderinformation informiert, die Nordex SE unmittelbar betreffen.
Nordex SE, Rostock, den 22. März 2019 José Luis Blanco, Vorsitzender des Vorstands Christoph Burkhard, Vorstand Patxi Landa, Vorstand Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2018Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
1 Auf der Basis von durchschnittlich gewichtet
96,982 Millionen Aktien (i.V.: 92,792 Millionen Aktien)
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018Konzern-Gesamtergebnisrechnung
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018Konzern-Kapitalflussrechnung
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 2018
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2017Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 2017
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018GRUNDLEGENDE INFORMATIONENDie Nordex SE, eine börsennotierte Europäische Aktiengesellschaft, und ihre Tochtergesellschaften im In- und im Ausland entwickeln, fertigen und vertreiben Windenergieanlagen, insbesondere Großanlagen im Multi-Megawatt-Bereich. Die Nordex SE hat ihren Sitz in Rostock, Deutschland, die Hauptverwaltung befindet sich in 22419 Hamburg, Langenhorner Chaussee 600, Deutschland. Die Aktien der Nordex SE sind im Teilbereich des geregelten Handels mit weiteren Zulassungspflichten der Deutschen Börse zugelassen; sie sind im SDAX und TecDAX notiert. Das Nominalkapital beträgt zum 31. Dezember 2018 EUR 96.982.447 (2017: EUR 96.982.447) und teilt sich auf in 96.982.447 (2017: 96.982.447) nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1, die voll eingezahlt sind. Der Konzernabschluss der Nordex SE für das Geschäftsjahr 2018 ist am 26. Februar 2019 durch Beschluss des Vorstands und anschließende Übermittlung an den Aufsichtsrat freigegeben worden. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENGRUNDLAGEN DER ABSCHLUSSERSTELLUNGDie allgemeinen, wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses angewendet werden, sind im Folgenden beschrieben, während Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit Bezug auf einen konkreten Abschlussposten aus Gründen der Klarheit in dem entsprechenden Kapitel aufgeführt sind. Die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfordert dabei zum Teil Annahmen und Schätzungen, auch sind Wertungen des Managements erforderlich, insbesondere in den Positionen Vertragsvermögenswerte aus Projekten, Vorräte, Vertragsvermögenswerte aus Service, Goodwill, aktivierte Entwicklungsaufwendungen, latente Steueransprüche und -schulden sowie sonstige Rückstellungen. Die genannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden - sofern nichts anderes angegeben ist - stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet. Gemäß § 315e HGB ist der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt worden. Dabei sind alle für das Geschäftsjahr 2018 verbindlichen International Financial Reporting Standards und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committees (IFRIC) angewendet worden. Bei der Nordex SE und den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entspricht das Geschäftsjahr grundsätzlich dem Kalenderjahr, ausgenommen bei der Nordex India Private Limited, deren Geschäftsjahr am 31. März endet. Für die Erstellung des Konzernabschlusses wird jedoch konzernweit das Kalenderjahr zugrunde gelegt. Gemäß IAS 1 wird das Gliederungsprinzip der Bilanz nach kurzfristigen und langfristigen Vermögenswerten und Schulden verwendet. Der Konzernabschluss ist in TEUR aufgestellt. AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDSNeue und geänderte Standards und Interpretationen, die 2018 aufgrund der Übernahme durch die Europäische Union verpflichtend anzuwenden sind
1 Aus der Anwendung ergeben sich keine
wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die für den Konzern wesentlichen Änderungen betreffen die folgenden Standards: IFRS 9 - Finanzinstrumente führt alle schon zuvor veröffentlichten Regelungen mit den neuen Regelungen zur Ermittlung und Erfassung von Wertminderungen bei Forderungen und die Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte zusammen. Zudem wird die Abbildung von Sicherungsbeziehungen zugunsten einer verbesserten Darstellung des betrieblichen Risikomanagements geändert. Die Abbildung von Sicherungsbeziehungen nimmt Nordex aber auch in 2018 gemäß der Ausnahmeregelung des IFRS 9 weiterhin nach IAS 39 vor; zusätzlich zur Bilanzierung nebst entsprechenden Angaben im Konzernanhang nach IAS 39 erfolgen im Konzernanhang jedoch auch Angaben nach IFRS 9. Die Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IAS 39 leitet sich wie folgt nach IFRS 9 über: Die Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IAS 39
1 Die Vertragsvermögenswerte aus Projekten
fallen nicht unter IFRS 9.
Bewertungsunterschiede aus der Erstanwendung des Wertminderungsmodells haben sich nicht ergeben. Aus Gründen der Wesentlichkeit sind die aus der Erstanwendung des Wertminderungsmodells zum 1. Januar 2018 resultierenden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen des Simplified Approach in Höhe von TEUR 597 nicht am 1. Januar 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital, sondern im laufenden Geschäftsjahr 2018 erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst worden. Zu den Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf die Angaben im Kapitel zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte aus Projekten verwiesen. IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden regelt branchenübergreifend, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Höhe Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden zu realisieren sind. Mit den Neuregelungen zur Ertragsrealisierung entspricht die Umsatzerfassung in vielen Fällen - insbesondere bei sogenannten Mehrkomponentengeschäften mit mehreren unterschiedlichen Vertragsleistungen - nicht mehr dem Rechnungsbetrag an den Kunden, sodass sich u. a. Änderungen hinsichtlich des Zeitpunkts und der Höhe der Umsatzrealisierung ergeben können. Dies betrifft insbesondere die bisher unabhängige Bilanzierung von Projekt- und Serviceverträgen. Bei Projektverträgen wird der Leistungsfortschritt künftig nicht mehr zeitraumbezogen nach dem Verhältnis der angefallenen zu den geplanten Kosten erfasst, sondern in der Regel anhand von Errichtungsmeilensteinen gemessen, was zu einer zeitlichen Verlagerung der Umsatzerlöse führt; die Umsatzerlöse der Projekte, die zum Umstellungszeitpunkt die definierten Meilensteine noch nicht erreicht haben, werden korrigiert. Bis zur Erreichung der Meilensteine werden die Kosten in diesem Fall unter den Vorräten aktiviert. Bei Serviceverträgen werden die Umsatzerlöse künftig zeitraumbezogen anhand einer vertragstypischen Verteilung der Kosten (Schablone) auf die einzelnen Vertragsjahre verteilt. Die Ermittlung der Schablone zur Bestimmung des Realisierungsgrads der einzelnen Serviceverträge ist dabei auf Basis historischer Erfahrungswerte erfolgt. Sofern der Realisierungsgrad die Fakturierung übersteigt (unterschreitet), wird eine aktivische (passivische) Abgrenzung für Serviceverträge vorgenommen. Zusätzlich wird geprüft, ob die Preise für den Projekt- und Serviceanteil marktgerecht sind. Bei Unterschreiten einer dazu jeweils definierten Mindestmarge werden Umsatzanteile entsprechend transferiert. Die Umstellung von IAS 39 auf IFRS 9 und von IAS 11 auf IFRS 15 (modifiziert retrospektive Methode) wirkt sich wie folgt aus 1: Umstellung von IAS 39 auf IFRS 9 und von IAS 11 auf IFRS 15
Neue und geänderte Standards und Interpretationen, die 2018 aufgrund der Übernahme durch die Europäische Union verpflichtend anzuwenden sind
1 Aus der Anwendung werden keine wesentlichen
Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
Die für den Konzern wesentlichen künftigen Änderungen betreffen den folgenden Standard: Im Januar 2016 hat das IASB den IFRS 16 - Leasingverhältnisse veröffentlicht. IFRS 16 schafft die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen auf Leasingnehmerseite in Operate- und Finance-Leasingverhältnisse ab. Stattdessen führt IFRS 16 ein einheitliches Leasingnehmerbilanzierungsmodell ein, nach dem der Leasingnehmer verpflichtet ist, für Leasingverträge Vermögenswerte für das Nutzungsrecht in Höhe der Leasingverbindlichkeit zuzüglich anfänglich direkt zurechenbarer Kosten und Verbindlichkeiten in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen anzusetzen. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird das Nutzungsrecht planmäßig abgeschrieben und die Leasingverbindlichkeit finanzmathematisch fortgeschrieben. Für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten, Leasinggegenstände mit geringem Wert und Portfolios von Leasingverhältnissen gibt es Erleichterungen für die Bilanzierung. Folglich sind bisher nicht bilanzierte Leasingverhältnisse künftig weitgehend vergleichbar mit der heutigen Bilanzierung von Finance-Leasingverhältnissen nach IAS 17 zu erfassen. Die Regelungen für die Bilanzierung beim Leasinggeber bleiben dagegen weitgehend unverändert. Der Standard ist verpflichtend ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Nordex hat mit der Implementierung von IFRS 16 begonnen. Zum Bilanzstichtag bestehen Operate-Leasingverhältnisse sowohl für immobile als auch für mobile Wirtschaftsgüter. Die erwartete Bilanzverlängerung zum 1. Januar 2019 wird in einer Bandbreite von EUR 70 Mio. und EUR 120 Mio. liegen. Ferner wird durch IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019 insbesondere mit einer Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zwischen EUR 15 Mio. und EUR 20 Mio. gerechnet, da bestimmte Leasingaufwendungen künftig in den Abschreibungen und im Zinsergebnis auszuweisen sind. KONSOLIDIERUNGSKREISTochterunternehmen sind alle Unternehmen, die vom Konzern beherrscht werden. Der Konzern beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen vorliegen und der Konzern die Fähigkeit besitzt, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsmanagement dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird. Die Konsolidierung eines Beteiligungsunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Investor die Beherrschung über das Unternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Investor die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen verliert. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode; identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Konsolidierungskreis umfasst neun inländische (2017: neun) und 45 ausländische (2017: 45) Gesellschaften und setzt sich wie folgt zusammen: Konsolidierungskreis
1 Ehemals Corporacion Acciona Windpower S.L.,
Barasoain / Spanien
Im Geschäftsjahr 2018 sind keine Untenehmen erst- oder entkonsolidiert worden. Nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen sind Beteiligungsunternehmen, die sowohl im Hinblick auf die quantitativen Kriterien Jahresergebnis, Eigenkapital, Bilanzsumme und Mitarbeiter als auch in Bezug auf das qualitative Kriterium der Art der Geschäftstätigkeit unwesentlich sind. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung sind sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten aus konzerninternen Transaktionen zwischen den einbezogenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.246.840 (2017: TEUR 2.382.010) gegeneinander aufgerechnet worden. Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung sind die aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr und aus internen Umlagen stammenden Aufwendungen und Erträge sowie Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen in Höhe von TEUR 880.934 (2017: TEUR 921.695) eliminiert worden. Zwischen der Nordex SE und der Nordex Energy GmbH, der Nordex Grundstücksverwaltung GmbH sowie der Nordex Windpark Beteiligung GmbH bestehen steuerrechtlich wirksame Ergebnisabführungsverträge, während zwischen der Corporacion Nordex Energy Spain S.L. und den konsolidierten spanischen Tochtergesellschaften von Acciona Windpower keine Ergebnisabführungsverträge bestehen. Auch zwischen der Nordex SE und der Corporacion Nordex Energy Spain S.L. besteht kein Ergebnisabführungsvertrag. Körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaften bestehen zwischen der Nordex SE und der Nordex Energy GmbH, der Nordex Grundstücksverwaltung GmbH sowie der Nordex Windpark Beteiligung GmbH. Eine umsatzsteuerliche Organschaft besteht zwischen der Nordex SE und der Nordex Energy GmbH, der Nordex Forum II Verwaltungs GmbH, der Nordex Grundstücksverwaltung GmbH sowie der Nordex Windpark Beteiligung GmbH. Eine körperschaftsteuerliche Organschaft besteht ferner zwischen der Corporacion Nordex Energy Spain S.L. und den konsolidierten spanischen Tochtergesellschaften von Acciona Windpower und auch zwischen der Nordex USA Inc. und der Nordex USA Management LLC sowie der Way Wind, LLC. FINANZINSTRUMENTEEin Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Bei der erstmaligen Bewertung werden alle Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Transaktionskosten erhöhen bzw. verringern den Erstbuchwert, wenn das Finanzinstrument nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Für die Folgebewertung werden alle finanziellen Vermögenswerte in eine der folgenden Kategorien aufgeteilt:
Alle finanziellen Verbindlichkeiten werden demgegenüber in folgende Kategorien aufgeteilt:
Zur Kategorisierung in der Nordex Group wird auf die Angaben in den Kapiteln zu den Bilanzpositionen verwiesen. Von der Fair-Value-Option wird kein Gebrauch gemacht. Eine Reklassifizierung ist im Geschäftsjahr nicht erfolgt. Ein marktüblicher Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten kann nach der Methode der Bilanzierung zum Handelstag oder zum Erfüllungstag angesetzt oder ausgebucht werden. Die verwendete Methode ist für alle Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die der gleichen Kategorie angehören, stetig anzuwenden. In der Nordex Group erfolgt die Bilanzierung zum Erfüllungstag. Nach dem Wertminderungsmodell unter IFRS 9 ist für alle Finanzinstrumente im Anwendungsbereich ein erwarteter Verlust (Expected Credit Loss) bereits bei Einbuchung des Finanzinstruments zu erfassen. Bei Nordex ist das Wertminderungsmodell im Wesentlichen auf folgende Finanzinstrumente anwendbar:
Für die Ermittlung des erwarteten Verlusts ist ein generelles Wertminderungsmodell mit drei Stufen (General Approach) vorgesehen, die über die Höhe der Wertminderung entscheiden: Stufe 1: Alle Finanzinstrumente werden bei der Ersterfassung der Stufe 1 zugeordnet. Die Wertminderung entspricht dem Wert, der aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate (12-Month Expected Credit Loss) nach dem Bilanzstichtag entstehen kann. Stufe 2: Bei einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos seit der Ersterfassung ist das Finanzinstrument in Stufe 2 zu transferieren. Die Wertminderung entspricht dem Wert, der aus möglichen Ausfallereignissen während der Restlaufzeit des Finanzinstruments (Lifetime Expected Credit Loss) entstehen kann. Stufe 3: Bei einem objektiven Hinweis auf eine Wertminderung gemäß IAS 39 ist das Finanzinstrument in Stufe 3 zu transferieren. Die Wertminderung entspricht dem eingetretenen Verlust (Incurred Loss). Grundsätzlich ist dem Unternehmen überlassen, die Transferkriterien festzulegen. IFRS 9 enthält jedoch vereinfachende Annahmen, die widerlegbare Vermutungen darstellen, wann eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vorliegt. Entfallen Transferkriterien, so kann es auch zu einer Rückführung des Finanzinstruments in eine andere Stufe kommen. Erhöhungen oder Verminderungen von Wertminderungen werden dabei erfolgswirksam erfasst. Im Rahmen des generellen Wertminderungsmodells ist auch ein vereinfachtes Verfahren (Simplified Approach) möglich. Innerhalb der Nordex Group werden sowohl das generelle Wertminderungsmodell als auch das vereinfachte Verfahren angewendet. Derivate wiederum sind stets zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Wertveränderungen werden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst, es sei denn, das Unternehmen hat sich entschieden, das Derivat in eine Sicherungsbeziehung gemäß Hedge-Accounting-Regelungen zu designieren, da alle Voraussetzungen des Hedge Accountings erfüllt sind. Hedge Accounting wird auf alle Cashflow-Hedge-Sicherungen für Projekt- und Beschaffungsgeschäfte der Nordex Group angewendet. Nicht in das Hedge Accounting einbezogen werden dagegen Sicherungen von Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts der Forderungen der Nordex SE, die im Wesentlichen aus der Innen-Finanzierungstätigkeit in Fremdwährung resultieren. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die als Grundgeschäft oder Sicherungsinstrument designiert werden, unterliegen somit den Bewertungsregeln zur Abbildung von Sicherungsbeziehungen. Die Abbildung von Sicherungsbeziehungen nimmt Nordex aber auch in 2018 gemäß der Ausnahmeregelung des IFRS 9 weiterhin nach IAS 39 vor; zusätzlich zur Bilanzierung nebst entsprechenden Angaben im Konzernanhang nach IAS 39 erfolgen im Konzernanhang jedoch auch Angaben nach IFRS 9. Voraussetzung für die Abbildung von Sicherungsbeziehungen ist demnach, dass der eindeutige Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument dokumentiert und deren Effektivität nachgewiesen ist. Die Effektivität wird auf Grundlage der Dollar-Offset-Methode mit einem Full-Fair-Value-Ansatz berechnet. Bei der Sicherung von zukünftigen, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Zahlungsströmen gemäß dem Budget bzw. der Planung individueller kundenspezifischer Projekte werden Cash Flow Hedges gebildet. Die Sicherungsquote der kundenspezifischen Projekte beträgt 100 %. Bewertungsänderungen des effektiven Teils von Cash Flow Hedges werden zunächst erfolgsneutral in der Rücklage für Cash Flow Hedges und erst dann, wenn das Grundgeschäft realisiert wird oder nicht eintritt, erfolgswirksam erfasst; der ineffektive Teil eines Cashflow Hedges wird sofort erfolgswirksam erfasst. Als ineffektiver Teil von Cashflow Hedges werden die Erträge und Aufwendungen aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Devisentermingeschäften bezeichnet, die die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Grundgeschäfte übersteigen, bei denen aber insgesamt eine Effektivität im zulässigen Rahmen zwischen 80 % und 125 % nachgewiesen wird. Ineffektivitäten können aus Prolongationen von Sicherungsgeschäften aufgrund der Verschiebung von projektspezifischen Exposures resultieren. Gewinne und Verluste aus abzusichernden Projektgeschäften werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter sonstige betriebliche Erträge oder sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen, während Gewinne und Verluste aus abzusichernden Beschaffungsgeschäften als Materialaufwand erfasst werden. Devisentermingeschäfte, die die strengen Kriterien des Hedge Accountings nicht erfüllen, werden in die Bewertungskategorie als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten eingeordnet. LEASINGLeasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an dem Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operate-Leasingverhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operate-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Leasingverträge, bei denen der Konzern die wesentlichen Risiken und den Nutzen aus dem Eigentum an dem Leasingobjekt trägt, werden als Finance-Leasing bezeichnet. Vermögenswerte aus Finance-Leasing werden im Sachanlagevermögen aktiviert und abgeschrieben. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im Zinsergebnis erfasst, sodass sich eine konstante Verzinsung über die Laufzeit des Leasingvertrags ergibt. WÄHRUNGSUMRECHNUNGDer Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der funktionalen Währung und Berichtswährung der Nordex SE. Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Umrechnung zum Stichtagskurs resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Vermögenswerte und Schulden aller Konzernunternehmen, die eine vom Euro abweichende funktionale Währung haben, werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet und die Erträge und Aufwendungen werden für jede Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Sofern die Verwendung des monatlichen Durchschnittskurses nicht zu einer angemessenen Annäherung an die kumulativen Effekte, die sich bei Umrechnung zu den in den Transaktionszeitpunkten geltenden Wechselkursen ergeben würden, führt, so werden die Erträge und Aufwendungen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten innerhalb der sonstigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst (Fremdwährungsausgleichsposten). Eine Aufstellung der für den Konzern wichtigsten Wechselkurse, bezogen auf den Euro, ist nachfolgend dargestellt: Die wichtigsten Wechselkurse für den Konzern
FINANZRISIKOMANAGEMENTZIELSETZUNG UND METHODEN DES FINANZRISIKOMANAGEMENTSDas operative Geschäft sowie die Finanzierungstransaktionen der Nordex Group als international tätiger Unternehmensgruppe unterliegen Finanzrisiken. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Treasury-Abteilung. MARKTRISIKOFremdwährungsrisikoAus der internationalen Ausrichtung des Konzerns resultiert, dass das operative Geschäft Wechselkursschwankungen unterliegt. Die wesentlichen Risiken bestehen vor allem mit dem US-Dollar. Fremdwährungsrisiken entstehen bei erwarteten zukünftigen Transaktionen sowie bei bilanzierten Vermögenswerten und Schulden. Sie entstehen durch Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung (Translationsrisiken) bleiben unberücksichtigt. Fremdwährungsrisiken werden überwiegend durch den Abschluss von Kundenverträgen, die auf die entsprechenden Währungen der projektbezogenen Lieferantenverträge abgestimmt sind, vermieden (Natural Hedge). Zur Absicherung der verbleibenden Fremdwährungsrisiken werden derivative Sicherungsinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Die derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungselemente genutzt und nicht für spekulative Zwecke eingesetzt. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgt grundsätzlich zentral bei der Nordex SE als Konzernobergesellschaft. Geschäftspartner bei Kontrakten über derivative Finanzinstrumente sind ausschließlich in- und ausländische Banken, deren Rating permanent überwacht wird. Durch eine Diversifikation der Handelspartner wird zudem eine entsprechende Risikominderung erreicht. Alle Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten werden im Rahmen der aktuell geltenden Bestimmungen der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) eingesetzt, überwacht und auditiert. Bestimmte Transaktionen bedürfen zudem der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang der Risikopositionen aus dem Projektgeschäft informiert wird. Zum 31. Dezember 2018 sind im Wesentlichen Devisentermingeschäfte in US-Dollar abgeschlossen. Die fiktiven Rückzahlungsbeträge ausstehender Devisenterminkontrakte belaufen sich auf TEUR 175.821 (2017: TEUR 196.876), wobei Nicht-Euro-Devisenterminkontrakte in Euro bewertet sind und sich gegenläufige Währungsströme gegenseitig aufheben. Die in das Hedge Accounting einbezogenen derivativen Sicherungsinstrumente stellen sich wie folgt dar: In das Hedge Accounting einbezogenen derivativen Sicherungsinstrumente
Der unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasste ineffektive Teil von Cash Flow Hedges nach IAS 39 beläuft sich auf einen Gewinn von TEUR 23 (2017: TEUR 0). Aus dem Effektivitätstest nach IFRS 9 ergeben sich die folgenden Ergebnisse: Aus dem Effektivitätstest nach IFRS 9 ergeben sich die folgenden Ergebnisse
Der unmittelbar in der Gewinn- und Verlust-Rechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasste ineffektive Teil von Cash Flow Hedges nach IFRS 9 beläuft sich auf einen Verlust von TEUR 198. Die Nordex Group ist aufgrund dessen zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Zur Darstellung der Fremdwährungsrisiken wird eine Währungssensitivitätsanalyse erstellt, die die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen der relevanten Risikovariablen auf das Jahresergebnis nach Ertragsteuern und das Eigenkapital zeigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die Nordex Group Finanzinstrumente eingeht. Bei einer Auf- bzw. Abwertung um 10 % der jeweiligen Fremdwährung gegenüber der Konzernwährung würden sich aus der Bewertung der originären monetären Finanzinstrumente (flüssige Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte aus Projekten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und erhaltene Anzahlungen) folgende Effekte auf das Jahresergebnis nach Steuern ergeben: Originäre monetäre Finanzinstrumente
Bei einer Auf- bzw. Abwertung um 10 % der jeweiligen Fremdwährung gegenüber der Konzernwährung würden sich aus der Bewertung der zu Sicherungszwecken abgeschlossenen, aber nicht in das Hedge Accounting einbezogenen Devisentermingeschäfte folgende Effekte auf das Jahresergebnis nach Steuern ergeben: Devisentermingeschäfte (mit Effekten auf das Jahresergebnis nach Steuern)
Aus der Bewertung der zu Sicherungszwecken abgeschlossenen, aber nicht in das Hedge Accounting einbezogenen Devisentermingeschäfte würden sich nach IFRS 9 folgende Effekte auf das Jahresergebnis nach Steuern und den beizulegenden Zeitwert ergeben:
Bei einer Auf- bzw. Abwertung um 10 % der jeweiligen Fremdwährung gegenüber der Konzernwährung würden sich aus der Bewertung der zu Sicherungszwecken abgeschlossenen und in das Hedge Accounting einbezogenen Devisentermingeschäfte folgende Effekte auf das Jahresergebnis nach Steuern und die Sicherungsrücklage im Eigenkapital ergeben: Devisentermingeschäfte (mit Effekten auf das Jahresergebnis nach Steuern und die Sicherungsrücklage im Eigenkapital)
Aus der Bewertung der zu Sicherungszwecken abgeschlossenen und in das Hedge Accounting einbezogenen Devisentermingeschäfte würden sich nach IFRS 9 folgende Effekte auf das Jahresergebnis nach Steuern, den beizulegenden Zeitwert, die Sicherungsrücklage im Eigenkapital vor Steuern und die Sicherungsrücklage im Eigenkapital nach Steuern ergeben:
ZinsänderungsrisikoDie Nordex SE hat ein Schuldscheindarlehen mit auch variabler Verzinsung begeben. Aufgrund einer vorzeitigen Teilrückzahlung der variablen Schuldscheintranchen und Refinanzierung über die Anleihe mit einem fixen Kupon sind jedoch bestehende Zinssicherungsgeschäfte (Zinscaps) im Geschäftsjahr 2018 aufgelöst worden. Ein Zinsanstieg des 6-Monats-Euribor um 1 %-Punkt würde den kumulierten Zinsaufwand bis zur Endfälligkeit der noch ausstehenden variablen Schuldscheintranchen um TEUR 2.370 (2017: TEUR 6.521) erhöhen, während ein Zinsrückgang des 6-Monats-Euribor den Zinsaufwand aufgrund des im Schuldscheindarlehen vertraglich vereinbarten Zinsfloors nicht verringern würde. Wesentliche variabel verzinsliche Vermögenswerte, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, bestehen nicht. KreditrisikoDer Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle wesentlichen Neukunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Einem Ausfallrisiko wird grundsätzlich im Vorfeld der Auftragsannahme durch ein standardisiertes Genehmigungsverfahren begegnet. Insbesondere erfolgt die Auftragsannahme grundsätzlich nur dann, wenn die Projektfinanzierung durch Kreditinstitute sichergestellt und/oder durch eine Bankgarantie bzw. eine Konzernbürgschaft unterlegt ist. Darüber hinaus sehen die Verträge vor, dass laufende Anzahlungen entsprechend dem jeweiligen Projektfortschritt zu leisten sind. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Auch bestehen im Konzern keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den ausgewiesenen Buchwert begrenzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte aus Projekten sind über Garantien, Bürgschaften und Standby-Akkreditive in Höhe von brutto TEUR 5.268.681 (2017: TEUR 3.812.661) oder Eigentumsvorbehalte in Höhe von TEUR 45.179 (2017: TEUR 205.658) besichert. LiquiditätsrisikoDas Ziel des Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen laufenden Ein- und Auszahlungen herzustellen, wozu sowohl die Ein- und Auszahlungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Laufzeiten der Finanzinvestitionen und der finanziellen Vermögenswerte als auch die erwarteten Zahlungsströme aus der Geschäftstätigkeit überwacht werden und die Gruppenliquidität laufend gesteuert wird. Grundsätzlich finanziert die Nordex Group die Projekte über Projektanzahlungen von Kunden. Die Anzahlungen werden bei sämtlichen Projekten nach Projektfortschritt analog den vertraglich vereinbarten Zahlungsplänen abgerechnet. Nordex setzt teilweise länderübergreifend Cash-Pooling oder sonstige Inhouse-Banking-Instrumente zum effektiven Liquiditätsmanagement der Gruppe ein. Verbleibende Liquiditätspositionen werden vom Konzern-Treasury bei Geschäftsbanken im In- und Ausland entsprechend konservativ angelegt. Hierbei werden Limite und Kontrahentenrisiken permanent überwacht. FREMDKAPITALINSTRUMENTESchuldscheindarlehenAm 6. April 2016 hat die Nordex SE mit gesamtschuldnerischer Haftung der Nordex Energy GmbH ein Schuldscheindarlehen im Volumen von TEUR 550.000 bei nationalen und internationalen Investoren platziert. Der Schuldschein ist mit Laufzeiten von drei, fünf, sieben und zehn Jahren ausgestattet, jeweils mit fester oder variabler Verzinsung. Je nach Tranche liegt der Zinssatz zwischen 1,5 % und 3,0 %. Zum 31. Dezember 2018 beträgt die Inanspruchnahme aus dem Kreditvertrag nebst abgegrenzten Zinsen TEUR 285.953 (2017: TEUR 552.514); die aufgenommen Mittel aus der Anleihe sind in Höhe von TEUR 266.000 für die Rückzahlung der dreijährigen und zum Teil der fünfjährigen variabel verzinsten Schuldscheintranchen genutzt worden. Forschungs- und EntwicklungsdarlehenZusätzlich besteht ein langfristiger Kreditrahmen in Höhe von bis zu TEUR 100.000 für Forschungs- und Entwicklungsleistungen bei der Europäischen Investitionsbank. Über dieses Darlehen möchte Nordex die Entwicklung immer effizienterer technischer Lösungen vorantreiben, um seine Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen. Die Laufzeit beträgt acht Jahre ab der Inanspruchnahme bei ratierlicher Tilgung. Kreditnehmer ist die Nordex Energy GmbH mit gesamtschuldnerischer Haftung von wesentlichen Nordex-Konzerngesellschaften. Zum 31. Dezember 2018 beträgt die Inanspruchnahme aus dem Kreditvertrag nebst abgegrenzten Zinsen TEUR 66.099 (2017: TEUR 78.686). Syndizierte Multi-Currency-AvalkreditlinieDie Nordex SE verfügt darüber hinaus mit gesamtschuldnerischer Haftung von wesentlichen Nordex-Konzerngesellschaften über eine am 15. Dezember 2015 für fünf Jahre bis zum 15. Dezember 2020 verlängerte und am 1. April 2016 um TEUR 260.000 erhöhte syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie über TEUR 1.210.000. Zum 31. Dezember 2018 ist die syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie mit Avalen in Höhe von TEUR 767.857 (2017: TEUR 487.152) in Anspruch genommen worden. Weiterhin sind innerhalb der syndizierten Multi-Currency-Avalkreditlinie für die Nordex Energy Brasil -Comercio e Industria de Equipamentos Ltda. und die Nordex India Private Limited Abzweigkreditlinien herausgelegt worden, deren Barinanspruchnahmen zuzüglich abgegrenzter Zinsen sich am 31. Dezember 2018 auf TEUR 15.529 (2017: TEUR 52.105) belaufen. AnleiheAm 2. Februar 2018 hat die Nordex Group erfolgreich eine "grüne" Anleihe in Höhe von TEUR 275.000 mit einem Kupon von 6,50 % platziert, die an der International Stock Exchange zum Handel zugelassen ist. Kreditnehmer der unbesicherten fünfjährigen Anleihe ist die Nordex SE mit gesamtschuldnerischer Haftung von wesentlichen Nordex-Konzerngesellschaften. Zum 31. Dezember 2018 beträgt die bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzten Zinsen und Kosten TEUR 274.680. Alle Finanzierungen sind gleichrangig und unbesichert. Für das Darlehen der Europäischen Investitionsbank und die syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie bestehen ferner einheitliche Financial Covenants wie Equity Ratio, Leverage und Interest Coverage, deren Einhaltung quartalsweise an die jeweiligen Banken zu berichten ist. In 2018 sind die Financial Covenants wie im Vorjahr eingehalten worden. Eine Kündigung der bestehenden Finanzierungen seitens der Kreditinstitute ist nur aus außerordentlichen Gründen möglich, hierzu gehört die Verletzung der Financial Covenants. KAPITALRISIKOMANAGEMENTEine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts sowie die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns sind die wichtigsten Ziele des Kapitalrisikomanagements. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 697.290 (2017: TEUR 918.990). Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe des eingesetzten Working Capitals. Das Working Capital umfasst die Summe aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Vertragsvermögenswerten aus Projekten sowie den Vorräten abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der erhaltenen Anzahlungen: Working-Capital-Quote
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNGBei der Nordex Group handelt es sich im Wesentlichen um ein Einproduktunternehmen. Die Aktivitäten der Nordex Group erstrecken sich auf die Entwicklung, die Produktion, den Service und den Vertrieb von Windenergieanlagen. Zur Unterstützung des Vertriebs werden auch Vorleistungen für die Projektentwicklung erbracht, entsprechende Rechte erworben und die Infrastruktur geschaffen, um Windenergieanlagen an geeigneten Standorten zu errichten. Die berichtspflichtigen Segmente teilen sich entsprechend der Geschäftstätigkeit auf in Projekte und Service. Die Festsetzung der Preise für Lieferungen zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt unter Beachtung des Arm's-Length-Prinzips. Über die Segmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung, die auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses basiert, an den Hauptentscheidungsträger, den Vorstand der Nordex SE, übereinstimmt. Konzern-Segmentberichterstattung
1 Die den Segmenten Projekte und Service nicht
eindeutig zuordenbaren Erträge und Aufwendungen werden
zur Erhöhung der Aussagekraft der
Konzern-Segmentberichterstattung unter Nicht zugeordnet
ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Effekte aus
der Nicht-Umlage von Verwaltungskosten, der
Währungskursumrechnung, Abschreibungen auf Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte sowie
Ertragsausfällen, darüberhinaus auch aus der
Behebung von über den allgemeinen Service
hinausgehender technischer Schadensfälle. Die
Umstellung ist retrospektiv erfolgt.
Nach Regionen gliedern sich die langfristigen Vermögenswerte und die Umsatzerlöse wie folgt auf: Langfristige Vermögenswerte und Umsatzerlöse nach Regionen
1 Die langfristigen Vermögenswerte umfassen
die Sachanlagen, aktivierte Entwicklungsaufwendungen und
sonstige immaterielle Vermögenswerte.
Die Umsatzerlöse nach Regionen in 2018 nach IAS 11 stellen sich wie folgt dar: Umsatzerlöse nach Regionen
Für weitere Angaben zu den Segmenten wird auf den Konzernlagebericht verwiesen. ANGABEN ZUR BILANZ(1) FLÜSSIGE MITTELDie flüssigen Mittel beinhalten Kassenbestände, Sichteinlagen und Festgelder mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu vier Monaten. Ausgenutzte Kontokorrentkredite werden mit den flüssigen Mitteln saldiert. Täglich kündbare Guthaben werden mit variablen Zinssätzen verzinst, während Festgelder mit den jeweils gültigen Festzinssätzen verzinst werden. Die flüssigen Mittel betragen TEUR 609.805 (2017: TEUR 623.179), davon entfallen TEUR 14.611 (2017: TEUR 40.550) auf Festgelder mit einer Ursprungslaufzeit von mehr als drei Monaten. Es sind keine Wertberichtigungen erforderlich. Die flüssigen Mittel werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten würden wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. (2) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND VERTRAGSVERMÖGENSWERTE AUS PROJEKTENForderungen aus Lieferungen und Leistungen sind fällige Beträge aus im gewöhnlichen Geschäftsverkehr verkauften Gütern oder aufgebrachten Leistungen. Wenn die voraussichtliche Kollektion in einem Jahr oder weniger (oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus, wenn dieser länger ist) erwartet wird, werden die Forderungen als kurzfristig klassifiziert. Unter den Vertragsvermögenswerten aus Projekten sind unfertige Aufträge ausgewiesen, deren Umsatzerlöse gemäß IFRS 15 nach dem Leistungsfortschritt erfasst werden. Erhaltene Anzahlungen für die bilanzierten Aufträge werden abgesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte aus Projekten setzen sich wie folgt zusammen: Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel ein Zahlungsziel von 30 bis 90 Tagen. Einbehalte von Kunden im Rahmen der Vertragsvermögenswerte aus Projekten stehen grundsätzlich im Zusammenhang mit noch nicht abgearbeiteten Punch-Listen und beziehen sich im Wesentlichen auf seit mehr als 30 Tagen ausstehende Schlussraten. Die Einbehalte betragen TEUR 43.141 (2017: TEUR 34.810). Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt: Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach dem Simplified Approach stellen sich wie folgt dar: Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Aus Gründen der Wesentlichkeit sind die aus der Erstanwendung des Wertminderungsmodells zum 1. Januar 2018 resultierenden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen des Simplified Approach in Höhe von TEUR 597 nicht am 1. Januar 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital, sondern im laufenden Geschäftsjahr 2018 erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst worden. Im Geschäftsjahr 2018 sind TEUR 12 (2017: TEUR 52) an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgebucht worden, die nicht einzelwertberichtigt gewesen sind. Aufgrund der Besicherung mit Garantien, Bürgschaften und Stand-by-Akkreditiven sind keine Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte aus Projekten erforderlich. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, während die Vertragsvermögenswerte aus Projekten nicht unter IFRS 7 und IFRS 9 fallen. Die fortgeführten Anschaffungskosten würden wie im Vorjahr dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. (3) VORRÄTEFür die Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode angewendet. Die Herstellungskosten umfassen Vollkosten, die auf der Grundlage einer Normalbeschäftigung ermittelt werden. Bestandsrisiken im Zusammenhang mit einer geminderten Verwertbarkeit wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen: Vorräte
Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich im Wesentlichen um produktionsbezogenes Material und Servicematerial. Die unfertigen Erzeugnisse betreffen im Bau befindliche Windenergieanlagen sowie Vorleistungen für Projektentwicklungen, Rechte und Infrastruktur, die in Höhe von TEUR 2.799 (2017: TEUR 537) erst nach 2019 fertiggestellt werden. Der Buchwert der Vorräte beinhaltet Abwertungen, die sich wie folgt entwickelt haben: Abwertungen Buchwert der Vorräte
Die Inanspruchnahme der Wertberichtigungen steht insbesondere im Zusammenhang mit dem Abbau von Altmaterialien, die Zuführung bezieht sich im Wesentlichen auf nur noch eingeschränkt nutzbare Lagerbestände. Der Buchwert der wertgeminderten Vorräte beträgt TEUR 13.138 (2017: TEUR 10.465). (4) FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS ERTRAGSTEUERNDie Forderungen aus Ertragsteuern in Höhe von TEUR 10.903 (2017: TEUR 8.517) sind im Wesentlichen bei der Nordex Energy Brasil - Comercio e Industria de Equipamentos Ltda., der Nordex Energy South Africa RF (Pty.) Ltd. und den im Inland in die steuerliche Organschaft einbezogenen Gesellschaften Nordex SE und Nordex Energy GmbH entstanden und resultieren in den ersten beiden Fällen aus überhöhten Vorauszahlungen und im Fall der Nordex SE sowie der Nordex Energy GmbH aus Feststellungen im Rahmen von Betriebsprüfungen, während die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern in Höhe von TEUR 10.595 (2017: TEUR 28.556) hauptsächlich auf die Nordex France S.A.S. entfallen. (5) SONSTIGE KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEDie sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen wie folgt zusammen: Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Es sind keine Wertberichtigungen erforderlich. Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen TEUR 15.310 (2017: TEUR 11.656) und würden wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende effektive Sicherungsinstrumente kategorisiert. Der gebuchte, beizulegende Zeitwert nach IAS 39 beträgt TEUR 446 (2017: TEUR 1.459). Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen sonstigen Devisentermingeschäfte werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Der gebuchte, beizulegende Zeitwert nach IAS 39 beträgt TEUR 448 (2017: TEUR 1.559). Die Terminkurse bzw. -preise errechnen sich auf Basis des zum Stichtag gültigen Kassakurses unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts. Der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte in 2018 nach IFRS 9 beträgt TEUR 1.171, wovon TEUR 614 auf sonstige Devisentermingeschäfte entfallen. (6) SONSTIGE KURZFRISTIGE NICHT FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEDie sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte
Die Steuererstattungsansprüche betreffen im Wesentlichen die Vorsteuererstattungsansprüche der Nordex Energy Brasil - Comercio e Industria de Equipamentos Ltda. in Höhe von TEUR 23.825 (2017: TEUR 20.996), der Corporacion Nordex Energy Spain S.L. in Höhe von TEUR 12.616 (2017: TEUR 16), der Nordex SE in Höhe von TEUR 12.603 (2017: TEUR 24) und der Nordex Energy GmbH in Höhe von TEUR 11.781 (2017: TEUR 11.487). Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Kosten für die Multi-Currency-Avalkreditlinie und Lizenzgebühren. Die Vertragsvermögenswerte aus Service beziehen sich auf Wartungsverträge gemäß IFRS 15, bei denen der Realisierungsgrad die Fakturierung übersteigt. Die erwartete Verlustquote für Vertragsvermögenswerte aus Service entspricht der für unbesicherte, nicht überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,1 %. Aus Gründen der Wesentlichkeit sind die daraus resultierenden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 7 jedoch nicht erfasst worden. (7) SACHANLAGENSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb oder Bau zurechenbaren Aufwendungen. Für die Anschaffung von Anlagevermögen gewährte Investitionszuschüsse und -zulagen werden in Übereinstimmung mit IAS 20.24 als Minderung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten behandelt. Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte linear vorgenommen, wobei die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte wie folgt auf den Restbuchwert abgeschrieben werden: Abschreibungen Sachanlagen
Die Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen: Zusammensetzung Sachanlagen
2014 ist Nordex ein Investitionszuschuss zur Erweiterung der Betriebsstätte in Rostock gewährt worden. Bis zum Ablauf des Zweckbindungszeitraums von fünf Jahren nach Abschluss des Investitionsvorhabens müssen die geförderten Wirtschaftsgüter in der geförderten Betriebsstätte verbleiben. Weiterhin sind während des Zweckbindungszeitraums 1.126 Arbeitsplätze dauerhaft im Jahresdurchschnitt zu erhalten. Im Zuge des Kostensenkungsprogramms "45-by-18" aus 2017 werden der Investitionszuschuss und die Rahmenbedingungen angepasst werden. In 2018 ist kein Investitionszuschuss (2017: TEUR 1.735) ausgezahlt worden. Für die Entwicklung der Sachanlagen wird darüber hinaus auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte verwiesen. (8) GOODWILLDer Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Zum Zweck des Werthaltigkeitstests wird der Goodwill auf Zahlungsmittel generierende Einheiten (Cash Generating Units - CGUs) aufgeteilt. Einmal jährlich zum Jahresende (Impairment only Approach) wird vom Konzern auf Ebene der Segmente Projekte und Service überprüft, ob der Goodwill wertgemindert ist. Der Ermittlung des erzielbaren Betrags bzw. des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Kosten der Veräußerung für diese beiden Segmente liegen als Basis das Budget 2019 sowie vier weitere Planjahre, abgeleitet aus der Mittelfristplanung der Gesellschaft, zugrunde. Die Erträge jenseits der Fünfjahresperiode sind auf Basis einer stetigen Wachstumsrate von wie im Vorjahr 1,00 % extrapoliert worden. Der ermittelte beizulegende Zeitwert für die beiden Segmente ist in der Fair-Value-Hierarchie dem Level 3 zugeordnet worden. Der Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 8,30 % (2017: 8,30 %) für das Segment Projekte und 9,19 % (2017: 9,19 %) für das Segment Service und ist basierend auf dem WACC-Ansatz (Weighted Average Cost of Capital) ermittelt worden. Dem Abzinsungssatz liegen ein risikoloser Zinssatz in Höhe von 1,25 % (2017: 1,25 %), eine Marktrisikoprämie von 6,50 % (2017: 6,50 %) und ein Beta-Faktor von 1,13 (2017: 1,13) zugrunde. Der Beta-Faktor und das Verhältnis von Marktwert des Eigenkapitals zu Marktwert des Fremdkapitals sind anhand einer segmentspezifischen Peer Group ermittelt worden. Der Goodwill beträgt wie im Vorjahr TEUR 547.758 und entfällt wie im Vorjahr mit TEUR 504.595 auf das Segment Projekte und mit TEUR 43.163 auf das Segment Service. Er resultiert mit TEUR 537.798 aus der Kaufpreisallokation der Acciona Windpower. Außerplanmäßige Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2018 wie im Vorjahr nicht vorgenommen worden, da der erzielbare Betrag für die Segmente Projekte und Service über dem Buchwert der Vermögenswerte zuzüglich des Buchwerts des Goodwills der beiden Segmente liegt. Eine Erhöhung bzw. Verminderung des WACC um 0,5 %-Punkte sowie eine Erhöhung bzw. Verminderung des Wachstumsabschlags um 0,5 %-Punkte würde weder für das Segment Projekte noch für das Segment Service zu einem Wertminderungsbedarf führen. Für die Entwicklung des Goodwills wird darüber hinaus auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte verwiesen. (9) AKTIVIERTE ENTWICKLUNGSAUFWENDUNGENDie Herstellungskosten für diese Vermögenswerte umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie die produktionsbezogenen Gemeinkosten und Fremdkapitalkosten. Fremdkapitalkosten, die direkt der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden solange aktiviert, bis alle Arbeiten für seinen beabsichtigten Gebrauch im Wesentlichen abgeschlossen sind; ansonsten werden sie als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn die Herstellung des Vermögenswerts normalerweise länger als ein Jahr dauert. Entwicklungsaufwendungen sind ferner nur dann zu aktivieren, wenn das Unternehmen fähig ist und beabsichtigt, den Vermögenswert fertig zu stellen und ihn zu nutzen sowie einen Nachweis darüber erbringen kann, wie der Vermögenswert künftig einen wirtschaftlichen Nutzenzufluss generieren wird. Der Ansatz der im Zuge des Zusammenschlusses mit Acciona Windpower erworbenen aktivierten Entwicklungsaufwendungen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen werden linear über den Zeitraum abgeschrieben, über den Umsätze aus dem jeweiligen Projekt erwartet werden, längstens aber über fünf Jahre. Der Konzern prüft darüber hinaus einmal jährlich den Wertansatz der aktivierten Entwicklungsaufwendungen; technisch überholte Entwicklungsmaßnahmen der Vergangenheit werden wertgemindert. Zum Bilanzstichtag sind Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 206.538 (2017: TEUR 220.042) bilanziert. Im Geschäftsjahr 2018 sind Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 36.433 (2017: TEUR 48.244) aktiviert worden. Die Zugänge umfassen insbesondere die Entwicklung der neuen Windenergieanlage N149 der Generation Delta und die Weiterentwicklung der AW3000-Plattform. Sie beinhalten Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 2.489 (2017: TEUR 916) zu einem Finanzierungssatz von 3,96 % (2017: 1,89 %). Weitere im Geschäftsjahr 2018 angefallene Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 20.249 (2017: TEUR 29.372) erfüllen nicht die Kriterien für eine Aktivierung und sind erfolgswirksam erfasst worden. Die Aktivierungsquote liegt dementsprechend bei 64,28 % (2017: 61,42 %). Für die Entwicklung der aktivierten Entwicklungsleistungen wird darüber hinaus auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte verwiesen. (10) SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEDie Vermögenswerte, die bestimmte Nutzungsdauern haben, werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer, längstens aber bis zum Erlöschen des Rechts, wobei folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt werden: Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte betragen zum Abschlussstichtag TEUR 24.616 (2017: TEUR 72.205). Für die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte wird darüber hinaus auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte verwiesen. (11) FINANZANLAGENDie Finanzanlagen beinhalten Anteile an verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen und Beteiligungen. Anteile an verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen betreffen Unternehmen, die der Konzern beherrscht, die jedoch unwesentlich sind. Beteiligungen beziehen sich auf Unternehmen, die vom Konzern nicht beherrscht werden. Die Finanzanlagen beinhalten dabei im Wesentlichen Projektgesellschaften. Die Projektentwicklung erfolgt jedoch nicht in den Gesellschaften, weshalb auch keine Wertsteigerung der Gesellschaften erfolgt. Die Anschaffungskosten entsprechen daher dem beizulegenden Zeitwert. Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen: Finanzanlagen
Die Anteile an verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen entfallen auf: Anteile an verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen
1 Die natcon 7 GmbH ist im Geschäftsjahr
abgegangen.
Die Projektgesellschaften halten verschiedene Rechte im Zusammenhang mit selbst entwickelten Windkraftprojekten, im Wesentlichen Baugenehmigungen und Stromlieferverträge. Im Jahr 2018 ist eine Projektgesellschaft gegründet worden (2017: fünf) und vier Projektgesellschaften verkauft worden (2017: sechs). Wertberichtigungen sind nicht erfolgt (2017: TEUR 1). Die Nordex Windpark Verwaltung GmbH dient dem Erwerb und der Verwaltung von Beteiligungen an Handelsgesellschaften, deren Geschäftszweck insbesondere der Erwerb bzw. die Entwicklung, das Errichten und das Betreiben von Windparks ist, sowie der Übernahme der persönlichen Haftung und Geschäftsführung bei diesen Gesellschaften. Die Beteiligungen umfassen folgende Gesellschaften: Beteiligungen
Eoliennes du Pays d'Auge, Eoliennes de la Vallee S.A.S., Fond du Moulin, Vent d'est S.a r.l. und Way Wind LLC unterhalten keinen wesentlichen Geschäftsbetrieb. Alle Anteile sind nicht börsennotiert. Eine Veräußerungsabsicht besteht zum 31. Dezember 2018 nicht. Zu den Beteiligungsverhältnissen im Einzelnen wird auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018 verwiesen. Die Finanzanlagen werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die Finanzanlagen beinhalten im Wesentlichen Projektgesellschaften. Der beizulegende Zeitwert entspricht wie im Vorjahr den Anschaffungskosten, weil keine Wertsteigerung in den Gesellschaften erfolgt, da die Projektentwicklung nicht in den Gesellschaften erfolgt. (12) ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMENAssoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Kontrolle besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der At-Equity-Methode bewertet. Die Anteile an assoziierten Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen: Anteile an assoziierten Unternehmen
1 Die KNK Wind GmbH ist im Geschäftsjahr
abgegangen.
Die C&C Wind Sp. z o.o. dient der Errichtung und dem Betrieb eines Windparks in Polen. Die GN Renewable Investments S.a r.l. übernimmt die Finanzierung von Projektgesellschaften. Die Finanzinformationen zu den assoziierten Unternehmen, die nicht börsennotiert sind, stellen sich wie folgt dar: Finanzinformationen zu assoziierten Unternehmen
1 Vorläufiger Abschluss zum 31.12.2018
Die Überleitungsrechnung der Finanzinformationen in Bezug auf den Buchwert ergibt sich wie folgt: Überleitungsrechnung
1 Vorläufiger Abschluss zum 31.12.2017
Die sonstigen Veränderungen des Nettovermögens setzen sich aus Eigenkapitaltransaktionen, Differenzen zwischen den vorläufigen und geprüften Jahresabschlüssen und aus Wechselkursdifferenzen zusammen. Kumulierte nicht erfasste Verluste liegen zum 31. Dezember 2018 in Höhe von TEUR 639 bei der GN Renewable Investments S.a.r.l. vor (2017: TEUR 0). Zu den Beteiligungsverhältnissen im Einzelnen wird auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018 verwiesen. (13) SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEDie sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Die Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen, assoziierte Unternehmen und Beteiligungen betreffen insbesondere die Finanzierung von Projektgesellschaften. Es sind keine Wertberichtigungen erforderlich. Die in den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen TEUR 17.033 (2017: TEUR 17.149) und würden wie im Vorjahr aufgrund der marktüblichen Verzinsung dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. Die in den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende effektive Sicherungsinstrumente kategorisiert. Der gebuchte, beizulegende Zeitwert nach IAS 39 beträgt TEUR 132 (2017: TEUR 0). Der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte in 2018 nach IFRS 9 beträgt TEUR 222. (14) SONSTIGE LANGFRISTIGE NICHT FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEDie sonstigen langfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte
Die Vertragsvermögenswerte aus Service beziehen sich auf Wartungsverträge gemäß IFRS 15, bei denen der Realisierungsgrad die Fakturierung übersteigt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Kosten für Lizenzgebühren und für die Multi-Currency-Avalkreditlinie. Die erwartete Verlustquote für Vertragsvermögenswerte aus Service entspricht der für unbesicherte, nicht überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,1 %. Aus Gründen der Wesentlichkeit sind die daraus resultierenden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 17 jedoch nicht erfasst worden. (15) LATENTE STEUERANSPRÜCHE UND STEUERSCHULDENDie Nordex SE aktiviert latente Steuern auf Verlustvorträge als Organträger. Die Ermittlung des latenten Steueranspruchs beruht auf einer Mittelfristplanung für den deutschen Teil der Nordex Group. Der Prognosezeitraum für die Wahrscheinlichkeit der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen beträgt dabei unverändert fünf Jahre. Die ausländischen Unternehmen der Nordex Group aktivieren latente Steuern auf Verlustvorträge unter Berücksichtigung der national gültigen Steuersätze und gegebenenfalls vorliegender zeitlicher Beschränkungen der Nutzbarkeit der Verlustvorträge. Für die Ermittlung des latenten Steueranspruchs wird die Mittelfristplanung für die jeweilige Tochtergesellschaft herangezogen. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die aber beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, erhoben werden. Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern ist zum 31. Dezember 2018 ein Steuersatz von gerundet 32,00 % (2017: 32,00 %) herangezogen worden. Die aktiven und die passiven latenten Steuern entfallen auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den folgenden Bilanzpositionen und auf Verlustvorträge wie folgt: Aktive und passive latente Steuern
Nach derzeitiger Einschätzung des Vorstands sind bei der Nordex SE von den bestehenden körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen von TEUR 143.921 (2017: TEUR 11.453) TEUR 120.043 und von den gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen von TEUR 126.672 (2017: TEUR 1.595) TEUR 104.741 voraussichtlich nutzbar. Eine zeitliche Nutzungsbeschränkung der Verlustvorträge sieht der Gesetzgeber in Deutschland nicht vor. In der Nordex Group bestehen folgende Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern gebildet worden sind: Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern gebildet worden sind
Für Tochtergesellschaften, die im Vorjahr oder in der laufenden Periode ein negatives Ergebnis gezeigt haben, ist ein latenter Steueranspruch in Höhe von TEUR 106.009 (2017: TEUR 31.999) aktiviert worden, da die Realisierung des Steueranspruchs aufgrund der steuerlichen Ergebnisplanung insoweit wahrscheinlich ist. Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften sind in Höhe von TEUR 15.006 (2017: TEUR 24.447) keine latenten Steuerschulden angesetzt worden, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden. Die aktiven latenten Steuern enthalten langfristige aktive latente Steuern vor Saldierung in Höhe von TEUR 101.830 (2017: TEUR 52.659). Bei den passiven latenten Steuern entfallen TEUR 144.670 (2017: TEUR 90.459) auf den langfristigen Anteil der gebildeten passiven latenten Steuern vor Saldierung. Die Veränderungen der latenten Steuern stellen sich wie folgt dar: Veränderungen der latenten Steuern
(16) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTENVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden nach Abzug von Transaktionskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird auf die Angaben im Kapitel zu den Fremdkapitalinstrumenten verwiesen. Fälligkeiten einschließlich zukünftig anfallender Zinsen
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert würde sich auf TEUR 368.325 (2017: TEUR 686.901) belaufen, wovon TEUR 77.167 (2017: TEUR 75.189) als kurzfristig zu klassifizieren wären. (17) VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGENVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben werden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger (oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus, wenn dieser länger ist) fällig ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 500.812 (2017: TEUR 446.567). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in 2018 sind nach IFRS 15, der zum 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwenden gewesen ist, ermittelt worden, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in 2017 nach IAS 11 ermittelt worden sind. Zur Umstellung von IAS 11 auf IFRS 15 wird auf die Angaben im Kapitel zu den Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards verwiesen. Aufgrund der nunmehr in der gesamten Nordex Group vollständig erfolgten projektspezifischen Kalkulation der ausstehenden Rechnungen, werden diese in Gänze unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und nicht mehr als sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesen. Fälligkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten würden wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. (18) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENRückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird, und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann. Die Bildung basiert auf gewissenhaften Schätzungen, dabei werden alle erkennbaren Risiken in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt zum Barwert der erwarteten Ausgaben, wobei ein Vorsteuerzinssatz zugrunde gelegt wird, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen für Einzelgarantien umfassen überwiegend mögliche Risiken aus Schadensfällen. Die Rückstellungen für Gewährleistung werden entsprechend den gesetzlichen oder vertraglichen Laufzeiten in Anspruch genommen. Die übrigen Rückstellungen beziehen sich vor allem auf Lieferantenrisiken, Rechtsunsicherheiten und Kosten im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Verwaltungsgebäudes der Nordex Group. Die sonstigen Rückstellungen enthalten langfristige Rückstellungen in Höhe von TEUR 60.191 (2017: TEUR 55.540), bei denen mit einer Inanspruchnahme nach Ende des Geschäftsjahres 2019 gerechnet wird. Der aus der Abzinsung der langfristigen Rückstellungen resultierende Betrag von TEUR 246 (2017: TEUR 320) ist unter den Zuführungen ausgewiesen. (19) SONSTIGE KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENDie sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Zur Anleihe wird auf die Angaben im Kapitel zu den Fremdkapitalinstrumenten verwiesen. Aufgrund der nunmehr in der gesamten Nordex Group vollständig erfolgten projektspezifischen Kalkulation der ausstehenden Rechnungen, werden diese in Gänze unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und nicht mehr als sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesen. Fälligkeiten einschließlich zukünftig anfallender Zinsen (ohne Devisentermingeschäfte)
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen TEUR 14.215 (2017: TEUR 49.536) und würden wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende effektive Sicherungsinstrumente kategorisiert. Der gebuchte, beizulegende Zeitwert nach IAS 39 beträgt TEUR 2.177 (2017: TEUR 0). Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen sonstigen Devisentermingeschäfte werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Der gebuchte, beizulegende Zeitwert nach IAS 39 beträgt TEUR 135 (2017: TEUR 291). Die Terminkurse bzw. -preise errechnen sich auf Basis des zum Stichtag gültigen Kassakurses unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts. Der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte in 2018 nach IFRS 9 beträgt TEUR 2.097, wovon TEUR 115 auf sonstige Devisentermingeschäfte entfallen. (20) SONSTIGE KURZFRISTIGE NICHT FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENDie sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Die abgegrenzten Schulden enthalten im Wesentlichen Personalverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 47.478 (2017: TEUR 61.032) und projektbezogene nachlaufende Kosten in Höhe von TEUR 16.128 (2017: TEUR 28.292). Die sonstigen Steuerverbindlichkeiten beziehen sich im Wesentlichen auf Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 38.695 (2017: TEUR 28.336). Die Vertragsverbindlichkeiten aus Service beziehen sich auf Wartungsverträge gemäß IFRS 15, bei denen der Realisierungsgrad die Fakturierung unterschreitet. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen bereits vereinnahmte Projektzahlungen, die erst in 2019 erfolgswirksam werden. (21) PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENPensionsrückstellungen werden für leistungsorientierte Versorgungszusagen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter der Nordex SE und der Nordex Energy GmbH gebildet. Leistungsorientierte Versorgungszusagen legen einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den ein Mitarbeiter bei Renteneintritt erhalten wird und der von einem oder mehreren Faktoren wie Alter, Dienstzeit und Gehalt abhängig ist. Die Leistungen basieren auf individuellen Zusagen. Die Mitarbeiter haben keine eigenen Beiträge zu leisten. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Versorgungszusagen entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation - DBO) am Bilanzstichtag. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von hochwertigen Unternehmensanleihen abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten auf. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Der Refinanzierung der Pensionsrückstellungen liegt kein externes Planvermögen zugrunde. Der Bilanzausweis ergibt sich wie folgt: Bilanzausweis
Der Bilanzausweis entspricht der Verpflichtung zum 31. Dezember. Die folgenden Beträge sind in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst worden: Beträge, die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst worden sind
Das sonstige Ergebnis stellt sich wie folgt dar: Sonstiges Ergebnis
Für zukünftige Geschäftsjahre werden jährliche Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 48 (2017: TEUR 46) erwartet. Der Berechnung liegen die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde: Versicherungsmathematische Annahmen
Bei einem um + 0,5 %-Punkte geänderten Rechnungszinssatz würde die Verpflichtung auf TEUR 2.020 (2017: TEUR 1.969) sinken. Bei einem um - 0,5 %-Punkte geänderten Rechnungszinssatz würde die Verpflichtung auf TEUR 2.149 (2017: TEUR 2.109) steigen. Die Duration der Verpflichtungen liegt zwischen 12 und 14 Jahren (2017: zwischen 12 und 14 Jahren). Die Sterbewahrscheinlichkeit basiert auf den statistischen Wahrscheinlichkeitswerten nach den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck. (22) SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENDie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Zur Anleihe wird auf die Angaben im Kapitel zu den Fremdkapitalinstrumenten verwiesen. Fälligkeiten
Die in den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert würde sich bedingt durch den Börsenkurs der Anleihe zum Bilanzstichtag von 90,01 % auf TEUR 242.102 belaufen (31. Dezember 2017: Die fortgeführten Anschaffungskosten würden aufgrund der marktüblichen Verzinsung dem beizulegenden Zeitwert entsprechen). Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cash Flow Hedges) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende effektive Sicherungsinstrumente kategorisiert. Der gebuchte, beizulegende Zeitwert nach IAS 39 beträgt TEUR 518 (2017: TEUR 0). Der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte in 2018 nach IFRS 9 beträgt TEUR 635. (23) SONSTIGE LANGFRISTIGE NICHT FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENDie sonstigen langfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Die Vertragsverbindlichkeiten aus Service beziehen sich auf Wartungsverträge gemäß IFRS 15, bei denen der Realisierungsgrad die Fakturierung unterschreitet. Die sonstigen Steuerverbindlichkeiten bestehen gegenüber den brasilianischen Steuerbehörden. (24) EIGENKAPITALDas Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen: Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 96.982.447 (2017: EUR 96.982.447) und teilt sich auf in 96.982.447 (2017: 96.982.447) nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1, die voll eingezahlt sind. Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 597.626 (2017: TEUR 597.626) umfasst Agien aus Kapitalerhöhungen über TEUR 481.416 (2017: TEUR 481.416). Im Geschäftsjahr sind die zuvor in der Rücklage für Cash Flow Hedges nach IAS 39 erfassten kumulierten Verluste aus dem effektiven Teil von Cash Flow Hedges für abzusichernde Projektgeschäfte zum Zeitpunkt der Realisierung der Grundgeschäfte in Höhe von TEUR 9.011 in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (2017: kumulierte Gewinne in Höhe von TEUR 21.454 in die sonstigen betrieblichen Erträge) umgegliedert worden. Die in der Rücklage für Cash Flow Hedges nach IAS 39 erfassten kumulierten Gewinne / Verluste aus dem effektiven Teil von Cash Flow Hedges für abzusichernde Beschaffungsgeschäfte belaufen sich auf TEUR 0 (2017: kumulierte Gewinne von TEUR 1.983, die im Zeitpunkt der Realisierung der Grundgeschäfte in den Materialaufwand umgegliedert worden sind). Die Rücklage für Cash Flow Hedges nach IFRS 9 hat sich wie folgt entwickelt: Rücklage für Cash Flow Hedges
Der handelsrechtliche Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahrs 2018 der Nordex SE ist in Höhe von EUR 77.850.362,13 durch eine Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen in gleicher Höhe ausgeglichen worden. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2017 der Nordex SE in Höhe von EUR 78.315.362,84 ist in Höhe von EUR 13.793.094,07 im Rahmen der Bilanzaufstellung für das Geschäftsjahr 2017 und im Übrigen in Höhe von EUR 64.522.268,77 als Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2017 auf der Grundlage eines entsprechenden Hauptversammlungsbeschlusses vom 5. Juni 2018 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt worden. Für die Entwicklung des Eigenkapitals wird darüber hinaus auf die Anlage zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2018 ferner wie im Vorjahr ein Genehmigtes Kapital I von EUR 19.376.489 mit entsprechend 19.376.489 Aktien und wie im Vorjahr ein Bedingtes Kapital I von EUR 19.376.489 mit entsprechend 19.376.489 Aktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1. Durch den Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Mai 2016 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des Genehmigten Kapitals I das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. Mai 2021 einmalig oder mehrmals zu erhöhen. Der Vorstand ist dabei ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Vom Genehmigten Kapital I ist bislang kein Gebrauch gemacht worden. Das Bedingte Kapital I dient der Gewährung von Wandlungsrechten und/oder zur Begründung von Wandlungspflichten an bzw. für die Inhaber der von der Gesellschaft gemäß dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2016 bis zum 9. Mai 2021 ausgegebenen Wandelanleihen nach Maßgabe der jeweiligen Wandelanleihebedingungen sowie zur Gewährung von Optionsrechten an die Inhaber der von der Gesellschaft gemäß dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2016 bis zum 9. Mai 2021 ausgegebenen Optionsanleihen nach Maßgabe der jeweiligen Optionsanleihebedingungen. Bisher sind keine Wandlungs- und Optionsrechte ausgegeben worden. (25) ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTENDie folgende Tabelle zeigt die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten und ihrer Einordnung in die durch IFRS 13 vorgegebene Fair-Value-Hierarchie, die bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes eines Finanzinstruments angewendet werden soll: Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (beizulegende Zeitwerte)
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren beizulegende Zeitwerte auf anhand von aktiven Märkten ermittelten Marktwerten beruhen, werden in Level 1 zusammengefasst. Ein aktiver Markt wird unterstellt, sofern die Marktwerte auf regulärer Basis ermittelt werden und auf tatsächlichen, wiederkehrenden Transaktionen basieren. Die Anleihe ist dem Level 1 zugeordnet, da sie an der International Stock Exchange zum Handel zugelassen ist. Beizulegende Zeitwerte, die nicht anhand aktiver Märkte ermittelt werden können, werden basierend auf Bewertungsmodellen ermittelt. Die Bewertungsmodelle berücksichtigen dabei vornehmlich beobachtbare Marktdaten und verzichten überwiegend auf unternehmensspezifische Schätzungen. Die so bewerteten Finanzinstrumente werden in Level 2 zusammengefasst. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als Teil der Finanzschulden entsprechen dem Level 2. Das Gleiche gilt für die Devisentermingeschäfte. Sofern wesentliche Bewertungsannahmen nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, werden die Finanzinstrumente als Level 3 klassifiziert. Es gibt weder im Vergleich zum Vorjahr noch unterjährig Umklassifizierungen zwischen den verschiedenen Levels. Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten setzt sich, nach Bewertungskategorien getrennt, wie folgt zusammen: Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten
Das übrige Nettoergebnis resultiert im Wesentlichen aus der Fremdwährungsumrechnung. Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar: Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente
Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente nach IFRS 9 stellt sich wie folgt dar: Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente
ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(26) UMSATZERLÖSEDie Umsatzerlöse umfassen die Erträge aus der kundenbezogenen Fertigung und der Veräußerung von Windenergieanlagen sowie die Erträge aus Dienstleistungsverträgen. Bei Projektverträgen wird der Leistungsfortschritt künftig nicht mehr zeitraumbezogen nach dem Verhältnis der angefallenen zu den geplanten Kosten erfasst, sondern in der Regel anhand von Errichtungsmeilensteinen gemessen, was zu einer zeitlichen Verlagerung der Umsatzerlöse führt; die Umsatzerlöse der Projekte, die zum Umstellungszeitpunkt die definierten Meilensteine noch nicht erreicht haben, werden korrigiert. Bis zur Erreichung der Meilensteine werden die Kosten in diesem Fall unter den Vorräten aktiviert. Bei Serviceverträgen werden die Umsatzerlöse künftig zeitraumbezogen anhand einer vertragstypischen Verteilung der Kosten (Schablone) auf die einzelnen Vertragsjahre verteilt. Die Ermittlung der Schablone zur Bestimmung des Realisierungsgrads der einzelnen Serviceverträge ist dabei auf Basis historischer Erfahrungswerte erfolgt. Sofern der Realisierungsgrad die Fakturierung übersteigt (unterschreitet), wird eine aktivische (passivische) Abgrenzung für Serviceverträge vorgenommen. Zusätzlich wird geprüft, ob die Preise für den Projekt- und Serviceanteil marktgerecht sind. Bei Unterschreiten einer dazu jeweils definierten Mindestmarge werden Umsatzanteile entsprechend transferiert. Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die Segmente Projekte und Service: Umsatzerlöse nach Segmenten
1 Die Umsatzerlöse in 2018 sind nach IFRS
15, der zum 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwenden gewesen
ist, ermittelt worden, während die Umsatzerlöse
in 2017 nach IAS 11 ermittelt worden sind. Zur Umstellung
von IAS 11 auf IFRS 15 wird auf die Angaben im Kapitel zu
den Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards verwiesen.
Die Umsatzerlöse verteilt auf die Segmente Projekte und Service in 2018 nach IAS 11 stellen sich wie folgt dar: Umsatzerlöse verteilt auf die Segmente Projekte und Service
Zum 31. Dezember 2018 beläuft sich der Gesamtbetrag des der verbleibenden Leistungsverpflichtung aus Projekten zugeordneten Transaktionspreises auf TEUR 1.761.396, und die Gesamthöhe des der verbleibenden kurz- und langfristigen Leistungsverpflichtung aus Serviceverträgen zugeordneten Transaktionspreises beträgt TEUR 150.249. Die Umsätze aus Projekten werden in der Regel in den nächsten zwölf Monaten realisiert, während die Umsätze aus Serviceverträgen über die durchschnittliche Restlaufzeit der Serviceverträge von sieben Jahren realisiert werden. In der Berichtsperiode erfasste Umsatzerlöse, die zu Beginn der Periode im Saldo der erhaltenen Anzahlungen von Projekten bzw. der passivischen Abgrenzung für Serviceverträge enthalten gewesen sind, betreffen mit TEUR 748.598 das Segment Projekte und mit TEUR 75.187 das Segment Service. (27) BESTANDSVERÄNDERUNGEN UND ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGENDie aktivierten Eigenleistungen betragen TEUR 53.409 (2017: TEUR 50.336) und betreffen wie im Vorjahr aktivierte Aufwendungen für die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Windenergieanlagen. Die Bestandsveränderungen betragen TEUR -148.291 (2017: TEUR - 719). Die Bestandveränderungen in 2018 sind nach IFRS 15, der zum 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwenden gewesen ist, ermittelt worden, während die Bestandsveränderungen in 2017 nach IAS 11 ermittelt worden sind. Zur Umstellung von IAS 11 auf IFRS 15 wird auf die Angaben im Kapitel zu den Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards verwiesen. (28) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige betriebliche Erträge
(29) MATERIALAUFWANDDer Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen: Materialaufwand
Unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Wesentlichen Aufwendungen für Bauteile ausgewiesen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren vorrangig aus fremdbezogenen Frachten, Provisionen und Fremdleistungen für die Auftragsabwicklung sowie Auftragsrückstellungen. (30) PERSONALAUFWANDDer Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: Personalaufwand
Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen in Höhe von TEUR 101 (2017: TEUR 219) für leistungsorientierte Pensionspläne und in Höhe von TEUR 94 (2017: TEUR 124) für beitragsorientierte Pensionspläne. Im Konzern ist die folgende Anzahl von Mitarbeitern beschäftigt: Anzahl Mitarbeiter (Konzern)
Die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen ist gekennzeichnet durch einen Rückgang bei den Angestellten im Rahmen des Kostensenkungsprogramms "45-by-18" sowie einen Anstieg bei den gewerblichen Mitarbeitern; dies betrifft vor allem den Ausbau der Produktion in Brasilien und das Servicegeschäft. (31) ABSCHREIBUNGENDie Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen: Abschreibungen
(32) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige betriebliche Aufwendungen
(33) FINANZERGEBNISDas Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen: Finanzergebnis
Das Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung stellt den Ergebnisanteil der assoziierten Unternehmen dar. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen ergeben sich aus Wertberichtigungen auf langfristige Forderungen gegen Projektgesellschaften. Die Zinserträge und die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Geldanlagen bei Banken bzw. aus der Anleihe, Avalprovisionen und Bankdarlehen. (34) ERTRAGSTEUERNFür die Berechnung der inländischen tatsächlichen Steuern ist zum 31. Dezember 2018 ein Steuersatz von 31,82 % (2017: 31,82 %) herangezogen worden. Dieser ermittelt sich aus 15,83 % (2017: 15,83 %) Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie 15,99 % (2017: 15,99 %) Gewerbesteuer. Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: Ertragsteuern
Der Steuerertrag aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 40.236 resultiert aus der Veränderung temporärer Bilanzunterschiede sowie aus Verlustvorträgen. Der erwartete Ertragsteueraufwand, der sich bei Anwendung des Steuersatzes von 31,82 % (2017: 31,82 %) auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR - 92.576 (2017: TEUR 12.500) ergibt, weicht vom gesamten Ertragsteueraufwand wie folgt ab: Ertragsteueraufwand
(35) ERGEBNIS JE AKTIEUnverwässertDas unverwässerte Ergebnis je Aktie (Earnings per Share - EPS) wird berechnet, indem der Quotient aus dem Gewinn, der den Eigenkapitalgebern zusteht, und der durchschnittlichen Anzahl an ausgegebenen Aktien gebildet wird: Ergebnis je Aktie (unverwässert)
VerwässertDas verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem im Vergleich zum unverwässerten Ergebnis je Aktie die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien um sämtliche Wandlungs- und Optionsrechte erhöht wird. Das verwässerte Ergebnis je Aktie beträgt gleichfalls EUR - 0,86 (2017: 0,00). SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND EVENTUALSCHULDENFür Investitionsausgaben in Sachanlagen bestehen zum Bilanzstichtag vertragliche Verpflichtungen, die bisher noch nicht angefallen sind, in Höhe von TEUR 681 (2017: TEUR 3.993). Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten ist die Nordex Group zum Bilanzstichtag nicht eingegangen. Die Miet- und Operate-Leasingverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 78.121 (2017: TEUR 88.206) und weisen folgende Fälligkeiten auf: Fälligkeiten Miet- und Operate-Leasingverpflichtungen
Die Verpflichtungen aus Miet- und Operate-Leasingverträgen betreffen Verpflichtungen aus immobilen Wirtschaftsgütern in Höhe von TEUR 70.186 (2017: TEUR 78.546) und aus mobilen Wirtschaftsgütern in Höhe von TEUR 7.935 (2017: TEUR 9.660). Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen und Preisanpassungsklauseln. Die Nordex Group hat Eventualschulden aus Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses zum Bilanzstichtag aber nicht hinreichend für die Bildung einer Rückstellung gewesen ist. Ferner bestehen gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Projektgesellschaften Garantien, mit deren Inanspruchnahme jedoch nicht gerechnet wird, in Höhe von TEUR 4.778, während gegenüber assoziierten Unternehmen keine Eventualschulden bestehen. ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMENZum Bilanzstichtag ist die Acciona S.A. mit 29,9 % an der Nordex SE beteiligt. Damit ist die Nordex SE ein assoziiertes Unternehmen der Acciona S.A. Die Salden und Geschäftsvorfälle mit Unternehmen aus dem Acciona-Konzern sind in der folgenden Tabelle dargestellt: Salden und Geschäftsvorfälle mit Unternehmen aus dem Acciona-Konzern
Im Geschäftsjahr sind darüber hinaus von der Acciona Energia S.A., der Acciona Energia Chile S.A. und der Acciona Energy USA Global LLC drei Aufträge zur Lieferung und Errichtung von Windkraftanlagen in Spanien, Chile und den USA im Wert von TEUR 135.648 (2017: TEUR 69.917) erteilt worden. Das Aufsichtsratsmitglied Jan Klatten hat 2014 im Rahmen eines marktweiten Bietungsverfahrens mittelbar eine Beteiligung von 44,20 % an der polnischen Windparkgesellschaft C&C Wind Sp. z o.o. erworben. An dieser Gesellschaft ist auch die Nordex Group zu 40,00 % beteiligt. Die C&C Wind Sp. z o.o. ist daher als ein assoziiertes Unternehmen einzuordnen. Geschäftsvorfälle mit Herrn Klatten oder ihm zuzurechnenden Gesellschaften sind wie im Vorjahr nicht zu verzeichnen gewesen. Als assoziierte Unternehmen sind daneben auch die Anteile an der GN Renewable Investments S.á.r.l. (30,00 %) zu klassifizieren. Die Salden und Geschäftsvorfälle mit diesen Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt: Salden und Geschäftsvorfälle mit assoziierten Unternehmen
Die Geschäftsbeziehungen mit der C&C Wind Sp. z o.o. und der GN Renewable Investments S.a.rl. resultieren aus dem Projektgeschäft. Zu den Beteiligungsverhältnissen im Einzelnen wird auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018 verwiesen. Die gemäß IAS 24.17 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Unternehmens umfasst die Vergütung der im Geschäftsjahr bestellten Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Sie ist folgender Tabelle dargestellt: Vergütung des Managements
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Konzern-Kapitalflussrechnung erläutert, wie sich der Finanzmittelbestand, der den flüssigen Mitteln entspricht, im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert hat. Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Konzern-Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung, Konsolidierungskreisänderungen und nicht zahlungswirksame Transaktionen eliminiert werden. Die Ermittlung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit basiert auf der indirekten Methode, d. h., das Jahresergebnis nach Steuern wird um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen bereinigt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 124.927 (2017: TEUR 91.405) resultiert vorwiegend aus dem Konzernverlust einschließlich der Abschreibungen in Höhe von TEUR 72.389 (2017: TEUR 160.100). Aus der Veränderung des Working Capitals haben sich Einzahlungen in Höhe von TEUR 156.312 (2017: Auszahlungen in Höhe von TEUR 16.532) ergeben. Die Auszahlungen aus der restlichen laufenden Geschäftstätigkeit betragen TEUR 103.774 (2017: TEUR 52.163). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR - 80.913 (2017: TEUR -146.130). Es sind Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 71.529 (2017 TEUR 91.002) erfolgt, die im Wesentlichen auf den Aufbau der Rotorblattproduktionen in Mexiko und Indien sowie die Beschaffung von Gussformen für die Rotorblattproduktion europäischer Aufträge entfallen. Entwicklungsprojekte sind in Höhe von TEUR 36.433 (2017: TEUR 46.764) aktiviert worden. Demgegenüber stehen Einzahlungen von TEUR 30.423 für das im Rahmen eines Sale-and-lease-Backs im Juli 2018 erfolgsneutral veräußerte neue Verwaltungsgebäude der Nordex Group. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR - 46.438 (2017: TEUR 43.889) und ergibt sich hauptsächlich aus den Einzahlungen aus der Begebung der Anleihe sowie den gegenläufigen Rückzahlungen der dreijährigen und zum Teil der fünfjährigen variabel verzinsten Schuldscheintranchen, von Barinanspruchnahmen der syndizierten Multi-Currency-Avalkreditlinie und des Forschungs- und Entwicklungsdarlehens der Europäischen Investitionsbank. Die Überleitungsrechnung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit zur Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich wie folgt: Überleitungsrechnung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit
EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGSofern Ereignisse nach dem Bilanzstichtag aufgetreten sind, die wirtschaftlich bis zum 31. Dezember 2018 verursacht gewesen sind, sind diese im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 berücksichtigt. ERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX GEMÄSS § 161 AKTGVorstand und Aufsichtsrat haben am 23. November 2018 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung für das Geschäftsjahr 2018 abgegeben und den Aktionären im Internet unter http://ir.nordex-online.com/websites/Nordex/German/6100/entsprechenserklaerung.html zugänglich gemacht. INANSPRUCHNAHME VON ERLEICHTERUNGSVORSCHRIFTENDie Nordex Energy GmbH, die Nordex Grundstücksverwaltung GmbH und die Nordex Windpark Beteiligung GmbH sind von der Offenlegungspflicht gemäß § 325 HGB unter Bezugnahme auf die Regelungen des § 264 Abs. 3 HGB befreit. ORGANE DER NORDEX SEVorstandJosé Luis Blanco, Madrid / SpanienChief Executive Officer (Vorsitzender des Vorstands) Christoph Burkhard, HamburgChief Financial Officer Patxi Landa, Pamplona / SpanienChief Sales Officer AufsichtsratDr. Wolfgang Ziebart, StarnbergVorsitzender des Aufsichtsrats, Vorsitzender des Präsidiums und Mitglied des Strategie- und Technikausschusses
Juan Muro-Lara, Madrid / SpanienStellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Mitglied des Präsidiums und Mitglied des Prüfungsausschusses
Jan Klatten, MünchenMitglied des Präsidiums und Vorsitzender des Strategie- und Technikausschusses
Connie Hedegaard, Kopenhagen / DänemarkMitglied des Prüfungsausschusses
Rafael Mateo, Teruel / SpanienMitglied des Strategie- und Technikausschusses
Martin Rey, TraunsteinVorsitzender des Prüfungsausschusses
VERGÜTUNGSBERICHTALLGEMEINDieser Vergütungsbericht erklärt die Bestandteile und die Wirkungsweise des Vergütungssystems sowie die Höhe der individuellen Vergütungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat. Die Angaben entsprechen den Anforderungen des Handelsgesetzbuchs und beziehen die Grundsätze des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 17 (DRS 17), die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) sowie die International Financial Reporting Standards ein. VORSTANDGrundzüge der VorstandsvergütungDas Vorstandsvergütungssystem ist mit dem Ziel gestaltet worden, den Vorstandsmitgliedern Anreize für eine nachhaltige Unternehmensführung zu geben. Es ist so ausgerichtet, dass die Vorstandsmitglieder langfristig an der Entwicklung des Unternehmenswerts teilhaben. Der Aufsichtsrat beschließt das Vergütungssystem, die Vergütungsstruktur und die Vergütungshöhen des Vorstands und überprüft diese regelmäßig. Bei der Festlegung der Vergütung orientiert sich der Aufsichtsrat an der Größe und Komplexität von Nordex, der wirtschaftlichen und finanziellen Lage, der Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung in vergleichbaren Unternehmen und dem internen Vergütungsumfeld. Weitere Kriterien sind die Aufgabenbereiche und die persönliche Leistung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Dieses Vorgehen entspricht den Anforderungen des Aktiengesetzes und den Vorgaben des DCGK. Bestandteile der VorstandsvergütungDie Vergütung der Vorstände besteht aus erfolgsunabhängigen (festen) und erfolgsabhängigen (variablen) Komponenten. Diese bilden den Erfolg eines Geschäftsjahres sowie den langfristigen Unternehmenserfolg ab. Erfolgsunabhängige VergütungDie erfolgsunabhängige Vergütung umfasst die monatlich zu gleichen Teilen ausgezahlte Jahresgrundvergütung und marktübliche Nebenleistungen. Darunter fallen die Überlassung eines Firmenwagens auch zur privaten Mitbenutzung sowie die Zahlung von Versicherungsprämien zur Invaliditäts- bzw. Todesfallabsicherung. Erfolgsabhängige VergütungDie erfolgsabhängige Vergütung besteht aus zwei Komponenten:
Hinzu kommt ein einmaliger Integrationsbonus. TantiemeFür jedes Vorstandsmitglied wird jährlich ein individueller Zielbetrag festgelegt. Die Zielerreichung hängt von einem finanziellen und nichtfinanziellen Zielen ab. Die Erreichung des finanziellen und der nichtfinanziellen Ziele fließt zu gleichen Teilen in die Berechnung der Zielerreichung ein. Das finanzielle Ziel ist der Vorsteuergewinn (EBT) des jeweiligen Geschäftsjahres und für alle Vorstandsmitglieder identisch. Die nichtfinanziellen Ziele werden zu Beginn jedes Geschäftsjahres vom Aufsichtsrat festgelegt und nach Ende des Geschäftsjahres wird die Zielerreichung bestimmt. Zusätzlich kann der Aufsichtsrat die individuellen Tantiemen anpassen. Dazu bewertet der Aufsichtsrat die Unternehmensperformance und die individuelle Leistung der Vorstandsmitglieder. Die Tantieme wird hierfür mit einem Performancefaktor zwischen 0,8 und 1,2 multipliziert. Die Tantieme kann vom Zielbetrag abweichen, wenn Ziele unter- bzw. übererfüllt werden. Sollten Ziele nicht erreicht werden, kann die Tantieme auch vollständig entfallen. Die Höhe der gezahlten Tantieme ist auf 200 % des jeweiligen Zielbetrags begrenzt. Performance-Share-Unit-PlanDie langfristige variable Vergütungskomponente ist als Performance-Share-Unit-Plan ausgestaltet. Mit den Vorständen wird ein individueller Zielbetrag für den Performance-Share-Unit-Plan vereinbart. Dieser Betrag wird in virtuelle Aktien umgewandelt. Dazu wird der Zielbetrag durch den durchschnittlichen Nordex-Aktienkurs der letzten 20 Handelstage vor Beginn der Performanceperiode geteilt. Das Performancekriterium ist der Vergleich der Entwicklung des Total Shareholder Returns (TSR) der Nordex-Aktie mit dem arithmetischen Mittel der Entwicklungen der Indizes DAX, MDAX und TecDAX. Die Zielerreichung wird über eine dreijährige Performanceperiode, beginnend mit der Gewährung, ermittelt. Sie kann zwischen 50 % und 200 % liegen. Indem die gewährte Anzahl Performance-Share-Units mit der Zielerreichung multipliziert wird, ergibt sich die endgültige Anzahl von Performance-Share-Units. Diese werden mit dem durchschnittlichen Kurs der Nordex-Aktie der letzten 20 Handelstage vor Ende der Performanceperiode in den Gesamtauszahlungsbetrag umgerechnet. Dieser Betrag ist auf 300 % des individuellen Zielbetrags begrenzt. Jedes Vorstandsmitglied ist zudem verpflichtet, 33 % des nach Steuerabzug verbleibenden Auszahlungsbetrags in Nordex-Aktien zu investieren. Diese Aktien müssen über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren gehalten werden. Einmaliger IntegrationsbonusIm Zuge des Zusammenschlusses von Nordex und Acciona Windpower ist den Vorstandsmitgliedern zum 1. April 2016 ein einmaliger Integrationsbonus gewährt worden. Die Auszahlung des Integrationsbonus errechnet sich anhand von zwei Zielen:
Der Auszahlungsbetrag des Integrationsbonus ergibt sich, indem der Zielbetrag mit der Zielerreichung multipliziert wird. Die Performanceperiode des Integrationsbonus ist zum Ende des Geschäftsjahres 2018 ausgelaufen. Zahlungen bei vorzeitiger Beendigung der TätigkeitSollte eine vorzeitige Kündigung des Dienstvertrags durch die Gesellschaft ohne wichtigen Grund vorgenommen werden, so haben die Vorstandsmitglieder einen vertraglichen Anspruch auf eine Abfindung. Die Abfindungshöhe berechnet sich aus der zu zahlenden Zielvergütung für die Restlaufzeit des Dienstvertrages. Sie ist entsprechend Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK auf zwei Jahreszielvergütungen begrenzt. In der folgenden Tabelle ist die Vergütung nach DRS 17 dargestellt. Die erfolgsabhängige Komponente mit langfristiger Anreizwirkung ist den jeweiligen Geschäftsjahren zeitanteilig zugeordnet worden: Auf die Mitglieder des Vorstands entfallende Vergütung nach DRS 17
Zum 31. Dezember 2019 beträgt der Gesamtbuchwert der Verpflichtung aus der erfolgsabhängigen Komponente mit langfristiger Anreizwirkung EUR 1.014.238 (31. Dezember 2018: EUR 659.435). In der folgenden Tabelle sind die Werte gemäß den Anforderungen des DCGK ausgewiesen. Für die Tantieme werden neben den Zielwerten auch die möglichen Minimum- bzw. Maximum-Werte aufgeführt. Die gewährte mehrjährige variable Vergütung ist mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung dargestellt: Gewährte Zuwendungen nach DCGK
Die folgende Tabelle zeigt die Zuflüsse aus dem Festeinkommen, der Tantieme und der mehrjährigen variablen Vergütung: Zuflüsse nach DCGK
Die Gesellschaft vereinbart zugunsten der Mitglieder des Vorstandes eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung). Die Höhe der Versicherung wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Entsprechend des Aktiengesetzbuches und den Empfehlungen des DCGK sieht die Police einen Selbstbehalt vor. Den Mitgliedern des Vorstandes wird keine Zusage im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung gewährt. Die Gesellschaft hat gegenüber den Mitgliedern des Vorstands weder Darlehen gewährt noch Bürgschaften oder Gewährleistungen übernommen. AufsichtsratGemäß § 18 Abs. 1 bis 4 der Satzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von EUR 30.000 (2017: EUR 30.000). Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der festen Vergütung eines regulären Mitglieds. Für die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats zusätzlich eine feste Vergütung. Diese beträgt EUR 3.000 (2017: EUR 3.000) für jedes volle Geschäftsjahr, in dem das Mitglied dem Ausschuss angehört hat. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält das Doppelte dieser Vergütung. Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat bzw. einem Ausschuss angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung, die ihnen für die jeweilige Mitgliedschaft zusteht. Gemäß § 18 Abs. 5 der Satzung werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats die Auslagen ersetzt, die bei der Ausübung der Amtstätigkeit entstehen. Zusätzlich werden anfallende Umsatzsteuern erstattet. Die Gesellschaft zahlt zudem die Prämie für die D&O-Versicherung der Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Vergütung des Aufsichtsrats setzt sich nach DRS 17 wie folgt zusammen: Bezüge des Aufsichtsrats nach DRS 17
Zum Berichtsstichtag am 31. Dezember 2018 sind noch keine Aufsichtsratsvergütungen ausgezahlt worden. EHEMALIGE VORSTÄNDEFür zwei ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind zum Bilanzstichtag Rückstellungen in Höhe von TEUR 399 (2017: TEUR 400) gebildet worden. HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERSFür Dienstleistungen des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers sind die folgenden Honorare angefallen: Honorare des Abschlussprüfers
Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten die Honorare für die Konzernabschlussprüfung und die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung der Nordex SE und deren Tochterunternehmen. Die anderen Bestätigungsleistungen umfassen im Wesentlichen die Honorare für Comfort Letter und gesetzlich vorgeschriebene oder vertraglich vereinbarte Bestätigungsleistungen. In den Steuerberatungsleistungen sind vorrangig Honorare für die steuerrechtliche Beratung bei Arbeitnehmerentsendungen enthalten, während die sonstigen Leistungen überwiegend auf Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen entfallen.
Nordex SE, Rostock, den 22. März 2019 José Luis Blanco, Vorsitzender des Vorstands Christoph Burkhard, Vorstand Patxi Landa, Vorstand ENTWICKLUNG DER SACHANLAGEN UND IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2018Entwicklung der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte 2018
ENTWICKLUNG DER SACHANLAGEN UND IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2017Entwicklung der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte 2017
AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES ZUM 31. DEZEMBER 2018Aufstellung des Anteilsbesitzes
1 Gewinnabführungsvertrag; Jahresergebnis
und Eigenkapital nach Ergebnisabführung bzw.
Ergebnisübernahme nach landesrechtlichen Vorschriften
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERVERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS §§ 297 ABS. 2 SATZ 4 UND 315 ABS. 1 SATZ 6 HGBWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Rostock, den 22. März 2019 Nordex SE José Luis Blanco, Vorsitzender des Vorstands Christoph Burkhard, Vorstand Patxi Landa, Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Nordex SE, RostockVERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Nordex SE, Rostock, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nordex SE, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung: 1. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte 2. Bewertung der Gewährleistungsrückstellungen 3. Auswirkungen der Erstanwendung des IFRS 15 auf die Bilanzierung der Umsatzerlöse Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: 1 Sachverhalt und Problemstellung 2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse 3 Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte1 In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt € 547,8 Mio (17,9 % der Bilanzsumme) unter dem Bilanzposten "Goodwill" ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow Modellen ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Mittelfristplanung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der verabschiedeten Mittelfristplanung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Ergänzende Anpassungen der Mittelfristplanung für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung wurden von uns mit den zuständigen Mitarbeitern der Gesellschaft diskutiert und nachvollzogen. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbarer Bandbreiten. 3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in Textziffer (8) im Abschnitt "Angaben zur Bilanz" des Konzernanhangs enthalten. 2. Bewertung der Gewährleistungsrückstellungen1 Die Nordex SE ist als weltweit tätiger Hersteller von Windenergieanlagen verschiedenen Risiken ausgesetzt. Der Bewertung der Gewährleistungsrisiken im Konzernabschluss der Nordex SE in Höhe von € 24,6 Mio liegen zu einem hohen Maß Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Zeitpunkte der Inanspruchnahme während des Gewährleistungszeitraums zugrunde. Vor diesem Hintergrund und der daraus resultierenden Schätzunsicherheiten und aufgrund der Höhe dieser betragsmäßig wesentlichen Posten war dieser Sachverhalte aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung. 2 Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Fehlerrisiko in der Rechnungslegung besteht und dass die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter sich direkt auf das Konzernergebnis auswirken, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze der Gewährleistungsrückstellungen beurteilt. Unter anderem haben wir hinsichtlich der Bewertung von Verpflichtungen die zugrundeliegenden Kostenschätzungen insbesondere auf Basis historischer Gewährleistungsaufwendungen gewürdigt. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den Ansatz und die Bewertung der betragsmäßig bedeutsamen Rückstellungen zu rechtfertigen. 3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Gewährleistungsrückstellungen sind unter den sonstigen Rückstellungen in Textziffer (18) im Abschnitt "Angaben zur Bilanz" des Konzernanhangs enthalten. 3. Auswirkungen der Erstanwendung des IFRS 15 auf die Bilanzierung der Umsatzerlöse1 In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt € 2.459,1 Mio ausgewiesen. Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der Produktion und Errichtung von Windenergieanlagen (Projektgeschäft) und der Erbringung von angrenzenden Servicedienstleistungen (Servicegeschäft). Für die zutreffende Erlöserfassung und Erlösabgrenzung der Umsatzerlöse hat der Konzern konzernweit umfangreiche Prozesse eingerichtet. In diesem Geschäftsjahr ergaben sich aus der Erstanwendung des neuen Rechnungslegungsstandards zur Umsatzrealisierung (IFRS 15) wesentliche Auswirkungen auf die Erlösrealisierung und Erlösabgrenzung. Der Konzern realisiert die Umsatzerlöse aus dem Projektgeschäft grundsätzlich mit Vollendung der Errichtung der einzelnen Windenergieanlage (zeitpunktbezogen). Die Verteilung der Umsatzerlöse aus Serviceverträgen erfolgt anhand der geschätzten Kostenverteilung über die jeweilige Vertragslaufzeit (zeitraumbezogen). Die Erstanwendung von IFRS 15 erforderte die konzernweite Anpassung der zugrundeliegenden Prozesse hinsichtlich der neuen Regeln zur Erlösrealisierung und Erlösabgrenzung sowie eine neue Beurteilung bestehender Verträge im gesamten Konzern. Die zutreffende Erlöserfassung und Erlösabgrenzung unter konzernweiter Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 ist als komplex zu betrachten und basiert auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter. Vor diesem Hintergrund war die Bilanzierung der Umsatzerlöse im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die Angemessenheit und Wirksamkeit der vom Konzern eingerichteten und an IFRS 15 angepassten Prozesse und Kontrollen des internen Kontrollsystems des Konzerns zur Erlöserfassung und Erlösabgrenzung während des gesamten Geschäftsjahres gewürdigt. Darüber hinaus haben wir bei unserer Prüfung mit Unterstützung unserer internen Spezialisten die Auswirkungen aus der Erstanwendung des IFRS 15 beurteilt. Gemeinsam haben wir auch die Implementierungsarbeiten nachvollzogen sowie die Ausgestaltung der eingerichteten Prozesse zur Abbildung der Transaktionen in Einklang mit IFRS 15 beurteilt. Unsere Prüfung hat sich auch auf die durchgeführten Systemänderungen sowie auf die hierfür implementierten Kontrollen erstreckt. Hierbei haben wir auch Kundenverträge durchgesehen, die Identifizierung von Leistungsverpflichtungen nachvollzogen und gewürdigt, ob diese Leistungen über einen bestimmten Zeitraum oder zu einem bestimmten Zeitpunkt erbracht wurden. Dabei haben wir im Zusammenhang mit den Angabepflichten aus der Erstanwendung des IFRS 15 unter anderem auch die Angemessenheit der angewendeten Verfahren beurteilt und die getroffenen Schätzungen bzw. Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter zur Erlösrealisierung und Erlösabgrenzung gewürdigt. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten, an IFRS 15 angepassten Prozesse sowie die eingerichteten Kontrollen angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um die sachgerechte Bilanzierung der Umsatzerlöse unter erstmaliger Anwendung des IFRS 15 zu gewährleisten. 3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Umsatzerlösen und den Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 15 sind in Textziffer (26) im Abschnitt "Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung" sowie im Abschnitt "Bilanzierung- und Bewertungsmethoden" des Konzernanhangs enthalten. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 5. Juni 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2008 als Konzernabschlussprüfer der Nordex SE, Rostock, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Claus Brandt.
Hamburg, den 22. März 2019 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Claus Brandt, Wirtschaftsprüfer ppa. Benjamin Mechel, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
28 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Herstellung von Turbinen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Turbinen
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Praxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von elektrischem Installationsmaterial
Herstellung von Turbinen
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Beteiligungsgesellschaften
Verlegen von Computerspielen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Verlegen von Computerspielen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen