Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 720247
Vorher
Tubex Holding GmbH
Eingetragen
5.8.1968
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Erwerb und die Verwaltung von Unternehmen und Beteiligungen an Unternehmen sowie die Übernahme von Management-, Akquisitions- und Verwaltungsaufgaben bei Unternehmen, insbesondere die Erbringung von Dienstleistungen auf den Gebieten der Beschaffung und des Vertriebs, des Personal- und Rechnungswesen, ferner die Beratung von Beteiligungsunternehmen in Organisations- und Finanzangelegenheiten und deren Ausstattung mit Eigenkapital sowie die Verwaltung von Immobilien sowie der Erwerb, die Vermietung und Veräußerung von beweglichen Sachanlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

11.00% identifiziert89.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
C******** G****
11.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tubex Holding GmbHAUT
89.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Tubex Holding GmbH
Austria
4.450.000 €
89.00%
C******** G****
550.000 €
11.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tubex Packaging GmbH (vormals: Tubex Holding GmbH)

Rangendingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

1. Prüfungsvertrag und Auftragsdurchführung

2. Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses

2.1. Feststellungen zur Gesetzmäßigkeit von Buchführung, Konzernabschluss und Konzernlagebericht

2.2. Erteilte Auskünfte

2.3. Stellungnahme zu Tatsachen gemäß § 273 Abs 2 UGB (Redepflicht des Abschlussprüfers)

3. Bestätigungsvermerk

Beilagenverzeichnis

Konzernabschluss und Konzernlagebericht

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022

- Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

- Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

- Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2022

- Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Andere Beilagen

Allgemeine Auftragsbedingungen

An die Geschäftsführung der

Tubex Holding GmbH,

Lilienfeld

Wir haben die Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 der

Tubex Holding GmbH,

Lilienfeld

(im Folgenden auch kurz "Gesellschaft" genannt),

abgeschlossen und erstatten über das Ergebnis dieser Prüfung den folgenden Bericht:

1. Prüfungsvertrag und Auftragsdurchführung

Mit Umlaufbeschluss vom 29. Oktober 2022 der Tubex Holding GmbH, Lilienfeld, wurden wir zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 bestellt. Die Gesellschaft, vertreten durch den Geschäftsführer, hat mit uns einen Prüfungsvertrag abgeschlossen, den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 unter Einbeziehung der Buchführung und des Konzernlageberichtes gemäß § § 269 ff UGB zu prüfen.

Bei dem geprüften Konzern handelt es sich zum 31. Dezember 2022 um eine fünffach große Gesellschaft gemäß § 271a Abs 1 UGB.

Die Gesellschaft unterliegt nicht der Verpflichtung zur Einrichtung eines Aufsichtsrates.

Bei der gegenständlichen Prüfung handelt es sich um eine freiwillige Abschlussprüfung.

Diese Prüfung erstreckt sich darauf, ob bei der Erstellung des Konzernabschlusses und der Buchführung die gesetzlichen Vorschriften beachtet wurden. Der Konzernlagebericht ist darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Bei der durchgeführten Prüfung handelt es sich um eine Erstprüfung.

Bei unserer Prüfung beachteten wir die in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und die berufsüblichen Grundsätze ordnungsgemäßer Durchführung von Abschlussprüfungen. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing - ISA). Wir weisen darauf hin, dass das Ziel der Abschlussprüfung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist. Eine absolute Sicherheit lässt sich nicht erreichen, weil jedem internen Kontrollsystem die Möglichkeit von Fehlern immanent ist und auf Grund der stichprobengestützten Prüfung ein unvermeidbares Risiko besteht, dass wesentliche falsche Darstellungen im Konzernabschluss unentdeckt bleiben. Die Prüfung erstreckte sich nicht auf Bereiche, die üblicherweise den Gegenstand von Sonderprüfungen bilden.

Im Rahmen der Konzernabschlussprüfung haben wir die im Konzernabschluss zusammengefassten Finanzinformationen der einbezogenen Unternehmen daraufhin geprüft, ob sie den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen und ob die für die Übernahme in den Konzernabschluss maßgeblichen Vorschriften beachtet wurden.

Ein Teil der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurde von anderen Abschlussprüfern geprüft. Wir haben deren Tätigkeit in geeigneter Weise überwacht.

Wir führten die Prüfung mit Unterbrechungen im Zeitraum von April bis Juli 2023 durch. Wir haben die Prüfung mit dem Datum dieses Berichtes materiell abgeschlossen.

Für die ordnungsgemäße Durchführung des Auftrages ist Herr Mag. (FH) Jürgen Lederer, Wirtschaftsprüfer, verantwortlich.

Grundlage für unsere Prüfung ist der mit der Gesellschaft abgeschlossene Prüfungsvertrag, bei dem die von der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer herausgegebenen "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe" (Beilage III) einen integrierten Bestandteil bilden. Diese Auftragsbedingungen gelten nicht nur zwischen der Gesellschaft und dem Abschlussprüfer, sondern auch gegenüber Dritten. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung.

2. Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses

2.1. Feststellungen zur Gesetzmäßigkeit von Buchführung, Konzernabschluss und Konzernlagebericht

Bei der Prüfung der Konsolidierung sowie der Finanzinformationen der einbezogenen Unternehmen stellten wir hinsichtlich der Buchführung die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften fest. Die im Konzernabschluss enthaltenen Finanzinformationen berücksichtigen im Wesentlichen die vom Mutterunternehmen für den Konzernabschluss vorgegebenen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien und stellen eine geeignete Grundlage für die Einbeziehung in den Konzernabschluss dar. Die für die Übernahme in den Konzernabschluss maßgeblichen Vorschriften wurden beachtet.

Im Rahmen unseres risiko- und kontrollorientierten Prüfungsansatzes haben wir - soweit wir dies für unsere Prüfungsaussage für notwendig erachteten - die internen Kontrollen in Teilbereichen des Rechnungslegungsprozesses in die Prüfung einbezogen.

Hinsichtlich der Gesetzmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes verweisen wir auf unsere Ausführungen im Bestätigungsvermerk.

2.2. Erteilte Auskünfte

Der gesetzliche Vertreter hat die von uns verlangten Aufklärungen und Nachweise erteilt und eine Vollständigkeitserklärung unterfertigt.

2.3. Stellungnahme zu Tatsachen gemäß § 273 Abs 2 UGB (Redepflicht des Abschlussprüfers)

Bei Wahrnehmung unserer Aufgaben als Konzernabschlussprüfer haben wir keine Tatsachen festgestellt, die den Bestand des Konzerns gefährden oder seine Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können oder die schwerwiegende Verstöße des gesetzlichen Vertreters oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder Gesellschaftsvertrag erkennen lassen. Wesentliche Schwächen bei den internen Kontrollen des Rechnungslegungsprozesses sind uns nicht zur Kenntnis gelangt.

3. Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der

Tubex Holding GmbH,

Lilienfeld,

und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern"), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerkes ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung.

Sonstiger Sachverhalt

Wir weisen darauf hin, dass der Konzernabschluss der Tubex Holding GmbH für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr weder von uns noch von einem anderen Abschlussprüfer geprüft wurde.

Verantwortlichkeiten des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, der gesetzliche Vertreter beabsichtigt, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder hat keine realistische Alternative dazu.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.

Wir beurteilen die Angemessenheit der vom gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.

Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch den gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.

Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. (FH) Jürgen Lederer.

 

Graz, 27. Juli 2023

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. (FH) Jürgen Lederer, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

in Tausend Euro (TEUR)

mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in Tausend Euro (TEUR)

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Nutzungsrechte 1.557 0
2. Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung 16 0
1.573 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 37.131 5.826
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.482 3.122
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.771 1.764
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 9.360 1.050
86.744 11.762
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.300 441
1.300 441
89.617 12.203
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 35.789 10.325
2. Unfertige Erzeugnisse 1.386 1.497
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 25.102 1.753
4. Geleistete Anzahlungen 368 0
62.645 13.575
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 60.282 7.552
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 6.462 65
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 6.462 65
66.744 7.617
III. Guthaben bei Kreditinstituten 56.564 412
185.953 21.604
C. Rechnungsabgrenzungsposten 689 303
D. Aktive latente Steuern 671 0
276.930 34.110

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. eingefordertes und einbezahltes Stammkapital 45 35
II. Kapitalrücklagen
1. nicht gebundene 40.000 0
III. Währungsrücklage/EK-differenzen aus Währungsumr. -3.371 68
IV. Gewinnrücklagen
1. andere (freie) Rücklagen 87.882 0
V. Anteile fremder Gesellschafter/nicht beherrsch. Anteil 17.588 0
VI. Bilanzgewinn 13.541 1.588
davon Gewinnvortrag 1.588 -109
155.685 1.691
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 1.248 0
2. Rückstellungen für Pensionen 3.010 0
3. Steuerrückstellung 4.333 0
davon latente Steuerrückstellung 859 0
4. Sonstige Rückstellungen 10.408 395
18.999 395
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.513 268
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.842 0
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.842 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.314 7.854
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 39.314 7.854
4. Sonstige Verbindlichkeiten 43.600 23.902
davon aus Steuern 2.134 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 828 0
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 33.715 23.902
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 9.885 0
96.269 32.024
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.977 0
276.930 34.110

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

in Tausend Euro (TEUR)

mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in Tausend Euro (TEUR)

2022 2021
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 369.414 27.062
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.437 -1.424
3. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen 1.831 0
b) übrige 8.013 0
9.844 0
4. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand -186.366 -13.242
b) Aufwendungen bezogene Leistungen -30.857 -423
-217.223 -13.665
5. Personalaufwand
a) Löhne -43.108 -4.617
b) Gehälter -27.089 -2.587
c) Soziale Aufwendungen -15.676 -1.001
davon Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -185 0
davon Aufwendungen für Altersvorsorge -25 0
davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschreibene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -13.890 -948
-85.873 -8.205
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -12.053 -547
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen -539 -96
b) Übrige -47.595 -1.161
-48.134 -1.257
8. Zwischensumme aus Z 1 bis 7 (Betriebsergebnis) 20.412 1.964
9. Erträge aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren 7 0
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 249 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.933 -307
12. Zwischensumme aus Z 9 bis 11 (Finanzergebnis) -1.677 -307
13. Ergebnis vor Steuern 18.735 1.657
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.799 40
davon latente Steuern -74 0
15. Ergebnis nach Steuern 13.936 1.697
16. Anteile anderer Gesellsch. -1.983 0
17. Jahresüberschuss 11.953 1.697
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.588 -109
19. Bilanzgewinn 13.541 1.588

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
TEUR
Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Ergebnis nach Steuern 13.936
Abschreibungen auf immaterielle Anlagen und Sachanlagen 12.053
Veränderung des Sozialkapitals -29
Gewinne aus Anlagenabgängen -1.831
Verluste aus Anlagenabgängen 1.057
Andere zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen -14
Cashflow aus dem Ergebnis 25.172
Veränderung der Vorräte -7.772
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -9.365
Veränderung der sonstigen Vermögensgegenstände -2.265
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.944
Veränderung der Anzahlungen von Kunden 1.563
Veränderung der übrigen kurzfristigen Rückstellungen 3.612
Veränderung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten 7.738
Operativer Cashflow 21.627
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit
Investitionen in immaterielle Anlagen und Sachanlagen -16.242
ab: darauf erhaltene Subventionen -591
Erlöse aus Abgang von immateriellen Anlagen und Sachanlagen 1.856
Investitionen in verbundene Unternehmen -8.944
-23.921
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit
Gesellschafterzuschuss 5
Ausschüttungen -12
Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -4.202
Veränderung der übrigen Finanzverbindlichkeiten/-forderungen 6.073
1.864
Andere Veränderungen
Wechselkursbedingte Veränderungen im Anlagevermögen 730
Bewertungsbedingte Veränderungen im Eigenkapital -212
518
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel 88
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung der flüssigen Mittel 56.064
Stand der flüssigen Mittel zum 1. Jänner 412
Stand der flüssigen Mittel zum 31. Dezember 56.564

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2022

Stammkapital Kapitalrücklagen Währungsrücklage
TEUR TEUR TEUR
Stand am 1. Jänner 2021 35 0 0
Jahresgewinn 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 68
Auflösung Rücklagen 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2021 35 0 68
Kapitalerhöhung 10 40.000 0
Jahresgewinn 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 0 -183
Ausschüttung 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 -3.256
Stand am 31. Dezember 2022 45 40.000 -3.371
Gewinnrücklagen Anteile fremder Gesellschafter Konzernbilanzgewinn Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 1. Jänner 2021 0 0 0 35
Jahresgewinn 0 0 1.697 1.697
Währungsdifferenzen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 -109 -41
Auflösung Rücklagen 0 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2021 0 0 1.588 1.691
Kapitalerhöhung 0 0 0 40.010
Jahresgewinn 0 1.983 11.953 13.936
Währungsdifferenzen 0 -29 0 -212
Ausschüttung 0 -12 0 -12
Änderungen des Konsolidierungskreises 87.882 15.646 0 100.272
Stand am 31. Dezember 2022 87.882 17.588 13.541 155.685

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeines

Die Tubex Holding GmbH, Lilienfeld (Firmenbuch des Landesgerichts St. Pölten, FN 557884 v) ist zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 244 UGB verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde nach den geltenden Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches und den ergänzenden Regelungen des GmbH - Gesetztes aufgestellt. Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des UGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden.

Darstellung, Ansatz, Ausweis und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

In den Konzernabschluss wurden gemäß § 244 Abs. 2 UGB als Mutterunternehmen die Tubex Holding GmbH, Lilienfeld, sowie im Rahmen der Vollkonsolidierung ein inländisches und zwölf ausländische Unternehmen einbezogen.

Der Konsolidierungskreis veränderte sich im Geschäftsjahr 2022 durch die Einbringung der Gesellschaft Tubex Packaging GmbH mit sechs Tochtergesellschaften sowie durch den Erwerb eines ausländischen Unternehmens. Die Anzahl der in den Vollkonsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr in einem Ausmaß, dass ein Vergleich der Zahlen des vorliegenden Konzernabschlusses mit dem Vorjahr nicht aussagekräftig ist. Im Lagebericht werden einzelne Positionen mit adaptierten Vorjahresbeträgen erläutert.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in einer separaten Aufstellung der Angaben nach § 265 Abs. 2 UGB einzeln aufgeführt (Beilage I/12), welche integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist.

II. Konsolidierungsgrundsätze und -methoden

Der Konzernabschluss wurde zum Stichtag 31. Dezember 2022 (Stichtag der Abschlüsse sämtlicher einbezogener Unternehmen) aufgestellt. Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde.

Die Einzelabschlüsse wurden zunächst unter Beachtung der jeweiligen nationalen Bilanzierungsbestimmungen aufgestellt. Soweit diese Bestimmungen von den Bilanzierungsvorschriften des UGB abweichen, wurden die ausländischen Abschlüsse an die unternehmensrechtlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften angepasst.

Die dem österreichischen Recht angepassten Einzelabschlüsse wurden unter Anwendung folgender Maßnahmen zum Konzernabschluss zusammengefasst.

Bei der Kapitalkonsolidierung wurden im Wege der Vollkonsolidierung die Anschaffungskosten der Anteile an den Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Erwerbes oder der Gründung gegenübergestellt. Zuordenbare aktive und passive Unterschiedsbeträge für die dem Konsolidierungskreis zugehörenden Unternehmen waren in Vorjahren bereits zur Gänze verrechnet.

Aus Akquisitionen entstandene, nicht zuordenbare aktive Unterschiedsbeträge sind als Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung bilanziert.

Fremden Gesellschaftern zustehende Anteile am Kapital und am Jahresergebnis von Tochterunternehmen wurden als nicht beherrschende Anteile gesondert ausgewiesen.

Um eine einheitliche Bewertung für alle in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen zu gewährleisten, wurden die Wertansätze für Vermögensgegenstände und Schulden in- und ausländischer Tochterunternehmen an die einheitlichen Konzerngrundsätze angepasst.

Aktive und passive Steuerabgrenzungen wurden im Konzernabschluss vorgenommen.

Im Zuge der Schuldenkonsolidierung wurden Ausleihungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Unternehmen des Vollkonsolidierungskreises aufgerechnet. Währungstechnisch bedingte Differenzen wurden ergebniswirksam verrechnet.

Weiters wurden Eventualverbindlichkeiten und Anhangangaben eliminiert, um die Grundsätze der Einheitstheorie zu beachten.

Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden Innenumsatzerlöse und andere Erträge zwischen in die Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen aufgerechnet; Aufwendungen und Erträge aus Beteiligungen an vollkonsolidierten Unternehmen wurden ergebniswirksam eliminiert.

Bei den in Fremdwährungen aufgestellten Abschlüssen der vollkonsolidierten Unternehmen (außerhalb der Teilnehmerstaaten der EURO-Zone) werden die Vermögensgegenstände und Schulden zu Devisenmittelkursen zum Konzernbilanzstichtag, die Eigenkapitalposten zu historischen Kursen (aus der Beibehaltung der Fremdwährungskurse zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung) und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zu durchschnittlichen Devisenmittelkursen des Geschäftsjahres in die Konzernleitwährung (Euro) umgerechnet. Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Eigenkapitalposten sind in einer gesonderten Position "Rücklage aus Währungsumrechnung" ergebnisneutral ausgewiesen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Vom Einzelabschluss der Konzernobergesellschaft abweichende Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte wurden im Konzernabschluss nicht ausgeübt.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der einbezogenen Unternehmen ausgegangen.

Immaterielle Anlagen

Anschaffungskosten; planmäßige, lineare Abschreibungen mit Sätzen von 10 bis 20 % p.a. (Nutzungsrechte) sowie 10 bis 25 % p.a. (Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung); die Abschreibung der Firmenwerte erfolgt auf die Geschäftsjahre der voraussichtlichen Nutzung.

Sachanlagen

Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten unter Abzug von Anschaffungspreisminderungen; planmäßige, lineare Abschreibungen mit Sätzen von 2 bis 4 % p.a. (Gebäude) sowie von 10 bis 25 % p.a. (bewegliche Anlagen); außerplanmäßige Abschreibungen für unbrauchbare Anlagen; Zuschreibungen bei Wegfall der Gründe für früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen; geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang dargestellt.

Finanzanlagen

Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen aufgrund gesunkener Börsenkurse bei Wertpapieren; Zuschreibungen bei Wegfall der Gründe für früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelswaren

Anschaffungskosten nach dem gewogenen, gleitenden Durchschnittspreisverfahren; Anschaffungskostenminderungen (Skonti) werden prozentual gekürzt; individuelle Wertberichtigungen für Ungängigkeit, Verwurf, Reservematerial und retrograde Bewertung; Pauschalwertberichtigungen für allgemeine Risiken.

Unfertige und fertige Erzeugnisse

Erfassung zu Standard-Herstellungskosten; diese beinhalten Material, Materialgemeinkosten, Fertigungslöhne und Fertigungsgemeinkosten zu Plan- Vollkostensätzen unter Ansatz von Standardleistungen; für die Bilanzbewertung erfolgt eine Umwertung der Standardkosten auf niedrigere Istkosten; individuelle Abschreibungen für Qualitäts- und Verkaufsrisiken sowie retrograde Bewertung; Abschreibungen unverwertbarer Bestände auf den Scherben- oder Schrottwert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Anschaffungskosten; Berücksichtigung vorhandener Ausfallsrisiken sowie latenter Skonti durch Einzelvorsorgen und Pauschalwertberichtigungen.

Übrige Forderungen

Anschaffungskosten unter Abzug von Einzelwertberichtigungen für vorhandene Risiken.

Latente Steuern

Berechnung aktiver und passiver latenter Steuern anhand der im Geschäftsjahr und in früheren Geschäftsjahren entstandenen, vorübergehenden Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Konzern- und Steuerbilanz; Ansatz aktiver Steueransprüche für voraussichtlich nutzbare körperschaftsteuerliche Verlustvorträge; die Steueransprüche werden - soweit zulässig - mit den Steuerrückstellungen saldiert; die Bewertung erfolgt mit dem Ertragssteuersatz der Muttergesellschaft.

Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder

Ermittlung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Zinsfuß 1,24 % p.a. und 1,78 % p.a., Vorjahr: 1,9 % p.a. und 1,87 % p.a.); erwartete Bezugserhöhungen 2 % p.a., (Vorjahr: 2 % p.a.) für die Ansprüche auf Abfertigungen und Jubiläumsgelder; für die Ansprüche auf Abfertigungen und Jubiläumsgelder wurden nach Dienstalter gestaffelte Fluktuationsabschläge berücksichtigt.

Übrige Rückstellungen

Erfüllungsbetrag in Höhe vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Beachtung des Imparitäts- und Vorsichtsprinzips.

Verbindlichkeiten

Erfüllungsbetrag

IV. Konsolidierungskreis

Folgende verbundene Unternehmen wurden zum 31. Dezember 2022 im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:

Nenn V kapital WE Anteil % Kurzbezeichnung
Tubex USA Inc., Linthicum Heights, USA TUSD 1.425 100 CAGP
C-Care LLC, Linthicum Heights, USA TUSD 1.000 100 CCA
CAG Beauty LLC, Linthicum Heights, USA TUSD 450 100 JOP
C-Properties LLC, Linthicum Heights, USA TUSD 0 100 CCB
OX Solutions LLC, Linthicum Heights, USA TUSD 0 100 COX
CTA GmbH, Ludwigsburg, Deutschland TEUR 25 89 TCB
Tubex Packaging GmbH, Rangendingen, Deutschland TEUR 5.000 89,9 THD
Tubex Matra Kft., Sirok, Ungarn THUF 144.100 89 TMA
Tubex GmbH, Rangendingen, Deutschland TEUR 2.000 78 TRA
ZAO Tubex, Uljanowka, Russland TRRU 1.000 89 TUL
Tubex Wasungen GmbH, Wasungen, Deutschland TEUR 1.100 89 TWA
Tubex Tubenfabrik Wolfsberg Gmbh, Wolfsberg TEUR 40 89 TWO
Tubex Slovakia s.r.o., Zarnovica, Slowakei TEUR 7 89 TZA

Der Vollkonsolidierungskreis veränderte sich im Geschäftsjahr 2022 durch die Sacheinlage der Gesellschafter von 89 % der Anteile des Unternehmens Tubex Packaging GmbH mit den Tochtergesellschaften CTA GmbH, Tubex GmbH, ZAO Tubex, Tubex Wasungen GmbH, Tubex Tubenfabrik Wolfsberg GmbH und Tubex Slovakia s.r.o.. Weiters erfolgte der Erwerb des Unternehmens Mátrametál Kft. (jetzt: Tubex Mátra Kft.).

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Als immaterielle Anlagen sind Nutzungsrechte an Software sowie Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen.

Die Investitionen in Sachanlagen (Zugänge von insgesamt TEUR 16.154) betreffen insbesondere die Modernisierung von Betriebsgebäuden und Produktionsanlagen an allen Standorten, den Einbau einer Lüftungsanlage sowie die Erweiterung und Automatisierung der Abfüllanlagen am Standort in Ludwigsburg.

In den Grundstücken und Bauten sind Grundwerte von TEUR 6.557 (Vorjahr: TEUR 4.037) enthalten.

Die Verpflichtungen des Konzerns aus der Nutzung in der Bilanz nicht ausgewiesener Sachanlagen betragen für das nächste Jahr TEUR 1.232, für das zweite bis fünfte Jahr TEUR 948 sowie ab dem sechsten Jahr TEUR 1.144.

Vorräte

Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 49.070 erhöht; Bruttowerten von TEUR 68.037 (Vorjahr: TEUR 15.171) stehen Einzelabschläge und Pauschalwertberichtigungen von TEUR 5.392 (Vorjahr: TEUR 1.596) gegenüber.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden gegenüber dem Vorjahr um TEUR 52.730 aufgebaut; Bruttoforderungen von TEUR 60.692 (Vorjahr: TEUR 7.552) stehen Einzelwertberichtigungen von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 0) und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 307 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber.

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Ausleihungen, Steuerguthaben, Investitionszuschüsse sowie Guthaben bei Lieferanten. Erträge im Bilanzwert von TEUR 1.375 (Vorjahr: TEUR 0) werden unmittelbar nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam.

Alle Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Rechnungsabgrenzungsposten betreffen vorausbezahlte Aufwendungen des Folgejahres.

Aktive latente Steuern wurden aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen und der Konzernbilanz sowie aus nutzbaren Verlustvorträgen ermittelt.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist aus Beilage I/5 ersichtlich.

Nicht gebundene Kapitalrücklagen (TEUR 40.000; Vorjahr: TEUR 0) stammen aus einer Einbringung der Gesellschafter.

Die Gewinnrücklagen bestehen aus dem anteiligen, erwirtschafteten Konzerneigenkapital des zum 1.1.2022 eingebrachten Teilkonzerns Tubex Packaging GmbH.

Nicht beherrschende Anteile fremder Gesellschafter bestehen erstmalig am Kapital (TEUR 15.605) und am Ergebnis (Gewinn von TEUR 1.983;). Ein Betrag von TEUR 12 wurde an fremde Gesellschafter ausgeschüttet.

Rückstellungen

Steuerrückstellungen betreffen das Erfordernis an Körperschaftsteuer und ausländischen Ertragsteuern (TEUR 3.265; Vorjahr: TEUR 0), latente Steuerabgrenzungen (TEUR 859; Vorjahr: TEUR 0) sowie sonstige Steuern (TEUR 209; Vorjahr: TEUR 0).

Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für ausstehende Belastungen, Gewährleistungen, nicht konsumierte Urlaube, Jubiläumsgelder, Reklamationen sowie Provisionen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 7.157 (Vorjahr: TEUR 0) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.535 (Vorjahr: TEUR 3.429) weisen Restlaufzeiten zwischen ein und fünf Jahren auf.

Für Verbindlichkeiten im Bilanzwert von TEUR 9.386 (Vorjahr: TEUR 0) sind dingliche Sicherheiten bestellt.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Investitionskredite, Hypothekardarlehen sowie Kontokorrentkredite.

Als andere Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Verpflichtungen für Löhne, Guthaben von Kunden sowie fremde Finanzierungen ausgewiesen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen im Bilanzwert von TEUR 2.804 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten, die unmittelbar nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Investitionszuschüsse aus Subventionen 5.642 0
Voraus empfangene Erträge des Folgejahres 335 0
5.977 0

Die Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln werden nach Maßgabe planmäßiger Abschreibungen der geförderten Anlagen aufgelöst.

Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten zu Gunsten fremder Unternehmen und Personen.

Derivative Finanzinstrumente

Ein Unternehmen der Gruppe setzt ein derivatives Finanzinstrument zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen aus einem Darlehen (Grundgeschäft) ein. Dafür wurde als Sicherungsinstrument eine Zinsswapvereinbarung abgeschlossen. Der Bezugsbetrag des Zinssatzswaps zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 680. Die aus den variablen Zinszahlungen der Darlehen resultierenden Zinsrisiken werden durch die zu erhaltenden variablen Zinszahlungen aus dem Payer Swap eliminiert. Der beizulegende Zeitwert des Payer Swaps beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 19,7. Die Bewertung erfolgt durch Abzinsung von Zahlungsströmen unter Berücksichtigung marktgerechter Zinsstrukturkurven. Die variabel verzinslichen Darlehen werden für den Zeitraum bis 31. März 2025 abgesichert.

Die Ermittlung der prospektiven und retrospektiven Effektivität erfolgte anhand der Critical Termin Match Methode.

Außerbilanzielle Verpflichtungen

Mehrere Unternehmen der Gruppe haben zur Verbesserung der Liquidität Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Kreditinstitute zediert; zum Bilanzstichtag waren für Beträge von 4,9 Mio EUR (Vorjahr: 0 Mio EUR) die Risiken des Ausfalls an die Banken übergegangen.

Weitere, aus der Konzernbilanz nicht ersichtliche Verpflichtungen bestehen zum Ende des Konzerngeschäftsjahres nicht.

Konzern-Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022 Währungsdifferenz Zugang
TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Nutzungsrechte 0 -103 89
Firmenwerte 0 0 0
Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung 0 0 17
Geleistete Anzahlungen 0 0 0
0 -103 106
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 8.789 118 3.751
Technische Anlagen und Maschinen 15.180 -1.553 3.316
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.827 271 2.479
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.050 71 6.608
29.846 -1.093 16.154
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 441 -9 0
441 -9 0
30.287 -1.205 16.260
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konzernkreis- Änderung Zugang Abgang Umbuchungen Stand am 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Nutzungsrechte 8.328 -19 0 8.295
Firmenwerte 107 0 0 107
Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung 0 0 0 17
Geleistete Anzahlungen 22 0 -22 0
8.457 -19 -22 8.419
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 45.957 -1 125 58.739
Technische Anlagen und Maschinen 173.897 -5.043 2.474 188.271
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.715 -1.286 166 32.172
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 4.722 -348 -2.743 9.360
250.291 -6.678 22 288.542
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 868 0 0 1.300
868 0 0 1.300
259.616 -6.697 0 298.261
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Währungsdifferenz Zugang
TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Nutzungsrechte 0 -92 592
Firmenwerte 0 0 0
Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung 0 0 1
Geleistete Anzahlungen 0 0 0
0 -92 593
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 2.963 106 1.554
Technische Anlagen und Maschinen 12.058 -633 6.771
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.063 144 3.135
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0 0 0
18.084 -383 11.460
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0
0 0 0
18.084 -475 12.053
Kumulierte Abschreibungen
Konzernkreis-Änderung Zugang Abgang Umbuchungen Stand am 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Nutzungsrechte 6.257 -19 0 6.738
Firmenwerte 107 0 0 107
Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung 0 0 0 1
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
6.364 -19 0 6.846
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 16.986 -1 0 21.608
Technische Anlagen und Maschinen 141.923 -4.330 0 155.789
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.324 -1.265 0 24.401
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0 0 0 0
178.233 -5.596 0 201.798
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
0 0 0 0
184.597 -5.615 0 208.644
Bilanzwerte am
31.12. 2022 31.12. 2021
TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Nutzungsrechte 1.557 0
Firmenwerte 0 0
Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung 16 0
Geleistete Anzahlungen 0 0
1.573 0
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 37.131 5.826
Technische Anlagen und Maschinen 32.482 3.122
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.771 1.764
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 9.360 1.050
86.744 11.762
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.300 441
1.300 441
89.617 12.203

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2022 2021
TEUR TEUR
Umsatzerlöse
Österreich 8.944 0
Deutschland 104.885 482
Restliche Europäische Union 112.026 0
Restliches Europa 23.163 0
USA/Kanada 65.180 26.580
China 518 0
Übrige Länder 54.698 0
369.414 27.062

Übrige betriebliche Erträge beinhalten vor allem öffentliche Förderungen, Energieabgabenersätze und Wechselkursgewinne.

Die Veränderung der Personalrückstellungen wird vollständig im Personalaufwand gezeigt.

Übrige betriebliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Betrieb, Vertrieb, Verwaltung sowie andere Aufwendungen (va Zuweisungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen, Wechselkursverluste sowie Verluste aus Anlagenabgängen).

Erträge aus Finanzanlagen betreffen Kurserträge aus Wertpapieren TEUR 7; (Vorjahr: TEUR 0).

2022 2021
TEUR TEUR
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Inländische Körperschaftsteuer 642 0
Ausländische Ertragsteuern 4.083 -40
Latente Steuern aus Einzelabschlüssen -61 0
Veränderung latenter Steuern im Konzern 135 0
4.799 -40

VII. Veränderung des Konsolidierungskreises

Durch Einbringungen der Gesellschafter zum 1.1.2022 von insgesamt 89 % der Anteile der Gesellschaft Tubex Packaging GmbH, Rangendingen, Deutschland, mit ihren Tochtergesellschaften erfolgte der Zugang eines Teilkonzerns. Daraus erfolgten Zugänge des Anlagevermögens von 55,5 Mio. EUR, des Umlaufvermögens von 81,2 Mio. EUR, der liquiden Mittel von 56,1 Mio. EUR sowie der Rückstellungen von 14,9 Mio. EUR und der Verbindlichkeiten von 37,6 Mio. EUR.

Weiters, erfolgte der Erwerb eines ausländischen Unternehmens durch eine Kaufpreiszahlung von 9,0 Mio. EUR; der gegenüber stehen Zugänge des Anlagevermögens von 19,5 Mio. EUR, des Umlaufvermögens von 8,7 Mio. EUR, der liquiden Mittel von 0,1 Mio. EUR sowie der Rückstellungen von 0,1 Mio. EUR und der Verbindlichkeiten von 19,3 Mio. EUR.

Durch die erstmalige Einbeziehung des vorgenannten Teilkonzerns sowie des erworbenen Unternehmens in den Vollkonsolidierungskreis ergeben sich in der Konzernbilanz Erhöhungen des Anlagevermögens mit 73,3 Mio. EUR, des Umlaufvermögens mit 166,8 Mio. EUR sowie der Rückstellungen von 18,4 Mio. EUR und der Verbindlichkeiten von 66,9 Mio. EUR.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind diese Unternehmen in den Umsatzerlösen und anderen Erträgen mit 322,8 Mio. EUR, in den betrieblichen Aufwendungen mit 302,5 Mio. EUR, im Finanzergebnis mit -0,7 Mio. EUR sowie im Steueraufwand mit 4,8 Mio. EUR enthalten; das Ergebnis nach Steuern dieser Unternehmen beträgt somit +14,9 Mio. EUR.

VIII. Sonstige Erläuterungen

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Als wesentliche Ereignisse zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist die kontinuierliche Beeinflussung der Geschäftstätigkeit aufgrund der Eskalation des Konflikts in der Ukraine zu nennen; die Einschätzung der Geschäftsführung zu den voraussichtlichen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der Unternehmen des Konzerns ist im Lagebericht enthalten.

Offenlegung

Die Gesellschaft ist oberstes Mutterunternehmen im Sinn des § 244 UGB. Die Offenlegung des Konzernabschlusses sowie des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens erfolgt unter der Nummer 557884 v im Firmenbuch des Landesgerichtes St. Pölten.

Unternehmen, die von der Befreiung gemäß §264 Abs 3 HGB Gebrauch machen

Für folgende Gesellschaften werden die Erleichterungen nach §264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:

CTA GmbH, Ludwigsburg

Tubex Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Rangendingen

Tubex Wasungen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Wasungen

Tubex Packaging GmbH, Rangendingen

Personalstand

Durchschnitt
2022 2021
Arbeiter 1.216 198
Angestellte 606 2
Lehrlinge 35 0
1.857 200

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen sowie Bezüge der Geschäftsführung fielen in der Obergesellschaft nicht an.

Die Aufwendungen für Abschlussprüfer des Konzernabschlusses und der prüfungspflichtigen Einzelabschlüsse für die Unternehmen des Vollkonsolidierungskreises betreffen:

2022 2021
TEUR TEUR
Prüfung von Abschlüssen 152 0
Steuerliche und prüfungsnahe Beratung 21 0
173 0

Geschäftsführung

Dr. Cornelius Grupp, Lilienfeld

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Generalversammlung vor, den Bilanzverlust des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2022 von TEUR 17 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Lilienfeld, am 14. Juni 2023

Die Geschäftsführung:

Dr. Cornelius Grupp e. h.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Grundlagen des Konzerns

Der Tubex Holding GmbH Konzern entstand im Geschäftsjahr 2022 durch die Einbringung der Tubex Packaging GmbH Unternehmensgruppe in die Tubex Holding GmbH, welche im Jahr 2021 gegründet wurde und bereits in 2021 die TUBEX USA Inc. (vormals CAG USA Inc.) Unternehmensgruppe erworben hat.

Der Teilbereich Tubex Packaging GmbH Unternehmensgruppe ist als führender Verpackungshersteller von Aluminiumtuben, Aluminium-Aerosoldosen, Aluminiumkartuschen und Zigarrenröhrchen sowie Kunststofftuben für internationale Unternehmen der Pharma-, Kosmetik-, Technik- und Lebensmittelindustrie und darüber hinaus auch im Bereich der Abfüllung chemisch-technischer Produkte tätig.

Die einzelnen Standorte sind weitestgehend auf jeweils einen Geschäftsbereich konzentriert. So werden Aluminium-Aerosoldosen an den Standorten in Rangendingen/Deutschland und Sirok/Ungarn gefertigt. Im Aluminiumtubenbereich ist die Tubex-Gruppe mit den Werken in Wolfsberg/Österreich, Zarnoviça/Slowakei und Uljanovka/Russland mit einer der größten Anbieter weltweit. Am Standort in Wasungen/Deutschland werden Aluminiumkartuschen, Kunststofftuben und Zigarrenröhrchen produziert, wobei das Kunststofftubengeschäft im Jahr 2023 an einen Mitbewerber veräußert wurde.

Der chemisch-technische Abfüllbetrieb CTA GmbH hat seinen Sitz und seine Produktion am Standort Ludwigsburg in Deutschland und ist gesellschaftsrechtlich betrachtet Teil der Tubex Packaging GmbH Gruppe. Organisatorisch ist das Unternehmen der Tubex USA Inc. Gruppe zuzurechnen, mit welcher Sie den neu formierten Geschäftsbereich Filling bildet.

Die Tubex USA Inc. mit vier Tochtergesellschaften in Linthicum Heights/USA ist darauf spezialisiert, nachhaltige Verpackungs-, Lieferketten- und Fertigungslösungen in den Kategorien Schönheit, Haare und Pflege anzubieten. Die Gesellschaft C-Care LLC, als kundenspezifischer Vertragshersteller mit langjähriger Erfahrung, entwickelt, mischt, füllt und liefert verschiedenste Produkte für die Kosmetikindustrie.

Die Bündelung von CTA und C-Care in einer starken Unternehmensgruppe verspricht weitere Marktvorteile, um für die Zukunft bestens gerüstet zu sein.

Markt und wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft erholte sich von der durch die COVID-19 Pandemie ausgelösten und den russischen Angriffskrieg verstärkten Krise nur langsam. Entsprechend verhalten fiel das Wachstum der Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2022 aus. Preisanstiege in vielen Bereichen, insbesondere am Energiesektor, anhaltende Störungen in der Lieferkette, nur langsame Rückkehr von internationalen Fracht- und Transportkapazitäten sowie Engpässe am Arbeitsmarkt beeinträchtigen weiterhin das Wachstum.

Insgesamt stieg das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach dem Anstieg in 2021 (+5,7 %) wieder um +3,0 %. China (+3,4 % nach +8,1 % im Vorjahr) und die EU (+3,5 % nach +5,3 % im Vorjahr) waren von einer Mäßigung des Wirtschaftswachstums ebenso getroffen, wie die USA, die einen reales Wachstum von +1,8 % nach einem Anstieg im Vorjahr von +5,7 % erlebten. Österreich verzeichnete 2022 mit +4,8 % ein positives Wirtschaftswachstum gegenüber +4,5 % im Vorjahr und liegt entgegen dem Trend der geringeren Steigerungsraten der EU und Deutschland (+1,9 % nach +2,9 % im Vorjahr).

Die Prognosen für 2023 sind zurückhaltend und gehen auf breiter Front von sinkenden Steigerungsraten, teilweise sogar vom Abrutschen in eine Rezession aus. Der IWF prognostiziert das globale Wirtschaftswachstum für das Jahr 2023 mit +2,9 %. Sowohl in den USA als auch in der Eurozone soll es zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums um 0,6 Prozentpunkte auf 1,4 % bzw. um 2,8 Prozentpunkte auf 0,7 % kommen. Für die EU erwartet der IWF insgesamt 0,8 %, passend dazu für Österreich eine Steigerung des realen BIP-Wachstums um nur 0,5 %.

Das wirtschaftliche Wachstum verliert an Dynamik. Die weltweiten Wirtschaftsaktivitäten werden durch Inflationsdruck und Auswirkungen des Ukrainekrieges gestört. Die Risiken nehmen zu: neben den weiterhin existenten Belastungsfaktoren wie Preisanstieg, Lieferkettenproblematik und Materialmangel, verteuern sich die Finanzierungsbedingungen durch die bereits erfolgten und noch zu erwartenden Zinserhöhungen der Zentralbanken.

Der US-Dollar verzeichnete im Jahresverlauf eine Aufwertung und notierte per 31.12.2022 bei einem Kurs von 1,0666. Dies entspricht einer prozentualen Veränderung von 5,8 %. Die weiteren, für die TUBEX-Gruppe wichtigen Fremdwährungen entwickelten sich im Jahr 2022 folgendermaßen:

Der russische Rubel (RUB) präsentierte sich im Jahresverlauf 2022 stärker. Lag der Kurs Ende 2021 noch bei 85,30 so notierte der Rubel zum Jahresende bei 78,96.

Der ungarische Forinth (HUF) notierte zum 31.12.2022 bei einem Kurs von 400,87 zum Euro und somit um 8,6 % schwächer.

Das Zinsniveau im Euroraum veränderte sich nach Jahren auf historisch niedrigem Niveau ab Mitte des Jahres 2022 deutlich nach oben. Der EZB Leitzins erhöhte sich auf 2,50 % und der 3-Monats-Euribor auf 2,06 % per Jahresende. Im langfristigen Bereich wurde die Trendwende des Vorjahres fortgesetzt. Der 10 Jahres Swapsatz lag bei 3,09 % zum Jahresende. (Quelle: Europäische Zentralbank)

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Der Tubex Holding GmbH Konzern erzielte im Berichtsjahr konsolidierte Umsatzerlöse von 369,4 Mio. EUR. Der um die Umsatzerlöse der Tubex Packaging GmbH - Gruppe adaptierte Vorjahrswert betrug 267,2 Mio. EUR. Die Umsatz- und Absatzentwicklung im Geschäftsjahr 2022 war, neben der Veränderung des Konsolidierungskreises, die Folge höherer Absatzmengen sowie Preiserhöhungen vor dem Hintergrund gestiegener Energiekosten. In der folgenden Beschreibung des Geschäftsverlaufes wurden die Vorjahreszahlen zugunsten einer aussagekräftigen Informationsvermittlung um die Werte des Tubex Packaging GmbH - Konzerns zum 31.12.2021 erweitert.

Die Absatz- und Umsatzentwicklung war weitestgehend in allen Bereichen steigend. Der Bereich Aluminiumtuben hat den Umsatz um 30,8 Mio. EUR auf 136,3 Mio. EUR gesteigert. Der Bereich Aerosoldosen erwirtschaftete, erweitert um den im 1. Quartal des Geschäftsjahres erworbenen ungarischen Standort, einen um 59,3 % gestiegenen Umsatz in Höhe von 101,8 Mio. EUR.

Im neu entstandenen Bereich Filling (Abfüllung) konnte ein Umsatz von 88,4 Mio. EUR realisiert werden, was ein Plus von 26,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

In den übrigen Bereichen konnten mit Hülsen und Kartuschen ein Umsatz von 18,1 Mio. EUR (Vorjahr Tubex Packaging Gruppe: 14,4 Mio. EUR), mit Kunststofftuben 7,9 Mio. EUR (Vorjahr Tubex Packaging Gruppe: 8,5 Mio. EUR) und mit Handelswaren und Sonstigem 16,8 Mio. EUR (Vorjahr zzgl. Tubex Packaging Gruppe: 13,0 Mio. EUR) erreicht werden.

Das operative EBIT (Earnings before interest and taxes) erhöhte sich gegenüber dem adaptierten Vorjahr (15,6 Mio. EUR) auf 20,4 Mio. EUR. Die Ergebnisentwicklung konnte dem Umsatzwachstum, trotz erhöhter Energiekosten und den damit einhergehenden Kostensteigerungen bei Material, Verpackung und Transport, folgen.

Blickt man auf die einzelnen Gruppengesellschaften, zeigt sich ein erfreuliches Bild. Zum einen konnte der Bereich Aluminiumtuben die wirtschaftlichen Erfolge der Vorjahre wiederholen, zum anderen konnten auch alle übrigen Werke trotz Wirtschaftskrise einen wesentlichen positiven Beitrag zum Konzernjahresergebnis beigetragen.

Im Bereich Aluminiumtuben konnte der Umsatz mit 136,3 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr mit 105,5 Mio. EUR gesteigert werden. Das Werk in der Slowakei konnte bei Absatz- als auch Umsatzvolumen (69,1 Mio. EUR im Vergleich zu 52,6 Mio. EUR im Vorjahr) eine Steigerung erzielen. In Russland stiegen die Umsatzerlöse mit 23,5 Mio. EUR (Vorjahr: 16,3 Mio. EUR) gegenüber dem Vorjahr an. Das Werk in Österreich konnte ebenfalls die Umsatzerlöse steigern (43,8 Mio. EUR im Vergleich zu 36,6 Mio. EUR im Vorjahr).

Im Produktbereich Aerosoldosen konnte das Werk in Rangendingen sowohl beim Absatz (398,4 Mio. Stk.) als auch beim Umsatz mit 89,8 Mio. EUR wieder Steigerungen erzielen und aufgrund von vollen Auftragsbüchern die Gesamtleistung erneut anheben. Das Jahresergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr erneut gesteigert werden und betrug im Geschäftsjahr 2022 +6,0 Mio. EUR. Auch das im 1. Quartal des Geschäftsjahres erworbene Werk in Ungarn entwickelte sich erfreulich und konnte bereits einen positiven Beitrag zum Gruppenergebnis leisten.

Im Bereich Kunststofftuben waren, bei konstanten Kapazitäten, die Produktions- /Verkaufsmenge und der Umsatz stabil.

Die am Standort Wasungen produzierten Aluminiumkartuschen und Zigarrenröhrchen entwickelten sich trotz der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Absatzmengen, in Folge der durchgeführten Preisanpassungen zur Weitergabe der gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten erneut positiv.

Im Bereich Filling ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 26,6 Mio. EUR bzw. +43,1 % deutlich gestiegen. Der Standort in Ludwigsburg musste einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse in Folge zwischenzeitlicher Lieferschwierigkeiten eines Großlieferanten hinnehmen. Die Werke am Standort in den USA steuerten erstmalig Umsatzerlöse eines ganzen Jahres bei (im Vorjahr nur 7 Monate).

Die Erwartungen des Vorjahres wurden im Geschäftsjahr in vielen Gruppengesellschaften übertroffen. Die Umsatzerlöse sowie das EBIT konnten erfreulicherweise gesteigert werden.

Kennzahlen Einheit 2021 2022
2022
Vollkonsolidierte Unternehmen Anzahl 5 13
Umsatz (o. Innenumsätze) Mio. EUR 27,1 369,4
Betriebsergebnis Mio. EUR 2,0 20,4
Ergebnis vor Steuern Mio. EUR 1,7 18,7
Jahresüberschuss Mio. EUR 1,7 12
Betriebsergebnis in % Umsatz Prozent 7,4% 5,5%
EBITDA Mio. EUR 2,5 32,5
Bilanzsumme Mio. EUR 34,1 276,9
Eigenkapital Mio. EUR 1,7 155,7
Eigenkapitalquote Prozent 5,0% 56,2%
Investitionen Mio. EUR 9,4 16,3
Abschreibungen Mio. EUR 0,5 12,1
Mitarbeiter Jahresdurchschnitt Anzahl 200 1.857
Bankguthaben und Wertpapiere Mio. EUR 0,4 56,6
Bankschulden Mio. EUR 0,3 11,5

Produktion

Die Produktionsanlagen werden permanenter und vorbeugender Instandhaltung und technischer Erneuerungen unterzogen, um die Produktivität kontinuierlich zu verbessern. Mit den in den Vorjahren vorgenommenen Kapazitätserweiterungen wurden produktionsseitig die Voraussetzungen für ein weiteres Absatz- und Umsatzwachstum geschaffen.

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Nettoinvestitionen von 16,3 Mio. EUR getätigt. Diese betreffen im Wesentlichen Erwerbe von technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung an den Standorten in Deutschland und Österreich.

Personal und Sozialbereich

Zum Jahresende 2022 beschäftigte die Tubex Gruppe 1.850 Mitarbeiter. Der Beschäftigtenstand erhöhte sich dabei von durchschnittlich 200 Mitarbeiter um 1.657 Personen auf durchschnittlich 1.857 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2022. Die Erhöhung begründet sich durch die Einbringung der Tubex Packaging GmbH Unternehmensgruppe mit 6 produzierenden Werken sowie dem Erwerb eines weiteren Produktionsunternehmens.

Die Qualifizierungstätigkeiten konzentrieren sich schwerpunktmäßig auf die Weiterentwicklung und optimale Nutzung der betrieblichen Systeme, insbesondere auch auf das in allen europäischen Werken einheitliche IT-System, mit dem Ziel, die Effizienz und die Qualität im Konzern weiter zu verbessern. Dies ist auch durch entsprechend positive Beurteilungen bei diversen sozialen Audits dokumentiert.

Umwelt

Im Bereich Abwasserreinigung und Abluftreinigung werden adäquate Maßnahmen zur Einhaltung der behördlichen Vorschriften vorgenommen.

Forschung und Entwicklung

Auch im Jahr 2022 hat die Gruppe zukunftsweisende Investitionen in Forschung und Entwicklung getätigt. Hervorzuheben sind hier Produktinnovationen in Zusammenhang mit der Verwendung von rezyklierten Rohmaterialien. Die Innovationskraft der Gruppe wurde durch erneute Auszeichnungen und Patente bestätigt.

Darstellung der Lage der Unternehmensgruppe

Die in der Analyse herangezogenen Vergleichszahlen aus dem Vorjahr inkludieren die Werte des eingebrachten Teilkonzerns Tubex Packaging GmbH zum 31.12.2021.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit 276,9 Mio. EUR im Berichtsjahr um 22,1 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Sachanlagen erhöhten sich um 21,8 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 46,0 Mio. EUR um 14,3 Mio. EUR auf 60,3 Mio. EUR gestiegen. Die Vorräte sind um 10,9 Mio. EUR auf 62,6 Mio. EUR gestiegen. Die Optimierung des Lagerbestandes ist permanent im Fokus. Der Posten Sonstige Vermögensgegenstände ist gegenüber dem Vorjahr um +1,6 Mio. EUR gestiegen.

Das Sachanlagevermögen und die Immateriellen Vermögenswerte haben sich in Summe um 21,5 Mio. EUR erhöht. Den Investitionen stehen dabei Abschreibungen in Höhe von 12,1 Mio. EUR gegenüber.

Die Summe von Eigenkapital (155,7 Mio. EUR; 2021: 142,0 Mio. EUR) und langfristigem Fremdkapital (12,1 Mio. EUR; 2021: 8,6 Mio. EUR) übersteigt das langfristig gebundene Vermögen (89,6 Mio. EUR; 2021: 67,7 Mio. EUR) um 46,6 % bzw. 78,1 Mio. EUR (2021: 55,0 % bzw. 82,9 Mio. EUR).

Die Eigenkapitalquote ist mit 56,22 % niedriger als im Vorjahr (2021: 62,6 %), was insbesondere auf den Aufbau kurzfristiger Verbindlichkeiten zurückzuführen ist. Das Eigenkapital ist von 142,0 Mio. EUR auf 155,7 Mio. EUR gestiegen - im Wesentlichen bedingt durch das Ergebnis des Geschäftsjahres.

Finanzlage

Im Berichtsjahr wurde ein Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 21,6 Mio. EUR erwirtschaftet, welchem ein Cash Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von - 23,9 Mio. EUR gegenübersteht.

Die Bankverbindlichkeiten konnten durch den erwirtschafteten Free Cash Flow um 4,2 Mio. EUR vermindert werden und betragen zum Ende des Berichtsjahres 11,5 Mio. EUR. Die Tilgung der langfristigen Darlehen erfolgt planmäßig.

Der Stand der liquiden Mittel hat sich zum Vorjahr um +0,1 Mio. EUR auf 56,6 Mio. EUR erhöht.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sowie eine Materialaufwandsquote von rund 58,1% führten zu einem Rohergebnis von 156,6 Mio. EUR.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 22,4 %. Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung beträgt nunmehr 23,0 % gegenüber 26,4 % im Vorjahr. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 15,1 Mio. EUR erhöht. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf höhere Kursverluste sowie Preissteigerungen in den Betriebskosten zurückzuführen.

Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Mio. EUR gestiegen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich auf 18,7 Mio. EUR (2021: 15,5 Mio. EUR).

Das Ergebnis nach Ertragsteuern beträgt 13,9 Mio. EUR (2021: 12,7 Mio. EUR).

Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risikomanagement

Der TUBEX Konzern ist in seiner internationalen Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement wird von den einzelnen Bereichen wahrgenommen. Die konzernweite Risikosteuerung ist die Aufgabe der Tubex Holding GmbH sowie der Tubex Packaging GmbH. Gefahrenprävention durch systematische Erfassung und aktive Steuerung von Risiken hat den höchsten Stellenwert und wird - soweit wirtschaftlich vertretbar - durch das Versicherungsprogramm des Konzerns komplementiert. Die Vermögenswerte der einzelnen Unternehmen sind entweder lokal oder im Rahmen einer Konzern-Polizze versichert. Im Rahmen der Haftpflichtversicherung sind neben der Unternehmenshaftpflicht auch die Produkthaftpflicht sowie Umweltrisiken versichert.

Absatz, Kundenstruktur

Die Kundenstruktur ist differenziert und geht von Kunden mit Kleinmengen bis zu den Big Players der Markenartikelindustrie. Da der Verlust wichtiger Kunden die Umsatz- und Ergebnissituation dieser Bereiche spürbar beeinträchtigen könnte, ist das Management besonders bemüht, diese Kundenbeziehungen langfristig zu festigen und u.a. mit langfristigen Verträgen abzusichern. Bonitätsrisiken der Kunden werden durch den Abschluss von Kundenkreditversicherungen minimiert.

Die anhaltende Wirtschaftskrise aufgrund des Ukrainekrieges stellt ein gesamtwirtschaftliches Risiko dar. Mit Eskalation des Ukrainekonflikts im Februar 2022 sind die Risiken weiter gestiegen.

Für das Jahr 2023 wird weiter von einem stabilen und teils wachsenden Auftragsniveau ausgegangen. Der weitere Verlauf des Ukrainekonflikts und die möglichen Folgen auf die Geschäftsverläufe der Konzerngesellschaften werden laufend überwacht. Aufgrund der hohen Unsicherheit in Bezug auf die aktuellen Entwicklungen können aus heutiger Sicht die Folgen noch nicht in vollem Umfang beurteilt werden.

Beschaffung

Die starken Preisschwankungen der bezogenen Rohmaterialien, insbesondere Aluminium, und die daraus entstehenden Risiken, werden mit variablen, an die Einkaufspreisentwicklung gebundenen, indexierten Verkaufspreisen gemildert. Steigenden Energiepreisen und sonstige Preissteigerungen wird bei Bedarf durch Erhöhung der Verkaufspreise entgegengewirkt. Bedeutende Währungsrisiken im operativen Geschäft werden teilweise durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Betriebliche Risiken

Geringe Ausschussquoten, geringe Stillstandzeiten und eine hohe Produktionseffizienz sind Schlüsselfaktoren für den Erfolg der Unternehmensgruppe. Durch den Einsatz moderner oder modernisierter Anlagen und deren laufende Instandhaltung wird ein kontinuierlicher Betrieb gesichert und das Ausfallrisiko minimiert. Durch den Umstand, dass verschiedene Produkte an mehreren Standorten gefertigt werden können, wird dieses Risiko weiter gemindert. Signifikante Verbesserungen der Brandschutzmaßnahmen sowie die Installation von Sprinkleranlagen mit Speziallöschanlagen vermindern ebenfalls das Ausfallrisiko sensibler Produktionsanlagen.

Finanzielle Risiken

Das Cash Management stellt sicher, dass ausreichend Liquidität in Form eigener Mittel sowie jederzeit ausnutzbarer Kreditlinien verfügbar ist, um eingegangene Verpflichtungen und Verbindlichkeiten zu begleichen und Investitionen zu finanzieren.

Investitionen und Akquisitionen werden auf Risikoaspekte hin analysiert und müssen klaren Rentabilitätszielen entsprechen.

Insgesamt sind derzeit keine Entwicklungen erkennbar, die den Bestand der Unternehmensgruppe wesentlich gefährden könnten.

Chancen

Chancen ergeben sich aufgrund des organischen Wachstums und durch den Einsatz von neuen Technologien, Anwendungen und Materialien (bspw. Legierungen), die bei TUBEX entwickelt werden. Die fortlaufende Optimierung der Produktionsplanung und Fokussierung der Produktion einzelner Produktgruppen auf bestimmte Standorte sowie die Straffung und Intensivierung der Verkaufsaktivitäten sollen zu einer Verbesserung der Kostenstrukturen und einer weiteren Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe führen.

Voraussichtliche Entwicklung

Die Preissteigerungen und Einschränkungen aufgrund der Eskalation des Ukrainekonflikts belasten die Weltwirtschaft. Die bisher aufgetretenen Engpässe auf dem Beschaffungsmarkt werden voraussichtlich weiterbestehen. Hohe Energiekosten aufgrund deutlich erhöhter Gaspreise belasten Produktionsunternehmen weltweit. Aufgrund der Dynamik der Ereignisse ist aktuell keine verlässliche Prognose der globalen Entwicklung in 2023 möglich.

Es gibt einen positiven Trend in der Nachfrage der Kunden, der im Zusammenspiel mit der Weitergabe von Kostensteigerungen für das Geschäftsjahr 2023 eine positive Entwicklung der Umsatzerlöse sowie des EBITs gegenüber 2022 erwarten lässt.

 

Lilienfeld, am 14. Juni 2023

Tubex Holding GmbH

Geschäftsführung

Dr. Cornelius Grupp e. h.

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