Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 202147
Eingetragen
31.5.2001
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft sind Dienstleistungen im Bereich Informations-Technologien, Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Software, Softwarekomponenten, Datenverarbeitungs-Programmen, Ein- und Verkauf von Programmierdienstleistungen, Outsourcing, Beratung, Realisierung und Erstellung von Intra- und Internetkonzepten sowie Webdesign. Die Gesellschaft darf auch Geschäfte vornehmen, die der Erreichung und Förderung des Unternehmenszwecks dienlich sein können. Sie darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, vertreten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Niederlassungen im In- und Ausland zu gründen, sich an Firmen zu beteiligen und firmen zu übernehmen, insbesondere in der Slowakischen Republik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
André Scheffknecht
seit 13.2.2025
Geschäftsführer
Oliver Kölmel
seit 17.9.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
26.67%
1.70%
E****** C****
1.23%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
SoftProject Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SoftProject GmbH

Ettlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens

Die SoftProject GmbH mit Firmensitz in der Technologieregion Karlsruhe und Niederlassungen in Spanien und in der Schweiz bedient seit über 20 Jahren seine Kunden in der DACH-Region - vom Mittelständler, über Großkonzernen bis hin zu DAX-Konzernen.

Die Firma ist führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für die digitale Transformation von Unternehmen. Unsere Mission ist es Menschen und Systeme zu verbinden und so gemeinsam die digitale Zukunft für eine nachhaltigere Welt zu gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet die SoftProject GmbH seinen über 300 Kunden unterschiedlicher Größen und Branchen ein wachsendes Portfolio an Produkten und Services.

Die Low-Code-Plattform X4 BPMS (Business Process Management System) dient unseren Kunden als strategische Digitalisierungsplattform zum Verbinden unterschiedlicher IT-Systeme, der Digitalisierung von Geschäftsprozessen und der Steuerung von unternehmensübergreifend Datenströme.

Die auf Basis von X4 entwickelten Branchenlösungen für Versorger, Versicherer und die Industrie sind vorgefertigte standardisierte Lösungen mit deren Einsatz die digitale Transformation beim Kunden beschleunigt wird.

Zusätzlich zu den Produkten und Lösungen bietet SoftProject mit seinen derzeit 120 Mitarbeiter aus unterschiedlichen Nationen ein umfangreichen Dienstleistungsportfolio rund um die Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse an. Erfahrene Experten begleiten die Kunden über alle Digitalisierungsphasen hinweg - von der Analyse der Geschäftsprozesse, über die Integration der X4 BPMS bis hin zu einer maßgeschneiderten Umsetzung. Auf Wunsch coachen und verstärken wir Ihr Team mit erfahrenen X4-Entwicklern, stellen Ihnen komplette Kompetenz-Teams zur Verfügung oder bilden Sie in unserer SoftProject Academy mit Webinaren, Trainings und individuellen Workshops aus. Im Jahr 2023 erzielte SoftProject einen Umsatz von rund 16,4 Millionen Euro.

Forschung und Entwicklung

SoftProject ist überzeugt, dass die Grundlage für Unternehmenswachstum eine kontinuierliche Investition in Forschung und Entwicklung ist. So wurde auch im Jahr 2023 die Strategie weiterverfolgt sowohl die Digitalisierungsplattform X4 als auch innovative Branchenlösungen auf Basis von X4 weiterzuentwickeln.

Die Digitalisierungsplattform X4 bietet nun die Möglichkeit, (AI-Funktionen mit Hilfe von Adaptern z. B. für OpenAI in Geschäftsprozesse zu integrieren und so die Anwender bei der Digitalisierung von Geschäftsprozesse mit Artificial Intelligence (AI) zu unterstützen. Low Coder werden in Zukunft komplexe Systemanbindungen oder Datentransformationen mit AI-Unterstützung leichter umzusetzen.

Darüber hinaus wurde digitale Lösungen für Versicherungen, Industrie und Energiewirtschaft auf Basis von X4 entwickelt und vermarket. Für die seit 2020 entwickelte "Netzanschlussplattform" SNAP wurden insgesamt mehr als 40 Neukunden gewonnen, so dass die Investitionen von SoftProject in Forschung und Entwicklung unseren Kunden hilft, Maßnahmen zur Energiewende effizienter umzusetzen. Da unser Erfolg uns Recht gibt, haben wir unser Engagement in neue Technologie und Innovation deutlich zum Vorjahr gesteigert.

2 Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf und Lage

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Diese Entwicklung hat sich auch auf die Geschäftstätigkeit in der Versorgungswirtschaft und Industrie ausgewirkt. Die Geschäftstätigkeit im Bereich der Versicherungswirtschaft wird nur im geringem Maße hiervon beeinflusst. Die Wettbewerbssituation im Umfeld X4 BPMS hat sich im Geschäftsjahr 2023 wenig verändert. Die SoftProject behauptetet sich hier erfolgreich als Nischenanbieter gegenüber international tätigen Konzernen.

2.1.2 Verlauf der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Die gewöhnliche, betriebliche Geschäftstätigkeit hat sich im ersten Halbjahr positiv entwickelt und das Budget wurde im Wesentlichen erreicht.

Am 16.07.2023 wurde SoftProject Opfer eines Cyberangriffs (Incident). Durch diesen Angriff war die Geschäftstätigkeit durch Sonderbelastungen für die Wiederherstellung der betroffenen Systeme geprägt. Trotz eines erheblichen Schadens wurde im Geschäftsjahr ein positives Ergebnis und ein deutliches Umsatzwachstum erreicht.

In der zweiten Jahreshälfte wurden durch den Vorfall bedingt die Budgets nicht erreicht. Nach Neugründung der SoftProject Holding GmbH wurden die Besitzanteile an der SoftProject GmbH eingebracht.

2.1.3 Incident (Cyberangriff)

Eine Ransomware Gruppe hat am 16.07.2023 wichtige Systeme der Kundeninfrastruktur der Firma SoftProject GmbH verschlüsselt. Auf den Systemen wurde ein Erpresserschreiben mit einer Verbindung zu der Ransomware Gruppe über TOX-Chat hinterlassen. Domaincontroller, Datenbanken und zahlreiche Server wurden verschlüsselt. Da offline Backups verfügbar waren, wurden die weiteren technischen und organisatorischen Maßnahmen für einen Notbetrieb und gleichzeitige Absicherung des IT-Netzwerkes vorangetrieben.

Über die bestehende Cyberversicherung konnte umgehend Unterstützung durch die Firma Corporate Trust gewährleistet werden. Ein forensischer Bericht zum Incident liegt vor.

Die Auswirkung des Incident auf den Umsatz wird mit einem Forderungsausfall von TEUR 689 und nicht bedienter Dienstleistungsprojekten in Höhe von TEUR 1.649 bewertet. Darüber hinaus sind zusätzliche Kosten entstanden und es wurden Rückstellungen für Schadensersatzansprüche gebildet.

Dem gegenüber Stand eine Zahlung der Versicherung von TEUR 1.095. Die Auswirkung auf das Ergebnis beläuft sich in Summe auf TEUR -1.669.

Ertragslage / Finanz- und Vermögenslage

2.2.1 Ertragslage

Trotz Cyberangriff konnte ein positiver Jahresüberschuss im Geschäftsjahr erzielt werden.

Jahresüberschuss ist um 65,9% gegenüber dem Vorjahr gesunken und ist bedingt durch die Folgen des Incidents mit TEUR 1.672 unter dem geplanten Ergebnis.

31.12.2023 31.12.2022
Jahresüberschuss TEUR 429 TEUR 1.257
Personalkosten TEUR 10.396 TEUE 9.036

2.2.2 Finanz- und Vermögenslage

Die Finanzlage von SoftProject ist sehr stabil. Das Finanzmanagement zielt darauf ab, Verbindlichkeiten und Forderungen effizient zu managen. Die Finanzschulden sanken auf TEUR 34, (i. V. TEUR 113). Die erfolgreiche Umsatzausweitung spiegelt sich in der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.467 (i. V. TEUR 1.350) wider.

Sämtliche Auswirkungen aus dem Incident sind bilanziell berücksichtigt. Er spiegelt sich bilanziell insbesondere in einer Abschreibung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 689) sowie einer Forderung gegen den Versicherer (TEUR 1.000) wider.

Durch ein konsequentes Liquiditätsmanagement besteht trotz Forderungsausfällen und höhere Kosten kein Bedarf an Fremdkapital.

Die Eigenkapitalquote sinkt insbesondere durch Gewinnausschüttungen von 31,5 % im Vorjahr auf 10,6 % in 2023.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Fokus lag auf Umsatzentwicklung, Umsatzrendite und Jahresüberschuss. Der Vertragsbestand ist die Basis für die zukünftigen wiederkehrenden Einnahmen. Er ist von TEUR 7.000 zum 01.02.2023 auf TEUR 9.100 zum 31.12.23 gestiegen. Die wiederkehrenden Einnahmen sind im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr um 28,0 % auf TEUR 8.300 gestiegen.

Aufgrund des Incidents wurde der geplante Umsatz um 14% und das geplante Ergebnis um 80 % verfehlt. Bereinigt um den Incident war die Geschäftsführung mit der Entwicklung der Gesellschaft zufrieden, da insbesondere die wiederkehrenden Einnahmen weiter gesteigert werden konnten.

Der Umsatz stieg um 4,1 %, vorrangig durch neue und dauerhafte Vertragseinnahmen und der Jahresüberschuss reduzierte sich um 65,7 % auf TEUR 429, durch die Folgen des Incidents. Die Umsatzrendite lag bei 2,6 % (i. V. 8,0 %).

3 Wirtschaftlicher Ausblick

Trotz der anhaltenden Herausforderungen nach dem Incident erwartet SoftProject im Jahr 2024 ein weiteres deutliches Umsatzwachstum, sowie eine deutliche Steigerung der Ertragslage. Dies wird durch eine Stabilisierung des SaaS-Betriebes in neue eingerichteten Betriebsumgebungen erreicht.

Darüber hinaus werden weitere Leistungen in die spanische Tochtergesellschaft ausgelagert.

Unsere Planung prognostiziert einen Jahresüberschuss im Geschäftsjahr in einer Spannbreite von TEUR 2.200 -TEUR 3.200 vor Steuern. und eine Umsatzrendite zwischen 11,5 % - 15,5 %. Für 2025 prognostizieren wir wieder ein Umsatz- und Ertragswachstum und kalkulieren einen Jahresüberschuss in Höhe von circa TEUR 3.500 vor Steuer.

4 Chancen- und Risikobericht

Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen bleibt weiterhin ein Wachstumsmarkt. SoftProject bedient führende Unternehmen aus verschiedenen Branchen, wodurch das Risiko von Forderungsausfällen gering ist. Trotz steigender Inflation und Energiekosten ist SoftProject gut positioniert.

Weitere Investitionen im Bereich der IT-Security sind auch bedingt durch die sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen (NIS/2, KRITS, DORA) erforderlich, bieten aber auch Potential für Preisanpassung. Diese Entwicklungen werden mittelfristig zu einer Konsolidierung im Anbietermarkt führen.

Die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter bleibt eine Herausforderung. Die Folgen des Cyberangriffs werden das Unternehmen bis 2025 beschäftigen.

SoftProject sieht für sich die Chance durch gezielte Investitionen im Bereich Sicherheit, Forschung und Entwicklung, auch in Zukunft weiteres überproportionales Wachstum im Bereich der cloudbasierten Dienste zu erzielen.

Unterschriften der Geschäftsführung

 

Ettlingen, den 7. Oktober 2024

gez. Dirk Detmer

gez. Joachim Beese

gez. Oliver Kölmel

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 425.062,58 495.239,58
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.160,00 40.985,00
II. Sachanlagen 319.024,00 359.376,00
III. Finanzanlagen 94.878,58 94.878,58
B. Umlaufvermögen 4.062.769,93 4.414.133,91
I. Vorräte 34.103,00 194.375,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.943.313,51 2.001.921,14
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.085.353,42 2.217.837,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 187.156,87 71.633,19
Aktiva 4.674.989,38 4.981.006,68

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 497.213,09 1.568.709,71
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Bilanzgewinn 447.213,09 1.518.709,71
B. Rückstellungen 1.871.058,20 1.398.984,97
C. Verbindlichkeiten 1.255.721,15 1.161.015,56
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.050.996,94 852.296,44
Passiva 4.674.989,38 4.981.006,68

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.736.341,19 13.194.392,72
2. Personalaufwand 10.396.124,57 9.035.805,21
a) Löhne und Gehälter 8.900.952,15 7.670.031,68
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.495.172,42 1.365.773,53
davon für Altersversorgung 30.241,15 50.317,46
3. Abschreibungen 964.562,13 231.726,97
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 275.268,74 231.726,97
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 689.293,39
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.781.266,69 2.135.357,20
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.134,87 4.184,60
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.647,89 8.825,73
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 164.485,40 524.455,89
8. Ergebnis nach Steuern 433.389,38 1.262.406,32
9. sonstige Steuern 4.886,00 5.017,00
10. Jahresüberschuss 428.503,38 1.257.389,32
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.518.709,71 1.761.320,39
12. Ausschüttung 1.500.000,00 1.500.000,00
13. Bilanzgewinn 447.213,09 1.518.709,71

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: SoftProject GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Ettlingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: HRB 202147

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen wird bei der Bewertung Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen worden.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag sind, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt worden.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zur Anwendung kam dabei die sogenannte "Projected-Unit-Credit-Method" sowie die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck. Unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,87 % p.a. sowie eines Rententrends von 0,00 % p.a. beträgt die Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 EUR 531.969,00.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls auf Grund des steuerlichen Gewinns dotiert.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Einnahmen vor dem Abschlussstichtag sind, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, unter dem Rechnungsabgrenzungsposten passiv abgegrenzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Im Geschäftsjahr wurden Forderungen in Höhe von EUR 689.293,39 (Vj: EUR 0,00) in Folge eines Cyberangriffs abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten sonstige Forderungen gegen die Versicherung in Höhe von EUR 1.000.000,00 (Vj: EUR 0,00) und betreffen Schadensersatzansprüche auf Grund dieses Cyberangriffs.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und betragen zum 31.12.2023 EUR 302.461,25 (Vj: EUR 329.577,95).

Eigenkapital

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 1.518.709,71 einbezogen.

Pensionsrückstellungen

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 116 Euro. Für diesen Unterschiedsbetrag gilt gemäß § 253 Abs. 6 HGB die Ausschüttungssperre.

Die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurde gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB durchgeführt. Das verrechnungsfähige Vermögen beträgt zum 31.12.2023 EUR 523.875,92.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 1.292.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro bis 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 34,2 24,2 10,0 0,0
Vj: 113,0 Vj: 79,0 Vj: 34,0 Vj: 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 539,1 539,1 0,0 0,0
Vj: 566,2 Vj: 566,2 Vj: 0,0 Vj: 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 255,6 255,6 0,0 0,0
Vj: 265,7 Vj: 265,7 Vj: 0,0 Vj: 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 426,8 426,8 0,0 0,0
Vj: 216,1 Vj: 216,1 Vj: 0,0 Vj: 0,0
Summe 1.255,7 1.245,7 10,0 0,0
Vj: 1.161,0 Vj: 1.127,0 Vj: 34,0 Vj: 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zugleich, wie im Vorjahr, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 1.350 (Vj: TEUR 275) enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich um Entschädigungen für die Forensik auf Grund des Cyberangriffs sowie um Entschädigungen für Glasschäden.

Der Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge Kurserträge in Höhe von TEUR 2 (Vj: TEUR 4).

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 5 (Vj: TEUR 4) enthalten.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen nachfolgend aufgeführte sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB n.F.:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen < 1 Jahr
in TEUR
1 - 5 Jahre
in TEUR
> 5 Jahre
in TEUR
aus Miet- und Leasingverträgen 546 1.980 302
aus begonnenen Investitionsvorhaben
aus Altersversorgung
davon gegenüber verbundenen Unternehmen
davon gegenüber assoziierten Unternehmen
Summe 546 1980 302

Anteilsbesitz

Es liegen folgende nach § 285 Nr. 11 HGB angabepflichtigen Beteiligungsverhältnisse vor:

SoftProject Iberica SL, Malaga, Spanien Beteiligung 100%

Eigenkapital 31.12.2022 EUR 3.000,00
Ergebnis 2022 EUR 13.636,13
SP Digital AG, St.Gallen, Schweiz Beteiligung 100%
Eigenkapital 31.12.2022 CHF 100.000,00
Ergebnis 2022 CHF 11.998,38

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 107,75
leitende Angestellte 6,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 113,75
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 78,75
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 35,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Herr Dirk Detmer ausgeübter Beruf: Geschäftsführer, Vorsitzender
Zweiter Geschäftsführer: Herr Joachim Beese ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Dritter Geschäftsführer: Herr Oliver Kölmel ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Vierter Geschäftsführer: Herr Olaf Henning ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
(vom 01.05.2023 - 22.01.2024)

Gesamtbezüge der Organe

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 428.503,38 und unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrags von EUR 1.518.709,71, vermindert um eine Ausschüttung von EUR 1.500.000,00 mit einem Bilanzgewinn von EUR 447.213,09 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschriften der Geschäftsführung

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Dirk Detmer für SoftProject Holding GmbH

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SoftProject GmbH, Ettlingen

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der SoftProject GmbH, Ettlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SoftProject GmbH, Ettlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung, mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss, zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 285 Nr. 9 Buchst. a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine inÜbereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 7. Oktober 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer

Dominik Renz, Wirtschaftsprüfer

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