eGbR Dögelmühle
Selbe AdresseMahl- und Schälmühlen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Michael Alexander Fleck seit 6.10.2017 | Vorstandsmitglied |
Leif-Erik Wilhelm seit 4.1.2016 | Prokura |
Renata Thoma seit 4.1.2016 | Prokura |
Nicolas Marc Ubenauf seit 9.8.2004 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
satis&fy AGKarbenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/23A. Grundlagen des Unternehmens Die satis&fy AG mit Hauptsitz in Karben und weiteren Standorten in Werne (NRW), Berlin, München, Düsseldorf und Hamburg ist einer der führenden europäischen Full-Service-Anbieter für Eventtechnik und Eventarchitektur. Das Unternehmen beschäftigt heute ca. 490 Mitarbeiter und verfügt über einen der größten und modernsten Fuhr- und Materialparks der Branche. Mit ihrem Konzept der "ONE-STOP-SOLUTION" ist satis&fy auf die ganzheitliche technische Beratung, Planung und Umsetzung professioneller Veranstaltungen und Messen spezialisiert. Neben den klassischen veranstaltungstechnischen Dienstleistungen wie Licht-, Ton- und Bildtechnik zählen Eventdekoration, Möbel, Werbegestaltung, Messe- und Sonderbau, Design, Logistik und Inventarverwaltung zum Portfolio. Eigene Werkstätten und Programmierstudios runden das Angebot ab. Die Gesellschaft ist sowohl in Deutschland als auch über Tochtergesellschaften auf ausländischen Märkten tätig. Anmerkung: Die Angaben sind im Sinne des IDW 350 n.F. lageberichtsfremd und nicht Gegenstand unseres Prüfungsauftrages. B. Darstellung des Geschäftsverlaufs Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Nach dem Rückgang des preis-, saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im 3. Quartal um 0,1 Prozent ist angesichts der aktuellen Monatsindikatoren wie Auftragseingänge und Industrieproduktion auch für das Jahresendquartal ein erneuter, leichter Rückgang des BIP wahrscheinlich. Vor allem die bis zuletzt positive Investitionsentwicklung dürfte sich angesichts der schwächeren Auftragslage, der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen und der Sonderentwicklung im dritten Quartal im Zuge des Auslaufens der "Umweltprämie" abschwächen. Gleichzeitig lassen jüngste konsumnahe Indikatoren wie die Umsätze im Einzelhandel und im Gastgewerbe eine Stabilisierung des privaten Konsums - allerdings auf niedrigem Niveau - erwarten. Jüngste Stimmungsindikatoren wie das ifo Geschäftsklima, die ZEW Konjunkturerwartungen oder der Einkaufsmanagerindex (EMI) der Industrie in Deutschland deuten darauf hin, dass Unternehmerinnen und Unternehmer zum Jahresende etwas optimistischer in die Zukunft blicken. Auch private Haushalte scheinen im Zuge der rückläufigen Inflationsraten und wieder steigender Realeinkommen etwas optimistischer, was sich im GfK-Konsumklima in einer gestiegenen Anschaffungsneigung und rückläufigen Sparabsichten - wenn auch ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau - niederschlägt. Dennoch bleiben die Risiken bezüglich der erwarteten wirtschaftlichen Erholung angesichts der weltwirtschaftlichen Schwächephase, der anhaltenden geopolitischen Krisen und damit möglicherweise einhergehenden Rohstoffpreisausschlägen hoch. Auch die sich aus dem Urteil des BVerfG vom 15.11.2023 zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte stellen eine Belastung für die wirtschaftlichen Perspektiven dar. Quelle: Pressemitteilung vom 13.12.2023, BMWK Die zunehmende Akzeptanz von digitalen Lösungen bringt Konferenzveranstalter in Bedrängnis. Aufgrund des Verbots physischer Veranstaltungen während der Pandemie und der Empfehlung, von zu Hause aus zu arbeiten, sind viele Unternehmen und öffentliche Auftraggeber dazu übergegangen, Videokonferenzen abzuhalten. Der Einsatz dieser Technologien wirkt sich negativ auf die Nachfrage nach physischen Konferenzen, Kongressen und Tagungen aus. Das schlechte Geschäftsklima in der deutschen Wirtschaft trägt dazu bei, dass viele Unternehmen auch aus Kostengründen Online-Tools verwenden. Nicht nur die Gebühren für die Beauftragung von Veranstaltern und die Anmietung von Räumlichkeiten können dadurch eingespart werden, auch Reise- und Übernachtungskosten fallen weg. Mittelfristig stellt dies eine Bedrohung für das Geschäft der Kongress- und Konferenzveranstalter dar. Der Krieg in der Ukraine hat negative Auswirkungen auf das Russlandgeschäft der Branche. Auch wenn im Jahr 2023 mit einem Wachstum zu rechnen ist, wird der Branchenumsatz voraussichtlich deutlich unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019 verbleiben. Grund dafür ist, dass der Ukraine-Konflikt die Branchenentwicklung maßgeblich beeinflusst, da Staaten weltweit umfangreiche Sanktionen gegen Russland verhängt haben. Zudem haben viele Großkonzerne eigenhändig ihre Geschäfte in und mit Russland vorübergehend eingestellt. Die Verwerfungen auf dem Weltmarkt haben vielfältige Auswirkungen. Zum einen sehen viele Unternehmen ihren Absatz gefährdet, zum anderen steigen die Kosten für die Unternehmen durch die in die Höhe schnellenden Erzeugerpreise. Dies führt zu einer Eintrübung des Geschäftsklimas, die sich auch in einer sinkenden Investitionsbereitschaft für Messeauftritte und die Durchführung von Kongressen und Tagungen niederschlägt. Quelle: IBIS World Report N82.30DE, Juli 2023 Geschäftsverlauf und Marktposition Entwicklung der Gesamtleistung Die adjustierte Gesamtleistung (Gesamtleistung zuzüglich sonstige betriebliche Erlöse, im Folgenden als "Gesamtleistung" bezeichnet) ist gegenüber dem Vorjahr um 14,7% auf TEUR 74.648 gestiegen. Im Vergleich zu der Prognose der Gesamtleistung des Lageberichts 2021/22 von TEUR 73.900 ist das Ziel um TEUR 748 übertroffen worden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die zentrale Steuerungsgröße von den Umsatzerlösen auf die Gesamtleistung geändert. Der Vorstand ist daher mit der Entwicklung zufrieden. Wareneinkauf / Fremdleistungen Im Geschäftsjahr 2022/23 ist der Bezug von Material und Fremdleistungen um 14,11% gestiegen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist von 48,7% im Vorjahr auf 48,5% gesunken. In Bezug auf die Umsatzerlöse ergibt sich ein deutlicher Rückgang um -7,33 Prozentpunkte von 57,28% auf 49,95%. Investitionen Im Geschäftsjahr wurden ca. TEUR 12.742 in neues Equipment investiert. Die Investitionen beinhalten sowohl Ersatz als auch Erweiterungsinvestitionen. Die Investitionsquote lag damit oberhalb der des Vorjahres. In das immaterielle Vermögen wurden im Geschäftsjahr TEUR 11 investiert. Die Investitionen konnten im Geschäftsjahr 2022/23 durch den operativen Cashflow sowie die Aufnahme kurzfristiger Finanzmittel finanziert werden. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 30.9.2023 inklusive der Niederlassungen in Werne, Düsseldorf, Berlin, München und Hamburg durchschnittlich 463 Mitarbeiter. Die darin enthaltene durchschnittliche Zahl der Ausbildungsplätze ist mit 33 um 5 Plätze gestiegen und damit höher als im Vorjahr. C. Darstellung der Lage Vermögenslage In der folgenden Übersicht der Vermögenslage sind die einzelnen Posten nach wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten zusammengefasst und einander gegenübergestellt.
Das Eigenkapital und das mittel- und langfristige Fremdkapital decken das Anlagevermögen zu rd. 94,0% (Vorjahr vollständig). Die Eigenkapitalquote hat sich von 34,6% leicht um -1,56 Prozentpunkte auf 33,1% verschlechtert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der gestiegenen Bilanzsumme, sowie dem Rückkauf eigener Anteile zu Lasten der Gewinnrücklage. Der Anstieg des Anlagevermögens ist im Wesentlichen auf die Erweiterungsinvestitionen für ein Großprojekt zurückzuführen, die durch die laufende Abschreibung teilweise kompensiert wurde. Das Anlagevermögen ist im Gegensatz zum Vorjahr nicht mehr vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Es ergibt sich eine errechnete Unterdeckung von TEUR 1.232. Das kurzfristige Fremdkapital ist um TEUR 7.307 gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die erforderlichen, kurzfristigen Kapitalaufnahmen zur Finanzierung der Investitionen zurückzuführen. Finanzlage
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit beläuft sich auf TEUR 5.105 und liegt damit TEUR 3.325 oberhalb des Vorjahres. In diesem Zusammenhang wirken sich insbesondere das Periodenergebnis von TEUR 2.859, die Abschreibungen von TEUR 3.103 sowie die Zunahme der Leistungsverbindlichkeiten von TEUR 2.666 aus. Die Auflösung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR -1.187 und die Zunahme der Leistungsforderungen in Höhe von TEUR -2.350 sind hingegen die wesentlichen Faktoren für eine Reduzierung des operativen Cashflow. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -11.970 resultiert im Wesentlichen aus den getätigten Investitionen in das Sachanlagevermögen (TEUR -12.742) sowie den Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 667. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -690 resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahresvergleich gestiegenen Zinszahlungen von TEUR 674. Ertragslage Der Jahresüberschuss hat sich von TEUR 4.540 um TEUR -1.681 auf TEUR 2.859 verringert. Nachfolgend wird die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr in zusammengefasster Form dargestellt:
Der Rohertrag liegt mit TEUR 38.442 deutlich über dem Vorjahreswert. Korrespondierend hierzu hat sich der Wareneinsatz entsprechend auf TEUR 36.206 erhöht. Die Abschreibungen liegen aufgrund der im Jahr 2022/23 vorherrschenden Investitionstätigkeit auf einem Niveau oberhalb des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vorjahresvergleich um TEUR 1.769 erhöht. Die Umsatzerlöse werden zu 79% in Deutschland, zu 15% in Europa sowie zu 6% in übrigen Ländern realisiert. Das Betriebsergebnis hat sich im Vorjahresvergleich von um Coronazuschüsse bereinigten TEUR 4.861 auf TEUR 7.950 deutlich verbessert. Insgesamt wird die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022/23 als zufriedenstellend bewertet. D. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Allgemeine Hinweise zur Risikopolitik Die Risikopolitik bei satis&fy ist als wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung in die Unternehmensstrategie eingebettet und zielt darauf, den Bestand des Unternehmens langfristig zu sichern und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Einbezogen werden dabei neben dem internen Berichtswesen auch externe Veränderungen wie zum Beispiel die Entwicklung in der Veranstaltungsbranche und auf dem Kapitalmarkt. Den Erfolg des Unternehmens sichert satis&fy, indem die Risiken aus der operativen Tätigkeit frühzeitig identifiziert und vorausschauend gesteuert werden. Das interne Kontrollsystem und ein umfassendes Risikomanagement-System wirken dabei unterstützend mit, um mit den Risiken verantwortungsvoll umzugehen. Im ersten Schritt werden die Risiken und die mit ihnen verbundenen Chancen identifiziert und bewertet. Dabei geht satis&fy in den Kernkompetenzfeldern angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kernprozessen haben, werden dagegen vermieden, so dass der vollständige Risikoumfang die Risikodeckungspotenziale der satis&fy AG nicht überschreitet. Risikomanagement steht bei satis&fy für alle Maßnahmen zur Erkennung, Analyse, Bewertung, Kommunikation, Überwachung und Steuerung von Risiken. Dabei werden Risiken als alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele - insbesondere auf das Ergebnis - auswirken können, definiert. Risikomanagement ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor und gehört deshalb zu den integralen Bestandteilen des Managementsystems. Hierzu muss das Risikobewusstsein der Mitarbeiter und des Managements durch organisatorische Prozesse, informationstechnologische Systeme und offene Kommunikation gefördert und stetig weiterentwickelt werden. Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil sämtlicher Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme in den einzelnen Gesellschaften, den Unternehmensbereichen sowie auf Konzernebene. Bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Richtlinien und Systeme berücksichtigen wir neu gewonnene Erkenntnisse über potenzielle Risiken und deren Auswirkungen. Durch laufende Schulungen wird das der Veranstaltungstechnik grundsätzlich innewohnende hohe Unfallrisiko kontinuierlich minimiert. Das Equipment wird permanent überprüft und entspricht höchsten Sicherheitsanforderungen. Es existieren Versicherungen für alle versicherbaren Risiken, die als bestandsgefährdend angesehen werden oder den Unternehmenserfolg nachhaltig beeinträchtigen könnten. satis&fy ist von der Deutschen Prüfstelle für Veranstaltungstechnik (DPVT) zertifiziert. Bezüglich der Risiken des Ukraine-Konflikts und weiterer politischer Unruhen auf unsere Branche und im Speziellen auf unsere Unternehmensgruppe, verweisen wir auf die separate Risikoberichterstattung. Die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns lassen sich jedoch nur mit erhöhter Unsicherheit prognostizieren. Ertragsorientierte Risiken Trotz leicht positiver Wachstumstendenzen in der Veranstaltungs- und Eventbranche in den vergangenen Jahren ist es nicht auszuschließen, dass es zu einem Anstieg von Wettbewerbsrisiken durch den Aufbau von Überkapazitäten und daraus resultierendem erhöhten Kosten- und Margendruck kommt. Eine nachhaltige organische Ausweitung des Marktvolumens ist im Inland nicht zu erwarten. Wir gehen davon aus, dass das Prinzip der "One-Stop-Solution" echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bietet und wir dadurch, unsere leistungswirtschaftlichen Risiken zukünftig weiter senken können. Unser Ziel ist es satis&fy als leistungsstarken Partner für große international agierende Kunden zu etablieren. Wir erwarten daher, dass wir unsere Marktanteile langfristig auch unter schwieriger werdenden Branchenbedingungen weiter ausdehnen können. Die in diesem Zusammenhang notwendigen organisatorischen Optimierungsprozesse wurden umgesetzt. Die Auswirkungen und politischen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stellen aus unserer Sicht kein weiteres Risiko für die Ertragslage des Unternehmens dar. Als Folge der Aufhebung vieler Beschränkungen und deutlicher Nachholeffekte konnte die Gesellschaft eine Gesamtleistung in Höhe von TEUR 74.648 (+14,7 %) erzielen. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation in Verbindung mit bestehenden Bestimmungen in den Darlehensverträgen der kreditgebenden Banken, ist zum Ende des Geschäftsjahres 2022 eine langfristige Refinanzierung der Gesellschaft erforderlich gewesen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden diese Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen. Aktuell sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken. Durch die sehr gute Entwicklung der Gesamtleistung und des EBITDA, die erfolgreiche Neuverhandlung der Kreditlinien, der positiven Anfrage- und Auftragssituation, sowie diverser Kosteneinsparmaßnahmen in der Vergangenheit konnten wir unsere Finanzlage weiter stabilisieren. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass die Branche und/oder die gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse sich allgemein eintrüben und somit unser Geschäft belasten. Der Markt zeigt eine höhere Volatilität und Kurzfristigkeit bei den Projektanfragen und -beauftragungen als vor und während der Pandemie. Die Volatilität bringt Herausforderungen in der Steuerung der Rohertragsmarge, des Cashflows und der angemessenen Aufstellung der Fixkosten. Zusätzliche Auswirkungen auf die Ertragslage könnten sich aus den politischen Unsicherheiten in Nahost und dem weiterhin bestehenden Krieg in der Ukraine ergeben. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses lassen sich diese jedoch ihrer Höhe nach nicht abschätzen, sodass die Ertragslage der Gesellschaft einem gewissen Risiko ausgesetzt ist. Auch die aktuelle Konjunktursituation in Deutschland und Europa in Verbindung mit der erhöhten Inflationsrate kann Risiken in Bezug auf das Konsumverhalten der Endkunden bergen und somit die Beauftragungen durch unsere Kunden beeinflussen. Durch die zunehmende Internationalität der Kunden der satis&fy AG sehen wir diese potenziellen Risiken allerdings eher als gering an. Mit den vorliegenden Anfragen und Beauftragungen von internationalen Großprojekten und umfangreichen Sportevents (EM, Olympics) sehen wir die Ertragslage des Unternehmens als gesichert an. Für die in Vorjahren erhaltenen, finanzpolitischen Zuschüsse im Rahmen der Covid-Pandemie geht der Vorstand derzeit von keiner relevanten Rückzahlungsverpflichtung aus. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens ist ausreichend und lässt auch durch unsere Auslandsaktivitäten über unsere Tochtergesellschaften keine Liquiditätsrisiken erkennen. Um das Risiko potenziell drohender Zahlungsausfälle zu kontrollieren und minimieren, betreibt die Gesellschaft ein aktives Forderungsmanagement und bedient sich anerkannter Informationsquellen zur Einschätzung von Bonität und Zahlungsverhalten ihrer Kunden. Eine Kreditversicherung ist nicht abgeschlossen worden, da basierend auf den Erfahrungen der Vergangenheit der Vorstand zu der Auffassung gelangt ist, dass im kurzfristigen Projektgeschäft Kosten und Nutzen dieser Versicherungen in keinem angemessenen Verhältnis stehen. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir bei Bedarf durch Sicherungsgeschäfte. Etwaigen Marktrisiken begegnet satis&fy durch Diversifizierung im Angebotsbereich, einer internationalen Ausrichtung und einer intensiven Kundenorientierung. Die mittelfristigen Erwartungen einer weiteren Stärkung der Marktposition werden durch das Wachstum der letzten Geschäftsjahre bestärkt. Es bestehen Bestimmungen in Finanzierungsverträgen, die an das Ergebnis des Teilkonzernabschlusses der satis&fy AG gekoppelt sind und bei Nicht-Erfüllung vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen auslösen können, die für die Liquidität von erheblicher Bedeutung sind. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts sind jedoch keine Überschreitungen der Bestimmungen bekannt. IT-Risiko Zur Unterstützung und Steuerung des Unternehmens verfügt die Gesellschaft über eine moderne und zukunftsorientierte IT-Struktur, welche alle Entscheidungsträger zeitnah mit allen relevanten und notwendigen Informationen versorgt. Dies wird zunehmend wichtiger, da auch Chancen zunehmend durch IT-Strukturen positiv beeinflusst werden können. Die Steuerung unseres Unternehmens ist maßgeblich von IT-Systemen und IT basierten Geschäftsprozessen abhängig. Ein Ausfall des IT-Systems oder die Sabotage durch einen Angriff von außen bilden ein besonderes Risiko. Wir begegnen diesem Risiko durch permanente Investitionen in die IT-Infrastruktur, die Ausbildung unserer Mitarbeiter sowie die Konsultation von externen Experten. Risiken und Berichterstattung im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und militärischen Konflikten in Nahost Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft Der Überfall Russlands auf die Ukraine fügt der Weltwirtschaft über mehrere Kanäle schweren Schaden zu. Die Preise für fossile Brennstoffe und einige Industriemetalle, für die Russland und zum Teil auch die Ukraine Hauptlieferanten auf den Weltmärkten sind, haben sprunghaft zugenommen. Denn im Zuge der westlichen Sanktionen wird ein erheblicher Teil dieses Angebots nicht wie gewohnt dem Weltmarkt zur Verfügung stehen. Auch die Nahrungsmittelpreise haben sich deutlich erhöht, da die Ausfuhr von Getreide oder Düngemittel aus der Ukraine und Russland zurückgeht. Zudem lassen der Krieg und die Sanktionen gegen Russland die derzeit ohnehin strapazierten globalen Lieferketten an einigen Stellen erneut reißen. Preissprünge und Lieferengpässe dürften in den nächsten Monaten die schon vielerorts hohe Inflation weiter befeuern. Auch werden Russland und die Ukraine als Absatzmärkte in nächster Zeit weitgehend ausfallen. Schließlich erschwert der Krieg, weil er die Welt unsicherer macht, viele wirtschaftliche Entscheidungen. An den Finanzmärkten sind die Reaktionen bislang allerdings eher moderat ausgefallen. Wegen der geografischen Nähe und der stärkeren Verflochtenheit mit Russland und der Ukraine sind die europäischen Volkswirtschaften, zumal die in Mittel und Osteuropa, besonders betroffen. Kritisch ist für viele EU-Länder die hohe Abhängigkeit von russischem Erdgas. Zudem stehen sie vor der Aufgabe, Millionen ukrainischer Flüchtlinge aufzunehmen. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass es über die Grenzen der Ukraine hinaus zu keiner Ausweitung der militärischen Auseinandersetzung kommt, der Konflikt aber, militärisch oder politisch, andauert und auch die Sanktionen bestehen bleiben. Unter diesen Voraussetzungen wird die politische und wirtschaftliche Entwicklung in Russland und der gesamten Region im Prognosezeitraum eine Quelle erhöhter Unsicherheit bleiben und die internationale Konjunktur dämpfen. Quelle: Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2022, DIW, 1-2022 Auswirkungen auf die Branche Obgleich das Geschäftsjahr 2022 mit einem deutlichem Umsatzwachstum beendet wurde, bleibt der Branchenumsatz voraussichtlich deutlich hinter dem Wert des Vorkrisenjahres 2019 zurück. Grund dafür sind nicht nur die pandemiebedingten Einschränkungen für Veranstaltungen im ersten Quartal des Jahres 2022, maßgeblichen Einfluss auf die Branchenentwicklung hat auch der Ukraine-Konflikt. Nach der Invasion der Ukraine durch Russland am 24. Februar 2022 haben Staaten weltweit umfangreiche Sanktionen gegen Russland verhängt. Überdies stellte eine Vielzahl größerer Konzerne ihre Geschäfte in und mit Russland unabhängig von staatlichen Vorgaben temporär ein. Dem begegnete Russland mit Gegensanktionen. Die Verwerfungen am Weltmarkt haben vielseitige Auswirkungen. Zum einen sehen viele Unternehmen ihre Umsätze gefährdet, zum anderen steigen die Kosten für Unternehmen aufgrund in die Höhe schnellender Erzeugerpreise. Daraus resultiert eine Eintrübung des Geschäftsklimas, die sich auch in einer geringeren Bereitschaft, in Messeauftritte und die Ausrichtung von Kongressen und Konferenzen zu investieren, äußert. Ohnehin stehen aufgrund der gestiegenen Kosten und dem geringeren Umsatzpotenzial aktuell weniger finanzielle Mittel zur Verfügung, um in derartige Veranstaltungen zu investieren, sodass Unternehmen das entsprechende Budget kürzen. Wäre nicht gleichzeitig eine deutliche Erholung von den Einschränkungen der Coronavirus-Pandemie zu beobachten, die den Branchenumsatz in die Höhe treibt, würden die mit der Ukraine-Krise verbundenen Verwerfungen zu einem Umsatzrückgang führen. Quelle: IBISWorld Branchenreport N82.30DE, Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstalter Auswirkungen auf unsere Gesellschaft Nachdem sich die Lage in Bezug auf gestiegene Preise für Roh- und Treibstoffe, sowie Schwierigkeiten am Beschaffungsmarkt und in Lieferketten ab Sommer 2022 wieder normalisiert hatte, kann auch im kommenden Geschäftsjahr im Hinblick auf den weiterhin bestehenden militärischen Konflikt in der Ukraine, sowie die militärische Offensive Israels erneut mit einem ähnlichen Effekt gerechnet werden. Um einem kostenseitigen Effekt bestmöglich zu begegnen, stellt sich das Unternehmen im Hinblick auf zu beziehende Leistungen und Güter breiter auf. Die aktuellen militärischen Konflikte hatten auch im Geschäftsjahr 2023 nachweislich keine nachteiligen Auswirkungen auf die Auftragslage des Unternehmens. Inwieweit eine erneute Ausweitung der Kriegshandlungen in der Ukraine und weitere politische Unsicherheiten aufgrund weiterer militärische Konflikte einen negativen Effekt auf die Auftragslage des Unternehmens haben wird, ist schwierig abzuschätzen. Das Unternehmen ist weiterhin bemüht, eventuelle Negativeffekte zu beobachten und sich gleichzeitig in Bezug auf den Beschaffungsmarkt bestmöglich aufzustellen. E. Sonstige Angaben Zweigniederlassung Die Gesellschaft unterhält unter gleicher Firma mit dem Zusatz "Zweigniederlassung" selbständige Niederlassungen in Berlin, Werne, München, Neuss und Hamburg. Alle Zweigniederlassungen sind im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt, HRB 72436, unter Ziffer 2.b) eingetragen. Eigene Aktien Wir verweisen an dieser Stelle auf die Angaben im Anhang. Abhängigkeitsbericht Der Vorstand der Gesellschaft ist gemäß § 312 Abs. 1 AktG verpflichtet, einen Abhängigkeitsbericht aufzustellen. Dieser enthält die folgende Schlusserklärung gemäß § 312 Abs. 3 HGB: "Nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt, in dem berichtspflichtige Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, hat die Gesellschaft eine angemessene Gegenleistung erhalten und es wurden durch die getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen keine Benachteiligungen für die Gesellschaft bewirkt." F. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2023 ist das erste Geschäftsjahr, welches nicht mehr von gesundheitspolitischen Entscheidungen bezüglich der Corona-Pandemie beeinflusst war. Es ist für die Gesellschaft ein Übergangsjahr zwischen den zurückliegenden, pandemiebetroffenen Geschäftsjahren bis einschließlich 2022 und der erwarteten vollständigen Erholung der Veranstaltungswirtschaft nach der Pandemie. Es war von einer erhöhten Volaitilität und Kurzfristigkeit in den Beauftragungen geprägt. Das kommende Geschäftsjahr 2024 wird sich ähnlich volatil entwickeln. Grund ist, dass der Markt insgesamt eine höhere Volatilität und Kurzfristigkeit bei den Projektanfragen und -beauftragungen als vor und während der Pandemie zeigt. Das 3. Geschäftsjahresquartal (April - Juni) war im abgelaufenen Geschäftsjahr das umsatz- und ertragsstärkste mit einer Auslastung (durchschnittlicher Auftragsbestand/ Monat) von rd. 200%, während dieser in den Jahren 2016 bis 2019 bei einer Auslastung zwischen 125%-145% lag. Diese Situation bringt Herausforderungen in der Steuerung der Rohertragsmarge, des Cashflows und der angemessenen Steuerung der Fixkosten. Da das Unternehmen die Herausforderungen bereits im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich meistern konnte, sehen wir uns im Bezug auf die daraus resultierenden Risiken gut aufgestellt. Durch die Etablierung eines umfangreichen Cash-Flow-Managements und die durchaus positive Auftrags- und Anfragesituation blickt das Management dem kommenden Geschäftsjahr optimistisch entgegen. Für das Geschäftsjahr 2024 plant das Unternehmen eine weitere Steigerung der Gesamtleistung und damit eine nachhaltige Entwicklung über das Vor-Corona-Niveau. Für das erste Geschäftshalbjahr wird mit einer schwächeren Auftragslage gerechnet (41% der Plan-Gesamtleistung im 1. Geschäftshalbjahr), diese sollte sich aber im Jahresverlauf deutlich erhöhen. Die Gesellschaft rechnet mit einem weiteren Wachstum der Gesamtleistung, welches ebenfalls weiterhin auch in der verstärkten Nutzung von digitalen hybriden Konzepten und Innovativen Services mitbegründet liegt. Auch die vermehrte Anfrage von internationalen Großprojekten, sowie die Beteiligung an umfangreichen Sportevents begründen die geplante Steigerung der Gesamtleistung. Um dieses geplante Wachstum zu unterstützen, plant die AG im Geschäftsjahr 2024 einige strategische Maßnahmen maßgeblich in Form von Investitionen in Personal und Veranstaltungsmaterial, welche sich in den folgenden Geschäftsjahren nachhaltig kapitalisieren. Für das Gesamtgeschäftsjahr 2024 plant die Gesellschaft mit einer Gesamtleistung von 79.923 Mio. EUR bei einem Ergebnis von 3,2 Mio. EUR, was einer Steigerung von 7,1 % gegenüber 2023 und 30,4 % des vor der Krise üblichen Gesamtleistungsniveaus entspricht. Motivation und Ausbildung der Mitarbeiter ist der Unternehmensleitung ein zentrales Anliegen. Nach Einschätzung der Unternehmensleitung ist die hohe Motivation und Kompetenz des satis&fy Teams die Grundlage dafür, dass satis&fy auch zukünftig seine bereits bestehende Marktposition festigen und darüber hinaus noch ausbauen kann.
Karben, den 1. März 2024 Nicolas Ubenauf, Vorstand Christian Fleck, Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/23I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes in den jeweils gültigen Fassungen aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 3 HGB i.d.F. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) bezeichneten Größenmerkmalen als große Kapitalgesellschaft einzustufen. Die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9 Buchstaben a) und b) HGB sind mit Hinweis auf die Schutzklausel (§ 286 Abs. 4 HGB) nicht erforderlich. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich nutzungsbedingter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden grundsätzlich nach der linearen Methode entsprechend der geschätzten Nutzungsdauer ermittelt. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 in analoger Anwendung von § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Der in früheren Jahren gebildete Sammelposten für Zugänge an Vermögensgegenständen mit Einzelanschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wurde fortgeführt. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2018 erstmalig Sonderbauten als Sachanlagevermögen aktiviert. Dieses wurde in der Vergangenheit direkt als Materialaufwand erfasst. Eine Neubeurteilung dieser Vorgehensweise durch den Vorstand hat ergeben, dass ein wesentlicher Teil der in 2018 erworbenen Vermögensgegenstände langfristig nutzbar und daher aktivierungspflichtig sind. In die Herstellungskosten von selbsterstellten Anlagen wurden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten (§ 255 Abs. 2 HGB) einbezogen. Unter den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet. Bei langfristigen Wertminderungen erfolgt eine Bewertung zum gültigen beizulegenden Zeitwert. Die Vorräte an Waren wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die in Arbeit befindlichen Aufträge und fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten unter Einbeziehung von Einzel- und notwendigen Gemeinkosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen nach Abzug der Umsatzsteuer gebildet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten für transitorische Ausgaben sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften gebildet worden. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Sie werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich für die jeweilige Restlaufzeit ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Die zu verrechnenden Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist im Anlagenspiegel dargestellt. Entsprechend § 285 Nr. 11 HGB ergeben sich zum Bilanzstichtag folgende vorläufige Angaben zum Anteilsbesitz: satis&fy Event Productions B.V. mit Sitz in Hilversum (Niederlande)
satis&fy LLC Portland mit Sitz in Hillsboro, Oregon (USA)
LIGHTCOMPANY Gesellschaft für Veranstaltungstechnik mbH mit Sitz in Neuss (Deutschland)
CYBERHOIST Germany GmbH mit Sitz in Neuss (Deutschland)
Von den ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenständen haben EUR 35.856,73 (Vorjahr EUR 107.930,71) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Dabei handelt es sich um gezahlte Kautionen. Im Vorjahr waren außerdem Darlehen in Höhe von TEUR 72 enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 15.929.582,46 (Vorjahr EUR 11.833.794,86) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 3.058.212,29 (Vorjahr EUR 3.082.243,38) enthalten. Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
Das Grundkapital in Höhe von EUR 101.320,00 ist in 100.000 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien und in 1.320 Stück auf den Inhaber lautende stimmrechtslose Vorzugsaktien aufgeteilt. Die Aktien haben einen Nennwert von EUR 1 pro Stück. Die satis&fy AG hält zum Abschlussstichtag insgesamt 1.140 Stück. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem sog. Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit"-Methode) gebildet. Dabei wurde zur Ermittlung der Pensionsverpflichtung der von der Bundesbank zum 30. September 2023 veröffentlichte Zins für die jeweilig einschlägige Laufzeit in Höhe von 1,90% zugrunde gelegt. Ferner wurde weder ein Rententrend noch eine Fluktuation unterstellt. Die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck wurden verwendet. Die Pensionsrückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes ermittelt, der sich aus den vergangenen zehn Jahren ergibt. Aus der Differenz zwischen dem Marktzins der sich aus den vergangenen zehn bzw. sieben Jahren ergibt, resultiert zum 30. September 2023 eine um EUR 12.348 geringere Altersversorgungsverpflichtung. Gem. § 253 Abs. 6 HGB handelt es sich hierbei um einen ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrag. Die Pensionsrückstellung nach Verrechnung mit Aktivvermögen beträgt gem. § 253 HGB a.F. EUR 145.648,41. Die Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 367.884,00 wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Planvermögen in Höhe von EUR 222.235,59 saldiert ausgewiesen. Die Erträge aus der Veränderung des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherung werden mit Aufwendungen aus der Erhöhung der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 6.730,00 saldiert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt EUR 2.276.912,00 (Vorjahr EUR 3.470.750,00) betreffen im Wesentlichen ausstehende Projektkosten in Höhe von EUR 1.033.085,00 und Urlaubsansprüche in Höhe von EUR 593.650,00 (Vorjahr: EUR 398.050,00). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 994.618,19 aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von EUR 5.326.149,64 aus sonstigen Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 603.521,16 (Vorjahr EUR 558.367,77). Folgender Verbindlichkeitenspiegel gibt einen Überblick über die Fälligkeit der einzelnen Verbindlichkeiten.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch Eigentumsvorbehalte besichert. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsätze beinhalten im wesentlichen Umsätze aus der Ausrichtung von Veranstaltungen sowie aus der Vermietung und Veräußerung von Veranstaltungstechnik. Die Umsätze gliedern sich nach geographischen Gesichtspunkten wie folgt:
Die Vorjahresangaben wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Geschäftsjahr periodenfremde Erträge in Höhe von ca. TEUR 1.387 (Vorjahr TEUR 1.164). Diese bestehen im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 744. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten im Vorjahr außerdem außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 3.869. Es handelte sich hierbei um gewährte Coronahilfen, die für entstandene Aufwendungen im entsprechenden Förderzeitraum gewährt wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr existierten diese Erträge nicht. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge Erträge aus Buchgewinnen aus Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 589 (Vorjahr: EUR 394) In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerdem Erträge aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von EUR 2.423,69 (Vorjahr EUR 421,43) enthalten. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen aus der Altersversorgung in Höhe von EUR 75.948,78 (Vorjahr EUR 75.650,63) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 334 (Vorjahr TEUR 219). Diese bestehen im Wesentlichen aus Kostenweiterbelastungen, die im Rahmen der Arbeiten der Finanzagentur durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds anfielen (TEUR 92), sowie aus Forderungsverlusten in Höhe von TEUR 78. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von EUR 93.550,47 (Vorjahr EUR 106.364,17). Die Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 86.815,35 (Vorjahr EUR 91.791,59). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 6.730,00 (Vorjahr EUR 6.931,00). Die Zinsen beinhalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 146.631,43 (Vorjahr EUR 128.896,42). IV. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022/23 neben dem Vorstand und ohne Auszubildende durchschnittlich 430 Mitarbeiter (379 Mitarbeiter), davon 3 Aushilfen sowie 427 Angestellte. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 268 Abs.8 HGB beträgt für den Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB EUR 12.348,00. Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Abschlussstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Mietverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 10.053. Davon haben insgesamt TEUR 2.134 eine Fristigkeit von bis zu einem Jahr. Die Laufzeiten der abgeschlossenen Mietverträge liegen zum Stichtag in einer Bandbreite zwischen 1 und 72 Monaten. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen und abgeschlossenen Gerätemietverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 670. Davon haben insgesamt TEUR 296 eine Fristigkeit von bis zu einem Jahr. Konsolidierungskreis Die satis&fy AG ist zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gem. § 290 Abs.1 HGB verpflichtet. Die Gesellschaft wird zum 30. September 2023 in den Konzernabschluss der Live Matters GmbH, Karben, (kleinster und größter Kreis von Unternehmen) miteinbezogen. Der Konzernabschluss der Live Matters GmbH wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2022/23 folgende Personen an:
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2022/23 keine Vergütung. Vorstand Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Bezüglich der gem. § 285 S. 1 Nr. 9 a HGB geforderten Angaben zu den Gesamtbezügen des Vorstandes wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Honorar des Abschlussprüfers Die Angaben erfolgen in Ausübung des Wahlrechtes gem. §285 Nr. 17 HGB im Konzernanhang. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Unterschriften des Vorstands
Karben, den 1. März 2024 gez. Nicolas Ubenauf, Vorstand gez. Christian Fleck, Vorstand Anlagenspiegel
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22. März 2024 festgestellt. Ergebnisverwendungsbeschluss
Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der satis&fy AG, Karben, hat auch im Geschäftsjahr 2022/2023 die ihm gemäß Satzung auferlegten Aufgaben sorgfältig wahrgenommen und sich laufend mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft befasst. Dabei wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in mündlicher und schriftlicher Form über die Geschäftslage, organisatorische Maßnahmen, Strategie und Risikoentwicklung unterrichtet. Zudem stand der Aufsichtsrat in engem Kontakt zu den Vorständen der Gesellschaft sowie untereinander. Über die ordentlichen Aufsichtsratssitzungen am 05.10.2022, 28.03.2023 und 29.06.2023 trafen sich die AR-Mitglieder zu internen Sitzungen und kommunizierten zusätzlich via Telefon und E-Mail kontinuierlich, um sich hinsichtlich der Anliegen des Unternehmens zu beraten. Im Geschäftsjahr 2022/2023 hat der Vorstand der satis&fy AG die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens vorangetrieben und zahlreiche Maßnahmen zur Sicherung und Ausweitung der Marktposition implementiert. Zu den Schwerpunkten des Geschäftsjahres gehörten insbesondere die Optimierung interner Strukturen, die Erweiterung des Leistungsspektrums sowie die Stärkung der internationalen Präsenz. Durch gezielte Investitionen in digitale Technologien und die Erweiterung des Portfolios konnte das Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit stabilisieren. Die operative Geschäftsentwicklung verlief im Berichtsjahr überwiegend positiv. Trotz herausfordernder Marktbedingungen, die teilweise auf externe Einflüsse wie geopolitische Unsicherheiten zurückzuführen sind, konnte die satis&fy AG und der ihr angeschlossenen Unternehmen eine positive Umsatzentwicklung verzeichnen. In enger Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen wurden Projekte zur Effizienzsteigerung sowie Kostenoptimierung weitestgehend erfolgreich umgesetzt. Auch das Risikomanagement wurde weiter ausgebaut, um frühzeitig auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Der Vorstand hat regelmäßig über die Entwicklung von Risiken sowie über entsprechende Maßnahmen berichtet und dem Aufsichtsrat diesbezüglich transparent Auskunft gegeben. Im Hinblick auf die Personalentwicklung legte der Vorstand Wert auf die Weiterqualifizierung und Motivation der Mitarbeitenden. Verschiedene Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen wurden angeboten, um die Fachkompetenz und das Engagement weiter zu fördern. Außerdem wurde ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm eingeführt. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die im Geschäftsjahr 2022/2023 umgesetzten Maßnahmen maßgeblich zur nachhaltigen Stabilisierung und Weiterentwicklung der satis&fy AG beigetragen haben. Gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. März 2023 wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HaackSchubert GmbH WPG als Abschlussprüferin bestimmt. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 30. September 2023 sowie der Lagebericht zum Geschäftsjahr wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften geprüft und ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Dem Aufsichtsrat lag der Prüfungsbericht mit Datum vom 15.03.2024 vor. Jahresabschluss, Lagebericht und Prüfbericht der Abschlussprüferin wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Wichtige Prüfungsergebnisse wurden mit dem Vorstand sowie dem Wirtschaftsprüfer persönlich erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss pflichtgemäß geprüft und erhebt keine Einwände. Der Aufsichtsrat genehmigt den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 30. September 2023, der damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung an.
Karben, 11. September 2024 Der Aufsichtsrat Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die satis&fy AG, Karben Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der satis&fy AG, Karben - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der satis&fy AG, Karben für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Offenbach am Main, den 15. März 2024 HaackSchubert
GmbH
gez. Hartmut W. Schubert, Wirtschaftsprüfer gez. Benedikt Barkey, Wirtschaftsprüfer |
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