Feinkost Böhm GmbH
Kronprinzstraße 6, 70173 Stuttgart, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Höhn seit 5.1.2021 | Geschäftsführer |
Ferdinand Piëch seit 29.6.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Feinkost Böhm GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Gesellschaft betreibt zwei Geschäfte im stationären Lebensmitteleinzelhandel inklusive dreier Restaurantbetriebe mit Cateringservice in der Stuttgarter Innenstadt. Ferner gehören ein Onlineshop, über den diverse unverderbliche Lebensmittel verkauft werden sowie ein Einzelhandelsgeschäft für Blumen und Innendekoration, das sich unweit des Stammhauses in der Stuttgarter Innenstadt befindet, sowie ein Stand in der Stuttgarter Markthalle, zur Gesellschaft. Aufgrund der herausfordernden Umsatz- und Ertragssituation des Standortes in der Calwer Passage wurde im Oktober 2023 beschlossen, für den Standort einen Untermieter zu suchen; in diesem Zusammenhang wurde zunächst der Restaurantbetrieb und im Anschluss das Ladengeschäft an diesem Standort geschlossen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig gewesen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im Jahr 2023 um 0,3 % zurück. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr. Der reale Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel verringerte sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 3,9 %. Damit mussten die deutschen Einzelhändler im Bereich Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren preisbereinigte Umsatzeinbußen gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Dem entgegen stieg im Jahr 2023 der Umsatz im Gastgewerbe preisbereinigt um 1,1 %. 2.2. Darstellung des Geschäftsverlaufs Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 war weiterhin von den Auswirkungen des Ukraine- Konflikts und weiterer globaler Spannungsherde geprägt. Die hohe Preisentwicklung hat zu einer erhöhten Preissensibilität der Kunden geführt. Das Unternehmen musste aufgrund des sich wandelnden Einkaufsverhaltens insbesondere in den Frischebereichen Umsatz- und Ertragsrückgänge hinnehmen. Im gastronomischen Bereich haben insbesondere das Gourmetrestaurant und das Catering zu einer positiven Entwicklung der Gastronomie insgesamt bei Umsatz und Ertrag beigetragen. Der neu eröffnete Standort in der Calwer Passage, der ein Ladengeschäft, einen To-Go- Bereich und ein Bistro umfasst, konnte die gesetzten Erwartungen an den Standort leider nicht erfüllen. Niedrige Umsätze in Verbindung mit hohen Personal-, Wareneinsatz- und Mietkosten führten zu einer erheblichen Belastung der Gesamtergebnisse. Angesichts dieses Sachverhalts wurde entschieden, das Bistro zum Ende Oktober 2023 und das Ladengeschäft zum Ende Dezember 2023 zu schließen. Der Gesamtumsatz des Unternehmens sank im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 %. 2.3. Lage der Gesellschaft 2.3.1. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -1.252 (Vj.: TEUR 794) aus. Dies resultiert zum einen aus hohen Drohverlustrückstellungen und Abschreibungen, bedingt durch die Entscheidung den Standort in der Calwer Passage unterzuvermieten und den Standort Blossfeldt aufzugeben. Zum anderen aus leichten Spannenverlusten und deutlich erhöhten Personalkosten. Das Rohergebnis ist mit TEUR 9.998 im Vergleich zum Vorjahr (Vj.: TEUR 10.082) leicht gesunken. Den geringeren Umsatzerlösen stehen prozentual leicht erhöhte Materialaufwendungen entgegen. Dies resultiert insbesondere aus Spannenverlusten des Ladengeschäfts und Bistros am Standort der Calwer Passage aufgrund des niedrigen Gesamtumsatzes an diesem Standort. Die gestiegenen Materialkosten führten dazu, dass wir unsere Preisstruktur nicht im gleichen Maße anpassen konnten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Preissteigerungen resultieren aus verschiedenen Faktoren, darunter höhere Produktionskosten, Frachtkosten sowie allgemeine Inflationstendenzen in der Branche. Die Personalaufwendungen sind um TEUR 220 auf TEUR 5.455 gestiegen (im Vorjahr: TEUR 5.235). Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf höhere Personalkosten zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 808 gestiegen (TEUR 4.305; Vj.: TEUR 3.497). Dieser Anstieg lässt sich insbesondere durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen, höhere Miet- und Nebenkosten, steigende Wäschereikosten und steigende Reinigungskosten erklären. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) der Gesellschaft in Höhe von TEUR -1.305 liegt aufgrund der dargestellten Effekte im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich unter dem Vorjahr (Vj.: TEUR 1.174). 2.3.2. Finanzlage Insgesamt war im Finanzierungsbereich der zur Verfügung stehende Finanzrahmen ausreichend. Über das Gesamtjahr stand eine ausreichende Liquidität zur Verfügung, sodass allen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachgekommen werden konnte. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war positiv. 2.3.3. Vermögenslage Das Vermögen der Gesellschaft besteht im Wesentlichen aus Anlagevermögen (TEUR 377; Vj.: TEUR 1.666), Vorräten (TEUR 1.235; Vj.: TEUR 1.135), Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 964 Vj.: TEUR 790) sowie liquiden Mitteln (TEUR 2.362; Vj.: TEUR 3.142). Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 48,275 % (Vj.: 53,92 %) da das Eigenkapital (TEUR 2.427; Vj.: TEUR 3.679) aufgrund des negativen Jahresergebnisses stärker gesunken ist als die Bilanzsumme (TEUR 5.027; Vorjahr: TEUR 6.823). 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Analyse der Entwicklung der Geschäftstätigkeit, sowie deren Steuerung, erfolgt mithilfe verschiedener finanzieller und nichtfinanzieller Leistungskennzahlen. Finanzielle Steuergrößen sind neben der Umsatzentwicklung die Wareneinsatzquote und die Personalkostenquote. Alle Indikatoren werden für geeignete Zeiträume (wöchentlich/monatlich) ermittelt und an die Geschäftsführung, sowie die entsprechenden Bereiche, berichtet. Darüber hinaus kommen nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, wie u.a. einer Reklamationsquote, im Rahmen der Steuerung eine hohe Bedeutung zu. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 wird erwartet, dass der Wettbewerbsdruck im lokalen Lebensmitteleinzelhandel im Stuttgarter Stadtzentrum weiterhin hoch bleiben wird. Das Unternehmen steht vor der Herausforderung, dass Handelsgeschäfte in unmittelbarer Nähe schließen, wodurch der Standort aus Kundensicht an Attraktivität verliert. Andererseits entwickelt sich die Attraktivität des nahegelegenen Dorotheen-Quartiers äußerst positiv, was zu einer Verlagerung relevanter Zielgruppen führen kann. Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr dennoch leicht steigende Umsatzerlöse. Diese Erwartungen basieren insbesondere auf der weiterhin hohen Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Gastronomie sowie einer zunehmenden Nachfrage im Bereich des Premium-Caterings. Im gehobenen Gastronomiebereich profitiert das Unternehmen zudem davon, dass sich das Wettbewerbsumfeld in der Stuttgarter Innenstadt verändert hat und mehrere Mitbewerber ihre Standorte aufgegeben haben. Durch die Konzentration auf die Optimierung der Personalkosten sowie die Verbesserung der Spannen bei gleichzeitiger Möglichkeit, attraktiver in der Preisgestaltung zu sein, strebt das Unternehmen insgesamt eine deutlich positive Entwicklung der Ergebnisse an. Die Entscheidung, den Standort in der Calwer Passage in diesem Kontext unterzuvermieten und den Standort Blossfeldt zu schließen, wird einen stark positiven Beitrag zum Ergebnis leisten. Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist durch den positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hinreichend gesichert. Investitionen zur Entwicklung der Gesellschaft sollen aus dem Cashflow bestritten werden, wesentliche Fremdfinanzierungen sind nicht vorgesehen. 4.2. Chancen- und Risikobericht Feinkost Böhm ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Diese sind im Wesentlichen folgende: Strategische Risiken Das Geschäftsmodell der Gesellschaft im Einzelhandel birgt grundsätzlich das Risiko abnehmender Flächenproduktivität bei gleichzeitig zunehmendem Kostendruck. Aus diesem Grund legt das Unternehmen Wert auf ein kontinuierliches und aktives Kostenmanagement, den Ausbau neuer Vertriebskanäle und die Schaffung von Differenzierungsmöglichkeiten durch die Entwicklung neuer Geschäftsfelder im E-Commerce und im Firmenkundensegment. Ebenso wichtig sind die Optimierung des Personaleinsatzes und eine verstärkte Fokussierung auf den direkten Wareneinkauf. Aufgrund der anhaltend hohen Energiepreise und der Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernten ist in verschiedenen Warengruppen mit teilweise erheblichen Preiserhöhungen zu rechnen. Das Unternehmen sichert sich, sofern bekannt, im Voraus Kontingente bei knapp werdenden Waren, um einerseits Preiserhöhungen entgegenzuwirken und andererseits möglichen Versorgungsengpässen vorzubeugen. Zudem wird davon ausgegangen, dass aufgrund der genannten Gründe die Preissensibilität der Kunden voraussichtlich weiterhin bestehen bleibt. Markt- und Wettbewerbsrisiken Der hohe Wettbewerbsdruck im Lebensmitteleinzelhandel und die stetige Veränderung der Branche kann zu Umsatz- und Gewinnrückgängen führen. Feinkost Böhm begegnet dem hohen Wettbewerbsdruck mit der konsequenten Ausrichtung und Weiterentwicklung des gesamten Feinkostsortiments auf höchster Qualität, mit der ständigen Prüfung und Steigerung der Servicequalität sowie mit einem hohen Niveau der fachlichen Beratung. 4.3. Krisenherde und Inflation Das Geschäftsjahr 2024 wird weiterhin stark von den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts und anderen internationalen Krisenherden geprägt sein. Hohe Energiepreise und anhaltende Preissteigerungen beeinflussen das Konsumverhalten der Verbraucher. Hochwertige Anbieter sehen sich mit sinkenden Absatzzahlen konfrontiert und verlieren Marktanteile an preisgünstigere Anbieter. Hohe Kosten bei einer nachlassenden Nachfrage schaffen eine herausfordernde Situation. Das Marktforschungsinstitut Euromonitor International prognostiziert, dass der Umsatz mit Waren des täglichen Bedarfs in Deutschland im Jahr 2024 preisbereinigt um 1,6 % sinken wird. Angesichts der bevorstehenden Herausforderungen im Jahr 2024 hat das Unternehmen beschlossen, den belastenden Standort in der Calwer Passage unterzuvermieten. Die Bemühungen des Unternehmens werden nun wieder primär auf das Stammhaus konzentriert sein. Den sich verändernden Marktgegebenheiten begegnet das Unternehmen durch aktives Kostenmanagement und durch die Optimierung des Warenangebotes. Berechnungen von Forecast-Szenarien für unterschiedlichste Situationen unterstützen die Ausrichtung. 5. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Nennenswerte Forderungsausfälle sind aufgrund der kleingliedrigen Kundenstruktur nicht zu erwarten. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen gezahlt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die Gesellschaft betreibt ein adäquates Debitorenmanagement.
Stuttgart, den 4. Dezember 2024 Geschäftsführung Ferdinand Piëch Geschäftsführung Patrick Höhn Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Feinkost Böhm GmbH, StuttgartI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Gesellschaft ist unter der Firma Feinkost Böhm GmbH, Stuttgart, im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 23786 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Stuttgart. Der Jahresabschluss der Feinkost Böhm GmbH, Stuttgart, zum 31. Dezember 2023 ist gemäß den Grundsätzen des HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem § 266 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 276 S. 1 HGB und § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Bilanzierungsmethoden Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Anhang zu finden. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden ausschließlich linear, unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer für die einzelnen Anlagegüter, vorgenommen. Die Nutzungsdauern für das Anlagevermögen wurden wie folgt festgelegt:
Angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs abgeschrieben und als Abgang gebucht. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe und Waren sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten bewertet worden. Von der Festwertbewertung wurde bei der Bewertung der Roh- , Hilfs-, und Betriebsstoffe Gebrauch gemacht. Abschreibungen im Rahmen einer Reichweitenanalyse wurden durchgeführt. Die Bewertung der geleisteten Anzahlungen, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden in voller Höhe abgeschrieben. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen Die ausgewiesenen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Maßgeblich ist der voraussichtliche Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Rückstellungen mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter betreffen, wie bereits im Vorjahr, Rückerstattungen für zu viel einbehaltene Kapitalertragssteuer sowie Solidaritätszuschlag. II. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Anlagevermögen Die Minderung des Anlagevermögens resultiert aus einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von 1.298.894,00 EUR, die aufgrund der Entscheidung zur Schließung des Blumen- und Dekorationsgeschäfts Blossfeldt sowie der Filiale in der Calwer-Passage vorgenommen wurde. Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen - wie im Vorjahr - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital von EUR 200.000,00 sowie die Kapitalrücklage von EUR 180.000,00 sind vollständig eingezahlt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen folgende Positionen:
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Rohergebnis Im Rohergebnis sind die Posten Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge sowie der Materialaufwand zusammengefasst. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge - wie im Vorjahr - keine wesentlichen unrealisierten Erträge aus der Bewertung von Fremdwährungspositionen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 47 (Vj.: TEUR 14) enthalten. Diese resultieren hauptsächlich aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten für Gutscheine, deren gesetzliche Verjährungsfrist gem. §§ 195, 199 BGB abgelaufen ist. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1 (Vj.: TEUR 2) enthalten. III. Sonstige Angaben Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die in diesem Anhang Erwähnung finden müssen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr durch folgende Geschäftsführer vertreten:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Arbeitnehmer Durchschnittlich beschäftigte die Gesellschaft im Jahr 2023 173 Arbeitnehmer (Vj.: 188) davon in den Bereichen Verkauf 123 Arbeitnehmer, in der Gastronomie 33 Arbeitsnehmer und in der Verwaltung 17 Arbeitnehmer. Abschlussprüferhonorar § 288 Abs. 2 HGB wird teilweise in Anspruch genommen und auf die Angaben des Abschlussprüferhonorars verzichtet. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3/Nr. 3a HGB bestehen aus Mietverträgen und der Mietverlängerungsoptionen in Höhe von TEUR 11.829, aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 46, sowie aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Gesellschafterin Ferdinand Piëch Holding GmbH, Stuttgart, in Höhe von TEUR 83 p. a. Der Zweck der abgeschlossenen Mietverträge besteht in der geringeren Kapitalbindung (Finanzierungsvorteil).
Stuttgart, den 4. Dezember 2024 Geschäftsführung Ferdinand Piëch Geschäftsführung Patrick Höhn Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Feinkost Böhm GmbH, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Feinkost Böhm GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Feinkost Böhm GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 4. Dezember 2024 Deloitte
GmbH
Thomas Traub, Wirtschaftsprüfer Constantin Fuchs, Wirtschaftsprüfer |
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