Leonardo GmbH
Selbe AdresseLuft- und Raumfahrzeugbau für zivile Zwecke
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andrea Gaggelli seit 12.3.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Leonardo International S.p.A. | 89.90% |
Selex ES International Ltd. | 10.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LEONARDO Germany GmbHNeussJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LEONARDO Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LEONARDO Germany GmbH, Neuss - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LEONARDO Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungs-prozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lage-berichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 14. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Dr. Burg, Wirtschaftsprüfer Segbert, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die LEONARDO Germany GmbH mit Sitz in Neuss ist im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter der Nummer HRB 17453 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Abweichend von den gesetzlichen Bezeichnungen der in den §§ 266, 275 HGB mit arabischen Zahlen versehenen Posten des Jahresabschlusses wurden in Übereinstimmung mit § 265 Abs. 6 HGB die Bezeichnungen einzelner Posten geändert, um einen klaren und übersichtlichen Jahresabschluss zu erstellen. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Sofern nicht anders angegeben, wurden diese unverändert wie in den Vorjahren angewendet. Anlagevermögen Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Vermögensgegenstände werden planmäßig nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Entgeltlich erworbene Software wird zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die immateriellen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 250; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Im Einzelnen werden folgende betriebliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu EUR 250 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 betragen, werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Umlaufvermögen Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen sind, soweit sie den Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Kundenprojekten betreffen, gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, sofern sie eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben. Mittel- und langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei Forderungen, deren Einbringbarkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Bewertung des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisen-kassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind die Vorauszahlungen für künftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt. Passiva Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Bewertungsannahmen und Bewertungsmethoden für die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erfolgen entsprechend § 249 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 HGB. Sie lassen sich wie folgt zusammenfassen: Angewandte Rechnungslegungsstandards: HGB Angewandte Bewertungsstandards: Projected Unit Credit Methode (PUCM)
Die Übergangsvorschrift gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ermöglicht den sich durch die in 2010 geänderten Bewertungsvorschriften ergebenden Aufwand über einen Zeitraum von 15 Jahren zu verteilen (EGHGB Art. 67 Abs. 1 Satz 1). Zum Ansatz kommt die Mindestanpassung in Höhe von 1/15, die in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. Der verbleibende Unterschiedsbetrag beläuft sich auf EUR 38.187. Die Versorgungsleistungen werden den Mitarbeitern auf der Grundlage von Betriebsvereinbarungen gewährt. Die von der Gesellschaft zu leistenden jährlichen Beiträge zum Versorgungskonto (Bausteinsystem auf Kapitalbasis) wurden gemäß Betriebsvereinbarung bis 31. Dezember 2006 zugesagt. Danach ergeben sich Erhöhungen nur noch aufgrund der Bonussumme und der Verzinsung. Einbezogen in die Versorgungsleistungen sind die Mitarbeiter, die zum Zeitpunkt des Betriebsübergangs versorgungsberechtigt waren. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung der Diskontierungssätze werden im Zinsergebnis erfasst. Die Rückstellungen für Gewährleistungen/Garantien enthalten eine auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhende Pauschale für die verbleibende Gewährleistungs- bzw. Garantiezeit sowie die nach aktueller Einschätzung noch zu erbringenden Nacharbeiten, die mit den erwarteten Herstellungskosten, bestehend aus Fertigungs- und Materialeinzelkosten, den Sondereinzelkosten der Fertigung, einem angemessenen Wertverzehr des Anlagevermögens sowie einem angemessenen Anteil an den Verwaltungsgemeinkosten, bewertet wurden. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurs, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8 KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Steuersatz beträgt 31,47 %. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung und die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ausgehend von den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten enthalten unverändert zum Vorjahr ausschließlich Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 25.334 (i. Vj. TEUR 21.105) aus einer 2021 abgeschlossenen Cash-Pooling Vereinbarung mit dem Gesellschafter Leonardo International S.p.A. Mit TEUR 4.725 (i. Vj. TEUR 2.595) entfallen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Zum 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft unverändert zum Vorjahr zwei Gesellschafter: die Leonardo International S.p.A., Rom/Italien, mit 89,9% und die Selex ES International Ltd., Basildon/UK, mit 10,1%. Beide sind Tochtergesellschaften der Leonardo S.p.A., Rom/Italien. Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 2.500.000,00 ist vollständig erbracht. Rückstellungen Pensionsrückstellungen Nach Anwendung des BilMoG werden die Pensionsrückstellungen zu ihren Zeitwerten ausgewiesen. Der durch die Verfahrensänderung entstandene Unterschiedsbetrag beträgt per 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 38 (i. Vj. TEUR 76). TEUR 38 (1/15) wurden in 2023 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 17.530 (i. Vj. TEUR 17.378) aus einem Gesellschafterdarlehen und mit TEUR 12.580 (i. Vj. TEUR 8.037) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (davon gegenüber Gesellschafter 136 TEUR, i. Vj. 567). Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Haftungsverhältnisse Folgende Haftungsverhältnisse werden unter Angabe der gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten gesondert angegeben:
Für die angeführten, zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird, da diese lediglich als Sicherheit für die Bürgschaftslinie der Euler Hermes SA, Hamburg, dienen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Forschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der im Kalenderjahr 2023 getätigten Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf TEUR 4.855 (i. Vj. TEUR 4.314). Auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entfallen im gesamten Kalenderjahr TEUR 1.321 (i. Vj. TEUR 1.706). Diese befinden sich zum Bilanzstichtag teilweise noch in der Entwicklung und sind dementsprechend nicht fertig gestellt. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt nach Geschäftsbereichen zusammen:
Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 64.863 auf Europa und mit TEUR 31.529 auf das außereuropäische Ausland. Verminderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen Innerhalb des Vorratsvermögens erhöhten sich die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe auf TEUR 18.265 (i. Vj. TEUR 14.878). Die Erhöhung steht im Zusammenhang mit einem größeren Auftrag, dessen Fertigstellung und Auslieferung voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2024 erfolgen wird. Hingegen reduzierte sich der Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren auf TEUR 3.488 (i. Vj. TEUR 4.436). Der Bestand an unfertigen reduzierte sich aufgrund der Abwicklung mehrerer größerer Aufträge von TEUR 21.211 i. Vj. auf TEUR 13.343. In ähnlichem Umfang reduzierten sich die erhaltenen Anzahlungen (von TEUR 15.740 i. Vj. auf TEUR 8.217). Insgesamt hat sich der Bestand des Vorratsvermögens von i. Vj. T€ 26.599 auf T€ 27.989 erhöht. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen i.H.v. TEUR 2.639 (i. Vj. TEUR 3.811), sowie periodenfremde Erträge i.H.v. TEUR 2.688 (i. Vj. TEUR 633). Sonstige betriebliche Aufwendungen Verluste aus Fremdwährungsumrechnungen sind in Höhe von TEUR 3.193 (i. Vj. TEUR 2.828) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 2.372 (i. Vj. TEUR 1.066). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten TEUR 796 Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen (i. Vj. TEUR 145) sowie TEUR 71 aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (i. Vj. TEUR 135). V. Sonstige Angaben Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft setzt im Geschäftsjahr derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken ein. Derivate werden mit dem Ziel eingesetzt, Wert- oder Zahlungsstrom- änderungen zukünftiger Transaktionen in Fremdwährungen (Forderungen, Verbindlichkeiten, Auftragseingänge) aufgrund von Wechselkursveränderungen zu reduzieren. Geschäfte mit spekulativem Charakter werden hierbei explizit nicht abgeschlossen. Die gesetzlichen Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerten). Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und abschlägen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Devisentermingeschäfte. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 83 und beinhaltet ausschließlich das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen. Aufsichtsrat Der freiwillig gebildete Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Vergütungen für den Aufsichtsrat gezahlt. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Geschäftsführung unverändert durch Herrn Maurizio De Mitri, Ingenieur, Turin/Italien, wahrgenommen. Mit Wirkung zum 15. Februar 2024 wurde Herr Andrea Gaggelli, Florenz/Italien, zum neuen Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Herr De Mitri ist zum 15. Februar 2024 aus der Geschäftsführung ausgeschieden und in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewechselt. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Berichterstattung über die Bezüge der Geschäftsführung wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter lässt sich wie folgt darstellen:
Konzernverhältnisse Die Muttergesellschaft ist zu 89,9% die Leonardo International S.p.A., Rom/Italien, und zu 10,1% die Selex ES International Ltd., Basildon/UK. Beide sind Tochtergesellschaften der Leonardo S.p.A., Rom/Italien. Die LEONARDO Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Leonardo International S.p.A., Rom/Italien, die einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen zum 31. Dezember 2023 aufstellt, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Leonardo S.p.A., Rom/Italien, als größter Konzernkreis einbezogen. Die Abschlüsse sind jeweils in den Geschäftsräumen der Gesellschaften erhältlich. Der Konzernabschluss der Leonardo S.p.A. wird auf der Webseite der Gesellschaft www.leonardocompany.com veröffentlicht und wird zudem auf der Webseite registroimprese.it offengelegt. Ausschüttungsgesperrte Beträge Aufgrund der Aktivierung selbst hergestellter immaterieller Vermögensgegenstände ist ein Betrag von TEUR 7.154 (i. Vj. TEUR 6.210) für die Ausschüttung gesperrt. Des Weiteren ist aufgrund des geänderten Rechnungszinsfußes für die Bewertung der Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 38 ausschüttungsgesperrt. Nachtragsbericht Es liegen keine bedeutenden Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres mit Auswirkung auf den Jahresabschluss vor. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung empfiehlt, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 6.065 auf neue Rechnung vorzutragen.
Neuss, den 22. April 2024 LEONARDO Germany GmbH Die Geschäftsführung Andrea Gaggelli Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Konzerns Unsere Zugehörigkeit zum Konzern stellt sich zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr wie folgt dar:
Der Gegenstand der Geschäftstätigkeit hat sich nicht verändert. Am Standort Backnang umfasst er die Planung, Herstellung, Integration, den Verkauf, Kauf, Export und Import, die Lieferung und Vermietung von Produkten, Geräten und Systemen der Telekommunikation für militärische und zivile Anwendungen. Der Gegenstand der Geschäftstätigkeit der LEONARDO Germany GmbH am Standort Neuss ist die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb und der Service von hochleistungsfähigen meteorologischen Radarsystemen, die für die Wetteranalyse und Wettervorhersage benutzt werden. Darüber hinaus versehen wir 3rd Party Überwachungsradare mit Service, die sich bei der Deutschen Bundeswehr im Einsatz befinden. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 4.855 (i. Vj.: TEUR 4.314) und betreffen in beiden Jahren nur den Standort Neuss. Die Entwicklungskosten entfielen auf aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 1.326), Entwicklungen im Rahmen von bestehenden Aufträgen (TEUR 1.864) sowie Forschungen und nicht aktivierbare allgemeine, zukunftsgerichtete Entwicklungen (TEUR 1.665). Unter anderem arbeiteten wir stetig an der Entwicklung von neuen Produkten, Lösungen und Dienstleistungen, mit denen wir unser Portfolio im Meteorologiebereich (auch für die Luftfahrt) erweitern werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Entwicklung von Steuerungs- und Auswertesoftware für neue Gerätetypen- und generationen. Der Entwicklungsanteil an den gesamten Aufwendungen des Unternehmens ohne Zinsen und Steuern beträgt rund 5,1% (i. Vj.: 3,5%); nur für den Standort Neuss betrachtet beläuft er sich auf 9,1% (i. Vj.: 7,1%). Wir gehen davon aus, mit den abgeschlossenen und begonnenen Neuentwicklungen, sowie Produkt- und Portfolioerweiterungen, unterstützt durch europäische Förderprogramme wie z.B. SESAR, unsere Position im Weltmarkt behaupten zu können. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft trat im ersten Halbjahr 2023 auf der Stelle. Die hohe Inflation ließ die Zentralbank die Leitzinsen kräftig anheben. Auch der Industriekonjunktur ging die Luft aus. Zwar verloren die angebotsseitigen Engpässe, die die Produktion im vergangenen Jahr noch spürbar hemmten, zunehmend an Bedeutung. Allerdings machte sich nachfrageseitig zunehmend die Abkühlung der Weltkonjunktur bemerkbar. Eine merkliche Kehrtwende bei der Produktion in den energieintensiven Industriezweigen in Deutschland ist trotz kräftig gesunkener Energiepreise ausgeblieben. Auch vom verarbeitenden Gewerbe gingen keine konjunkturellen Impulse aus. Die Nachfrage nach Industriewaren in wichtigen Absatzmärkten blieb schwach. Die deutsche Wirtschaft befand sich im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. (ifo Konjunkturprognose Herbst 2023, September 2023; ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024, März 2024). In Deutschland stagnierte hingegen die Wirtschaftsleistung im zurückliegenden Sommerhalbjahr und im letzten Quartal 2023, insbesondere schrumpfte die Wertschöpfung auch in der Industrie. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt verminderte sich in 2023 um 0,3%. Die Inflationsrate betrug in 2023 durchschnittlich 5,9% (ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024, März 2024). Im Berichtsjahr 2023 betrug unser Auftragseingang rund EUR 60,9 Mio. (i. Vj.: EUR 122,0 Mio.). Zu berücksichtigen ist hierbei, dass sich zwei größere zu Ende 2023 geplante Auftragseingänge auf 2024 verschoben haben. Ein Auftragseingang erfolgte bereits im Januar 2024. Zudem hatte ein Großauftrag den Auftragseingang des Geschäftsjahres 2022 außerordentlich positiv beeinflusst. Geschäftsbereich Militär: Im Geschäftsbereich Militär sind die unterschiedlichen Aktivitäten, die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben betreffen, zusammengefasst. Serviceaktivitäten umfassen die Bereiche Anflugradarsystem am Standort Neuss und Kommunikations- und Shelter/Containerintegration am Standort Backnang. Der Bereich Elektrooptik am Standort Backnang wird weiter gestärkt und ausgebaut. Der Auftragseingang beträgt im Geschäftsjahr 2023 EUR 32,2 Mio. (i. Vj.: EUR 81,0 Mio.). Ein für Ende 2023 geplanter größerer Auftragseingang verschiebt sich auf 2024. Zudem hatte ein Großauftrag den Auftragseingang des Geschäftsjahres 2022 außerordentlich positiv beeinflusst. Geschäftsbereich Meteorologie: Wetterradare bilden weiterhin unser Kerngeschäft. Für die nationalen Wetterdienste weltweit sind und bleiben Wetterradare die effizientesten Messgeräte zur Erfassung von Niederschlägen und besitzen eine Schlüsselfunktion bei der Unwetterwarnung. Ergänzt werden sie durch die Einbettung in multi-sensorische meteorologische Systeme, die weitere Wetterparameter messen, Wetterlagen simulieren und zeitlich vorhersagen. Der von uns adressierte Markt für Wetterradare und meteorologischer Systeme umfasst weltweit sowohl Erstausstattungen, insbesondere in den Schwellenländern, als auch Modernisierungen und Ergänzungsbeschaffungen zur Verbesserung der Abdeckungsgrade in den Industrieländern. Nach unserer Einschätzung erholte sich der meteorologische Markt 2023 - im ersten Nach- Corona-Jahr - schleppend. Die weltweite Nachfrage liegt nach wie vor unter Vor-Corona- Niveau. Dies gilt insbesondere für die investitionsintensiven meteorologischen Großgeräte, zu denen unsere Wetterradare und Windlidare gehören. Speziell die Märkte in Lateinamerika, Afrika und den GUS-Staaten hatten 2023 wenige bis keine Beschaffungen von meteorologischen Radaren oder Lidaren zu verzeichnen. Unsere historisch starken Märkte in Europa und Pazifik-Asien beleben sich dagegen rascher. Hier erwarten wir eine Fortsetzung des positiven Investitionstrends in den nächsten Jahren, auch dank großangelegter EU-Förderprogramme wie NextGenerationEU. Das After Sales Geschäft entwickelte sich in 2023 überaus erfolgreich. Unser Auftragseingang aus dem meteorologischen Bereich lag 2023 mit EUR 28,7 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 41,0 Mio. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass sich ein zu Ende 2023 geplanter Auftragseingänge auf 2024 verschoben hat und bereits im Januar 2024 als Auftragseingang verbucht werden konnte. Die Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2023 ist insgesamt für alle Bereiche als positiv einzuschätzen. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Ertragslage
Das EBIT des laufenden Geschäftsjahres beträgt TEUR 7.593 und liegt damit leicht über dem Vorjahres-EBIT von TEUR 5.514. Zu dem positiven EBIT des laufenden Geschäftsjahres 2023 beigetragen hat die Abwicklung mehrerer Großaufträge, insbesondere im meteorologischen Bereich. Zu dem positiven EBIT des Vorjahres 2022 hatte insbesondere die Abwicklung eines militärischen Großauftrags beigetragen. Das Jahresergebnis lag insgesamt leicht über der Prognose. Die Umsatzerlöse nahmen gegenüber 2022 um TEUR 32.403 ab. Die Umsatzerlöse betreffen im Geschäftsjahr mit TEUR 54.302 (i. Vj.: TEUR 45.315) den Geschäftsbereich Meteorologie und mit TEUR 42.090 (i. Vj.: TEUR 81.395) den Geschäftsbereich Militär. Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 64.863 auf Europa und mit TEUR 31.529 auf das außereuropäische Ausland. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen verminderte sich vor allem aufgrund der Fertigstellung mehrerer Großprojekte gegenüber dem Vorjahr um TEUR 8.816 auf TEUR 16.831 (i. Vj.: TEUR 8.670). Im Vergleich zur Verringerung der Produktionsleistung um 27,1% lag der Materialaufwand des Geschäftsjahres mit TEUR 51.019 um 38,9% unter Vorjahresniveau (TEUR 83.529). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen i.H.v. TEUR 2.639 (i. Vj. TEUR 3.811) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.688 (i. Vj. TEUR 633). Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen auch aufgrund der von 223 auf 228 gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 4,4 % auf TEUR 19.406. Verluste aus Fremdwährungsumrechnungen sind in Höhe von TEUR 3.193 (i. Vj. TEUR 2.828) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 2.372 (i. Vj. TEUR 1.066). Das Finanzergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 868 auf TEUR -836. Der Betrag besteht zu 91,0 % aus Zinsaufwand an verbundene Unternehmen. Der Jahresüberschuss verbesserte sich insbesondere aufgrund der Abwicklung und Fertigstellung mehrerer größerer Projekte im meteorologischen Bereich gegenüber dem Vorjahr. Vermögenslage
Die Anlagenintensität (Verhältnis von Anlagevermögen zu Bilanzsumme) beträgt 17,4% und ist damit in etwa auf Vorjahresniveau (18,8%). Die Bilanzsumme nahm um 8,8% zu. Aufgrund der Besonderheiten in unserem Projektgeschäft, dass Fälligkeiten von Kundenzahlungen und Zeitpunkt der Umsatzrealisierung (Gefahrenübergang) deutlich auseinanderfallen können, ist der Forderungsbestand stets hoch, während gleichzeitig auch hohe erhaltene Anzahlungen in den Verbindlichkeiten enthalten sind. Ferner stehen Bankguthaben / Forderungen aus Cash-Pooling auf der Aktivseite der Finanzierung durch ein Gesellschafterdarlehen auf der Passivseite gegenüber. Unter Berücksichtigung der beiden Effekte aus erhaltenen Anzahlungen in Verbindlichkeiten und flüssigen Mitteln ergibt sich eine bereinigte Bilanzsumme von TEUR 70.805 (i. Vj. TEUR 58.874), was zu einer bereinigten Eigenkapitalquote von 29,1% (i. Vj. 24,6%) führt. Finanzlage Im Berichtsjahr wurden, wie in den Vorjahren, keine Bankkredite in Anspruch genommen. Liquiditätsengpässe bestanden nicht und sind auch künftig nicht zu erwarten, da die notwendige Liquidität über ein Darlehen der Gesellschafterin zur Verfügung gestellt wird. Dieses wurde innerhalb des Geschäftsjahres in voller Höhe (TEUR 17.530) in Anspruch genommen. Der vertraglich vereinbarte Zinssatz basiert unverändert auf dem Ein-Monats-EURIBOR zuzüglich eines variablen Aufschlags. Die Liquidität 1. Grades (Quotient aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten) hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert. Sie beträgt zum Stichtag 31,3% (i. Vj. 50,4%). Die Liquidität 2. Grades (liquide Mittel und Forderungen im Verhältnis zu kurzfristigen Verbindlichkeiten) verschlechterte sich ein wenig auf 212,3% (i. Vj. 224,7%). Der Grund hierfür liegt im Wesentlichen an einem höheren Forderungsbestand.
Das Gesellschafterdarlehen war am 31. Dezember 2023 mit TEUR 17.530 (i. Vj. TEUR 17.378) in Anspruch genommen. Darüber hinaus standen liquide Mittel in Höhe von TEUR 6.535 (i. Vj. TEUR 8.699) sowie Forderungen aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 25.334 (i. Vj. TEUR 21.105) zur Verfügung. Ausgehend von den Erfahrungen der Vergangenheit und der Bereitschaft der Muttergesellschaft, bei Notwendigkeit auch über die vereinbarte Linie hinaus Darlehenszahlungen zu leisten, erwarten wir auch in der Zukunft kein Liquiditätsrisiko für unsere Gesellschaft. Die Gesellschaft verfügt über Avallinien von insgesamt TEUR 26.552, von denen am Stichtag TEUR 23.188 verwendet waren und TEUR 3.364 noch zur Verfügung standen. In Höhe von TEUR 24.000 handelt es sich um eine Linie bei der Commerzbank, für die eine Mitverpflichtung der Leonardo S.p.A., Rom/Italien, besteht. In Höhe von TEUR 1.022 stammt die Linie aus einer Umbrella Facility zwischen der Deutschen Bank, Mailand, und der Leonardo S.p.A., Rom/ Italien. In Höhe von TEUR 1.501 handelt es sich um eine Linie bei Euler Hermes, die mit einer Briefgrundschuld auf unser Betriebsgrundstück gesichert ist. Personal Die Mitarbeiterzahl zum 31. Dezember 2023 liegt mit 228 Personen um eine Person unter Vorjahreswert (229). Von den Mitarbeitern sind 18% weiblich. Finanzielle Leistungsindikatoren Unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind das Jahresergebnis und die Umsatzerlöse. Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren haben wir nicht. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Chancen und Risikobericht Im Folgenden werden die Risiken und Chancen absteigend von der Bedeutung erläutert. Risiken Das aus unserer Sicht bedeutendste Risiko für die Gesellschaft ist das Wettbewerbsrisiko. Das Eindringen neuer Wettbewerber in den Markt bedeutet für uns die stete Herausforderung, unsere Marktposition zu behaupten. Dieser begegnen wir, indem wir den Entwicklungen des Marktes entsprechend unserer Schwerpunkte in den Wachstumsfeldern setzen sowie mit einer breiten Produktpalette und hoher Qualität der Produkte und Dienstleistungen. In engem Zusammenhang mit unserer Wettbewerbsposition steht auch das Währungsrisiko. Insbesondere im reinen Wetterradarmarkt hängt unsere Wettbewerbsfähigkeit ganz entscheidend von der Wechselkursentwicklung EUR/USD ab. Ein starker Euro verschlechtert unsere Position bei der Auftragsvergabe erheblich und wirkt sich negativ auf die realisierbaren Deckungsbeiträge aus. Im Verlauf des Geschäftsjahres verbesserte sich der EUR-Kurs von 1,07 USD leicht auf 1,11 USD. Hierdurch war unsere Wettbewerbsfähigkeit im Verhältnis zu unseren außereuropäischen Wettbewerbern weiter positiv beeinflusst. Das Währungsrisiko bei bestehenden Kunden- bzw. Lieferantenverträgen in Fremdwährung sichern wir überwiegend mit Devisentermingeschäften ab. Einem möglichen Beschaffungs- und Preisrisiko durch mögliche Lieferengpässe und Preissteigerungen bei bedeutenden industriellen Vorprodukten begegnet die Gesellschaft mit einer vorausschauenden Bestell- und Lagerplanung. Das Risiko schätzen wir momentan als hoch ein. Ein Liquiditätsrisiko sehen wir für unsere Gesellschaft nur in sehr geringem Maße. Ungeachtet unseres ungünstig hohen Working Capital werden uns alle für die Auftragsfinanzierung notwendigen finanziellen Mittel konzernintern zur Verfügung gestellt und verschaffen uns so einen Wettbewerbsvorteil. Ein Forderungsausfallrisiko besteht grundsätzlich nur in geringem Maße, da unsere Kunden fast ausschließlich Behörden sind. Auslandsverträge - mit Ausnahme von Verträgen mit der Muttergesellschaft - versichern wir gleichwohl zum überwiegenden Teil gegen Forderungsausfälle, ungerechtfertigtes Ziehen von Bürgschaften und gegen politische Risiken. Ferner werden in Ländern mit geringerer Bonität Akkreditive, Teilzahlungen und/oder Fortschrittszahlungen vereinbart, sodass keine wesentlichen Forderungsausfallrisiken eingegangen werden. Chancen In unserer guten Reputation und der starken Position im Wetterradarmarkt sehen wir eine wichtige Chance. Eine Vielzahl unserer Aufträge in diesem Segment erhalten wir von Stammkunden. Wir erwarten, dass sich die erfreuliche Planung des After-Sales-Geschäfts fortsetzt. Unser breites Produktspektrum, insbesondere unsere wachsende Präsenz im Wachstumsmarkt Aviation Meteorology, stellt ein bedeutendes Potential dar. Ab Mitte 2024 planen wir die Auslieferung unseres ersten 100%-halbleiter-basierten Wetterradars. Damit sind wir gut gerüstet für das bevorstehende Technologie-Upgrade in der Branche. Mit nationalen und internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen arbeiten wir erfolgreich zusammen. Im Geschäftsbereich Militär werden umfangreiche Modernisierungen und Neuausstattung von Kunden geplant und über mehrjährige Beschaffungsvorhaben realisiert. Prognosebericht Basierend auf der ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 deuten die Frühindikatoren für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Erst im weiteren Verlauf des Jahres 2024 dürfte allmählich eine gesamtwirtschaftliche Erholung einsetzen. Unterstützend wirkt die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft, die in 2024 voraussichtlich dynamischer verlaufen wird als bisher eingeschätzt. Alles in allem wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr 2024 um 0,2% zunehmen. In 2025 dürfte sich die Konjunktur dann normalisieren und das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 1,5% zulegen. (ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024, März 2024). Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen auf 2,3% in 2024 und 1,6% in 2025. (ifo, Konjunkturprognose Frühjahr 2024, März 2024). Die Wachstumsprognose für das globale Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 wurde um 0,3 Prozentpunkte auf 2,3% angehoben. (Konjunkturprognose Frühjahr 2024, März 2024). Für 2024 erwarten wir für den Geschäftsbereich Meteorologie einen Auftragseingang, der deutlich über dem Auftragseingang des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023 (EUR 28,7 Mio.) liegen wird. Hierfür sind wir durch die Entwicklung neuer Produkte, wie des sogenannten Lidars, und der 100%-Halbleiter-basierten Wetterradare gut aufgestellt. Dazu beitragen wird ebenfalls ein bereits im Januar 2024 gebuchter großer Auftrag im meteorologischen Bereich, der ursprünglich als Auftragseingang zu Ende 2023 geplant war. Im Geschäftsbereich Militär entspricht eine Vielzahl von Konzernprodukten den Forderungen der Bundeswehr und wir erwarten für 2024 nennenswerte Aufträge. Wir erwarten für den Geschäftsbereich Militär für 2024 einen gegenüber dem Vorjahr (EUR 32,2 Mio.) deutlich erhöhten Auftragseingang. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass der Auftragseingang 2022 positiv durch einen Großauftrag beeinflusst war und sich ein militärischer großer Auftrag von 2023 auf 2024 verschoben hat. Mit dem hohen Auftragsbestand und den erwarteten Auftragseingängen sind unsere Produktionskapazitäten bis in das Jahr 2025 hinein weitestgehend ausgelastet. Für 2024 rechnen wir mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Im Hinblick auf das Jahresergebnis 2024 erwarten wir ein positives Jahresergebnis, das voraussichtlich ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres 2023 liegen wird. Für 2025 rechnen wir mit leichten Steigerungen bei den Umsatzerlösen und dem Jahresergebnis. Wir weisen darauf hin, dass die erwarteten Entwicklungen wesentlich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen können, wenn sich die unseren Erwartungen zugrundeliegenden Rahmenbedingungen anders entwickeln als angenommen.
Neuss, den 22. April 2024 LEONARDO Germany GmbH Die Geschäftsführung Andrea Gaggelli |
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