S & E Beteiligungen UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bert van Kampen seit 19.2.2018 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Yingli Green Energy Luxembourg S.à.r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Yingli Green Energy Europe GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016Yingli Green Energy Europe GmbH i.L., MünchenA. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENSGeschäftsmodell 2016 sowie die Jahre zuvor hat die Yingli Green Energy Europe GmbH i.L., München, (YGEE) Photovoltaik (PV)-Module vertrieben, die das Unternehmen bei verbundenen Konzernunternehmen der Yingli-Group mit Sitz in der Volksrepublik China einkaufte. Die YGEE betreibt keine eigenen Produktionsstätten. Die Forschung und Entwicklung erfolgt durch die Konzerngesellschaften in China. Parallel dazu hat die YGEE im Laufe des Geschäftsjahres 2016 eine neue Strategie und die damit verbundene Umstrukturierung konsequent umgesetzt, um die Aktivitäten zur Projektentwicklung von Photovoltaik-Anlagen mit einer Größe von mindestens 10 MW (Utility Scale) frühzeitig auf der grünen Wiese oder in einem späteren Stadium vor der Errichtung der PV-Anlagen vorzunehmen. Ziel der neuen Strategie, die im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 erläutert wird, war die Verringerung des Umsatzrückgangs, den die Gesellschaft seit 2014 verzeichnet. Kombiniert wurde die neue Strategie mit einem auf die Reduzierung der Betriebskosten ausgerichteten Umstrukturierungsprogramm und den Ausstieg aus dem traditionellen Geschäftsmodell des Modulvertriebs. Gleichzeitig wurden weiterhin Großprojekte mit hohen Skaleneffekten mit Modulen beliefert. Das Umstrukturierungsprogramm umfasste auch andere europäische Märkte und Tochtergesellschaften. Die Abkehr von dem traditionellen Geschäftsmodell der YGEE führte zu einem deutlichen Rückgang beim Ergebnis der Betriebstätigkeit in den Bereichen Finanzen, Logistik, Auftragsabwicklung, Lagerkosten und Betriebskapital und gleichzeitig zur Abnahme der Risiken in Verbindung mit Kreditlinien für Distributoren und Installateure in einer Zeit, in der die Solarbranche extrem unter Druck stand. Die Feinheiten der Umstrukturierung wurden in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2016 mit der Auslagerung der Rechtsdienstleistungen und einer weiteren Reduzierung der Anzahl der Mitarbeiter um 40% abgeschlossen, sodass eine Verringerung der Betriebskosten erreicht wurde. Das oberste Mutterunternehmen, die Yingli Green Energy Holding Company Limited (Yingli Solar), ist an der NYSE notiert und ein weltweit führendes Unternehmen in der vertikal integrierten Herstellung von hochqualitativen Photovoltaik-Modulen polykristalliner Technologie. Im Geschäftsjahr 2016 erfolgte die Lieferung der Module auf Grundlage eines provisionsbasierten Rahmenvertrags. Neue Produkte und Innovationen, vor allem die monokristalline Modultechnologie wie beispielsweise zweiseitige Module stellen sicher, dass unsere Produkte weiterhin am Markt technisch wettbewerbsfähig bleiben; zudem konnten wir mit der Technologie einen Verkaufspreisaufschlag gegenüber PV-Modulen mit niedrigerem Wirkungsgrad sicherstellen. Die Geschäftstätigkeit der YGEE ist stark von politischen Rahmenbedingungen in den einzelnen Absatzmärkten und auf Ebene der Europäischen Union (EU) beeinflusst. Hier sind exemplarisch das deutsche "Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)" und das chinesisch-europäische "Undertaking Agreement" zu nennen. Das Undertaking Agreement hemmte im Laufe des Geschäftsjahres 2016 die Nachfrage und den Absatz in der EU aufgrund des künstlich erhöhten Mindestimportpreises (MIP), der durchschnittlich 10 Cent über den Marktpreisen lag. Dadurch und aufgrund der anhaltenden Kürzungen beziehungsweise Unsicherheiten bezüglich der staatlichen Anreizsysteme für Photovoltaik-Anlagen schwächte sich die Marktnachfrage weiter ab. Beide Punkte werden in Abschnitt B detaillierter ausgeführt. Als Folge des MIPs war YGEE nicht in der Lage, Module an Kunden innerhalb der EU zu verkaufen. Diese Situation untermauerte die Entscheidung für die harten Umstrukturierungsmaßnahmen der YGEE in den Geschäftsjahren 2015 und 2016. In Frankreich hält die YGEE weiterhin seit dem Geschäftsjahr 2011 100% der Anteile an der Yingli Green Energy France S.A.S., Lyon/Frankreich. Yingli Green Energy France S.A.S. befindet sich in der Auflösung. B. WIRTSCHAFTSBERICHT1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas Geschäftsjahr 2016 war ein schwieriges Jahr für den Photovoltaik (PV)-Sektor und damit für das Vertriebsgeschäft der Gesellschaft. Gründe waren der anhaltende Abwärtsdruck und die Verringerung der staatlichen Anreizsysteme für PV-Anlagen und ein MIP, der einen Absatz innerhalb der EU unmöglich machte. Deutlich zu spüren waren im Laufe des Geschäftsjahres 2016 auf dem Markt die Auswirkungen einiger EU-Entscheidungen bezüglich der Verringerung der staatlichen Förderung von PV-Anlagen infolge von Sparmaßnahmen nach Haushaltskürzungen aufgrund des anhaltenden Gegenwinds durch die Finanzpolitik. Die entstandene Unsicherheit dämpfte die Begeisterung der Anleger für Investitionen in PV-Anlagen und verschärfte den Nachfragerückgang aufgrund der rückläufigen Anlageerträge, die sich durch die verminderte staatliche Förderung ergaben. Ein konkretes Beispiel dafür war die Ankündigung der britischen Regierung vom 22. Juli 2015 über die Änderung der Zertifikate für Strom aus erneuerbaren Energien (Renewable Obligation Certificates, ROCs) für Photovoltaik-Anlagen mit einer Größe von mindestens 10 MW (Utility Scale) sowie der Einspeistarifregelung für kleinere Anlagen, wodurch ein erheblicher Teil der geplanten PV-Anlageninstallationen aufgrund der damit verbundenen Unsicherheit zum Stillstand kam. Die Projekte, die sich in der Pipeline befanden und bereits bestimmte Meilensteine erreicht hatten, wurden bis in das erste Quartal des Geschäftsjahres 2016 durchgeführt und dafür Module verwendet, die 2015 eingekauft wurden; allerdings wurden diese Aktivitäten plötzlich eingestellt, da die Projekte nicht weiterverfolgt wurden. Aufgrund des Mindestimportpreises für Module, die in China gefertigt oder aus China importiert werden, der durchschnittlich 10 Cent über den Markpreisen lag sowie infolge der Verringerung der Vorteile durch die Förderung von PV-Anlagen war YGEE nicht in der Lage, auf dem EU-Markt wirksam mit nicht chinesischen Wettbewerbern zu konkurrieren. Zu dieser Zeit waren viele konkurrierende chinesische Hersteller entweder aufgrund einer Verletzung der Vereinbarung oder infolge einer Strategieänderung aus dem Undertaking ausgetreten und hatten mit der OEM-Fertigung in Niedriglohnländern außerhalb Chinas begonnen. Yingli entschied sich, im Geschäftsjahr 2016 im Undertaking zu verbleiben, sich aber gleichzeitig Alternativen durch die Zusammenarbeit mit OEMs zu erschließen. Das Undertaking Agreement soll derzeit bis mindestens Dezember 2018 in Kraft bleiben. 2. GeschäftsverlaufZu Beginn des Geschäftsjahres 2016 hat YGEE das Projektportfolio in Polen, in der Türkei und in Westafrika (über das 50:50 Joint Venture Yingli Namene West Africa) weiter ausgebaut. Im Laufe des ersten Quartals 2016 beschloss die Geschäftsführung von YGEE, sich vom türkischen Markt zurückzuziehen und die betroffenen PV-Anlagen aufgrund der negativen Folgen der Regulierungen für PV-Anlagen und der geopolitischen Risikofaktoren einzustellen. YGEE konnte ein 5MW-Projekt in Großbritannien, das bereits wichtige Meilensteine erreicht hatte, weiterentwickeln und den Anlagenverkauf Anfang 2017 abschließen. Ende Dezember beteiligte sich YGEE an der ersten Ausschreibung in Polen und konnte zusammen mit einem 50:50 Joint Venture Partner die Ausschreibung um die 5MW-Projekte gewinnen. Unglücklicherweise funktionierte das IT-Ausschreibungssystem in Polen nicht, sodass YGEE nicht alle Projekte einreichen konnte. Im Rahmen einer zweiten Ausschreibung im Juni 2017 wurden die Fehler behoben und so konnte sich YGEE bei den beiden Auktionen die Beauftragung mit insgesamt 38MW-Projekten sichern. Im Laufe des Geschäftsjahres 2016 traf die Yingli Green Energy Holding Company Limited, Hauptaktionär von YGEE, die strategische Entscheidung, sich auf die Modulherstellung zu konzentrieren und nachgelagerte Geschäftsaktivitäten in China und auf internationalen Märkten einzustellen. Allerdings entschied Yingli China aufgrund des Status und des Potenzials der Entwicklung der Projektpipeline die Geschäftstätigkeiten von YGEE in der Projektentwicklung weiterhin zu unterstützen, da ein Vertriebskanal für Module während der Konstruktionsphase entstanden war. Zur Jahresmitte war klar, dass YGEE den für 2016 festgelegten Geschäftsplan aufgrund von Verzögerungen bei der Ausschreibung in Polen, der Verabschiedung einer Regierungsgesetzgebung und dem Ausstieg aus der Türkei nicht erfüllen konnte. Um dem verzögerten Vermögenseinkommen entgegenzuwirken, leitete YGEE im August 2016 erneut eine Umstrukturierung ein, um die Anzahl der Mitarbeiter von 16 auf 9 Vollzeitbeschäftigte zu verringern und die Betriebsausgaben (OpEx) zu senken. Anfang 2017 entschied die Yingli Group, die Geschäftsaktivitäten von YGEE zu beenden. 2017 wurde hauptsächlich nach einer Lösung für den Verkauf der wesentlichen Vermögenswerte und Geschäfte des Unternehmens gesucht. Dies führte im August/September 2017 zu einem Verkaufsvertrag. Die Gesellschafterversammlung vom 6. Dezember 2017 hat die Auflösung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 beschlossen. Infolgedessen kam für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 das Unternehmensfortführungsprinzip (Going-Concern-Prinzip) bei der Bewertung der Aktiva und Passiva des Unternehmens nicht zum Tragen; stattdessen wurden Liquidationswerte angesetzt. 3. Lage der Gesellschafta) VermögenslageDie Bilanzsumme reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 6.836 auf T€ 3.569. Die Verringerung der Aktiva ist hauptsächlich auf die Anteile an Konzerngesellschaften zurückzuführen und insbesondere infolge von Wertminderungen und Liquidationen, wodurch sich ein Rückgang von T€ 2.353 auf T€ 518 sowie eine Verringerung der sonstigen langfristigen Kapitalbeteiligungen von T€ 974 auf T€ 200 infolge von Liquidationen und Wertminderungen sowie eine Reduzierung der Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften von T€ 573 auf T€ 163 ergab. Alle Wertminderungen entstanden insbesondere infolge der Entscheidung, die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft einzustellen und die Vermögenswerte zu verkaufen oder anderweitig zu liquidieren (siehe obenstehenden Abschnitt "2. Geschäftsverlauf"). Zum 31. Dezember 2016 verzeichnete die Gesellschaft eine positive Eigenkapitalquote in Höhe von T€ 1.619 im Vergleich zu T€ 3.993 Ende 2015. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf einen Verlust im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von T€ 3.775 zurückzuführen. Zusätzlich eingezahlte Kapitaleinlagen in Höhe von T€ 1.400 minderten den Rückgang. b) ErtragslageYGEE steuert intern durch die monatliche Berichterstattung und einen Soll-/Ist-Vergleich diverser Kennzahlen insbesondere Umsatz und Jahresergebnis. YGEE konnte aufgrund des MIPs keine Module an Kunden in der EU verkaufen und untermauerte die Entscheidung für die schwierige Umstrukturierung von YGEE in den Geschäftsjahren 2015 und 2016; nach dem Entschluss, sich aus dem Verkauf von PV-Modulen zurückzuziehen, verringerte sich der Gesamtumsatz von T€ 17.159 auf T€ 687. Sonstige Erträge aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verringerten sich von T€ 11.620 auf T€ 1.635, wobei im Vorjahr Gewinne aus Gutschriften von Lieferanten in Höhe von T€ 10.946 verbucht wurden. Die Personalaufwendungen verringerten sich insbesondere aufgrund der Reduzierung der Anzahl der Mitarbeiter im Rahmen der Umstrukturierung um T€ 820 auf T€ 2.296. Insgesamt erfolgten Wertberichtigungen auf Forderungen und finanzielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 2.304. Dies entsprach einem Rückgang in Höhe von T€ 1.794, der insbesondere auf Wertberichtigungen für konzerninterne Forderungen zurückzuführen ist. Finanzlage Der Bestand der finanziellen Mittel verringerte sich im Geschäftsjahr 2016 um T€ 640 auf T€ 1.893. Der Rückgang resultiert aus einem niedrigeren durch Umsätze generierten Cashflow sowie aus der Tatsache, dass PV-Projekte im laufenden Jahr nicht abgeschlossen werden konnten. c) Gesamtaussage zur Lage der GesellschaftAufgrund der Entscheidung des Hauptaktionärs (siehe obenstehenden Abschnitt "2. Geschäftsverlauf") wird die Gesellschaft den Geschäftsbetrieb nach dem Verkauf Ende September 2017 nicht fortführen, die Gesellschaft wurde zum 31. Dezember 2017 aufgelöst. C. PERSONALDie Belegschaft wurde von 15 Mitarbeitern zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 auf 10 Mitarbeiter Ende 2016 verringert. D. PROGNOSEN-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHTWir verweisen auf die obenstehenden Abschnitte "2. Geschäftsverlauf" und "3.c) Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft". Die Gesellschaft wird nicht fortgeführt, sie ist zum 31. Dezember 2017 aufgelöst.
München, 8. März 2018 Der Liquidator Bert van Kampen BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine ErläuterungenDie Yingli Green Energy Europe GmbH i.L., mit Sitz in München, ist unter der Registernummer HRB 216243 im Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Sie ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wird auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den sie ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN1. Aufgabe der Annahme der Unternehmensfortführung Die Gesellschaft hat mit Vertrag vom 9. August 2017 und Zusatzvereinbarung vom 28. September 2017 sowohl wesentliche Vermögensgegenstände als auch ihr gesamtes Geschäft verkauft. Die Gesellschafterversammlung vom 6. Dezember 2017 hat die Auflösung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 beschlossen. Damit ist zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses die Fortführung der Unternehmenstätigkeit nicht mehr gegeben. Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2016 erfolgt daher die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden grundsätzlich zum Liquidationswert. 2. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und - soweit erforderlich - außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Bemessung der Nutzungsdauer liegen betriebliche Erfahrungen zugrunde, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen AfA-Tabellen decken. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, bewegliche und unbewegliche Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Die Zugänge eines Geschäftsjahres werden zeitanteilig für den vollen Monat der Anschaffung und auf die folgenden Monate abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von € 150,00 (Geringwertige Wirtschaftsgüter) werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über € 150,00, die aber € 1.000,00 nicht übersteigen, wurde ein Sammelposten gebildet und über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Der Liquidationswert der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen zum Abschlussstichtag wurde, auch wegen deren weiteren Nutzung über die ersten neun Monate des Jahres 2017, in Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten angenommen. 3. Finanzanlagen Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden grundsätzlich zu den Anschaffungskosten bewertet. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, um die betroffenen Vermögensgegenstände mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert (=Liquidationswert) am Abschlussstichtag anzusetzen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 810.617,77 auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Auf Beteiligungen wurden Abschreibungen in Höhe von € 1.282.426,67 vorgenommen, um sie mit dem Liquidationswert anzusetzen, der sich aus dem Verkauf dieser Beteiligungen im Jahr 2017 ergibt. 4. Vorräte Im Vorjahr wurden Waren zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten oder, falls erforderlich, mit dem niedrigeren Marktpreis bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungs-, beziehungs-weise Verkaufspreisen ergeben, waren bei der Bewertung berücksichtigt worden. Zum 31. Dezember 2016 betreffen die Vorräte lediglich geleistete Anzahlungen, die mit ihrem Nominalwert bewertet werden, der dem Liquidationswert entspricht. 5. Sonstiges Umlaufvermögen Für das sonstige Umlaufvermögen ergibt sich der Liquidationswert aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die nach den Erfordernissen des strengen Niederstwertprinzips auf den bei Liquidation voraussichtlich realisierbaren Wert abgewertet werden. 6. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. 7. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden entsprechend dem Höchstwertprinzip angesetzt. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag, der dem Liquidationswert entspricht. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ8. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagegegenstände sind in dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagespiegel dargestellt. 9. Vorräte Die in der Bilanz unter der Position B.I. ausgewiesenen Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
10. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die in der Bilanz unter der Position B.II. ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 65 (Vorjahr: T€ 35) enthalten. 11. Rückstellungen Die in der Bilanz unter der Position B der Passivposten ausgewiesenen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Rückstellungen betreffen Urlaubsrückstellungen in Höhe von T€ 48 (VJ: T€ 61), im Übrigen sind sie insbesondere für ausstehende Rechnungen gebildet. 12. Verbindlichkeiten Die in der Bilanz unter der Position C der Passivposten ausgewiesenen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR Gewinn und Verlustrechnung13. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse enthalten Erlöse aus Beratungsleistungen und Weiterbelastungen in Höhe von € 316.300,79, die aufgrund der geänderten Umsatzerlösdefinition nach dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) erstmals an dieser Stelle auszuweisen waren. Im Vorjahr sind entsprechende Erlöse in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von € 415.603,09 ausgewiesen 14. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 26.966,47 (Vorjahr: € 74.048,66). Des Weiteren sind hier Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von € 61.679,68 sowie aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von € 1.504.524,56 ausgewiesen. Zum geänderten Ausweis bestimmter Erlöse nach BilRUG verweisen wir auf die vorstehenden Erläuterungen zu den Umsatzerlösen. Des Weiteren waren sonstige Erträge von € 14.025,67 einem vorangegangenen Geschäftsjahr zuzurechnen. 15. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im sonstigen betrieblichen Aufwand sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 27.984,16 (Vorjahr: € 169.649,71) enthalten. Des Weiteren waren sonstige Aufwendungen von € 19.412,82 einem vorangegangenen Geschäftsjahr zuzurechnen. 16. Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten sowohl Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen (€ 810.617,77) als auch auf Anteile an Beteiligungsunternehmen (€ 1.282.426,67). Die Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen sind durch die laufende Liquidation der betroffenen Gesellschaften bedingt, sie erfolgten auf den erwarteten Liquidationswert. Die Abschreibungen auf die Anteile an Beteiligungsunternehmen ergaben sich aufgrund des Verkaufs der betreffenden Anteile im Jahr 2017. E. SONSTIGE ANGABEN17. Geschäfte, die nicht in der Bilanz erscheinen Die Yingli Green Energy Europe GmbH i.L. hat Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung geleast und Büroräume angemietet. Leasing und Miete werden aufgrund der geringen Kapitalbindung genutzt. 18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht als Bilanzvermerk anzugeben sind, gliedern sich wie folgt:
19. Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres 2016 waren durchschnittlich15,75 (Vorjahr: 20,25) Angestellte beschäftigt. 20. Mitglieder der Geschäftsführung Zu Mitgliedern der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr folgende Personen bestellt: Darren Thompson (Kaufmann), bis 27. September 2017 Yiyu Wang (Kaufmann) Mit Gesellschafterbeschluss vom 27. September 2017 wurde Herr Bert van Kampen als Geschäftsführer bestellt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 6. Dezember 2017 wurde Herr Bert van Kampen zum Liquidator bestellt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Bezugnahme auf die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 21. Anteilsbesitz
*) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2015 gegründet, der Jahresabschluss zum 31.12.2015 liegt noch nicht vor. Die angegebene Eigenkapitalzahl entspricht dem Nominalkapital. Umrechnungskurse per 31.12.2016
22. Konzerneinbindung Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Yingli Green Energy Holding Company Limited, mit Sitz auf den Kaimaninseln, Britisches Überseegebiet des Vereinigten Königreiches, einbezogen (Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der Yingli Green Energy Holding Company Limited ist bei der United States Securities and Exchange Commission, Washington D.C. 20549, USA, oder bei der Yingli Green Energy Holding Company Limited, No. 3055 Middle Fuxing Road, Baoding 071051, Volksrepublik China, erhältlich. 23. Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres Die Gesellschaft hat mit Vertrag vom 9. August 2017 und Zusatzvereinbarung vom 28. September 2017 sowohl wesentliche Vermögensgegenstände als auch ihr gesamtes Geschäft verkauft. Der operative Betrieb der Gesellschaft ist somit eingestellt. Die Gesellschafterversammlung vom 6. Dezember 2017 hat die Auflösung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 beschlossen. 24. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzverlust in Höhe von € 9.181.386,98 bestehend aus Verlustvortrag von € 5.406.597,02 und Jahresfehlbetrag in Höhe von € 3.774.789,96 auf neue Rechnung vorzutragen.
München, 8. März 2018 Der Liquidator Bert van Kampen Anlagespiegel
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Yingli Green Energy Europe GmbH i.L., München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Anhang und im Lagebericht hin. Dort ist ausgeführt, dass die Gesellschaft im August 2017 sowohl ihr gesamtes Geschäft als auch die wesentlichen Vermögensgegenstände verkauft hat und den operativen Betrieb eingestellt hat. Weiter hat die Gesellschafterversammlung die Auflösung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 beschlossen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde daher unter Abkehr vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden zu Liquidationswerten bewertet.
München, den 09. März 2018 TSB
Treuhand GmbH
gez. ppa. Dipl.-Kfm. Roland Bauer, Wirtschaftsprüfer gez. Dr. Peter Flach, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde am 18. April 2018 festgestellt. |
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