Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 2480
Vorher
Gasversorgung Süddeutschland Gesellschaft mit beschränkter HaftungGVS Netz GmbH
Eingetragen
31.5.1961
Branche
Speichern von Gas zu VersorgungszweckenBeteiligungsgesellschaftenGashandel durch Rohrleitungen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der leitungsgebundene Transport von Gasen aller Art einschließlich der Errichtung und dem Betrieb der hierzu erforderlichen Anlagen, namentlich Bau, Pacht und Betrieb von Gasfernleitungen, regionalen Gasleitungen, Anschluss- sowie Verbindungsleitungen, Gasspeichern und Verdichterstationen, die Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen, anderen technischen und administrativen Dienstleistungen sowie aller sonst mit dem Gesellschaftszweck im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Gegenstand des Unternehmens ist auch der Erwerb und Besitz von Beteiligungen an derartigen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hartmut Drosch
seit 7.8.2017
Prokura
Katrin Flinspach
seit 18.6.2014
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Germany
20.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

terranets bw GmbH

Stuttgart

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die terranets bw GmbH

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der terranets bw GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der terranets bw GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeiten Gasfernleitung und Wasserstoff-Kernnetz nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses - geprüft.

- Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

- Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG“ weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1(09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass die Tätigkeitsabschlüsse kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

- ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

- ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entspricht.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Berlin, 21. März 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kausch-Blecken von Schmeling, Wirtschaftsprüfer

Jahn, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31.12.2024

AKTIVA

31.12.2024 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Durchleitungs-, Nutzungs- und sonstige Rechte 2.731.848,06 2.095.160,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 676.920,00 1.579.481,00
3. Geleistete Anzahlungen 2.752.221,31 742.046,38
6.160.989,37 4.416.687,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.494.169,51 53.258.823,89
2. Erdgasleitungen und Betriebsanlagen 421.416.458,65 320.671.696,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.984.734,67 29.079.124,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 141.939.836,30 102.514.127,03
649.835.199,13 505.523.772,24
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 503.491,00 503.491,00
2. Sonstige Ausleihungen 21.482,50 43.665,53
524.973,50 547.156,53
656.521.162,00 510.487.616,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.956.924,78 6.664.275,68
2. Noch nicht abgerechnete Aufträge Dritter 910.000,00 310.000,00
3. Gasbestand 766.910,00 766.910,00
7.633.834,78 7.741.185,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.669.239,71 947.116,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.599.419,03 44.636.236,46
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 766.636,86 1.043.899,61
4. Sonstige Vermögensgegenstände 8.167.896,58 6.602.751,52
32.203.192,18 53.230.003,82
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.355,00 4.406,94
39.845.381,96 60.975.596,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.214.438,49 1.637.288,45
698.580.982,45 573.100.501,10

PASSIVA

31.12.2024 31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000.000,00
II. Kapitalrücklagen 495.000.000,00 315.000.000,00
III. Bilanzgewinn 0,00 0,00
515.000.000,00 335.000.000,00
B. Sonstige Passivposten
Sonderposten für Investitionszuschüsse 5.986.884,38 4.543.291,76
5.986.884,38 4.543.291,76
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21.292.009,00 20.791.278,00
2. Sonstige Rückstellungen 41.937.218,04 50.968.269,35
63.229.227,04 71.759.547,35
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.536.721,32 30.645.011,29
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 109.805.589,65 129.959.770,87
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.942.715,07 1.082.639,28
114.285.026,04 161.687.421,44
E. Rechnungsabgrenzungsposten 79.844,99 110.240,55
698.580.982,45 573.100.501,10

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01. - 31.12.2024

01.01. - 31.12.2024 01.01. - 31.12.2023
1. Umsatzerlöse 208.989.096,14 237.196.089,72
2. Erhöhung des Bestands an noch nicht abgerechnete Aufträge Dritter 600.000,00 274.000,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.242.936,16 1.907.556,71
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.429.713,04 8.482.080,57
213.261.745,34 247.859.727,00
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.795.139,34 948.937,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 89.358.930,47 121.825.988,45
91.154.069,81 122.774.925,96
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.995.449,37 26.153.210,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.199.876,21 5.269.111,38
37.195.325,58 31.422.321,45
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 23.740.396,70 20.981.140,92
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.818.686,84 14.876.037,03
166.908.478,93 190.054.425,36
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 713.117,82 1.678.021,22
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.005.383,84 2.831.851,87
-2.292.266,02 -1.153.830,65
11. Ergebnis nach Steuern 44.061.000,39 56.651.470,99
12. Sonstige Steuern 255.410,74 250.253,70
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 43.805.589,65 56.401.217,29
14. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2024

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma terranets bw GmbH (terranets bw) mit Sitz in Stuttgart im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 2480 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 ist entsprechend den Bestimmungen des HGB, den ergänzenden Vorschriften des GmbHG sowie unter Beachtung des EnWG erstellt worden. Er wird in den Konzernabschluss der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, („EnBW AG“) einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis der Unternehmen erstellt. Der Konzernabschluss der EnBW AG wird durch Einreichung beim Unternehmensregister offengelegt. Eine Offenlegung des Einzelabschlusses der terranets bw GmbH im Unternehmensregister gemäß § 325 HGB erfolgt ebenfalls.

Seit 2003 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag (mit aktuellster Änderungsvereinbarung vom 5. März 2019) mit der EnBW AG. Danach ist der Jahresabschluss im Einvernehmen mit der Obergesellschaft aufzustellen. Es besteht ein Cash-Pool-Vertrag mit der EnBW AG. Dadurch werden die in das Cash-Pooling-System einbezogenen Konten der Gesellschaft durch einen valutagerechten Saldenübertrag an die EnBW AG glattgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert, der im Wesentlichen durch Anschaffungsnebenkosten im Rahmen des Beteiligungserwerbs verursacht ist, wird planmäßig über fünf Jahre abgeschrieben, da diesem mittelfristig kein Wertbeitrag für die Geschäftstätigkeit mehr beigemessen wird.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen und erhaltene Zuschüsse. Seit dem Jahr 2017 werden erhaltene Zuschüsse nicht mehr aktivisch abgesetzt, sondern auf der Passivseite ausgewiesen. In den Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten angemessene Gemeinkostenzuschläge enthalten. Die Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer teils degressiv, teils linear abgeschrieben. Bei Neuzugängen seit dem 1. Januar 2011 erfolgt die Abschreibung nur noch linear. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wesentlicher Anlagen betragen:

- für das Leitungsnetz 55 Jahre (beim Leitungsneubau)

- für Speicheranlagen 40 Jahre

- für Übergabe-, Regel- und Bezugsstationstechnik bestehend aus Stationspiping 25 Jahre (Leit- und Energietechnik, sonstige Nebenanlagen 15 Jahre)

- für Verdichteranlagen 25 Jahre inklusive Piping (Leit- und Energietechnik, sonstige Nebenanlagen 15 Jahre)

- für Lichtwellenleiterstrecken 25 Jahre

Bei Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 1.000,00 € wird von der Poolabschreibung (Sammelposten-Methode) Gebrauch gemacht.

Der technisch erforderliche Mindestgasbestand wird im Anlagevermögen ausgewiesen.

Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Beteiligungen, die zum Anschaffungswert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert sind und sonstige Ausleihungen, die grundsätzlich zum Nennwert bewertet sind.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu fortgeschriebenen, gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Der Gasbestand im Leitungsnetz, der benötigt wird, um die vertraglich zugesicherten Kapazitäten gewährleisten zu können und über den oben genannten Mindestbestand hinausgeht, wird dem Umlaufvermögen zugewiesen. Er wird mit den Anschaffungskosten oder dem aktuellen Börsen- oder Marktpreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital und eine eingezahlte Kapitalrücklage sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die im Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesenen Investitionszuschüsse sind zu den abgerechneten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Auflösungen des Sonderpostens. Der Sonderposten wird zeitanteilig korrespondierend zum entsprechenden aktivierten Vermögensgegenstand des Anlagevermögens aufgelöst.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen der sogenannten „Projected-Unit-Credit-Methode“. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Heubeck-Richttafeln 2018 G“ verwendet. Der Berechnung wurden ein Rechnungszinssatz (10-jähriger durchschnittlicher Marktzins) von 1,90 % (Vj.: 1,83 %), ein Gehaltstrend von 3,30 % für 2025, 3,00 % für 2026, danach 2,75 % (Vj.: 4,75 % für 2024, 3,00 % für 2025 und 2026, danach 2,75 %), ein Trend bei den Beitragsbemessungsgrenzen von 2,00 % (Vj.: 2,0 %) und ein Rententrend von 2,00 % (Vj.: 2,60 % für 2024, 2,10 % für 2025, danach 2,00 %) zugrunde gelegt. Als Finanzierungsendalter wurde grundsätzlich das vertragliche Pensionsalter angesetzt.

Die Wertansätze der übrigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung.

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen wurden gemäß § 253 HGB abgezinst. Die Rückstellung für den Rückbau eines Untertagespeichers wird ratierlich angesammelt.

Vor dem Hintergrund des Organschaftsverhältnisses mit der EnBW AG wird die Bilanzierung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen auf der Ebene der EnBW AG als Organträgerin vorgenommen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im anliegenden Anlagespiegel zusammengestellt.

Vorräte

In den Vorräten ist neben dem Lagermaterial der Gasbestand enthalten, der benötigt wird, um die vertraglich zugesicherten Kapazitäten gewährleisten zu können.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2024
T€
31.12.2023
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.669 947
Forderungen gegen verbundene Unternehmen davon 20.599 44.636
- aus Lieferungen und Leistungen 16 242
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 767 1.044
Sonstige Vermögensgegenstände 8.168 6.603
32.203 53.230

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter aus der Teilnahme am Cash-Pooling-System der EnBW AG mit 20.583 T€ (Vj.: 44.394 T€) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen das Finanzamt mit 5.517 T€ enthalten.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben zum Bilanzstichtag - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital in Höhe von 20.000 T€ ist voll einbezahlt.

Die Gesellschafterin hat zur Finanzierung von Investitionen einen Betrag von 180.000 T€ in die Kapitalrücklagen einbezahlt. Die Kapitalrücklagen betragen damit insgesamt 495.000 T€.

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Der Sonderposten beinhaltet Investitionszuschüsse für Netzanschlusskosten für nachgelagerte Netze. Zu diesem Sonderposten gibt es im Anlagevermögen korrespondierende Vermögensgegenstände. Die Auflösung dieses Sonderpostens erfolgt analog zur Abschreibung der entsprechenden Vermögensgegenstände.

Rückstellungen

31.12.2024
T€
31.12.2023
T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21.292 20.791
Sonstige Rückstellungen 41.937 50.969
davon
- Regulierungskonto 15.952 22.999
- Speicherrückbau 14.614 14.267
- ausstehende Rechnungen 6.527 8.611
- Sonstige Personalkosten 4.584 4.162
- Sonstige 260 930
63.229 71.760

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von 21.292 T€ (Vj.: 20.791T€) wurden aufgrund des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre berechnet. Eine Berechnung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre hätte einen Rückstellungsbetrag von 21.094 T€ ergeben. Der Differenzbetrag in Höhe von 198 T€ unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Bei der Rückstellung für das Regulierungskonto handelt es sich um vereinnahmte Mehrerlöse, die in Folgeperioden bei den Transporterlösen erlösmindernd berücksichtigt werden. Bei der Rückstellung für den Speicherrückbau handelt es sich um eine langfristige Ansammlungsrückstellung bis zum Jahr 2030, wobei ein Zinsfuß (7-jähriger Jahresdurchschnitt gemäß § 253 Abs. 2 HGB) von 1,56 % (Vj.: 1,28 %) angesetzt wurde. In der Rückstellung für sonstige Personalkosten sind u. a. nicht ausbezahlte Überstunden, noch nicht genommener Urlaub, Jubiläumsverpflichtungen, Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Prämien und andere Verpflichtungen gegenüber dem Personal enthalten. Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen ist bedingt durch die Tatsache, dass bei einigen erhaltenen Leistungen zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung noch keine Abrechnung vorlag.

Verbindlichkeiten

31.12.2024
T€
31.12.2023
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.536 30.645
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 109.806 129.959
davon
- aus Lieferungen und Leistungen 0 558
- gegenüber Gesellschaftern 109.806 129.401
Sonstige Verbindlichkeiten 2.943 1.083
114.285 161.687

In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus der Gewinnabführung und der Aufnahme mehrerer Gesellschafterdarlehen bei der EnBW AG enthalten. Das seit dem Jahr 2017 bestehende Gesellschafterdarlehen in Höhe von 30 Mio. € wurde zur Finanzierung diverser Investitionen aufgenommen und hat eine Laufzeit bis zum 30. Dezember 2029. Es ist mit 2,0 % verzinst. Im Jahr 2020 wurden drei weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von 18 Mio. €, 10 Mio. € und 50 Mio. € aufgenommen. Alle drei Darlehen haben jeweils eine Laufzeit von 10 Jahren. Sie sind mit 2,63 % (18 Mio. €), 2,63 % (10 Mio. €) und 2,18 % (50 Mio. €) verzinst.

Alle übrigen Verbindlichkeiten weisen - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf und sind nicht besichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

01.01. - 31.12.2024
T€
01.01. - 31.12.2023
T€
Transporterlöse 195.472 226.378
davon Biogaswälzung 30.753 26.293
davon periodenfremd 10 64
Vermietung Lichtwellenleiterstrecken 5.391 5.923
davon periodenfremd 89 0
Dienstleistungen 4.452 2.476
davon periodenfremd 107 213
Sonstige Erlöse 3.674 2.419
davon periodenfremd 278 780
208.989 237.196

In den Transporterlösen sind Abgrenzungen für den Biogaswälzungsprozess (223 T€) sowie für die Marktraumumstellungsumlage (2 T€) enthalten. Die Transporterlöse basieren auf dem aktuellen Verfahrensstand zur Festlegung der Erlösobergrenzen für die vierte Anreizregulierungsperiode sowie auf der Fortschreibung der Erlösobergrenze für das Jahr 2024. Die wesentliche Position bei den Sonstigen Erlösen sind Kostenerstattungen aus Leitungsumlegungen mit 2.765 T€.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Buchgewinne aus Anlageabgängen mit 8 T€ (Vj.: 34 T€), Erträge aus periodenfremden Geschäftsvorfällen mit 525 T€ (Vj.: 306 T€) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen mit 290 T€ (Vj.: 7.830 T€) enthalten.

Materialaufwand

01.01. - 31.12.2024
T€
01.01. - 31.12.2023
T€
Kosten Marktraumumstellungsumlage 24.473 28.598
Kosten Biogaswälzung 19.031 17.016
Biogaserstattungen 10.478 7.943
Fremdleistungen Instandhaltung Leitungsnetz 5.077 5.411
Externe Betriebsführungskosten 4.098 3.792
Kosten Leitungsumlegungen 3.564 1.735
Kosten für Lastfluss-/ Kapazitätszusagen 3.216 39.568
Kosten Dienstleistungen 2.146 471
Stromverbrauch 1.804 1.438
Dienstleistung MGKO - THE 1.695 1.429
Instandhaltung nachrichtentechnische Einrichtungen 1.551 1.086
Kosten Speicherkapazität 1.440 2.594
Treibgas/Verlustgas 1.391 1.748
Sonstiger Materialaufwand 11.190 9.946
91.154 122.775

Im sonstigen Materialaufwand sind u. a. Kosten für die Instandhaltung des FM-Kabelnetzes, der Betriebs-, Verdichtergebäude und Außenanlagen und des LWL-Netzes sowie Kosten für die Verschrottung von Lagermaterial enthalten.

Personalaufwand

Im Jahresdurchschnitt waren 322 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung und ruhende Arbeitsverhältnisse) beschäftigt.

Die sozialen Abgaben enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 3.374 T€ (Vj.: 1.013 T€).

Abschreibungen

Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt 14.819 T€ (Vj.: 14.876 T€) sind periodenfremde Aufwendungen mit 419 T€ (Vj.: 265 T€) enthalten. Bei den periodenfremden Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um nachträgliche Kosten für Projektkommunikation, Entstörungsdienste und Nachforderungsbescheide für Lohnabzugsbeträge. Als wesentliche Positionen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Kosten der Informationstechnologie mit 5.107 T€ (Vj.: 4.854 T€) sowie die Kosten für sonstige Dienstleistungen und Leihkräfte mit 1.097 T€ (Vj.: 744 T€) zu nennen.

Finanzergebnis

Das negative Finanzergebnis in Höhe von 2.292 T€ (Vj.: negatives Finanzergebnis von 1.154 T€) enthält Aufzinsungen für Rückstellungen von 380 T€ (Vj.: 395 T€). Der Zinsaufwand gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt 2.625 T€ (Vj.: 2.437 T€). Demgegenüber standen Zinserträge in Höhe von 713 T€ (Vj.: 1.678 T€). Davon betreffen 629 T€ (Vj.: 1.525 T€) Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind nicht ausgewiesen, da mit der EnBW AG ein ertragsteuerliches Organschaftsverhältnis besteht.

V. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse

Die terranets bw haftet gemäß § 73 der Abgabenordnung als Organgesellschaft für die im Rahmen ihrer Organschaft bestehende Gewerbe- und Körperschaftsteuer des Organträgers EnBW AG. Die Gesellschaft schätzt jeweils das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein, da derzeit keine Anzeichen bestehen, dass die EnBW AG ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann.

Die Gesellschaft ist Mitglied der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg (ZVK). Im Rahmen der Mitgliedschaft wurde eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung für die Mitarbeiter der Gesellschaft begründet, deren Finanzierung über eine Umlage erfolgt. Der Gesamtbeitrag für die ZVK betrug 10,04 % der umlagepflichtigen Lohn- und Gehaltssumme (23.744 T€).

Mit einer konkreten Inanspruchnahme der Gesellschaft aus diesem Haftungsverhältnis wäre bei Zahlungsunfähigkeit der Zusatzversorgungskasse zu rechnen. Aufgrund der Umlagefinanzierung der Zusatzversorgungskasse und der stabilen Struktur ihrer Mitgliedsunternehmen wird das Risiko einer Inanspruchnahme als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2024 lagen offene Bestellungen für erteilte Investitionsaufträge in Höhe von 165,8 Mio. € und für sonstige Lieferungen und Leistungen in Höhe von 39,9 Mio. € sowie Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 0,2 Mio. € vor.

Sonstige Angaben

Auf die Angabe von Geschäftsführungsbezügen wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen erhielten Gesamtbezüge von 345 T€. Für den letztgenannten Personenkreis sind Rückstellungen in Höhe von 5.824 T€ für laufende Pensionen passiviert.

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen des Wirtschaftsprüfers für das Jahr 2024 beträgt 66 T€.

Geschäfte mit verbundenen Unternehmen: Der terranets bw wurde von der Gasversorgung Süddeutschland GmbH (GVS), Stuttgart, Speicherkapazität zur Sicherung der Netzstabilität bereitgestellt (1,4 Mio. €). Ferner erzielte die terranets als Transportnetzbetreiber im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit der Netze BW GmbH, Stuttgart, als Verteilnetzbetreiber konzerninterne Umsatzerlöse in Höhe von 46,8 Mio. €, mit der Netze-Gesellschaft Südwest mbH, Ettlingen, 7,8 Mio. €, mit der TransnetBW GmbH, Stuttgart, 2,3 Mio. € und mit der Netze ODR GmbH, Ellwangen, 1,9 Mio. €. Die Geschäfte wurden zu marktüblichen Konditionen getätigt.

Nachtragsbericht

Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und über die zu berichten wäre.

VI. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Katrin Flinspach

Aufsichtsrat

Markus Baumgärtner Leiter Wertschöpfungskette Gas EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe (Vorsitzender seit 24.10.2024; stellvertretender Vorsitzender bis 24.10.2024)

Sascha Enderle

Leiter Digital Finance & Transformation EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe (Stellvertretender Vorsitzender seit 24.10.2024)

Dirk Güsewell

Vorstand Systemkritische Infrastruktur & Kunden EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe (Vorsitzender bis 24.10.2024)

Nicole Fontanive

Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates/Betriebsrates BW

terranets bw GmbH, Stuttgart

Michael Homann

Vorsitzender der Geschäftsführung

Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Karlsruhe

Regina Wilde

Leiterin Strategie & Konzernentwicklung EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe Mitglied ab 28.04.2024

Dr. Stefan Webers Leiter Unternehmensentwicklung/Strategie & Energiewirtschaft EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe Mitglied bis 11.04.2024

 

Stuttgart, den 20. März 2025

Geschäftsführung

Katrin Flinspach

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Durchleitungs-, Nutzungs- und sonstige Rechte 41.736.028,10 1.644.499,89 130.055,12 170.162,51 43.420.635,38
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.669.550,08 0,00 0,00 0,00 4.669.550,08
3. Geleistete Anzahlungen 742.046,38 2.195.857,22 15.519,78 -170.162,51 2.752.221,31
47.147.624,56 3.840.357,11 145.574,90 0,00 50.842.406,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 101.515.787,84 4.922.821,17 747.357,07 425.078,74 106.116.330,68
2. Erdgasleitungen und Betriebsanlagen 791.457.847,28 58.297.466,40 494.337,94 57.644.720,05 906.905.695,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 104.763.281,68 5.420.155,57 8.025.192,76 74.305,78 102.232.550,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 102.514.127,03 97.694.825,05 125.011,21 -58.144.104,57 141.939.836,30
1.100.251.043,83 166.335.268,19 9.391.898,98 0,00 1.257.194.413,04
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 503.491,00 0,00 0,00 0,00 503.491,00
2. Sonstige Ausleihungen 43.665,53 0,00 22.183,03 0,00 21.482,50
547.156,53 0,00 22.183,03 0,00 524.973,50
1.147.945.824,92 170.175.625,30 9.559.656,91 0,00 1.308.561.793,31
Abschreibungen 01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Durchleitungs-, Nutzungs- und sonstige Rechte 39.640.868,04 1.169.855,40 121.936,12 0,00 40.688.787,32
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.090.069,08 902.561,00 0,00 0,00 3.992.630,08
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
42.730.937,12 2.072.416,40 121.936,12 0,00 44.681.417,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.256.963,95 1.944.046,59 578.849,37 0,00 49.622.161,17
2. Erdgasleitungen und Betriebsanlagen 470.786.150,63 15.167.191,80 463.841,85 -263,44 485.489.237,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 75.684.157,01 4.556.741,91 7.993.346,76 263,44 72.247.815,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
594.727.271,59 21.667.980,30 9.036.037,98 0,00 607.359.213,91
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
637.458.208,71 23.740.396,70 9.157.974,10 0,00 652.040.631,31
Restbuchwerte 31.12.2024 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Durchleitungs-, Nutzungs- und sonstige Rechte 2.731.848,06 2.095.160,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 676.920,00 1.579.481,00
3. Geleistete Anzahlungen 2.752.221,31 742.046,38
6.160.989,37 4.416.687,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.494.169,51 53.258.823,89
2. Erdgasleitungen und Betriebsanlagen 421.416.458,65 320.671.696,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.984.734,67 29.079.124,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 141.939.836,30 102.514.127,03
649.835.199,13 505.523.772,24
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 503.491,00 503.491,00
2. Sonstige Ausleihungen 21.482,50 43.665,53
524.973,50 547.156,53
656.521.162,00 510.487.616,21

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

1. Grundlagen des Unternehmens

Die terranets bw GmbH (terranets bw) ist einer der führenden Gasfernleitungsnetzbetreiber in Deutschland und wurde für diese Geschäftstätigkeit von der Bundesnetzagentur (BNetzA), der deutschen Regulierungsbehörde, als unabhängiger Transportnetzbetreiber (Independent Transmission Operator, ITO) im Sinne des § 10 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) zertifiziert. Das Unternehmen unterliegt somit den besonderen Entflechtungsvorgaben des EnWG für unabhängige Transportnetzbetreiber. Das Netzgebiet der terranets bw erstreckt sich von Baden-Württemberg über Hessen und Thüringen bis nach Niedersachsen und umfasst eine Gesamtlänge von rd. 2.750 km. Ein zentrales Ziel von terranets bw ist der zuverlässige Betrieb des Gasfernleitungsnetzes einschließlich eines Untertagespeichers. Dies wird durch entsprechende Strukturen mit einer 24/7 Bereitschaft und eigenem Betriebspersonal gewährleistet.

Mit der Genehmigung des deutschlandweiten Wasserstoff-Kernnetzes durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) vom 22. Oktober 2024 startet terranets bw als Wasserstoff-Kernnetzbetreiber in den schrittweisen Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur.

Neben dem regulierten Gastransport vermietet terranets bw Lichtwellenleiterstrecken an Anbieter von Telekommunikationsdiensten sowie Industrieunternehmen. Außerdem werden Dienstleistungen im gaswirtschaftlichen Umfeld erbracht, wie z. B. Instandhaltung von Gasanlagen und Rohrleitungen. Bei den Umsätzen in diesen Geschäftsbereichen handelt es sich um Umsätze im Bereich der sonstigen Tätigkeiten innerhalb des Gassektors nach § 6b Abs. 7 S. 4 EnWG. Im Vergleich zum Gastransport sind die hierdurch erzielten Umsatzerlöse eher von nachrangiger Bedeutung.

Sitz der Gesellschaft ist Stuttgart. Darüber hinaus gibt es Standorte in Frankfurt am Main, Ulm-Scharenstetten, Deisslingen, Weier, Tachenhausen, Sandhausen, Satteldorf, Blankenloch und Mörsch.

Alleinige Gesellschafterin der terranets bw ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW AG), Karlsruhe. Mit dieser besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die terranets bw ist sowohl an der Trading Hub Europe (THE), Düsseldorf, als auch an der PRISMA European Capacity Platform GmbH, Leipzig, beteiligt. Seit 2021 ist die THE der Marktgebietsverantwortliche für das gesamtdeutsche Marktgebiet , an der neben der terranets bw 10 weitere Fernleitungsnetzbetreiber paritätisch mit einem Anteil von 9,09 % beteiligt sind. Als Marktgebietsverantwortlicher stellt THE die operative Abwicklung des Marktgebietes, welches über eine Gesamtlänge von rund 40.000 km Leitungsnetz verfügt, sicher. Ihre Aufgaben sind dabei insbesondere das Bilanzkreis- und Regelenergiemanagement, die Bereitstellung und der Betrieb des virtuellen Handelspunktes sowie die Bereitstellung von z. B. Abrechnungs- und Regelenergiedaten. Seit 2022 übernimmt THE zusätzlich gesetzliche Aufgaben zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit.

Über die gemeinsame europäische Primärkapazitätsplattform PRISMA European Capacity Platform GmbH werden Primärkapazitäten an europäischen Netzpunkten von den meisten europäischen Fernleitungsnetzbetreibern, darunter auch die terranets bw, vermarktet. An PRISMA ist terranets bw mit einem Anteil von 1,33 % beteiligt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Bundesnetzagentur hat Vorgaben zur Entgeltmethodik der Gasfernleitungsnetzbetreiber für das gemeinsame deutsche Marktgebiet Trading Hub Europe ab dem 1. Oktober 2021 getroffen. Der Beschluss „REGENT 2021“ legt insbesondere fest, dass die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber einen einheitlichen Tarif für jede beliebige Transportleistung zu bilden haben - die sog. Briefmarke. Die dabei zwangsläufig entstehenden Divergenzen zwischen Kosten und Erlösen werden durch einen Ausgleichsmechanismus korrigiert, der in der Festlegung „AMELIE 2021“ geregelt ist. Das ab 1. Januar 2024 gültige Transportentgelt betrug gemäß den Vorgaben des Beschlusses der Bundesnetzagentur BK9-19/610 (REGENT 2021) für feste, frei zuordenbare Jahreskapazität (FZK) 5,10 €/(kWh/h). Die Briefmarke des Marktgebiets Trading Hub Europe verringerte sich im Jahr 2024 im Vergleich zum Jahr 2023 um 0,93 €/(kWh/h)/a. Der wesentliche Einflussfaktor, der zu dieser deutlichen Entgeltsenkung beigetragen hat, sind die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkenen Treibenergiekosten in Folge der Entspannung auf den Energiemärkten und speziell bei der terranets bw ein Rückgang der volatilen Kosten durch deutlich reduzierte Lastflusszusagen. Durch den normalisierten Gasmarkt sind die Kosten für die Beschaffung von Lastflusszusagen deutlich zurückgegangen. Für die Monate Januar und Februar 2024 wurden Lastflusszusagen in geringem Umfang zu deutlich geringeren Preisen als im Vorjahr beschafft. Für Dezember 2024 sowie für das Jahr 2025 war keine Beschaffung von Lastflusszusagen erforderlich.

Zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit wurde eine Kombination aus Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen sowie marktbasierten Maßnahmen eingeführt. Marktbasierte Maßnahmen sind Maßnahmen, die die Gasnetzbetreiber selbst zur Vermeidung einer Gasmangellage ergreifen können (Bsp. Optimierung von Lastflüssen, Nutzung interner Regelenergie). Für die Befüllung der deutschen Gasspeicher gelten gesetzliche Vorgaben. Zum 1. Februar müssen die Gasspeicher zu 30 Prozent, zum 1. September zu 75 Prozent, zum 1. Oktober zu 85 Prozent und zum 1. November zu 95 Prozent befüllt sein. Alle Stichtage wurden im Jahr 2024 deutlich früher erfüllt. Die Gasversorgung in Deutschland war und ist stabil, die Versorgungssicherheit ist bei den aktuellen Rahmenbedingungen gewährleistet. Dies gilt ebenfalls für die Gasflüsse im Netzgebiet der terranets bw.

2.2 Geschäftsverlauf

terranets bw unterliegt als Gasfernleitungsnetzbetreiber der sogenannten Anreizregulierung. Hierbei werden für die Kalenderjahre einer Regulierungsperiode von der BNetzA Erlösobergrenzen für die Vermarktung der Transportkapazitäten festgelegt. Diese wiederum bilden die Grundlage für die von terranets bw ermittelten und veröffentlichten Netzentgelte. Für die fünfjährige vierte Regulierungsperiode von 2023 bis 2027 wurde terranets bw seitens der Bundesnetzagentur ein Ausgangsniveau der Erlösobergrenze beschieden. Im Jahr 2023 wurden die Vergleichsmodelle für die Effizienzwertbestimmung für die Fernleitungsnetzbetreiber in der vierten Regulierungsperiode durch die BNetzA bestimmt. Anhand dieser Modelle werden die Netzbetreiber miteinander verglichen und ihnen ein individueller Effizienzwert zugewiesen. Am 28. Juni 2024 erhielt terranets bw die Anhörung des Bescheids über die Erlösobergrenze für die vierte Regulierungsperiode durch die BNetzA. Aus dieser geht hervor, dass eine Effizienz von 100 % für die gesamte vierte Regulierungsperiode für den Fernleitungsnetzbereich vorliegt. Damit konnte der Effizienzwert gegenüber der 3. Regulierungsperiode um 3,46 % verbessert werden. Auch für den zwar marktlich in das Fernleitungsnetz bereits integrierten, aber regulatorisch in der 4. Regulierungsperiode noch als Verteilnetz betrachteten Netzbereich Nord (ehemaliges Verteilnetz der Gas-Union Transport) gilt ein Effizienzwert von 100 % für die vierte Regulierungsperiode. Dies geht aus dem Anfang Dezember 2024 zugestellten Gutachten des Effizienzvergleichs hervor. Im Jahr 2025 wird mit der Zusendung der beiden offiziellen Erlösobergrenzenbescheide durch die BNetzA gerechnet. Die Erlösobergrenze erfährt im Verlauf einer Regulierungsperiode jährliche Anpassungen, die sich zum einen aus der Regulierungsformel herleiten lassen und zum anderen auf bestimmten Gegebenheiten, wie zum Beispiel dem individuellen Investitionsverhalten oder der Höhe der Gastransportkosten, beruhen.

terranets bw transportierte im Jahr 2024 Erdgas an 63 direkt nachgelagerte Netzbetreiber, denen die Transportkapazitäten aufgrund ihrer internen Bestellungen zur Verfügung gestellt wurden. Ferner wurden Transportkapazitäten über die Kapazitätsbuchungsplattform PRISMA, für drei Grenzübergangspunkte und drei Speicher sowie für die am Netz der terranets bw angeschlossenen Letztverbraucher (Industriekunden) vermarktet. Im Jahr 2024 wurden hier von 16 Händlern (Transportkunden) Kapazitäten gebucht. Die Summe der ausspeiseseitig vermarkteten festen Transportkapazitäten betrug im Jahr 2024 insgesamt 37.323.929 kWh/h und ist damit gegenüber dem Kalenderjahr 2023, in dem insgesamt 38.476.360 kWh/h vermarktet wurden, leicht gesunken. Zwar sind die Transportkapazitäten an Grenzübergangspunkten und Letztverbrauchern (Industriekunden) näherungsweise gleichgeblieben, jedoch ist die Reduzierung der ausspeiseseitigen vermarkteten festen Transportkapazitäten durch eine starke Reduzierung der internen Jahresbestellung in Höhe von ca. 1,02 GWh/h zurückzuführen. Die Gründe des Rückgangs der internen Jahresbestellung sind generelle Energiesparmaßnahmen und ein beschleunigter Ausstieg vom Erdgas durch veränderte politische Rahmenbedingungen.

Im Versorgungsgebiet der terranets bw zeichnet sich im ersten Schritt ein kurzzeitiger Anstieg des Kapazitätsbedarfs bis 2026 ab, anschließend kommt es zu einem kontinuierlichen Rückgang des prognostizierten Kapazitätsbedarfs. Insbesondere der steigende Kraftwerksbedarf wirkt der rückläufigen internen Jahresbestellung annähernd entgegen. Um die steigenden Kraftwerksbedarfe zu decken, sind dennoch Netzausbaumaßnahmen sowohl im Netz der terranets bw als auch im hydraulisch vorgelagerten Fernleitungsnetz geplant und im nationalen Netzentwicklungsplan Gas 2022-2032 der Fernleitungsnetzbetreiber hinterlegt. Die Netzausbaumaßnahmen der nächsten Jahre sollen auch eine wesentliche Rolle im Transformationsprozess der Energieversorgung in Deutschland einnehmen. Mit den Klimaschutzzielen von Bund und Land und dem damit verbundenen Ende der Erdgasversorgung steht auch terranets bw vor der großen Herausforderung der Aufrechterhaltung der Erdgasversorgung in der Übergangszeit, verbunden mit einem sukzessiven Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur aus dem Bestandsnetz heraus. Im Juli 2024 hat terranets bw gemeinsam mit den anderen deutschen Fernleitungsnetzbetreibern (FNB) einen Antrag für ein bundesweites Wasserstoff-Kernnetz an die Bundesnetzagentur (BNetzA) übergeben, welches den Übergang zu einer integrierten Netzentwicklungsplanung (Gas und Wasserstoff) schafft. Am 22. Oktober 2024 genehmigte die BNetzA das von den FNBs beantragte bundesweite Wasserstoff-Kernnetz . Die von terranets bw eingebrachten Projekte wurden vollumfänglich genehmigt. Mit der geplanten Umstellung der Süddeutschen Erdgasleitung (SEL) Anfang der 2030er Jahre wird terranets bw eine leistungsfähige Wasserstoffanbindung Baden-Württembergs sicherstellen. Darüber hinaus sind weitere Transportleitungen in Baden-Württemberg im Kernnetz hinterlegt, die die Ostalb, Oberschwaben, den östlichen Bodenseeraum, den Hochrhein, den Breisgau und die Region Mannheim/ Karlsruhe abdecken sollen.

Abschnittsweise wird das bestehende Transportsystem im Rahmen eines mehrjährigen Projekts auf Wasserstofffähigkeit überprüft.

2.3 Leistungsindikatoren und Kennzahlen

Als voll konsolidierte Gesellschaft des EnBW-Konzerns wird die terranets bw über das adjusted EBITDA nach IFRS gesteuert. Hierbei wird das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen verwendet. Im Jahr 2024 lag das adjusted EBITDA bei 64,7 Mio. € (Vorjahr: 66,7 Mio. €). Eine weitere relevante finanzielle Kennzahl ist das adjusted EBIT nach IFRS. Dieses lag im Jahr 2024 bei 30,3 Mio. € (Vorjahr: 34,9 Mio. €). Als anlageintensives Unternehmen spielen bei terranets bw die Investitionen ebenfalls eine wesentliche Rolle. Aus diesem Grund verwendet terranets bw die Kennzahl CAPEX (Capital Expenditures) als weitere zentrale Steuerungsgröße. Diese Kennzahl lag im Jahr 2024 bei 170 Mio. € (Vorjahr: 116 Mio. €). Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird der sogenannte LTIF-Wert (Lost Time Incidence Frequency) verwendet, welcher ein Indikator für die Arbeitssicherheit darstellt. Der Wert stellt die Häufigkeit unfallbedingter Arbeitszeitausfälle von mindestens einem Tag pro Millionen Arbeitsstunden dar. Im Jahr 2024 lag die LTIF bei 3,9 (Vorjahr: 2,2). Die terranets bw strebt wie im Vorjahr auch für 2025 einen möglichst niedrigen LTIF an. Als relevante Personalkennzahlen sind die durchschnittliche FTE-Entwicklung (Full Time Equivalent), also die Anzahl der rechnerischen Vollzeitstellen sowie die Fluktuationsquote zu nennen. Der durchschnittliche FTE-Wert im Jahr 2024 betrug 306 FTE im Gegensatz zu 285 FTE im Jahr 2023. Die Fluktuationsrate betrug im Jahr 2024 5,0 % (Vorjahr: 7,1 %) und lag damit weiterhin deutlich unterhalb der durchschnittlichen Fluktuationsrate in der Energiebranche und der allgemeinen deutschlandweiten Fluktuationsrate.

2.4 Wirtschaftliche Lage

2.4.1 Ertragslage

Zur Beurteilung der Ertragskraft der terranets bw sind die Festlegungen der Bundesnetzagentur, insbesondere das genehmigte Ausgangsniveau sowie der individuelle Effizienzwert von maßgeblicher Relevanz, da diese Parameter neben der Höhe des Investitionsvolumens die zu vereinnahmenden Erlösobergrenzen beim Gastransport wesentlich bestimmen. Im Berichtszeitraum erwirtschaftete terranets bw einen Gesamtumsatz in Höhe von 209,0 Mio. € (Vorjahr: 237,2 Mio. €). Der deutliche Rückgang der Umsatzerlöse um 28,2 Mio. € resultiert aus einer Verminderung der Transporterlöse um 30,9 Mio. €. Die gesamten Transporterlöse mit 195,5 Mio. € enthalten im Wesentlichen Erlöse für Ausspeisekapazitäten gegenüber nachgelagerten Netzbetreibern, die an das Leitungsnetz der terranets bw angeschlossen sind. Darüber hinaus erzielt terranets bw Transporterlöse aus der Vermarktung von Transportkapazitäten an diverse Gashändler über die Kapazitätsplattform PRISMA sowie aus der Biogaswälzung und der Marktraumumstellungsumlage.

Die geringeren Transporterlöse sind im Wesentlichen auf geringere, in der Erlösobergrenze eingepreiste volatile Kosten zurückzuführen. Diese geringeren Kosten resultieren zum überwiegenden Teil aus geringeren Bedarfen gegenüber Vorjahr für kapazitätsstiftende Instrumente (Verträge über Lastflusszusagen (LFZ)), um die von den Kunden angefragten Transportkapazitäten gewährleisten zu können. Der geringere Bedarf an Lastflusszusagen ist zum einen zurückzuführen auf die kapazitätsstiftende Wirkung des realisierten Netzausbaus sowie leicht rückläufige Kapazitätsbedarfe. Zudem wurden auch volatile Energiekosten für Treibenergie und Vorwärmkosten in deutlich geringerem Umfang eingepreist (aufgrund sinkender Energiepreise). Korrespondierend hierzu ist der Materialaufwand ebenfalls gesunken bzw. aufgetretene Differenzen sind im Regulierungskonto berücksichtigt. Insofern sind die Erlöse bzw. Kosten der Lastflusszusagen zumindest mittelfristig ergebnisneutral.

Die Erlösentwicklung bei den nicht regulierten Geschäftsaktivitäten Telekommunikation sowie Dienstleistungen stellt sich wie folgt dar: Die Erlöse aus dem Telekommunikationsgeschäft sind mit 5,4 Mio. € (Vorjahr: 5,9 Mio. €) gegenüber dem letzten Jahr geringfügig gesunken. Die Erlöse bei den Dienstleistungen stiegen von 2,5 Mio. € auf 4,5 Mio. €. Der Anstieg im Dienstleistungsgeschäft war vor allem auf einen volumenstarken Einzelauftrag im Jahr 2024 zurückzuführen. Darüber hinaus wurden Erlöse aus Nebengeschäften wie z. B. Leitungsumlegungen in Höhe von insgesamt 3,7 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Jahr 2024 insgesamt 1,4 Mio. € (Vorjahr: 8,5 Mio. €), wovon 0,5 Mio. € periodenfremde Erträge sind. Der Hauptgrund für den deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist die Auflösung einer Rückstellung im Jahr 2023 über 7,5 Mio. €, deren Grundlage entfallen war.

Der Materialaufwand von insgesamt 91,2 Mio. € (Vorjahr: 122,8 Mio. €) ist deutlich gesunken. Hauptursache hierfür sind niedrigere Kosten für Lastflusszusagen, die sich wie bereits erwähnt als im Grunde durchlaufender Posten auch bei den Umsatzerlösen mindernd auswirken. Ebenfalls gesunken sind die Marktraumumstellungsumlage sowie die Kosten für Speicherkapazität, während die Kosten für Biogasanlagen bzw. die Biogasumlage im Biogaswälzungsprozess gestiegen sind. Darüber hinaus sind die wesentlichen Positionen im Materialaufwand das Kapazitätsprodukt LiFA (Lastflusszusagen in Form von Abschaltverträgen), Kosten für die Instandhaltung des Leitungsnetzes sowie andere Aufwendungen zur Sicherung der Gastransporte.

Der Personalaufwand betrug in der Berichtsperiode insgesamt 37,2 Mio. € (Vorjahr: 31,4 Mio. €). Im Durchschnitt beschäftigte terranets bw 322 Mitarbeitende (Vorjahr: 300). Im Wesentlichen führte die Aufstockung des Personals zu einem Anstieg der Löhne und Gehälter. Maßgebend für die Vergütung der überwiegenden Anzahl der Mitarbeitenden ist der Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V).

Die Abschreibungen beliefen sich auf einen Betrag von insgesamt 23,7 Mio. € (Vorjahr: 21,0 Mio. €). Die Steigerung von 2,7 Mio.€ resultiert aus einer erhöhten Investitionstätigkeit im Jahr 2024. Im Zusammenhang mit den klimapolitischen Zielen der Bundesregierung hat die Bundesnetzagentur 2022 eine Festlegung getroffen, nach welcher - abweichend von den in der Anlage 1 der GasNEV vorgegebenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern - allen Gasnetzbetreibern bei Neuinvestitionen in die Erdgasleitungsinfrastruktur ab 2023 ein Wahlrecht zum Ansatz einer verkürzten kalkulatorischen Nutzungsdauer gewährt wird (sog. KANU-Festlegung, BK9-22/614). Bei Ausübung des Wahlrechts können die entsprechenden Anlagen des Gasnetzbetriebes kalkulatorisch bis 2045 voll abgeschrieben werden. terranets bw hat sich dafür entschieden, kalkulatorisch von diesem Wahlrecht Gebrauch zu machen, handelsrechtlich wurde dies jedoch aufgrund der Bewertungsstetigkeit nicht umgesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungsbedarfe auf Gasversorgungsanlagen werden zum aktuellen Zeitpunkt nicht gesehen, da davon ausgegangen wird, dass auch solche Gasversorgungsanlagen, welche bislang nicht für eine Umstellung im Rahmen der Wasserstoff-Kernnetzanmeldung vorgesehen sind, nicht stillgelegt werden müssen, sondern eine langfristige Umstellungsperspektive auf Wasserstoff gegeben ist. Diese Einschätzung wird in den Folgejahren kontinuierlich geprüft und bewertet in Abhängigkeit von den weiteren Wasserstoff-Bedarfsprognosen und der künftigen Wasserstoffnetzentwicklungsplanung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 14,8 Mio. € nahezu konstant zum Vorjahr (14,9 Mio. €). Der Nettozinsaufwand lag bei 2,3 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €). Der Anstieg ergab sich insbesondere durch geringere Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen. Der aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages an die EnBW AG abzuführende Gewinn für das Jahr 2024 beträgt 43,8 Mio. € (Vorjahr: 56,4 Mio. €). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen aus Sondereffekten wie z. B. Auflösungen von Rückstellungen im Jahr 2023 begründet.

2.4.2 Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2024 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von 170,2 Mio. € in das Anlagevermögen getätigt (Vorjahr: 115,7 Mio. €). Zur Erläuterung der einzelnen Investitionsprojekte wird auf Ziffer 2.4.3 verwiesen. Die Liquiditätssituation war im gesamten Jahr 2024 gesichert und unkritisch. So konnte bereits im Dezember 2024 eine Vorabausschüttung über 42,0 Mio. € an die Gesellschafterin ausbezahlt werden. Terranets bw finanziert sich kurzfristig im Rahmen eines Cash-Pooling-Vertrages mit der EnBW AG. Zur Finanzierung der Investitionen hat die Gesellschafterin im Jahr 2024 zwei Einzahlungen über insgesamt 180 Mio. € in die Kapitalrücklage geleistet. Dadurch hat sich die Eigenkapitalquote auf 73,7 % erhöht (Vorjahr 58,5 %). Des Weiteren bestehen langfristige Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 108 Mio. €. Die Verzinsung und die Laufzeit der Darlehen sind im Anhang erläutert.

Die Zahlungsflüsse sind in der folgenden Kapitalflussrechnung dargestellt:

Kapitalflussrechnung in TEUR
Ergebnis vor Steuern 44.061
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 23.740
Zunahme/ Abnahme der Rückstellungen -8.795
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge 405
Zunahme/ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen u. Liestungen u. and. Aktiva -3.232
Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Liestungen u. and. Passiva -26.234
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 237
MITTELZUFLUSS/ -ABFLUSS AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT 30.182
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlage- u. Sachanlagevermögens -170.176
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immat. Anlage- und Sachanlagevermögens 21
Zugänge von Baukosten- und Investitionszuschüssen 1.561
MITTELZUFLUSS/ ABFLUSS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT -168.594
Einzahlungen aus Eigenkapitazuführungen 180.000
erhaltene Zinsen 631
gezahlte Zinsen -2.625
Gezahlte Dividenden (Ergebnisabführung) -63.401
MITTELZUFLUSS/ -ABFLUSS AUS FINAZIERUNGSTÄTIGKEIT 114.605
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestand -23.807
Finanzmittelbestand und Cash Pooling am Anfang der Periode 44.398
Finanzmittelbestand und Cash Pooling am Ende der Periode 20.591

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

2.4.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag auf einen Betrag von 698,6 Mio. € erhöht (Vorjahr 573,1 Mio. €). Die Erhöhung der Aktiva ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Investitionen in das Anlagevermögen mit 170,2 Mio. € die Abschreibungen (23,7 Mio. €) deutlich übertrafen. Das Ziel der Erhöhung der Transportkapazität bzw. der Versorgungssicherheit bedingt neben dem Ausbau von Verdichteranlagen auch Leitungsneubauvorhaben. Darunter fallen insbesondere der Bau der Süddeutschen Erdgasleitung (SEL) in mehreren Abschnitten und der Spessart-Odenwald-Leitung (SPO) sowie die Errichtung der Gasverdichterstation Nordschwarzwald (VDS NOS) und die Gasdruckregelmessanlage Kirchhausen. Neben der Erdgasversorgung dienen diese Projekte der Realisierbarkeit der perspektivischen Wasserstoffversorgung Süddeutschlands. Insbesondere Investitionen in die Süddeutschen Erdgasleitung mit 105,7 Mio. €, in die Gasverdichterstation Nordschwarzwald mit 19,9 Mio. €, in die Spessart-Odenwald-Leitung mit 5,5 Mio. € und in die Gasdruckregelmessanlage Kirchhausen mit 5,5 Mio. € führten zu einer deutlichen Erhöhung des Anlagevermögens. Bei den IT-Investitionen stand ein Projekt zur Einführung und Migration auf das SAP S4 HANA System, welche zum Geschäftsjahreswechsel 2024/2025 stattfand, im Vordergrund. Zusammen mit anderen Projekten und der Berücksichtigung von Anlageabgängen ergab sich insgesamt eine Erhöhung des Buchwerts des Anlagevermögens um 146,0 Mio. €. Die weiteren Veränderungen auf der Aktivseite basieren auf einer Verminderung des Bestandes an Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Der Rückgang der Forderungen ergab sich im Wesentlichen aus einer Verminderung der Forderung aus dem Cash-Pooling mit dem EnBW-Konzern.

Das Eigenkapital der terranets bw beträgt 515,0 Mio. € (Vorjahr 335,0 Mio. €). Das Stammkapital in Höhe von 20,0 Mio. € ist unverändert, während sich die Kapitalrücklage durch Einzahlungen der Gesellschafterin EnBW AG um 180,0 Mio. € erhöhte. Die gesamten Rückstellungen gingen gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 8,5 Mio. € auf einen Betrag von insgesamt 63,2 Mio. € zurück. Bei dem Rückgang entfällt ein Betrag von 7,0 Mio. € auf eine Rückstellung für das Regulierungskonto und 2,1 Mio. € auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, während Personalrückstellungen um 0,9 Mio. € insgesamt zunahmen. Darüber hinaus sind Rückstellungen für den Speicherrückbau mit 14,6 Mio. € bilanziert. Neben den Pensionsrückstellungen steht auch die Rückstellung für den Speicherrückbau dem Unternehmen als mittel- bis langfristige Finanzierungsquelle zur Verfügung. Die Verbindlichkeiten haben sich mit 114,3 Mio. € gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 47,4 Mio. € verringert. Bei der Verringerung handelt es sich im Wesentlichen um geringere kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der EnBW AG sowie um geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

2.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der terranets bw stellt sich als stabil dar. Zusammenfassend ist die Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 sehr positiv verlaufen.

3. Nachhaltigkeit, Sicherheit und Umweltschutz

3.1 Nachhaltigkeit und Umweltschutz

terranets bw steht in besonderem Maße in der Verantwortung, die Energieversorgung umweltfreundlicher zu gestalten und einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu leisten. Der Fokus des Unternehmens liegt dabei auf der Umstellung der Gasnetze auf den Transport von Wasserstoff, der Reduktion von Treibhausgasemissionen im Betrieb und der Unterstützung von Umwelt- und sozialen Projekten in der Region. Durch kontinuierlich angepasste Maßnahmen werden diese Ziele verfolgt. Die terranets bw setzt sich mit Mitmach-Aktionen und regelmäßigen Informationen außerdem dafür ein, dass das Thema Nachhaltigkeit unter den Mitarbeitenden verbreitet wird. Als Mitglied der KLIMAWIN (ehemals WIN-Charta) des Landes Baden-Württemberg veröffentlicht terranets bw jährlich einen Bericht, in dem die Fortschritte und Maßnahmen dokumentiert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

3.2 Sicherheit und Gesundheitsschutz

Das Health, Safety, Security & Environment Management (HSSE-Management) von terranets bw umfasst die Bereiche betrieblicher Gesundheitsschutz (Health), Arbeitsschutz (Safety), Sicherheit (Security) und Umweltmanagement (Environment). Als Fernleitungsnetzbetreiber mit umfangreicher Energieinfrastruktur ist sich terranets bw der Verantwortung hinsichtlich der genannten Bereiche bewusst. Bei allen Projekten und Arbeitsschritten werden daher bestmögliche Lösungen im Einklang mit Natur- und Umweltschutz sowie unter Beachtung höchster Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzstandards angestrebt. Darüber hinaus ist die Reduktion des beeinflussbaren Energieverbrauchs oberstes Ziel. Das integrierte Management-System ist dabei nach folgenden internationalen Standards zertifiziert: Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001:2015, Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz nach DIN EN ISO 45001:2018 und Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001:2018.

4. Risikobericht

4.1 Ziele des Risikomanagements

Chancen und Risiken sind bei jeder Geschäftstätigkeit untrennbar miteinander verbunden. terranets bw nutzt Chancen, um den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Damit verbunden sind Risiken entlang der Wertschöpfungskette sowie in den Querschnittsfunktionen, die sich für das Unternehmen ergeben. Aufgabe des Risikomanagementsystems ist es, diese Risiken durch laufende Überwachung und Steuerung für Menschen, Umwelt und das Unternehmen unter Chance-Risiko-Betrachtungen zu begrenzen.

Das Risikomanagement leistet durch präventive und proaktive Risikosteuerung einen Beitrag zur Steigerung der unternehmerischen Leistungsfähigkeit und des Unternehmenswerts.

4.2 Risikomanagementprozess

Der Risikomanagementprozess der terranets bw besteht aus sechs aufeinander aufbauenden Phasen. Diese sind die Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikoaggregation, Risikosteuerung und -überwachung, Risikoreporting sowie die Prüfung. Innerhalb des Regelprozesses wird quartalsweise an die Geschäftsführung berichtet.

4.3 Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wurden keine bestandsgefährdende Einzelrisiken identifiziert. Nach Aggregation aller identifizierten und bewerteten Risiken wurde festgestellt, dass terranets bw über ausreichend freie Risikotragfähigkeit verfügt und somit ebenfalls keine Bestandsgefährdung vorliegt.

4.3.1 Technische Risiken

Zur Wahrnehmung ihres Versorgungsauftrags unterhält terranets bw eine hochwertige Infrastruktur. Um ein hohes Maß an Betriebs- und Versorgungssicherheit zu gewährleisten, werden alle Anlagenteile regelmäßig überwacht. Der Ausfall oder Schäden an den technischen Systemen kann jedoch nicht komplett ausgeschlossen werden. Deshalb wurde weitreichender Versicherungsschutz für die Anlagen abgeschlossen. Darüber hinaus werden Folgeschäden durch entsprechende vertragliche Regelungen und Haftpflichtversicherungen begrenzt. Die Risiken aus Transportengpässen und stark schwankenden Lastflüssen werden ebenfalls fortlaufend überwacht und durch geeignete Maßnahmen reduziert. Trotz hoher Qualitätsstandards und umfangreichen Qualitätssicherungsmaßnahmen lassen sich Fehler und daraus möglicherweise resultierende Schadensersatzansprüche von Kunden nicht zu 100 % ausschließen.

4.3.2 Regulatorische Risiken

Chancen und Risiken ergeben sich aus der zukünftigen Ausgestaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen in künftigen Regulierungsperioden. Als reguliertes Unternehmen hängt der wirtschaftliche Erfolg maßgeblich von Entscheidungen der Regulierungsbehörden ab. Zentrale Entscheidungen der Regulierungsbehörden sind insbesondere die Kostenanerkennung, allgemeine sektorale und unternehmensspezifische Effizienzziele und -bewertungen, die Ausgestaltung des Anreizsystems zur Umsetzung notwendiger Investitionen und die festgelegten Eigenkapitalzinssätze. So hatte terranets bw gegen die seitens der Behörde festgelegten Zinssätze für die 4. Regulierungsperiode gemeinschaftlich mit einer Vielzahl an weiteren Netzbetreibern Beschwerde beim OLG Düsseldorf eingelegt. Das OLG hat in seiner Entscheidung vom August 2023 die Position der Netzbetreiber zumindest teilweise im Hinblick auf eine Plausibilisierung der Festlegung bestätigt. terranets bw hat zum 3. Januar 2024 einen Änderungsantrag auf Neufestlegung der Eigenkapitalzinssätze für die 4. Regulierungsperiode bei der Bundesnetzagentur gestellt. Hintergrund für den Änderungsantrag war u. a. die seit Ausgangsfestlegung gravierend veränderten Kapitalmarktbedingungen infolge der 2022 eingetretenen Zinswende. Allerdings hat der Bundesgerichtshof am 17. Dezember 2024 in der letzten Instanz die gleichlautende Beschwerde im Strombereich zurückgewiesen, daher ist davon auszugehen, dass diese auch im Gasbereich abgewiesen wird.

4.3.3 Risiko aus Versorgungssituation

Zur Beobachtung der aktuellen Markt- und Versorgungslage stimmt sich terranets bw regelmäßig im THE Marktgebiet sowie der ENTSOG ab. Aufgrund der von den Fernleitungsbetreibern (FNB) und dem Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe (THE) ergriffenen Maßnahmen (u. a. Beschaffung von Long Term Options) und unter den aktuellen Rahmenbedingungen (Gasbedarfsprognose, aktuelle Transit-Gasflüsse, LNG Mengen etc.) ist die Versorgung mit Erdgas auch im Winter 2024/2025 gesichert, auch wegen der hohen Speicherfüllstände und eines gesunkenen Gasverbrauchs.

Im Hinblick auf den Winter 2025/2026 bleibt das Thema Versorgungssicherheit allerdings weiterhin herausfordernd.

4.3.4 Risiko aus Netzausbauprojekten

Zur Sicherstellung des Versorgungsauftrags der terranets bw wird das Netz gemäß Netzentwicklungsplan in anspruchsvollen Netzausbauprojekten erweitert. Damit einher gehen Risiken, die dazu führen können, dass Projekte nicht wie geplant innerhalb des geplanten Projektzeitraums, -budgets oder der geplanten Projektqualität umgesetzt werden können. Diese sind unter anderem Preissteigerungen bzw. Nichtverfügbarkeit bei Baumaterial und Dienstleistern, behördliche Auflagen, Bürgerproteste, Diebstahl und Unwetter. Hierbei wirkt terranets bw unter anderem mit systematischem Projektmanagement und -controlling, Informationsveranstaltungen für Bürger und kontinuierliche Marktbeobachtung entgegen.

4.3.5 Weitere Risiken

In dem aktuell vorherrschenden Arbeitnehmermarkt wird es für Unternehmen schwieriger, qualifiziertes Personal in der notwendigen Anzahl zu finden. Vor diesen Herausforderungen steht auch die terranets bw. Diesem begegnet die terranets bw durch die Intensivierung der Personalsuche, regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen und daran anschließend abgeleiteten Maßnahmen.

Weitere Risiken können sich im Rahmen von Gesetzesänderungen und Verordnungen ergeben. Terranets bw unterstützt Initiativen, den Markthochlauf von klimaneutralen Gasen, insbesondere Wasserstoff, schnell voranzutreiben und bereitet ihr Netz für den Transport von Wasserstoff vor. Erste Leitungsumstellungen von Erdgas auf Wasserstoff könnten ab Anfang der 2030er Jahre erfolgen und wurden von terranets bw für das bundesweite Wasserstoffkernnetz beantragt und im Oktober 2024 von der BNetzA genehmigt. Auch der Betrieb des Wasserstoff-Kernnetzes wird von der BNetzA reguliert und unterliegt ähnlichen regulatorischen Risiken, wie die Erdgasregulierung.

4.4 Datenschutz/IT-Risiken

Cybersicherheitsrisiken wie z. B. Ransomware, Advanced Persistent Threats oder verschiedene Arten von Fraud sowie erhöhte Elementarrisiken wie z. B. durch Starkregen haben weiterhin maßgeblichen Einfluss auf den IT-Betrieb und die Weiterentwicklung der System- und Anwendungslandschaft. Es wurden eine Reihe von Initiativen gestartet und teilweise schon abgeschlossen, die die IT-Sicherheit prüfen und verbessern sollen. Ein Projekt zur Prüfung etwaig notwendiger Anpassungen der baulichen Sicherheit hinsichtlich Starkregenereignisse befindet sich in der Planungsphase. Der IT-Betrieb trägt durch verbesserte Abläufe und Dokumentation von IT-Servicemanagementprozessen zur Verringerung von betrieblichen Risiken bei.

5. Chancen- und Prognosebericht

5.1 Wesentliche Einflussfaktoren

Die Rahmenbedingungen sowie die Stabilität des Regulierungsrahmens hat einen direkten und wesentlichen Einfluss auf die Ertragssituation und Rentabilität bei terranets bw. Die Höhe der Erlöse wird dabei, abgesehen von der individuellen Festlegung der Erlösobergrenze für die jeweilige Regulierungsperiode (Ausgangsniveau und Effizienzwert), wesentlich durch die regulatorischen Vorgaben zur Eigenkapitalverzinsung und von allgemeinen Produktivitätsvorgaben (Xgen) mitbestimmt. Gerade die aktuellen Entwicklungen am Zinsmarkt im Abgleich mit den regulatorisch zugestandenen Verzinsungen bedingen auch für terranets bw eine permanente Steuerung im Hinblick auf die Finanzierung des Netzausbaus. Die Einführung des Kapitalkostenabgleichs für Fernleitungsnetzbetreiber ab der 4. Regulierungsperiode (2023) ergänzt das System der IMA (Investitionsmaßnahme) gem. § 23 Anreizregulierungsverordnung (ARegV) und wird dieses ab 2028 ablösen. Es führt zu einer Stabilisierung der Ertragsrückflüsse aus Investitionen. Die letzten IMA-Genehmigungen werden 2027 auslaufen. Bis dahin hat auch die Ausgestaltung der Anerkennung von Investitionskosten gemäß § 23 ARegV durch die BNetzA weiterhin großen Einfluss auf die Erträge des Unternehmens.

Geopolitische Entwicklungen und Konflikte können einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der terranets bw haben, gerade im Hinblick auf die Versorgungssicherheit. Sie stehen daher weiterhin stark im Fokus und werden aktiv begleitet.

Zudem wird die weitere Entwicklung im Rahmen des Ausbaus einer leitungsgebundenen Transportinfrastruktur für Wasserstoff in Deutschland und Europa in Verbindung mit den geltenden Rahmen- und Finanzierungsbedingungen einen zunehmenden wirtschaftlichen Einfluss auf das Unternehmen in seiner Rolle als Wasserstoff-Kernnetzbetreiber ausüben. Mit dem Amortisationskonto hat der Gesetzgeber für die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber eine Grundlage geschaffen, die Differenz aus hohen Investitionskosten bei in der Startphase noch geringen Einnahmen aus Wasserstoffnetzentgelten auszugleichen. Für ein kapitalmarktgerechtes Finanzierungsmodell werden aus Sicht von terranets bw jedoch noch Verbesserungen am Kernnetzfinanzierungsmodell erforderlich sein, insbesondere die Festlegung eines risikoangemessenen, höheren Eigenkapitalzinssatzes als er bislang für Wasserstoffinvestitionen vorgesehen ist (6,69 Prozent bis 2027).

Anfang 2024 hat die BNetzA ein Eckpunktepapier zum Regulierungsrahmen für Strom- und Gasnetze zur Konsultation veröffentlicht (NEST - Netze. Effizient. Sicher. Transformiert). Der Fokus der Diskussion und Entwicklung liegt auf dem Feld der Kosten- und Erlösbestimmung sowie der Anreizregulierung. Damit wurde eine Diskussion innerhalb der Branche zur Weiterentwicklung des Regulierungsrahmens eröffnet. Diese Diskussionen begleitete das Unternehmen im gesamten Jahr 2024. Mehrere Expertenanhörungen unter Einbindung der Branchenverbände, Unternehmen und Experten wurden von der Bundesnetzagentur zu den unterschiedlichen Teilaspekten initiiert. Weiterhin wurden Gutachten sowohl seitens der Behörde als auch der Branche veröffentlicht. Mit ersten, konkreten Festlegungen wird im Jahresverlauf 2025 gerechnet.

5.2 Investitionen

Durch die Bautätigkeiten und Inbetriebnahmen der letzten Jahre hat die terranets bw bereits einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Gasinfrastruktur und Versorgungssicherheit in Süddeutschland geleistet. Im Jahr 2024 wurde der Bau der Verdichteranlage an der Nordschwarzwaldleitung (Mörsch) weiter vorangetrieben sowie der erste Abschnitt der Süddeutschen Erdgasleitung in Betrieb genommen. Der Bau der weiteren Abschnitte der Süddeutschen Erdgasleitung sowie die weitere Planung und der Bau der Spessart-Odenwald-Leitung sind für die nächsten Jahre als wesentliche, weitere Netzausbaumaßnahmen zur Verbesserung der Gasinfrastruktur zu nennen. Damit trägt terranets bw der weiterhin bestehenden Nachfrage nach sicherer Gastransportkapazität in Süddeutschland Rechnung und bereitet mit dem Bau der Süddeutschen Erdgasleitung die Anbindung Baden-Württembergs an das aufzubauende deutsche Wasserstoff-Kernnetz vor. Für 2025 wird ein weiter deutlich steigender CAPEX von ungefähr 300 Mio. € erwartet. Damit würde das Niveau von 2024 noch einmal deutlich übertroffen.

Vor dem Hintergrund der politischen Klimaschutzziele, die eine weitestgehende Dekarbonisierung des Energiesystems erfordern, ist terranets bw bestrebt, erforderliche Netzerweiterungs- und -erneuerungsmaßnahmen bereits für den Transport von Wasserstoff auszulegen.

5.3 Wirtschaftliche Entwicklung und Ausblick

Die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Jahre wird von dem weiteren Netzausbau und einer erwartet positiven Ergebnissituation geprägt sein.

Für das laufende Geschäftsjahr 2025 wird ein HGB-Ergebnis in der Größenordnung von etwa 50-60 Mio. € erwartet.

Für das adjusted EBITDA (IFRS) wird 2025 ein deutlich ansteigendes Niveau gegenüber 2024 erwartet, in einer Größenordnung von 100 bis 105 Mio. €. Das Ergebnis nach Abschreibungen (EBIT nach IFRS) wird ebenfalls deutlich ansteigend gegenüber dem Vorjahr erwartet (60-65 Mio. €). Der steigende Finanzmittelbedarf für Investitionen wird durch einen steigenden Cash-flow aus dem operativen Geschäft sowie Finanzierungen gedeckt werden.

Langfristig wird Wasserstoff einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung des Energiesystems in Deutschland leisten. Mit den Beschlüssen zum Aufbau eines deutschlandweiten Wasserstoff-Kernnetzes ist ein erster, wesentlicher Schritt getan. Der Transport klimaneutraler Gase kann effizient zumindest zu einem Großteil über die vorhandene Gasinfrastruktur erfolgen. Das Unternehmen wird sich in seiner Rolle als bestätigter Wasserstoff-Kernnetzbetreiber wie bereits im Jahr 2024 stark in den Diskussionen zur Weiterentwicklung des Kernnetzes und der geltenden Rahmenbedingungen einbringen. terranets bw entwickelt und treibt hierzu Aktivitäten und konkrete Projektplanungen voran, um die steigenden Bedarfe im Südwesten Deutschlands bedienen zu können.

 

Stuttgart, den 20. März 2025

Geschäftsführung

Katrin Flinspach

Erläuterungen zu den Tätigkeitsabschlüssen

1. Allgemeines

Alle Werte werden anhand der Profit-Center auf Kontenebene direkt den Tätigkeiten „Gasfernleitung“, „Wasserstoff-Kernnetz“ und dem Bereich „Sonstiges“ zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist oder mit einem unangemessen hohen Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zuordnung gem. § 6b Abs. 3 Satz 5 EnWG auf die Bereiche anhand festgelegter Verteilschlüssel. Die Verteilschlüssel werden im Zeitablauf stetig angewandt. Die verwendeten Verteilschlüssel sind unter Abschnitt 6. dargestellt.

Der Netzbetrieb unterliegt der Regulierung durch die Bundesnetzagentur und umfasst die Bereiche Netzvermarktung, Netzsteuerung, Netzservice und den Speicher Sandhausen.

Die Tätigkeit Wasserstoff-Kernnetz wird erstmals bilanziert. Seit dem 22.10.2024 ist terranets bw ein von der Bundesnetzagentur bestätigter Wasserstoff-Kernnetzbetreiber und ist gemäß § 28 Abs. 2 EnWG verpflichtet, diese Tätigkeit getrennt zu bilanzieren. Im Jahr 2024 sind in diesem Rahmen nur geringe, direkte Vorlaufkosten in einzelnen Bereichen angefallen.

Die Erbringung von Dienstleistungen und die Vermietung von Lichtwellenleiterstrecken werden im Bereich Sonstiges zusammengefasst.

Für die Zwecke des Tätigkeitsabschlusses wurden Bilanz und GuV insgesamt unverändert so aufgestellt, als ob kein Ergebnisabführungsvertrag mit der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, vorläge. Dementsprechend erhöhen sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 42.000 T€, während sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1.806 T€ gegenüber der HGB-Gesamtbilanz vermindern. In der Bilanz und der GuV wird als Jahresüberschuss der Betrag der Gewinnabführung ausgewiesen.

2. Tätigkeit „Gasfernleitung“ - Erläuterungen zur Bilanz

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens der Tätigkeit „Gasfernleitung“ ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Vermögensgegenstände des allgemeinen Bereichs „Verwaltung“ wurden dem Netzbetrieb zugeordnet.

II. Vorräte

Die Vorräte der Tätigkeit „Gasfernleitung“ gliedern sich auf in Gasbestände im Leitungsnetz in Höhe von 0,8 Mio. €, noch nicht abgerechnete Aufträge Dritter 0,9 Mio. € sowie Lagermaterial in Höhe von 6,0 Mio. €.

III. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr.

IV. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,5 Mio. € betreffen zu 99,9 % die Tätigkeit „Gasfernleitung“.

Die Gesellschafterdarlehen, die zur Finanzierung von Investitionen aufgenommen wurden, sind zu 99,1 % (Anlagevermögen) der Gasfernleitung zugeordnet.

Alle übrigen Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die Darstellung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang der terranets bw GmbH.

3. Tätigkeit „Gasfernleitung“ - Erläuterungen zur GuV

Analog zu den Bilanzwerten werden auch alle GuV-Werte im ersten Schritt direkt den drei Tätigkeitsbereichen zugeordnet. Dies wird durch eine bei der Buchung eingegebene Zusatzkontierung (z. B. Kostenstelle, PSP-Element, Auftrag) ermöglicht. Erst im zweiten Schritt werden die Positionen, bei welchen eine direkte Zuordnung nicht möglich ist oder nur unter großem Aufwand möglich wäre, anhand einer festgelegten Schlüsselung (siehe Abschnitt 6.) auf die relevanten Tätigkeitsbereiche umgelegt. Dies betrifft hauptsächlich Positionen der Verwaltung sowie die Zinsen und Steuern.

Die Umsatzerlöse des Netzbetriebes von 195.472 T€ (Vj.: 226.378 T€) betreffen vor allem Transporterlöse mit 164.719 T€ (Vj.: 200.084 T€) sowie Erlöse aus der Biogaswälzung von 30.753 T€ (Vj.: 26.293 T€).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Buchgewinne aus Anlagenabgängen im Netzbetrieb mit 8 T€ (Vj.: 34 T€), periodenfremden Erträge mit 520 T€ (Vj.: 306 T€) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen mit 290 T€ (Vj.: 7.283 T€) enthalten.

Im Materialaufwand sind die wesentlichen Positionen die Kosten für Lastflusszusagen mit 368 T€ (Vj.: 36.720 T€), Kosten aus Biogaserstattungen mit 10.478 T€ (Vj.: 7.943 T€), Kosten aus der Biogaswälzung mit 19.031 T€ (Vj.: 17.016 T€) sowie Kosten für die Marktraumumstellungsumlage 24.473 T€ (Vj.: 28.598 T€).

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Netzbetriebes in Höhe von 14.162 T€ (Vj.: 14.301 T€) sind periodenfremde Aufwendungen mit 392 T€ (Vj.: 278 T€) enthalten. Darüber hinaus sind als wesentliche Position die Kosten der Informationstechnologie in Höhe von 4.951 T€ (Vj.: 4.637 T€) zu erwähnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die Darstellung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang der terranets bw GmbH.

4. Tätigkeit „Wasserstoff-Kernnetz“ - Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die negativen Forderungen ergeben sich aus der anteiligen Zuordnung des vorab abgeführten Ergebnisses des Gesamtunternehmens an die Anteilseigner. Das in 2024 negative Ergebnis der Tätigkeit (den Vorlaufkosten stehen noch keine Umsatzerlöse gegenüber) führt daher gegenläufig zu den anderen Tätigkeiten zu einem Jahresfehlbetrag.

5. Tätigkeit „Wasserstoff-Kernnetz“ - Erläuterungen zur GuV

Die Personalkosten von 523 T€ sind der Tätigkeit Wasserstoff-Kernnetz zuzuordnen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 255 T€ sind insbesondere Beratungskosten von 120 T€ zu erwähnen.

6. Weitere Hinweise

I. Zugeordnetes Eigenkapital

Der in der Tätigkeitsbilanz unter dem Posten „Zugeordnetes Eigenkapital“ ausgewiesene Betrag stellt den über den Kapitalbedarfsschlüssel zugeordnete Anteil des Eigenkapitals dar. Dieses ist in der Tätigkeit „Gasfernleitung“, „Wasserstoff-Kernnetz“ und dem Bereich „Sonstiges“ nicht weiter detaillierbar.

II. Verwendete Verteilschlüssel

Abschlussposition Verteilschlüssel
Positionen des Bereichs „Verwaltung“ Verwaltungsgemeinkostenzuschlagssatz Gasfernleitung und Sonstiges
Flüssige Mittel (Kasse, Banken, Cash Pool) Umsatzerlöse
Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage, Gesellschafterdarlehen, Zinsaufwand verbundene Unternehmen Anlagevermögen
Finanzergebnis Umsatzerlöse

Der Verwaltungsgemeinkostenzuschlagssatz wird jährlich über den Betriebsabrechnungsbogen neu ermittelt; im Geschäftsjahr 2024 brachte er eine Belastung des Netzbereichs (Gasfernleitung) mit 95,31 % (Vj.: 92,97 %).

 

Stuttgart, den 20. März 2025

Geschäftsführung

Katrin Flinspach

Bilanz HGB nach Tätigkeitsbereichen

Aktiva

31.12.2024
Gasfernleitung
[€]
Wasserstoff-Kernnetz
[€]
Sonstiges
[€]
terranets bw Gesamt (nach internen Verrechnungen und vor Gewinnabführung)
[€]
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.160.989,37 0,00 0,00 6.160.989,37
1. Entgeltlich erworbene Durchleitungs-, Nutzungs- und sonstige Rechte 2.731.848,06 0,00 0,00 2.731.848,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 676.920,00 0,00 0,00 676.920,00
3. Geleistete Anzahlungen 2.752.221,31 0,00 0,00 2.752.221,31
II. Sachanlagen 644.106.330,70 0,00 5.728.868,43 649.835.199,13
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.494.169,51 0,00 0,00 56.494.169,51
2. Erdgasleitungen und Betriebsanlagen 421.416.458,65 0,00 0,00 421.416.458,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.715.093,09 0,00 5.269.641,58 29.984.734,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 141.480.609,45 0,00 459.226,85 141.939.836,30
III. Finanzanlagen 524.973,50 0,00 0,00 524.973,50
1. Beteiligungen 503.491,00 0,00 0,00 503.491,00
2. Sonstige Ausleihungen 21.482,50 0,00 0,00 21.482,50
Summe Anlagevermögen 650.792.293,57 0,00 5.728.868,43 656.521.162,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.634.492,11 0,00 -657,33 7.633.834,78
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.957.582,11 0,00 -657,33 5.956.924,78
2. Noch nicht abgerechnete Aufträge Dritter 910.000,00 0,00 0,00 910.000,00
3. Gasbestand 766.910,00 0,00 0,00 766.910,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 69.040.267,39 -750.678,65 5.913.603,44 74.203.192,18
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.426.934,56 0,00 242.305,15 2.669.239,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 58.048.744,62 -750.678,65 5.301.353,07 62.599.419,03
Nichtberücksichtigung Ergebnisabführungsvertrag 38.457.679,03 -750.678,65 4.292.999,63 42.000.000,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 766.636,86 0,00 0,00 766.636,86
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.797.951,35 0,00 369.945,23 8.167.896,58
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.951,58 0,00 403,42 8.355,00
Summe Umlaufvermögen 76.682.711,08 -750.678,65 5.913.349,54 81.845.381,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.176.278,06 0,00 38.160,43 2.214.438,49
Bilanzsumme 729.651.282,71 -750.678,65 11.680.378,39 740.580.982,45

Passiva

31.12.2024
Gasfernleitung
[€]
Wasserstoff-Kernnetz
[€]
Sonstiges
[€]
terranets bw Gesamt (nach internen Verrechnungen und vor Gewinnabführung)
[€]
A. Zugeordnetes Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00
II. Kapitalrücklage 495.000.000,00
III. Jahresüberschuss 43.805.589,65
Summe zugeordnetes Eigenkapital 550.154.678,97 -750.678,65 9.401.589,33 558.805.589,65
B. Sonstige Passivposten 5.743.943,30 0,00 242.941,08 5.986.884,38
Sonderposten für Investitionszuschüsse 5.743.943,30 0,00 242.941,08 5.986.884,38
C. Rückstellungen 62.237.603,40 0,00 991.623,64 63.229.227,04
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20.545.061,07 0,00 746.947,93 21.292.009,00
2. Sonstige Rückstellungen 41.692.542,33 0,00 244.675,71 41.937.218,04
D. Verbindlichkeiten 111.515.057,04 0,00 964.379,35 112.479.436,39
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.534.670,38 0,00 2.050,94 1.536.721,32
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 107.057.581,35 0,00 942.418,65 108.000.000,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.922.805,31 0,00 19.909,76 2.942.715,07
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00 79.844,99 79.844,99
Bilanzsumme 729.651.282,71 -750.678,65 11.680.378,39 740.580.982,45

Aktiva

31.12.2023
Gasfernleitung
[€]
Sonstiges
[€]
terranets bw Gesamt (nach internen Verrechnungen und vor Gewinnabführung)
[€]
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.416.687,44 0,00 4.416.687,44
1. Entgeltlich erworbene Durchleitungs-, Nutzungs- und sonstige Rechte 2.095.160,06 0,00 2.095.160,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.579.481,00 0,00 1.579.481,00
3. Geleistete Anzahlungen 742.046,38 0,00 742.046,38
II. Sachanlagen 499.795.730,76 5.728.041,48 505.523.772,24
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 53.258.823,89 0,00 53.258.823,89
2. Erdgasleitungen und Betriebsanlagen 320.669.756,65 1.940,00 320.671.696,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.429.635,76 5.649.488,91 29.079.124,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 102.437.514,46 76.612,57 102.514.127,03
III. Finanzanlagen 547.156,53 0,00 547.156,53
1. Beteiligungen 503.491,00 0,00 503.491,00
2. Sonstige Ausleihungen 43.665,53 0,00 43.665,53
Summe Anlagevermögen 504.759.574,73 5.728.041,48 510.487.616,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.740.939,01 246,67 7.741.185,68
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.664.029,01 246,67 6.664.275,68
2. Noch nicht abgerechnete Aufträge Dritter 310.000,00 0,00 310.000,00
3. Gasbestand 766.910,00 0,00 766.910,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 82.666.759,58 5.563.244,24 88.230.003,82
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 689.271,03 257.845,20 947.116,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 74.790.911,70 4.845.324,76 79.636.236,46
Nichtberücksichtigung Ergebnisabführungsvertrag 31.873.027,80 3.126.972,20 35.000.000,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.043.899,61 0,00 1.043.899,61
4. Sonstige Vermögensgegenstände 6.142.677,24 460.074,28 6.602.751,52
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.248,49 158,45 4.406,94
Summe Umlaufvermögen 90.411.947,07 5.563.649,37 95.975.596,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.531.462,36 105.826,09 1.637.288,45
Bilanzsumme 596.702.984,16 11.397.516,94 608.100.501,10

Passiva

31.12.2023
Gasfernleitung
[€]
Sonstiges
[€]
terranets bw Gesamt (nach internen Verrechnungen und vor Gewinnabführung)
[€]
A. Zugeordnetes Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00
II. Kapitalrücklage 315.000.000,00
III. Jahresüberschuss 56.401.217,29
Summe zugeordnetes Eigenkapital 383.026.111,23 8.375.106,06 391.401.217,29
B. Sonstige Passivposten 4.286.556,42 256.735,34 4.543.291,76
Sonderposten für Investitionszuschüsse 4.286.556,42 256.735,34 4.543.291,76
C. Rückstellungen 70.401.606,41 1.357.940,94 71.759.547,35
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 19.696.223,33 1.095.054,67 20.791.278,00
2. Sonstige Rückstellungen 50.705.383,09 262.886,26 50.968.269,35
D. Verbindlichkeiten 138.988.710,10 1.297.494,05 140.286.204,15
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.582.105,23 62.906,06 30.645.011,29
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 107.346.715,21 1.211.838,37 108.558.553,58
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.059.889,66 22.749,62 1.082.639,28
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 110.240,55 110.240,55
Bilanzsumme 596.702.984,16 11.397.516,94 608.100.501,10

Gewinn- und Verlustrechnung HGB nach Tätigkeitsbereichen

01.01.2024 - 31.12.2024
Gasfernleitung
[€]
Wasserstoff-Kernnetz
[€]
Sonstiges
[€]
terranets bw GmbH Gesamt (nach internen Verrechnungen und vor Gewinnabführung)
[€]
1. Umsatzerlöse 198.897.972,26 0 10.091.123,88 208.989.096,14
2. Erhöhung des Bestands an noch nicht abgerechnete Aufträge Dritter 600.000,00 0 0 600.000,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.242.936,16 0 0 2.242.936,16
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.393.528,23 104 36.080,81 1.429.713,04
5. Materialaufwand 88.336.386,10 5.103,18 2.812.580,53 91.154.069,81
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.658.779,55 3.431,36 132.928,43 1.795.139,34
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 86.677.606,56 1.671,82 2.679.652,09 89.358.930,47
6. Personalaufwand 34.637.408,82 522.627,28 2.035.289,48 37.195.325,58
a) Löhne und Gehälter 26.822.592,27 421.516,96 1.751.340,14 28.995.449,37
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.814.816,55 101.110,32 283.949,34 8.199.876,21
davon für Altersversorgung 3.214.549,70 33.813,05 125.569,92 3.373.932,67
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 23.352.676,13 0,00 387.720,57 23.740.396,70
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.161.584,38 255.130,04 401.972,42 14.818.686,84
Betriebsergebnis 42.646.381,22 -782.756,50 4.489.641,69 46.353.266,41
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 678.684,63 0,00 34.433,19 713.117,82
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.964.107,00 0,00 41.276,84 3.005.383,84
davon an verbundene Unternehmen 2.601.997,68 0,00 22.905,16 2.624.902,84
Finanzergebnis -2.285.422,36 0,00 -6.843,66 -2.292.266,02
11. Ergebnis nach Steuern 40.360.958,85 -782.756,50 4.482.798,04 44.061.000,39
12. Sonstige Steuern 249.975,37 194 5.241,37 255.410,74
13. Jahresüberschuss 40.110.983,48 -782.950,50 4.477.556,67 43.805.589,65
01.01.2023 - 31.12.2023
Gasfernleitung
[€]
Sonstiges
[€]
terranets bw GmbH Gesamt (nach internen Verrechnungen und vor Gewinnabführung)
[€]
1. Umsatzerlöse 228.667.791,71 8.528.298,01 237.196.089,72
2. Erhöhung des Bestands an noch nicht abgerechnete Aufträge Dritter 274.000,00 0,00 274.000,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.907.556,71 0,00 1.907.556,71
4. Sonstige betriebliche Erträge 7.911.220,62 570.859,95 8.482.080,57
5. Materialaufwand 121.656.031,18 1.118.894,78 122.774.925,96
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 827.858,24 121.079,27 948.937,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 120.828.172,94 997.815,51 121.825.988,45
6. Personalaufwand 29.418.721,31 2.003.600,14 31.422.321,45
a) Löhne und Gehälter 24.371.254,76 1.781.955,31 26.153.210,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.047.466,55 221.644,83 5.269.111,38
davon für Altersversorgung 966.248,47 46.347,36 1.012.595,83
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 20.605.454,64 375.686,28 20.981.140,92
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.301.046,80 574.990,23 14.876.037,03
Betriebsergebnis 52.779.315,12 5.025.986,52 57.805.301,64
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.617.688,59 60.332,63 1.678.021,22
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.790.299,87 41.552,00 2.831.851,87
davon an verbundene Unternehmen 2.409.241,65 27.340,22 2.436.581,87
Finanzergebnis -1.172.611,28 18.780,63 -1.153.830,65
11. Ergebnis nach Steuern 51.606.703,84 5.044.767,15 56.651.470,99
12. Sonstige Steuern 244.487,66 5.766,04 250.253,70
13. Jahresüberschuss 51.362.216,18 5.039.001,11 56.401.217,29

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2024
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Durchleitungs-, Nutzungs- und sonstige Rechte 40.879.706,53 1.644.499,89 130.055,12 170.162,51 42.564.313,81
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.669.550,08 0,00 0,00 0,00 4.669.550,08
3. Geleistete Anzahlungen 742.046,38 2.195.857,22 15.519,78 -170.162,51 2.752.221,31
46.291.302,99 3.840.357,11 145.574,90 0,00 49.986.085,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 101.515.787,83 4.922.821,18 747.357,07 425.078,74 106.116.330,68
2. Erdgasleitungen und Betriebsanlagen 791.455.715,63 58.299.933,26 494.337,94 57.644.720,05 906.906.031,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.654.097,80 5.411.745,35 7.997.431,83 74.305,78 85.142.717,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 102.437.514,35 97.312.210,88 125.011,21 -58.144.104,57 141.480.609,45
1.083.063.115,61 165.946.710,67 9.364.138,05 0,00 1.239.645.688,23
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 503.491,00 0,00 0,00 0,00 503.491,00
2. Sonstige Ausleihungen 43.665,53 0,00 22.183,03 0,00 21.482,50
547.156,53 0,00 22.183,03 0,00 524.973,50
1.129.901.575,13 169.787.067,78 9.531.895,98 0,00 1.290.156.746,93
Abschreibungen 01.01.2024
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Durchleitungs-, Nutzungs- und sonstige Rechte 38.784.546,47 1.169.855,40 121.936,12 0,00 39.832.465,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.090.069,08 902.561,00 0,00 0,00 3.992.630,08
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
41.874.615,55 2.072.416,40 121.936,12 0,00 43.825.095,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.256.963,95 1.944.046,59 578.849,37 0,00 49.622.161,17
2. Erdgasleitungen und Betriebsanlagen 470.785.958,96 15.167.191,80 463.841,85 263,44 485.489.572,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 64.224.461,94 4.169.021,34 7.965.595,83 -263,44 60.427.624,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
583.267.384,85 21.280.259,73 9.008.287,05 0,00 595.539.357,53
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
625.142.000,40 23.352.676,13 9.130.223,17 0,00 639.364.453,36
Restbuchwerte 31.12.2024
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Durchleitungs-, Nutzungs- und sonstige Rechte 2.731.848,06 2.095.160,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 676.920,00 1.579.481,00
3. Geleistete Anzahlungen 2.752.221,31 742.046,38
6.160.989,37 4.416.687,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.494.169,51 53.258.823,88
2. Erdgasleitungen und Betriebsanlagen 421.416.458,65 320.669.756,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.715.093,09 23.429.635,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 141.480.609,45 102.437.514,35
644.106.330,70 499.795.730,76
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 503.491,00 503.491,00
2. Sonstige Ausleihungen 21.482,50 43.665,53
524.973,50 547.156,53
650.792.293,57 504.759.574,73

Ergänzende Angaben gemäß den Festlegungen nach § 6b Abs. 6 EnWG für das Jahr 2024

Allgemeine Hinweise

Die vorliegenden ergänzenden Angaben wurden gemäß der folgenden Festlegung nach § 6b Abs. 6 EnWG (im Folgenden kurz „Festlegung“) aufgestellt:

- Festlegung der Beschlusskammer 9 (Regulierung Netzentgelte Gas) „Vorgaben von zusätzlichen Bestimmungen für die Erstellung und Prüfung von Jahresabschlüssen und Tätigkeitsabschlüssen gegenüber vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen und rechtlich selbstständigen Netzbetreibern“ (Az. BK9-19/613-1) (im Folgenden kurz „Festlegung Gas“)

Übersicht von viEVU, die gegenüber dem Tätigkeitsbereich „Gasfernleitung“ Dienstleistungen erbringen und/oder Netzinfrastruktur(en) überlassen (Tenorziffer 4.1. der Festlegung Gas)

Firmenbezeichnung des Dienstleisters bzw. Verpächters Straße und Hausnummer Postleitzahl Ort Aufwendungen für durch diesen Dienstleister erbrachte Dienstleistungen
EUR
GEOMAGIC GmbH Maximilian Allee 4 4129 Leipzig 20.174,96
INFRACON Infrastruktur Service GmbH & Co. KG Maximilian Allee 4 4129 Leipzig 24.898,00
Summe 45.072,96
Firmenbezeichnung des Dienstleisters bzw. Verpächters davon energiespezifische Dienstleistungen i.S.d. § 6b Abs. 1 Satz 1 EnWG
EUR
davon sonstige Dienstleistungen
EUR
Aufwendungen für durch diesen Verpächter überlassene Netzinfrastruktur(en)
EUR
GEOMAGIC GmbH 20.174,96 0,00 0,00
INFRACON Infrastruktur Service GmbH & Co. KG 24.898,00 0,00 0,00
45.072,96 0,00

Ergänzende Angaben zu den Tätigkeitsbilanzen und den Tätigkeitsgewinn- und -verlustrechnungen des Tätigkeitsbereichs Gasfernleitung (Tenorziffer 4.2.1. bis 4.2.6 der Festlegung Gas)

Davon-Vermerke zu den Umsatzerlösen aus Netzentgelten (Tenorziffer 4.2.2. der Festlegungen), einschließlich dazugehöriger Umlagepositionen (Tenorziffer 4.2.3. der Festlegungen)

für das Jahr 2024 Tätigkeitsbereich Gasfernleitung
EUR
Umsatzerlöse 198.897.972,26
davon aus Netzentgelten Gas 133.227.539,82
davon aus Biogasumlage 30.752.889,89
davon aus Marktraumumstellungsumlage 24.444.656,43

Umlagepositionen (Tenorziffer 4.2.3. der Festlegungen), Aufwendungen für vorgelagerte Netzkosten (Tenorziffer 4.2.4 der

Festlegung Gas) sowie Ausweis von Forderungen und Verbindlichkeiten vor Saldierungen (Tenorziffer 4.2.6. der Festlegung Gas)

a) Materialaufwand

für das Jahr 2024 Tätigkeitsbereich Gasfernleitung
EUR
Materialaufwand 88.336.386,10
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 1.658.779,55
davon aus Biogasumlage 0,00
davon aus Marktraumumstellungsumlage 0,00
Aufwendungen für bezogene Leistungen 86.677.606,56
davon Aufwendungen für vorgelagerte Netzkosten 0,00
davon aus Biogasumlage 29.653.651,03
davon aus Marktraumumstellungsumlage 24.472.916,33

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

per 31. Dezember 2024 Tätigkeitsbereich Gasfernleitung
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.426.934,56
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Saldierung mit Verbindlichkeiten 2.495.351,61
davon aus Biogasumlage 42.780,29
davon aus Marktraumumstellungsumlage 34.256,07
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 58.048.744,62
Forderungen gegen verbundene Unternehmen ohne Saldierung mit Verbindlichkeiten 58.048.744,62
davon aus Biogasumlage 0,00
davon aus Marktraumumstellungsumlage 0,00
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 766.636,86
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht ohne Saldierung mit Verbindlichkeiten 766.636,86
davon aus Biogasumlage 0,00
davon aus Marktraumumstellungsumlage 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 7.797.951,35
Sonstige Vermögensgegenstände ohne Saldierung mit Verbindlichkeiten 7.797.951,35
davon aus Biogasumlage 251.360,07
davon aus Marktraumumstellungsumlage 26.598,57

c) Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

per 31. Dezember 2024 Tätigkeitsbereich Gasfernleitung
EUR
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.951,58
davon aus Biogasumlage 0,00
davon aus Marktraumumstellungsumlage 0,00

d) Sonstige Rückstellungen

per 31. Dezember 2024 Tätigkeitsbereich Gasfernleitung
EUR
Sonstige Rückstellungen 41.692.542,33
davon aus Biogasumlage 0,00
davon aus Marktraumumstellungsumlage 0,00

e) Verbindlichkeiten

per 31. Dezember 2024 Tätigkeitsbereich Gasfernleitung
EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00
davon aus Biogasumlage 0,00
davon aus Marktraumumstellungsumlage 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.534.670,38
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ohne Saldierung mit Forderungen 1.603.087,43
davon aus Biogasumlage 0,00
davon aus Marktraumumstellungsumlage 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 107.057.581,35
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ohne Saldierung mit Forderungen 107.057.581,35
davon aus Biogasumlage 0,00
davon aus Marktraumumstellungsumlage 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht ohne Saldierung mit Forderungen 0,00
davon aus Biogasumlage 0,00
davon aus Marktraumumstellungsumlage 0,00

Kapitalausgleichsposten (Tenorziffer 4.2.5. der Festlegung Gas)

Es existiert kein Kapitalausgleichsposten.

per 31. Dezember 2024 positive Werte = Aktiva, negative Werte = Passiva Tätigkeitsbereich Gasfernleitung
EUR
Kapitalausgleichsposten 0

Ergänzende Angaben zu fortwirkenden Schuldbeitritten oder Schuldübernahmen von verbundenen Unternehmen mit Bezug zum Tätigkeitsbereich Gasfernleitung bzw. zum Tätigkeitsbereich Gasverteilung (Tenorziffer 4.3. der Festlegungen)

Es existieren keine Schuldbeitritte oder Schuldübernahmen von verbundenen Unternehmen.

Anlagengitter des Tätigkeitsbereichs Gasfernleitung bzw. des Tätigkeitsbereichs Gasverteilung (Tenorziffer 4.4. der Festlegungen)

Die Anlagengitter zu den Tätigkeitsbereichen nach Tenorziffer 4.4. der Festlegungen sind dem Tätigkeitsabschluss Gasfernleitung und Gasverteilung in Anlage 5 beigefügt worden.

Rückstellungsspiegel des Tätigkeitsbereichs Gasfernleitung bzw. des Tätigkeitsbereichs Gasverteilung (Tenorziffer 4.5. der Festlegungen)

Tätigkeitsbereich Gasfernleitung
EUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Anfangsbestand 01.01.2024 20.060.722,32
Verbrauch 0,00
Auflösung 0,00
davon in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst 0,00
Zuführung 484.338,75
davon im Personalaufwand erfasst 120.250,00
davon im Zinsaufwand erfasst 380.481,00
Endbestand zum 31.12.2024 20.545.061,07
Steuerrückstellung
Anfangsbestand 01.01.2024 0,00
Verbrauch 0,00
Auflösung 0,00
davon in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst 0,00
davon im Steueraufwand erfasst 0,00
Zuführung 0,00
davon im Steueraufwand erfasst 0,00
davon im Zinsaufwand erfasst 0,00
Endbestand zum 31.12.2024 0,00
Sonstige Rückstellungen
Anfangsbestand 01.01.2024 50.767.247,70
Verbrauch 17.428.163,78
Auflösung 289.605,03
davon in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst 289.605,03
Zuführung 8.643.063,44
davon im Materialaufwand erfasst 1.687.144,27
davon im Personalaufwand erfasst 1.783.806,13
davon im Sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst 1.032.054,87
davon im Zinsertrag erfasst 82.468,00
davon sonstige Steuern 7.692,13
davon Anlage 4.214.834,04
Endbestand zum 31.12.2024 41.692.542,33

Verbindlichkeiten aus Gewinnabführungsverträgen mit Bezug zum Tätigkeitsbereich Gasfernleitung bzw. zum Tätigkeitsbereich Gasverteilung (Tenorziffer 4.6. der Festlegungen)

Aus dem bestehenden Gewinnabführungsvertrag mit der EnBW AG werden zum 31. Dezember 2024 Verpflichtungen zur Auskehrung des im Geschäftsjahr angefallenen Gewinns in Höhe von EUR 43.805.589,65 ausgewiesen. Hinsichtlich der Darstellung der Verpflichtung aus dem Gewinnabführungsvertrag verweisen wir auf den Anhang zum Tätigkeitsabschluss. Dieser verteilt sich wie folgt auf die Tätigkeitsbereiche:

per 31. Dezember 2024 Tätigkeitsbereich Gasfernleitung
EUR
Verbindlichkeit aus Gewinnabführungsverträgen 40.110.983,48

 

Stuttgart, den 20. März 2025

Geschäftsführung

Katrin Flinspach

Feststellung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde am 10. April 2025 festgestellt.

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