Stammdaten

Register
Amtsgericht Fulda HRB 2944
Vorher
ENTOX Entsorgung toxischer Baustoffe GmbH
Eingetragen
7.5.1991
Branche
Beseitigung von Umweltverschmutzungen an GebäudenHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauBeseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der Abfallbewirtschaftung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Sanierung und der Rückbau von Bauteilen in und an Gebäuden, die mit faserförmigen, krebserzeugenden, gesundheitsschädlichen, umweltgefährdenden Partikeln und Stäuben (z.B. Asbest, Schwermetall, PCB) belastet bzw. dioxin- und lösungsmittelverseucht sind, die Konditionierung der Schadstoffe und die Dienstleistung rund um die Entsorgung sowie die Beratung und Erstellung von Leistungsverzeichnissen; weiterhin die Vermietung von Geräten und darüber hinaus alle Handlungen und Geschäfte, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern oder zu ergänzen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Jonas Hermann
seit 2.6.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Werner Holding GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Werner Holding GmbH
Germany
55.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Werner Holding GmbH

Fulda

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell der WERNER-Gruppe

Ihren Ursprung haben die Unternehmen der WERNER-Gruppe im Baugewerbe. Zur Unternehmensgruppe zählen fünf operative Unternehmen, die im Bausektor oder im baunahen Gewerbe einzuordnen sind. Durch die verschiedenen Betätigungsfelder der Bauunternehmen deckt die WERNER-Gruppe ein breites Spektrum in diesem Bereich ab. Die DAMIAN WERNER GmbH bietet am Markt Arbeiten in den Gewerken Malerei, Putz/Stuck, Trockenbau, Bodenbelag, Fliesen und Estriche an. Der schlüsselfertige Innenausbau sowie der Einbau von Bauelementen ergänzen die Angebotspallette. Die EPOWIT Bautechnik GmbH ist Spezialist in der Sanierung von Betonkonstruktionen und Beschichtung von Betonoberflächen und deckt mit ihren Leistungen das gesamte Bundesgebiet ab. Die WEMO-tec GmbH ist kompetenter Ansprechpartner im Bereich Gerüstbau, Brückenuntersichtgeräte und Hubarbeitsbühnen. Die Fuchs+Girke Bau und Denkmalpflege GmbH ist ein Unternehmen mit sechs professionalisierten Fachabteilungen rund um die Restaurierung und Instandsetzung von denkmalgeschützten Bauwerken und Gebäuden sowie von Kunstobjekten. Die ENTOX GmbH macht sich die fachgerechte und qualifizierte Sanierung sowie die gesicherte Entsorgung toxischer und gesundheitsgefährdender Stoffe in und an Gebäuden zur Aufgabe. Ein weiterer nennenswerter Bestandteil der WERNER-Gruppe, gemessen am Umsatzvolumen, bildet die TECLAC Werner GmbH. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der Lackierung von Kunststoffbauteilen für die Automobilindustrie. Das Angebotsspektrum beinhaltet die Herstellung von Oberflächen für Exterieur- und Interieurbauteilen eines Fahrzeugs sowie die Abwicklung von gesamten Bauteil-, Komponenten- oder Systemlieferumfängen.

Einen weiteren bedeutenden Anteil des Geschäftsvolumens nimmt das Projektentwicklungsgeschäft ein, welches sich die Werner Projektentwicklung GmbH zur Aufgabe gemacht hat. Hier liegt der Fokus im Schwerpunkt auf der schlüsselfertigen Entwicklung und Errichtung von Handels- und Büroimmobilien. Der arrondierenden Entwicklung von Wohnraum wurde in den letzten Jahren zudem vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt.

Zur Abrundung des Dienstleistungsspektrums über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie hinweg, bietet die WERNER Immobilienverwaltung GmbH sowohl die technische als auch kaufmännische Immobilienverwaltung an.

Die WERNER-Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 1.058 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten im Landkreis Fulda, in Bayern sowie in Sachsen und Berlin. Die erzielte Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge und Finanzerträge belief sich im Jahr 2022 auf EUR 173 Mio.

Die vielseitige Angebotsstruktur unterstützt eine stabile Unternehmensentwicklung, in der konjunkturelle Schwankungen in einzelnen Bereichen ausgeglichen werden können.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2022 war geprägt von Herausforderungen auf dem Energiemarkt, Schwierigkeiten bei der Lieferung von Rohstoffen, Vorprodukten und Handelswaren sowie einem verschärften Wettbewerb um Arbeitskräfte in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Weiter belastet der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg auf die Ukraine die Weltwirtschaft nachhaltig, was sich insbesondere bei der durch die Energiepreise getriebenen Inflation zeigt. Diese Entwicklung hat zur Folge, dass Realeinkommen und Unternehmensgewinne gefallen sind, was entsprechende Konsequenzen für Konsum, Produktion und Investitionen nach sich zieht. Um der hohen Inflationsrate entgegenzuwirken, beschloss die EZB zum Jahresende 2022 den Leitzins auf 2,5 % zu erhöhen. Bis Mai 2023 wurde der Leitzins bis auf 3,75 % angehoben.

Die deutsche Wirtschaft zeigte sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im abgelaufenen Jahr insgesamt stabil. Das Bruttoinlandsprodukt stieg real um 1,9 %. Wichtige Eckpfeiler waren hier der private Konsum, welcher durch den Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen deutlich anstieg. Der private Konsum ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 % gestiegen. Vom Entfall der Corona-Schutzmaßnahmen profitierten insbesondere die Kreativ- und Unterhaltungsbranche sowie die Wirtschaftsbereiche Verkehr, Handel und Gastgewerbe. In der Bauwirtschaft sank dagegen die Bruttowertschöpfung um real 2,3 % als Folge von Lieferengpässen, dem deutlich höheren Zinsniveau und den gestiegenen Material- und Baupreisen.

Der Staatshaushalt liegt im Jahr 2022 bei einem Minus von EUR 101,3 Mrd. Auch in den Jahren 2023 und 2024 rechnet das ifo-Institut mit einem Minus von EUR 51,6 Mrd. bzw. EUR 12,4 Mrd. Der Leistungsbilanzsaldo wird bis zum Jahr 2024 wieder auf 5,9 % der Wirtschaftsleistung steigen, nachdem er im vergangenen Jahr als Folge der kräftigen Verteuerung der Importe vorübergehend auf 3,8 % gesunken war.

Berechnungen des Forschungsinstituts IfW Kiel zufolge wird die Corona-Krise sowie der Ukraine-Krieg in den Jahren 2020 bis 2022 zu einem Verlust an Wirtschaftsleistung in Höhe von schätzungsweise EUR 420 Mrd. führen.

Die Bauwirtschaft ist eine der bedeutendsten Branchen in Deutschland und ohne die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche mit ihren über 900.000 Beschäftigten ist der Bau bezahlbarer Wohnungen, der Ausbau einer leistungsfähigen Infrastruktur oder die Erfüllung der Klimaschutzziele im Gebäudesektor undenkbar. Mehr als zehn Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts werden für Baumaßnahmen verwendet. Gleichzeitig erbringt das Baugewerbe mehr als sechs Prozent der gesamten Wertschöpfung in Deutschland und baut 85 % aller Wohnungen des Landes.

Als jahrelange Konjunkturstütze der deutschen Wirtschaft war die Baubranche noch optimistisch in das Jahr 2022 gestartet. Geopolitische Herausforderungen sowie die hohen Bauzinsen und teuren Materialpreise sorgen seit Mitte des Jahres 2022 dafür, dass Bauherren und Investoren immer häufiger Bauprojekte verschieben oder ganz stornieren. Angesichts der Entwicklungen belief sich der Branchenumsatz im Jahr 2022 auf rund EUR 158 Mrd., was einem Minus von real 5,5 % entspricht.

Von einem Rückgang des Umsatzes ist insbesondere der Wohnungsbau betroffen. War der Wohnungsbau in den letzten Jahren noch der Stützpfeiler der Baukonjunktur, so muss dieser trotz gut gefüllter Auftragsbücher im Jahr 2022 einen Umsatzrückgang in Höhe von 4,5 % hinnehmen. So gingen im Jahr 2022 die Baugenehmigungen drastisch zurück. Im Vergleich zum Jahr 2021 wurden rund 32.500 Wohnungen weniger genehmigt. Im Jahr 2022 wurden in Deutschland rund 280.000 Wohnungen fertiggestellt.

Die Entwicklungen im Wirtschaftsbau sind ebenfalls rückläufig. Die Umsätze sind im Vergleich zum Jahr 2021 um 5 % zurückgegangen. Gründe hierfür liegen vor allem in den niedrigeren Investitionen aufgrund der getrübten volkswirtschaftlichen Konjunkturaussichten.

Im öffentlichen Bau deuten sich die nächsten Jahre rückläufige Investitionen an. Ursächlich hierfür sind stark angestiegene Sach- und Personalaufwendungen sowie Sozialausgaben, die nicht durch Steuereinnahmen gedeckt sind. Für 2022 beziffert der ZDB den Rückgang des Umsatzes im öffentlichen Bau bereits mit 7 %.

Die dargestellte Entwicklung hat die Situation für Investoren und Projektentwickler gegenüber dem Vorjahr verändert. Neben steigenden Baukosten treibt das steigende Zinsniveau die Finanzierungskosten sowohl für Projektentwickler als auch Investoren. Da sich der Mietzins auf einem nahezu unveränderten Niveau befindet, wirken sich diese Rahmenbedingungen direkt negativ auf mögliche Deckungsbeiträge von Projektentwicklern aus. Trotz der dargestellten Sachverhalte ist zu beobachten, dass weiterhin Nachfrage nach attraktiven und qualitativ hochwertigen Handelsimmobilien besteht. Potentielle Erwerber von Immobilien sind jedoch wesentlich kritischer als in den Jahren zuvor.

Die für die den Geschäftsbereich Automotive relevante Automobilbranche war im Jahr 2022 von vielerlei Dynamiken geprägt. Während die Märkte in Europa, Japan und den USA hinter dem Vorjahresniveau zurückblieben, legte der Absatz in China deutlich zu. Insbesondere der Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen, die deutlich gestiegenen Preise für Energie und Logistik sowie die durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Unsicherheit verhinderten ein besseres Ergebnis auf den internationalen Automobilmärkten. Insgesamt blieb der Pkw-Weltmarkt 2022 auf dem unbefriedigenden Vorjahresniveau. Es wurden weltweit 71,2 Millionen Pkw abgesetzt. Auf dem europäischen Pkw-Markt wurden im Jahr 2022 11,3 Mio. Neufahrzeuge zugelassen. Dies entspricht einem Rückgang von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Damit blieb auch die erhoffte Erholung von den pandemiebedingten Rückgängen der beiden Vorjahre aus.

Bezogen auf Deutschland ist nach den Rückgängen in den Jahren 2020 und 2021 der Autoabsatz trotz der bestehenden Herausforderungen im Jahr 2022 wieder leicht gestiegen. Insgesamt kamen nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) 2,65 Millionen Neuwagen auf die Straße. Das sind 1,1 % mehr als im Vorjahr. Vor Ausbruch der Pandemie 2019 hatten die deutschen Hersteller und Importeure noch 3,6 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Allein im Dezember wurden 314.318 Autos neu zugelassen, 38,1 % mehr als im Vorjahresmonat.

2.2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 ist für die WERNER-Gruppe heterogen verlaufen. Insgesamt werden die Leistungsziele übertroffen, das kumulierte Ergebnis liegt aber unter dem Budget und dem Vorjahr. Die Abweichung im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf den negativen Ergebnisbeitrag aus dem Automotive-Bereich zurückzuführen. In den operativen Bereichen Bau und baunahe Dienstleistungen hingegen wurden kumuliert die Umsatz- und Ergebnisziele übertroffen. Höhere Umsätze sowie des aufgrund der externen Einflüsse volatile Produktionsprogramm stellten die TECLAC vor massive Herausforderungen, da die Produktionsfaktoren auf einen deutlich niedrigeren Umsatz und weniger volatile Abrufe eingestellt waren.

Die Kundenbelieferung konnte dennoch aufrechterhalten werden, was jedoch zu einer zeitweisen sinkenden Effektivität in der Produktion führte. Ebenfalls beeinflussten nicht abwehrbare Preiserhöhungen der Lieferanten u. a. für Energie, Lackmaterial und Rohteile das Ergebnis deutlich. In den Baufirmen ist die Umsatz- und Ergebnisentwicklung positiv zu bewerten. Auch die EPOWIT Bautechnik GmbH konnte eine Trendumkehr erreichen und so zu einem positiven Ergebnisbeitrag der Baufirmen beitragen. Das Ergebnis aus Holding- und Verwaltungstätigkeiten verlief planmäßig.

2.3. Lage des Konzerns

2.3.1. Ertragslage

In 2022 weist die WERNER-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von EUR 149 Mio. aus und liegt damit unter dem Vorjahreswert von EUR 157 Mio. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen von EUR +19,7 Mio. (Vorjahr EUR +15,1 Mio.), der aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 0,6 Mio. und der sonstigen betrieblichen Erträge von EUR +3,5 Mio. hat sich die Gesamtleistung zuzüglich der sonstigen betrieblichen Erträge und Finanzerträge der WERNER-Gruppe von EUR 177 Mio. in 2021 auf EUR 173 Mio. reduziert. Dabei sind 30 % der Gesamtleistung dem Geschäftsbereich Automotive und 59 % dem Geschäftsbereich Bau und baunahe Dienstleistungen zuzuordnen. Die restlichen 11 % resultieren aus Projektgeschäft und sonstigen Aktivitäten.

Die Gesellschaften der WERNER-Gruppe sind nahezu ausschließlich auf deutschen bzw. auf europäischen Märkten aktiv, sodass Fremdwährungsumsätze und die eventuell hieraus resultierenden Risiken nur eine untergeordnete Bedeutung haben.

Die sonstigen betrieblichen Erträge bewegen sich mit einer Höhe von TEUR 3.480 leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Sie enthalten unter anderem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 1.480 (Vorjahr TEUR 833), aus Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen TEUR 316 (Vorjahr TEUR 505); Gewinne aus Anlagenabgängen von TEUR 377 (Vorjahr TEUR 650) und sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 163 (Vorjahr TEUR 339).

Korrespondierend zu der gesunkenen Gesamtleistung reduzierte sich auch der Materialaufwand von EUR 89,6 Mio. in 2021 auf EUR 82,3 Mio. in 2022. Sowohl in der Position Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren als auch in den Aufwendungen für bezogene Leistungen ist eine Reduzierung zu verzeichnen.

Das Rohergebnis liegt mit einem Wert von EUR 90,3 Mio. rund EUR 3,2 Mio. über dem Niveau des Vorjahres von EUR 87,1 Mio. Die Rohertragsquote liegt mit 60,7 % über dem Vorjahresniveau von 55,5 %.

Die Personalaufwendungen liegen mit einem Wert von TEUR 51.339 rund 3,8 % über dem Vorjahresniveau. Zurückzuführen ist diese Entwicklung unter anderem auf die Anpassung des Personaleinsatzes bei der TECLAC Werner GmbH.

Die Abschreibungen bewegen sich in 2022 auf dem Niveau des Vorjahres und liegen bei einem Wert von TEUR 4.629.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von TEUR 26.218 auf TEUR 29.742. Treiber dieser Steigerung sind insbesondere die gestiegenen Kosten für Strom und Gas und die erhöhten Fahrzeugkosten. Dem gegenüber stehen reduzierte Aufwendungen in den Bereichen Mietleasing bewegliche Wirtschaftsgüter sowie Rechts- und Beratungskosten.

Damit ergibt sich ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 4.623, welches um TEUR 2.129 unter dem Vorjahresergebnis liegt.

Unter Berücksichtigung des verschlechterten Finanzergebnisses von TEUR -1.061 (Vorjahr: TEUR -554) liegt das Ergebnis nach Steuern bei TEUR 2.609 und damit deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres von TEUR 4.764. Nach Abzug der sonstigen Steuern (TEUR 307) ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.302 (Vorjahr TEUR 4.463).

Die WERNER-Gruppe verfehlt somit in 2022 aus Konzernsicht leicht die Budgetvorgaben, was im Wesentlichen auf den negativen Ergebnisbeitrag der TECLAC Werner GmbH zurückzuführen ist.

2.3.2. Finanz- und Vermögenslage

Das Anlagevermögen steigt im Geschäftsjahr 2022 deutlich um EUR 14,0 Mio. auf EUR 79,3 Mio. Diese deutliche Zunahme beschränkt sich im Wesentlichen auf das Sachanlagevermögen und die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt bei 51,6 % und damit unter dem Vorjahreswert. Treiber dieser Entwicklung sind beim Sachanlagevermögen hautsächlich die getätigten Investitionen in eine neue Lackieranlage einschließlich der hierzu notwendigen gebäudetechnischen Veränderungen sowie in Handelsimmobilien.

Das Umlaufvermögen liegt mit einem Wert von EUR 73,9 Mio. über dem Vorjahresniveau (EUR 55,5 Mio.). Hier ist insbesondere der Anstieg der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen (EUR +19,3 Mio.) zu nennen.

Das Eigenkapital stieg in 2022 von EUR 50,3 Mio. auf EUR 52,1 Mio., und in diesem Zusammenhang sank die Eigenkapitalquote von 41,4 % auf 33,8 % in 2022.

Die Rückstellungen weisen einen Rückgang von TEUR 11.980 auf TEUR 11.337 auf. Wesentliche Positionen sind die Steuerrückstellungen, welche sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.624 reduzierten sowie die sonstigen Rückstellungen, die sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 990 erhöhten.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich von EUR 57,1 Mio. auf EUR 88,6 Mio. zum Bilanzstichtag. Die gestiegenen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus den erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 29.968 erhöhten und mit den Aktivitäten im Projektgeschäft zu begründen sind. Die Lieferverbindlichkeiten einschließlich der erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.388 auf TEUR 13.576.

2.3.3. Investitionen

Das bilanzwirksame Investitionsvolumen bei den immateriellen Vermögensgeständen des Anlagevermögens lag im Berichtsjahr bei EUR 0,6 Mio. und entfällt ausschließlich auf EDV-Software.

Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen in das Sachanlagevermögen über alle Finanzierungsformen einschließlich Leasing auf rd. EUR 19,8 Mio; davon führten EUR 18,2 Mio. zu bilanzwirksamen Zugängen. Hiervon entfallen EUR 11,0 Mio. auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau, EUR 3,4 Mio. auf Investitionen in Grundstücke und Gebäude. EUR 3,7 Mio. entfallen auf Investitionen in Ersatz- und Modernisierungsmaßnahmen für Maschinen-, Geräte- und Geschäftsausstattung.

Die geplanten Investitionen für das Jahr 2023 belaufen sich auf rd. EUR 9,1 Mio. Schwerpunkt der Investitionen bildet in 2023 das Geschäftsfeld Brückenuntersichtgeräte in der WEMO-tec GmbH. Zudem werden durch die Werner Holding GmbH und durch die WEMO-tec GmbH diverse Investitionen in Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit dem ERP-Projekt stehen, getätigt.

2.3.4. Liquidität

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf rund EUR -13,0 Mio. (Vorjahr: EUR -7,2 Mio.).

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf EUR -18,2 Mio. und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert von EUR 15,5 Mio.

Weiter liegen die Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten mit einem Wert von TEUR 36.584 über denen des Vorjahres (TEUR 17.274). Die Tilgungsleistungen auf (Finanz-) Kredite reduzierten sich von EUR 21,3 Mio. in 2021 auf EUR 11,2 Mio. im Berichtsjahr.

Ebenso sind die Ausschüttungen von Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 98 zu nennen. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit weist per Saldo einen Mittelzufluss von EUR 23,7 Mio. in 2022 aus.

Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds beträgt somit über das Geschäftsjahr TEUR -5.359.

Der Bestand an liquiden Mitteln liegt mit EUR 1,3 Mio. am Ende der Berichtsperiode unter dem Niveau des Vorjahreswertes. Unter Berücksichtigung der bestehenden Kreditlinien und des Cash-Pooling war die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Unternehmen der WERNER-Gruppe gewährleistet.

2.4. Personal- und Sozialbereich

Zum Jahresende 2022 beschäftigt die WERNER-Gruppe 1.077 Mitarbeiter gegenüber 1.043 zum 31. Dezember 2021. Im Jahresdurchschnitt wurden 1.058 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 1.061). Für die WERNER-Gruppe stellen die Mitarbeiter einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Als mittelständische Unternehmensgruppe setzen wir darauf eine hohe Identifikation und Mitarbeiterbindung zu erreichen.

Die Mitarbeiter sind mit ihren Qualifikationen, ihrem Engagement und ihrer Identifikation mit dem Unternehmen ein Garant für den nachhaltigen Erfolg der Unternehmensgruppe. Wettbewerbsfähige Beschäftigungsbedingungen und Vergütungssysteme sind ein wichtiger Eckpfeiler um die Personalbeschaffung in ausreichendem Umfang gewährleisten zu können.

Als zentrale Herausforderung wird das im Zuge des demographischen Wandels reduzierte Personalangebot angesehen. Als Konsequenz dieser Entwicklung sind die reduzierten Bewerberzahlen auf die von der WERNER-Gruppe angebotenen Ausbildungsplätze bereits spürbar. Die verstärkte Nachfrage der Industrie nach Arbeitskräften reduziert zusätzlich das Angebot an qualifizierten Mitarbeitern für den Handwerksbereich. Diesem Trend versucht die WERNER-Gruppe durch eine leistungsgerechte Bezahlung, veränderte Arbeitszeitmodelle und durch interne Personalentwicklungsmaßnahmen zu begegnen. Ein Schwerpunkt im Personalbereich bildete auch in 2022 die Weiterqualifizierung des vorhandenen Mitarbeiterstamms. Um auch zukünftig den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken zu können, wird weiterhin in einem erheblichen Umfang in die Berufsausbildung investiert. Gruppenweit sind zum 31. Dezember 2022 85 Auszubildende beschäftigt.

2.5. Zu den Tochterfirmen im Einzelnen:

Der für die TECLAC Werner GmbH relevante Automobilmarkt sah sich im Geschäftsjahr 2022 nennenswerten Herausforderungen gegenübergestellt. Neben der Corona-Krise und dem weltweiten Halbleiter-Mangel führte der russische Angriffskrieg auf die Ukraine zu neuen, nicht geplanten Belastungen. Die europäische und insbesondere die deutsche Fahrzeugproduktion mussten aufgrund fehlender Vorprodukte aus der Ukraine vorrübergehend ausgesetzt werden. Dies führte für die gesamte Branche zu Ungleichgewichten. Im Geschäftsjahr 2022 wurde dennoch eine höhere Leistung als budgetiert erwirtschaftet. Diese höheren Umsätze sowie das aufgrund der externen Einflüsse volatile Produktionsprogramm stellte die TECLAC Werner GmbH vor massive Herausforderungen, da die Produktionsfaktoren auf einen deutlich niedrigeren Umsatz und weniger volatile Abrufe eingestellt waren. Ebenfalls beeinflussten nicht abwehrbare Preiserhöhungen der Lieferanten u. a. für Energie, Lackmaterial und Rohteile das Ergebnis deutlich. Zum 31.12.2022 weist die TECLAC Werner GmbH bei einer kumulierten Leistung in Höhe von TEUR 46.683 ein Rohergebnis von TEUR 19.725 aus.

Die DAMIAN WERNER GmbH knüpft an der positiven Entwicklung aus den Vorjahren an und erreicht eine Gesamtleistung in Höhe von TEUR 42.108 (Vorjahr: TEUR 34.855). Die leistungsseitige Budgetvorgabe von TEUR 35.709 wurde somit deutlich übertroffen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.405 erhöht und liegen bei TEUR 21.578. Die DAMIAN WERNER GmbH erzielte ein Rohergebnis von TEUR 20.531. Der Personalaufwand beträgt TEUR 13.536 und hat sich zum Geschäftsjahr 2021 um rd. TEUR 714 erhöht.

Die Firma ENTOX GmbH konnte auch im Geschäftsjahr 2022 die positive Entwicklung aus den letzten Jahren bestätigen. Die budgetierte Gesamtleistung von TEUR 3.375 wurde mit TEUR 4.063 überschritten. Das Rohergebnis liegt mit TEUR 2.603 auf Vorjahresniveau.

Die EPOWIT Bautechnik GmbH konnte die budgetierten Umsatz- und Ertragsziele deutlich übertreffen. Des Weiteren ist positiv festzuhalten, dass das Vorjahresniveau deutlich übertroffen wurde. Bei einer erreichten Gesamtleistung von TEUR 20.508 wird ein Rohergebnis in Höhe von TEUR 9.104 ausgewiesen.

Die Fuchs+Girke Bau und Denkmalpflege GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2022 eine Gesamtleistung von TEUR 7.519 und liegt somit unter dem Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung des Materialaufwands kann nicht ganz an dem Rohergebnis aus dem Vorjahr angeknüpft werden. Dieses beläuft sich auf TEUR 5.273 (Vorjahr: TEUR 5.676).

Die WEMO-tec GmbH konnte ihr Geschäftsjahr mit einer Gesamtleistung in Höhe von TEUR 24.316 abschließen und liegt somit über dem Vorjahreswert von TEUR 22.245. Parallel erhöhte sich das Rohergebnis von TEUR 20.902 auf TEUR 22.951. Die Personalaufwendungen belaufen sich auf TEUR 10.135.

Das operative Geschäft der ZR Arbeitsbühnen Ziegler GmbH wurde per 31.12.2017 eingestellt. Der Gesamtleistung von TEUR 4 stehen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2 gegenüber.

Im Geschäftsjahr 2022 weist die Werner Projektentwicklung GmbH eine Gesamtleistung in Höhe von TEUR 33.603 (Vorjahr: TEUR 28.915) aus. Ursächlich hierfür ist der Verkauf der Immobilie in Bad Nauheim, welches zum Ende des Jahres an den Nutzer übergeben werden konnte. Das Rohergebnis der Werner Projektentwicklung GmbH liegt mit einem Wert von TEUR 7.993 über dem Vorjahresniveau von TEUR 5.709. Die Werner Projektentwicklung GmbH profitiert in 2022 von der weiterhin positiven Nachfrage nach Handelsimmobilien und verfügt über einen guten Auftragsbestand, der eine mittelfristige Auslastung sicherstellt.

Die WERNER Immobilienverwaltung GmbH verzeichnet für das Geschäftsjahr 2022 erneut einen negativen Geschäftsabschluss. Mit einer Gesamtleistung von EUR 0,6 Mio. schließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr mit einem Rohergebnis von TEUR 513 ab.

Über die WERNER Projekt GmbH wurde ein Grundstück in Lauterbach zur Errichtung eines Büro- und Verwaltungsgebäudes erworben. Baubeginn war im I. Quartal 2021. Die Fertigstellung sowie die Übergabe der Immobilie an den neuen Eigentümer erfolgten im 2. Halbjahr 2022.

Die Zeiss Chemie GmbH übt derzeit keine nennenswerten Geschäftsaktivitäten aus.

Die Geschäftstätigkeit der Werner Holding GmbH umfasst die Verwaltung von Unternehmensbeteiligungen der operativ tätigen Gesellschaften der WERNER-Gruppe. Weiterhin ist die Werner Holding GmbH Eigentümerin der betrieblich genutzten Immobilien sowie zweier vermieteter Büroimmobilien in Fulda. Darüber hinaus erbringt die Werner Holding GmbH übergreifende Managementleistungen in den Bereichen Personal, Lohnbuchhaltung, Marketing, EDV sowie Finanzen und Controlling für die operativ tätigen Gesellschaften der WERNER-Gruppe. Es liegt bei der Werner Holding GmbH ein planmäßiger und zufriedenstellender Geschäftsverlauf vor.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1. Risikomanagementsystem

Zur Begegnung der Risiken hat die WERNER-Gruppe ein Risikomanagementsystem implementiert. Dieses dient der Früherkennung und Identifizierung sämtlicher im Wertschöpfungsprozess auftretenden Risiken und ermöglicht es diesen proaktiv entgegenzuwirken. Somit kann Entwicklungen entgegengewirkt werden, die den Fortbestand einzelner Gesellschaften oder des Unternehmens an sich gefährden. Analog zum Management von Risiken gilt es auch regelmäßig Chancen und Potentiale zu eruieren und diese im Zuge des unternehmerischen Handelns zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit der WERNER-Gruppe nachhaltig zu sichern und auszubauen.

In der WERNER-Gruppe bestehen detaillierte und teilweise in langjähriger Praxis bewährte Planungs-, Berichterstattungs- und Frühwarnsysteme, die eine wesentliche Rolle im Risikomanagement einnehmen. Das Risikomanagement wird zentral vom Konzerncontrolling der WERNER-Gruppe durchgeführt und durch dieses an die Konzernführung berichtet. Durch die gesellschaftsübergreifende Vorgehensweise können Fehlentwicklungen lokalisiert werden und Gegensteuerungsmaßnahmen zentral eingeleitet werden.

Das in der WERNER-Gruppe verwendete interne Kontrollsystem (IKS) dient der Einhaltung der im Rechnungslegungsprozess relevanten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften sicherstellen.

Das interne Überwachungssystem als Teil des IKS setzt sich aus prozessunabhängigen und prozessintegrierten Elementen zusammen. Wichtige prozessintegrierte Maßnahmen sind manuelle Kontrollen sowie maschinelle IT-Prozesskontrollen. Ein weiterer Bestandteil des IKS ist das in der gesamten WERNER-Gruppe implementierte Software-System der CSS AG, mit dem der IT-gestützte Rechnungslegungsprozess zentral gesteuert wird. Durch den einheitlichen und konsequenten Einsatz des Systems gewährleisten wir unternehmensübergreifend die ordnungsmäßige Erfassung und Verarbeitung rechnungslegungsbezogener Sachverhalte und Daten. Der Zugriff auf die unterschiedlichen Daten ist klar geregelt und durch Zugangsbeschränkungen gesichert.

Dadurch wird insbesondere gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt, Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die regelmäßigen Kontrollaktivitäten, mit denen die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung sichergestellt werden soll, umfassen die Prüfung anhand spezifischer Kennzahlenanalysen sowie die Bearbeitung und Kontrolle hoch komplexer Geschäftsvorfälle durch verschiedene Personen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen (Vier-Augen-Prinzip) reduziert die Risiken.

Einschränkend muss darauf hingewiesen werden, dass insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen einzelner Personen oder sonstige Umstände die Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontrollsystems einschränken können, sodass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme keine vollständige Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.

3.2. Risiken

In diesem Abschnitt werden die potentiellen Risiken beschrieben, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder die strategische Ausrichtung der WERNER-Gruppe haben können. Die Aufgliederung erfolgt nach Risikokategorien.

Branchenrisiken

Die Gesellschaften der WERNER-Gruppe unterliegen neben allgemeinen wirtschaftlichen Risiken den branchenspezifischen Risiken der Tochterunternehmen. Die relevanten Branchen sind die Baubranche, der Sektor der baunahen Dienstleistungen, die Projektentwicklung sowie die Automobilzulieferindustrie.

Die Automobilindustrie befindet sich weiterhin im Strukturwandel. Die Entwicklung hin zu mehr Elektrofahrzeugen oder autonom fahrenden Fahrzeugen mit neuer technischer Ausstattung sowie die sich verändernden Verbraucheransprüche führen zu verkürzten Innovationszyklen, denen häufig mehrere Jahre zwischen Auftragserteilung und Lieferung gegenüberstehen. Der Automotive Bereich der WERNER-Gruppe ist weitgehend unabhängig von der Antriebstechnik und ist durch eine Vielzahl an Maßnahmen und Anpassungen dem Wandel in der Automobilindustrie angepasst. Hier werden besonders Risiken aber auch weitere Chancen evaluiert. Aufgrund des breit aufgestreuten Firmenportfolios lässt sich innerhalb der Unternehmensgruppe eine Risikostreuung erreichen.

Die Vielzahl der Unternehmen der WERNER-Gruppe sind in der Baubranche tätig und stehen somit auch den spezifischen Risiken dieser Branche gegenüber. Neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung dieser Branche gibt es eine Vielzahl bautypischer Risiken. Im Hinblick auf die Rahmenbedingungen der Baubranche lässt sich eine starke Abhängigkeit zur allgemeinen Konjunktursituation festhalten. In einem gewissen Umfang ist die Geschäftstätigkeit im Baubereich witterungsabhängig, sodass ein langer Winter Umsatzeinbußen in den entsprechenden Monaten verursachen kann. Dies kann dazu führen, dass aufgrund der begrenzten Kapazitäten diese Defizite nur zum Teil aufzuholen sind.

Operative Risiken

Die operativen Risiken im Automobilzulieferbereich sind insbesondere im Bereich der Prozessablaufrisiken angesiedelt. Ein Qualitätsmanagement analysiert und überwacht die bestehenden Prozesse und optimiert diese stetig. Auslastungsrisiken werden durch die verhandelten Rahmenverträge begrenzt, wenngleich das kurzfristige Abrufverhalten deutlich schwanken kann. Aktuell zeigen sich in der Automobilindustrie grundsätzlich auch strukturelle Risiken. Der Wandel in der Antriebstechnik sowie digitale Trends wie beispielsweise Car-Sharing und autonomes Fahren werden einen großen Einfluss in diesem Bereich ausüben.

Zur Abdeckung möglicher Schadensfälle und Haftungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaften bestehen weiterhin Versicherungen in ausreichendem Umfang. Einhergehend mit der operativen Tätigkeit kann es selbstverständlich zu Rechtsstreiten kommen, obwohl es Ziel der Risikostrategie ist, Prozessrisiken zu vermeiden.

Auch in Zeiten einer wirtschaftlichen Hochkonjunktur besteht das Risiko von Forderungsausfällen. Die WERNER-Gruppe betreibt deshalb ein gezieltes Forderungsmanagement und unterhält in Teilbereichen eine Warenkreditversicherung.

Personalrisiken

Ein weiteres wesentliches Risiko, was sich insbesondere in der jüngeren Vergangenheit verstärkt hat, ist der Fachkräftemangel. Dieser zeigt sich im Baubereich und auch im Bereich der baunahen Dienstleistungen immer stärker. Diesem Risiko wird in der WERNER-Gruppe durch Personalgewinnungskampanien sowohl an den Heimatmärkten als auch im europäischen Ausland begegnet. Zudem stellt die Ausbildung eigener Fachkräfte einen wesentlichen Faktor dar.

Im Automotive-Bereich besteht das Personalrisiko in der Kapazitätsplanung der Anlagen. Zur Risikoabsicherung werden Kosten für eine maximale Auslastung der Anlagen unterstellt. Das Personal wird über einen personenbezogenen Stellenplan erfasst und geplant.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die WERNER-Gruppe ist durch ihre Geschäftstätigkeiten verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, insbesondere dem Liquiditätsrisiko, dem Zinsrisiko und dem Marktpreisrisiko.

Aufgrund der Saisonalität eines Großteils des Absatzes ist der Bedarf an Liquidität zur Finanzierung des laufenden Geschäfts in Abhängigkeit von der Jahreszeit sehr unterschiedlich. Hoher Geldbedarf besteht insbesondere in den ersten Monaten eines Geschäftsjahres. Im zweiten Halbjahr überwiegen dann eindeutig die Mittelzuflüsse. Die aus diesen Zahlungsstromschwankungen resultierenden Liquiditätsrisiken sind durch ausreichend hohe Kontokorrentlinien sowie das Cash-Pooling der WERNER-Gruppe begrenzt.

Des Weiteren sichert sich die WERNER-Gruppe finanzseitig durch vielfältige Maßnahmen ab. Das gruppenweite Finanzmanagement wird hierbei durch die Werner Holding GmbH als Konzernmuttergesellschaft vollzogen. In enger Abstimmung mit den operativen Gesellschaften werden mögliche Liquiditätsrisiken identifiziert, bewertet und rechtzeitig entgegengesteuert. Derivative Finanzinstrumente werden dabei ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Ihr Einsatz erfolgt nur im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften aus der originären unternehmerischen Tätigkeit, beziehungsweise aus Finanztransaktionen, die ein dem Sicherungsgeschäft gegenläufiges Risikoprofil aufweisen.

In 2022 sind Zins-Swap-Geschäfte für die Absicherung von variabel verzinsten Darlehensverbindlichkeiten aktiv. Ziel dieser Geschäfte ist es, die Auswirkung von Zinserhöhungen und daraus resultierende Liquiditäts- und Zahlungsstromrisiken zu begrenzen. Aufgrund der extremen Zinssituation im Jahr 2022 weisen die Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2022 insgesamt einen negativen Marktwert in Höhe von TEUR 234 auf.

Preisänderungsrisiken bestehen vorrangig im allgemeinen Marktrisiko in Form von Marktpreis- und Zinsänderungsrisiken. Die wesentlichen Umsätze der Gruppe unterliegen keinen Währungsrisiken.

IT-Risiken

IT-Risiken wird durch die Verwendung von gruppenweit einheitlichen Systemen begegnet, die redundant abgesichert sind. Da die WERNER-Gruppe bei ihren Aktivitäten auf IT-Systeme angewiesen ist, kann es zu Beeinträchtigungen aufgrund von Cyberattacken kommen. Zum Schutz vor Datenmissbrauch, werden gruppenweit entsprechende Kontrollen implementiert. IT-Risiken werden laufend bewertet und mithilfe von IT- und Sicherheitsprogrammen aktiv gesteuert.

Gesamtbewertung der Risikosituation

Die Einschätzung des Gesamtrisikos wird auf Basis des Risikomanagement-Systems vorgenommen. Nach Bewertung der aktuellen sowie der künftigen potenziellen Einzelrisiken und unter Berücksichtigung der eingeleiteten Gegenmaßnahmen kommt die Geschäftsführung zu dem Urteil, dass derzeit keine bewertbaren Risiken erkennbar sind, die zu einer dauerhaften und wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaften der WERNER-Gruppe führen könnten.

Die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten bleiben jedoch hoch. Das anhaltend knappe Angebot an Energie und Rohstoffen und die daraus resultierenden hohen Preise können die Inflationsrate weiter steigen lassen. Dies könnte die Produktion energieintensiver Produkte und darüber hinaus die Erholung der Wirtschaft dämpfen.

Unterbrechungen in der Produktion und Störungen in den Lieferketten stellen auch die wesentlichen Risiken im Automobilzuliefergeschäft dar. Bedingt wurde dies im Geschäftsjahr 2022 durch den Engpass an Vorprodukten als Folge des Krieges zwischen der Ukraine und Russland. Die europäische und insbesondere die deutsche Fahrzeugproduktion mussten aufgrund fehlender Vorprodukte aus der Ukraine sogar vorrübergehend ausgesetzt werden. Dies führte für den gesamten Sektor kurzfristig zu Stornierungen von Abrufen und erneuten Ungleichgewichten in der Lieferkette. Da die WERNER-Gruppe auf dieses Risiko keinen Einfluss hat, wird eine Reduktion der negativen Folgen aus dem neu identifizierten Risikopotential forciert.

3.3. Chancen

Die aufgeführten Risikopotentiale beinhalten zumeist spiegelbildlich auch entsprechende Chancen. Die Chancenerkennung ist ebenso wie die Ausrichtung der Geschäftsmodelle der einzelnen Unternehmensbereiche auf der Ebene der einzelnen Geschäftsbereiche, der einzelnen Gesellschaften wie auch auf Konzernebene als festes Instrument verankert.

Operative Chancen werden in den Geschäftsbereichen identifiziert und genutzt, da sie über das notwendige detaillierte Produkt- und Markt-Know-how verfügen. Strategischen Chancen werden auf Konzernebene im rollierenden Forecast und im Sinne einer strategischen Neuausrichtung verfolgt. Hierbei stehen das Erzielen von Synergien und die Vereinheitlichung der Prozesse im Unternehmensverbund im Vordergrund.

4. Prognosebericht

Nachdem die weltweite Produktion im Jahr 2022 um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr zulegen konnte, erwartet das IfW Kiel für das Jahr 2023 lediglich einen Zuwachs in Höhe von 2,5 %. Die hohen Inflationsraten belasten die Konsum- und Baukonjunktur durch eine sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegene Finanzierungskosten.

In Europa dürfte sich die Industriekonjunktur aufgrund nachlassender Lieferengpässe bei Vorprodukten und kräftigen Rückgängen bei den Energiepreisen dennoch leicht erholen. Für den Euroraum prognostiziert die Europäische Kommission für das Jahr 2023 eine Expansion um 0,9 %. Erste Prognosen aus dem Jahr 2022 lagen noch bei 0,4 %. Da die Energieversorgung breiter aufgestellt ist und deutlich weniger Gas verbraucht wurde, sind die Gasspeicher besser gefüllt als zu dieser Jahreszeit im Durchschnitt der vergangenen Jahre üblich. Auch sind die Großhandelspreise für Gas deutlich unter das Vorkriegsniveau gesunken. Hinzu kommt, dass sich der EU-Arbeitsmarkt weiterhin kräftig entwickelt und die Arbeitslosenquote bis Ende 2022 mit 6,1 % so niedrig blieb wie nie zuvor.

Die deutsche Wirtschaft sollte den Höhepunkt der Inflationswelle nach Einschätzung des ifo Institut mit der Berichterstellung erreicht haben. Insbesondere ist von den Energiepreisen im Verlauf der kommenden Monate kein weiterer Schub mehr zu erwarten. Die Beschaffungspreise für Strom und Gas sind seit dem Spätsommer des vergangenen Jahres spürbar gesunken und seit Januar wirken die staatlichen Preisbremsen. Dies entlastet zunächst vor allem die Unternehmen, deren Energiekosten von den Marktpreisen bestimmt werden. Im Verarbeitenden Gewerbe sind aus diesem Grund weniger Preisanhebungen zu erwarten, so dass sich der Anstieg der Erzeugerpreise weiter verlangsamen dürfte. Ein merklicher Rückgang beim Verbraucherpreisanstieg ist jedoch noch nicht zu erwarten, da die Energieversorger die gesunkenen Beschaffungskosten erst mit Verzögerung an ihre Abnehmer weitergeben.

Alles in allem prognostiziert das ifo-Institut, das das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird und erst im Jahr 2024 um 1,7 % wachsen wird. Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau im Jahr 2023 etwas verlangsamen. Bereits im Jahr 2024 dürfte die Arbeitslosenquote wieder auf 5,1 % sinken, nach 5,4 % im Jahr 2023 und 5,3 % Jahr 2022.

Die Auswirkungen auf die inländische Beschäftigung sind schwierig zu prognostizieren. Das Beschäftigungsbarometer des Ifo-Instituts, welches die Bereitschaft misst, ob Firmen neue Mitarbeiter einstellen wollen, weist im Dezember 2022 einen Wert von 99,6 Punkten auf und liegt somit minimal unter dem Vorjahr. Dennoch bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten, da der weitere konjunkturelle Verlauf entscheidend von dem Rückgang der Inflation und der damit einhergehenden Kaufkraft abhängt. Bezogen auf die für die WERNER-Gruppe relevanten Sektoren wird auf folgende Darstellung verwiesen:

Die Situation in der für die WERNER-Gruppe relevante Bauwirtschaft ist damit weiterhin herausfordernd. Zwar ist die Baustoffbeschaffung für die Bauunternehmen insgesamt weniger aufwendiger als in den Vorjahren. Parallel ist jedoch davon auszugehen, dass die Materialkosten weiter auf historisch hohem Niveau verharren. Ergänzend zu steigenden Baukosten, nehmen Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten zu und wirken auf die Nachfrage nach Bauleistungen. Die Baukonjunktur könnte somit an Schwung verlieren.

Als Ausblick für das Jahr 2023 rechnet der ZDB (Zentralverband Deutsches Baugewerbe) mit einem Umsatz im Bauhauptgewerbe von knapp EUR 155 Mrd., was einem nominalen Rückgang um 2 % und bei der veranschlagten Preisentwicklung von 5,5 % einem realen Rückgang von 7 % entspricht. Insbesondere im Wohnungsbau kommt es nach den derzeitigen Rahmenbedingungen zu einem deutlichen Rückgang der im Vergleich zu den letzten Jahren überhöhten Nachfrage. Die Unternehmen können damit in ein bekanntes Spannungsfeld geraten. Eine im Grunde intakte, aber eingebremste Nachfrage nach Bauleistungen erhöht dann den Wettbewerbsdruck auf die Unternehmen.

Gerade im Wohnungsbau bahnt sich eine Kehrtwende an. Nachdem der Wohnungsbau bereits im Jahr 2022 einen Umsatzrückgang in Höhe von 4,5 % hinnehmen musste, zeigen die Prognosen des ZDB (Zentralverband Deutsches Baugewerbe), dass im Jahr 2023 erneut von einem Umsatzrückgang in Höhe von 10 % auszugehen ist. Im Jahr 2022 wurden 280.000 Wohnungen fertiggestellt. Für das Jahr 2023 rechnet der ZDB (Zentralverband Deutsches Baugewerbe) mit der Fertigstellung von 245.000 Wohnungen, was einem Minus von 12,5 % entsprechen würde. Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt dennoch weiterhin hoch. Insbesondere der Zuzug der vergangenen Jahre in die Metropolen sorgte für steigende Mieten und Immobilienpreise. Im Zuge veränderter Arbeitsmodelle hat sich dieser Trend etwas abgeschwächt. Allerdings dürften die urbanen Ballungszentren als Ganzes ihre hohe Anziehungskraft behalten. Da die WERNER-Gruppe in Teilen in diesem Segment tätig ist, wird bereits jetzt mit der Akquise in alternativen Sektoren begonnen.

Die Entwicklungen im Wirtschaftsbau sind vor allem durch die Konjunkturaussichten der deutschen Volkswirtschaft und damit durch die herrschende hohe Unsicherheit geprägt. Insbesondere bei Büro-, aber auch bei Fabrikgebäuden zeigt sich eine abwartende Investitionsbereitschaft. Eine Ausnahme bildet hier den Bau von Spezialimmobilien, bei welchen das Leistungsportfolio der Unternehmen der WERNER-Gruppe in Teilen angefragt werden. Weiter ist die Nachfrage Lagergebäuden unverändert positiv. Während in der Corona-Pandemie der Online-Handel der Treiber war, ist es nun die Lagervorhaltung zur Vermeidung von Materialengpässen. Der ZDB prognostiziert für das Jahr 2023 einen realen Umsatzrückgang im Wirtschaftsbau um 6 %.

Die Rahmenbedingungen für den deutschen Immobilienmarkt haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verändert. Angesichts zahlreicher Risikofaktoren - von steigenden Zinsen über den Ukrainekrieg bis hin zu hohen Energiepreisen sowie einer drohenden Rezession - zeigt sich der Immobilienmarkt in Deutschland ebenfalls verunsichert. Für das Geschäft der Werner Projektentwicklung GmbH ist es jedoch erforderlich, die einzelnen Immobiliensegmente differenziert zu betrachten.

Der Bereich der Büroimmobilien hat nach der coronabedingten Schwächung aufgrund der erhöhten Tendenz zum Home-Office wieder Fahrt aufgenommen. Nachholeffekte sowie benötigte Flächen für neue Bürokonzepte ließen die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr steigen. Es ist zu erkennen, dass Arbeitgeber vermehrt hybride Konzepte aus Home-Office und Präsenzarbeit verfolgen. Dies hat bauliche Veränderungen bei Büroimmobilien zur Folge. Fraglich ist, ob die abgeschwächten Konjunkturaussichten diese Dynamik wieder etwas dämpfen könnten.

Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Situation ist die Entwicklung im Bereich der Handelsimmobilien weiterhin positiv. Besonders die Nachfrage nach Fachmarktzentren und Einzelhandelsimmobilien im Bereich der Grundversorgung ist nach wie vor gegeben. Der Innenstadthandel stößt jedoch auf Gegenwind, der so bald nicht abflachen dürfte. So kehrten die Kunden nach der Corona-Pandemie zwar in die Einkaufsstraßen zurück. Vielen Haushalten fehlt angesichts steigender Lebenshaltungskosten aber das Geld für Konsumausgaben.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten der Werner Projektentwicklung GmbH ist trotz bestehender Herausforderungen in 2022 weiterhin in den bekannten Segmenten angesiedelt. Die Aktivitäten, bei denen ein Augenmerk auf die Qualität des Objektes gelegt werden, konzentrieren sich dabei im Wesentlichen auf die folgenden Bauvorhaben:

Im Geschäftsjahr 2021 wurde in Mittelhessen ein Discountmarkt errichtet, welcher im Juni 2021 an den Nutzer übergeben werden konnte. Daran angrenzend wurde ein bebautes Grundstück erworben, das nach Abriss der vorhandenen Gebäudesubstanz mit einem Fachmarktzentrum bebaut wird. Die Fertigstellung des Bauvorhabens sowie die Vermarktung der Gesamtanlage ist für 2023 geplant.

Im unmittelbaren Einzugsbereich von Frankfurt wird aktuell ein Lebensmittelmarkt inklusive zweier Mehrfamilienhäuser errichtet. Die Fertigstellung des Lebensmittelmarktes ist für das I. Quartal 2023, die Fertigstellung der Wohnobjekte bis Mitte 2023 vorgesehen.

Des Weiteren ist eine Baumaßnahme zur Errichtung eines tegut... Marktes mit angrenzendem Café in Mainfranken geplant, die Fertigstellung erfolgt zum Ende des Jahres 2023. Weiter plant die Werner Projektentwicklung GmbH für das Jahr 2023 die Veräußerung eines Fachmarktzentrums in Schwalmstadt-Treysa, welches im November 2022 fertiggestellt und an die jeweiligen Mieter übergeben wurde.

Darüber hinaus stellt die Werner Projektentwicklung GmbH durch die Sicherung von Grundstücken, den Abschluss von Mietverträgen und die Erwirkung von Baurecht auch mittelfristig eine ausreichende Auslastung sicher.

Die für die TECLAC Werner GmbH relevante Automobilbranche war im Jahr 2022 von sehr unterschiedlichen Dynamiken geprägt. Während die Märkte in Europa, Japan und den USA hinter dem Vorjahresniveau zurückblieben, legte der Absatz in China deutlich zu. Für das Jahr 2023 geht der VDA für den Pkw-Weltmarkt von einem Plus von 4 % auf 74,0 Mio. Einheiten aus. Auf dem europäischen Pkw-Markt wurden im Jahr 2022 11,3 Mio. Neufahrzeuge zugelassen. Für den europäischen Pkw-Markt rechnet der VDA mit einem Zuwachs in Höhe von rd. 5 %. Dies entspricht einem Wert von 11,8 Mio. Neuzulassungen im Jahr 2023. Diese konjunkturellen Rahmenbedingungen bestimmen damit wesentlich die Geschäftsentwicklung des Geschäftsbereichs Automotive.

Die Unternehmensgruppe plant für 2023 mit einer Gesamtleistung von EUR 159,6 Mio. und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 2,6 Mio. Aufgrund der zahlreichen dargestellten Herausforderungen wurde ein deutlich konservativer Budgetansatz für 2023 gewählt. Verlässliche Prognosen für das Geschäftsjahr 2023 sind insbesondere für die Automobilbranche und das Projektgeschäft nicht in dem Maße möglich wie in Zeiten eingeschwungener Zustände. Zudem bildet die gruppenweite Implementierung eines neuen ERP-Systems eine Herausforderung für das Geschäftsjahr 2023.

Der Auftragsbestand des Baubereichs bewegt sich auf einem ähnlich den Vorjahren sehr guten Niveau und sichert einen guten Auftragsvorlauf auch in das Geschäftsjahr 2023 hinein. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die steigenden Bau-. Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten auf die Nachfrage nach Bauleistungen niederschlagen.

Die verhalten positiven Prognosen einschlägiger Experten und die erwartet rückgängige Inflation im Gesamtjahr 2023 lassen die verhaltene Hoffnung auf adäquate gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2023 zu. Des Weiteren machen der gute Auftragsbestand in den einzelnen Gesellschaften und das breite Betätigungsfeld der WERNER-Gruppe zuversichtlich, dass die WERNER-Gruppe trotz der bestehenden Herausforderungen in Teilbereichen ihre budgetierten Leistungs- und Ergebnisziele im Geschäftsjahr 2023 erreichen wird.

 

Fulda, 15. Juni 2023

Die Geschäftsführung der Werner Holding GmbH

gez. Lucas Werner

gez. Christoph Werner

gez. Niklas Werner

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 79.343.019,96 65.277.786,34
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 717.454,23 277.964,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 343.885,00 253.379,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 19.585,00 24.585,00
3. geleistete Anzahlungen 353.984,23
II. Sachanlagen 77.858.274,10 64.232.529,71
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.454.734,89 39.618.714,89
2. technische Anlagen und Maschinen 9.126.049,00 3.733.330,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.214.407,26 5.661.655,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.063.082,95 15.218.829,82
III. Finanzanlagen 767.291,63 767.292,63
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 758.161,63 758.161,63
2. Beteiligungen 2.500,00 2.501,00
3. Genossenschaftsanteile 6.630,00 6.630,00
B. Umlaufvermögen 73.909.187,94 55.513.091,54
I. Vorräte 58.693.356,78 38.606.403,46
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.111.473,92 5.717.688,03
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 77.964.449,08 58.645.623,51
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.600.499,26 1.130.243,90
4. geleistete Anzahlungen 147.440,51 164.018,10
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28.130.505,99 27.051.170,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.891.329,29 12.644.275,73
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.684.000,90 10.864.255,38
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 156.189,24 3.123,20
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.051.139,15 1.776.897,15
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.324.501,87 4.262.412,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 309.939,90 278.327,26
D. Aktive latente Steuern 322.522,25 339.499,15
Aktiva 153.884.670,05 121.408.704,29

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 52.059.877,60 50.257.703,36
I. Gezeichnetes Kapital 2.520.000,00 2.520.000,00
II. Kapitalrücklage 7.945.909,63 7.945.909,63
III. Gewinnrücklagen 8.059.311,23 8.059.311,23
1. andere Gewinnrücklagen 8.059.311,23 8.059.311,23
IV. Gewinnvortrag 31.232.482,50 27.269.677,67
V. Jahresüberschuss 2.302.174,24 4.462.804,83
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 147.985,00 160.862,35
C. Rückstellungen 11.336.973,35 11.980.228,01
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 161.686,00 170.591,00
2. Steuerrückstellungen 428.795,26 2.052.715,37
3. sonstige Rückstellungen 10.746.492,09 9.756.921,64
D. Verbindlichkeiten 88.594.618,85 57.172.687,39
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70.153.613,12 40.185.370,24
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 37.680.137,53 13.412.331,95
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 32.473.475,59 26.773.038,29
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 68.459,65 347.991,24
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 68.459,65 347.991,24
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.507.060,08 11.839.217,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 13.507.060,08 11.839.217,84
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.141,70 5.744,89
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.141,70 5.744,89
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.862.344,30 4.794.363,18
davon aus Steuern 3.261.934,41 3.074.105,81
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 295.529,15 341.397,92
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.862.344,30 4.794.363,18
E. Rechnungsabgrenzungsposten 38.868,72 117.159,75
F. Passive latente Steuern 1.706.346,53 1.720.063,43
Passiva 153.884.670,05 121.408.704,29

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 148.737.322,23 157.034.118,12
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 19.789.080,93 15.064.360,09
3. andere aktivierte Eigenleistungen 639.299,53 766.023,10
4. sonstige betriebliche Erträge 3.479.540,44 3.836.440,79
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 3,79 1.673,30
5. Materialaufwand 82.312.648,77 89.624.472,61
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 46.880.706,26 58.753.015,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 35.431.942,51 30.871.457,03
6. Personalaufwand 51.338.602,12 49.459.422,91
a) Löhne und Gehälter 39.559.613,73 38.063.139,59
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 11.778.988,39 11.396.283,32
davon für Altersversorgung 115.516,57 125.799,81
7. Abschreibungen 4.628.923,12 4.646.820,05
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.628.923,12 4.646.820,05
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 29.741.954,08 26.217.788,41
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 30,71 5,12
9. Erträge aus Beteiligungen 98.000,00 116.591,58
davon aus verbundenen Unternehmen 98.000,00 116.591,58
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 15.117,40 117,14
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.667,01 3.504,82
davon aus verbundenen Unternehmen 325,56
davon Erträge aus Abzinsung 5.204,13 2.436,50
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.201.863,04 674.457,04
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 5.721,89 18.877,75
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 953.030,29 1.433.824,85
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 3.260,04 50.467,24
14. Ergebnis nach Steuern 2.609.006,12 4.764.369,77
15. sonstige Steuern 306.831,88 301.564,94
16. Jahresüberschuss 2.302.174,24 4.462.804,83

Kapitalflussrechnung nach DRS 21

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
TEuro
2021
TEuro
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss) 2.302,2 4.462,8
2.+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.628,9 4.646,8
3.+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 980,7 1.009,6
4.+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -12,9 -12,9
5.-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -20.948,4 -16.754,1
6.+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.375,4 4.436,0
7.-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -360,5 -5.941,3
8.+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.168,0 671,0
9. - Sonstige Beteiligungserträge 98,0 116,6
10.+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 953,0 1.433,8
11.-/+ Ertragsteuerzahlungen -2.990,9 -1.029,3
12. = Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -13.002,5 -7.194,2
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 587,3 145,5
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 477,2 776,7
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 18.223,6 15.808,1
16. + Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 0,0 1.999,9
17. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,0 0,0
18. + Einzahlungen in Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0,0 28.575,3
19. + Erhaltene Zinsen 28,2 1,1
20. + Erhaltene Dividenden 98,0 116,6
21. = Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -18.207,5 15.516,0
22. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 36.583,5 17.274,4
23. - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten 11.189,4 21.328,3
24. - Gezahlte Zinsen 1.196,1 653,9
25. - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens 500,0 580,0
26. = Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 23.698,0 -5.287,8
27. + Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus Zf. 12, 21 und 26) -7.512,0 3.034,0
28. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.152,6 -881,4
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -5.359,4 2.152,6
- davon Kassenbestände und Bankguthaben (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) 1.324,5 4.262,4
- davon jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten (Kontokorrentverbindlichkeiten) -6.683,9 -2.109,8

Eigenkapitalspiegel

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Angabe
in TEUR
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Summe
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe andere Gewinnrücklagen
Stand am 01.01.2021 2.520,0 7.746,1 199,8 7.945,9 8.059,3 16.005,2
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2021 2.520,0 7.746,1 199,8 7.945,9 8.059,3 16.005,2
Kapitalerhöhung/ -herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2022 2.520,0 7.746,1 199,8 7.945,9 8.059,3 16.005,2
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss, der dem Mutte unternehmen zuzurechnen ist Summe Konzerneigenkapital
0,0 21.714,4 6.135,3 27.849,7 46.374,9
-580,0 -580,0 -580,0
6.135,3 -6.135,3 0,0 0,0
4.462,8 4.462,8 4.462,8
0,0 27.269,7 4.462,8 31.732,5 50.257,7
-500,0 -500,0 -500,0
4.462,8 -4.462,8 0,0 0,0
2.302,2 2.302,2 2.302,2
0,0 31.232,5 2.302,2 33.534,7 52.059,9

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses

Die Werner Holding GmbH mit Sitz in 36037 Fulda, Dalbergstraße 7, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Fulda unter HRB 2909 ist als Mutterunternehmen gemäß § 290 HGB zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen.

Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) erstellt. Die Muttergesellschaft Werner Holding GmbH ist eine kleine Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 1 HGB).

Die Gliederung der Posten der Bilanz wurde nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgenommen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB vorgenommen.

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Die Rechnungslegung im Werner Holding Konzern erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Die Vorjahreswerte beruhen auf dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021. Darin wurden die Vorschriften zur Konzernrechnungslegung beachtet.

Für die Kapitalkonsolidierung (Altkonsolidierungsfälle) wurde im Rahmen der Erstkonsolidierung die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. angewandt. Bei der Erstkonsolidierung wurden die Beteiligungsbuchwerte der Muttergesellschaft gegen die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vorhandenen Vermögenswerte und Schulden der Tochtergesellschaften aufgerechnet. Die sich aus den Kapitalkonsolidierungen ergebenden Unterschiedsbeträge resultierten aus Ergebnisvorträgen der einbezogenen Tochtergesellschaften und haben Eigenkapitalcharakter.

Der Verrechnungszeitpunkt für die Kapitalkonsolidierung ist der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss bzw. der Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile.

Bei der Schuldenkonsolidierung wurden Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet.

Erlöse, Erträge und Aufwendungen aus Geschäftsvorfällen zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert.

Auf die Eliminierung der Zwischenergebnisse wurde verzichtet, da die betreffenden Beträge für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind (§ 304 Abs. 2 HGB).

Vollkonsolidierte Gesellschaften:

Gesellschaft/Sitz Anteil am gezeichneten Kapital
%
Muttergesellschaft
Werner Holding GmbH, Fulda
Tochtergesellschaften
ENTOX GmbH, Kalbach x) 100,00
Epowit Bautechnik GmbH, Eichenzell x) 100,00
DAMIAN WERNER GmbH, Kalbach x) 100,00
TECLAC Werner GmbH, Fulda x) 100,00
WEMO-tec GmbH, Eichenzell x) 100,00
Werner Immobilienverwaltung GmbH, Fulda x) 100,00
Werner Projektentwicklung GmbH, Fulda x) 100,00
Werner Projekt GmbH, Fulda x) 100,00
Zeiss Chemie GmbH, Fulda x) 100,00
Fuchs + Girke Bau und Denkmalpflege GmbH, Ottendorf-Okrilla x) 100,00
ZR Arbeitsbühnen Ziegler GmbH, Würzburg x) 100,00
WH Projektgesellschaft Bad Nauheim GmbH & Co. KG , Fulda xx) 100,00
WH Immobilien Projekt Bad Nauheim GmbH, Fulda x) 100,00

x) Von der Inanspruchnahme der Befreiung für die Offenlegung des Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 3 HGB wurde Gebrauch gemacht.

xx) Von der Inanspruchnahme der Befreiung für die Offenlegung des Jahresabschlusses nach § 264b wurde Gebrauch gemacht.

Folgende Tochterunternehmen wurden unverändert zum Vorjahr gemäß § 296 Abs. 2 HGB und § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Sie sind einzeln und auch insgesamt für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung.

Gesellschaft/Sitz Anteil am gezeichneten Kapital
%
WEMO-tec Portugal Lda., Alfena Valongo/Portugal 100,00
WEMO-tec UK Ltd., Nottingham/Großbritannien 100,00

Zwischen der Werner Holding GmbH und den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge wie folgt:

Gesellschaft Beginn Ende
TECLAC Werner GmbH 2001 unbefristet
DAMIAN WERNER GmbH 2002 unbefristet
ENTOX GmbH 2006 unbefristet
Epowit Bautechnik GmbH 2007 unbefristet
WEMO-tec GmbH 2007 unbefristet
Werner Projektentwicklung GmbH 2007 unbefristet
Fuchs + Girke Bau und Denkmalpflege GmbH 2012 unbefristet

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Abschreibungen von Gegenständen des Anlagevermögens wurden folgende Abschreibungsmethoden angewandt:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände linear 3 - 10 Jahre
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken linear 3 - 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen linear 2 - 14 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 2 - 19 Jahre

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Ein im Geschäftsjahr 2016 aufgrund eines Asset Deals aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert betrug TEUR 50. Es kann nicht eingeschätzt werden, wie lange dieser von Nutzen sein wird. Aufgrund der bestehenden Unsicherheit wird von § 253 Absatz 3 HGB Gebrauch gemacht und bei der Bewertung des Geschäfts- oder Firmenwerts eine pauschale Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt. Die planmäßige Abschreibung beträgt damit TEUR 5 p.a. Der Restbuchwert zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 19,6.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Fremdherstellungskosten, Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Herstellung veranlasst wurde.

Bei in Bau befindlichen großvolumigen Immobilienprojekten, die als Einzelobjekte in speziellen Objektentwicklungsgesellschaften entwickelt werden, wurden im Berichtsjahr zudem direkt zurechenbare Finanzierungskosten im Umfang von TEUR 3,9 aktiviert.

Bewegliche und unbewegliche Anlagegüter wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Selbstständig nutzungsfähige Vermögensgegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Die Anschaffungskosten werden durch Einzelfeststellung oder mit dem gewogenen Durchschnittswert ermittelt.

Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus langer Lagerdauer oder eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, wurden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, mit einbezogen.

Erhaltene Anzahlungen auf unfertige Bauleistungen

Erhaltene Anzahlungen von Kunden wurden zum Nennwert angesetzt. Soweit diese durch unfertige Bauleistungen abgedeckt sind, wurden sie offen von den Vorräten gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB abgesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

und Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten angesetzt. In dem Posten sind im Folgejahr abziehbare Vorsteuerbeträge von TEUR 213,4 (Vorjahr TEUR 359,7) enthalten.

Liquide Mittel

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zu Nominalwerten bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält einen Unterschiedsbetrag nach § 250 Abs. 3 HGB von TEUR 20 (Vorjahr TEUR 40).

Sonderposten

Für Investitionszuschüsse wurde ein Sonderposten gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt in Abhängigkeit von der Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen basieren auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens vom 21.03.2023 der GBG-Consulting für betriebliche Altersversorgung GmbH, Köln. Die Pensionsrückstellung wurde nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des "modifizierten Teilwertverfahrens" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck verwendet. Der für die Laufzeit der Verpflichtung entsprechende maßgebliche Rechnungszins beträgt 1,78 %. Hierbei wurde anstelle des 7-Jahres-Durchschnittssatzes (1,44 %) der 10-Jahres-Durchschnittssatz (1,78 %) verwendet. Der Unterschiedsbetrag für das Geschäftsjahr 2022 beträgt Euro 3.452; § 253 Absatz 6 HGB.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Zugangsbewertung erfolgt zum Nominalbetrag (Bruttomethode). Der Abzinsungseffekt wird gesondert als Zinsertrag erfasst. Fortbestehende abgezinste Rückstellungen werden zum Bilanzstichtag aufgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag umgerechnet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in der Bilanz sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Auf temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in Handels- und Steuerbilanz werden latente Steuern gebildet. Die Ermittlung der Beträge der sich ergebenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen erfolgt auf Basis eines durchschnittlichen Steuersatzes von aufgerundet 30 %. Auf bestehende steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern angesetzt, wenn der Steuervorteil aus dem Verlustvortrag mit hinreichender Wahrscheinlichkeit realisiert werden kann. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen.

Einzelangaben zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens vergleiche die Darstellung im Konzernanlagenspiegel.

Werner Holding GmbH - Konzern Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
BILANZ - AKTIVA
A. Anlagevermögen 144.803.197,47 18.810.860,74 0,00 -2.818.390,32 160.795.667,89
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.393.523,06 587.260,44 0,00 -44.342,59 2.936.440,91
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.903.523,06 233.276,21 0,00 -44.342,59 2.092.456,68
2. Geschäfts- oder Firmenwert 490.000,00 0,00 0,00 0,00 490.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 353.984,23 0,00 0,00 353.984,23
II. Sachanlagen 141.271.444,31 18.223.600,30 0,00 -2.503.109,26 156.991.935,35
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 68.024.935,20 3.428.292,61 85.222,29 -53.945,00 71.484.505,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.558.138,61 2.369.029,24 4.136.780,08 -875.792,82 35.188.155,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.416.496,23 1.360.022,95 0,00 -1.573.371,44 28.203.147,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.271.874,27 11.066.255,50 -4.222.002,37 0,00 22.116.127,40
III. Finanzanlagen 1.138.230,10 0,00 0,00 -270.938,47 867.291,63
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 858.161,63 0,00 0,00 0,00 858.161,63
2. Beteiligungen 273.438,47 0,00 0,00 -270.938,47 2.500,00
3. Genossenschaftsanteile 6.630,00 0,00 0,00 0,00 6.630,00
Werner Holding GmbH - Konzern Kumulierte Abschreibung
Stand 01.01.2022
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
BILANZ - AKTIVA
A. Anlagevermögen -79.525.411,13 -4.628.923,12 0,00 2.701.686,32 -81.452.647,93
I. Immaterielle Vermögensgegenstände -2.115.559,06 -147.755,21 0,00 44.327,59 -2.218.986,68
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -1.650.144,06 -142.755,21 0,00 44.327,59 -1.748.571,68
2. Geschäfts- oder Firmenwert -465.415,00 -5.000,00 0,00 0,00 -470.415,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen -77.038.914,60 -4.481.167,91 0,00 2.386.421,26 -79.133.661,25
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -28.406.220,31 -1.623.549,90 0,00 0,00 -30.029.770,21
2. Technische Anlagen und Maschinen -25.824.808,61 -1.101.247,32 0,00 863.949,82 -26.062.106,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -22.754.841,23 -1.756.370,69 0,00 1.522.471,44 -22.988.740,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -53.044,45 0,00 0,00 0,00 -53.044,45
III. Finanzanlagen -370.937,47 0,00 0,00 270.937,47 -100.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -100.000,00 0,00 0,00 0,00 -100.000,00
2. Beteiligungen -270.937,47 0,00 0,00 270.937,47 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Werner Holding GmbH - Konzern Buchwert
Buchwert 31.12.2021
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
BILANZ - AKTIVA
A. Anlagevermögen 65.277.786,34 79.343.019,96
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 277.964,00 717.454,23
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 253.379,00 343.885,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 24.585,00 19.585,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 353.984,23
II. Sachanlagen 64.232.529,71 77.858.274,10
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.618.714,89 41.454.734,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.733.330,00 9.126.049,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.661.655,00 5.214.407,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.218.829,82 22.063.082,95
III. Finanzanlagen 767.292,63 767.291,63
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 758.161,63 758.161,63
2. Beteiligungen 2.501,00 2.500,00
3. Genossenschaftsanteile 6.630,00 6.630,00

Angaben zu Beteiligungen nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB

Gesellschaft/Sitz Anteil am gezeichneten Kapital
in %
Eigenkapital 31.12.2022 Jahresergebnis 2022
WEMO-tec Lda. Portugal, Alfena Valongo/Portugal 100,00 TEUR 1.729,9 TEUR 199,9
WEMO-tec UK Ltd. Nottingham/Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland 100,00 TEUR 236,2 TEUR -38,8
(GPB 209.450) (GPB -33.124)

Aktive und passive latente Steuern

Angaben nach § 314 Absatz 1 Nr. 22 HGB hinsichtlich der Salden und deren Veränderungen

Stand 01.01.2022 Veränderung 2022 Stand 31.12.2022
Aktive latente Steuern EUR 339.499,15 EUR - 16.976,90 EUR 322.522,25
Passive latente Steuern EUR 1.720.063,43 EUR -13.716,90 EUR 1.706.346,53

Im Berichtsjahr sind im Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag latente Steueraufwendungen von TEUR 52,9 und latente Steuererträge von TEUR 49,7 erfasst.

Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus den temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz von Vermögenswerten und Schulden in der Handelsbilanz und Steuerbilanz der einbezogenen Einzelabschlüsse (§ 274 Abs. 1 HGB) sowie auf steuerlichen Verlustvorträgen bei einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften.

Die aktiven latenten Steuern entfallen mit TEUR 230,6 (Vorjahr TEUR 207,8) auf Verlustvorträge, mit TEUR 42,3 (Vorjahr TEUR 51,7) auf das Anlagevermögen, mit TEUR 49,6 (Vorjahr TEUR 59,4) auf die Rückstellungen sowie mit TEUR 0,0 (Vorjahr TEUR 20,5) auf die Verbindlichkeiten.

Die passiven latenten Steuern entfallen mit TEUR 1.705,9 (Vorjahr TEUR 1.719,6) auf das Anlagevermögen sowie mit TEUR 0,5 (Vorjahr TEUR 0,4) auf die Rückstellungen.

Verbindlichkeitenspiegel

mit einer Restlaufzeit von Bilanzposition der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
Euro
bis zu 1 Jahr
Euro
1 bis 5 Jahren
Euro
mehr als 5 Jahren
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70.153.613,12 37.680.137,53 27.120.040,01 5.353.435,58
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 68.459,65 68.459,65 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.507.060,08 13.507.060,08 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.141,70 3.141,70 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 4.862.344,30 4.862.344,30 0,00 0,00
88.594.618,85 56.121.143,26 27.120.040,01 5.353.435,58

Besicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Der durch Sicherungsübereignung besicherte Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt TEUR 7.233.

Der zusätzlich durch Grundschulden besicherte Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt TEUR 13.205.

Der durch Grundschulden einschließlich der Abtretung von Miet- und Pachtforderungen sowie Globalzessionen diverser Kundenforderungen besicherte Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt TEUR 48.703.

Einzelangaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

2022
TEuro
2021
TEuro
Inland 128.950 130.761
EU-Länder 19.395 25.783
Drittland 392 490
148.737 157.034

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Geschäftsbereichen wie folgt:

2022
TEuro
2021
TEuro
Geschäftsbereich Bau und baunahe Dienstleistungen 87.201 76.273
Geschäftsbereich Automotive 44.685 34.844
Projektgeschäft 15.373 44.656
Verwaltung/Immobilien 1.478 1.261
148.737 157.034

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 1.480 (Vorjahr TEUR 833), aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen TEUR 316 (Vorjahr TEUR 505), Gewinne aus Anlagenabgängen von TEUR 377 (Vorjahr TEUR 650) und sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 163 (Vorjahr TEUR 339).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 8).

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung und zum Eigenkapitalspiegel

Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten (Kontokorrentverbindlichkeiten), die zur Disposition der liquiden Mittel gehören.

Eigenkapitalspiegel

Da es bei den im vorliegenden Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen keine nicht beherrschenden Anteile gibt, wurde auf die entsprechende Darstellung im Eigenkapitalspiegel verzichtet, da insoweit Nullbeträge auszuweisen wären.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

- Mietverträge:

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen gegenüber fremden Dritten betragen TEUR 1.854. Hiervon bestehen für das Jahr 2023 Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 582.

- Leasingverträge:

Aus vorhandenen Leasingverträgen ergeben sich folgende Verpflichtungen:

Jahresverpflichtung WERNER-Gruppe 2023 EUR 2.597.468,61
Jahresverpflichtung WERNER-Gruppe 2024 EUR 1.809.317,45
Restverpflichtung bis Laufzeitende EUR 1.922.392,88

Die oben genannten Leasinggeschäfte dienen der Schonung der Kreditlinien sowie der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile bestehen in der kurzfristigen Vertragsbindung. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit.

Außerbilanzielle Geschäfte

Im Rahmen des echten Factorings wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der TECLAC Werner GmbH an die VR Factorem GmbH verkauft. Der bilanzwirksame Effekt hieraus betrug zum Bilanzstichtag EUR 2,7 Mio. (Vorjahr EUR 1,9 Mio.). Das Factoring dient der Entlastung der kurzfristigen Kredit- und Kontokorrentlinien und somit der Verbesserung der Liquidität und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile bestehen darin, dass das Ausfallrisiko der ausstehenden Forderungen auf den Käufer übertragen wurde und dass die Gefahr durch einen oder mehrere Rechnungsausfälle gemindert wurde. Risiken bestehen in der Gefahr einer zu großen Abhängigkeit vom Factor.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken bestehender Finanzierungen werden derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps eingesetzt. Der Teil der Grundgeschäfte, der Zinsänderungsrisiken ausgesetzt ist, wird mit den Zinsderivaten in Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Zum 31. Dezember 2022 waren mit variablen Zinskonditionen ausgestattete Darlehen durch Zinsswaps im Nominalvolumen von TEUR 4.210 abgesichert.

Das Risiko von Zinsänderungen von variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird in Höhe von TEUR 2.000 auf den vereinbarten Festzinssatz von -0,02 % bis 30. September 2026, in Höhe von TEUR 210 auf den vereinbarten Festzinssatz von 0,70 % bis 30. Juni 2026 und in Höhe von TEUR 2.000 auf den vereinbarten Festzinssatz von 1,75 % bis 19. August 2026 begrenzt.

Mittels bestehender Zinsswapgeschäfte wurden zu bestehenden Darlehen gegenüber Kreditinstituten variable Zinskonditionen in Festzinsen getauscht. Die Zinsswaps weisen zum Bilanzstichtag einen Marktwert von TEUR 328 auf.

Der Marktwert gibt den Gegenwert an, der erzielt würde, wenn die entsprechenden Geschäfte losgelöst von den Grundgeschäften am Stichtag aufgelöst würden

Das Risiko von Zinsänderungen von variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird in Höhe des Kontraktvolumens von TEUR 2.000 auf eine Zinsobergrenze von 0,50 % bis zum 30. Dezember 2025 begrenzt.

Der Marktwert des Zinscap beläuft sich per 31.12.2022 auf TEUR 154.

Nominalbeträge, Zinsperioden und zugrunde liegende Basiszinssätze, für die zum Abschlusszeitpunkt der Zinsswaps noch nicht fixierten Berechnungsperioden, stimmen mit den Konditionen des Grundgeschäftes überein.

Bei den abgeschlossenen Zinsderivaten wird der Marktwert auf Basis der MTM-Bewertung (mark-to-market) anhand eigener Modelle der kontrahierenden Bank bewertet. Dieser Bewertung liegen die erwarteten Zahlungsströme über die Restlaufzeit der Kontrakte auf Basis aktueller Marktzinsen zum 31. Dezember 2022 zu Grunde.

Die derivativen Finanzinstrumente werden mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Die Effektivität der Mikro-Hedges oder Portfolio-Hedges ist gegeben, da Grund und Sicherungsgeschäft hinsichtlich der wesentlichen Bedingungen (Referenzzinssatz und Laufzeit) übereinstimmen (critical terms match).

Beschäftigte Arbeitnehmer

Der Beschäftigungsstand per 31. Dezember 2022 beträgt 1.077 Arbeitnehmer (Vorjahr 1.043 Arbeitnehmer).

Im Jahresdurchschnitt waren 1.058 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr 1.061 Arbeitnehmer).

Die Zahl der Arbeitnehmer gliedert sich wie folgt auf:

2022 2021
Angestellte 362 353
gewerbliche Arbeitnehmer 696 708
1.058 1.061

Geschäftsführung

- Herr Lucas Werner, einzelvertretungsberechtigt

- Herr Christoph Werner, einzelvertretungsberechtigt,

- Herr Niklas Werner, einzelvertretungsberechtigt,

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Beirat

- Herr Richard Nüchter, freiberuflicher Berater,

- Herr Reinhold Werner, Unternehmer

- Herr Dipl.-Ing. Jörg Ohlsen, Geschäftsführer der ESG Mobility GmbH, München

Organbezüge

Aufgrund § 286 Abs. 4 i.V.m. § 314 Abs. 3 HGB wird auf die Angabe zu den Organbezügen nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB verzichtet.

Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers und zu sonstigen vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen

2022
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 124,0

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen umfasst die Prüfung des Konzernabschlusses, sowie die Prüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen prüfungspflichtigen handelsrechtlichen Einzelabschlüsse. Bei kleinen, nicht prüfungspflichtigen Gesellschaften, die in den Konzernabschluss einbezogen werden, wird zum Teil eine freiwillige Prüfung durchgeführt, bzw. es werden Geschäftsvorfälle geprüft, die wesentlich für die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzernabschlusses oder des Konzernlageberichts sind.

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss 2022 der Werner Holding GmbH auf neue Rechnung vorzutragen.

Offenlegung

Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt.

 

Fulda, 15. Juni 2023

Die Geschäftsführung der Werner Holding GmbH

gez. Lucas Werner

gez. Christoph Werner

gez. Niklas Werner

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.07.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Werner Holding GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Werner Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Werner Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fulda, 20. Juni 2023

HNW Herber Niewelt Witzel GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Jürgen Müller, Wirtschaftsprüfer

gez. Markus Niewelt, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.