ANDRITZ Schuler Pressen GmbH

Schuler-Platz 1, 73033 Göppingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 726465
Vorher
Schuler Pressen GmbH
Eingetragen
21.4.2011
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Planung, Konstruktion, Herstellung und der Vertrieb von sowie der Handel mit Maschinen, Vorrichtungen und Werkzeugen aller Art, Automatisierungseinrichtungen, Fertigungsanlagen, elektrischen Ausrüstungen und Steuerungen, insbesondere von Pressensystemen, von Pressteilen aller Art, von Modellen sowie von Prototypen und Serienteilen sowie die Durchführung aller Geschäfte, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen oder dem Gesellschaftszweck zu dienen geeignet scheinen. Die Gesellschaft ist berechtigt den Gegenstand auf ähnliche und verwandte Betriebszwecke auszudehnen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patric Winterhalter
seit 24.3.2026
Prokura
Mathias Bühler
seit 24.11.2025
Prokura
Jürgen Funk
seit 18.8.2025
Prokura
Christian Palm
seit 12.8.2025
Geschäftsführer
Stefan Wochinger
seit 31.3.2025
Prokura
Geschäftsführer
Prokura
Andreas Niederle
seit 14.3.2023
Prokura
Ralf Frey
seit 8.8.2022
Prokura
Markus Lehmann
seit 18.5.2022
Prokura
Ralph Maile
seit 14.9.2021
Prokura
Markus Schempp
seit 17.3.2021
Prokura
Nicolas Drevon
seit 17.3.2021
Prokura
Martin Steinmetz
seit 15.9.2020
Prokura
Christoph Münch
seit 22.7.2020
Prokura
Rüdiger Knirsch
seit 22.7.2020
Prokura
Geschäftsführer
Thomas Kucher
seit 20.1.2020
Prokura
Geschäftsführer
Ernst Schwoshuber
seit 11.6.2019
Prokura
Klaus Amos
seit 11.6.2019
Prokura
Torsten Schwab
seit 2.10.2018
Prokura
Andrea Pinkas-Rack
seit 2.10.2018
Prokura
Philipp Reinhardt
seit 27.6.2018
Prokura
Jens Mogdans
seit 13.11.2017
Prokura
Grit Fiebelkorn
seit 14.2.2017
Prokura
Uwe Konnerth
seit 21.1.2015
Prokura
Thomas Hägele
seit 4.11.2014
Prokura
Christoph Spanheimer
seit 20.3.2014
Prokura
Dieter Merkle
seit 13.11.2013
Prokura
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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.01% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
ANDRITZ AGAUT
71.15%
16.44%
ANDRITZ Power & Water GmbHAUT
10.62%
ANDRITZ AGAUT
1.80%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ANDRITZ Schuler GmbH
Germany
21.613.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schuler Pressen GmbH

Göppingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Schuler bietet Pressen, Automationslösungen, Werkzeuge, Prozess-Know-how und Service für die metallverarbeitende Industrie, den automobilen Leichtbau und die Münztechnik an. Unsere Produkte und Lösungen beinhalten mechanische und hydraulische Pressensysteme, Transfer- und Tryoutpressen, Automationseinrichtungen, Werkzeuge, Schnellläuferpressen sowie Systeme zur Massivumformung bis hin zu Innenhochdruckumformung und Formhärten. Zu den Kunden gehören Automobilhersteller und -zulieferer, Münzprägeanstalten sowie Unternehmen aus der Schmiede-, Hausgeräte-, Verpackungs-, Energie- und Elektroindustrie. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden ein umfangreiches Serviceangebot.

Unsere Geschäftsaktivitäten werden von eigenständig agierenden Divisionen durchgeführt. Sie verfügen über eine einheitliche Struktur jeweils mit den Funktionen Vertrieb, Projektplanung, Projektmanagement und Konstruktion und sind innerhalb der jeweiligen Division nochmals in Produktgruppen gegliedert.

Die Division Automotive ist zentraler Ansprechpartner für die Automobilhersteller und für die Tier-0,5-Kunden. Produkte der Division sind mechanische Pressenlinien, Tryoutpressen, Transferpressen, ProgDie-Pressen und Schneidpressen für Platinenschneidanlagen, vorrangig mit Servoantrieb. Zum 01. Januar 2021 wird die ehemalige Division Hydraulic als eigenständiger Produktbereich in die Division Automotive integriert.

Die Division Hydraulic realisiert hydraulische Pressen und Fertigungsanlagen für unterschiedliche Marktsegmente. Zu den Kunden gehören weltweit Automobilhersteller und -zulieferer sowie Unternehmen aus der Schmiede- und Hausgeräteindustrie. Des Weiteren kommen Systemlösungen aus der Schuler-Division Hydraulic in der Eisenbahnindustrie zum Einsatz. Die Produktpalette umfasst hydraulische Transfer- und Tryout-Pressen sowie vollautomatisierte Pressenlinien für die Blechumformung. Einen weiteren Schwerpunkt stellen hydraulische Anlagen für die weltweit tätige Schmiedeindustrie für die Herstellprozesse der Kaltmassivumformung sowie der Warmumformung dar. Auch für das Formhärten hochfester Bauteile, die Innenhochdruckumformung komplexer Hohlkörper, die Verarbeitung faserverstärkter Kunststoffe und das Feinschneiden entwickelt und realisiert Schuler Systemlösungen mit hydraulischer Pressentechnik. Die Division Hydraulic wird neu geordnet und ab 2021 als eigenständiger Produktbereich in der Division Automotive weitergeführt.

Die Division Industry bietet Lösungen für Stanz- und Umformsysteme, Anlagen für die Massivumformung sowie Systemlösungen für Kunden aus den Bereichen Batterieherstellung, Münztechnologie und Elektroblechfertigung. Ebenfalls zum Produktspektrum zählen Lösungen zur Automatisierung von Werkzeugmaschinen inklusive Leitsteuerungen für verkettete Produktionsanlagen und Systeme für die Herstellung und den Transport von Platinen, Werkstücken und Werkzeugen. Zu den Kunden zählen Unternehmen aus den Bereichen Automobil- und Zuliefererindustrie (überwiegend Tier 1 - 3), Hausgeräteindustrie, Eisenbahnindustrie und weitere Industrieanwendungen.

Mit unserem umfassenden Serviceangebot in der Division Service unterstützen wir unsere Kunden in allen Geschäftsbereichen "weltweit vor Ort". In Kooperation mit den im Schuler-Konzern verbundenen Unternehmen sind wir in über 40 Ländern präsent. Der Service bietet ein breites Leistungsspektrum und weitreichendes Know-how für den Leistungserhalt oder die Leistungssteigerung bestehender Anlagen.

Darüber hinaus beinhaltet unser Serviceangebot die Optimierung und Modernisierung älterer Anlagen mit dem Ziel, deutliche Leistungssteigerungen zu erreichen. Ergänzend werden überholte und modernisierte Gebrauchtmaschinen zum Kauf angeboten.

Divisionsübergreifend bieten wir unseren Kunden außerdem Komplettlösungen aus einer Hand - von der Planung und Beratung über Entwicklung und Konstruktion bis zur Einrichtung und Anpassung beim Kunden und dem Serienanlauf. Neben den Pressen liefern wir auch die komplette Presswerkausrüstung einschließlich der erforderlichen Werkzeuge und insbesondere der Automatisierung der gesamten Prozesskette im Presswerk.

Den Bereich Body Panel haben wir bereits im Vorjahr im Rahmen eines Assets Deals veräußert. Der Kaufvertrag mit der PMW Group GmbH, München, wurde am 11. Dezember 2019 mit wirtschaftlicher Wirkung mit Ablauf des 30. September 2019 unterzeichnet. Dieser Verkauf wurde im Rahmen eines Carve Outs zum 28. Februar 2020 ("Closing Datum") rechtlich vollzogen.

2. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2020 sind laufende Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E-Kosten) in Höhe von 10,4 Mio. EUR (Vorjahr: 16,6 Mio. EUR) aufwandswirksam erfasst worden. Wie in den Vorjahren wurden keine Entwicklungskosten aktiviert. Den wesentlichen Teil der Entwicklungsarbeit erbringen wir im Rahmen von kundenbezogenen Einzelprojekten. Die zugehörigen Aufwendungen sind als Auftragskosten verbucht und entsprechend in den oben genannten F&E-Kosten nicht berücksichtigt.

3. Mitarbeiter

Zum Stichtag 31. Dezember 2020 waren bei der Schuler Pressen GmbH 2.561 (Vorjahr: 3.078) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, inklusive Auszubildende, beschäftigt.

Im Zuge des Verkaufs des Bereichs Body Panel ist die Cartec Tooling GmbH mit Wirkung zum Stichtag 28. Februar 2020 in sämtliche Rechte und Pflichten aus den betreffenden Arbeitsverhältnissen der Schuler Pressen GmbH nach Maßgabe des § 613a BGB eingetreten. Dadurch sind per 28. Februar 2020 182 Beschäftigungsverhältnisse auf die Cartec Tooling GmbH übergegangen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Rezession der Weltwirtschaft in 2020

Die Weltwirtschaft spürt 2020 deutlich die Auswirkungen der Corona-Pandemie, aber auch Krisen wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China, geopolitische Spannungen und der endgültige Austritt Großbritanniens aus der EU führen zu einer weiteren Anspannung der wirtschaftlichen Lage. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2020 nach Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,5% gesunken (2019: +2,8%). Die Industrieländer müssen mit einem Minus von 4,9% rechnen (2019: +1,6%). Der IWF erwartet für die Schwellen- und Entwicklungsländer eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums um 2,4% (2019: +3,6%).

Das BIP der Eurozone nahm im weltweiten Vergleich mit -7,2% deutlich stärker ab. In Deutschland sank das BIP um vergleichsweise geringe 5,4%. Durch stärkeren privaten Konsum, eine geringere Abhängigkeit von der Tourismusbranche und stark gestiegene Exporte blieb die Wirtschaft hier vergleichsweise stabil. Das US-Wirtschaftswachstum sank, ähnlich dem weltweiten Schnitt, um 3,4%.

In Japan sank das BIP um 5,1%. China verzeichnet bereits 2020 positive Wachstumsdynamiken, Experten rechnen mit einem Anstieg des BIP um 2,3%. Diese Dynamik wurde durch umfangreiche Konjunkturpakete und ein starkes Exportvolumen unterstützt. Die Coronakrise hatte großen Einfluss auf die konjunkturelle Lage in Indien, das BIP sank um 8,0%. In Brasilien verringerte sich das BIP um 4,5% im Vergleich zum Vorjahr, und auch in Russland war der Wachstumstrend ähnlich, dort nahm das BIP um 3,6% ab.

[Quelle: International Monetary Fund (IMF) World Economic Outlook Update, Januar 2021]

Weltautomobilmarkt 2020 deutlich unter niedrigem Vorjahresniveau

Die PKW Neuzulassungen bewegen sich 2020 nach Einschätzungen des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA) weltweit bei einem deutlichen Rückgang von 15% auf 67,7 Millionen PKW. Prägend für die wirtschaftliche Entwicklung weltweit und in den einzelnen Ländern waren die großen Folgen der Coronakrise.

Der europäische Trend bei den Neuzulassungen 2020 liegt im globalen Vergleich signifikant unter dem weltweiten Durchschnitt. In ganz Europa (EU27+EFTA+UK) war laut VDA ein negatives Wachstum von 24,3% bei den Neuzulassungen zu beobachten. Verursacht wurden diese historischen Rückgänge im europäischen Raum im Besonderen durch den starken Einfluss der Corona-Pandemie, aber auch die Brexit-Verhandlungen beeinflussten die Zahl der Neuzulassungen nachhaltig.

Die Coronakrise hat eine neue Mobilitätsdiskussion angestoßen. In Deutschland sieht ein Großteil der Bevölkerung das Auto in Bezug auf eine mögliche Corona-Infizierung als sicherstes Verkehrsmittel an und will unter keinen Umständen auf das Auto verzichten. Daraus resultierte eine starke Wachstumsphase von September-Dezember 2020, hier lag das Absatzvolumen sogar über dem des Vorjahres. Der Trend wurde durch die Subvention von ganz oder teilweise (hybrid) elektromotorisch angetriebenen Autos sowie der befristeten Umsatzsteuerabsenkung verstärkt. Im Gesamtjahr sank der Absatz in Deutschland nach Angaben des VDA um 19%. In 2020 wurden im Vergleich zum Vorjahr 24,0% weniger Autos in das Ausland exportiert. Entsprechend verzeichnete die PKW Produktion in Deutschland einen ähnlich starken Einbruch mit 25,0%.

Auch in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) waren in 2020 im Vergleich zum Vorjahr Rückgänge bei den PKW Zulassungen zu verzeichnen (Brasilien -26,7%, Indien -17,7%, Russland -9,1%). Bemerkenswert ist die Entwicklung auf dem chinesischen Automobilmarkt. Von Januar bis Dezember 2020 entwickelte sich das Absatzvolumen auf 19,8 Millionen Einheiten, was einen Rückgang zum Vorjahr von nur 6,1% bedeutet. Der Rückgang in China liegt damit deutlich unter dem globalen Marktdurchschnitt.

In den USA blieb das Absatzvolumen mit einem Minus von 16,8% unter dem Vorjahresniveau von 2019. Mit 3,8 Millionen PKW-Neuzulassungen litt der japanische Markt verhältnismäßig gering (11,4% unter dem Vorjahresabsatz).

[Quellen: VDA Pressemeldung vom 19. Januar 2021 "Europäischer Pkw-Markt bricht 2020 um ein Viertel ein" und VDA Pressemeldung vom 08. Januar 2021 "Corona-Effekt: Austausch älterer Autos stockt"]

Sinkende Nachfrage nach Werkzeugmaschinen

Die globale Werkzeugmaschinenindustrie erlebte im Jahr 2020 einen empfindlichen Nachfragerückgang. Die Abkühlung der Weltkonjunktur, das zunehmend rauer werdende Handelsklima und der Strukturwandel in der Automobilindustrie führen zusammen mit der Corona-Pandemie zu drastischem Preis- und Mengendruck auf die Branche.

Nach den Berechnungen des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) ist die weltweite Werkzeugmaschinenproduktion 2020 gegenüber dem Vorjahr um 23,4% auf 55,0 Mrd. EUR gesunken.

Der deutsche Werkzeugmaschinenbau geriet 2020 in einen kräftigen Abschwung. Die Nachfragesituation verschlechterte sich, und der Auftragseingang ging in Summe um 31,0% zurück. Die Bestellungen aus dem Inland brachen deutlich ein (- 33,0%), und auch die Auslandsnachfrage lag 31,0% unter Vorjahresniveau. Das Produktionsvolumen sank um 31,0% auf rund 10,8 Mrd. EUR.

Die Exportquote der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie stieg hingegen gegenüber dem Vorjahr von 64,5% auf 65,9% an. Insgesamt waren die Kapazitäten mit 70,9% wesentlich geringer ausgelastet und lagen dabei um 17,5 Prozentpunkte unter Vorjahresniveau.

[Quelle: Schätzung des VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. für Schuler anhand Oxford Economics und VDW Daten, Januar 2021]

2. Geschäftsverlauf

Auftragseingänge zurückgegangen

Im Geschäftsjahr 2020 sind die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr um 215,0 Mio. EUR und damit 33,4%, von 643,5 Mio. EUR auf 428,5 Mio. EUR, zurückgegangen.

Auftragseingang nach Regionen:

Auftragseingang nach Regionen 2020 2019 Delta
TEUR % TEUR % %
Europa 284.708 66,4 460.068 71,5 -38,1
Amerika 76.248 17,8 64.900 10,1 17,5
Asien 66.102 15,4 97.041 15,1 -31,9
Andere Regionen 1.431 0,3 21.478 3,3 -93,3
Gesamt 428.489 100,0 643.487 100,0 -33,4

Insbesondere in Europa (-175,4 Mio. EUR oder -38,1% zum Vorjahr) hat sich die Auftragslage verschlechtert. Außerdem sind die Auftragseingänge aus Asien stark zurückgegangen (-31,0 Mio. EUR).

Gemessen am Gesamtauftragseingang war Europa mit 66,4% (Vorjahr: 71,5%) erneut der größte Absatzmarkt, mit sinkender Tendenz. Die Region Amerika verzeichnet einen Anstieg bei den Auftragseingängen um 11,3 Mio. EUR auf 76,2 Mio. EUR und löst dadurch die Region Asien als zweitstärkste Absatzregion ab.

Auftragsbestand auf Vorjahresniveau

Der Auftragsbestand lag zum Geschäftsjahresende bei 1.269,7 Mio. EUR und damit 0,5% unter dem Niveau des Vorjahres von 1.276,2 Mio. EUR. Dem Auftragsbestand stehen fertige und unfertige Erzeugnisse zum Stichtag in Höhe von 670,2 Mio. EUR (Vorjahr: 572,0 Mio. EUR) gegenüber.

Auftragsbestand nach Regionen

Auftragsbestand nach Regionen 31.12.2020 31.12.2019 Delta
HGB TEUR % TEUR % %
Europa 777.255 61,2 754.078 59,1 3,1
Amerika 134.380 10,6 111.855 8,8 20,1
Asien 336.634 26,5 389.800 30,5 -13,6
Andere Regionen 21.388 1,7 20.492 1,6 4,4
Gesamt 1.269.657 100,0 1.276.225 100,0 -0,5

Mit einem Volumen von 777,3 Mio. EUR ist der Auftragsbestand für die Region Europa gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres (754,1 Mio. EUR) angestiegen (+3,1%); die Kundenorder aus Europa umfassen wiederholt mehr als die Hälfte des Auftragsbestands zum Geschäftsjahresende. In Asien sank der Auftragsbestand mit 13,6% deutlich von 389,8 Mio. EUR um 53,2 Mio. EUR auf jetzt 336,6 Mio. EUR. Nach einem Rückgang des Auftragsbestands in den Vorjahren erhöhte sich dieser für die Region Amerika in 2020 um 22,5 Mio. EUR (Vorjahr: -33,1 Mio. EUR).

Umsatz

Die wichtigsten finanziellen Kenngrößen bei Schuler sind der Umsatz und das EBITA (Ergebnis vor Abschreibungen von Geschäfts- oder Firmenwerten, Zinsen und Ertragsteuern) basierend auf den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

lm Geschäftsjahr 2020 erzielten wir Umsatzerlöse nach IFRS in Höhe von 543,3 Mio. EUR (Vorjahr: 658,5 Mio. EUR). Das EBITA nach IFRS beläuft sich auf -31,9 Mio. EUR (Vorjahr: -77,1 Mio. EUR).

lm Geschäftsjahr 2020 erzielten wir Umsatzerlöse nach HGB in Höhe von 435,1 Mio. EUR und lagen somit deutlich um 42,2% unter dem Vorjahreswert von 752,5 Mio. EUR.

Das EBITA nach HGB beträgt 2020 -35,0 Mio. EUR (Vorjahr: -55,3 Mio. EUR), es entspricht dem EBIT nach HGB, d.h. dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern.

Die Umsatzerlöse bzw. das EBITA nach IFRS weichen im Wesentlichen auf Grund der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung nach IFRS 15 von den Umsatzerlösen bzw. dem EBITA nach HGB ab.

Umsatzerlöse nach Regionen:

Umsatzerlöse nach Regionen 2020 2019 Delta
HGB TEUR % TEUR % %
Europa 261.531 60,1 420.664 55,9 -37,8
Amerika 53.722 12,3 98.076 13,0 -45,2
Asien 119.268 27,4 231.028 30,7 -48,4
Andere Regionen 536 0,1 2.700 0,4 -80,2
Gesamt 435.057 100,0 752.469 100,0 -42,2

Die Umsatzerlöse verringerten sich in allen Regionen. Ein besonders starker Rückgang ist in der Region Europa zu verzeichnen mit einem Rückgang um 159,1 Mio. EUR auf 261,5 Mio. EUR (Vorjahr: 420,7 Mio. EUR). Ebenso gingen die Umsätze in der Region Asien deutlich zurück, um 111,7 Mio. EUR auf 119,3 Mio. EUR (Vorjahr: 231,0 Mio. EUR)

Größter Absatzmarkt war unverändert Europa mit einem Anteil an den Umsatzerlösen von 60,1%.

3. Ertragslage

Bereits im Vorjahr wurde zur Sicherung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit der Schuler Pressen GmbH das so genannte Zukunftskonzept beschlossen. Die Verschärfung der schwierigen wirtschaftlichen Lage durch die anhaltende Strukturkrise der Automobilindustrie, verstärkt durch die Covid-19 Pandemie, macht weitere Kapazitätsanpassungen notwendig, was zu einer Erweiterung des Zukunftskonzepts ("Zukunftskonzept II") in 2020 führte. Im Rahmen des Zukunftskonzepts II wurde unter anderem beschlossen, die Division Hydraulic zu verkleinern und als Produktgruppe in die Division Automotive einzugliedern. Der Bereich Service wird reorganisiert und die Strukturen der übrigen Divisions- und Zentralbereiche werden überprüft und durch drastische Kostensenkungsmaßnahmen an veränderte Marktbedingungen angepasst.

Das um außergewöhnliche Aufwendungen bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) oder sogenannte Betriebsergebnis liegt 2020 mit -9,6 Mio. EUR um 199,0% unter dem Niveau des Vorjahres (9,7 Mio. EUR).

Das EBIT beträgt -35,0 Mio. EUR (Vorjahr: -55,3 Mio. EUR). Die darin enthaltenen außergewöhnlichen Aufwendungen (per Saldo) in Höhe von 25,4 Mio. EUR entstammen insbesondere dem oben erwähnten Zukunftskonzept II.

Die Gesamtleistung beläuft sich auf 533,2 Mio. EUR (Vorjahr: 685,8 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen (49,6%, im Vorjahr: 44,1%). Die Personalaufwandsquote liegt mit 38,7% auf Vorjahresniveau (39,3%). Der um außergewöhnliche Aufwendungen (per Saldo) bereinigte Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen betrug 50,3 Mio. EUR (Vorjahr: 94,9 Mio. EUR) oder 9,4% (Vorjahr: 13,8%) der Gesamtleistung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 111,6 Mio. EUR (Vorjahr: 161,4 Mio. EUR) enthalten im Wesentlichen außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Zukunftskonzept II in Höhe von 27,5 Mio. EUR.

Zwischen der Schuler Pressen GmbH, Göppingen, (abhängige Gesellschaft) und ihrer Muttergesellschaft Schuler AG, Göppingen, (herrschende Gesellschaft) wurde am 15. April 2015 ein Beherrschungsvertrag mit unbestimmter Laufzeit abgeschlossen; es besteht die Verpflichtung der Schuler AG zur Verlustübernahme gemäß den Vorschriften des § 302 AktG. Darüber hinaus wurde zwischen der Schuler Pressen GmbH und der Schuler AG am 20. Februar 2017 ein Gewinnabführungsvertrag mit unbestimmter Laufzeit (mindestens jedoch 5 Jahre) abgeschlossen; die Verpflichtung zur Gewinnabführung bestand erstmals für das gesamte Ergebnis des am 01. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres. Für das Jahr 2020 wurde ein Verlustausgleich in Höhe von 44.944.342,60 EUR erfasst. Im Vorjahr wurde ein Verlust in Höhe von 68.070.287,16 EUR von der Schuler AG ausgeglichen.

4. Finanzlage

Die Schuler AG sorgt im Konzern maßgeblich für die Finanzierung und Sicherung der Liquiditätsausstattung, so auch für die Schuler Pressen GmbH. Benötigte Fremdmittel werden überwiegend von ihr aufgenommen und den Konzerngesellschaften bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Über das zentrale Cash Pooling übernimmt das Treasury der Schuler AG - soweit rechtlich möglich - Liquiditätsüberschüsse von den Konzerngesellschaften und stellt seinerseits Liquidität zur Verfügung.

Ein wesentlicher Baustein der Konzernfinanzierung ist der von der Schuler AG und ihren wesentlichen Tochtergesellschaften im Dezember 2015 mit einem Konsortium aus Banken und Kreditversicherungen abgeschlossene Konsortialkreditvertrag, der den Avalkreditbedarf der Schuler Gruppe abdeckt. Das Kreditvolumen betrug ursprünglich 350 Mio. EUR. Aufgrund der dauerhaft niedrigen Auslastung wurde beschlossen, das Volumen um 100 Mio. EUR auf 250 Mio. EUR zu reduzieren. Bei Bedarf kann die Linie wieder um bis zu 150 Mio. EUR erhöht werden. Für die Schuler Pressen GmbH und die an dem Konsortialkreditvertrag teilnehmenden Unternehmen gelten diese Avallinien in Summe. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis Dezember 2022. Die Konditionen des unbesicherten Konsortialkreditvertrags sind vom Verhältnis der Nettoverschuldung zum EBITDA des Schuler-Konzerns abhängig und werden halbjährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Der vereinbarte Financial Covenant wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit eingehalten.

Zusätzlich wurde im Dezember 2019 für die Schuler AG mit der ANDRITZ Hydro GmbH, Wien, Österreich (Global Treasury der ANDRITZ AG) eine Barmittellinie über 100 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 12 Monaten vereinbart. Im Dezember 2020 wurde die Vereinbarung um weitere 12 Monate verlängert.

Ferner werden selektiv außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Operating Leases genutzt. Aus Operating-Leasing-Verträgen bestanden zum 31. Dezember 2020 Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 23,0 Mio. EUR (Vorjahr: 35,2 Mio. EUR). Im Rahmen des Zukunftskonzepts II wurde eine weitere Reduzierung der Nutzungsfläche vereinbart. Dadurch vermindern sich die zukünftigen Mietzahlungen um 8,1 Mio. EUR.

Die liquiden Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR).

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Schuler Pressen GmbH jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

5. Vermögenslage

Infolge des am 20. Februar 2017 zwischen der Schuler Pressen GmbH und der Schuler AG geschlossenen Gewinnabführungsvertrags wurde für das Jahr 2020 ein Verlustausgleich in Höhe von 44.944.342,60 EUR (Vorjahr: Verlustausgleich in Höhe von 68.070.287,16 EUR) verbucht.

Das Eigenkapital beträgt damit zum 31. Dezember 2020 unverändert 84,9 Mio. EUR (Vorjahr: 84,9 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich bei verminderter Bilanzsumme (von 448,6 Mio. EUR um 63,0 Mio. EUR auf 385,6 Mio. EUR) von 18,9% auf 22,0%.

Der Rückgang der Bilanzsumme gegenüber dem Geschäftsjahresbeginn beruht zum einen auf dem im Vergleich zum Vorjahr geringeren ausgeglichenen Verlust von 44,9 Mio. EUR (Vorjahr: 68,1 Mio. EUR).

Zum anderen hat der abrechnungsbedingte Anstieg der unfertigen und fertigen Lieferungen und Leistungen bei gestiegenem Gesamtvolumen von Kundenanzahlungen zu einem Rückgang der passivierten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (-62,8 Mio. EUR) geführt. Die Summe dieser Effekte wirkt vor allem auf die unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen gegen die Schuler AG; diese betragen zum 31. Dezember 2020 191,0 Mio. EUR (Vorjahr: 209,6 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 21,0 Mio. EUR auf 29,5 Mio. EUR (Vorjahr: 50,5 Mio. EUR) reduziert.

Investitionen

Im Berichtszeitraum betrug das operative Investitionsvolumen der Schuler Pressen GmbH in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 3,5 Mio. EUR nach 4,7 Mio. EUR im Vorjahr. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag im Bereich Produktionstechnik und "Future Workplace".

Die planmäßigen Abschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen sind mit 8,9 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (10,5 Mio. EUR) nahezu unverändert. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2020 im Rahmen des Zukunftskonzepts II außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 11,4 Mio. EUR) verbucht.

Die Geschäftsentwicklung war in 2020 aufgrund der Covid-19 Pandemie deutlich ungünstiger als ursprünglich erwartet. Die schwierigen Marktbedingungen führen dazu, dass wir die Lage des Unternehmens als herausfordernd einschätzen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Erholung von der tiefen, kurzen Rezession 2020 ist im Gange

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner Januar-Prognose für 2021 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 5,5% und korrigiert damit seine Prognose von Oktober um 0,3 Prozentpunkte nach oben.

Politische Unterstützung in einigen großen Volkswirtschaften und die Verteilung der Impfstoffe heben den Ausblick für 2021 an. Das anhaltende Wachstum des privaten Konsums, finanzielle Unterstützungen und die Weiterentwicklung von Therapiemöglichkeiten für das Virus geben aus Sicht der Experten Gründe für einen optimistischeren Ausblick.

Jedoch weist der IWF in seinem Ausblick auf eine ungewisse Ausgangslage für 2021 hin. Die Verteilung der Impfmittel findet global sehr unterschiedlich statt und nur eine gemeinsame Lösung könne die Spannungen aufheben. Auch das Auftreten von Mutationen des Covid-19 Virus und steigende Infektionszahlen sorgen für Schwierigkeiten, da unter Umständen Eindämmungsmaßnahmen trotz Impfstoff nicht weiter aufgehoben werden können.

Die Konjunktur in den Industrienationen dürfte um 4,3% zulegen (2020: -4,9%). Der IWF rechnet für die Eurozone mit einem Anstieg des BIP um 4,2%. Deutschland soll um 3,5% wachsen. Für die US-amerikanische Volkswirtschaft wird ein Anstieg des BIP um 5,1% erwartet. In Japan ist 2021 mit einem Zuwachs von 3,1% zu rechnen. Die konjunkturelle Dynamik in den Schwellen- und Entwicklungsländern gewinnt 2021 an Tempo. Der IWF erwartet für diese Ländergruppe ein Wachstum von 6,3% (2020: -2,4%). Das Wachstum in China wird sich 2021 deutlich steigern. Die Experten gehen trotz des Wachstums in 2020 von einem weiteren Anstieg des BIP um 8,1% aus. Auch in Indien erwartet der IWF eine positive konjunkturelle Entwicklung mit einem Anstieg des BIP um 11,5%. Aufgrund des Wachstums von 3,6% dürfte sich die wirtschaftliche Lage in Brasilien wieder entspannen. Für Russland rechnen die Experten mit einem Anstieg des BIP um verhaltene 3,0%.

[Quelle: International Monetary Fund (IMF) World Economic Outlook Update, Januar 2021]

Weltautomobilmarkt 2021 mit langsamer Verbesserung der Marktlage

Aufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung und der Nachholeffekte wird in der Automobilbranche ein Wachstum für 2021 prognostiziert. Das Vorkrisenniveau wird trotzdem nur langsam wieder erreicht werden, so warnt der VDA.

Eine Ausnahme ist der chinesische Automobilmarkt. 2021 soll das Vorkrisenniveau mit einer Gesamtzahl von 21,4 Millionen Neuzulassungen und einem Plus von 8,0% übertroffen werden. Nicht zuletzt die Hoffnung auf eine erfolgreiche Impfstrategie unterstützen positive Trendprognosen in den BRIC-Staaten. Auf dem europäischen Markt soll 2021 ein moderates Wachstum von 12,0% erreicht werden (13,4 Millionen Neufahrzeuge). In den USA bleibt das Wachstum weiterhin relativ gering bei 9,0% und 15,8 Millionen Neuzulassungen. Der japanische PKW-Absatz soll 2021 im Besonderen durch Nachholeffekte wachsen. Für den Weltmarkt ist ein Plus des Absatzvolumens von 9,0% prognostiziert, dies entspricht 73,8 Millionen Neuzulassungen.

[Quelle: VDA Pressemeldung vom 19. Januar 2021 "Europäischer Pkw-Markt bricht 2020 um ein Viertel ein"]

Werkzeugmaschinenindustrie besonders stark von der Corona-Krise gezeichnet

Experten gehen nach den historisch starken Einbrüchen aus dem Vorjahr von einer Erholung in der Werkzeugmaschinenindustrie aus. Das weltweite Investitionsvolumen in den acht wichtigsten Abnehmerbranchen der Werkzeugmaschinenindustrie wird voraussichtlich einen Anstieg von 5,1% im Jahr 2021 aufweisen können, so die Hochrechnungen von VDW/Oxford Economics. Den größten Zuwachs verzeichnet der europäische Raum mit einem Wachstum von 13,7% für das Jahr 2021. Das Investitionsvolumen Amerikas soll im einstelligen Wachstumsbereich bei 6,2% liegen. Für Asien wird das Investitionsvolumen 2021 um 4,5% ansteigen und verzeichnet das geringste Wachstum. Trotz eines weiterhin schwierigen, durch die Pandemie geprägten Geschäftsjahres erwartet der VDW eine weltweite Absatzsteigerung an Werkzeugmaschinen von 17,0% (63,2 Mrd. EUR). Mit einem Verbrauchszuwachs für Europa von 21,0% ist mit deutlich positiveren Entwicklungen als im Vorjahr zu rechnen. Für Amerika wird mit einem Werkzeugmaschinenverbrauch von +19,9% gerechnet. Asien weist mit einem Plus von 15,5% ein etwas geringeres Wachstum auf, hier war der Rückgang im Vorjahr aber auch vergleichsweise gering. Die Erholungen erfolgen hauptsächlich aufgrund von Nachholeffekten.

Das Produktionsvolumen in der deutschen Werkzeugmaschinenbranche wächst nach Expertenmeinung des VDW/Oxford Economics 2021 um 8,0%, wobei der Inlandsverbrauch 2021 um ganze 14,0% wachsen soll. Die Auftragseingänge sollen Schätzungen zufolge dieses Jahr um 29,0% steigen und damit deutlich über dem Vorjahresniveau liegen. Das Wachstum der Auftragseingänge ist besonders auf ausländische Aufträge zurückzuführen (+36,0%). Die inländischen Auftragseingänge liegen mit einem Plus von 16,0% deutlich unter den ausländischen Bestellungen.

[Quellen: VDW und Oxford Economics - Global Outlook Autumn 2020 und Appendix, 15. Oktober 2020]

Follow-up Berichterstattung Geschäftsjahr 2020

Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 erwarteten wir für 2020 ein Auftragseingangsvolumen, das nur knapp auf dem Niveau von 2019 liegen würde und ein Jahr, das durch die Realisierung der Kapazitätsanpassungen in Deutschland geprägt sein würde. Für 2020 erwarteten wir noch kein signifikantes positives Ergebnis. Wir gingen davon aus, dass die Umsatzerlöse nach IFRS deutlich unter dem Niveau von 2019 liegen würden und dass sich das EBITA nach IFRS gegenüber 2019 deutlich verbessern würde. Wir nahmen an, dass das auch für den Umsatz und das EBITA nach HGB gelten würde.

Wir gingen jedoch nicht von weiteren Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung für Strukturanpassungen aus und erwarteten daher ein deutlich weniger negatives Jahresergebnis (Ergebnis nach Steuern) der Schuler Pressen GmbH als in 2019. Tatsächlich sind in 2020 aufgrund der anhaltenden Strukturkrise und der Covid-19 Pandemie die Auftragseingänge gegenüber 2019 signifikant gesunken, was zu zusätzlichen Kostenanpassungen und damit verbundenen weiteren Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung für die notwendigen Strukturänderungen führte.

Den negativen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie wurde im Verlauf des Geschäftsjahres mit drastischen Kostenmaßnahmen begegnet, so dass bereits im 2. Halbjahr 2020 ohne Berücksichtigung der außergewöhnlichen Aufwendungen ein deutlich besseres Ergebnis als im 1. Halbjahr erzielt werden konnte. Allerdings haben viele der durchgeführten Maßnahmen kurzfristigen Charakter. Es ist Teil des Zukunftskonzeptes II, die kurzfristigen Einsparungen in langfristige Effekte umzuwandeln.

Umsatz- und Ergebnisprognose 2021

Die Erwartungen für das neue Geschäftsjahr sind von großer Unsicherheit geprägt. Insofern die industrielle Wirtschaft von einem Lockdown verschont bleibt, rechnen wir in 2021 mit einer ersten Markterholung. Allerdings starten wir in das neue Geschäftsjahr mit niedrigem Auftragsbestand nach IFRS, so dass die Umsatzerwartungen nach IFRS noch leicht unter denen des Berichtsjahres 2020 liegen. Trotzdem sollten die Strukturmaßnahmen erste Früchte tragen. Verläuft die Restrukturierung wie geplant, sollte das EBITA des Geschäftsjahres 2021 nach IFRS fast ausgeglichen sein. Die gleiche Annahme gilt für Umsatzerlöse und EBITA nach HGB. Neue Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung sind nicht geplant.

Auch im Geschäftsjahr 2021 wird die Automobil- und Automobilzulieferindustrie unser größter und wichtigster Absatzmarkt bleiben.

2. Chancen- und Risikobericht

2.1. Risikomanagementprozess

Die Schuler Pressen GmbH ist als international tätiges Unternehmen in verschiedenen Kernmärkten, Branchen und Regionen tätig. Daraus ergeben sich zahlreiche Chancen, aber auch geschäftsspezifische Risiken. Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es, potenzielle Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren.

Die Unternehmen des Schuler-Konzerns sind in den standardisierten und konzernweit gültigen Risikomanagementprozess des ANDRITZ Mutterkonzerns integriert. Dies stellt sicher, dass Chancen und Risiken in allen wesentlichen Organisationseinheiten systematisch analysiert werden und eine einheitliche Bewertung erfolgt. Durch die geschaffene Risikotransparenz lassen sich geeignete Steuerungs- und Gegenmaßnahmen ableiten. Aus der Umsetzung dieser Maßnahmen resultieren in der Regel ein verringertes Schadenspotenzial bzw. die Realisierung der aufgezeigten Chancenpotenziale.

Die operativen Chancen und Risiken erheben wir im Rahmen der monatlichen Berichterstattung und der quartalsweisen Prognose-(Forecast-)Erstellung. Dadurch haben wir frühzeitig einen Überblick über die Entwicklung unserer Auftragseingänge, die Auslastungssituation und den Fortschritt unserer Projekte. Durch einen strukturierten Projektcontrolling-Ansatz stellen wir sicher, dass die projektspezifischen Risiken kontinuierlich überwacht und gesteuert werden.

Im Rahmen des ANDRITZ Risikomanagement Systems, das auch von der Schuler Pressen GmbH angewandt wird, sind alle Tochtergesellschaften mit Umsatzerlösen ab 50 Mio. EUR verpflichtet, ihre Risiken in einem sog. Risk Inventory Template zu berichten. In diesem Rahmen werden außerordentliche Risiken, die über das operative Geschäft hinausgehen, auf Basis der von den Risikoverantwortlichen durchgeführten Risikoanalysen ermittelt. Risikokoordinatoren prüfen die Meldungen und verdichten sie jährlich in einem Schuler-Risikobericht. Hierbei erfolgt eine erneute Überprüfung und bei Bedarf eine Konsolidierung durch das zentrale Schuler-Risikomanagement. Bei eintretenden Risiken mit hoher Schadenshöhe und hoher Eintrittswahrscheinlichkeit sind die Risikoverantwortlichen verpflichtet, eine Ad-Hoc-Meldung an das zentrale Schuler-Risikomanagement zu übermitteln, das diese Information nach Prüfung an die Geschäftsführung weitergibt.

Chancenmanagement als integraler Bestandteil des Risikomanagements

Neben der Berücksichtigung von Chancen im operativen Risikomanagement stellt unser strukturierter Strategieprozess die Nutzung von Chancen sicher. Wir richten unsere Unternehmen auf Entwicklungen im Markt-, Kunden- und Technologieumfeld aus, um identifizierte Chancen optimal zu nutzen. Dabei orientieren wir uns an langfristigen Trends. Im Rahmen der jährlich durchgeführten Mittelfristplanung prognostizieren wir die Auswirkung der sich ergebenden Chancen und deren Nutzung auf unsere Unternehmensergebnisse.

2.2. Risikobericht

Die Darstellung der Risiken erfolgt im Risikobericht nach Umsetzung von Risikobegrenzungsmaßnahmen (Nettodarstellung).

2.2.1. Finanzwirtschaftliche Risiken

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den verwendeten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, flüssige Mittel und derivative Finanzinstrumente für Zwecke der Währungssicherung.

Ziel des Risikomanagements in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit.

Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt zur Steuerung von Risiken aus Währungsschwankungen und dient grundsätzlich Sicherungszwecken.

Liquiditätsrisiken

Die Schuler Pressen GmbH nimmt am zentral durch das Konzern-Treasury gesteuerten Cash Pool (EUR, USD, CNY) teil. Zu den zentralen Aufgaben der Schuler AG gehört die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit des Schuler-Konzerns durch die Bereitstellung ausreichender Mittel und die Sicherung der Ertragskraft durch Steuerung der finanziellen Risiken. Bei der Unternehmenssteuerung achten wir besonders auf die Generierung flüssiger Mittel aus dem operativen Geschäft. Auch im Geschäftsjahr 2020 waren wir stets in der Lage, unsere finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Die im Dezember 2015 abgeschlossene Konsortialfinanzierung für Avale hat eine Laufzeit bis zum 10. Dezember 2022. Das Kreditvolumen betrug ursprünglich 350 Mio. EUR. Aufgrund der dauerhaft niedrigen Auslastung haben wir uns 2019 entschlossen, das Kreditvolumen um 100 Mio. EUR auf 250 Mio. EUR zu reduzieren. Bei Bedarf kann die Linie wieder um bis zu 150 Mio. EUR erhöht werden.

Die in dem Konsortialkreditvertrag vereinbarte marktübliche Kennzahl (Financial Covenant) wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit eingehalten.

Seit Dezember 2019 besteht eine Barkreditlinie der ANDRITZ Hydro GmbH, Wien, Österreich, (Global Treasury der ANDRITZ AG) gegenüber der Schuler AG in Höhe von 100 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Diese Kreditlinie wurde im Dezember 2020 um weitere 12 Monate verlängert. Zusammen mit den verfügbaren liquiden Mitteln in Höhe von 47,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2020 verfügt die Schuler AG damit über eine solide Finanzbasis.

Die Schuler AG unterhält zur Optimierung des Zinsergebnisses und zur zielgerichteten Nutzung der vorhandenen Liquidität Cash Pools (EUR, USD, CNY) bei verschiedenen Banken. Diese steuert das Schuler-Treasury zentral. Des Weiteren führen die wesentlichen Konzerngesellschaften eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung durch, um eventuelle Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen zu können.

Zins- und Währungsrisiken

Als international tätiges Unternehmen müssen wir uns auf Zins- und Währungsrisiken einstellen, die wir durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente verringern. Diese Derivate werden in der Regel im Rahmen von Micro Hedges eingesetzt.

Währungsrisiken waren zum 31. Dezember 2020 mit Devisentermingeschäften und -swaps im Nominalwert von 33,0 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 62,2 Mio. EUR) abgesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Zinssicherungen zur Abdeckung von Zinsänderungsrisiken. Derivate schließen wir ausnahmslos mit Banken guter Bonität ab. Der Einsatz erfolgt ausschließlich zu Sicherungszwecken.

Risiken von Forderungsausfällen

Um das Risiko von Forderungsausfällen zu begrenzen, erfolgen bereits in der Angebotsphase Bonitätsüberprüfungen der Kunden. Ergeben sich hieraus erhöhte Risiken bzw. weichen Anzahlungsbedingungen in der Angebots- und Vertragsabschlussphase von den Konzernvorgaben ab, muss eine Genehmigung durch die Geschäftsführung erfolgen.

Ausfallrisiken begrenzen wir zudem durch ein aktives Forderungsmanagement und die ständige Überwachung von Bonitäten und Zahlungsverhalten sowie teilweise auch durch Sicherungen via Akkreditive oder Bankgarantien.

Weiterhin verfügen wir über eine konzernweite Contract-Approval Policy, die bereits im Vertragsanbahnungsstadium die Einhaltung von rechtlichen Mindeststandards zur Risikominimierung beinhaltet.

Einem möglicherweise Corona bedingten erhöhten Risiko weltweiter Unternehmensinsolvenzen begegnen wir mit einer Intensivierung der genannten Maßnahmen.

Risiken aus Pensionsplänen

Schuler hat leistungsbezogene Pensionsverpflichtungen, die nur teilweise durch Planvermögen abgedeckt sind. Der Saldo beider Größen ergibt den Finanzierungsstatus der Versorgungspläne. Änderungen der für die Bewertung maßgeblichen Annahmen und Parameter, zum Beispiel eine Absenkung des Abzinsungsfaktors, können zu einem Anstieg des Bilanzierungsbarwertes führen. Demgegenüber hängt der Marktwert des Planvermögens maßgeblich von den Kapitalmarktverhältnissen ab. Ungünstige Entwicklungen, insbesondere bei festverzinslichen Papieren, können den Marktwert vermindern. Diese Effekte würden den Finanzierungsstatus der Versorgungspläne negativ beeinflussen und können zudem in Folgeperioden die Netto-Aufwendungen im Zusammenhang mit diesen Pensionsverpflichtungen erhöhen.

Wir schätzen die finanzwirtschaftlichen Risiken insgesamt als gering ein.

2.2.2. Umfeld-, Branchen- und Länderrisiken

Umfeld

Um auch zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben, sind permanente Produktinnovationen unerlässlich. Technische Neuerungen schützen wir zum Teil durch Patente oder andere Schutzrechte.

Genauso wichtig ist die ständige Verbesserung unserer Kostenstruktur.

Im Kundenbereich sind die deutschen OEMs wichtige Geschäftspartner für Schuler. Nachfragerückgänge bei einzelnen OEMs mit ggf. Ausstrahlungswirkung auf ihre Zulieferer könnten sich negativ auf Schuler auswirken.

Im Non-Automotive Bereich verfügen wir über eine breit aufgestellte Kundenstruktur.

Ein weltweites Servicenetzwerk trägt zu einer langfristigen Kundenbindung bei.

Mindestens das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 wird durch die Covid-19 Pandemie geprägt sein. Die hiermit verbundenen Risiken sind kaum abzusehen.

Wir schätzen das Risiko aus der Covid-19 Pandemie als hoch, die übrigen Umfeldrisiken als mittel ein.

Branche

Die Geschäftsentwicklung im Schuler-Konzern hängt maßgeblich von der allgemeinen Wirtschaftslage, der konjunkturellen Entwicklung und dem Investitionsklima ab. Trotz unserer Aktivitäten im Non-Automotive-Bereich spielen das Investitionsverhalten und die Entwicklung der Automobil- und Zulieferindustrie eine wesentliche Rolle für die Entwicklung des Schuler-Konzerns. Veränderungen in der Investitionsbereitschaft bekommen wir - typisch für die Investitionsgüterindustrie - erst zeitverzögert zu spüren.

Der Nachfragerückgang nach Neufahrzeugen wird zu einer zurückhaltenden Investitionstätigkeit der Automobilindustrie führen. Dem stehen Neuinvestitionen im Bereich der E-Mobilität, von denen Schuler profitiert, gegenüber.

Als global agierende Unternehmensgruppe profitieren wir vom Freihandel. Eine Abschottung des US-Marktes würde für uns ein potenzielles Risiko darstellen. Gleichzeitig besteht die Chance, dass wir von einem Ausbau der Produktionskapazitäten der Automobil- und Automobilzulieferindustrie in den USA profitieren können. Auch eine erneute Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise sowie eine Desintegration der europäischen Union infolge des Brexits könnten sich negativ auf die Geschäfte in unserem Heimatmarkt auswirken.

Wir schätzen die Branchenrisiken als mittel ein.

Länderrisiken

Aufgrund politischer Entwicklungen und daraus resultierenden Sanktionen könnte die Realisierung einzelner Projekte gefährdet sein. Fabrikations- und Ausfuhrrisiken werden jedoch in der Regel in erforderlichem Umfang versichert. Wir schätzen diese Risiken als gering ein.

Das Länderrisiko für Großbritannien wird infolge des Brexit als mittel eingestuft.

Unabhängig von politischen Risiken wird das wirtschaftliche Umfeld gegenwärtig durch das Coronavirus beeinflusst. Welche Auswirkung das Virus auf die Entwicklung des Geschäftsjahres 2021 haben wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar. Die Risiken in diesem Zusammenhang schätzen wir als hoch ein.

2.2.3 Operative Risiken

Auftragsentstehungsprozess

Unser Geschäft ist durch Auftragsfertigung geprägt. In der Akquisitionsphase führen wir im Rahmen der Projektierung Herstellbarkeitsprüfungen und eine detaillierte Kalkulation durch. Im Rahmen von internen Kontrollsystemen erfolgen systematische Plausibilitätsprüfungen.

Der Vertrieb erörtert die vertraglichen Leistungsumfänge sowie die kaufmännischen Bedingungen intensiv mit dem Kunden. Hierbei sind verbindliche Konzernstandards einzuhalten. Abweichende Regelungen sind vorab von den Bereichsleitern bzw. der Geschäftsführung zu genehmigen.

Beschaffung

Auf der Beschaffungsseite ergeben sich Risiken für den Konzern insbesondere aus Preisschwankungen bei Rohstoffen, Lieferverzügen oder Qualitätsmängeln sowie der wirtschaftlichen Situation unserer Lieferanten.

Ein wesentlicher Anteil unserer Kosten entfällt auf die Beschaffung von Metallen und Metalllegierungen, insbesondere Stahl und daraus weiterverarbeitete Produkte.

Ungleichgewichte in den weltweiten Preisen für Rohstoffe werden durch unsere internationale Einkaufsorganisation gezielt ausgeglichen bzw. ausgenutzt.

Schwankungen bei den Preisen unserer Einsatzstoffe können in der Regel durch langfristige Lieferverträge und projektbezogene Bestellungen abgesichert bzw. an den Markt weitergegeben werden.

Mit Hilfe unserer internationalen Einkaufsbüros und durch den Ausbau globaler Lieferpartnerschaften nutzen wir regionale Standortvorteile im Beschaffungsprozess.

Bei der Vergabe von neuen Aufträgen wird die Realisierbarkeit der Termine kritisch geprüft. Durch Rahmenverträge und die frühe Einbindung der Lieferanten in den Planungsprozess wird eine höhere Verfügbarkeit nachhaltig sichergestellt. Bei wichtigen Komponenten treffen wir mit Lieferanten einzelfallbezogene Vereinbarungen, um die Auftragsabwicklung innerhalb des vorgesehenen Zeitplans zu gewährleisten. Trotz dieser Maßnahmen sind Terminüberschreitungen nicht völlig auszuschließen.

Zur Minimierung von Lieferantenausfällen erfolgen Risikobewertungen der Lieferanten im Hinblick auf ihre finanzielle Stabilität. Wird bei einem Lieferanten ein hohes Ausfallrisiko identifiziert, werden Maßnahmen ergriffen, um eine durchgehende Versorgung sicherzustellen.

Produktion

Durch die Konsolidierung der Produktionsstandorte in Deutschland sind wir weniger anfällig für schwächere Konjunkturphasen und haben die regionale Verteilung unserer Produktion an unsere Absatzmärkte angepasst. Auf der anderen Seite kann es durch die Reorganisationen zu einer Störung der operativen Abläufe kommen. Vor allem aus der Umsetzung des Zukunftskonzepts und der damit verbundenen Verlagerung der Produktion sehen wir ein Risiko.

Für Neumaschinenaufträge führen wir im Rahmen des internationalen Produktionsverbundes eine zentrale weltweite Kapazitäts- und Terminplanung durch. Bereits bei Angebotsabgabe werden die Kapazitäten von der zentralen Auftragssteuerung geprüft und die Projekte terminiert. Nach Auftragseingang erfolgt die permanente Auftragsüberwachung durch den Projektmanager.

Zur Qualitätssicherung verfügen wir in allen Produktionswerken über entsprechende Qualitätsabteilungen. Hier analysieren wir Fehlerquellen systematisch und optimieren Produktionsabläufe. Ein zentrales Qualitätsmanagement sorgt für einheitliche Prozesse, Methoden und regelmäßige Auditierungen.

Corona bedingt ist es in 2020 zu Verzögerungen in der Auftragsabwicklung gekommen. Bekannte Verzögerungen bei laufenden Aufträgen sind in der Planung für 2021 berücksichtigt. Ob es darüber hinaus aufgrund des Verlaufs der Pandemie zu weiteren Verzögerungen kommt, können wir nicht abschätzen. Zusätzliche Kosten, die durch einen erneuten Corona bedingten Lockdown entstehen würden, könnten wir zwar teilweise durch kostensenkende Maßnahmen kompensieren, aber auch hier können wir den Verlauf nicht abschätzen.

Ohne Berücksichtigung der Corona Pandemie halten wir die operativen Risiken insgesamt für gering.

Die operativen Risiken jedoch, die im Zusammenhang mit der Corona Pandemie bestehen, sehen wir als hoch an.

2.2.4 Sonstige Risiken

Recht

Als international agierender Konzern hat Schuler zahlreiche gesetzliche, steuerliche sowie wettbewerbs- und patentrechtliche Regelungen zu beachten. Bestehende und drohende Rechtsstreitigkeiten werden kontinuierlich erfasst, analysiert, hinsichtlich ihrer juristischen und finanziellen Auswirkungen bewertet und in der laufenden Risikovorsorge entsprechend berücksichtigt.

Aus Rechtsstreitigkeiten gegen Tochtergesellschaften können uns finanzielle Schäden treffen. Entsprechende Risiken schätzen wir als hoch ein; die Eintrittswahrscheinlichkeit jedoch als eher gering.

Compliance

In jedem Land, in dem Schuler tätig ist, sind die jeweils gültigen rechtlichen Vorschriften einzuhalten. Die Vielzahl und zunehmende Komplexität der relevanten Bestimmungen auf lokaler und internationaler Ebene erhöhen das Risiko, dass Schuler bei ihrer Nichteinhaltung erhebliche rechtliche und wirtschaftliche Risiken entstehen können, wie z. B. Strafzahlungen oder Schadensersatzforderungen.

Um diese Compliance-Risiken zu minimieren, unterhält Schuler ein Compliance-Management-System (CMS), das sich an den marktüblichen Standards ausrichtet und dementsprechend die maßgeblichen Bestandteile aufweist, wie z. B. die Einrichtung eines zentralen Verhaltenskodex samt konkretisierender Richtlinien und Merkblätter, die Benennung von Compliance-Beauftragten in den Unternehmensgesellschaften, die Definition und Implementierung von Prozessabläufen zur Vermeidung von Rechtsverstößen sowie die regelmäßige Sensibilisierung der Mitarbeiter durch Schulungen.

Unser Programm sieht eine Schulung aller neu in den Konzern eingetretenen Mitarbeiter zeitnah nach dem Eintritt vor. Für die bereits geschulten Mitarbeiter werden regelmäßig vertiefende und wiederholende Schulungen durchgeführt.

Nicht zuletzt wurde eine Compliance-Hotline ("Whistleblowing-System") eingerichtet, die durch eine externe Anwaltskanzlei sowie durch die ANDRITZ AG betreut wird. Sie steht sowohl Mitarbeitern des Schuler-Konzerns als auch allen anderen Stakeholdern des Schuler-Konzerns zur Verfügung.

Durch die EU-Datenschutzgrundverordnung vom 25. Mai 2018 ist das Risiko gestiegen, bei Verstößen mit erheblichen Bußgeldern belegt zu werden.

Wir schätzen die Compliance Risiken als gering ein.

Informationstechnologie

Informationssicherheit, IT-Verfügbarkeit und -Performance sind die wesentlichen Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches unternehmerisches Handeln. Die bestehenden Systeme werden permanent optimiert.

Zusätzlich erfolgen Prüfungen im Rahmen der Internen Revision mit einem entsprechenden Maßnahmencontrolling für die Umsetzung. Wir passen unsere IT-Kapazitäten fortlaufend an den Bedarf an. Differenzierte Backup- und Recovery-Strategien tragen dazu bei, Datenverluste zu vermeiden.

Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung sehen wir ein Risiko von Cyber-Angriffen. Die Bedeutung schätzen wir als gering ein.

Personal

Die weitere Entwicklung unseres Unternehmens hängt wesentlich vom Wissen und der Leistungsbereitschaft unserer Belegschaft ab. Wir beschäftigen uns mit Personalrisiken und arbeiten mit einer systematischen Personalplanung und -qualifizierung, um unsere Mitarbeiter ihren Fähigkeiten entsprechend einzusetzen, zu fördern und an das Unternehmen zu binden.

Trotz aller Anstrengungen wird aufgrund der demographischen Entwicklung der Fachkräftemangel eine zukünftige Herausforderung bleiben. Es werden deshalb die internen Qualifizierungsmöglichkeiten verstärkt, um eigenes Personal bestmöglich zu qualifizieren.

Nichts desto trotz besteht für uns das Risiko des Know-How Verlustes durch den Weggang von Schlüsselpersonen.

Dem Corona bedingten Infektionsrisiko und damit verbundenen möglichen Ausfall von Schlüsselpersonen begegnen wir mit entsprechenden Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen. Dazu gehören u.a. Abstands- und Hygieneregeln, das Ermöglichen von Arbeiten im Home-Office und das Ersetzen von Anwesenheitsbesprechungen durch Telefon- und Videokonferenzen.

Die Bedeutung dieser Risiken schätzen wir als mittel ein.

2.3. Chancenbericht

2.3.1 Märkte

Starke internationale Präsenz

Wir profitieren von der internationalen Präsenz des Schuler-Konzerns, mit eigenen Produktions- und Servicestandorten. Diese bietet die Grundlage für eine Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit und profitable Expansion der Geschäftsaktivitäten.

2.3.2 Produkte

Als ein Unternehmen der Umformtechnik bieten wir überwiegend im Premiumsegment an. Zusätzlich haben wir unser Portfolio erweitert, um die Bedürfnisse des mittleren Segments noch besser ansprechen zu können. Über unsere Beteiligungsgesellschaft Yadon runden wir unsere Produktpalette ab. Insbesondere in Schwellenländern erkennen wir in diesem Bereich durch speziell auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen Marktpotenziale. Durch unsere lokalen Produktionsanlagen in Brasilien und China sehen wir die Möglichkeit, unsere Produkte für die lokalen Märkte sowie weitere Schwellenländer mit einer optimalen Kostenstruktur fertigen und anbieten zu können.

Wir schätzen die Chancen insgesamt als mittel ein.

2.4 Zusammenfassende Bewertung

Die konjunkturellen Risiken und der Fortgang der Covid-19 Pandemie stellen weiterhin einen großen Einflussfaktor auf die Geschäftstätigkeit dar. Vor allem das Risiko aus der Corona Pandemie hat sich insgesamt erhöht. Aus heutiger Sicht sind für die Schuler Pressen GmbH jedoch keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

D. Erklärung zur Unternehmensführung

Mit dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" vom 24. April 2015 wurden börsennotierte oder mitbestimmte Unternehmen verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil unter den Geschäftsführern, in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer sowie im Aufsichtsrat festzulegen.

Zur Erfüllung dieser gesetzlichen Vorgaben haben Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Schuler Pressen GmbH Folgendes beschlossen:

1. Für den Zeitraum ab dem 01. Juli 2017 hat der Aufsichtsrat für den Frauenanteil getrennt für Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter jeweils eine neue Zielgröße von mindestens 30% festgelegt. Diese Zielgrößen sollen bis zum 30. Juni 2022 erreicht werden. Zum Ablauf des Geschäftsjahres 2020 betrug der Frauenanteil im Aufsichtsrat 42%, unter den Anteilseignervertretern 33% und unter den Arbeitnehmervertretern 50%.

2. Für den Zeitraum ab dem 01. Juli 2017 hat der Aufsichtsrat für den Frauenanteil unter den Geschäftsführern eine neue Zielgröße von 0% und eine Frist zur Erreichung der Zielgröße bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Zum Ablauf des Geschäftsjahres 2020 betrug der Frauenanteil unter den Geschäftsführern 0%.

3. Für den Zeitraum ab dem 01. Juli 2017 haben die Geschäftsführer für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer eine neue Zielgröße von 0% und eine Frist zu deren Erreichung bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Zum Ablauf des Geschäftsjahres 2020 bestand die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer wie bisher aus Abteilungsleitern, die direkt an die Geschäftsführung berichten und umfasste insgesamt 26 Personen. Der Frauenanteil in dieser Führungsebene lag bei 0%.

4. Für den Zeitraum ab dem 01. Juli 2017 haben die Geschäftsführer für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer eine neue Zielgröße von 7% und eine Frist zu deren Erreichung bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Zum Ablauf des Geschäftsjahres 2020 bestand die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer wie bisher aus Führungskräften, die direkt an die Abteilungsleiter berichten und umfasste insgesamt 69 Personen. Der Frauenanteil in dieser Führungsebene lag bei 12%.

 

Göppingen, den 1. März 2021

Schuler Pressen GmbH

Die Geschäftsführung

Dipl.-Ing. Dr. Peter Jost

Dipl. Ökonom Thomas Kamphausen

Dipl.-Ing. Frank Klingemann

Dipl.-Ing. (FH) Klaus Linnig

Torsten Petrick

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Werte 2.942.551,38 3.532.395,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.974.168,19 36.518.499,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.055.096,00 17.969.874,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.240.914,85 8.540.341,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.478.797,91 60.748.976,95 4.830.492,88 67.859.207,12
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 74.701.414,62 74.701.414,62
138.392.942,95 146.093.017,12
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.595.000,00 16.453.536,04
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 669.830.000,00 570.622.648,74
3. Fertige Erzeugnisse 340.000,00 1.391.529,61
4. Geleistete Anzahlungen 63.364.922,39 748.129.922,39 45.648.579,81 634.116.294,20
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -748.129.922,39 0,00 -634.116.294,20 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.545.032,14 50.521.265,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 204.819.150,73 239.175.216,92
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.559.948,70 240.924.131,57 6.246.823,98 295.943.306,88
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.053.382,68 2.297.842,25
243.977.514,25 298.241.149,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.826.854,23 3.805.696,75
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 401.907,00 433.770,00
385.599.218,43 448.573.633,00

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 21.613.000,00 21.613.000,00
II. Kapitalrücklage 63.357.822,14 63.357.822,14
84.970.822,14 84.970.822,14
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 101.025.161,24 97.613.408,25
2. Steuerrückstellungen 750.000,00 1.080.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 116.391.065,39 118.361.978,37
218.166.226,63 217.055.386,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.121.238,84 3.842.339,26
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17.725.833,97 80.547.398,98
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 50.899.771,81 40.199.091,79
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.129.342,25 284.960,27
5. Sonstige Verbindlichkeiten 9.585.982,79 21.673.633,94
82.462.169,66 146.547.424,24
385.599.218,43 448.573.633,00

Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 435.056.505,43 752.468.527,53
2. Erhöhung (i. Vj. Verringerung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 98.155.821,65 -66.751.889,11
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 15.166,58 41.194,74
4. Sonstige betriebliche Erträge 22.438.755,15 12.881.341,26
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 237.553.560,56 270.980.316,12
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 27.061.062,87 264.614.623,43 31.245.297,38 302.225.613,50
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 176.575.519,04 228.869.677,26
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 29.920.944,07 206.496.463,11 40.926.542,48 269.796.219,74
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.037.665,98 21.930.140,64
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 112.399.636,62 161.356.389,70
9. Erträge aus Beteiligungen 2.334.972,76 2.547.918,57
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 87.494,35 108.082,92
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.457.744,66 12.445.098,45
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 572.317,01 386.032,76
13. Ergebnis nach Steuern -44.489.734,89 -66.844.318,88
14. Sonstige Steuern 454.607,71 1.225.968,28
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags ausgeglichene Verluste 44.944.342,60 68.070.287,16
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Schuler Pressen GmbH, Göppingen

Eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Ulm unter HRB 726465

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Allgemeines

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Soweit ergänzende Angaben in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nicht enthalten sind, werden diese im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Zwischen der Schuler Pressen GmbH, Göppingen, (abhängige Gesellschaft) und ihrer Muttergesellschaft Schuler AG, Göppingen, (herrschende Gesellschaft) wurde am 15. April 2015 ein Beherrschungsvertrag mit unbestimmter Laufzeit abgeschlossen; dieser wurde am 30. April 2015 in das Handelsregister der Schuler Pressen GmbH eingetragen. Es besteht die Verpflichtung der Schuler AG zur Verlustübernahme gemäß den Vorschriften des § 302 AktG. Darüber hinaus wurde zwischen der Schuler Pressen GmbH und der Schuler AG am 20. Februar 2017 ein Gewinnabführungsvertrag mit unbestimmter Laufzeit (mindestens jedoch 5 Jahre) abgeschlossen; dieser wurde am 27. Juni 2017 in das Handelsregister der Schuler Pressen GmbH eingetragen. Die Verpflichtung zur Gewinnabführung bestand erstmals für das gesamte Ergebnis des am 01. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres.

Bereits im Vorjahr wurde zur Sicherung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit der Schuler Pressen GmbH das so genannte Zukunftskonzept beschlossen. Die Verschärfung der schwierigen wirtschaftlichen Lage durch die anhaltende Strukturkrise der Automobilindustrie, verstärkt durch die Covid-19 Pandemie, macht weitere Kapazitätsanpassungen notwendig, was zu einer Erweiterung des Zukunftskonzepts ("Zukunftskonzept II") in 2020 führte. Im Rahmen des Zukunftskonzepts II wurde unter anderem beschlossen, die Division Hydraulic zu verkleinern und als Produktgruppe in die Division Automotive einzugliedern. Der Bereich Service wird reorganisiert und die Strukturen der übrigen Divisions- und Zentralbereiche überprüft und durch drastische Kostensenkungsmaßnahmen an veränderte Marktbedingungen angepasst.

Den Bereich Body Panel haben wir bereits im Vorjahr im Rahmen eines Assets Deals veräußert. Der Kaufvertrag mit der PMW Group GmbH, München, wurde am 11. Dezember 2019 mit wirtschaftlicher Wirkung mit Ablauf des 30. September 2019 unterzeichnet. Dieser Verkauf wurde im Rahmen eines Carve Outs zum 28. Februar 2020 ("Closing Datum") rechtlich vollzogen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanz wurde nach dem in § 266 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschema erstellt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem in § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gesamtkostenverfahren.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Übersicht (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, wobei die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung kommt. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 20 Jahre
Immobilien 7 - 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 - 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 20 Jahre

Abnutzbare bewegliche Anlagegüter, deren Wert 800,00 EUR nicht übersteigt, werden in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Für Werkzeuge und Kantinenausstattung bestehen Festwerte.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw., falls erforderlich, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Absatz- und sonstigen Risiken wird - soweit erforderlich - durch Einzelabschläge, im Übrigen durch angemessene Pauschalabschläge Rechnung getragen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2,92% (Vorjahr: 0,50%) auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen berücksichtigt.

Forderungen in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 bzw. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode mit dem Barwert bilanziert. Der Berechnung des Barwerts liegt ein Rechnungszinsfuß von 2,31% (Vorjahr: 2,71%) zugrunde, der pauschal für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 ermittelt worden ist. Es wurden erwartete Rentensteigerungen von 1,50% (Vorjahr: 1,75%) p.a. berücksichtigt sowie zusätzliche, aus Erfahrungswerten gewonnene, Fluktuationswahrscheinlichkeiten eingerechnet. Die Bewertung der Rückstellung erfolgte auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Bei den Rückdeckungsversicherungen für Pensionsverpflichtungen handelt es sich um kongruente rückgedeckte Altersversorgungszusagen, die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und saldiert mit den Rückstellungen ausgewiesen sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen werden unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen und mit den Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung saldiert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip (§§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 bzw. 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) beachtet.

Latente Steuern

Seit dem Geschäftsjahr 2017 ist die Schuler Pressen GmbH als Organgesellschaft Teil einer körper- und gewerbesteuerlichen Organschaft mit der Schuler AG als Organträger. Latente Steuern für künftige Steuerbe- und -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen werden daher im Einzelabschluss des Organträgers berücksichtigt.

Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte, werden soweit möglich mit Vermögensgegenständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. In dem Umfang und für den Zeitraum, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme ausgleichen, findet keine buchmäßige Erfassung der Bewertung statt.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Finanz- und Grundgeschäft besteht, wird dies durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Zur Absicherung von Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps abgeschlossen. Es handelt sich um Sicherungsbeziehungen in Form von Micro Hedges. Die Bewertungseinheiten werden nach der sog. Einfrierungsmethode bilanziell abgebildet.

Personalaufwand

Die pauschale Erstattung der Sozialversicherung im Rahmen des Kurzarbeitergelds wird aufwandsmindernd im Personalaufwand erfasst.

Schätzungen und Beurteilungen

Im Jahresabschluss werden teilweise Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen, welche die bilanzierten Vermögensgegenstände und Schulden, die Angaben zu Eventualverbindlichkeiten am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Alle Schätzungen und Beurteilungen werden kontinuierlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Wesentliche Sachverhalte, die von solchen Schätzungen und Beurteilungen betroffen sind, betreffen die Bewertung des Finanzanlagevermögens, des Vorratsvermögens und der Rückstellungen. Die Schätzungs- und Beurteilungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr stetig angewandt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens mit ihren historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen sind in einem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Durch die geplante Schließung des Standorts Waghäusel in 2021 und die damit verbundenen verkürzten Nutzungsdauern von Gegenständen des Anlagevermögens wurden auf Technische Anlagen und Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 97 TEUR vorgenommen.

Im Zuge des Verkaufs des Bereichs Body Panel sind per 28. Februar 2020 Vermögensgegenstände mit Buchwerten von insgesamt 1.777 TEUR abgegangen.

Finanzanlagen

Die Gesellschaft weist nachfolgende Anteile an verbundenen Unternehmen aus:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
in TEUR
Schuler Italia S.r.l., Turin, Italien (2) 90,00 843 -47
Schuler (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand (2) 37,73 1.535 163
Beutler Nova AG, Gettnau, Schweiz (1) 100,00 5.119 1.930
Schuler Presses UK Limited, Walsall, Großbritannien (1) 100,00 3.264 767
BCN Technical Services, Inc., Hastings/Michigan, USA (1) 100,00 -1.265 -5.604
Pressensysteme Schuler-Mexico S.A. de C.V., Puebla, Mexico (1) 90,00 7.636 370
Schuler (Dalian) Forming Technologies Co. Ltd., Dalian, VR China (1) 100,00 29.324 2.448
Schuler (China) Forming Technologies Co., Ltd., Shanghai, VR China (1) 100,00 84.200 2.151
Schuler India Private Limited, Mumbai, Indien (3) 0,01 783 38

(1) Abschluss HB2 (IFRS) zum 31.12.2020
(2) Abschluss 31.12.2019
(3) Abschluss 31.03.2020

Vorräte

Durch den Verkauf des Bereichs Body Panel sind zum 28. Februar 2020 Vorräte in Höhe von 5.131 TEUR abgegangen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2020, Restlaufzeit
Gesamtbetrag
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.545 29.545 0
(Vorjahr) (50.521) (50.521) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 204.819 204.819 0
(Vorjahr) (239.175) (239.175) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 6.560 6.560 0
(Vorjahr) (6.247) (6.247) (0)
Gesamt 240.924 240.924 0
(Vorjahr) (295.943) (295.943) (0)

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15.572 TEUR (Vorjahr: 29.024 TEUR) enthalten. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen 190.981 TEUR (Vorjahr: 209.557 TEUR). Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert nicht zuletzt aus der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Verpflichtung der Schuler AG zur Verlustübernahme (2020: 44.944 TEUR; Vorjahr: 68.070 TEUR) sowie aus dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel umfassen die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Durch den Verkauf des Bereichs Body Panel hat sich die aktive Rechnungsabgrenzung um 28 TEUR verringert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die zum beizulegenden Zeitwert (entspricht den Anschaffungskosten, bewertet zum Rückkaufswert) bilanzierten kongruenten Rückdeckungsansprüche für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 14.451 TEUR (Vorjahr: 14.538 TEUR) stellen sonstige Vermögensgegenstände im Sinne des § 266 Abs. 2 B. II. 4 HGB dar; diese sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert mit den Verpflichtungen in Höhe von 115.476 TEUR (Vorjahr: 112.152 TEUR) in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Die in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesenen, verrechneten Aufwendungen betragen 8.142 TEUR (Vorjahr: 9.464 TEUR), die verrechneten Erträge 911 TEUR (Vorjahr: 93 TEUR). Aus dem Verkauf des Bereichs Body Panel resultiert ein Rückgang der Pensionsrückstellung um 3.312 TEUR. Aufgrund einer Überdeckung der Pensionsverpflichtung erfolgt ein Ausweis des aktiven Unterschiedsbetrags auf der Aktivseite der Bilanz in Höhe von 402 TEUR (Vorjahr: 434 TEUR). Darin enthalten sind Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3.953 TEUR (Vorjahr: 3.921 TEUR) sowie Rückdeckungsansprüche für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4.355 TEUR (Vorjahr: 4.355 TEUR). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 10.006 TEUR (Vorjahr: 10.246 TEUR).

Steuerrückstellung

Die Steuerrückstellung betrifft zu erwartende Grunderwerbsteuer.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Personalbereich
Tantiemen und erfolgsabhängige Vergütungen 4.128 3.293
Altersteilzeit 7.283 6.064
Arbeitnehmer-Zeitguthaben 6.695 11.825
Anpassung der Unternehmensstruktur 39.676 38.733
Rückständiger Urlaub 1.729 2.401
Jubiläumsleistungen 4.283 4.856
Ungewisse Personalkosten 0 83
Sonstige 1.653 737
65.446 67.992
Sonstige
Gewährleistungs- und Garantieverpflichtungen 16.562 17.320
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 371 7.431
Ausstehende Kostenbelastungen für abgerechnete Aufträge 10.370 7.497
Anpassung der Unternehmensstruktur 20.480 14.720
Ausstehende Rechnungen 1.774 2.421
Sonstige Risiken 1.388 981
50.945 50.370
116.391 118.362

Aus dem Verkauf des Bereichs Body Panel sind per 28. Februar 2020 Rückstellungen in Höhe von 1.210 TEUR, im Wesentlichen betreffend Jubiläumsleistungen und Arbeitnehmer-Zeitguthaben, abgegangen. Darüber hinaus wurden in diesem Zusammenhang Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 5.178 TEUR verbraucht, weitere 1.912 TEUR aufgelöst und 65 TEUR neu gebildet.

Bei der Bemessung der Rückstellung für die Zukunftskonzepte hat sich die Gesellschaft im Wesentlichen an den bisherigen Verhandlungsergebnissen mit Arbeitnehmervertretungen im Schuler-Konzern über Sozialpläne orientiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden für das sog. Zukunftskonzept II des Schuler-Konzerns Rückstellungen in Höhe von insgesamt 27.454 TEUR neu gebildet. Bestehende Rückstellungen wurden anhand der tatsächlich angefallenen Aufwendungen fortgeführt bzw. erfolgswirksam aufgelöst.

Die Rückstellung für Gewährleistungs- und Garantieverpflichtungen orientiert sich an den in der Vergangenheit angefallenen Aufwendungen.

Verbindlichkeiten

31.12.2020
Restlaufzeit
Gesamtbetrag
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.121 3.121 0 0
(Vorjahr) (3.842) (842) (3.000) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17.726 17.726 0 0
(Vorjahr) (80.547) (80.547) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 50.900 50.900 0 0
(Vorjahr) (40.199) (40.199) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.129 1.129 0 0
(Vorjahr) (285) (285) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 9.586 9.586 0 0
(Vorjahr) (21.674) (21.674) (0) (0)
Gesamt 82.462 82.462 0 0
(Vorjahr) (146.547) (143.547) (3.000) (0)

Die angegebenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in vollem Umfang durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte und Werte gesichert.

Bedingt durch den Verkauf des Bereichs Body Panel sind per 28. Februar 2020 Verbindlichkeiten in Höhe von 99 TEUR abgegangen. Diese betreffen Verbindlichkeiten im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 5.573 TEUR (Vorjahr: 17.127 TEUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 171 TEUR) enthalten.

Haftungsverhältnisse

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 13.715 18.437
(davon zugunsten verbundener Unternehmen 13.715 TEUR (Vorjahr: 18.437 TEUR))

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird als gering eingeschätzt. Teilweise haben die Gesellschaften im Jahr 2020 bedingt durch das oben beschriebene Zukunftskonzept und die derzeitige Auftragslage stark negative Ergebnisse, allerdings ist auf Grund der derzeit gültigen Planung von einer Verbesserung der Ertragslage in den kommenden Jahren auszugehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Miet-, Leasing-, Wartungs- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von 23.824 TEUR (Vorjahr: 36.039 TEUR), wovon innerhalb eines Jahres 7.254 TEUR (Vorjahr: 8.359 TEUR) fällig sind. Hiervon betreffen 17.679 TEUR (Vorjahr: 29.094 TEUR) verbundene Unternehmen.

Die angegebenen Verpflichtungen enthalten vor allem Mietzahlungen für eine Immobilie am Standort Göppingen. Diese werden jährlich an den deutschen Verbraucherpreisindex angepasst. Für deren Schätzung wurde eine jährliche Mietsteigerung von 1,5% unterstellt. Im Rahmen des Zukunftskonzept II 2020 wurde eine Reduzierung der Nutzungsfläche vereinbart. Dadurch vermindern sich die zukünftigen Mietzahlungen um 8.102 TEUR.

Derivative Finanzinstrumente

Als derivative Finanzinstrumente werden Währungsswaps sowie Devisentermingeschäfte zur Steuerung des Währungsrisikos, im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Liefer- und Leistungsverkehr mit ausländischen Kunden und Lieferanten, eingesetzt. Die Kontrakte werden über Banken abgewickelt, die über gute Bonität verfügen.

Zum Bilanzstichtag bestanden - ausschließlich mit verbundenen Unternehmen - folgende derivative Finanzpositionen:

31.12.2020
Sicherungsinstrument Nominalwert
TEUR
Negativer Marktwert
TEUR
Positiver Marktwert
TEUR
Saldo Marktwert
TEUR
Bilanzposten
Devisenswaps 984 -26 0 -26 n.a
Devisentermingeschäfte 32.054 -907 218 -689 n.a.

* Der Nominalbetrag entspricht den TEUR-Beträgen der abgesicherten Grundgeschäfte.

Der Einsatz von Finanzderivaten erfolgt im Schuler-Konzern zur Steuerung von Risiken aus Zins- und Währungsschwankungen und dient grundsätzlich Sicherungszwecken. Reine Handelspositionen mit dem Ziel der Ertragsoptimierung werden nicht eingegangen. Der Umfang der Sicherung durch Finanzderivate erstreckt sich auf gebuchte, schwebende und antizipierte Grundgeschäfte sowie damit verbundene Finanzanlagen und Finanzierungsgeschäfte.

Das angegebene Nominalvolumen stellt die unsaldierte Summe aus Kauf- und Verkaufsbeträgen derivativer Finanzgeschäfte dar. Die beizulegenden Zeitwerte ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Positionen zu Marktpreisen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Sie geben an, wie sich eine Glattstellung am Bilanzstichtag auf das Ergebnis ausgewirkt hätte. Positive Zeitwerte stehen für potenzielle Gewinne am Bilanzstichtag, negative für potenzielle Verluste. Auf Grund des Sicherungszusammenhangs bleiben diese Marktwertschwankungen der derivativen Finanzinstrumente bilanziell grundsätzlich außer Ansatz. Die zu Grunde liegenden Grundgeschäfte werden entsprechend mit ihrem Sicherungskurs bilanziert.

Die Umkehrung gegenläufiger Entwicklungen aus den abgesicherten Grundgeschäften und den Sicherungsgeschäften wird sich in einem Zeitraum von voraussichtlich ein bis zwei Jahren ergeben.

Die Bewertung der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach anerkannten finanzmathematischen Berechnungsmodellen und -methoden. Eingesetzt wird dabei die Bewertung nach dem Barwert-Verfahren oder nach dem Optionspreismodell (Black-Scholes). Die wesentlichen Berechnungsparameter basieren auf am Bilanzstichtag gültigen Marktpreisen und -zinsen sowie auf vereinbarten Sicherungs- und Ausübungskursen.

Bis zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Wertänderungen / Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen. Zur Messung der Effektivität wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Vom Gesamtumsatz in Höhe von 435.057 TEUR (Vorjahr: 752.468 TEUR) wurden 169.078 TEUR oder 38,9% im Inland und 265.978 TEUR oder 61,1% im Ausland erzielt, im Wesentlichen in China und den USA. Vom Gesamtumsatz entfallen 286.507 TEUR auf Neumaschinen-, 119.157 TEUR auf Serviceumsätze und 29.393 TEUR auf sonstige Umsätze.

Bestandsveränderung

Bedingt durch den Verkauf des Bereichs Body Panel sind per 28. Februar 2020 Bestände an Unfertigen Erzeugnissen und Leistungen und Fertigen Erzeugnissen im Wert von 4.524 TEUR abgegangen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 22.439 TEUR (Vorjahr: 12.881 TEUR) umfassen im Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, aus der Auflösung von Rückstellungen, aus der Herabsetzung der Wertberichtigung auf Forderungen, aus Kostenbelastungen an verbundene Unternehmen sowie aus erhaltenen Schadensersatzleistungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 15.436 TEUR (Vorjahr: 10.897 TEUR). Die periodenfremden Erträge resultieren vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen (12.615 TEUR), aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (762 TEUR) sowie aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (474 TEUR).

Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen im Berichtszeitraum 3.817 TEUR (Vorjahr: 471 TEUR).

Bedingt durch den Verkauf des Bereichs Body Panel wurden per 28. Februar 2020 sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 1.912 TEUR realisiert. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen.

Materialaufwand

Im Materialaufwand sind Aufwendungen aus dem Verkauf des Bereichs Body Panel in Höhe von 607 TEUR entstanden.

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 1.417 TEUR (Vorjahr: 1.845 TEUR) enthalten. Im Rahmen des Kurzarbeitergelds hat die Schuler Pressen pauschale Erstattungen für Sozialversicherung in Höhe von 3.470 TEUR erhalten. Aus dem Verkauf des Bereichs Body Panel ergaben sich Erträge aus dem Abgang von Rückstellung und Personalverbindlichkeiten in Höhe von 4.621 TEUR.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 111.581 TEUR (Vorjahr: 161.356 TEUR) enthalten außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem erweiterten Zukunftskonzept 2020 in Höhe von 27.454 TEUR. Des Weiteren sind Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Provisionen, Reise- und Montagekosten, Miet- und Leasingaufwendungen, sowie Instandhaltungsaufwendungen enthalten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 755 TEUR (Vorjahr: 2.254 TEUR). Aus der Wertberichtigung eines unterjährig ausgegebenen Darlehens ergeben sich sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 818.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2.911 TEUR (Vorjahr: 340 TEUR) enthalten. Diese resultieren wie auch im Vorjahr aus der Ausbuchung der uneinbringlichen Forderungen, Zuführung zu Einzelwertberichtigungen sowie aus dem Abgang von Anlagegütern. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus dem Verkauf des Bereichs Body Panel in Höhe von 28 TEUR enthalten.

Erträge aus Beteiligungen

In den Beteiligungserträgen sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.335 TEUR (Vorjahr: 2.548 TEUR) enthalten.

Zinsen und ähnliche Erträge

Dieser Posten enthält neben Bankzinsen auch Zinserträge aus Wertpapieren. Periodenfremde Zinserträge betrugen im Geschäftsjahr 0 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten enthält im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 3.076 TEUR (Vorjahr: 3.416 TEUR) und Zinsänderungseffekte in Höhe von 5.066 TEUR (Vorjahr: 6.048 TEUR). Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 987 TEUR (Vorjahr: 1.367 TEUR).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Für das Geschäftsjahr wird ein Aufwand in Höhe von 24 TEUR (Vorjahr: 96 TEUR) für periodenfremde Sachverhalte innerhalb dieser GuV-Position ausgewiesen.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2020 schloss die Schuler Pressen GmbH mit einem Verlust in Höhe von 44.944.342,60 EUR, der im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages in voller Höhe von der Schuler AG ausgeglichen wird.

Sonstige Angaben

Organe

Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr an:

Dipl. Ökonom Thomas Kamphausen, Schorndorf Finanzvorstand Schuler AG, Göppingen
Dipl.-Ing. Frank Klingemann, Schwabmünchen Leiter Division Industry
Dr. Ing. Martin Habert, Kirchheim/Teck (bis 30. Juni 2020) Leiter Division Service
Torsten Petrick, Mönchengladbach (seit 1. Juni 2020) Leiter Division Service
Dipl.-Ing. Daniel Huber, Lampertheim (bis 31. Dezember 2020) Leiter Division Hydraulik
Dipl.-Ing. Dr. Peter Jost, Graz (Österreich) Produktionsvorstand Schuler AG, Göppingen
Dipl.-Ing. (FH) Klaus Linnig, Nonnweiler Leiter Division Automotive

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr waren:

Domenico Iacovelli Aufsichtsratsvorsitzender, Vorstandsvorsitzender Schuler AG, Göppingen
Stephanie Lüdtke (bis 30. Juni 2020) Rechtsanwältin, Leiterin Recht Schuler AG, Göppingen
Laura Jenkins (seit 04. August 2020) Rechtsanwältin, Legal Counsel Schuler AG
Dipl.-Päd. Birgit Dikiciler (bis 24. Februar 2020) Leiterin Personal Schuler Konzern Schuler AG, Göppingen
Thomas Reiher (seit 13. März 2020) Rechtsanwalt, Leiter Konzernpersonalmanagement Schuler AG, Göppingen
Dipl.-Betriebsw. (FH) Susanne Reinhardt (MBA) Zentralbereichsleiterin Financial Accounting, Reporting and Taxes Schuler AG, Göppingen
Dipl.-oec. Thomas Herrlinger Leiter Konzerncontrolling & Strategische Unternehmensentwicklung Schuler AG, Göppingen
Christian Wunderli Rechtsanwalt, Leiter Recht & Compliance Schuler AG, Göppingen
Sabine Danner (*) Technische Zeichnerin Schuler Pressen GmbH, Weingarten, Vorsitzende des Betriebsrats Schuler Pressen GmbH
Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Holger Fuchs (*) Leiter Service Market Segment Automotive Schuler Pressen GmbH, Göppingen
Ingrid Wolfframm (*) Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Projektmanagerin technisches Gebäudemanagement Schuler Pressen GmbH, Göppingen, Vorsitzende des Konzernbetriebsrats Schuler AG, Göppingen
Marco Oestringer (*) Vorsitzender des Betriebsrats Schuler Pressen GmbH, Waghäusel
Renate Gmoser (*) Gewerkschaftssekretärin IG Metall, Geschäftsstelle Göppingen-Geislingen
Christian Steffen (*) (bis 31. Dezember 2020) Gewerkschaftssekretär IG Metall, Bezirksleitung Baden-Württemberg
Ilko Vehlow (*) (ab 09. Februar 2021) 1. Bevollmächtigter / Geschäftsführer IG Metall, Geschäftsstelle Erfurt

(*) Vertreter der Arbeitnehmer

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt 14.332 TEUR (Vorjahr: 12.610 TEUR) zurückgestellt. Die laufenden Versorgungsbezüge betrugen 895 TEUR (Vorjahr: 892 TEUR).

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.569 TEUR (Vorjahr: 1.064 TEUR).

Die Aufsichtsratsmitglieder wurden wie auch im Vorjahr nicht vergütet.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden 2.681 (Vorjahr: 2.966) Mitarbeiter beschäftigt, wovon 921 (Vorjahr 1.170) gewerbliche Arbeitnehmer und 1.575 (Vorjahr: 1.796) kaufmännisch-technische Arbeitnehmer waren. Zusätzlich wurden im Jahresdurchschnitt 186 (Vorjahr: 228) Auszubildende beschäftigt.

Sonstige Angaben

Das vom Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete bzw. voraussichtlich zu berechnende Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:

2020
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 183
Steuerberatungsleistungen 30
213

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist Enkelgesellschaft der ANDRITZ AG, Graz, Österreich, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die Schuler Pressen GmbH ist daher von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss zu erstellen, nach § 291 HGB befreit. Die ANDRITZ AG, Graz, Österreich als oberstes Mutterunternehmen veröffentlicht den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellten Konzernabschluss beim Firmenbuchgericht, Graz und beim Bundesanzeiger, Berlin. Der Konzernabschluss ist auch über die Homepage der ANDRITZ AG verfügbar (www.andritz.com).

Nachtragsbericht

Seit dem 01. Januar 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schuler Pressen GmbH haben. Die Geschäftsführung schätzt die Lage des Unternehmens als unverändert herausfordernd ein.

 

Göppingen, den 1. März 2021

Schuler Pressen GmbH

Die Geschäftsführung

Dipl.-Ing. Dr. Peter Jost

Dipl. Ökonom Thomas Kamphausen

Dipl.-Ing. Frank Klingemann

Dipl.-Ing. (FH) Klaus Linnig

Torsten Petrick

Anlage zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Werte 27.588.054,50 107.135,64 0,00 -878.059,18 26.817.130,96
27.588.054,50 107.135,64 0,00 -878.059,18 26.817.130,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 99.653.553,22 0,00 0,00 -234.506,00 99.419.047,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 118.912.826,59 591.649,08 2.273.394,02 -20.177.887,71 101.599.981,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.171.856,25 528.530,30 340.424,94 -6.829.711,34 43.211.100,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.830.492,88 2.262.123,99 -2.613.818,96 0,00 4.478.797,91
272.568.728,94 3.382.303,37 0,00 -27.242.105,05 248.708.927,26
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 74.701.414,62 0,00 0,00 0,00 74.701.414,62
74.701.414,62 0,00 0,00 0,00 74.701.414,62
374.858.198,06 3.489.439,01 0,00 -28.120.164,23 350.227.472,84
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020
Zugänge
Abgänge
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Werte 24.055.659,12 638.531,64 -819.611,18 23.874.579,58
24.055.659,12 638.531,64 -819.611,18 23.874.579,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.135.054,03 2.309.825,00 0,00 65.444.879,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 100.942.952,59 3.374.065,10 -18.772.131,71 85.544.885,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.631.515,20 2.715.244,24 -6.376.574,14 36.970.185,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
204.709.521,82 8.399.134,34 -25.148.705,85 187.959.950,31
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
228.765.180,94 9.037.665,98 -25.968.317,03 211.834.529,89
Buchwerte
31.12.2020
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Werte 2.942.551,38 3.532.395,38
2.942.551,38 3.532.395,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.974.168,19 36.518.499,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.055.096,00 17.969.874,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.240.914,85 8.540.341,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.478.797,91 4.830.492,88
60.748.976,95 67.859.207,12
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 74.701.414,62 74.701.414,62
74.701.414,62 74.701.414,62
138.392.942,95 146.093.017,12

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schuler Pressen GmbH, Göppingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schuler Pressen GmbH, Göppingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schuler Pressen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt D. des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Kapitel "D. Erklärung zur Unternehmensführung" im Lagebericht enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 2. März 2021

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer

Müller, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates gern. § 52 Abs. 1 GmbHG iVm. § 171 AktG

Der Aufsichtsrat setzt sich aktuell aus den folgenden Mitgliedern zusammen:

Anteilseignervertreter:

Herr Domenico Iacovelli

Herr Thomas Herrlinger

Frau Laura Jenkins

Herr Thomas Reiher

Frau Susanne Reinhardt

Herr Christian Wunderli

Arbeitnehmervertreter:

Frau Sabine Danner

Herr Holger Fuchs (Vertreter der leitenden Angestellten)

Frau Renate Gmoser (IG Metall Göppingen-Geislingen)

Herr Marco Oestringer

Herr Ilko Vehlow (IG-Metall Erfurt)

Frau Ingrid Wolfframm

Auf der Anteilseignerseite ist Frau Birgit Dikiciler aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. An ihrer Stelle wurde Herr Thomas Reiher mit Wirkung zum 13.03.2020 Mitglied des Aufsichtsrates und anstelle von Frau Dikiciler in den Personalausschuss gewählt. Ebenfalls ausgeschieden ist Frau Stephanie Lüdtke. An Ihrer Stelle wurde Frau Laura Jenkins für die Anteilseignerseite mit Wirkung zum 04.08.2020 als Mitglied des Aufsichtsrats bestellt, sowie Herr Christian Wunderli anstelle von Frau Lüdtke als Mitglied in den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG gewählt.

Bei den Arbeitnehmervertretern hat Herr Christian Steffen sein Amt mit Wirkung zum 31.12.2020 niedergelegt. Aufgrund der nicht vollständigen Besetzung wurde Herr Ilko Vehlow nach Antrag der Geschäftsführung durch Beschluss des Amtsgerichts Ulm vom 09.02.2021 zum Mitglied des Aufsichtsrats als Vertreter der Arbeitnehmer gewählt.

Der Aufsichtsrat hatte in dem Geschäftsjahr zwei ordentliche und eine außerordentliche Sitzungen. Darüber hinaus erfolgten Beschlussfassungen in schriftlichen Umlaufverfahren.

Herr Dr. Martin Habert hat sein Amt als Geschäftsführer zum 30.06.2020 niedergelegt und Herr Torsten Petrick wurde in der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 08.04.2020 mit Wirkung ab dem 01.06.2020 an seiner Stelle zum Geschäftsführer bestellt. Herr Daniel Huber hat ebenfalls sein Amt als Geschäftsführer zum 31.12.2020 niedergelegt. Die Division Hydraulik wurde unter die Leitung von Herrn Klaus Linnig als Business Unit in der Division Automotive gestellt. Der Geschäftsverteilungsplan als Bestandteil der Geschäftsordnung für die Geschäftsführung wurde entsprechend angepasst.

In den Aufsichtsratssitzungen wurden die wichtigen Vorgänge mit der Geschäftsführung eingehend erörtert.

Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss der Schuler Pressen GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 geprüft. Der Jahresabschluss ist unter Einbeziehung der Buchführung durch die KPMG AG geprüft worden. Es ergaben sich keine Beanstandungen gegen die Rechnungslegung betreffende Vorschriften und der Abschlussprüfer wird einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilen.

Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Aufsichtsrates am 02.03.2021 teilgenommen und den Jahresabschluss mündlich erläutert.

Dem Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stimmt der Aufsichtsrat zu; er hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Der Jahresabschluss wurde somit durch den Aufsichtsrat am 02.03.2021 gebilligt.

Die Unternehmensleitung, Betriebsräte und Mitarbeiter der Schuler Pressen GmbH haben im Geschäftsjahr engagiert und verantwortungsbewusst zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat spricht ihnen dafür insbesondere unter Beachtung der schwierigen wirtschaftlichen Situation seinen besonderen Dank und Anerkennung aus.

 

Göppingen, den 02.03.2021

Der Aufsichtsrat

Domenico Iacovelli, Vorsitzenden des Aufsichtsrates

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