ANDRITZ Schuler GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patric Winterhalter seit 24.3.2026 | Prokura |
Mathias Bühler seit 24.11.2025 | Prokura |
Jürgen Funk seit 18.8.2025 | Prokura |
Christian Palm seit 12.8.2025 | Geschäftsführer |
Stefan Wochinger seit 31.3.2025 | Prokura |
Benjamin Hans-Dieter Fürst seit 5.1.2024 | Geschäftsführer |
Maximilian Georg Schabel seit 14.3.2023 | Prokura |
Andreas Niederle seit 14.3.2023 | Prokura |
Ralf Frey seit 8.8.2022 | Prokura |
Markus Lehmann seit 18.5.2022 | Prokura |
Ralph Maile seit 14.9.2021 | Prokura |
Markus Schempp seit 17.3.2021 | Prokura |
Nicolas Drevon seit 17.3.2021 | Prokura |
Martin Steinmetz seit 15.9.2020 | Prokura |
Christoph Münch seit 22.7.2020 | Prokura |
Rüdiger Knirsch seit 22.7.2020 | Prokura |
Torsten Roger Petrick seit 8.6.2020 | Geschäftsführer |
Thomas Kucher seit 20.1.2020 | Prokura |
Thomas Wilhelm Kamphausen seit 14.11.2019 | Geschäftsführer |
Ernst Schwoshuber seit 11.6.2019 | Prokura |
Klaus Amos seit 11.6.2019 | Prokura |
Torsten Schwab seit 2.10.2018 | Prokura |
Andrea Pinkas-Rack seit 2.10.2018 | Prokura |
Philipp Reinhardt seit 27.6.2018 | Prokura |
Jens Mogdans seit 13.11.2017 | Prokura |
Grit Fiebelkorn seit 14.2.2017 | Prokura |
Uwe Konnerth seit 21.1.2015 | Prokura |
Thomas Hägele seit 4.11.2014 | Prokura |
Christoph Spanheimer seit 20.3.2014 | Prokura |
Dieter Merkle seit 13.11.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ANDRITZ AG | 71.15% |
ANDRITZ Deutschland Holding GmbHEigenbeteiligung | 16.44% |
ANDRITZ Power & Water GmbH | 10.62% |
ANDRITZ AG | 1.80% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schuler Pressen GmbHGöppingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020A. Grundlagen der Gesellschaft1. GeschäftsmodellSchuler bietet Pressen, Automationslösungen, Werkzeuge, Prozess-Know-how und Service für die metallverarbeitende Industrie, den automobilen Leichtbau und die Münztechnik an. Unsere Produkte und Lösungen beinhalten mechanische und hydraulische Pressensysteme, Transfer- und Tryoutpressen, Automationseinrichtungen, Werkzeuge, Schnellläuferpressen sowie Systeme zur Massivumformung bis hin zu Innenhochdruckumformung und Formhärten. Zu den Kunden gehören Automobilhersteller und -zulieferer, Münzprägeanstalten sowie Unternehmen aus der Schmiede-, Hausgeräte-, Verpackungs-, Energie- und Elektroindustrie. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden ein umfangreiches Serviceangebot. Unsere Geschäftsaktivitäten werden von eigenständig agierenden Divisionen durchgeführt. Sie verfügen über eine einheitliche Struktur jeweils mit den Funktionen Vertrieb, Projektplanung, Projektmanagement und Konstruktion und sind innerhalb der jeweiligen Division nochmals in Produktgruppen gegliedert. Die Division Automotive ist zentraler Ansprechpartner für die Automobilhersteller und für die Tier-0,5-Kunden. Produkte der Division sind mechanische Pressenlinien, Tryoutpressen, Transferpressen, ProgDie-Pressen und Schneidpressen für Platinenschneidanlagen, vorrangig mit Servoantrieb. Zum 01. Januar 2021 wird die ehemalige Division Hydraulic als eigenständiger Produktbereich in die Division Automotive integriert. Die Division Hydraulic realisiert hydraulische Pressen und Fertigungsanlagen für unterschiedliche Marktsegmente. Zu den Kunden gehören weltweit Automobilhersteller und -zulieferer sowie Unternehmen aus der Schmiede- und Hausgeräteindustrie. Des Weiteren kommen Systemlösungen aus der Schuler-Division Hydraulic in der Eisenbahnindustrie zum Einsatz. Die Produktpalette umfasst hydraulische Transfer- und Tryout-Pressen sowie vollautomatisierte Pressenlinien für die Blechumformung. Einen weiteren Schwerpunkt stellen hydraulische Anlagen für die weltweit tätige Schmiedeindustrie für die Herstellprozesse der Kaltmassivumformung sowie der Warmumformung dar. Auch für das Formhärten hochfester Bauteile, die Innenhochdruckumformung komplexer Hohlkörper, die Verarbeitung faserverstärkter Kunststoffe und das Feinschneiden entwickelt und realisiert Schuler Systemlösungen mit hydraulischer Pressentechnik. Die Division Hydraulic wird neu geordnet und ab 2021 als eigenständiger Produktbereich in der Division Automotive weitergeführt. Die Division Industry bietet Lösungen für Stanz- und Umformsysteme, Anlagen für die Massivumformung sowie Systemlösungen für Kunden aus den Bereichen Batterieherstellung, Münztechnologie und Elektroblechfertigung. Ebenfalls zum Produktspektrum zählen Lösungen zur Automatisierung von Werkzeugmaschinen inklusive Leitsteuerungen für verkettete Produktionsanlagen und Systeme für die Herstellung und den Transport von Platinen, Werkstücken und Werkzeugen. Zu den Kunden zählen Unternehmen aus den Bereichen Automobil- und Zuliefererindustrie (überwiegend Tier 1 - 3), Hausgeräteindustrie, Eisenbahnindustrie und weitere Industrieanwendungen. Mit unserem umfassenden Serviceangebot in der Division Service unterstützen wir unsere Kunden in allen Geschäftsbereichen "weltweit vor Ort". In Kooperation mit den im Schuler-Konzern verbundenen Unternehmen sind wir in über 40 Ländern präsent. Der Service bietet ein breites Leistungsspektrum und weitreichendes Know-how für den Leistungserhalt oder die Leistungssteigerung bestehender Anlagen. Darüber hinaus beinhaltet unser Serviceangebot die Optimierung und Modernisierung älterer Anlagen mit dem Ziel, deutliche Leistungssteigerungen zu erreichen. Ergänzend werden überholte und modernisierte Gebrauchtmaschinen zum Kauf angeboten. Divisionsübergreifend bieten wir unseren Kunden außerdem Komplettlösungen aus einer Hand - von der Planung und Beratung über Entwicklung und Konstruktion bis zur Einrichtung und Anpassung beim Kunden und dem Serienanlauf. Neben den Pressen liefern wir auch die komplette Presswerkausrüstung einschließlich der erforderlichen Werkzeuge und insbesondere der Automatisierung der gesamten Prozesskette im Presswerk. Den Bereich Body Panel haben wir bereits im Vorjahr im Rahmen eines Assets Deals veräußert. Der Kaufvertrag mit der PMW Group GmbH, München, wurde am 11. Dezember 2019 mit wirtschaftlicher Wirkung mit Ablauf des 30. September 2019 unterzeichnet. Dieser Verkauf wurde im Rahmen eines Carve Outs zum 28. Februar 2020 ("Closing Datum") rechtlich vollzogen. 2. Forschung und EntwicklungIm Geschäftsjahr 2020 sind laufende Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E-Kosten) in Höhe von 10,4 Mio. EUR (Vorjahr: 16,6 Mio. EUR) aufwandswirksam erfasst worden. Wie in den Vorjahren wurden keine Entwicklungskosten aktiviert. Den wesentlichen Teil der Entwicklungsarbeit erbringen wir im Rahmen von kundenbezogenen Einzelprojekten. Die zugehörigen Aufwendungen sind als Auftragskosten verbucht und entsprechend in den oben genannten F&E-Kosten nicht berücksichtigt. 3. MitarbeiterZum Stichtag 31. Dezember 2020 waren bei der Schuler Pressen GmbH 2.561 (Vorjahr: 3.078) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, inklusive Auszubildende, beschäftigt. Im Zuge des Verkaufs des Bereichs Body Panel ist die Cartec Tooling GmbH mit Wirkung zum Stichtag 28. Februar 2020 in sämtliche Rechte und Pflichten aus den betreffenden Arbeitsverhältnissen der Schuler Pressen GmbH nach Maßgabe des § 613a BGB eingetreten. Dadurch sind per 28. Februar 2020 182 Beschäftigungsverhältnisse auf die Cartec Tooling GmbH übergegangen. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenRezession der Weltwirtschaft in 2020Die Weltwirtschaft spürt 2020 deutlich die Auswirkungen der Corona-Pandemie, aber auch Krisen wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China, geopolitische Spannungen und der endgültige Austritt Großbritanniens aus der EU führen zu einer weiteren Anspannung der wirtschaftlichen Lage. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2020 nach Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,5% gesunken (2019: +2,8%). Die Industrieländer müssen mit einem Minus von 4,9% rechnen (2019: +1,6%). Der IWF erwartet für die Schwellen- und Entwicklungsländer eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums um 2,4% (2019: +3,6%). Das BIP der Eurozone nahm im weltweiten Vergleich mit -7,2% deutlich stärker ab. In Deutschland sank das BIP um vergleichsweise geringe 5,4%. Durch stärkeren privaten Konsum, eine geringere Abhängigkeit von der Tourismusbranche und stark gestiegene Exporte blieb die Wirtschaft hier vergleichsweise stabil. Das US-Wirtschaftswachstum sank, ähnlich dem weltweiten Schnitt, um 3,4%. In Japan sank das BIP um 5,1%. China verzeichnet bereits 2020 positive Wachstumsdynamiken, Experten rechnen mit einem Anstieg des BIP um 2,3%. Diese Dynamik wurde durch umfangreiche Konjunkturpakete und ein starkes Exportvolumen unterstützt. Die Coronakrise hatte großen Einfluss auf die konjunkturelle Lage in Indien, das BIP sank um 8,0%. In Brasilien verringerte sich das BIP um 4,5% im Vergleich zum Vorjahr, und auch in Russland war der Wachstumstrend ähnlich, dort nahm das BIP um 3,6% ab. [Quelle: International Monetary Fund (IMF) World Economic Outlook Update, Januar 2021] Weltautomobilmarkt 2020 deutlich unter niedrigem VorjahresniveauDie PKW Neuzulassungen bewegen sich 2020 nach Einschätzungen des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA) weltweit bei einem deutlichen Rückgang von 15% auf 67,7 Millionen PKW. Prägend für die wirtschaftliche Entwicklung weltweit und in den einzelnen Ländern waren die großen Folgen der Coronakrise. Der europäische Trend bei den Neuzulassungen 2020 liegt im globalen Vergleich signifikant unter dem weltweiten Durchschnitt. In ganz Europa (EU27+EFTA+UK) war laut VDA ein negatives Wachstum von 24,3% bei den Neuzulassungen zu beobachten. Verursacht wurden diese historischen Rückgänge im europäischen Raum im Besonderen durch den starken Einfluss der Corona-Pandemie, aber auch die Brexit-Verhandlungen beeinflussten die Zahl der Neuzulassungen nachhaltig. Die Coronakrise hat eine neue Mobilitätsdiskussion angestoßen. In Deutschland sieht ein Großteil der Bevölkerung das Auto in Bezug auf eine mögliche Corona-Infizierung als sicherstes Verkehrsmittel an und will unter keinen Umständen auf das Auto verzichten. Daraus resultierte eine starke Wachstumsphase von September-Dezember 2020, hier lag das Absatzvolumen sogar über dem des Vorjahres. Der Trend wurde durch die Subvention von ganz oder teilweise (hybrid) elektromotorisch angetriebenen Autos sowie der befristeten Umsatzsteuerabsenkung verstärkt. Im Gesamtjahr sank der Absatz in Deutschland nach Angaben des VDA um 19%. In 2020 wurden im Vergleich zum Vorjahr 24,0% weniger Autos in das Ausland exportiert. Entsprechend verzeichnete die PKW Produktion in Deutschland einen ähnlich starken Einbruch mit 25,0%. Auch in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) waren in 2020 im Vergleich zum Vorjahr Rückgänge bei den PKW Zulassungen zu verzeichnen (Brasilien -26,7%, Indien -17,7%, Russland -9,1%). Bemerkenswert ist die Entwicklung auf dem chinesischen Automobilmarkt. Von Januar bis Dezember 2020 entwickelte sich das Absatzvolumen auf 19,8 Millionen Einheiten, was einen Rückgang zum Vorjahr von nur 6,1% bedeutet. Der Rückgang in China liegt damit deutlich unter dem globalen Marktdurchschnitt. In den USA blieb das Absatzvolumen mit einem Minus von 16,8% unter dem Vorjahresniveau von 2019. Mit 3,8 Millionen PKW-Neuzulassungen litt der japanische Markt verhältnismäßig gering (11,4% unter dem Vorjahresabsatz). [Quellen: VDA Pressemeldung vom 19. Januar 2021 "Europäischer Pkw-Markt bricht 2020 um ein Viertel ein" und VDA Pressemeldung vom 08. Januar 2021 "Corona-Effekt: Austausch älterer Autos stockt"] Sinkende Nachfrage nach WerkzeugmaschinenDie globale Werkzeugmaschinenindustrie erlebte im Jahr 2020 einen empfindlichen Nachfragerückgang. Die Abkühlung der Weltkonjunktur, das zunehmend rauer werdende Handelsklima und der Strukturwandel in der Automobilindustrie führen zusammen mit der Corona-Pandemie zu drastischem Preis- und Mengendruck auf die Branche. Nach den Berechnungen des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) ist die weltweite Werkzeugmaschinenproduktion 2020 gegenüber dem Vorjahr um 23,4% auf 55,0 Mrd. EUR gesunken. Der deutsche Werkzeugmaschinenbau geriet 2020 in einen kräftigen Abschwung. Die Nachfragesituation verschlechterte sich, und der Auftragseingang ging in Summe um 31,0% zurück. Die Bestellungen aus dem Inland brachen deutlich ein (- 33,0%), und auch die Auslandsnachfrage lag 31,0% unter Vorjahresniveau. Das Produktionsvolumen sank um 31,0% auf rund 10,8 Mrd. EUR. Die Exportquote der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie stieg hingegen gegenüber dem Vorjahr von 64,5% auf 65,9% an. Insgesamt waren die Kapazitäten mit 70,9% wesentlich geringer ausgelastet und lagen dabei um 17,5 Prozentpunkte unter Vorjahresniveau. [Quelle: Schätzung des VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. für Schuler anhand Oxford Economics und VDW Daten, Januar 2021] 2. GeschäftsverlaufAuftragseingänge zurückgegangenIm Geschäftsjahr 2020 sind die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr um 215,0 Mio. EUR und damit 33,4%, von 643,5 Mio. EUR auf 428,5 Mio. EUR, zurückgegangen. Auftragseingang nach Regionen:
Insbesondere in Europa (-175,4 Mio. EUR oder -38,1% zum Vorjahr) hat sich die Auftragslage verschlechtert. Außerdem sind die Auftragseingänge aus Asien stark zurückgegangen (-31,0 Mio. EUR). Gemessen am Gesamtauftragseingang war Europa mit 66,4% (Vorjahr: 71,5%) erneut der größte Absatzmarkt, mit sinkender Tendenz. Die Region Amerika verzeichnet einen Anstieg bei den Auftragseingängen um 11,3 Mio. EUR auf 76,2 Mio. EUR und löst dadurch die Region Asien als zweitstärkste Absatzregion ab. Auftragsbestand auf VorjahresniveauDer Auftragsbestand lag zum Geschäftsjahresende bei 1.269,7 Mio. EUR und damit 0,5% unter dem Niveau des Vorjahres von 1.276,2 Mio. EUR. Dem Auftragsbestand stehen fertige und unfertige Erzeugnisse zum Stichtag in Höhe von 670,2 Mio. EUR (Vorjahr: 572,0 Mio. EUR) gegenüber. Auftragsbestand nach Regionen
Mit einem Volumen von 777,3 Mio. EUR ist der Auftragsbestand für die Region Europa gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres (754,1 Mio. EUR) angestiegen (+3,1%); die Kundenorder aus Europa umfassen wiederholt mehr als die Hälfte des Auftragsbestands zum Geschäftsjahresende. In Asien sank der Auftragsbestand mit 13,6% deutlich von 389,8 Mio. EUR um 53,2 Mio. EUR auf jetzt 336,6 Mio. EUR. Nach einem Rückgang des Auftragsbestands in den Vorjahren erhöhte sich dieser für die Region Amerika in 2020 um 22,5 Mio. EUR (Vorjahr: -33,1 Mio. EUR). UmsatzDie wichtigsten finanziellen Kenngrößen bei Schuler sind der Umsatz und das EBITA (Ergebnis vor Abschreibungen von Geschäfts- oder Firmenwerten, Zinsen und Ertragsteuern) basierend auf den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. lm Geschäftsjahr 2020 erzielten wir Umsatzerlöse nach IFRS in Höhe von 543,3 Mio. EUR (Vorjahr: 658,5 Mio. EUR). Das EBITA nach IFRS beläuft sich auf -31,9 Mio. EUR (Vorjahr: -77,1 Mio. EUR). lm Geschäftsjahr 2020 erzielten wir Umsatzerlöse nach HGB in Höhe von 435,1 Mio. EUR und lagen somit deutlich um 42,2% unter dem Vorjahreswert von 752,5 Mio. EUR. Das EBITA nach HGB beträgt 2020 -35,0 Mio. EUR (Vorjahr: -55,3 Mio. EUR), es entspricht dem EBIT nach HGB, d.h. dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Die Umsatzerlöse bzw. das EBITA nach IFRS weichen im Wesentlichen auf Grund der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung nach IFRS 15 von den Umsatzerlösen bzw. dem EBITA nach HGB ab. Umsatzerlöse nach Regionen:
Die Umsatzerlöse verringerten sich in allen Regionen. Ein besonders starker Rückgang ist in der Region Europa zu verzeichnen mit einem Rückgang um 159,1 Mio. EUR auf 261,5 Mio. EUR (Vorjahr: 420,7 Mio. EUR). Ebenso gingen die Umsätze in der Region Asien deutlich zurück, um 111,7 Mio. EUR auf 119,3 Mio. EUR (Vorjahr: 231,0 Mio. EUR) Größter Absatzmarkt war unverändert Europa mit einem Anteil an den Umsatzerlösen von 60,1%. 3. ErtragslageBereits im Vorjahr wurde zur Sicherung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit der Schuler Pressen GmbH das so genannte Zukunftskonzept beschlossen. Die Verschärfung der schwierigen wirtschaftlichen Lage durch die anhaltende Strukturkrise der Automobilindustrie, verstärkt durch die Covid-19 Pandemie, macht weitere Kapazitätsanpassungen notwendig, was zu einer Erweiterung des Zukunftskonzepts ("Zukunftskonzept II") in 2020 führte. Im Rahmen des Zukunftskonzepts II wurde unter anderem beschlossen, die Division Hydraulic zu verkleinern und als Produktgruppe in die Division Automotive einzugliedern. Der Bereich Service wird reorganisiert und die Strukturen der übrigen Divisions- und Zentralbereiche werden überprüft und durch drastische Kostensenkungsmaßnahmen an veränderte Marktbedingungen angepasst. Das um außergewöhnliche Aufwendungen bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) oder sogenannte Betriebsergebnis liegt 2020 mit -9,6 Mio. EUR um 199,0% unter dem Niveau des Vorjahres (9,7 Mio. EUR). Das EBIT beträgt -35,0 Mio. EUR (Vorjahr: -55,3 Mio. EUR). Die darin enthaltenen außergewöhnlichen Aufwendungen (per Saldo) in Höhe von 25,4 Mio. EUR entstammen insbesondere dem oben erwähnten Zukunftskonzept II. Die Gesamtleistung beläuft sich auf 533,2 Mio. EUR (Vorjahr: 685,8 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen (49,6%, im Vorjahr: 44,1%). Die Personalaufwandsquote liegt mit 38,7% auf Vorjahresniveau (39,3%). Der um außergewöhnliche Aufwendungen (per Saldo) bereinigte Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen betrug 50,3 Mio. EUR (Vorjahr: 94,9 Mio. EUR) oder 9,4% (Vorjahr: 13,8%) der Gesamtleistung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 111,6 Mio. EUR (Vorjahr: 161,4 Mio. EUR) enthalten im Wesentlichen außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Zukunftskonzept II in Höhe von 27,5 Mio. EUR. Zwischen der Schuler Pressen GmbH, Göppingen, (abhängige Gesellschaft) und ihrer Muttergesellschaft Schuler AG, Göppingen, (herrschende Gesellschaft) wurde am 15. April 2015 ein Beherrschungsvertrag mit unbestimmter Laufzeit abgeschlossen; es besteht die Verpflichtung der Schuler AG zur Verlustübernahme gemäß den Vorschriften des § 302 AktG. Darüber hinaus wurde zwischen der Schuler Pressen GmbH und der Schuler AG am 20. Februar 2017 ein Gewinnabführungsvertrag mit unbestimmter Laufzeit (mindestens jedoch 5 Jahre) abgeschlossen; die Verpflichtung zur Gewinnabführung bestand erstmals für das gesamte Ergebnis des am 01. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres. Für das Jahr 2020 wurde ein Verlustausgleich in Höhe von 44.944.342,60 EUR erfasst. Im Vorjahr wurde ein Verlust in Höhe von 68.070.287,16 EUR von der Schuler AG ausgeglichen. 4. FinanzlageDie Schuler AG sorgt im Konzern maßgeblich für die Finanzierung und Sicherung der Liquiditätsausstattung, so auch für die Schuler Pressen GmbH. Benötigte Fremdmittel werden überwiegend von ihr aufgenommen und den Konzerngesellschaften bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Über das zentrale Cash Pooling übernimmt das Treasury der Schuler AG - soweit rechtlich möglich - Liquiditätsüberschüsse von den Konzerngesellschaften und stellt seinerseits Liquidität zur Verfügung. Ein wesentlicher Baustein der Konzernfinanzierung ist der von der Schuler AG und ihren wesentlichen Tochtergesellschaften im Dezember 2015 mit einem Konsortium aus Banken und Kreditversicherungen abgeschlossene Konsortialkreditvertrag, der den Avalkreditbedarf der Schuler Gruppe abdeckt. Das Kreditvolumen betrug ursprünglich 350 Mio. EUR. Aufgrund der dauerhaft niedrigen Auslastung wurde beschlossen, das Volumen um 100 Mio. EUR auf 250 Mio. EUR zu reduzieren. Bei Bedarf kann die Linie wieder um bis zu 150 Mio. EUR erhöht werden. Für die Schuler Pressen GmbH und die an dem Konsortialkreditvertrag teilnehmenden Unternehmen gelten diese Avallinien in Summe. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis Dezember 2022. Die Konditionen des unbesicherten Konsortialkreditvertrags sind vom Verhältnis der Nettoverschuldung zum EBITDA des Schuler-Konzerns abhängig und werden halbjährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Der vereinbarte Financial Covenant wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit eingehalten. Zusätzlich wurde im Dezember 2019 für die Schuler AG mit der ANDRITZ Hydro GmbH, Wien, Österreich (Global Treasury der ANDRITZ AG) eine Barmittellinie über 100 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 12 Monaten vereinbart. Im Dezember 2020 wurde die Vereinbarung um weitere 12 Monate verlängert. Ferner werden selektiv außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Operating Leases genutzt. Aus Operating-Leasing-Verträgen bestanden zum 31. Dezember 2020 Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 23,0 Mio. EUR (Vorjahr: 35,2 Mio. EUR). Im Rahmen des Zukunftskonzepts II wurde eine weitere Reduzierung der Nutzungsfläche vereinbart. Dadurch vermindern sich die zukünftigen Mietzahlungen um 8,1 Mio. EUR. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR). Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Schuler Pressen GmbH jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. 5. VermögenslageInfolge des am 20. Februar 2017 zwischen der Schuler Pressen GmbH und der Schuler AG geschlossenen Gewinnabführungsvertrags wurde für das Jahr 2020 ein Verlustausgleich in Höhe von 44.944.342,60 EUR (Vorjahr: Verlustausgleich in Höhe von 68.070.287,16 EUR) verbucht. Das Eigenkapital beträgt damit zum 31. Dezember 2020 unverändert 84,9 Mio. EUR (Vorjahr: 84,9 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich bei verminderter Bilanzsumme (von 448,6 Mio. EUR um 63,0 Mio. EUR auf 385,6 Mio. EUR) von 18,9% auf 22,0%. Der Rückgang der Bilanzsumme gegenüber dem Geschäftsjahresbeginn beruht zum einen auf dem im Vergleich zum Vorjahr geringeren ausgeglichenen Verlust von 44,9 Mio. EUR (Vorjahr: 68,1 Mio. EUR). Zum anderen hat der abrechnungsbedingte Anstieg der unfertigen und fertigen Lieferungen und Leistungen bei gestiegenem Gesamtvolumen von Kundenanzahlungen zu einem Rückgang der passivierten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (-62,8 Mio. EUR) geführt. Die Summe dieser Effekte wirkt vor allem auf die unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen gegen die Schuler AG; diese betragen zum 31. Dezember 2020 191,0 Mio. EUR (Vorjahr: 209,6 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 21,0 Mio. EUR auf 29,5 Mio. EUR (Vorjahr: 50,5 Mio. EUR) reduziert. InvestitionenIm Berichtszeitraum betrug das operative Investitionsvolumen der Schuler Pressen GmbH in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 3,5 Mio. EUR nach 4,7 Mio. EUR im Vorjahr. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag im Bereich Produktionstechnik und "Future Workplace". Die planmäßigen Abschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen sind mit 8,9 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (10,5 Mio. EUR) nahezu unverändert. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2020 im Rahmen des Zukunftskonzepts II außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 11,4 Mio. EUR) verbucht. Die Geschäftsentwicklung war in 2020 aufgrund der Covid-19 Pandemie deutlich ungünstiger als ursprünglich erwartet. Die schwierigen Marktbedingungen führen dazu, dass wir die Lage des Unternehmens als herausfordernd einschätzen. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. PrognoseberichtErholung von der tiefen, kurzen Rezession 2020 ist im GangeDer Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner Januar-Prognose für 2021 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 5,5% und korrigiert damit seine Prognose von Oktober um 0,3 Prozentpunkte nach oben. Politische Unterstützung in einigen großen Volkswirtschaften und die Verteilung der Impfstoffe heben den Ausblick für 2021 an. Das anhaltende Wachstum des privaten Konsums, finanzielle Unterstützungen und die Weiterentwicklung von Therapiemöglichkeiten für das Virus geben aus Sicht der Experten Gründe für einen optimistischeren Ausblick. Jedoch weist der IWF in seinem Ausblick auf eine ungewisse Ausgangslage für 2021 hin. Die Verteilung der Impfmittel findet global sehr unterschiedlich statt und nur eine gemeinsame Lösung könne die Spannungen aufheben. Auch das Auftreten von Mutationen des Covid-19 Virus und steigende Infektionszahlen sorgen für Schwierigkeiten, da unter Umständen Eindämmungsmaßnahmen trotz Impfstoff nicht weiter aufgehoben werden können. Die Konjunktur in den Industrienationen dürfte um 4,3% zulegen (2020: -4,9%). Der IWF rechnet für die Eurozone mit einem Anstieg des BIP um 4,2%. Deutschland soll um 3,5% wachsen. Für die US-amerikanische Volkswirtschaft wird ein Anstieg des BIP um 5,1% erwartet. In Japan ist 2021 mit einem Zuwachs von 3,1% zu rechnen. Die konjunkturelle Dynamik in den Schwellen- und Entwicklungsländern gewinnt 2021 an Tempo. Der IWF erwartet für diese Ländergruppe ein Wachstum von 6,3% (2020: -2,4%). Das Wachstum in China wird sich 2021 deutlich steigern. Die Experten gehen trotz des Wachstums in 2020 von einem weiteren Anstieg des BIP um 8,1% aus. Auch in Indien erwartet der IWF eine positive konjunkturelle Entwicklung mit einem Anstieg des BIP um 11,5%. Aufgrund des Wachstums von 3,6% dürfte sich die wirtschaftliche Lage in Brasilien wieder entspannen. Für Russland rechnen die Experten mit einem Anstieg des BIP um verhaltene 3,0%. [Quelle: International Monetary Fund (IMF) World Economic Outlook Update, Januar 2021] Weltautomobilmarkt 2021 mit langsamer Verbesserung der MarktlageAufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung und der Nachholeffekte wird in der Automobilbranche ein Wachstum für 2021 prognostiziert. Das Vorkrisenniveau wird trotzdem nur langsam wieder erreicht werden, so warnt der VDA. Eine Ausnahme ist der chinesische Automobilmarkt. 2021 soll das Vorkrisenniveau mit einer Gesamtzahl von 21,4 Millionen Neuzulassungen und einem Plus von 8,0% übertroffen werden. Nicht zuletzt die Hoffnung auf eine erfolgreiche Impfstrategie unterstützen positive Trendprognosen in den BRIC-Staaten. Auf dem europäischen Markt soll 2021 ein moderates Wachstum von 12,0% erreicht werden (13,4 Millionen Neufahrzeuge). In den USA bleibt das Wachstum weiterhin relativ gering bei 9,0% und 15,8 Millionen Neuzulassungen. Der japanische PKW-Absatz soll 2021 im Besonderen durch Nachholeffekte wachsen. Für den Weltmarkt ist ein Plus des Absatzvolumens von 9,0% prognostiziert, dies entspricht 73,8 Millionen Neuzulassungen. [Quelle: VDA Pressemeldung vom 19. Januar 2021 "Europäischer Pkw-Markt bricht 2020 um ein Viertel ein"] Werkzeugmaschinenindustrie besonders stark von der Corona-Krise gezeichnetExperten gehen nach den historisch starken Einbrüchen aus dem Vorjahr von einer Erholung in der Werkzeugmaschinenindustrie aus. Das weltweite Investitionsvolumen in den acht wichtigsten Abnehmerbranchen der Werkzeugmaschinenindustrie wird voraussichtlich einen Anstieg von 5,1% im Jahr 2021 aufweisen können, so die Hochrechnungen von VDW/Oxford Economics. Den größten Zuwachs verzeichnet der europäische Raum mit einem Wachstum von 13,7% für das Jahr 2021. Das Investitionsvolumen Amerikas soll im einstelligen Wachstumsbereich bei 6,2% liegen. Für Asien wird das Investitionsvolumen 2021 um 4,5% ansteigen und verzeichnet das geringste Wachstum. Trotz eines weiterhin schwierigen, durch die Pandemie geprägten Geschäftsjahres erwartet der VDW eine weltweite Absatzsteigerung an Werkzeugmaschinen von 17,0% (63,2 Mrd. EUR). Mit einem Verbrauchszuwachs für Europa von 21,0% ist mit deutlich positiveren Entwicklungen als im Vorjahr zu rechnen. Für Amerika wird mit einem Werkzeugmaschinenverbrauch von +19,9% gerechnet. Asien weist mit einem Plus von 15,5% ein etwas geringeres Wachstum auf, hier war der Rückgang im Vorjahr aber auch vergleichsweise gering. Die Erholungen erfolgen hauptsächlich aufgrund von Nachholeffekten. Das Produktionsvolumen in der deutschen Werkzeugmaschinenbranche wächst nach Expertenmeinung des VDW/Oxford Economics 2021 um 8,0%, wobei der Inlandsverbrauch 2021 um ganze 14,0% wachsen soll. Die Auftragseingänge sollen Schätzungen zufolge dieses Jahr um 29,0% steigen und damit deutlich über dem Vorjahresniveau liegen. Das Wachstum der Auftragseingänge ist besonders auf ausländische Aufträge zurückzuführen (+36,0%). Die inländischen Auftragseingänge liegen mit einem Plus von 16,0% deutlich unter den ausländischen Bestellungen. [Quellen: VDW und Oxford Economics - Global Outlook Autumn 2020 und Appendix, 15. Oktober 2020] Follow-up Berichterstattung Geschäftsjahr 2020Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 erwarteten wir für 2020 ein Auftragseingangsvolumen, das nur knapp auf dem Niveau von 2019 liegen würde und ein Jahr, das durch die Realisierung der Kapazitätsanpassungen in Deutschland geprägt sein würde. Für 2020 erwarteten wir noch kein signifikantes positives Ergebnis. Wir gingen davon aus, dass die Umsatzerlöse nach IFRS deutlich unter dem Niveau von 2019 liegen würden und dass sich das EBITA nach IFRS gegenüber 2019 deutlich verbessern würde. Wir nahmen an, dass das auch für den Umsatz und das EBITA nach HGB gelten würde. Wir gingen jedoch nicht von weiteren Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung für Strukturanpassungen aus und erwarteten daher ein deutlich weniger negatives Jahresergebnis (Ergebnis nach Steuern) der Schuler Pressen GmbH als in 2019. Tatsächlich sind in 2020 aufgrund der anhaltenden Strukturkrise und der Covid-19 Pandemie die Auftragseingänge gegenüber 2019 signifikant gesunken, was zu zusätzlichen Kostenanpassungen und damit verbundenen weiteren Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung für die notwendigen Strukturänderungen führte. Den negativen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie wurde im Verlauf des Geschäftsjahres mit drastischen Kostenmaßnahmen begegnet, so dass bereits im 2. Halbjahr 2020 ohne Berücksichtigung der außergewöhnlichen Aufwendungen ein deutlich besseres Ergebnis als im 1. Halbjahr erzielt werden konnte. Allerdings haben viele der durchgeführten Maßnahmen kurzfristigen Charakter. Es ist Teil des Zukunftskonzeptes II, die kurzfristigen Einsparungen in langfristige Effekte umzuwandeln. Umsatz- und Ergebnisprognose 2021Die Erwartungen für das neue Geschäftsjahr sind von großer Unsicherheit geprägt. Insofern die industrielle Wirtschaft von einem Lockdown verschont bleibt, rechnen wir in 2021 mit einer ersten Markterholung. Allerdings starten wir in das neue Geschäftsjahr mit niedrigem Auftragsbestand nach IFRS, so dass die Umsatzerwartungen nach IFRS noch leicht unter denen des Berichtsjahres 2020 liegen. Trotzdem sollten die Strukturmaßnahmen erste Früchte tragen. Verläuft die Restrukturierung wie geplant, sollte das EBITA des Geschäftsjahres 2021 nach IFRS fast ausgeglichen sein. Die gleiche Annahme gilt für Umsatzerlöse und EBITA nach HGB. Neue Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung sind nicht geplant. Auch im Geschäftsjahr 2021 wird die Automobil- und Automobilzulieferindustrie unser größter und wichtigster Absatzmarkt bleiben. 2. Chancen- und Risikobericht2.1. RisikomanagementprozessDie Schuler Pressen GmbH ist als international tätiges Unternehmen in verschiedenen Kernmärkten, Branchen und Regionen tätig. Daraus ergeben sich zahlreiche Chancen, aber auch geschäftsspezifische Risiken. Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es, potenzielle Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren. Die Unternehmen des Schuler-Konzerns sind in den standardisierten und konzernweit gültigen Risikomanagementprozess des ANDRITZ Mutterkonzerns integriert. Dies stellt sicher, dass Chancen und Risiken in allen wesentlichen Organisationseinheiten systematisch analysiert werden und eine einheitliche Bewertung erfolgt. Durch die geschaffene Risikotransparenz lassen sich geeignete Steuerungs- und Gegenmaßnahmen ableiten. Aus der Umsetzung dieser Maßnahmen resultieren in der Regel ein verringertes Schadenspotenzial bzw. die Realisierung der aufgezeigten Chancenpotenziale. Die operativen Chancen und Risiken erheben wir im Rahmen der monatlichen Berichterstattung und der quartalsweisen Prognose-(Forecast-)Erstellung. Dadurch haben wir frühzeitig einen Überblick über die Entwicklung unserer Auftragseingänge, die Auslastungssituation und den Fortschritt unserer Projekte. Durch einen strukturierten Projektcontrolling-Ansatz stellen wir sicher, dass die projektspezifischen Risiken kontinuierlich überwacht und gesteuert werden. Im Rahmen des ANDRITZ Risikomanagement Systems, das auch von der Schuler Pressen GmbH angewandt wird, sind alle Tochtergesellschaften mit Umsatzerlösen ab 50 Mio. EUR verpflichtet, ihre Risiken in einem sog. Risk Inventory Template zu berichten. In diesem Rahmen werden außerordentliche Risiken, die über das operative Geschäft hinausgehen, auf Basis der von den Risikoverantwortlichen durchgeführten Risikoanalysen ermittelt. Risikokoordinatoren prüfen die Meldungen und verdichten sie jährlich in einem Schuler-Risikobericht. Hierbei erfolgt eine erneute Überprüfung und bei Bedarf eine Konsolidierung durch das zentrale Schuler-Risikomanagement. Bei eintretenden Risiken mit hoher Schadenshöhe und hoher Eintrittswahrscheinlichkeit sind die Risikoverantwortlichen verpflichtet, eine Ad-Hoc-Meldung an das zentrale Schuler-Risikomanagement zu übermitteln, das diese Information nach Prüfung an die Geschäftsführung weitergibt. Chancenmanagement als integraler Bestandteil des RisikomanagementsNeben der Berücksichtigung von Chancen im operativen Risikomanagement stellt unser strukturierter Strategieprozess die Nutzung von Chancen sicher. Wir richten unsere Unternehmen auf Entwicklungen im Markt-, Kunden- und Technologieumfeld aus, um identifizierte Chancen optimal zu nutzen. Dabei orientieren wir uns an langfristigen Trends. Im Rahmen der jährlich durchgeführten Mittelfristplanung prognostizieren wir die Auswirkung der sich ergebenden Chancen und deren Nutzung auf unsere Unternehmensergebnisse. 2.2. RisikoberichtDie Darstellung der Risiken erfolgt im Risikobericht nach Umsetzung von Risikobegrenzungsmaßnahmen (Nettodarstellung). 2.2.1. Finanzwirtschaftliche RisikenRisikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den verwendeten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, flüssige Mittel und derivative Finanzinstrumente für Zwecke der Währungssicherung. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt zur Steuerung von Risiken aus Währungsschwankungen und dient grundsätzlich Sicherungszwecken. LiquiditätsrisikenDie Schuler Pressen GmbH nimmt am zentral durch das Konzern-Treasury gesteuerten Cash Pool (EUR, USD, CNY) teil. Zu den zentralen Aufgaben der Schuler AG gehört die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit des Schuler-Konzerns durch die Bereitstellung ausreichender Mittel und die Sicherung der Ertragskraft durch Steuerung der finanziellen Risiken. Bei der Unternehmenssteuerung achten wir besonders auf die Generierung flüssiger Mittel aus dem operativen Geschäft. Auch im Geschäftsjahr 2020 waren wir stets in der Lage, unsere finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Die im Dezember 2015 abgeschlossene Konsortialfinanzierung für Avale hat eine Laufzeit bis zum 10. Dezember 2022. Das Kreditvolumen betrug ursprünglich 350 Mio. EUR. Aufgrund der dauerhaft niedrigen Auslastung haben wir uns 2019 entschlossen, das Kreditvolumen um 100 Mio. EUR auf 250 Mio. EUR zu reduzieren. Bei Bedarf kann die Linie wieder um bis zu 150 Mio. EUR erhöht werden. Die in dem Konsortialkreditvertrag vereinbarte marktübliche Kennzahl (Financial Covenant) wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit eingehalten. Seit Dezember 2019 besteht eine Barkreditlinie der ANDRITZ Hydro GmbH, Wien, Österreich, (Global Treasury der ANDRITZ AG) gegenüber der Schuler AG in Höhe von 100 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Diese Kreditlinie wurde im Dezember 2020 um weitere 12 Monate verlängert. Zusammen mit den verfügbaren liquiden Mitteln in Höhe von 47,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2020 verfügt die Schuler AG damit über eine solide Finanzbasis. Die Schuler AG unterhält zur Optimierung des Zinsergebnisses und zur zielgerichteten Nutzung der vorhandenen Liquidität Cash Pools (EUR, USD, CNY) bei verschiedenen Banken. Diese steuert das Schuler-Treasury zentral. Des Weiteren führen die wesentlichen Konzerngesellschaften eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung durch, um eventuelle Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen zu können. Zins- und WährungsrisikenAls international tätiges Unternehmen müssen wir uns auf Zins- und Währungsrisiken einstellen, die wir durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente verringern. Diese Derivate werden in der Regel im Rahmen von Micro Hedges eingesetzt. Währungsrisiken waren zum 31. Dezember 2020 mit Devisentermingeschäften und -swaps im Nominalwert von 33,0 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 62,2 Mio. EUR) abgesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Zinssicherungen zur Abdeckung von Zinsänderungsrisiken. Derivate schließen wir ausnahmslos mit Banken guter Bonität ab. Der Einsatz erfolgt ausschließlich zu Sicherungszwecken. Risiken von ForderungsausfällenUm das Risiko von Forderungsausfällen zu begrenzen, erfolgen bereits in der Angebotsphase Bonitätsüberprüfungen der Kunden. Ergeben sich hieraus erhöhte Risiken bzw. weichen Anzahlungsbedingungen in der Angebots- und Vertragsabschlussphase von den Konzernvorgaben ab, muss eine Genehmigung durch die Geschäftsführung erfolgen. Ausfallrisiken begrenzen wir zudem durch ein aktives Forderungsmanagement und die ständige Überwachung von Bonitäten und Zahlungsverhalten sowie teilweise auch durch Sicherungen via Akkreditive oder Bankgarantien. Weiterhin verfügen wir über eine konzernweite Contract-Approval Policy, die bereits im Vertragsanbahnungsstadium die Einhaltung von rechtlichen Mindeststandards zur Risikominimierung beinhaltet. Einem möglicherweise Corona bedingten erhöhten Risiko weltweiter Unternehmensinsolvenzen begegnen wir mit einer Intensivierung der genannten Maßnahmen. Risiken aus PensionsplänenSchuler hat leistungsbezogene Pensionsverpflichtungen, die nur teilweise durch Planvermögen abgedeckt sind. Der Saldo beider Größen ergibt den Finanzierungsstatus der Versorgungspläne. Änderungen der für die Bewertung maßgeblichen Annahmen und Parameter, zum Beispiel eine Absenkung des Abzinsungsfaktors, können zu einem Anstieg des Bilanzierungsbarwertes führen. Demgegenüber hängt der Marktwert des Planvermögens maßgeblich von den Kapitalmarktverhältnissen ab. Ungünstige Entwicklungen, insbesondere bei festverzinslichen Papieren, können den Marktwert vermindern. Diese Effekte würden den Finanzierungsstatus der Versorgungspläne negativ beeinflussen und können zudem in Folgeperioden die Netto-Aufwendungen im Zusammenhang mit diesen Pensionsverpflichtungen erhöhen. Wir schätzen die finanzwirtschaftlichen Risiken insgesamt als gering ein. 2.2.2. Umfeld-, Branchen- und LänderrisikenUmfeldUm auch zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben, sind permanente Produktinnovationen unerlässlich. Technische Neuerungen schützen wir zum Teil durch Patente oder andere Schutzrechte. Genauso wichtig ist die ständige Verbesserung unserer Kostenstruktur. Im Kundenbereich sind die deutschen OEMs wichtige Geschäftspartner für Schuler. Nachfragerückgänge bei einzelnen OEMs mit ggf. Ausstrahlungswirkung auf ihre Zulieferer könnten sich negativ auf Schuler auswirken. Im Non-Automotive Bereich verfügen wir über eine breit aufgestellte Kundenstruktur. Ein weltweites Servicenetzwerk trägt zu einer langfristigen Kundenbindung bei. Mindestens das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 wird durch die Covid-19 Pandemie geprägt sein. Die hiermit verbundenen Risiken sind kaum abzusehen. Wir schätzen das Risiko aus der Covid-19 Pandemie als hoch, die übrigen Umfeldrisiken als mittel ein. BrancheDie Geschäftsentwicklung im Schuler-Konzern hängt maßgeblich von der allgemeinen Wirtschaftslage, der konjunkturellen Entwicklung und dem Investitionsklima ab. Trotz unserer Aktivitäten im Non-Automotive-Bereich spielen das Investitionsverhalten und die Entwicklung der Automobil- und Zulieferindustrie eine wesentliche Rolle für die Entwicklung des Schuler-Konzerns. Veränderungen in der Investitionsbereitschaft bekommen wir - typisch für die Investitionsgüterindustrie - erst zeitverzögert zu spüren. Der Nachfragerückgang nach Neufahrzeugen wird zu einer zurückhaltenden Investitionstätigkeit der Automobilindustrie führen. Dem stehen Neuinvestitionen im Bereich der E-Mobilität, von denen Schuler profitiert, gegenüber. Als global agierende Unternehmensgruppe profitieren wir vom Freihandel. Eine Abschottung des US-Marktes würde für uns ein potenzielles Risiko darstellen. Gleichzeitig besteht die Chance, dass wir von einem Ausbau der Produktionskapazitäten der Automobil- und Automobilzulieferindustrie in den USA profitieren können. Auch eine erneute Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise sowie eine Desintegration der europäischen Union infolge des Brexits könnten sich negativ auf die Geschäfte in unserem Heimatmarkt auswirken. Wir schätzen die Branchenrisiken als mittel ein. LänderrisikenAufgrund politischer Entwicklungen und daraus resultierenden Sanktionen könnte die Realisierung einzelner Projekte gefährdet sein. Fabrikations- und Ausfuhrrisiken werden jedoch in der Regel in erforderlichem Umfang versichert. Wir schätzen diese Risiken als gering ein. Das Länderrisiko für Großbritannien wird infolge des Brexit als mittel eingestuft. Unabhängig von politischen Risiken wird das wirtschaftliche Umfeld gegenwärtig durch das Coronavirus beeinflusst. Welche Auswirkung das Virus auf die Entwicklung des Geschäftsjahres 2021 haben wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar. Die Risiken in diesem Zusammenhang schätzen wir als hoch ein. 2.2.3 Operative RisikenAuftragsentstehungsprozessUnser Geschäft ist durch Auftragsfertigung geprägt. In der Akquisitionsphase führen wir im Rahmen der Projektierung Herstellbarkeitsprüfungen und eine detaillierte Kalkulation durch. Im Rahmen von internen Kontrollsystemen erfolgen systematische Plausibilitätsprüfungen. Der Vertrieb erörtert die vertraglichen Leistungsumfänge sowie die kaufmännischen Bedingungen intensiv mit dem Kunden. Hierbei sind verbindliche Konzernstandards einzuhalten. Abweichende Regelungen sind vorab von den Bereichsleitern bzw. der Geschäftsführung zu genehmigen. BeschaffungAuf der Beschaffungsseite ergeben sich Risiken für den Konzern insbesondere aus Preisschwankungen bei Rohstoffen, Lieferverzügen oder Qualitätsmängeln sowie der wirtschaftlichen Situation unserer Lieferanten. Ein wesentlicher Anteil unserer Kosten entfällt auf die Beschaffung von Metallen und Metalllegierungen, insbesondere Stahl und daraus weiterverarbeitete Produkte. Ungleichgewichte in den weltweiten Preisen für Rohstoffe werden durch unsere internationale Einkaufsorganisation gezielt ausgeglichen bzw. ausgenutzt. Schwankungen bei den Preisen unserer Einsatzstoffe können in der Regel durch langfristige Lieferverträge und projektbezogene Bestellungen abgesichert bzw. an den Markt weitergegeben werden. Mit Hilfe unserer internationalen Einkaufsbüros und durch den Ausbau globaler Lieferpartnerschaften nutzen wir regionale Standortvorteile im Beschaffungsprozess. Bei der Vergabe von neuen Aufträgen wird die Realisierbarkeit der Termine kritisch geprüft. Durch Rahmenverträge und die frühe Einbindung der Lieferanten in den Planungsprozess wird eine höhere Verfügbarkeit nachhaltig sichergestellt. Bei wichtigen Komponenten treffen wir mit Lieferanten einzelfallbezogene Vereinbarungen, um die Auftragsabwicklung innerhalb des vorgesehenen Zeitplans zu gewährleisten. Trotz dieser Maßnahmen sind Terminüberschreitungen nicht völlig auszuschließen. Zur Minimierung von Lieferantenausfällen erfolgen Risikobewertungen der Lieferanten im Hinblick auf ihre finanzielle Stabilität. Wird bei einem Lieferanten ein hohes Ausfallrisiko identifiziert, werden Maßnahmen ergriffen, um eine durchgehende Versorgung sicherzustellen. ProduktionDurch die Konsolidierung der Produktionsstandorte in Deutschland sind wir weniger anfällig für schwächere Konjunkturphasen und haben die regionale Verteilung unserer Produktion an unsere Absatzmärkte angepasst. Auf der anderen Seite kann es durch die Reorganisationen zu einer Störung der operativen Abläufe kommen. Vor allem aus der Umsetzung des Zukunftskonzepts und der damit verbundenen Verlagerung der Produktion sehen wir ein Risiko. Für Neumaschinenaufträge führen wir im Rahmen des internationalen Produktionsverbundes eine zentrale weltweite Kapazitäts- und Terminplanung durch. Bereits bei Angebotsabgabe werden die Kapazitäten von der zentralen Auftragssteuerung geprüft und die Projekte terminiert. Nach Auftragseingang erfolgt die permanente Auftragsüberwachung durch den Projektmanager. Zur Qualitätssicherung verfügen wir in allen Produktionswerken über entsprechende Qualitätsabteilungen. Hier analysieren wir Fehlerquellen systematisch und optimieren Produktionsabläufe. Ein zentrales Qualitätsmanagement sorgt für einheitliche Prozesse, Methoden und regelmäßige Auditierungen. Corona bedingt ist es in 2020 zu Verzögerungen in der Auftragsabwicklung gekommen. Bekannte Verzögerungen bei laufenden Aufträgen sind in der Planung für 2021 berücksichtigt. Ob es darüber hinaus aufgrund des Verlaufs der Pandemie zu weiteren Verzögerungen kommt, können wir nicht abschätzen. Zusätzliche Kosten, die durch einen erneuten Corona bedingten Lockdown entstehen würden, könnten wir zwar teilweise durch kostensenkende Maßnahmen kompensieren, aber auch hier können wir den Verlauf nicht abschätzen. Ohne Berücksichtigung der Corona Pandemie halten wir die operativen Risiken insgesamt für gering. Die operativen Risiken jedoch, die im Zusammenhang mit der Corona Pandemie bestehen, sehen wir als hoch an. 2.2.4 Sonstige RisikenRechtAls international agierender Konzern hat Schuler zahlreiche gesetzliche, steuerliche sowie wettbewerbs- und patentrechtliche Regelungen zu beachten. Bestehende und drohende Rechtsstreitigkeiten werden kontinuierlich erfasst, analysiert, hinsichtlich ihrer juristischen und finanziellen Auswirkungen bewertet und in der laufenden Risikovorsorge entsprechend berücksichtigt. Aus Rechtsstreitigkeiten gegen Tochtergesellschaften können uns finanzielle Schäden treffen. Entsprechende Risiken schätzen wir als hoch ein; die Eintrittswahrscheinlichkeit jedoch als eher gering. ComplianceIn jedem Land, in dem Schuler tätig ist, sind die jeweils gültigen rechtlichen Vorschriften einzuhalten. Die Vielzahl und zunehmende Komplexität der relevanten Bestimmungen auf lokaler und internationaler Ebene erhöhen das Risiko, dass Schuler bei ihrer Nichteinhaltung erhebliche rechtliche und wirtschaftliche Risiken entstehen können, wie z. B. Strafzahlungen oder Schadensersatzforderungen. Um diese Compliance-Risiken zu minimieren, unterhält Schuler ein Compliance-Management-System (CMS), das sich an den marktüblichen Standards ausrichtet und dementsprechend die maßgeblichen Bestandteile aufweist, wie z. B. die Einrichtung eines zentralen Verhaltenskodex samt konkretisierender Richtlinien und Merkblätter, die Benennung von Compliance-Beauftragten in den Unternehmensgesellschaften, die Definition und Implementierung von Prozessabläufen zur Vermeidung von Rechtsverstößen sowie die regelmäßige Sensibilisierung der Mitarbeiter durch Schulungen. Unser Programm sieht eine Schulung aller neu in den Konzern eingetretenen Mitarbeiter zeitnah nach dem Eintritt vor. Für die bereits geschulten Mitarbeiter werden regelmäßig vertiefende und wiederholende Schulungen durchgeführt. Nicht zuletzt wurde eine Compliance-Hotline ("Whistleblowing-System") eingerichtet, die durch eine externe Anwaltskanzlei sowie durch die ANDRITZ AG betreut wird. Sie steht sowohl Mitarbeitern des Schuler-Konzerns als auch allen anderen Stakeholdern des Schuler-Konzerns zur Verfügung. Durch die EU-Datenschutzgrundverordnung vom 25. Mai 2018 ist das Risiko gestiegen, bei Verstößen mit erheblichen Bußgeldern belegt zu werden. Wir schätzen die Compliance Risiken als gering ein. InformationstechnologieInformationssicherheit, IT-Verfügbarkeit und -Performance sind die wesentlichen Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches unternehmerisches Handeln. Die bestehenden Systeme werden permanent optimiert. Zusätzlich erfolgen Prüfungen im Rahmen der Internen Revision mit einem entsprechenden Maßnahmencontrolling für die Umsetzung. Wir passen unsere IT-Kapazitäten fortlaufend an den Bedarf an. Differenzierte Backup- und Recovery-Strategien tragen dazu bei, Datenverluste zu vermeiden. Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung sehen wir ein Risiko von Cyber-Angriffen. Die Bedeutung schätzen wir als gering ein. PersonalDie weitere Entwicklung unseres Unternehmens hängt wesentlich vom Wissen und der Leistungsbereitschaft unserer Belegschaft ab. Wir beschäftigen uns mit Personalrisiken und arbeiten mit einer systematischen Personalplanung und -qualifizierung, um unsere Mitarbeiter ihren Fähigkeiten entsprechend einzusetzen, zu fördern und an das Unternehmen zu binden. Trotz aller Anstrengungen wird aufgrund der demographischen Entwicklung der Fachkräftemangel eine zukünftige Herausforderung bleiben. Es werden deshalb die internen Qualifizierungsmöglichkeiten verstärkt, um eigenes Personal bestmöglich zu qualifizieren. Nichts desto trotz besteht für uns das Risiko des Know-How Verlustes durch den Weggang von Schlüsselpersonen. Dem Corona bedingten Infektionsrisiko und damit verbundenen möglichen Ausfall von Schlüsselpersonen begegnen wir mit entsprechenden Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen. Dazu gehören u.a. Abstands- und Hygieneregeln, das Ermöglichen von Arbeiten im Home-Office und das Ersetzen von Anwesenheitsbesprechungen durch Telefon- und Videokonferenzen. Die Bedeutung dieser Risiken schätzen wir als mittel ein. 2.3. Chancenbericht2.3.1 MärkteStarke internationale PräsenzWir profitieren von der internationalen Präsenz des Schuler-Konzerns, mit eigenen Produktions- und Servicestandorten. Diese bietet die Grundlage für eine Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit und profitable Expansion der Geschäftsaktivitäten. 2.3.2 ProdukteAls ein Unternehmen der Umformtechnik bieten wir überwiegend im Premiumsegment an. Zusätzlich haben wir unser Portfolio erweitert, um die Bedürfnisse des mittleren Segments noch besser ansprechen zu können. Über unsere Beteiligungsgesellschaft Yadon runden wir unsere Produktpalette ab. Insbesondere in Schwellenländern erkennen wir in diesem Bereich durch speziell auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen Marktpotenziale. Durch unsere lokalen Produktionsanlagen in Brasilien und China sehen wir die Möglichkeit, unsere Produkte für die lokalen Märkte sowie weitere Schwellenländer mit einer optimalen Kostenstruktur fertigen und anbieten zu können. Wir schätzen die Chancen insgesamt als mittel ein. 2.4 Zusammenfassende BewertungDie konjunkturellen Risiken und der Fortgang der Covid-19 Pandemie stellen weiterhin einen großen Einflussfaktor auf die Geschäftstätigkeit dar. Vor allem das Risiko aus der Corona Pandemie hat sich insgesamt erhöht. Aus heutiger Sicht sind für die Schuler Pressen GmbH jedoch keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. D. Erklärung zur UnternehmensführungMit dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" vom 24. April 2015 wurden börsennotierte oder mitbestimmte Unternehmen verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil unter den Geschäftsführern, in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer sowie im Aufsichtsrat festzulegen. Zur Erfüllung dieser gesetzlichen Vorgaben haben Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Schuler Pressen GmbH Folgendes beschlossen: 1. Für den Zeitraum ab dem 01. Juli 2017 hat der Aufsichtsrat für den Frauenanteil getrennt für Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter jeweils eine neue Zielgröße von mindestens 30% festgelegt. Diese Zielgrößen sollen bis zum 30. Juni 2022 erreicht werden. Zum Ablauf des Geschäftsjahres 2020 betrug der Frauenanteil im Aufsichtsrat 42%, unter den Anteilseignervertretern 33% und unter den Arbeitnehmervertretern 50%. 2. Für den Zeitraum ab dem 01. Juli 2017 hat der Aufsichtsrat für den Frauenanteil unter den Geschäftsführern eine neue Zielgröße von 0% und eine Frist zur Erreichung der Zielgröße bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Zum Ablauf des Geschäftsjahres 2020 betrug der Frauenanteil unter den Geschäftsführern 0%. 3. Für den Zeitraum ab dem 01. Juli 2017 haben die Geschäftsführer für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer eine neue Zielgröße von 0% und eine Frist zu deren Erreichung bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Zum Ablauf des Geschäftsjahres 2020 bestand die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer wie bisher aus Abteilungsleitern, die direkt an die Geschäftsführung berichten und umfasste insgesamt 26 Personen. Der Frauenanteil in dieser Führungsebene lag bei 0%. 4. Für den Zeitraum ab dem 01. Juli 2017 haben die Geschäftsführer für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer eine neue Zielgröße von 7% und eine Frist zu deren Erreichung bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Zum Ablauf des Geschäftsjahres 2020 bestand die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer wie bisher aus Führungskräften, die direkt an die Abteilungsleiter berichten und umfasste insgesamt 69 Personen. Der Frauenanteil in dieser Führungsebene lag bei 12%.
Göppingen, den 1. März 2021 Schuler Pressen GmbH Die Geschäftsführung Dipl.-Ing. Dr. Peter Jost Dipl. Ökonom Thomas Kamphausen Dipl.-Ing. Frank Klingemann Dipl.-Ing. (FH) Klaus Linnig Torsten Petrick Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnungfür die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Schuler Pressen GmbH, GöppingenEingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Ulm unter HRB 726465 Anhang für das Geschäftsjahr 2020AllgemeinesDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Soweit ergänzende Angaben in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nicht enthalten sind, werden diese im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Zwischen der Schuler Pressen GmbH, Göppingen, (abhängige Gesellschaft) und ihrer Muttergesellschaft Schuler AG, Göppingen, (herrschende Gesellschaft) wurde am 15. April 2015 ein Beherrschungsvertrag mit unbestimmter Laufzeit abgeschlossen; dieser wurde am 30. April 2015 in das Handelsregister der Schuler Pressen GmbH eingetragen. Es besteht die Verpflichtung der Schuler AG zur Verlustübernahme gemäß den Vorschriften des § 302 AktG. Darüber hinaus wurde zwischen der Schuler Pressen GmbH und der Schuler AG am 20. Februar 2017 ein Gewinnabführungsvertrag mit unbestimmter Laufzeit (mindestens jedoch 5 Jahre) abgeschlossen; dieser wurde am 27. Juni 2017 in das Handelsregister der Schuler Pressen GmbH eingetragen. Die Verpflichtung zur Gewinnabführung bestand erstmals für das gesamte Ergebnis des am 01. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres. Bereits im Vorjahr wurde zur Sicherung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit der Schuler Pressen GmbH das so genannte Zukunftskonzept beschlossen. Die Verschärfung der schwierigen wirtschaftlichen Lage durch die anhaltende Strukturkrise der Automobilindustrie, verstärkt durch die Covid-19 Pandemie, macht weitere Kapazitätsanpassungen notwendig, was zu einer Erweiterung des Zukunftskonzepts ("Zukunftskonzept II") in 2020 führte. Im Rahmen des Zukunftskonzepts II wurde unter anderem beschlossen, die Division Hydraulic zu verkleinern und als Produktgruppe in die Division Automotive einzugliedern. Der Bereich Service wird reorganisiert und die Strukturen der übrigen Divisions- und Zentralbereiche überprüft und durch drastische Kostensenkungsmaßnahmen an veränderte Marktbedingungen angepasst. Den Bereich Body Panel haben wir bereits im Vorjahr im Rahmen eines Assets Deals veräußert. Der Kaufvertrag mit der PMW Group GmbH, München, wurde am 11. Dezember 2019 mit wirtschaftlicher Wirkung mit Ablauf des 30. September 2019 unterzeichnet. Dieser Verkauf wurde im Rahmen eines Carve Outs zum 28. Februar 2020 ("Closing Datum") rechtlich vollzogen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanz wurde nach dem in § 266 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschema erstellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem in § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gesamtkostenverfahren. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Übersicht (Anlage zum Anhang) dargestellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, wobei die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung kommt. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Abnutzbare bewegliche Anlagegüter, deren Wert 800,00 EUR nicht übersteigt, werden in voller Höhe als Aufwand erfasst. Für Werkzeuge und Kantinenausstattung bestehen Festwerte. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. VorräteDie Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw., falls erforderlich, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Absatz- und sonstigen Risiken wird - soweit erforderlich - durch Einzelabschläge, im Übrigen durch angemessene Pauschalabschläge Rechnung getragen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2,92% (Vorjahr: 0,50%) auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen berücksichtigt. Forderungen in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 bzw. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. RückstellungenDie Pensionsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode mit dem Barwert bilanziert. Der Berechnung des Barwerts liegt ein Rechnungszinsfuß von 2,31% (Vorjahr: 2,71%) zugrunde, der pauschal für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 ermittelt worden ist. Es wurden erwartete Rentensteigerungen von 1,50% (Vorjahr: 1,75%) p.a. berücksichtigt sowie zusätzliche, aus Erfahrungswerten gewonnene, Fluktuationswahrscheinlichkeiten eingerechnet. Die Bewertung der Rückstellung erfolgte auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei den Rückdeckungsversicherungen für Pensionsverpflichtungen handelt es sich um kongruente rückgedeckte Altersversorgungszusagen, die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und saldiert mit den Rückstellungen ausgewiesen sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen werden unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen und mit den Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung saldiert. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip (§§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 bzw. 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) beachtet. Latente SteuernSeit dem Geschäftsjahr 2017 ist die Schuler Pressen GmbH als Organgesellschaft Teil einer körper- und gewerbesteuerlichen Organschaft mit der Schuler AG als Organträger. Latente Steuern für künftige Steuerbe- und -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen werden daher im Einzelabschluss des Organträgers berücksichtigt. Derivative FinanzinstrumenteFinanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte, werden soweit möglich mit Vermögensgegenständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. In dem Umfang und für den Zeitraum, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme ausgleichen, findet keine buchmäßige Erfassung der Bewertung statt. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Finanz- und Grundgeschäft besteht, wird dies durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Zur Absicherung von Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps abgeschlossen. Es handelt sich um Sicherungsbeziehungen in Form von Micro Hedges. Die Bewertungseinheiten werden nach der sog. Einfrierungsmethode bilanziell abgebildet. PersonalaufwandDie pauschale Erstattung der Sozialversicherung im Rahmen des Kurzarbeitergelds wird aufwandsmindernd im Personalaufwand erfasst. Schätzungen und BeurteilungenIm Jahresabschluss werden teilweise Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen, welche die bilanzierten Vermögensgegenstände und Schulden, die Angaben zu Eventualverbindlichkeiten am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Alle Schätzungen und Beurteilungen werden kontinuierlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Wesentliche Sachverhalte, die von solchen Schätzungen und Beurteilungen betroffen sind, betreffen die Bewertung des Finanzanlagevermögens, des Vorratsvermögens und der Rückstellungen. Die Schätzungs- und Beurteilungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr stetig angewandt. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenImmaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagevermögenDie Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens mit ihren historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen sind in einem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Durch die geplante Schließung des Standorts Waghäusel in 2021 und die damit verbundenen verkürzten Nutzungsdauern von Gegenständen des Anlagevermögens wurden auf Technische Anlagen und Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 97 TEUR vorgenommen. Im Zuge des Verkaufs des Bereichs Body Panel sind per 28. Februar 2020 Vermögensgegenstände mit Buchwerten von insgesamt 1.777 TEUR abgegangen. FinanzanlagenDie Gesellschaft weist nachfolgende Anteile an verbundenen Unternehmen aus:
(1) Abschluss HB2 (IFRS) zum 31.12.2020
VorräteDurch den Verkauf des Bereichs Body Panel sind zum 28. Februar 2020 Vorräte in Höhe von 5.131 TEUR abgegangen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15.572 TEUR (Vorjahr: 29.024 TEUR) enthalten. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen 190.981 TEUR (Vorjahr: 209.557 TEUR). Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert nicht zuletzt aus der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Verpflichtung der Schuler AG zur Verlustübernahme (2020: 44.944 TEUR; Vorjahr: 68.070 TEUR) sowie aus dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Flüssige MittelDie flüssigen Mittel umfassen die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Aktive RechnungsabgrenzungDurch den Verkauf des Bereichs Body Panel hat sich die aktive Rechnungsabgrenzung um 28 TEUR verringert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie zum beizulegenden Zeitwert (entspricht den Anschaffungskosten, bewertet zum Rückkaufswert) bilanzierten kongruenten Rückdeckungsansprüche für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 14.451 TEUR (Vorjahr: 14.538 TEUR) stellen sonstige Vermögensgegenstände im Sinne des § 266 Abs. 2 B. II. 4 HGB dar; diese sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert mit den Verpflichtungen in Höhe von 115.476 TEUR (Vorjahr: 112.152 TEUR) in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Die in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesenen, verrechneten Aufwendungen betragen 8.142 TEUR (Vorjahr: 9.464 TEUR), die verrechneten Erträge 911 TEUR (Vorjahr: 93 TEUR). Aus dem Verkauf des Bereichs Body Panel resultiert ein Rückgang der Pensionsrückstellung um 3.312 TEUR. Aufgrund einer Überdeckung der Pensionsverpflichtung erfolgt ein Ausweis des aktiven Unterschiedsbetrags auf der Aktivseite der Bilanz in Höhe von 402 TEUR (Vorjahr: 434 TEUR). Darin enthalten sind Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3.953 TEUR (Vorjahr: 3.921 TEUR) sowie Rückdeckungsansprüche für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4.355 TEUR (Vorjahr: 4.355 TEUR). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 10.006 TEUR (Vorjahr: 10.246 TEUR). SteuerrückstellungDie Steuerrückstellung betrifft zu erwartende Grunderwerbsteuer. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Aus dem Verkauf des Bereichs Body Panel sind per 28. Februar 2020 Rückstellungen in Höhe von 1.210 TEUR, im Wesentlichen betreffend Jubiläumsleistungen und Arbeitnehmer-Zeitguthaben, abgegangen. Darüber hinaus wurden in diesem Zusammenhang Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 5.178 TEUR verbraucht, weitere 1.912 TEUR aufgelöst und 65 TEUR neu gebildet. Bei der Bemessung der Rückstellung für die Zukunftskonzepte hat sich die Gesellschaft im Wesentlichen an den bisherigen Verhandlungsergebnissen mit Arbeitnehmervertretungen im Schuler-Konzern über Sozialpläne orientiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden für das sog. Zukunftskonzept II des Schuler-Konzerns Rückstellungen in Höhe von insgesamt 27.454 TEUR neu gebildet. Bestehende Rückstellungen wurden anhand der tatsächlich angefallenen Aufwendungen fortgeführt bzw. erfolgswirksam aufgelöst. Die Rückstellung für Gewährleistungs- und Garantieverpflichtungen orientiert sich an den in der Vergangenheit angefallenen Aufwendungen. Verbindlichkeiten
Die angegebenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in vollem Umfang durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte und Werte gesichert. Bedingt durch den Verkauf des Bereichs Body Panel sind per 28. Februar 2020 Verbindlichkeiten in Höhe von 99 TEUR abgegangen. Diese betreffen Verbindlichkeiten im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 5.573 TEUR (Vorjahr: 17.127 TEUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 171 TEUR) enthalten. Haftungsverhältnisse
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird als gering eingeschätzt. Teilweise haben die Gesellschaften im Jahr 2020 bedingt durch das oben beschriebene Zukunftskonzept und die derzeitige Auftragslage stark negative Ergebnisse, allerdings ist auf Grund der derzeit gültigen Planung von einer Verbesserung der Ertragslage in den kommenden Jahren auszugehen. Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Miet-, Leasing-, Wartungs- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von 23.824 TEUR (Vorjahr: 36.039 TEUR), wovon innerhalb eines Jahres 7.254 TEUR (Vorjahr: 8.359 TEUR) fällig sind. Hiervon betreffen 17.679 TEUR (Vorjahr: 29.094 TEUR) verbundene Unternehmen. Die angegebenen Verpflichtungen enthalten vor allem Mietzahlungen für eine Immobilie am Standort Göppingen. Diese werden jährlich an den deutschen Verbraucherpreisindex angepasst. Für deren Schätzung wurde eine jährliche Mietsteigerung von 1,5% unterstellt. Im Rahmen des Zukunftskonzept II 2020 wurde eine Reduzierung der Nutzungsfläche vereinbart. Dadurch vermindern sich die zukünftigen Mietzahlungen um 8.102 TEUR. Derivative FinanzinstrumenteAls derivative Finanzinstrumente werden Währungsswaps sowie Devisentermingeschäfte zur Steuerung des Währungsrisikos, im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Liefer- und Leistungsverkehr mit ausländischen Kunden und Lieferanten, eingesetzt. Die Kontrakte werden über Banken abgewickelt, die über gute Bonität verfügen. Zum Bilanzstichtag bestanden - ausschließlich mit verbundenen Unternehmen - folgende derivative Finanzpositionen:
* Der Nominalbetrag entspricht den
TEUR-Beträgen der abgesicherten Grundgeschäfte.
Der Einsatz von Finanzderivaten erfolgt im Schuler-Konzern zur Steuerung von Risiken aus Zins- und Währungsschwankungen und dient grundsätzlich Sicherungszwecken. Reine Handelspositionen mit dem Ziel der Ertragsoptimierung werden nicht eingegangen. Der Umfang der Sicherung durch Finanzderivate erstreckt sich auf gebuchte, schwebende und antizipierte Grundgeschäfte sowie damit verbundene Finanzanlagen und Finanzierungsgeschäfte. Das angegebene Nominalvolumen stellt die unsaldierte Summe aus Kauf- und Verkaufsbeträgen derivativer Finanzgeschäfte dar. Die beizulegenden Zeitwerte ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Positionen zu Marktpreisen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Sie geben an, wie sich eine Glattstellung am Bilanzstichtag auf das Ergebnis ausgewirkt hätte. Positive Zeitwerte stehen für potenzielle Gewinne am Bilanzstichtag, negative für potenzielle Verluste. Auf Grund des Sicherungszusammenhangs bleiben diese Marktwertschwankungen der derivativen Finanzinstrumente bilanziell grundsätzlich außer Ansatz. Die zu Grunde liegenden Grundgeschäfte werden entsprechend mit ihrem Sicherungskurs bilanziert. Die Umkehrung gegenläufiger Entwicklungen aus den abgesicherten Grundgeschäften und den Sicherungsgeschäften wird sich in einem Zeitraum von voraussichtlich ein bis zwei Jahren ergeben. Die Bewertung der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach anerkannten finanzmathematischen Berechnungsmodellen und -methoden. Eingesetzt wird dabei die Bewertung nach dem Barwert-Verfahren oder nach dem Optionspreismodell (Black-Scholes). Die wesentlichen Berechnungsparameter basieren auf am Bilanzstichtag gültigen Marktpreisen und -zinsen sowie auf vereinbarten Sicherungs- und Ausübungskursen. Bis zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Wertänderungen / Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen. Zur Messung der Effektivität wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseVom Gesamtumsatz in Höhe von 435.057 TEUR (Vorjahr: 752.468 TEUR) wurden 169.078 TEUR oder 38,9% im Inland und 265.978 TEUR oder 61,1% im Ausland erzielt, im Wesentlichen in China und den USA. Vom Gesamtumsatz entfallen 286.507 TEUR auf Neumaschinen-, 119.157 TEUR auf Serviceumsätze und 29.393 TEUR auf sonstige Umsätze. BestandsveränderungBedingt durch den Verkauf des Bereichs Body Panel sind per 28. Februar 2020 Bestände an Unfertigen Erzeugnissen und Leistungen und Fertigen Erzeugnissen im Wert von 4.524 TEUR abgegangen. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 22.439 TEUR (Vorjahr: 12.881 TEUR) umfassen im Wesentlichen Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, aus der Auflösung von Rückstellungen, aus der Herabsetzung der Wertberichtigung auf Forderungen, aus Kostenbelastungen an verbundene Unternehmen sowie aus erhaltenen Schadensersatzleistungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 15.436 TEUR (Vorjahr: 10.897 TEUR). Die periodenfremden Erträge resultieren vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen (12.615 TEUR), aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (762 TEUR) sowie aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (474 TEUR). Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen im Berichtszeitraum 3.817 TEUR (Vorjahr: 471 TEUR). Bedingt durch den Verkauf des Bereichs Body Panel wurden per 28. Februar 2020 sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 1.912 TEUR realisiert. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen. MaterialaufwandIm Materialaufwand sind Aufwendungen aus dem Verkauf des Bereichs Body Panel in Höhe von 607 TEUR entstanden. PersonalaufwandIm Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 1.417 TEUR (Vorjahr: 1.845 TEUR) enthalten. Im Rahmen des Kurzarbeitergelds hat die Schuler Pressen pauschale Erstattungen für Sozialversicherung in Höhe von 3.470 TEUR erhalten. Aus dem Verkauf des Bereichs Body Panel ergaben sich Erträge aus dem Abgang von Rückstellung und Personalverbindlichkeiten in Höhe von 4.621 TEUR. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 111.581 TEUR (Vorjahr: 161.356 TEUR) enthalten außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem erweiterten Zukunftskonzept 2020 in Höhe von 27.454 TEUR. Des Weiteren sind Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Provisionen, Reise- und Montagekosten, Miet- und Leasingaufwendungen, sowie Instandhaltungsaufwendungen enthalten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 755 TEUR (Vorjahr: 2.254 TEUR). Aus der Wertberichtigung eines unterjährig ausgegebenen Darlehens ergeben sich sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 818. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2.911 TEUR (Vorjahr: 340 TEUR) enthalten. Diese resultieren wie auch im Vorjahr aus der Ausbuchung der uneinbringlichen Forderungen, Zuführung zu Einzelwertberichtigungen sowie aus dem Abgang von Anlagegütern. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus dem Verkauf des Bereichs Body Panel in Höhe von 28 TEUR enthalten. Erträge aus BeteiligungenIn den Beteiligungserträgen sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.335 TEUR (Vorjahr: 2.548 TEUR) enthalten. Zinsen und ähnliche ErträgeDieser Posten enthält neben Bankzinsen auch Zinserträge aus Wertpapieren. Periodenfremde Zinserträge betrugen im Geschäftsjahr 0 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR). Zinsen und ähnliche AufwendungenDer Posten enthält im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 3.076 TEUR (Vorjahr: 3.416 TEUR) und Zinsänderungseffekte in Höhe von 5.066 TEUR (Vorjahr: 6.048 TEUR). Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 987 TEUR (Vorjahr: 1.367 TEUR). Steuern vom Einkommen und vom ErtragFür das Geschäftsjahr wird ein Aufwand in Höhe von 24 TEUR (Vorjahr: 96 TEUR) für periodenfremde Sachverhalte innerhalb dieser GuV-Position ausgewiesen. ErgebnisverwendungDas Geschäftsjahr 2020 schloss die Schuler Pressen GmbH mit einem Verlust in Höhe von 44.944.342,60 EUR, der im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages in voller Höhe von der Schuler AG ausgeglichen wird. Sonstige AngabenOrganeDer Geschäftsführung der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr an:
Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr waren:
(*) Vertreter der Arbeitnehmer
Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt 14.332 TEUR (Vorjahr: 12.610 TEUR) zurückgestellt. Die laufenden Versorgungsbezüge betrugen 895 TEUR (Vorjahr: 892 TEUR). Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.569 TEUR (Vorjahr: 1.064 TEUR). Die Aufsichtsratsmitglieder wurden wie auch im Vorjahr nicht vergütet. MitarbeiterIm Jahresdurchschnitt wurden 2.681 (Vorjahr: 2.966) Mitarbeiter beschäftigt, wovon 921 (Vorjahr 1.170) gewerbliche Arbeitnehmer und 1.575 (Vorjahr: 1.796) kaufmännisch-technische Arbeitnehmer waren. Zusätzlich wurden im Jahresdurchschnitt 186 (Vorjahr: 228) Auszubildende beschäftigt. Sonstige AngabenDas vom Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete bzw. voraussichtlich zu berechnende Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:
KonzernverhältnisseDie Gesellschaft ist Enkelgesellschaft der ANDRITZ AG, Graz, Österreich, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die Schuler Pressen GmbH ist daher von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss zu erstellen, nach § 291 HGB befreit. Die ANDRITZ AG, Graz, Österreich als oberstes Mutterunternehmen veröffentlicht den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellten Konzernabschluss beim Firmenbuchgericht, Graz und beim Bundesanzeiger, Berlin. Der Konzernabschluss ist auch über die Homepage der ANDRITZ AG verfügbar (www.andritz.com). NachtragsberichtSeit dem 01. Januar 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schuler Pressen GmbH haben. Die Geschäftsführung schätzt die Lage des Unternehmens als unverändert herausfordernd ein.
Göppingen, den 1. März 2021 Schuler Pressen GmbH Die Geschäftsführung Dipl.-Ing. Dr. Peter Jost Dipl. Ökonom Thomas Kamphausen Dipl.-Ing. Frank Klingemann Dipl.-Ing. (FH) Klaus Linnig Torsten Petrick Anlage zum AnhangEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schuler Pressen GmbH, GöppingenPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Schuler Pressen GmbH, Göppingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schuler Pressen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt D. des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Kapitel "D. Erklärung zur Unternehmensführung" im Lagebericht enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 2. März 2021 KPMG
AG
Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer Müller, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrates gern. § 52 Abs. 1 GmbHG iVm. § 171 AktGDer Aufsichtsrat setzt sich aktuell aus den folgenden Mitgliedern zusammen: Anteilseignervertreter:Herr Domenico Iacovelli Herr Thomas Herrlinger Frau Laura Jenkins Herr Thomas Reiher Frau Susanne Reinhardt Herr Christian Wunderli Arbeitnehmervertreter:Frau Sabine Danner Herr Holger Fuchs (Vertreter der leitenden Angestellten) Frau Renate Gmoser (IG Metall Göppingen-Geislingen) Herr Marco Oestringer Herr Ilko Vehlow (IG-Metall Erfurt) Frau Ingrid Wolfframm Auf der Anteilseignerseite ist Frau Birgit Dikiciler aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. An ihrer Stelle wurde Herr Thomas Reiher mit Wirkung zum 13.03.2020 Mitglied des Aufsichtsrates und anstelle von Frau Dikiciler in den Personalausschuss gewählt. Ebenfalls ausgeschieden ist Frau Stephanie Lüdtke. An Ihrer Stelle wurde Frau Laura Jenkins für die Anteilseignerseite mit Wirkung zum 04.08.2020 als Mitglied des Aufsichtsrats bestellt, sowie Herr Christian Wunderli anstelle von Frau Lüdtke als Mitglied in den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG gewählt. Bei den Arbeitnehmervertretern hat Herr Christian Steffen sein Amt mit Wirkung zum 31.12.2020 niedergelegt. Aufgrund der nicht vollständigen Besetzung wurde Herr Ilko Vehlow nach Antrag der Geschäftsführung durch Beschluss des Amtsgerichts Ulm vom 09.02.2021 zum Mitglied des Aufsichtsrats als Vertreter der Arbeitnehmer gewählt. Der Aufsichtsrat hatte in dem Geschäftsjahr zwei ordentliche und eine außerordentliche Sitzungen. Darüber hinaus erfolgten Beschlussfassungen in schriftlichen Umlaufverfahren. Herr Dr. Martin Habert hat sein Amt als Geschäftsführer zum 30.06.2020 niedergelegt und Herr Torsten Petrick wurde in der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 08.04.2020 mit Wirkung ab dem 01.06.2020 an seiner Stelle zum Geschäftsführer bestellt. Herr Daniel Huber hat ebenfalls sein Amt als Geschäftsführer zum 31.12.2020 niedergelegt. Die Division Hydraulik wurde unter die Leitung von Herrn Klaus Linnig als Business Unit in der Division Automotive gestellt. Der Geschäftsverteilungsplan als Bestandteil der Geschäftsordnung für die Geschäftsführung wurde entsprechend angepasst. In den Aufsichtsratssitzungen wurden die wichtigen Vorgänge mit der Geschäftsführung eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss der Schuler Pressen GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 geprüft. Der Jahresabschluss ist unter Einbeziehung der Buchführung durch die KPMG AG geprüft worden. Es ergaben sich keine Beanstandungen gegen die Rechnungslegung betreffende Vorschriften und der Abschlussprüfer wird einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilen. Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Aufsichtsrates am 02.03.2021 teilgenommen und den Jahresabschluss mündlich erläutert. Dem Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stimmt der Aufsichtsrat zu; er hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Der Jahresabschluss wurde somit durch den Aufsichtsrat am 02.03.2021 gebilligt. Die Unternehmensleitung, Betriebsräte und Mitarbeiter der Schuler Pressen GmbH haben im Geschäftsjahr engagiert und verantwortungsbewusst zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat spricht ihnen dafür insbesondere unter Beachtung der schwierigen wirtschaftlichen Situation seinen besonderen Dank und Anerkennung aus.
Göppingen, den 02.03.2021 Der Aufsichtsrat Domenico Iacovelli, Vorsitzenden des Aufsichtsrates |
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