Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 14485
Vorher
MENERGA Apparatebau Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
12.5.2004
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Installationsbedarf für Gas, Wasser, Heizung und KlimatechnikHerstellung von Wärmepumpen
Gegenstand
der Handel mit Waren aller Art, insbesondere die Produktion, der Vertrieb, der Import und Export von Systemen für die wirtschaftliche Energieanwendung, Klimaund Lüftungsgeräten, lufttechnischen Geräten aller Art, Geräten zur Wärmerückgewinnung, Geräten zur Erzeugung künstlicher Kälte und deren Zubehör. Hiermit verbunden ist die Verkaufsberatung, Durchführung von Service-, Wartungs-, Nachrüst- und Reparaturarbeiten, Ersatzteilverkauf inklusive Inbetriebnahme.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Dr. Schotten
seit 25.8.2023
Geschäftsführer
Ralph Berger
seit 31.1.2017
Prokura
Stefanie Bekes
seit 31.1.2017
Prokura
Tobias Richter
seit 17.8.2016
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MENERGA GmbH

Mülheim an der Ruhr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MENERGA GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MENERGA GmbH, Mülheim an der Ruhr, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MENERGA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt „1. Allgemeines“ des Anhangs und in Abschnitt „2.5 Prognosebericht“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer nachhaltigen, mit Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Verlustsituation befindet und aufgrund des weiteren Liquiditätsbedarfs im Prognosezeitraum zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit von der finanziellen Unterstützung der Gesellschafterin Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden, abhängig ist, die zum einen durch die Anbindung an den konzerninternen Cash-Pool erfolgt. Zum anderen hat die Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden, mit Schreiben vom 27. Januar 2023 eine Patronatserklärung abgegeben. Hiernach verpflichtet sich die Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden, dass sie über das Geschäftsjahr 2023/24 hinaus unbefristet ihre Beteiligung unwiderruflich aufrechterhält und mit allen Mitteln dafür Sorge tragen wird, dass die Gesellschaft finanziell in der Lage sein wird, sämtlichen Verpflichtungen vollständig und termingerecht nachzukommen. Diese Erklärung kann mit einer Frist von 12 Monaten schriftlich gekündigt werden. Eine Kündigung lag zum Testatszeitpunkt nicht vor.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 20. Dezember 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Koopmann, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. April 2024

Aktiva

30.04.2023
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 10.407,64 31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.764.306,38 7.058
2. Technische Anlagen und Maschinen 85.533,33 101
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 379.243,35 517
4. Anlagen im Bau 55.240,00 7
7.284.323,06 7.683
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0
7.294.731,70 7.714
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.339.140,61 4.519
2. Unfertige Erzeugnisse 3.263.040,72 3.610
3. Fertige Erzeugnisse 964.471,22 373
7.566.652,55 8.502
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.374.497,84 5.604
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.796.792,28 1.186
3. Sonstige Vermögensgegenstände 65.033,17 101
7.236.323,29 6.891
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 466.942,91 758
15.269.918,75 16.151
C. Rechnungsabgrenzungsposten 133.947,13 122
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 111.923,30 112
22.810.520,88 24.099

Passiva

30.04.2023
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 13.905.000,00 13.905
II. Kapitalrücklage 52.720.000,00 34.420
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 8.680.304,31 8.680
IV. Verlustvortrag -56.493.867,78 -52.131
V. Jahresfehlbetrag -17.591.039,26 -4.363
1.220.397,27 511
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 14.385.652,21 4.687
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.609.152,56 2.034
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 224.862,98 1.259
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.377.744,40 1.699
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.665.049,85 13.276
5. Sonstige Verbindlichkeiten 327.661,61 633
davon aus Steuern EUR 222.526,73 (Vj. TEUR 186)
7.204.471,40 18.901
22.810.520,88 24.099

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023/2024

2022/2023
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 47.108.550,37 46.118
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 244.346,11 345
3. Sonstige betriebliche Erträge 261.650,65 255
47.614.547,13 46.718
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 20.987.509,18 18.213
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.575.776,22 1.733
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 29.184.773,58 18.869
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.380.264,58 3.403
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 613.471,54 751
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.073.165,85 7.611
64.814.960,95 50.580
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.382,97 4
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 397.476,57 419
davon an verbundene Unternehmen EUR 371.726,63 (Vj. TEUR 387)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 5.211,00 (Vj. TEUR 5)
-390.093,60 -415
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 531,84 0
11. Ergebnis nach Steuern -17.591.039,26 -4.277
12. Sonstige Steuern 0,00 86
13. Jahresfehlbetrag -17.591.039,26 -4.363

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024

1. Allgemeines

Die MENERGA GmbH mit Sitz in Mülheim an der Ruhr ist unter der Nummer HRB 14485 beim Amtsgericht Duisburg in das Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss der MENERGA GmbH, Mülheim an der Ruhr, ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der §§ 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Anhang zu finden.

Der Jahresabschluss wurde unter der Fortführungsprämisse aufgestellt, da die Fortführung der Unternehmenstätigkeit für überwiegend wahrscheinlich gehalten wird. Aufgrund der nachhaltigen, mit Zahlungsabflüssen verbundenen Verlustsituation sowie des weiteren Liquiditätsbedarfs im Prognosezeitraum sind wir auf die finanzielle Unterstützung der Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden, angewiesen, die zum einen durch die Anbindung an den konzerninternen Cash-Pool erfolgt. Zum anderen hat die Systemair AB (publ) (Systemair AB), Skinnskatteberg, Schweden, mit Schreiben vom 27. Januar 2023 eine Patronatserklärung abgegeben. Hiernach verpflichtet sich die Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden, dass sie über das Geschäftsjahr 2023/2024 (1. Mai 2023 -30. April 2024) hinaus unbefristet ihre Beteiligung unwiderruflich aufrechterhält und mit allen Mitteln dafür Sorge trägt, dass wir finanziell in der Lage sind, sämtlichen Verpflichtungen vollständig und termingerecht nachzukommen. Die Systemair AB verpflichtet sich dazu, uns mit finanziellen Mitteln so auszustatten, dass wir unseren fälligen Verpflichtungen jederzeit nachkommen können, um eine Zahlungsunfähigkeit im Sinne § 17 InsO bzw. einer Überschuldung nach § 19 InsO abzuwenden. Die Erklärung kann mit einer Frist von 12 Monaten gekündigt werden. Eine Kündigung der Patronatserklärung liegt jedoch nicht vor.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung wurden nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB sowie der ergänzenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB sowie § 41 f. GmbHG vorgenommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Sie haben eine Nutzungsdauer von zwei bis maximal fünf Jahren bzw. entsprechend der Vertragslaufzeit. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt nach der linearen Methode.

Folgende Nutzungsdauern werden zu Grunde gelegt:

Jahre
Fabrik- und Geschäftsbauten 10-40
Übrige Bauten 5-10
Technische Anlagen und Maschinen 3-10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-10

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen.

Geringwertige Anlagengegenstände bis EUR 250 werden sofort aufwandswirksam erfasst (§ 6 (2a) S.4 EStG). Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit 20 Prozent linear abgeschrieben wird. Seit dem 01.01.2018 wird die neue Grenze i. H. v. EUR 250 bis EUR 1.000 lt. § 6 (2a) S.1 EStG angewendet.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder, bei Vorliegen von voraussichtlich dauernden Wertminderungen, zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den fortgeschriebenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogenen Waren sind zu den Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen oder den niedrigeren Marktpreisen angesetzt. Für längere Lagerdauer und eingeschränkte Verwertbarkeit wurden Abschläge von insgesamt TEUR 1.129 vorgenommen. Das Niederstwertprinzip ist beachtet worden.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten nicht einbezogen worden.

Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 214 berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung der nicht einzelwertberichtigten Forderungen ohne Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 46 ausreichend Rechnung getragen. Die Sätze für pauschale Wertberichtigungen auf Forderungen betragen 3 Prozent.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsab-grenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen ermittelt. Verlust- und Zinsvorträge sind berücksichtigungsfähig, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren erwartet wird. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der MENERGA GmbH von aktuell 36,1 Prozent. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Eine sich insgesamt ergebende zukünftige Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer zukünftigen Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Altersvorsorgeverpflichtungen aus Pensionszusagen werden nach der Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected-Unit-Credit-Methode“) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzins, der letzten 10 Geschäftsjahre, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %) verwendet. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 196 bei einer Abzinsung zum durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 Geschäftsjahre. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 0 % berücksichtigt.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Künftige Preis- und Kostensteigerungen zum Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden angemessen berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. In den Fällen, in denen der Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit höher ist als der Ausgabebetrag, wird der Unterschiedsbetrag als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und über die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

3. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) erläutert.

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen ist Software i. H. v. TEUR 10 ausgewiesen.

Die Sachanlagen umfassen drei bebaute Grundstücke, Betriebsgebäude, Außenanlagen, Hof- und Wegebefestigungen, Einbauten, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Wesentliche Zugänge im Bereich der Sachanlagen gab es keine im Geschäftsjahr 2023-2024.

Die Finanzanlagen umfassen einen Anteil an einem verbundenen Unternehmen.

Folgende Gesellschaft ist ausgewiesen:

Name Sitz Kapital Währung Anteil
Menerga Service GmbH Mülheim an der Ruhr, Deutschland 25.000,00 EUR 100 %

Der Jahresabschluss der Service GmbH für das Geschäftsjahr 2023 liegt noch nicht vor.

(2) Umlaufvermögen

Das Vorratsvermögen beinhaltet Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige und fertige Erzeugnisse bzw. Leistungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Abschlussstichtag einzeln bewertet. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit rd. TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 101) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Vorsteuerforderungen und Reisekostenvorschüssen.

Das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt zum Stichtag TEUR 467 (Vorjahr: TEUR 758).

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen betragen zum Stichtag TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 122) und beinhalten im Wesentlichen bereits zum Bilanzstichtag geleistete Versicherungsprämien sowie Wartungsverträge für das laufende Kalenderjahr.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung i. H. v. TEUR 112 resultiert aus der Saldierung der Pensionsrückstellung und den zur Absicherung der Pensionsansprüche zweckgebundenen liquiden Mittel. Der beizulegende Zeitwert der Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 289. Dem gegenüber steht ein Sicherungsvermögen von TEUR 416. Der verrechnete Aufwand beträgt TEUR 5. Dem standen keine Erträge aus dem Deckungsvermögen gegenüber.

(3) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt nominal TEUR 13.905; es ist in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalrücklage i. H. v. TEUR 52.720 enthält Agiobeträge aus Kapitalerhöhungen i. H. v. TEUR 320, eine im Geschäftsjahr 2015 vom Gesellschafter geleistete Einzahlung i. H. v. TEUR 5.000, eine im Geschäftsjahr 2017 vom Gesellschafter geleistete Einzahlung i. H. v. TEUR 1.700, eine im Geschäftsjahr 2019 geleistete Einzahlung i. H. v. TEUR 7.500, eine im Geschäftsjahr 2020 geleistete Einzahlung i. H. v. TEUR 3.000, eine im Geschäftsjahr 2021 geleistete Einzahlung i. H. v. TEUR 5.800, eine im Geschäftsjahr 2022 geleistete Einzahlung i. H. v. TEUR 6.600, sowie eine im Geschäftsjahr 2023 geleistete Einzahlung i. H. v. TEUR4.500. Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2024 vom Gesellschafter eine Einzahlung i. H. v. TEUR 18.300 geleistet. Zum Stichtag beträgt das Eigenkapital TEUR 1.220 (Vorjahr: TEUR 511).

(4) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten als wesentliche Posten Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen von TEUR 974 (Vorjahr: TEUR 1.123), noch abzugeltende Mehrleistungen, Urlaubsansprüche, Boni der Mitarbeiter und Reisekosten mit in Summe TEUR 1.594 (Vorjahr: TEUR 1.504), Leistungen Dritter von TEUR 843 (Vorjahr: TEUR 512), Restrukturierungsrückstellungen i. H. v. TEUR 10.148 (Vorjahr: TEUR 723) sowie Rückstellungen für Gerichtsverfahren von TEUR 826 (Vorjahr: TEUR 826).

(5) Verbindlichkeiten

Geschäftsjahr 2023/24

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 420 1.189 0 1.609
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 225 0 0 225
aus Lieferung und Leistung 1.378 0 0 1.378
gegenüber verbundenen Unternehmen 3.665 0 0 3.665
sonstige Verbindlichkeiten 327 0 0 327
Summe 6.015 1.189 0 7.204
Art der Verbindlichkeit davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert Art und Form der Sicherheit
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 1.609 3
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 1+4
aus Lieferung und Leistung 0 2
gegenüber verbundenen Unternehmen 0 1
sonstige Verbindlichkeiten 0 1
Summe 1.609

1 = keine Sicherheiten

2 = branchenübliche Eigentumsvorbehalte

3 = Grundpfandrechte

4 = Bürgschaften

5 = Globalzession

Geschäftsjahr 2022/23

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 420 1.614 0 2.034
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.259 0 0 1.259
aus Lieferung und Leistung 1.699 0 0 1.699
gegenüber verbundenen Unternehmen 13.276 0 0 13.276
sonstige Verbindlichkeiten 633 0 0 633
Summe 17.287 1.614 0 18.901
Art der Verbindlichkeit davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert Art und Form der Sicherheit
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 2.034 3
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 1+4
aus Lieferung und Leistung 0 2
gegenüber verbundenen Unternehmen 0 1
sonstige Verbindlichkeiten 0 1
Summe 2.034

1 = keine Sicherheiten

2 = branchenübliche Eigentumsvorbehalte

3 = Grundpfandrechte

4 = Bürgschaften

5 = Globalzession

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verpflichtungen i. H. v. TEUR 1.932 (Vorjahr: TEUR 13.020) gegenüber der Muttergesellschaft (Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden) im Rahmen einer Cash-Pool Vereinbarung, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Muttergesellschaft (Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden) i. H. v. TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 111) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber sonstigen verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 1.638 (Vorjahr: TEUR 145).

(6) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden Leasingverpflichtungen mit einem Restbetrag von TEUR 929 (Vorjahr: TEUR 508). Diese beinhalten ausschließlich Leasingverpflichtungen gegenüber Dritten bezüglich des Fuhrparks.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse einschl. Erlösschmälerungen wurden im Berichtsjahr mit TEUR 28.883 (Vorjahr: TEUR 28.636) im Inland, mit TEUR 13.263 (Vorjahr: TEUR 11.356) in der Europäischen Union und mit TEUR 4.963 (Vorjahr: TEUR 6.126) im Übrigen Ausland getätigt. Die Umsatzerlöse resultieren mit TEUR 26.001 (Vorjahr: 27.734) aus dem Verkauf von neuen raumlufttechnischen Geräten sowie mit TEUR 21.108 (Vorjahr: TEUR 18.384) aus Serviceleistungen.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge i. H. v. TEUR 228 aus Weiterbelastungen sowie TEUR 18 aus Mahngebühren.

(3) Zinsertrag und Zinsaufwand

Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Intercompanyaufwendungen, welche aus der Inanspruchnahme der von der Konzernmutter gewährten Cash Pool-Linie resultieren.

(4) Außergewöhnliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr wurden insgesamt TEUR 9.425 an Aufwendungen für Restrukturierungs-maßnahmen gebucht.

5. Sonstige Angaben

(1) Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich folgende Mitarbeiter beschäftigt:

01.05.2023 - 30.04.2024
Kaufmännische Mitarbeiter 225
Gewerbliche Mitarbeiter 124
Gesamt 349

(2) Geschäftsführung

Hauptberuflicher Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herr

 

Kurt Helmut Maurer (Dipl. Ing. (FH), Künzelsau) bis zum 25. August 2023

 

Dr. Martin Schotten (Meerbusch), hauptberuflicher Geschäftsführer der Menerga GmbH

(3) Bezüge der Geschäftsführung

Hinsichtlich der Geschäftsführergehälter wird die Schutzklausel nach § 286 IV HGB angewendet. An die Gesellschaftsorgane wurden im Berichtsjahr weder Vorschüsse noch Kredite gewährt.

(4) Aufsichtsrat

Dieser setzt sich wie folgt zusammen:

Roland Kent Kasper (Aufsichtsratsvorsitzender), Vorsitzender der Geschäftsleitung der Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden

Bengt Anders Claesson Ulff, Mitglied der Geschäftsleitung der Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden

Kurt Helmut Maurer (ab dem 25. August 2023), Geschäftsführer Systemair GmbH, Windischbuch

Für die Wahrnehmung seiner Aufgaben erhielt der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Vergütung.

(5) Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers nach § 285 HGB

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr 2023/2024 insgesamt gemäß der gebuchten Rückstellung voraussichtlich TEUR 48 und ist ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen angefallen.

(6) Ausschüttungssperre

In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich aufgrund des Unterschiedsbetrags i.S.v. § 253 Abs. 6 HGB grundsätzlich eine Gewinnausschüttungssperre:

TEUR
aus der Passivierung
Pensionsrückstellungen § 253 Abs. 2 i.V.m. Abs. 6 HGB 0,2
Entsperrung durch z.B. frei verfügbare Rücklagen, Gewinnvortrag 0,0
0,2

Auf Grund der aktuellen Eigenkapitalsituation ist für das zum 30. April 2024 endende Geschäftsjahr keine Ausschüttung geplant.

6. Ergebnisverwendung und Rücklagenbildung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Verlust des Geschäftsjahres zusammen mit dem Verlustvortrag zum 30. April 2024 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Im November 2023 wurde beschlossen, dass die MENERGA GmbH ihre Fertigungsstätten in Deutschland per 30. Juni 2024 schließen wird. Die Geräte werden zukünftig durch Tochtergesellschaften von Systemair produziert.

8. Konzernverhältnisse

Die MENERGA GmbH, Mülheim an der Ruhr, ist ein Tochterunternehmen der Systemair AB (publ), Skinnskatteberg/Schweden, die 100 % der Anteile besitzt. Die MENERGA GmbH ist aufgrund der Größenkriterien des § 293 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit. Der vorliegende Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden, einbezogen. Dies ist der sowohl kleinste als auch größte Konsolidierungskreis, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird in den Presseveröffentlichungen auf der Systemair-Homepage veröffentlicht.

 

Mülheim an der Ruhr, 27.11.2024

Dr. Martin Schotten

Entwicklung des Anlagevermögens 2023/2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.05.2023 Zugänge 30.04.2024
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 3.127.832,17 0,00 3.127.832,17
3.127.832,17 0,00 3.127.832,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.490.344,40 7.500,00 13.497.844,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.343.392,36 13.780,50 2.357.172,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.924.925,58 124.733,63 5.049.659,21
4. Anlagen im Bau 6.900,00 48.340,00 55.240,00
20.765.562,34 194.354,13 20.959.916,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 79.852,74 0,00 79.852,74
79.852,74 0,00 79.852,74
23.973.247,25 194.354,13 24.167.601,38
Kumulierte Abschreibungen
01.05.2023 Zugänge 30.04.2024
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 3.097.416,59 20.007,94 3.117.424,53
3.097.416,59 20.007,94 3.117.424,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.432.167,20 301.370,82 6.733.538,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.242.084,22 29.555,31 2.271.639,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.407.878,39 262.537,47 4.670.415,86
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00
13.082.129,81 593.463,60 13.675.593,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 79.851,74 0,00 79.851,74
79.851,74 0,00 79.851,74
16.259.398,14 613.471,54 16.872.869,68
Buchwerte
30.04.2024 30.04.2023
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 10.407,64 31
10.407,64 31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.764.306,38 7.058
2. Technische Anlagen und Maschinen 85.533,33 101
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 379.243,35 517
4. Anlagen im Bau 55.240,00 7
7.284.323,06 7.683
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0
1,00 0
7.294.731,70 7.714

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024

1. Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Trotz der Ungewissheit bedingt durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und der gedämpften Stimmung unter deutschen Unternehmen schaffen der seit Sommer 2023 im Durchschnitt auf niedrigem Niveau (November 85,7 Punkte) gleichbleibende ifo Geschäftsklimaindex und die positiven Zeichen aus dem Markt mit im Durchschnitt stabilen Auftragseingängen für die MENERGA GmbH noch recht positive wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Das aktuelle Produktportfolio, ausgestattet mit einem effizienten Wärmerückgewinnungssystem, stimmt uns weiterhin zuversichtlich mit Blick auf die kommenden Jahre, dass wir uns im Euro-Raum behaupten und weiter entwickeln können. Dabei decken wir mit unseren fünf Segmenten Data Center, Swimming Pool, Industry, Hygiene und Precision ein breites Spektrum von Anwendungen mit unseren individuellen Lösungen ab.

Zusätzliche Wachstumstreiber für unsere Absatzmärkte bieten der Klimawandel und die Urbanisierung sowie verschärfte regulatorische Rahmenbedingungen, wie z.B. die ERP2016/ERP2018 Richtlinie, denen wir gerecht werden.

2. Geschäftsverlauf

2.1 Darstellung des Geschäftsverlaufs

Umsatz- und Auftragslage

Das Geschäftsjahr 2023/2024 begannen wir mit einem Auftragsbestand für Neugeräte von 11,9 Mio. Euro. Während des Geschäftsjahres verzeichneten wir einen Auftragseingang für Neugeräte i. H. v. 29,0 Mio. Euro, sodass wir das Geschäftsjahr mit einem Auftragsbestand für Neugeräte von 14,7 Mio. Euro abschlossen.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr (46,1 Mio. Euro) um 1,0 Mio. Euro auf 47,1 Mio. Euro.

Der Geräteumsatz ging in diesem Jahr von 27,7 Mio. Euro um 1,7 Mio. Euro auf 26,0 Mio. Euro zurück.

Der Serviceumsatz stieg in diesem Jahr von 18,4 Mio. Euro um 2,7 Mio. Euro auf 21,1 Mio. Euro.

Beim inländischen Geräteabsatz erzielten wir mit 11,4 Mio. Euro einen um 2,9 Mio. Euro verringerten Umsatz (Vorjahr 14,3 Mio. Euro). Der Geräteabsatz im Ausland erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr (13,4 Mio. Euro) um 1,3 Mio. Euro auf 14,6 Mio. Euro.

Die Produktion und der Service waren über das gesamte Geschäftsjahr 2023/24 normal ausgelastet.

Bedingt durch den russischen Angriffskrieg auf das Nachbarland Ukraine im Februar 2022, sind uns anfänglich zwei Absatzmärkte weggebrochen. Dieser Entfall konnte nur teilweise durch andere Märkte ausgeglichen werden. Inzwischen werden Aufträge und Lieferungen für die Ukraine wieder ausgeführt, während der Lieferstopp für Russland weiter Bestand hat. Hier wird versucht, bereits in der Produktion weit fortgeschrittene Aufträge und fertige Geräte an andere Kunden zu verkaufen.

Beschaffung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 stieg unsere Materialquote um 4,9 % von 42,5 % auf 47,4 %. Diese Steigerung beruht auf normalen Schwankungen und Bestandsveränderungen, im Bereich der unfertigen Erzeugnisse für Geräte und Serviceleistungen. Zusätzlich kamen im Bereich der Materialbeschaffung Preiserhöhungen von Lieferanten zum Tragen, die ebenso eine erhöhte Materialquote bedingen. Auf der anderen Seite greifen im Service und im Gerätegeschäft inzwischen die zuletzt angekündigten Preisanpassungen, die sich dann positiv auf die Materialquote insgesamt auswirken.

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde Aufwand für Werkverträge im Materialaufwand gebucht. Dieser Aufwand beläuft sich auf TEUR 257 im Geschäftsjahr.

Um die Materialverfügbarkeit stets zu gewährleisten und der Preisentwicklung entgegenzuwirken, entwickeln wir unsere Beschaffungsstrukturen kontinuierlich weiter. Überdies hinaus werden durch gezielte Analysen weitere Potenziale zur Verbesserung der Rohertragsmarge aufgedeckt und genutzt.

Mitarbeiter

Die MENERGA GmbH beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 333 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von strategischer Bedeutung für eine erfolgreiche Zukunft unseres Unternehmens. Hierzu haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr rd. TEUR 170 (Vorjahr TEUR 163) in Fort- und Weiterbildung investiert. Ergänzt wird das externe Schulungsangebot durch unsere hausinterne MENERGA Akademie. In dieser werden neben technischen Schulungen ebenfalls die kaufmännischen Bereiche abgedeckt, so dass unsere Mitarbeiter möglichst kompetente Ansprechpartner für unsere Kunden sind.

Im Rahmen der anstehenden Alterungsrate in unserem Betrieb sowie der Tatsache der Internationalisierung und IT-Affinitäten haben wir im Geschäftsjahr 2023/24 im Schnitt 13 Auszubildende, Umschüler und Einstiegsqualifizierer (Vorjahr 20) beschäftigt. Neben 44 Abgängen bzw. Versetzung in Festanstellungen sind insgesamt 14 Zugänge zu verzeichnen gewesen.

2.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme verringerte sich um 1,3 Mio. Euro auf 22,8 Mio. Euro (Vorjahr 24,1 Mio. Euro).

Aktiva

Der Buchwert der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände ist im Vergleich zum Vorjahr (7,7 Mio. Euro) um 0,4 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro gesunken. Es wurden keine wesentlichen Anschaffungen getätigt.

Bei den Finanzanlagen wurden keine Veränderungen verzeichnet. Gehalten werden weiterhin die Gesellschaftsanteile an der Menerga Service GmbH.

Der Wert des Vorratsvermögens liegt zum Ende des Geschäftsjahres bei 7,6 Mio. Euro und ist damit gegenüber dem Vorjahr (8,5 Mio. Euro) um 0,9 Mio. Euro gesunken. Im Vorratsvermögen sind Bestände für unfertige Erzeugnisse mit 3,3 Mio. Euro (Vorjahr 3,4 Mio. EUR) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden fertige Erzeugnisse mit einem Wert von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. EUR) ausgewiesen.

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung (inkl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen) betragen zum Stichtag 7,2 Mio. Euro (Vorjahr 6,8 Mio. Euro). Dies ist bedingt durch relativ hohe Umsätze in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2023/2024, die zu einem Anstieg des Forderungsbestandes führen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum 30.04.2023 mit 0,1 Mio. Euro gleichgeblieben.

Die liquiden Mittel betragen zum Geschäftsjahresende TEUR 467 (Vorjahr TEUR 758).

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen zum Geschäftsjahresende 0,1 Mio. Euro und liegen damit auf Vorjahresniveau.

Passiva

Die Veränderungen im Eigenkapital entstehen durch den Jahresfehlbetrag i. H. v. rd. 17,6 Mio. Euro, sowie eine vom Gesellschafter geleistete Einzahlung i. H. v. 9,3 Mio. Euro im Juni 2023, die dem Ausgleich des Eigenkapitals dient. Zur Stärkung des Eigenkapitals erfolgte im April 2024 eine weitere Einzahlung i. H. v. 9,0 Mio. Euro in die freie Kapitalrücklage durch den Gesellschafter.

Die Rückstellungen betragen zum Ende des Geschäftsjahres 14,4 Mio. Euro (Vorjahr 4,7 Mio. Euro). Der Grund für den Anstieg liegt in den Aufwendungen für Restrukturierung.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betragen zum Geschäftsjahresende 0,2 Mio. Euro und liegen damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mio. Euro niedriger.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung reduzierten sich im Berichtszeitraum um 0,3 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen verringerten sich von 13,3 Mio. Euro auf 3,7 Mio. Euro. Diese beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten ggü. der Muttergesellschaft aus einem konzerninternen Cash-Pool. Die Credit Limit Linie im Cash-Pool lag für das Geschäftsjahr 2023/24 bei einem Limit von 21,0 Mio. Euro und ist für das laufende Geschäftsjahr 2024/25 unverändert eingerichtet.

Die Anbindung der MENERGA GmbH an den konzerninternen Cash-Pool gewährt uns eine vollumfängliche, zinsgünstige Versorgung der Gesellschaft mit Liquidität und bietet Spielraum für weitere Investitionen des kommenden Geschäftsjahres.

2.3 Ertragslage

Im Prognosebericht des Geschäftsjahr 2022/23 sind wir von einem Jahresfehlbetrag i. H. v. 17,0 Mio. Euro ausgegangen. Dieses Ziel konnte bis auf 0,6 Mio. Euro eingehalten werden. Das IST-Jahresergebnis 2023/24 liegt bei einem Jahresfehlbetrag i. H. v. 17,6 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2023/24 blicken wir auf einen leicht unbefriedigenden Geschäftsverlauf zurück, mit einem Umsatz für Neugeräte etwas unterhalb des budgetierten Wertes und erhöhten Kosten für Restrukturierung. Zudem lagen wesentliche Ursachen der negativen Ertragslage in den vergleichsweise hohen Fixkosten im Standardgeschäft, gestiegenen Materialkosten im Einkauf und dem Einsatz von Leiharbeitnehmern, Fremddienstleistern und Werkverträgen.

Im Rahmen der Restrukturierung sind einmalige Aufwendungen für Abfindungen und Freistellungsgehälter i.H.v. 9,43 Mio. Euro entstanden.

Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich insgesamt um 2,8 % auf 19,3 % im Verhältnis zum Gesamtumsatz (Vorjahr: 16,5 %).

2.4 Bericht über Chancen und Risiken

Grundlage

Die MENERGA GmbH als global agierendes Unternehmen mit Produkten der Raumlufttechnik ist im Rahmen Ihrer Geschäftstätigkeit mittelbar und unmittelbar verschiedenen Risiken ausgesetzt. Hiermit einhergehend ergeben sich ebenfalls Chancen für unternehmerische Aktivitäten, denen wir mit unserer Innovationsfähigkeit, Flexibilität, Qualität und Kundenorientierung begegnen und so die Wachstumschancen für die MENERGA GmbH wahren wollen.

Um Risiken wie auch Chancen möglichst frühzeitig zu erkennen, ist ein Austausch zwischen der Geschäftsführung und den Führungskräften etabliert. Ergänzt wird dieser Prozess durch die regelmäßige Analyse und Bewertung wesentlicher KPI’s. Des Weiteren haben wir im Rahmen des Reportings an die Muttergesellschaft einen permanenten Austausch bzgl. der Budgeterreichung, so dass erforderliche Maßnahmen frühzeitig erkannt und eingeleitet werden können.

Marktrisiken

Bei Stagnation der Bauwirtschaft und stark rückläufiger Nachfrage der Investitionsgüterindustrie im nationalen und internationalen Markt können Absatzrisiken entstehen.

Diesem allgemeinen Absatzrisiko versuchen wir mit Produktinnovationen wie bspw. einem neuen Gehäuse zu begegnen. Durch Kombination bereits bestehender und neuer Technologien versuchen wir den Kundennutzen zu optimieren, wie z. B. die etablierte Cloud-Lösung VICOMO beweist. Diese ermöglicht es dem Kunden die Effizienz der Anlagen online zu verfolgen und zu optimieren. Durch den bereits erreichten und weiter angestrebten Ausbau unseres Servicegeschäftes versuchen wir Volatilitäten beim Geräteabsatz auszugleichen und uns somit ein zweites Standbein zu sichern.

Die Partnerschaft mit der Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden, bietet uns aufgrund einer lokalen Präsenz der Konzernmutter in über 40 Ländern einen breiteren Marktzugang, so dass eine effiziente Erschließung neuer Absatzmärkte ermöglicht wird.

Bei Eintritt eines Umsatzrückgangs können in einem gewissen Rahmen kurzfristig personelle Kapazitätsreduzierungen vorgenommen werden. Der gezielte Einsatz von Werkverträgen bietet uns hier Flexibilität.

Die Entwicklung der Rohstoffpreise bietet ebenfalls Chancen und Risiken für den weiteren Geschäftsverlauf. Durch die Akquirierung alternativer Quellen und die Entwicklung von Einkaufsprojekten sollen Risiken minimiert werden. Die in der Regel nur kurzfristig getroffenen Liefervereinbarungen ermöglichen uns schnelle Reaktionen auf dem Beschaffungsmarkt. Die Anbindung an den Konzernverbund bietet uns die Chance zur Nutzung von Skaleneffekten. Trotz dieser Maßnahmen können kurzfristige Effekte auf das Unternehmensergebnis nicht vollständig eliminiert werden.

Bedingt durch den Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine sowie durch die Nachwirkungen der Corona Pandemie während der Wintermonate des Geschäftsjahres 2023/24 waren die Lieferketten teilweise noch leicht gestört. Es kam vereinzelt zu Lieferverzögerungen bei Lieferanten, Liefertermine konnte nicht gehalten werden oder fielen zum Teil länger aus, als zuvor üblich. Wir begegnen dieser Thematik durch ein angepasstes Beschaffungsverhalten.

Inzwischen hat sich die Lage für uns am Beschaffungsmarkt wieder weitgehend normalisiert und um Lieferproblemen der Lieferanten zu begegnen wurden teilweise auch die RHB-Bestände erhöht.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch die Anbindung der MENERGA GmbH an den konzerninternen Cash-Pool der Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden, ergibt sich für uns keine Notwendigkeit für externe Finanzierungsquellen. Der Cash-Pool gewährt uns eine zinsgünstige und ausreichende Versorgung mit liquiden Mitteln und bietet Spielraum für weitere Investitionen.

Der Cash-Pool in Kombination mit der Patronatserklärung der Systemair AB reduziert Liquiditätsrisiken.

Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnen wir mit einem stringenten Debitorenmanagement sowie der überwiegenden Absicherung unserer großen Forderungen über einen Kreditversicherer.

Wechselkursschwankungen sind für die MENERGA GmbH nicht relevant, da das Geschäft vollständig in der Euro-Währung abgewickelt wird. Soweit sich zukünftige Währungsrisiken zeigen sollten, werden diese durch entsprechende Sicherungsgeschäfte abgesichert.

Lieferungen in die Ukraine werden inzwischen wieder ausgeführt und auch für die Zahlungen aus diesem Land wurden gemeinsam mit der Konzernmutter, Systemair AB, Lösungen gefunden.

Sonstige Risiken

Als ISO-Zertifiziertes Unternehmen werden unternehmensinterne Prozesse laufend auf potenzielle Risiken geprüft. Regelmäßige interne und externe Audits sorgen für eine Nachhaltigkeit unseres Qualitätssystems.

Im Mai 2023 hat der TÜV Nord im Rahmen eines Überwachungs-Audits überprüft, ob wir weiterhin die Anforderungen der Qualitätsmanagement-Norm DIN EN ISO 9001:2015 erfüllen. Dieses Audit haben wir in allen Bereichen erfolgreich bestanden.

Sach-, Feuer- und Umweltschäden, Betriebs- und Produkthaftpflichtrisiken sind in ausreichendem Umfang über Industrieversicherer gedeckt.

Durch gezielte Weiterbildung sowie die Ausbildung junger Menschen begegnen wir dem Risiko des demografischen Wandels in Deutschland und dem damit einhergehenden Fachkräftemangel.

Risiken unserer IT-Landschaft können nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Hier haben wir Projekte aufgelegt um die IT-Systeme in Verbindung mit Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden, zu harmonisieren. Wir sehen hier Chancen vom Konzernverbund zu profitieren, indem wir bei Systemair im Einsatz befindlichen Tools wie bspw. CRM und Produktkonfiguration für die MENERGA adaptieren.

2.5 Prognosebericht

Auf der Basis der Auftragseingänge des vergangenen Geschäftsjahres, dem noch guten Auftragsbestand und bedingt durch den Ausblick unserer Vertriebsmannschaft für die nächsten Monate und demnach auch voraussichtlich weiter anhaltenden ausreichenden Auftragseingängen blicken wir vorsichtig optimistisch auf das neue Geschäftsjahr 2024/2025.

Unsere Vertriebsstruktur bietet uns eine direkte Kundenansprache und ermöglicht uns eine systematische Marktbearbeitung, um zukünftig wieder profitabel werden zu können. Die vollständig umgesetzte und implementierte Standardisierung entlang der Wertschöpfungskette ermöglicht uns die internen Prozesse zu beschleunigen und damit die Lieferzeiten für unsere Kunden in erträglichem Rahmen zu halten.

Das aktuell leicht rückläufige Zinsniveau, nach wie vor auf erhöhtem Niveau, führt auf unserer Kundenseite zu keiner spürbaren Verminderung der Investitionsbereitschaft.

Im November 2023 wurde beschlossen, die Neugeräte Produktion in Mülheim an der Ruhr, Deutschland zum 30.06.2024 zu schließen und in Systemair Werke zu verlagern und die Neugeräte in Zukunft aus anderen Werken der Systemair Gruppe zu beziehen. Dieser Schritt wurde planmäßig umgesetzt.

Damit verbunden sind Umstrukturierungsmaßnahmen, die im Geschäftsjahr 2023/24 zu einem Verlust von 17,6 Mio. Euro führten. Weiterer Rückstellungsbedarf oder andere negative Ergebniseffekte aus der Restrukturierung sind im GJ 2024/25 nicht erkennbar.

Die Verlagerung der Produktion von Neugeräten ins europäische Ausland wird uns perspektivisch zu einer flexiblen Kapazitätsausnutzung der Systemair Tochterunternehmen führen.

Ab dem Geschäftsjahr 2025/26 wird der Vertrieb für Menerga Neugeräte für Deutschland und Österreich durch die Menerga GmbH fortgesetzt. Der Verkauf von Neugeräten in den sonstigen Märkten hingegen wird dann durch bestehende Vertriebsgesellschaften direkt von Systemair Slowenien abgewickelt. Der Umsatz für Menerga Neugeräte wird in diesen Fällen dann nicht mehr durch die Menerga GmbH vereinnahmt.

Für das Geschäftsjahr 2024/25 ist ein Umsatz mit Neugeräten in Höhe von 20,3 Mio. Euro geplant. Der Serviceumsatz liegt im Forecast 2024/25 bei 22,3 Mio. Euro. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024/25 liegt laut Forecast bei minus 1,8 Mio. Euro.

Aufgrund der nachhaltigen, mit Zahlungsabflüssen verbundenen Verlustsituation sowie des weiteren Liquiditätsbedarfs im Prognosezeitraum sind wir jedoch zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit weiterhin auf die finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden, angewiesen, die zum einen durch die Anbindung an den konzerninternen Cash-Pool erfolgt. Zum anderen hat die Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden, mit Schreiben vom 27. Januar 2023 eine unbefristete Patronatserklärung abgegeben. Hiernach verpflichtet sich die Systemair AB (publ), Skinnskatteberg, Schweden, dass sie über das Geschäftsjahr 2023/24 hinaus unbefristet ihre Beteiligung unwiderruflich aufrechterhält und mit allen Mitteln dafür Sorge trägt, dass wir finanziell in der Lage sind, sämtlichen Verpflichtungen vollständig und termingerecht nachzukommen. Die Systemair AB verpflichtet sich dazu, uns mit finanziellen Mitteln so auszustatten, dass wir unseren fälligen Verpflichtungen jederzeit nachkommen können, um eine Zahlungsunfähigkeit im Sinne von § 17 InsO bzw. einer Überschuldung nach § 19 InsO abzuwenden. Die Erklärung kann mit einer Frist von 12 Monaten gekündigt werden. Eine Kündigung der Patronatserklärung liegt jedoch nicht vor.

 

Mülheim an der Ruhr, 27.11.2024

Dr. Martin Schotten

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