Aldi SE
& Co. Kommanditgesellschaft
Donaueschingen
Jahresabschluss mit Bericht zur
Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als
Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom
01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
2023
Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen
Die Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft, mit Sitz
in Donaueschingen, ist eine Gesellschaft der
Unternehmensgruppe ALDI SÜD, die ein Logistikzentrum
in Donaueschingen und in dieser Region 92
Lebensmittel-Discountmärkte zum Ende des abgelaufenen
Geschäftsjahres betreibt.
Die Gesellschaft ist daneben Eigentümerin und
Betreiberin eines Hotels mit Golfplatz. Das Hotel
verfügt über eine Beherbergungskapazität von
237 Betten und 127 Zimmern und eine Tagungskapazität
von 8 Konferenzräumen.
Die gesamtwirtschaftliche Lage stellte sich im
Berichtsjahr zurückhaltend dar. Die deutsche
Wirtschaft erholte sich 2023, nach der schwachen
Entwicklung im ersten Halbjahr, auch in der zweiten
Jahreshälfte nicht durchgreifend. Das BIP sank in 2023
im Jahresdurchschnitt um 0,3%, die Jahresverlaufsrate lag
bei -0,1%. Auf dem Arbeitsmarkt hat die Anzahl der
Erwerbstätigen nur leicht zugenommen. Die
Arbeitslosenquote im Jahr 2023 lag bei 5,7% (Institut
für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK),
Report Nr. 186, Dezember 2023).
Bei der Verbraucherstimmung zeigte sich im
Rückblick auf das Jahr 2023, vor allem zum Jahresende,
eine Aufhellung im Vergleich zum Jahr 2022. Im Laufe der
zweiten Jahreshälfte hat sich die Verbraucherstimmung
mit dem positiven Trend in der Inflationsentwicklung
verbessert (Handelsverband Deutschland (HDE),
Konsumbarometer Dezember 2023).
Die Situation im Einzelhandel blieb weiterhin
angespannt. Im Lebensmitteleinzelhandel sank der Umsatz
gegenüber dem Vorjahr real um 3,9%.
Preiserhöhungen eingeschlossen wurde nominal ein Plus
von 5,9% verzeichnet. Die Ursache für den realen
Rückgang bei einem gleichzeitigen nominalen Anstieg
waren die gestiegenen Nahrungsmittelpreise (Stat.
Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 41, 31.01.2024).
Preisgetrieben konnten Discounter ihre Umsätze nominal
um 11,9% zum Vorjahreszeitraum steigern. Die Inflationsrate
lag im Jahresdurchschnitt bei +5,9% (IMK, Report Nr. 186,
Dezember 2023).
Seit Anfang des Jahres wurden die Gas- und
Strompreisbremsen eingesetzt, wodurch sich die hohen
Verbraucherpreise allgemein abgeschwächt haben. Der
Jahresdurchschnitt des Anstiegs der Verbraucherpreise lag,
nach 6,9% im Vorjahr, bei 5,9%. (IMK, Report Nr. 186,
Dezember 2023). Die realen privaten Konsumausgaben sanken
im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 1,0% (IMK,
Report Nr. 186, Dezember 2023).
Der Marktanteil für die Gesellschaften der ALDI
SÜD-Gruppe erhöhte sich, gemessen am Umsatz, im
relevanten Discount-Marktsegment für Fast Moving
Consumer Goods im abgelaufenen Geschäftsjahr für
das ALDI SÜD-Vertriebsgebiet um 1,6%-Punkte auf 38,3%
(GFK Fast Track (CP+ 2.0), Stand 31. Oktober 2023).
Die Gesellschaft steht in direktem Wettbewerb mit
Discountern sowie regionalen und überregionalen
Einzelhändlern.
Geschäftsentwicklung
Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen
Überblick über den Verlauf des abgelaufenen
Geschäftsjahres, wobei Umsatz und Jahresergebnis die
für die interne Steuerung verwendeten bedeutsamsten
Leistungsindikatoren darstellen.
Gegenüberstellung von Prognose und
tatsächlicher Geschäftsentwicklung der
bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren
Entsprechend der Erwartungen hat die Gesellschaft
für das abgelaufene Geschäftsjahr ein besonders
stark steigendes Jahresergebnis erzielen können. Dies
ist insbesondere auf die entgegen den Erwartungen besonders
stark gestiegenen Umsätze im Filialbetrieb
zurückzuführen, welche die starken
Kostensteigerungen übertroffen haben. Die
Umsatzsteigerung im abgelaufenen Geschäftsjahr ist im
Wesentlichen auf inflationsbedingt gestiegene Preise
zurückzuführen. Durch die steigende Inflation
verstärkte sich der Spar-Aspekt bei den Kund:innen.
Somit führte die weitere Fokussierung auf die
Preisführerschaft und die damit einhergehende
Weitergabe von Preisvorteilen zu höheren Kundenzahlen
und Marktanteilsgewinnen, die mit einer Mengensteigerung
einhergingen.
Im Hotelbetrieb hat die Gesellschaft entgegen den
Erwartungen für das aufgelaufene Geschäftsjahr
ein negatives aber besonders stark steigendes
Jahresergebnis erzielen können. Dies ist auf die
Stabilisierung der Hotel- und Gastronomiebranche und den
entgegen den Erwartungen sehr stark gestiegenen Umsatz
zurückzuführen. Entgegen den Erwartungen konnte
ein positives Jahresergebnis nicht erzielt werden, dies ist
im Wesentlichen auf inflationsbedingt gestiegene Preise und
moderat gestiegene Personalaufwendungen
zurückzuführen.
Ertragslage
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im
Geschäftsjahr 2023 besonders stark um T€ 80.171
auf T€ 854.516 gestiegen. Das entspricht einem
prozentualen Anstieg von 10,4%.
Die Einzelhandelsumsätze aus dem Filialbetrieb
stiegen besonders stark um T€ 81.206 auf T€
802.755, was einer prozentualen Veränderung von 11,3%
entspricht.
Auf den Hotelbetrieb entfielen Nettoumsatzerlöse
in Höhe von T€ 30.582, was einem Anteil von 3,6%
am Gesamtumsatz der Gesellschaft entspricht. Die
Umsatzerlöse im Hotelbereich sind im Vergleich zum
Vorjahr um T€ 2.559 bzw. 9,1% sehr stark gestiegen.
Ursächlich für diese Entwicklung waren im
Wesentlichen die im Abschnitt "Gegenüberstellung von
Prognose und tatsächlicher Geschäftsentwicklung
der bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren"
aufgeführten Faktoren.
Im Filialbetrieb führten besonders stark
gestiegene Einzelhandelsumsätze und eine
gleichbleibende Materialaufwandsquote zu einem
Rohertragszuwachs in Höhe von T€ 17.895 auf
insgesamt T€ 190.130. Die Konservierung der
Rohertragsmarge konnte trotz nicht weitergegebenen
Preissteigerungen an die Endkund:innen erzielt werden, was
im Wesentlichen auf gesunkene Frachtkosten
zurückzuführen ist. Dies führte zu einem
Materialaufwand in Höhe von T€ 633.802 (Vorjahr:
T€ 574.087).
Der Rohertrag des Hotels entwickelte sich ebenfalls
positiv und stieg sehr stark um T€ 1.902 auf T€
25.642.
Neben den Materialkosten sind die Personalkosten
moderat im Filial- und Hotelbetrieb gestiegen. Die
Steigerung ist im Wesentlichen auf Gehaltsanpassungen
zurückzuführen.
Im Filialbetrieb wurde die Kostenseite im
Wesentlichen, durch besonders stark gestiegene IT-Kosten
und besonders stark gestiegene Aufwendungen für
zentrale Dienstleistungen durch Unternehmen der ALDI
SÜD-Unternehmensgruppe für die zukunftsgerichtete
Weiterentwicklung der Systemlandschaften sowie für
breit aufgestellte operative Projekte geprägt. Des
Weiteren führten höhere Energiepreise, durch die
besonders stark gestiegenen Aufwendungen für Energie-
und Nebenkosten zu höheren Aufwendungen.
Im Hotelbetrieb wurde die Kostenentwicklung durch
besonders stark gestiegene Rechts- und Beratungskosten
bestimmt.
Insgesamt konnten die Steigerungen in den
vorgenannten Kostenpositionen nicht durch Einsparungen
kompensiert werden.
Der Filialbetrieb hat im abgelaufenen
Geschäftsjahr eine Steigerung des Jahresergebnis um
T€ 8.411 auf T€ 17.001 erzielt.
Der Hotelbetrieb hat im Jahr 2023 eine Verbesserung
des Jahresfehlbetrages um T€ 2.155 auf T€ 1.507
erreicht.
Aufgrund dieser Ertrags- und Aufwandsentwicklung
erhöhte sich der Jahresüberschuss der
Gesellschaft im Jahr 2023 von T€ 4.928 auf T€
15.494.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um
T€ 5.596 auf T€ 194.169 gestiegen. Dies
resultiert im Wesentlichen aus höheren Forderungen und
einem gestiegenen Eigenkapital. Am Bilanzstichtag betrug
der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme
61,8% (Vorjahr: 64,8%). Bei den Sachanlagen verringerte
sich der Anteil an der Bilanzsumme aufgrund der
Veräußerung von Mietereinbauten an ein
Unternehmen der ALDI SÜD-Unternehmensgruppe um
3,8%-Punkte auf 60,9% (Vorjahr: 64,7%).
Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme sank
im Vergleich zum Vorjahr von 22,2% auf 18,0%. Dies
resultiert im Wesentlichen aus am Stichtag geringeren
Warenbeständen durch weniger Bevorratung aufgrund der
Corona-Krise in den Vorjahren und einer Optimierung der
Lagerhaltung.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände stiegen um T€ 12.608
auf T€ 25.869 bzw. bemessen an der Bilanzsumme von
7,0% auf 13,3%. Dies liegt insbesondere in der Tatsache
begründet, dass im Berichtsjahr Forderungen gegen die
ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG entstanden
sind, die für die Unternehmensgruppe ALDI SÜD das
zentrale Cash-Management abwickelt. Diese Entwicklung geht
mit dem Anstieg der Umsatzerlöse einher.
Der Anteil des Eigenkapitals beträgt 54,5%
(Vorjahr: 47,9%) der Bilanzsumme. Die Veränderung zum
Vorjahr resultiert aus dem erwirtschafteten
Jahresüberschuss.
Der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme
reduzierte sich um 1,8%-Punkte auf 17,5% (Vorjahr: 19,3%)
aufgrund geringerer ausstehender Rechnungsbeträge
für Waren und für noch ausstehende Rechnungen aus
Bautätigkeiten als im Vorjahr. Der Anteil der
Verbindlichkeiten reduzierte sich um 4,8%-Punkte auf 27,9%
(Vorjahr: 32,7%). Dies resultiert im Wesentlichen aus
geringeren Warenverbindlichkeiten. Hintergrund der
geringeren Warenverbindlichkeiten ist ein geringeres
Vorratsvermögen.
Finanzlage
Die Gesellschaft ist in das zentrale Cash-Management
der Unternehmensgruppe ALDI SÜD über die ALDI
SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG eingebunden und
kann sich hierüber finanzieren.
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu
jeder Zeit gegeben. Es bestanden keine Zins- und
Liquiditätsrisiken.
Die Investitionen der Gesellschaft beliefen sich im
abgelaufenen Geschäftsjahr auf T€ 14.208
(Vorjahr: T€ 15.427). Sie entfielen im Filialbetrieb
im Wesentlichen auf die Investitionen für
Betriebsausstattung, im Rahmen der Umstellung auf das
Einrichtungskonzept "Filiale der Zukunft" sowie die
Erhöhung der Beteiligungen an Unternehmen der ALDI
SÜD-Gruppe. Für den Hotelbetrieb sind
hauptsächlich Investitionen für die
Modernisierung der technischen Anlagen des Hotels sowie
für die Ausstattung der Golfanlage getätigt
worden.
Sonstige bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe
von T€ 92.427.
Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft aus der Sicht der
Geschäftsführung günstig entwickelt. Trotz
Inflation, damit einhergehender Kostensteigerungen und
einem absolut höheren Wareneinsatz konnte die
Gesellschaft durch gestiegene Umsätze ihr
Jahresergebnis verbessern.
Chancen-, Risiko- und Prognosebericht
Für das Jahr 2024 wird in Deutschland eine
Stagnation der Konjunktur erwartet. Nach einer Verringerung
des BIP von 0,3% im Jahr 2023 wird auch im Verlauf des
Jahres 2024 keine Steigerung erwartet. Trotz steigenden
privaten Konsums, bedingt durch eine nur noch leicht
steigende Inflationsrate, und im Vergleich zu den Vorjahren
gestiegenen Tariflohnabschlüssen, wird das
Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt um
voraussichtlich 0,3% sinken (IMK, Report Nr. 186, Dezember
2023).
Nach einem Anstieg der Verbraucherpreise im Jahr 2023
um 5,9%, wird im Folgejahr ein Anstieg von 2,5%
prognostiziert. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich
bei 6,2% liegen (2023: 5,7%); das sind rund 2,9 Millionen
Personen (IMK, Report Nr. 186, Dezember 2023). Die
verfügbaren Einkommen werden nominal
höchstwahrscheinlich um 3,2% zunehmen (IMK, Report Nr.
186, Dezember 2023). Für das Jahr 2024 wird eine
konstante Sparquote prognostiziert. Eine Zunahme des
Konsumdeflators um 2,3% wird angenommen. Insgesamt wird der
reale private Konsum im Jahresdurchschnitt voraussichtlich
um 0,6% steigen (IMK, Report Nr. 186, Dezember 2023).
Diese Prognose einer konjunkturellen Stagnation ist
mit Abwärtsrisiken behaftet. Neben der
Möglichkeit weiterer geldpolitischer Straffungen, die
die Finanzierungskosten und damit die Wohlstandsentwicklung
der deutschen Konjunktur beeinträchtigen könnten,
besteht auch die Gefahr von Preisschocks im Energie- und
Nahrungsmittelsektor aufgrund des anhaltenden Ukrainekriegs
und des Konfliktes im Nahen Osten (IMK, Report Nr. 184/186,
September/Dezember 2023).
Die Ziele und Methoden des Risikomanagements der
Gesellschaft in Bezug auf die Verwendung von
Finanzinstrumenten bezwecken eine starke Risikobegrenzung.
In der Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2024
werden Chancen und Risiken berücksichtigt, sofern mit
deren Eintritt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu rechnen ist.
Die nachfolgenden Ausführungen zeigen Entwicklungen,
die sowohl zu einer positiven als auch negativen Abweichung
der Jahresplanung führen können. In der folgenden
Betrachtung werden die Chancen und Risiken absteigend nach
ihrer Bedeutung angegeben.
Durch die ständige Optimierung des Filialnetzes
und der Ladenoptik und die Weiterentwicklung der
Marktausstattung des Warensortiments, insbesondere im
Hinblick auf Eigenmarken, Tierwohl, Nachhaltigkeit, Bio-
und Regionalprodukte sieht die Gesellschaft gute Chancen,
ihre eigene Wettbewerbsposition im schwierigen Marktumfeld
zu behaupten.
Weiterhin ist geplant, Einkaufsvorteile direkt an
Kund:innen weiterzugeben und es wird angestrebt,
Preissteigerungen durch den Verzicht auf Marge abzufedern.
Dies birgt das moderate Risiko von
Rohertragsmargenverlusten, die nicht kompensiert werden
können.
Risiken, die eine moderate negative Auswirkung auf
den Umsatz entfalten können, werden vor allem in der
weiterhin angespannten Beschaffungsmarktsituation, u.a.
durch Lieferkettenverzögerungen aufgrund
geopolitischer Risiken, gesehen. Des Weiteren wird ein
geringfügiges Risiko darin gesehen, dass
technologische Entwicklungen im Markt zu einer
Veränderung im Kundenverhalten führen
könnten. Darüber hinaus birgt die weitere
Zuspitzung des Fachkräftemangels ein
geringfügiges Risiko von Personalengpässen. Aus
Sicht der Gesellschaft liegen jedoch keine
bestandsgefährdenden Risiken vor.
Für das Geschäftsjahr 2024 geht die
Gesellschaft im Filialbetrieb von einem geringfügigen
Umsatzwachstum aus. Es wird erwartet, dass der Rohertrag
geringfügig sinkt, was mit einer geringfügig
sinkenden Rohertragsmarge einhergeht. Erwartet wird, dass
die besonders stark steigenden Fuhrparkkosten sowie stark
steigende Kosten zur stetigen Weiterentwicklung der
IT-Landschaft nicht kompensiert werden können. So wird
im laufenden Geschäftsjahr mit einem besonders stark
sinkenden Jahresergebnis gerechnet.
Für den Hotelbetrieb wird mit einer
geringfügigen Umsatzsteigerung gerechnet. Aufgrund von
besonders starken Kosteneinsparungen wird im laufenden
Geschäftsjahr mit einem besonders stark steigenden und
darüber hinaus positiven Jahresergebnis gerechnet.
Insgesamt erwartet die Gesellschaft ein
geringfügiges Umsatzwachstum und ein leicht steigendes
Jahresergebnis.
Darüber hinaus werden keine wesentlichen
Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage erwartet.
Donaueschingen, den 22.
März 2024
Aldi
SE & Co. Kommanditgesellschaft
Alexander
Hengst
Bilanz zum 31. Dezember 2023
A k t i v a
|
31.12.2023 |
|
31.12.2022 |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche |
|
|
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte |
|
|
|
|
| sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
|
21.018,00 |
|
35.075,00 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|
|
|
|
| und
Bauten einschließlich der Bauten |
|
|
|
|
| auf
fremden Grundstücken |
58.319.662,26 |
|
59.899.091,26 |
|
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
59.705.311,23 |
|
60.522.343,23 |
|
| 3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
294.492,06 |
118.319.465,55 |
1.547.168,99 |
121.968.603,48 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
| Beteiligungen |
|
1.719.837,50 |
|
219.837,50 |
|
|
120.060.321,05 |
|
122.223.515,98 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
|
|
| 1.
Hilfs- und Betriebsstoffe |
1.149.293,40 |
|
906.512,09 |
|
| 2.
Waren |
33.712.739,88 |
|
40.979.818,39 |
|
| 3.
Geleistete Anzahlungen |
67.506,66 |
34.929.539,94 |
27.531,49 |
41.913.861,97 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
403.014,66 |
|
827.011,78 |
|
| 2.
Forderungen gegen Unternehmen |
|
|
|
|
| der
Unternehmensgruppe ALDI SÜD |
95.690,79 |
|
0,00 |
|
| 3.
Forderungen gegen Unternehmen, mit |
|
|
|
|
| denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht |
13.343.717,47 |
|
0,00 |
|
| 4.
Forderungen gegen Gesellschafter |
0,00 |
|
114.924,63 |
|
| 5.
Sonstige Vermögensgegenstände |
12.025.729,64 |
25.868.152,56 |
12.318.885,99 |
13.260.822,40 |
| III.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten |
|
|
|
|
| und
Schecks |
|
10.732.818,79 |
|
8.817.595,47 |
|
|
71.530.511,29 |
|
63.992.279,84 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
2.578.654,55 |
|
2.357.450,35 |
|
|
194.169.486,89 |
|
188.573.246,17 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Kapitalanteile |
|
|
| Kommanditkapital |
8.200.000,00 |
8.200.000,00 |
| II.
Rücklagen |
82.096.954,96 |
77.168.533,67 |
| III.
Jahresüberschuss |
15.494.331,72 |
4.928.421,29 |
|
105.791.286,68 |
90.296.954,96 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
665.580,00 |
663.172,00 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
725.674,08 |
152.090,00 |
| 3.
Sonstige Rückstellungen |
32.639.089,31 |
35.515.144,07 |
|
34.030.343,39 |
36.330.406,07 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der |
|
|
| Unternehmensgruppe
ALDI SÜD |
1.485.934,39 |
2.673.626,69 |
| -
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr - |
|
|
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
42.599.192,76 |
45.891.267,01 |
| -
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr - |
|
|
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, |
|
|
| mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
0,00 |
3.752.816,47 |
| -
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr - |
|
|
| 4.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
574.937,75 |
1.170.826,00 |
| -
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr - |
|
|
| 5.
Sonstige Verbindlichkeiten |
9.472.109,75 |
8.184.442,36 |
| -
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr - |
|
|
| -
davon aus Steuern EUR 3.070.516,96 (i. Vj. EUR
1.241.648,39) - |
|
|
| -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i.
Vj. EUR 0,00) - |
|
|
|
54.132.174,65 |
61.672.978,53 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
215.682,17 |
272.906,61 |
|
194.169.486,89 |
188.573.246,17 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
2023 |
|
2022 |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
854.515.627,67 |
|
774.345.435,96 |
| 2.
Sonstige betriebliche Erträge |
|
3.223.297,87 |
|
3.325.800,03 |
| 3.
Materialaufwand |
|
|
|
|
| a)
Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe
und |
|
|
|
|
| für
bezogene Waren |
627.680.010,15 |
|
561.409.140,56 |
|
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
11.062.968,76 |
638.742.978,91 |
16.961.639,82 |
578.370.780,38 |
| 4.
Personalaufwand |
|
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
69.261.533,37 |
|
66.826.609,09 |
|
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für |
|
|
|
|
| Altersversorgung
und für Unterstützung |
14.529.426,48 |
83.790.959,85 |
13.112.060,87 |
79.938.669,96 |
-
davon für Altersversorgung
EUR 302.581,65 (i. Vj. EUR 264.201,27) - |
|
|
|
|
| 5.
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegen- |
|
|
|
|
| stände
des Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
14.394.125,49 |
|
14.784.034,63 |
| 6.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
106.737.375,07 |
|
98.760.638,32 |
| 7.
Erträge aus Beteiligungen |
|
3.266.950,93 |
|
2.131.371,06 |
| 8.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
384.948,73 |
|
801.115,09 |
-
davon Erträge aus der Abzinsung
EUR 132.136,00 (i. Vj. EUR 0,00) - |
|
|
|
|
| 9.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
127.134,71 |
|
2.470.607,08 |
-
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung
EUR 0,00 (i. Vj. EUR 12.772,00) - |
|
|
|
|
| 10.
Steuern vom Ertrag |
|
1.948.078,35 |
|
1.086.961,73 |
| 11.
Ergebnis nach Steuern |
|
15.650.172,82 |
|
5.192.030,04 |
| 12.
Sonstige Steuern |
|
155.841,10 |
|
263.608,75 |
| 13.
Jahresüberschuss |
|
15.494.331,72 |
|
4.928.421,29 |
Anhang 2023
1 Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss 2023 der Aldi SE & Co.
Kommanditgesellschaft, mit Sitz in 78166 Donaueschingen,
Pfohrener Straße 50, eingetragen im Handelsregister
des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter HRA 610559,
entspricht unter Berücksichtigung der Besonderheiten,
die sich aus der Rechtsform der Kommanditgesellschaft
ergeben, den Rechnungslegungsvorschriften des
Handelsgesetzbuches (HGB) für große
Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist
nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt.
Die Gesellschaft ist in das zentrale Cash-Management
der Unternehmensgruppe ALDI SÜD über die ALDI
SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG, Mülheim an
der Ruhr, eingebunden und kann sich hierüber
finanzieren.
2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten
trägt allen erkennbaren Risiken nach den
Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer
Beurteilung Rechnung.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen, bewertet.
Planmäßige Abschreibungen für
abnutzbare Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens erfolgen linear auf der Basis
folgender Nutzungsdauern: Immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
werden über eine Nutzungsdauer von drei bis zehn
Jahren, Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken über eine Nutzungsdauer von
fünfzehn bis fünfzig Jahren und Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung über eine
Nutzungsdauer von vier bis dreißig Jahren
abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem
Anschaffungswert von bis zu € 250,00 werden sofort
aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit
einem Anschaffungswert zwischen € 250,01 und €
800,00, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zugegangen
sind, werden als geringwertige Wirtschaftsgüter sofort
abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs wird gleichzeitig der
Anlagenabgang unterstellt.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen
Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.
Im Fall einer dauernden Wertminderung werden die
betreffenden Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens auf den niedrigeren beizulegenden Wert
am Abschlussstichtag außerplanmäßig
abgeschrieben.
Für den überwiegenden Teil der Hilfs- und
Betriebsstoffe wird ein Festwert angesetzt.
Die Bewertung der Waren erfolgt zu durchschnittlichen
Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet.
Dabei werden erkennbare Einzelrisiken durch
Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag
angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für
eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.
Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem
Zeitablauf der einzelnen Posten.
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen sowie vergleichbare
langfristig fällige Verpflichtungen, welche unter den
sonstigen Rückstellungen ausgewiesen werden, werden
nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit Hilfe
der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt und pauschal
mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten
durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer
angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst.
Bei den Berechnungen wurden ein prognostizierter
Marktzinssatz von 1,82% (31. Dezember 2023) für die
Pensionsverpflichtungen und 1,74% (31. Dezember 2023)
für die restlichen vergleichbaren langfristigen
Verpflichtungen, ein Gehalts- und Rententrend von 3,0%
für 2024 und nachfolgend 2,5%, für das Management
eine Fluktuation von 2,0%, für die
Regionalverkaufsleitung eine Fluktuation von 10,0% und
für alle anderen Mitarbeiter eine Fluktuation von
22,0% sowie die Richttafeln von Klaus Heubeck 2018 G
zugrunde gelegt. Bei der Bewertung der
Pensionsrückstellungen wurde mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre
abgezinst. Die sonstigen Verpflichtungen wurden mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre
abgezinst.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen
Rückstellungen sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und decken
alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank
ermittelt und monatlich veröffentlicht wird,
abgezinst.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Erfüllungsbetrag passiviert.
Für Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen
Wertansätzen von Vermögensgegenständen,
Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren
steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren
Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden nach
dem bilanzorientierten Konzept latente Steuern gebildet.
Die sich aus temporären Abweichungen ergebenden
aktiven und passiven latenten Steuern werden miteinander
verrechnet. Ein verbleibender passiver Saldo wird in der
Bilanz unter dem Posten "Passive latente Steuern"
angesetzt. Ein Überhang an aktiven latenten Steuern
wird nicht angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern
erfolgt mit dem Gewerbesteuersatz, der wahrscheinlich im
Zeitpunkt des Abbaus der Abweichung gültig sein wird.
Zum 31. Dezember 2023 wurde hierbei ein Steuersatz von
12,2% zugrunde gelegt. Die latenten Steuern werden
aufgelöst, sobald die Steuerbe- oder -entlastung
eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist.
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen
Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für
eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.
Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem
Zeitablauf der einzelnen Posten.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden.
3 Erläuterung zur Bilanz
3.1 Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens
einschließlich der Abschreibungen ist aus dem
beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang)
ersichtlich.
3.2 Forderungen gegen Unternehmen der Unternehmensgruppe
ALDI SÜD
Forderungen gegen Unternehmen der Unternehmensgruppe
ALDI SÜD resultieren aus Lieferungen und Leistungen.
3.3 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus dem
Cash-Management der Unternehmensgruppe ALDI SÜD
über die ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co.
oHG.
3.4 Forderungen gegen Gesellschafter
Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von
T€ 0 (Vj. T€ 115) resultierten im Vorjahr aus
Lieferungen und Leistungen.
3.5 Eigenkapital
Die vollhaftende Gesellschafterin der Aldi SE &
Co. Kommanditgesellschaft, Donaueschingen, die ALDI
Donaueschingen Verwaltungs-SE, mit Sitz in Donaueschingen,
ist am Kapital der Gesellschaft nicht beteiligt. Über
die bilanziell ausgewiesenen Kommanditeinlagen hinaus
standen zum Abschlussstichtag Hafteinlagen der
Kommanditisten in Höhe von € 100,00 aus.
Im Eigenkapital wird neben der Festeinlage
(Kapitalkonto I) ein weiteres variables Kapitalkonto
(Kapitalkonto II) geführt, auf dem Zuzahlungen der
Gesellschafter, sowie Gewinn- und Verlustanteile zu
erfassen sind.
Abweichend von den gesetzlichen Regelungen, wird die
Verteilung des Jahresüberschusses von der
Gesellschafterversammlung beschlossen.
3.6 Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen
Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre
zu einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz
der vergangenen sieben Jahre beträgt T€ 8 (Vj.
T€ 37).
3.7 Sonstige Rückstellungen
Die größten Einzelrückstellungen
betreffen im Wesentlichen arbeits- und sozialrechtliche
Verpflichtungen, Verpflichtungen für ausstehende
Kosten- und Warenrechnungen sowie für drohende
Verluste aus schwebenden Einkaufsgeschäften.
Die Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten
werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit
ihrem Deckungsvermögen saldiert. Die
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen
T€ 108, der beizulegende Zeitwert des
Deckungsvermögens beträgt T€ 397 und der
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schuld beläuft
sich auf T€ 397. In den Personalaufwendungen wurden
Aufwendungen in Höhe von T€ 15 und Erträge
in Höhe von T€ 16 verrechnet. Der Zeitwert des
Deckungsvermögens entspricht dem
saldierungsfähigen Vermögen, das sich aus allen
Einzahlungen, abzüglich aller Entnahmen und laufender
Verwaltungskosten und einschließlich der Verzinsung
des Guthabens und der Überschüsse zusammensetzt.
3.8 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der
Unternehmensgruppe ALDI SÜD
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der
Unternehmensgruppe ALDI SÜD resultieren wie auch im
Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.
3.9 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultierten
im Vorjahr aus dem Cash-Management der Unternehmensgruppe
ALDI SÜD über die ALDI SÜD
Dienstleistungs-SE & Co. oHG.
3.10 Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
resultieren in Höhe von T€ 549 (Vj. T€
1.152) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von
T€ 26 (Vj. T€ 19) aus sonstigen
Verbindlichkeiten.
3.11 Latente Steuern
Aus Unterschiedsbeträgen zwischen den handels-
und sonstigen Rückstellungen resultieren jeweils
aktive latente Steuern, die in Ausübung des Wahlrechts
des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wurden.
3.12 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige
finanzielle Verpflichtungen:
|
T€ |
| Gesamtbetrag der
Verpflichtungen aus Miet- und
Leasingverträgen |
75.075 |
| Weitere finanzielle
Verpflichtungen |
17.353 |
Leasingverträge werden geschlossen, um
Liquiditätsabflüsse zu verteilen. Risiken aus
diesen Verträgen bestehen aus heutiger Sicht nicht.
3.13 Anteilsbesitz
| Gesellschaft |
Sitz |
Kapitalanteil
per 31.12.2023 |
Eigenkapital
per 31.12.2022 |
Jahresergebnis
per 31.12.2022 |
ALDI SÜD
Dienstleistungs-SE & Co. oHG |
Mülheiman der
Ruhr |
4,17% |
T€ 1.200 |
T€ 500 |
ALDI International
Services SE & Co. oHG |
Mülheim
an der Ruhr |
4,17% |
Die Angabe des
Eigenkapitals sowie des Jahresergebnisses des letzten
Geschäftsjahres der ALDI International Services
SE & Co. oHG unterbleibt gemäß §
286 Abs. 3 S. 2 HGB. |
3.14 Beteiligung als persönlich haftende
Gesellschafterin
Die Gesellschaft ist persönlich haftende
Gesellschafterin bei der ALDI SÜD Dienstleistungs-SE
& Co. oHG (ALDI SÜD Dienstleistung), der ALDI
International Services SE & Co. oHG (ALDI International
Services), der ALDI SÜD Digital GmbH & Co. oHG
(ALDI SÜD Digital), der ALDI SÜD Supply Chain SE
& Co. KG (ALDI SÜD Supply Chain), alle mit Sitz in
Mülheim an der Ruhr. Weiterhin ist die Gesellschaft
persönlich haftende Gesellschafterin bei der NewCoffee
GmbH & Co. oHG (NewCoffee) mit Sitz in Ketsch und bei
der ALDI SÜD Immobilienverwaltungs-GmbH & Co. oHG
(IMV) mit Sitz in Rastatt.
4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.1 Umsatzerlöse
Die Umsätze werden im Einzelhandel
(Lebensmittelfilialbetrieb) mit T€ 802.755 (Vj.
T€ 721.549), im Großhandel mit T€ 1.201
(Vj. T€ 1.166), mit Bauleistungen in Höhe von
T€ 8.958 (Vj. T€ 13.938) und mit sonstigen
Umsatzerlösen in Höhe von T€ 11.020 (Vj.
T€ 9.669) und im Hotelbetrieb mit T€ 30.582 (Vj.
T€ 28.023) erzielt.
4.2 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in
Höhe von T€ 36 Erträge aus der
Veräußerung von Anlagevermögen (Vj. T€
22), in Höhe von T€ 364 (Vj. T€ 1.045)
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
und in Höhe von T€ 918 (Vj. T€ 488)
übrige periodenfremde Erträge.
4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von
Anlagevermögen in Höhe von T€ 267 (Vj.
T€ 163) sowie in Höhe von T€ 1.599 (Vj.
T€ 636) übrige periodenfremde Aufwendungen.
5 Sonstige Angaben
5.1 Mitarbeiter:innen
Im Jahr 2023 wurden durchschnittlich 2.046
Mitarbeiter:innen beschäftigt, davon:
Leitende Angestellte
(einschließl.
Regionalverkaufsleiter:innen und Bereichsleiter:innen
Logistik) |
31 |
| Verkauf |
1.667 |
| Lager/Fuhrpark |
319 |
| Verwaltung |
29 |
5.2 Gesamthonorar der Abschlussprüfung
Das Abschlussprüfungshonorar für das
abgelaufene Geschäftsjahr betrifft
Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€
45.
5.3 Organe der Gesellschaft
Die Gesellschaft hat einen Verwaltungsrat, der im
Wesentlichen beratend tätig ist. Mitglieder des
Verwaltungsrates sind:
Herr Stefan Kopp (Sprecher), Kaufmann Herr Swen
Gallina, Kaufmann (seit dem 01. Januar 2024)
Herr Max Hofmarksrichter, Kaufmann Herr Jürgen
Krone, Kaufmann Herr Jens Ritschel, Kaufmann Herr Michael
Veiser, Kaufmann.
Die Geschäftsführung und Vertretung stehen
der Komplementärin, der ALDI Donaueschingen
Verwaltungs-SE, Donaueschingen, zu; das Stammkapital der
Gesellschaft beträgt T€ 120.
Geschäftsführender Direktor ist Herr Alexander
Hengst (Kaufmann). Er übt die
geschäftsführende Tätigkeit hauptberuflich
aus. Herr Alexander Hengst war darüber hinaus bei
einer weiteren Gesellschaft der Unternehmensgruppe ALDI
SÜD Geschäftsführer.
Donaueschingen, den 22.
März 2024
Aldi
SE & Co. Kommanditgesellschaft
Alexander
Hengst
Entwicklung
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
1.1.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
|
|
|
ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen |
507.670,26 |
13.686,80 |
0,00 |
0,00 |
521.357,06 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche |
|
|
|
|
|
| Rechte
und Bauten einschließlich |
|
|
|
|
|
| der
Bauten auf fremden Grundstücken |
93.817.834,00 |
1.817.741,40 |
2.731.004,78 |
-49.933,93 |
92.854.636,69 |
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
127.236.306,48 |
10.876.292,65 |
3.558.020,61 |
947.463,53 |
135.502.042,05 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
1.547.168,99 |
0,00 |
355.147,33 |
-897.529,60 |
294.492,06 |
|
222.601.309,47 |
12.694.034,05 |
6.644.172,72 |
0,00 |
228.651.170,80 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| Beteiligungen |
219.837,50 |
1.500.000,00 |
0,00 |
0,00 |
1.719.837,50 |
|
223.328.817,23 |
14.207.720,85 |
6.644.172,72 |
0,00 |
230.892.365,36 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
1.1.2023 |
Abschreibungen
des
Geschäftsjahres |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
|
|
|
ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen |
472.595,26 |
27.743,80 |
0,00 |
0,00 |
500.339,06 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|
|
|
|
|
| und
Bauten einschließlich der Bauten |
|
|
|
|
|
| auf
fremden Grundstücken |
33.918.742,74 |
2.124.937,74 |
1.508.428,78 |
-277,27 |
34.534.974,43 |
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
66.713.963,25 |
12.241.443,95 |
3.158.953,65 |
277,27 |
75.796.730,82 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen |
|
|
|
|
|
| im
Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
100.632.705,99 |
14.366.381,69 |
4.667.382,43 |
0,00 |
110.331.705,25 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| Beteiligungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
101.105.301,25 |
14.394.125,49 |
4.667.382,43 |
0,00 |
110.832.044,31 |
|
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte |
|
|
| und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen |
21.018,00 |
35.075,00 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich |
|
|
| der
Bauten auf fremden Grundstücken |
58.319.662,26 |
59.899.091,26 |
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
59.705.311,23 |
60.522.343,23 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
294.492,06 |
1.547.168,99 |
|
118.319.465,55 |
121.968.603,48 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| Beteiligungen |
1.719.837,50 |
219.837,50 |
|
120.060.321,05 |
122.223.515,98 |
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Aldi SE & Co. Kommanditgesellschaft,
Donaueschingen
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Aldi SE & Co.
Kommanditgesellschaft, Donaueschingen, - bestehend
aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der Aldi SE & Co.
Kommanditgesellschaft für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften und
Personenhandelsgesellschaften im Sinne des §
264a HGB geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1
HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und
Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir
sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften und
Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in
allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 8. April
2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Velder,
Wirtschaftsprüfer
Hilger,
Wirtschaftsprüfer
Entgelttransparenzgesetz
- Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit Für
den Zeitraum vom 01.01.2020 - 31.12.2022
Entsprechend den Vorgaben des
Entgelttransparenzgesetzes - insbesondere § 22 Absatz
1 und 3 Entgelttransparenzgesetz - hat die
Unternehmensgruppe ALDI SÜD als tarifanwendendes
Unternehmen für den Berichtszeitraum 2020-2022
gemäß § 21 über die Gleichstellung und
Entgeltgleichheit zu berichten. Dieser dritte Bericht ist
dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023
beizufügen.
Ein Zielbild der ALDI SÜD Unternehmenskultur:
"Wir verstehen Vielfalt als Stärke"
ALDI SÜD versteht Vielfalt als Chance. Daher ist
sie fester Bestandteil der Unternehmenskultur.
Vielfältige Hintergründe, unterschiedliche
Fähigkeiten und Talente bereichern die Zusammenarbeit
bei ALDI SÜD.
ALDI SÜD setzt sich als Unterzeichner der
"Charta der Vielfalt" für Diversität und
Chancengleichheit sowie ein wertschätzendes und
vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein.
Daher werden Einstiegschancen sowie individuelle
Möglichkeiten für persönliches Wachstum und
Weiterentwicklung geboten, unabhängig von ethnischer
Herkunft und Nationalität, sozialer Herkunft,
Geschlecht und geschlechtlicher Identität, Religion
und Weltanschauung, körperlichen und geistigen
Fähigkeiten, Alter oder sexueller Orientierung.
Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung
von Frauen und Männern und deren Wirkungen
Recruiting
Bereits bei der Einstellung wird auf die
Gleichbehandlung von Frauen und Männern geachtet,
wofür es ein besonderes Schulungsangebot für
Führungskräfte gibt. Diese werden für Themen
wie das Arbeitsrecht, das Allgemeine
Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und Interviewtechniken
sensibilisiert. Durch diese Maßnahmen soll es keine
unzulässigen Fragen bei Bewerbungsgesprächen
geben, was besonders Frauen schützt und gleichstellt.
Außerdem wurden standardisierte Fragen ausgearbeitet,
um Gespräche vergleichbarer und fairer zu gestalten.
Somit wird eine unzulässige Bevorzugung präventiv
eingedämmt.
Arbeitsverhältnis
Unsere Mitarbeiter:innen sind fast
ausschließlich (96,8 Prozent) in unbefristeten
Arbeitsverhältnissen angestellt und erhalten ein
faires Gehalt, das i. d. R. über dem
Branchendurchschnitt liegt und jeden Monat pünktlich
ausgezahlt wird. Zudem wird die Arbeitszeit minutengenau
erfasst und jede Überstunde durch Freizeit oder Gehalt
ausgeglichen. Damit möchte ALDI SÜD besonders
Familien und berufstätige Eltern unterstützen, da
diese eine langfristige Planung benötigen und somit
Sicherheit bekommen. ALDI SÜD beschäftigt
mehrheitlich Frauen (69 Prozent).
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Um den Mitarbeiter:innen eine bessere Vereinbarkeit
von Beruf und Familie zu ermöglichen hat ALDI
SÜD, bereits vor der Corona-Pandemie, in einigen
Bereichen das "Mobile Working" eingeführt. Durch die
Flexibilisierung des Arbeitsortes, die individuelle
Gestaltung des Arbeitstages und den Wegfall von
Anfahrtszeiten, lassen sich berufliche Tätigkeiten mit
privaten, wie z.B. Kinderbetreuung oder Pflege eines
Angehörigen, besser vereinbaren. Dies ermöglicht
unseren Mitarbeiter:innen mehr Flexibilität und
individuelle Planbarkeit.
Um den sich verändernden Bedürfnissen in
den verschiedenen Lebensphasen der Mitarbeiter:innen
gerecht zu werden, bietet ALDI SÜD allen
Mitarbeiter:innen flexible Arbeitszeitmodelle, auch in
Führungspositionen, in Form von
Teilzeitbeschäftigungen und befristeter Auszeiten vom
Arbeitsleben (Sabbaticals) an. Die Resonanz in der
Belegschaft ist nachweisbar positiv.
Transparentes Kompetenzmodell
Regelmäßige Leistungs- &
Potentialgespräche
Aktiver Austausch und offenes Feedback sind in der
ALDI SÜD Unternehmenskultur fest verankert. Die
Jahresdialoge ermöglichen ein einheitliches,
transparentes, wertschätzendes sowie ein objektives
Feedback zwischen Vorgesetzen und Mitarbeiter:innen. Diese
unterstützen sowohl die fachliche als auch die
persönliche Weiterentwicklung auf Basis des ALDI
SÜD Kompetenzmodells. Dieses setzt sich aus den drei
Bestandteilen Kernkompetenzen, Fachkompetenzen und
definierten Potentialkriterien zusammen.
Karrierewebsite, E-Learnings und Mitarbeiterbefragung in
unterschiedlichen Sprachen
Um Chancengleichheit und Diversität zu
fördern wurden E-Learnings und Mitarbeiterbefragungen
im Berichtszeitraum erstmalig in verschiedenen Sprachen
angeboten. Diese Maßnahme zielt darauf ab
sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter:innen
unabhängig von ihrer Herkunft oder Muttersprache
gleichermaßen Zugang zu wichtigen Informationen und
Entwicklungsmöglichkeiten haben. Dies fördert
eine inklusive Arbeitsumgebung, sodass alle
Mitarbeiter:innen das volle Potenzial entfalten
können.
Im Zuge der Integration von (ukrainischen)
Flüchtlingen wurden neben deutschsprachigen auch
vermehrt englischsprachige Stellenanzeigen auf der
Karrierewebsite veröffentlicht und für den
Bewerber bzw. der Bewerberin die Möglichkeit der
Generierung einer englischsprachigen Bewerbung geschaffen.
Vertrauensanwalt
Durch den von ALDI SÜD beauftragten externen
Vertrauensanwalt können Diskriminierungen und
Belästigungen auch firmenextern vertraulich gemeldet
werden. Das Ziel dieser Maßnahme ist, dass Betroffene
nicht die direkte Konfrontation mit Vorgesetzten oder
anderen firmeninternen Personen suchen müssen. Auf
diese Weise wird eine professionelle und anonyme Abwicklung
gewährleistet.
Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit
für Frauen und Männer
Wir handeln in allen Unternehmensbereichen nach dem
Prinzip der Einfachheit. Dies bedeutet auch, dass feste
Gehaltsstrukturen schon seit jeher zum
Geschäftsprinzip gehören. Die Gehälter der
Mitarbeiter:innen werden unter Berücksichtigung der
tariflichen Entwicklung im Einzelhandel jedes Jahr
angepasst.
Der Tarifvertrag im Einzelhandel bildet darüber
hinaus die Basis für transparente und
geschlechtsunabhängige Gehaltsstrukturen der
Mitarbeitendenkreise vor allem im Verkauf und in der
Logistik. ALDI SÜD zahlt unabhängig von
ethnischer Herkunft und Nationalität, sozialer
Herkunft, Geschlecht und geschlechtlicher Identität,
Religion und Weltanschauung, körperlichen und
geistigen Fähigkeiten, Alter oder sexueller
Orientierung mindestens ein tarifliches Gehalt.
Darüber hinaus zahlt ALDI SÜD einen internen
Mindestlohn, der über dem gesetzlichen Mindestlohn
liegt.
Nach Geschlecht aufgeschlüsselte Angaben
gemäß § 21 Abs. 2 EntgTranspG:
ALDI SE
& Co. KG Donaueschingen
2022 |
| Geschlecht |
Vollzeit |
∆ Vorbericht |
Teilzeit |
∆ Vorbericht |
Gesamt |
∆ Vorbericht |
| männlich |
214 |
+ 14 % |
247 |
+ 60 % |
462 |
+ 35 % |
| weiblich |
232 |
+ 3 % |
1.267 |
+ 51 % |
1.499 |
+ 41 % |
Feststellung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 12.
Juni 2024 festgestellt.
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