Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 104850
Vorher
MVZ Medizinisches Versorgungszentrum Harburg GmbH
Eingetragen
7.4.2008
Branche
Erbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungArztpraxen für AllgemeinmedizinErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Gegenstand
der Betrieb eines medizinischen Versorgungszentrums im Sinne des § 95 SGB V in Hamburg, insbesondere zur Erbringung vertragsärztlicher, privatärztlicher und sonstiger ärztlicher und heilberuflicher Leistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Pia, geb. Kreye Stein
seit 31.5.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
94.62%
ProServe Krankenhaus Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
5.38%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
HELIOS ENDO-Klinik Hamburg GmbH
Germany
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MVZ arGon GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg, HRB 104850

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

Die MVZ arGon GmbH entstand 2016 aus der MVZ Harburg GmbH, welche 2008 gegründet wurde. Sie ist eine 100% Tochtergesellschaft der Helios ENDO-Klinik Hamburg GmbH. Das Unternehmen betreibt an sieben unterschiedlichen Standorten in Hamburg insgesamt drei Medizinische Versorgungszentren und verfügt über 16 zugelassene kassenärztliche Sitze. Der Schwerpunkt der ambulanten Tätigkeit liegt auf dem Fachgebiet der Orthopädie. Weitere Leistungsgebiete sind Gynäkologie, Pädiatrie, Allgemeinmedizin, Neurologie sowie Physikalische und Rehabilitative Medizin. Seit dem 01.01.2021 gehört das Diagnostik-Zentrum Fleetinsel (DZF) Hamburg als eigenständige Betriebsstätte zur MVZ arGon GmbH. Das DZF ist mit 25 Jahren Erfahrung das führende Institut für medizinische Prävention in Norddeutschland und bietet Präventivmedizin mit höchstem Qualitätsanspruch, insbesondere zeitoptimierte Medical Check-up für Führungskräfte von Firmenkunden, mit denen Rahmenverträge geschlossen sind. Das DZF ist unabhängig von der KV und unabhängig von gesetzlichen oder privaten Krankenkassen rein privatwirtschaftlich tätig.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Gesundheitssektor ist ein Wachstumsmarkt mit einer konjunkturunabhängigen, steigenden Nachfrage. Wesentliche Wachstumstreiber sind der steigende Bedarf an medizinischer Behandlung, eine alternde Gesellschaft, die wachsende Zahl chronisch kranker Patienten, der medizinische Fortschritt und das erhöhte Gesundheitsbewusstsein. Generell ist zudem eine Tendenz zur Verlagerung medizinischer Leistungen aus dem stationären Bereich in den Sektor der ambulanten Versorgung zu verzeichnen.

Im Jahr 2004 wurde mit dem damaligen Gesundheitsmodernisierungsgesetz die Kooperationsform 'Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)' in die ambulante Versorgungslandschaft eingeführt. Seitdem ist die Anzahl der MVZ die an der vertragsärztlichen Versorgung im Rahmen der Regelungen des § 95 SGB V teilnehmen stetig auf bis zu über 4.100 im Jahr 2021 angestiegen. Hierbei liegt die Anzahl der MVZ, die sich in Trägerschaft von Vertragsärzten befinden mit denen in Trägerschaft von Krankenhäusern nahezu gleichauf. Die MVZ, die in der Trägerschaft eines Krankenhauses stehen, arbeiten in der Regel mit angestellten Ärzten, selten mit Vertragsärzten.

2.2 . Geschäftsverlauf

a. Darstellung wesentlicher Ereignisse, die für den Geschäftsverlauf ursächlich waren

Das Jahr 2022 war in den MVZs der MVZ arGon GmbH erneut geprägt von der COVID-19 Pandemie. Insbesondere führten Coronafälle sowie ein allgemein erhöhter Krankenstand unter den Mitarbeitern dazu, dass das Sprechstundenangebot teilweise eingeschränkt werden musste. Zudem sagten gehäuft Patienten kurzfristig krankheitsbedingt ihren Termin ab.

Einen weiteren prägenden Faktor stellt die aktuelle personelle Besetzung im Bereich des medizinisch-technischen Dienstes dar. Aufgrund des angespannten Arbeitsmarktes ist die Nachbesetzung von MFA Positionen weiterhin schwierig. Dies hatte u.a. Auswirkungen auf die Einnahmen aus individuellen Gesundheitsleistungen sowie Einschränkungen im Bereich Röntgen. Um den Branchentrend abnehmender MFA-Beschäftigtenzahlen entgegenzuwirken wurde der Tarifvertrag für MFAs erneut angehoben um die Vergütung an diejenige der Krankenhäuser anzugleichen.

Zwei renomierte Orthopäden an den Betriebsstätten Große Bleichen und Süderelbe traten zum 30.06.2022 in den Ruhestand. Im MVZ Orthopädie Mühlenkamp standen in 2022 drei Personalwechsel bei den Ärzten an, die mit reduzierten Sprechstundenzeiten bis zur Nachbesetzung einhergingen.

Am Standort Stader Straße kam es im dritten Quartal 2022 auf dem allgemeinärztlichen Sitz und zum Jahreswechsel 2022/2023 auf dem gynäkologischen Sitz zu einem Wechsel der angestellen Ärztinnen.

Entsprechend der vertraglichen Regelungen kam es in 2022 zu steigenden Mietkosten durch Erreichen des Indexschwellenwertes.

Für die Geschäftstätigkeit der Betriebsstätte DZF hatte die Pandemie auch im Jahr 2022 Einfluss auf die Patientenzahlen.

Ein gewisser Nachholbedarf führte zu gesteigerten Check-up Buchungen und infolge zur Umsatzsteigerung. Gegenläufig haben Krankheitswellen unter den Mitarbeitern das Wachstum verlangsamt.

Pandemie-bedingt wurden aus hygienischen Gründen bestimmte Untersuchungen Spiroergometrien und Gastroskopien ganzjährig nicht durchgeführt.

Darüber hinaus konnte die Endoskopie nicht so viele Coloskopien umsetzen wie geplant, da eine zusätzliche Endoskopie MFA leider nicht zu besetzen war.

b. Nennung durchgeführter Maßnahmen zur Kostensenkung bzw. Leistungserhöhung, wesentlicher Investitionen

Am Standort Große Bleichen wurde das Ärzteteam um einen endoprothetisch ausgerichteten Kniespezialisten sowie einen konservativ tätigen Orthopäden ergänzt, um durch zusätzliche Angebote zu einer Erlössteigerung beizutragen. Durch Optimierung der Sitzanteile wurden zudem die orthopädischen Sprechstundenangebote am Standort Holstenstraße ausgeweitet.

Aufgrund der coronabedingten Erlösrückgänge beschränkten sich die Investitionen im Geschäftsjahr im Wesentlichen auf Ersatzinvestionen.

c. Organisatorische Änderungen (z. B. Umfirmierung, Geschäftsführerwechsel 2022)

Keine Veränderungen im Geschäftsjahr 2022

d. Finanzielle Steuerungsgrößen (Kenngrößen Umsatzerlöse und EBIT (siehe Betriebsergebnis unter 2.3).

Die MVZ arGon GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 eine Betriebsleistung in Höhe von TEUR 7.535 erzielt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung um TEUR 28 (0,4 %) und eine negative Abweichung gegenüber der Prognose 2021 um TEUR 561.

Das neutrale Ergebnis setzt sich zusammen aus den periodenfremden Erträgen und Aufwendungen.

Beschreibung wesentlicher Veränderungen der einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Im Berichtsjahr sind die Umsatzerlöse um TEUR 2 auf TEUR 7.360 gesunken. Die Erlöse aus ambulanten Leistungen konnte um TEUR 31 gestiegert werden, gegenläufig sind die Nutzungsentgelte der Ärzte um TEUR 27 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr um TEUR 29 auf TEUR 175 gestiegen.

Die Personalaufwendungen steigen um TEUR 54 auf TEUR 5.669.

Die Materialaufwendungen sind insgesamt um TEUR 84 auf TEUR 1.013 gestiegen. Im Bereich Aufwendungen für bezogene Leistungen sind die Kosten um TEUR 27 und im Bereich Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 57 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zum Vorjahr um TEUR 3.521 auf TEUR 2.222 gesunken. Ausschlaggebend war im Vorjahr die Akquisition der Diagnostik Zentrum Fleetinsel GmbH.

Der Jahresfehlbetrag betrug TEUR 2.497 (Vorjahr TEUR 6.000) und wurde auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der Muttergesellschaft ausgeglichen.

e. Beurteilung, ob Geschäftsentwicklung insgesamt günstig oder ungünstig verlaufen ist

Vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie und der strukturellen Veränderungen kann die Geschäftsentwicklung insgesamt dennoch als zufriedenstellend bezeichnet werden.

2.3. Lage

Vermögenslage

Die Vermögensstruktur zeigte folgende Entwicklung:

2022 2021 Veränderungen
T€ % T€ % T€ %
Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 622 11,9 1.409 14,3 -787 -55,9
Sachanlagevermögen 794 15,2 1.005 10,2 -211 -21,0
1.415 27,0 2.414 24,6 -998 -41,4
Finanzanlagen 71 1,3 71 0,7 0 0,0
1.486 28,4 2.484 25,3 -998 -40,2
Langfristiges Vermögen 1.486 28,4 2.484 25,3 -998 -40,2
Kurzfristige Forderungen 3.744 71,5 7.266 74,0 -3.521 -48,5
Flüssige Mittel 8 0,1 67 0,7 -59 -88,4
Übrige Aktiva 0 - 3 0,0 -3 -100,0
Kurzfristiges Vermögen 3.752 71,6 7.335 74,7 -3.583 -48,9
5.238 100,0 9.819 100,0 -4.581 -46,7

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang zum Jahresabschluss dargestellt.

Wesentliche Investitionen des Geschäftsjahres

2022 wurden TEUR 2 im Bereich EDV Ersatz investiert sowie TEUR 1 für die Betreibs- u. Geschäftsausstattung.

Die Medizintechnik hat für TEUR 23 in ein neues Stoßwellengerät investiert.

Im DZF wurden Investitionen in Höhe von TEUR 13 getätigt, dies betrifft die Bereiche EDV und Betriebs- u. Geschäftsausstattung.

Die kurzfristigen Forderungen sind zum Vorjahr gesunken, da die Helios ENDO-Klinik Hamburg GmbH weniger Verlust übernehmen musste. Dies ist auf den Kauf vom DZF zurückzuführen.

Im Einzelnen zeigte die Kapitalstruktur folgende Entwicklung:

2022 2021 Veränderungen
T€ % T€ % T€ %
Kapital
Eigenkapital -514 -9,8 -514 -5,2 0 0,0
-514 -9,8 -514 -5,2 0 0,0
langfristige Rückstellungen 28 0,5 28 0,3 0 0,0
Langfristiges Fremdkapital 28 0,5 28 0,3 0 0,0
Langfristiges Kapital -486 -9,3 -486 -5,0 0 0,0
kurzfristige Rückstellungen 373 7,1 490 5,0 -117 -23,9
kurzfristige Verbindlichkeiten 5.351 102,2 9.816 100,0 -4.464 -45,5
Kurzfristiges Fremdkapital 5.724 109,3 10.306 105,0 -4.581 -44,5
Kurzfristiges Kapital 5.724 109,3 10.306 105,0 -4.581 -44,5
5.238 100,0 9.819 100,0 -4.581 -46,7

Der Rückgang bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten erfolgte durch den EAV aus dem Jahresabschluss 2021, der in 2022 umgesetzt wurde.

Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die Teilnahme am Cash-Pooling der Helios-Gruppe jederzeit gesichert.

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 39 getätigt.

Der Finanzmittelbestand zum 31.12.2022 bestehend aus Cashpoolbestand und Finanzmittelbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR -7.972 auf TEUR -3.997 verändert und setzt sich zusammen aus:

31.12.2022
TEUR
31.12.21
TEUR
Finanzmittelbestand Periodenende 8 67
Cashpoolbestand Periodenende -4.005 -8.039
Finanzmittelbestand Periodenende -3.997 -7.972

3. Risiko-, Prognose- und Chancenbericht

3.1 Risikobericht

Die MVZ arGon GmbH ist eingebunden in das gruppenweite Risikomanagementsystem der Helios-Gruppe.

Unserer Einschätzung nach zeichnen sich zukünftig folgende Risiken ab:

Marktrisiken

Da der KV-Planungsbezirk Hamburg im Bereich Orthopädie auf unabsehbare Zeit aufgrund Überversorgung für Neuzulassungen gesperrt ist, ist der Markteintritt für neue Wettbewerber nur mit hohen Investitionen (KV-Sitzkäufe) möglich. Denkbar ist jedoch trotzdem ein Einstieg private equity-finanzierter ambulanter Orthopädieketten.

Betriebsrisiken

Durch den Abschluss geeigneter Versicherungen für mögliche Schadens- und Haftpflichtrisiken auf Basis der Helios Vorgaben wurde sichergestellt, dass Schadensfälle keine existenzgefährdenden Auswirkungen entwickeln. Darüber hinaus werden individuelle Risiken der einzelnen Krankenhäuser aus dem laufenden Krankenhausbetrieb finanziert und Rechtsstreitigkeiten zentral kommuniziert und überwacht. Notwendige Maßnahmen sowie daraus resultierende finanzielle Auswirkungen können damit rechtzeitig identifiziert werden.

Gesetzliche und vertragliche Risiken

Einige KVen sowie einzelne Politiker sprechen sich für eine Limitierung von MVZs aus. Dabei konzentriert sich die Debatte in erster Linie auf private equity-geführte MVZs, sogenannte iMVZs. Für etablierte MVZs ist von einem Bestandsschutz auszugehen.

Fachkräftemangel

Es ist ein Rückgang von Fachkräften im Gesundheitswesen deutschlandweit zu beobachten. Davon stark betroffen sind die Medizinischen Fachangestellten (MFAs). Helios begegnet diesen Entwicklungen mit entsprechenden Personalmarketing-, Recruiting-, Bindungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen

Finanzrisiken

Die Monats-, Quartals- und Jahresergebnisse der MVZ arGon GmbH werden nach einheitlichen Vorgaben der Helios-Gruppe aufgestellt. Aufwendungen, Erträge und branchenrelevante Kennzahlen werden dabei analysiert und im Zeitablauf verglichen. Eine negative Entwicklung kann so frühzeitig erkannt und soweit erforderlich gegengesteuert werden.

IT-Risiken und Cyber-Risiken

Auch das ambulante Geschäft wird in der heutigen Zeit immer stärker und auf vielfältige Weise durch Informationstechnik geprägt. Dies gilt sowohl für die administrativen Abläufe der Einrichtungen als auf für das Kerngeschäft, der medizinischen Versorgung von Patienten. Die Risiken werden im Rahmen des nach ISO/IEC 27001:2013 zertifizierten Informationssicherheitsmanagementsystems kontinuierlich durch den Mutterkonzern erfasst, priorisiert und entsprechend behandelt. Zudem unterstützt das Fresenius-weite Cybersecurity Programm "Care" die Verbesserung der Risikoerkennung segmentübergreifend.

COVID-19 Pandemie

Die MVZ arGon GmbH ist über ihr operatives Geschäft unmittelbar von der Pandemie betroffen. Im Bereich ambulante Medizin gab es keine vergleichbaren Stützungsmaßnahmen wie im stationären Krankenhausmarkt. Gesetze zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes sowie weitere Gesetze anlässlich der Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite mit Ablauf des 25.11.2021 wurden erlassen.

Datenschutz

Datenschutzrisiken werden in der Helios Gruppe laufend überwacht. Das Helios Datenschutz-Management-System definiert In diesem Zusammenhang einen Katalog diverser Überwachungsinstrumente. Ein besonderer Fokus liegt wegen des Geschäftsgegenstandes auf der Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten, die im Hinblick auf die auch strafrechtlichem Schutz unterliegenden Patientendaten besonders risikobehaftet ist.

Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)

Helios hat sich im Jahr 2022 intensiv auf die ab 01. Januar 2023 geltenden Anforderungen des LkSG vorbereitet. Die relevanten Instrumente für das Risikomanagement, Risikoprävention und Beschwerdemanagement wurden nicht nur konzipiert, sondern in 2022 für Helios bereits teilweise angewendet. Zudem wurde die Grundsatzerklärung erstellt und das einheitliche Vorgehen zur erforderlichen Berichterstattung und Dokumentation vereinbart. Helios agiert zum LkSG bei geschäftsspezifischen Themen wie bspw. der Lieferketten als eigenständiger Bereich. Gleichzeitig ist He-lios aktives Mitglied der Arbeitsgruppen und Gremien innerhalb der Fresenius Gruppe zu den Themen Nachhaltigkeit, Risikomanagement und hier insbesondere Human Rights Risk Assessment.

Ukraine Konflikt

Die Risiken, die sich aus der derzeitigen politischen Lage für die Entwicklung der MVZ arGon GmbH ergeben werden von der Geschäftsführung fortlaufend sowie ad hoc bei relevanten Lageänderungen neu bewertet.

Unsere voraussichtlichen Energiekosten für 2023 werden aufgrund gesicherter Verträge nach derzeitigem Stand nahezu auf dem Niveau der Unternehmensplanung 2023 bleiben. Das Risikoniveau schätzen wir daher für 2023 insoweit gering ein. In Betracht zu ziehen sind allerdings mögliche Störungen aus der Entwicklung des internationalen politischen Umfelds. Die absehbaren preislichen Folgen des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine werden durch die vorgesehenen umfassenden rechtlichen Regelungen der Bundesregierung für das Gesundheitswesen weitgehend kompensiert.

Sollten insbesondere Erdgas-Lieferungen als Ersatz für die bisher aus Russland bezogenen Mengen in künftigen Perioden ausbleiben, hätte dies weitergehende Kosten-Auswirkungen auf den gesamten deutschen Energiemarkt. Dem sollen die von der Bundesregierung mittlerweile initiierten Maßnahmen - wie die Schaffung neuer LNG-Terminals - entgegenwirken. Dieser Weg wurde bislang erfolgreich beschritten, dennoch stehen wesentliche Investitionen in die diesbezügliche Infrastruktur noch aus.

Sowohl der Angriffskrieg auf die Ukraine als auch die Inflation haben mittelbar und unmittelbar Einfluss auf unsere Lieferketten und auf unser Preisgefüge in der Beschaffung sowie auf unsere Logistik im Kontext der Sicherstellung der Versorgungssicherheit unserer Einrichtungen. Die Struktur unserer Beschaffungsverträge sichert uns aktuell teilweise gegen kriegs- bzw. inflationsinduzierte Preissteigerungen ab. Eine reduzierte Verfügbarkeit von Produkten durch beispielsweise eingeschränkten Zugang zu Rohstoffen für die herstellenden Unternehmen ist teilweise vorhanden, wobei es jedoch durch wirksame Gegenmaßnahen zu keinem Zeitpunkt zu Einschränkungen in der Versorgung der Einrichtungen gekommen ist. Die Preisentwicklungen einzelner versorgungskritischer Bereiche, insbesondere bei Kraftstoffen, einzelnen Rohstoffen und Nahrungsmitteln wurden in 2022 teilweise ergebniswirksam.

Die Auswirkungen des Krieges haben in 2022 keinen Einfluss auf der Nachfrageseite des DZF gehabt. Ein Risiko ist aber ohne Zweifel in Bezug auf die Unternehmenskunden des DZF für 2023 gegeben.

3.2. Prognose- und Chancenbericht

a. Erläuterung und Beurteilung der voraussichtlichen Entwicklung des MVZ mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen

Mit dem GKV-Finanzierungsstabilisierungsgesetz hat die Bundesregierung die Neupatientenregelung ab Januar 2023 abgeschafft. Dies wird zu einer geringeren Vergütung der erbrachren Leistungen führen. Der weiter bestehende Fachkräftemangel und der seit der COVID-19 Pandemie erhöhte Krankheitsstand unter den Beschäftigten erschwert die Kompensation der Vergütungsabschläge durch eine Leistungsausweitung.

In den Bereichen Orthopädie und Pädiatrie profitieren die Betriebsstätten der MVZ arGon GmbH von einer hohen und steigenden Patientennachfrage. Am Standort MVZ Orthopädie Mühlenkamp wird nach den Personalwechseln im Vorjahr wieder mit steigenden Patientenzahlen durch eine nun konstante Personalbesetzung gerechnet.

Am Standort Stader Straße wurden seit Neubesetzung des allgemeinärztlichen Sitzes im zweiten Halbjahr 2022 steigende Patientenzahlen verzeichnet. Es wird mit weiter steigenden Patientenzahlen gerechnet.

Für das DZF stehen im Bereich Office / Patientenmanagement ein Generationenwechsel mit Nachbesetzungen an, da langjährige Mitarbeiter in den Ruhestand wechseln werden.

Eine MFA soll zusätzlich für die Endoskopie gewonnen werden, um bessere Auslastung zu ermöglichen.

b. Nennung voraussichtlicher Investitionen und die zu erwarteten finanzwirtschaftlichen Auswirkungen

In 2023 sind insbesondere Ersatzinvestitionen im Bereich Medizintechnik und IT geplant. Am Standort MVZ Orthopädie Mühlenkamp steht die Erneuerung der Klimaanlage gemeinsam mit dem Vermieter an. Eine entsprechende Vereinabrung wurde in 2022 geschlossen. Im DZF wurde Vermieterseitig das Rohrsystem im Gebäude erneuert, dies hatte den Check-up Betrieb wenige Wochen eingeschränkt.

c. Bewertung Jahresergebnis 2022 und Erwartungen zur weiteren Entwicklung der Ertragslage und der Finanzlage.

Vor dem Hintergrund der COVID-19 Pandemie und der strukturellen Veränderungen kann die Geschäftsentwicklung insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen durch den Fachkräftemangel und die Abschaffung der Neupatientenregelung rechnen wir aufgrund einer hohen Patientennachfrage in den orthopädischen Bereichen mit stabilen Erträgen und einer nur geringfügig schlechteren Finanzlage.

Wir planen für das Geschäftsjahr 2023 mit Umsatzerlösen von TEUR 8.077 (davon aus dem DZF TEUR 3.220) bei einem EBIT von TEUR -1.601 (davon aus dem DZF TEUR 579).

 

Hamburg, 31.März 2023

MVZ arGon GmbH

Philip Wettengel

Geschäftsführung

Pia Stein

Geschäftsführerin

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.468,06 82.036,10
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 561.071,92 1.326.595,57
621.539,98 1.408.631,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 294.736,30 342.235,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.759,51 8.772,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 491.327,84 653.870,30
793.823,65 1.004.878,03
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 70.680,80 70.680,80
1.486.044,43 2.484.190,50
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 689.056,18 618.189,71
2. Forderungen gegen Gesellschafter 2.709.800,25 6.007.887,05
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 298.866,65 617.279,10
4. Sonstige Vermögensgegenstände 46.456,96 22.246,87
3.744.180,04 7.265.602,73
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.731,03 66.922,82
3.751.911,07 7.332.525,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 2.721,71
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 514.422,19 514.422,19
5.752.377,69 10.333.859,95

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Verlustvortrag -544.422,19 -544.422,19
III. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 514.422,19 514.422,19
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 55.632,00 55.632,00
2. Sonstige Rückstellungen 345.619,69 462.664,69
401.251,69 518.296,69
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 1.746,00 0,00
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.746,00; Vorjahr € 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 105.388,70 51.588,62
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 105.388,70; Vorjahr € 51.588,62)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.346.221,51 8.666.695,34
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 4.346.221,51; Vorjahr € 8.666.695,34)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 897.769,79 1.097.279,30
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 897.769,79; Vorjahr € 1.097.279,30)
(davon aus Steuern € 89.898,06; Vorjahr € 89.475,16)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 2.241,29; Vorjahr € 160,78)
5.351.126,00 9.815.563,26
5.752.377,69 10.333.859,95

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 7.360.380,03 7.361.564,31
2. Sonstige betriebliche Erträge 174.754,05 145.621,82
7.535.134,08 7.507.186,13
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 316.897,78 260.316,66
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 695.881,24 668.742,27
1.012.779,02 929.058,93
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.898.719,12 4.859.474,38
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 770.685,74 755.120,91
(davon für Altersversorgung € 5.483,15; Vorjahr € 3.624,42)
5.669.404,86 5.614.595,29
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.037.359,25 1.078.727,74
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.222.151,18 5.743.643,89
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 340,93 326,11
(davon aus verbundenen Unternehmen € 333,92; Vorjahr € 325,60)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 90.479,59 141.378,03
(davon an verbundene Unternehmen € 90.308,77; Vorjahr € 137.199,75)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,41
10. Ergebnis nach Steuern -2.496.698,89 -5.999.892,05
11. Sonstige Steuern 565,00 406,00
12. Erträge aus Verlustübernahme 2.497.263,89 6.000.298,05
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Jahresabschluss der MVZ arGon GmbH für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 2 HGB. Erleichterungen gem. §§ 276 und 288 HGB werden (teilweise) in Anspruch genommen.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

B. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der mit Wirkung zum 31.12.2016 abgeschlossene Ergebnisabführungsvertrag mit der Helios ENDO-Klinik Hamburg GmbH bleibt weiterhin bestehen. Künftige Verluste der MVZ arGon GmbH werden durch die Helios ENDO-Klinik Hamburg GmbH ausgeglichen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände vorgenommen, die zwischen drei und fünf Jahre beträgt.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben, da der Kundenstamm im Allgemeinen über fünf Jahre nutzbar ist.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte vorgenommen, die für Gebäude und Einbauten zwischen 8 und 33 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen 11 Jahre sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 23 Jahren liegt.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder oder vorübergehender Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Allen erkennbaren Risiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen werden in Höhe von 1 % des Nettoforderungsbetrages gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind, werden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert und ist voll eingezahlt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst und unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen bewertet.

Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Gesellschaft ist mit 33,3% (TEUR 71) am Stammkapital von TEUR 212 an der Röntgen-Apparategemeinschaft im Gesundheitszentrum Harburg GbR mit Sitz in Hamburg beteiligt.

Bei den Forderungen gegenüber der Gesellschafterin handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 213 (Vj. TEUR 8) sowie der Verlustübernahme aus dem vorherigen Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 2.497 (Vj. TEUR 6.000) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 6) sowie aus Cashpool-Forderungen in Höhe von TEUR 297 (Vj TEUR 611) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wie auch im Vorjahr mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr ausgewiesen.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 30.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 191 (i. Vj TEUR 341), sowie ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 128 (i. Vj. TEUR 96).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 45 (i. Vj. TEUR 16) sowie um Verbindlichkeiten aus Cashpool in Höhe von TEUR 4.301 (Vj TEUR 8.651).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse von TEUR 214 (i. Vj TEUR 30) enthalten, die im Wesentlichen aus Nachberechnungen von Leistungen früherer Geschäftsjahre resultieren.

In den Umsatzerlösen sind im Geschäftsjahr 2022 Ausgleichszahlungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von TEUR 139 (i. Vj. TEUR 104). Dabei handelt es sich insbesondere um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 137 (i. Vj. TEUR 101).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 154 (i. Vj. TEUR 100). Dabei handelt es sich im Wesentlichen im Vorjahr ausstehende Rechnungen von TEUR 115 (i. VJ. TEUR 100), Korrekturen aus dem Vorjahr von TEUR 15 (i. Vj TEUR 0) sowie zu hohen Erlösabgrenzungen aus dem VJ von TEUR 23 (i. VJ TEUR 0).

In den Zinsaufwendungen sind TEUR 90 (i. Vj. TEUR 137) Zinsaufwendungen aus der Teilnahme am Cashpool enthalten.

III. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse im Sinne der §§ 251 i.V.m. 268 Abs. 7 HGB.

Für Haftpflichtschadenfälle hat Helios einen gruppenweiten Versicherungsschutz mit Selbstbehalt vereinbart. Die Auszahlungen des Selbstbehaltes an die Geschädigten erfolgten durch die Helios Kliniken GmbH. Die Refinanzierung erfolgt per Umlageverfahren von den einzelnen Einheiten. Sollte die Schadenshöhe die gezahlten Umlagen übersteigen, sind Nachzahlungen zu leisten.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen noch sonstige finanzielle Verpflichtungen aus folgenden Verträgen:

TEUR
Miet-/Leasing-/Pachtverträge 10.714
davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 0
Dienstleistungsverträge 661
davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 565
Gesamt 11.375

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind TEUR 1.390 innerhalb eines Jahres fällig.

C. Ergänzende Angaben

I. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 115 (Vj. 115) Mitarbeiter (Köpfe) beschäftigt. In Vollkräften beträgt die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

31.12.2022 31.12.2021
Vollkräfte nach Dienstarten Anzahl in % Anzahl in %
Ärztlicher Dienst 21,8 27,9 21,9 27,7
Medizinisch-technischer Dienst 42,8 54,9 44,0 55,8
Wirtschafts- und Versorgungsdienst 0,3 0,4 0,3 0,4
Verwaltungsdienst 8,3 10,6 6,5 8,4
Sonderdienste 0,3 0,4 0,3 0,4
Sonstiges Personal 0,0 0,0 0,1 0,1
Auszubildende 4,5 5,8 5,7 7,2
Gesamt 78,0 100 78,8 100

II. Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wird auf Konzernebene im Anhang der Fresenius SE & Co. KGaA angegeben. Somit ist die Gesellschaft nach § 285 Nr. 17 HGB von der Anhangangabe befreit.

III. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung durch die Geschäftsführer:

Herr Philip Wettengel, Diplom Verwaltungswissenschaftler, einzelvertretungsberechtigt

Frau Pia Stein; Wirtschaftswissenschaftlerin, einzelvertretungsberechtigt

Es wurde von der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

IV. Ergebnisverwendung

Gemäß Ergebnisabführungsvertrag zwischen der MVZ arGon GmbH und der Helios ENDO-Klinik Hamburg GmbH wurde der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.497 von der Helios ENDO-Klinik GmbH übernommen.

V. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

VI. Konzernverhältnisse

Die MVZ arGon GmbH gehört zu 100% der Helios ENDO-Klinik Hamburg GmbH mit Sitz in Hamburg.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg v. d. Höhe, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt, einbezogen.

Der Konzernabschluss der Fresenius SE & Co. KGaA wird beim Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist am Sitz der Fresenius SE & Co. KGaA erhältlich. Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Fresenius Management SE, Bad Homburg v. d. Höhe, aufgestellt, der ebenfalls im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

 

Hamburg, 31. März 2023

Philip Wettengel, Geschäftsführer

Pia Stein, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 139.764,27 0,00 0,00 139.764,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.740.510,41 0,00 0,00 9.740.510,41
9.880.274,68 0,00 0,00 9.880.274,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließliche der Bauten auf fremden Grundstücken 750.792,94 0,00 0,00 750.792,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.412,81 0,00 0,00 11.412,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.182.007,66 39.213,18 85.099,91 2.136.120,93
2.944.213,41 39.213,18 85.099,91 2.898.326,68
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 70.680,80 0,00 0,00 70.680,80
70.680,80 0,00 0,00 70.680,80
12.895.168,89 39.213,18 85.099,91 12.849.282,16
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.728,17 21.568,04 0,00 79.296,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.413.914,84 765.523,65 0,00 9.179.438,49
8.471.643,01 787.091,69 0,00 9.258.734,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließliche der Bauten auf fremden Grundstücken 408.557,47 47.499,17 0,00 456.056,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.640,55 1.012,75 0,00 3.653,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.528.137,36 201.755,64 85.099,91 1.644.793,09
1.939.335,38 250.267,56 85.099,91 2.104.503,03
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
10.410.978,39 1.037.359,25 85.099,91 11.363.237,73
Restbuchwerte
31.12.2022
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.468,06 82.036,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 561.071,92 1.326.595,57
621.539,98 1.408.631,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließliche der Bauten auf fremden Grundstücken 294.736,30 342.235,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.759,51 8.772,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 491.327,84 653.870,30
793.823,65 1.004.878,03
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 70.680,80 70.680,80
70.680,80 70.680,80
1.486.044,43 2.484.190,50

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MVZ arGon GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MVZ arGon GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MVZ arGon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 31. März 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Burschel, Wirtschaftsprüfer

ppa. Frank Uwe Anders, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 17. August 2023 festgestellt.

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