Pfaffinger Leipzig Bau GmbH

Föpplstraße 1, 04347 Leipzig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 5186
Vorher
Josef Pfaffinger Leipzig Baugesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
21.4.1992
Branche
Bau von Gebäuden (ohne Fertigteilbau)Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Gegenstand
Betrieb eines Baugeschäftes sowohl im Gebiet des Hochbaus (Maurer) als auch des Tiefbaus, insbesondere unter Einschluß jedweden Leitungsbaus, Kanalbaus und des Baus von Kläranlagen, sowie sämtliche Geschäfte, die für das Unternehmen förderlich und zweckdienlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philipp Bergner
seit 4.1.2024
Prokura
Geschäftsführer
Franz Schaffarczyk
seit 7.1.2008
Prokura
Sven Fischer
seit 23.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert90.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
205.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pfaffinger Leipzig Bau GmbH (vormals: Josef Pfaffinger Leipzig Baugesellschaft mit beschränkter Haftung)

Leipzig

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

PFAFFINGER LEIPZIG BAU GMBH, LEIPZIG

I. Geschäftsmodell

Die Pfaffinger Leipzig Bau GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Pfaffinger Bau SE und führt komplexe Baumaßnahmen im Gas-, Fernwärme-, Kabel- und Wasserleitungsbau sowie Kanalbau aus.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Branche

Zum Beginn des Jahres 2023 ging die Bauwirtschaft mit verhaltenem Optimismus in den Markt. Diese Prognose bestätigte sich nur teilweise. Die nominal schwachen Zuwächse wurden durch die starken Material- und somit Baupreissteigerungen mehr als aufgezehrt. Nach wie vor ist die Baukonjunktur im Hochbau und Wirtschaftsbau in Deutschland zweigeteilt. Einem deutlichen Einbruch im Wohnungs- und Wirtschaftshochbau stehen positive Entwicklungen im Wirtschaftstiefbau und Öffentlichen Hochbau gegenüber.

Das Bauhauptgewerbe in Deutschland hat sich wie folgt entwickelt:

Der Umsatz 2023 im Bauhauptgewerbe beträgt 162,6 Mrd. € (Vorjahr 160,4 Mrd. €). Nominal stieg der Umsatz in allen Betrieben damit um 1,3 %, real verlor er ca. 5 % zum Vorjahr. Die Preissteigerung für Bauleistungen im Bauhauptgewerbe lag 2023 bei 7 %. Dabei verlief die Umsatzentwicklung nach Größenklassen der Unternehmen und Bausparten sehr unterschiedlich. Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten erreichten einen Umsatzzuwachs von 3,5 %. Während der Hochbau mit einem nominalen Umsatzrückgang um 2,2 % schloss, stiegen die Umsätze im Tiefbau um 7,5 %. Der Wohnungsbau war von einer Nachfrageschwäche geprägt und verzeichnet einen realen Rückgang um 11,9 %. Im Wirtschaftsbau ging der Umsatz real um 1,3 %, im Öffentlichen Bau um 1 % zurück. Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ging 2023 um 4,4 % zurück. Bei den Baumaterialpreisen zeigte sich im Jahresverlauf 2023 eine Entspannung.

Die Anzahl der Beschäftigten erhöhte sich durch die schwache Baukonjunktur im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,1 %.

Die Bauindustrie in Ostdeutschland/Sachsen vermeldet folgende Entwicklung:

Im Kalenderjahr 2023 registrierte das ostdeutsche Bauhauptgewerbe einen gegenüber dem Vorjahr nominal um 3,6 % niedrigeren Gesamtauftragswert. Der Umsatz in Ostdeutschland stieg nominal um 2,5 %. Im Bundesland Sachsen war der Auftragseingang 2023 real um 15,3 % rückläufig. Der Umsatz verringerte sich real um 5,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe in Sachsen ging gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % zurück.

Der Auftragseingang in Berlin ist 2023 im Vorjahresvergleich nominal um 6,3 % (real um 13,1 %) gesunken. Der Umsatz erhöhte sich nominal um 3,3 %, hingegen ging der Umsatz real um 3,5 % zurück. Die Anzahl der Beschäftigten war ebenso um 0,5 % rückläufig.

(Quellen: Hauptverband der deutschen Bauindustrie e.V., BWI-Bau, Statistisches Bundesamt, Bauindustrieverband Ost e.V.)

2. Geschäftsverlauf der Josef Pfaffinger Leipzig Baugesellschaft mbH

Die Firmenbezeichnung der Josef Pfaffinger Leipzig Baugesellschaft mbH wurde zum Jahresende 2023 auf Pfaffinger Leipzig Bau GmbH modifiziert. Die Gesellschaft führt ihre Geschäftstätigkeiten unter neuem Firmennamen unverändert fort.

Mit einem breitgefächerten, aber auch selektiven Produkt- und Kundenportfolio haben wir die Marktchancen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 in den Wachstumsmärkten genutzt und den Umsatz weiter gesteigert. Dabei erzielten wir ein gutes Ergebnis.

Die Tätigkeitsschwerpunkte gliedern sich im Unternehmen in die Sparten:

Gasleitungsbau

Fernwärmeleitungsbau

Wasserleitungsbau

Kabelleitungsbau

Kanalbau

allgemeiner Tiefbau

Mit dieser Spartenvielfalt kann das Unternehmen anspruchsvolle und komplexe Schwierigkeitsgrade der Bauwerkserstellung meistern und aus einer Hand anbieten und abwickeln.

Aufbauend auf der positiven Auftragsentwicklung aus dem Vorjahr, die sich auf eine wiederbelebende regionale Marktsituation zurückzuführen lässt, konnte auch im Geschäftsjahr 2023 die Marktposition durch weitere Auftragszuwächse aus dem vorhandenen Marktvolumen im Bereich Wasser- und Fernwärmeleitungsbau sowohl in Leipzig als auch in Dresden durch größere Projekte weiter gestärkt werden. Für die kommunalen Netzbetreiber in Leipzig und in Dresden haben wir uns weiterhin als stabiler und leistungsfähiger Partner für alle Arbeiten insbesondere im Bereich Trinkwasser, Gas- und Fernwärmeleitungen erwiesen.

Unsere Bautätigkeit konzentrierte sich wie in den Vorjahren auch im Jahr 2023 weiter auf die Durchführung von Jahresaufträgen für kommunale Versorgungsbetriebe. Dazu gehören auch Überwachungs- und Bereitschaftsdienste rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.

Die Zweigniederlassung Berlin-Brandenburg konnte sich wie bereits im Vorjahr erneut erfolgreich am Baumarkt in Berlin behaupten. Die Zweigniederlassung Berlin-Brandenburg ist durch ihre Fachkompetenz im grabenlosen Rohrleitungsbau wiederholt in den überregionalen Projekten der Pfaffinger Unternehmensgruppe eingebunden.

3. Lage der Gesellschaft

3.1 Ertragslage

Im Vorjahr prognostizierte die Gesellschaft eine leichte Konsolidierung der Gesamtleistung und des Jahresergebnis für das Jahr 2023.

2023 erwies sich für die Pfaffinger Leipzig Bau GmbH als ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr. Die für 2023 prognostizierte Gesamtleistung und das Jahresergebnis konnten dank einer guten Auftragssituation, der strategischen Ausrichtung auf zukunftsorientierte Themen sowie einer professionellen Projektausführung übertroffen werden.

Weiterhin sind unsere Marktpräsenz und die etablierte Position als auch unsere partnerschaftliche Kundenorientierung die bestimmenden Faktoren der langjährigen erfolgreichen Geschäftstätigkeit. Einen weiteren maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg haben auch wie bereits im Vorjahr mehrere neue Fernwärme-Großprojekte in Leipzig und Dresden, die sich planmäßig in der Ausführung befinden.

Ein guter Auftragsbestand zum Jahresbeginn 2023 von über 12,8 Mio. € (Vorjahr 23 Mio. €) bildete die Voraussetzung für das erfolgreiche Geschäftsjahr. Im Jahresverlauf konnten weitere Neuaufträge sowie Auftragsverlängerungen bisheriger Rahmenverträge über weitere Jahre verzeichnet werden.

Die Umsatzerlöse betragen 25.774 T€ (Vorjahr 21.469 T€). Eine Zunahme der Umsatzerlöse war insbesondere in den Sparten Fernwärmeleitungsbau mit +3.997 T€ und im Wasserleitungsbau mit +1.514 T€ zu verzeichnen. Dies liegt unter anderem daran, dass in den Vorjahren begonnene Projekte erst im neuen Geschäftsjahr planmäßig abgeschlossen wurden.

Zudem verzeichnete die Gesamtleistung einen Zuwachs um 9.446 T€ im Vergleich zum Vorjahr. Neben dem Anstieg der Umsatzerlöse um +4.304 T€, ergibt sich in 2023 eine Bestandserhöhung von 8.708 T€ nach 3.566 T€ im Vorjahr. Die Erhöhung der Bestandsveränderung resultiert im Wesentlichen aus dem kontinuierlich gestiegenen Auftragsbestand der letzten Jahre durch weitere Neuaufträge und Verlängerungen von Bestandsverträgen.

Der Materialaufwand ist um 7.428 T€ auf 21.779 T€ gestiegen. Die Zunahme in diesem Bereich ist zum größten Teil bedingt durch höhere Nachunternehmerleistungen mit einem Gesamtwert von 17.230 T€ (Vorjahr 10.607 T€). Der Anstieg der Nachunternehmerleistungen ist bedingt durch die Leistungssteigerung aufgrund der Zunahme des Auftragsbestands.

Der Personalaufwand verzeichnete einen Anstieg um 730 T€ auf 6.489 T€ (Vorjahr 5.760 T€), welcher sich auf gestiegene Mitarbeiterzahlen, tarifliche Lohnanpassungen sowie zusätzliche Vergütungsleistungen zurückführen lässt.

Die Abschreibungen erhöhten sich durch Investitionen in Geräte und Maschinen auf 997 T€ (Vorjahr 762 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 3.694 T€ nach 3.055 T€ im Vorjahr und beinhalten im Wesentlichen Baustellen- und Fuhrparkaufwendungen, Verwaltungsaufwendungen und Mieten und Pachten. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch die Erhöhung der Verwaltungskosten und die Zuweisung zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 2.315 T€ (Vorjahr: 1.363 T€). Das Jahresergebnis beträgt 1.602 T€ (Vorjahr: 935 T€).

3.2 Finanzlage

3.2.1 Kapitalstruktur

Im Geschäftsjahr 2023 ist das Eigenkapital auf 6.716 T€ gestiegen (Vorjahr: 6.614 T€), was einer Quote von 51,2 % (Vorjahr: 62,4 %) entspricht.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Ausschüttungen an die Muttergesellschaft in Höhe von 1.500 T€ (Vorjahr 1.000 T€) vorgenommen.

Die Höhe der Rückstellungen beträgt 1.429 T€ (Vorjahr 1.450 T€). Im Jahr 2023 werden Steuerrückstellungen für das laufende Geschäftsjahr und die Nachzahlung aus der Betriebsprüfung von 359 T€ (Vorjahr: 0 T€) ausgewiesen. Im Vorjahr ergab sich eine Forderung aus Erstattungen für das Geschäftsjahr 2022. Gegenläufig hierzu verringerten sich die sonstigen Rückstellungen auf 1.071 T€ (Vorjahr: 1.450 T€). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen für Einzelgewährleistungen, welche nach Ablauf der Gewährleistungszeit keinen erforderlichen Mängelbeseitigungsaufwand aufzeigten.

Die Verbindlichkeiten wurden mit einem Wert von 4.972 T€ ausgewiesen (Vorjahr 2.536 T€).

Im Wesentlichen resultiert die Zunahme der Verbindlichkeiten aus den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen für noch im Bau befindliche Projekte. Durch die Zunahme des Auftragsbestandes der teilfertigen Bauten und teilweise langjährigen Bauvorhaben ergeben sich dieses Jahr erhaltene Anzahlungen in Höhe von 1.781 T€ (Vorjahr: 0 T€) und auf der Aktivseite werden Vorräte in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) ausgewiesen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben, vor Vornahme der offenen Absetzung, von 11.344 T€ auf 20.061 T€ zugenommen. Die Vorräte sind zu 100 % angezahlt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten für Gerätefinanzierungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr planmäßig mit der Tilgung um 248 T€ auf 256 T€.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 2.024 T€ (Vorjahr 1.427 T€) und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 448 T€ (Vorjahr 39 T€) haben sich stichtagsbezogen erhöht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten hingegen haben sich von 567 T€ auf 464 T€ verringert. Im Wesentlichen ist der Rückgang bedingt durch die Zahlung einer im Vorjahr ausgewiesenen Gewerbesteuerverbindlichkeit.

3.2.2 Investitionen

Die stetige Erneuerung und Erweiterung des Maschinen- und Gerätebestandes wurde entsprechend der Investitionsplanung umgesetzt. Die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit ist damit weiter ausgebaut und nachhaltig gestärkt. Die laufende Wartung und Pflege unseres Maschinenparks sichert einen optimierten Baustellenablauf.

In 2023 wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 1.841 T€ getätigt. Diese teilen sich auf in Investitionen für technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 1.124 T€, sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 717 T€.

3.2.3 Liquidität

Der Kassenbestand sowie das Guthaben bei Banken belief sich zum Bilanzstichtag auf 6.843 T€ (Vorjahr 3.219 T€). Die Liquiditätsausstattung des Unternehmens ist als gut zu bezeichnen. Die Gesellschaft war und ist zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

3.3 Vermögenslage

Der Bestand an teilfertigen Bauten hat sich zum Bilanzstichtag um 8.708 T€ erhöht. Die Erhöhung der Bestandsveränderung resultiert im Wesentlichen aus dem kontinuierlich gestiegenen Auftragsbestand der letzten Jahre durch weitere Neuaufträge und Verlängerungen von Bestandsverträgen. Der Bestand ist bereits vollständig anbezahlt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen stichtagsbezogen 1.707 T€ (Vorjahr 2.196 T€).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Wesentlichen stichtagsbezogen von 1.770 T€ auf 199 T€ reduziert. Zudem war im Vorjahr eine Umsatzsteuerforderungen aus der Organschaft von 430 T€ ausgewiesen, für die sich in 2023 eine Verbindlichkeit ergibt.

3.4 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Aufgrund der dargestellten Entwicklungen sieht die Geschäftsführung die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre fortgesetzt und beurteilt die derzeitige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als insgesamt gut.

III. Geschäftsführung und Mitarbeiter

Als langjähriger Geschäftsführer ist Herr Dipl.-Ing. (FH) Sven Fischer zusammen mit Herrn Dipl.-Ing. (FH) Andreas Freisinger für die Gesellschaft verantwortlich. Die zweite Führungsebene ist unverändert besetzt, zusätzlich wurde Herr Dipl.-Ing. (TU) Philipp Bergner am 18.12.2023 zum Prokuristen berufen.

Unsere Mitarbeitenden leisten jeden Tag ihren Beitrag zum Gelingen unserer Projekte. Nur durch ihr Engagement, ihr Know-how und ihre Erfahrung können wir erfolgreich sein. Um ihre Motivation zu fördern, ist es notwendig, eine vertrauensvolle und konstruktive Arbeitsatmosphäre zu schaffen und Arbeitsplätze anzubieten, die hohen Arbeitssicherheitsstandards genügen.

Die Mitarbeitenden leistungsgerecht, wettbewerbsfähig, attraktiv und fair zu vergüten, ist unser Anspruch. Für die Vergütung spielen primär Aspekte wie Tätigkeit, Qualifikation, Erfahrung und Verantwortung eine Rolle.

Gute Entwicklungs- und Karrierewege sind für derzeitige, aber auch für künftige Mitarbeitende bedeutsam, denn sie können durch kontinuierliche Weiterbildung ihre Fach- und Führungskompetenz ausbauen und sind so vorbereitet auf die anspruchsvollen Tätigkeiten und Aufgaben, die unsere Projekte mit sich bringen.

Für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gilt es, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen, zu binden und kontinuierlich weiter zu fördern. Das Fachwissen, die Erfahrung und die Motivation, die sie in ihre tägliche Arbeit einbringen, wirken sich unmittelbar auf die Qualität und die Termintreue unserer Projekte sowie die Zufriedenheit unserer Kunden aus. Somit richtet unsere Personalarbeit ihren Fokus auf Rekrutierung und Qualifizierung geeigneter Mitarbeitender, individuell ausgerichtet nach Aufgabe und Fachgebiet unter Berücksichtigung der Entwicklung neuer Geschäftsfelder.

Wir gehen verschiedene Wege, um Talente für unser Unternehmen zu begeistern. So pflegt die Pfaffinger Unternehmensgruppe (nachfolgend PFAFFINGER genannt) einen direkten Kontakt zu Schulen und Hochschulen und zeigt jungen Menschen die Karrieremöglichkeiten auf.

Neben den klassischen Rekrutierungskanälen sind für PFAFFINGER Jobportale und soziale Medien wichtige Plattformen in der Werbung und Mitarbeitergewinnung. Unsere Kampagne "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" trägt seit Jahren maßgeblich zur Generierung von zusätzlichen Facharbeitern bei. Eingehende Bewerbungen werden bei PFAFFINGER durch das zentral gesteuerte Bewerbungsmanagement zielgerichtet ausgewertet und verwaltet.

Insbesondere Fach- und Führungspositionen wollen wir jetzt und in Zukunft idealerweise aus den eigenen Reihen besetzen.

Zur Sicherstellung des Fachkräftebedarfs gilt unser Augenmerk neben der Aufrechterhaltung der fachlichen Kompetenz unserer Belegschaft durch betriebliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen insbesondere der Ausbildung junger Menschen. Um die Besetzung von Ausbildungsstellen zu gewährleisten, präsentieren wir PFAFFINGER regelmäßig an Ausbildungsmessen und in den sozialen Medien. Ebenso bestehen Kooperationen mit regionalen Schulen. Zur Nachwuchsgewinnung veranstalten wir Ausbildungstage und stellen dabei die Ausbildungsberufe vor.

Oberste Priorität bei PFAFFINGER ist die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden und der Menschen, die auf unseren Projekten tätig sind. Insbesondere, da Baustellentätigkeiten typischerweise mit Unfallrisiken verbunden sind, hat der Fokus auf den Schutz vor arbeitsbedingten Unfällen höchste Bedeutung und macht Arbeits- und Gesundheitsschutz für Mitarbeitende, Nachunternehmer und Partner zu einem wesentlichen Thema für unsere Gesellschaft. Präventivmaßnahmen, baustellenabhängige Konzepte, wiederkehrende Schulungen sowie die Analyse der Ursachen von Unfällen und Beinaheunfällen tragen dazu bei. Unser geschultes Personal in der bei PFAFFINGER übergeordneten Abteilung SGUQ (Sicherheit-Gesundheit-Umwelt-Qualität) analysiert Arbeitsunfälle und überwacht im Sinne unserer AMS-Bau-Zertifizierung die Einhaltung der Sicherheitsstandards.

Vielfalt zeichnet unser Unternehmen und unsere Mitarbeitenden aus und ist ein weiterer Erfolgsfaktor. Den Herausforderungen des demografischen Wandels treten wir mit einer bestmöglichen gemischten Altersstruktur in unseren Teams entgegen.

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 106 Personen (Vorjahr: 98 Personen).

IV. Beschaffung, Einkauf

Der Einkauf bei PFAFFINGER verfolgt ein einheitliches und klares Ziel: Mit Blick auf unsere ökonomischen, ökologischen und sozialen Standards haben wir den Anspruch, stets die passenden Partner - Nachunternehmer und Lieferanten - auszuwählen. Hierzu zählen eine hohe Qualität von Lieferungen und Leistungen, das korrekte Verhalten der Mitarbeitenden unserer Partner sowie ein nachhaltiger Herstellungs- und Arbeitsprozess.

Mit der sorgfältigen Auswahl unserer Partner betreiben wir ein aktives Risikomanagement im Einkauf. Einkaufsrisiken in Bezug auf Nachhaltigkeit, Qualität, Preis, Versorgung sowie Lieferantenausfälle sollen minimiert werden.

Eine integrierte Einkaufsorganisation verbunden mit hoher Kompetenz und Marktkenntnis der Mitarbeitenden bilden eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Einkaufsentscheidungen.

Nach dem exorbitanten Anstieg der Einkaufspreise im Jahr 2022 hat sich 2023 der Markt weitgehend normalisiert. Jedoch verharren die Preise auf einem erhöhten Niveau. Höheren Material- und Nachunternehmerpreisen sowie längeren Lieferfristen begegnen wir mit einem vorausschauenden Einkaufsmanagement und einem umsichtigen kalkulatorischem Ansatz.

Das Beschaffungsvolumen der Gesellschaft im Jahr 2023 belief sich nach Konsolidierung von Leistungen verbundener Unternehmen auf 16.820 T€ (Vorjahr: 10.408 T€). Davon entfielen 73 % auf Leistungen von Nachunternehmern und 27 % auf die Beschaffung von Materialien.

Unsere Lieferanten und Nachunternehmer schätzen die fristgerechte Vergütung ihrer Leistungen. Vereinbarte Skontoregelungen haben wir fristgerecht genutzt.

V. Chancen- und Risikobericht

In den für die Gesellschaft bedeutsamen Regionen und Märkten sehen wir gute Chancen, unser Kerngeschäft weiter zu sichern und um neue Geschäftsfelder auszubauen. Dies haben wir in einer rollierenden Strategie- und Langfristplanung definiert.

Den wirtschaftlichen Erfolg wollen wir sicherstellen, indem wir in definierten Bereichen durch Akquisitionen neue Kunden erschließen. Dabei werden wir die verfügbaren Mittel konsequent zur strategischen Ergänzung des Portfolios und zur Steigerung der Wertschöpfungstiefe einsetzen.

Aus unserer Einschätzung dürften sich Chancen aus dem noch in vielen Bereichen anhaltenden Investitionsbedarf ergeben, die weitgehend unabhängig sind von den sich evtl. verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Einflüsse des Krieges in der Ukraine werden bei PFAFFINGER aufmerksam beobachtet. Auswirkungen bzw. Risiken, auch als deren Folgewirkung, können nicht ganz ausgeschlossen werden.

In unserem klassischen Baugeschäft bilden Projekt- und Vertragsrisiken eine wesentliche Kategorie des Risikomanagements. Wir begegnen diesen Risiken mit der technischen Kompetenz und langjährigen Projekterfahrung unserer spezialisierten Mitarbeitenden.

Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung sowie zum verantwortlichen Umgang mit Risiken sind bei PFAFFINGER wirksame Erfassungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme vorhanden. Dazu gehört eine strategische Geschäftsplanung kombiniert mit einem detaillierten, aktuellen und verlässlichen Berichtswesen.

In monatlichen Auswertungen werden die Verantwortlichen über die aktuelle wirtschaftliche Lage informiert und die Ist-Situation und Planung analysiert.

Projekt- und Vertragsrisiken minimieren wir durch eine selektive Auswahl der Bauvorhaben, ein gelebtes Qualitätsmanagement sowie ein hohes Maß an Risikodiversifizierung.

Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Rechtsstreitigkeiten sind jedoch nicht immer zu verhindern. Für eventuelle bzw. bereits anhängige Verfahren wird ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen.

Unser Beschaffungsmanagement stellt sicher, dass leistungsfähige Geschäftspartner - Nachunternehmer und Lieferanten - ausgewählt werden. Ständige Marktbeobachtung und enge Kontakte zu Nachunternehmern und Lieferanten sowie Institutionen garantieren, dass wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend auf sie reagieren können.

Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnet PFAFFINGER durch eine sorgfältige Auswahl unserer Partner hinsichtlich Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit, ein konsequentes Mahnwesen und - wenn erforderlich - einer Besicherung ihrer vertraglichen Verpflichtungen.

Hinsichtlich der Finanzrisiken, die aus dem Finanzbedarf u. a. durch Kreditlinien entstehen können, wird bei PFAFFINGER seit Jahren eine zentrale Planung, Überwachung und Steuerung der Liquiditätsrisiken vorgenommen und an sich verändernde Strukturen angepasst. Eine zentrale Aufgabe des Finanzmanagements besteht darin, den Finanzbedarf und die finanzielle Unabhängigkeit langfristig sicherzustellen. Das monatliche Berichtswesen sorgt für die Überwachung und das Monitoring möglicher Finanzrisiken.

Personalrisiken begegnen wir mit einer Personalpolitik, die leistungsbereite Mitarbeitende motiviert und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten bietet. In turnusmäßigen Gesprächen werden individuelle Perspektiven besprochen. Erkenntnisse und eine individuell abgestimmte Förderung sollen Risiken aus Mitarbeiterunzufriedenheit vermeiden. Kontakte zu Hochschulen und Verbandsorganisationen ermöglichen zudem einen weiteren Zugang zu geeigneten Bewerbern.

Die IT-Sicherheit hat bei PFAFFINGER einen hohen Stellenwert. Wir schützen unsere Informationstechnik durch zahlreiche technische Maßnahmen sowie durch Einbindung externer Spezialisten. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnik sowie Zugangskontrollen gewährleisten den Schutz der Daten vor unerlaubtem Zugriff.

Zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung ist bei PFAFFINGER ein externer Beauftragter bestellt und es wurden Vorsorgemaßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten getroffen.

Insgesamt haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens hätten gefährden können.

VI. Prognosebericht

Die Stimmung der Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) weiter verschlechtert. Zwar würden die Unternehmen ihre Geschäftslage immer noch überwiegend positiv bewerten, aber der Abwärtstrend sei ungebrochen. Laut DIHK hätten stark gestiegene Bauzinsen und nach wie vor hohe Preise für Baumaterialen im Baugewerbe die Geschäftslage eingetrübt. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Baubrachen sind jedoch beachtlich. Eine schwache Konjunktur im Inland, Fachkräftemangel, steigende Arbeitskosten sowie unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen prägen die zurückhaltenden Geschäftserwartungen für 2024. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet für 2024 einen realen Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe um rund 3,5 % und einen Rückgang der Baupreise um 1 %.

Trotz dieser aktuellen Entwicklungen ist es unverändert unser Ziel, die geplante Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Vergleich zu den Zahlen der Vorjahre stetig fortzuschreiben.

Die Gesellschaft kann auf einen guten Auftragsbestand bauen. Ziel bleibt, unsere Leistungsbereiche sowie etablierte Marktposition weiter zu nutzen, auszubauen und uns durch professionelles Management in punkto Zuverlässigkeit, Flexibilität und Qualität vom Wettbewerb noch weiter zu differenzieren bzw. das Unternehmen weiterzuentwickeln.

Durch das Vorantreiben der Energiewende ist in Leipzig und Dresden mit einem erhöhten Investitionsvolumen im Bereich des Fernwärmeausbaus zu rechnen. Auch die geplante weitere Ansiedlung der Chip-Industrien in Dresden wird sich positiv auf die möglichen Bauaktivitäten für Infrastrukturobjekte im Wasser- und Kanalbau auswirken.

Digitale Technologien steigern unsere Effizienz und senken die Risiken in der Projektausführung. Wir treiben deren Weiterentwicklung aktiv voran und schaffen damit ein Arbeitsumfeld der Innovation und Flexibilität.

PFAFFINGER ist in der Projektvorbereitungsphase für die Einführung eines neuen ERP-Systems. Die weitere Roadmap sieht eine Umstellung im kaufmännischen Bereich zum Jahreswechsel 2024/2025 vor. Die weitere Anbindung der neuen technischen Softwarelösung erfolgt schrittweise im Jahr 2025.

Wir analysieren fortwährend die sich aus der erwarteten Entwicklung ergebenden Chancen und Risiken, um den Risiken angemessen zu begegnen und Chancen zu nutzen. Dabei sind wir gefordert, uns stets auf neue Marktentwicklungen und Marktsituationen schnell und effizient einzustellen. Professionelle Vertriebs- und Akquisitionsarbeit ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Gesellschaft sieht sich für diese Herausforderungen gut aufgestellt.

Wir orientieren uns dabei am Leitbild der Pfaffinger Unternehmensgruppe und den während des langen Zeitraums unseres Bestehens entwickelten Werten.

• Zuverlässigkeit als Basis für Vertrauen

• Nachhaltigkeit als Grundlage für verantwortungsbewusstes Handeln

• Weitsicht als Blick über das aktuell Erforderliche hinaus

Nach dem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2023 planen wir bei gutem Auftragsbestand für das Geschäftsjahr 2024 mit einer leichten Konsolidierung der Gesamtleistung und erwarten ein Jahresergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022.

 

Leipzig, den 19. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Sven Fischer

Andreas Freisinger

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

PFAFFINGER LEIPZIG BAU GMBH, LEIPZIG

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.912.385,00 3.098.684,00
I. Sachanlagen 3.912.385,00 3.098.684,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 9.193.537,72 7.502.194,33
I. Vorräte 0,00 9.799,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.350.100,74 4.273.572,56
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.843.436,98 3.218.822,68
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 11.830,00 0,00
13.117.752,72 10.600.878,33

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 6.716.185,76 6.614.262,23
I. Gezeichnetes Kapital 205.000,00 205.000,00
II. Gewinnrücklagen 795.000,00 795.000,00
III. Gewinnvortrag 4.114.262,23 4.679.362,38
IV. Jahresüberschuss 1.601.923,53 934.899,85
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.429.356,67 1.450.144,43
C. VERBINDLICHKEITEN 4.972.210,29 2.536.471,67
- davon aus Steuern: EUR 48.948,96 (Vorjahr: EUR 163.599,77)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 203.500,82 (Vorjahr: EUR 183.854,70)
13.117.752,72 10.600.878,33

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 13.454.462,71 10.951.050,60
2. Personalaufwand -6.488.947,53 -5.759.723,70
a) Löhne und Gehälter -4.770.339,72 -4.178.795,93
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.718.607,81 -1.580.927,77
3. Abschreibungen auf Sachanlagen -997.452,92 -762.288,59
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.693.908,67 -3.054.891,41
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55.015,90 225,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -14.430,17 -11.810,28
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.314.739,32 1.362.561,62
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -665.166,83 -381.143,52
9. Ergebnis nach Steuern 1.649.572,49 981.418,10
10. Sonstige Steuern -47.648,96 -46.518,25
11. Jahresüberschuss 1.601.923,53 934.899,85

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

PFAFFINGER LEIPZIG BAU GMBH, LEIPZIG

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Grundsätzliche Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Pfaffinger Leipzig Bau GmbH mit beschränkter Haftung im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter Abteilung B Nr. HRB 5186 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist FÖPPLSTRASSE 1, 04347 leipzig.

Die Firmenbezeichnung der Josef Pfaffinger Leipzig Baugesellschaft mbH wurde zum Jahresende 2023 zur Pfaffinger Leipzig Bau GmbH modifiziert. Die Gesellschaft führt ihre Geschäftstätigkeiten unter neuem Firmennamen unverändert fort.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 268-274a, 276-277) und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODEN

Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierung- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt.

2. Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

2.1 Anlagevermögen

>> Sachanlagen

Technische Anlagen und Maschinen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 2 - 19 Jahren. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 - 13 Jahren. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

2.2 Umlaufvermögen

>> Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Unfertige Leistungen wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten, insbesondere Spartengemeinkosten und anteilige Verwaltungskosten sowie Abschreibungen einbezogen. Am Abschlussstichtag erkennbare drohende Verluste wurden durch Bewertungsabschläge bzw. die Bildung von Rückstellungen berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zu den verrechenbaren Zahlungsbeträgen angesetzt. Erhaltene Anzahlungen von Kunden werden, soweit diese durch unfertige Erzeugnisse abgedeckt werden, von diesen offen aktivisch abgesetzt.

>> Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für erkennbare Risiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit Ihrem Nominalwert angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt.

>> Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

2.3 Latente Steuern

Vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern wird kein Gebrauch gemacht.

2.4 Eigenkapital

Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

2.5 Rückstellungen

Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert.

Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ermittelt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Ergebniseffekte aus Zinssatzveränderungen werden im Finanzergebnis erfasst.

2.6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

2.7 Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse werden nach erbrachter Leistung bzw. Abnahme erfasst. Aufwendungen werden mit bezogener Leistung bzw. Lieferung erfasst.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Bilanzpostens Sachanlagen ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagespiegel ist im Anhang als Anlage 1 beigefügt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:

Bezeichnung 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Lieferungs- und Leistungsverkehr 199.461,53 1.340.104,73
Steuerliche Organschaft 0,00 429.933,83
199.461,53 1.770.038,56

In den Forderungen gegen verbunden Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 940,24 (Vorjahr: EUR 1.142.769,87) enthalten.

3. Eigenkapital

In der Gesellschafterversammlung wurde beschlossen, dass EUR 1.500.000,00 an den Gesellschafter ausgeschüttet werden.

4. Rückstellungen

4.1 Rückstellung und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ermittelt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

4.2 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken, Verpflichtungen und Wagnisse.

Sie umfassen im Wesentlichen:

EUR
Personalverpflichtungen 648.967,99
Beratungsverpflichtungen 17.800,00
Absatzverpflichtungen 143.000,00
Aufwendungen für unterlassene Instandhaltung, die innerhalb der ersten 3 Monate des folgenden Geschäftsjahres nachgeholt werden 115.800,00
Übrige Rückstellungen 28.600,00
Nachunternehmerleistungen 116.400,00
1.070.567,99

Die sonstigen Rückstellungen sind alle kurzfristig.

5. Verbindlichkeiten

5.1 Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel in Anlage 2 zum Anhang.

5.2 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus:

Bezeichnung 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Lieferungs- und Leistungsverkehr 243.692,61 39.458,63
Steuerliche Organschaft 204.089,44 0,00
447.782,05 39.458,63

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von EUR 447.782,05 (Vorjahr: EUR 29.687,00) enthalten.

In den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 1.781 (Vorjahr: EUR 0,00) sind erhaltene Anzahlungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.006 enthalten.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

EUR
Kanalbau 7.098.849,91
Wasserversorgung 8.633.519,11
Fernwärmeleitungsbau 7.599.976,23
Gasleitungsbau 258.776,97
Bauleistungen im Konzern 2.495.538,77
Erlösschmälerungen (312.956,63)
Summe 25.773.704,36

2. Sonstige betriebliche Erträge

Es sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Absatzverpflichtungen (TEUR 590; Vorjahr TEUR 31) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen (TEUR 9; Vorjahr TEUR 114) enthalten. Zudem beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge die Erträge aus der Kfz-Überlassung (TEUR 111; Vorjahr TEUR 97).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Baustellen- und Fuhrparkaufwendungen (TEUR 1.648; Vorjahr TEUR 1.537), Mieten und Pachten (TEUR 287; Vorjahr TEUR 249), sowie Verwaltungsaufwendungen (TEUR 1.394; Vorjahr TEUR 1.101).

E. sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Gesamt
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
aus Mietverträgen 1.255.130,38 220.017,40 828.090,38 207.022,60
aus Leasingverträgen 664.518,73 247.965,61 416.553,12 0
aus Wartungsverträgen 6.283,20 3.141,60 3.141,60 0
Gesamt 1.925.932,31 471.124,60 1.247.785,11 207.022,60

Miet- und Leasingverträge werden geschlossen, um die Kapitalbindung zu verringern. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft stellen die finanziellen Verpflichtungen derzeit kein Risiko für die Gesellschaft dar.

2. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft und die mit ihr verbundenen Unternehmen haben mit verschiedenen Kreditinstituten Rahmenkreditvereinbarungen bzw. Vereinbarungen über konzerninterne Kontenverrechnungen geschlossen. Für den Fall einer Nutzung der zugesagten Kreditlinien kommt es ggf. zu einer gesamtschuldnerischen Haftung der Gesellschaft zusammen mit den anderen verbundenen Unternehmen der Gesellschaft. Zum Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen, daher werden die Risiken aus der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt.

3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen

Arbeiter (ohne Azubis) 91
Angestellte (ohne Geschäftsführung) 15
Mitarbeiter 106

4. Honorar Abschlussprüfer

Folgende Leistungen wurden berechnet:

Honorar für EUR
Abschlussprüfungsleistungen 15.500
Steuerberatungsleistungen 2.300
Summe 17.800

5. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Jahresergebnis EUR 500.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Betrag zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 4.114.262,23 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Ausschüttungsgesperrte Beträge gemäß § 268 Abs. 8 HGB bestehen zum Stichtag nicht.

7. Gesellschaftsorgane

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind im Berichtsjahr

Sven Fischer, Diplom-Ingenieur (FH)

Andreas Freisinger, Diplom-Ingenieur (FH)

Die Geschäftsführer sind zur Einzelvertretung berechtigt, jedoch von den Beschränkungen des § 181 BGB nicht befreit.

Die Angabe der Bezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

8. Konzern

Die Pfaffinger Leipzig Bau GmbH, Leipzig ist eine 100 % Tochtergesellschaft der Pfaffinger Bau SE, Passau und wird daher in den Konzernabschluss dessen Mutterunternehmen, der Pfaffinger Verwaltungs-SE, Passau, einbezogen. Die Pfaffinger Verwaltungs-SE erstellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

 

Leipzig, den 19. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Sven Fischer

Andreas Freisinger

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 6.373.858,07 1.124.291,60 0,00 7.498.149,67
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.891.527,34 716.872,32 65.541,23 2.542.858,43
8.265.385,41 1.841.163,92 65.541,23 10.041.008,10
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 3.846.581,07 731.430,60 0,00 4.578.011,67
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.320.120,34 266.022,32 35.531,23 1.550.611,43
5.166.701,41 997.452,92 35.531,23 6.128.623,10
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 3.651.568,60 2.527.277,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.222.738,09 571.407,00
4.874.306,69 3.098.684,00
VERBINDLICHKEITEN 31.12.2023 Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren
EUR
Restlaufzeit über fünf Jahre
EUR
gesamt
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 147.260,52 108.741,61 0,00 256.002,13
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.781.015,33 0,00 0,00 1.781.015,33
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.023.592,46 0,00 0,00 2.023.592,46
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 447.782,05 0,00 0,00 447.782,05
5. Sonstige Verbindlichkeiten 463.818,32 0,00 0,00 463.818,32
4.863.468,68 108.741,61 0,00 4.972.210,29

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 256.002,13 durch Sicherungsübereignungen aus Gerätefinanzierung abgesichert.

VERBINDLICHKEITEN VORJAHR Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren
EUR
Restlaufzeit über fünf Jahre
EUR
gesamt
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 247.569,89 256.002,13 0,00 503.572,02
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.426.827,06 0,00 0,00 1.426.827,06
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.458,63 0,00 0,00 39.458,63
5. Sonstige Verbindlichkeiten 566.613,96 0,00 0,00 566.613,96
2.280.469,54 256.002,13 0,00 2.536.471,67

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pfaffinger Leipzig Bau GmbH(vormals: Josef Pfaffinger Leipzig Baugesellschaft mbH), Leipzig:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pfaffinger Leipzig Bau GmbH (vormals: Josef Pfaffinger Leipzig Baugesellschaft mbH), Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pfaffinger Leipzig Bau GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 19. Juni 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Hager, Wirtschaftsprüfer

gez. Klopf, Wirtschaftsprüferin

SONSTIGE BERICHTSBESTANDTEILE

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 27. Juni 2024 festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Vom Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.716.185,76 werden EUR 500.000,00 an den Gesellschafter ausgeschüttet und der Rest auf neue Rechnung vorgetragen.

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