pd.MEDIENLOGISTIK GmbH
Selbe AdressePostdienste von Universaldienstleistungsanbietern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Schmutterer seit 18.7.2023 | Geschäftsführer |
Daniel Kempf seit 22.9.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 30.00% | |
| 6.67% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Presse-Druck- und Verlags-GmbHAugsburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Geschäftsmodell Die Mediengruppe Pressedruck ist ein Familienunternehmen, das von der Presse-Druck- und Verlags-GmbH mit Sitz in Augsburg geführt wird. Die Geschäftsbereiche umfassen Tageszeitungen (Print, E-Paper und Paid Content), Druckereien, Logistik, Direktwerbung, Erbringung von Brief-, Logistik- und E-Commerce-Dienstleistungen auf der Letzten Meile, Call-Center, Hörfunk- und Fernsehen, TV-Produktion, Venture-Beteiligungen und andere mediennahe Dienstleistungen. Ihre beiden größten 100%-Beteiligungen sind die Mediengruppe Main-Post aus Würzburg und das Medienhaus Südkurier aus Konstanz. Die Mediengruppe Pressedruck bietet ein crossmediales Produktportfolio und erreicht ihre Leser und Hörer in der Region über alle technisch verfügbaren Distributionskanäle. 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Auch 2022 war die Wirtschaft durch die Corona-Pandemie belastet. Die Auswirkungen hielten sich aber nach der Aufhebung der meisten Beschränkungen im Frühjahr in Grenzen. Zeitgleich kam es zu einem Anstieg des privaten Konsums mit Nachholeffekten. Stärkere Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum hatte der Ausbruch des Ukraine-Krieges im Februar 2022. Stark steigende Energiepreise verbunden mit steigenden Nahrungsmittelpreisen ließen die Inflationsrate auf 7,8% steigen. Hinzu kamen Material- und Lieferengpässe. Trotz dieser Rahmenbedingungen zeigte sich die Wirtschaft robust, sodass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 1,9% gesteigert wurde. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,3% und wird für 2023 bei 5,5% prognostiziert. Die für 2023 angekündigte Rezession soll milder ausfallen und derzeit wird ein schrumpfendes Wachstum von -0,1% der Wirtschaftsleistung prognostiziert (Quellen: ifo Pressemitteilung vom Dezember 2022; Statistisches Bundesamt Pressemitteilung vom 13. Januar 2023). 2. Branchenumfeld der regionalen Tageszeitungen Die Gesamtreichweite der deutschen Zeitungen (gedruckt und digital) ist gegenüber 2021 gefallen. Waren es im Vorjahr noch 81,5% der deutschsprachigen Bevölkerung, die regelmäßig die gedruckte Zeitung lesen oder mindestens wöchentlich ein digitales Zeitungsangebot nutzen, so sank der Wert 2022 auf 79,8% (Netto-Reichweite). Dennoch lesen 56,3 Millionen Personen regelmäßig die gedruckte Zeitung oder nutzen mindestens wöchentlich ein digitales Zeitungsangebot. Vor allem bei den jüngeren Zielgruppen unter 30 Jahren können die Zeitungen über den digitalen Weg neue Leser gewinnen. Hier lag die Nettoreichweite Print und Digital bei 67,1%. Bei den 30- bis 49-Jährigen stieg die Reichweite auf 80,7%. Bei den über 50-Jährigen lag die Reichweite bei 84,2%. (Quelle: "Die Zeitungen", BDZV/ZMG, Auswertung b4p 2021 und 2022). Bundesweit sank die verkaufte Auflage der Tageszeitungen (Print und E-Paper) um -8,2%. Dabei verloren überregionale Zeitungen -4,0% und Kaufzeitungen -8,4% ihrer Auflage, während der Auflagenverlust der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen -5,8% betrug. Die bayerischen Abonnementzeitungen konnten sich besser behaupten. Hier liegt der Auflagenverlust bei der verkauften Auflage (Print und E-Paper) bei -4,2%. Ein gegenläufiger Trend zeigt sich bei den digitalen Zeitungsangeboten. Im gleichen Zeitraum stiegen die E-Paper-Auflagen der bayerischen Verlage um +14,2% (verkaufte Auflage) (Quelle ZMG Auflagenstatistik Q IV/2022 im Vergleich zu Q IV/2021). Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg hatten auch Auswirkungen auf die Werbeumsätze. Nach Auswertung der Nielsen Company sanken die Bruttowerbeaufwendungen über alle Mediengattungen im Vergleich zum Vorjahr um -3,4%. Zulegen konnten Out of-Home Medien mit +2,1% und Kino mit +118,8% (insbesondere angetrieben durch die Aufhebung der coronabedingten Beschränkungen). Verlierer waren u. a. TV mit -5,5% und die Zeitungen mit -4,5%. Dabei muss berücksichtigt werden, dass in den Auswertungen von Nielsen nicht die für die Zeitung wichtigen Rubrikanzeigen enthalten sind. (Quelle: ARD Werbetrend Medien aus Nielsen Dezember 2022) 3. Geschäftsverlauf 3.1. Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg Der Geschäftsverlauf der Presse-Druck- und Verlags-GmbH wird maßgeblich durch die Entwicklungen der Geschäftsbereiche Lesermarkt und Werbemarkt (jeweils Print und Digital) bestimmt. Dabei wirkten sich insbesondere die Folgen und Auswirkungen des Ukraine-Kriegs negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Besonders die steigende Inflation hatte einen maßgeblichen Einfluss. Die verkaufte Auflage der "Augsburger Allgemeine" Nordausgabe (Print und E-Paper) lag im vierten Quartal 2022 bei 187.236 Exemplaren. Dies entspricht einem Rückgang von -3,3%. Unter den regionalen und überregionalen Tageszeitungen weist die "Augsburger Allgemeine" damit einen deutlich geringeren Verlust aus als nahezu alle anderen Titel der Republik. Die wirtschaftlichen Auswirkungen für das Gesamtjahr 2022 zeigen sich im Auflagenvergleich zu 2021. Hier betrug der Auflagenrückgang lediglich -1,9%. Unabhängig davon hält der Trend zum E-Paper an. Die verkaufte E-Paper-Auflage verbesserte sich im vierten Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahresquartal um +1.778 Stück. Das entspricht einem Plus von +7,0% (Quellen: IVW Auflagenvergleich 4. Quartal 2020/2021 und 2021/2022 Print und E-Paper). Trotz rückläufiger Auflage konnten die Lesermarktumsätze leicht gesteigert werden. So wuchs der Umsatz Print und Digital über alle Ausgaben um +0,6%. Dazu beigetragen haben Preiserhöhungen und die positive Entwicklung der Digitalangebote. Der Digital-Umsatz wuchs um +16,2%. Dabei erzielte das E-Paper-Abo einen Umsatzzuwachs von +16,1% und die Online-Umsätze ("Paid-Content"-Erlöse) verzeichneten einen Zuwachs von +16,8%. Die Corona-Pandemie hat 2021 zu empfindlichen Rückgängen bei den Werbeumsätzen geführt. Im Jahr 2022 gab es einige Aufholeffekte. Insgesamt stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um +7,4% auf EUR 67,8 Mio. Dabei haben sich Tageszeitung und Wochenzeitungen unterschiedlich entwickelt. Bei den Anzeigen legte die Zeitung um +2,1% auf EUR 31,8 Mio. zu. Größter Gewinner waren die lokalen Geschäftsanzeigen, die sich um +9,2% auf EUR 11,7 Mio. steigern konnten. Weitere Gewinner waren die Reise- und Veranstaltungsbranche. Die größten Verluste gab es dagegen bei den Sonstigen Anzeigen. Hier machten sich die fehlenden Corona-Anzeigen der Ministerien bemerkbar und führten zu einem Verlust von -19,6%. Bei der Wochenzeitung "Extra" war der Zuwachs mit +27,2% am höchsten. Der Anzeigen-Umsatz stieg auf EUR +8,7 Mio. Die größten Gewinne gab es hier bei den lokalen Geschäftsanzeigen (+33,5%), den Stellenanzeigen (+20,9%) und den Veranstaltungen (+85,8%). Eine gute Entwicklung gab es auch im Digitalbereich. Die lokalen Online-Umsätze stiegen von EUR +3,3 Mio. auf EUR 3,8 Mio. (+15,9%). Auch die Privatanzeigen konnten sich gegenüber dem Vorjahr um +2,9% leicht verbessern. Profitiert hat von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung auch der Beilagenmarkt (Tages- und Wochenzeitungen) mit einem Zuwachs von +5,5% auf EUR 21,5 Mio. Im Bereich der Druckerei hat sich die positive Wirtschaftsentwicklung fortgesetzt. Die Anzahl aller gedruckten Exemplare (Zeitung, "Extra" und Fremdaufträge) stieg um +1,0% von 206,3 Mio. auf 208,4 Mio. Exemplare. Der Grund für die Steigerung der gedruckten Exemplare bei gleichzeitig rückläufiger Auflage ist durch einen Anstieg bei den Fremdaufträgen zu erklären. So wurde die Mediengruppe unter anderem mit dem Druck der Ärztezeitung neu beauftragt. Bei den Verlagsbeilagen (Zeitung und "Extra") war ein leichter Rückgang um -0,6% zu verzeichnen. Die Umsatzsteigerung ist im Wesentlichen durch Preiserhöhungen und Steigerungen des Gewichts von Beilagen verursacht. 3.2. Main-Post GmbH, Würzburg Die Main-Post GmbH, als 100% Tochter der Presse-Druck- und Verlags-GmbH, ist mit ihren Tochtergesellschaften und Beteiligungen die führende Gesellschaft der Mediengruppe Main-Post. Kernprodukt ist die gleichnamige Tageszeitung "Main Post". Über Tochtergesellschaften werden weitere eigene sowie fremde Produkte, darunter auch Briefsendungen, an Organisationen und Haushalte zugestellt. Ein weiteres Geschäftsfeld der Main-Post GmbH und ihrer Tochtergesellschaften liegt in der Vermarktung sonstiger Dienstleistungen an externe Auftraggeber. Dazu gehören im Wesentlichen die Erbringung von Satz- und Vorstufenleistungen sowie Call-Center- und Redaktions-Dienstleistungen. Darüber hinaus werden Umsätze aus der Zustellung von Fremdzeitungen und Briefen erzielt. Diese Produkte werden überwiegend von Tochtergesellschaften verteilt. Die verkaufte Auflage der Main-Post GmbH einschließlich ihrer Tochtergesellschaft MPO Medien GmbH und den drei Titeln Haßfurter Tagblatt, Rhön- und Saalepost sowie Rhön- und Streubote betrug 2022 im Mittelwert 120.800 Stück (Print und Digital) und verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um -3,8%. Damit lag die Mediengruppe Main-Post ebenfalls deutlich unter dem Bundestrend. Die Lesermarktumsätze (inkl. E-Paper) lagen durch den Auflagenverlust um -0,8% unter dem Vorjahreszeitraum. Die notwendigen Preisanpassungen und das wachsende digitale Geschäft konnten die Auflagenverluste nicht vollständig kompensieren. Die Werbeumsätze haben sich, insbesondere aufgrund der Corona-Pandemie, zum Vorjahr leicht erholt. Die Anzeigenumsätze lagen mit +7,5% leicht über dem Vorjahreszeitraum. Eine deutliche Werbezurückhaltung zeigt sich dagegen bei den Beilagen. Hier haben aufgrund der hohen Papier- und Energiepreise einige Kunden Aufträge storniert. Die Umsätze für Beilagen verringerten sich dadurch um -8,2%. Die Interneterlöse erhöhten sich deutlich um 34,8% im Jahr 2022. Ab Januar 2022 erhielten alle Vollabonnenten zusätzlich Zugriff auf die "Plus"- Inhalte von www.mainpost.de. Die Hauptaufgabe der eigenen Druckerei besteht in der Herstellung der Tageszeitung der "Main-Post" mit einer durchschnittlichen Druckauflage 2022 von rund 103.000 Exemplaren sowie der Anzeigenblätter der Main-Post GmbH mit einer wöchentlichen Auflage von rund 359.200 Exemplaren. Die Druckereiumsätze sind gegenüber dem Vorjahr um +8,1% gestiegen. 3.3. SÜDKURIER GmbH, Konstanz Die SÜDKURIER GmbH, als 100%Tochter der Presse-Druck- und Verlags-GmbH, ist mit ihren Tochtergesellschaften und Beteiligungen die führende Gesellschaft der SÜDKURIER-Gruppe. Die operative Geschäftstätigkeit der SÜDKURIER GmbH konzentriert sich auf die Herausgabe der Tageszeitung "SÜDKURIER" einschließlich "Alb Bote" sowie die Herausgabe von Online-Medien. Neben dem operativen Geschäft ist die SÜDKURIER GmbH gleichzeitig Muttergesellschaft mehrerer Tochterunternehmen. Die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften umfasst im Wesentlichen die Herausgabe von Anzeigenblättern, Amtsblättern und Online-Medien, Call-Center-Dienstleistungen, Druckereigeschäft (Rotations- und Bogendruck), Logistik/Direktverteilung, Media- und Marketing- sowie Post- und Produktionsdienstleistungen. Der Lesermarkt wuchs im Vergleich zum Vorjahr um EUR +1,3 Mio. (+2,8%). Dazu trugen das kontinuierliche Wachstum der Digital-Abonnements sowie eine erfolgreiche Umsetzung der Preis- und Produktstrategie bei. Die verkaufte Auflage des SÜDKURIER betrug 2022 im Mittelwert 103.924 Exemplare (Print und Digital) und ist damit um -4,2% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Digitale Vertriebsumsätze konnten hingegen um +16% zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Die E-Paper-Abonnementauflage lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 11.807 Exemplaren und damit um +11,8% über dem Vorjahresniveau. Die Werbeerlöse lagen über alle Mediengattungen hinweg betrachtet um 4,8% über dem Vorjahr. Erfreulich entwickelten sich dabei die digitalen Stellenmarkterlöse, die um rund +30% im Vergleich zum Vorjahr zulegen konnten. Die Druckereien steigerten ihren Umsatz um +39%, was vor allem auf ein höheres Auftragsvolumen sowie die Weitergabe der gestiegenen Papier- und Energiepreise zurückzuführen ist. Die "Creative Unit" der hauseigenen Vermarktungsgesellschaft SK ONE GmbH konnte ihren Umsatz um +34% steigern, was im Wesentlichen auf die gestiegene Nachfrage im Bereich Digitalisierung von Werbemitteln zurückzuführen ist. Die Logistiksparte musste im Bereich Brieflogistik einen Umsatzrückgang von -11% hinnehmen. In Summe hat die SÜDKURIER-Gruppe damit im Vergleich zum Vorjahr eine Umsatzsteigerung von +6% erzielt. 3.4. Personal- und Sozialbereich der Mediengruppe Pressedruck In 2022 beschäftigte die Mediengruppe Pressedruck, Augsburg, im Jahresdurchschnitt 2.015 Mitarbeiter, die Mediengruppe Main-Post, Würzburg, 1.069 und die SÜDKURIER-Gruppe, Konstanz, 889 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte der Personalarbeit lagen in der Beendigung der betrieblichen Corona-Maßnahmen und der dauerhaften Einführung von mobilem Arbeiten. Daneben wurden die Themen Mitarbeitergewinnung und -bindung, Talentmanagement und Qualifizierung der Mitarbeiter, digitale Transformation, das Gesundheits- sowie das Personalkostenmanagement vorangetrieben. 4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Mediengruppe Pressedruck 4.1. Ertragslage Die konsolidierten Umsätze der einzelnen Geschäftsbereiche im Geschäftsjahr 2022 betrugen EUR 483,5 Mio. (Vj. EUR 462,7 Mio.). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Umsätzen in den Geschäftsfeldern Verlag, Druckerei und Logistik. Der im Vorjahr prognostizierte leichte Anstieg der Umsatzerlöse wurde folglich erzielt. Die Konzernumsätze verteilen sich dabei wie folgt auf die jeweiligen Geschäftsfelder: (in EUR Mio.).
Der Gesamtaufwand im Geschäftsjahr 2022 belief sich auf EUR 492,4 Mio. (Vj. EUR 463,1 Mio.). Im Vergleich zu den Umsatzerlösen stieg der Gesamtaufwand damit überproportional an. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um EUR 20,3 Mio. auf EUR 6,8 Mio. (Vj. EUR 27,1 Mio.) verringert. Im Vorjahr wurden aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen hohe Erträge erzielt. Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betrug EUR 34,9 Mio. (Vj. EUR 21,3 Mio.) und ist stark beeinflusst von der Papierpreisentwicklung. Der Personalaufwand betrug EUR 263,7 Mio. (Vj. EUR 253,1 Mio.). Die Quote des Personalaufwands bezogen auf die Gesamtleistung liegt damit bei rund 53,8% (Vj. 51,6%). Neben allgemeinen Lohn- und Gehaltssteigerungen (inkl. Erhöhung des Mindestlohns) ist ein Rückgang der Kurzarbeit für diese Entwicklung ausschlaggebend. Die Abschreibungen auf immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen beliefen sich auf EUR 30,6 Mio. (Vj. EUR 34,9 Mio.). Der Rückgang basiert im Wesentlichen auf der im Geschäftsjahr 2021 vollständig abgeschriebenen Software SAP (EUR 4,2 Mio.). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen lagen im Berichtsjahr bei EUR 1,3 Mio. und somit EUR 2,6 Mio. niedriger als im Vorjahr. Zu begründen ist der Rückgang mit hohen außerplanmäßigen Wertberichtigungen einiger Beteiligungen bei der PDV Inter-Media Venture GmbH im Jahr 2021. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf EUR 65,0 Mio. (Vj. EUR 59,9 Mio.). Die Zunahme ist im Wesentlichen auf einen erhöhten Vertriebs- und Verwaltungsaufwand zurückzuführen, insbesondere angetrieben durch den Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Zudem war das Vorjahr noch stark von den Auswirkungen der COVID19-Pandemie beeinflusst. Das Konzernergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf EUR -1,1 Mio. (Vj. EUR 23,5 Mio.). Der Konzernjahresfehlbetrag des Geschäftsjahres lag bei EUR -3,9 Mio. (Vj. Konzernjahresüberschuss EUR 15,3 Mio.). Im Geschäftsjahr 2022 liegt das EBIT weit unter dem Vorjahr (2022: EUR -0,1 Mio.; Vj. EUR 28,0 Mio.). Das Vorjahr war stark vom Verkauf einer Beteiligung beeinflusst. Das EBIT berechnet sich aus dem Jahresüberschuss vor Zinsergebnis und Ertragsteuern. Aperiodische Steuern werden ebenfalls nicht in die Berechnung einbezogen. Das erzielte EBITDA betrug EUR 30,5 Mio. (Vj. EUR 62,8 Mio.) und lag aus oben genannten Gründen ebenfalls deutlich unter dem Vergleichsjahr 2021. In Prozent vom Umsatz gerechnet betrug das EBITDA somit 6,3% (Vj. 13,6%). Für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein EBITDA auf Vorjahresniveau prognostiziert. Der starke Anstieg der Materialkosten, besonders im Bereich Papier, weitere, nicht vorhersehbare Sondereffekte, die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie die Erhöhung des Mindestlohns führten dazu, dass das prognostizierte EBTIDA nicht erreicht werden konnte. 4.2. Finanzlage Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 31.12.2022 EUR 50,1 Mio. (31.12.2021: EUR 65,8 Mio.). Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit betrug EUR 11,7 Mio. (Vj. EUR 39,3 Mio.). Dies entspricht einem Rückgang in Höhe von EUR 27,6 Mio. Der Cashflow ist im Wesentlichen durch das geringere Konzernjahresergebnis sowie durch die Veränderung des working capital beeinflusst. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf EUR -13,0 Mio. (Vj. Mittelzufluss EUR 14,0 Mio.). Davon betreffen EUR 8,0 Mio. die Anlage liquider Mittel in eine Inhaberschuldverschreibung. Der Vorjahres-Cashflow war stark von Zu- und Abgängen im Bereich Finanzanlagen beeinflusst. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf EUR -14,4 Mio. (Vj. EUR -29,7 Mio.) und beinhaltet im Wesentlichen Gewinnausschüttungen sowie Auszahlungen für die Tilgung von Darlehen. Die Liquiditätssteuerung der Mediengruppe Pressedruck erfolgt zentral und stellt damit die Mittelversorgung sämtlicher Konzernunternehmen sicher, damit diese jederzeit ihren bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Es bestehen langfristige Darlehen in Höhe von EUR 9,0 Mio. Davon sind EUR 2,4 Mio. innerhalb eines Jahres fällig. 4.3. Vermögenslage Die Konzernbilanzsumme betrug zum 31.12.2022 EUR 295,7 Mio. (31.12.2021: EUR 316,3 Mio.). Die Konzernbilanz zeigt folgende Struktur (Kurzfassung in EUR Mio.)
Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag bei 45,8% (Vj. 47,3%). Zum 31.12.2022 betrug der Verschuldungsgrad 113,3% (Vj. 107,1%). Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Bereich des Sachanlagevermögens EUR 8,4 Mio., bei den immateriellen Vermögensgegenständen EUR 1,4 Mio. und im Bereich der Finanzanlagen EUR 3,3 Mio. investiert. Ein großer Teil der Investitionen in das Sachanlagevermögen betraf den Asset-Erwerb Rhön Med-Holding am Standort Würzburg sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung an allen drei Standorten. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände spiegeln sich im Wesentlichen in der Erstellung eines neuen CRM-Software sowie weiterer Software wider. Die Zugänge beim Geschäfts- oder Firmenwert betreffen vor allem den Erwerb der BRAND SPIDERS GmbH bei der Presse-Druck. Zum Jahresende bestand ein Bestellobligo in Höhe von EUR 0,6 Mio. Dies betrifft mit EUR 0,3 Mio. sogenannte Limitbestellungen. Zusammenfassung zur wirtschaftlichen Lage: Die finanziellen Rahmenbedingungen der Mediengruppe Pressedruck sind gut. Die Mediengruppe Pressedruck verfügt auch durch die bestehenden Möglichkeiten zu Kreditaufnahmen weiterhin über ein sehr solides, finanzielles Fundament. 5. Prognose, Risiko- und Chancenbericht der Mediengruppe Pressedruck 5.1. Prognosebericht der Mediengruppe Pressedruck Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine werden im Jahr 2023 die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin beeinflussen. Insbesondere bedingt durch den Krieg werden voraussichtlich auch im Jahr 2023 die Gas- und Energieversorgung sowie internationale Lieferketten angespannt bleiben und können einen negativen Einfluss auf Wachstum und Preise haben. Das Konjunkturbarometer hat sich nach dem starken Rückgang im vierten Quartal 2022 (87,3%) wieder deutlich erholt, liegt aber mit 93,6% im ersten Quartal 2023 weiterhin deutlich unter der neutralen Marke von 100% (Quelle: DIW Berlin, 28.02.2023). Die Inflation zeigte auch zum Jahresbeginn 2023 keine Erholung und lag im Januar / Februar 2023 bei rd. 8,7% (ø 2022: 7,9%; Quelle: Ifo Institut, 10.03.2023). Für das Gesamtjahr wird mit einer Inflation von rd. 6,2% gerechnet (Quelle: Ifo Institut, 15.03.2023). Auch die Prognosen für die Entwicklung des BiP für das Jahr 2023 sind sehr zurückhaltend. Das Ifo Institut geht in seiner Prognose vom 15.03.2023 von einem BiP in etwa auf Vorjahresniveau (-0,1%) aus und rechnet erst im Jahr 2024 wieder mit einem Wachstum von 1,7%. Die vorgenannten Entwicklungen haben neben der im Jahr 2022 von der Politik beschlossenen und zum 01.10.2022 umgesetzten Mindestlohnerhöhung auf EUR 12,00 relevanten Einfluss auf die Prognose der Mediengruppe Pressedruck. Auch eine voraussichtlich anhaltende Kaufzurückhaltung der Kunden in Bezug auf das Abonnentengeschäft, vor allem für gedruckte Zeitungen, wird die Entwicklung der Mediengruppe weiterhin beeinflussen. Für den Werbemarkt werden rückläufige Ausgaben auf Seiten der Werbekunden erwartet, insbesondere in dem von den Teuerungsraten stark betroffenen Beilagengeschäft. Zum anderen ist mit weiteren Preissteigerungen, allen voran in den Material-, Produktions- und Transportkosten sowie den Zustellkosten zu rechnen. Kurz- bis mittelfristig ist im Falle von nachhaltig hohen Konsumentenpreisen insbesondere auch ein entsprechender Anstieg der Lohn- und Gehaltskosten zu erwarten. Eine konkrete Bewertung der Effekte ist derzeit nicht bzw. nur sehr eingeschränkt möglich und hängt stark von der geopolitischen sowie wirtschaftlichen Entwicklung ab, allen voran vom weiteren Verlauf und den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Die Geschäftsführung kommt ihrer wirtschaftlichen Verantwortung für die Mediengruppe und deren Mitarbeiter zusammen mit ihren Unternehmensbereichsleitern nach. Gemeinsam werden die Produkte der Mediengruppe Pressedruck regelmäßig auf deren Wirtschaftlichkeit überprüft und geeignete Maßnahmen zur Optimierung des Produktportfolios konsequent umgesetzt. Alle operativen Kosten werden kontinuierlich hinsichtlich Effizienz- und Synergiepotentiale überprüft und mögliche Einsparungen realisiert. Darüber hinaus soll die Ertragskraft der Gruppe auch zukünftig durch Investitionen in organische und strategische Wachstumsbereiche, insbesondere für Digitalisierung, gestärkt werden. Insgesamt sieht sich die Mediengruppe Pressedruck für die Herausforderungen gut aufgestellt. Durch die vorgenannten Maßnahmen geht die Geschäftsführung von einer Umsatzentwicklung etwa auf Vorjahresniveau aus. Für das EBITDA wird für das Jahr 2023, bevor die bis dato beschlossenen sowie derzeit noch diskutierten operativen und strategischen Maßnahmen vollständig greifen, eine stabile bis leicht rückläufige Entwicklung gegenüber dem Vorjahr erwartet. 5.2. Risikomanagementsystem der Mediengruppe Pressedruck Die Geschäftsführung sieht im Risikomanagement eine wesentliche Unterstützungsfunktion zur Erreichung der Ziele und für die Steigerung des Unternehmenswerts. Im Berichtsjahr wurde das Risikomanagementsystem konzeptionell überarbeitet und mit dem Planungsprozess enger vernetzt, so dass erfasste Risiken strukturiert auch im Planansatz Niederschlag finden. Das Risikomanagementsystem umfasst die Muttergesellschaft sowie deren Tochterunternehmen. Im Fokus stehen neben Compliance und exogenen, auf die Gruppe wirkende Risiken auch sämtliche leistungswirtschaftliche Risiken entlang der Wertschöpfungskette (z. B. Einkauf, Produktion, Vertrieb) sowie die dazu gehörenden Querschnittsfunktionen (z. B. IT, Rechnungswesen, Personal). Dabei werden die Risiken aufgrund einheitlicher Kriterien nach Geschäftsfeldern erfasst sowie hierarchisch - je nach Empfängerkreis - bewertet und aufbereitet. Das Hauptaugenmerk wird dann auf die wesentlichen, aggregierten Risiken gelegt. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement obliegt der Geschäftsführung der Muttergesellschaft. Die operative Umsetzung und somit die Verantwortung für Risikoinventur, -bewertung und -analyse sowie die Risikohandhabung erfolgt durch die zweite Führungsebene. Turnusmäßig wird jährlich vor Start des Planungsprozesses eine Aktualisierung der Risikoinventur durchgeführt (am Ende des zweiten Quartals), bewertet und mit Maßnahmen zur Risikominimierung versehen. Im ersten Quartal des Folgejahres erfolgt jeweils eine Überprüfung der Maßnahmen gegen relevante Risiken. Ein zentraler Risikomanagementverantwortlicher koordiniert den gesamten Risikomanagementprozess, prüft Plausibilität und Vollständigkeit der Risiken sowie den Stand der Gegenmaßnahmen und trägt in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung die Verantwortung für die Aktualität und ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems. 5.3. Risikobericht der Mediengruppe Pressedruck Die Risiken werden entsprechend ihrer Bedeutung für die Gruppe geordnet, beginnend mit dem bedeutendsten Risiko. 5.3.1. Exogene Risiken Erhebliche Risiken ergeben sich aus dem (geo-)politischen Umfeld, welches die Planungsgrundlage der Mediengruppe beeinflusst. Der nun schon ein Jahr andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine und die damit einhergehenden, durch die Nato-Staaten verhängten Sanktionen bergen für die Mediengruppe Pressedruck weiter das Risiko von Kostensteigerungen, insbesondere mit Blick auf Energie- und Treibstoffkosten - wenn auch in etwas abgeschwächter Form. Weitere Erhöhungsschritte des gesetzlichen Mindestlohns könnten zu einem anhaltenden Kostenanstieg, insbesondere bei den Zustellkosten der Zeitung und briefkastenfähiger Brief- und Warensendungen, führen. Es besteht das Risiko, diese Kosten nicht vollumfänglich kompensieren bzw. weitergeben zu können. Zunehmend relevant wird auch in unserer Mediengruppe das Cyberrisiko. Gemeint ist hier der vorsätzlich und mit krimineller Energie durchgeführte IT-gestützte Angriff von außen auf unsere Daten und IT-Systeme mit dem Ziel, Daten auszuspionieren bzw. datengestützte Prozesse lahm zu legen. Der Schaden kann dabei von kostenintensiver Wiederherstellung von Daten (Forensik) nach einem Hackerangriff bis zu einem Ausfall aller relevanten Produktionssysteme, insbesondere der Druckerei, führen. Intensiviert wurden solche Angriffe nochmals im Rahmen des Ukraine-Konfliktes. Zur Risikominimierung wird neben technischen Schutzmaßnahmen (Virenscanner, Firewall, etc.) verstärkt in die Sensibilisierung der Belegschaft hinsichtlich Missbrauchsvorsorge (z.B. "Phishing Mails", Passwortschutz) sowie organisatorischer Maßnahmen (u.a. Notfallpläne) investiert. 5.3.2. Marktrisiken Die oben beschriebenen Auswirkungen des Ukraine-Krieges mit einer nach wie vor bestehenden Verunsicherung der Marktteilnehmer, insbesondere im Werbeumfeld, sowie die hohe Inflation stellen wesentliche Marktrisiken dar. Weitere Marktrisiken ergeben sich vor allem infolge des demographischen Wandels sowie der fortschreitenden Digitalisierung. Durch das geänderte Mediennutzungsverhalten besteht das Risiko weiter rückläufiger Print-Auflage der regionalen Abonnementszeitung. Diesem Risiko soll weiterhin durch kontinuierliche Produktanpassungen und -weiterentwicklungen sowie der Erweiterung des Produktportfolios begegnet werden. Durch die Erschließung neuer Umsatzquellen sowie neuer digitaler Vertriebs- bzw. Verkaufskanäle soll dem Risiko zusätzlich Rechnung getragen werden. Die nach dem Abflauen der Corona-Pandemie angespannte Markt-Situation, insbesondere der Werbemärkte, hat sich im Jahresverlauf 2022 zwar erholt, konnte jedoch noch nicht das Niveau der Vor-Corona-Zeit erreichen. Es muss auch davon ausgegangen werden, dass die Pandemie das Diffundieren in konkurrierende Absatzkanäle und Werbeprodukte befördert hat und Erlöse teilweise nicht mehr zurückkommen werden. Diese Risiken werden durch eine ständige Marktbeobachtung, monatliche Soll- und Ist-Analysen sowie der Beobachtung operativer Kennzahlen und Frühwarnindikatoren überwacht. Maßnahmen, aktuelle Entwicklungen und Erkenntnisse werden regelmäßig überprüft und an die Geschäftsleitung berichtet. 5.3.3 Risken in der Beschaffung Die Situation begrenzter Ressourcen auf dem Fachkräfte-Beschaffungsmarkt ist auch nach der Corona-Pandemie weiter angespannt. In nahezu allen Geschäftsbereichen ist der Bedarf an qualifiziertem Personal nach wie vor sehr hoch. Aktuell werden große Anstrengungen unternommen, um über Recruiting-Maßnahmen und Employer-Branding die Arbeitgeber-Attraktivität zu erhöhen. Die sich im Jahr 2021 bereits abgezeichneten Engpässe und Preisanstiege in der Papierbeschaffung haben sich bis zum Herbst 2022 dramatisch zugespitzt. Nach anfänglicher Reduzierung von Produktionskapazitäten im Jahr 2021 (u.a. coronabedingt) führte der Wiederanstieg der Druckumfänge, insbesondere beim Zeitungsdruckpapier, zu Lieferengpässen, die sich im Jahr 2022 nicht zuletzt durch Verknappung von Energie durch den Ukraine-Konflikt (vgl. exogene Risiken) nochmals verstärkt haben. Obwohl der Mengenbedarf an Papier durch entsprechende vertragliche Regelungen gesichert war, stiegen die Papierpreise in der Spitze (November 2022) um knapp 150 % (im Vergleich zum Vorjahresmonat). Aktuell geben die Preise wieder leicht nach, bewegen sich aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Weitere Preisanpassungen können zu einem Kostenanstieg führen, den man möglicherweise nicht vollständig weitergeben kann. 5.3.4. Risiken der Produktion Als wesentliches Risiko wird ein Produktionsausfall gesehen, v.a. im Kontext der Produktion der Tageszeitung als ertragsstärkstes Produkt. Die möglichen Ursachen können vielfältig sein: Feuer und sonstige klimatische Einflüsse (Sturm / Hochwasser), technische Mängel oder System-/Softwarebedingte Ausfälle (u.a. auch aufgrund von Cyber-Angriffen). Daher wurde mit wesentlichen Nachbar-Druckereien ein Krisenhilfeabkommen zum gegenseitigen Druck der Tageszeitung vereinbart. Hinsichtlich Feuer und sonstigen klimatischen Auswirkungen ist ein entsprechender Versicherungsschutz abgeschlossen. Ansonsten wurden weitergehende organisatorische Maßnahmen implementiert (z.B. Notfall-Handbücher, Wiederanlaufplanungen bei Druck-/Weiterverarbeitungsmaschinen). 5.3.5. Compliance Risiken Die staatlichen Regulierungen und Kontrollen, welchen die Mediengruppe unterliegt, werden zunehmend komplex. So führten in der Vergangenheit beispielsweise die Umsetzung von EU-Richtlinien (z.B. der DSGVO, Datenschutzgrundverordnung) sowie Änderungen der Gesetzgebung häufig zu erweiterten Anforderungen. Sollten Konzernunternehmen gegen Gesetze oder Vorschriften verstoßen, kann dies Rechtsfolgen und Reputationsschäden zur Folge haben. Durch den Ausbau des Compliance-Bereichs mit einem systematischen Monitoring von Compliance- und Datenschutz-Risiken wird den steigenden Anforderungen hierbei Rechnung getragen. 5.3.6. Strategische und operative Risiken Strategische Entscheidungen beziehen Investitionen in operative Projekte, Infrastruktur und Beteiligungen an Unternehmen mit ein. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass Investitionen die geplante Rendite nicht erwirtschaften. Um dieses spezifische Risiko zu minimieren, werden derartige Vorhaben im Vorfeld in umfassender Weise bewertet und geprüft. 5.4. Chancenbericht der Mediengruppe Pressedruck Die Chancen werden entsprechend ihrer Bedeutung für die Mediengruppe geordnet, beginnend mit der bedeutendsten Chance. Eine schnellere und/oder stärker als erwartete Erholung der Wirtschaft sowie eine geringere Inflation und der damit einhergehenden Belebung der Wirtschaft hat unmittelbar positive Auswirkungen auf unsere werbemarktabhängigen Umsätze sowie die Kaufkraft und Kaufbereitschaft für unsere Produkte. Damit einher ginge eine Verbesserung der Ergebnissituation, da diese Umsätze eine hohe Rentabilität aufweisen. Durch Investitionen in innovative Technologien und Digitalisierung setzt die Mediengruppe Pressedruck die Strategie konsequent fort und schätzt auch zukünftig die Chancen für die Erschließung neuer Erlösquellen sowie Effizienzsteigerungen als positiv ein. Ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen, zusammen mit einem hohen Anspruch an Qualität zu konkurrenzfähigen Preisen bilden unsere Grundlage für den Ausbau der Marktposition. Durch angepasste und innovative Produktions- und Auslieferprozesse können mittelfristig die Zeitungsproduktion und -auslieferung effizienter gestaltet werden und dadurch Kosteneinsparungen realisiert werden. Die regelmäßige und kontinuierliche Identifikation von Synergiepotentialen und Prozessoptimierungen innerhalb des Konzerns und gemeinsam mit Partnern kann zu Kostenoptimierungen führen. Der aktuellen Umwelt-Situation wird verstärkt durch Energiemanagement-Maßnahmen, insbesondere zur CO 2-Einsparung, begegnet. Der Energiebezug wurde konsequent auf regenerativen Strom umgestellt. Als Nebeneffekt wird von einer positiven Auswirkung auf die Vermarktung der Medien-Produkte aufgrund Nachhaltigkeitszertifizierung ausgegangen. 5.5. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancenberichterstattung Die Risiken, mit der die Mediengruppe Pressedruck wie viele andere Unternehmen konfrontiert ist, haben erheblichen Einfluss auf die Ertragskraft der Gruppe, stellen aber nach derzeitiger Einschätzung keine Bestandsgefährdung dar. Für wesentliche Risiken wurden Vorsorgemaßnahmen und -systeme entwickelt, die geeignet sind, bestandsgefährdende Nachteile für die Mediengruppe frühzeitig zu erkennen und abzuwenden. Wir erachten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Mediengruppe insgesamt als stabil. In Anbetracht der aktuellen Finanzsituation der Mediengruppe Pressedruck ist die Liquidität für 2023 sichergestellt. 6. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Das Kredit- und Forderungsausfallrisiko aus dem operativen Geschäft wird durch ein allgemeines Vorsorgesystem zum Kreditmanagement sowie die systematische Überwachung der Bonität der Geschäftspartner durch Kreditauskünfte bei der Creditreform begrenzt. Überfällige Zahlungen werden nach der dritten Mahnung zur Beitreibung an eine Rechtanwaltskanzlei übergeben.
Augsburg, den 7. Juni 2023 Mediengruppe Pressedruck, Augsburg Geschäftsführung Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine HinweiseDie Presse-Druck- und Verlags-GmbH hat ihren Sitz in Augsburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter der HRB 6034 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wird nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben haben wir ebenfalls in den Anhang übernommen. II. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen, der Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg (im Folgenden "PD"), alle direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften einbezogen, sofern nicht besondere Ausschlussgründe vorliegen. Tochterunternehmen, an denen die Mutter mehr als 50 % der Anteile hält, werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB die Tochtergesellschaften, die von untergeordneter Bedeutung für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind. Ihre Einbeziehung würde zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss führen. Der vollständige Anteilsbesitz des Mutterunternehmens und die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind aus der gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich. Von den Erleichterungen nach § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022. Für die PDV Medien Beteiligungs GmbH und die PDV Medien Beteiligungs II GmbH werden freiwillige Teilkonzernabschlüsse aufgestellt. Im Folgenden werden diese Teilkonzernabschlüsse als "Mediengruppe Main-Post" und "Medienhaus SÜDKURIER" bezeichnet. Als "Mediengruppe Pressedruck" wird der freiwillige Teilkonzernabschluss der Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg, ohne die Teilkonzerne "Mediengruppe Main-Post" und "Medienhaus SÜDKURIER" bezeichnet. III. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Presse-Druck- und Verlags-GmbH einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Von dieser einheitlichen Bewertung wurde nicht abgewichen. Das Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet. Bei Vermögensgegenständen gelten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten als Wertobergrenze. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert (drei bis fünf Jahre; lineare Methode). Die Verlags- und Wettbewerbsrechte werden planmäßig auf die Geschäftsjahre verteilt. Kundenstämme werden abhängig vom jeweiligen Geschäftsfeld über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung werden grundsätzlich über die voraussichtliche Nutzungsdauer von maximal 10 Jahren abgeschrieben. Der Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Mediengruppe Main-Post GmbH sowie der SÜDKURIER Medienhaus GmbH und ihrer Tochtergesellschaften wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. In beiden Fällen entspricht dies der durchschnittlichen Nutzung von Marke, Abonnentenstamm und lokalen Werbekunden. Die Firmenwerte der Einzelunternehmen sind zu Anschaffungswerten bilanziert. Die planmäßige Abschreibung erfolgt aufgrund von branchenspezifischen Erfahrungswerten über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Soweit steuerlich zulässig, wird für bewegliche Anlagegüter (für Zugänge bis 2009) die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Die übrigen Anlagegüter werden sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben. Für Zugänge ab 2010 erfolgt die Abschreibung planmäßig linear. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen, mit Ausnahme der geringwertigen Anlagegüter, grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden sofort aufwandswirksam verbucht. Für Zugänge mit einem Wert von über EUR 250,00 bis EUR 800,00 erfolgt eine Aktivierung und Sofortabschreibung. Bei den Finanzanlagen werden Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen mit den Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Die Zugänge bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten neben den Anschaffungskosten die Einlagen und anteilige Jahresüberschüsse. Unter den Abgängen sind anteilige Jahresfehlbeträge sowie Dividendenausschüttungen und veräußerte Anteile erfasst. Die Einbeziehung der assoziierten Unternehmen (Allgäuer Zeitungsverlag GmbH, Kempten, sowie Nordkurier Logistik Berlin GmbH & Co. KG, Berlin) erfolgt auf Basis der von diesen Gesellschaften erstellten Konzernabschlüsse. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerlichen Mindestumfang berücksichtigt werden (§ 255 Abs. 2 HGB). In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen und im Rahmen eines Abschlags berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method"). Für die Abzinsung wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zu der bisherigen Berechnung entsprechend dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren beträgt zum Stichtag TEUR 2.618. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungspflichten dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Es handelt sich dabei ausschließlich um Rückdeckungsversicherungen, die zum Aktivwert angesetzt sind. Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls unter Berücksichtigung von Kursänderungen zum Bilanzstichtag umgerechnet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden unverrechnet bilanziert. Die Bilanzierung für nicht aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierende Aktivüberhänge unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmenserwerbe bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem auf den Konzern entfallenden Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Übersteigt der Buchwert das anteilige Eigenkapital, so werden die im Unterschiedsbetrag enthaltenen stillen Reserven den einzelnen Bilanzposten zugeordnet und über die Nutzungsdauer ergebniswirksam abgeschrieben. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Liegt das anteilige Eigenkapital über dem Beteiligungsbuchwert, wird ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung bei den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Für Unternehmenserwerbe ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Die stillen Reserven und Lasten werden als Differenz zwischen den Zeit- und Buchwerten zuerst aufgedeckt. Die Beteiligung des Mutterunternehmens wird anschließend mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein dabei eventuell resultierender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert oder als Unterschiedsbetrag auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Aufstockung von Anteilen an bereits als Tochterunternehmen vollkonsolidierte Gesellschaften wird gem. DRS 23.175 als Kapitalvorgang vorgenommen und keine Neubewertung durchgeführt. Die Anschaffungskosten der weiteren Anteile werden mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile verrechnet. Ein hieraus resultierender Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse wurden innerhalb des Konsolidierungskreises gegeneinander aufgerechnet. Steuerabgrenzungen wurden aufgrund der Anwendung von konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sowie der Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen vorgenommen. Der Unterschied des Konzernergebnisses gegenüber den Einzelergebnissen der einbezogenen Unternehmen resultiert aus der Kapitalkonsolidierung, der at-Equity-Konsolidierung sowie der Schuldenkonsolidierung. Der Ansatz der assoziierten Unternehmen erfolgt mit dem Buchwert nach § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB. Die Wertansätze wurden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung ermittelt. Aus der Erstkonsolidierung der mailworXs GmbH, Würzburg, besteht ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 259. Die Abschreibung erfolgt über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Die Restnutzungsdauer zum 31. Dezember 2022 beträgt 8 Jahre. Aus der Erstkonsolidierung der Nordkurier Logistik Berlin GmbH & Co. KG, Berlin, besteht ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 140. Die Auflösung erfolgt über einen Zeitraum von 34 Jahren. Die Restlaufzeit zum 31. Dezember 2022 beträgt 32 Jahre. IV. Erläuterungen zur KonzernbilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagespiegel dargestellt. Aus Konsolidierungsmaßnahmen ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 60.582 (Vj. TEUR 74.001) enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 134 (Vj. TEUR 144) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle verbleibenden Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Der Rückdeckungswert der betrieblichen Altersvorsorge aus "Deferred Compensation" in Höhe von TEUR 2.209 (Vj. TEUR 2.209) wird gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung saldiert ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag aus der Verpflichtung aus "Deferred Compensation" beträgt zum StichtagTEUR 2.272 (Vj. TEUR 2.262). Die verrechneten Aufwendungen und Erträge betragen TEUR 83 (Vj. TEUR 79). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen betreffen mit TEUR 33 (Vj. TEUR 126) das anteilige Ergebnis der Singener Wochenblatt GmbH + Co. KG. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält zum 31. Dezember 2022 im Wesentlichen abgegrenzte Aufwendungen für E-Paper / Tablet-Bundles in Höhe von TEUR 284 (Vj. TEUR 279), abgegrenzte mehrjährige Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.074 (Vj. TEUR 1.514) sowie abgegrenzte Aufwendungen für diverse Software-Nutzungsrechte und Wartungsverträge in Höhe von TEUR 404 (Vj. TEUR 553). Latente Steuern Die zum 31. Dezember 2022 bilanzierten latenten Steuern resultieren unter anderem aus der Erstkonsolidierung der SÜDKURIER GmbH und ihrer Tochterunternehmen sowie der rt.1 broadcast management GmbH. Auf die aus dem Heben von stillen Reserven bei Grundstücken und Gebäuden sowie aus dem Aufdecken von stillen Lasten bei Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen entstandenen temporären bzw. quasi-permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlicher Konzernbilanz und steuerlichen Wertansätzen sind erfolgsneutral latente Steuern gebildet worden. Die Veränderungen dieser latenten Steuern werden erfolgswirksam erfasst. Daneben werden latente Steuern auf temporären Differenzen gebildet, die zwischen Handelsbilanz und der in der steuerlichen Ergänzungsbilanz geführten Rücklage nach § 6b EstG bei der SÜDKURIER GmbH & Co. Objekt Konstanz OHG herrühren. Abweichend von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Presse-Druck- und Verlags GmbH, Augsburg, wurde das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB in Anspruch genommen und aktive latente Steuern aktiviert. Des Weiteren bestand zum 31. Dezember 2022 zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Konzessionen / gewerblichen Schutzrechten, Geschäfts- oder Firmenwerten, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Finanzanlagen, sonstigen Vermögensgegenständen, Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen und ihren steuerlichen Wertansätzen insgesamt ein Überhang der aktiven latenten Differenzen. Der konzernindividuelle Steuersatz beträgt für Körperschaftsteuer und Soli 15,825 %. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer bewegt sich zwischen 14,468 % und 14,700 %. Vom Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Abs. 1 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus immateriellem Vermögen, Sachanlagevermögen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage entsprechen den im Jahresabschluss der Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg, ausgewiesenen Bilanzposten. Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen nach § 266 Abs. 3 A. III. Nr. 4 HGB. Die Gewinnrücklage beträgt TEUR 49.635 (Vj. TEUR 49.635). Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 54.069 (Vj. TEUR 48.689) enthalten. Darüber hinaus wird auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel verwiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte auf Basis eines Zinsfußes von 1,79 % (Vj. 1,87 %) unter Verwendung der DAV-Sterbetafeln (DAV 2004 R). Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden mit 3,0 % p. a. bzw. 2,2 % p. a. berücksichtigt. Außerdem wurde ein Verwaltungskostenzuschlag in Höhe von 5 % p. a. berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit, Personalkosten, Restrukturierung, Berufsgenossenschaft, allgemeine Risiken, Urlaub und freie Tage, ausstehende Rechnungen sowie Boni und Rabatte. Die Altersteilzeitverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis eines Zinsfußes in Höhe von 1,45 % (Vj. 1,35 %) nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung sowie den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Es wurde mit einem Gehalts- und Rententrend von 3,0 % p. a. bzw. 2,2 % p. a. gerechnet. Die Jubiläumsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis eines Zinsfußes von 1,45 % (Vj. 1,35 %) nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung sowie den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Es wurde mit einem Anwartschaftstrend von 2,0 % p. a. gerechnet. Das Beibehaltungswahlrecht gem. Artikel 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 58 (Vj. TEUR 55). Verbindlichkeitenspiegel (in TEUR)
Es bestehen Sicherheiten mit einem Kreditinstitut über gegenwärtige und künftige Einlagen sowie Festgeldanlagen. Darüber hinaus bestehen Grundschulden und eine Sicherungsübereignung über Sachanlagen. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die entsprechenden Darlehen auf TEUR 11.362 (Vj. TEUR 15.305). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit TEUR 537 (Vj. TEUR 650) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 144 (Vj. TEUR 127) Verbindlichkeiten aus Darlehen. Latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 5.209 (Vj. TEUR 5.257) sind im Wesentlichen im Rahmen der Erstkonsolidierung der rt1.broadcast management GmbH und der SÜDKURIER GmbH und ihrer Tochtergesellschaften in 2014 bzw. 2012/2013 entstanden. Der verwendete Steuersatz betrug 30 %. Bei der Aufstellung der Teilkonzerne wurde vom Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus immateriellen Vermögensgegenständen, Finanzanlagen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen.
V. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden überwiegend im Inland erzielt. Ab dem Geschäftsjahr 2022 werden Online-Anzeigenerlöse bei den Internet-Umsätzen innerhalb der Dienstleistungen (Vj. Verlagsumsätze) ausgewiesen. Andere aktivierte Eigenleistungen Andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 261 (Vj. TEUR 214) beinhalten im Wesentlichen interne Leistungen, die für die Erstellung eines Abo-Shops sowie anderer gemeinschaftlich genutzter Plattformen angefallen sind. Aufwendungen für Grundlagenforschung bzw. Forschungskosten gab es im Berichtsjahr 2022 nicht. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge durch Anlagenabgänge aus abnutzbarem Sachanlagevermögen, Rückvergütungen und Gutschriften, Auflösung von Rückstellungen und Herabsetzung der Wertberichtigung für Forderungen in Höhe von TEUR 3.216 (Vj. TEUR 2.669) enthalten. Anlagenabgänge aus Finanzanlagen spiegeln insbesondere für das Geschäftsjahr 2021 einen außergewöhnlichen Ertrag wider und belaufen sich auf TEUR 16 (Vj. TEUR 20.706). Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von TEUR 26 (Vj. TEUR 29) ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von TEUR 27 (Vj. TEUR 16) enthalten. Abschreibungen Im Geschäftsjahr werden TEUR 1.562 außerplanmäßige Abschreibungen zum einen auf den Wertansatz einer Beteiligung vorgenommen, da nicht mehr von der entsprechenden Werthaltigkeit ausgegangen werden kann (TEUR 1.337) sowie zum anderen auf die Verlagsrechte / Titelrechte für Amedia bei der Marketing- & Sales-Service Augsburg GmbH vorgenommen, da diese nicht weiter genutzt werden (TEUR 225). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 966 (Vj. TEUR 1.273) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen für Verluste aus Abgängen des Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 198 (Vj. TEUR 1.152) enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind periodenfremde Zinserträge aus Steuerrückvergütungen in Höhe von TEUR 281 (Vj. TEUR 0) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsaufwendungen resultieren solche aus der Abzinsung von Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 1.735 (Vj. TEUR 4.563). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag PD ist als Organträgerin auch Steuerschuldnerin für die durch Ergebnisabführungsverträge mit ihr verbundenen Unternehmen. Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich auf TEUR -2.243 (Vj. TEUR -7.652). Im Steueraufwand sind latente Steuern in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR -253) enthalten. VI. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Es besteht eine Kapitaldienstgarantie über TEUR 0 (Vj. TEUR 1.690). Die Main-Post GmbH haftet als Trägerunternehmen gesamtschuldnerisch für freiwillig gewährte und widerrufliche Zusagen des Unterstützungs-Vereins der Mediengruppe Main-Post e.V., Würzburg. Zum 31. Dezember 2022 bestehen mittelbare Verpflichtungen aus Zusagen des Unterstützungs-Vereins in Höhe von TEUR 9.288. Die Haftungsverhältnisse betreffen potenzielle zukünftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum Bilanzstichtag werden diese als nicht wahrscheinlich angesehen, können aber nicht ausgeschlossen werden. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird auf Grund der Bonität der Schuldner als gering eingeschätzt Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter Haftungsverhältnissen angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 14.698 (Vj. TEUR 15.475). In Höhe von TEUR 14.074 (Vj. TEUR 14.425) betreffen diese Verpflichtungen Miet- und Leasingverträge (Gebäudemieten, Miet- und Leasingverträge für Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, EDV- und sonstige Dienstleistungen, Pressedienste und Fremddrucke). Das Bestellobligo im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 601 (Vj. TEUR 1.028) betrifft mit TEUR 325 Limitbestellungen. Geschäftsführung der Presse-Druck- und Verlags-GmbH • Herr Andreas Scherer, Sprecher der Geschäftsführung • Frau Alexandra Holland, Geschäftsführerin Presse-Druck- und Verlags-GmbH • Herr Edgar Benkler, Geschäftsführer Presse-Druck- und Verlags-GmbH (bis 21.11.2022) • Herr Marcus Strohmayr, Geschäftsführer Presse-Druck- und Verlags-GmbH (ab 22.11.2022) Vorschüsse an ein Mitglied der Geschäftsführung und die Gesellschafterinnen bestehen in Höhe von TEUR 34 (Vj. TEUR 0). Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Befreiungsvorschrift gem. § 286 HGB Abs. 4 wird in Anspruch genommen. Beirat • Herr Wilfried Mocken (Vorsitzender) • Herr Andreas Arntzen • Herr Prof. Mag. Michael Grabner • Herr Dr. Matthias Heisse • Herr Dr. Klaus Leuthe Pensionsrückstellung für frühere Organmitglieder In die Pensionsrückstellungen sind für frühere Organmitglieder und deren Hinterbliebenen TEUR 5.381 (Vj. TEUR 5.189) eingestellt. Die Angabe der Gesamtbezüge für die Mitglieder der Geschäftsführung sowie für die früheren Organmitglieder und deren Hinterbliebenen nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a und b HGB ist unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Zeitungszusteller):
Honorar des Abschlussprüfers Für den Abschlussprüfer Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2022 insgesamt TEUR 213 an Honorar abgerechnet. Davon entfielen auf die Abschlussprüfungen TEUR 199 sowie auf sonstige Bestätigungsleistungen TEUR 14. Die Honorare für Abschlussprüfungen enthalten die gesamten gezahlten bzw. noch zu zahlenden Honorare samt Auslagen für die Abschlussprüfung der Konzernrechnungslegung und deren Testierung sowie die Prüfung der vorgeschriebenen Einzelabschlüsse. Anteilsbesitz des Konzerns Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg Die gemäß § 313 Abs. 2 HGB geforderten Angaben zum Anteilsbesitz des Konzerns erfolgen in einer gesonderten Aufstellung, die Bestandteil des Anhangs ist. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird beim Bundesanzeiger hinterlegt. Von den Erleichterungen nach § 313 Abs. 3 HGB wird Gebrauch gemacht. Befreiung Folgende Gesellschaften nehmen die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 und des § 264b HGB in Anspruch: • a.tv GmbH & Co. KG • AUF DRAHT, Telefon- und Direktmarketing-Gesellschaft mbH • AZ Verlags-Service GmbH • Dialog-Factory GmbH • Direkt-Kurier Zustell, Druck & Logistik GmbH • Direkt-Kurier Zustell GmbH • Druckerei Konstanz GmbH • DWB Druck & Zustell GmbH • G. J. Manz GmbH • HITRADIO RT1 Augsburg GmbH • HITRADIO RT1 Nordschwaben OHG • Info Kommunal-Verlags GmbH + Drucksachenservice • J.M. Richter GmbH • LLS BriefLogistik GmbH • MainKonzept GmbH • Main-KundenService GmbH • Main Medien Service GmbH • Main-Post GmbH • Main-PostLogistik GmbH • Main-Post Logistikgruppe GmbH • Main-Post Service-Gesellschaft mbH • Main-SortierService GmbH • Main-ZustellService GmbH • Main-ZustellService Mainfranken GmbH • Main-ZustellService Schweinfurt GmbH • Main-ZustellService Würzburg GmbH • Marketing Service Main-Post GmbH • Media Favoriten Gesellschaft für interaktive Kommunikation mbh • MediaPro Medienproduktion & Service GmbH • Medien-Akademie Augsburg GmbH • Medien Dienste Main-Post GmbH • Mediengruppe Main-Post GmbH • Mediengruppe Pressedruck Service GmbH • Mediengruppe Pressedruck Dienstleistungs-GmbH & Co. OHG • Medienzentrum Augsburg GmbH • MPO Medien GmbH • Newsfactory GmbH • Marketing- & Sales-Service Augsburg GmbH • pd.KURIER direkt GmbH • pd.KURIER direktPlus GmbH & Co. KG • pd.Media Sales GmbH • pd.MEDIENLOGISTIK GmbH • pd digital Hub GmbH • pd next GmbH & Co. KG • pd-printservice GmbH • PDV Inter-Media GmbH • PDV Inter-Media Venture GmbH • PDV Medien Beteiligungs GmbH • PDV Medien Beteiligungs II GmbH • PDV Vermögensverwaltungs GmbH • PSG Presse- und Verteilservice Baden-Württemberg GmbH • Radio Seefunk GmbH & Co. KG • Radio Seefunk Verwaltungs GmbH • rt1.broadcast management GmbH • rt1.digital broadcast GmbH • rt1.media group GmbH • rt1.tv production GmbH • Schwäbische Neue Presse GmbH • SK ONE GmbH • SÜDKURIER GmbH • Top Logistiklösungen GmbH • TVT Creative Media GmbH • vmm Wirtschaftsverlag GmbH & Co. KG • werk zwei Print + Medien Konstanz GmbH • wüma GmbH Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn TEUR 5.000 an die Gesellschafter auszuschütten. Der Restbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Über die endgültige Gewinnverwendung hat die Gesellschafterversammlung noch zu beschließen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Nach dem Stichtag 31. Dezember 2022 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Augsburg, den 7. Juni 2023 Die Geschäftsführung Konzernanteilsbesitz zum 31. Dezember 2021Die gemäß § 313 Abs. 2 HGB geforderten Angaben werden in einer gesonderten Aufstellung gemacht. Von den Erleichterungen nach § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB wird Gebrauch gemacht.
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg, Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Presse-Druck- und Verlags-GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Presse-Druck- und Verlags-GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse: • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus: • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 7. Juni 2023 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Weilandt, Wirtschaftsprüfer Hars, Wirtschaftsprüferin Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022In der Gesellschafterversammlung vom 27. Juni 2023 wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 gebilligt. |
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