Amphenol Lütze Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dimitrios Koutrouvis seit 8.10.2024 | Geschäftsführer |
Lance Edward D ́Amico seit 8.10.2024 | Geschäftsführer |
Craig Lampo seit 8.10.2024 | Geschäftsführer |
Rainer Piesiur seit 2.2.2022 | Prokura |
Peter Jurczyk seit 9.12.2021 | Prokura |
Alexander Klein seit 9.12.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Friedrich Lütze GmbHWeinstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Friedrich Lütze GmbH, WeinstadtAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023Friedrich Lütze GmbH, Weinstadt
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DER FRIEDRICH LÜTZE GMBH, WEINSTADTI. Allgemeine Angaben Die Friedrich Lütze GmbH hat ihren Sitz in Weinstadt und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer (HRB 740258) eingetragen. Die Friedrich Lütze GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz wurde um die Position "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert. II. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung 1. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen drei und fünf Jahren angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare/degressive Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen drei und 14 Jahren angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden grundsätzlich außerplanmäßige Abschreibungen auf den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Bewertung der unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sowie fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und der fertigungsbezogene Werteverzehr des Anlagevermögens. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung wurden nicht eingerechnet. Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung von Vermögensgegenständen verwendet wird, wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % sowohl auf Inlands- als auch auf Auslandsforderungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit den vorsichtig geschätzten Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für zwei variabel verzinsliche Bankdarlehen wurde eine Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB gebildet. Es kommt die Einfrierungsmethode zur Anwendung. In die Bewertungseinheit wurde als Grundgeschäft ein Darlehensvertrag über TEUR 4.000 bzw. über TEUR 2.500 sowie als Sicherungsgeschäft jeweils ein Zins-Swap über ebenfalls TEUR 4.000 bzw. TEUR 2.500 einbezogen. Grund- und Sicherungsgeschäfte haben eine identische Laufzeit bis 2027. Der Marktwert der Zins-Swaps beträgt zum Bilanzstichtag TEUR - 258. Als Form der Bewertungseinheit wurde das Micro-Hedging gewählt. Die gegenläufigen Wertänderungen aus dem Grund- und Sicherungsgeschäft werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit im Zeitablauf ausgleichen. Die Effektivität wurde durch Anwendung der sogenannten "Critical Terms Match - Methode" gemessen. In die Berechnung der aktiven latenten Steuern wurden Differenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz bei den Jubiläumsrückstellungen einbezogen. Zu Grunde gelegt wurde ein Steuersatz von 30 % (Gewerbe- und Körperschaftsteuer). Differenzen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz, die zu einer passiven latenten Steuer führen würden, bestehen nicht. Der sich ergebende Aktivüberhang der latenten Steuern wurde nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. 2. Grundlagen für die Umrechnung von Währungsposten Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Brief- beziehungsweise Geldkurs am Entstehungstag. Soweit erforderlich wurde grundsätzlich eine Abwertung auf den jeweils ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag vorgenommen. Bei einer Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten von einem Jahr oder weniger wurden §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Forderungen Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. 3. Eigenkapital Das Stammkapital und die Kapitalrücklagen sind unverändert zum Vorjahr. Aufgrund des im Jahr 2013 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags ist der Bilanzgewinn ebenfalls unverändert zum Vorjahr. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Aufwendungen im Personalbereich TEUR 718. Daneben sind Rückstellungen für Gewährleistungen TEUR 169, für Berufsgenossenschaft TEUR 52 und Rückstellungen für Jahresabschluss TEUR 30 enthalten. 5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr mit nachfolgender Ausnahme innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 1.703 (Vorjahr TEUR 7.500) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, in Höhe von TEUR 9.000 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr TEUR 2.500). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 1.080 (unverändert zum Vorjahr). Für die Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche und/oder kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 10.000 (Vorjahr TEUR 10.000) durch Sicherungsübereignung der Warenbestände und Forderungsabtretung gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 713 (Vorjahr TEUR 2.108). 6. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 84.039 teilen sich geografisch wie folgt auf:
Die Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich wie folgt:
7. Periodenfremde Erträge Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus Versicherungsentschädigungen (TEUR 22) und Fördergelder (TEUR 85). 8. Periodenfremde Aufwendungen Es handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen aus der Zuführung von Wertberichtigungen (TEUR 6), Buchverluste aus Abgang Sachanlagevermögen (TEUR 8) und Forderungsverlusten (TEUR 16). 9. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den gesamten Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. III. Sonstige Pflichtangaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den langfristigen Mietverträgen für die Betriebsgebäude (TEUR 432 p. a., jährlich kündbar) und aus Leasingverträgen für technische Anlagen und Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Es handelt sich dabei um sogenannte Operating-Leasingvereinbarungen und Sale-and-lease-back-Geschäfte. Diese tragen unter anderem auch zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die finanziellen Verpflichtungen aus den Leasingverträgen verteilen sich wie folgt:
2. Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte Neben Unternehmen der Lütze-Gruppe sowie Beteiligungsgesellschaften als nahestehende Unternehmen bestehen mit den Mitgliedern der Geschäftsführung sowie den Gesellschaftern nahestehende Personen. Wesentliche Geschäfte werden nur mit nahestehenden Unternehmen ausgeführt (im Rahmen des Lieferungs- und Leistungsverkehrs, Mietverträge), die zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt werden. 3. Angaben zu den Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans Die Geschäftsführung setzt sich zusammen aus:
Der Ausweis der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans wird unter Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 4. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:
5. Anteilsbesitz Die Beteiligungsverhältnisse sind unverändert zum Vorjahr. 6. Unternehmensbeziehungen Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Lütze Consulting & Services GmbH & Co. KG, Weinstadt, einbezogen, der für den kleinsten als auch den größten Kreis an Unternehmen aufgestellt wird. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 7. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Angabe des mit dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vereinbarte Gesamthonorars erfolgt gem. § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss. 8. Nachtragsbericht Im zweiten Quartal 2024 hat ein internationaler Hersteller von elektronischen Bauelementen und Verbindungssystemen eine Vereinbarung zum indirekten Erwerb aller Anteile und der alleinigen Kontrolle über die Lütze Consulting & Services GmbH & Co KG, Weinstadt und deren Tochtergesellschaften zu einem späteren Zeitpunkt getroffen. Der tatsächliche Abschluss der Akquisition hängt von der Erfüllung bestimmter formaler Anforderungen ab, die zwischen den Parteien vereinbart wurden, sowie vom Erhalt der üblichen behördlichen Genehmigungen. Die Geschäftsführung der Lütze Consulting & Services GmbH & Co KG erwartet, dass diese Transaktion dem Unternehmen weitere Märkte und Geschäftsmöglichkeiten eröffnet und zusätzliches Wachstum ermöglicht
Weinstadt, den 25. Juli 2024 Friedrich Lütze GmbH Martin Teufel Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023Friedrich Lütze GmbH, Weinstadt
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Seit der Gründung der ersten Firma von Friedrich Lütze im Jahre 1958 werden in Weinstadt elektronische und elektrotechnische Komponenten und Systemlösungen für die Automatisierung sowie Hochtechnologie für die Bahntechnik entwickelt und gefertigt. Seit Beginn gehört es zur Firmenphilosophie, mit hoch innovativen Produkten, zu den führenden Anbietern in der Automationsbranche zu gehören. LÜTZE investiert hierzu regelmäßig nennenswerte Beträge in Forschung und Entwicklung. Das umfassende Lieferprogramm reicht von hochflexiblen Steuerleitungen und Kabelkonfektionierungen über das energieeffiziente AirSTREAM Verdrahtungssystem für Schaltschränke bis hin zu intelligenten Industrie 4.0 Lösungen aus den Bereichen Interfacetechnik, Spannungsversorgung und Ethernet- Infrastruktur. Daneben bietet LÜTZE auch die entsprechende Applikationsunterstützung an. Die LÜTZE Gruppe ist mit Vertriebsgesellschaften in Europa, Asien und den USA sowie zahlreichen Vertriebspartnern global vertreten und kundennah auf allen Märkten präsent. Zudem unterstützt vor allem im Bereich der Kabelkonfektionen die Produktionsgesellschaft in Tschechien bei der qualitativ hochwertigen Herstellung der Produkte. Ununterbrochen seit Februar 1995 ist das Qualitätsmanagementsystem (QM) von LÜTZE nach der DIN EN ISO 9001 zertifiziert und seit Mai 2004 ist auch das Umweltmanagementsystem (UM) der Friedrich Lütze GmbH nach der DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Ein weiteres wichtiges Standbein ist die Bahntechnik. Hier gehört LÜTZE mit der Lütze Transportation GmbH zu den global führenden Anbietern. LÜTZE war 2007 unter den weltweit ersten Firmen, deren Qualitätssicherungssystem nach dem anspruchsvollen International Railway Industry Standard (IRIS) zertifiziert wurde. Seitdem wird das QS-System parallel zum IRIS-Standard ständig weiterentwickelt und erfüllt die Anforderungen der ISO 22163. 2. Strategien und Ziele Efficiency in Automation ist der Kern der Firmenphilosophie. Als ein Spezialist der Automatisierungstechnik mit Lösungen in den Bereichen hochflexible Leitungen (Cable), Kabelkonfektion (Connectivity), Interface, Stromversorgung und -überwachung (Control) sowie Schaltschrankverdrahtung (Cabinet) beschäftigt sich LÜTZE seit Jahren mit dem Thema Effizienz. Die Zielsetzung der LÜTZE Gruppe ist, mit nachhaltigen Produkten und Lösungen die Leistungsfähigkeit der Anlagen unserer Kunden zu erhöhen. Dies geschieht beispielsweise durch Komponenten für besonders effiziente Steuerungen, überdurchschnittlich langlebige Produkte oder auch in Form einer erhöhten Energieeffizienz im Schaltschrank mit Hilfe des AirSTREAM-Verdrahtungssystems. Ein weiteres bedeutsames Ziel von LÜTZE ist Energieeffizienz. Zu dessen kontinuierlicher Verbesserung arbeitet LÜTZE u.a. mit zahlreichen Gemeinschafts- und Forschungsprojekten für nachhaltige Technologien und Industrien. Um den Kunden marktspezifische Produkte und Services anbieten zu können, konzentriert sich die Gesellschaft auf ausgewählte Fokus-Branchen weltweit. 3. Steuerungssystem und finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Größen, die regelmäßig überwacht werden, sind sowohl Kennzahlen aus der Bilanz als auch der Gewinn- und Verlustrechnung. Dabei stehen EBIT, der Materialeinsatz als auch die gesamten Personalkosten, jeweils im Verhältnis zur Gesamtleistung, im Fokus. Diese werden ergänzt um die Entwicklung des Eigenkapitals und des Vorratsbestandes jeweils im Verhältnis zur Bilanzsumme. Diese Kennzahlen werden monatlich im Verlauf betrachtet und mit dem Plan abgeglichen, und finden sich auch im QM-System als KPI wieder, sie dienen jedoch nicht in erster Linie zur Unternehmenssteuerung. Die primären Steuerungsgrößen stellen die Umsatzerlöse sowie das EBT dar. B. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr 2023 hat die deutsche Elektro und Digitalindustrie gemäß dem Konjunkturbarometer des ZVEI e.V. (Ausgabe Februar 2024) ein solides Wachstum von 6,0% gegenüber 2022 verzeichnet. Dabei war der Umsatzzuwachs in Deutschland mit 7,2% höher als der Auslandsumsatz, der um 5,1% stieg. Die preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland hat ihr Vorjahresniveau nur knapp übertroffen, so schaffte der aggregierte Branchenoutput 2023 lediglich ein Plus von 0,4%. Was die Produktionsbehinderungen anbelangt, so gab es sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite Gründe: 43% der Unternehmen im ZVEI-Verband berichteten über Auftragsmangel, 29% über zu wenig Arbeits- bzw. Fachkräfte und 21% über knappes Material. Bei den Auftragseingängen in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie verzeichnete die Branche rückblickend im vergangenen Jahr insgesamt neun Monate mit rückläufigen Bestellungen, stellte der Chefvolkswirt des ZVEI Dr. Andreas Gontermann in seiner Presseerklärung vom 08.02.2024 heraus. Im Jahr 2023 sind bei den Unternehmen im Verband die Auftragseingänge im Gesamten um 2,2% hinter dem Vorjahreswert zurückgeblieben. Hier standen sich ein Zuwachs von 2,6% bei den inländischen Bestellungen und ein Rückgang von 6,1% bei den Auslandsorders gegenüber. Bei den Neuaufträgen aus dem Euroraum fiel das Minus 2023 mit 9,3% mehr als doppelt so hoch aus wie bei den Bestellungen aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums (-4,2%). In Deutschland war das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Jahr 2022. Gemäß der Pressemitteilung vom Januar 2024 von Dr. Ruth Brand, der Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung war dabei im Verarbeitenden Gewerbe mit -0,4% leicht im Minus gegenüber dem Vorjahr. C. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Markt- und Absatzentwicklung Trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes konnte die Gesellschaft einen moderaten Umsatzanstieg erreichen. Der ambitionierte Planwert wurde jedoch nicht erreicht. Die Umsatzzuwächse kamen vor allem aus dem Inland (+11%) sowie Drittlands-Staaten (+14%). Der Umsatz innerhalb der EU war mit 7% rückläufig. Produktbereich Cable Die Business-Unit (BU) Cable erzielte ein Umsatzplus gegenüber Budget und Vorjahr und damit ein sehr gutes Ergebnis. Dieser Zuwachs resultiert aus einer Kombination von gesteigerten Verkaufsmengen in Verbindung mit gestiegenen Preisen. Um den Lieferengpässen bei den Katalogartikeln zu begegnen, wurde im Laufe des Jahres bei einigen Produkten bereits bei neu eingeführten bzw. Second-Source Lieferanten die Ware bezogen. Der größte Anteil des Zuwachses kam im Wesentlichen aber aus dem Projektgeschäft; hier wird mit anderen Lieferanten zusammengearbeitet. Zusätzlich verbesserten sich die Lieferzeiten der meisten Lieferanten gegen Jahresende Im Mittelpunk der Marketingaktivitäten stand weiterhin das Thema "Industrie 4.0", was wiederum eine durchgängige Vernetzung mittels Ethernet bedeutet. Hierbei wurden insbesondere die Technologien Profinet, Cat. 6a und Single Pair Ethernet (SPE) thematisiert. Ziel ist weiterhin, als kompetenter Ansprechpartner für das Thema Ethernet und somit Industrie 4.0 wahrgenommen zu werden. Produktbereich Connectivity Das erste Quartal verlief sehr positiv, die nachfolgenden Quartale waren deutlich schwächer, vor allem Q3 und Q4, so dass insgesamt das Jahresbudget nicht erreicht wurde. Der größte Rückgang ist dabei im deutschen Markt zu verzeichnen. Das liegt vor allem daran, dass Großkunden einen sehr starken Rückgang zum Vorjahr hatten. Dies konnte teilweise durch Neukunden und Neuprojekte kompensiert werden, jedoch nicht vollständig. Trotzdem hat Deutschland nach wie vor den größten Umsatzanteil. Der Markt im Jahr 2023 war geprägt von Überproduktion und zu hohen Lagerbeständen. Kunden versuchten ihre Bestellungen zu stornieren oder um Monate zu verschieben. Die Lagerbestände erreichten bei uns, als auch bei unseren Kunden, Rekordwerte. Dem wurde durch gezielte Maßnahmen entgegengesteuert. Ein positiver Trend ist, dass die Lieferzeiten von Einzelteilen und Rohware kürzer geworden sind, was zur Bestandsreduzierung führt. Anschaffungen, um die Fertigung in Tschechien weiter zu automatisieren, wurden diskutiert, da eine weitere Automatisierung unerlässlich ist, um den hohen Qualitätsansprüchen der Kunden und dem ständigen Preisdruck am Markt gerecht zu werden. Ebenfalls wird die Konzentration auf die Fokusbranchen weiter forciert, um einen möglichst großen Synergieeffekt und Kostenersparnisse zu bekommen. Unterstützend sind Filme bzw. Tutorials in Arbeit, um den Kunden das Konzept und die Vorteile sowie eventuelle Dienstleistungen besser vermitteln zu können. Produktbereich Cabinet Der Geschäftsverlauf der BU Cabinet konnte mit einer Steigerung zum Vorjahr die Erwartungen positiv erfüllen. Die Umsätze gegenüber der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung sind höher ausgefallen, da Neukunden parallel zum Bestandskundengeschäft aufgebaut wurden. Die Landesgesellschaften haben fast alle ihre Ziele erreicht oder übertroffen. Die Materialbeschaffung war konstant und ohne größere Abweichung, Material wurde geliefert, was im Jahr davor bestellt wurde. Somit war die Planung reibungslos für alle Projekte. Der Maschinen- und Anlagenbau, getrieben durch die Automobilindustrie, war etwas verhalten, wodurch das Kerngeschäft betroffen war. Neue Projekte wurden in anderen Branchen angestoßen und umgesetzt. Zudem wurde über das Jahr weiter an der Produktbereinigung und Lagerreduzierung gearbeitet. Um die Standardisierung weiter voranzutreiben, wurden neue Projekte und Kunden auf das neue Profil SR032 umgestellt, zudem wurde die Abkündigung des alten LSC-C Systems vorbereitet, welche 2024 abgeschlossen werden soll. Eine neue Lüftervariante wurde zum Jahresende fertig entwickelt und soll ab 2024 verfügbar sein. Dieses Produkt erweitert das System AirSTREAM und ermöglicht unseren Partnern und Kunden einen schnelleren und flexibleren Aufbau individueller Lösungen auch für kleinere Schaltschränke. Dies unterstützt bei der Ansprache neuer Branchen und Kunden. Ein großer Benefit dieses neuen Produktes ist die einfache Montage sowie das Nachrüsten in fast allen AirSTREAM Rahmen und ermöglicht in allen Ländern ohne besondere Werkzeuge den Einsatz. Der AirBLOWER als Lösung für ein homogenes Klima, sowie die Energie- bzw. CO 2 -Einsparung wurde in Form von Webinaren und Kundenpräsentationen auch im vergangenen Jahr weiter im Markt gepusht. Es wurde ein neues Videoformat mit dem Marketing erarbeitet und online auf mehren Plattformen dem Markt präsentiert. Dabei wird in diversen Gesprächen mit verschieden Gästen aus der Wissenschaft oder auch mit Mitarbeitern über neue Produkte, Technologien oder nachhaltige Erkenntnisse aus der Forschung diskutiert. Die Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart wurde weiter vorangetrieben und das Feinstrukturmodell zur detaillierten theoretischen Schaltschrankbetrachtung zum Thema "Thermodynamik" weiterentwickelt. Mit dem Doktoranden wurde an dem neuen AirTEMP 2.0 Modell (Grobstrukturlösung) mit neuen Schnittstellenlösungen gearbeitet. Das neue AirTEMP 2.0 wurde im Jahre 2023 dem Markt vorgestellt. Die Schnittstellen zu gängigen CAD-Tools sind weiter aktiv in der Umsetzung, um Daten schneller auswerten zu können. Parallel werden weiterhin in-situ Messungen in der Praxis durchgeführt. Die Langzeitmessung aus 2022 bei einem Automobilisten wurde ausgewertet und in Fachvorträgen mehrfach präsentiert. Das Thema bedarfsgerechte Kühlung wird kontinuierlich weiter vorangetrieben. Um auch die Digitalisierung weiter voranzutreiben, wurde ein neues Projekt Namens LISA (Lütze IoT Services and APPs) gestartet. Hier werden neue Produkte wie auch Softwarelösungen entwickelt zum Thema Condition Monitoring und Einsparung von Energie und CO 2. Produktbereich Control Das Geschäftsjahr 2023 hatte zunächst gut begonnen, jedoch dann insgesamt nachgegeben, so dass der Gesamtumsatz sowohl unter dem Budgetziel als auch unter dem Vorjahr lag. Im Jahr 2022 hatte der Bereich noch mit der Beschaffung von Bauteilen zu kämpfen. Im Jahr 2023 drehte sich das Blatt, wobei Bauteile wieder verfügbar waren und plötzlich ein Überhang an Materialien vorhanden war. Hinzu kam, dass sich die Kunden ebenso mit Geräten eingedeckt hatten, so dass der Auftragseingang stark rückläufig war. Dies führte zu erhöhten Lagerbeständen und reduziertem Umsatz. Um das gesamte Produktsortiment zu bereinigen, wurden sehr viele Control-Produkte (sowohl Bauteile als auch Halbzeuge) analysiert und auch abgekündigt. Dies führte nicht nur zu einer Lagerbereinigung, sondern auch zu einer Reduzierung der Lagerbestände in Stückzahl und Wert. Bei allen Einsparaktivitäten wurde auf eine weitere Entwicklung von neuen Geräten und Verbesserungen bei bestehenden Produkten nicht verzichtet. Produktbereich Bahntechnik Die im Geschäftsjahr 2023 anhaltende schwierige Beschaffungssituation im Bereich von Elektronik- Komponenten und speziell von Halbleitern löste sich ruckartig auf, so dass die Rückstände in der Produktion aufgeholt werden konnten. Der Umsatz lag im Berichtsjahr sehr weit über dem Vorjahr und auch die ambitionierte Planung wurde damit sogar deutlich übertroffen. Das Jahr 2023 war von dynamischen Veränderungen in der Bahnindustrie geprägt. Die Nachfrage nach innovativen Lösungen im Schienenverkehr blieb hoch, angetrieben von Bemühungen um nachhaltige Mobilität und digitalen Fortschritt. Regierungen setzten verstärkt auf den Ausbau und die Modernisierung von Schienennetzen, was zu neuen Geschäftschancen führte. Die Nachfrage nach Bahntransporten im Güterbereich stieg insgesamt an, während die Nachfrage nach Schienenpersonenverkehr in einigen Ländern stagnierte oder leicht zurückging. Investitionen in die Infrastruktur und die Modernisierung von Bahnhöfen und Schienennetzwerken trugen zur positiven Entwicklung der Branche bei. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse 2023 betrugen TEUR 84.039 und stiegen im Vergleich zum vergangenen Jahr um +6% an. Allerdings lag der Umsatz unter dem Budget von rund TEUR 88.000, was sich vor allem auf einen gesamtwirtschaftlichen Rückgang im 2. Halbjahr zurückführen lässt. Der Auftragseingang ist vor allem im Bereich der Bahntechnik gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen, so dass sich der Auftragsbestand zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat und zum Stichtag bei TEUR 27.718 lag. 3. Investitionen Die gesamten Investitionen (incl. GWG) betrugen im Geschäftsjahr TEUR 559 (Vorjahr TEUR 664). Es wurde vor allem in technische Anlagen und allgemeine EDV-Hardware sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Weitere wichtige Investitionen, die allerdings geleast wurden, betrafen die IT-Server- Landschaft und neue Module für die SMD-Produktion. Auch im Jahr 2024 werden Investitionen in allen Unternehmensbereichen getätigt werden. 4. Personal Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl stieg von 245 im Jahr 2022 auf 262 im Jahr 2023, entsprechend stieg die Mitarbeiterzahl in Vollzeit-Äquivalenten ausgedrückt von 235,08 auf 260,33 zum Jahresende. Bei der Aufteilung in Vollzeit und Teilzeit zeigt sich, dass die Zahl der durchschnittlichen Vollzeitkräfte von 220 auf 230 gestiegen ist. Dem gegenüber wuchs die Anzahl der Teilzeitkräfte von 25 auf 33. Im Schwerpunkt stieg die Anzahl der Angestellten von 145 auf 160, wobei die Anzahl der gewerblichen Mitarbeiter von 85 auf 97 angestiegen ist. Die Krankenquote ist im Jahr 2023 wieder leicht von 6,10% im Vorjahr auf 5,72% gesunken. Der Verdacht aus dem Vorjahr bezüglich einer höheren Anfälligkeit für Atemwegs- bzw. Erkältungserkrankungen scheint sich zu Beginn des Winters zu wiederholen, so war die Krankenquote im Dezember 2023 mit 7,04% deutlich über dem Jahresschnitt. Die weiteren Themen im Personalbereich waren vor allem geprägt von der Verfügbarkeit von Arbeitskräften einhergehend mit einem inflationsgetriebenen Anstieg der Personalkosten. Unsere Mitarbeiter sind der wichtigste Faktor für den Erfolg des Unternehmens. Deshalb wurde auch im Jahr 2023 konsequent in die Qualifizierung der Mitarbeiter investiert sowie in den Erhalt und die Verbesserung ihrer Gesundheit. Dies geschieht durch umfangreiche Maßnahmen wie die Durchführung von Gesundheitstagen und Grippeschutzimpfungen oder verstärkte Ersthelferausbildung. Darüber hinaus wird soziales Engagement -auch im Unternehmensumfeld- unterstützt und beispielsweise die Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs durch Kostenübernahme honoriert und Bike-Leasing angeboten. Wir danken allen Mitarbeitern für ihr Engagement und ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg, den wir trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen erreichen konnten. 5. Forschung und Entwicklung Die durchgeführten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wurden mit TEUR 4.932 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 4.245) um 16% weiter gesteigert. Die vorhandene Personalkapazität konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr nahezu ohne Fluktuation von 35 auf 39 Mitarbeiter innerhalb der Abteilung Research & Development (R&D) gesteigert werden. Im Bereich der Auszubildenden und dualen Studenten hat die Gesellschaft erstmalig 7 Mitarbeiter, die innerhalb der R&D durch die Entwickler in den Phasen ihrer Ausbildung oder den Präsenzphasen des dualen Studiums parallel zu den Entwicklungsprojekten betreut werden. Im Jahr 2023 wurden 29 Produkte entwickelt und 15 Projekte innerhalb der R&D abgeschlossen. Parallel wurden 20 Änderungsanträge zu bestehenden Baugruppen bearbeitet und 4 Vorentwicklungsprojekte abgeschlossen. Zusätzlich wurden 28 neue Entwicklungsprojekte sowie 3 interne Projekte gestartet und zu bestehenden Produkten und laufenden Projekten wurden 26 Änderungsanträge gestellt. Im Mittel arbeitet die R&D sequenziell an ca. 70 aktiven Projekten und Änderungsanträgen. Im letzten Jahr wurde in den Gruppen Hardware und Software der Wissensaufbau im Bereich sicherheitsrelevanter Produkte weiter vorangetrieben. Speziell im Bereich Software wurden zusätzlich die Security Themen im Kontext von Cyber Resilience Act und Digital Services Act ausgebaut. Das Digitalisierungsprojekt bi.smart wurde gemeinsam mit dem KIT, der Universität Stuttgart und dem Fraunhofer IAO weiter vorangetrieben. Das ebenfalls gestartete Förderprojekt Invest.BW, ebenfalls in Kooperation mit der Universität Stuttgart zur Innovation für den Klimaschutz im Schaltschrank, wurde in der R&D plangemäß bearbeitet. Perspektivisch ist die R&D dabei die Anzahl der Mitarbeiter in 2024 weiter auszubauen und parallel die Prozesse zu verschlanken, um die anstehenden Projekte zu bearbeiten. Herausforderungen sind dabei weiterhin die langfristige Mitarbeiterbindung sowie die teilweise aktuell noch unklaren Auswirkungen aus dem Cyber Resilience Act. 6. Umweltschutz und Nachhaltigkeit Das Unternehmen ist sich der hohen unternehmerischen Verantwortung hinsichtlich Umwelt- und Klimaschutz bewusst. Umweltschutz ist daher ein bedeutender Baustein der Unternehmenspolitik. Die Einhaltung aller relevanten Gesetze und Vorschriften ist selbstverständlich. Neben Investitionen in den Umweltschutz wurde weiterhin in die Optimierung der Gebäudeisolation, Optimierung der Heiztechnik und des Brandschutzes investiert. Im Bereich der Produktneuentwicklung wurde und wird auf Energieeffizienz besonderen Wert gelegt. Die im Rahmen eines gemeinschaftlichen Forschungsprojektes zur Wärmeoptimierung und Thermodynamik im Schaltschrank gewonnenen Erkenntnisse wurden im Verdrahtungssystem AirSTREAM bereits erfolgreich umgesetzt. Die bereits in den Vorjahren begonnen Produktumstellungen mit dem Einsatz von umweltschonenden Materialien und Verfahren werden auch im Jahr 2024 fortgesetzt. D. Darstellung der Ertrags-, Vermögens-, Finanzlage Die Umsatzerlöse 2023 betrugen TEUR 84.039 und stiegen im Vergleich zum vergangenen Jahr um 6% an. Damit lag der Umsatz unter dem Budget, das von einer 11%igen Steigerung (im Durchschnitt) im Vergleich zum Vorjahr ausging. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung stieg die Gesamtleistung um 6% auf TEUR 84.927 nach TEUR 79.784 im Vorjahr. Die Materialquote in Bezug auf die Umsatzerlöse stieg von 67% auf 68% im Vergleich zum Vorjahr, die absoluten Beträge erhöhten sich von TEUR 53.383 auf TEUR 58.041. Hauptgrund hierfür waren vor allem starke Preissteigerungen für Rohstoffe, die sich erst zum Jahresende vorübergehend entspannten, Lieferengpässe und erhöhte Anstrengungen in der Produktionsorganisation. Dennoch erhöhte sich der Rohertrag aufgrund des gestiegenen Volumens. Der Anstieg des Personalaufwands um 7% auf TEUR 15.660 spiegelt neben dem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl unter Berücksichtigung struktureller Änderungen auch die im Jahr 2023 durchgeführten Lohn- und Gehaltsanpassungen und steuerfreien Sonderzahlungen wider; die Personalaufwandsquote stieg leicht von 18% auf 19%. Die Abschreibungen bleiben mit einer Quote von 1% auf gleichem Niveau des Vorjahres. Größere Anschaffungen in den Bereichen Produktion als auch IT wurden über Leasingkontrakte abgebildet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich von TEUR 10.020 auf TEUR 9.395, die Quote sank von 13% auf 11%. Der Rückgang ist im Wesentlichen bei den Aufwendungen aus innerbetrieblichen Verrechnungen sowie bei Aufwendungen für Forderungsverluste zu verzeichnen. Gegenläufig sind einzelne Aufwandspositionen leicht angestiegen, darunter Aufwendungen für Reisen, Messen, Mieten und Leasing sowie Provisionen für Handelsvertreter. Durch das erhöhte Umsatzvolumen wurde trotz der leicht erhöhten Material- und Personalaufwandsquoten die zentrale Zielsetzung für 2023, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften, erreicht, da die Kostenstrukturen im Fixkostenbereich grundsätzlich stabil gehalten werden konnten und auch strategische Projekte trotz der äußerlichen Einflussfaktoren planmäßig umgesetzt wurden. Das EBT lag im Berichtsjahr bei TEUR +854 (Vorjahr TEUR +1.209) und deutlich unter dem Plan. Die Bilanzsumme hat sich nur unwesentlich um rund 1% auf TEUR 39.646 erhöht. Auf der Aktivseite sind im Wesentlichen die Vorräte stichtagsbedingt sowie durch das gestiegene Geschäfts- und Auftragsvolumen von TEUR 20.916 auf TEUR 25.773 gestiegen. Der Anstieg der Vorräte ist darüber hinaus in dem strategisch gewollten Aufbau als Reaktion auf die Lieferengpässe am Beschaffungsmarkt und zur Gewährleistung der Lieferfähigkeit begründet. Im Gegenzug gingen insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zusammen um TEUR 3.922 auf TEUR 10.671 zurück. Auf der Passivseite stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien von TEUR 10.000 auf TEUR 10.703 an. Die weiteren Positionen der Passivseite entwickelten sich jeweils leicht gegenläufig ohne erwähnenswerte Einzeleffekte. Der gezielte Abbau der Vorräte und ein weiteres aktives Working-Capital-Management sowie die damit verbundene Freisetzung von Liquidität sind u.a. Hauptziele im Jahr 2024. Hierbei wurden bereits in 2023 Maßnahmen ergriffen, deren Erfolg sich im Jahr 2024 bereits widerspiegelt. Im Vergleich zum Dezember 2023 wurde bis Juni 2024 der Bestand an Roh-Hilfs- und Betriebsstoffen um rund TEUR 1.100 reduziert, der Gesamtbestand der Vorräte ging um ca. TEUR 2.300 zurück. Die Eigenkapitalquote ist mit 39,0% unwesentlich geringer als im Vorjahr (39,5%); aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags wird die Quote grundsätzlich durch die Veränderung der Bilanzsumme bestimmt. Trotz der beschriebenen Kapitalbindung im Working Capital und den getätigten Investitionen war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit gewährleistet. Bei zwei Kreditinstituten bestehen nicht ausgenutzte Kreditlinien von TEUR 1.347 bzw. TEUR 1.000. Das Jahr 2023 war aus Sicht der Geschäftsführung ein zufriedenstellendes Jahr, auch wenn die hochgesteckten Umsatzziele nicht ganz erreicht werden konnten. Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts eher neutral, da die Geschäftsentwicklung aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verhalten ist. Eine Herausforderung wird darin bestehen, die signifikanten Kosteninflationen über Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Absatzpreisanpassungen zu kompensieren, ohne nachhaltig an Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen. E. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 1. Merkmale des internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems Innerhalb der Gesellschaft sowie der gesamten LÜTZE-Gruppe gibt es eine klare und transparente Unternehmens- und Führungsstruktur, die so aufgebaut ist, dass Schlüsselfunktionen zentral gesteuert werden. Unterstützt wird dies durch ein internes Berichtswesen, wobei durch die kontinuierliche Berichterstattung an die Entscheidungsträger eine frühzeitige Risikokommunikation und dadurch auch Risikobewertung gewährleistet ist. Diese offene Kommunikation dient als Basis für die Entwicklung geeigneter Strategien im Umgang mit den jeweiligen Chancen bzw. Risiken, die einmal jährlich mit dem gesamten Managementteam rückwirkend als auch zukunftsgerichtet betrachtet werden. Das Risikomanagement wird darüber hinaus durch ein internes Kontrollsystem (IKS) ergänzt. Die Kernelemente dieses IKS sind ein grundsätzliches Vier-Augen-Prinzip sowie eine generelle Trennung von zentralen Funktionen, die durch Zugriffsbeschränkungen in den EDV-Systemen zusätzlich abgesichert ist. Das IKS wird informell regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und ggf. Maßnahmen eingeleitet, um die Wirksamkeit des IKS zu verbessern und den sich ändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Zudem können aus den jährlichen QM-, UM- und IRIS-Audits Schlussfolgerungen für die Wirksamkeit des IKS abgeleitet werden. 2. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die wesentlichen Chancen für die künftige Unternehmensentwicklung sieht LÜTZE vor allem in der positiven Entwicklung des Verkehrsträgers Bahn im Rahmen der Mobilitätsdebatte als auch in den Möglichkeiten rund um die Themen Industrie 4.0 und Schiene 4.0. Ein Umsatzwachstum soll durch Erweiterung des Produktportfolios erreicht werden, unterstützt durch eine gezielte Produkt- und Lösungsentwicklung für digitale Anwendungen und Anwendungsfeldern auf Schienenfahrzeugen. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden entstehen so weitere marktgerechte Produkte und hinsichtlich Digitalisierung werden weitere Dienstleistungen entwickelt und umgesetzt. Das Unternehmen richtet sich in jeder Beziehung dahingehend aus. Weitere als hoch eingeschätzte Chancen bieten die Verkürzung der Dauer der "Time-to-Market", also eine schnellere Markteinführung von Produkten, als auch eine verstärkte Fokussierung auf einzelne Produktgruppen, Anwendungsfälle und Branchen, verbunden mit darauf gezielt ausgerichteten Marketingaktionen und Vertriebsmaßnahmen. Die Zertifizierungen im Qualitätsmanagement (ISO 9001:2015), Umweltmanagement (ISO 14001:2015) und die IRIS Rev.04 (ISO 22163:2023) unterstützt im Gesamten die Sicherstellung und kontinuierliche Steigerung der Produkt- und Prozessqualität. Die wesentlichen Risiken liegen in einem verlangsamten Wachstum der Weltwirtschaft sowie in dem Risiko der Errichtung globaler Handelshemmnisse, verursacht durch welt- und geopolitische Effekte vor allem zwischen der EU, USA, Russland und China. Dies kann bei allen Wirtschaftsbeteiligten zu Verunsicherung führen und damit ein zurückhaltendes Handeln verursachen. In der Folge können Kosten- und Wettbewerbsdruck erheblich ansteigen. Wechselkursschwankungen bei den Leitwährungen können zu einer Erhöhung von Rohstoff- und Energiepreisen führen. Ein weiteres, weniger hoch eingeschätztes Risiko wird in einem Preis- und Margenverfall und der Abhängigkeit von Großprojekten gesehen. Diesem wird durch eine strategische Ausrichtung der Produktpalette, dem Fokus auf spezifisch ausgewählte Branchen sowie dem Ausbau neuer Märkte (vor allem im Bereich der Bahntechnik), einhergehend mit Effizienzsteigerungen in allen Bereichen der Wertschöpfungskette entgegengewirkt. Die Vorhaltung von qualifiziertem Personal an den Standorten Weinstadt und Köln stellt eine weitere als mittel eingeschätzte Herausforderung dar, der LÜTZE durch regionale Fokussierung als auch eigene Aus- und Weiterbildung sowie Mitarbeiterbindung begegnet. Zur Verbesserung des Cashflows wird das Forderungsmanagement stringent durchgeführt und der Optimierung des Lagerbestandes und der Durchlaufzeiten in der Fertigung wird eine erhöhte Bedeutung beigemessen. Die gesicherte Finanzierungsstruktur unserer Investitionen und des laufenden Geschäftsbetriebs sowie eine stabile Eigenkapitalquote minimieren eventuelle Finanz- und Liquiditätsrisiken. Hinsichtlich der Gesamtrisikosituation sind die derzeit erkennbaren Risiken für LÜTZE beherrschbar und stellen weder einzeln noch in Kombination eine Gefahr für den Bestand des Unternehmens dar. F. Ausblick Das Jahr 2024 ist bis dato bestimmt durch die zurückhaltenden Investitionen in Europa und Asien im allgemeinen Maschinenbau und der Automobilindustrie, sowie die anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und im Gazastreifen mit deren gravierenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Letzteres hat allerdings für die LÜTZE-Gruppe nur indirekten Einfluss auf den Absatzmarkt, da in die involvierten Länder keine direkten Lieferungen stattfinden. Aus den erstgenannten Faktoren zeichnen sich für die LÜTZE-Gruppe bereits insoweit Auswirkungen auf die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres ab, als es teilweise zu einer mangelnden Auslastung gekommen ist. Daneben belasten die gestiegenen Lohn- und Energiekosten, wieder stärker gestiegene Materialpreise und Kosten der Logistik das Ergebnis. Um Produktionsengpässe aufgrund von weiteren möglichen Knappheiten bei der Verfügbarkeit von Rohstoffen bzw. Bauteilen frühzeitig zu vermeiden, könnte entgegen der ursprünglichen Zielsetzung eine zusätzliche Lagerbevorratung mit negativen Auswirkungen auf die Liquidität notwendig werden. Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung, waren die möglichen Beeinträchtigungen auf unsere weitreichenden Geschäftsbeziehungen jedoch noch nicht hinreichend abschätzbar. Mögliche Auswirkungen werden dementsprechend fortlaufend analysiert. Gemäß des ZVEI-Konjunktur-Barometers vom Juli 2024 (Datenbasis Mai 2024) verfehlten in den zusammengenommenen ersten fünf Monaten des Jahres die Auftragseingänge ihren Wert des entsprechenden Vorjahres um -11,3%. Dabei war der Rückgang der Bestellungen von Geschäftspartnern aus dem Inland mit -14,5% ausgeprägter als der aus dem Ausland (-8,6%). Was schließlich die Orders aus dem Euroraum und aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums anbelangt, so fielen deren Werte zwischen Januar und Mai um 7,5% bzw. 9,2% niedriger aus als noch 2023. Die reale, d.h. um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland ist im Mai 2024 um 15,7% gegenüber Vorjahr gesunken. Allenfalls ein geringer Teil dieses Rücksetzers lässt sich mit weniger Arbeitstagen erklären. In den ersten fünf Monaten d.J. verfehlte der aggregierte Branchenoutput sein Vorjahreslevel damit um 9,7%. Auch in unserer ursprünglichen Planung für das Jahr 2024 gingen wir von Umsatzsteigerungen von im Schnitt +17%, auf rund TEUR 98.000, sowie einem positiven EBT von ca. TEUR 4.500 aus. Die aktuelle Entwicklung bis Ende Juni 2024 zeigt aber, dass der Umsatz fast 10% unter dem Vorjahr liegt. Insbesondere vor dem Hintergrund der oben genannten Umstände und unter Berücksichtigung des Ausgangs der Wahlen in den USA ist der weitere Geschäftsverlauf zum Aufstellungszeitpunkt nur sehr bedingt abschätzbar und entsprechend mit Unsicherheiten behaftet. Diese Wirtschaftlichen Randbedingungen erfordern fortlaufende Analyse und permanentes Anpassen an sich laufend verändernde Situationen und sehr flexibles "Steuern auf Sicht".
Weinstadt, den 25. Juli 2024 Friedrich Lütze GmbH Martin Teufel Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung am 26. September 2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Friedrich Lütze GmbH, Weinstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Friedrich Lütze GmbH, Weinstadt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Friedrich Lütze GmbH, Weinstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 31. Juli 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Peter Schill, Wirtschaftsprüfer Dagmar Liphardt, Wirtschaftsprüferin |
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