Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 734
Eingetragen
8.1.1982
Branche
Vermittlung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von ArbeitskräftenSonstige Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Verleihung von Arbeitskräften (Arbeitnehmerüberlassung) sowie Personalberatung und Ausführung von Malerarbeiten; Arbeitsvermittlung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Melanie Schiffelholz
seit 31.1.2023
Prokura
Michael Blank
seit 31.1.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert76.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Avis Beteiligungsgesellschaft mbH
76.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
19.429 €
76.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH

Asbach-Bäumenheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für 2022

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

Der AvJS-Konzern ist ein in Deutschland tätiges Dienstleistungsunternehmen mit starker Konzentration auf die Überlassung von Arbeitskräften (Arbeitnehmerüberlassung), insbesondere im gewerblich-technischen Bereich. Weitere angebotene Leistungen sind die Übernahme organisatorischer Aufgaben im Umfeld der Zeitarbeit unter anderem das Master-Vendor und OnSite-Management sowie der Personalvermittlung.

Die Märkte (Absatz- und Arbeitsmarkt) für unsere Leistungen befinden sich unverändert primär in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen.

In den Konzernabschluss des Mutterunternehmens AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH, Asbach-Bäumenheim, (kurz: AvJS BG) sind die vollkonsolidierten Tochterunternehmen AvJS Personal auf Zeit GmbH, Asbach-Bäumenheim (kurz: AvJS), die Sauter Personaldienste GmbH, Ravensburg (kurz: Sauter) die AvJS OnSite GmbH, Asbach-Bäumenheim (kurz: OnSite) sowie die AMZ GmbH, Asbach-Bäumenheim (kurz: AMZ), eingeschlossen.

Im Folgenden bezeichnen wir unsere Mitarbeiter, die im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung, bei unseren Kunden eingesetzt werden, als Servicemitarbeiter. Aus Branchensicht werden die Mitarbeiter auch als Zeitarbeitnehmer resp. Leiharbeitnehmer bezeichnet. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht bezeichnen wir die Differenz zwischen den durch die Überlassung generierten Umsatzerlöse und den für die Löhne generierten Personalaufwendungen unserer Servicemitarbeiter inkl. Personalnebenkosten und Fehlzeitenkosten (Unproduktivkosten) als Rohertrag. Die Mitarbeiter der Niederlassungen und der zentralen Verwaltung werden als interne Mitarbeiter bezeichnet.

2. Wirtschafts- und Branchenbericht 2022

2.1. Einflüsse durch das Corona-Virus

Das Wirtschaftsgeschehen des Geschäftsjahres 2022 war nach 2020 und 2021 nochmals von der Corona-Virus-Pandemie beeinflusst.

Nachdem die Delta-Variante mittels Mehrfach-Impfung erheblich an Bedeutung verlor, löste die neue Virusvariante Omikron eine vergleichsweise unerwartet hohe Inzidenz aus. Dies machte sich im Geschäftsjahr 2022 bemerkbar mit hohen Fallzahlen an Infizierten, die mit den steigenden Temperaturen überraschenderweise nicht rückläufig wurden. Im Jahr 2021 hatten sich die steigenden Temperaturen noch positiv auf sinkende Inzidenzen ausgewirkt, wenngleich im Herbst/Winter 2021 bereits die Virusvariante Omikron für überproportional hohe Inzidenzen sorgte.

Ein weiterer Effekt, den das Corona-Virus in 2022 auslöste - wenn auch nur mittelbar-, war eine starke Grippewelle (Influenza), beginnend im November 2022. Der Grund lag vermutlich im geschwächten Immunsystem der Bevölkerung durch das sehr lange Tragen von Masken.

So stieg die offizielle Anzahl der gemeldeten Grippefälle (Meldungen der Labore an das RKI auf Wochenbasis) von 2.316 in der 44. KW auf 57.396 in der 50. KW. Die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher. Dies entspricht einer Ver-25-Fachung innerhalb von 6 Wochen.

Das Corona-Virus hatte somit im Geschäftsjahr 2022 einen erheblichen Einfluss auf die Krankquote in Deutschland. Nach Angabe der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV, Quelle Statista/durchschnittlicher Krankstand seit 1991) stieg die Krankquote von 4,34% in 2021 auf 5,62% in 2022. Nur im Jahr 1995 gab es überhaupt eine Krankquote von über 5% (5,07%) seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1991. Damit wurde ein deutlicher neuer Spitzenwert erreicht, der der deutschen Wirtschaft - und insbesondere der Zeitarbeitsbranche - deutlich negativ beeinflusste. Insbesondere der wirtschaftliche Erfolg der Zeitarbeitsbranche korrespondiert stark mit hohen Beschäftigungsquoten, die durch Feiertage an Wochentagen, Urlaubsansprüchen, Krankquoten und Garantiezeiten (keine direkter Folgeeinsatz der Servicemitarbeiter nach Überlassung an einen Kunden) belastet werden (sog. branchenspezifische Fehlzeiten).

Bekanntermaßen existiert in Deutschland nicht nur ein Fachkräftemangel, sondern ein genereller Arbeitskräftemangel, der durch die hohe Krankquote im Jahr 2022 weiter verschärft wurde.

Auch im Geschäftsjahr 2022 wurden die betrieblichen Corona-Maßnahmen in der AvJS-Gruppe konsequent umgesetzt, wenngleich die Präventivmaßnahmen im Zeitverlauf abnahmen. Damit folgte die Organisation den Empfehlungen des RKI resp. des Gesundheitsministerium der Regierung im Zuge der sog. Lockerungen.

Im Jahr 2022 wurden weiterhin folgende Einzelmaßnahmen umgesetzt:

Regelmäßige Kommunikation an alle Mitarbeiter und Kunden, u.a. der Hygiene- und Arbeitsschutzmaßnahmen durch unsere Arbeitssicherheit.

Umsetzung von Arbeitsstrukturen sowie Arbeitssicherheits- und Hygienevorschriften, mit fortlaufendem Angebot von Home-Office, Testangeboten usw.

Alle Maßnahmen wurden laufend überprüft und nachgebessert bzw. wo gesetzlich notwendig angepasst und ergänzt.

2.2. Einflüsse des Ukraine Konfliktes

Der seit Februar 2022 bestehende Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hatte spürbaren Einfluss auf die deutsche und weltweite Industrie. Der Lagebericht bezieht dazu an verschiedenen Punkten wiederkehrend Stellung (siehe Punkt 3: Aktuelle Wirtschaftslage "Ukraine-Krieg", "Risiko-, Chancen- und Prognosebericht")

2.3. Wirtschaftliche Entwicklung

Basierend auf Quellen der Bundesagentur für Arbeit (Blickpunkt Arbeitsmarkt - Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt, Nürnberg, Dezember 2022) und Angaben zur wirtschaftlichen Entwicklung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, ergeben sich folgende Ausführungen:

Die deutsche Wirtschaft konnte in 2022 trotz des Angriffskrieges der Russen auf die benachbarte Ukraine und der damit unmittelbar verbundenen Energiekrise sowie einer hohen Inflation (preisbereinigt) wachsen. Laut der amtlichen Schätzung des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2022 um 1,8 % angestiegen (kalenderbereinigt 1,9%), nach einem Wachstumsplus von 2,7 % im Jahr 2021.

Gründe für den positiven Verlauf waren vor allem Nachholeffekte beim privaten Konsum und der Produktion. Dennoch dürften die zunehmend bei den Verbrauchern ankommenden Preissteigerungen infolge der damit verbundenen Kaufkraftverluste die Aussichten für den privaten Konsum spürbar dämpfen. Auch wenn die Industrie im Durchschnitt bislang vergleichsweise gut mit den gestiegenen Energiepreisen klarkommt, sind die Auswirkungen der Energiepreiskrise sichtbar, insbesondere in den energieintensiven Bereichen. So lag die Produktion in der besonders betroffenen chemischen Industrie im November rund 20 % unter dem durchschnittlichen Niveau des Jahres 2021. Zusätzlich sorgten die unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven und steigende Zinsen dafür, dass viele Investitionsprojekte zunächst zurückgestellt wurden. Insbesondere in der Baubranche verlief die Entwicklung seit Beginn des Jahres 2023 schwach, weil die Finanzierung deutlich teurer geworden ist.

Die Lage in der Industrie stellt sich zuletzt aber günstiger dar. So stabilisierte sich die Industrieproduktion nach einem schwachen Start ins vierte Quartal im November wieder. Das ifo Geschäftsklima hat sich im Dezember weiter aufgehellt, auch weil sich in den kommenden Monaten die Materialengpässe weiter abbauen dürften (Quelle: bmwk.de). Ebenso haben die Beschlüsse der Bundesregierung zur Gas- und Strompreisbremse dazu beigetragen, dass sich die Stimmung in den Unternehmen, aber auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern, weiter verbessert hat. Der Ausblick auf die Industriekonjunktur im ersten Quartal des neuen Jahres bleibt aber angesichts einer weiterhin schwachen Nachfrage jedoch verhalten. Die Weltwirtschaft hat sich zuletzt wieder abgekühlt, was die heimische Industrie in Form deutlich nachlassender Aufträge aus dem Ausland zu spüren bekommt.

Im Dezember 2022 gab es nach vorläufiger Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit in der Summe 4.505.000 Menschen, die Lohnersatzleistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit) oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Arbeitsuchende nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) erhalten haben.

Im Dezember 2022 waren 748.000 Menschen arbeitslosengeldberechtigt, während 3.814.000 Menschen Ansprüche an die Grundsicherung für Arbeitsuchende hatten. Binnen eines Jahres ist die Zahl der Leistungsberechtigten von Arbeitslosengeld um 18.000 gestiegen. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende wurden seit Dezember des letzten Jahres 226.000 erwerbsfähige Leistungsberechtigte mehr gezählt.

Somit zeigt sich deutlich, dass der deutsche Arbeitsmarkt auch in 2022 sehr robust war und die sich abschwächende Konjunktur, Energie- und Klimakrise und der Ukrainekrieg nicht negativ auf den Arbeitsmarkt auswirkte.

So sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) im Jahresdurchschnitt zwar deutlich gesunken, im Jahresverlauf aber wegen der Erfassung ukrainischer Geflüchteter merklich gestiegen. Ohne die ukrainischen Staatsangehörigen hätte es auch im Jahresverlauf Rückgänge gegeben, allerdings mit moderaten saisonbereinigten Zuwächsen in der zweiten Jahreshälfte. Gleichzeitig haben sich Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den Jahreswerten wie im Jahresverlauf deutlich erhöht. Dabei hat die Zahl der Kurzarbeiter jahresdurchschnittlich stark abgenommen, auch wenn in der zweiten Jahreshälfte infolge der Energiekrise wieder Anstiege zu verzeichnen waren.

2.4. Branchenentwicklung

Die Zeitarbeitsbranche zeigt sich im 1. Halbjahr 2022 weiterhin stabil. Die Anzahl an Zeitarbeitnehmern liegt im Juni 2022 bei rund 835.000 und damit rund 1% über dem Vorjahreswert (Juni 2021: rund 834.000).

Der Anbietermarkt in der Zeitarbeit ist nach wie vor stark fragmentiert. Die Zahl der Betriebe zum 30.06.2022 mit Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung beträgt 10.872 und bewegt sich somit auf Vorjahresniveau.

Auch im Jahr 2022 stiegen die Löhne gemäß den Vereinbarungen aus dem Tarifvertrag deutlich. Zudem hat sich die Tarifgemeinschaft aus dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IGZ) mit der Tarifgemeinschaft Zeitarbeit der Einzelgewerkschaften beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) auf einen neuen Tarifabschluss geeinigt.

So stiegen zum 1. Oktober 2022 im Zuge der Einführung des Mindestlohns auf 12 EUR in den unteren Entgeltgruppen 1 der Stundenlohn auf 12,43 EUR, kommend von 10,88 EUR. Weitere Anpassungen erfolgen zum 1. April 2023 auf 13 EUR und zum 1. Januar 2024 auf 13,50 EUR. In der Stufe 2a steigt der Lohn von 12,63 EUR (zum 1.10.2022) bis auf 13,80 EUR und in der Stufe 3 von 12,93 EUR bis auf 14,15 EUR, ebenfalls im dreistufigen Verfahren.

Die tariflichen Anpassungen im Geschäftsjahr 2022 konnten in aller Regel an die Entleihbetriebe ergebnisneutral durchgereicht werden. Bei den deutlich erhöhten Fehlzeitenkosten, insbesondere durch die hohe Krankheitsquote, waren die Weiterberechnungen an die Entleihbetriebe nur bedingt möglich und gingen voll zu Lasten der Verleiher. Damit entstand ein enormer Ergebnisdruck innerhalb der Branche.

3. Aktuelle Wirtschaftslage "Ukraine-Krieg"

Der nach wie vor in der Ukraine herrschende Krieg mit Russland könnte erhebliche wirtschaftliche Folgen haben.

Viele Experten und Institute gehen von einem Rückgang des BIP im Jahr 2023 aus. Das Ausmaß ist aber höchst ungewiss. Während der Sachverständigenrat nur von einem Minus von 0,3 % ausgeht, erwartet beispielsweise das Institut der deutschen Wirtschaft eine Stagnation. Die DIHK kommt nach einer aktuellen Unternehmensbefragung sogar zu einem Minus von 3 %.

Insbesondere die gewerbliche Zeitarbeit in Deutschland gilt als frühzyklisch. Strukturell sind derzeit auf der Nachfrageseite seitens der Betriebe keine massiven Einbrüche zu verzeichnen, allerdings auch keine spürbaren Wachstumsimpulse. Übernahmen der Zeitarbeitnehmer durch die Entleihbetriebe können durch den Arbeitskräftemangel auch bei der Zeitarbeit vielmals nicht aufgefangen werden. Dies könnte zu einem Rückgang der Zeitarbeitnehmer*innen im Jahr 2023 führen.

Sollte es wider Erwarten zu unvorhersehbaren Nachfrageeinbrüchen in der Zeitarbeit kommen, könnte die Bundesregierung vergleichbare beschäftigungssichernde Maßnahmen ergreifen, wie in der Pandemie. Dies betrifft insbesondere die Öffnung der Kurzarbeit für Leiharbeitnehmer*innen.

II. Wirtschaftsbericht der AvJS-Gruppe 2022

1. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 war für die AvJS-Gruppe ein Jubiläumsjahr. Das Unternehmen schaut nach seiner Gründung im Jahr 1982 auf eine 40-jährige Unternehmensgeschichte zurück.

Diesen Anlass nutze die Unternehmensgruppe, um seine Markt- und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern. Unter dem Motto "Wir feiern nicht uns, sondern Sie" wurde eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt, die der Steigerung des Bekanntheitsgrades und dem Image dienen sollten.

Es bot sich eine herausragende Gelegenheit die strategische Neupositionierung mit dem Claim als DIE PERSONAL PROFILER zu untermauern. Eine ganzjährig angelegte Kommunikations- und Marketingkampagne sollte aber auch weitere Ziele erfüllen. Zum einen war es unsere Zielsetzung, in Richtung des Absatzmarktes neue attraktive Kunden zu gewinnen und bedeutende Kunden stärker an uns zu binden. In Richtung des Arbeitsmarktes wollten wir unsere Wahrnehmung als moderner Personaldienstleister deutlich erhöhen und dadurch interessante und mehr Bewerber generieren. Zudem sollte eine flankierende Social Media Kampagne die Erreichung dieser Ziele stützen. Maßnahmen wie 40 Jahre - 40 Stimmen, 40 Jahre - 40 Gründe (B2B, Kundenbetriebe), 40 Jahre - 40 Vorteile (B2C, Candidate/Bewerber) bildeten das Herzstück der Kampagne. Flankierend erfolgten viele weitere Aktionen und Maßnahmen.

In Summe konnten wir das Jubiläumsjahr und die oben beschriebenen Maßnahmen erfolgreich umsetzen und damit einen weiteren wichtigen Baustein für die Zukunftsfähigkeit der AvJS-Gruppe legen.

Zudem erhielt die Unternehmensgruppe zwei wichtige Auszeichnungen, die medial verwertet wurden. Zum einen wurde das Unternehmen vom FOCUS zum TOP Nationalen Arbeitgeber 2022 ausgezeichnet und zum anderen erhielt das Unternehmen von KUNUNU die Auszeichnung TOP Company 2022. Beide Auszeichnungen erhielt die Gruppe auch bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2023. Diese Auszeichnungen spiegeln die Kontinuität und das neue Qualitäts- und Serviceverständnis der Unternehmensgruppe seit der Neuausrichtung im Jahr 2020 wider und verstehen wir als Verpflichtung gegenüber Bewerbern, Mitarbeitern und Kunden.

Trotz aller beschriebenen Erfolge war das Geschäftsjahr 2022 geprägt von sehr schwierigen Rahmenbedingungen. Die langanhaltende Pandemie und deren Mutationen/Varianten sowie die darauffolgende Grippewelle belasteten den Beschäftigungsgrad/-quote unserer Zeitarbeitnehmer durch hohe krankheitsbedingte Ausfallquoten in einem nie erlebten Umfang. Die Übernahmequote unserer Zeitarbeitnehmer durch die Kundenbetriebe ist auf einem weiterhin hohen Niveau und sogar noch weiter angestiegen. Nachbesetzungen gestalteten sich aufgrund des Arbeitskräftemangels zunehmend aufwendiger und kostenintensiver, was nicht immer durchgehend gelang.

Die in 2020 erfolgten Veränderungen - im Sinne der strategischen, strukturellen und prozessualen Neuausrichtung - zeigten in 2022, gepaart mit den Jubiläumsaktionen, größere Erfolge. Dies zeigt sich insbesondere in der Kundenstruktur, da zunehmend branchenzuschlagspflichtige Unternehmen gewonnen werden konnten. Die damit verbundene höhere Entlohnung macht uns als Arbeitgeber nicht nur attraktiver, sondern es handelt sich auch um ein margenstärkeres Geschäft. Zudem hat das Gewinnen von Mitarbeitern aus dem internationalen Umfeld (insbesondere Osteuropa) in der AvJS-Gruppe weiter enorm an Bedeutung gewonnen. Die Quote liegt Ende 2022 bereits bei 10-15%.

Diese Erfolge konnten die enormen Kostenbelastungen aus den hohen Krankheitsquoten und gestiegenen bezahlten Feiertagen (im Vergleich zu 2021) aber nicht im vollen Umfang kompensieren, konnten aber bei Normalisierung der Krankquoten große Erfolgsfaktoren in der Zukunft darstellen.

Zudem wurde die Digitalisierungsstrategie und damit verbunden Prozessinnovationen und Effizienzverbesserungen - insbesondere in der Service- und Dienstleistungszentrale in Asbach-Bäumenheim - erfolgreich umgesetzt. Dies hat zu einer Kostenreduktion bei gleichzeitiger Leistungsverbesserung geführt.

Auch wurde der Rechenzentrumsbetrieb der Unternehmensgruppe an einen außenstehenden Dienstleister übertragen und in moderne Cloud-Lösungen überführt. Gegen mögliche Risiken aus Cyberangriffen sind wir dadurch besser gewappnet. Auch wurde in 2022 eine Cyber-Versicherung abgeschlossen und potenzielle finanzielle Risiken bei einem namhaften Versicherer versichert. Weiterhin wurde die technische Ausstattung des Unternehmens zur Verbesserung der Performance verbessert.

Unsere Fuhr- und Wohnparks werden seit 2022 besser gemanagt. Durch Effizienzverbesserungen konnte dadurch die Wirtschaftlichkeit durch Reduzierung nicht gedeckter Kosten optimiert werden. Insbesondere Fahrdienste wurden überprüft, optimiert oder eingestellt. Übliche Kostenbeteiligungen durch Kunden und Mitarbeiter wurden ebenso eingeführt.

So befindet sich die Gruppe weiterhin auf einem guten Weg und in der Gewinnzone. Der Umsatz konnte zum Vorjahr um 1 % auf TEUR 45.162 leicht gesteigert werden. Mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 808 (Unternehmensergebnis nach Steuern, Zinsen und Abschreibungen) bewegt sich die Firmengruppe auf einem guten Weg zur Erreichung der mittelfristigen Unternehmensziele.

Die Steuerung des Unternehmens erfolgt weiterhin über diverse Dashboards (KER-Dashboard, Operation-Dashboard, Financial-Dashboards, Marketing-Dashboards, Mobilitäts-Dashboard, etc.) und monatlich stattfindenden Review-Meetings mit den zentralen und operativen Führungskräften (Niederlassungsleitern).

2. Ertragslage

Die wesentlichen Werttreiber des Konzernjahresergebnisses des AvJS-Konzerns sind branchenbedingt die Umsatzerlöse sowie der Personalaufwand.

Von den Umsatzerlösen entfallen rd. 85,7 % (Vj. rd. 86,9 %) auf die AvJS, rd. 11,2 % (Vj. rd. 11,9 %) auf SAUTER sowie rd. 3,1 % (Vj. rd. 1,2 %) auf die AMZ, OnSite und Beteiligungsgesellschaft. Im Berichtsjahr wurden Umsatzsteigerungen nur bei der AvJS Personal auf Zeit GmbH erzielt.

Die Personalaufwandsquote liegt mit 91,5 % höher als das Vorjahresniveau von 89,2 %. Hierbei sind die relativen Lohnaufwendungen für die externen Mitarbeiter - als wesentlicher Bestandteil der Personalaufwendungen - höher als Vorjahresniveau. Begründet ist dieses im Wesentlichen durch den im Jahr 2021 nicht zurückzustellenden Beitrag für die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) für das Geschäftsjahr 2021 aufgrund der Umstellung der Beitragsabrechnung auf das Vorschussverfahren durch die VBG, welche im Geschäftsjahr 2022 wieder berücksichtigt werden musste.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich trotz des höheren Umsatzvolumens reduziert von TEUR 3.782 auf TEUR 3.612, relativ zu den Umsatzerlösen auf 8,0 % (Vj. 8,4 %). Die reduzierten betrieblichen Kosten sind größtenteils durch reduzierte Mietkosten zu erklären, wobei sich die Spritkosten gegenläufig entwickelten.

Die Abschreibungen lagen im Vergleich zum Vorjahr auf leicht erhöhtem Niveau (TEUR 209 in 2022 gegenüber TEUR 183 in 2021).

Insgesamt hat sich die Ertragslage auch gegenüber dem Vorjahr stabilisiert und es konnte ein substanzielles positives Ergebnis erzielt werden. Anzumerken ist, dass im Geschäftsjahr 2021 durch den Entfall des VBG-Beitrages und Auflösung der dafür gebildeten Rückstellungen das Ergebnis verbessert war. Ohne diesen Sondereffekt im Geschäftsjahr 2021 wäre im Geschäftsjahr 2022 eine Ergebnisverbesserung zu 2021 erreicht worden. Diese resultiert aus einem erhöhtem Geschäftsvolumen im Berichtsjahr mit relativ zum Umsatz geringer gestiegen Personalkosten (bereinigt) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Das Zinsergebnis (TEUR -200; Vj. TEUR -188) ist ungefähr vergleichbar mit dem Vorjahr.

Das EBIT liegt bei TEUR 1.005 (Vj. TEUR 1.733). Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf TEUR 832 (Vj. TEUR 1.579). Unter Berücksichtigung der fehlenden Ertragsteuern in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR 74) und den Sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 28 (Vj. TEUR 34) ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 808 (Vj. TEUR 1.471).

3. Konzernkapitalstruktur

Zum Abschlussstichtag weist die AvJS-Gruppe einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 3.987 (Vj. TEUR 4.795) aus. Das Fremdkapital (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) entfällt mit TEUR 10.331 (Vj. TEUR 10.129) auf Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen. Bereits zum 24.06.2020 wurden die Laufzeitverlängerung bis zum 31.12.2025 und die Beibehaltung der Zinsvereinbarung vom Vorjahr zwischen der Gesellschaft und den Gesellschaftern vereinbart. Aufgrund der Laufzeit werden die Gesellschafterdarlehen als mittelfristig ausgewiesen.

Die Investitionen des Berichtszeitraums beliefen sich auf insgesamt TEUR 246 (Vj. TEUR 271). Diese entfielen nahezu ausschließlich auf Ersatzinvestitionen in den Fuhrpark und IT-Infrastruktur.

4. Konzernfinanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit TEUR -406 negativ, im Vorjahr lag dieser bei TEUR 1.552. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen sowohl auf den geringeren Jahresüberschuss als auch auf die Entwicklung der Forderungen und Verbindlichkeiten und dem deutlichen Rückgang der Rückstellungen zum Stichtag zurückzuführen.

Auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr wurde von Tilgungen auf die (Gesellschafter-) Darlehen (diese sind endfällig und die Zinsen werden thesauriert) abgesehen. Der Finanzmittelfonds zum Stichtag 31. Dezember 2022, welcher sich lediglich aus den liquiden Mitteln (Kasse, Bank) zusammensetzt, haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 44 reduziert.

Die Liquiditätssituation des AvJS-Konzerns zum Berichtsstichtag kann weiterhin unverändert als gut angesehen werden. Es standen liquide Mittel in Höhe von TEUR 4.463 (Vj. TEUR 4.507) sowie angemessene Kreditlinien bei Kreditinstituten zur Verfügung.

5. Vermögenslage

Die Aktivseite der Bilanz wird hauptsächlich von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (TEUR 1.436 rd.9 % der Bilanzsumme; Vj. TEUR 1.649 rd. 10 % der Bilanzsumme) und kurzfristigen Forderungen (TEUR 5.762, rd. 36 % der Bilanzsumme; Vj. TEUR 5.666, rd. 34 % der Bilanzsumme) geprägt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich entsprechend der Umsatzentwicklung auf TEUR 5.541 (Vj. TEUR 5.235) erhöht.

Die Passivseite der Bilanz ist neben dem Rückgang der Rückstellungen im Wesentlichen geprägt durch die Gesellschafterdarlehen.

Aufgrund des positiven Jahresergebnis, der Reduzierung der sonstigen Rückstellungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten hat sich die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 um TEUR 984 auf TEUR 15.829 (Vj. TEUR 16.813) reduziert.

6. Gesamtaussage zur Lage des Konzerns

Die Konzernbilanz weist zum Stichtag einen nicht durch Konzerneigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 3.987 (Vj. TEUR 4.795) aus. Die Ertragslage der AvJS-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Das EBIT lag bei TEUR 1.005 (Vj. TEUR 1.733) und der Konzernjahresüberschuss lag bei TEUR 808 (Vj. TEUR 1.471).

Die ursprünglichen Erwartungen des Konzerns im Hinblick auf die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie des EBIT und des Konzernergebnisses für das abgelaufene Geschäftsjahr konnten nicht gänzlich erfüllt werden. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen von der Geschäftsführung aber dennoch als zufriedenstellend eingeschätzt.

7. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für die AVJS-Gruppe sind Umsatz, EBIT und Konzernjahresergebnis. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren spielt insbesondere der Beschäftigungsgrad resp. die Auslastungsquote der AVJS-Mitarbeiter eine entscheidende Rolle. Im Jahr 2022 wurde die Branche von einer höheren Feiertags- und Krankquote im Vergleich zu 2021 belastet.

III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Risiken

Die weltweiten Konjunkturprognosen fallen derzeit etwas optimistischer aus als noch im Herbst/Winter 2022. Insgesamt scheint die Pandemie überwunden und funktionierende Lieferketten scheinen sich wieder zu stabilisieren. Der Internationale Währungsfonds sieht den wesentlichen Grund in der Abkehr Chinas von der Null-Covid-Politik. So erwartet der IWF ein weltweites Wirtschaftswachstum von rund 2,9% (Quelle: IWF-Konjunktur-Weltwirtschaft-Prognose).

Die positive Einschätzung zur Weltwirtschaft strahlt auch auf die Eurozone aus, wenngleich auf deutlich niedrigerem Niveau. So erwartet der IWF ein Wachstum in der EU von 0,7 % im Jahr 2023. Die befürchtete Rezession in Deutschland scheint sich nicht zu realisieren. Der IWF geht von einem minimalen Wachstum von 0,1 Prozent aus. Die diversen politischen Maßnahmen wie Deckelungen von Energiepreisen und sonstige Entlastungspakete wirken sich offensichtlich positiv aus.

Dennoch bleibt der Ukrainekrieg ein Damoklesschwert mit ungewissem Ausgang. Insbesondere die großen Weltmächte China und USA nehmen zunehmend Schlüsselrollen ein und der Ton zwischen diesen Supermächten wird schärfer. Wechselseitige Sanktionen resp. Ankündigungen dieser sorgen für Unsicherheiten, auch in der Wirtschaft. So sind die Entwicklungen der Handelsbeziehungen der größten Industrienationen USA und China von entscheidender Bedeutung, auch für die Zeitarbeit in Deutschland. Große Entleihbetriebe sind in stark exportorientierten Industrien tätig. Zudem könnten bei eskalierenden Konflikten wieder Lieferengpässe entstehen, da insbesondere der Import von Zulieferteilen aus China von essenzieller Bedeutung für deutsche Produktionen und Produkte sind.

Die Inflationsrate verbleibt auch im Jahr 2023 auf hohem Niveau, mit leicht abnehmender Tendenz. Voraussichtlich wird die Inflationsquote von 7,9% im Jahresdurchschnitt 2022 auf rund 6,0 - 6,5% in diesem Jahr sinken.

Trotz deutlich abgekühlter Konjunktur erwarten die Arbeitsmarktexperten einen stabilen Arbeitsmarkt in Deutschland. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht in seinem aktuellen Bericht zur wirtschaftlichen Lage Februar 2023 von einer weiter steigenden Beschäftigung bei stagnierender Arbeitslosigkeit aus.

Risiko- und Chancenbericht

Branchenrisiken

Die gewerbliche Zeitarbeit gilt traditionell als frühzyklisch und erfahrungsgemäß bestehen unmittelbare Reaktionen auf konjunkturelle Veränderungen. In der Vergangenheit spiegelte sich die Abkühlung der Konjunktur im reduzierten Nachfrageverhalten der Entleihbetriebe wider. Bereits im letzten Jahr und auch gegenwärtig zeigt sich der Arbeitsmarkt trotz der negativen konjunkturellen Entwicklung stabil. Auch die Nachfrage nach Zeitpersonal ist stabil, wenngleich zu Beginn eines Geschäftsjahres saisonal die Anzahl der Aufträge abnimmt. Die AvJS-Gruppe erwartet aber mit dem 2. Quartal 2023 einen verstärkten Auftragseingang, sofern nicht unerwartete extrinsische Einflüsse eintreten.

Da sich das primäre Marktgebiet der AvJS-Gruppe in Süddeutschland befindet, ist der Einfluss der auf Wochentage fallenden Feiertage für die Rohertragsentwicklung bedeutsam. In diesem Jahr und in den Folgejahren ist die Anzahl besonders hoch und belastet den Rohertrag und das Unternehmensergebnis der Gruppe im besonderen Maße. Auch das Risiko der Fortsetzung hoher Krankheitsquoten wie im Jahr 2022 ist gegeben, aber nicht wahrscheinlich.

Zum 1. April 2023 wurden zudem die Tariflöhne nochmals deutlich ansteigen und diese müssen an die Entleihbetriebe mindestens margenneutral durchgereicht werden. Dies könnte das Nachfrageverhalten der Entleihbetriebe verändern resp. Übernahmen der Zeitarbeitnehmer in den Entleihbetrieb begünstigen.

IT-Risiken

Der Umgang und die Verarbeitung von personenbezogenen Daten gepaart mit zunehmenden Cyberangriffen stellt ein besonderes Risiko dar und erfordert ein umfassendes Zugangs-, Berechtigungs- und Virenkonzept.

Im letzten Jahr waren eine Vielzahl von Unternehmen von Cyberangriffen ausgesetzt mit zum Teil verehrenden Folgen. Mehrtägige bis zu mehrwöchigen Betriebsstillstände waren die Folgen. Auch ein bedeutender Kundenbetrieb der AvJS-Gruppe war davon betroffen. Die Mitarbeitereinsätze mussten in dieser Zeit ausgesetzt werden. Dies wiederum führte zu unerwarteten Kostenbelastungen resp. Ertragsverlusten. Laut den Daten der Security-Forscher von Check Point Research (CPR) ist die Anzahl der Cyberangriffe in Deutschland 2022 im Vergleich zu 2021 um 27 Prozent angestiegen.

Die AvJS-Gruppe hat sich diesbezüglich organisatorisch und technisch neu aufgestellt und eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen. Sollte es dennoch zu Schäden (direkt oder indirekt) kommen, dann ist das Unternehmen dagegen seit 2022 versichert.

In Zusammenarbeit mit externem Partner hat die AvJS-Gruppe folgende wesentlichen Maßnahmen ergriffen und erfolgreich umgesetzt:

Die Terminal Server Umgebung wurde in die MS Azure Cloud auf Windows 10 Multisession Hosts integriert.

Ein neuer Domain Controller auf Basis Windows Server 2022 wurde in der Azure Cloud in Betrieb genommen.

Der ERP-Datenbank-Server wurde in Azure Cloud auf einen neuen Microsoft Server 2022 migriert.

Der Schutz der Azure Cloud Umgebung wird durch eine moderne virtuelle FortiGate Firewall gewährleistet, welche laufend durch den externen Partner gemanagt und aktualisiert wird.

Der Schutz der Clients wird durch Microsoft Windows Defender gewährleistet

Das Backup der Azure Cloud Umgebung erfolgt nun täglich durch den externen Dienstleister mit Veeam Backup.

Notwendige weitere Schritte sind in Planung resp. in der Umsetzung.

Finanzielle Risiken

Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit ist in der Zeitarbeitsbranche essenziell. Dies resultiert aus einem geldnahen Geschäft. Die größten Kostenfaktoren sind naturgemäß Lohnzahlungen und damit verbundene Beitragszahlungen zu den Sozialversicherungen. Diese erfolgen monatlich zu festen Zeitpunkten und müssen zwingend pünktlich erfolgen. Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Krankenkassen sind aus der sog. Subsidiärhaftung der Entleihbetriebe bedeutsam. Dies bedeutet, dass Entleihbetriebe für nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge der Verleihbetriebe haften.

Auch nicht rechtzeitige Lohnzahlungen führen zu einem unmittelbaren Imageschaden, der die Personalgewinnung enorm erschwert.

Im Umkehrschluss sind die rechtzeitigen Zahlungseingänge aus den Debitoren sicherzustellen. Verzögerungen aus der Faktura (Richtigkeit und Schnelligkeit der Rechnungsstellung), eingeräumte Zahlungsziele, Forderungsausfälle, etc. könnten den Zahlungszufluss gefährden. Dies schließt in Summe ein professionelles Bonitäts-, Kreditwürdigkeits- und Warenkreditversicherungs-Management mit ein.

Die AvJS-Gruppe hat in der näheren Vergangenheit eine Vielzahl von Maßnahmen erfolgreich umgesetzt und die Gruppe war liquiditätsseitig solide aufgestellt. Die Durchschnittsliquidität bewegte sich über die Quartale hinweg stets bei 3,5-4 Mio. EUR Liquiditätsbestand. Eine Inanspruchnahme einer eingeräumten Kontokorrent-Linie war zu keiner Zeit erforderlich.

Fremdwährungsrisken bestehen nicht. Derivate wurden nicht abgeschlossen.

Beschreibung der Chancen der AvJS-Gruppe

Branchen- und Marktchancen

In Zeiten von großer Unsicherheit und Planbarkeit steigt die Notwendigkeit der Flexibilisierung. Dies trifft nicht alleinig, aber im Besonderen auf das HR-Management zu.

Neben den großen Herausforderungen des Gewinnens von Fach- und Arbeitskräften in qualitativer und quantitativer Hinsicht, steht die deutsche Wirtschaft unter enormen Effizienzdruck. Die hohen und deutlich gestiegenen Kosten für Energie, Rohstoffe und Importe für Halbfabrikate und Materialien müssen und werden auf die Preise abgewälzt. Dies wird früher oder später zu hohen Lohnforderungen der Gewerkschaften führen und auch das HR-Kapital verteuern. Somit geraten Unternehmen zunehmend in Flexibilisierungszwänge, um das HR-Kapital so wertschöpfend wie möglich einzusetzen. Für die Branche Personaldienstleistung ergeben sich daraus zwei großen Chancen. Erstens kann das Geschäftsmodell der Zeitarbeit Entleihbetrieben eine hohe Flexibilität im Personaleinsatz in sehr kurzen zeitlichen Intervallen ermöglich. Zum anderen kennt kaum eine andere Branche die Mechanismen der Arbeitsmärkte so gut, wie die Personaldienstleistungsbranche. Dies gilt national wie international gleichermaßen.

Die methodische, instrumentelle und prozessuale Vorgehensweise dieser Branche ermöglicht mit deren Kernkompetenz des Personalmarketing und der Personalgewinnung, Verfügbarkeiten von HR-Kapital, die die deutsche Wirtschaft zur Wertschöpfung benötigt. Zudem übernimmt die Branche im Geschäftsmodell der Zeitarbeit die Arbeitgeberfunktion und befreit somit die Betriebe von Arbeitgeberrisiken, insbesondere dem Beschäftigungsrisiko. Unternehmen können ihre Kapazitäten kurzfristig den Bedarfen anpassen und vermeiden kostspielige administrative Prozesse, die sich immer weniger Betriebe leisten können und wollen. Zudem bietet die Zeitarbeit für den Zeitarbeitnehmer, wie auch dem Entleihbetrieb gute Möglichkeiten der Übernahme, sofern sich dauerhafte Vakanzen im Betrieb auftun.

Die progressive Lohnentwicklung der letzten Jahre und nicht zuletzt der ab 1.10.2022 neue Mindestlohn von 12 EUR resp. niedrigste Tariflohn in der Zeitarbeit mit 13 EUR zum 1.4.2023 erhöht die Attraktivität als Arbeitgeber - auch für Niedriglohnempfänger - deutlich. Dadurch könnte sich die Verfügbarkeit von Zeitarbeitnehmern im an- und ungelernten Bereich verbessern und nicht besetzte Aufträge nun besetzt werden.

Auch das Geschäftsmodell der Direktvermittlung in Form der Personalvermittlung gewinnt in der Personaldienstleistungsbranche weiter an Bedeutung. Unternehmen werden von der mittlerweile kaum zu überblickenden Komplexität der richtigen und wirksamen Rekrutierungskanäle entlastet. Unnötige Zeit und Kosten können dadurch bei Betrieben vermieden werden und meist zahlt das Unternehmen nur im Erfolgsfall (mitunter fallen nur geringe Anlaufkosten an).

Prognosebericht

Während im letzten Lagebericht die Zukunftsprognose zu dem weiteren Fortgang der Unternehmensentwicklung stark von der Entwicklung der Pandemie und deren Folgen abhängig war, beschäftigt die Welt - und damit auch die deutsche Wirtschaft - der Fortgang des Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Herausforderungen. Die Corona-Pandemie scheint nach drei Jahren beherrschbar und zunehmende Normalität ist eingetreten.

Dennoch befinden wir uns noch immer in großer Unsicherheit und eine valide Aussage zur Prognose der Personaldienstleistungsbranche und der AvJS-Gruppe als Spezialist für Jobs und Personal im gewerblich-technischen Bereich erscheint gewagt. Neben den unmittelbaren Folgen des Kriegs wie Energiekrise und hohe Inflation, steht die Welt vor der größten Herausforderung der Bewältigung der Klimakrise, die aber auch Chancen für die deutsche Wirtschaft birgt. Innovationsleistungen waren schon immer und sind stärker denn je, wesentliche Erfolgspotenziale der Zukunft. Trotz fortschreitender Digitalisierung und Automatisierung bleibt das Human Ressource Management bedeutend und hier werden Personaldienstleister besonders gefordert sein. Ein intelligentes Personalmarketing und schlagkräftiges nationales und internationales Personalgewinnungsmanagement (Stichwort: Qualifizierte Zu-/Einwanderung) sind Schlüsselfaktoren für das Wachstum einer ganzen Nation und eines jeden Unternehmens. Viele Unternehmen haben in diesen Funktionen nicht das entsprechende Know-how und entsprechende Kapazitäten. Hier können moderne Zeitarbeits- und Personaldienstleistungsunternehmen großen Nutzen stiften und sich selbst erfolgreich weiterentwickeln.

Die deutsche Wirtschaft wird sich darauf konzentrieren müssen, Abhängigkeiten zu anderen Industrienationen zu reduzieren. Die Coronakrise und der Ukrainekrieg haben uns schmerzlich aufgezeigt, was Lieferengpässe resp. Störungen in den Lieferketten verursachen. In einer globalisierten Welt ging es lange darum, Kostenvorteile zu nutzen. Weltweit vagabundierende Produktionen waren die Folge. Heute geht es stärker um die grundsätzliche Verfügbarkeit von Energie, Waren und Rohstoffen. Nicht alles lässt sich im eigenen Land bewerkstelligen, aber dem "Globalisierungswahn" wurde ein jähes Ende gesetzt und es wurde ein Umdenkungsprozess ausgelöst. Deutsche LNG-Terminals sind ein synonymes Beispiel, was selbst in kurzer Zeit machbar ist.

Bei allen gegenwärtigen Herausforderungen und Problemen hat sich die AvJS-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2023 anspruchsvolle Ziele gesteckt. Der Umsatz soll im Jahr 2023 wieder deutlich um rund 10 % steigen, wenngleich das Umsatzwachstum in 2022 nur 1% betrug. Mit dem Wachstum soll sich auch die Ertragssituation weiter verbessern. Das EBIT-Ziel beträgt rund 3 %. Bezüglich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Beschäftigungsgrad und Auslastungsquote erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr.

Der Grundstein dafür wurde im Jubiläumsjahr 2022 gelegt (siehe II.1. Geschäftsverlauf).

In diesem Jahr wird es darum gehen die Vielzahl dieser Maßnahmen weiter auszubauen, zu manifestieren und zu optimieren. Um unsere Attraktivität als Arbeitgeber in der Zeitarbeit weiter zu verbessern, benötigen wir weitere neue attraktive Entleihbetriebe. Dabei spielt die Entlohnungshöhe und -entwicklung während der Überlassung eine entscheidende Rolle. Aber auch die Erreichbarkeit der Entleihbetriebe und die Integration der Zeitarbeitnehmer ist wichtig. Es geht zunehmend weniger um den "Verleih" von Leiharbeitnehmern, sondern vielmehr um partnerschaftliches HR-Management, um gemeinsame kurz- und mittelfristige Personalplanung in quantitativer sowie qualifizierter Hinsicht.

Die Transparenz zur Frage der Attraktivität eines Zeitarbeitsunternehmen als Arbeitgeber (Verleiher) aber auch der Kundenbetriebe als Einsatzbetriebe (Entleiher) schaffen einschlägige Arbeitgeber-Bewertungsportale. Hier konnte die AvJS-Gruppe in 2022 große Erfolge erzielen mit einer Weiterempfehlungsquote von 85%, rund 200 Bewertungen und einem gesteigerten Highscore auf 3,9 Sterne von 5 im bedeutendsten deutschen Bewertungsportal KUNUNU. Veröffentlichte Online-Bewertungen gehören zu den bedeutendsten Informationsquellen und spielen vor allem bei aktiv Jobsuchenden eine große Rolle, da sie Einfluss auf deren Entscheidung für oder gegen einen neuen Arbeitgeber nehmen. Der Grund für diese enorme Wirkung ist simpel. Solche Bewertungen gelten als authentisch, da sie die persönlichen Erfahrungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wiedergeben.

Zeitarbeitnehmer sind wichtige und bedeutende Bestandteile der Personalpolitik und des Personalmanagements vieler Betriebe, insbesondere in Zeiten des Arbeitskräftemangels (nicht nur Fachkräftemangel). Dies trifft auf Konzernunternehmen ebenso zu, wie auf Mittelstand oder Handwerk. Vermeintliche direkte Kostenvorteile durch niedrigere Löhne gehören der langen Vergangenheit an. Die Forderung der Gewerkschaften nach Equal Pay ist punktuell bereits in einigen Betrieben gegeben, wie die Erhebung der Vergleichslöhne zeigt. Zudem tragen die hohen Tarifabschlüsse mit attraktiven Löhnen, Branchen- und weiteren Zuschlägen zur Attraktivitätsverbesserung in der Außenwirkung bei. Von prekären Arbeitsverhältnissen zu sprechen, wie dies partiell politisch noch ge- oder missbraucht wird, spiegelt nicht den wirtschaftlichen und sozialen Beitrag der Zeitarbeitsbranche wider.

Erfolgreiche Zeitarbeitsunternehmen - wie die AvJS-Gruppe - sind häufig noch in der Lage, Vakanzen zu schließen, die die Betriebe selbst nicht mehr besetzen können. Die spezielle Methoden- und Prozesskompetenz moderner Personaldienstleistungsunternehmen macht dies möglich. Zeitarbeitsunternehmen fungieren zunehmend als Spezialisten der Personalgewinnung. Zeitarbeit, direkte Personalvermittlung, Contracting, Management auf Zeit sind schlussendlich nur Instrumente, wie der Personaleinsatz vertraglich ausgestaltet wird und insbesondere welche Beschäftigungsform der passende Kandidat wünscht. Auch Mischformen gewinnen weiter an Bedeutung wie die direkte Personalvermittlung mit vorgeschalteter Zeitarbeit (temp2perm).

Auch gibt es Erfolge im Klima- und Umweltschutz der AvJS-Gruppe. Die Unternehmensgruppe hat dazu diverse Maßnahmen umgesetzt. Zum einen wird der Fuhrpark zunehmend auf Hybridfahrzeuge umgestellt und zum anderen werden dem Stammpersonal (insbesondere aus den Zentralbereichen) Home- resp. Mobile Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt, um Anreisen ins Büro zu vermeiden und dadurch den Ausstoß von Schadstoffen zu reduzieren. Die Anzahl der Druckmaterialien wurde deutlich reduziert und die fortschreitende Digitalisierung reduzierte papiergebundene Verbrauchsmaterialien.

In Summe geht die AvJS-Gruppe derzeit von einer positiven Unternehmensentwicklung und Gesamtbeurteilung aus. Es liegt keine Bestandsgefährdung vor. Die Markt- und Unternehmenschancen überwiegen bei Weitem die möglichen Risiken, es sei denn der Ukraine-Krieg oder ein denkbarer "Handelskrieg" zwischen den USA und China belasten die deutsche Wirtschaft und somit auch die Personaldienstleistungsbranche erheblich.

Die Geschäftsführung bestätigt nach allen aktuellen Erkenntnissen und Einschätzungen eine positive Fortführungsprognose der AvJS-Gruppe.

Die sich aus der Ergebniseinschätzung ergebene Liquiditätsplanung für das Geschäftsjahr 2023 lässt unter Berücksichtigung aller Einflussfaktoren (u.a. Forderungsdurchlaufzeiten, Forderungsausfälle etc.) eine gute Liquiditätsbeurteilung zu.

In Summe und abschließend kann die aktuelle Situation der Unternehmen der AvJS-Gruppe mit allen Tochterunternehmen als stabil bezeichnet werden. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und deren schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen können aktuell noch kontrolliert werden. Die grundsätzliche Perspektive der Personaldienstleistungsbranche und insbesondere der AvJS-Gruppe - verbunden mit den bereits umgesetzten bzw. noch in der Umsetzung befindlichen Maßnahmen - kann als durchweg positiv bezeichnet werden.

IV. Bestehende Zweigniederlassungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen

Das Niederlassungsnetzwerk wird laufend auf Wirtschaftlichkeit überprüft, neue Niederlassung werden bei erkennbaren Potentialen eröffnet, unprofitable Einheiten geschlossen.

Zweigniederlassungen der AvJS bestehen - neben dem Firmensitz in Asbach-Bäumenheim - derzeit in Altenburg, Aue, Augsburg, Auma (Rekrutierungsbüro für Altenburg), Biberach, Erfurt, Günzburg, Memmingen, Mindelheim, Neuburg an der Donau, Nördlingen, Göppingen (Umzug von Rechberghausen), Sangerhausen und Senden.

Zweigniederlassungen der Sauter bestehen - neben dem Firmensitz in Ravensburg - in Friedrichshafen.

Im Jahr 2022 wurden die Standorte Rechberghausen und Babenhausen geschlossen.

 

Asbach-Bäumenheim, 31. März 2023

Die Geschäftsführung

Stefan Polak-Elezaj

Michael Blank

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 42.234,00 34.286,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.039.247,52 1.190.028,23
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 354.552,00 424.527,00
1.393.799,52 1.614.555,23
1.436.033,52 1.648.841,23
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 121.097,90 134.172,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.541.360,41 5.234.451,45
2. Sonstige Vermögensgegenstände 221.131,08 431.357,19
5.762.491,49 5.665.808,64
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.462.578,46 4.507.339,23
10.346.167,85 10.262.559,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 60.453,20 62.527,86
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.986.673,63 4.794.675,83
15.829.328,20 16.813.364,87

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 665.000,00 665.000,00
II. Kapitalrücklage 4.235.000,00 4.235.000,00
III. Verlustvortrag -9.694.675,83 -11.165.467,67
IV. Konzernjahresüberschuss 808.002,20 1.470.791,84
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.986.673,63 4.794.675,83
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 65.000,00 75.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.573.900,33 2.107.013,42
1.638.900,33 2.182.013,42
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 16.340,10
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 140.606,91 118.745,25
3. Sonstige Verbindlichkeiten 14.049.820,96 14.496.266,10
14.190.427,87 14.631.351,45
15.829.328,20 16.813.364,87

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 45.161.595,53 44.794.778,47
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.033.785,09 897.209,57
46.195.380,62 45.691.988,04
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -33.644.608,74 -33.308.048,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -7.696.747,28 -6.651.792,35
-41.341.356,02 -39.959.840,80
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -209.431,68 -183.170,56
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.612.197,31 -3.782.118,37
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.169,61 16.005,78
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -206.527,74 -204.237,64
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.497,23 -73.700,00
9. Ergebnis nach Steuern 835.534,71 1.504.926,45
10. Sonstige Steuern -27.532,51 -34.134,61
11. Konzernjahresüberschuss 808.002,20 1.470.791,84

Konzernanhang für 2022

I. Allgemeine Erläuterungen

Die AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Asbach-Bäumenheim und wird unter HRB 21993 beim Amtsgericht Augsburg geführt.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, ausschließlich im Anhang aufgeführt.

1. Konsolidierungskreis

Die AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH (kurz: AvJS BG) ist Mutterunternehmen für nachfolgend aufgeführte Tochterunternehmen im Sinne von § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB sind.

In den Konzernabschluss sind neben der AvJS BG als Mutterunternehmen gemäß § 294 Abs. 1 HGB die AvJS Personal auf Zeit GmbH, Asbach-Bäumenheim (kurz: AvJS), die AMZ GmbH, Asbach-Bäumenheim (kurz: AMZ), die Sauter Personaldienste GmbH, Ravensburg (kurz: SAUTER) sowie die AvJS OnSite GmbH, Asbach-Bäumenheim (kurz: OnSite) einbezogen worden.

2. Konsolidierungsgrundsätze

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022.

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die erstmals konsolidiert wurden, wurde in Altfällen nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen.

Die aktivischen Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Der aus der Kapitalkonsolidierung der AvJS Personal auf Zeit GmbH zum 3. Mai 2006 entstandene aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 11.956.789,47 wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als "Geschäfts- oder Firmenwert" auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesen.

Der aus der Kapitalkonsolidierung der ASS zum 3. Mai 2006 entstandene aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 8.017.389,17 wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als "Geschäfts- oder Firmenwert" auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2007 erfolgte eine Zuaktivierung von EUR 5.355,00. Es handelte sich hierbei um nachträgliche Anschaffungskosten (Grunderwerbsteuer).

Der aus der Kapitalkonsolidierung der AHZ zum 3. Mai 2006 entstandene aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 1.329.053,13 wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als "Geschäfts- oder Firmenwert" auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2008 erfolgte eine Zuaktivierung von EUR 2.957,00. Es handelte sich hierbei um nachträgliche Anschaffungskosten (Grunderwerbsteuer).

Der aus der Kapitalkonsolidierung der AMZ zum 3. Mai 2006 entstandene aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 891.522,30 wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als "Geschäfts- oder Firmenwert" auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesen.

Der aus der Kapitalkonsolidierung der SAUTER zum 31. Mai 2007 entstandene aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 5.442.774,40 wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als "Geschäfts- oder Firmenwert" auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesen.

Die aus der Erstkonsolidierung der oben genannten Tochterunternehmen entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden ab dem Geschäftsjahr 2007 bzw. ab dem Geschäftsjahr 2008 (SAUTER) über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren planmäßig abgeschrieben. Alle Firmenwerte sind inzwischen planmäßig abgeschrieben.

Der aus der Kapitalkonsolidierung der OnSite zum 1. Januar 2015 entstandene passivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 47.149,20 wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB sachverhaltsgemäß im Ergebnisvortrag ausgewiesen, da es sich um thesaurierte Gewinne aus der Zeit vor Erstkonsolidierung handelt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der AvJS BG einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurden im Geschäftsjahr 2022 beachtet.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Für den aus der Erstkonsolidierung von Anteilen an Tochterunternehmen entstandenen Firmenwert wurde eine Nutzungsdauer von zehn Jahren aufgrund von langjährigen Stammkundenbeziehungen zugrunde gelegt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibung sind die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf die Geschäftsjahre verteilt worden, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt wird. Anlagezugänge werden nach der linearen Methode abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Zugängen an beweglichen Anlagegütern wird die lineare Abschreibung ab dem Monat der Anschaffung zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tagespreisen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert.

Die flüssigen Mittel bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Darin enthalten ist ein gesperrter Betrag in Höhe von TEUR 55 aufgrund einer hinterlegten Bürgschaft.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei wird auf Einzelabschlussebene ein möglicher Überhang von aktiven latenten Steuern nach § 274 I HGB nicht angesetzt. Darüber hinaus werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.

II. Erläuterung einzelner Posten der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns ist unter Angabe der Abschreibungen im Konzernanlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung Eigenkapital zum 31.12.22 Ergebnis 31.12.2022
% in TEUR in TEUR
AvJS Personal auf Zeit GmbH, Asbach-Bäumenheim 2) EUR 100 2.380 1.022 1)
Sauter Personaldienste GmbH, Ravensburg 2) EUR 100 1.202 39 1)
AvJS OnSite GmbH, Asbach-Bäumenheim 2) EUR 100 25 61 1)
AMZ GmbH, Asbach-Bäumenheim 2) EUR 100 29 -222 1)

1) Vor Verlustübernahme bzw. Gewinnabführung.
2) Vollkonsolidierung.

In 2016 hat die AvJS BG in Höhe von EUR 10.000 Anteile an der ISA (International School of Augsburg) gezeichnet. Diese wurden im Geschäftsjahr 2021 (mit geringem Verlust) veräußert.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.541 5.235
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 221 431
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 56 56
5.762 5.666

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Abrechnungsforderungen sowie Mitarbeiterdarlehen, Mietkautionen sowie zum Bilanzstichtag noch offene Forderungen aus Ersatzleistungen für Corona-bedingte Quarantäne gegenüber den zuständigen Behörden.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Hierin sind im Wesentlichen Kraftfahrzeugsteuerzahlungen, Versicherungen sowie EDV- Wartungsverträge enthalten.

5. Eigenkapital

Das negative Eigenkapital auf Konzernebene ist geprägt durch die in der Vergangenheit aufgelaufenen Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte bis zum Ende 2017.

Der Einzelabschluss der AvJS BG für das Geschäftsjahr 2022 weist einen Jahresüberschuss von TEUR 808 und ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 2.771 aus. Die Gesellschafterdarlehen haben eine Laufzeit bis zum 31.12.2025. Es liegen seitens der Gesellschafter keine Anhaltspunkte zur Kündigung der Gesellschafterdarlehen (TEUR 10.331; Vj. TEUR 10.129) vor. Ebenso zeigen die Abschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften, mit denen Ergebnisabführungsverträge bestehen, jeweils ein unverändertes, positives Eigenkapital.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, da die Geschäftsleitung von einer positiven Fortführungsprognose insbesondere auf die zukünftige Liquiditätssituation ausgeht.

Das gezeichnete Kapital von TEUR 665 und die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von TEUR 4.235 entsprechen den bei der AvJS BG ausgewiesenen Bilanzposten.

Die Kapitalrücklage teilt sich auf die Gesellschafter zum Stichtag wie folgt auf:

31.12.2022
EUR
ARCADIA Beteiligungen BT GmbH & Co. KG i.L., Hamburg 2.976.820,00
ARCADIA Beteiligungen BT 2 GmbH & Co. KG, Hamburg 805.050,00
Johann Streitberger 453.130,00
4.235.000,00

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Urlaubs- und Zeitkontenguthaben der Mitarbeiter (TEUR 1.063; Vj. TEUR 1.291) sowie Rückstellungen für Leistungsprämien und Tantiemen (TEUR 111; Vj. TEUR 456).

7. Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2022
TEUR
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 141 0 0 141
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.725 0 0 14.050
- davon gegenüber Gesellschaftern 0 10.331 0 10.331
- davon aus Steuern 1.164 0 0 1.164
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 109 0 0 109
- davon übrige 2.452 0 0 2.452
31.12.2021
TEUR
Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16 0 0 16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 119 0 0 119
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.367 0 0 14.496
- davon gegenüber Gesellschaftern 0 10.129 0 10.129
- davon aus Steuern 1.851 0 0 1.851
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 151 0 0 151
- davon übrige 2.365 0 0 2.365

Zur Sicherung einer zugesagten, zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommenen Kontokorrentkreditlinie bei der Raiffeisen-Volksbank Donauwörth eG, Donauwörth (im Folgenden kurz: Raiba), sind folgende Kreditsicherheiten eingeräumt:

Sicherungsvereinbarung für eine Grundschuld mit Abtretung der Rückgewähransprüche vom 5. Juli 2013: Die Sicherungsvereinbarung betrifft die im Grundbuch Asbach-Bäumenheim des Amtsgerichts Nördlingen eingetragenen drei Grundschulden (Band 71, Blatt 3019, Flurstück 808) in Höhe von insgesamt TEUR 3.000 sowie eine Grundschuld (Band 71, Blatt 3019, Flurstück 55) in Höhe von TEUR 102.

Sicherungsvereinbarung für eine Grundschuld mit Abtretung der Rückgewähransprüche vom 5. Juli 2013: Die Sicherungsvereinbarung betrifft die im Grundbuch Weißenburg des Amtsgerichts Weißenburg eingetragene Grundschuld (Blatt 11249, Flurstück 774/1) in Höhe von insgesamt TEUR 205. Eine Veräußerung ist im Geschäftsjahr 2023 geplant.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten sechs Gesellschafterdarlehen (im Folgenden kurz: Gesellschafterdarlehen) in Höhe von insgesamt TEUR 10.331 (Vj. TEUR 10.129) - inklusive der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TEUR
Gesamt
Mietverträge 250
KFZ-Leasing 220
IT-Lizenzverträge 281

Die Mietverträge sind im Wesentlichen unbefristet abgeschlossen worden und sind überwiegend mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende kündbar. Die Leasingverträge betreffen die Kraftfahrzeuge und haben überwiegend eine Laufzeit von drei Jahren. IT-Lizenzverträge betreffen die IT-Systeme der AvJS-Gruppe und haben Laufzeiten von drei Monaten bis zu zwei Jahren.

Der Zweck der abgeschlossenen Miet-, Leasing- und Lizenzverträge besteht in der geringeren Kapitalbindung. Derzeit sind keine nennenswerten Risiken aus diesen Geschäften ersichtlich.

III. Erläuterung einzelner Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

1. Umsatzerlöse

2022 2021
TEUR % TEUR %
- nach Sparten
Arbeitnehmerüberlassung 44.424 98,4 43.972 98,2
Dienstleistungen 738 1,6 823 1,8
45.162 100,0 44.795 100,0
- nach Regionen
Inland 45.162 100 44.795 100
45.162 100,0 44.795 100,0

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 216 enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen und Mitarbeiterdarlehen (TEUR 66), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 80) und Erträge aus abgeschrieben Kundenforderungen (TEUR 71). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erlöse aus Anlagenverkäufen (TEUR 611), Erlöse aus der Privatnutzung von PKW (TEUR 150) sowie Erstattungen aus dem Aufwendungsausgleichsgesetz (TEUR 192).

3. Personalaufwand

Die Position enthält weiterhin Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 12).

Aufgrund einer einmaligen Verfahrensumstellung bei der Abrechnung der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, entfielen die Aufwendungen für die Bildung der Rückstellung im Vorjahr, was zu einem außergewöhnlichen Aufwandsrückgang in Höhe von TEUR 944 im Geschäftsjahr 2021 führte.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Raumkosten, Fahrzeugkosten, Reisekosten vor allem der externen Mitarbeiter und verschiedene betriebliche Aufwendungen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 13 und resultieren aus einer Lohnsteuernachzahlung aus dem Jahr 2021 sowie Nachzahlungen aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2015-2018.

5. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (EUR 4.462.578,46) abzüglich der in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltenen Kontokorrentverbindlichkeiten (EUR 0,00) zusammen.

6. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel

Der ausschüttungsfähige Bilanzgewinn der AvJS BG beträgt auf Grundlage des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00).

IV. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr ist

Stefan Polak-Elezaj, Diplom Betriebswirt

Michael Blank, seit 01.01.2023

Der Geschäftsführer Herr Stefan Polak-Elezaj ist einzelvertretungsberechtigt, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Der Geschäftsführer Michael Blank (ab 01.01.2023) ist gemeinschaftsvertretungsberechtigt, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich und einer weiteren befugten Person im eignen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe zu den im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezügen der Geschäftsführung gemäß §314 Nr. 6 Buchstaben a und b HGB wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt TEUR 36. Es entfällt in voller Höhe auf die Prüfung des Konzernabschlusses.

4. Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022 Gesamt 2021 Gesamt
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.026 1.139
Angestellte 101 129
1.127 1.268
Auszubildende 3 7
1.130 1.275

5. Befreiung von Tochterunternehmen gemäß § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich Aufstellung, Prüfung sowie Offenlegung

Die AvJS, die Sauter, die OnSite sowie die AMZ haben jeweils die Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich

der Aufstellung eines Anhangs sowie eines Lageberichts,

der Offenlegung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts,

sowie die AvJS zusätzlich

der Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts

in Anspruch genommen.

6. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind folgende Ereignisse eingetreten:

In Bezug auf die aktuelle Entwicklung im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

 

Asbach-Bäumenheim, 31. März 2023

Die Geschäftsführer

Stefan Polak-Elezaj

Michael Blank

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde von der Gesellschafterversammlung am 31. März 2023 gebilligt.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 465.236,62 27.491,30 0,00 492.727,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.645.840,47 0,00 0,00 27.645.840,47
28.111.077,09 27.491,30 0,00 28.138.568,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.327.843,88 7.760,00 349.754,52 1.985.849,36
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.314.046,33 210.872,38 331.289,17 1.193.629,54
3.641.890,21 218.632,38 681.043,69 3.179.478,90
31.752.967,30 246.123,68 681.043,69 31.318.047,29
Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 430.950,62 19.543,30 0,00 450.493,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.645.840,47 0,00 0,00 27.645.840,47
28.076.791,09 19.543,30 0,00 28.096.334,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.137.815,65 49.057,00 240.270,81 946.601,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 889.519,33 140.831,38 191.273,17 839.077,54
2.027.334,98 189.888,38 431.543,98 1.785.679,38
30.104.126,07 209.431,68 431.543,98 29.882.013,77
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 42.234,00 34.286,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
42.234,00 34.286,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.039.247,52 1.190.028,23
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 354.552,00 424.527,00
1.393.799,52 1.614.555,23
1.436.033,52 1.648.841,23

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis 808 1.471
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 209 183
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -540 -234
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -81 -760
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -627 681
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -372 -51
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) 200 188
Ertragsteueraufwand (+)/Ertragssteuerertrag (-) -3 74
Ertragsteuerzahlungen (-)/-erstattungen (+) 0 0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -406 1.552
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 622 65
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -27 -36
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -219 -235
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 10
Erhaltene Zinsen (+) 6 16
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 382 -180
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Gezahlte Zinsen (-) -4 -5
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -16 -18
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -20 -23
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) -44 1.349
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.507 3.158
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.463 4.507
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 4.463 4.507
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.463 4.507

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Konzernjahresergebnis Nicht durch Eigenkapital gedeckte Verluste
EUR EUR EUR EUR EUR
31.12.2020 665.000,00 4.235.000,00 -9.957.380,83 -1.208.086,84 6.265.467,67
Umbuchungen Konzernjahresegebnis
in den Ergebnisvortrag 0,00 0,00 -1.208.086,84 1.208.086,84 0,00
Konzernjahresfehlüberschuss 0,00 0,00 0,00 1.470.791,84 0,00
Umaliederung in den Aktivposten
"Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 0,00 0,00 -1.470.791,84
31.12.2021 665.000,00 4.235.000,00 -11.165.467,67 1.470.791,84 4.794.675,83
Umbuchungen Konzernjahresegebnis
in den Ergebnisvortrag 0,00 0,00 1.470.791,84 1.470.791,84 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 808.002,20 0,00
Umgliederung in den Aktivposten
"Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 0,00 0,00 -808.002,20
31.12.2022 665.000,00 4.235.000,00 -9.694.675,83 808.002,20 3.986.673,63
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzerneigenkapital
EUR
31.12.2020 EUR 0,00
Umbuchungen Konzernjahresegebnis
in den Ergebnisvortrag 0,00
Konzernjahresfehlüberschuss 1.470.791,84
Umaliederung in den Aktivposten
"Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" -1.470.791,84
31.12.2021 0,00
Umbuchungen Konzernjahresegebnis
in den Ergebnisvortrag 0,00
Konzernjahresüberschuss 808.002,20
Umgliederung in den Aktivposten
"Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" -808.002,20
31.12.2022 0,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH, Asbach-Bäumenheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH, Asbach- Bäumenheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH, Asbach-Bäumenheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 31. März 2023

Rödl & Partner GmbH
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