Holz-Richter Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Hartkopf seit 10.3.2020 | Prokura |
Anita Richter seit 21.11.2007 | Geschäftsführer |
Markus Richter seit 10.6.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Holz-Richter GmbHLindlarJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Jahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des UnternehmensWir sind ein Handelsunternehmen und vertreiben Ausbau- und Bauprodukte für Haus, Garten und Terrasse in einem zweistufigen Vertriebssystem und unterscheiden in Groß- und Einzelhandel. Im Großhandel beliefern wir Handelsbetriebe sowie Handwerks- und Industriebetriebe. Im Einzelhandel unterscheiden wir zwischen dem stationären Einzelhandel, d.h. dem Ausstellungs- und Fachmarktverkauf in Lindlar und dem Onlinevertrieb, der über unseren B2C-Onlineshop www.casando.de sowie verschiedene Marktplätze abgewickelt wird. 2. Forschung und EntwicklungAls Handelsbetrieb beschränkt sich unsere Forschung und Entwicklung im Wesentlichen auf die Suche nach neuen Sortimenten/Produkten. Des Weiteren entwickeln wir mit eigenen Mitarbeitern im Bereich IT Software zur Unterstützung unserer wesentlichen Geschäftsprozesse. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft verzeichnete dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge im Kalenderjahr 2023 einen Rückgang des BIP um 0,3% (Vj. +1,8%). Der private Konsum ging im gleichen Zeitraum preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr (+3,9%) zurück. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2%). Nominal stiegen die Konsumausgaben inflationsbedingt um 5,5% (Vj. 10,9%). Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich im Jahr 2023 aufgrund von Gehaltssteigerungen mit 5,9% etwas stärker als die Konsumausgaben. Laut dem Gesamtverband Deutscher Holzhandel Berlin (Pressemitteilung vom 30.1.2024) sorgten das schwierige Marktumfeld verbunden mit einer sehr schwachen Baukonjunktur und weiter nachgebenden Preisen in 2023 für einen Umsatzrückgang von 15 Prozent im deutschen Holzhandel. Bis auf Dienstleistungen verzeichneten sämtliche Sortimentsbereiche einen Rückgang. Am stärksten war Schnittholz mit -24 Prozent, am wenigsten Innentüren mit - 5 Prozent betroffen. Von dem starken Rückgang sind der Holzgroßhandel wie auch der Holzeinzelhandel gleichermaßen betroffen. Des Weiteren sieht der GD Holz die Branche auch mit deutlich steigenden Kosten konfrontiert. 2. Geschäftsverlauf und LageDer Umsatz der Holz-Richter GmbH verringerte sich von 119.202 T € in 2022 auf 107.561 T € in 2023, was einem Rückgang von 9,8 Prozent entspricht. Im Vergleich zur oben beschriebenen Entwicklung der Gesamtbranche hat die Gesellschaft davon profitiert, dass Schnittholz und Plattenwerkstoffe nur einen geringen Anteil des Sortiments ausmachen. Im Vorjahr war dies noch genau umgekehrt. Die drei maßgeblichen Sortimentsbereiche sind in relativ ähnlichem Umfang zurückgegangen. Lediglich die Bereiche der Ausbauprodukte und nicht holzhaltigen Waren konnten eine positive Umsatzveränderung gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die Umsatzentwicklung in 2023 ist vor allem durch einen Rückgang der verkauften Mengen und weniger durch einen Preisverfall begründet. Obwohl die absoluten Kosten in 2023 zurückgegangen sind, hat der Umsatzrückgang von 11.641 T € natürlich deutliche Spuren hinterlassen. Den um 1.119 T € gesunkenen Kosten (Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) steht ein um 3.218 T € auf 40.553 T € gesunkener Rohertrag gegenüber, was zu einer deutlichen Verschlechterung des Betriebsergebnisses führt. Das ordentliche Betriebsergebnis beträgt 1.090 T € gegenüber 3.796 T € in 2022. Im Ergebnis hat sich die EBIT-Marge um 2,2 Prozentpunkte von 3,2 Prozent im Vorjahr auf 1,0 Prozent im Geschäftsjahr verschlechtert. Die Materialaufwandsquote ist um 1,0 Prozentpunkte gesunken, und zwar von 63,3 Prozent in 2022 auf 62,3 Prozent in 2023. Das Finanzergebnis hat sich vor allem durch gestiegene Zinszahlungen von -454 T € in 2022 auf -908 T € verschlechtert. Das Jahresergebnis hat sich aufgrund der oben beschriebenen Effekte insgesamt um 2.165 T € verschlechtert. Die Warenvorräte verringerten sich von 44.136 T € in 2022 auf 35.342 T € in 2023. Das Gesamtvermögen ist von 65.848 T € in 2022 um 8.167 T € auf 57.681 T€ in 2023 zurückgegangen, was vor allem auf den Abbau des Warenbestandes zurückzuführen ist. Die Holz-Richter GmbH verfügt über ein Eigenkapital in Höhe von 20.907 T €, was einer Eigenkapitalquote von 36,2 Prozent entspricht, im Vorjahr waren es 31,8 Prozent. Diese Verbesserung ist vor allem auf den unten beschriebenen Abbau der Bankverbindlichkeiten zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr bedingt durch den Abbau des Vorratsvermögens von 30.142 T € in 2022 auf 19.785 T € in 2023 verringert. Es wurde ein Großteil des operativen Cashflows für den Abbau der Bankverbindlichkeiten verwendet. Insgesamt hat sich der Bestand an Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten um 708 T € auf 789 T € erhöht. Die Liquidität 1. Grades konnte von 0 Prozent in 2022 auf 3 Prozent in 2023, die Liquidität 2. Grades von 14 auf 21 Prozent und die Liquidität 3. Grades von 134 auf 142 Prozent verbessert werden. Aufgrund ausreichender Linien war die Liquidität das gesamte Jahr sichergestellt. Hinsichtlich der Mitarbeiterzahlen haben wir im Geschäftsjahr einen Rückgang von durchschnittlich 342 Arbeitnehmer im Vorjahr auf 314 im Jahr 2023 zu verzeichnen. Das Jahr 2023 war durch eine schwache Nachfrage und stellenweise auch durch rückläufige Preise geprägt, insbesondere bei den rohstoffnahen Sortimenten. Die Geschäftsführung war daher mit dem oben beschriebenen Geschäftsverlauf nicht zufrieden, wobei das Jahr etwas weniger negativ ausfiel als im Vorjahr prognostiziert. 3. Vergleich mit VorjahresprognoseIm Vorjahr haben wir mit einem Umsatzrückgang im unteren zweistelligen Prozentbereich gerechnet. Mit dem oben beschriebenen Umsatzrückgang von 9,8 Prozent haben wir die Prognose geringfügig übertroffen. Hinsichtlich der EBIT-Marge haben wir mit einer Verschlechterung von niedrigen bis zweistelligen Prozentpunkten gerechnet. Mit dem oben beschriebenen Rückgang von 2,2 Prozentpunkten sind wir am unteren Ende unseres erwarteten Rückgangs geblieben. III. PrognoseberichtWir erwarten, dass die schwache Nachfrage auch in 2024 anhalten wird, wobei wir eine leichte Erholung der Absatzmengen gegenüber dem Vorjahr erwarten. Dies wollen wir durch Gewinnung von Marktanteilen erreichen und so die erwartete negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung etwas kompensieren. Wir gehen davon aus, dass die Preise zumindest bei den Importsortimenten, die per Schiffstransport eingeführt werden, aufgrund der seit Anfang 2024 extrem gestiegenen Ocean Rates wieder steigen werden, was sich im ersten Halbjahr 2024 bereits gezeigt hat. Im zweiten Halbjahr erwarten wir eine leichte Beruhigung bei den Ocean Rates. Für 2024 planen wir daher ein kleines Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr. Hinsichtlich der EBIT-Marge rechnen wir mit einer Verbesserung gegenüber 2023 im unteren bis mittleren Prozentbereich. Auch für das Jahr 2024 rechnet die Geschäftsführung insgesamt mit einem herausfordernden, aber leicht positiverem Geschäftsjahr. IV. Chancen- und Risikobericht1. RisikoberichtBranchenspezifische Risiken:Aufgrund der deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen, insbesondere im Bereich der Importe, wo der Seeweg kaum planbar und scheinbar willkürlich in die Länge gezogen wird oder auch die Konsumlaune, welche weiterhin durch erhöhte Zinsen und von starker Zurückhaltung bei Investitionen in langlebige Investitionsgüter und Immobilen geprägt ist, sehen wir den Holz- und Baustoffhandel auch in 2024 mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert. Wir optimieren stetig unser Sortiment, erweitern die Kundenbasis und das Verkaufsgebiet und versuchen so, uns vom allgemeinen negativen Markttrend etwas abzuheben. Auch für 2024 sind keine wesentlichen Erweiterungsinvestitionen geplant. Die Logistikkapazitäten sind ausreichend und in Sachen Digitalisierung und Prozessoptimierung sind wir durch die Investitionen in EDV und IT in den letzten Jahren aus unserer Sicht gut aufgestellt. Ertragsorientierte Risiken:In 2023 waren die Verkaufspreise eher rückläufig, nachdem sie in den Jahren 2021 und 2022 teilweise extrem gestiegen waren. In 2024 steigen die Preise eher wieder, zumindest was die Importsortimente betrifft und diese spielen bei uns eine immer größere Rolle. Aber auch in anderen Bereichen steigen die Preise eher wieder an. Dies könnte einen negativen Einfluss auf unseren Umsatz und damit direkt die Handelsmarge haben, wenn wir diese Preissteigerung nicht an die Kunden weitergeben können. Es besteht weiterhin ein hoher Kostendruck durch Lohn- und Gehaltssteigerungen, extrem steigende Bürokratiekosten, Mauterhöhung, Energiepreiserhöhungen sowie ein anhaltend hohes Zinsniveau. Wir halten deshalb die Kostenentwicklung im Auge und erschließen weitere Rationalisierungs- und Optimierungspotentiale, was durch die Einführung von Comarch sowie auch das Mitte 2024 kommende neue ContactCenter für integrierte und transparente Unternehmenskommunikation möglich ist. Die neue Software soll das Personal von einfachen Tätigkeiten entlasten und bei den intensiveren Vorgängen unterstützen. Unter diesen Voraussetzungen sollen unsere Fachkräfte ein größeres Leistungsspektrum bewältigen können und damit die Kostenstruktur weniger stark belasten. Finanzwirtschaftliche Risiken:Durch einen weiteren Anstieg der Zinsen besteht das Risiko einer deutlich höheren Zinsbelastung im Bereich der kurzfristigen Verbindlichkeiten, mit denen wir den Vorratsvermögensaufbau finanzieren, weil sich bei denen der Zinsanstieg relativ kurzfristig auswirkt. Durch den weiteren Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie eine Umfinanzierung von Teilen der Terminkredite in ein langfristiges Darlehen in Höhe von 5 Mio. € im April 2024 wirken wir dem o.g. Risiko entgegen, um den Zinsaufwand in 2024 zu reduzieren. Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Zinsswap abgeschlossen, um die Gesellschaft gegen weiter steigende Zinsen abzusichern. 2. ChancenberichtWir erwarten, dass der Markt bis mindestens Mitte 2025 eher schwach bleiben wird. Die Marktbereinigung im Handel wie auch bei der Industrie wird unseres Erachtens weiter anhalten bzw. steht die eigentliche Bereinigung aus unserer Sicht sogar erst noch bevor. Hieraus kann für uns die Möglichkeit erwachsen, stärker am Markt zu wachsen als erwartet. Wir sehen uns in Sachen Omnichannel (intelligente Verbindung von Offline- und Onlinehandel) sowie Digitalisierung, Prozessoptimierung und Sortimentsumbau/Eigenmarkenstrategie gut aufgestellt. Sowohl für die aktuell schwierige Marktphase wie auch für den von uns erwarteten danach anstehenden Aufschwung. Chancen im GroßhandelDie Ausweitung des Großhandels durch ein neustrukturiertes Außendienstteam für verarbeitende Gewerke kann Kunden gewinnen und zusätzliche Potenziale heben. Eine Chance sehen wir auch im weiteren Ausbau der Kooperationen mit Zentrallägern. Dies würde uns ermöglichen, neue Händlerkunden hinzuzugewinnen und für bestehende Kunden eine bessere Planbarkeit der Warenverfügbarkeit zu erreichen und gleichzeitig effizienter mit den logistischen Ressourcen umzugehen. Chancen im OnlinehandelWir wollen unsere organische Sichtbarkeit durch technische und mediale Maßnahmen verbessern. Dies könnte zu einem deutlich positiven Effekt auf die Umsatzerlöse aus dem Onlinehandel führen. V. Risikobericht über die Verwendung von FinanzinstrumentenEin Risiko besteht im Abschluss von US-Dollar-Kurssicherungsgeschäften, welche wir in gewissen Abständen immer wieder mal vornehmen. Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr ein Zinsswap-Geschäft abgeschlossen. Das Volumen dieser Geschäfte sowie die damit verbundenen finanziellen Risiken sind immer in einem Rahmen, der nicht zu einer existentiellen Bedrohung des Unternehmens führt. Bisher sind die Sicherungsgeschäfte zu unseren Gunsten verlaufen.
Lindlar, den 05. August 2024 gez. Dr. Markus Richter gez. Anita Richter BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum UnternehmenDie Holz-Richter GmbH hat ihren Sitz in Lindlar. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HR B 37497 eingetragen Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 II HGB gewählt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Dabei wird die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstands nach dessen Produktlebenszyklus oder dessen erwarteten Synergieeffekten angesetzt, soweit diese verlässlich geschätzt werden können. Ansonsten wird die Nutzungsdauer gem. § 253 III HGB mit zehn Jahren angenommen. Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert (§§ 253, 255 I HGB). Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 III 5 HGB) waren nicht erforderlich. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:
Von der Möglichkeit, geringwertige Wirtschaftsgüter gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abzuschreiben, wurde uneingeschränkt Gebrauch gemacht. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Für die Beteiligung an der Richter Grundbesitz GmbH & Co. Kommanditgesellschaft wurde mangels Anschaffungskosten ein Merkposten von EUR 1,00 angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich Die Bewertung der Waren erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nominalwert unter Berücksichtigung der jeweiligen Bonität des Kunden bewertet. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird daneben durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung von 1 % ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgte nach den "Richttafeln 2018G" von Professor Klaus Heubeck unter Berücksichtigung eines modifizierten Rechnungszinses. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,82% (Vj.: 1,78%); es handelt sich hierbei um den im Dezember 2023 (Vj. Dezember 2022) von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Eventuell zu erwartende Gehaltssteigerungen wurden nicht berücksichtigt. Zu erwartende Rentenanpassungen wurden berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 VI HGB zwischen dem Erfüllungsbetrag bei Anwendung des Durchschnittsatzes der vergangenen sieben bzw. zehn Jahre beträgt EUR 25.647,00 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Erkennbaren anderen ungewissen Verbindlichkeiten wird im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung durch Rückstellungsbildung Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre nach § 253 II HGB. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Einzelangaben zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem beigefügten Anlagenspiegel hervor, aus dem sich auch die Abschreibungen ergeben. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 5.542 durch Grundpfandrechte, in Höhe von TEUR 2.244 durch Sicherungsübereignungen und in Höhe von TEUR 11.000 durch Bürgschaften des Geschäftsführers Dr. Markus Richter gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen grundsätzlich die branchenüblichen Pfandrechte. Die Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ist in Höhe von TEUR 1.809 erstmalig zugleich eine Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern und wird mit 2 % p.a. über dem durchschnittlichen Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank verzinst. Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum 31. Dezember 2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Außerbilanzielle GeschäfteIm Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen Factoring-Vertrag mit der Payolution GmbH abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.200 an die Payolution GmbH abgetreten. Im Gegenzug übernimmt die Payolution GmbH das Delkredererisiko. Die abgetretenen Forderungen werden im Jahresabschluss nicht mehr ausgewiesen. Derivative FinanzinstrumenteDie Holz-Richter ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken schließen wir Verträge über derivative Finanzinstrumente ab. Im Vorjahr wurden ein Devisenoptionsgeschäfte zur Absicherung des Währungsrisikos zwischen Euro und US-Dollar abgeschlossen. Der von der Bank nach anerkannten Bewertungsmethoden und dem Barwertverfahren ermittelte beizulegende Zeitwert der Optionen belief sich per 31.12.2023 auf einen Betrag von TEUR -187. Drohverlustrückstellungen hieraus haben sich nicht ergeben. Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr ein Zinsswap abgeschlossen, mit dem wir uns gegen das Risiko steigender Zinsen absichern. Der von der Bank nach anerkannten Bewertungsmethoden und dem Barwertverfahren ermittelte beizulegende Zeitwert der Optionen belief sich per 31.12.2023 auf einen Betrag von TEUR -44. Drohverlustrückstellungen hieraus haben sich nicht ergeben. UnternehmensbeziehungenWir sind alleinige Komplementärin der Richter Grundbesitz GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Lindlar, ohne Beteiligung. Eine Haftungsinanspruchnahme ist nicht ersichtlich. Weiterhin besteht eine Beteiligung an der EUROBAUSTOFF Handelsgesellschaft mbH & Co. Kommanditgesellschaft, Karlsruhe. Die Beteiligungen sind für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung. Sonstige Angabena) Mitglieder der GeschäftsführungDr. Markus Richter, Diplom-Kaufmann, Lindlar Anita Richter, Kauffrau, Lindlar Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. b) Bezüge der GeschäftsführungWegen der Angaben der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 IV HGB Gebrauch gemacht. c) Darlehen an die GeschäftsführungDer Geschäftsführerin Anita Richter wurde ein Darlehen in Höhe von EUR 50.000,00 gewährt. Das Darlehen wird mit 2 % über dem durchschnittlichen Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank verzinst. Das Darlehen ist bis spätestens 31. Dezember 2024 zurückzuzahlen. Gegen den Geschäftsführer Dr. Markus Richter besteht eine Verrechnungsforderung von EUR 359.391,56. Die Forderung wird mit 2 % über dem durchschnittlichen Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank verzinst. d) Honorar des AbschlussprüfersDas Gesamthonorar für 2023 beträgt TEUR 35 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. e) ArbeitnehmerIm Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:
f) KonzernzugehörigkeitDie Gesellschaft wird im Jahr 2023 erstmalig in den Konzernabschluss der LADI GmbH, Lindlar (HR B 56478; Amtsgericht Köln) einbezogen, welche zugleich den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht werden. g) GewinnverwendungDer Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, das Bilanzergebnis von EUR 20.606.680,80 auf neue Rechnung vorzutragen. h) NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.
Lindlar, den 05. August 2024 gez. Dr. Markus Richter gez. Anita Richter AnlagenspiegelAnschaffungs- und Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Holz- Richter GmbH, Lindlar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Holz- Richter GmbH, Lindlar - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Holz-Richter GmbH, Lindlar für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S.1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 07. August 2024 HSP
AUDIT GMBH
gez. Tobias Teufel, Wirtschaftsprüfer gez. Marvin Linnartz, Wirtschaftsprüfer Nachrichtlich: Der Jahresabschluss wurde festgestellt am 09. August 2024 |
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