Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Bernd Richter GmbH
Hansestraße 4, 51688 Wipperfürth, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Natalie Bosbach seit 17.11.2025 | Prokura |
Stefanie Stötzel seit 4.10.2023 | Prokura |
Kevin Rauer seit 28.12.2022 | Geschäftsführer |
Christopher Kott seit 17.7.2020 | Prokura |
Richard Adam Norwitt seit 17.7.2019 | Geschäftsführer |
Craig Anthony Lampo seit 17.7.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Amphenol Corporation | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bernd Richter GmbHWipperfürthJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Bernd Richter GmbHWipperfürthAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Bernd Richter GmbH, Wipperfürth
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Bernd Richter GmbH hat ihren Sitz in Wipperfürth. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 38028 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH- Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB). Die Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurde sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung gewahrt. Der Kreis der verbundenen Unternehmen im Sinne des § 271 HGB erstreckt sich auf das oberste Mutterunternehmen, die Amphenol Corporation, Wallingford/USA, und alle Unternehmen, an denen diese direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge das Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung erfasst. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Anlagevermögen Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb der Gesellschaft dauerhaft zu dienen. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 HGB). Sowohl bei den immateriellen Vermögensgegenständen als auch bei den beweglichen Anlagegütern werden lineare Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 4 HGB). Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird ein durchschnittlicher Bezugspreis (gewogener Durchschnitt) zu Grunde gelegt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Bei der Bewertung der unfertigen Erzeugnisse wurden gemäß §255 Abs. 2 S. 2 HGB Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, einbezogen. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt retrograd, ausgehend vom Verkaufspreis unter Abzug von Marge und Vertriebskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung bzw. entsprechend dem Niederstwertprinzip (Forderungen) bzw. Höchstwertprinzip (Verbindlichkeiten) bewertet. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gem. § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für die Zeit nach diesem Stichtag darstellen, abgegrenzt. Rückstellungen Rückstellungen werden nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Bei der Rückstellung für Altersteilzeit wurden die verpfändeten und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogenen Wertguthaben mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 430 mit der zugrundeliegenden Verpflichtung von TEUR 472 verrechnet. Auf Grund der kurzen Restlaufzeiten und der nicht wesentlichen Beträge wurde auf eine Abzinsung der Altersteilzeitrückstellung verzichtet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, unverändert eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen wurden zum Nominalwert angesetzt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2.723.800,15 (VJ EUR 5.273.189,68) betreffen die Gesellschafterin. Es handelt sich um Forderungen aus einer Cashpooling-Vereinbarung, welche eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr hat. Die im Jahre 2023 aufgelaufenen Zinsen haben eben falls eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betragen EUR 1.768.444,28 und gliedern sich wie folgt:
Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitguthaben in Höhe von EUR 472.219,00 wird gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem abgetreten Wertguthaben (Deka Bank Depot) in Höhe von EUR 430.341,00 saldiert. Der Rückstellungsüberhang beträgt EUR 41.878,00. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 1.868.931,73 (VJ EUR 3.983.649,22). Es handelt sich um den Saldo des Verrechnungskontos für Ergebnisabführung. Sonstige Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten, auch die gegenüber verbundenen Unternehmen, haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Erträge aus Währungsumrechnung beliefen sich auf TEUR 296 (Vorjahr: TEUR 387). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung beliefen sich auf TEUR 413 (Vorjahr: TEUR 331). Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn Diese Position beinhaltet die Gewinnabführung von TEUR 3.885 (Vorjahr: TEUR 4.547) an die Muttergesellschaft Amphenol Technologies Holding GmbH, Heilbronn, aufgrund des mit dieser Gesellschaft abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages. V. Sonstige Pflichtangaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in oder unterhalb der Bilanz ausgewiesen sind Zum 31.12.2023 bestehen neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten noch sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB), insbesondere aus bestehenden Mietverträgen für die kommenden Perioden.
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Berichtszeitraum wurden durchschnittlich 258 Arbeitnehmer (Vorjahr 238) beschäftigt. Davon waren 176 gewerbliche Arbeitnehmer (inkl. Aushilfen) und 82 Angestellte. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB). Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane: Zu Geschäftsführern des Unternehmens waren bestellt: Herr Richard Adam Norwitt, President and Chief Executive Officer Amphenol Corporation, Ridgefield/USA Herr Craig Anthony Lampo, Vice President and Chief Financial Officer Amphenol Corporation, Durham/USA und Herr Kevin Rauer, operativer Geschäftsführer, Wipperfürth Die nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der dort bezeichneten Personen unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Konzernzugehörigkeit Der Abschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Amphenol Corporation, Wallingford, Connecticut, USA, einbezogen (einziger Konsolidierungskreis), der am Sitz dieser Gesellschaft angefordert bzw. im Internet unter https://investors.amphenol.com/financials/quarterly-and-annual-reports/default.aspx oder https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/820313/000155837018000871/aph-20171231x10k.htm eingesehen werden kann. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Die Geschäftsbeziehungen zu unseren Schwestergesellschaften und unserer Muttergesellschaft beziehen sich hauptsächlich auf Kauf und Verkauf von Fertigteilen und Komponenten sowie die Erbringung von Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen. Nicht zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Geschäfte mit nahestehenden Personen und verbundenen Unternehmen wurden nicht getätigt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 28,5 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Der Geschäftsführung sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. Sonstiges Gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 10. Dezember 2019 wird das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 an die Amphenol Technologies Holding GmbH, Heilbronn, in voller Höhe abgeführt.
Wipperfürth, den 11. Oktober 2024 gez. Kevin Rauer gez. Richard Adam Norwitt gez. Craig Anthony Lampo Geschäftsführer ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023
Lagebericht zum Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023Bernd Richter GmbHWipperfürthInhalt I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung 3. Qualitätsmanagement II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken b) Ertragsorientierte Risiken: c) Finanzwirtschaftliche Risiken 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Bernd Richter GmbH ist im Handelsregister unter HRB 38028 beim Amtsgericht Köln eingetragen. Sie unterhält an ihrem Firmensitz in Wipperfürth die Entwicklung, Produktion und Verwaltung. Das Unternehmen besteht seit 1993 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 82 Angestellte und 176 Arbeiter beschäftigt. Die Gesellschaft entwickelt und produziert hochwertige, kundenspezifische Kabelsysteme für medizinische, wehrtechnische und industrielle Anwendungen. Zu ihren Kunden zählen international führende Hersteller von medizinischen Geräten und Kommunikationssystemen. Forschung und Entwicklung sowie das Qualitätsmanagement bilden dabei das Fundament des Unternehmenserfolgs. 2. Forschung und Entwicklung Durch innovative Verfahren und Produkte sowie der kontinuierlichen Optimierung bestehender Produktionsprozesse liefert die Abteilung Forschung und Entwicklung einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zum nachhaltigen Ausbau des Geschäfts. Gegenstand der Entwicklungstätigkeit ist die elektronische und mechanische Auslegung und Abstimmung der Kabelsysteme auf die Anforderungen der Gerätehersteller. Um die Kompetenzbereiche und Kapazitäten in der Entwicklung weiter auszubauen, wurde das Team 2022 im Bereich Projektleiter und Konstruktion personell weiter verstärkt. 3. Qualitätsmanagement Das Qualitätsmanagementsystem der Bernd Richter GmbH ist 2019 erfolgreich von der DIN EN ISO 13485:2012 auf die DIN EN ISO 13485:2016 umgestellt worden. Diese Umstellung hat dem Unternehmen dabei geholfen, noch gezielter den Bedürfnissen des Medizintechnik Marktes gerecht zu werden. Das Qualitätsmanagementsystem ist des Weiteren nach der US-Amerikanischen Richtlinien der FDA QSR 21 CFR Part 820 ausgelegt. Die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse, des Qualitätsmanagementsystems und der Qualitätssicherungsmaßnahmen spiegelt sich im Unternehmenserfolg und in der Kundenzufriedenheit wider. Steigende Anforderungen und eine Vielzahl an komplexen Produkten fordern, die Prozesse, Verfahren und Methoden nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern auch weiterzuentwickeln. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Entwicklung war im Jahr 2023 stark geprägt von Bevorratung von Materialen, um Lieferschwierigkeiten aus der Pandemie zu kompensieren. Die Gesundheitswirtschaft zählt weiterhin zu einer der wichtigsten Branchen der deutschen Volkswirtschaft. Sie nimmt damit eine zentrale Rolle des Wirtschaftsstandorts Deutschland ein. Im Jahr 2023 erwirtschaftet sie 435,5 Milliarden Euro und somit 11,5% der Bruttowertschöpfung. Die Gesundheitswirtschaft ist seit 2012 - mit Ausnahme des Krisenjahres 2020 - nominal in jedem Jahr gewachsen. Ihr Anteil an der Gesamtwirtschaft ist dabei im Zeitverlauf gestiegen: Von 11,4 Prozent im Jahr 2012 auf 12,7 Prozent im Jahr 2022. Im Jahr 2022 ist die Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit hatte die Gesundheitswirtschaft einen höheren Anstieg zu verzeichnen als die deutsche Volkswirtschaft insgesamt mit 6,1 Prozent. Im Hinblick auf die Exportgeschäfte hatte der US-Dollar Wechselkurs im Geschäftsjahr 2023 eine eher ungünstige Entwicklung. Uber das gesamte Jahr gesehen stieg der Devisenkurs EUR/USD von 1,06 auf 1,10 Seinen Jahreshöchststand hatte der Devisenkurs im Juli 2023 bei einem Wechselkurs EUR/USD von 1,12. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war umsatzseitig das erfolgreichste Jahr für unser Unternehmen. Insbesondere durch die enge Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Abteilungen, hauptsächlich Vertrieb, Einkauf und Produktion wurde den sehr hohen Kundenbestellungen erfolgreich begegnet. Dennoch konnten die gestiegenen Kosten im Bereich der Materialbeschaffung als auch im Personaleinsatz nicht vollständig an die Kunden weiterbelastet werden, so dass das Ergebnis unter den Erwartungen und um 14,5% unter dem Vorjahresergebnis lag. Durch eine kontinuierliche Personalbeschaffung, einer zügigen Personalausbildung und -Schulung, sowie einer flexiblen Personaleinsatzplanung sollen kurzfristig und mittelfristig die Voraussetzungen für den Aufbau zusätzlicher Ressourcen geschaffen werden. Um die Produktionsplanung und -steuerung weiter zu verbessern und zu optimieren wurde der Ausbau der IT-gestützten Infrastruktur zum Ende des Geschäftsjahres 2020 beschlossen. Mit der Einführung eines neuen ERP/MES Systems wurde im 1. Quartal 2021 begonnen. Aufgrund der Komplexität und der verschiedenen eingebundenen Abteilungen haben sich zusätzliche Aufgaben ergeben, wodurch wir mit einer Einführung in der 2. Jahreshälfte 2025 rechnen. Die Nutzung des Dokumentenmanagementsystems (DMS) wird stetig ausgebaut, die Suchzeiten für Dokumente gehen deutlich zurück und eine lückenlose Revisionierung ist gewährleistet. 3. Lage Die konjunkturellen und branchenbedingten Rahmenbedingungen bildeten die Grundlage für eine weitere positive Unternehmensentwicklung. a) Ertragslage Die Umsatzerlöse lagen mit 36.325 T€ um 26,1 % über dem Vorjahr. Die Gesamtleistung lag bei 36.075 T€ somit um 18,3% über der Vorjahresgesamtleistung. Die Materialeinsatzquote stieg auf 32,3 % (Vorjahr: 29,7 %). Der Auftragseingang belief sich im Jahr 2023 auf über 40.000 T€. Die Mitarbeiteranzahl bei der Bernd Richter GmbH erhöhte sich im Jahr 2023 leicht. Dabei stieg die Anzahl der Mitarbeiter im Verwaltungsbereich stärker als die Mitarbeiteranzahl im gewerblichen Bereich. Aufgrund der deutlichen Steigerung der Gesamtleistung stieg der Personalaufwand in Summe um 13,9 %. Das entspricht einem prozentualen Anteil von 38,9% der Gesamtleistung (Vorjahr: 40,4 %)und konnte somit trotz einiger Sondereffekte, wie Arbeitslohn für frühere Jahres für ehemalige Mitarbeiter gesenkt werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u.a. aufgrund deutlich gestiegener Kosten für Leiharbeitnehmer, höherer Aufwendungen aus Währungsumrechnung sowie gestiegener Mietkosten um 1.939 T€ gestiegen. Die Finanzerträge enthalten Steigerungen von 3T€ durch die Abzinsung der Jubiläumsrückstellung. Die höheren Forderungen im Intercompany- Bereich führten ebenfalls zu höheren Zinserträgen. Somit konnte das Zinsergebnis um insgesamt 5,7 % zum Vorjahr gesteigert werden. Der abzuführende Gewinn betrug 3.885 T€ und lag aufgrund der gestiegenen Gesamtkosten damit um 14,6% unter dem Vorjahr (4.547 T€). b) Finanzlage Die Finanzlage der Bernd Richter GmbH ist weiterhin äußerst solide. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der skontierbaren Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr leicht von 268 T€ auf 281 T€ (5,0 %) gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr von 3.984 T€ auf 1.869 T€ aufgrund der Gewinnabführung und dem Cashpooling gesunken. Demnach umfassten die gesamten Verbindlichkeiten 16,4% der Bilanzsumme und lagen damit deutlich unter dem Wert des Vorjahres (23,7 %). Zur Finanzierung der Absatzgeschäfte bedient sich die Bernd Richter GmbH aus der laufenden Liquidität des Unternehmens. Finanzierungen über Kreditinstitute bzw. über Kunden, in Form von Anzahlungen o.ä. sind aufgrund der gesunden Finanzlage nicht erforderlich. Das Unternehmen sieht sich daher auch weiterhin in der Lage, sämtliche Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsziele zu begleichen. c) Vermögenslage Die Vermögenslage des Unternehmens ist weiterhin als beständig und sehr solide einzustufen. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich sehr stabil. Durch die umfangrechen Investitionen in verschiedene Produktionsanlagen, insbesondere im Werkzeugbau, befindet sich der Maschinenpark in einem modernen Zustand. Die Bilanzsumme hat sich leicht um 6,4 % zum Vorjahr verringert. Dies ergibt sich insbesondere aus einer Minderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 5.264 T€ sowie einer Minderung der Liquiden Mittel auf Grund der Einrichtung eines Cashpools um 43,8%. Das Sachanlagevermögen hat sich im Vergleich zum letzten Jahr um 724 T€ (+57,4 %) deutlich erhöht. Damit entspricht es 10,0 % der Bilanzsumme. Die Investitionen umfassten im Wesentlichen Mietereinbauten im neuen Werk 3 sowie Anschaffung von technischen Maschinen und Anlagen im Produktionsbereich. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände beinhalten die bisher getätigten Investitionen im Bereich der neuen ERP/MES-Systems. Beim Umlaufvermögen stiegen die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 6.057 T€ auf 6.940 T€ (+14,6 %). Dies entspricht einem prozentualen Anteil von 34,9 % der Bilanzsumme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 3.146 T€ auf 4.130 T€ (+31,3 %) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem prozentualen Anteil von 20,4 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 14,8 %). Aufgrund des konsequenten Mahn- und Forderungsmanagements und der solventen Kundenstruktur sind Forderungsausfälle nahezu ausgeschlossen. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und des Vorsichtsprinzips sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt worden. Während die Umsatzerlöse in 2023 gegenüber der Planung i. H. v. 35.150 T€ übertroffen wurden, wurde das geplante Ergebnis leider nicht erreicht. Höhere tatsächliche Kosten im Bereich des Material- und Personalaufwands führten zu einem um rund 910 T€ niedrigerem Ergebnis als geplant. Insgesamt ist die Geschäftsleitung mit dem Geschäftsverlauf 2023 nicht zufrieden. III.Prognosebericht Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 ist weiterhin sehr zufriedenstellend und die Kundenbestellungen steigen kontinuierlich, was die Grundlage für das Wachstum in 2024 bildet. Kapazitätsengpässe in der Produktion sind zum größten Teil überwunden und stellen kein großes Risiko für das Jahr 2024 dar. Auch die Lieferzeiten bei Rohstoffen haben sich stabilisiert und sind z.T. wieder kürzer geworden, was sich positiv auf die Rohmaterialquote auswirken sollte. Im Geschäftsjahr 2024 ergab sich bis Ende Juni eine Steigerung der Umsatzerlöse auf 18.448 T€ (Juni 2023: 18.077 T€). Für das gesamte Geschäftsjahr 2024 planen wir mit Umsatzerlösen von ~41.000 T€. Die aktuelle wirtschaftliche Situation zeigt keine Notwendigkeit für eine Anpassung dieser Planung. Das Unternehmen will auf zukünftige Kundenbedürfnisse noch besser und schneller reagieren können. Deshalb stehen weitere Investitionen auf Projekt- und Unternehmensebene an, die den weiteren Ausbau unserer Produktionskapazitäten, die Automatisierung und der erforderlichen Infrastruktur für die weitere Expansion der Bernd Richter GmbH dienen. Im Personalbereich wurden und werden aktuell Mitarbeiter in den Bereichen Forschung & Entwicklung, Qualitätssicherung, Vertrieb und Produktion eingestellt. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken Laut Dr. Martin Leonhard, Vorsitzender im Deutschen Industrieverband SPECTARIS - Medizintechnik, wächst zwar die deutsche Medizintechnikindustrie weiter, wird jedoch möglicherweise durch immer mehr kommende regulatorische Hürden gehemmt. Dahinter steht insbesondere die neue Medizinprodukteverordnung deren Aufwand zur Umsetzung für die betroffenen Medizintechnikfirmen als enorm hoch eingeschätzt wird. Auch für die Bernd Richter GmbH kann dies zu einem umfangreichen Mehraufwand führen und Mitarbeiter binden. Dies kann wiederum bedeuten, dass geplante neue Projekte und Prozessverbesserungen im Unternehmen verschoben werden müssen oder sich verzögern. Schließlich kann dies zu Einbußen im Umsatz und im beabsichtigten Beschäftigungswachstum münden. 1 Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Lieferzeiten für die Beschaffung stabilisiert, teilweise auch reduziert. Das liegt u.a. an internen Maßnahmen, die ergriffen worden sind, um die enge und sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Einkaufsabteilung der Bernd Richter GmbH und deren Lieferanten einerseits zu verbessern. b) Ertragsorientierte Risiken: Hinsichtlich des Ertrages bestehen im Wesentlichen zwei Risiken. Zum einem aufgrund der hohen Inflation. Diese betrifft uns in allen Kostenbereichen, aber vor Allem bei der Rohstoffbeschaffung, den Personalkosten und den Energiekosten. Zur Kompensation dieser Kostensteigerungen arbeiten wir kontinuierlich an Einsparpotentialen und wo diese nicht möglich sind, an entsprechenden Preissteigerungen bei Kunden. Unser zweites wesentliches Ertragsrisiko betrifft die Wechselkursentwicklung, da ca. 45% des Umsatzes in US-Dollar fakturiert werden. Mittelfristig kann es zu Schwankungen in einer Bandbreite von 0,20 € pro USD kommen. In den letzten Jahren kam es zu einer Abwertung des Euros, jedoch sind die Lieferverträge kurzfristiger Natur. Dies wird jedoch zum Teil kompensiert mit Einkäufen, die im US- Dollar berechnet werden. Besondere Risiken aus Währungsschwankungen werden seitens der Bernd Richter GmbH daher derzeit nicht gesehen. c) Finanzwirtschaftliche Risiken Auf mögliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinflussen könnten, reagiert das Unternehmen durch Kursbeobachtungen. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Bernd Richter GmbH sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Durch den seit 2023 eingerichteten Cashpool mit der Muttergesllschaft wird die Liquidität besser gesteuert.
1 Vgl. SPECTARIS Jahrbuch 2019/2020, Die
deutsche Medizintechnik-Industrie, S. 4ff.
Die Liquiditätslage ist weiterhin ordentlich, aus derzeitiger Sicht sind keine Engpässe zu erwarten. Der operative Cash-Flow hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 543 T€ erhöht. 2. Chancenbericht Das stetige und fortsetzende Wachstum der Kunden und Kundenstruktur sowie den damit zu deckenden Kundenbedarf bietet auch für die Zukunft eine Vielzahl von Chancen und Möglichkeiten auch in unterschiedlichen Märkten erfolgreich zu sein. Attraktive zugrunde liegende Fundamentaldaten mit nachhaltigen Wachstumsaussichten für den Markt, ein nichtzyklisches Geschäftsmodell, langjährige Kundenbeziehungen, ein schuldenfreies Geschäft innerhalb eines finanzstarken Konzerns, ohne Investitionsstau, ein FDA registriertes und geprüftes Unternehmen mit modernsten Produktionsanlagen einschließlich zusätzlicher Produktionskapazitäten sollen auch in den kommenden Jahren die Grundlage für weiteres Wachstum bilden. Organisatorische Umstrukturierungen, weitere personelle Neueinstellungen, kontinuierliche Verbesserung und Optimierung der laufenden Prozesse sollen die Grundlage bilden, auf die Kundenwünsche und -erwartungen schneller und effizienter eingehen zu können. In der Verlagerung von Produktionsaufträgen an eine Schwerstergesellschaft im Drittland wird eine Chance gesehen, die hohen Lohnkosten in Deutschland als auch die personellen Engpässe und somit dem Fachkräftemangel, entgegen zu wirken. Auf der Beschaffungsseite pflegt die Bernd Richter GmbH eine langjährige, intensive und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten, die entsprechend den Anforderungen hochwertige Produkte liefern. Hier strebt das Unternehmen weiterhin den Ausbau weiterer Lieferantenbeziehungen und deren Qualifizierung an, um auch zukünftig auf Lieferengpässe und kritische Lieferanten reagieren zu können. 3. Gesamtaussage Grundsätzliche Risiken in der künftigen Entwicklung sieht die Bernd Richter GmbH hauptsächlich in konjunkturellen Veränderungen, der Volatilität im Bereich der Währung und einem stagnierenden Preisniveau. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität sieht sich das Unternehmen samt der finanzstarken Muttergesellschaft für die Bewältigung der künftigen Risiken aber sehr gut aufgestellt. Alle bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Mit den o.a. Chancen und den organisatorischen, technischen und personellen Grundlagen sieht sich die Bernd Richter GmbH im neuen Geschäftsjahr gut vorbereitet, um den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen. V. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Unternehmen verfügt über einen solventen und langjährigen Kundenstamm. Die Kundenbeziehungen mit den TOP-10-Kunden bestehen durchschnittlich seit über 10 Jahren, mit den TOP-30-Kunden sogar seit über 15 Jahren. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Ähnlich sieht es auf der Beschaffungsseite aus: 18% der Lieferantenbeziehungen wurden vor mehr als 20 Jahren gegründet, fast 32% der Lieferantenbeziehungen bestehen seit mindestens 15 Jahren. Verbindlichkeiten werden innerhalb der skontierbaren Zahlungsfristen beglichen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Im Bereich des Finanzmanagements verfolgt das Unternehmen dabei eine konservative Risikopolitik. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zu Beginn neuer Geschäftsbeziehungen sowie im Rahmen einer laufenden und wiederkehrenden Bewertung klärt das Unternehmen stets die Bonität ihrer Kunden.
Wipperfürth, den 11. Oktober 2024 gez. Kevin Rauer gez. Richard Adam Norwitt gez. Craig Anthony Lampo Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bernd Richter GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bernd Richter GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bernd Richter GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, den 11. Oktober 2024 dhpg
Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
gez. Dr. Matthias Johnen, Wirtschaftsprüfer gez. Benedikt Owerdieck, Wirtschaftsprüfer Feststellungsdatum: Der Jahresabschluss wurde am 18. Februar 2025 festgestellt. |
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