Gruppe HEAT GMBHLiquidiert

37412 Herzberg am Harz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen HRB 3797
Eingetragen
30.10.2003
Branche
Wärmebehandlung von MetallenHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das Härten und Vergüten von Kraftfahrzeugzubehör-,Maschinen- und sonstigen Metallteilen.

Historie

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Management

NameRolle
Wilfried Rosenthal
seit 15.3.2007
Prokura
Geschäftsführer
Udo Bardelmeier
seit 11.4.2006
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Berichtigung

Aufgrund eines technischen Versehens ist die Veröffentlichung vom 06.03.2013 fehlerhaft.

Gruppe HEAT GmbH

Herzberg am Harz

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Bilanz zum 31. Dezember 2011

AKTIVA

31.12.2011 31.12.2010
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
übrige immaterielle Vermögensgegenstände 1.323,00 2.092,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 520.490,36 575.664,54
2. technische Anlagen und Maschinen 462.716,00 706.903,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 344.528,00 353.794,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 14.904,27
  1.327.734,36 1.651.265,81
III. Finanzanlagen    
übrige Finanzanlagen 150,00 150,00
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 658.723,95 463.725,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 539.929,05 337.818,36
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.157.182,77 942.524,73
  1.697.111,82 1.280.343,09
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.118.264,92 812.983,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.789,63 21.485,06
  4.823.097,68 4.232.044,79

PASSIVA

   
  31.12.2011 31.12.2010
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 111.920,00 111.920,00
III. Bilanzgewinn 1.751.733,31 1.343.585,24
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 31.399,03 57.445,80
C. Rückstellungen 793.684,40 704.997,06
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 529.405,53 683.592,85
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 65.143,78
3. übrige Verbindlichkeiten 1.504.955,41 1.162.560,06
  2.034.360,94 1.911.296,69
E. Passive latente Steuern 0,00 2.800,00
  4.823.097,68 4.232.044,79

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011

2011 2010
EUR EUR
1. Rohergebnis 5.756.228,82 5.770.442,64
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 2.634.522,31 2.852.416,58
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 528.668,72 553.142,38
  3.163.191,03 3.405.558,96
- davon für Altersversorgung EUR 75.179,34 (EUR 88.738,80)    
3. Abschreibungen    
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 392.980,49 486.370,30
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.601.913,95 1.687.078,50
5. Erträge aus Beteiligungen 9,00 9,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.874,73 22.998,29
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 680,00 (EUR 10.310,00)    
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38.480,46 59.686,67
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 564.546,62 154.755,50
9. außerordentliche Aufwendungen 0,00 2.580,00
- davon Aufwendungen aus der Anwendung der Übergangsvorschriften BilMoG EUR 0,00 (EUR 2.580,00)    
10. außerordentliches Ergebnis 0,00 -2.580,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 142.113,97 55.963,96
12. sonstige Steuern 14.284,58 36.526,64
  156.398,55 92.490,60
13. Jahresüberschuss 408.148,07 59.684,90
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.343.585,24 1.283.900,34
15. Bilanzgewinn 1.751.733,31 1.343.585,24

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Forderungen gegen Gesellschafter wurden im Berichtsjahr unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Vorschriften des HGB und des GmbHG beachtet.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Abnutzbare Wirtschaftsgüter wurden nach ihrer Nutzungsdauer planmäßig degressiv und linear abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 und unter EUR 1.000,00 wurden in den Jahren 2008 und 2009 entsprechend der steuerlichen Regelung in jeweilige Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 410,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes ausreichend Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich war, um alle erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend zu berücksichtigen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Bilanzstichtag Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 351,0 enthalten (Vorjahr: TEUR 309,7).

In den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind zum Bilanzstichtag Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 92,3 enthalten (Vorjahr: TEUR 3,6).

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.343,6 enthalten.

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen ist in Vorjahren als Korrekturposten zum Anlagevermögen gemäß Abschnitt 6.5 EStR in Verbindung mit § 247 Abs. 3 HGB a.F. und § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB gebildet worden. Er wird gem. Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 22,4 (Vorjahr: TEUR 55,3) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 7,8 (Vorjahr: TEUR 0,0) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 162,0 (Vorjahr: TEUR 154,2). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr bestehen keine (Vorjahr: TEUR 65,1). Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 1.505,0 (Vorjahr: TEUR 1.151,9).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt TEUR 110,9 (Vorjahr: TEUR 161,6).

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 529,4 besichert durch Grundschulden an den Objekten in Herzberg, Sicherungsübereignung verschiedener Maschinen und Anlagen sowie durch Bürgschaften der Gruppe HEAT GmbH, Stuhr.

Zum 31. Dezember 2011 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverhältnissen in Höhe von jährlich TEUR 26,4. Im Übrigen bestehen Leasing-Verträge über Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einer Laufzeit bis Oktober 2014. Die Summe aller noch zu zahlenden Leasingraten beträgt TEUR 187,9. Außerdem bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs und Betriebsstoffen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wurde im Berichtsjahr durch Auflösung in Höhe von TEUR 26,0 gemindert. Der Gesamtbetrag wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Durch die Auflösung des gebildeten Sonderpostens für Zuschüsse und für Zulagen wurde ein um ca. 7 % höheres Jahresergebnis ausgewiesen. In den nächsten 5 Jahren wird mit einer Steuerbelastung von rund 25 % des ausgewiesenen Sonderpostens gerechnet, die sich aus Ergebnisverbesserungen durch die Auflösungsbeträge des Sonderposten ergibt.

Die Zinserträge entfallen mit TEUR 2,7 (Vorjahr: TEUR 2,7) auf verbundene Unternehmen.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden Erträge aus der Auflösung latenter Steuern in Höhe von TEUR 2,8 und im Vorjahr Aufwendungen aus der Zuführung latenter Steuern in Höhe von TEUR 2,8 ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2011 wurden 72 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt, davon 24 Angestellte und 48 gewerbliche Arbeitnehmer.

Im Geschäftsjahr 2011 erfolgte die Geschäftsführung durch die Geschäftsführer:

 

Frau Paola Schrader-Gerdes, kaufmännische Geschäftsführerin, Osterode am Harz,

 

Herr Udo Bardelmeier, technischer Geschäftsführer, Herzberg am Harz,

 

Frau Petra Becker, technische Geschäftsführerin, Osterode am Harz bis zum 21. März 2011.

Die Geschäftsführerin Frau Schrader-Gerdes ist einzelvertretungsberechtigt. Herr Udo Bardelmeier vertritt die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer. Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2011 TEUR 135,4.

 

Herzberg am Harz, den 7. Mai 2012

Gruppe HEAT GmbH

Geschäftsführung

Paola Schrader-Gerdes

Udo Bardelmeier

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
1. Januar 2011 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31. Dezember 2011
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
übrige immaterielle Vermögensgegenstände 4.038,12 0,00 0,00 0,00 4.038,12
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 3.745.834,64 0,00 0,00 0,00 3.745.834,64
2. technische Anlagen und Maschinen 10.447.068,08 935,00 52.448,47 14.904,27 10.410.458,88
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.061.249,93 67.747,04 2.652,58 0,00 1.126.344,39
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.904,27 0,00 0,00 -14.904,27 0,00
  15.269.056,92 68.682,04 55.101,05 0,00 15.282.637,91
III. Finanzanlagen          
übrige Finanzanlagen 150,00 0,00 0,00 0,00 150,00
  15.273.245,04 68.682,04 55.101,05 0,00 15.286.826,03
Abschreibungen
1. Januar 2011 Zugänge Abgänge 31. Dezember 2011
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
übrige immaterielle Vermögensgegenstände 1.946,12 769,00 0,00 2.715,12
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 3.170.170,10 55.174,18 0,00 3.225.344,28
2. technische Anlagen und Maschinen 9.740.165,08 260.024,27 52.446,47 9.947.742,88
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 707.455,93 77.013,04 2.652,58 781.816,39
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  13.617.791,11 392.211,49 55.099,05 13.954.903,55
III. Finanzanlagen        
übrige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
  13.619.737,23 392.980,49 55.099,05 13.957.618,67
Restbuchwerte
31. Dezember 2011 31. Dezember 2010
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
übrige immaterielle Vermögensgegenstände 1.323,00 2.092,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 520.490,36 575.664,54
2. technische Anlagen und Maschinen 462.716,00 706.903,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 344.528,00 353.794,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 14.904,27
  1.327.734,36 1.651.265,81
III. Finanzanlagen    
übrige Finanzanlagen 150,00 150,00
  1.329.207,36 1.653.507,81

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Unternehmensstruktur

Der Geschäftsbetrieb der Gruppe HEAT GmbH, Herzberg, im nachfolgenden Gruppe HEAT genannt, wird in Herzberg am Harz ausgeübt. Niederlassungen gibt es nicht. Die Hauptgeschäftsfelder der Gruppe HEAT umfassen den Bereich der Wärmebehandlung und Werkstoffprüfung. Des Weiteren versucht HEAT neue Technologien in diesen Bereichen zu entwickeln.

Bei der Gruppe HEAT werden hauptsächlich Bauteile der Automobilindustrie sowie Teile für die Luft- und Raumfahrtindustrie vorwiegend für den europäischen, aber auch internationalen Markt wärmebehandelt.

2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft wurde zu Beginn des Jahres 2011 von mehreren Ereignissen erschüttert. Dazu zählten der kräftige Ölpreisanstieg aufgrund der Unruhen im arabischen Raum, das Erdbeben in Japan und die Verschärfung der Schuldenkrise im Euro-Raum. Während die Auswirkungen der beiden ersten Ereignisse bis zur Jahresmitte weitgehend überwunden werden konnten, blieb im weiteren Jahresverlauf die Unsicherheit über den Fortgang der Schuldenkrise im Euro- Raum bestehen.

Ende Juli und Anfang August führte diese Unsicherheit zusammen mit der Diskussion über eine Anhebung der Schuldengrenze der USA zu heftigen Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten. Die im Euro-Raum vollzogenen Rating-Herabstufungen für Staaten und Banken verschärften die Situation. Die EZB setzte wiederholt Maßstäbe durch, um die Renditeaufschläge und die Refinanzierungskosten der betroffenen Euro-Länder abzuschwächen. Aufgrund der sich verschärfenden Schuldensituation verschlechterten sich die Konjunkturindikatoren deutlich.

Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2011 um rund 3,8 %. Die Industrieländer konnten nur eine schwache wirtschaftliche Expansion erzielen. Zudem standen fast alle Industrieländer vor der Aufgabe, ihre Staatsverschuldungen durch deutliche Budgetkürzungen abzubauen, wodurch die Rezessionsgefahr signifikant gestiegen ist. Demgegenüber wirkte die weiterhin resistente Wirtschaftsentwicklung der Schwellenländer stabilisierend auf die Weltkonjunktur. Dennoch verringerte sich das Expansionstempo auch in diesen Ländern immens. Elementar hierfür waren zum einen stark nachlassende Exporte, zum anderen geringere binnenwirtschaftliche Impulse aufgrund des Auslaufens von Konjunkturprogrammen und einer Straffung der Geldpolitik.

Im Euro-Raum hat sich die Wirtschaft im Verlauf des Jahres vernehmbar abgeschwächt. Die europäische Wirtschaft konnte sich in 2011 um 1,6 % steigern. Im zweiten Quartal wirkte sich die Naturkatastrophe in Japan und die gestiegenen Energiepreise sowie im dritten Quartal die Zuspitzung der Schuldenkrise dämpfend auf die Konjunktur aus. Dabei verlief die konjunkturelle Entwicklung der einzelnen Mitgliedstaaten erneut sehr unterschiedlich. Wie im Vorjahr verzeichneten exportierende Länder überdurchschnittliche Produktionszuwächse. Vor allem in der europäischen Peripherie wurden Tendenzen durch die Konsolidierungsanstrengungen weiter verstärkt.

Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands war bis zur Jahresmitte von einem Aufholprozess gekennzeichnet, in dessen Folge die Einbußen aus der Rezession aus dem Jahr 2009 ausgeglichen werden konnten. Aufgrund der Abkühlung des wirtschaftlichen Umfeldes kam diese Dynamik zum Jahresende jedoch wieder ins Stocken. Nach einem ersten Überblick des statistischen Bundesamtes belief sich die Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes auf 3 % für das Jahr 2011.

Bei der japanischen Wirtschaft ist davon auszugehen, dass durch die eingeleiteten Wiederaufbaumaßnahmen konjunkturelle Sondereffekte die negative Auswirkung des Erdbebens auf das Bruttoinlandsprodukt bis zum Jahresende 2011 sich nicht vollständig kompensieren lassen. Die asiatischen Schwellenländer, insbesondere China und Indien, weisen mit einem Wirtschaftswachstum von 9,2 % und 7,4 % im Jahr 2011 weltweit die höchste Konjunkturentwicklung auf.

3. Branchenentwicklung

Insgesamt kann die weltweite Automobilbranche auf ein positives Wirtschaftsjahr 2011 zurückblicken, aber auch auf ein Jahr der gemischten Botschaften. Bis zur Jahresmitte sorgten dank der starken wirtschaftlichen Dynamik hohe Zuwachsraten für Euphorie bei Herstellern und Zulieferern. In der zweiten Jahreshälfte schwächten sich die Erwartungen vor allem wegen der europäischen Schuldenkrise zusehends ab, zunächst aber ohne realwirtschaftliche Auswirkungen.

Die weltweite PKW-Produktion stieg um 3,1 % auf rund 75 Mio. PKW und leichte Nutzfahrzeuge. In Deutschland stieg die Produktion von PKW und leichten Nutzfahrzeugen mit 6,4 % stärker als in Westeuropa. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten und die hohen Rohstoffpreise waren deutlich spürbar, konnten aber in 2011 von der deutschen Automobilbranche mehr als kompensiert werden. Der japanische Markt, bedingt durch die verheerende Umweltkatastrophe, verzeichnete ebenso wie einige europäische Länder wie Spanien, Italien und Griechenland einen starken Rückgang der Produktionszahlen im Vergleich zum Vorjahr. Die Automobilproduktion in China konnte ein Wachstum von 2,5 % erzielen. Indien und Südkorea wiesen Wachstumsraten von 9,8 % und 8,5 % auf.

Die Automobilzulieferindustrie hat in den letzten Jahren bereits einen weitreichenden Wandel erlebt, die Finanz- und Wirtschaftskrise verzeichnete deutliche Einschnitte. Durch eine weitgehende Marktbereinigung und Innovation getragen von gleichzeitiger Effizienz konnte sich die Branche relativ stabil halten.

Die ausgeprägte Abhängigkeit von den OEMs beeinflusst die Wachstumsrate der Zulieferbranche massiv.

Die Sparte der Wärmebehandlung konnte sich in 2011 weitestgehend stabilisieren und mit positiven Zukunftsprognosen ins Jahr 2012 starten.

4. Beschaffungsbereich

Gruppe HEAT ist im Bereich der Dienstleistungsunternehmen anzusiedeln, folglich stellt sich die Beschaffungsmarktstruktur der Lieferanten frugal dar. Der Materialeinsatz beschränkt sich überwiegend auf Hilfsund Betriebsstoffe sowie Maschinen- und Ersatzteile. Die Situation der bedeutendsten Lieferanten in 2011 hielt sich weitestgehend auf einem stabilen Niveau, bedingt durch langjährig bestehende Geschäftsbeziehungen zwischen den Unternehmen, konnten auch die meisten Preiserhöhungen abgewendet werden. Die Versorgung von wichtigen Hilfs- und Betriebsstoffen wird soweit als möglich über langfristige Verträge mit den verschiedenen Lieferanten gesichert. Zusätzlich unterliegen sämtliche Schritte der Wärmebehandlungskette sowie der verwendeten Materialien und Ersatzteile einer ständigen Kontrolle. Die gleich bleibende gute Qualität der Produkte unserer Lieferanten trägt zum Wärmebehandlungsergebnis bei. Eine langfristige Bevorratung ist angesichts der kurzfristigen Liefersituation unserer Lieferanten nicht notwendig. Die Preissteigerung im Energiesektor (Strom und Gas) stellt eine erhebliche externe Belastung der Materialpreissteigerung dar, die nur zum geringen Teil durch Kostenbeteiligung der Kunden kompensiert werden konnte und somit im Wesentlichen selbst getragen werden musste. Die marktmächtigen Kunden des Unternehmens - vor allem aus der Automobilindustrie beharren auf längere Preisbindungen oder sogar Preisreduzierung.

5. Produktions- und Absatzbereich

Die Kapazitätsauslastung der Gruppe HEAT vom Vorjahr konnte in 2011 auf einem stabilen Niveau gehalten werden. Die exorbitante Umsatzerhöhung in 2011 ist hervorgerufen durch den Tausch der Kunden - Lieferantenposition eines bedeutenden Kunden. Des Weiteren konnten zusätzlich Kunden bzw. Aufträge realisiert werden und die interne Prozessoptimierung trägt in einem geringen Maß dazu bei. Im Berichtsjahr wurden 48 % der Umsatzerlöse mit Kunden im Inland erzielt und 52 % mit Kunden in der EU. Es wurde bisher kein Umsatz mit den Schwellenländern erzielt.

II. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Ertragslage

Die Betriebsleistung ist in 2011 auf TEUR 15.334,2 (Vorjahr TEUR 11.646,5) gestiegen. Das Jahresergebnis nach Steuern beträgt TEUR 408,1 (Vorjahr TEUR 59,7).

Ertragslage (Kurzfassung)

in TEUR 2011 2010
Gesamtleistung 14.730,2 11.099,3
Sonstige betriebliche Erträge 604,0 547,2
Materialaufwand -9.578,0 -5.875,9
Personalaufwand -3.163,2 -3.405,6
Abschreibungen -393,0 -486,4
Übrige Aufwendungen -1.601,9 -1.687,1
Finanzergebnis -33,6 -36,7
Ergebnis vor Steuern 564,5 154,8
außerordentliches Ergebnis 0,0 -2,6
Steuern -156,4 -92,5
Ergebnis nach Steuern 408,1 59,7

Die Erlössituation in 2011 konnte weit über die Erwartungen gesteigert werden. Die Erhöhung der Materialaufwendungen beruht insbesondere auf der Preissteigerung für Strom und Gas sowie die Umstellung der Bosch/Italien Laufrollen auf Kauf. Den größten Anteil an den übrigen Aufwendungen haben Aufwendungen für Instandhaltungsmaßnahmen.

2. Finanzlage

Im Berichtsjahr wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt.

Der Cashflow nach DVFA/SG hat sich von TEUR 446,3 im Vorjahr auf 744,6 entwickelt.

Es wurden keine neuen Darlehen aufgenommen. Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag betrugen TEUR 1.118,3 (Vorjahr: TEUR 813,0).

3. Vermögenslage

Die Vermögenslage in % zur Bilanzsumme in Höhe von TEUR 4.823,0 (Vorjahr: TEUR 4.232,0) ergibt sich wie folgt:

2011 2010
Aktivseite:
Anlagevermögen 27,5 39,1
Vorräte 13,7 10,9
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 35,2 30,3
liquide Mittel 23,2 19,2
übrige Aktiva 0,4 0,5
Passivseite:    
Eigenkapital 40,7 36,8
Sonderposten 0,7 1,3
Rückstellungen 16,4 16,7
Verbindlichkeiten 42,2 45,2

Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 4.232,0 im Vorjahr auf TEUR 4.823,0 um 14,0 % gesteigert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich in 2011 um 19,8 % erhöht, dies resultiert aus dem Verkauf wärmebehandelter Materialien.

Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die Gewinne der Vorjahre wurden thesauriert. Die Rückstellungen betrugen insgesamt TEUR 793,7 und lagen damit TEUR 88,7 über dem Vorjahreswert. Steuerrückstellungen wurden in Höhe von TEUR 86,8 gebildet.

III. Forschung und Entwicklung

Als einer der Technologieführer agierend in der Branche ist die kontinuierliche und zielgerichtete Forschung und Entwicklung eine wichtige Voraussetzung, um im Wettbewerb nachhaltig erfolgreich bestehen zu können. Unsere Innovationsstärke ermöglicht es uns, ständig neue Anwendungsgebiete für unsere Wärmebehandlungsprozesse zu erschließen und Weiterentwicklungen zur Marktreife zu bringen. Entscheidend hierbei ist die strategische Ausrichtung der Gruppe HEAT als Entwicklungspartner unserer Kunden insbesondere aus der Automobilindustrie.

Die zentrale Abteilung für Forschung und Entwicklung (F & E) unterstützt die für die jeweiligen Bereiche verantwortlichen Einheiten bei der kontinuierlichen Verbesserung ihrer Verfahren und Prozesse. Eine weitere wichtige Aufgabe der Abteilung besteht darin, beim Neuanlauf von Produkten in größeren Serien begleitend zur Produktion die Abläufe hinsichtlich Kosten, Qualität und Durchlaufzeit in den Prozessen zu optimieren. Auch über den Bereich der Serienproduktion hinaus gibt es im laufenden Berichtszeitraum Projekte, die innovative Ansätze zeigen, mit deren Umsetzung die Gruppe HEAT technologische Alleinstellungsmerkmale über mehrere Jahre für sich reservieren kann. Als Beispiele hierfür sind in der Wärmebehandlung das Nitrieren und Nitrocarburieren von sicherheitsrelevanten Komponenten aus dem Automobilbau zu nennen.

Ebenfalls zu nennen ist die Beteiligung der Gruppe HEAT am Standort Thale und die begleitende Unterstützung der zentralen F & E im vom BMBF geförderten Wachstumskern Thale PM. Dieses Forschungsprojekt startete in 11/2008 und endete in 12/2011. Es war das Ziel, mit den Partnern pulvermetallurgische Bauteile zu entwickeln, die durch ihren Einsatz z.B. im Fahrzeug für Energieeffizienz und CO2-Reduzierung sorgen und zudem kostengünstig und ressourcensparend hergestellt werden können.

Hierzu liegen Entwicklungsabschlussarbeiten vor.

Erstmals wurden bei einem großen Projekt 2 weitere Partner, sowohl die Gruppe HEAT Sachsen als auch die HIGHHEAT, als zukünftige, unterbeauftragte Unternehmen der Serienproduktion mit in den Entwicklungsprozess eingeschlossen. Hierbei handelt es sich um ein Getriebeprojekt für einen großen international tätigen Getriebehersteller und einen deutschen OEM als Endkunden. Ebenso gelang es uns erstmalig nicht nur die Wärmebehandlung dem Kunden anzubieten sondern darüber hinaus das Richten und das für die Bauteileigenschaften wichtige Verfestigungsstrahlen. Die Zusammenstellung der o.a. Projektpartner erwies sich als richtige strategische Ausrichtung für die Zukunft, auch über das Jahr 2011 hinaus. Langfristige Lieferverträge wurden in 2011 zum Abschluss gebracht.

Mit Kunden, Lieferanten, Forschungsinstituten und Kooperationspartnern aus der Wärmebehandlungsbranche besteht reger Austausch auch projektübergreifend, um damit zu gewährleisten, dass eine optimale Realisierung der bestehenden Projekte und durch ein maximales Wissensniveau der eingesetzten Mitarbeiter u.a. die Umsetzung neuer Projekte möglich ist. Staatliche Fördermittel und Zuwendungen hinsichtlich F & E - Themen wurden im Berichtszeitraum nicht in Anspruch genommen.

Im Geschäftsjahr 2011 hat die Gruppe HEAT insgesamt TEUR 160,2 für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Im Bereich Forschung und Entwicklung sind 3 Mitarbeiter tätig. Im Berichtsjahr wurde kein wesentliches F & E - Know-how von Dritten erworben und es sind keine Investitionen in Anlagen vorgenommen. Der Anteil der Aufwendungen für F & E betrug bezogen auf den Umsatz in 2011 1,1 %. In Prozessen der kontinuierlichen Verbesserung konnten über deutliche Einsparungen von Kosten teilweise die von Kunden geforderten Preisreduzierungen umgesetzt werden und somit Marktsegmente weiter besetzt bleiben.

IV. Mitarbeiter

Durchschnittlich wurden im Berichtsjahr 72 Arbeitnehmer und 8 Auszubildende direkt beschäftigt. In 2011 wurden keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen. Die ausgelernten Auszubildenden konnten in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbediener sowie Werkstoffprüfer im Unternehmen weiterbeschäftigt werden.

V. Nachtragsbericht

Steigende Energiekosten gefährden die Wettbewerbsfähigkeit der Zulieferindustrie. Die Umlage der erneuerbaren Energien wird Ihre Auswirkungen erst in der Zukunft zeigen.

Im Übrigen sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten, über die zu berichten wäre.

VI. Risikobericht

Die Geschäftsfelder der Gruppe HEAT sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um Risiken frühzeitig zu erkennen hat sich die Gruppe HEAT zum Ziel gesetzt, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben. Dazu werden wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente eingesetzt. Als Risiko gelten Ereignisse und mögliche Entwicklungen innerhalb oder außerhalb des Unternehmens, die eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gefährden. Risikorelevante Informationen werden mindestens quartalsweise sowie bei Bedarf ad hoc erhoben. Die Überwachung und Kontrolle des laufenden Geschäftes wird durch das interne Berichtswesen und feste Kommunikationswege sichergestellt. Insbesondere die Risiken aus der drohenden Inanspruchnahme durch Qualitätsmängel (Rückrufaktion von Fahrzeugherstellern, Produkthaftungsrisiken, Lieferverzögerungen von Fahrzeugen) werden durch das interne Risikomanagementsystem überwacht.

Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung in 2011, rechnen wir auch für das kommende Geschäftsjahr mit leichtem aber dennoch stabilem Umsatzzuwachs.

Nachdem die Automobilindustrie und die dazugehörige Zulieferindustrie in 2011 leicht in Fahrt gekommen ist, geht die Prognose der Experten für 2012 von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von 1,5 % aus.

Übereinstimmend mit der Prognose des internationalen Währungsfonds (IWF) ist damit zu rechnen, dass die Weltwirtschaft in 2012 weiterhin ein robustes Wachstum von 4,5 % verzeichnen kann. Der Export wird nach Experten-Meinung dank des bisher ungestillten Hunger nach Mobilität in China und auch in Indien einen weiteren Zuwachs verzeichnen können. Doch was bleibt davon für die deutsche Zulieferindustrie, werden nicht immer mehr Zukaufteile in Billiglohnländer produziert. Der stetige Preiskampf untereinander, zumindest in der Wärmebehandlungsbranche wird für Verdrängungswettbewerb sorgen und die Preissituation wird dadurch eher noch massiver beeinflusst. Ein zunehmender Konsolidierungsdruck, der eine veränderte Branchenarchitektur mit sich bringen wird, sowie der Eintritt neuer Wettbewerber aus Schwellenländern, formen das Zukunftsszenario einer veränderten Automobil- und Zulieferindustrie. Außerdem kommen künftig neue Konkurrenten aus angrenzenden Branchen hinzu, wie z.B. Elektronikhersteller und Stromanbieter.

Im Beschaffungsbereich muss mit einem weiteren Anstieg der Strom- und Gaspreise gerechnet werden, zum Teil bedingt durch die erneuerbaren Energien. Die Preise für Rohstoffe sind nicht gesunken, es ist damit zu rechnen, dass die Lieferanten nicht bereit sein werden, diese Kostenentwicklung allein zu tragen und versuchen werden diese Steigerung an ihre Kunden weiterzugeben. Der Energiekostenanteil an der Bruttowertschöpfung in der Wärmebehandlungsbranche liegt bei rund 10 Prozent. Alleine durch die Umlage für erneuerbare Energien (EEG-Umlage) wird die Zulieferindustrie in 2012 signifikant belastet. Wir schließen uns der Aussage von Michael Weigelt, Geschäftsführer des Argez-Mitgliedsverbandes Tepcart, Frankfurt am Mai, an: "Wir sind für einen Dreiklang in der Energiepolitik: sicher, klimaverträglich, bezahlbar."

Das schließt auch den Ausbau erneuerbarer Energien ein. Aber die Steuerungsinstrumente müssen angepasst werden. Die Energiepreise dürfen sich nicht zu einem Standortnachteil für unsere mittelständische Industrie entwickeln.

An dieser Stelle muss die Politik dringend kurzfristig handeln. Die ArGeZ fordert eine Begrenzung bzw. Erstattung der EEG-Kosten für die Industrie, was auch per Gesetz für 2012 verabschiedet werden könnte.

Ab 2013 dürfte auch der Emissionsrechtehandel die Branche durch weiter steigende Strom- und möglicherweise auch Vormaterialkosten belasten. Eine Verschärfung des EU Emissionsminderungszieles von 20 Prozent auf 30 Prozent bis 2020 würde diese Belastungen noch verstärken.

Die Finanzmarktkrise wird zu deutlich restriktiveren Kreditvergabestandards bei höheren Konditionen führen. Es ist daher davon auszugehen, dass es schwieriger werden wird Finanzierungspartner für zukünftige Investitionen zu finden.

VII. Prognosebericht

Für das Jahr 2012 gehen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute von einer konjunkturellen Abkühlung der Weltwirtschaft aus. Während die Schwellenländer weiterhin stützende Impulse geben werden, wird die konjunkturelle Expansion in den entwickelten Volkswirtschaften nur schwach ausgeprägt sein. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten aufgrund der Verschuldungsproblematik in vielen entwickelten Volkswirtschaften dürften sich dämpfend auf das Konsum und Investitionsverhalten auswirken. Die Maßnahmen zur Beherrschung der europäischen Schuldenkrise lassen jedoch bereits erste Erfolge erkennen. Wir gehen davon aus, dass sich das Vertrauen der Konsumenten und Produzenten in den entwickelten Volkswirtschaften in der zweiten Jahreshälfte 2012 wieder leicht erholen wird. Basierend auf der Prognose des Internationalen Währungsfonds wird mit einem Wachstum der Weltwirtschaft in 2012 von 3,3 % gerechnet.

Die Weltkonjunktur befindet sich zu Beginn 2012 insgesamt zwar weiterhin auf Wachstumskurs, im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Wachstumstempo aber deutlich verringert. Die Unsicherheiten für die globale Konjunktur ergeben sich insbesondere aus der instabilen Lage der Industrieländer. An vorderster Stelle steht hier sicherlich die weitere Entwicklung der Europäischen Währungsunion. Angesichts der Staatsschuldenkrise, der notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen sowie der inzwischen merklich abgebremsten Konjunktur wird die Wirtschaftsleistung in der Eurozone in Summe in diesem Jahr vermutlich leicht zurückgehen. Was sicherlich auch das hohe Wachstum außerhalb von Europa in der Automobil- und Zuliefererindustrie auch in 2012 beeinflussen wird. Die deutschen Autobauer profitieren dabei auch im Jahre 2012 von dem Wechselkursschwankungsrisiko. Die Automobilindustrie wird gebremst durch die Schuldenkrise in Europa und durch die fehlende Dynamik in den USA. Für 2012 wird in der Branche mehr Gegenwind erwartet, 2012 wird ein hartes Arbeitsjahr, sind die Worte des Herrn Wissmann (VDA-Präsident). Wenn es gelinge, die Finanzmärkte zu stabilisieren, könne die Branche auch für 2012 zuversichtlich sein. "Die weltweite Nachfrage nach Autos steigt weiter", sagte er. Die deutsche Industrie sei so flexibel, dass sie Absatzrückgänge wie derzeit etwa in Südeuropa mit Zuwächsen in anderen Regionen ausgleichen könne.

Wir müssen im Jahr 2012 mit einer deutlichen Abkühlung der weltweiten Automobilindustrie rechnen äusserte auch Prof. Ferdinand Dudenhöffer. Die Gründe für die drohende Stagnation sind derweil vielfältig.

Zum einen wirkt die Naturkatastrophe in Japan nach, erhöhen die Unruhen in Nordafrika die Risiken von Ölpreisschwankungen. Zum anderen belasten die anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise in Europa die Konjunkturstimmung. So erwartet das Car Center aufgrund der staatlichen Sparprogramme im kommenden Jahr in Italien, Frankreich und Spanien einen Nachfragerückgang.

Nicht viel besser sieht es auf dem amerikanischen Markt aus, für den Dudenhöffer ein Minus von 1,7 % prognostiziert. Selbst die wichtigsten Auslandsmärkte im Fernost geraten in Druck. Dudenhöffer erwartet, dass die Märkte in China und Indien aufgrund der weltwirtschaftlichen Lage und steigender Preise nachgeben. China und Indien werden die Nachfragerückgänge in anderen Märkten nicht überkompensieren können. Einziger vorläufiger Trost: Mittelfristig kehrt die Automobilindustrie wieder auf den Wachstumspfad zurück. Bereits 2013 soll der Absatz wieder auf 63,5 Millionen Fahrzeuge klettern. Das wäre ein neuer Rekordwert. Der Absatz von Autos erreichte gemäß einer Studie in 2010 den zweithöchsten Wert der Geschichte nach 2007.

Die neuen Modellpaletten, die in der Krisenzeit Dank einer agilen Forschung und Entwicklungstrieb der deutsche Automobilisten, entwickelt wurden, wirken sich jetzt stimulierend auf den deutschen Automarkt aus.

Vor dem gesamtwirtschaftlichen Hintergrund gehen wir davon aus, dass sich das Jahr 2012 positiv entwickeln wird. In 2011 haben wir bereits mit der Konzentration auf unser Kernwärmebehandlungsverfahren begonnen und werden dies in 2012 weiter ausbauen. Auch mit dem Aufbau neuer Standorte, auch außerhalb der Eurozone, konnten wir die Gruppe weiterhin stärken. Aufgrund der aktuellen Lage hoffen wir das Jahresergebnis von 2011 auf einen stabilen Wert zu bringen. Durch innerbetriebliche Umstrukturierungsmaßnahmen wurden weitere Grundsteine für eine positive Zukunft gelegt. Für 2012 wird sich durch weitere Zusammenführung der Einkaufspotentiale mit neuen Standorten und auch verbundenen Unternehmen ein weiteres Einsparpotential voll zeigen. Hier werden auch neue Einkaufsmöglichkeiten in Schwellenländern erobert.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2012 wird stark von der Entwicklung der Automobilbranche abhängen und davon, ob unsere eingeleiteten Maßnahmen den versprochenen Erfolg realisieren können. Von einer kleinen Verbesserung bzw. Stabilisierung in 2012 und 2013 ist auszugehen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde in gesetzlich zulässigem Maß zum Zweck der Offenlegung verkürzt. Der beigefügte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gruppe HEAT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Osnabrück, den 27. Juni 2012

H D T Treuhand-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hartmann, Wirtschaftsprüfer

Hillebrenner, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 3. Juli 2012 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

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