Nagel Mietservice GmbH

Maybachstraße 6, 89079 Ulm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 4069
Eingetragen
6.11.1990
Branche
Vermietung von Baumaschinen und -gerätenVermietung von sonstigen Maschinen, Geräten und beweglichen Sachen a. n. g.Vermietung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Gegenstand
Vermietung und Service von Baumaschinen, Industriemaschinen und Baugeräten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nagel Verwaltung & Logistik GmbH

Ulm

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

EUR Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene immat. Vermögensgegenstände 516.859,92 308
2. Geschäftswert i.S. von § 246 Abs. 1 HGB 123.279,74 175
3. Geschäftswert i.S. von § 301 Abs. 3 HGB 1.166.669,00 1.307
1.806.808,66 1.790
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 11.259.449,51 8.117
2. Technische Anlagen und Maschinen 449.024,63 487
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.653.500,61 32.211
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.293,82 709
44.384.268,57 41.524
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 177.143,87 177
2. Genossenschaftsanteile 21.500,00 22
198.643,87 199
46.389.721,10 43.513
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Warenbestand 69.023.884,73 51.732
2. Geleistete Anzahlungen 1.758.901,66 1.168
70.782.786,39 52.900
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.357.152,46 25.010
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 414.614,81 242
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.514.871,83 3.085
30.286.639,10 28.337
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.609.323,65 2.645
C. Rechnungsabgrenzungsposten 45.268,29 126
149.113.738,53 127.521

PASSIVA

EUR Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 5.700.000,00 5.700
II. Kapitalrücklage 96.320,18 96
III. Gewinnrücklagen 223.700,00 224
IV. Gewinnvortrag 44.260.478,32 37.743
V. Gewinnvortrag aus passivem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 2.695.068,79 2.695
VI. Konzernjahresüberschuss 5.713.766,01 8.317
58.689.333,30 54.775
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 19.952,00 21
2. Steuerrückstellungen 301.901,82 800
3. Sonstige Rückstellungen 5.093.238,40 4.164
5.415.092,22 4.985
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 69.123.249,70 51.369
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 115.390,35 524
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.465.157,06 7.907
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 177.192,63 180
5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.128.323,27 7.781
davon aus Steuern: EUR 5.804.780,52 (Vj. TEUR 5.797) 85.009.313,01 67.761
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 220.497,25 (Vj. TEUR 225)
149.113.738,53 127.521

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

2022
EUR
2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 318.533.064,63 301.823
2. Sonstige betriebliche Erträge 436.733,79 373
3. Materialaufwand -229.526.714,68 -214.880
Rohergebnis 89.443.083,74 87.316
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -32.500.789,54 -30.690
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -6.338.015,34 -6.117
-38.838.804,88 -36.807
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -9.994.552,88 -10.245
6. Leasingraten Mietpark -5.234.654,77 -5.903
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -25.247.150,32 -21.141
Betriebsergebnis 10.127.920,89 13.220
8. Erträge aus Beteiligungen 126.782,34 123
9. Erträge aus anderen Wertpapieren 494,37 1
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.461,00 77
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 50
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.641.084,64 -1.285
1.613.129,27 -1.257
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.812.964,45 -3.619
14. Ergebnis nach Steuern 5.828.609,51 8.467
15. Sonstige Steuern -114.843,50 -150
16. Konzernjahresüberschuss 5.713.766,01 8.317

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

2022
TEUR
2021
TEUR
1. Konzernjahresüberschuss 5.714 8.317
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 9.995 10.295
3. +/ - Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 613 194
4. +/ - Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -1 1
5. - Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -27 -166
6. - /+ Zunahme/Annahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -19.746 -12.176
7. +/ - Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -506 3.741
8. + Zinsaufwendungen 1.641 1.208
9. + Ertragsteueraufwand 2.813 3.619
10. - Ertragsteuerzahlungen -3.033 -3.831
11. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -2.537 11.202
12. - Auszahlungen für Investitionen Mietpark -18.800 -15.609
13. + Anlagenabgänge Mietpark (Buchwert) 11.102 9.415
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (ohne Mietpark) und immat. VG -5.855 -2.526
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immat. VG 707 530
16. + Erhaltene Zinsen 27 77
17. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -12.818 -8.113
18. - Dividende -1.800 -1.400
19. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 8.500 10.000
20. - Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -4.986 -7.376
21. - Gezahlte Zinsen -1.641 -1.283
22. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 73 -59
23. Zahlungswirksame Änderungen des Finanzmittelbestands (Summe der Nummern 11, 17 und 22) -15.281 3.030
24. - Finanzmittelfonds am Jahresanfang -32.408 -35.438
25. Finanzmittelfonds am Jahresende -47.689 -32.408
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 1.609 2.645
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -49.299 -35.053
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -47.690 -32.408

Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Januar 2022

Stand 1.1.2022
EUR
Ausschüttungen 2022
EUR
Sonstige Änderungen 2022
EUR
Stammkapital 5.700.000,00 0,00 0,00
Kapitalrücklage 96.320,18 0,00 0,00
Gewinnrücklagen 223.700,00 0,00 0,00
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital 37.743.438,55 -1.800.000,00 8.317.039,77
Gewinnvortrag aus passivem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 2.695.068,79 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 8.317.039,77 0,00 -8.317.039,77
Konzerneigenkapital 54.775.567,29 -1.800.000,00 0,00
Konzernjahresüberschuss
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Stammkapital 0,00 5.700.000,00
Kapitalrücklage 0,00 96.320,18
Gewinnrücklagen 0,00 223.700,00
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital 0,00 44.260.478,32
Gewinnvortrag aus passivem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 2.695.068,79
Konzern-Jahresüberschuss 5.713.766,01 5.713.766,01
Konzerneigenkapital 5.713.766,01 58.689.333,30
Vorjahr 1.1.2021
EUR
2021
EUR
2021
EUR
Stammkapital 5.700.000,00 0,00 0,00
Kapitalrücklage 96.320,18 0,00 0,00
Gewinnrücklagen 223.700,00 0,00 0,00
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital 33.385.981,38 -1.400.000,00 5.757.457,17
Gewinnvortrag aus passivem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 2.695.068,79 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 5.757.457,17 0,00 -5.757.457,17
Konzerneigenkapital 47.858.527,52 -1.400.000,00 0,00
2021
EUR
31.12.2021
EUR
Stammkapital 0,00 5.700.000,00
Kapitalrücklage 0,00 96.320,18
Gewinnrücklagen 0,00 223.700,00
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital 0,00 37.743.438,55
Gewinnvortrag aus passivem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 2.695.068,79
Konzern-Jahresüberschuss 8.317.039,77 8.317.039,77
Konzerneigenkapital 8.317.039,77 54.775.567,29

KONZERNANHANG

1. Unternehmenskreis der Nagel Verwaltung & Logistik GmbH

In den Konzernabschluss der Nagel Verwaltung & Logistik GmbH, mit Sitz in Ulm und eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm, HRB 2847, wurden die im Konzernanhang (Seite 9) aufgeführten Unternehmen einbezogen bzw. nicht einbezogen.

2. Allgemeine Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze

2.1 Bilanzierung und Bewertung

Die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden beibehalten. Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte wurden einheitlich ausgeübt. Allerdings wurden im Konzern Bewertungseinheiten für Zinssicherungskontrakte gebildet.

2.2 Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend der betriebsindividuellen Nutzungsdauer ermittelt worden. Es wird in der Regel die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Mietmaschinen unterliegen der Leistungsabschreibung. Für Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2011 in das Anlagevermögen aufgenommen wurden, wird teilweise die degressive Abschreibungsmethode verwendet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben; Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden im Zugangsjahr und in den folgenden vier Jahren mit je einem Fünftel abgeschrieben.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte i. S. des § 246 Abs. 1 HGB, die aus den Jahresabschlüssen der Tochtergesellschaften übernommen wurden, werden aufgrund der langjährigen Kundenbeziehungen über die tatsächliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung i. S. des § 301 n. F. HGB wird aufgrund der langjährigen Kundenbeziehungen über die tatsächliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2022 betrug hierauf die Abschreibung TEUR 140 (Vj. TEUR 140).

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Bezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

2.3 Vorräte

Die Handelswaren sind zu Anschaffungskosten, grundsätzlich auf der Basis gewogener Durchschnittspreise, bewertet. Soweit erforderlich, ist bei den Vorräten der niedrigere Wert nach § 253 Abs. 4 HGB angesetzt (Gängigkeitsabschläge).

2.4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt.

Bei der Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

2.5 Rückstellungen

Die Pensionsrückstellung ist nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der PUC-Methode unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck und der Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,78 % (Vj. 1,87 %) p.a. berechnet. Die Pensionen sind teilweise in ihrer Höhe konstant. Im Übrigen wurde ein erwarteter Rententrend von unverändert 1,75 % berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 298 Abs. 1 in Verbindung mit § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 1.147,00 und unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Diese kommt aufgrund ausreichend freier Rücklagen nicht zum Tragen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

2.6 Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. Die in den Verbindlichkeiten enthaltenen Währungsverbindlichkeiten sind mit dem Kurs am Rechnungseingangstag bzw. dem Tag der Darlehensaufnahme oder dem höheren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Hinsichtlich der Fälligkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten wird auf den Verbindlichkeitenspiegel verwiesen.

2.7 Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag bestehen temporäre Differenzen beim Anlagevermögen sowie bei den Pensions- und sonstigen Rückstellungen, die sowohl zu aktiven wie auch passiven latenten Steuern führen würden. Insgesamt ergibt sich ein Überhang von aktiven latenten Steuern, deren Aktivierung gemäß § 298 i.V.m. § 274 Abs. 1 HGB unterbleibt.

Für die Ermittlung wurden die voraussichtlichen unternehmensindividuellen Steuersätze (mit durchschnittlich 29 % bei Körperschaft- und Gewerbesteuer und mit 13 % bei nur Gewerbesteuer) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen herangezogen. Eine Abzinsung der Beträge erfolgte nicht.

2.8 Gewinn- und Verlustrechnung

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB und nach den Vorschriften des BilRUG erstellt. Postenbezeichnungen und Gliederung wurden den Besonderheiten des Konzerns angepasst. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen war nicht notwendig.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss ist zum 31. Dezember 2022 aufgestellt worden.

Für die Kapitalkonsolidierung innerhalb des Unternehmenskreises der Nagel Verwaltung & Logistik GmbH wurde als Erstkonsolidierungszeitpunkt der 1. Januar 2002, bei späterer erstmaliger Einbeziehung von Tochterunternehmen der Beginn des Jahres der Einbeziehung bzw. der Zeitpunkt des Erwerbs gewählt. Sie wurde nach der Buchwertmethode gem. § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. bzw. Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Wertansätze der Anteile mit dem jeweiligen anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen durchgeführt.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet.

Zum 31. Dezember 2022 enthielten die bei den einbezogenen Unternehmen bilanzierten Vorräte und Sachanlagen keine wesentlichen Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen. Eine Zwischengewinneliminierung im Vorrats- bzw. Anlagevermögen war deshalb nicht erforderlich (§ 304 Abs. 2 HGB).

Aufwendungen und Erträge aus internen Geschäften zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert.

Im Rahmen der Konsolidierung ergeben sich zum 31. Dezember 2022 die folgenden Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung:

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalaufrechnung mit der Kopp Baumaschinen Herrenber gGmbH & Co. KG, Herrenberg, gemäß § 301 Abs. 3 HGB: EUR 389.298,00
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalaufrechnung mit der Märklen GmbH & Co. KG, Neckarsulm, gemäß § 301 Abs. 3 HGB: EUR 777.371,00
EUR 1.166.669,00

4. Einzelangaben

4.1 Anlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zusammensetzung und Laufzeit:
Stand davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.357.152,46 26.357.152,46 0,00
(25.010.405,05) (24.997.245,05) (13.160,00)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 414.614,81 414.614,81 0,00
(242.454,20) (242.454,20) (0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.514.871,83 3.264.560,83 250.311,00
(3.085.440,17) (2.833.988,82) (251.451,35)
30.286.639,10 30.036.328,10 250.311,00
(28.338.299,42) (28.073.688,07) (264.611,35)

Die in Klammern ausgewiesenen Beträge entsprechen den Vorjahreszahlen.

4.3 Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich ausschließlich um "sonstige Rechnungsabgrenzungsposten".

4.4 Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor den Konzernjahresüberschuss 2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

4.5 Sonstige Rückstellungen

Zusammensetzung:

Personalkosten TEUR 2.691
Provisionen TEUR 436
Berufsgenossenschaft TEUR 380
Kundengutschriften/Kulanzleistungen TEUR 212
Aufbewahrungspflichten TEUR 58
Sonstiges TEUR 1.316
TEUR 5.093

4.6 Verbindlichkeitenspiegel

Zusammensetzung und Restlaufzeiten:

mit einer Restlaufzeit
Stand 31.12.2021
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 69.123.249,70 54.890.347,69 14.232.902,01 0,00
(51.369.583,11) (40.040.032,77) (11.214.857,22) (114.693,12)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 115.390,35 115.390,35 0,00 0,00
(524.084,63) (524.084,63) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.465.157,06 8.465.157,06 0,00 0,00
(7.907.459,61) (7.907.459,61) (0,00) (0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 177.192,63 177.192,63 0,00 0,00
(179.826,68) (179.826,68) (0,00) (0,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.128.323,27 7.092.299,54 36.023,73 0,00
(7.780.699,95) (7.561.439,51) (219.260,44) (0,00)
85.009.313,01 70.740.387,27 14.268.925,74 0,00
(67.761.653,98) (56.212.843,20) (11.434.117,66) (114.693,12)
gesicherte Beträge
EUR
Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.465.157,06 üblicher Eigentumsvorbehalt
(7.907.459,61) üblicher Eigentumsvorbehalt
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
5. Sonstige Verbindlichkeiten

Die in Klammern ausgewiesenen Beträge entsprechen den Vorjahreszahlen.

4.7 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

TEUR Vorjahr
TEUR
Baumaschinen 234.448 234.504
Werkzeugmaschinen 84.055 67.289
Sonstige 30 30
318.533 301.823
Inland 312.656 298.757
Ausland 5.877 3.066
318.533 301.823

4.8 Periodenfremde Erträge

Im Geschäftsjahr 2022 wurden periodenfremde Erträge aus Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 147 (Vj. TEUR 166) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 127 (Vj. TEUR 145) realisiert.

4.9 In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 25) enthalten.

4.10 In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1) enthalten.

4.11 Die Beteiligungserträge entfallen analog zum Vorjahr vollständig auf verbundene Unternehmen.

4.12 Im Zinsaufwand sind Zinsen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 2) enthalten.

5. Ergänzende Angaben

5.1 Beteiligungen

In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen:

Name der Tochtergesellschaft Sitz Konzernanteil
Nagel Baumaschinen Ulm GmbH Ulm (Donau) 100 % 1)
Nagel Baumaschinen Ludwigsburg GmbH Ludwigsburg 100 % 1)
Nagel Baumaschinen Augsburg GmbH Gersthofen 100 % 1)
Nagel Baumaschinen Magdeburg GmbH Barleben 100 % 1)
Nagel Baumaschinen Erfurt GmbH Erfurt 100 % 1)
Nagel BaumaschinenFrankfurt GmbH Frankfurt am Main 100 % 1)
Nagel Mietservice GmbH Ulm (Donau) 100 % 1)
Nagel Werkzeug-Maschinen GmbH Ulm (Donau) 100 % 1)
H. Bremicker GmbH & Co. KG Bielefeld 100 % 1)
Nagel Fahrzeugkrane GmbH Ulm (Donau) 100 % 1)
OWEMA Werkzeuge + Maschinen GmbH Oberkochen 100 % 1)
JEWEMA Werkzeuge+ Maschinen GmbH,Betriebsausrüstungen Jena 100 % 1)
Kopp Baumaschinen Herrenberg GmbH & Co. KG Herrenberg 100 % 1)
Märklen GmbH & Co. KG Neckarsulm 100 % 1)

1) Die gekennzeichneten Gesellschaften nehmen die Offenlegungserleichterungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264 b i. V. mit § 325 HGB in Anspruch.

In den Konzernabschluss nicht einbezogene Unternehmen:

Name derTochtergesellschaft Sitz Konzernanteil
Klaus Wörmann Verwaltungs-GmbH Bielefeld 100 %
ARGE K GbR Ulm (Donau) 100 %
Kopp Verwaltungs-GmbH Herrenberg 100 %
Dengler & Schneider Baumaschinen und Baugeräte Handelsgesellschaft mbH Herrenberg 100 %
Märklen Beteiligungs-GmbH Neckarsulm 100 %

Auf die Einbeziehung dieser Unternehmen in den Konzernabschluss wurde wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach § 296 Abs. 2 HGB verzichtet, da deren Umsatzerlöse, deren Bilanzsummen und deren Ergebnisse einen nur unwesentlichen Anteil der Konzernumsatzerlöse, der Konzernbilanzsumme und des Konzernergebnisses ausmachen. Bei den Umsatzerlöse handelt es sich zudem im Wesentlichen um Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen.

5.2 Haftungsverhältnisse

Bürgschaften TEUR 7.627 (Vj. TEUR 3.520)
Garantieerklärungen TEUR 7 (Vj. TEUR 7)

Ein Risiko der Inanspruchnahme ist aufgrund der Vergangenheitserfahrungen und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - insbesondere in der Baubranche - gegenwärtig nicht ersichtlich.

5.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Derivative Finanzinstrumente/Bewertungseinheiten

Als außerbilanzielle Geschäfte bestehen aus Finanzierungsgründen

- Mietverträge mit jährlich TEUR 4.917
- Leasingverträge mit jährlich TEUR 7.219
- Lizenzverträge mit jährlich TEUR 546

Zinssicherungskontrakte mit einem Gesamtvolumen von TEUR 10.000 wurden aufgrund von Bewertungseinheiten (Makro-Hedge) bilanziell nicht eigenständig berücksichtigt. Die Zinssicherungskontrakte haben eine Laufzeit von bis zu 6 Jahren (maximal bis 22. Januar 2028). Die Wirksamkeit der Sicherung von Bewertungseinheiten wird durch gleichlaufende Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft sichergestellt. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 443. Die Bilanzierung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Messung der Effektivität erfolgt prospektiv durch den sog. Critical Term Match, retrospektiv anhand der sog. Dollar-Offset-Methode.

5.4 Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers für die gesetzlichen Jahresabschlussprüfungen einschließlich des Konzernabschlusses beträgt TEUR 177.

5.5 Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 558 (Vj. 576) Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfielen auf:

Angestellte 316 (Vj. 331)
Gewerbliche 242 (Vj. 245)

5.6 Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Entsprechend DRS 21 wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Konzernjahresüberschuss indirekt abgeleitet.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Konzernbilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d.h. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich der auf den Giro- und Kontokorrentkonten ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

5.8 Geschäftsführer

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Nagel Verwaltung & Logistik GmbH sowie aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind:

Herr Dipl.-Kfm. Jochen Nagel

Herr Dipl.-Kfm. Steffen Nagel

Auf die Angabe der im Geschäftsjahr gewährten Organbezüge wurde in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Ulm, den 16. Mai 2023

Nagel Verwaltung & Logistik GmbH

gez. Dipl.-Kfm. Jochen Nagel

gez. Dipl.-Kfm. Steffen Nagel

Konzern-Anlagenspiegel für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Januar 2022

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 1.1.2022
EUR
Zugänge 2022
EUR
Abgänge 2022
EUR
Umbuchungen 2022
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.391.312,39 307.455,60 1.605,00 0,00 1.697.162,99
2. Geschäftswert i.S. von § 246 Abs. 1 HGB 1.017.025,54 0,00 0,00 0,00 1.017.025,54
3. Geschäftswert i.S. von § 301 Abs. 3 HGB 2.437.534,78 0,00 0,00 0,00 2.437.534,78
Summe I 4.845.872,71 307.455,60 1.605,00 0,00 5.151.723,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 18.139.523,84 3.854.131,13 0,00 0,00 21.993.654,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.617.390,32 37.845,69 83.144,67 0,00 3.572.091,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.380.308,07 20.459.401,09 16.244.079,18 12.043,50 90.607.673,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 709.396,58 22.593,22 697.652,48 -12.043,50 22.293,82
Summe II 108.846.618,81 24.373.971,13 17.024.876,33 0,00 116.195.713,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 227.143,87 0,00 0,00 0,00 227.143,87
2. Genossenschaftsanteile 21.500,00 0,00 0,00 0,00 21.500,00
Summe III 248.643,87 0,00 0,00 0,00 248.643,87
Gesamt (Summe I - III) 113.941.135,39 24.681.426,73 17.026.481,33 0,00 121.596.080,79
Abschreibungen 1.1.2022
EUR
Zugänge 2022
EUR
Abgänge 2022
EUR
Umbuchungen 2022
EUR
Abschreibungen -kumuliert- 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.083.870,13 98.036,94 1.604,00 0,00 1.180.303,07
2. Geschäftswert i.S. von § 246 Abs. 1 HGB 842.412,46 51.333,34 0,00 0,00 893.745,80
3. Geschäftswert i.S. von § 301 Abs. 3 HGB 1.130.748,78 140.117,00 0,00 0,00 1.270.865,78
Summe I 3.057.031,37 289.487,28 1.604,00 0,00 3.344.914,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 10.022.843,23 711.362,23 0,00 0,00 10.734.205,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.129.912,23 76.298,15 83.143,67 0,00 3.123.066,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.169.240,50 8.917.405,22 5.132.472,84 0,00 57.954.172,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II 67.321.995,96 9.705.065,60 5.215.616,51 0,00 71.811.445,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
Gesamt (Summe I - III) 70.429.027,33 9.994.552,88 5.217.220,51 0,00 75.206.359,69
Buchwert 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 516.859,92 307.442,26
2. Geschäftswert i.S. von § 246 Abs. 1 HGB 123.279,74 174.613,08
3. Geschäftswert i.S. von § 301 Abs. 3 HGB 1.166.669,00 1.306.786,00
Summe I 1.806.808,66 1.788.841,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 11.259.449,51 8.116.680,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 449.024,63 487.478,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.653.500,61 32.211.067,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.293,82 709.396,58
Summe II 44.384.268,57 41.524.622,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 177.143,87 177.143,87
2. Genossenschaftsanteile 21.500,00 21.500,00
Summe III 198.643,87 198.643,87
Gesamt (Summe I - III) 46.389.721,10 43.512.108,06

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Konzerns

Am 31. Dezember 2022 bestand der Konzern aus insgesamt 20 Gesellschaften.[1] Unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten sind fünf Gesellschaften (drei Komplementär-GmbHs, eine BGB-Gesellschaft und eine ruhende GmbH) nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die Unternehmen des Konzerns sind in den Bereichen Verkauf, Vermietung und Service von Baumaschinen, Baugeräten, Industriemaschinen, Werkzeugmaschinen, Werkzeugen, Betriebseinrichtungen, Ersatzteilen und Reparaturleistungen tätig.

II. Wirtschaftsbericht

a) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich im Jahr 2022 aufgrund zunehmender Lieferschwierigkeiten bei Vorprodukten, den Entwicklungen im Energiemarkt und einem Mangel an Arbeitskräften deutlich schwächer verbessert als erwartet. So stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um +1,8 % (Vorjahr 2,6 %). Die konjunkturelle Lage in der Bauwirtschaft als einem der Hauptabnehmer für Baumaschinen war in 2022 durch hohe Auftragsbestände und leicht rückläufigen Bauinvestitionen geprägt.

Bauinvestitionen in Deutschland (Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %)

2021 2022 2023 2024
Wohnungsbau +0,6 -2,2 -6,7 -2,4
Gewerblicher Bau -0,1 -1,0 -1,3 -0,2
Öffentlicher Bau -2,9 -1,1 -4,1 +2,6
Bau insgesamt +0,0 -1,7 -4,9 -1,2

Quelle: Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2023 der Wirtschaftsforschungsinstitute

Die Umsätze des deutschen Bau- und Industriemaschinenhandels stiegen nach Angaben des Bundesverbandes im Jahr 2022 wieder gegenüber dem Vorjahr um 7 % im Handel, während im Vermietungsbereich eine Steigerung von 8 % zu verzeichnen war.

Die konjunkturelle Lage im Automobilbau, in der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie im Maschinenbau hat sich in 2022 gegenüber 2021 wieder leicht verbessert.

Die konjunkturelle Lage der wichtigsten Abnehmerbranchen für den Absatz der Werkzeugmaschinen und Werkzeuge stellt sich wie folgt dar:

Auftragseingänge in Deutschland (Veränderung gegenüber Vorjahr in %)

2021 2022
Automobilbau 1,1 -5,4
Metallerzeugung und -bearbeitung -6,2 -7,4
Maschinenbau 14,9 -11,7

Produktion in Deutschland (Veränderung gegenüber Vorjahr in %)

2021 2022
Automobilbau -12,7 6,8
Metallerzeugung und -bearbeitung -1,7 -5,6
Maschinenbau 2,0 3,9

Quelle: Deutsche Bundesbank/Statistisches Bundesamt (Saisonbereinigte Wirtschaftszahlen)

Der Inlandsauftragseingang und Inlandsverbrauch der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie stellt sich lt. VDW wie folgt dar:

Auftragseingänge im Inland (Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %)

2020 2021 2022
-36 +51 +18

Inlandsverbrauch (Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %)

2020 2021 2022
-34 +6 +17

b) Ertragslage

Der Konzern konnte im Jahr 2022 einen Gesamtumsatz von TEUR 318.533 erzielen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Umsatzerlöse um TEUR 16.710 (5,54 %) erhöht. Infolgedessen hat sich das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.127 auf TEUR 89.443 verbessert.

Die Erhöhung der Umsatzerlöse im Jahr 2022 resultiert im Wesentlichen aus dem Bereich Werkzeugmaschinen. Dort sind die Umsatzerlöse um TEUR 16.766 auf TEUR 84.055 angestiegen. Darüber hinaus haben sich die Umsatzerlöse im Bereich Baumaschinen um TEUR -56 auf TEUR 234.448 reduziert. Dabei wurden die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 312.656 (Vj. TEUR 298.757) vor allem im Inland erzielt. Im Ausland betragen die Umsatzerlöse TEUR 5.877 (Vj. TEUR 3.066).

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere in Folge von gestiegenen Erträgen aus Anlagenverkäufen und aufgrund höherer Auflösungen von Rückstellungen um TEUR 64 auf TEUR 437 erhöht.

Die Materialeinsatzquote (im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) ist gegenüber dem Vorjahr um 0,86 % Punkte auf 72,1 % gestiegen.

Die Personalaufwendungen belaufen sich auf TEUR 38.839 (Vj. TEUR 36.807). Der Anstieg beruht insbesondere auf gestiegenen Gehältern sowie den gestiegenen Personalrückstellungen.

Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 250 auf TEUR 9.995 vermindert. Grund für den Rückgang sind insbesondere geringere Abschreibungen auf die im Anlagevermögen ausgewiesenen Mietmaschinen.

Die Leasingraten für den Mietpark sind in 2022 auf TEUR 5.235 (Vj. TEUR 5.903) gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund von Messen, die im Geschäftsjahr 2022 stattgefunden haben, sowie aufgrund allgemeiner Kostensteigerungen (z.B. im Bereich Kraftstoffe) um insgesamt TEUR 4.106 auf TEUR 25.247 erhöht.

Das negative Finanzergebnis hat sich insbesondere in Folge höherer Zinsaufwendungen um TEUR 356 auf TEUR 1.613 vermindert.

Insgesamt erzielte die Nagel-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 8.642 (Vj. TEUR 12.086). Nach Abzug der Ertragsteuern und der sonstigen Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 2.928 (Vj. TEUR 3.769) verbleibt ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 5.714 (Vj. TEUR 8.317).

c) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich zum Bilanzstichtag um TEUR 21.593 auf TEUR 149.114 erhöht.

Auf der Aktivseite erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere das Sachanlagevermögen um TEUR 2.860 auf TEUR 44.384, die Vorräte um TEUR 17.883 auf TEUR 70.783 sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.347 auf TEUR 26.357. Demgegenüber steht im Wesentlichen die Verminderung der liquiden Mittel von TEUR 2.645 im Vorjahr auf TEUR 1.609.

Auf der Passivseite erhöhten sich insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 17.754 auf TEUR 69.123.

Das Eigenkapital hat sich zum Bilanzstichtag um TEUR 3.914 auf TEUR 58.689 erhöht. Die Eigenkapitalquote des Konzerns hat sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme auf 39,4 % (Vj. 43,0 %) reduziert.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Cashflow (Konzernjahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) von TEUR 15.708 (Vj. TEUR 18.613) erwirtschaftet. Es ergab sich ein operativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR -2.537 (Vj. TEUR 11.202). Grund für den negativen Cash-Flow ist überwiegend der Bestandaufbau der Vorräte. Das EBITDAL (= Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Leasingraten des Mietparks) beträgt TEUR 25.357 (Vj. TEUR 29.368). Die Liquiditätslage hat sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 15.282 vermindert, da sich der negative Finanzmittelfonds aufgrund der im Geschäftsjahr vorgenommenen Investitionen und den Bestandsaufbau an Vorräten erhöht hat.

III. Arbeitnehmer und Umwelt

Im Jahr 2022 waren durchschnittlich 598 (Vj. 576) Mitarbeiter beschäftigt. Durch unsere Anstrengungen in der Aus- und Weiterbildung decken wir unseren zukünftigen Bedarf an fachlich gut ausgebildeten Mitarbeitern ab. Unser Personalkonzept zielt auf Motivation, Leistungsfähigkeit und langfristige Bindung an unser Unternehmen ab. Dieses Konzept werden wir auch zukünftig verfolgen und planen unseren Mitarbeiterbestand weiterhin konstant zu halten.

Der Geschäftszweck der Konzerngesellschaften führt zu einer geringen Belastung der Umwelt. Es wird darauf geachtet, dass sämtliche Anforderungen an Umweltschutzmaßnahmen eingehalten werden. Auch zukünftig legen wir Wert darauf, nachhaltig und entsprechend des Umweltschutzes zu agieren.

IV. Chancen- und Risikobericht

Laut der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2023 der Wirtschaftsforschungsinstitute liegen die Prognosen für das Bruttoinlandsprodukt für 2023 bei +0,3% und 1,5% für 2024.

Nach einer Umfrage des Bundesverbandes erwartet der deutsche Bau- und Industriemaschinenhandel Stand April 2023 eine nominale Umsatzsteigerung im Handel von 2% und in der Baumaschinenvermietung von 5,5 %, was aufgrund der Preisentwicklung einen Rückgang der abgesetzten Mengen darstellt.

Diese Prognosen sind von der weiteren Entwicklung des Wirtschaftswachstums und der Zinsen abhängig. Auch wenn die Kunden aus dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe vielfach noch gut ausgelastet sind, können weitere negative Auswirkungen von Rezessionsängsten und steigenden Zinsen auf den Gewerbe- und Wohnungsbau und in der Folge für unsere Kunden im Baumaschinen-Bereich nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt auch für unsere Kunden der Werkzeugmaschinen aus den Bereichen Maschinenbau, Automotive und Metallbearbeitung.

Weitere Chancen und Risiken liegen in der Veränderung der geopolitischen Spannungen zwischen Russland-Ukraine und China-Taiwan mit all ihren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die hierdurch verursachten Rohstoff- und Lieferengpässe, Entwicklung der Energie- und Kraftstoffkosten können in Verbindung mit demographisch als auch inflationär bedingten Anstieg der Personalkosten zu anhaltend hohen Inflationsraten und Zinsen führen, was eine Verschlechterung des Investitionsklimas zur Folge hätte.

Der im Geschäftsjahr 2022 weiter aufgebaute Lagerbestand kann als Wettbewerbsvorteil gegenüber potenziellen Konkurrenten angesehen werden, da die schnelle Verfügbarkeit oftmals von kaufentscheidender Bedeutung sein kann.

Zusammenfassend können Auswirkungen aus der Umsatz- und Kostensituation als auch hinsichtlich einem erhöhten Forderungsausfallrisikos nicht ausgeschlossen werden.

Im Bereich der derivativen Finanzgeschäfte sichert der Konzern seinen auf Basis der historisch niedrigen Zinsen gedeckten Kapitalbedarf am Geldmarkt gegen künftige Zinssteigerungen ab. Aufgrund von Bewertungseinheiten waren Rückstellungen nicht erforderlich. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Konzernanhang.

Der Konzern wird aufgrund der guten Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung seine Marktstellung festigen.

Weder in der Vergangenheit eingetretene noch in der Zukunft zu erwartende negative Zahlungssalden aus der laufenden Geschäftstätigkeit oder ungünstige finanzielle Schlüsselzahlen lassen auf das Vorliegen bestandsgefährdender Umstände schließen.

Die Größe der Nagel-Gruppe kann den in den Konzern einbezogenen Unternehmen durch konsequente Nutzung von Synergien und Einkaufsverbesserungen aus Gruppenvereinbarungen Vorteile in der Relation Kosten zu Umsatz wie auch in der Leistungsfähigkeit verschaffen.

Die Überwachung der wirtschaftlichen Risiken wird durch ein zeitnahes und detailliertes Berichtswesen vorgenommen, in dem die Geschäftsabläufe laufend auf ihre Profitabilität, Effizienz und Wachstumspotenziale überprüft werden.

V. Prognosebericht

Das Jahr 2022 war für die Nagel-Gruppe nochmals ein sehr erfolgreiches Jahr. Die im Lagebericht des Vorjahres prognostizierten Werte wurden beim Umsatz und Rohergebnis übertroffen. Die Aufwendungen im Konzern und das Konzernergebnis entsprechen den getätigten Prognosen.

Für den Geschäftsbereich Baumaschinen, Baugeräte, Handel und Service wird im Jahr 2023 mit leichten Umsatz- und Rohertragsrückgängen gerechnet. Für den Mietservice wird ebenfalls mit mäßig geringeren Umsätzen und Roherträgen gerechnet. Für den Geschäftsbereich Werkzeugmaschinen und Werkzeuge wird für 2022 von leicht sinkenden Umsätzen und Roherträgen ausgegangen.

Insgesamt wird mit sinkenden Umsätzen (zwischen 8% und 12%) und Roherträgen gerechnet. Im Bereich der Kosten wird mit leicht sinkenden Personalkosten und leicht sinkenden sonstigen betrieblichen Kosten gerechnet, da im Geschäftsjahr 2023 die Messen Bauma und AMB nicht stattfinden. Im Bereich der Zinsen wird aufgrund des steigenden Zinsniveaus mit wesentlich höheren Zinsaufwendungen gerechnet. Weiterhin gehen wir von einem reduzierten, jedoch positiven Konzernjahresüberschuss im Bereich zwischen 2 Mio. EUR und 3 Mio. EUR aus.

Sofern der Ukrainekonflikt anhält und sich weitere Geopolitische Veränderungen ergeben, können negative Auswirkungen auf die Umsatz-, Ertrags- und Ergebnissituation nicht ausgeschlossen werden.

 

Ulm, den 16. Mai 2023

Nagel Verwaltung & Logistik GmbH

gez. Dipl.-Kfm. Jochen Nagel

gez. Dipl.-Kfm. Steffen Nagel

[1] Für eine genaue Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften verweisen wir auf den Konzernanhang.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Nagel Verwaltung & Logistik GmbH, Ulm,

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Nagel Verwaltung & Logistik GmbH, Ulm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und -verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: Konzernlagebericht) der Nagel Verwaltung & Logistik GmbH, Ulm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 31. Mai 2023

SONNTAG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Mairock, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Piening, Wirtschaftsprüferin

Sonstige Unterlagen

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 11. Oktober 2023 festgestellt worden.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss des Konzernabschlusses wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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