Großhandel mit Blumen und Pflanzen
Rupp Landhandel GmbH
Bahnhofstraße 99, 55234 Framersheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ute Becker-Keller seit 23.2.2016 | Geschäftsführer |
Elvira Becker-Keller seit 6.4.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 29.17% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rupp Landhandel GmbHFramersheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023BILANZ zum 30. Juni 2023Rupp Landhandel GmbH Landhandel, FramersheimAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.07.2022 bis 30.06.2023Rupp Landhandel GmbH Landhandel, Framersheim
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Rupp Landhandel GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie damit ggf. verbundenen Anhangsangaben erfolgen in der entsprechenden Reihenfolge der Postengliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Anlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen angesetzt. Für die immateriellen Vermögensgegenstände werden lineare Abschreibungen verrechnet. Für die Sachanlagen werden lineare Abschreibungen angesetzt. Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern werden im Zugangsjahr gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens erfolgte zum am Bilanzstichtag niedrigeren, beizulegenden Wert. Die Vorräte betreffen ausschließlich Waren, die mit den Anschaffungskosten, basierend auf den effektiven Einstandspreisen sowie mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren, beizulegenden Wert angesetzt sind. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalbetrag bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Kundenforderungen Rechnung getragen. Für erkennbare Einzelrisiken bei Kundenforderungen wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Auf der Aktivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Danach wurden die Rückstellungen nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,80% bei der Bewertung berücksichtigt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Die Pensionsrückstellungen betragen EUR 802.320,00. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr und das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für temporäre Bewertungsunterschiede von Rückstellungen bzw. des Ausweises in der Handelsbilanz bzw. Steuerbilanz wurde auf die Bildung eines aktiven Steuerabgrenzungspostens gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Insbesondere war die Anwendung des IDW RH FAB 1.021 für die Bewertung von Pensionsrückstellungen nicht relevant. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: EUR 3.243.673,63 Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: EUR 3.576.932,70 Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen: Die Änderungen in den Abschreibungen aufgrund von Abgängen betragen insgesamt EUR 38.445,47. ANLAGENSPIEGEL zum 30. Juni 2023Rupp Landhandel GmbH Landhandel, Framersheim
Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden größere Beträge für noch nicht vereinnahmte Mitarbeiterdarlehen bzw. Darlehen in Höhe von EUR 490.166,74 und Debitorische Kreditoren in Höhe von EUR 38.983,31 erfasst. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 30.431,00. Der Gesamtbetrag ermittelt sich wie folgt:
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 30.431,00. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Rückdeckungsversicherungen gesichert, die ausschließlich zur Erfüllung der Pensionsverpflichtung dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Sie wurden nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB im Geschäftsjahr 2022/2023 mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der in der vorstehenden Tabelle genannte Zeitwert wurde aus dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung am Abschlussstichtag abgeleitet und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:
Bei der Rückstellung Rückzahlungsrisiko Debitor handelt es sich gleichzeitig um Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung, die im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten waren. Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden. Es handelt sich dabei um noch zu leistende Ertragsteuervoraus- und nachzahlungen in Höhe von Euro 28.980,00. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten als weiteren größeren Posten Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 443.100,79 sowie Kreditorische Debitoren in Höhe von EUR 125.469,20. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten (ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 696.420,00 (Vorjahr: Euro 803.564,00.) Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten (ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten), die durch Grundpfandrechte gesichert sind, beträgt Euro 1.276.558,00 (Vorjahr: Euro 1.472.594,00). Latente Steuern Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge zu bilden, wurde kein Gebrauch gemacht. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus der Bilanz nicht ersichtliche Verpflichtungen bestehen in Form von Leasing- und Mietverträgen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 465. Diese Verträge haben Laufzeiten bis zu vier Jahren. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt Euro 814.878,96. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages in Höhe von Euro 1.652.547,55 ergibt sich ein Betrag von Euro 2.467.426,51, der zu verwenden ist. In die Rücklagen werden 2.000.000,00 Euro eingestellt. Auf neue Rechnung werden Euro 467.426,51 vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Framersheim, den 29.08.2024 gez. Ute Becker-Keller gez. Elvira Becker-Keller LageberichtA. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1. Darstellung des Unternehmens sowie des gesamtwirtschaftlichen Umfelds Unternehmensdarstellung Die Gesellschaft wurde 1935 als Ph. Jak. Rupp II OHG gegründet und 1985 in eine GmbH umgewandelt. Die Geschäftstätigkeit umfasst den klassischen Agrarhandel mit Getreide, Futtermittel, Saatgut, Pflanzkartoffel, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Brennstoffen, Artikel für Haus und Hof. Als Händler im größten deutschen Weinbaugebiet gehören auch die Produkte für den Weinbau in unser Kernsortiment, ebenso der Handel mit Weinzucker. Am 01.01.2013 wurde der Landhandelsbetrieb der Firma Proland Schiffer & Nicklaus GmbH in Grünstadt übernommen. Die Gebäude wurden gepachtet. Die beweglichen Anlagegüter wurden übernommen. Ebenso wurden die Mitarbeiter übernommen. Zusätzlich zum klassischen Agrarhandelsgeschäft hat die Gesellschaft in 2004 einen Fachmarkt für Haus, Tier und Garten eröffnet, der im Geschäftsjahr 2013 / 2014 durch den Bau eines neuen Fachmarktes erweitert wurde. Im Geschäftsjahr 2022/2023 ist das Umsatzvolumen gegenüber dem Vorjahr um ca. 9% gewachsen, aufgrund gestiegener Durchschnittspreise. Die Kosten konnten in Summe weitestgehend stabil gehalten werden. Steigenden Energie-, Miet- und Fahrzeugkosten konnten durch Einsparungen bei Reparaturen und Instandhaltungen ausgeglichen werden. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2022/2023 hat die Erwartung der Geschäftsleitung übertroffen. Entscheidend hierfür war das frühzeitige Erkennen von Preissteigerungen und rechtzeitiger Bevorratung und die konsequente Ausrichtung an gewinnorientierten Verkäufen. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Der Agrarhandel versorgt die Landwirtschaft mit sämtlichen Betriebsmitteln für den Ackerbau, Wein-, Gemüse und Obstbau. Dazu gehört der Verkauf an Saatgut, Sämereien, Dünger und Pflanzenschutzmittel, Weinbau und Kellereiartikel, Zucker, sowie Futtermittel für die Viehhaltung. Mit der Erfassung und Einlagerung von Getreide in der Ernte bildet der Agrarhandel einen Puffer zwischen der saisonalen Produktion von Agrarerzeugnissen und deren kontinuierlichem Verbrauch über das gesamte Jahr. Lagerung und Vermarktung der Ernte zählen dabei zu den wichtigsten Dienstleistungen im Agrargeschäft. Der Agrarhandel ist stark von dem Einflussfaktor Wetter und dem dadurch resultierenden Ernteerfolg abhängig. Vor dem Hintergrund des Klimawandels nimmt die Bedeutung des Einflussfaktors Wetter immer stärker zu. Dies wirkt sich unmittelbar auf das Angebot und die Preisbildung an den Märkten für Agrarrohstoffe und Naturprodukte aus. Die Preisentwicklung ist in den vergangenen Jahren auf den regionalen Märkten immer mehr abhängig von internationalen Einflüssen wie Dürreperioden oder Missernten auch in anderen Teilen der Welt, sowie von der ständig wachsenden Bevölkerungszahl und deren steigenden Verbrauch und Konsumänderungen. Die wechselseitige Beeinflussung der Preisentwicklungen einzelner Agrarrohstoffe hat stark zugenommen. Aufgrund der stärkeren internationalen Verflechtung wirken sich Veränderungen von Wechselkursen und Transportpreisen vermehrt auf die Preisbildung in den regionalen Märkten aus. Darüber hinaus hat die steigende Bedeutung von Agrarrohstoffen als Anlageklasse die Preisvolatilitäten erhöht. Schließlich können Veränderungen der Gesetzgebung in den Bereichen nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien sowie der neuen Düngeverordnung zu Anpassungsreaktionen der Märkte für Agrarprodukte führen. Manche Einflüsse sind politisch bedingt und erzeugen durch mitunter irrationale Handlungsweisen, wie bspw. zum Teil nicht absehbare Import- und Exportzöllen einzelner Länder, enorme Verschiebungen auf der Angebots- oder Nachfrageseite. 2. Wirtschaftliche Entwicklung der Agrarbranche Die Einschätzungen der Entwicklung der Agrarbranche hängt in hohem Maße von der Preisentwicklung auf den Agrar- und Betriebsmittelmärkten, von den Wettermärkten, von den politischen Rahmenbedingungen sowie den stark gestiegenen Wettbewerbsverhältnissen und der gesellschaftlichen Akzeptanz des Einsatzes von Dünger- und Pflanzenschutzmittel zur Produktion von Lebensmittelrohstoffen ab. Die mehr oder weniger stark schwankenden Preise an den Rohstoffmärkten können zu deutlich steigenden oder fallenden Umsätzen des privaten Agrarhandelsunternehmens führen, ohne größere oder geringere Mengen an Agrarrohstoffen aus der Landwirtschaft aufgenommen zu haben. Aus den gestiegenen Umsätzen allein ergibt sich somit kein eindeutiger Hinweis auf eine Steigerung von Produktivität oder Wertschöpfung. Am 20. Mai 2020 hat die Europäische Kommission weitere Details zu ihren ehrgeizigen Plänen im Rahmen des Green Deals bekanntgegeben. Einen elementaren Pfeiler im Gesamtkonzept stellt dabei die Farm-to-Fork-Strategie dar, für die die Kommission für das Jahr 2030 bereits erste Ziele formuliert hat. So soll die Fläche für die Bioproduktion EU-weit von derzeit rund 8 % auf mindestens 25 % ausgedehnt werden. Der Düngemitteleinsatz soll um mindestens 20 % reduziert werden. Der Einsatz von als gefährlich eingestuften Pflanzenschutzmitteln soll mindestens um die Hälfte gesenkt werden. Des Weiteren beinhaltet die Strategie die klare Absichtserklärung, die Abhängigkeit von Importprodukten zu reduzieren, die über große Distanzen aus Drittländern in die EU verschifft werden oder auf ehemaligen Regenwaldflächen angebaut werden. Auch in 2023 war die Agrarbranche weiterhin vom rasanten Strukturwandel und von politischem Druck geprägt. Die Landwirte protestierten europaweit gegen Kürzungen bei Prämienzahlungen und Zuschüssen, die von der EU Kommission aus Brüssel angeordnet waren. Sinkenden Erlösen stehen weiterhin steigende Energie- und Verwaltungskosten entgegen, wogegen die Landwirte mit landesweiten Aktionen protestiert haben. Weiterhin beeinflusst der Angriffskrieg gegen die Ukraine nach wie vor stark die Entwicklung der Rohstoffpreise im Agrar- und Düngermarkt. Die Getreidepreise entwickelten sich von Ihrem Höhepunkt im Mai wieder zurück und sind nunmehr einem starken Druck durch die sehr günstigen Importe von ukrainischen Weizen und Ölsaaten ausgesetzt. Für die kommenden Jahre werden weiterhin unkalkulierbare Preisausschläge erwartet. Da sich makroökonomische Rahmenbedingungen, wie die Entwicklung der Energie- und Ölpreise, globale extreme Wetterereignisse und globale Handelshemmnisse und -konflikte auf die Rohstoffpreise unmittelbar auswirken. 3. Umsatzentwicklung bei der Rupp Landhandel GmbH Die Umsätze wurden, wie in den vergangenen Jahren, im Wesentlichen aus dem Verkauf von Getreide, Pflanzenschutz, Dünger, Saatgut, den Betriebsmitteln für den Weinbau sowie dem Einzelhandelsgeschäft "Landmarkt" erwirtschaftet. Bei Getreide erhöhte sich der Umsatz preisbedingt um 30,5%, während die gehandelte Menge um 8,7% gesunken ist. Der Absatz bei den Düngemitteln konnte stabil auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Da auch wieder vermehrt Grunddünger und Mehrnährstoffdünger eingesetzt wurde, konnte der Umsatz bei Dünger gegenüber dem Vorjahr um 13,3% gesteigert werden. Der Umsatz bei der Warengruppe Pflanzenschutz- und Pflanzenstärkungsmittel konnte gegenüber dem Vorjahr nicht gesteigert werden. Die Absatzmenge hat sich gegenüber dem Vorjahr stark verringert. Es fehlte vor allem der Fungizideinsatz bei den Sonderkulturen. Aufgrund extrem trockener Witterungsbedingungen im Frühjahr 2023 blieben die Kulturen sehr gesund und mussten daher weniger oft behandelt werden. Die gestiegenen Preise in der Warengruppe Weinbergsmaterial - Drahtwaren und Pfähle, haben in diesem Segment zu einem starken Umsatzrückgang geführt. Allerdings konnte dieser Umsatzrückgang in anderen Marktsegmenten aufgefangen werden. Im Fachmarkt für Tier, Garten Haus und Hof ging der Umsatz inflationsbereinigt wie im allgemeinen Trend etwas zurück. Der Materialeinsatz konnte allerdings gesenkt werden, so dass der anteilige Rohgewinn deutlich verbessert wurde. Der Umsatz kann durch die stetig wachsende Zahl an Stammkunden stabil gehalten werden. Der Fachmarkt trägt 5% zum Gesamtumsatz bei. Im Bereich Biogetreide und Biobetriebsmittel konnte Umsatz- bzw. Umschlagsmenge um 3,4% gesteigert werden. 4. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr 2022/2023 gab es keine besonderen Ereignisse, Investitionen oder Neuanschaffungen. Für den Webshop und das Onlinemarketing wurde eine Vollzeitstelle geschaffen, um damit den Webshop aktiv zu bearbeiten und eine permanente Präsenz im Internet zu erreichen. Internetpräsenz und Onlineshop werden weiter strategisch ausgebaut. 5. Investitionen Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von insgesamt 121 T€ vorgenommen. Als wesentliche Posten sind Investitionen in die Bio Siloanlage (38 T€) sowie die Anschaffung von 2 PkW`s (46 T€) zu nennen. 6. Personal- und Sozialbereich Zum 30.06.2023 hat die Gesellschaft neben den beiden Geschäftsführerinnen weitere 46 Mitarbeiter inklusive Teilzeitkräfte beschäftigt. Die Personalkosten betrugen insgesamt 1.727 T€. Darüber hinaus werden zum 30.06.2023 noch drei Auszubildende beschäftigt. Zum 01.09.2023 wurde eine neue Auszubildende eingestellt. B. Geschäftsverlauf 1. Ertragslage Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich:
Trotz einer Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 9,1 % hat sich bedingt durch einen gleichzeitig erhöhten Materialeinsatz gegenüber dem Vorjahr (+ 3,0 %) der Rohertrag um 685 T€ (-14,1 %) verringert. In ähnlicher Größenordnung hat sich auch das Betriebsergebnis verringert. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert (- 24 T€). Dem steht ein leichter Anstieg bei den Abschreibungen (+ 4 T€) und den sonstigen Aufwendungen (+ 42 T€; insbesondere Raumkosten und Fahrzeugkosten) gegenüber. Die im Vergleich zum Vorjahr verringerten neutralen Aufwendungen (- 192 T€) haben dazu beigetragen, dass sich das Ergebnis vor Steuern nur um 513 T€ gegenüber dem Vorjahr vermindert hat. Der Jahresüberschuss liegt um 348 T€ unter dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Raumkosten (251 T€), Reparaturen und Instandhaltungen (60 T€), Fahrzeugkosten (295 T€) sowie Werbe- und Reisekosten (87 T€). 2. Finanzlage Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:
Im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 ein im Vergleich zum Vorjahr etwas niedrigerer Mittelzufluss in Höhe von 475 T€ ergeben. Der Rückgang hängt unter anderem mit dem etwas niedrigeren Cash Flow des laufenden Geschäftsjahres sowie mit den Änderungen der nachfolgend beschriebenen Bilanzposten zusammen. Dem Anstieg der Vorräte (+563 T€) stehen gesunkene Forderungen und Vermögensgegenstände gegenüber (-690 T€) und dies hat zu einem Mittelzufluss in Höhe von 127 T€ geführt. Die Verbindlichkeiten/Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr gesunken (-833 T€) und haben damit die Liquidität belastet. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet Tilgungsleistungen aus aufgenommenen Bankdarlehen. 3. Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 213 T€ (= 1,5%) nur geringfügig verändert. Der Rückgang beim Anlagevermögen (- 250 T€) resultiert aus einem Überhang der Abschreibungen über die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen. Innerhalb des Umlaufvermögens machen die Posten Vorräte (3.147 T€; + 563 T€ gegenüber 2021/2022) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3.042 T€; - 1.342 T€ gegenüber 2021/2022) mit insgesamt 6.189 T€ (Vorjahr: 6.968 T€) die größten Positionen aus. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um 381 T€ resultiert aus einer kurzfristigen Darlehensgewährung (400 T€). Die liquiden Mittel sind gegenüber dem Vorjahr von 569 T€ auf 733 T€ angestiegen. Die Stabilität der liquiden Mittel ist unter anderem auf die Thesaurierung von Jahresergebnissen zurückzuführen gemäß unserer Unternehmensphilosophie. Die Eigenkapitalquote hat sich bei einer stabilen Bilanzsumme und einem deutlichen Jahresüberschuss um 6,6 % auf 65,3 % erhöht. Das Eigenkapital beträgt nunmehr 9.187 T€. Das langfristige Fremdkapital hat sich infolge der planmäßigen Tilgung von Bankdarlehen entsprechend reduziert. Die Verminderung des kurz- und mittelfristigen Fremdkapitals resultiert insbesondere aus einer Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (- 1.486 T€). Dem steht ein Anstieg bei den sonstigen Verbindlichkeiten (+ 395 T€) gegenüber und betrifft unter anderem einen Anstieg bei den Steuerverbindlichkeiten (+141 T€). Das kurzfristige Vermögen (ohne Vorräte: 5.304 T€) deckt das kurz- und mittelfristige Fremdkapital deutlich ab (151,9%), so dass die Liquidität zweiten Grades weiterhin als gut anzusehen ist. Die Liquidität war somit während des gesamten Geschäftsjahres gesichert und die Gesellschaft konnte, wie auch in der Vergangenheit, im Geschäftsjahr 2022/2023 stets ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen. C. Risikobericht Risiken Die Gesellschaft handelt primär mit Getreide und Düngemittel und somit mit sehr preisvolatilen Gütern. Es besteht nach wie vor das Risiko von Preisschwankungen, was zum einen durch die Einlagerung der vorstehend genannten Ware und auf der anderen Seite durch den Abschluss von in die Zukunft gerichteten Lieferverträgen über den Bezug von Ware verursacht wird. Gegebenenfalls bestehende Inkongruenzen von Fristen bei Geschäften, die bei Vertragsabschluss nicht mit einem Deckungsgeschäft unterlegt wurden, werden fortlaufend überwacht. Bei Bedarf werden Risikobegrenzungsmaßnahmen in Form von Sicherungsgeschäften ergriffen. Am Bilanzstichtag lagen keine Sicherungsgeschäfte vor. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm mit in der Regel geringen Forderungsausfällen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung der Ausfallrisiken greift das Unternehmen auf ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement zurück. Das Liquiditätsrisiko wird durch eine fortlaufende Finanzplanung kontrolliert. Laufenden Risiken wird durch eine monatliche Analyse begegnet. Zum Jahresende bestanden keine Risiken, die den Bestand gefährdeten oder wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Rupp Landhandel GmbH hatten. Auch für die Zukunft sind solche Risiken derzeit nicht erkennbar. Energiekosten Das im Geschäftsjahr 2021/2022 durchgeführte Energieaudit und die danach eingeführten Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs haben in 2022/2023 Wirkung gezeigt. So konnten die Energieverbräuche um 17% reduziert werden und es wurden somit 13% Energiekosten eingespart. Qualitätsmanagement Chancen und Risiken werden durch unternehmerisches Handeln gegeneinander abgewogen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Qualitätsmanagement-Instrumente sind in der Rupp Landhandel GmbH etabliert. Bei den Zertifizierungen nach GMP (Norm für die Erfassung, Lagerung und Aufbereitung von Getreide und Ölsaaten) und REDcert (Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnung) gab es im Rahmen der externen Prüfungen keine Beanstandungen. Die Rupp Landhandel GmbH konnte 2022/2023 die gesetzlichen Vorgaben wie die Lebensmittel- und Futtermittelhygieneverordnung in Verbindung mit HACCP (Risikoanalyse für Lebensmittel und Tiernahrung) sowie die Biozertifizierung für Handel ohne Probleme erfüllen. D. Prognosebericht Wechselnde politische Rahmenbedingungen, globale und volatile Märkte sowie die Digitalisierung verursachen Risiken, eröffnen aber auch Chancen. Wie auch in der Vergangenheit ist die weitere Entwicklung der Märkte nur sehr schwer zu prognostizieren. Die anhaltenden politischen Diskussionen um Klimawandel, Artenschutz, Umwelt werden zu weiterem Strukturwandel in der Land- und Agrarwirtschaft führen. Mit dem Bau einer Getreideerfassung ausschließlich für Biogetreide sowie den Ausbau des Betriebszweiges für die Biolandwirtschaft stellt sich die Rupp Landhandel GmbH diesem Strukturwandel und den gesellschaftlichen Anforderungen an die Agrarwirtschaft. Dies wird auch die bereits bestehende gute Kundenbindung weiter verstärken bzw. ggf. den Kundenkreis auch erweitern. Ausblick Das Geschäftsjahr 2023/2024 ist geprägt durch einen Umsatzrückgang von 14,7 %, wobei dieser Rückgang ausschließlich preisgetrieben ist. Die Absatzmenge konnte gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 dagegen gesteigert werden. Die Einstellung von zusätzlichem Personal hat zu einem Anstieg der Personalkosten geführt. Die anderen Aufwandspositionen haben sich nur marginal verändert. Vor diesem Hintergrund erwartet die Geschäftsleitung ein Jahresergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2020/2021 (ca. 260 T€). Eine Prognose für das Geschäftsjahr 2024/2025 ist unter Einbezug der politischen Effekte in Deutschland und Europa, sowie die anhaltenden weltweiten Konflikte sehr schwierig. Das gestiegene Zinsniveau verlangt eine besondere Aufmerksamkeit für das Management von Lagerbeständen. Die Strategie der Geschäftsleitung ist weiterhin auf Wachstum ausgerichtet, bei gleichzeitiger Abwägung von Risiken durch eventuellen Ertragsausfall. Es wird angestrebt das Niveau den Rohgewinns zu halten und Kostensteigerungen zu vermeiden, bzw. zu kompensieren.
Framersheim, den 29.08.2024 gez. Ute Becker-Keller gez. Elvira Becker-Keller Der vorliegende Jahresabschluss wurde in gesetzlich zulässigem Maße zum Zwecke der Publizität verkürzt. Der beigefügte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Bestätigungsvermerk des unabhängigen WirtschaftsprüfersAn die Rupp Landhandel GmbH, Framersheim Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Rupp Landhandel GmbH, Framersheim - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Rupp Landhandel GmbH, Framersheim für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Hanroth, den 02. September 2024 gez. Jörg Hammen, Wirtschaftsprüfer |
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