Publicis Media GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Werbeagenturen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sandra Scherbarth seit 26.2.2025 | Prokura |
Daniela-Maria Wied-Ernes seit 6.7.2021 | Prokura |
Volker Machnik seit 6.7.2021 | Prokura |
Dieter Blümle seit 1.7.2021 | Prokura |
Markus de Haer seit 1.7.2021 | Geschäftsführer |
Arco Nobels seit 1.7.2021 | Geschäftsführer |
Thomas Günter Pieper seit 8.3.2021 | Prokura |
Philippe Bordet seit 8.3.2021 | Geschäftsführer |
Frank-Peter Lortz seit 6.12.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Publicis Groupe Holdings B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Publicis Lion GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024Publicis Lion GmbH, DüsseldorfGrundlagen des Unternehmens Die Publicis Lion GmbH gehört zur international agierenden PUBLICIS-Gruppe. Diese bietet ihren Kunden weltweit integrierte Kommunikationsdienstleistungen an; der Sitz der zentralen Geschäftsleitung ist Paris/ Frankreich. Die globalen Aktivitäten außerhalb Frankreichs sind seit 1999 in der PUBLICIS GROUPE HOLDINGS B.V., Amsterdam/ Niederlande, gebündelt; Konzernmutter ist die PUBLICIS GROUPE S.A., Paris/ Frankreich. Die Publicis Lion GmbH ist in zwei Geschäftsbereiche unterteilt: Im Teilbereich der „Human ReSources DACH“ werden die Bereiche "Operatives Human Re- sources“, „Training“ und „Recruitment“ für die Schwesteragenturen in Deutschland zentralisiert abgebildet. Unter der Marke „Re:Sources Germany“ sind im Rahmen eines zentralen Shared Service Cen- ters für die Schwesteragenturen der Gruppe die administrativen Funktionen Human Re- sources, Abrechnung, Treasury, IT, Einkauf, Steuern, Legal, Real Estate / Properties sowie Buchhaltung und Reporting in Deutschland, Österreich und in der Schweiz zusammengefasst. Dabei agiert Re:Sources einerseits als administrativer „Back Bone“ des Konzerns für die Agen- turen und auf der anderen Seite als Vertreter der konzerninternen Richtlinien sowie der län- derspezifischen Gesetze innerhalb der DACH - Region. Darüber hinaus führt die Gesellschaft die Mietverträge der gesamten deutschen Gruppe im Außenverhältnis bzw. ist den Verträgen als weitere Partei beigetreten. Die Mieten werden im Wesentlichen an verbundene Unternehmen und auch in Einzelfällen an nicht verbundene Dritte weiterbelastet. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr 2024 befindet sich die deutsche Volkswirtschaft weiterhin in der Stagnation, die seit Beginn der Pandemie- und Krisenjahre ab dem Jahr 2020 anhält. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. (1) Das Bruttoinlandsprodukt ist somit in den vergangenen fünf Jahren lediglich real um insgesamt 0,1 % gewachsen. Im Jahr 2025 erwartet der Sachverständigenrat ein geringfügiges Wachstum von 0,4 %. Die Kerninflation dürfte 3,0 % im Jahr 2024 und 2,6 % im Jahr 2025 betragen. (2) (1) Quelle des Statistischen Bundesamts (DESTATIS) (2) Jahresgutachten des Sachverständigenrats Im kommenden Jahr ist mit geringem Wachstum zu rechnen. Die Kapazitätsauslastung und die Arbeitsproduktivität sind zurückgegangen. Hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau und die zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten sind hierfür die Hauptgründe. Deutschland dürfte dementsprechend auch weiterhin deutlich hinter den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückbleiben. In diesem konjunkturellen Umfeld ist das Ergebnis der Publicis Lion GmbH zu bewerten. Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlich besseren (TEUR 1.910) als ursprünglich geplanten EBIT im niedrigen vierstelligen Bereich ab. Das EBIT des Geschäftsjahres ergibt sich aus dem Ergebnis nach Steuern i. H. v. TEUR 1.968 abzüglich Zinsaufwen- dungen i. H. v. TEUR 393 und zuzüglich der Zinserträge i. H. v. TEUR 334. Dies ist zum einen auf die Weiterbelastung der SAP-Lizenzgebühren (i. H. v. TEUR 1.372) an die einzelnen Agen- turen der Publicis Groupe in DACH zurückzuführen. Seit der SAP-Einführung 2016 wurden diese Kosten aufgrund einer Gruppenvorgabe von der Gesellschaft im Teilbereich ReSources getragen. Im Geschäftsjahr 2024 wurde das Verfahren umgestellt, was zu einem positiven Ergebniseffekt im hohen sechsstelligen Bereich geführt hat. Zum anderen führte ein im Geschäftsjahr abgeschlossenes Kundenaudit eines ehemaligen Großkunden zu einem positiven Ergebniseffekt i. H. v. TEUR 395, da eine Risikorückstellung hierfür vollständig aufgelöst werden konnte. Ertragslage Die Umsätze sind im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 15.771 gesunken, was in der Einstellung des Consultinggeschäfts des ehemaligen Teilbereichs Human ReSources DACH begründet liegt. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen TEUR 21.852 und beinhalten im Wesentli- chen die Weiterbelastung von anfallenden Mietaufwendungen und SAP-Lizenzkosten an die betreuten Agenturen sowie Auflösungen von Rückstellungen. Die Personalaufwendungen von TEUR 9.803 beinhalten außergewöhnliche Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von TEUR 334. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 21.201 sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 781 gestiegen, was im Wesentlichen auf gestiegene Aufwendungen für IT-Wartung & Instandhaltung im Vergleich zum Vorjahr (Geschäftsjahr: TEUR 2.601; Vorjahr TEUR 2.105) zurückzuführen ist. Wie oben bereits beschrieben, wurde im Geschäftsjahr das Verfahren zur Weiterbelastung der SAP-Lizenzgebühren geändert, so dass zwar die Lizenzkosten für die Schwesteragenturen nicht mehr von der Gesellschaft getragen werden, gleichzeitig aber der eigene Anteil der Gesellschaft an den Lizenzkosten gestiegen ist. Die Abschreibungen von TEUR 1.806 beinhalten aufgrund von Reduktion der Bürofläche am Standort Hamburg eine außerplanmäßige Abschreibung von Mietereinbauten i. H. v. TEUR 47 sowie einer außerplanmäßigen Abschreibung von Betriebs- und Geschäftsausstattung i. H. v. TEUR 221 am Standort Hamburg und Frankfurt, wo zu Beginn des folgenden Jahres ebenfalls eine Flächenreduktion durchgeführt wird. Die Aufwandsentwicklung unterliegt weiterhin einem strengen Kostenmanagement. Die Gesellschaft ist durch einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der MMS Germany Holdings GmbH verbunden. Im Geschäftsjahr 2024 wird ein Gewinn von TEUR 1.968 (Vorjahr: Verlust von TEUR 138) an die Muttergesellschaft abgeführt. Finanzlage Die Publicis Lion GmbH ist als 100%ige Tochtergesellschaft der MMS Germany Holdings GmbH an das Cash-Pooling-System mit der MMS Germany Holdings GmbH angeschlossen. In diesem werden die liquiden Mittel der Gesellschaften zusammengefasst und der Finanzbe- darf der einzelnen Gesellschaften wird zentral gedeckt. Entsprechende Guthaben und Kredite werden verzinst. Zum Stichtag bestehen Forderungen gegenüber der MMS Germany Holdings GmbH aus dem Cash-Management-System in Höhe von TEUR 1.315 (Vorjahr: TEUR 3.890). Vermögenslage Die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2024 beträgt TEUR 13.142 (Vorjahr: TEUR 14.137). Der Rückgang der Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus den um TEUR 196 ver- ringerten Mietereinbauten sowie aus den um TEUR 714 gesunkenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen und resultiert aus dem Ergebnisab- führungsvertrag. Ebenfalls sind die Forderungen aufgrund mietfreier Zeiten gegenüber den Vermietern mit fortschreitender Zeit reduziert. Im Bereich des Sachanlagevermögens wurden Investitionen i. H. v. TEUR 125 für Einbauten in gemieteten Büroräumen, sowie i. H. v. TEUR 1.570 für Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt TEUR 1.874 re- duziert. Diese Veränderung ist auf die Auflösung und Inanspruchnahme der Mietleerstandrück- stellungen (TEUR 2.440) - insbesondere aufgrund der Flächenreduzierung am Standort Frankfurt - sowie der Auflösung einer Risikorückstellung für ein abgeschlossenes Kundenaudit (TEUR 395) bei gleichzeitiger Erhöhung der Rückstellungen für offene Eingangsrechnungen (TEUR 742) und Restrukturierungen (TEUR 367) zurückzuführen. Die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 921 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 658 ist in einem frühzeitigen Schließen des Nebenbuchs für Lieferantenrechnungen zum Jahresende begründet, was gleichzeitig zu der erhöhten Rückstellung für offene Rechnungen geführt hat. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 2.323 gestiegen, was im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrags zurückzuführen ist. Mitarbeiter Die Zahl der Mitarbeiter hat sich im Jahre 2024 unwesentlich auf durchschnittlich 122 verrin- gert (Vorjahr: 133 Angestellte) und ist auf den Transfer von Mitarbeitern in verbundene Unternehmen und eine Restrukturierung im Management zurückzuführen. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Es wurden keine nach § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB berichtspflichtigen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2024 entfaltet. CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG Für die Publicis Lion GmbH bestehen indirekt die allgemeinen Risiken der Kommunikations- und Werbebranche. Aufgrund des im Rahmen mit der Publicis Groupe Holdings BV mit Wirkung zum 1. Januar 2017 abgeschlossenen Services Agreements und der damit verbundenen Einführung eines sogenannten Cost-Plus-Abrechnungsmodells ist der Bereich bis auf weiteres keinen grundsätzlichen wesentlichen operativen sowie bestandsgefährdenden Risiken ausge- setzt. Unternehmerische Risiken werden nur dann bewusst eingegangen, wenn dies im Interesse der Gruppe ist und mögliche Risiken beherrschbar bleiben. Erforderliche bilanzielle Rückstellungen werden, soweit erforderlich, gebildet. Gegenwärtig sind uns keine operativen Risiken bekannt, und sind auch keine operativen Risiken zu erwarten, die zur Gefährdung der Agentur oder der gesamten Gruppe führen bezie- hungsweise die künftige Entwicklung des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen könnten. AUSBLICK Bei den Prognosen für das Geschäftsjahr 2025 gehen wir von den oben genannten Erwartungen hinsichtlich der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung sowie der speziellen Branchenentwicklungen aus. Unsere Prognosen berücksichtigen die Risiko- und Chancenabwägungen der Gesellschaft nach Maßgabe unserer operativen Planung und weiteren geschäftsrelevanten Annahmen. Mögliche Akquisitionen der PUBLICIS-Gruppe, Kooperationen und andere Sondereffekte sind dagegen nicht enthalten. Eine kontinuierliche Anpassung der Umsatzprognose an die aktuellen Gegebenheiten ermöglicht der Geschäftsleitung durch die Steuerung der variablen Kostenbestandteile positiven Ein- fluss auf das Betriebsergebnis zu nehmen. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Gesellschaft mit einem positiven EBIT in vergleichba- rer Höhe zum Geschäftsjahr 2024 resultierend im Wesentlichen aus Erlösen aus Verrechnungen für Dienstleistungen an Schwesteragenturen analog zum Geschäftsjahr 2024 sowie den Kosteneinsparungen der SAP-Lizenzgebühren der Schwesteragenturen, die auch im folgenden Jahr an die Agenturen weiterbelastet werden können und nicht mehr das Ergebnis der Gesellschaft belasten. Der bisherige Geschäftsverlauf 2025 entspricht unseren Erwartungen.
Düsseldorf, den 9. Juli 2025 Die Geschäftsführung Frank-Peter Lortz Philippe Bordet Arco Nobels Markus de Haer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2024Publicis Lion GmbH, DüsseldorfA. ALLGEMEINE HINWEISE Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB macht die Gesellschaft Gebrauch. Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist identisch mit dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist dort beim Amtsgericht unter HRB 85204 eingetragen. Die Ausübung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte erfolgt unverändert zum Vorjahresabschluss. Es wurde vom Grundsatz der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen werden entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wie folgt vorgenommen:
Die Festlegung der Abschreibungsperioden orientiert sich dabei an den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Darüber hinaus werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG (Anschaffungskosten bis EUR 800) werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagespiegel innerhalb der Posten als Zu- und Abgang gezeigt. 2. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. 4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 5. Rückstellungen für Pensionen Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (PUC-Methode i.S.v. IAS 19) unter Verwendung der „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz i. H. v. 1,9% bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Soweit die Vermögensgegenstände dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, wurden diese mit den Altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB aufgerechnet. Die Bewertung erfolgt gem. der Stellungnahme des IDW zur Rechnungslegung (IDW RS HFA 30), wonach sich für kongruent gedeckte Versorgungszusagen die Verpflichtungszusagen bestimmen. Der Aktivwert entspricht den Vorgaben des § 246 Abs. 2 HGB und wurde mit der entsprechenden Pensionsverpflichtung vollständig saldiert. Die Aufwendungen und Erträge werden saldiert. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages, d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preisanstiege, angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 8. Passive Rechnungsabgrenzungsposten In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Mietzuschüsse, Baukostenzuschüsse und Zusagen für mietfreie Zeiten ausgewiesen und so über die Laufzeit der Mietverträge abgegrenzt. 9. Umsatzerlöse Die Gesellschaft ist in mehreren Geschäftsbereichen tätig. Im Teilbereich der „Human ReSources DACH“ werden die Bereiche "Operatives Human Resources“, „Training“ und „Recruitment“ für die Schwesteragenturen in Deutschland zentralisiert abgebildet. Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen für Dienstleistungen an inländische Partneragenturen erzielt. Die Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs der ehemaligen Re:Sources Germany GmbH erstreckt sich vor allem auf das Erbringen von Dienstleistungen in den Bereichen Personal, IT, Treasury, Steuern, Recht, Real Estate sowie Finanz- und Rechnungswesen für die zur PUBLICIS Gruppe in Deutschland, Österreich und Schweiz angehörigen Gesellschaften. Der Geschäftsbereich der Re:Sources hat mit Wirkung zum 1. Januar 2017 mit einem verbundenen Unternehmen, der Publicis Groupe Holdings B.V., Amsterdam/ Niederlande, ein „Inter-Re:Sources Service Agreement“ auf unbegrenzte Zeit abgeschlossen. Die im Services Agreement aufgeführten und spezifizierten Leistungen an die Publicis Groupe Holdings BV werden nunmehr auf Kostenbasis zuzüglich eines Gewinnaufschlags in Höhe von 5 % der Publicis Groupe Holdings B. V. in Rechnung gestellt. Daneben werden einzelne Services direkt an die Schwesterunternehmen erbracht. Diesbezügliche Aufwendungen sind nicht Bestandteil der Cost-Plus-Vereinbarung und werden nicht an die Publicis Groupe Holdings B.V. abgerechnet. 10. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die weiterbelasteten Mietaufwendungen, die periodengerecht abgegrenzt werden sowie Auflösungen von Rückstellungen. 11. Aufwendungen für bezogenen Leistungen Gemäß dem branchenüblichen Ausweis werden unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen unter anderem die Aufwendungen für freie Mitarbeiter ausgewiesen. 12. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 13. Realisierung von Erträgen Alle wesentlichen Erträge werden aus Provisionen für die Schaltung von Werbung in verschiedenen Medien oder aus Honoraren für eine umfassende Kundenbetreuung erzielt. Die Vereinnahmung erfolgt grundsätzlich zum Erscheinungstag der Werbung oder bei Erbringung der Dienstleistung. Bei Erfolgshonoraren erfolgt die Vereinnahmung erst bei endgültiger Abstimmung mit dem Vertragspartner. Der Bereich Real Estate wird als Kostenverrechnungsstelle geführt, d.h. alle anfallenden Aufwendungen werden an die betreuten Agenturen weiter belastet und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen Die Eigenleistungen werden als Umsatz ausgewiesen. 14. Verbundene Unternehmen Als verbundene Unternehmen werden alle anderen Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der PUBLICIS Groupe S.A., Paris/ Frankreich, einbezogen werden und alle weiteren Gesellschaften, an denen die PUBLICIS Groupe S.A. direkt bzw. indirekt eine Mehrheitsbeteiligung hält. C. ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage). 2. Forderungen aus Leistungen/ Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr kurzfristig. 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen/ Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 5.087 (Vorjahr: TEUR 2.981) Forderungen aus dem Leistungsaustausch und TEUR 443 aus Umsatzsteuer enthalten (Vorjahr: TEUR 154). TEUR 1.315 (Vorjahr: TEUR 3.890) resultieren aus dem Cash-Management-System und bestehen ebenso wie die Forderungen aus Umsatzsteuer gegen die Gesellschafterin. Aus dem Ergebnisabführungsvertrag resultieren im Geschäftsjahr keine Forderungen (Vorjahr: TEUR 138). Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 1.899 (Vorjahr: TEUR 1.545) aus dem Leistungsaustausch enthalten. TEUR 1.968 (Vorjahr: Forderung) resultieren aus dem Ergebnisabführungsvertrag und bestehen gegenüber der Gesellschafterin. Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 4. Rückstellungen für Pensionen Die Pensionsrückstellungen wurden auf der Basis der „Richttafeln 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck (RT 2018G) aufgrund der neuen Generationentafel berechnet. Vermögensgegenstände mit einem Aktivwert von TEUR 36 sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und dienen ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus langfristigen Verpflichtungen. Sie wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit diesen Schulden verrechnet. Der Zeitwert der Vermögensgegenstände entspricht dem Aktivwert. Es wurden TEUR 69 Aufwendungen und Erträge verrechnet. 5. Sonstige Rückstellungen Diese betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Mietleerstand, Renovierung und Rückbauverpflichtungen, ausstehende Eingangsrechnungen, Restrukturierungen sowie Urlaubsansprüche und Sonderzahlungen. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. 7. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 15.771 (Vorjahr: TEUR 18.429) wurden wie im Vorjahr durch erbrachte Dienstleistungen erzielt und werden gem. § 277 Abs. 1 HGB entsprechend ausgewiesen. 8. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Mieteinnahmen (TEUR 10.327) und aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.660) sowie aus der Weiterberechnung von Fremdleistungen an Schwestergesellschaften (TEUR 9.662), Volumenrabatten (TEUR 101) und periodenfremden Erträgen (TEUR 57). 9. Personalaufwendungen Die Personalaufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von TEUR 334 (Vorjahr: TEUR 79) gemäß § 285 Nr. 31 HGB. 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Gebäudemieten (TEUR 10.656) und Instandhaltung und Nebenkosten (TEUR 5.372). Außerdem sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 2.601 für Wartung und Instandhaltung der IT-Systeme und TEUR 666 für die Personalbeschaffung enthalten. TEUR 179 betreffen Versicherungen, TEUR 170 Reisekosten und Fahrzeugleasing sowie TEUR 125 Rechts-und Beratungskosten. Aus dem Abgang von Anlagevermögen sind TEUR 119 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, ist die Gesellschaft Teil der gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organschaft ihres Mutterunternehmens. Ein eventueller Körperschaftsteuer- und Gewerbesteueraufwand fällt grundsätzlich nicht auf Ebene der Gesellschaft, sondern beim Organträger an. Daher erfolgt auch kein Ansatz von latenten Steuern auf Ebene der Gesellschaft. Aufgrund der genannten Organschaft und des Ergebnisabführungsvertrages mit der MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf sind in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag keine Steueraufwendungen oder -erträge enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben. 12. Aufwendung aus Gewinnübernahme Zwischen der MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, und der Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Aufgrund dieses Vertrags wird der im Geschäftsjahr 2024 ausgewiesene Gewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 1.968 an die MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, abgeführt. D. SONSTIGE ANGABEN 1. Zentrales Cash-Management Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2024 an das zentrale Cash-Pooling-System innerhalb des Konzerns mit der MMS Germany Holdings GmbH angeschlossen. Die liquiden Mittel aller Gesellschaften werden zusammengefasst und der Finanzbedarf der einzelnen Gesellschaften zentral gedeckt. Im Rahmen des mit der MMS Germany Holdings GmbH vereinbarten Cash-Pooling Vertrages besteht keine gesamtschuldnerische Haftung für eine Inanspruchnahme der Kreditlinien durch ein beteiligtes Unternehmen bzw. für einen auf dem Zielkonto möglicherweise entstehenden Soll-Saldo. Eine Inanspruchnahme der Kreditlinien durch die Gesellschaft lag zum 31. Dezember 2024 nicht vor (Vorjahr: TEUR 0). 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 50.522 (Vorjahr: TEUR 43.414). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. Miet-, Leasing- und ähnliche Dauerschuldverhältnisse mit festen Grundmietzeiten (in TEUR):
3. Arbeitnehmerzahl Im Geschäftsjahr 2024 wurden durchschnittlich 122 Angestellte (Vorjahr: 133) beschäftigt. In der Arbeitnehmerzahl sind definitionsgemäß Geschäftsführer und Auszubildende nicht enthalten. 4. Mitglieder der Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt: • Frank-Peter Lortz, Korschenbroich • Philippe Bordet, Chatou/ Frankreich • Arco Nobels, Vijfhuizen/ Niederlande • Markus de Haer, Düsseldorf Frank-Peter Lortz ist neben seiner Tätigkeit für die Gesellschaft hauptberuflich als Chief Executive Officer Publicis Media DACH tätig und bei anderen Unternehmen als Geschäftsführer eingetragen. Philippe Bordet ist neben seiner Tätigkeit für die Gesellschaft hauptberuflich als Chief Financial Officer DACH tätig und bei anderen Unternehmen als Geschäftsführer eingetragen. Herr Bordet ist einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer und von den Beschränkungen des §181 BGB befreit. Arco Nobels ist neben seiner Tätigkeit für die Gesellschaft auch in leitender Funktion bei der PUBLICIS Gruppe als CEO Europe tätig. Herr Nobels ist einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer und von den Beschränkungen des §181 BGB befreit. Markus de Haer ist hauptberuflich für die Gesellschaft als Geschäftsführer tätig. Herr de Haer ist einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer und von den Beschränkungen des §181 BGB befreit. 5. Bezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Gehalt bezieht und keine Umlagen für Geschäftsführer von anderen Gesellschaften belastet werden. 6. Mutterunternehmen Die Publicis Lion GmbH, Düsseldorf, ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf. 7. Konzernabschluss Den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig für den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt zum Jahresende eines jeden Kalenderjahres das oberste Mutterunternehmen, die PUBLICIS Groupe S.A., Paris/ Frankreich, auf. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 wird in diesen Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der PUBLICIS Groupe S.A., 133 Avenue des Champs-Elysées, 75008 Paris/Frankreich, erhältlich. 8. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine andere Darstellung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft erfordert hätten.
Düsseldorf, den 9. Juli 2025 Frank-Peter Lortz Philippe Bordet Arco Nobels Markus de Haer Anlage zum Anhang 2024: Publicis Lion GmbH Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.24
sonstige Berichtsbestandteile
Frank-Peter Lortz Philippe Bordet Arco Nobels Markus de Haer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 21.07.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Publicis Lion GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Publicis Lion GmbH, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Publicis Lion GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 16. Juli 2025 EY GmbH & Co. KG Senghaas, Wirtschaftsprüfer Dreibholz, Wirtschaftsprüfer |
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