Stammdaten

Register
Amtsgericht Gießen HRB 8551
Vorher
Blitz 15-24 GmbHRP Beteiligungs GmbH
Eingetragen
3.3.2015
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Verpackungsmaschinen sowie der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen auf eigene Rechnung, insbesondere die (mittelbare) Beteiligung an Unternehmen der Verpackungsindustrie und der Maschinenbauindustrie, die Übernahme von Managementaufgaben für solche Beteiligungen sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Geschäftsleitung, Geschäftsstrategie, Rechnungslegung, Controlling- und Reporting, IT sowie Beteiligungskonsolidierung und verwaltung.

Historie

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Management

NameRolle
Bettina Meyer
seit 21.11.2024
Prokura
Karl S. Pühringer
seit 2.8.2024
Geschäftsführer
Jan-Niclas Vogt
seit 6.2.2024
Prokura
Markus Sorg
seit 4.7.2023
Prokura
Dirk Dr. Panhans
seit 4.7.2023
Geschäftsführer
Ingo Hamel
seit 10.11.2022
Prokura
Florian Lude
seit 10.11.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Rovema GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
85.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rovema GmbH

Fernwald

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der Rovema GmbH, Fernwald

I. Geschäftsmodell

Die Rovema GmbH, Fernwald, ist ein global agierendes Unternehmen und zählt weltweit zu den führenden Herstellern von Verpackungsmaschinen und -anlagen für die Verpackung unterschiedlichster Produkte vorwiegend im Lebensmittelbereich.

II. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes, der relevanten Märkte bzw. der Branche

Die Weltwirtschaft wuchs auch 2016 nur verhalten. In vielen Ländern wurde das gesamtwirtschaftliche Wachstum dabei abermals vom Konsum getragen. Der Welthandel und die Investitionstätigkeit waren hingegen weiter schwach. Der Strukturwandel in China, regionale Kriege und Konflikte, Terroranschläge, strukturelle Probleme in einzelnen EU-Mitgliedsstaaten, überschuldete Unternehmen in den Schwellenländern, aber auch das Votum für den EU-Austritt im Vereinigten Königreich sowie der Wahlkampf in den USA, das alles belastete die Wachstumsperspektiven und die Investitionsbereitschaft der wirtschaftlichen Akteure. 2016 dürfte das tatsächliche globale Wachstum preisbereinigt 3,1 Prozent betragen haben, nach 3,2 Prozent 2015. In den Industrieländern kam es zu einer deutlichen Wachstumsverlangsamung von 2,1 Prozent 2015 auf 1,6 Prozent 2016. In den Schwellen- und Entwicklungsländern dagegen hat die wirtschaftliche Entwicklung mit 4,1 Prozent das Wachstumstempo des Vorjahres voraussichtlich beibehalten.

Im Euro-Raum erholte sich die Wirtschaft im Laufe des Jahres 2016 moderat. Charakteristisch war abermals die große Heterogenität zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten. Das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Raum stieg insgesamt voraussichtlich um real 1,7 Prozent. Die Wirtschaft profitierte insbesondere von der Erhöhung der privaten Konsumausgaben, da die EZB ihre lockere Geldpolitik fortsetzte und die Arbeitslosigkeit weiter sank. Zudem gab es leichte Erholungstendenzen bei den Ausrüstungsinvestitionen. Die Zuwachsraten befanden sich aber auf niedrigem Niveau. Die Exportwirtschaft hatte weiterhin leichten Rückenwind durch einen vergleichsweise schwachen Euro-Wechselkurs.

Die US-Wirtschaft entwickelte sich 2016 rückläufig. Die Zuwachsrate lag im Jahr der Präsidentschaftswahl mit 1,6 Prozent einen ganzen Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert. Vor allem die schwache Investitionstätigkeit der Unternehmen wirkte dämpfend, nicht allein im Öl- und Gassektor, sondern in weiten Teilen der Industrie. Zum Jahresende hellte sich die gesamtwirtschaftliche Situation etwas auf.

Auch 2016 herrschte in den von Rohstoffexporten abhängigen Ländern Brasilien, Venezuela und Russland die Rezession.

In diesem Marktumfeld konnte sich die Rovema GmbH im Berichtsjahr gut behaupten und einen Zuwachs an Auftragseingängen sowohl für Maschinen und Anlagen als auch für Ersatzteile verzeichnen. Die Gründe hierfür liegen aus Sicht der Rovema in der konsequenten Umsetzung der langfristig angelegten Markt- und Produktstrategie, die auf eine international führende Rolle in der technischen Innovation und der Zuverlässigkeit der Verpackungsmaschinen und -anlagen ausgerichtet ist.

Die Entwicklung des Maschinenauftragseingangs 2016 der Rovema GmbH verzeichnete insgesamt ein Wachstum von annährend 15,3 % gegenüber dem Vorjahr. Bei den Auftragseingängen war bereits im 1. Halbjahr eine Steigerung von 18,5 % gegenüber der Referenzperiode des Vorjahres zu verzeichnen. Auch im 2. Halbjahr lagen die Auftragseingänge noch mit 11,1 % über dem bereits starken Vorjahresniveau. Im Vergleich zu 2015 veränderte sich die Auftragsstruktur kaum. Auch in 2016 lag der Schwerpunkt der Nachfrage wie in 2015 verstärkt im klassischen Schlauchbeutelmaschinen-Geschäft.

Insgesamt erfährt die Rovema GmbH mit Ihren Produkten und Dienstleistungen eine hohe Wertschätzung durch die internationalen Kunden, bei denen generell eine höhere Investitionsbereitschaft erkennbar ist. Der zum Ende des Geschäftsjahres bestehende Auftragsbestand sowie der Verlauf des Auftragseinganges lassen auf eine positive Entwicklung für das Jahr 2017 schließen.

Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen in der globalen Wirtschaft reflektieren sich auch in der Entwicklung der Rovema GmbH bei der regionalen Verteilung der erzielten Umsätze in 2016. Die durch die Rovema erzielten Umsätze verteilen sich auf Deutschland mit 14,5 % (Vorjahr 16,8%) und auf Ausland mit 85,5 % (Vorjahr 83,2 %), davon auf die sonstigen EU-Länder 47,1 % (Vorjahr 39,4%). Dies zeigt zum einen die verbesserte Positionierung der Rovema GmbH im internationalen Wettbewerb. Auf dem nationalen Markt konnte sich die Rovema GmbH jedoch nicht dem allgemeinen Trend entziehen bei dem in 2016 der deutschen Maschinen- und Anlagenbau generell hinter den ursprünglich gehegten Erwartungen zurückblieb.

Insgesamt ist für die Rovema GmbH der Geschäftsverlauf des Jahres 2016 als sehr gut zu beurteilen.

Produkte

Verpacken mit System bedeutet für Rovema, sowohl Einzelkomponenten als auch ganze Prozessketten verantwortlich und innovativ zu realisieren. Die Rovema GmbH bietet komplette Lösungen auch für außergewöhnliche und komplexe Verpackungsaufgaben. Formen, Befüllen, Verschließen, Kommissionieren und den Anforderungen des Marktes entsprechend verkaufsgerechte Endverpacken sind nur möglich mit einem ganzheitlichen Denken, das über die Einzelkomponente hinaus den kundenspezifischen Prozess integriert.

Mit individueller Beratung und Projektierung, eigener Fertigung und Montage bis hin zur Inbetriebnahme und Service bietet Rovema das gesamte Leistungspaket aus einer Hand.

Ein breites Leistungsspektrum für die verpackende Industrie für flexible (Folien) und feste Verpackungen (Pappe/Karton):

Dosiersysteme mit volumetrischen, gravimetrischen und kombinierten Prinzipien

Schlauchbeutelmaschinen, vertikal, intermittierend und kontinuierlich

Kombinierte Befüll- und Verschließmaschinen (Blockpackmaschinen)

Kartonierer

Endverpackungsmaschinen

Verpackungslinien

Turn-Key-Systeme

Beschaffung

Die Beschaffung hat sich im Berichtsjahr darauf konzentriert, eine kontinuierliche Versorgung unserer Produktion sicherzustellen. Marktkonforme Top-Qualität und Innovationen zu wettbewerbsfähigen Preisen bereitzustellen, die gesteckten Kostenziele zu erreichen und die Wirtschaftlichkeit unserer Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus zu gewährleisten sowie unser weltweites Volumenwachstum durch ständige Verfügbarkeit und gleichbleibend hohe Qualität der Kaufteile abzusichern. Dazu zählt insbesondere auch unsere Zusammenarbeit mit lokalen Zulieferern. In 2016 lag der Fremdbezug von Komponenten aufgrund kurzfristiger Nachfragen leicht oberhalb unserer Annahmen, so dass dies Auswirkungen auf die Rohertragsmarge hatte.

Produktion

Zur Realisierung vergleichsweise kurzer Lieferzeiten bei komplexen Verpackungsanlagen, setzt die Rovema GmbH auf eine hohe Fertigungstiefe. Dank des modularen Baukastensystems, das wir fortlaufend erweitern, erhöhen wir die Effizienz und die Flexibilität der Produktion kontinuierlich und steigern so gleichzeitig die Profitabilität des Unternehmens. Weitere wesentliche Elemente sind die Standardisierung von Prozessen im direkten und im indirekten Bereich sowie reduzierte Durchlaufzeiten in der Produktion. Zusammen mit einer konsequenten Kosten- und Investitionsdisziplin tragen diese Maßnahmen wesentlich dazu bei, dass wir dauerhaft eine solide Liquidität sichern können.

Investitionen

Die Investitionen 2016 wurden überwiegend durch die Erweiterung der Montagehalle TEUR 1.208 und weitere TEUR 263 für das Fabrik- und Bürogebäude bestimmt. Im Bereich Produktion wurden TEUR 445 für eine Radialbohrmaschine, ein Bearbeitungszentrum, eine Bandsägemaschine sowie für weitere Produktionsausstattungen aufgewendet. Weiterhin wurde in die Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 101, in Hard- und Software TEUR 340 sowie in Sonstiges TEUR 5 investiert.

Finanzierung

Im Zuge der gesellschaftsrechtlichen Veränderungen innerhalb der Rovema Gruppe und der

Veränderungen im Gesellschafterkreis wurde Mitte 2015 die Finanzierung der Gesellschaft vollständig neu arrangiert. Seitdem finanziert sich die Gesellschaft über einen Konsortialkreditvertrag, der unter anderem eine langfristige Fremdfinanzierung von TEUR 30.000 beinhaltet. Bis zum Geschäftsjahresende wurde dieser bereits auf TEUR 25.637 zurückgeführt. Darüber hinaus stehen kurzfristige Finanzierungsmöglichkeiten über Kontokorrent- und Avallinien von bis zu TEUR 20.000 zur Verfügung.Unserer bestehenden Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 8.000 zur Finanzierung des Working Capitals und der Investitionen haben wir zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Für Anzahlungs- und sonstige Garantien bestand zum Bilanzstichtag eine Inanspruchnahme der Avallinien in Höhe von TEUR 7.535.

Interne Leistungsindikatoren

Für die kurzfristige operative Steuerung werden insbesondere die Kennzahlen, Auftragseingang, Umsatz und EBITDA herangezogen.

Für die Rovema GmbH stellen der Auftragseingang sowie die Umsatzerlöse elementare Steuerungsgrößen des operativen Geschäfts dar. Um die Geschäftsentwicklung zeitnah beurteilen zu können, werden beide wöchentlich kommuniziert und analysiert. Darüber hinaus erfolgt auf monatlicher Basis ein detaillierter Vergleich zwischen geplanten und realisierten Kosten und sonstigen ergebnisbeeinflussenden Größen. Auf Basis der Kennzahlen Umsatz und EBITDA wird die Erreichung der geplanten Ergebnisse laufend verfolgt.

Damit bilden Umsatz- und Ergebnisgrößen die maßgeblichen wirtschaftlichen Steuerungsgrößen. Hierbei liegt bei den Ergebnisgrößen ein besonderes Augenmerk auf dem EBITDA. Des Weiteren dient die EBITDA-Marge, die sich aus der Relation von EBITDA zu Umsatzerlösen ergibt, als relative Kennzahl zum internen und externen Vergleich der operativen Ertragskraft.

Da im Rahmen der zunehmenden Internationalisierung die jeweiligen Landesgesellschaften eine wesentliche Rolle in der Entwicklung des internationalen Marktanteils spielen, wird aus der Rovema GmbH heraus zur Sicherstellung einer zeitnahen Kontrolle der Zielerreichung ein konzernweit über alle Geschäftseinheiten (Schwestergesellschaften) einheitlich angewandtes monatliches Berichtssystem eingesetzt. Neben den finanziellen Größen sind auch nichtfinanzielle Kennzahlen Teil unseres Steuerungssystems.

Personal

Die Positionierung des Unternehmens im High-End-Verpackungsbereich mit technisch herausragenden innovativen Lösungen, verlangt eine auf lange Sicht ausgerichtete Personalpolitik, die engagierte und kreative Mitarbeiter fördert und ihnen das Umfeld bietet sich mit Ihren kreativen Ideen und ihrer Leistung in das Unternehmen einzubringen. Im Jahresdurchschnitt waren bei der Rovema GmbH 413 Mitarbeiter beschäftigt. Die Beschäftigung lag auf Grund des Produktionsvolumens mit 20 Mitarbeitern über dem Vorjahresniveau (393). Zusätzlich wurden 29 (Vorjahr 25) Auszubildende sowie 3 (Vorjahr 2) Praktikanten beschäftigt. Um dem Facharbeitermangel entgegen zu wirken, wurde auch in 2016 ein großer Fokus auf Ausbildung und eine weitere Entwicklung der Attraktivität eines Arbeitsplatzes bei der Rovema GmbH gesetzt.

Umweltschutz

Mit dem Kauf des Gebäudes sowie Grund und Boden durch die Rovema Asset GmbH sowie dem mit zwischen der Rovema und der Rovema Asset GmbH geschlossenen Vertrages, obliegt es der Rovema, einen aus den frühen 1980-ziger Jahren stammenden Grundwasserschaden in enger Abstimmung mit den Regierungspräsidenten Gießen und entsprechenden Fachfirmen zu begleiten. Die Kosten für die Überwachung und planmäßige Sanierung belaufen sich auf ca. TEUR 3 jährlich. Risiken aus diesem Schaden bestehen nach heutigen Erkenntnissen nicht.

Forschung und Entwicklung

Die Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten im Bereich Maschinen waren in 2016 insbesondere:

die Erweiterung von Robotertechnik im Bereich Kartonierer und Endverpackungen

die Verbesserung von Hygienestandards in den Maschinen

Entwicklung eines neuen HMI (Human-Machine Interface)

Alle drei Projekte sind noch nicht abgeschlossen.

Des Weiteren wurde die Umsetzung von Industrie 4.0 in unsere Produkte weiter entwickelt.

In dem firmeneigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Fernwald wird permanent, insbesondere auch in Zusammenarbeit mit unseren Kunden, an zukünftigen Anwendungen geforscht und entwickelt. Diese sind insbesondere auf eine nachhaltige Erhöhung des Endverbrauchernutzens ausgerichtet.

Schwerpunkt im Bereich Ersatzteile/Service waren die Entwicklung zur Verbesserung der Steuerung und Produktivität von im Einsatz befindlichen Rovema Maschinen. Insbesondere wurden in diesem Zusammenhang sogenannte Retrofitteile und die firmeninterne Steuerungssoftware entwickelt bzw. verbessert.

III. Lage des Unternehmens

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist um 0,7 % auf 103,6 Mio. EUR (Vorjahr 102,9 Mio. EUR gestiegen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sinken abschreibungsbedingt um 7,8% auf 61,7 Mio. EUR (Vorjahr 66,9 Mio. EUR)

Die Sachanlagen betragen 4.7 Mio. EUR nach 3,4 Mio. im Vorjahr. Im Rahmen der Sachanlagenzugänge entfallen auf das Fabrik- und Bürogebäude TEUR 1.471. Im Wesentlichen ist dieser Anstieg durch die Erweiterung der Montagehalle 1,2 Mio. EUR bedingt. Darüber hinaus wurden weitere Investitionen in Höhe von insgesamt TEUR 830 inklusive Anlagen im Bau getätigt.

Das Vorratsvermögen singt auf 4,9 Mio. EUR (Vorjahr 7,5 Mio. EUR) Aufgrund des Auftragseingangsverlaufes konnten im Vergleich zum Vorjahr ca. 1,8 Mio. EUR mehr Kundenanzahlungen auf angearbeitete Bestände (Halbfabrikate) vereinnahmt werden. Gleichzeitig sinkt der Bestand an unfertigen Erzeugnissen um 0,8 Mio. auf 6,4 Mio. EUR.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 10,3 Mio. EUR (Vorjahr 8,5 Mio. EUR) betreffen im Wesentlichen Warenlieferungen an alle Konzerntöchtergesellschaften (5,9 Mio. EUR) sowie mehrere Darlehen an unsere Tochterunternehmen mit einer Gesamthöhe von 3,9 Mio. EUR.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR) und betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen (TEUR 324).

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 49,4 Mio. EUR (Vorjahr 50,1 Mio. EUR), was einer Eigenkapitalquote von 47,7 % entspricht (Vorjahr 48,6 %).

Die Rückstellungen liegen mit 6,5 Mio. EUR (Vorjahr 5,1 Mio. EUR) über dem Vorjahresniveau. Dies ist hauptsächlich auf eine Zuführung zu den Steuerrückstellungen von 1,0 Mio. EUR zurück zu führen. Die Zunahme der sonstigen Rückstellungen von 0,4 Mio. EUR erklärt sich im Wesentlichen durch die höhere Garantierückstellung bedingt durch steigende Umsätze.

Entwicklung des Working Capitals:

Working Capital 31.12.2016 31.12.2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.639 5.764 -125 -2%
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 10.270 8.519 1.751 21%
Vorräte 4.871 7.471 -2.600 -35%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.510 -1.954 444 -23%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen -1.846 -1.505 -341 23%
Summe 17.424 18.295 -871 -5%

Entwicklung der Nettofinanzverschuldung:

Nettofinanzverschuldung 31.12.2016 31.12.2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten; -25.637 -27.137 1.500 -6%
Flüssige Mittel 8.987 3.358 5.629 168%
Summe -16.650 -23.779 7.129 -30%

Entwicklung der Kapitalstruktur:

Kapitalstruktur 31.12.2016 31.12.2015 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 49.393 48% 50.064 49% -671 -1%
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital 25.637 25% 27.137 26% -1.500 -6%
Kurzfristiges Fremdkapital 10.792 10% 9.637 9% 1.155 12%
Passive latente Steuern 17.775 17% 16.082 16% 1.693 11%
  103.597 100% 102.920 100% 677 1%

Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich aus dem Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den erhaltenen Anzahlungen, der zur Working Capital Finanzierung gewährten kurzfristigen Kreditlinie und dem langfristigen Fremdkapital.

Liquiditätslage und Entwicklung der Liquidität:

31.12.2016 31.12.2015 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Kurzfristiges Fremdkapital -10.792 -100% -9.637 -100% -1.155
Flüssige Mittel 8.987 83% 3.358 35% 5.629
Barliquidität -1.805 -17% -6.279 -65% 4.474
Kurzfristige Forderungen 16.595 154% 14.816 154% 1.779
Einbezugsbedingte Liquidität 14.790 137% 8.537 89% 6.253
Vorräte 4.871 45% 7.471 78% -2.600
Überdeckung kurzfristiges Fremdkapital 19.661 182% 16.008 166% 3.653
Unterdeckung (-)          
Überdeckung (+)          

Ertragslage / Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse stiegen um knapp 11,3 % .Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen) hingegen nur um 6,1 % gegenüber dem Vorjahr.

Der Bereich Maschinen hat im Berichtsjahr eine deutliche Umsatzsteigerung von 4,6 Mio. EUR ggü. dem Vorjahr auf 54,4 Mio. EUR (Vorjahr 49,8 Mio. EUR) zu verzeichnen. Damit liegt der Maschinenumsatz um 9,2 % über dem Vergleichswert 2015. Diese Umsatzsteigerung ist insbesondere auf drei mittlerweile abgeschlossene Großaufträge mit einem Umsatzvolumen von 4,4 Mio. €, 2,8 Mio. € sowie 2,7 Mio € und 8 weiteren Aufträgen, deren Umsätze zwischen 1,0 und 2,0 Mio. € betrugen, zurückzuführen.

Der Bereich Ersatzteile/Service hat im Berichtsjahr einen Umsatzbeitrag von 19,7 Mio. EUR (Vorjahr 16,9 Mio. EUR) erzielt. Dies entspricht einer nominalen Steigerung gegenüber dem Vorjahr von ca. 16,6 %. Einer der Gründe für diese Steigerung waren wie schon in 2015 insbesondere Aufträge aus dem Bereich Nachrüstung Steuerungsanlagen.

Die sonstigen Erlöse bewegten sich mit 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) über dem Vorjahresniveau.

Die Materialaufwandsquote (Quotient aus Gesamtleistung und Materialaufwand, hier zur besseren Vergleichbarkeit ohne BilRUG-Anpassungen) stieg um 1,4%-Punkte von 35,9% (Vorjahr) auf 37,3 %, was im Wesentlichen durch die gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen bedingt ist.

Der Personalaufwand ist um 6,5 % bzw. um 1,6 Mio. EUR auf 26,3 Mio. EUR (Vorjahr 24,7 Mio. EUR) angestiegen. Hiervon entfallen ca. 0,2 Mio. EUR auf Tarifveränderungen, sowie 1,4 Mio. EUR auf die höhere Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen fallen um 5,5 Mio. EUR von 15,5 Mio. (Vorjahr) auf ca. 10,0 Mio. EUR in 2016.

Der deutliche Rückgang der Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus den im Geschäftsjahr 2015 im Zuge der Verschmelzung aufgedeckten stillen Reserven bei den immateriellen Vermögensgegenständen die bereits vollständig im Geschäftsjahr 2015 abgeschrieben wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen auf 8,1 Mio. EUR(Vorjahr 11,5 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen, Ertragsteuern und Amortisation (EBITDA) beträgt ca. 10,4 Mio. EUR.

Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft im Berichtszeitraum beträgt minus 0,7 Mio. EUR.

Insgesamt konnten die Planungen und Erwartungen für 2016 hinsichtlich unserer Steuerungsgrößen übertroffen werden.

IV. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das Controlling der Rovema GmbH ist bedürfnisgerecht zugeschnitten und wird kontinuierlich auf den für eine moderne und effiziente Unternehmensführung notwendigen Informationsbedarf angepasst. Die Controlling Prozesse sind so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Sie stellen darüber hinaus die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften sicher. Zur Erfassung und Steuerung von betriebswirtschaftlichen Risiken steht ein funktionierendes Controlling für Planungs- und Kontrollzwecke zur Verfügung. Das frühzeitige Erkennen von Schlüsselrisiken wird durch entsprechende Planungs- bzw. Managementsysteme abgedeckt. Hierbei werden systematisch und kontinuierlich die Veränderungen erfasst, analysiert und geeignete Maßnahmen zur Risikobegrenzung und -bewältigung eingeleitet.

Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z. B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Funktionstrennung sowie die Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen.

Die wirtschaftliche Planung und Steuerung der Rovema GmbH erfolgt über die von der Geschäftsführung verabschiedeten Rahmenvorgaben, die im Strategieprozess weiter ausgestaltet werden. In der operativen Budgetplanung werden diese in konkrete, messbare Ziele umgesetzt. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird vervollständigt durch die laufende Überprüfung der Geschäftsentwicklung mit regelmäßig aktualisierten Einschätzungen wesentlicher Steuerungs- und Leistungskennzahlen. In deren Rahmen werden die Umsetzung der strategischen Ziele verfolgt und Maßnahmen zur Gegensteuerung bei Planabweichungen eingeleitet.

Das Unternehmen ist mit einem hohen Auftragsbestand von 18,1 Mio. EUR in das Jahr 2017 gestartet (Vorjahr 14,5 Mio. EUR). Dieses entspricht einer Reichweite von ca. 3 Monaten. Die ersten zwei Monate 2017 zeigen einen höheren Zuwachs im Auftragseingang wie der im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit ist bereits in den ersten zwei Monaten des Jahres 2017 eine anhaltend positive Entwicklung zu erkennen.

Nennenswerte Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ergeben sich darüber hinaus nicht.

Über die übliche Sicherung (Finanzplanung und Forderungsmanagement) der finanzwirtschaftlichen Risiken hinaus werden keine derivativen Finanzinstrumente verwendet. Die Fakturierung erfolgte in 2016 grundsätzlich in Euro. Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden - soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar - Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft.

Für unerwartet auftretende Risiken besteht neben der Regelberichterstattung zusätzlich eine konzerninterne Berichterstattungspflicht.

Die Bewertung der möglichen finanziellen Auswirkung erfolgt anhand der quantitativ bestimmten Ausprägungsmerkmale:

beobachten

überwachen

ständig zu überwachen

Die Bandbreiten dieser potenziellen finanziellen Auswirkungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Risikoausprägung Potentielle finanzielle Auswirkung
beobachten <0,3 Mio EUR
überwachen 0,3 Mio EUR bis 1,0 Mio EUR
ständig überwachen > 1,0 Mio EUR

Die folgende Tabelle verdeutlicht die Gesamtsituation der Rovema GmbH

Beschreibung Eintrittswahr- scheinlichkeit Risikoausprägung
Auftragseingangsrisiko 20% bis 60% ständig überwachen
Wettbewerbsrisiko 25% bis 50% ständig überwachen
Lieferantenrisiko <25% beobachten
Geschäftsprozess- und Projektrisiko <20% beobachten

Zum 31. Dezember 2016 bestehen keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken, künftige bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

V. Prognosebericht

Insgesamt wird die weltweite Nachfrage nach Schlauchbeutelmaschinen voraussichtlich etwas langsamer steigen als im Berichtsjahr. In Westeuropa erwarten wir eine leichte Erholung der Nachfrage und auch das Volumen des deutschen Marktes sollte 2017 wieder leicht steigen. Die Märkte in Osteuropa werden sich auf dem Vorjahresniveau bewegen. Die Aufwärtsbewegung in Nordamerika wird sich stark fortsetzen, während die südamerikanischen Märkte auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Auf den uns strategisch wichtigen Märkten in der Region Afrika und Asien-Pazifik erwarten wir für 2017 ein weiteres Wachstum gegenüber im Vorjahr.

Mit der konsequenten Erweiterung des geographischen Portfolios und der Absatzmärkte für die Rovema GmbH wird in den kommenden Jahren die weitere Erschließung des Weltmarktes, sowie die Abhängigkeit von einzelnen schwachen lokalen Einzelmärkten verringert.

Auf Basis unserer konservativen Planung erwarten wir für Rovema GmbH im Geschäftsjahr 2017 leicht steigende Umsätze, die im Wesentlichen auf die Generierung zusätzlicher Geschäfte durch die neue französische Tochtergesellschaft zurückzuführen ist.

Die aktuellen Auftragseingänge im Januar und Februar 2017 bestätigen die Annahmen für 2017. Schwerpunkt wird aber auch weiterhin der Ausbau des Service- und Ersatzteilgeschäftes sein. Für 2017 gehen wir von einem im Vergleich zu 2016 steigendem EBITDA-Ergebnis aus.

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.

 

Fernwald, 31. März 2017

Dipl.-Ing./MBA Thomas Becker, Geschäftsführer

Dipl.-Kfm. Ralf Buch, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2016
31.12.2015
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.875.505,00 24.834.014,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 40.815.361,01 42.091.595,50
  61.690.866,01 66.925.609,50
II. Sachanlagen    
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.547.469,00 1.359.994,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.385.350,00 1.332.725,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 716.254,00 564.828,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 98.093,41 141.167,50
  4.747.166,41 3.398.714,50
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.519.721,00 5.480.430,85
  71.957.753,42 75.804.754,85
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstofffe 3.741.452,89 3.672.273,58
2. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 6.429.031,65 7.246.755,76
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.371.589,02 1.446.057,38
4. Geleistete Anzahlungen 145.433,05 157.982,00
  11.687.506,61 12.523.068,72
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -6.816.305,60 -5.051.693,20
  4.871.201,01 7.471.375,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.638.653,03 5.764.419,68
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.270.330,78 8.518.578,62
3. Forderungen gegen Gesellschafter 113.787,44 75.000,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 572.107,64 458.089,70
  16.594.878,89 14.816.088,00
III. Flüssige Mittel 8.986.697,92 3.357.951,20
  30.452.777,82 25.645.414,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.186.573,75 1.469.332,92
  103.597.104,99 102.919.502,49

Passiva

   
  31.12.2016
31.12.2015
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 55.200.000,00 55.200.000,00
III. Verlust-/ Gewinnvortrag -5.161.304,73 0,00
IV. Jahresfehlbetrag -670.705,62 -5.161.304,73
  49.392.989,65 50.063.695,27
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 2.098.869,00 1.073.747,58
2. Sonstige Rückstellungen 4.356.628,00 3.991.690,00
  6.455.497,00 5.065.437,58
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.637.288,01 27.137.288,01
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.510.217,30 1.953.700,72
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.846.013,22 1.504.686,46
4. Sonstige Verbindlichkeiten 979.964,10 1.112.630,12
  29.973.482,63 31.708.305,31
D. Passive latente Steuern 17.775.135,71 16.082.064,33
  103.597.104,99 102.919.502,49

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

2016
2015
1. Umsatzerlöse 74.430.845,34 66.898.083,44
2. Verminderung (Vj.: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -810.845,17 2.483.946,81
3. Sonstige betriebliche Erträge 834.941,07 1.002.545,52
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 21.696.617,84 19.648.273,25
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.386.847,38 5.278.509,14
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 22.303.095,84 20.934.952,93
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 4.014.612,50 3.760.384,57
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.956.648,51 15.503.879,94
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.092.045,22 11.463.933,86
8. Erträge aus Beteiligungen 1.172.000,00 147.261,36
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 170.549,57 91.459,62
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.001.484,09 1.050.263,14
11. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 250.236,06 203.456,26
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 267.007,11 -1.652.213,25
13. Ergebnis nach Steuern -670.631,62 -5.161.230,57
14. Sonstige Steuern 74,00 74,16
15. Jahresfehlbetrag -670.705,62 -5.161.304,73

Anhang 2016

A. Allgemeine Angaben

Die Rovema GmbH ist in das Handelsregister Gießen unter der Nummer HRB 8551 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Fernwald. An der Rovema GmbH ist die RP Holding GmbH, Fernwald, zu 100% beteiligt. Gegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung und der Vertrieb von Verpackungsmaschinen sowie Service und Handel mit Ersatzteilen und das Halten von Beteiligungen. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft läuft vom 1. Januar bis 31. Dezember jeden Jahres.

Der Jahresabschluss der Rovema GmbH wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Regelungen des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und Abs. 4 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte in EUR. Aus Gründen der Übersichtlichkeit erfolgen die Angaben im Anhang teilweise in TEUR.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke werden ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Im Berichtsjahr wurden folgende Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen:

Im Geschäftsjahr 2016 wurde zum 1. Januar der im Zuge der im Geschäftsjahr 2015 durchgeführten Verschmelzung als Residualgrößte ermittelte Geschäfts- und Firmenwert sowie die darauf entfallenden latenten Steuern angepasst. Demzufolge erhöht sich der Geschäfts- und Firmenwert um T€ 3.826 und die passiven latenten Steuern um T€ 3.832.

Durch das BilRUG wurde das Zwischenergebnis "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" gestrichen. Eine weitere Änderung des Gliederungsschemas der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Einfügung eines Zwischenergebnisses "Ergebnis nach Steuern" zwischen dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" und dem Posten "sonstige Steuern".

Nach dem Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung in der Fassung des BilRUG ergibt sich für das Vorjahr für das Zwischenergebnis "Ergebnis nach Steuern" ein Betrag in Höhe von -T€ 5.161.

Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG (HGB n.F.) nicht vergleichbar, da auf eine Anpassung der Vorjahresumsatzerlöse verzichtet wurde.

Infolge der Neudefinition der Umsatzerlöse haben sich auch die Zusammenstellungen der Positionen "sonstige betriebliche Erträge", "Aufwendungen für bezogenen Leistungen" und "sonstige betriebliche Aufwendungen" geändert.

Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB n.F. hätten sich für das Vorjahr bzw. zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 folgende Beträge ergeben:

Gewinn- und Verlustrechnung:

2015
T€
2015 (nach BilRUG)
T€
Effekt
T€
Umsatzerlöse 66.898 66.984 86
sonstige betriebliche Erträge 1.003 903 -100
Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.279 8.723 3.444
sonstige betriebliche Aufwendungen 11.464 8.034 -3.430

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Für die Aufstellung der einzelnen Posten des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anschaffungskosten erfassen auch direkt zuordenbare Anschaffungsnebenkosten.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 5 bis 10 Jahren entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei wird der aus der Verschmelzung hervorgegangene Geschäfts- und Firmenwert auf Basis der Einschätzung der langfristigen Kundenbeziehungen auf 10 Jahre abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen auch die nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt. Es kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die den Abschreibungen zugrunde liegenden Nutzungsdauern betragen 3 bis 10 Jahre. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag EUR 410 nicht übersteigen, werden im Anschaffungsjahr vollständig abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen im Sachanlagevermögen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Der Ansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten gem. Einzelfeststellung abzüglich angemessenen Abwertungen bei Wertminderungen. Zur Berücksichtigung von Wertminderungen aufgrund von Ungängigkeit werden Reichweitenabschläge berücksichtigt. Abschläge für einen niedrigeren Einkaufspreis im Vergleich zum Durchschnittspreis am Bilanzstichtag wurden berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile (Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Material - und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, der durch die Fertigung veranlasst ist). Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen zur Berücksichtigung individueller Risiken angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde unverändert zum Vorjahr dem allgemeinen Ausfallrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die bis zum Bilanzstichtag geleisteten Zahlungen abgegrenzt, soweit sie Aufwand für nachfolgende Geschäftsjahre darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragssteuersatzes von aktuell 29,5 %. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet.

Die Steuerrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Jubiläumsrückstellung wurde mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 2,55 % bis 4,11 % abgezinst. Für die Jubiläumsrückstellung wurde eine jährliche Fluktuation von 2 % unterstellt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagengitter zu entnehmen.

Die Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2016 stellt sich wie folgt dar:

Gesellschaft und Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital am 31.12.2016 ** Jahresergebnis 2016 **
Beteiligungen      
Rovema Asia Pacific Corp, Manila, Philippinen (RAS) 99,99% 327 -3
Rovema Asset GmbH, Fernwald (RAT) 85,00% 359 286 *
Rovema Benelux b.v., Oosterhout, Niederlande (RBE) 100,00% 613 176
Rovema France SAS, Neuilly-Plaisance, Frankreich (RFR) 100,00% -98 -128
Rovema Italia SRL, Mailand, Italien (RIT) 100,00% 65 -15
Rovema Latinoamérica S.A., Panama City, Panama (RLA) 100,00% 1.004 -154
Rovema North America, Inc., Norcross, USA (RNA) 100,00% 359 1.093
Gesellschaft mit beschränkter Haftung Rovema, Sankt      
Petersburg/Russland (ROO) 99,00% 369 143
Rovema Polska, s.p. z o.o. (RPL) 100,00% 286 220
Rovema Retrofit GmbH, Fernwald (RRF) 100,00% 523 177
Rovema Spain and Portugal, Barcelona, Spanien (RSP) 100,00% 140 19
Rovema Makine San. Ve Tic. A.Ş., Instanbul, Türkei (RTR) 70,00% -33 -37
Rovema Packaging Machines Limited, Aylesbury,Großbritannien 100,00% 1.109 469

* vor Ergebnisabführung

** basierend auf den lokalen Abschlüssen

Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht des § 268 Abs. 5 HGB in Anspruch und setzt die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen aktivisch von den Vorräten ab. Von diesen erhaltenen Anzahlungen entfallen TEUR 208 (Vorjahr TEUR 316) auf verbundene Unternehmen und gehören daher auch zu den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gehören mit TEUR 5.945 (Vorjahr TEUR 4.412) auch zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter TEUR 114 (Vorjahr TEUR 75) resultieren aus dem sonstigen Finanzverkehr.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital gemäß § 272 Abs. 1 S. 1 HGB i.V.m. mit § 5 GmbHG ausgewiesen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 25.000,00 und ist zu 100 % eingezahlt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 27. Mai 2015 hat die Gesellschafterin eine sonstige Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 55.200 in die Kapitalrücklage geleistet.

Die Steuerrückstellungen betreffen die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer für den Veranlagungszeitraum 2016.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub TEUR 986 (Vorjahr TEUR 992), Provisionen TEUR 622 (Vorjahr TEUR 791), Tantiemen TEUR 880 (Vorjahr TEUR 740), Nachlaufkosten TEUR 608 (Vorjahr TEUR 696), Garantien TEUR 544 (Vorjahr TEUR 218) sowie Jubiläen TEUR 240 (Vorjahr TEUR 221).

Abgesehen von den Kreditverbindlichkeiten haben sämtliche Verbindlichkeiten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Gesamtbetrag
31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.637 27.137
Gesamtbetrag: 25.637 27.137
Restlaufzeit
bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr davon mehr als 5 Jahre
31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
31.12.2016
T€
31.12.2015
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.917 1.500 22.720 25.637 12.802 14.762
Gesamtbetrag: 2.917 1.500 22.720 25.637 12.802 14.762

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen gehören mit TEUR 285 (Vorjahr TEUR 594) auch zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 298 (Vorjahr TEUR 256).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gänzlich besichert - siehe hierzu Abschnitt E. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen dem üblichen Eigentumsvorbehalt. Die übrigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Passive Steuerlatenzen resultieren aus Bewertungsunterschieden in den immateriellen Vermögensgegenständen. Es besteht ein Passivüberhang der im Wesentlichen auf den Bewertungsunterschied zwischen Handels- und Steuerbilanz für den Geschäfts- und Firmenwert resultiert. Es bestehen nur in geringem Umfang aktive latente Steuern aus Bewertungsunterschieden bei den Jubiläums- und Garantierückstellungen sowie der Rückstellung für Prozessrisiko. Vom Wahlrecht der Saldierung aktiver und passiver Latenzen wird Gebrauch gemacht. Der Aufwand bzw. Ertrag wird im Anhang separat angegeben und beträgt im Geschäftsjahr 2016 ein Ertrag aus der Veränderung der Steuerlatenzen in Höhe von TEUR 1.693.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 11.351 (Vorjahr TEUR 11.251) auf das Inland und TEUR 55.647 (Vorjahr TEUR 55.647) auf das Ausland und betreffen

Pos. Inland Ausland Gesamt
2016
TEUR
Vorjahr
TEUR
2016
TEUR
Vorjahr
TEUR
2016
TEUR
Vorjahr
TEUR
Maschinenerlöse 5.218,7 6.633,4 49.180,5 43.176,1 54.399,2 49.809,5
Ersatzteil-/Serviceerlöse 5.492,1 4.497,1 14.210,0 12.398,9 19.702,1 16.896,0
sonstige Erlöse 93,5 120,4 236,0 72,2 329,5 192,6
Summe 10.804,3 11.250,9 63.626,5 55.647,2 74.430,8 66.898,1
in % 14,5 16,8 85,5 83,2 100,0 100,0

Bezüglich der Änderungen in der Zusammenstellung der Umsatzerlöse durch die Erstanwendung des HGB in der Fassung des BilRUG wird zudem auf die Ausführung im Abschnitt "Allgemeine Angaben" verwiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 181 (Vorjahr TEUR 157), die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 45 (Vorjahr TEUR 23) sowie der Verringerung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferung und Leistung. Es sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr TEUR 1) enthalten.

Bezüglich der Änderungen in der Zusammenstellung der sonstigen betrieblichen Erträge durch die Erstanwendung des HGB in der Fassung des BilRUG wird zudem auf die Ausführung im Abschnitt "Allgemeine Angaben" und "Umsatzerlöse" verwiesen.

Bezüglich der Änderungen in der Zusammenstellung des Materialaufwands durch die Erstanwendung des HGB in der Fassung des BilRUG wird zudem auf die Ausführung im Abschnitt "Allgemeine Angaben" verwiesen.

Von den im Personalaufwand ausgewiesenen sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen TEUR 139 (Vorjahr TEUR 143) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 264 (Vorjahr TEUR 175). Aufwendungen aus Währungsumrechnung lagen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 124) vor.

Bezüglich der Änderungen in der Zusammenstellung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch die Erstanwendung des HGB in der Fassung des BilRUG wird auf die Ausführungen im Abschnitt "Allgemeine Angaben" verwiesen.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 167 (Vorjahr TEUR 90) und aus dem Gesellschafterdarlehen an die RP Holding in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 1).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit TEUR 72 (Vorjahr TEUR 132) Zinsen für ein Darlehen an verbundene Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von TEUR 57 enthalten. Aus der Bilanzierung latenter Steuern resultieren Erträge aus der Veränderung der passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.133.

E. Ergänzende Angaben

Die Rovema GmbH ist im Juni 2015 zusammen mit drei Tochtergesellschaften einem Konsortialkreditrahmenvertrag beigetreten, hiervon wurden zusätzlich zur Rovema GmbH von den Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2016 folgende Teilbeträge in Anspruch genommen:

Kredittranche in Höhe von TEUR 27.546

Avalkreditlinien in Höhe von TEUR 7.535

Die Rovema GmbH hat hierzu folgende Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten vertraglich zugesichert:

Sicherungsübereignungsvertrag über Gegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens

Sicherungsübertragung von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten

Anteilsverpfändungsvertrag bezüglich der Anteile der Rovema Asset GmbH

Kontenverpfändungsvertrag

Sicherungsabtretungsvertrag über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Versicherungsverträgen und Gruppendarlehen

Anteilsverpfändung (Stock Power) bezüglich der Aktien an der Rovema North America Inc., Georgia/USA

Die Rovema GmbH bürgt für den Mietvertrag der Tochtergesellschaft in Georgia/USA, der vereinbarte Mietumfang beträgt TEUR 157.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist derzeit nicht zu rechnen, da davon auszugehen ist, dass die verbundenen Unternehmen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage ihren Verpflichtungen uneingeschränkt nachkommen können und werden.

Im Zusammenhang mit dem Konsortialkreditvertrag wurden zwei derivative Finanzinstrumente zur Sicherung im Zinsbereich abgeschlossen. Der Marktwerte der Zinsderivate zum 31. Dezember 2016 betragen TEUR 1 wurde von den depotführenden Kreditinstituten aufgrund anerkannter finanzmathematischer Verfahren (Black / Barwertberechnung) zum Bilanzstichtag bewertet. Es handelt sich um Zinscaps mit einem Nominalbetrag von jeweils TEUR 7.500 ausgestattet sind. Die Zinsobergrenze beträgt 1 % und richtet sich nach dem dreimonatigen EURIBOR.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverhältnissen beträgt TEUR 3.563. Diese sind zu TEUR 1.099 innerhalb eines Jahres, zu TEUR 2.347 innerhalb von 2-5 Jahren sowie zu TEUR 117 nach länger als 5 Jahren fällig. Davon bestehen TEUR 2.457 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Darüber hinaus bestehen andere sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Unternehmensvertrag, der eine jährliche Mindestvergütung in Höhe von TEUR 36 vorsieht. Aufgrund der allgemeinen steuerlichen Mindestlaufzeit dieses Vertrags ergibt sich für die Rovema GmbH hieraus eine Gesamtverpflichtung von TEUR 108.

In 2016 waren durchschnittlich bei der Rovema GmbH 209 Angestellte und 204 gewerbliche Mitarbeiter tätig. In 2015 waren es 194 Angestellte und 199 gewerbliche Mitarbeiter. Zusätzlich wurden 29 Auszubildende (Vorjahr 36) sowie 3 Praktikanten beschäftigt.

Die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB bzgl. des für das Geschäftsjahr 2016 berechneten Gesamthonorars des Abschlussprüfers erfolgt im Konzernanhang der Gesellschaft.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der RP Holding GmbH mit Sitz in Fernwald, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen.

Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft in Fernwald erhältlich und wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 671 und den Verlustvortrag von T€ 5.161 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Anderenfalls Erläuterung der Vorgänge unter Angabe ihrer Art und ihrer finanziellen Auswirkung.

F. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2016:

Herr Thomas Becker, Geschäftsführer Rovema GmbH

Herr Ralf Buch, Geschäftsführer Rovema GmbH (seit 1. Oktober 2016)

Die Angabe der Gesamtbezüge der derzeitigen sowie der ehemaligen Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

 

Fernwald, den 31. März 2017

Dipl.-Ing./MBA Thomas Becker, Geschäftsführer

Dipl.-Kfm Ralf Buch, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2016

Anlagenspiegel 31.12.2016 Bruttowerte Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2016
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   79.723.022,46      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.851.402,81 158.772,72 0,00 1.819,00 39.008.356,53
2. Geschäfts- oder Firmenwert 46.768.365,33 3.825.685,14 0,00 0,00 50.594.050,47
  85.619.768,14 3.984.457,86 0,00 1.819,00 89.602.407,00
II. Sachanlagen          
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.827.512,49 97.768,23 1.373.651,67 0,00 3.298.932,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.126.529,02 322.505,20 0,00 20.073,17 2.428.961,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.534.269,18 409.511,20 0,00 61.453,56 1.882.326,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 141.167,50 1.382.192,58 -1.373.651,67 51.615,00 98.093,41
  5.629.478,19 2.211.977,21 0,00 133.141,73 7.708.313,67
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.480.430,85 39.290,15 0,00 0,00 5.519.721,00
  5.480.430,85 39.290,15 0,00 0,00 5.519.721,00
  96.729.677,18 6.235.725,22 0,00 134.960,73 102.830.441,67
Anlagenspiegel 31.12.2016 Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016
Zugänge
Abgänge
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.017.388,81 4.115.614,72 152,00 18.132.851,53
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.676.769,83 5.101.919,63 0,00 9.778.689,46
  18.694.158,64 9.217.534,35 152,00 27.911.540,99
II. Sachanlagen        
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 467.518,49 283.944,90 0,00 751.463,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 793.804,02 256.373,20 6.566,17 1.043.611,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 969.441,18 198.796,06 2.164,42 1.166.072,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.230.763,69 739.114,16 8.730,59 2.961.147,26
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  20.924.922,33 9.956.648,51 8.882,59 30.872.688,25
Anlagenspiegel 31.12.2016 Restbuchwerte
31.12.2016
31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.875.505,00 24.834.014,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 40.815.361,01 42.091.595,50
  61.690.866,01 66.925.609,50
II. Sachanlagen    
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.547.469,00 1.359.994,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.385.350,00 1.332.725,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 716.254,00 564.828,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 98.093,41 141.167,50
  4.747.166,41 3.398.714,50
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.519.721,00 5.480.430,85
  5.519.721,00 5.480.430,85
  71.957.753,42 75.804.754,85

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Rovema GmbH, Fernwald, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Köln, den 26. April 2017

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maic Kunz, Wirtschaftsprüfer

ppa. Robert Hartlapp, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde am 12.05.2017 festgestellt.

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