SCHERA GmbH
Grundtalring 22, 63868 Großwallstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Schellenberger seit 7.11.2023 | Geschäftsführer |
David Schellenberger seit 10.6.2020 | Geschäftsführer |
Brigitte Westphal-Schellenberger seit 5.5.2015 | Prokura |
Ralf Schellenberger seit 2.7.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
ToDai-Stiftung Wörth am Main | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SCHERA GmbHGroßwallstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Schera GmbH, Großwallstadt1. Grundlagen des Unternehmens Die Schera GmbH ist Damenhosenspezialist im gehobenen Bekleidungsmarkt. Mit den Handelsmarken Raffaello Rossi, Seductive und ROSSI ist man im Premium- bzw. Luxussegment positioniert. Die Firma Schera GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Großwallstadt und wird zu 100% von der ToDai Stiftung mit Sitz in Großwallstadt gehalten. Das Familienunternehmen wird von der Familie Schellenberger geführt. Geschäftsmodell ist das Design und der Vertrieb der drei Marken über Einzelhandelspartner. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche Situation Im Jahr 2023 stand die Weltwirtschaft weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie schwächten sich ab, jedoch blieben die globalen Lieferketten angespannt. Der Krieg in der Ukraine führte weiterhin zu geopolitischen Spannungen und beeinflusste die Rohstoffpreise, insbesondere die von Energie und Agrarprodukten. Die Inflation blieb weltweit hoch, was zu steigenden Lebenshaltungskosten führte und den Konsum dämpfte. Die Zentralbanken, insbesondere in den USA und Europa, erhöhten die Zinssätze weiter, um die Inflation zu bekämpfen, was zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums führte. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostizierte ein globales Wirtschaftswachstum von 2,7% für das Jahr 2023, was eine weitere Abkühlung im Vergleich zu den 3,4% des Vorjahres darstellt. In der Eurozone betrug das Wachstum nur noch 1,9%, stark beeinflusst durch die Energiekrise und die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Krieges. Die US-Wirtschaft wuchs mit 1,5% ebenfalls langsamer, während Lateinamerika und Asien ein moderates Wachstum verzeichneten. China sah sich weiterhin mit den Nachwirkungen der strikten COVID-19-Maßnahmen und einer schwächelnden Immobilienwirtschaft konfrontiert, was das Wachstum auf 4,4% drückte. Japan verzeichnete ein leichtes Wachstum von 1,0%, geprägt durch steigende Energiepreise und eine schwache Inlandsnachfrage. b) Branchensituation Die globale Bekleidungsbranche erholte sich auch 2023 weiter von den pandemiebedingten Einbrüchen, jedoch mit deutlichen regionalen Unterschieden. Während die Nachfrage in den meisten westlichen Märkten stabil blieb, sah sich die Branche mit steigenden Produktions- und Logistikkosten konfrontiert, die durch die geopolitischen Spannungen und anhaltende Lieferkettenprobleme verschärft wurden. In der ersten Jahreshälfte 2023 wuchs der Umsatz der Branche um etwa 8%, getrieben von einer starken Nachfrage nach Freizeit- und Sportbekleidung. Allerdings führte die hohe Inflation in der zweiten Jahreshälfte zu einem Rückgang des Konsums, insbesondere in Europa, wo viele Haushalte ihre Ausgaben einschränkten. In Europa setzte sich die Erholung fort, allerdings mit einer Abschwächung im vierten Quartal aufgrund der Energiekrise und der wirtschaftlichen Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine. Besonders betroffen war der Premium- und Luxussegmentmarkt für Damenbekleidung, einschließlich Hosen, der unter den steigenden Produktionskosten und der gedämpften Konsumstimmung litt. Trotz dieser Herausforderungen blieb das Interesse an qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Produkten hoch, was viele Marken dazu veranlasste, in nachhaltige Materialien und Produktionsprozesse zu investieren. Die Branche passte sich an die neuen Realitäten an, indem sie verstärkt auf digitale Vertriebskanäle und nachhaltige Produktionsmethoden setzte. Viele Unternehmen investierten in Technologie und Innovation, um effizienter und umweltfreundlicher zu werden, was langfristig die Wettbewerbsfähigkeit steigern soll. Speziell im Bereich der Premium- und Luxushosen für Frauen gab es Bestrebungen, durch exklusive Kollektionen und maßgeschneiderte Angebote die Kundentreue zu stärken und neue Marktsegmente zu erschließen. c) Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat, im Vergleich zum Vorjahr, eine positive Entwicklung in Sachen Umsatz und EBIT zu verzeichnen. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Branchenentwicklung ist dies unter anderem durch Aufholeffekte zu begründen. Jedoch konnten, im Vergleich zur Schera GmbH, nicht alle Mitbewerber die Rückgänge aus dem letzten Jahr vollständig aufholen. Die Situation im stationären Einzelhandel ist nach wie vor als herausfordernd zu bezeichnen. Maßnahmen zur Unterstützung der Einzelhändler, wie z. B. intensiver Kundenkontakt haben auf das Image der Firma Schera und auch der Marken Raffaello Rossi und Seductive eingezahlt. Im Marketing wurde der Fokus verstärkt auf Social Media gelegt, um die Wahrnehmung der Marken auch im B2C zu stärken. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lieferanten hat geholfen, die Aufträge zu erfüllen und die Kunden rechtzeitig zu beliefern. d) Ertragslage Die Umsätze sind vollständig, direkt oder indirekt, auf den Vertrieb von Damenhosen zurückzuführen. Der Umsatz konnte insgesamt um rund 13,6 % gesteigert werden. Der Großteil des Umsatzes wird im deutschsprachigen Raum erzielt. Raffaello Rossi entwickelt sich weiter positiv und macht zudem den größeren Umsatzanteil aus. Auch bei Seductive konnte das Umsatzniveau des Vorjahres übertroffen werden. Das Rohergebnis betrug 24,0 Mio. € (Vorjahr 22,7 Mio. €). Trotz gestiegener Kosten, insbesondere für Personal und Raumkosten, konnte auf Grund des Umsatzwachstums das Jahresergebnis auf 8,1 Mio. € (Vorjahr 7,0 Mio. €) gesteigert werden. Die Prognosen aus dem Vorjahr wurden übertroffen. e) Finanzlage Die Finanzlage der Schera GmbH ist als sehr stabil einzustufen, da grundsätzlich eine vollständige Eigenfinanzierung möglich ist. Eine Fremdfinanzierung mit Laufzeit größer ein Jahr existiert nicht. Durch die Erwirtschaftung und teilweise Thesaurierung von Gewinnen hat sich die Finanzkraft in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. Verbindlichkeiten werden stets in der Zahlungsfrist mit Abzug von Skonto beglichen. Es bestehen keine Bankverbindlichkeiten. f) Vermögenslage Die Bilanzsumme ist um rund 5,2 % gestiegen auf 37.174 TEuro. Der Anstieg ist vor allem auf die Umsatzsteigerung und damit verbundenem höheren Warenbestand zurückzuführen. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 48,2 % (17.915 TEuro). Die Eigenkapitalquote beträgt 90,3 %. g) Investitionen Neben den Ersatzinvestitionen wurden in 2023, neben Kapitalanlagen, wenige Investitionen getätigt. Allerdings wurden bereits Anzahlungen geleistet für eine geplante Erweiterung der technischen Anlagen im Lager im Jahr 2024. 3. Personal- und Sozialbereich Die Schera GmbH hatte im Jahresdurchschnitt 106 Mitarbeiter und damit 11 mehr als im Vorjahr (inklusive drei Geschäftsführern und 2,5 Auszubildenden). Davon 20 geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 17 % gestiegen. Auf die Mitarbeiter als Basis des Erfolgs wird besonderer Wert gelegt. Es wird auf ein angenehmes Arbeitsumfeld und wertschätzenden Umgang geachtet, um eine produktive und leistungsorientierte Atmosphäre zu schaffen. 4. Prognosebericht Für 2024 erwarten wir ein herausforderndes, aber erfolgreiches Jahr. Besonderer Fokus liegt auf der Warenbeschaffung inkl. Logistik. Die politische und gesamtwirtschaftliche Lage macht Prognosen schwer. Wir erwarten für uns ein Umsatzwachstum von 10 Prozent. Das Jahresergebnis dürfte aufgrund von Kostensteigerungen in etwa unverändert sein. Neben dem Fokus auf die Warenbeschaffung liegt der Fokus weiterhin auf den Bereichen Nachhaltigkeit und Mitarbeiterentwicklung. Der Aufbau einer mittleren Führungsebene soll die Geschäftsleitung entlasten und unterstützen. Personelle Aufstockungen sind analog zum Umsatzwachstum geplant. Eine gute Kundenbindung ist wichtig, um langfristig stetig wachsen zu können. 5. Chancen- und Risikobericht Die flache Hierarchie und die operational stark eingebundene Geschäftsleitung ermöglicht es, Chancen und Risiken permanent in die Entscheidungsfindung einfließen zu lassen. Durch Digitalisierung und Rationalisierung wird versucht, den hohen Marktanforderungen gerecht zu werden. a) Umfeld- und Branchenrisiken Die Firma Schera ist in Deutschland angesiedelt und unterliegt somit den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland. Die Struktur und die Arbeitsabläufe bewegen sich aktuell im Rahmen des geltenden Rechts, aber jede politische und rechtliche Veränderung kann zu Risiken führen, auf die es sich einzustellen gilt. Durch die Teilnahme in Branchenverbänden und ein Interesse an politischen Stimmungen wird versucht, die Risiken rechtzeitig zu erkennen und sich auf Veränderungen einzustellen. Als aktiver Marktteilnehmer an der Weltwirtschaft sieht man sich permanent mit konjunkturellen Schwankungen konfrontiert. Durch die Erhöhung der Exportquote wird versucht, das Risiko zu diversifizieren. Der gehobene Damenhosenmarkt, in dem sich die Kollektionen bewegen, ist größtenteils ein Verdrängungsmarkt. Die Risiken durch Mitbewerber sind stets präsent. Auch investitionsstarke neue Marktteilnehmer haben in der Vergangenheit versucht, auf den Markt zu drängen. Die Geschäftsleitung fordert deshalb höchste Ansprüche von allen Teilen des Unternehmens, um sich zu behaupten. Eine Veränderung der Marktanforderungen stellt darüber hinaus ein großes Risiko dar. Aktuell zeichnet sich zum Beispiel eine weitere Verlagerung der Hosenumsätze in den Onlinehandel ab. Weitere Marktanforderungen ergeben sich durch das Lieferkettengesetz und den Trend zur Nachhaltigkeit. Die Basis des bisherigen Erfolgs ist die Produktentwicklung, die es Saison für Saison geschafft hat, den Marktanforderungen gerecht zu werden und mit neuen, verkäuflichen Produkten aufzuwarten. Sollte dies über mehrere Saisons hinweg nicht mehr in der geforderten Qualität funktionieren, ist dies ein unternehmensgefährdendes Risiko. Die Modebranche ist von Markenbildung und einem guten Image geprägt. Wenn einige Kunden negative Stimmung über die Kollektionen verbreiten, kann das zu enormen Absatzrisiken führen. Deshalb wird jeder Kunde gleichermaßen geschätzt und respektiert, unabhängig von Größe und Potenzial. b) Unternehmensstrategische Risiken Die Firma Schera ist auf gesundes Wachstum ausgerichtet, was sich auch in einem Standortwechsel von Wörth am Main nach Großwallstadt zeigt. Durch den in 2017 erfolgten Umzug haben sich höhere Fixkosten durch Miete, Abschreibungen und Facilitymanagement ergeben. Eine derartige Erhöhung der Fixkosten kann in Krisenzeiten den EBIT negativ beeinflussen, da ein Kostenabbau schwieriger wird. Der Abschluss langfristiger Mietverträge bindet das Unternehmen zudem stark an den Standort Großwallstadt. Auf Seiten des Produkts ist man mit einer Konzentration auf hochpreisige Damenhosen in einem klar abgegrenzten Markt angesiedelt. Eine Rezession in diesem hat direkten Einfluss auf den Absatz. Es ist trotz Kenntnis der Risiken aktuell nicht geplant, weitere Produktgruppen ins Portfolio aufzunehmen. c) Leistungswirtschaftliche Risiken Wie bereits in den Umfeld- und Branchenrisiken beschrieben, ist ein sehr hohes Risiko mit der Kollektionsentwicklung verbunden. Das Unternehmen stellt zweimal im Jahr eine Kollektion für jede Marke vor und in jeder Kollektion können Produkte sein, die sich schlecht verkaufen. Eine hohe Qualität in der Produktion wird unter anderem dadurch erreicht, dass man sich auf wenige Zulieferer beschränkt. Diese Beschränkung führt in der Konsequenz zu einer beidseitigen Abhängigkeit und Risiken. Die Haupt-Zulieferländer sind in Europa. Die hohen Qualitätsanforderungen und das Risiko von Qualitätsmängeln sollen durch regelmäßige Kontrollen sichergestellt werden. Durch den Anstieg von Arbeitslöhnen in den Produktionsländern kann es zu einer Erhöhung der Produktionskosten kommen, die möglicherweise nicht vollständig durch Anhebung der Verkaufspreise kompensiert werden können. Generell ist es ein Risiko, Rohware ins osteuropäische oder außereuropäische Ausland zu liefern, da man keinen direkten Zugriff mehr hat. Durch auftragsbezogene Anlieferung wird versucht den "Warenschwund" so gering wie möglich zu halten. Die Baumwollbeschaffung ist bei der Materialbeschaffung im Besonderen als Risiko anzuführen, da sich nicht nur die Preise nach oben entwickeln können, sondern auch die Menge und Qualität der Baumwolle Schwankungen unterliegt. Absicherungen durch Termingeschäfte oder ähnlichem führt die Firma Schera nicht durch. Im Vertrieb setzt das Unternehmen hauptsächlich auf selbstständige Handelsvertreter. Somit hat man oft keinen direkten Kundenkontakt und besonders ein Wechsel der Handelsvertreter stellt ein Risiko für Kundenbeziehungen dar. Verkäuferschulungen durch hauseigenes Personal soll diesem Risiko entgegenwirken. d) Personalrisiken Die Personalbeschaffung erweist sich am bayerischen Untermain als schwierig, da durch den Trend der Urbanisierung viele Nachwuchskräfte bevorzugt in die Städte ziehen. Zudem ist das Angebot an Fach- und Hochschulen im Allgemeinen beziehungsweise für Mode und Bekleidung im Speziellen in der näheren Umgebung nur bedingt vorhanden. Es wird deshalb verstärkt versucht das vorhandene Personal zu fördern und zu halten. Auch die Ausbildung wird zur Mitarbeitergewinnung genutzt. Durch den Verlust von Schlüsselpersonen kann wichtiges Know-How verloren gehen und stellt dadurch ein großes Risiko dar. Zur Motivation des Personals veranstaltet die Firma Mitarbeiterevents wie eine Weihnachtsfeier. Die Firma Schera ist auf die Mitglieder der Familie Schellenberger (Ralf, Brigitte, David, Tobias) fokussiert, die zudem stark operativ eingebunden sind. Dies stellt ein großes Risiko dar und würde sich mit weiterem Wachstum noch verstärken. Eine zweite Führungsebene ist nur in Teilen vorhanden. Durch Mitarbeiterentwicklung oder auch durch Neueinstellungen soll in allen Unternehmensbereichen eine verbesserte Führungsstruktur etabliert werden. e) Informationstechnische Risiken Mit der starken Abhängigkeit der Geschäftsprozesse von einem funktionierenden IT-System geht das Risiko der Datensicherheit und IT-Verfügbarkeit einher. Durch die teils engen Partnerschaften zu Softwarelieferanten entstehen zwangsläufig Abhängigkeiten, welche Risiken in sich bergen. Das größte Risiko ist die Abhängigkeit zum Warenwirtschafts-Anbieter mit dem schon seit langer Zeit zusammengearbeitet wird. Ein Wechsel auf ein anderes System wäre mit einem großen Einschnitt in alle Teile des Unternehmens verbunden. Ein Wechsel ist deshalb nicht geplant. Ein weiteres wichtiges System ist das Dokumentenmanagementsystem, auf dem viele Prozesse basieren. Im Hardwarebereich ist ein Ausfall und Datenverlust des IT-Systems ein großes Risiko. Hier wird mit Backups, Virenschutz und redundanten Internetverbindungen das Risiko minimiert, um etwaige Schäden gering zu halten. f) Finanzwirtschaftliche Risiken Die Firma Schera produziert die Waren vorab auf eigene Rechnung und es entstehen erst bei der Auslieferung oder manchmal auch erst beim Verkauf an den Endverbraucher Forderungen. Eine Zahlungsunfähigkeit von Kunden ist deshalb ein Risiko, welches durch mehrere Maßnahmen versucht wird, zu vermeiden. So wird jeder Kunde auf seine Kreditwürdigkeit überprüft und bei Zahlungsverzögerungen wird auf ein strukturiertes Mahnwesen und Zahlungspläne gesetzt. Bei einem exportierenden Unternehmen ist das Wechselkursrisiko nicht außer Acht zu lassen. Besonders die Entwicklung des Schweizer Franken ist ein Risiko, da die Schweiz einen wichtigen Exportmarkt darstellt. Währungs-Sicherungsgeschäfte wurden und werden aktuell nicht abgeschlossen. Bezüglich der Wertpapierbestände besteht je nach Entwicklung der Aktien- und Anleihemärkte ein nicht unerhebliches Risiko sinkender Kurse. Diese Risiken werden durch eine breite Anlagestrategie gestreut und mit Vertrauen auf langfristig positive Renditen getragen. g) Risiken durch den Russland-Ukraine Krieg Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine zu Beginn des Jahres 2022 hat weiterhin Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die Schera GmbH ist direkt betroffen, da sie - jedoch nur in einem überschaubaren Rahmen - Kunden in Russland und der Ukraine hat Die langfristigen Folgen des Krieges sind ungewiss und die Konjunkturprognosen sind unsicher. Die Schera GmbH kann das Risiko des Wegfalls von Absatzmöglichkeiten aufgrund der geringen Menge leicht tragen und gegebenenfalls die Ware an andere Kunden verkaufen. Der Krieg wirkt sich jedoch indirekt auf alle Kunden und Endverbraucher aus. Aufgrund von Inflation und steigenden Energiekosten wird das verfügbare Budget für Bekleidung voraussichtlich insgesamt kleiner werden. Dadurch kann sich das geplante Wachstum der Schera GmbH verlangsamen. h) Sonstige Risiken Durch eine erhöhte Markenbekanntheit und einen Anstieg des Exports ergeben sich erhöhte Risiken durch Rechtsstreitigkeiten. Zum einen durch mögliche Plagiate, die am Markt auftauchen oder durch Probleme im Exportgeschäft. Direkt oder indirekt. Die Megatrends der Urbanisierung und der globalen Erderwärmung haben Einfluss aus das Kaufverhalten und den Bekleidungsbedarf der Menschen. Ein verspätetes Erkennen der neuen Anforderungen und eine unterdurchschnittliche Umsetzung in den Produkten können zu Risiken führen. Ein ausgewogenes Designteam aus erfahrenen Designern und Nachwuchskräften soll dazu führen, dass man am Puls der Zeit bleibt. i) Chancenbericht Viele der genannten Risiken stellen im Umkehrschluss auch Chancen dar. Besonders durch den Onlinehandel und die kontinuierliche Steigerung der Markenbekanntheit ergeben sich immer neue Möglichkeiten für die Handelsmarken Raffaello Rossi und Seductive. Die hohe Produktqualität, eine exzellente Passform und innovative Stoffqualitäten stehen seit Jahren für die Produkte und diese Kontinuität hat den Marken eine starke Position im Markt verschafft. Die Geschäftsleitung rechnet langfristig mit weiterem Wachstum und sieht sich gut für die Zukunft aufgestellt. 6. Forschung und Entwicklung Die noch junge Kollektion ROSSI wird auch im Jahr 2024 weitergeführt und ausgebaut.
Großwallstadt, den 28. August 2024 Ralf Schellenberger, Geschäftsführer David Schellenberger, Geschäftsführer Tobias Schellenberger, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Ausleihungen zum Nennwert - Wertpapiere zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden - sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren - diese angesetzt. Bei fertigen Erzeugnissen wurden Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Finanzinstrumente Die Finanzanlagen enthalten Finanzinstrumente, bei denen auf eine außerplanmäßige Abschreibung verzichtet wurde. Die Gründe für das Unterlassen einer Abschreibung liegen darin, dass der niedrigere beizulegende Wert auf kurzfristige Kursschwankungen zurückzuführen sind. Die Wertminderung dieser Finanzinstrumente ist nicht von Dauer. Im Einzelnen sind folgende Finanzinstrumente betroffen:
Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 34.936,00 EUR. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 34.936,00 EUR. Der Rechnungslegungshinweis "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" (IDW RH FAB 1.021) wurde nicht angewendet. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Der Saldo der verrechneten Erträge aus Erhöhung Deckungsvermögen und Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen beträgt -277.454,75 EUR (Vorjahr: 378.012,11 EUR) und ist innerhalb der Zinserträge (Vorjahr: Zinsaufwendungen) ausgewiesen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken: Die Gesellschaft hat eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von 24.118,17 EUR gegenüber der Vermieterin aufgrund des Mietverhältnisses in Düsseldorf übernommen. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen. Es besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung für ein Bankdarlehen der Schellenberger Immobilien GmbH, welches zum Bilanzstichtag mit 1.107.125,00 EUR valutierte. Aufgrund der soliden wirtschaftlichen Lage der Schellenberger Immobilien GmbH ist mit keiner Inanspruchnahme zu rechnen. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von etwa 2.080.000,00 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für angemietete Räume und in Höhe von etwa 140.000,00 EUR aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge und Pedelecs. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Ralf Schellenberger aus Großwallstadt, David Schellenberger aus Aschaffenburg und Tobias Schellenberger aus Obernburg am Main (ab Oktober 2023) geführt. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 8.057.901,28 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von 33.543.138,16 EUR, der zu verwenden ist. Zur Ausschüttung ist ein Betrag von 8.057.901,28 EUR vorgesehen. Auf neue Rechnung werden 25.485.236,88 EUR vorgetragen. sonstige Berichtsbestandteile
Unterschrift der Geschäftsführung
Großwallstadt, den 28. August 2024 Ralf Schellenberger David Schellenberger Tobias Schellenberger Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.09.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkHinweis gemäß § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der SCHERA GmbH, Großwallstadt, wurde wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich hingegen auf den vollständigen Jahresabschluss. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SCHERA GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SCHERA GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCHERA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mainz, den 28. August 2024 DELTA
AUDIT GMBH
gez. Christian Müller, Wirtschaftsprüfer |
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