Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 217724
Eingetragen
31.3.2015
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Vertrieb von und Handel mit medizinischen Geräten und Beteiligung an anderen Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kyle Richard Kline
seit 23.6.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Globus Medical GmbH (Globus Medical Sàrl)CHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Globus Medical GmbH (Globus Medical Sàrl)
Switzerland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nevro Germany GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

1.1 BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

DER NEVRO GERMANY GMBH, MÜNCHEN

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.458,01 76.963,45
32.458,01 76.963,45
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Waren 1.167.731,97 1.090.348,56
1.167.731,97 1.090.348,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.394.740,66 1.528.648,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.246.492,95 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 323.304,60 116.301,00
3.964.538,21 1.644.949,89
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.726.862,72 5.208.963,93
6.859.132,90 7.944.262,38
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 10.989,14 0,00
6.902.580,05 8.021.225,83

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.797.627,09 2.373.371,10
III. Jahresüberschuss 175.730,40 424.255,99
2.998.357,49 2.822.627,09
B. EIGENKAPITAL
0,00 0,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 0,00 79.374,35
2. Sonstige Rückstellungen 1.468.801,21 1.238.568,99
1.468.801,21 1.317.943,34
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 60.358,93 74.692,14
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.988.292,76 3.694.587,93
3. Sonstige Verbindlichkeiten 386.769,66 111.375,33
- davon aus Steuern: EUR 159.929,10 (Vorjahr: EUR 64.512,32)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.680,00 (Vorjahr: EUR 1.500,00)
2.435.421,35 3.880.655,40
6.902.580,05 8.021.225,83

1.2 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

DER NEVRO GERMANY GMBH, MÜNCHEN

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 14.704.017,59 12.907.481,96
2. Sonstige betriebliche Erträge 124.473,04 126.898,08
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.131.374,91 -7.113.669,51
-8.131.374,91 -7.113.669,51
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.876.859,71 -3.601.601,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -469.117,11 -424.787,96
davon für Altersversorgung: EUR 32.537,14 (Vorjahr: EUR 0,00)
-4.345.976,82 -4.026.389,74
5. Abschreibungen auf Sachanlagen -50.019,00 -53.152,73
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.109.740,06 -1.231.265,83
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 26,26 (Vorjahr: EUR 0,00)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -3.065,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -87.788,94 -182.581,24
9. Ergebnis nach Steuern 103.590,90 424.255,99
10. Sonstige Steuern 72.139,50 0,00
11. Jahresüberschuss 175.730,40 424.255,99

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis 31.12.2021

Nevro Germany GmbH

München

Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss

Firmenname laut Handelsregister: Nevro Germany GmbH
Sitz des Unternehmens laut Handelsregister: München
Eintrag in das Handelsregister: Handelsregister
Amtsgericht: München
Registrierungs-Nr.: HRB 217724

Der Jahresabschluss wurde nach den allgemein anerkannten Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt.

Zusätzlich wurden die Bestimmungen des Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) beachtet.

Entsprechend den in § 267 HGB definierten Größenklassen handelt es sich bei dem Unternehmen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Vorjahreszahlen in der Bilanz wurden gegenüber dem Jahresabschluss des Vorjahres angepasst. Es wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 1.404 von den sonstigen Rückstellungen in die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umgegliedert. Hierbei handelt es sich um Aufwendungen aus der aktienbasierten Vergütung an Mitarbeiter, die der Gesellschaft von einem verbundenen Unternehmen in Rechnung gestellt wurden, wodurch diese gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden müssen. Aus dem Sachverhalt resultiert kein Ergebniseffekt.

Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach §§ 265, 266 und 275 HGB.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen erfasst. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände, die 3 Jahre beträgt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Nettowert von bis zu 800 EUR je Posten wurden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Waren wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Stichtag erfasst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu ihrem Nennwert erfasst. Bei zweifelhaften Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Ausgaben, die vor dem Bilanzstichtag angefallen sind, werden auf der Aktivseite als Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten erfasst, sofern sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Datum darstellen.

Das Wahlrecht zur Bilanzierung aktiver latenter Steuern bei bestehendem Aktivüberhang gemäß § 274 Abs. 1 HGB wurde nicht ausgeübt.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert erfasst.

Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag erfasst.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. In anderen Fällen wurden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt (Imparitätsprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung sowie die Abschreibungen für das Geschäftsjahr 2021 sind im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 4) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle anderen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.246 (Vorjahr TEUR 0) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

3. Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25 ist voll eingezahlt.

Der Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr 2020 in Höhe von TEUR 424 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Für das laufende Geschäftsjahr wurde der Gewinnvortrag wie folgt ermittelt:

Stand 31.12.2020 TEUR 2.374
Jahresüberschuss 2020 TEUR 424
Stand 31.12.2021 TEUR 2.798

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.469 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Urlaubsansprüche (TEUR 184), Kundenrabatte (TEUR 923), Mitarbeiterboni (TEUR 198) sowie für ausstehende Rechnungen (141 TEUR).

5. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. Sie bestehen in Höhe von TEUR 1.988 (Vorjahr TEUR 1.985) gegenüber Gesellschaftern.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremden Erträge in Höhe von EUR 238,62 (Vorjahr EUR 0,00).

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr TEUR 71) enthalten.

Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese resultieren im Wesentlichen aus Leasingverträgen für Fahrzeuge mit einem jährlichen Volumen von rund TEUR 116. Die Verträge haben eine durchschnittliche Laufzeit von drei Jahren.

2. Durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter

Kategorien von Arbeitnehmern Durchschnittliche Anzahl
Festangestellte Mitarbeiter 31
Teilzeitbeschäftigte 7

Im Geschäftsjahr betrug die Gesamtzahl der beschäftigten Mitarbeiter im Durchschnitt 38.

3. Namen der geschäftsführenden Direktoren

Während des Geschäftsjahres und bis zum Datum der Unterzeichnung wurden die Geschäfte des Unternehmens von den folgenden Personen geführt:

Rashid, Kashif, Fremont, Kalifornien / USA, General Counsel von Nevro Corp.

Grossman, Donald Keith, Diablo, Kalifornien / USA, CEO von Nevro Corp. (bis 25. September 2023)

MacLeod, Roderick, Menlo Park, Kalifornien / USA, CFO von Nevro Corp.

Thornal, Kevin, San Diego, Kalifornien / USA, CEO von Nevro Corp. (ab 25. September 2023)

Die Angabe zu den Gehältern der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

4. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wurde in den Konzernabschluss der Nevro Corp., Redwood City, Kalifornien / USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist auf der Website von Nevro Corp. (https://nevro.com/English/us/investors/) erhältlich.

5. Vorschlag oder Beschlussfassung über die Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt folgende Gewinnverwendung vor:

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2021 beläuft sich auf EUR 175.730,40. Der Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

6. Nachtragsbericht

Die Gesellschaft hat keine Geschäftsaktivitäten in der Ukraine und in Russland, auf die sich der anhaltende Krieg in der Ukraine direkt auswirken könnte. Die infolge des Kriegs angespannte Weltwirtschaftslage, welche sich unter anderem in Lieferengpässen und steigenden Inflationszahlen äußert, kann sich jedoch negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Es haben sich nach dem Bilanzstichtag keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung ereignet, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken würden.

 

München, 29. Mai, 2024

Die Geschäftsführung

RASHID, Kashif

THORNAL, Kevin

MACLEOD, Roderick

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2021

DER NEVRO GERMANY GMBH

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 177.331,06 5.513,56 0,00 182.844,62
177.331,06 5.513,56 0,00 182.844,62
ABSCHREIBUNGEN
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.367,61 50.019,00 0,00 150.386,61
100.367,61 50.019,00 0,00 150.386,61
NETTOBUCHWERTE
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.458,01 76.963,45
32.458,01 76.963,45

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen der Gesellschaft

Nevro Germany GmbH (die "Gesellschaft") wurde am 4. März 2015 gegründet. Gegenstand der Gesellschaft ist die Vermarktung und der Vertrieb von Medizinprodukten für die Behandlung von neurologischen Erkrankungen mit Schwerpunkt auf der Behandlung von chronischen Schmerzen. Der Hauptabsatzmarkt ist Deutschland.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München. Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % von der Nevro Medical Ltd. mit Sitz im Vereinigten Königreich gehalten, deren Anteile wiederum zu 100 % von der Nevro Corp. mit Sitz in den Vereinigten Staaten gehalten werden. Das Geschäftsjahr entspricht dem Geschäftsjahr der Muttergesellschaft und umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Die Gesellschaft beschäftigt rund 38 Mitarbeiter.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Auf Grund der COVID-19-Pandemie ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Vorjahr stark eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands ist in 2020 mit -4,9% erstmals seit zehn Jahren zurückgegangen. (Quelle: Destatis)

Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie war die weltweite wirtschaftliche Entwicklung robust. Während die Ausbreitung der Omicron-Variante des Coronavirus in vielen Ländern zu einer Rekordzahl von Neuinfektionen geführt hatte, ließen die wirtschaftlichen Auswirkungen der wiederholten Wellen der Pandemie nach. Echtzeitindikatoren für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts deuten darauf hin, dass der Zusammenhang zwischen der Zahl der Neuinfektionen und der Wirtschaftsleistung seit der ersten Welle deutlich zurückgegangen ist.

Die Weltwirtschaft hat sich im Berichtsjahr von der pandemiebedingten Rezession erholt. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) stieg das globale Bruttoinlandsprodukt um 5,9 % (Quelle: Internationaler Währungsfonds).

Der Rückgang von Einschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie führt zu einer Wiederbelebung der Wirtschaft. Während der Dienstleistungssektor von Aufholeffekten profitierte, wurde das Wachstum der Industrie aufgrund hoher Rohstoffkosten und durch Lieferengpässe bei Vorprodukten etwas gebremst. In Deutschland belief sich der Anstieg des BIP in 2021 auf 2,8 % (Vorjahr: -4,9 %).

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Im Jahr 2021 stiegen die Umsatzerlöse auf TEUR 14.704, verglichen mit TEUR 12.907 im Vorjahr. Dieser Anstieg von rund 14 % war in erster Linie auf einen Anstieg des Geschäftsvolumens zurückzuführen, da sich die Wirtschaft aufgrund der Lockerung der Maßnahmen im Zuge der Coronavirus-Pandemie im ersten Halbjahr 2021 erholte. Die Ende 2021 entdeckte Omicron-Variante, die in fast allen Ländern zum dominierenden Coronavirus-Stamm wurde, hatte das Wirtschaftswachstum hingegen wieder gebremst.

Die Materialaufwendungen stiegen relativ zu den Umsatzerlösen gesehen vergleichbar stark von TEUR 7.114 in 2020 auf TEUR 8.131 in 2021. Die Bruttomarge der Gesellschaft blieb mit 45 % (Vorjahr 45 %) im Jahr 2021 stabil.

Aufgrund eines Lohn- und Gehaltsanstiegs lagen die Personalaufwendungen in 2021 mit TEUR 4.346 um rund 8 % über dem Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von TEUR 1.231 im Jahr 2020 auf TEUR 2.110 im Jahr 2021, was einem Anstieg von rund 71 % entspricht. In erster Linie war dies auf einen Anstieg der Beratungs- und Marketingkosten zurückzuführen ist, da die Anstrengungen zur Vermarktung und zum Verkauf der Produkte weiter verstärkt wurden. Aufgrund der steigenden Vertriebsaktivitäten war auch ein Anstieg in den Reise- und Fahrzeugkosten zu verzeichnen.

Infolge des überproportionalen Anstiegs der betrieblichen Aufwendungen sank das Betriebsergebnis auf TEUR 191 im Jahr 2021 gegenüber TEUR 610 im Vorjahr.

Infolge des geringeren Vorsteuerergebnisses lagen auch die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um TEUR 95 unter dem Vorjahr.

Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 176. Damit lag das Ergebnis deutlich unter dem des Vorjahres in Höhe von TEUR 424, was einem Rückgang von rund 59 % entspricht.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist in 2021 auf TEUR 6.903 gesunken, was einem Rückgang von rund 14 % entspricht.

Auf der Aktivseite zeigte sich aufgrund des höheren Geschäftsvolumens ein leichter Anstieg der Vorräte, welche vollständig aus Waren bestehen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände der Gesellschaft erfuhren im Geschäftsjahr 2021 einen Anstieg um TEUR 2.320 auf TEUR 3.965. Davon entfielen TEUR 866 auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der im Wesentlichen auf das höhere Geschäftsvolumen zurückzuführen ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen hingegen um TEUR 1.246 aufgrund des Verrechnungsverkehrs mit der Konzernmutter Nevro Corp.

Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg ergebnisbedingt auf TEUR 2.998. Damit beträgt die Eigenkapitalquote 43 % (Vorjahr 35 %).

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere noch zu zahlende Rabatte aus Rückvergütungsvereinbarungen mit den Kunden in Höhe von TEUR 923 (Vorjahr TEUR 850) ausgewiesen. Für sonstige Bonusvereinbarungen wurden Beträge in Höhe von TEUR 198 (Vorjahr TEUR 201) zurückgestellt. Die übrigen sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf noch nicht genommenen Urlaub der Mitarbeiter sowie auf ausstehende Rechnungen auf bereits bezogene Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen aufgrund der Rückzahlung von Verbindlichkeiten gegenüber der Nevro Corp. in Höhe von TEUR 1.709 deutlich unter dem Vorjahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind hingegen um TEUR 275 gestiegen.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft wird als gut eingestuft. Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft wird im Wesentlichen durch den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gedeckt. Etwaige Über- oder Unterdeckungen werden mit der Konzernmutter Nevro Corp. über eine Verrechnungsbeziehung ausgeglichen, sodass die Finanzierung der Gesellschaft langfristig sichergestellt ist.

Die liquiden Mittel der Gesellschaft gingen gegenüber dem Vorjahr um ca. 67 % auf TEUR 1.727 zurück. Damit liegen die Bestände dennoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Der Rückgang ist insbesondere auf einen stichtagsbezogenen Effekt aus der Verrechnungsbeziehung mit der Konzernmutter Nevro Corp. zurückzuführen. In diesem Zusammenhang wurden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beglichen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind stark gestiegen.

Die Gesellschaft hat ihre Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen beglichen und den überwiegenden Teil seiner Forderungen innerhalb der Zahlungsfristen eingezogen.

Wesentliche Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2021 aufgrund des vertrieblichen Schwerpunkts der Gesellschaft wie bereits im Vorjahr nicht getätigt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator der Gesellschaft stellen die Umsatzerlöse dar.

Gesamtaussage

Die gesetzlichen Vertreter schätzen den Geschäftsverlauf und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gut ein.

III. Prognosebericht

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine verdüstert die Aussichten für die Weltwirtschaft und schafft große politische Unsicherheit. Als Reaktion auf den Angriff haben mehrere Volkswirtschaften weitreichende Sanktionen gegen Russland verhängt, die das Land weitgehend von den internationalen Finanzmärkten abschneiden und den Handel mit Russland in einigen Bereichen erheblich einschränken. Diese Maßnahmen haben das weltweite Wachstum - insbesondere in den Jahren 2022 und 2023 - gebremst und die in vielen Ländern bereits hohe Inflation beschleunigt.

Das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich daraufhin in 2022, insbesondere in der Europäischen Union. Die starke Abhängigkeit von russischen Energieeinfuhren stellte für einige EU-Mitgliedstaaten ein besonderes Risiko dar, ebenso wie mögliche Lieferkürzungen oder ein Embargo für Energieimporte aus Russland.

Für die Jahre 2022 und 2023 hat sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland auf 1,8 % bzw. -0,3 % abgeschwächt. (Quelle: Destatis) Ursächlich hierfür ist insbesondere, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum deutlich gestiegen sind.

Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet die Gesellschaft dennoch mit moderat steigenden Umsatzerlösen und mit einem Jahresüberschuss auf mindestens dem Niveau des Geschäftsjahres 2021.

Für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 prognostiziert die Gesellschaft ebenfalls jeweils einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr im einstelligen %-Bereich.

IV. Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement der Gesellschaft umfasst miteinander verbundene Risikomanagement- und Kontrollsysteme. Diese unterstützen die frühzeitige Erkennung von Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Gesellschaft versucht sicherzustellen, dass potentielle Risiken systematisch erfasst, bewertet und kommuniziert werden. Zudem ist die Gesellschaft in das konzernübergreifende Risikomanagement des Nevro- Konzerns eingebunden.

Die Gesellschaft unterliegt verschiedenen Risikofaktoren, darunter insbesondere den folgenden:

Die COVID-19-Pandemie hat das Geschäft, die Finanzlage sowie die Betriebsergebnisse und das Wachstum der Gesellschaft beeinträchtigt und wird dies voraussichtlich auch weiterhin tun.

Im Bereich Wettbewerb bestehen Risiken in Form von Konkurrenten, bei denen es sich um große, gut etablierte Unternehmen handelt, die über wesentlich größere Ressourcen verfügen und seit langem auf dem Markt tätig sind. Diese könnten unter Umständen besser in der Lage sein, Neuromodulationsprodukte zu entwickeln und zu vermarkten (auch für neue Indikationen wie PDN), die sicherer, wirksamer, kostengünstiger, einfacher zu handhaben oder anderweitig attraktiver sind als unsere Produktsysteme. Dies könnte sich nachteilig auf das Geschäft auswirken.

Risiken bestehen auch dadurch, dass Krankenkassen und sonstige Kostenträger unter Umständen keine angemessene Deckung und Erstattung für die Verwendung der Produkte der Gesellschaft gewähren.

Wenn die Zulassung oder Zertifizierung für die Vermarktung und den Verkauf der Produkte der Gesellschaft nicht aufrechterhalten werden kann oder wenn eine solche Zulassung oder Zertifizierung in Zukunft beeinträchtigt wird, können die Produkte nicht mehr kommerziell vertrieben und vermarktet werden. In diesem Zusammenhang besteht auch das Risiko, dass klinische Studien für künftige Indikationen nicht die notwendigen Ergebnisse liefern, um die behördliche Freigabe, Zulassung oder Zertifizierung zu unterstützen.

Für den Vertrieb der Produkte ist die Gesellschaft auf den Zugang zu Krankenhauseinrichtungen angewiesen, der unter Umständen nicht gewährt wird. Dies würde in einem deutlichen Umsatzrückgang resultieren.

Weiterhin unterliegt die Gesellschaft Gesetzen und Vorschriften im Bereich des Gesundheitswesens und eine Feststellung der Nichteinhaltung solcher Gesetze und Vorschriften kann erhebliche negative Auswirkungen haben.

Für die Gesellschaft ergeben sich folgende wesentliche Chancen:

Der Erfolg der Gesellschaft hängt von der Fähigkeit ab, den Markt zu vergrößern, indem das Bewusstsein für die Vorteile der Therapie zur Behandlung von PDN (periphere diabetische Neuropathie) und NSRBP (Non-surgical Refractory Back Pain - nicht-operierte, refraktäre Rückenschmerzen) geschärft werden kann.

Durch eine Aufklärung von Ärzten über die Vorzüge der 10-kHz-Therapie der Gesellschaft im Vergleich zu denen der Konkurrenten könnte das Verkaufsvolumen deutlich ausgeweitet werden, was positive Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben würde.

Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken ab.

 

München, 29. Mai, 2024

Die Geschäftsführung

RASHID, Kashif

THORNAL, Kevin

MACLEOD, Roderick

2 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Nevro Germany GmbH, München

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nevro Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nevro Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Wir wurden am 4. August 2022 als gesetzlicher Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und Lageberichts der Nevro Germany GmbH des Geschäftsjahres 2021 bestellt. Das Vorhandensein der Vorräte von EUR 1.167.731,97 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 24. Juni 2024

ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Armin Weber, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Müller, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung für das Geschäftsjahr 2021

Nevro Germany GmbH, München

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 07. August 2024 festgestellt.

Der Ergebnisvorschlag wurde angenommen.

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