Augustinum Pflege gGmbH
Selbe AdresseAmbulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Lechner seit 10.4.2025 | Prokura |
Roman Dries seit 16.8.2024 | Prokura |
Christina Ulrike Klapprott seit 5.3.2024 | Prokura |
Axel Krieg seit 4.9.2023 | Geschäftsführer |
Sabrina Krieg seit 27.1.2021 | Prokura |
Ralf Burkert seit 13.3.2019 | Prokura |
Christoph D. Specht seit 26.7.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Augustinum Stiftung | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Augustinum Service Gesellschaft mbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023** Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Unsicherheiten und Risiken, die außerhalb der Möglichkeiten der Kontrolle oder präzisen Einschätzung durch unsere Gesellschaft liegen, wie beispielsweise dem zukünftigen Marktumfeld und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. I GRUNDLAGENUnsere Gesellschaft betreibt bundesweit den Küchen- und Servicebetrieb in den derzeit 23 Seniorenresidenzen und im Itzel-Sanatorium sowie in der Klinik des Augustinum Konzerns. Dabei erbringen wir insbesondere folgende Leistungen:
Neben den genannten Einrichtungen betreiben wir im Hofgut Algertshausen die Schulungs- und Tagungsstätte des Augustinum, die neben den konzerneigenen Veranstaltungen auch von externen Gästen für Tagungen und private Feiern genutzt wird. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München, sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 112 300 eingetragen, die USt-ID-Nummer lautet DE 278 885 585. II RAHMENBEDINGUNGENGesamtwirtschaftliche Entwicklung Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächere als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kamen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie dämpfende Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. 1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Neben den hohen Preisen wirkten demnach auch ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland bremsend; die Erholung vom tiefen Konjunktureinbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich in der Folge im Jahr 2023 nicht weiter fort. 2 Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,9 % gestiegen (Vorjahr: 6,9 %), die Inflation verharrte damit weiter auf hohem Stand. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders. 3 Die Zahl der erwerbstätigen Personen ist im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,7 % auf 45,9 Millionen gestiegen und hat damit den höchsten Wert seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 erreicht. Ursachen für die Beschäftigungszunahme waren die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese beiden Wachstumsimpulse überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt. Den größten Zuwachs verzeichneten die Dienstleistungsbereiche (rechnerisch fanden hier 9 von 10 zusätzlich Beschäftigten einen Arbeitsplatz); die größte absolute Zunahme verzeichneten die Öffentlichen Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit einem Plus von 1,0 % oder 116.000 Personen. 4 Die Nominallöhne (Bruttomonatsverdienste und Sonderzahlungen) stiegen im Jahr 2023 um 6,0 % gegenüber dem Vorjahr, wesentlich bedingt durch Zahlungen der Inflationsausgleichsprämie sowie die Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro im Oktober 2022. Angesichts der hohen Inflation stiegen die Reallöhne im Jahr 2023 lediglich um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr - der erste Anstieg seit dem Jahr 2019. 5 Die öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung schlossen 2023 mit einem Defizit von insgesamt 91,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 127,3 Mrd. Euro). Einnahmen von 1.860,0 Milliarden Euro standen Ausgaben von 1.951,9 Milliarden Euro gegenüber. Erstmals seit dem Rekordjahr 2020 mit einem Defizit von 189,2 Milliarden Euro lag das Staatsdefizit damit wieder unter 100 Milliarden Euro. Wie in den Vorjahren ging das Defizit mit 87,6 Milliarden Euro zum größten Teil zu Lasten des Bundes. Erstmals seit Jahren verzeichneten auch die Gemeinden ein Defizit (6,8 Milliarden Euro), während bei den Ländern Einnahmen und Ausgaben nahezu ausgeglichen waren und die Sozialversicherung einen geringen Überschuss aufwies (2,7 Milliarden Euro). 6 Die Aussichten für die weitere wirtschaftliche Entwicklung beurteilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Frühjahr 2024 verhalten. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hätten sich die größten Abwärtsrisiken 2023 nicht im zu befürchtenden Maße manifestiert und die meisten Volkswirtschaften überraschend resilient gezeigt. Gleichwohl blieben das weltwirtschaftliche Wachstum insgesamt gering und die regionalen Unterschiede hoch. Die Erholung der Weltwirtschaft von den multiplen Krisen erweise sich als erstaunlich widerstandsfähig, die steigende Wachstumsdynamik sei aber bislang nicht überall zu spüren gewesen. Besonders gedämpft falle demnach das Wachstum im Euroraum aus, wo Verbraucherstimmung und Unternehmensinvestitionen unter den anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiepreise und den erhöhten Zinsen litten. Jüngste Indikatoren wiesen zudem auf eine Abschwächung des Wachstums hin. Angriffe auf Schiffe im Roten Meer hätten Transportkosten drastisch erhöht und Lieferzeiten verlängert, wodurch Produktionspläne gestört würden und der Preisdruck erneut zunehme. 7 Entwicklung der Branche Nach dem Ende der Corona-Pandemie verzeichnete das Gastgewerbe in Deutschland 2023 im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 nach DEHOGA-Angaben ein nominales Umsatzplus von 8,8 %, real bestand aber immer noch ein Minus von 11,3 %. 8 Für die speisenorientierte Gastronomie waren erneut massive Steigerungen der Lebensmittelpreise belastend. 9 Auch Getränke und andere Sachmittel wie etwa Reinigungsmittel haben sich deutlich verteuert, ebenso die Energiekosten, die für die Branche im Betrieb von Küchen und Kühlungen eine wichtige Rolle spielen. Weiterhin kämpft die Branche mit dem anhaltenden Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gastgewerbe lag laut DEHOGA zum Stichtag 30. Juni 2023 mit 1.095.616 Personen immer noch um knapp 13.500 Personen oder 1,2 % unter der Vergleichszahl von 2019. 10 Nach der Abwanderung vieler Kräfte in andere Branchen in den Corona-Jahren bleibt der Arbeitskräftemangel absehbar eine massive Belastung für die Branche.
1 Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz, Pressemitteilung vom 13. Dezember 2023: Die
wirtschaftliche Lage in Deutschland im Dezember 2023.
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2023.html.
III VERLAUF DES GESCHÄFTSJAHRESZur Jahresmitte 2023 haben wir die Preise angepasst, die wir für die Erbringung der Vertragsleistungen an unsere Schwestergesellschaft Collegium Augustinum gGmbH als Betreiberin der 23 Augustinum Seniorenresidenzen berechnen. Dies hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Umsätze unserer Gesellschaft im Gesamtjahr 2023 leicht über Plan lagen. Bremsend wirkten sich Lücken in der Belegung der Seniorenresidenzen aufgrund von Marktgegebenheiten oder sanierungsbedingten Nutzungsunterbrechungen einzelner Appartementbereiche in verschiedenen Häusern aus. In unserem Tagungshaus in Algertshausen arbeiteten wir unverändert an der konzeptionellen Nachschärfung unseres Angebotes, um die Erlössituation auszubauen. Die Lage im ländlichen Raum und der Personalmangel stellen hier weiterhin besondere Herausforderungen dar. Im Einkauf spürten wir erhebliche Belastungen durch die Verteuerung von Lebensmitteln, etwa bei Backwaren oder Tiefkühlprodukten, und Dienstleistungen etwa von Wäschereien. Dem konnten wir durch die Einführung eines operativen Einkaufsmanagements 2023, das bei der Beschaffung Produktverfügbarkeiten, Pricing und Volumenbündelung strategisch verknüpft, bereits erfolgreich entgegenwirken. Zum 1. Januar 2023 hat unsere Gesellschaft den Betrieb von Produktionsküche und Gastronomie im früheren Evang.-Luth. Diakoniewerk Hohenbrunn (heute Augustinum Berchtesgadener Land gemeinnützige GmbH) übernommen. Die betroffenen Mitarbeiter*innen sind im Rahmen eines Betriebsübergangs nach § 613a BGB in unsere Gesellschaft übernommen worden. Im Februar 2023 haben wir den Betrieb von Produktionsküche und Kantine der Stiftung Pfennigparade in München übernommen, nachdem wir im Vorjahr eine entsprechende Ausschreibung gewonnen hatten. Mit einer Auftaktveranstaltung im Augustinum Stuttgart-Sillenbuch im Januar 2023 haben wir unser neues Vitalmenü eingeführt, die übrigen Seniorenresidenzen folgten im Anschluss. Entwickelt wurde die Vital-Linie von Köch*innen unserer Gesellschaft nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammen mit Expertinnen und Experten aus Ernährungsmedizin, Ökotrophologie, Gerontologie und Gastronomie, unter ihnen Fernsehkoch Johann Lafer, der sich seit Jahren mit der sogenannten Medical Cuisine beschäftigt. Neben der Gesundheit stehen Nachhaltigkeit, Genuss und weiterhin die freie Auswahl am Tisch im Fokus der neuen Linie. Für unser Vital-Konzept erhielten wir im Frühjahr 2023 den Marketing Award der Gemeinschaftsgastronomie in Bronze. Im Sommer 2023 haben wir "Das VierundSiebzig" im Erdgeschoss des neuen Wohnturms auf dem Campus des Augustinum München-Neufriedenheim in Betrieb genommen. Das moderne Bistro und Café dient als zusätzliches Angebot für die Bewohner*innen der Seniorenresidenz, zur Versorgung der Mitarbeiter*innen von Seniorenresidenz, Klinik und Zentralverwaltung auf dem Campus und zielt auch auf Gäste aus der Nachbarschaft. Ende 2023 haben wir im Augustinum München-Nord das komplett neu gestaltete Café wiedereröffnet. Das "Auguste" bietet den Bewohner*innen der Seniorenresidenz und ebenfalls auch externen Gästen aus der Nachbarschaft vielfältige Frühstücks-, Kaffee- und Kuchengenüsse. Für unser Food-Waste-Management zur Reduzierung von Lebensmitteln wurden wir Ende 2023 von der Kompetenzstelle Außer-Haus-Verpflegung (KAHV) 11 als erstes Unternehmen aus dem Bereich Senioren für die Umsetzung an 20 Standorten ausgezeichnet. 2023 haben wir gegenüber den Vorjahren durch eine ganze Reihe von Maßnahmen 20 % und damit mehr als 100 Tonnen der Lebensmittel-Abfälle eingespart. Planmäßig haben wir die Einführung unseres neuen Kassensystems fortgesetzt, 2023 haben wir das System in den Häusern in Stuttgart-Sillenbuch, Stuttgart-Killesberg, Heidelberg und Kassel in Betrieb genommen. Die Umstellung erfolgt parallel zur Einführung eines neuen CRM-Systems im Konzern und wird in den Folgejahren an den übrigen Standorten fortgeführt. Die Vergütungen nach den Entgelttabellen der Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie in Bayern (AVR-Bayern), die alle Gesellschaften der Augustinum Gruppe mit wenigen Ausnahmen (DiVO und TV-L) einheitlich anwenden, wurden zum 1. Januar 2023 um einen Sockelbetrag von 50 Euro und eine anschließende weitere lineare Steigerung von 3,5 % erhöht. 12 Dadurch ergaben sich Entgeltsteigerungen von insgesamt zwischen 4,2 % in den oberen und bis zu 8,6 % in den unteren Entgeltgruppen. 13 Die Pflichtbeiträge zur Evangelischen Zusatzversorgungskasse (EZVK) Darmstadt, die allein vom Dienstgeber übernommen werden, sind zum 1. Januar 2023 auf 6,5 % der Bruttogehälter weiter gestiegen. Wirkte sich diese Tarifsteigerung auf der Kostenseite belastend aus, so hat sie auf der anderen Seite dazu beigetragen, Arbeitsplätze in unserer Gesellschaft wettbewerbsfähig zu halten. Mit Ausnahme einzelner Brennpunkte in grenznahen Regionen hat sich dadurch die Personalsituation 2023 generell sichtbar entspannt, offene Stellen konnten zügiger besetzt werden als noch im Vorjahr. Eine Ausnahme bildet jedoch die Nachbesetzung von Führungspositionen, die unverändert einen hohen operativen Aufwand und erhebliche Zeitspannen beansprucht.
11
https://www.thuenen.de/de/fachinstitute/marktanalyse/projekte/kompetenzstelle-ausser-haus-verpflegung.
IV VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGEVermögenslage Bilanzstruktur
Die langfristigen Vermögenswerte betreffen ausschließlich das Sachanlagevermögen. Zugänge zu den Sachanlagen in Höhe von 0,8 Mio. Euro führen zusammen mit planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 0,9 Mio. Euro zu einem Rückgang der langfristigen Vermögenswerte von 0,1 Mio. Euro. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. Euro erhöht. Sie entfallen mit 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) auf Vorräte, mit 5,1 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen, mit 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro) auf sonstige Vermögensgegenstände und mit 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) auf Guthaben bei Kreditinstituten. Aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von 0,2 Mio. Euro hat sich die Eigenkapitalquote bei einer gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. Euro höheren Bilanzsumme um 1,5 Prozentpunkte auf 6,3 % verbessert. Bei den langfristigen Schulden handelt es sich wie im Vorjahr um Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen gegenüber unseren Mitarbeiter*innen. Der Anstieg der kurzfristigen Schulden um 0,1 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der übrigen Sonstigen Rückstellungen. Finanzlage Finanzmittelfonds
Liquidität Die Stichtagsliquidität (kurzfristige Vermögenswerte abzüglich kurzfristiger Schulden) hat sich zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahresstichtag von -2,2 Mio. Euro um 0,3 Mio. Euro auf -1,9 Mio. Euro verbessert. Darin enthalten ist jedoch die Nettoinanspruchnahme von 7,6 Mio. Euro eines von einer Schwestergesellschaft gewährten Darlehens über 8,0 Mio. Euro, welches formal kurzfristig, faktisch aber dauerhaft prolongierbar ist (so wurde die Vertragslaufzeit im Juni 2024 bereits bis zum 31. Dezember 2025 verlängert). Ohne Einbeziehung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist die Stichtagsliquidität zum 31. Dezember 2023 positiv und beträgt rechnerisch +5,7 Mio. Euro. Kreditlinien Die Gesellschaft verfügt über keine Kreditlinien bei Banken und hat solche auch nicht beantragt. Ertragslage
Das Betriebsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. Euro auf 0,2 Mio. Euro verbessert. Die Betriebsleistung ist um 6,2 Mio. Euro und der Betriebsaufwand um 5,8 Mio. Euro gestiegen ist. Die Umsatzerlöse haben sich wie folgt entwickelt:
Von den Umsatzerlösen entfallen 54,7 Mio. Euro bzw. 96,3 % (Vorjahr: 49,5 Mio. Euro bzw. 98,1 %) auf Umsätze mit verbundenen Unternehmen und betreffen im Wesentlichen die Residenzen des Augustinum Konzerns. Aufgrund der im November 2022 und Mitte 2023 vorgenommenen Preiserhöhungen für Speisen in den Seniorenresidenzen sind die Umsatzerlöse aus Frühstück, Mittag- und Abendessen trotz gesunkener Belegungszahlen bei den Appartements der Seniorenresidenzen deutlich angestiegen. Der Anstieg der Catering-Umsätze resultiert aus den im Abschnitt III beschriebenen Übernahmen von Produktionsküchen. Der Rückgang der sonstigen Umsätze resultiert aus dem im Vorjahr erfolgten Verkauf der angeschafften Dienstkleidung an die Collegium Augustinum gGmbH. Seitdem stellt die für den Betrieb der Residenzen verantwortliche Schwestergesellschaft die für ein einheitliches Erscheinungsbild innerhalb des Restaurantbetriebes notwendige Dienstkleidung sowie deren Ersatz- und Neubeschaffung (ausgenommen hiervon sind die Anschaffung von Schuhen und Wäschereidienstleistungen). Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 0,1 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro vermindert. Sie enthalten im Wesentlichen Sachbezüge für Verpflegung, Förderbeträge zur betrieblichen Altersversorgung nach § 100 EStG, Erträge aus abziehbarer Vorsteuer sowie Erstattungen von Versicherungen. Die Materialaufwendungen haben sich wie folgt entwickelt:
Der Anstieg der Lebensmittelaufwendungen um 8,9 % im Geschäftsjahr 2023 resultiert aus den in den Abschnitten II und III beschriebenen Entwicklungen innerhalb der Lebensmittelindustrie. Der Anstieg der Personalaufwendungen um 12,8 % resultiert aus den tariflichen Erhöhungen der AVR-Bayern und wesentlich aus zusätzlichem Personal für die im Abschnitt III beschriebenen Übernahmen der Produktionsküchen mit Gastronomie bei der Stiftung Pfennigparade und der Augustinum Berchtesgadener Land gemeinnützige GmbH. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich wie folgt entwickelt:
Bei den um 0,3 Mio. Euro gestiegenen Aufwendungen für Informationstechnologie handelt es sich um zentrale Dienstleistungen der Augustinum gemeinnützige GmbH für die Bereitstellung und Administration sämtlicher IT-Systeme inkl. Zubehör. Bei den um 0,2 Mio. Euro gesunkenen Verwaltungsumlagen handelt es sich um zentrale Dienstleistungen von anderen Konzerngesellschaften beispielsweise für Rechnungswesen und Personalabrechnung. Wie im Vorjahr sind die Finanzerträge und Finanzaufwendungen von untergeordneter Bedeutung. V CHANCEN-/RISIKO- UND PROGNOSEBERICHTMit unserem Risikomanagementsystem erfassen und bewerten wir regelmäßig auf unser Geschäft wirkende Risiken und leiten notwendige Maßnahmen ab. Entwicklung der Nachfrage Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gesellschaft hängt maßgeblich von der Belegungsentwicklung in den Einrichtungen der Augustinum Gruppe ab. Ausgehend vom aktuellen Stand der Belegung und der Zahl der Interessent*innen rechnen wir auch für die kommenden Jahre mit einer Belegung auf anhaltend hohem Niveau. Wir gehen davon aus, dass wir kurzfristige Belegungsschwankungen wie in der Vergangenheit durch aktives Personalmanagement ausgleichen können. Liquidität Bedingt durch die Corona-Pandemie hat unsere Gesellschaft für die Jahre 2020, 2021 und 2022 nicht unerhebliche Jahresfehlbeträge ausgewiesen. Im Jahr 2023 sind wir mit einem Jahresüberschuss von 0,2 Mio. Euro wieder in die Gewinnzone gelangt. Die Ergebnisse der vergangenen Jahre haben zwischenzeitlich zu einer angespannten Liquiditätssituation geführt. Die ersten 4 Monate des Geschäftsjahres 2024 weisen aufgrund unserer umfassenden Maßnahmen deutlich positive Zahlen aus. Unabhängig davon ist die Zahlungsfähigkeit unserer Gesellschaft über die Gewährung eines Darlehens über 8,0 Mio. Euro von Seiten einer Schwestergesellschaft gesichert, dessen Laufzeit im Juni 2024 bis zum 31. Dezember 2025 verlängert worden ist. Somit ist unsere Gesellschaft nach unserer Einschätzung derzeit finanziell so ausgestattet, dass sie in der Lage ist, sämtlichen ihrer Verbindlichkeiten ordnungs- und fristgemäß nachzukommen. Wir gehen davon aus, dass das o.g. Darlehen, soweit dies erforderlich sein sollte, über den 31. Dezember 2025 hinaus unverändert prolongiert werden wird. Sollte sich die Liquiditätssituation unserer Gesellschaft entgegen der aktuellen Unternehmensplanung bis dahin verschlechtern, so gehen wir im Weiteren davon aus, dass der Darlehensrahmen durch die Schwestergesellschaft gegebenenfalls entsprechend erweitert werden wird. Preiserhöhungen Angesichts absehbarer Tariferhöhungen für die Vergütung der Mitarbeiter*innen und weiterer Steigerungen der Lebensmittelpreise ist unsere Gesellschaft weiterhin auf die kontinuierliche Anpassung der eigenen Preise angewiesen. Personalbeschaffung Die Arbeitsplätze in unseren gastronomischen Betrieben bieten branchenuntypisch feste Dienstzeiten und eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine sichere Perspektive. Trotzdem spüren auch wir in der Gewinnung neuer Mitarbeiter*innen immer wieder den allgemeinen Arbeitskräftemangel und im Besonderen bei der Besetzung von Führungspositionen den Fachkräftemangel der Branche. Dadurch bleibt die Personalbeschaffung teilweise mit erheblichem operativen Aufwand und mit erheblicher Zeitdauer verbunden. Personalaufwendungen Als Dienstleistungsunternehmen stellen die Personalaufwendungen bei uns den mit Abstand größten Kostenblock dar. Die Personalintensität (Personalaufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) betrug 2023 57,3 % (Vorjahr: 57,1 %). Bei den für uns geltenden Arbeitsvertragsrichtlinien des Diakonischen Werkes Bayern (AVR-Bayern) erfolgt die Festsetzung der Löhne und Gehälter und anderer grundlegender Arbeitsbedingungen durch die Arbeitsrechtliche Kommission (ARK), die paritätisch aus den Reihen der Arbeitnehmer*innen und der Arbeitgeber besetzt ist. Bei diesem sogenannten "Dritten Weg" sind Arbeitskampfmaßnahmen (Streik und Aussperrung) ausgeschlossen. Im Gegenzug sehen die Arbeitsvertragsrichtlinien die verbindliche Schlichtung vor. Weitere Entgeltsteigerungen bringt auch das Jahr 2024. Gemäß den AVR-Bayern beschäftigte Mitarbeiter*innen erhielten bzw. erhalten zum Ausgleich von Belastungen aus der Inflation von April bis Dezember 2024 Sonderzahlungen in Höhe von insgesamt 3.000 Euro (Teilzeit-Beschäftigte anteilig), Auszubildende die Hälfte davon. Darüber hinaus steigen auch die Tabellenentgelte. In den Entgeltgruppen E1 bis E3 werden die Gehälter zum 1. Juli 2024 zunächst um 50 Euro und die neuen Beträge dann um 5,5 % erhöht. In den Entgeltgruppen E4 bis E14 werden die Gehälter zum 1. Dezember 2024 zunächst um 200 Euro und die neuen Beträge dann zusätzlich ebenfalls um 5,5 % erhöht. Die Pflichtbeiträge zur EZVK werden weiterhin allein vom Dienstgeber getragen; der Beitragssatz beträgt seit 2023 nunmehr 6,5 % der Bruttogehälter. Mit weiteren Tarifsteigerungen rechnen wir auch für das Jahr 2025. Informationstechnische Risiken Unbefugte Zugriffe auf sensible Unternehmensdaten und Systemausfälle oder -störungen stellen Risiken der Informationstechnologie dar. Um diese zu verhindern, tätigen wir seit vielen Jahren erhebliche Investitionen in die IT-Sicherheit. Dazu gehört der Betrieb aller IT-Anwendungen in einem hoch modernen, mehrfach gesicherten Rechenzentrum sowie der Zugriff auf diese Anwendungen durch eine Remote-Desktop-Verbindung (Thin-Client). Hierbei werden nur Tastatur-, Maus- und Bildschirminformationen übertragen, jedoch kein direkter Zugriff auf die dortigen Daten erlaubt. Hochverfügbare Anwendungen und Daten in einer zeitgemäß gesicherten Unternehmens-Cloud werden konzernweit genutzt. Unser Informationssicherheitsmanagementsystem hilft bei der Bewertung der Risiken und bildet die technisch und wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen ab. Eine Gruppe von Sicherheitsexperten bewertet monatlich die Bedrohungslage und passt Maßnahmen zielgerichtet an. Inflationsrisiken Die anhaltend hohe Inflation, im Wesentlichen bedingt durch den russischen Krieg gegen die Ukraine, führt zu Kostensteigerungen bei Energie, energieintensiven Dienstleistungen, Material und Lebensmitteln sowie den Zinsen für Fremdkapital. Rechtsstreitigkeiten und -verfahren Derzeit bestehen keine erkennbaren Risiken aus möglichen Rechtsstreitigkeiten. Gesamtbewertung und Prognose Mit einem Umsatzanstieg in 2023 von über 12 % konnten wir unsere Vorjahresprognose von bis zu 10 % übertreffen. Neben erforderlichen deutlichen Preissteigerungen für unsere Leistungen konnten wir durch die Übernahme einzelner Produktionsküchen und Gastronomiebetriebe unsere Leistungen erhöhen; diesen Leistungserweiterungen standen aber Leistungsreduzierungen durch zum Teil meist baulich bedingte mangelnde Auslastungen einzelner Seniorenresidenzen gegenüber. Aufgrund erheblicher Steigerungen bei den Lebensmittel- und Personalkosten hat der starke Erlösanstieg aber nicht ausgereicht, das im Vorjahr für 2023 prognostizierte Ergebnis von 0,0 bis 0,1 Mio. Euro deutlich zu übertreffen. Insgesamt ist es gelungen, für das Geschäftsjahr 2023 nach erheblichen Verlusten in den Geschäftsjahren 2020 bis 2022 von kumuliert 4,9 Mio. Euro wieder ein positives Jahresergebnis von 0,2 Mio. Euro. auszuweisen. Unsere insbesondere im zweiten Halbjahr 2023 ergriffenen Maßnahmen zur Erreichung eines sowohl auf der Umsatz- als auch Aufwandsseite optimierten Geschäftsbetriebes im "Vor-Corona-Modus" sind, wie uns die starken Geschäftszahlen von Januar bis April 2024 zeigen, nachhaltig erfolgreich. Wir planen auf Basis der aktuellen Geschäftsjahreszahlen mit einem Anstieg der Umsatzerlöse um bis zu 9 % und einem wieder deutlich positiven Jahresergebnis im Bereich von 0,8 bis 1,3 Mio. Euro.
München, 17. Juli 2024 Axel Krieg, Geschäftsführer Christoph D. Specht, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
(Amtsgericht München, HRB 112300) Anhang für das Geschäftsjahr 2023I Allgemeine ErläuterungenDer Jahresabschluss der Augustinum Service Gesellschaft mbH wird nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften sowie den Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB sowie § 42 GmbHG. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und Lesbarkeit des Abschlusses werden davon-Angaben einheitlich im Anhang wiedergegeben. Unsere Gesellschaft verzeichnete in den "Corona-Jahren" 2020 bis 2022 Verluste von kumuliert -4,9 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2023 sind wir mit einem Jahresüberschuss von 0,2 Mio. Euro. wieder in die Gewinnzone gelangt. Das Eigenkapital ist positiv und beträgt zum Bilanzstichtag 0,8 Mio. Euro. Die Stichtagsliquidität (kurzfristige Vermögenswerte abzüglich kurzfristiger Schulden) ist negativ, hat sich aber zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahresstichtag von -2,2 Mio. Euro um 0,3 Mio. Euro auf -1,9 Mio. Euro verbessert. Darin enthalten ist jedoch die Nettoinanspruchnahme von 7,6 Mio. Euro eines von einer Schwestergesellschaft gewährten Darlehens über 8,0 Mio. Euro, welches formal kurzfristig ist. Da die Vertragslaufzeit im Juni 2024 bis zum 31. Dezember 2025 verlängert wurde, ist die Liquidität nach der aktuellen Unternehmensplanung bis mindestens Ende 2025 sichergestellt. Der Jahresabschluss wurde daher unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Wir verweisen auch auf unsere Ausführungen zur Liquidität im Abschnitt V Chancen-/Risiko- und Prognosebericht des Lageberichts. II Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Sie haben eine Nutzungsdauer zwischen drei und vier Jahren. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt für die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwei bis 20 Jahre. Dabei werden die Zugänge vom Monat der Anschaffung an pro rata temporis abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Bei unentgeltlich zugewendeten Anlagegegenständen entsprechen die Anschaffungskosten den Zeitwerten im Zuwendungszeitpunkt. Geringwertige Anlagegegenstände bis EUR 250,00 Anschaffungskosten werden sofort abgeschrieben. Zugänge von Wirtschaftsgütern mit Netto-Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden jahresbezogen in einen Sammelposten eingestellt und beginnend mit dem Jahr der Anschaffung linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Nach Ablauf dieser fünf Jahre wird im Anlagengitter der Abgang unterstellt. Die Finanzanlagen (Anteile an verbundenen Unternehmen) sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Eventuelle Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Vorräte sind im Wesentlichen zu Festwerten angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nenn- bzw. Nominalwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken (einschließlich drohender Verluste aus schwebenden Geschäften) sowie ungewissen Verbindlichkeiten. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei der Aufzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Ermittlung der Verpflichtungen für Jubiläumsleistungen erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method"). Der Bewertung lagen neben den Heubeck-Richttafeln (2018 G) der von der Bundesbank veröffentlichte Marktzins von 1,31 % (Vorjahr: 0,92 %) und zudem eine jährlich erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung wie im Vorjahr von 2,50 % sowie eine erwartete Fluktuation von 10,41 % (Vorjahr: 10,25 %) zugrunde. Der Ermittlung der Verpflichtungen aus mit einzelnen Mitarbeiter*innen geschlossenen Altersteilzeitverträgen lagen neben den Heubeck-Richttafeln (2018 G) der von der Bundesbank veröffentlichte Marktzins von 0,99 % (Vorjahr: 0,48 %) und für künftige Erhöhungen ein Trend für Gehaltssteigerungen von 2,50 % p.a. zugrunde. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Falls Verbindlichkeiten und Forderungen gegen das selbe Konzernunternehmen bestehen, werden die Verbindlichkeiten, sofern rechtlich Aufrechnungslage i.S.v. § 387 BGB besteht, netto, d.h. nur in Höhe des Saldos, ausgewiesen. III Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt. (2) VorräteDie Vorräte betreffen Speisen und Getränke. (3) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) Forderungen gegen Gesellschafter enthalten. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.
(4) Gezeichnetes KapitalGemäß Gesellschaftsvertrag und Eintragung im Handelsregister beträgt das Gezeichnete Kapital (= Stammkapital) der Gesellschaft EUR 500.000,00. Es ist vollständig eingezahlt. (5) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen von EUR 2.942.289,12 (Vorjahr: TEUR 2.674). Der Erfüllungsbetrag für die Verpflichtungen aus Jubiläumsleistungen in Höhe von EUR 636.372,00 (Vorjahr: TEUR 565) wurde auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("projected unit credit method") ermittelt. Die Ermittlung des Erfüllungsbetrags für die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von EUR 174.870,00 (Vorjahr: TEUR 118) erfolgte nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik. (6) VerbindlichkeitenAlle Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Darlehen einer Schwestergesellschaft (EUR 8.000.000; Vorjahr: TEUR 6.500). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen EUR 158.392,18 (Vorjahr: TEUR 567).
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit EUR 183.788,12 (Vorjahr: TEUR 169) Verbindlichkeiten aus Steuern. (7) Umsatzerlöse
(8) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit EUR 87.869,85 (Vorjahr: TEUR 74) periodenfremde Erträge. (9) PersonalaufwendungenIn den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 1.965.545,90 (Vorjahr: TEUR 1.676) enthalten. (10) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit EUR 51.462,36 (Vorjahr: TEUR 21) periodenfremde Aufwendungen. Wir halten eine 100 %ige Beteiligung am Stammkapital der Nashorn-Verlag GmbH, München, von EUR 25.564,60; der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 von EUR -423,81 (Vorjahr: EUR -1.729,41) wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag übernommen. Die Gesellschaft hat seit Jahren keinen aktiven Geschäftsbetrieb, weshalb die Verlustübernahmen absolut und relativ von untergeordneter Bedeutung sind. Aus diesem Grund werden die Verlustübernahmen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen und auf eine gesonderte Position in der Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet. (11) ZinsergebnisIn Zusammenhang mit der Aufzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ergibt sich aufgrund der Änderung des Diskontierungszinssatzes ein Zinsertrag von EUR 22.394,00 (Vorjahr: TEUR 8). Aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ergibt sich ein Zinsaufwand in Höhe von EUR 6.826,00 (Vorjahr: TEUR 5). Von den Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen EUR 13.046,28 (Vorjahr: TEUR 1) auf verbundene Unternehmen. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen EUR 95.206,51 (Vorjahr: TEUR 40) auf verbundene Unternehmen. IV Sonstige Angaben(1) Beschäftigte
(2) OrganeGeschäftsführung:
Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung erfolgen unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB nicht. (3) BeteiligungenNashorn-Verlag GmbH, München: Die Gesellschaft hält eine 100 %ige Beteiligung am Stammkapital von EUR 25.564,60; der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 von EUR -423,81 wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag übernommen. Das Eigenkapital entspricht dem Stammkapital. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde zum 31. Dezember 2023 gekündigt. (4) Angaben zum MutterunternehmenMutterunternehmen der Augustinum Service Gesellschaft mbH, München, ist die Augustinum gemeinnützige GmbH mit Sitz in München. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Augustinum gemeinnützige GmbH (HRB 128837 Amtsgericht München) einbezogen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 12. September 2023 im Unternehmensregister veröffentlicht. (5) ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von EUR 173.466,46 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 103.532,81 auf neue Rechnung vorzutragen. (6) NachtragsberichtDie Gesellschaft wurde mit Wirkung ab dem 1. Januar 2024 als steuerbegünstigte Körperschaft anerkannt. Der mit einer Schwestergesellschaft geschlossene Darlehensvertrag über 8,0 Mio. Euro wurde zur Sicherung unserer Liquidität im Juni 2024 bis Ende 2025 verlängert.
München, 17. Juli 2024 Axel Krieg, Geschäftsführer Christoph D. Specht, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Augustinum Service Gesellschaft mbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Augustinum Service Gesellschaft mbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Augustinum Service Gesellschaft mbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 17. Juli 2024 Deloitte
GmbH
Klaus Löffler, Wirtschaftsprüfer Markus Kraus, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
11 nahegelegene Organisationen
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Wohnheime für Menschen mit Behinderung
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Außerunterrichtliche Betreuung für Schulkinder (ohne Jugendarbeit)
Allgemeine und politische Erwachsenenbildung
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen