Gebr. Stephan GmbH & Co KG

67071 Ludwigshafen am Rhein, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRA 2606
Vorher
Bauunternehmung Gebr. Stephan GmbH & Co KG
Eingetragen
23.8.1935

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
W********** L****
seit 3.7.2025
Prokura
W***** J*******
seit 6.7.2021
Prokura

Gesellschafter

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany
Kommanditist
Germany
500.000 DM

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gebr. Stephan GmbH & Co KG

Ludwigshafen a.Rh.-Oppau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gesellschaft erstellt Bauobjekte für die Industrie, für Handel und Gewerbe, für öffentliche Auftraggeber sowie Wohnobjekte für Bauträger und private Auftraggeber. Neben der Erstellung von Neubauten gehören Sanierungen sowie An- und Umbauten ("Bauen im Bestand") zum Tätigkeitsfeld des Unternehmens.

Die Abwicklung der Bauvorhaben erfolgt ausschließlich auf fremde Rechnung, d.h. dass eigene Planung, Kauf, Bebauung und Vermarktung von Immobilien nicht getätigt werden. Rohbauarbeiten stellen den überwiegenden Teil der Bauleistung dar. Schlüsselfertigbauten werden überwiegend für den Handel und im Wohnungsbau realisiert.

II. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurde keine eigene Forschung und Entwicklung betrieben.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2023

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben:

Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1% auf 4%, eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen, unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende, sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neuaufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel, haben dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, da die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden.

Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. EUR in das Jahr 2023 (nominal +6%, real -9%). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5,3% gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12% eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1% zu dieser krisenhaften Entwicklung bei. Zwischen den Bundesländern und auch regional innerhalb der Länder sind ausgeprägte Unterschiede zu verzeichnen.

Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von plus 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022), konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant halten (927.700); trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen, ihr Personal zu halten.

Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60% über dem Jahresdurchschnitt von 2020 und bei Bitumen um fast 75%. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45% über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60% zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten.

Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7% (nach +16% in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. EUR (real -5,3%; nominal +1,3%).

In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab:

Im Wohnungsbau wurden 2023 für 260.000 Wohneinheiten Baugenehmigungen erteilt. Damit wurden etwa 100.000 Wohneinheiten weniger genehmigt als im Vorjahr (-27%; Mehrfamilienhäuser etwa -48.000 Wohneinheiten, somit -25%; Ein- und Zweifamilienhäuser -44.000 Wohneinheiten, somit -41%). Die Auftragsbestände sind 2023 real um fast 20% zurückgegangen; die Auftragspolster der Unternehmen damit weitgehend aufgebraucht. Die Bauverbände gehen davon aus, dass 2023 etwa 271.000 Wohneinheiten fertiggestellt worden sind (Vorjahr: 295.300 Wohneinheiten). Der Umsatz im Wohnungsbau betrug 58 Mrd. EUR (nominal -6%, real -12%).

Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. EUR (nominal -10% ggü. Vorjahr). Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen.

Anders der Wirtschaftstiefbau: Hier hat es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Mobilitätswende und auch der Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Stromtrassenausbau sind beauftragt worden. Und die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26% zu.

Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. EUR (real -6%), im Wirtschaftstiefbau bei 27,6 Mrd. EUR (real +5%). Der Wirtschaftsbau insgesamt erreicht 2023 somit einen Umsatz von 60 Mrd. EUR (nominal +5,5%, real -1,3%).

Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9,4 Mrd. EUR (nominal +13%, real fast +6%). Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen nur leicht auf 35 Mrd. EUR (nominal fast +4%, real -3%). Insgesamt hat der öffentliche Bau damit in 2023 gut 44 Mrd. EUR erreicht (nominal +6%, real -1%).

II. Geschäftsverlauf und Lage

Der Geschäftsverlauf 2023 der Gebr. Stephan GmbH & Co. KG war weiterhin von erheblichen Herausforderungen geprägt. Die Gesellschaft war wiederholt von Bauzeitverschiebungen aufgrund fehlender Planungen, Baugenehmigungen und -freigaben betroffen. Aufgrund der eingebrochenen Nachfrage im Hochbau konnten die Kapazitäten nicht voll ausgelastet werden und es wurde in geringem Umfang von Kurzarbeit Gebrauch gemacht.

Aufgrund der schwachen Nachfrage hielt der stark verschärfte Wettbewerb bei Auftragsvergaben an. Dies beeinflusste die Umsatzentwicklung negativ.

Die Umsätze im Geschäftsjahr 2023 wurden mit regionalen Auftraggebern, mit denen seit vielen Jahren gute Beziehungen bestehen, aber auch mit neuen Auftraggebern erwirtschaftet. Aufgrund der insgesamt hohen Zufriedenheit der Auftraggeber mit den Leistungen der Gesellschaft werden weiterhin Aufträge von bestehenden sowie neuen Auftraggebern erwartet.

Bei der Abwicklung von schlüsselfertigen Objekten oder Rohbaumaßnahmen größeren Umfangs, bei denen die Gesellschaft als Generalunternehmer beauftragt war, sind auch wesentliche Umsätze mit Nachunternehmerleistungen enthalten.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Berichtsjahr sank gegenüber dem Vorjahr um sechs Personen auf 108 Mitarbeiter/innen.

Entgegen den Erwartungen entwickelte sich das Geschäftsjahr trotz rückläufiger Gesamtleistung positiv. Das Rohergebnis konnte entgegen den Erwartungen deutlich gesteigert werden. Der Cash-Flow und das Ergebnis nach Steuern erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr stärker als erwartet. Das Ergebnis nach Steuern ist positiv und übertrifft die Erwartungen deutlich.

a) Ertragslage

Die Gesamtleistung verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um -6,46%, der Materialaufwand sank um -18,91%. Das Rohergebnis liegt mit 11.233 TEUR (+10,01%) über dem Vorjahresniveau. Der Personalaufwand sank im Geschäftsjahr auf 8.063 TEUR (-5,42%), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf 1.580 TEUR (+3,07%).

Das Ergebnis vor Steuern hat sich auf 1.146 TEUR (Vorjahr: -323 TEUR) erhöht. Der Jahresüberschuss liegt bei 991 TEUR und übersteigt den Jahresfehlbetrag des Vorjahres um 1.334 TEUR.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der Gebr. Stephan GmbH & Co. KG ist aus unserer Sicht als stabil zu bezeichnen. Bankdarlehensverbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt und bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 683 TEUR (Vorjahr: 912 TEUR). Zur Absicherung der Kreditlinie des Bankkontokorrents bestehen betragsmäßig beschränkte Bürgschaften der Sax + Klee GmbH Holding, Mannheim, in Höhe von insgesamt 1.800 TEUR. Im Geschäftsjahr wurden die der Gesellschaft von Kreditinstituten eingeräumten Kreditlinien nicht in Anspruch genommen. Der Kapitalfluss ist ausreichend, um die laufenden Geschäfte vorzufinanzieren. Investitionen werden durch Kauf und Mietkauf vorgenommen. Leasinggeschäfte werden nur vereinzelt und in geringem Umfang getätigt.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Skontofrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Stephan GmbH, Ludwigshafen am Rhein, mit einem Stammkapital von 25 TEUR. Kommanditist ist die Sax + Klee GmbH Holding, Mannheim, mit einer Einlage von 256 TEUR.

Der Zahlungsstrom aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 2.953 TEUR, der Zahlungsstrom aus dem Investitionsbereich beträgt -699 TEUR und der Zahlungsstrom aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -783 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 1.384 TEUR (15,9% der Bilanzsumme) und sanken gegenüber dem Vorjahr um -25,7%. Sämtliche Verbindlichkeiten wurden stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen.

Zum 31. Dezember 2023 betragen die flüssigen Mittel 2.962 TEUR (Vorjahr: 1.491 TEUR).

c) Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023 sank die Bilanzsumme um 201 TEUR auf TEUR 8.674 TEUR (Vorjahr: 8.875 TEUR).

Das Anlagevermögen beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2.869 TEUR (Vorjahr: 2.504 TEUR) und ergibt sich detailliert aus dem im Anhang beigefügten Anlagenspiegel.

Die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 813 TEUR. Abschreibungen erfolgten in Höhe von 397 TEUR (Vorjahr: TEUR 410 TEUR). Investitionen ins Sachanlagevermögen wurden zur Erweiterung und Erhaltung des laufenden Geschäftsbetriebes getätigt.

Das Umlaufvermögen wird im Wesentlichen durch die Ertragslage, insbesondere den Stand der abrechenbaren Bauleistungen beeinflusst. So betragen die Vorräte zum 31. Dezember 2023

1.559 TEUR (Vorjahr: 2.073 TEUR) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.148 TEUR (Vorjahr: 2.661 TEUR).

Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 3.162 TEUR (Vorjahr: 2.667 TEUR). Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 991 TEUR wird je hälftig der gesamthänderisch gebundenen Rücklage zugeführt und dem Gesellschafterverrechnungskonto gutgeschrieben.

III. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohergebnis, Cash-Flow sowie Ergebnis nach Steuern heran. Der Cash-Flow ermittelt sich aus der Summe von Jahresergebnis und Abschreibungen.

Das Rohergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.022 TEUR, die Erwartungen erheblich übertreffend, auf 11.233 TEUR (+10,01%) erhöht. Das Ergebnis nach Steuern stieg entgegen den Erwartungen deutlich und liegt mit 1.010 TEUR um 1.331 TEUR über Vorjahresniveau. Der Cash-Flow liegt 1.321 TEUR über dem Vorjahreswert und beträgt 1.389 TEUR. Er erhöhte sich damit entgegen den Erwartungen deutlich. Die Entwicklung der vorgenannten Kennzahlen ist insbesondere auf die trotz großer Herausforderungen besser als erwartete Geschäftsentwicklung, die erfolgreiche und effiziente Abwicklung von Bauvorhaben, aber auch auf die Umsetzung kostensenkender Maßnahmen und die Steigerung von Mieteinnahmen zurückzuführen.

IV. Gesamtaussage

Zusammenfassend kann der Geschäftsverlauf 2023 gemessen an den Erwartungen aus unserer Sicht als sehr positiv bewertet werden.

C. Prognosebericht

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussicht 2024

Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und den anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach. Andererseits bleiben aber die Einkaufspreise hoch, steigende Mautgebühren und C02-Aufschläge verteuern das Bauen noch einmal; hinzu kommen die anstehenden Tarifverhandlungen. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2%.

Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. EUR (nominal -5%; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3%). Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der seinen Sinkflug fortsetzen wird und mit real -13% zu der schlechten Entwicklung beiträgt.

Die Unterauslastung im Wohnungsbau lässt den jahrelangen Kapazitätsaufbau in Personal und Geräte ins Stocken geraten: Zum ersten Mal seit 2008 werden 2024 Beschäftigte abgebaut werden, voraussichtlich etwa 30.000. Nur in den Ausbaubereichen und im Ingenieur- und Tiefbau werden weiterhin Fachkräfte gesucht.

Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3% geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2024 auch nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3%. In den einzelnen Bausparten sehen die Erwartungen folgendermaßen aus:

Für 2024 erwarten die Bauverbände bei weiterhin unveränderten Investitionsbedingungen die Fertigstellung von 235.000 Wohneinheiten. Das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von 400.000 Wohneinheiten ist damit in weite Ferne gerückt. Entlastung könnten die mit dem Wachstumschancengesetz gesetzten Impulse (eine degressive AfA von 5% für den Mietwohnungsbau und eine bessere steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen) bringen. Den Umsatz im Wohnungsbau erwarten die Bauverbände daher 2024 bei nur 49 Mrd. EUR (nominal -15%, real -13%).

Im Wirtschaftsbau rechnen die Bauverbände 2024 mit einem Umsatz von gut 60 Mrd. EUR (nominal knapp +1%, real knapp +3%). Die positive Entwicklung wird vom Tiefbau getragen, der fast 29 Mrd. EUR erreicht (real +7%). Im Wirtschaftshochbau werden gut 31 Mrd. EUR umgesetzt werden (real -1%).

Unter der Voraussetzung, dass es bei der für 2024 geplanten Investitionslinie in Höhe von 10 Mrd. EUR für die Infrastruktur (Straße und Wasserstraße) bleibt, gehen die Bauverbände für 2024 im öffentlichen Tiefbau von einem Umsatz in gleicher Höhe aus wie 2023 (35 Mrd. EUR, real +2%), im öffentlichen Hochbau dagegen von einem leichten Zuwachs auf 9,7 Mrd. EUR (real +5%). Die anhaltend prekäre Finanzsituation vieler Kommunen lässt Mehrausgaben zum Abbau des Investitionsstaus nicht zu. Insgesamt rechnen die Bauverbände mit einem Umsatz von 44,9 Mrd. EUR im öffentlichen Bau (nominal +1%, real +3%).

II. Aussichten für Gebr. Stephan

Die Gesellschaft wird auch zukünftig auf die Abwicklung von Bauprojekten mit bestehenden, sowie neuen Auftraggebern setzen. Insbesondere setzen wir weiterhin auf die enge Zusammenarbeit mit Bestandskunden in der Metropolregion Rhein-Neckar. Die Gewinnung von Neukunden wird zur Diversifizierung des Kundenstamms kontinuierlich verfolgt. Daneben wird die Kooperation innerhalb der Unternehmensgruppe bei multidisziplinären Projekten im Zuge eines Strategieentwicklungsprozesses weiter gefördert. Zudem ist beabsichtigt, durch die Umsetzung kleinerer Projekte im Ingenieurbau das Leistungsspektrum zu erweitern und eine ausreichende Beschäftigung der gewerblichen Mitarbeiter sicherzustellen.

Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik sind somit nicht geplant.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens aufgrund des weiterhin schwierigen Umfelds im Hochbau neutral bis negativ. Die Erwartungen über das Jahr 2024 hinaus sind trotz des derzeit starken Preis- und Verdrängungswettbewerbs, steigender Insolvenzzahlen bei Projektentwicklungs- und Bauunternehmen und der weltweit angespannten Sicherheitslage aufgrund des großen Investitionsstaus in allen Tätigkeitsfeldern der Bauwirtschaft grundsätzlich positiv. Für das Jahr 2024 wird erwartet, dass es insbesondere wegen der gesamtwirtschaftlichen Investitionszurückhaltung zu keiner wesentlichen Verbesserung der Lage kommt. Insbesondere im Segment Industriebau ist aufgrund rückläufiger Geschäftsentwicklung einzelner Hauptauftraggeber von einer zurückhaltenden Auftragsvergabe auszugehen.

Der zum Bilanzstichtag vorliegende Auftragsbestand und die Auftragseingänge Anfang 2024 sind ausreichend, um die vorhandenen Kapazitäten im 1. und 2. Quartal überwiegend auszulasten. Ab Ende des 2. Quartals 2024 wird aufgrund der sehr schwachen Nachfrage mit einer nachlassenden Auslastung gerechnet. Für das 3. und 4. Quartal liegt durch langlaufende Projekte eine Grundauslastung vor. Es werden jedoch weitere Aufträge für eine ausreichende Auslastung benötigt. Wir befinden uns aktuell in Verhandlungen mit potenziellen Auftraggebern. Die Einführung von Kurzarbeit kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Aufgrund des voraussichtlichen Geschäftsverlaufes 2024 erwarten wir ein deutlich sinkendes Rohergebnis bezogen auf das Geschäftsjahr 2023. Der Cash-Flow wird positiv, aber deutlich unter dem des Vorjahres liegen. Das Ergebnis nach Steuern sinkt deutlich. Es wird ein schwach positives Ergebnis erwartet.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

Chancen für die Zukunft ergeben sich für die Gesellschaft durch die Erhaltung und Weiterentwicklung des eigenen Personals, die Aufrechterhaltung des hohen Qualitätsniveaus und der hohen Zufriedenheit der Auftraggeber im Bereich des Kerngeschäfts.

Grundsätzlich ist durch den allgemeinen Wohnraummangel, den erheblichen Sanierungs- und Umnutzungsbedarf im Gebäudebestand und die Umsetzung der Energiewende in allen Tätigkeitsfeldern eine mittel- bis langfristig hohe Nachfrage zu erwarten. Die zuletzt rückläufige Inflationsrate und Signale der EZB lassen auf eine baldige Zinssenkung mit positiven Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit hoffen. Für 2025 wird von Bundesregierung, OECD und Wirtschaftsinstituten in neusten Prognosen (Stand Februar - April 2024) von einem Wirtschaftswachstum in Deutschland von 1,0% bis 1,5% ausgegangen.

Darauf aufbauend erwarten wir mittel- und langfristig eine ausreichende Auslastung unserer Kapazitäten.

Durch die erweiterte Zertifizierung der Gesellschaft im Bereich Präqualifizierung deutscher Bauunternehmen, die kontinuierliche Pflege von Arbeitsschutz- und Compliance-Management-Systemen und die regelmäßige Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhofft sich die Gesellschaft weiterhin eine positive Wirkung bei der Auftragsbeschaffung und Projektabwicklung.

Chancen bestehen außerdem in konjunkturbedingt rückläufigen Beschaffungspreisen, sowie einer besseren Verfügbarkeit von Baumaterialien, Nachunternehmern und Fachpersonal.

2. Risikobericht

Die Gesellschaft ist in das übergeordnete Risikomanagementsystem des Sax + Klee-Konzerns eingebunden. Bestandteile des Risikomanagementsystems sind eine strategische Geschäftsplanung, kombiniert mit einem Berichtswesen und einem internen Überwachungssystem. Die Risiken sind aufgrund des andauernden Kriegs in der Ukraine, sowie weiterer geo- und handelspolitischer Streitigkeiten, insbesondere mit China, aber auch den USA, erhöht. Die für niemanden prognostizierbaren (wirtschaftlichen) Konsequenzen dieser Konflikte lassen befürchten, dass die Geschäftsentwicklung weiterhin beeinträchtigt wird.

2.1 Branchenspezifische Risiken

Vorgenannte Konflikte können unverändert zu Lieferengpässen und der Einschränkung des freien Warenverkehrs führen. Des Weiteren führten diese Konflikte in den Jahren 2022 und 2023 zu einer nachhaltig hohen Inflationsrate, in deren Folge auch die Finanzierungskosten massiv gestiegen sind.

Darauf aufbauend ist die Nachfrage im Hochbau, insbesondere im Wohnungsbau massiv eingebrochen. Auch Auftraggeber aus Gewerbe und Industrie verzichten weiterhin auf die Umsetzung von Investitionsvorhaben. Mit einer kurzfristigen und grundlegenden Verbesserung dieser schwierigen Rahmenbedingungen wird nicht gerechnet, eine weitere Verschlechterung ist nicht ausgeschlossen, da die Auftragsbestände der Bauunternehmen weitestgehend abgebaut sind.

Trotz des schwierigen Umfelds müssen der allgemeine Fachkräftemangel und der Wettbewerb um diese Fachkräfte im Blick behalten werden. In Folge der stark negativen konjunkturellen Entwicklung kommt es im Hochbau jedoch seit 2023 vermehrt zu betriebsbedingten Entlassungen, wodurch sich der Wettbewerb um Fachkräfte etwas entspannt.

Die Wettbewerbssituation ist in Folge der beschriebenen Herausforderungen deutlich verschärft. Die geschwächte Nachfrage nach Bauleistungen, insbesondere im Wohnungsbau führen zu einem intensiven Preiswettbewerb.

Trotz der herausfordernden Wettbewerbssituation und der schwachen Nachfrage nach Bauleistungen, insbesondere im Hochbau, wird für das 2. Quartal 2024 mit einer intensiven Fortsetzung der Verhandlungen der Tarifpartner und einer starken Erhöhung der Gehälter und Löhne gerechnet.

2.2 Ertragsorientierte Risiken

Risiken sehen wir im sehr starken Wettbewerb im Hochbau in Folge der stark eingebrochenen Nachfrage nach Bauleistungen, insbesondere im Wohnungsbau. Es ist festzustellen, dass Unternehmen aus dem Segment Wohnungsbau mit sehr niedrigen Preisen in die anderen Segmente des Hochbaus ausweichen und den Wettbewerb damit weiter verschärfen. Gewerbe- und Industriekunden zeigen weiterhin ein zurückhaltendes Investitionsverhalten.

Wesentliche Risiken bestehen zudem in einem möglichen Wegfall von Hauptauftraggebern. Allerdings bestehen zu diesen langjährige und gute Geschäftsbeziehungen.

2.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Es bestehen keine Risiken aus Währungs- oder Termingeschäften. Die Liquidität wird geplant, überwacht und angepasst. Aufgrund der Liquiditätslage der Gesellschaft bestehen grundsätzlich geringe Liquiditätsrisiken. Jedoch ist auch die Liquiditätslage weiterhin in schwer prognostizierbarem Umfang von der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der ggfs. geringen Auslastung abhängig.

3. Gesamtaussage

Die größten Risiken für die künftige Entwicklung sehen wir weiterhin im Krieg Russlands gegen die Ukraine, den Auseinandersetzungen der USA und der EU mit China und den nicht absehbaren Folgen für die Versorgung mit Rohstoffen, Vorprodukten, die Weltwirtschaft im Allgemeinen und die Kostenentwicklung. Die anhaltend sehr schwache Nachfrage im Hochbau führte bereits 2023 zu größeren Insolvenzfällen unter Projektentwicklungsunternehmen. Für 2024 erwarten wir eine Zunahme der Insolvenzen, insbesondere bei den Bauunternehmen. Vor dem Hintergrund unserer wirtschaftlichen Stabilität, der Nähe zu unseren Kunden und der Ausrichtung auf unser Kerngeschäft sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken jedoch weiterhin gerüstet.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend. Bestandsgefährdende Risiken im laufenden Jahr oder in absehbarer Zeit könnten insbesondere aus einer starken Unterauslastung aufgrund unzureichender Auftragseingänge entstehen. Aufgrund der guten Bonität der Gesellschaft und der Unternehmensgruppe sehen wir den Fortbestand des Unternehmens jedoch aktuell nicht gefährdet. Durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeit können zudem bei einer unzureichenden Auslastung die Personalaufwendungen reduziert werden.

E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Darlehen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien bei Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement.

F. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Ludwigshafen, den 13.05.2024

Gebr. Stephan GmbH & Co. KG

Geschäftsführung

gez. Matthias Köhling

gez. Tobias Töpfer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.868.822,10 2.504.390,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.093,62 6.921,62
II. Sachanlagen 2.837.228,48 2.468.968,93
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 944.358,18 403.043,50
2. technische Anlagen und Maschinen 687.182,12 610.798,87
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 900.880,22 885.060,07
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 304.807,96 570.066,49
III. Finanzanlagen 28.500,00 28.500,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.500,00 28.500,00
B. Umlaufvermögen 5.804.934,17 6.370.859,73
I. Vorräte 1.559.030,23 2.073.169,53
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.108.639,36 6.488.920,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.284.258,66 2.806.686,31
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 56,13 16.688,38
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.284.202,53 2.789.997,93
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.961.645,28 1.491.003,89
Aktiva 8.673.756,27 8.875.250,28

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.162.302,35 2.666.565,70
I. Kapitalanteile 255.645,94 255.645,94
1. Kapitalanteile Kommanditisten 255.645,94 255.645,94
II. Rücklagen 2.906.656,41 2.410.919,76
III. Bilanzgewinn 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.322.880,26 1.286.120,52
C. Verbindlichkeiten 4.188.573,66 4.922.564,06
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 682.974,27 912.063,52
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 832.329,51 652.183,18
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.673.269,88 3.358.317,36
Passiva 8.673.756,27 8.875.250,28

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.232.816,22 10.211.179,39
2. Personalaufwand 8.062.540,55 8.524.333,52
a) Löhne und Gehälter 5.896.959,85 6.270.479,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.165.580,70 2.253.853,92
davon für Altersversorgung 37.078,81 70.442,74
3. Abschreibungen 397.225,69 410.317,78
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 397.225,69 410.317,78
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.580.113,41 1.532.978,04
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.697,10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 62.394,91 66.064,20
davon an verbundene Unternehmen 1.956,59 5.590,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 4.322,00 3.460,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 135.977,65 -1.292,70
8. Ergebnis nach Steuern 1.010.261,11 -321.221,45
9. sonstige Steuern 18.787,81 20.926,56
10. Jahresüberschuss 991.473,30 -342.148,01
11. Belastung auf Kapitalkonten 342.148,01
12. Gutschrift auf Kapitalkonten 991.473,30
13. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang FüR DAS GESCHäFTSJAHR 2023

I. ALLGEMEINES

Die Gebr. Stephan GmbH & Co. KG mit Sitz in Ludwigshafen am Rhein ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen am Rhein unter HRA 2606 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB in der jeweils gültigen Fassung des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Bilanzierung bei Personenhandelsgesellschaften i.S.d. § 264a HGB und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze aufgestellt worden.

Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit sind die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Angaben und Vermerke, die wahlweise bei den Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

II. WESENTLICHE BILANZIERUNG- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Gesellschaft macht teilweise von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Gesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch.

Entgeltich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung linearer Abschreibungen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert. Von der Bewertungsfreiheit für geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert bis zu EUR 250,00 wurde in vollem Umfang Gebrauch gemacht. Die Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert über EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung als geringwertige Wirtschaftsgüter vollständig abgeschrieben und als Abgang erfasst.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit niedrigere Wiederbeschaffungskosten vorliegen, werden diese angesetzt. Eventuell notwendige Abschläge zur Berücksichtigung mangelnder Gängigkeit sind vorgenommen worden.

Bei den nicht abgerechneten Bauvorhaben handelt es sich um Baustellen unterschiedlichen Fertigstellungsgrades. Diese enthalten Material- und Lohnkosten, anteilige Abschreibungen sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten, unter Berücksichtigung von Abschlägen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur verlustfreien Bewertung notwendig sind.

Die erhaltenen Anzahlungen auf die nicht abgerechneten Bauvorhaben werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB in Höhe des Nettobetrages offen von den Vorräten abgesetzt. Sofern die erhaltenen Anzahlungen einzelner Aufträge höher sind als der Stand der nicht abgerechneten Bauvorhaben wird der Saldo unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Abschläge für einzelne erkennbare Risiken sowie für das allgemeine Ausfall- und Bewertungsrisiko werden berücksichtigt.

Liquide Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs.1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Die Pensionsverpflichtungen der Aktiven sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit"- Methode) bewertet. Laufende Renten werden mit dem Barwert bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der ermittelte Betrag wird pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Der verwendete Rechnungszins beträgt 1,82 % p.a. Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,0 % p.a. und die jährliche Rentenanpassung mit 2,0 % p.a. berücksichtigt.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 15). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt gemäß § 268 Abs. 8 i.V.m. § 172 Abs. 4 HGB.

Die bei Pensionsrückstellungen entstehenden Ergebnisauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes werden im Finanzergebnis gezeigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Demnach sind alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe der nach kaufmännischer Beurteilung erwarteten Inanspruchnahme berücksichtigt. Erwartete Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind.

Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen werden gesondert unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. ERLÄUTERUNG DER BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der kumulierten Abschreibungen der einzelnen Anlagepositionen im Jahr 2023 sind auf der folgenden Seite dargestellt.

ANSCHAFFUNGS- / HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1.1.2023
Zugang
Umgliederung
Abgang
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.048,14 0,00 0,00 (17.925,58) 19.122,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
37.048,14 0,00 0,00 (17.925,58) 19.122,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.089.646,73 109.626,07 472.179,61 (454.093,97) 1.217.358,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.618.213,97 126.435,26 97.886,88 (88.385,80) 1.754.150,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.031.022,71 272.046,03 0,00 (327.055,42) 1.976.013,32
4. Anlagen im Bau und geleistete Anzahlungen 570.066,49 304.807,96 (570.066,49) 0,00 304.807,96
5.308.949,90 812.915,32 0,00 (869.535,19) 5.252.330,03
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.500,00 0,00 0,00 0,00 28.500,00
28.500,00 0,00 0,00 0,00 28.500,00
5.374.498,04 812.915,32 0,00 (887.460,77) 5.299.952,59
ABSCHREIBUNGEN
Stand 1.1.2023
Zugang
Abgang
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.126,52 3.828,00 (17.925,58) 16.028,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
30.126,52 3.828,00 (17.925,58) 16.028,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 686.603,23 8.725,00 (422.327,97) 273.000,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.007.415,10 144.437,57 (84.884,48) 1.066.968,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.145.962,64 240.235,12 (311.064,66) 1.075.133,10
4. Anlagen im Bau und geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.839.980,97 393.397,69 (818.277,11) 2.415.101,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.870.107,49 397.225,69 (836.202,69) 2.431.130,49
BUCHWERTE
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.093,62 6.921,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
3.093,62 6.921,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 944.358,18 403.043,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 687.182,12 610.798,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 900.880,22 885.060,07
4. Anlagen im Bau und geleistete Anzahlungen 304.807,96 570.066,49
2.837.228,48 2.468.968,93
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.500,00 28.500,00
28.500,00 28.500,00
2.868.822,10 2.504.390,55

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 0,1 (Vorjahr: TEUR 17) gleichzeitig solche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das Kommanditkapital der Gesellschaft beträgt DM 500.000,00 (EUR 255.645,94) und wurde bisher nicht auf Euro umgestellt.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen, ausstehende Rechnungen von Nachunternehmern und Lieferanten, Prozesskosten sowie Jahresabschlusskosten.

5. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
1 Jahr
TEUR
Vj.
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
Vj.
TEUR
Davon > 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 230 229 453 683 79
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.671 6.768 0 0 0
- davon bei den nicht abgerechneten Bauvorhaben abgesetzt -9.109 -6.489 0 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 860 1.181 524 681 29
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 832 652 0 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 727 1.217 0 0 0
Gesamtbetrag Verbindlichkeiten 3.211 3.558 977 1.364 108
durch Pfandrechte o.ä. gesichert
TEUR
Art, Form Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 683 Grundschuld und Bürgschaft von Dritten
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 Keine
- davon bei den nicht abgerechneten Bauvorhaben abgesetzt 0 Keine
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 677 Sicherungsübereignung (Mietkauf)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 Keine
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0 Keine
Gesamtbetrag Verbindlichkeiten 1.360

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 832 (Vorjahr: TEUR 652) enthalten sonstige Verbindlichkeiten. Sie sind zugleich solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 832 (Vorjahr: TEUR 652).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern in Höhe von TEUR 387 (Vorjahr: TEUR 956) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 60).

6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zur Ablösung von Sicherheitseinbehalten bei Abrechnungen wurden zu Gunsten der Gebr. Stephan GmbH & Co. KG, verbundenen Unternehmen sowie Dritten von Avalgebern Gewährleistungsbürgschaften gestellt. Für diese haftet die Gesellschaft als Rückgriffsschuldnerin gesamtschuldnerisch. Das Gesamtobligo belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 15.471 (Vorjahr: TEUR 14.122). Hiervon entfallen TEUR 5.416 (Vorjahr: TEUR 4.363) auf die Gebr. Stephan GmbH & Co. KG und TEUR 10.055 (Vorjahr: TEUR 9.759) auf verbundene Unternehmen. Mit einer Inanspruchnahme bei den verbundenen Unternehmen wird derzeit aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaften nicht gerechnet.

Aus Miet-, Lizenz-, Service- und Leasingverträgen bestehen für das Geschäftsjahr 2024 finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 358 und für Folgejahre bis 2028 in Höhe von TEUR 344.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 40), aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 68) sowie Erträge aus ausgebuchten Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 28) enthalten. Daneben sind Erträge aus einem Zuschuss des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) für die energetische Sanierung einer Betriebsimmobilie in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

2. Personalaufwand

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 70) enthalten.

3. Zinsergebnis

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 3) und Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten.

SONSTIGE ANGABEN

1. Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

2023
Angestellte 33
gewerbliche Mitarbeiter 75
108

2. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführende Gesellschafterin ist die Stephan GmbH, Ludwigshafen am Rhein, als einzige Komplementärin. Sitz der Komplementärin ist Ludwigshafen am Rhein. Deren Stammkapital beträgt TEUR 25. Gemeinsam vertretungsberechtigte Geschäftsführer der Komplementärin sind Herr Matthias Köhling, Ingenieur, Ludwigshafen am Rhein, und Herr Tobias Töpfer, kaufmännischer Geschäftsführer, Neustadt an der Weinstraße.

In Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer sowie auf die Angabe der Ruhegehälter der früheren Geschäftsführer verzichtet.

3. Anteils- und Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft gehört zur Unternehmensgruppe der S + K Beteiligungs und Verwaltungs GmbH & Co. KG, Mannheim (HRA 4873), und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Gesellschaft ist alleinige Gesellschafterin der P+W Verwaltungs GmbH, Ludwigshafen am Rhein (HRB 66363). Das Eigenkapital der P+W Verwaltungs GmbH beträgt zum 31.12.2023 TEUR 22. Die P+W Verwaltungs GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis von TEUR -2,0 (Vorjahr: TEUR -1,1).

4. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von TEUR 991 wird je hälftig der gesamthänderisch gebundenen Rücklage zugeführt und dem Gesellschafterverrechnungskonto gutgeschrieben.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

 

Ludwigshafen am Rhein, den 13. Mai 2024

Gebr. Stephan GmbH & Co. KG

Geschäftsführung

gez. Matthias Köhling

gez. Tobias Töpfer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Für den vollständigen Jahresabschluss vor Inanspruchnahme von Erleichterungen für die Offenlegung und für den Lagebericht wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GEBR. STEPHAN GMBH & CO. KG:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GEBR. STEPHAN GMBH & CO. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GEBR. STEPHAN GMBH & CO. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirkungen, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 13. Mai 2024

Keiper
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dr. Guldan, Wirtschaftsprüfer

gez. Lotsch, Wirtschaftsprüfer

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