MELLERUD CHEMIE GmbH
Bernhard-Röttgen-Waldweg 20, 41379 Brüggen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eduard Wolf seit 22.6.2023 | Prokura |
Marcus Roth seit 7.3.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MELLERUD CHEMIE GmbHBrüggenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Firma MELLERUD CHEMIE GmbH ist unverändert überwiegend auf dem Gebiet der Herstellung und dem Vertrieb von hochwertigen Reinigungsprodukten im Inland und in Europa unter der Marke MELLERUD tätig. Der Vertrieb erfolgt im Wesentlichen über Baumärkte und Handelsketten. Nach einem herausfordernden Jahr 2023, mit vielen internationalen Polykrisen konnten Deutschlands Baumärkte 2023 nicht an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen und die Branche verzeichnete in 2023 ein Minus von 3,1% zum Vorjahr. Die Geschäftsentwicklung im Einzelhandel mit Bau- und Heimwerkerbedarf 2024 dürfte voraussichtlich auch in etwas unruhigeren Bahnen verlaufen. Insbesondere die anhaltenden internationalen Krisen und die gedrückte Verbraucherstimmung trüben die Aussichten für das Jahr 2024. Der Branchenumsatz von 2024 wird voraussichtlich nicht ausgebaut werden können, so der Vorstand des Bundesverband Heimwerken und Garten (BHB) auf seiner Website. Die Baumärkte bleiben bei Ihrem Umsatzwachstum voraussichtlich unter der Inflationsrate bzw. den Preiserhöhungen des Handels, sodass es im Mengenabsatz ein reales Minus geben sollte. Bereits im gesamten Jahr 2023 war die Kaufzurückhaltung der Konsumenten zu spüren und die Baumärkte haben ihre Lagerbestände massiv abgebaut. Der niedrigere Warenbestand der Baumarktbranche stellt uns vor Herausforderungen, deren Auswirkungen wir schon in den ersten beiden Monaten in 2024 zu spüren bekommen. Die Bestellmengen bei Aktionswaren wie z.B. dem Grünbelag Entferner 5 l wurden teils drastisch erhöht. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 lagen die Bestellmengen bis zu 40% über dem Vorjahr. Glücklicherweise hatten wir uns auf einen starken Saisonstart vorbereitet und können aktuell die steigende Nachfrage unserer Kunden bewältigen. Der langfristige Trend zur Verschönerung und energetischen Sanierung der Haushalte dürfte auch in 2024 anhalten und auf dem aktuellen Niveau stagnieren, was auf Grund der Preissteigerungen zu einem kleinen Umsatzwachstum führen dürfte. Zu den zentralen Themen der Branche zählt die digitale Transformation. Wegen der nichtmehr vorhandenen Einlassbeschränkungen konnten viele Baumärkte 2023 ihren Online-Absatz nicht weiter ausbauen. Die sich häufenden multiplen Krisen verdeutlichen einmal mehr, dass es bezüglich der digitalen Prozesse wie z.B. automatisiertes Bestellsystem, der Verzahnung von Offline- und Onlineangeboten in vielen Unternehmen noch Optimierungsmöglichkeiten bestehen. B. Wirtschaftsbericht I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023 Das Berichtsjahr war geprägt von vielen internationalen Krisen und einer schlechten Verbraucherstimmung. Das mangelnde Vertrauen der Verbraucher in die Politik und die weiter stark zunehmende Bürokratisierung sind die größten Herausforderungen der Branche und nebenher sind die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Tagesgeschäft stark spürbar. Insbesondere der Einkauf, die Produktion und das Labor waren davon betroffen, da sehr schnell die Rohstoffpreise massiv angestiegen sind bzw. einige Rohstoffe teilweise nicht mehr in ausreichender Menge verfügbar waren. Aber auch im Vertrieb musste man versuchen die teils dramatischen Preiserhöhungen auf Rohstoff-, Energie- und Logistikseite in sehr zähen und harten Verhandlungsrunden an unsere Kunden weiterzugeben. Dies ist uns auf Grund der vertraglichen Situation mit unseren Handelspartnern, nur zeitversetzt und nicht in vollem Umfang gelungen. Durch verbesserte Organisationsabläufe und technische Ausstattungen war das Arbeiten im Homeoffice für Teil-Bereiche unproblematisch darstellbar. Die Neuausrichtung der Vertriebsaktivitäten, sowie die umfangreiche Einleitung der Digitalisierung ermöglichten die Arbeitsabläufe ohne nennenswerte Unterbrechungen fortzuführen. Die weitere Optimierung der Vertriebsorganisation in der DACH-Region hat, auf Grund der Digitalisierung unserer Kunden im Hinblick auf automatisierte Bestellsysteme und der dadurch mangelnden Bereitschaft, unseren Außendienstservice weiterhin zu vergüten, begonnen und wird im Herbst 2024 abgeschlossen sein. Nahezu alle großen Baumarktketten haben mittlerweile automatisierte Bestellsysteme in den Märkten eingeführt und wollen auf den Besuch des Außendienstes der Industrie verzichten. Die dadurch theoretisch eingesparten Kosten fordert man als zusätzliche Konditionen von Seiten der Industrie ein. Die Kündigung aller eigenen Außendienstmitarbeiter zum Ende des Jahres 2023 hatte keinerlei negative Folgen auf die Umsatzentwicklung. Bis die Umstellung vom eigenen Außendienst hin zu einem Dienstleister und der Implementierung eines regionalen Key Account Management abgeschlossen ist, werden wir uns zeitlich ca. Mitte 2024 befinden. Schon jetzt zeichnen sich aber erste Erfolge dieser Maßnahmen ab. Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und Führungskräfte wurde auch im Jahr 2023 durch unterschiedliche Mitarbeiter- und Führungskräfte-Seminare mit zwei Beratungsunternehmen für Organisationsentwicklung- und Führungskräftetrainings vorangetrieben. Ebenfalls wurde in Zusammenarbeit mit einem weiteren Beratungsunternehmen eine Nachhaltigkeits-Strategie erarbeitet und ein Team Nachhaltigkeit gegründet, das die Umsetzung, der kurz-, mittel- und langfristigen Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen, koordiniert. Diese Maßnahmen dienten der Unterstützung des laufenden Veränderungsprozesses der Digitalisierung, Automatisierung und hin zu einem nachhaltigen Unternehmen. An der Umsetzung des in 2021 erarbeiteten Unternehmensleitbildes, der Unternehmenswerte und der Führungsleitlinien wird im Führungskreis permanent gearbeitet und große Fortschritte werden erzielt. Dies hilft den notwendigen Veränderungsprozess zu gestalten und die Mitarbeiter hierbei einzubinden. Um dem digitalen Wandel im Unternehmen Rechnung zu tragen, wurden zwei neue Funktionen besetzt; ein zweiter Systembetreuer und ein Auszubildender als Fachinformatiker für Systemintegration verstärken diesen Bereich. Auch der Direktvertrieb unserer Produkte an den Endverbraucher über die Online-Shops unserer Kunden bewegte uns dazu, einige organisatorische Veränderungen im Online-Vertrieb vorzunehmen. Neben den genannten, laufenden Veränderungsprozessen wird die gesamte Organisation durch die seit Mitte 2018 begonnene Digitalisierung der Prozesse weiter vor große Herausforderungen gestellt. Am Ausbau des Anfang 2019 angeschafften PIM-Systems (Produkt Information Management-System), und der Implementierung einer CRM-Software (Customer Relationship Management) im Jahr 2021, der besseren Nutzung des DMS (Dokumenten Management System) Bitrix24 (Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit), an der Verbesserung unseres Webshops und unserer Website wird weiter intensiv gearbeitet. Um diesen Prozess weiterhin zu beschleunigen und zu unterstützen, lassen wir uns von externen Beratern begleiten und alle Mitarbeiter des Digitalisierungsteams schulen. Der eingeleitete Digitalisierungsprozess wird uns die nächsten Jahre herausfordernd begleiten mit dem Ziel, das Unternehmen weiterhin zukunftssicher aufzustellen. Mit dem Implementationsprozess für ein neues ERP-System, dem IT-Herz des Unternehmens, haben wir in der ersten Jahreshälfte 2023 begonnen und zur Vorbereitung alle Prozesse im Unternehmen erfasst und visualisiert. Die Einführung des neuen ERP-Systems wird Mitte 2024 abgeschlossen sein. Der dann folgende Implementierungsprozess wird uns über die nächsten 2 bis 3 Jahre herausfordernd begleiten. Damit ist der größte und wichtigste Schritt der Digitalisierung des Unternehmens gestartet. Die Implementierung, sowohl eines Online Marketing Management als auch der Ausbau des Marketings, durch ein im Frühjahr 2023 komplett neu aufgestelltes Marketing-Team helfen uns, die Marketingaktivitäten stationär und online besser miteinander zu verzahnen. Ebenfalls gelingt es uns so die Markenbekanntheit zu erhöhen und das digitale Geschäft auszubauen. Ein weiteres Ziel ist es, externe Agenturleistungen abzulösen und internes Know-how aufzubauen, um verbesserte Entscheidungsgrundlagen und Analysemöglichkeiten, sowohl bei der Neuproduktentwicklung als auch bei der Weiterentwicklung bestehender Produkte und Sortimente zu entwickeln. Im betrieblichen Bereich wurde mit der besseren Nutzbarkeit unseres Warenwirtschaftssystems und der damit verbundenen Optimierung der Prozesse weitere Möglichkeiten der Automatisierung und Digitalisierung der Produktionsabläufe geschaffen. Da wir trotz aller Krisen 2023 eine sehr positive Absatz- und Umsatzentwicklung erzielen konnten, hat das die Notwendigkeit von größeren Investitionen im betrieblichen Bereich aufgezeigt. Um diesbezüglich zukunftsfähig aufgestellt zu sein, haben wir einen neuen Betriebsleiter eingestellt, sodass im Zuge einer langfristigen Planung und Übergabe, der alte Betriebsleiter die Zeit hat, sich um die Planung und Installation einer neuen Abfüllanlage und der Planung und dem Bau einer neuen Lager- und Logistikhalle zu widmen. Auch hierbei haben wir uns von einer renommierten Beratungsgesellschaft unterstützen lassen. Dieser Kauf der Abfüllanlage und der Bau der Lager-und Logistikhalle werden einen hohen Kapitalbedarf in den nächsten Jahren zur Folge haben. Als weitere erfolgreich bewältigte Herausforderungen sind die Teilnahme an zwei europäischen Konsortien für die Zulassung von Produkten mit den Rohstoffen Wasserstoffperoxid bzw. Chlor zu nennen. In beiden Fällen haben wir sämtliche Unterlagen fristgerecht eingereicht und dürfen somit unsere Produkte bis zur endgültigen Bewertung bzw. Einstufung der Rohstoffe durch die Europäische Kommission weiter vertreiben. Diese sehr aufwändigen Zulassungsverfahren binden hohe personelle und finanzielle Ressourcen. Mit der Gesamtentwicklung des Unternehmens im Berichtsjahr sind wir insgesamt sehr zufrieden. Der Umsatz entwickelte sich, trotz der schwächelnden Konjunktur und anhaltenden Konsumzurückhaltung viel besser als geplant. Das geplante Ergebnis konnte trotz aller Widrigkeiten (Energiekrise, Inflation, Konsumflaute etc.) übertroffen werden. Die Marktsituation auf der Wettbewerbsseite ist weiterhin geprägt von Nachahmern, die verstärkt in unser Segment drängen. Aufgrund unserer starken Endverbrauchermarke sowie unseres Preis-/Leistungsverhältnisses für den Handel konnten wir unsere führende Marktstellung behaupten und ausbauen. Das erwirtschaftete Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahresergebnis gestiegen und auf einem insgesamt sehr guten Niveau. Ursache hierfür ist, dass wir eine Vielzahl neuer Kunden gewinnen konnten und sich unsere Marke einer steigenden Beliebtheit erfreut. Insgesamt konnte daher das gute Gesamtergebnis des Vorjahres übertroffen werden. Die im Berichtsjahr vorgenommenen Investitionen und Aufwendungen zur Erhaltung und Erweiterung der vorhandenen Anlagen, F&E-Einrichtungen sowie der Modernisierung der Labore und Büros sichern weiter das hohe Niveau unserer Leistungsfähigkeit und damit die für unsere Handelspartner besonders wichtige Zuverlässigkeit und Schnelligkeit in der Warenversorgung. II. Lage des Unternehmens Die Ertragslage des Unternehmens stellt sich im Berichtsjahr weiterhin positiv dar. Das Rohergebnis ist auf TEUR 18.477 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 14.366) gestiegen. Der Personalaufwand mit TEUR 7.736 ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 5.927) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 6.617 und sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 5.457) gestiegen. Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 2.042 (Vorjahr: TEUR 1.598) erzielt. Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist unter jederzeitiger Ausnutzung von Skonto beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Die Liquiditätslage ist geordnet. Die Vorräte wurden auf TEUR 3.180 (Vorjahr: TEUR 2.865) gesteigert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf TEUR 6.229 gestiegen (Vorjahr: TEUR 4.770). Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 310 (Vorjahr: TEUR 111). Die sonstigen Rückstellungen steigen auf TEUR 2.998 (Vorjahr: TEUR 1.464). Die Verbindlichkeiten stiegen im Berichtsjahr auf TEUR 3.263 (Vorjahr: TEUR 1.382). Unsere Kapitalstruktur ist ausgewogen; die Eigenkapitalquote ist weiterhin hoch und liegt bei 63,25 %. Durch eine bisher nicht ausgeschöpfte Kreditlinie besteht die Möglichkeit, etwaige kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Investitionen erfolgen planmäßig in die Erhaltung und, wenn sinnvoll, in die Erweiterung bzw. Erneuerung der Produktionsstätte, der F&E-Einrichtungen und des Verwaltungsgebäudes und werden aus dem Cash-Flow finanziert. Zurzeit steht die Finanzierung einer weiteren Produktionslinie als größeres Investitionsvorhaben an. Langfristige Anlagen sind durch Eigenkapital finanziert. Die kurzfristigen Forderungen übersteigen deutlich die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen. Wir beschäftigen zum Bilanzstichtag 56 Angestellte, 41 Arbeiter und 11 Auszubildende. C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir nach über 40-jähriger erfolgreicher Geschäftstätigkeit als gefestigt. II. Risikobericht 1. Allgemeiner Risikobericht Die Gesellschaft erwartet sehr geringe Währungsrisiken im Schweizer Vertrieb. Auf den Wettbewerb am Markt wird durch innovative Verkaufspolitik reagiert. Gegen Nachahmer der Marke wird juristisch vorgegangen. Mit dem bereits bestehenden Kundenstamm, an dessen Ausbau auch weiterhin gearbeitet wird, ist mit einer positiven Sortimentsentwicklung für 2024 zu rechnen. Die vielen internationalen Krisen und dessen Auswirkungen auf unsere Absatzkanäle sind schwer zu kalkulieren. Auch die Folgen der Konsumzurückhaltung sind schwer abzuschätzen. Die eingeleitete Diversifizierung der Absatzkanäle und der Aufbau eines neuen nachhaltigen Sortimentes sollten unterstützend sein. Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Lieferanten und Partner zurück, mit denen wir langfristig zusammenarbeiten. Trotzdem bleibt die Lage auf den Beschaffungsmärkten auch für 2024 sehr herausfordernd, ebenso die steigenden Preise für Energie stellen zusätzliche Herausforderungen dar. 2. Spezieller Risikobericht Die Liquiditätslage ist geordnet; es sind keine Engpässe zu erwarten. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über ein funktionierendes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter jederzeitiger Ausnutzung von Skonto beglichen. Bei Bedarf kann sich die Gesellschaft langfristig über Bankkredite bei regionalen Geschäftsbanken finanzieren. Hier besteht eine langjährige Geschäftsbeziehung. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art, wobei trotz gestiegener Ausfallrisiken auf der Kundenseite und unter Abwägung der Kostenrisikosituation nur eine begrenzte Versicherungsdeckung beibehalten wird. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik. Zur Steuerung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. III. Prognosebericht Wir werden auch in absehbarer Zukunft in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Durch die bereits beschriebene personelle und organisatorische Neuaufstellung sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt. Auch durch die Stärkung der Digital- und IT-Abteilung, erwarten wir uns neue Impulse, die für eine Kontinuität einerseits sowie für eine zukunftsorientierte Neuausrichtung andererseits sorgen werden. Die voraussichtliche Entwicklung ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen schwierig zu prognostizieren. Wir erwarten eine weiter wachsende Wettbewerbssituation. Die unsichere wirtschaftliche Entwicklung in vielen europäischen Ländern und insbesondere die nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen des Krieges und den daraus resultierenden hohen Energiekosten und sehr hoher Inflationsrate sowie nicht eindeutig absehbare Auswirkungen neuer Gesetzeslagen und die sich daraus ergebenden Mehrbelastungen auf der Kostenseite sind Unsicherheitsfaktoren bei der Prognose. Dennoch sind wir weiterhin optimistisch, dass unsere gute Marktposition, das Vertrauen der Verbraucher in die Qualität unserer Produkte sowie unsere Innovations- und serviceorientierte Leistungsfähigkeit eine gute Grundlage bilden, um gerade in schwierigen Zeiten die eigene Position zu halten beziehungsweise weiter ausbauen zu können. Für 2024 rechnen wir daher mit einer stabilen Entwicklung unseres Unternehmens. Für das Jahr 2024 haben wir kein Wachstum im Umsatz geplant. Die anhaltenden internationalen Krisen und die Kaufzurückhaltung der Konsumenten in Deutschland und Europa machen einen gesicherten Ausblick auf die Geschäftsentwicklung nicht kalkulierbar. Die zusätzlichen Risiken durch weiter steigende Rohstoff- und Energiekosten sind herausfordernd. Für 2024 ist ein Halten oder eine Verbesserung der Ertragslage im Vergleich zu 2023 daher nicht zu erwarten, da unter anderem die Kosten für und die Zulassung der Biozidprodukte das Ergebnis belasten werden und die politischen Rahmenbedingungen in Osteuropa und die Wahlen in den USA ein erhebliches Planungsrisiko darstellen. Dies betrifft in stark unterschiedlicher Ausprägung auch andere Absatzmärkte sowie die verschiedenen Sortimente. Zusätzlich belasten die Kosten für die notwendige weitere Digitalisierung des Unternehmens (z.B. die Implementierung des ERP-CRM-Systems) und die Automatisierung der Produktion (Kauf einer neuen Abfüllanlage) das Ergebnis. Der weiterhin nicht gelöste Russland-Ukraine-Konflikt ist als grundsätzlich negativ für unser Geschäft zu beurteilen. Der Fachkräftemangel und die hohe Fluktuationsrate, insbesondere im Bereich der Einstiegsgehälter stellt eine weitere Herausforderung für uns als Unternehmen dar. Durch die gestiegenen Energie- bzw. Kraftstoffpreise, hat sich das Einzugsgebiet für neue Mitarbeiter von ca. 50 km Radius auf unter 30 km Radius verkleinert. Auch hier haben wir erste Maßnahmen im Personalrecruiting getroffen, um den regionalen Fachkräftemarkt besser zu erreichen. Diesbezüglich konnten bereits erste Erfolge bei der Personalsuche verzeichnet werden. Auch wenn Prognosen derzeit nahezu unmöglich sind, werden die aktuellen Ereignisse erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Entwicklung unserer Gesellschaft haben. Die Auswirkungen können wir nicht quantifizieren, beurteilen die Auswirkungen jedoch als deutlich negativ. Die aktuellen Ereignisse, insbesondere ein noch länger dauernder Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, der Ausgang der Europawahl und den Wahlen in den USA, können erhebliche Auswirkungen auf das Jahresergebnis 2024 unserer Gesellschaft haben. Dennoch bleiben wir weiterhin optimistisch, was den Ausbau der Geschäfte außerhalb unseres Kernlandes Deutschland angeht. Weitere Investitionen durch Erhöhung des Marketingbudgets stützen zudem unsere Vertriebsaktivitäten, festigen und erweitern den Bekanntheitsgrad der Marke MELLERUD und ermöglichen den Aufbau unserer neuen nachhaltigen Marke AgentEco. Für die kommenden Jahre ist mit einer weiteren Einschränkung der Vermarktungsmöglichkeiten wichtiger Produkte des Unternehmens zu rechnen. Durch Einschränkungen bei der Verwendungsmöglichkeit einzelner Rohstoffe bzw. bei der Zulassung von bestimmten Produkten können außergewöhnliche Belastungen entstehen, deren Höhe bzw. Auswirkungen heute bei nicht ganz eindeutiger Rechts- bzw. Verordnungslage noch nicht klar beziffert werden können. D. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die MELLERUD Forschungs- und Entwicklungsarbeit richtet sich weiterhin in erster Linie auf die Qualitätsverbesserung der heutigen Produktsortimente, Rezepturanpassungen hinsichtlich moderner auf den Markt kommenden Rohstoffangebote sowie die Entwicklung innovativer neuer Sortimente bzw. Sortimentsergänzungen für spezielle Anwendungsbereiche. Nach wie vor sieht MELLERUD den Bereich Forschung und Entwicklung sowie die Entwicklung neuer Produkte wie auch die ständige Verbesserung der bestehenden Produkte als herausragend wichtig für die positive Weiterentwicklung an. Über unsere internen Kapazitäten hinaus wird die Zusammenarbeit mit externen Personen und Institutionen für die Zulassung von Produkten auch auf europäischer Ebene weiter intensiviert. E. Zweigniederlassungsbericht Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
Brüggen, den 20. März 2024 gez. Marcus Roth, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangDie Mellerud Chemie GmbH mit Sitz in Brüggen, registriert unter HRB 8122 beim AG Krefeld, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Sie ist gem. § 316 Abs. 1 HGB i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB verpflichtet, den Jahresabschluss und den Lagebericht prüfen zu lassen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen dem Vorjahresverfahren. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 266 ff. und §§ 275 ff. HGB aufgestellt und gegliedert. Zusätzliche Angaben zu den einzelnen Posten gemäß §§ 268, 277 HGB wurden überwiegend in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Im Jahr 2023 fand eine Betriebsprüfung für die Jahre 2019 bis 2021 statt. Die Anpassungen aus der Betriebsprüfung wurden im Jahresabschluss 2023 berücksichtigt und als sonstiger betrieblicher Ertrag (112,1 T€) erfasst. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden, soweit steuerlich zulässig, sowohl nach der degressiven wie auch nach der linearen Methode errechnet. Die Zugänge des Jahres 2023 wurden nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend der steuerlichen Regelung in § 6 Abs. 2 EStG sofort in voller Höhe abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Entwicklung des Anlagenvermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in dem Anlagegitter auf einer der folgenden Seiten dargestellt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Gemeinkostenzuschläge sind angemessen berücksichtigt. Die verlustfreie Bewertung ist gewahrt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden alle erkennbaren Risiken durch individuelle Bewertungsabschläge und pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen in ausländischer Währung werden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB zur Währungsumrechnung behandelt. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zum 31.12.2023 sind die Wertpapiere in Höhe von € 2.430.374,51 im Bestand ausgewiesen. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen sowohl im Geschäftsjahr 2023 wie im Vorjahr € 0,00. In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Posten größeren Umfangs nicht enthalten. Die flüssigen Mittel enthalten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Soweit Beträge auf fremde Währungen lauten, erfolgte die Umrechnung nach den handelsrechtlichen Vorschriften. Das Niederstwertprinzip wurde eingehalten. Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen die wie in den Vorjahren nach versicherungsmathematischen Grundsätzen errechneten unmittelbaren Ansprüche. Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte auf der Grundlage der Projected-Unit-Credit-Methode nach den "Richttafeln 2018 G" von Professor Klaus Heubeck unter Verwendung des Gesamtbestands. Folgende Parameter wurden berücksichtigt: Zinssatz (10-Jahres-Durchschnitt) von 1,82%, Anwartschaftstrend von 0,0%, Rententrend von 0,0% und Fluktuation von 0,0%. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (Angabe lt. § 253 Abs. 6 HGB) beträgt EUR 2.890 und unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB. Zur Sicherheit der Verbindlichkeiten aus Pensionszusagen wurden Grundschulden auf die Betriebsimmobilie über T€ 685 in das Grundbuch von Brüggen, Blatt 3438, Flur 052, Flurstück 811 begeben. Weiterhin sind Maschinen und technische Anlagen, Betriebsausstattung sowie Büroeinrichtung sicherungsübereignet worden. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken ab. Die Rückstellungen sind unter anderem gebildet für Kundenboni, Gewährleistungsansprüche, Tantiemen, Abfindungen, Urlaubsrückstände, Jahresabschlusskosten, Aufbewahrungspflichten, ausstehende Rechnungen und Berufsgenossenschaftsbeiträge. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag € 0,00 (VJ. € 0,00) Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen im Jahr 2023 € 1.000.000,00 im Vorjahr € 0,00. Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit > 1 Jahr.
Eine Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden wird nicht vorgenommen. Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz: Es wurde bereits im Vorjahr als auch im Berichtsjahr die steuerrechtliche Möglichkeit der einjährigen Abschreibung für bestimmte EDV Soft- und Hardware nach den BMF Schreiben vom 26.02.2021, 22.02.2022 bzw. 24.02.2022 in Anspruch genommen. Bedingt durch die unterschiedliche handels- und steuerrechtliche Abzinsung der Altersteilzeitrückstellung ergeben sich hieraus ebenfalls Abweichungen, welche in den latenten Steuern berücksichtigt wurden. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Hohe von 30,4 %. Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres betragt 27.500 € (passive latente Steuern). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen aus Vorjahren in Höhe von T€ 317,2. Es liegen außerordentliche Erträge bedingt durch die Anpassungen der Betriebsprüfung, T€ 112,1, und die erhaltene Forschungszulage, T€ 206,7, vor. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Beträge in Höhe T€ 16,9. Regionale Aufgliederung des Umsatzes:
Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. Sonstige Angaben Aufstellung des Beteiligungsbesitzes i. S. v. § 285 Nr. 11 HGB
Die Beteiligung MELLERUD China wurde im Jahr 2024 final gelöscht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Wartungsverhältnissen enthalten sämtliche Folgejahre ab 2023 und betragen T€ 171 (VJ. T€ 162). Haftungsverhältnisse: Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht. Beschäftigte: Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich Arbeitnehmer 97 (Vj. 102), davon 41 Arbeiter und 56 Angestellte. Geschäftsführung - Marcus Roth, Dipl. Betriebswirt, Remscheid Die Gesamtbezüge des Beirats im Geschäftsjahr 2023 betrugen T€ 18. Auf die Angabe der Bezüge der früheren Mitglieder und der Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaft wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.
Brüggen, den 20.03.2024 gez. Marcus Roth, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.04.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk"Vorbemerkung: Die Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes erfolgt gem. §§ 325 ff. HGB unter Berücksichtigung von zulässigen Erleichterungen. Dem vollständigen von uns geprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt." Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die MELLERUD CHEMIE GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MELLERUD CHEMIE GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MELLERUD CHEMIE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Herford, den 21. März 2024 Vereinigte
Treuhand GmbH
gez. Martin Schrahe, Wirtschaftsprüfer |
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