Multitalent Investment GmbH

Rosenau 54, 87437 Kempten (Allgäu), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 15435
Eingetragen
7.10.2020
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Die Gründung, Verwaltung, Beteiligung an Tochtergesellschaften und Dritt-Unternehmungen des Handels und der Industrie; Übernahme von Beratungs-, Vertretungs- und Organisationsaufgaben im eigenen Interesse; die Verwaltung von eigenen Vermögenswerten aller Art; alle mit dem vorstehenden Gesellschaftszweck direkt oder indirekt verbunden Geschäfte und Aktivitäten. Die Gesellschaft tätigt keine Geschäfte, die der Erlaubnis nach § 32 KWG bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Waldemar Hartung
87437 Kempten (Allgäu)
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Multitalent Investment GmbH

Kempten (Allgäu)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht


Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens
Die Gesellschaft ist Emittentin.

Die Emittentin wurde mit Eintragung im Handelsregister vom 07. Oktober 2020 gegründet. Das Geschäftsjahr 2022 umfasst den Zeitraum, vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022. Das Geschäftsjahr ist gleich dem Kalenderjahr.

Mit EU-Wachstumsprospekt vom 28.04.2022 bietet die Multitalent Investment GmbH öffentlich Teilschuldverschreibungen unter die Verordnung (EU) 2017/1129 des Europäischen Parlaments an.

Nach Ablauf der Gültigkeit des EU-Wachstumsprospektes wird das öffentliche Angebot im Jahr 2023 beendet.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die deutsche Immobilien-Wirtschaft im Jahr 2022 war von verschiedenen Entwicklungen geprägt. Der Immobilienmarkt verzeichnete eine hohe Nachfrage, insbesondere in den urbanen Ballungszentren. Dies führte zu steigenden Preisen und einer weiteren Verschärfung des bereits bestehenden Wohnungsmangels.

Der Trend zur Digitalisierung machte sich auch in der Immobilienbranche bemerkbar. Neue Technologien wie virtuelle Besichtigungen und digitale Vertragsabwicklung wurden vermehrt genutzt, um den Verkaufsprozess effizienter zu gestalten.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gewannen ebenfalls an Bedeutung. Immer mehr Immobilienunternehmen legten Wert auf ökologische Standards und energetische Sanierungen, um den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank begünstigte weiterhin die Immobilieninvestitionen. Viele Menschen sahen den Erwerb von Immobilien als lohnende Investitionsmöglichkeit angesichts der geringen Renditen anderer Anlageformen.
Die Mietpreisbremse, die in einigen deutschen Städten eingeführt wurde, sollte die steigenden Mieten eindämmen. Allerdings zeigten sich nur begrenzte Effekte, da die Nachfrage das Angebot weiterhin überstieg.

Der Trend zum Homeoffice und zur flexiblen Arbeitsgestaltung infolge der COVID-19-Pandemie führte zu veränderten Anforderungen an die Immobilien. Die Nachfrage nach Wohnungen mit Homeoffice-Möglichkeiten und Außenbereichen wie Balkonen und Gärten stieg deutlich an.

Der demografische Wandel und die steigende Zahl älterer Menschen führten zu einer verstärkten Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum und Seniorenresidenzen.

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung gab es auch Risiken für die Immobilien-Wirtschaft. Eine mögliche Zinssteigerung sowie politische und wirtschaftliche Unsicherheiten könnten sich negativ auf den Markt auswirken.
Insgesamt war die deutsche Immobilien-Wirtschaft im Jahr 2022 von einer hohen Nachfrage, steigenden Preisen und einer verstärkten Fokussierung auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung geprägt. Die Herausforderung, ausreichenden Wohnraum zu schaffen und die Mietpreisentwicklung zu kontrollieren, blieb jedoch bestehen.

Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum 01.01.2022 bis 31.12.2022.

Das EU-Wachstumsprospekt der Multitalent Investment GmbH wurde am 28.04.2022 gebilligt und anschließend veröffentlicht. Insgesamt wurden 30.000.000,00 Euro und 20.000.000,00 CHF in Teilschuldverschreibungen über 4 Produkte angeboten.

Die Einzahlungen auf die Teilschuldverschreibungen erfolgte als Einmalzahlung.

Bis zum 31.12.2022 wurden auf die eingeworbenen Teilschuldverschreibungen 11.386.314,75 Euro durch Anleger eingezahlt. Die Einzahlungen in CHF werden zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

Investitionen
9.935.000,00  Euro der Gesellschaft sind in Finanzanlagen investiert. Nachfolgend die Übersicht der Finanzanlagen:

·  Ausleihungen in Gestalt von Nachrangdarlehen an die VIVAT Akzent GmbH  im Nennwert von 1.500.000,00 Euro
·  Ausleihungen in Gestalt von Nachrangdarlehen an die MSV Solarproduktion GmbH in Höhe von 1.000.000,00 Euro
·  Ausleihungen in Gestalt von Nachrangdarlehen an die MSV Solarproduktion GmbH in Höhe von 5.000.000,00 Euro
·  Ausleihungen in Gestalt von Nachrangdarlehen an die Decima GmbH in Höhe von 1.000.000,00 Euro
·  Ausleihungen in Gestalt von Nachrangdarlehen an die Dr. Platzdasch GGH Real Estate GmbH in Höhe von 805.000,00 Euro
·  Ausleihungen in Gestalt von Nachrangdarlehen an die Breitenfelder Verwaltungs GmbH in Höhe von 630.000,00 Euro.

Ertragslage
Aus den Investitionen hat die Gesellschaft im Jahr  2022  301.953,39  Euro an Zinserträgen erzielt.

 Den Erträgen aus Währungsumrechnung in Höhe von 117.200,47 Euro stand gleichzeitig Aufwendungen    aus Währungsumrechnungen in Höhe von 125.146,48 Euro gegenüber.

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.072.624,79 Euro resultiert im Wesentlichen aus den Verkaufsprovisionen und provisionsähnlichen Vergütungen in Höhe von 2.021.164,94 Euro, sowie den Zinsaufwendungen für die Teilschuldverschreibungen in Höhe von 286,024,02 Euro. Diese liegen mit 15.929,37 Euro unter den Zinserträgen.

Abschluss- und Prüfungskosten fielen in Höhe von 14.069,31 Euro an.

Finanzlage
Der Mittelzufluss des Geschäftsjahres wurde durch die Einzahlung der Teilschuldverschreibungen auf die Multitalent Investment geprägt. Es ergibt sich eine stichtagsbezogene Liquidität zum 31.12.2022 in Höhe von 2.031.722,19 Euro.

Vermögenslage
Dem Umlaufvermögen in Höhe von 12.268.745,65 Euro standen am Abschlussstichtag Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 14.276.837,70 Euro gegenüber. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag der Gesellschaft betrug zum 31.12.2022 2.008.008,75 Euro. Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Dennoch liegt keine lnsolvenzrechtlich relevante Überschuldung vor, da aufgrund der wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse die Fortführung der Multitalent Investment GmbH für den Prognosezeitraum überwiegend wahrscheinlich ist. Diese Annahmen beruhen auf den Erwartungen, dass sich die Ertrags- und Finanzlage entsprechend den Prognoserechnungen entwickeln wird. 2.500.000,00 Euro der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr sind nachrangige Verbindlichkeiten. Diese Verbindlichkeiten sind mit einem qualifizierten Nachrang (Rangrücktritt) versehen.

Gesamtaussage
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage entspricht im Geschäftsjahr den Prognosen.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in Höhe von 2.072.624,79 Euro beruht im Wesentlichen aus den Verkaufsprovisionen und Finanzierungskosten der Gesellschaft. Die Anfangskosten stehen unmittelbar mit dem öffentlichen Angebot der Teilschuldverschreibungen nach der Verordnung (EU) 2017/1129 des Europäischen Parlaments in Verbindung. Wirtschaftlich stellen sich diese Kosten wie Provisions-, Vertriebs- Konzeptions- und Billigungskosten genauso wie die Zinsaufwendungen auf die Teilschuldverschreibungen als planmäßige Finanzierungskosten der Gesellschaft dar.

Die Gesellschaft liegt innerhalb der geplanten Unternehmensführung.

Der Unternehmensplan teilt sich in drei Phasen, die Kapitaleinwerbungsphase, die Investitionsphase und die Ertragsrealisationsphase. Für die drei Phasen wird planmäßig die Liquidität sichergestellt. Eine tatsächliche Überschuldung liegt durch den qualifizierten Nachrang des Darlehen nicht vor.

Da es keine tatsächliche Überschuldung gibt und ausreichend Liquidität vorhanden ist, sowie aufgrund der aktuellen und geplanten Ertragssituation im Unternehmensplan, sind die Geschäftsführer optimistisch hinsichtlich der Fortführung der Unternehmensaktivitäten. Die positiven Aussichten für die Fortführung des Unternehmens ergeben sich aus dem Unternehmensplan der Gesellschaft.

Vergütungsbericht

In ihrer Funktion als Geschäftsführer standen Herrn Waldemar Hartung und Herrn Hardy Pönisch eine Geschäftsführervergütung in Höhe von gesamt 36.000,00 Euro brutto jährlich zu. An Herrn Waldemar Hartung und Herrn Hardy Pönisch wurden je 12.000,00 Euro Geschäftsführervergütung ausgezahlt.

Nachfolgende Übersicht zeigt die Vergütungen und die Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 gezahlten Vergütungen, aufgeteilt in feste und variable gezahlte Vergütungen und die Zahl der Begünstigten. Gewinnbeteiligungen wurden nicht gezahlt.

Bezeichnung
feste Vergütung
variable Vergütung
Begünstigte
Geschäftsführervergütung
24.000,00 Euro
0,00 Euro
2
Provisionen und ähnliche Vergütungen (Grundlage Prospekt)

2.021.164,94 Euro
2
Rechts-, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung
20.546,04 Euro
0,00 Euro
6
Verwaltungskosten
5.355,00 Euro
0,00 Euro
2



Prognosebericht

Das Werben von Teilschuldverschreibungen wird 2023 beendet. Die Einzahlungen auf die geworbenen Teilschuldverschreibungen der Multitalent Investment GmbH werden planmäßig im Jahr 2023 durch Einmalzahlungen beendet.

Das zur Verfügung stehende Kapital wurde ausschließlich in Immobilienprojekte laut Geschäftszweck des Unternehmens investiert. Es ist geplant, dass aus diesen Investitionen in Zukunft ausreichend finanzielle Mittel erwirtschaftet werden, um die jährlichen Zinsen auf die Teilschuldverschreibungen auszahlen zu können, sowie am Ende der Laufzeit die Teilschuldverschreibungen zurückzuzahlen. Nach Beendigung der Investitionen ist geplant, in weitere Beteiligungen oder Immobilienprojekte zu investieren. Für zukünftige Investitionen stehen die Vertragspartner, insbesondere die Verkäufer, noch nicht fest. Damit können der dahinterstehende zeitliche und finanzielle Aufwand, sowie die wirtschaftliche Entwicklung der zukünftigen Anlageobjekte, auf der Basis der Planzahlen prognostiziert werden, sind aber nicht abschließend bestimmbar.

Chancen-und Risikobericht

Risikobericht

Risikobericht Branchenspezifische Risiken:
Sollten sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten wieder verstärken, und sollte sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Mögliche weitere regulatorische Maßnahmen können zu erschwerten Bedingungen führen und eine zusätzliche finanzielle Belastung bedeuten. Daraus können für uns dann erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Weiterhin gehen die Prognosen von möglichen Investitionen aus. Bedingung ist das entsprechende Investitionsmöglichkeiten vorhanden sind. In einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld sind auch sinnvolle Investitionen schwierig.

Ertragsorientierte Risiken
Die bisherigen Investitionen erfolgten in Immobilienprojekte. Der Erfolg der Immobilienprojekte hängt nicht allein von der Multitalent Investment GmbH ab, sondern von den Unternehmen, in welche investiert wurde. Der Erfolg der Multitalent Investment GmbH GmbH hängt also unmittelbar vom Erfolg dieser Gesellschaften ab.

Da zukünftige Investitionen nicht benennbar sind, können Risiken hierzu nicht benannt werden. Das ertragsorientierte Risiko besteht insofern, keine oder nur wenige Investitionen in der Zukunft vorgenommen werden können. Jede kommende Investition wird von uns ausführlich geprüft. Dabei wird unter anderem eine rechtliche, wirtschaftliche und technische Due Diligence durchgeführt und es werden im Bedarfsfall externe Spezialisten hinzugezogen, um Risiken hinsichtlich der Akquisitionen zu erkennen und einzuschätzen. Dennoch können wir die Möglichkeit nicht ausschließen, dass diese Ziele nicht vollständig oder nur teilweise oder erst zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden können. Die Entwicklung ist zudem von verschiedenen Faktoren abhängig: den zu erwartenden Darlehen, der möglichen den Ausgaben für Marketingmaßnahmen, den angestrebten Kosten des Integrationsprozesses. Die Integration neuer Beständen erfordert eine Reorganisation von Verwaltung, Management sowie internen Strukturen und Prozessen. Diese Faktoren können von unseren Einschätzungen abweichen und zu einem Nichterreichen der prognostizierten Ergebnisse oder zu erhöhten Risiken führen.

Finanzwirtschaftliche Risiken
Aufgrund der Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken kurzfristig nicht erkennbar.

Zinsrisiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen aufgrund feststehender Konditionen nicht. Die Liquiditätslage ist gut.

Kosten-und Liquiditätsrisiken
Es besteht das Risiko, dass etwaige Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die laufenden Kosten zu decken. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, sollte es der Gesellschaft nicht wie vorgesehen gelingen, die für die Deckung ihrer jeweiligen Kosten und Verpflichtungen erforderliche Liquidität zu generieren. In diesen Fällen bestünde eine Deckungslücke, die zu zusätzlichen Kosten führen würde. Gelingt es nicht, eine etwaige Deckungslücke zu schließen, kann dies zu Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Gesellschaft, zu einer vorzeitigen Verwertung der Anteile und letztlich zur Insolvenz der Emittenten führen. All dies würde sich entsprechend nachteilig auf das Ergebnis des Investments auswirken und kann zu einem Totalverlust der Schuldverschreibungen führen.

Risiko der Investition der Gesellschaft in andere GesellschaftenDie von der Gesellschaft getätigten Investitionen in andere Gesellschaften sind mit erheblichen Investitionen und Risiken verbunden. Hierzu gehört die Gefahr, dass sich die Schlüsselpersonen dieser Zielgesellschaften ändern oder notwendige Geschäftsbeziehungen dieser Zielgesellschaften nicht aufrechterhalten werden. Die angestrebten Ziele, Synergieeffekte oder Kosteneinsparungen können sich eventuell nicht verwirklichen und es kann zu Unstimmigkeiten mit Partnern oder zu strategischen Fehlentwicklungen kommen. Fehleinschätzungen von Risiken und/oder Marktvoraussetzungen bzw. nicht absehbare Entwicklungen können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dieser Zielgesellschaften negativ beeinflussen. Weitere solcher Faktoren können u.a. darin bestehen, dass sich die wirtschaftliche Konzeption einer Zielgesellschaft nicht wie von dieser geplant realisieren lässt, etwa aufgrund hoher Kostenapparate, oder darin, dass falsche Anlageentscheidungen getroffen werden oder Rechtsstreitigkeiten geführt werden. Zudem können insbesondere Zahlungsstockungen, Zahlungsunfähigkeiten oder zu knappe Liquiditätsreserven, um unvorhergesehene Kosten des Geschäftsbetriebes oder weitere Zahlungsverbindlichkeiten zu bedienen, das Insolvenzrisiko der Zielgesellschaften erhöhen.

Führt die Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer Zielgesellschaft der Emittentin dazu, dass diese ihren vertraglichen Pflichten gegenüber der Emittentin nicht nachkommen kann, wirkt sich dies ebenfalls negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin aus.

Dies kann für die Anleger zum Ausbleiben von Zinszahlungen am Ende der Laufzeit der Schuldverschreibungen sowie zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust des von ihnen eingesetzten Kapitals führen.

Währungsrisiko
Die Gesellschaft führt Fremdwährungskonten in Schweizer Franken. Es erfolgen Einzahlungen auf Teilschuldverschreibungen in Schweizer Franken. Insgesamt besteht die Gefahr, dass sich der Kurs der Schweizer Franken ungünstig für die Gesellschaft entwickelt, dies kann auch negative Auswirkungen auf die Zahlung an den Anleger haben. Dies kann für die Anleger zum Ausbleiben von Zinszahlungen am Ende der Laufzeit der Schuldverschreibungen sowie zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust des von ihnen eingesetzten Kapitals führen.

Chancenbericht
Dem Wettbewerb am Markt werden wir durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die am Markt durch unsere Geschäftsführer erworbene langjährige Kompetenz bietet sehr gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Bestehen im Wettbewerb.

Risiken über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Die Gesellschaft ist in ihrer Entscheidung, in welche Immobiliengesellschaften sie investiert und in welcher rechtlichen Ausgestaltung dies geschieht, welche Immobilien angekauft werden, ebenso frei wie die Zielgesellschaften in deren Investitionsentscheidungen. Die Anleger haben hierauf keinen Einfluss. Fehlinvestitionen der Nettoeinnahmen durch die Gesellschaft sind möglich. Diese können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin negativ beeinflussen. Dies kann für die Anleger zum Ausbleiben von Zinszahlungen am Ende der Laufzeit der Schuldverschreibungen sowie zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust des von ihnen eingesetzten Kapitals führen. Zusätzlich verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den wesentlichen Risiken in unserem EU-Wachstumsprospekt.

Nachtragsbericht
Nach Beendigung des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich auf die Berichtspflicht, insbesondere Wirtschaftsprognose-, Chancen- und Risikoberichte auswirken.

Bericht über Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten

Kempten, 27. Juni 2023                       

gez. Waldemar Hartung                        gez. Hardy Pönisch
Geschäftsführer                                  Geschäftsführer

Lagebericht Multitalent Investment zum Jahresabschluss 2022Seite 3 / 2

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Umlaufvermögen 12.268.745,65 66.642,13
B. Rechnungsabgrenzungsposten 83,30  
C. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.008.008,75  
Aktiva 14.276.837,70 66.642,13

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 0,00 64.616,04
B. Rückstellungen 13.900,00 2.000,00
C. Verbindlichkeiten 14.262.937,70 26,09
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.718.243,35 26,09
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 11.544.694,35  
Passiva 14.276.837,70 66.642,13

Anhang


 
Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firma:
Multitalent Investment GmbH
Rechtsform
Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
Sitz:
Kempten
Anschrift:
Rosenau 54 87437 Kempten
Eintragung ins Handelsregister:
Kempten, HRB 15435
Geschäftsjahr:
1. Januar bis 31. Dezember
Gegenstand des Unternehmen:
die Gründung, Verwaltung, Beteiligung, an Tochtergesellschaften und Dritt-Unternehmungen des Handels und der Industrie; Übernahme von Beratungs-, Vertretungs- und Organisationsaufgaben im eigenen Interesse; die Verwaltung von eigenen Vermögenswerte aller Art; alle mit dem vorstehenden gesellschaftszweck direkt oder inderekt verbunden Geschäfte und Aktivitäten. Die gesellschaft ist berechtigt Vermögensanlagen und Wertpapiere zu emittieren. Die Gesellschaft tätigt keine Geschäfte, die der Erlaubnis nach § 32 KWG bedürfen.
Gesellschafter:
Herr Waldemar Hartung Herr Hardy Pönisch
Geschäftsführung/ Vertretung:
Herr Waldemar Hartung und Herr Hardy Pönisch, einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen



Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Ersten Unterabschnitt des Zweiten Abschnitts des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches unter Beachtung des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft wurde mit Eintragung im Handelsregister vom 07. Oktober 2020 gegründet.

Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage. Die Bilanz wurde gemäß § 266 Abs. 1 und 2 HGB i. V. m. § 268 Abs. 1, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gesellschaft erfüllt die Voraussetzungen für die  Einordnung  in die  Größenklasse  der Kleinstkapitalgesellschaft im  Sinne  des § 267 Abs. 1 HGB.  

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten nicht entgegen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Einzelne Positionen sind wie folgt bewertet worden:

·  Die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken, die zu einem niedrigeren Wert führen würden, lagen nicht vor. Wertberichtigungen wurden daher nicht vorgenommen. Die liquiden Mittel wurden ebenfalls zu Nennwerten angesetzt.

·  Liquide Mittel, die in Schweizer Franken (CHF) gehalten werden, wurden zum Abschlussstichtag am 31. Dezember 2022 in Euro mit einem Kurs von 1 Euro zu 0,986500 CHF bewertet und ausgewiesen.

·  Die liquiden Mittel wurden ebenfalls zu Nennwerten angesetzt.

·  Forderungen, die auf Schweizer Franken (CHF) lauten, wurden zum Abschlussstichtag am 31. Dezember 2022 in Euro mit einem Kurs von 1 Euro zu 0,986500 CHF bewertet und ausgewiesen.
·  Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

·  Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Angaben zu Posten der Bilanz

1.  sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 2.503.977,47 Euro besitzen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, in Höhe von 7.733.045,99 Euro beträgt die Restlaufzeit über einem Jahr.

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen entfielen 0,09 Euro auf Forderungen gegen den Gesellschafter-Geschäftsführer.

2.  Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 50.000,00 Euro und ist voll eingezahlt.

 Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt 2.008.008,75 Euro.

Das Aktivvermögen bietet keine ausreichenden stillen Reserven, um die Überschuldung zu beseitigen. Die unter sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Darlehen  sind mit einem qualifizierten Nachrang versehen, somit sind diese bei der Erstellung eines Überschuldungsstatus nicht zu berücksichtigen. Aus diesem Grund wurde der Jahresabschluss gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Cancern) aufgestellt.

3.        Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Kosten für die Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses und die Erstellung der Steuererklärungen in Höhe von 13.900,00 Euro.

4.      Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten, die auf Schweizer Franken (CHF) lauten, wurden zum Abschlussstichtag am 31. Dezember 2022 in Euro mit einem Kurs von 1 Euro zu 0,986500 CHF bewertet und ausgewiesen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Verbindlichkeit
Gesamtbetrag in Euro
Restlaufzeit bis ein Jahr in Euro
Restlaufzeit über ein Jahr in Euro
Anleihen
11.386.314,75
0,00
11.386.314,75
Sonstige Verbindlichkeiten
214.339,85
214.339,85
0,00
Verbindlichkeiten an Steuern
1.574,73
1.574,73
0,00
Zinsverbindlichkeiten
158.379,60
0,00
158.379,60
Nachrangdarlehen
2.502.328,77
2.502.328,77
0,00
Gesamtsumme
14.262.937,70
2.718.243,35
11.544.694,35



Sicherungsrechte an den ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen nicht.

Angaben zu Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

 Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind - unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen - im Jahresabschluss berücksichtigt worden.

In den Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 117.200,47 Euro enthalten. Diesen stehen 125.146,48 Euro Aufwendungen aus Währungsumrechnung gegenüber.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2.177.712,26 Euro sind 2.021.164,94 Euro Provisionen enthalten.

Bei den Zinsaufwendungen werden die das Geschäftsjahr betreffenden Zinsen für die Teilschuldverschreibungen  in Höhe von 286.024,02 Euro ausgewiesen.

Einschätzung zur Fähigkeit der Multitalent Investment GmbH zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in Höhe von 2.088.008,75 Euro beruht im Wesentlichen aus den Gründungs-, Anfangs- und Finanzierungskosten der Gesellschaft. Die Anfangskosten stehen unmittelbar mit dem öffentlichen Angebot der Schuldverschreibungen nach der Verordnung (EU) 2017/1129 des Europäischen Parlaments in Verbindung. Wirtschaftlich stellen sich diese Kosten wie Provisions-, Vertriebs-, Konzeptions- und Prospektbilligungskosten genauso wie die Zinsaufwendungen auf die Teilschuldverschreibungen als planmäßige Finanzierungskosten der Gesellschaft dar.

Die Gesellschaft liegt innerhalb der geplanten Unternehmensführung.

Der Unternehmensplan teilt sich in drei Phasen, die Kapitaleinwerbungsphase, die Investitionsphase und die Ertragsrealisationsphase. Für die drei Phasen wird planmäßig die Liquidität sichergestellt. Eine tatsächliche Überschuldung liegt durch den qualifizierten Nachrang des Darlehens nicht vor.

Aufgrund der Tatsache, dass keine tatsächliche Überschuldung und ausreichend Liquidität vorliegt, und dass die derzeitige und geplante Ertragssituation im Unternehmensplan liegt, sieht der Geschäftsführer die Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit als positiv und als gegeben an. Die positive Fortführungsprognose ergibt sich aus dem Unternehmensplan der Gesellschaft.

Nachtragsberichtsangaben gem. § 285 Nr. 33 HGB

Nach Beendigung des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. 

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB
Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

Unternehmensführung
Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch Herrn Waldemar Hartung und Herrn Hardy Pönisch geführt.

Die Geschäftsführervergütung betrug in Summe 24.000,00 Euro.

Kempten, 27. Juni 2023                       

gez. Waldemar Hartung                            gez. Hardy Pönisch
Geschäftsführer                                      Geschäftsführer

Anhang Multitalent Investment GmbH zum Jahresabschluss 2022Seite 3 / 2

sonstige Berichtsbestandteile


 
Bilanzeid

Nach bestem Wissen ver­si­chern wir, dass gemäß den anzu­wen­denden Rech­nungs­le­gungs­re­geln der Jah­res­ab­schluss der Multitalent Investment GmbH ein den tat­säch­li­chen Ver­hält­nissen ent­spre­chendes Bild der Ver­mö­gens-, Finanz- und Ertrags­lage der Multitalent Investment GmbH ver­mit­telt und im Lage­be­richt der Multitalent Investment GmbH der Geschäfts­ver­lauf ein­schlie­ß­lich des Geschäfts­er­geb­nisses und die Lage der Multitalent Investment GmbH so dar­ge­stellt sind, dass ein den tat­säch­li­chen Ver­hält­nissen ent­spre­chendes Bild ver­mit­telt wird sowie die wesent­li­chen Chancen und Risiken der vor­aus­sicht­li­chen Ent­wick­lung der Multitalent Investment GmbH beschrieben sind.

Kempten, 27. Juni 2023                       

gez. Waldemar Hartung                        gez. Hardy Pönisch
Geschäftsführer                                  Geschäftsführer


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


 
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Multitalent Investment GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Multitalent Investment GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Multitalent Investment GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

·   entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 so wie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
·   vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Geselschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigung) der Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümer resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

·   identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümer, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, das aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
·   gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
·   beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
·   ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesells­c­haft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
·   beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
·   beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
·   führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Dresden,30. Juni 2023
USTB GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Uwe P. Kerner
Wirtschaftsprüfer

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