BWK Elders Europe GmbHLiquidiert
28779 Bremen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oskar Hermann Günther Beier seit 30.11.2010 | Liquidator |
Alexander Wootton seit 16.7.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BWK Elders Europe GmbHBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2008 bis zum 30.06.2009LageberichtGeschäftsverlauf In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2008/09 kamen die Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise voll zum Tragen. Kunden buchten nur noch sehr zögerlich, quasi von der Hand in den Mund. Im Oktober kam es zu einem massiven Preisverfall bei den Rohwollen, was die Verkaufssituation noch erheblich erschwerte. Als Auswirkung aus der Krise entschloss sich der australische Alleinaktionär der Bremer Woll-Kämmerei AG (BWK AG), Elders Ltd. (vormals Futuris Ltd.), Adelaide, Australien, am 1. Dezember 2008, das Wollgeschäft in Bremen und Kepekli/Türkei ersatzlos einzustellen und die Firmen abzuwickeln. Als 100%ige Tochtergesellschaft der BWK AG war auch die Handelsfirma BWK Elders Europe GmbH, Bremen (BWK EE), von dieser Entscheidung betroffen. Vom 1. Dezember 2008 an stand nun die Abwicklung des Geschäftes im Fokus des Handelns der Gesellschaft. Der Jahresbeschluss wurde daher unter der Abkehr vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Ein Gesellschafterbeschluss über die Liquidation der Gesellschaft wurde aber noch nicht gefasst. Wie eingangs erwähnt, war die Entwicklung der Rohwollpreise im abgelaufenen Geschäftsjahr durch den massiven Einbruch der Wollpreise gekennzeichnet und stellte das Management vor immer wieder neue Herausforderungen. Der weltweit maßgebliche Indikator für Rohwollpreise, der australische AWEX - EMI ( Australian Wool Exchange - Eastern Market Indicator), entwickelte sich wie folgt:
Einen derartigen Abschwung innerhalb von sechs Wochen wie im September/Oktober 2008 hat es noch nie zuvor in der Geschichte gegeben. Hinzu kamen extreme Währungsschwankungen, die das Ergebnis aus Euro- und US-Dollarsicht noch verschärften. So kam es innerhalb von nur sechs Wochen zu einem Preisverfall in Euro von 25%. Bis zum Jahresende 2008 veränderte sich der Preis in Euro nur seitwärts, um dann in 2009 bis zur Jahresmitte wieder um 18% zu steigen. Entsprechend dem Rückgang der australischen Rohwollpreise verlief auch die Entwicklung in den anderen Provenienzen wie Südamerika und Südafrika. Einzig in Neuseeland bleiben Rohwollpreise auf gleichem niedrigem Niveau. Die dort produzierten Wollqualitäten spielen aber für die Oberbekleidung eine untergeordnete Rolle. Der Preisverfall geht auf die weltweite Krise und die damit zusammenhängende Kaufzurückhaltung zurück, die auch vor China nicht halt machte. Dort waren die Kämmereien auf einen historischen Tiefstand von unter 70% der installierten Kapazität ausgelastet. In Europa war die Auslastung zum selben Zeitpunkt weit unter 60% zurückgefallen. Der Nachfragerückgang und die damit zusammenhängende Preisentwicklung am Wollmarkt schlugen sich auch in der europäischen Wollkämmereiindustrie nieder. Im Geschäftsjahr 2008/2009 stellten insgesamt vier Kämmereien den Betrieb ein. Davon zwei in Italien, eine in Ungarn und als letzte nicht integrierte westeuropäische Kämmerei stellte die BWK AG sowie die BWK EE am 27. Februar 2009 das Wollgeschäft in Bremen, Australien und der Türkei ein. Wie schon in den vorangegangenen Geschäftsjahren, kann auch im abgelaufenen Geschäftsjahr festgehalten werden, dass die wenigen verbliebenen Kunden aus Europa eine Lieferfähigkeit innerhalb von wenigen Tagen zu schätzen wussten und mit großem Bedauern das Ausscheiden der BWK AG sowie der BWK EE aus dem Markt akzeptieren mussten. Einige Märkte in Europa blieben auch in diesem Geschäftsjahr preislich nicht erreichbar. Dort dominierten eindeutig asiatische Anbieter, die weiterhin große Mengen von Standardtypen zu Dumping-Preisen verkauften. Mit dem Fortschreiten der Krise gegen Ende des Jahres 2008 wurden von vielen Kreditversicherungen, teilweise in unverständlicher und willkürlicher Weise, Kreditlimite auf Kunden gestrichen. Das erschwerte das Neugeschäft zunehmend, zumal die gesamte textile Kette, insbesondere in Hauptabsatzmärkten Türkei und Italien davon betroffen war. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von 23,0 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 0,8 Mio. EUR) abgeschlossen. Das Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus den außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 13,5 Mio. EUR und den gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigeren Verkaufsmengen bei verringerten Margen. Das Rohergebnis war um rund 7 Mio. EUR rückläufig gewesen und konnte nicht mehr nennenswert zur Deckung der laufenden Aufwendungen beitragen. Der Umsatz aus Auslieferungen gegen bestehende Terminkontrakte/ Aufträge war aufgrund der aus der Vergangenheit vorliegenden Bestellungen noch zufriedenstellend. Das Neugeschäft für Wollkammzug ist aber in den letzten Monaten des Geschäftsjahres nahezu eingebrochen. Unter diesen schwierigen Marktbedingungen wurde im Geschäftsjahr 2008/2009 lediglich ein um 41,5% verringerter Umsatz von 45,7 Mio. EUR (Vorjahr: 78,1 Mio. EUR) generiert. Das Geschäft im Waschwollbereich war im abgelaufenen Jahr von dem schwachen US-Dollar und NZ-Dollar geprägt, so dass es auch in diesem Bereich im vergangenen Jahr zu Absatzschwierigkeiten kam, die ebenfalls zu dem Rückgang der Umsatzerlöse beitrugen. Gerade im Teppichbereich mussten die europäischen Unternehmen starke Umsatzeinbußen hinnehmen, insbesondere Unternehmen aus Belgien und Großbritannien. Chinesische Anbieter haben in diesem Bereich kräftig Produktionskapazitäten aufgebaut. Außerdem wird im Teppichbereich nach wie vor viel mit Chemiefasern substituiert. Das zeigt sich dann auch im Neuseeland-Geschäft. Hier sind rückläufige Mengen für Europa zu beobachten. Viele Farmer in Neuseeland sind aufgrund des niedrigen Preisniveaus, bedingt durch Nachfrage und Wechselkurse, aus der Wollproduktion ausgestiegen und wechseln zu anderen, profitableren Bereichen wie Rinderzucht oder in die Getreideproduktion. Australtypen hingegen haben feste Preise durch konstante Nachfrage aus China. In Europa ist die diesjährige Streichgarn-Saison nahezu ausgefallen. Die Hersteller haben ihre Abnahmemengen wesentlich reduziert. Eine Erholung der Nachfrage erwarten wir in diesem Markt erst im nächsten Jahr, sofern die meisten Teilnehmer noch überleben können. Insgesamt hat der Waschwollbereich eine zufriedenstellende Performance erreicht, leidet aber auch unter dem unterjährigen drastischen Preisrückgang. Die Sparte Europäische Wolle (HB Wolle) blieb auch im abgelaufenen Geschäftsjahr der führende Aufkäufer für europäische Wollen und kaufte u. a. mehr als 75% der deutschen Schur auf. Das Umsatzvolumen konnte im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gehalten werden. Das Rohergebnis ist um 7,0 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR gefallen. Vor dem Hintergrund der Branchenentwicklung hat die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit in Höhe von 9,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) erwirtschaftet. Die beabsichtigte Einstellung der Geschäftsaktivitäten in den Tochtergesellschaften zog eine Abschreibung von TEUR 105 nach sich. Die Bewertung der Vorräte nach den noch zu erzielenden Preisen im Rahmen des Abverkaufs bedingte Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 5.802. Weitere Wertberichtigungen waren im Rahmen der Beurteilung der erzielbaren Rückflüsse bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.155) sowie bei den Ausleihungen (TEUR 1.040) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 4.160) erforderlich. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für die noch anfallenden Kosten im Rahmen der Abwicklung der Gesellschaft in Höhe von TEUR 1.273, insbesondere für die erwarteten Verluste aus der Abwicklung (TEUR 999) und Sozialplanaufwendungen (TEUR 274) gebildet. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass aufgrund der hinter den Erwartungen liegenden Nachfrage nach unseren Produkten sowie dem Margenverfall die Absatz- und Ergebnisziele auch vor außerordentlichen Aufwendungen nicht erreicht wurden. Vermögenslage Vorräte Verglichen mit dem Vorjahr werden zum 30. Juni 2009 um 16,5 Mio. EUR niedrigere Vorräte ausgewiesen. Dies ist auf die Effekte aus dem Schließungsbeschluss der Muttergesellschaft Elders vom Dezember 2008 zurückzuführen, wodurch insbesondere die Bestandsmenge um 2.264 to im Vergleich zum Vorjahr reduziert wurde. Aufgrund der erwarteten Verluste im Rahmen des Abverkaufs wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 5.802 vorgenommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat es eine strukturelle Verschiebung gegeben. Die an ein Factoring-Institut verkauften Forderungen waren gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Mio. EUR niedriger, was zu einem Anstieg der bilanzierten Forderungen führte. Rückstellungen Aus der Abwicklung der Gesellschaft resultiert der oben dargestellte Rückstellungsbedarf, der zu einer entsprechenden Erhöhung der Rückstellungen geführt hat. Eigenkapital Die zum Bilanzstichtag bestehende bilanzielle Überschuldung in Höhe von 18,9 Mio. EUR wird zum Bilanzstichtag durch nachrangige Verbindlichkeiten im Umfang von 38,5 Mio. EUR gegenüber verbundenen Unternehmen der Elders-Gruppe abgedeckt. Insoweit gehen wir davon aus, dass keine insolvenzrechtlichen Tatbestände der Überschuldung bzw. der drohenden oder bevorstehenden Zahlungsunfähigkeit vorliegen. Finanzlage Die Inanspruchnahme der Bankenkredite am 30. Juni 2009 war um 1,7 Mio. EUR niedriger als ein Jahr zuvor, während die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 3,6 Mio. EUR höher waren. Die Verschiebung der Finanzierung ist vor allem auf die bevorstehende Beendigung des Vertrags im November 2009 und die verpflichtende Rückzahlung der dann in Anspruch genommenen Kredite zurückzuführen. Die liquiden Mittel lagen 0,3 Mio. EUR über dem Stand des Vorjahres im Wesentlichen aufgrund der Einnahmen aus dem Abverkauf der Vorräte. Nach Rückzahlung der Bankverbindlichkeiten im November 2009 wird die Gesellschaft durch Kredite von verbundenen Unternehmen der Elders-Gruppe finanziert. Im Rahmen der weiteren Abwicklung der geschäftlichen Aktivitäten und der damit zusammen hängenden Abverkäufe der Vorräte haben sich die liquiden Mittel auf 11,9 Mio. EUR per 31. Dezember 2009 erhöht. Eine weitere Liquiditätsquelle wird der BWK EE durch den Verkauf von ausländischen und seit Dezember 2006 auch inländischen Forderungen zur Verfügung gestellt. Zwischen einem Factoring-Institut und den Gesellschaften BWK AG, BWK EE, BWK CF sowie der Lanarius Export GmbH, Bremen, bestehen Factoring-Verträge. Neben dem rechtlichen Eigentum an den Forderungen wird auch das wirtschaftliche Eigentum vollständig auf die Factoring Gesellschaft übertragen. Der Vertrag wurde bis zum 30. Juni 2010 befristet. Zum 31. Dezember 2009 sind 3.226 Mio. EUR Forderungen verkauft. Risiko Management Preisrisiken infolge der Volatilität der Rohwollpreise, werden durch Gegenvereinbarungen und Terminverkaufsverträge abgesichert. Verkaufskontrakte werden überwiegend durch entsprechende Einkaufskontrakte und/oder vorhandene Bestände gedeckt. Rohstoff- und Fertigproduktbestände sowie Einkaufskontrakte sind zum überwiegenden Anteil für spätere Lieferungen vorverkauft und somit gegen das Risiko von möglichen Preisschwankungen abgesichert. Eine jederzeitige 100%ige Sicherung ist jedoch nicht möglich, da eine sofortige Gegendeckung von größeren Verkaufskontrakten weder physisch möglich noch wirtschaftlich sinnvoll ist. Das Ausfallrisiko von Forderungen wird durch Eröffnung von unwiderruflichen und bestätigten Akkreditiven vor der Auslieferung der Waren vermieden. Wo dies nicht möglich ist, werden die Forderungen aus Lieferungen im Rahmen eines kundenindividuellen Limitsystems mit dem üblichen Selbstbehalt warenkreditversichert. Einzelne Geschäfte der Gesellschaft werden in Fremdwährungen abgewickelt. Um das Währungsrisiko zu minimieren, werden Devisentermingeschäfte zur Absicherung der operativen Transaktionen abgeschlossen. Demnach werden alle Einkaufs- und Verkaufskontrakte in fremder Währung sofort am Devisenmarkt abgedeckt. Als Sicherheit für die gewährten Kreditlinien hatte die BWK AG mit den finanzierenden Kreditinstituten einen Sicherheitenpoolvertrag abgeschlossen. Dieser Poolvertrag umfasst neben der BWK EE seit dem 2. Februar 2006 auch die im Geschäftsjahr 2005 gegründete Gesellschaft BWK Chemiefaser GmbH (BWK CF), Bremen. Die Banken des Bankenpools hatten ihre Kreditlinien bis zum 30. November 2009 prolongiert. Im November 2009 erfolgte die Rückzahlung der Kredite. Mit Vertrag vom 10. Februar 2010 wurde anschließend der Sicherheitenpoolvertrag beendet. Die BWK EE finanziert sich seither über finanzielle Mittel, die sie aus der Abwicklung der Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft sowie aus Krediten von Unternehmen der Elders-Gruppe generiert. In zwei separaten Verträgen vom 16. Dezember 2004 hat die Muttergesellschaft Elders Ltd. sich verpflichtet, den Gesellschaften BWK AG, BWK EE und BWK Elders Australia Pty. Ltd (BWK EA) einen Finanzierungsrahmen für Woll-Einkäufe von zusammen bis zu AUD 100 Mio. (entspricht per 30. Juni 2009 ca. EUR 58 Mio.) zur Verfügung zu stellen. Das Finanzierungsmodell sieht vor, dass Futuris die Wolle auf Anforderung der Gesellschaften zu den von den Gesellschaften mit dem Verkäufer ausgehandelten Bedingungen einkauft und sie kurz vor der Auslieferung an Kunden an die Gesellschaften weiter verkauft. Die Liquiditätsausstattung zur Aufrechterhaltung der geplanten Abwicklung des Geschäftsbetriebs der BWK EE ist durch frei werdende liquide Mittel aus dem Verkauf von Anlagevermögen und von Vorräten gesichert. Zum 31. Dezember 2009 bestanden liquide Mittel in Höhe von 11,9 Mio. EUR. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 27. Januar 2010 wurde Herr Behrmann als Geschäftsführer abberufen. Die Herren Beier und McEwin wurden an demselben Tag als Geschäftsführer berufen. Mit Vertrag vom 9. März 2010 haben die verbundenen Unternehmen der Elders-Gruppe von ihren nachrangigen Forderungen gegen die BWK EE einen Teilbetrag in Höhe von 20 Mio. EUR an die BWK AG abgetreten. Die daraus resultierenden Verbindlichkeiten der BWK EE gegenüber der BWK AG stehen im Rang hinter den anderen Verbindlichkeiten zurück. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt am 31. Dezember 2009 16,4 Mio. EUR und beläuft sich aktuell (31. März 2010) auf 14,9 Mio.EUR. Aufgrund der bestehenden Planungsrechnungen kann davon ausgegangen werden, dass die nachrangigen Verbindlichkeiten größtenteils aber nicht vollständig zurückgezahlt werden können. Die Gesellschaft erwartet insbesondere, dass die nun gegenüber der BWK AG bestehenden Verbindlichkeiten bezahlt werden können. Der oben beschriebene Sicherheitenpoolvertrag wurde nach Rückzahlung der Darlehen an die beteiligten Banken mit Vertrag vom 10. Februar 2010 beendet. Seither deckt die Gesellschaft ihren Liquiditätsbedarf über liquide Mittel, die im Rahmen der Abwicklung erwirtschaftet werden, sowie über bereits bestehende Darlehen bei Unternehmen der Elders-Gruppe, die gegenüber den Ansprüchen aller anderen Gläubiger nachrangig sind. Mitarbeiterentwicklung Aufgrund der angekündigten Schließung verließen in der zweiten Geschäftsjahreshälfte drei Mitarbeiter das Unternehmen. Die gesamte Belegschaft umfasste zum 30. Juni 2009 fünf Mitarbeiter. Ausblick Aufgrund der Abwicklung des Unternehmens werden in den kommenden Geschäftsjahren nur noch die bestehenden Vermögensgegenstände abverkauft und die Abwicklung vollzogen. Die BWK EE hat mittlerweile die zum 31. März 2010 noch nicht im Rahmen der Abwicklung verkauften Vorratsbestände mit Vertrag vom 24. März 2010 an die Bremer Wollhandelskontor GmbH, Bremen, verkauft. Der wirtschaftliche Übergang der Vorräte ist für Juni 2010 geplant. Es wird davon ausgegangen, dass die bei der Bilanzierung unterstellten Prämissen eintreten und keine weiteren Ergebnisbelastungen erfolgen.
Bremen, 31. März 2010 Die Geschäftsführung gez. Günther Beier gez. William McEwin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2008 bis 30. Juni 20091. Allgemeines Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach handelsrechtlichen Vorschriften gemäß §§ 242 ff. und § 264 f. HGB unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Ein Vergleich des laufenden Jahresergebnis mit dem Vorjahr ist nur eingeschränkt möglich, da der Vorjahresabschluss unter der Annahme des Unternehmensfortführung aufgestellt wurde, während der Abschluss im Berichtsjahr die angekündigte Schließung der BWK EE berücksichtigt. Daher wurde der Abschluss unter Abkehr von Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Muttergesellschaft Elders Ltd. hat am 1. Dezember 2008 beschlossen, ihr Engagement in den Woll-Kämmereien in Deutschland und in der Türkei zu beenden. Die Geschäftsbertriebe der Bremer Woll-Kämmerei AG und ihrer Tochtergesellschaften, darunter auch die BWK Elders Europe GmbH (BWKEE), werden aufgrund dessen eingestellt. Dabei werden die Vermögensgegenstände veräußert und die Verbindlichkeiten beglichen. Der Schließungsbeschluss hat zur Folge, dass der Jahresabschluss zum 30. Juni 2009 unter der Abkehr von der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt wurde und Wertberichtigungen sowie Rückstellungen in beträchtlicher Höhe gebildet wurden. Insgesamt kam es zu außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 13,5 Mio., die zusammen mit dem negativen operativen Ergebnis zu einem Jahresfehlbetrag von EUR 23,0 Mio. und einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Eigenkapital von EUR 18,8 Mio. geführt haben. Zur Vermeidung des Insolvenzantrags haben die Elders Ltd. und die mit ihr verbundenen Unternehmen in Bezug auf ihre Forderungen gegen die BWK EE in Höhe von EUR 38,5 Mio. den Rangrücktritt erklärt. Zum 31. März 2009 betrug der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag EUR 14,9 Mio. Mit Vertrag vom 9. März 2010 wurden Unternehmen der Elders-Gruppe Forderungen gegen die BWK EE in einem Teilbetrag in Höhe von EUR 20,0 Mio. an die BWK AG abgetreten. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen ausgewiesen. Die linearen Abschreibungen werden über Nutzungsdauern von drei bis dreizehn Jahren vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne von § 6 EStG wurden bei Anschaffung bis zum 31.12.2007 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Gemäß Unternehmenssteuerreform 2008 werden alle geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Netto-Anschaffungskosten zwischen 150,01 Euro und 1.000,00 Euro, die ab dem 1.1.2008 angeschafft wurden, zu einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre einheitlich abgeschrieben. Der steuerliche Sammelposten, dessen Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, wurde aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Aufgrund der geringen Restbuchwerte erfolgten keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Sofern die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse bei den verbundenen Unternehmen zu einer Wertminderunge der Finanzanalgen geführt hat, wurden angemessene Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt nach dem Niederstwertprinzip entsprechend den Vorschriften des § 253 HGB zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Marktwert am Bilanzstichtag. Allen erkennbaren Risiken wurde durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren werden grundsätzlich auf der Basis gleitender Durchschnitte ermittelt. Die Herstellungskosten von fertigen Erzeugnissen werden grundsätzlich partiebezogen ermittelt. In die Ermittlung der Herstellungskosten der Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbare Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und in geringem Umfang auch Verwaltungskostenanteile einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Forderungen uns sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden zum Nennwert bzw. bei Unverzinslichkeit und längerer Laufzeit zum entsprechenden Barwert bilanziert. Erkennbare Risiken sind durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Die Höhe der Wertberichtigungen auf Vorräte und Forderungen sowie der sonstigen Rückstellungen ist maßgeblich durch den Schließungsbeschluss der australischen Muttergesellschaft beeinflusst. Zu den Auswirkungen der Änderungen der Bewertung verweisen wir auf die folgenden Einzelangaben zu den Bilanzposten. Die Steuerrückstellungen und die sonstige Rückstellungen erfassen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Aufgrund der Abkehr von der Fortführungsprämisse wurden in den Abschluss alle Verpflichtungen aufgenommen, die der Einstellung der Unternehmenstätigkeit zwangsläufig folgen. Dies gilt auch dann, wenn die Verpflichtung am Bilanzstichtag rechtlich noch nicht entstanden war. Auf die Bildung von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Die Grundlage für die Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen in EURO sind die Kurse am Tag des Kontraktabschlusses, da die Kontrakte mit gegenläufigen Devisentermingeschäften kursgesichert sind. Kursänderungen bis zum Bilanzstichtag werden auf der Aktivseite durch Abwertung auf den niedrigeren, auf der Passivseite an den höheren Stichtagkurs in die Bewertung einbezogen. Die Bewertung von Devisenterminkontrakten und den besicherten, in Fremdwährung abgeschlossenen Warenterminkontrakten sowie die Bewertung von korrespondierenden Warenterminkontrakten erfolgt unter Berücksichtigung geschlossener Positionen, soweit sich hieraus kein Verlust ergibt. 3. Einzelangaben zu Posten des Jahresabschlusses AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagespiegel. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen zum einen die BWK Elders Marketing, Import, Export Industry and Trade Ltd., Istanbul, Türkei, an der 100 % gehalten werden. Die Tochtergesellschaft weist zum 30. Juni 2009 ein Eigenkapital von TEUR -123 (Vorjahr: TEUR 64) und einen Jahresfehlbetrag von TEUR 193 (Vorjahr: Jahresüberschuss von TEUR 82) aus. Ferner hält die Elders Europe GmbH (BWK EE) 51% der Anteile der BWK Elders Eurotop GmbH, die ein Stammkapital von TEUR 200 hat. Die Einlage der BWK EE von TEUR 102 wurde in voller Höhe eingezahlt. Die übrigen Gesellschafter der BWK Elders Eurotop GmbH haben TEUR 53 eingezahlt. Als ausstehende Einlagen sind EUR 45.000,00 bilanziert. Die BWK Elders Eurotop GmbH weist zum 30. Juni 2009 ein Eigenkapital von TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 197) und einen Jahresüberschuss von TEUR 14 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von TEUR 3) aus. Die BWK Elders Eurotop GmbH, Bremen, wird wie die anderen Gesellschaften der BWK Gruppe abgewickelt. Da aus der Abwicklung der Gesellschaft nur geringe positive Ergebnisse erwartet werden, wurde das Finanzanlagevermögen (bis auf eine sonstige Ausleihung in Höhe von TEUR 15) vollständig abgewertet. VorräteDie Vorräte setzen sich aus den nachstehenden Positionen zusammen:
Neben den bereits über Warenterminkontrakte verkauften Beständen hat die BWK EE auch Vorratsbestände, die noch nicht über Verkaufskontrakte gedeckt sind. Bie diesen verbleibenden Vorräten handelt es sich um einen sich verschlechternden Bestandsmix, bei dem im Verkaufsfall mit geringen Erlösen gerechnet wird. Aus diesem Grund wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 7.434 (Vorjahr: TEUR 1.147) auf den voraussichtlich erzielbaren Wert vorgenommen. Ein Verkauf an verbundene Unternehmen erscheint in dem für die Abwicklung vorgesehen Zeitraum ebenfalls nicht möglich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Wie im Vorjahr resultieren die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.099) und sind innerhalb eines Jahres fällig. Am Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen gegenüber der Gesellschafterin BWK AG (Vorjahr: TEUR 3.350). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 160 enthalten (Vorjahr: TEUR 279). Aufgrund der fehlenden Fortführungsprognose wurden insgesamt Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 5.315 gebildet. Bei den Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden Szenarien für die Abwicklung der betroffenen Beteiligungen zugrunde gelegt. Da teilweise kein Rückfluss mehr erwartet wird, wurden insgesamt Wertberichtigungen von TEUR 4.160 auf die Forderungen gegen die BWK Chemiefaser GmbH, Bremen, (BWK CF), auf Forderungen gegen die BWK Eastern Wool Industrial and Trading Joint Stock Corporation, Istanbul, Türkei und auf Forderungen gegen die BWK Elders Eurotop GmbH, Bremen, gebildet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden in Höhe von TEUR 1.155 wertberichtigt, da nicht mit einer Zahlung der Forderung gerechnet wird. RückstellungenDie Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Für die im Rahmen der Einstellung des Geschäftsbetriebes zusätzlich anfallenden Aufwendungen für den Sozialplan und die erwarteten Abwicklungsverluste wurden den sonstigen Rückstellungen insgesamt TEUR 1.273 zugeführt; diese Zuführungen wurden im außerordentlichen Ergebnis erfasst. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 2.181. Diese Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Zwischen den Kreditinstituten, der BWK AG und der BWK Elders Europe GmbH besteht ein Sicherheitenpoolvertrag mit Datum vom 29. März/30. März/1. April 2005. Mit Nachtragsvereinbarung vom 2. Februar/3. Februar 2006 ist die BWK Chemiefaser GmbH dem bestehenden Sicherheitenpool beigetreten. Die BWK EE stellt Sicherheiten in Form von Sicherungsübereignung des Warenbestands, Sicherungsübereignung des Inventars und Abtretung von Forderungen, soweit diese nicht Gegenstand des Factorings und insofern freigegeben sind. Weiterhin hat die BWK EE jeweils jeder der Poolbanken ihre gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche gegen die jeweils anderen Poolbanken, die ihr im Zusammenhang mit ihren dort geführten Konten zustehen, verpfändet. Die besicherten Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag wie folgt:
Die im Rahmen des Sicherheitenpools gewährten Darlehen wurden im November 2009 vollständig zurückgezahlt. Mit Vertrag vom 10. Februar 2010 wurde der Sicherheitenpoolvertrag beendet, Die BWK EE finanziert sich seither durch liquide Mittel, die aus der Abwicklung des Geschäftsbetrieb der Gesellschaft resultieren. Andere Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind - wie im Vorjahr - in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr TEUR 0) aus Lieferungen und Leistungen und bestehen gegenüber der Gesellschafterin BWK AG. Bei den übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Darlehen der Elders-Gruppe, die gegenüber den Ansprüchen aller anderen Gläubiger nachrangig sind. In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten sind kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 69) enthalten. Haftungsverhältnisse Zur Besicherung fremder Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen besteht zwischen der BWK EE, der BWK AG und der BWK CF ein wechselseitiges gesamtschuldnerisches Haftungsverhältnis, aus dem die BWK EE zum Stichtag in Höhe von TEUR 7.293 (Vorjahr: TEUR 9.428) haftet. Bezüglich der gewährten Pfandrechte wird auf die Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verwiesen. Sonstige finanzielle VerpflichtungenAuf der Grundlage des mit der BWK AG geschlossenen Dienstleistungsvertrags bestehen für den Zeitraum bis zu einer ordentlichen Kündigung finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverhältnissen von TEUR 88 sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen von TEUR 82. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen in den Bereichen Personal, IT-Management, Finanzen/Controlling und Marketing. Der Dienstleistungsvertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und kann mit einer Frist von einem Monat schriftlich zum Quartalsende gekündigt werden. Aus Leasingverträgen ergeben sich Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 8). Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:
Die Marktwerte sind Resultate aus den Bewertungsdifferenzen zwischen den kontrahierten Kursen und Kursen per Jahresultimo bezogen auf die Nominalbeträge der Devisentermingeschäfte. Die Devisentermingeschäfte wurden zur Absicherung der Wechselkursrisiken aus in Fremdwährung geschlossenen Warentermingeschäften abgeschlossen Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 115) enthalten, die einen periodenfremden Charakter haben. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Außerordentliches Aufwendungen
Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus den Aufwendungen im Rahmen der Abwicklung der Gesellschaft. Hinsichtlich der Ursachen für die außerordentlichen Aufwendungen verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage". Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Weder das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, noch das außerordentliche Ergebnis ist mit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belastet. 4. Sonstige Angaben Geschäftsführer der Gesellschaft ist: Herr Jens Behrmann, Wollkaufmann, Bremen (bis 27. Januar 2010) Herr Günther Beier, Kaufmann, Bremen (seit 27. Januar 2010) Herr William McEwin, Kaufmann, Bremen (seit 27. Januar 2010) Bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Alleinige Anteilseignerin ist die Bremer Woll-Kämmerei AG, Bremen (BWK AG). Oberstes Mutterunternehmen der BWK EE ist die Elders Ltd. (vormals Futuris Corp. Ltd.), Adelaide, Australien, in den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009 für den größten Kreis von Konzernunternehmen die Gesellschaft einbezogen wird. Aufgrund dessen ist die Gesellschaft von der Verpflichtung einen Konzernabschluss und einem Lagebericht aufzustellen befreit. Unmittelbares Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Konzernunternehmen ist die Bremer Woll-Kämmerei AG, Bremen. Aufgrund der Abwicklung der Gesellschaften und der damit zusammenhängenden Abkehr von der Annahme der Unternehmensfortführung gibt es keine wesentlichen Bilanzierungs-und Bewertungsunterschiede zu IFRS. Der Konzernabschluss wird ins Deutsche übersetzt. MitarbeiterIm Geschäftsjahr wurden durchschnittlich acht Mitarbeiter (Angestellte) (Vorjahr: neun Mitarbeiter) beschäftigt. Davon waren durchschnittlich zwei Mitarbeiter in der Verwaltung und sechs Mitarbeiter im Vertrieb beschäftigt.
Bremen, 31. März 2010 Die Geschäftsführung gez. Günther Beier gez. William McEwin AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögensder BWK Elders Europe GmbH, Bremen
BestätigungsvermerkZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BWK Elders Europe GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unser Prüfung hat zu keine Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Im Abschnitt "Geschäftsverlauf" ist ausgeführt, dass die Gesellschaft aufgrund des Beschlusses der Muttergesellschaft Elders Ltd. (vormals Futuris Corporation Limited), Adelaide/Australien, vom 1. Dezember 2008, ebenso wie die Alleingesellschafterin Bremer Woll-Kämmerei AG abgewickelt werden. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde daher nicht mehr unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sondern unter Berücksichtigung der geplanten Liquidation aufgestellt. Im Abschnitt "Ertrags-,Vermögens- und Finanzlage" ist ausgeführt, dass die bestehende bilanzielle Überschuldung durch nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Elders-Gruppe in Höhe von insgesamt EUR 18,6 Mio. abgedeckt ist und weitere Fehlbeträge nicht mehr erwartet werden. Wir weisen ferner darauf hin, dass die Gesellschaft nach dem zu erwartenden Liquidationsergebnis voraussichtlich nicht in der Lage sein wird, die nachrangigen Verbindlichkeiten zu erfüllen.
Bremen, 15. April 2010 Ernst
& Young GmbH
Monsees, Wirtschaftsprüfer Emir, Wirtschaftsprüferin |
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