Tonfunk Elektronik Systeme GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Udo Hundsdörfer seit 13.5.2024 | Prokura |
Claudia Haase seit 10.6.2022 | Prokura |
Martin Fiedler seit 10.6.2022 | Prokura |
Mathias Haase seit 21.6.2019 | Geschäftsführer |
Norman Thor seit 5.10.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Norman Thor | 50.45% |
| 48.48% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tonfunk GmbH ErmslebenFalkenstein/HarzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Tonfunk GmbH ErmslebenGrundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft wurde am 29.06.1990 durch Umwandlung der VEB Tonfunk Ermsleben/Harz gegründet. Die Eintragung beim Handelsregister des Amtsgerichts Stendal erfolgte am 13. November 1990 unter HRB 8323. Gegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung von elektronischen Baugruppen, Geräten und Systemen. Der Sitz unserer Gesellschaft ist in Ermsleben. Dort befinden sich auch unsere Produktionsstätten. Die Tonfunk GmbH Ermsleben ist ein Fertigungsdienstleister für Originalausrüstungshersteller (OEM). Seit vielen Jahren vertrauen namhafte Kunden auf die Qualität der Tonfunk Gruppe. Diese steht für hervorragende Dienstleistungen als Hersteller, Entwickler und Servicedienstleister rund um elektronische Baugruppen, Geräte und Systeme für Investitionsgüter. Sie hat sich als sehr leistungsfähiger und hochflexibler Anbieter von der Leiterplattenbestückung bis zur Montage komplexer elektronischer Baugruppen, Geräte und Systeme im Markt für Electronic Manufacturing Services (EMS) etabliert. Zu den Kunden gehören große deutsche und internationale Konzerne aus der Automobil- und Schifffahrtsindustrie, Energie- sowie Medizintechnik. Das Leistungsspektrum der EMS-Anbieter beschränkt sich heute nicht mehr nur auf Design und Entwicklung sowie die Produktion selbst, sondern deckt auch die Bereiche Produkttest, Supply-Chain-Management, Logistik und Distribution sowie After-Sales-Service ab und somit also die gesamte Wertschöpfungskette von Elektronikbaugruppen und -systemen oder fertigen Elektronikprodukten. Unsere Gesellschaft konzentriert sich auf anspruchsvolles Geschäft, welches nach Möglichkeit viele Wertschöpfungsbereiche des Unternehmens betrifft. Dabei sind die Branchen Automotive, Industrieelektronik, IT & Medizintechnik von besonderer Bedeutung. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war für die EMS Branche in Deutschland ein erfolgreiches. Laut einer Umfrage des Branchenverbandes in4ma stieg der Branchenumsatz in Deutschland um 13,5%, die Anzahl der Beschäftigten erhöhte sich um 11,5%. Mit dem jetzt wieder auf ein Normalmaß gesunkenen Auftragsbestand (-35%) sagt die Branche für das Jahr 2024 eher eine Umsatzreduzierung voraus und rechnet erst für 2025 wieder mit nennenswertem Wachstum. Als Erfolg versprechende Marktsegmente gelten die Sektoren Industrie- und Automobilelektronik und Medizintechnik. b) Geschäftsverlauf und Lage Nachdem sich die Verfügbarkeit von Rohmaterial weiter positiv entwickelt und stabilisiert hat, konnten wir das Jahr 2023 dazu nutzen, bislang aufgrund von Fehlteilen nicht produzierbare Aufträge abzuarbeiten und auszuliefern. Dies ist uns erfolgreich gelungen, so dass auch unser Auftragsbestand wieder auf Normalmaß zurückgefallen ist. Im ersten Quartal 2024 mehren sich die Anzeichen dafür, dass große Teile unserer Kunden ihre Planung überarbeiten müssen und Mengen neu aufgeteilt und verschoben werden. Unsere Planung geht derzeit von einer Seitwärtsbewegung in der betrieblichen Leistung bereinigt um Sondereffekte wie die Weiterberechnung von Beschaffungsmehrkosten oder den Verkauf von Rohmaterial. Die deutliche Entspannung am Beschaffungsmarkt hat sich positiv auf unseren Materialbestand ausgewirkt. Wir konnten diesen im Laufe des Jahres reduzieren von 38 Mio. EUR auf ca. 34,5 Mio. EUR. Noch verbliebende Risiken im Bestand sind entsprechend in der Bilanz berücksichtigt. Eine weitere Reduzierung des Bestandes ist aber notwendig. c) Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von T€ 4,17 Mio. EUR getätigt. Die größte Einzelinvestition stammt dabei aus dem Kauf des Gebäudes in der Lindenstraße 23 von der Schwesterfirma (1,6 Mio EUR). Die Büroräume werden seit Mitte des Jahres 2023 von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Tonfunk GmbH Ermsleben genutzt. Der Maschinenpark in der SMT Bestückung wurde erweitert um zwei Jetprinter (0,4 Mio EUR); außerdem haben wir die Kapazitäten in der elektrischen Prüfung erweitert um eine ICT Teststation der Marke Teradyne (0,3 Mio EUR). Der Aufbau der Photovoltaik Anlage schritt weiter voran und steht derzeit kurz vor der Zulassung durch die verantwortlichen Behörden (0,4 Mio EUR zusätzliche Aktivierung in 2023). d) Personalentwicklung Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 444 Mitarbeiter beschäftigt. Zusätzlich werden noch 18 Mitarbeiter*innen ausgebildet. Zusätzlich dazu beschäftigten wir im Durchschnitt 12 Mitarbeiter*innen von Leiharbeitsfirmen. Aufgrund geplanter Renteneintritte in den nächsten Jahren und noch immer bestehender Engpässe ist die weitere Aufstockung von Personal geplant. Unsere Bemühungen im Bereich des Personalmarketings werden wir daher weiter ausbauen und systematisieren. e) Qualitätsmanagement Bereits in Vorjahren hat die Tonfunk GmbH weitere Verbesserungen im Qualitätsniveau erreicht. Basierend auf der strategischen Ausrichtung des Unternehmens hatten wir im Jahr 2022 die Zertifizierung nach der Medizinnorm ISO 13485:2016 vorgenommen. Die bestehenden Zertifizierungen auch nach IATF 16949:2016, ISO 14001:2015 und ISO 9001:2015 wurden in 2023 bestätigt. f) Darstellung der Lage Für unser Unternehmen verlief das abgelaufene Geschäftsjahr sehr erfolgreich. Wir können einen Jahresüberschuss von € 10.620.633,24 ausweisen. 1. Ertragslage Unsere Gesamtleistung belief sich im Kalenderjahr 2023 auf T€ 149.107,7. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 20.253,9 (15,7 %). Der Rohertrag erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 11.418,5 (= 31,7 %) auf T€ 47.480,6 (Vorjahr T€ 36.062,1). Die Personalkosten erhöhten sich um T€ 2.688,1 auf T€ 22.000,9 (Vorjahr: T€ 19.312,8). Die Personalkosten betragen 14,8 % (Vorjahr: 15,0 %) der Gesamtleistung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kostenerstattungen an die Tonfunk Elektronik Systeme GmbH in Höhe von T€ 2.437,2 enthalten. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen vermindert um die neutralen Aufwendungen betragen T€ 4.351,1 (Vorjahr T€ 3.556,9). Sie stellen damit 2,9 % (Vorjahr 2,8 %) der Gesamtleistung dar. Die betrieblichen Steuern auf den Jahresüberschuss betragen T€ 4.598,0 (Vorjahr: T€ 2.361,8) und erhöhten sich aufgrund des deutlich gestiegenen Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.236,2. Der Zinssaldo erhöhte sich durch die Aufnahme neuer Darlehen und dem gestiegenen Zinsniveaus T€ 47,6 auf T€ 145,2. 2. Vermögenslage Die Vermögensstruktur zum 31. Dezember 2023 ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen (T€ 13.724,1) an der Bilanzsumme von 18,1 % gekennzeichnet. Im Vorjahr betrug das Anlagevermögen insgesamt T€ 11.511,9 (16,9 % der Bilanzsumme). Die Vorräte betragen mit T€ 41.665,9 insgesamt 55,1 % (Vorjahr 62,7 %) der Bilanzsumme. Sie verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 908,0. Der Forderungsbestand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 554,1 auf T€ 9.664,6. Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 12,8 % (Vorjahr 13,4 %). Die flüssigen Mittel umfassen mit € 9.675,9 (Vorjahr T€ 3.969,8) insgesamt 12,8 % (Vorjahr 5,8 %) der Bilanzsumme. 3. Finanzlage Unsere Kapitalstruktur zum 31. Dez. 2023 ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 74,6 % (Vorjahr 70,4 %) gekennzeichnet. Die absolute Steigerung des Eigenkapitals beruht auf dem erwirtschafteten Jahresüberschuss vermindert um die getätigte Ausschüttung. Das Gesamtkapital beträgt zum Bilanzstichtag T€ 56.454,9. 17,7 % der Bilanzsumme (T€ 13.359,9) entfallen auf das kurzfristige Fremdkapital. Das langfristige Fremdkapital beträgt 7,0 % (T€ 5.328,0) der Bilanzsumme. Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr gut. Zum Bilanzstichtag sind flüssige Mittel in Höhe von T€ 9.675,9 (Vorjahr T€ 3.969,8) vorhanden. Darüber hinaus bestehen noch ausreichende Kontokorrentkreditlinien. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Gesamtleistung pro Mitarbeiter, Umsatzrendite, Rohertragsmarge und Eigenkapitalquote heran. Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren ermitteln wir die Höhe der Fortbildungskosten und die Erreichung der Umweltziele. Bei den Mitarbeitern sind zwei Geschäftsführer mitgezählt. Die Umsatzrendite berechnet sich aus dem ordentlichen Betriebsergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung. Die Rohertragsmarge errechnet sich aus dem Rohertrag im Verhältnis zur Gesamtleistung und die Eigenkapitalquote aus dem Verhältnis Eigenkapital zur Bilanzsumme. Die Gesamtleistung pro Mitarbeiter beträgt T€ 335,8 (Vorjahr T€ 312,0) und hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 23,8 erhöht. Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % verbessert und beträgt im Geschäftsjahr 7,1 %. Die Rohertragsmarge hat sich von 28,0 % im Vorjahr auf 31,8 % im Geschäftsjahr verbessert. Die höheren Materialkosten konnten an die Kunden weitergegeben werden. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 74,6 % (Vorjahr 70,4 %). Die von uns im Geschäftsjahr 2023 vorgegebenen Umweltziele in Bezug auf den CO 2 -Ausstoße und den Energieverbrauch wurden erreicht. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut angesehen werden. Prognosebericht a) Prognose Für das Jahr 2024 gibt es aus heutiger Sicht zwei wesentliche Herausforderungen für das Unternehmen: 1. Die weiterführende Reduzierung des Lagerbestandes für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Eigentum der Tonfunk GmbH Ermsleben um etwa 20% durch Anpassung der Beschaffungsstrategie an die sich entspannenden Märkte. 2. Integration neuer Kunden. Wie oben beschrieben hat sich der Auftragsbestand in unserem Unternehmen wieder normalisiert und unsere Kunden überarbeiten ihre Jahresplanung im Hinblick auf Mengen und Termine, so dass Kapazitäten auch bei uns frei werden. Die durch uns erstellte Planung für das Jahr 2024 geht von einer Gesamtleistung von 135,6 Mio € aus. Im Ergebnis endet diese Planung mit einem Ergebnis vor Steuern von ca. 4,4 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2024 sollen Investitionen im Volumen von 8,0 Mio € getätigt werden. Schwerpunkt dabei ist der Bau eines neuen Gebäudes auf einem benachbarten Grundstück. Hier wird Raum geschaffen für ein Lackierzentrum sowie für zusätzliche Verwaltungsflächen. Die Liquiditätslage wird sich aufgrund der hohen Eigenkapitalquote weiterhin gut darstellen. Chancen und Risikobericht a) Chancen Die Chancen für unser Unternehmen liegen im hohen Neukundenpotenzial in einem wachsenden EMS-Markt. Durch weitere Kundenakquisition soll versucht werden, neue Kunden an unser Unternehmen zu binden. Des Weiteren wird der Bedarf an elektronischen Baugruppen weiterwachsen und die Verlagerungsbereitschaft bei potenziellen Kunden steigen. Wichtig für uns ist auch, dass der Standort Deutschland von unseren Kunden sehr anerkannt wird und wir die Zertifizierung unseres ganzheitlichen Qualitätsmanagements ständig weiterentwickeln. Durch Ausbildung von neuen Mitarbeitern und weitere Fortbildung des vorhandenen Mitarbeiterbestandes soll erreicht werden, dass der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern mittelfristig in etwa gedeckt werden kann. b) Risiken Risikomanagement bei unserer Gesellschaft umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken und ist durch seine Verzahnung mit den Controlling-Prozessen ein integraler Bestandteil der wertorientierten Unternehmensführung. Unsere Gesellschaft verfügt über ein monatliches Reporting, in welchem neben einem zeitnahen Soll-Ist-Vergleich mit dem jährlich aktualisierten Budget nicht nur die finanziellen Indikatoren, sondern auch nichtfinanzielle Indikatoren analysiert werden. Risiken werden in der stärkeren Konzentration der Wettbewerber gesehen. Diese haben teilweise die Möglichkeit, preisgünstiger in Billiglohnländern zu produzieren. Das führt zu sich verstärkendem Preisdruck. Die ländliche Lage des Unternehmens erschwert den Zugang zu qualifizierten Fachkräften zusätzlich. Starke Defizite in der technischen Vorbildung der Bewerber müssen durch Sonderaufwendungen im Ausbildungsbetrieb kompensiert werden. Obwohl sich die Situation auf dem Beschaffungsmarkt derzeit entspannt, besteht das Risiko, dass sich dies wieder verändert. Der weltweite Bedarf an elektronischen Bauteilen wird weiterwachsen. Wesentliche Entwicklungen werden dabei getrieben von den unterschiedlichen Programmen für den Klimaschutz. Hier werden Bedarfe steigen z. B. im Bereich der Energieversorgung durch Wärmepumpen oder den weiter voranschreitenden Ausbau der E-Mobilität. Auch die Veränderung des Mobilfunkstandards bis hin zu aktuell 6G wird die Nachfrage nach Elektronik weiter steigen lassen. Bestandsgefährdende Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden aufgrund der guten und stabilen Verbindungen zu den Kunden, der guten Liquiditätslage und der hohen Eigenkapitalquote nicht gesehen. Bereich Forschung und Entwicklung Auf diesen Gebieten ist unser Unternehmen nicht tätig. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Tonfunk GmbH Ermsleben hat ihren Sitz in Ermsleben. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter HR B 108323 eingetragen II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Da sich keine Änderungen zum Vorjahr ergeben haben, sind die Jahresabschlüsse zum 31.12.2023 und 31.12.2022 vollständig vergleichbar. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen wurden linear pro-rata-temporis entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer berechnet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern für Gebäude betragen 33 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre und übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 250,00 bis € 1.000,00 wurden im Zugangsjahr gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände, die in Vorjahren angeschafft wurden, mit Anschaffungskosten von € 250,00 bis € 1.000,00 wurden auf einen Sammelposten verbucht und mit 20 % p.a. abgeschrieben. Die Vorräte wurden mit dem Durchschnittswert gem. § 240 Abs. 4 HGB abzüglich Anschaffungskostenminderungen angesetzt. Sofern wegen Überalterung, Ungängigkeit der Artikel, Verschmutzung usw. Abschläge vorzunehmen waren, wurden diese abgeschrieben. Wegen technischer Überalterung nicht mehr nutzbare Vorräte werden mit € 0,00 bewertet. Materialien, die nicht mehr für die laufende Produktion verwendet werden können, wurden in Höhe von T€ 3.734,2 abgewertet. In den Vorräten sind die am Bilanzstichtag ermittelten unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten. Die Bewertung erfolgte mit den Herstellungskosten. In die Bewertung wurden die Materialkosten, Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Forderungen gegenüber einem Kunden wurde zu 100 % einzelwertberichtigt (T€ 1.095,9). Eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des Nettoforderungsbestandes (€ 91.200,00) wurde zur Abdeckung des latenten Ausfallrisikos gebildet. Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden zu Nennwerten angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben des Geschäftsjahres, die Aufwand für das Folgejahr darstellen. Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde das Teilwertverfahren angewendet. Als handelsrechtlicher Rechnungszins wurde der von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2023 festgesetzte Marktzinssatz in Höhe von 1,82 % angesetzt. Beim Rententrend wurde ein Wert von 0,00 % berücksichtigt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck angewendet. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1,5. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagespiegel. Die Jahresabschreibungen betragen Euro 402.658,94 (Vorjahr 350.253,61) bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Euro 1.552.695,13 (Vorjahr € 1.475.046,13) bei den Sachanlagen. 2. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (T€ 638,7), Bonusforderungen (T€ 32,1) und Erstattungsansprüche aus der Energiesteuer (T€ 29,4) ausgewiesen. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3. Sonderposten mit Rücklageanteil Für Investitionen in den Geschäftsjahren 1996 bis 2012 wurde vom Landesförderinstitut Sachsen-Anhalt Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt Euro 5.555.055,05 gewährt. Die Zuschüsse werden entsprechend der Nutzungsdauer der angeschafften Vermögensgegenstände aufgelöst. Die Auflösung im Geschäftsjahr beträgt Euro 11.942,74 und ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. In Vorjahren wurden Investitionszulagen in Höhe von insgesamt € 1.255.444,86 vereinnahmt. Diese werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter aufgelöst. Im Kalenderjahr beträgt der Auflösungsbetrag € 11.635,00. Dieser wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. 4. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Resturlaubs- und Überstundenansprüche in Höhe von T€ 560,6 (Vorjahr: T€ 577,4), ausstehende Rechnungen und abzurechnende Leistungen in Höhe von T€ 964,9 (Vorjahr: T€ 192,4), Berufsgenossenschaftsbeiträge in Höhe von T€ 108,0 (Vorjahr: T€ 120,0), Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von T€ 70,0 (Vorjahr: T€ 80,0), Aufbewahrung der Geschäftspapiere in Höhe von T€ 61,0 (Vorjahr: T€ 61,0), Bonuszahlungen und Sondervergütungen an Mitarbeiter in Höhe von T€ 611,5 (Vorjahr: T€ 430,0), Anwalts- und Gerichtskosten in Höhe von T€ 111,5 (Vorjahr: T€ 110,0), notwendige Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von T€ 550,0 (Vorjahr: T€ 0,0) sowie Gewährleistungen in Höhe von T€ 1.360,0 (Vorjahr: T€ 1.350,0). 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen T€ 7.757.661,46 (Vorjahr: T€ 12.684.011,79). In dem Gesamtbetrag der bilanzierten Verpflichtungen sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von € 0,00 enthalten. Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 4.982.546,63 sind durch Pfandrechte gesichert. Auf den beigefügten Verbindlichkeiten-Spiegel wird verwiesen. 6. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Bei den Lieferantenschulden wird auf die Branchen üblichen Eigentumsvorbehalte hingewiesen. 7. Grundlagen der Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonst betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. 8. sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen. Aus Mietverträgen wurden im Geschäftsjahr T€ 43,6 und aus Leasingverträgen T€ 28,7 bezahlt. Diese Beträge werden auch zukünftig in etwa gleicher Höhe anfallen. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufgliedern:
2. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit T€ 4.585,7 das laufende Geschäftsergebnis und mit T€ 330,6 Steuernachzahlungen für Vorjahr. 3. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 60.238,20 (Vorjahr: € 3.357,23) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 57.523,13 (Vorjahr: € 233.624,47) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 26.792,46 (Vorjahr € 24.927,84) enthalten. 4. Erträge/Aufwendungen aus Währungsumrechnungen Erträge aus Währungsumrechnungen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von € 600.998,79 (Vorjahr: T€ 0,0) ausgewiesen. Aufwendungen aus Währungsumrechnungen sind in Höhe von € 495.875,67 (Vorjahr € 213.586,01) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Im Zinsaufwand sind Zinsen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von € 6.629,00 (Vorjahr € 20.021,00) enthalten. VI. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführer schlagen der Gesellschafterversammlung vor, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahre € 3,0 Mio. auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Aus der Ukraine-Krise sind weiterhin keine direkten Einflüsse auf die Gesellschaft zu erwarten. Indirekte Einflüsse ergeben sich z.B. aus Inflation und steigenden Energiepreisen. Diese Auswirkungen sind jedoch beherrschbar. Uns liegen bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses keine konkreten Erkenntnisse vor, wonach eine mittelbare Belastung der Gesellschaft aufgrund wirtschaftlicher Nachteile ihrer Kunden bzw. Vertragspartner zu erwarten wäre. VIII. Sonstige Pflichtangaben Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Geschäftsführer, Herrn Mathias Haase, Falkenstein/Harz, MBA Herrn Norman Thor, Aschersleben, Dipl. Ing. geführt. Die Angaben gemäß § 285 Abs. 9 a und b HGB entfallen mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB für die Geschäftsführung. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 444 (Vorjahr 415) Arbeitnehmer (119 Angestellte und 325 gewerbliche Mitarbeiter) beschäftigt. Auszubildende werden nicht eingerechnet. Vergütungen an den Abschlussprüfer Das Prüfungshonorar des Abschlussprüfers beträgt € 30.000,00. Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
sonstige BerichtsbestandteileUnterzeichner
Ermsleben, den 14. März 2024 gez. Norman Thor gez. Mathias Haase Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 11.04.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Tonfunk GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Tonfunk GmbH - bestehend aus Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tonfunk GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht ein insgesamt zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, eine hinreichende Sicherheit zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden kann, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten könnten. - gewinnen wir ein Verständnis vom dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängende Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten könnten jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, eischließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, 02. April 2024 CURA
Broich Oepen
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