Funk Gruppe GmbH
Selbe AdresseMit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anja Dr. Funk seit 2.2.2023 | Geschäftsführer |
Frank Dr. Hennings seit 11.1.2013 | Prokura |
Alexander Ramcke seit 11.1.2013 | Prokura |
Jürgen Haarig seit 11.1.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Robert Funk | 27.27% |
| 22.22% | |
| 5.05% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Funk Gruppe GmbHEigenbeteiligung | 0.01% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Funk Gruppe GmbHBerlin und HamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Unternehmens Der Funk Gruppe-Konzern (FGK) erbringt als Systemhaus für Risikolösungen Dienstleistungen auf allen Gebieten der Versicherungs- und Finanzwirtschaft im In- und Ausland mit Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Die Funk Gruppe GmbH (FGG) ist die Holding Gesellschaft aller Funk-Firmen. Sie erbringt alle Management- und Zentralfunktionen für die Funk-Firmen. Der Konzern gliedert sich in Versicherungsmakler- und Beratungsfirmen sowie eine Agenturfirma. Die Funk Gruppe bietet Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen, Verbänden, Freiberuflern und Privatpersonen national und international individuelle Risikolösungen und Beratungsdienstleistung. Das Dienstleistungsspektrum umfasst alle traditionellen Tätigkeiten eines technischen Versicherungsmaklers sowie Dienstleistungen eines modernen Beratungsunternehmens für ganzheitliches Risikomanagement. Alle Dienstleistungen werden in einer an den Bedürfnissen der Kunden orientierten mit klar definierten Prozessen dezentralen/zentralen Unternehmensstruktur erbracht. 1879 gegründet, ist die Funk Gruppe heute Deutschlands größter eigenständiger Versicherungsmakler. Die Funk Gruppe ist in Deutschland an den Standorten Berlin, Bielefeld, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, Regensburg und Stuttgart tätig. In Italien, Österreich, Polen, Ungarn, Rumänien, Schweiz, Liechtenstein und in China ist die Funk Gruppe mit eigenen Gesellschaften vertreten. Insgesamt ist die Funk Gruppe an 36 Standorten vertreten. Weltweiter Service wird durch das eigene Funk Alliance Netzwerk sichergestellt. Eigene Auslandsgesellschaften sowie renommierte internationale Partner, die nach ihrer Expertise, lokalen Reputation und Qualität ihrer Dienstleistung sorgfältig ausgewählt werden, arbeiten nach definierten Prozessen zusammen und bieten so den Kunden globalen Service mit 300 Büros in 100 Ländern an. Funk bietet den Kunden bereits seit den 1970er Jahren die Betreuung internationaler Programme an. Wir haben unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Darin berichten wir zu unseren Maßnahmen und Leistungen rund um das Thema Nachhaltigkeit. Mit der Veröffentlichung geben wir eine ehrliche und offene Transparenz zu unserer Nachhaltigkeit und zeigen, dass wir diese auch nach externen Kriterien beurteilen lassen. Gleichzeitig gehen wir auf das steigende Bedürfnis unserer Kunden und auch unserer Mitarbeitenden ein, mehr zur Nachhaltigkeit bei Funk zu erfahren. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliches und branchenspezifisches Umfeld Im Jahr 2022 ist das Bruttoinlandsprodukt um 1,9 % gestiegen, nachdem der Zuwachs im Jahr zuvor bei 2,6 % lag. Deutschland hat im Jahr 2022 die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine gut bewältigt. Die deutsche Wirtschaft behauptete sich trotz Energiekrise und den damit verbundenen extremen Energiepreiserhöhungen, steigenden Nahrungsmittelpreisen, anwachsenden Zinsen, dem Fachkräftemangel, der andauernden und zum Jahresende nachlassenden Corona-Pandemie sowie vielen Material- und Lieferengpässen. Lag die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2022 bei 6,9 %, stieg sie im Dezember schon auf 8,6 % an. Der Arbeitsmarkt in Deutschland erfuhr eine weitere Erholung. Die Zahl der Beschäftigten stieg von rund 45,4 Millionen auf fast 46 Millionen an, d.h. die Zahl wuchs um fast 600.000 an. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,3 %. Während die Dienstleistungsbereiche von Nachholeffekten profitierten, bremsten hohe Preise und Materialmangel die Industrieproduktion sowie das Baugewerbe. Handel, Verkehr und Gastgewerbe sorgten für ein kräftiges Plus und wuchsen um 4 %. Die Bereiche Information und Kommunikation legten um 3,6 % zu. Hohe Materialkosten und schlechtere Finanzierungsbedingungen führten im Baugewerbe zu einem Rückgang von 2,3 %. Auch die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe nahm wegen der eingeschränkten Verfügbarkeit von Vorprodukten kaum zu und lag nur bei 0,2 %. Die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft waren im Jahr 2022 private Konsumausgaben. Hier gab es erneut Nachholeffekte. Aber auch der Staat gab deutlich mehr Geld aus und trug zur positiven Entwicklung bei. Für 2023 wird eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um nur 0,2 % erwartet. Die Weltwirtschaft wuchs im Vergleich im vergangenen Jahr um 3,2 %. Der Anstieg für das Jahr 2023 wird mit einem Plus von 2,3 % prognostiziert. Angesichts der aktuellen Krisen sank das Beitragsvolumen der deutschen Versicherungswirtschaft über alle Sparten hinweg in 2022 um 0,7 % auf 224,3 Mrd. €. Die Lebensversicherung verbucht ein Beitragsminus von 6 % auf 97,1 Mrd. €, die private Krankenversicherung ein Plus von 3,1 % auf 46,8 Mrd. € und die Schaden- und Unfallversicherung einen Zuwachs von 4 % auf 80,4 Mrd. €. Während die private Altersversorgung rückläufig war, wuchs die betriebliche Altersversorgung um 3,7 % auf 20,3 Mio.€ Prämieneinnahmen an. Die Schaden- und Unfallversicherung schrieb 2022 schwarze Zahlen. Während die Einnahmen um 4 % stiegen, sanken die Ausgaben um 5,6 %. Unter dem Strich stand damit ein versicherungstechnischer Gewinn von 5 %, d.h. die Combined Ratio lag bei 95 %. Im Industriegeschäft haben sich die Ergebnisse ebenfalls in einigen Sparten und von Versicherer zu Versicherer verbessert. Aller Voraussicht nach wird es weitere Erhöhungen infolge von schlechten Schaden-Kostenquoten und inflationsbedingten Preisanstiegen geben. Für das Jahr 2023 blickt die deutsche Versicherungswirtschaft vorsichtig optimistisch nach vorne und rechnet mit steigenden Einnahmen in allen Sparten in Summe von 2-3 %. Die versicherungswirtschaftlichen Entwicklungen im EU-Wirtschaftsraum sind trotz regionaler Besonderheiten ganz ähnlich und weisen dem Grunde nach nur geringe Unterschiede zum deutschen Versicherungsmarkt auf. 2.2 Entwicklung der Funk Gruppe Die Entwicklung der Funk Gruppe korreliert eng mit der qualifizierten Beratung und Betreuung des Kundenbestandes, dessen Sicherung und Ausbau. Gezielte mehrwertstiftende Investitionen sowie das Streben nach prozessualen Optimierungen fördern die positive Entwicklung des Unternehmens ebenso wie die Gewinnung neuer Kunden. Zielgruppenspezifische Angebote und Dienstleistungen für Klienten aus den Bereichen Industrie, Handel, Dienstleistungen, Immobilienwirtschaft, Heilwesen und freie Berufe sind dabei von besonderer Relevanz. In allen Geschäftssegmenten wächst die Funk Gruppe kontinuierlich durch umfassende und ganzheitliche Betreuung bestehender und neuer Kunden. Die Ergänzung der professionellen, klassischen Tätigkeiten eines technischen Versicherungsmaklers mit den Beratungsansätzen für ganzheitliches Risikomanagement geben dieser Entwicklung die entsprechenden Impulse und werden vom Markt positiv votiert. Jahrzehntelange Erfahrung in Verbindung mit kundenbezogenen maßgeschneiderten Produkten, Serviceleistungen und Prozessen sind hierbei die Erfolgsfaktoren. Weltweit bietet die Funk Gruppe durch das eigene internationale Netzwerk "The Funk Alliance" in Ergänzung zu den eigenen Tochtergesellschaften im Ausland eine umfassende Betreuung und Service für die Kunden an. Im Jahr 2022 konnten Provisions- und Honorarerlöse in Höhe von 241,1 Mio. € erwirtschaftet werden. Der Konzern konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen durch einen einmaligen außerordentlichen Sonderertrag beeinflussten Jahresüberschuss in Höhe von 41,4 Mio. € erzielen. Ohne diesen Sonderertrag lag der Jahresüberschuss um 8,8 % unter dem Vorjahresergebnis und lag damit unter den Erwartungen. Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzsteigerung von 4 % konnte mit einem tatsächlichen Umsatzzuwachs von 9,6 % deutlich übertroffen werden. Dies lag u. a. an im laufenden Geschäftsjahr bereits verbuchbaren neuen Projektgeschäften und Kundenverbindungen, wobei die Steigerung der Umsätze auf fast alle Firmen, Sparten und Standorte der Funk Gruppe zurückzuführen ist. Zusätzlich zur Sicherung und zum Ausbau des Kundenbestandes waren die Neukundengewinnung, das Incominggeschäft sowie Spezialitäten im Projektgeschäft ursächlich für das Ergebnis. Parallel dazu werden durch gezielte Investitionen in Personal- und Sachressourcen die kapazitären und qualitativen Ressourcen und Kapazitäten erweitert. Die Herausforderungen für das Lebens- und betriebliche Altersversorgungsgeschäft sind konstant hoch und komplex. Mittels zahlreicher Maßnahmen zur Neuorientierung konnten die Umsätze aus dem Altersversorgungsgeschäft sowie der Analyse, Beratung und Gestaltung von Vergütungskonzepten auch im Jahr 2022 deutlich gesteigert werden. Die ausländischen Gruppenfirmen und Standorte der Funk Gruppe konnten sich in den jeweiligen Märkten behaupten und ihre Marktpositionen festigen und darüber hinaus größtenteils weiterentwickeln. Funk Österreich konnte den Umsatz und damit die Provisions- und Honorarerlöse im vergangenen Jahr deutlich steigern. Im gleichen Zeitraum wurde sowohl in Personal als auch sächliche Mittel investiert, weshalb das Gesamtergebnis sank. Für 2023 wird eine deutliche Erholung vorhergesagt. In der Schweiz konnte die Funk Insurance Brokers AG auch in 2022 durch deutlich steigende Umsätze das Jahresergebnis verbessern. Eine weitere positive Entwicklung wird für das Jahr 2023 erwartet. Das erst Mitte 2018 gegründete Tochterunternehmen mit Sitz in Vaduz in Liechtenstein entwickelt sich weiterhin äußerst erfreulich und wächst beim Umsatz und Gewinn. In Polen konnte die Funk Polska Sp.z.o.o sowohl den Umsatz als auch das Jahresergebnis steigern. Investitionen in das Personal sowie in sächliche Güter zeigen ihre Wirkung. Für 2023 wird weiterhin eine positive Entwicklung prognostiziert. Die Gründung einer weiteren Niederlassung in Danzig befindet sich in Planung. Die Funk Tochtergesellschaft in Ungarn verzeichnete in 2022 im Vergleich zum Jahr 2021 ein ähnliches und damit gleichbleibendes Ergebnis auf Basis gleicher Umsatzerlöse und Kosten. Für 2023 wird ein ähnliches Ergebnis erwartet. In Italien konnten die Erwartungen für das Jahr 2022 nicht ganz erreicht werden. Steigenden Umsatzerlösen stehen leicht höher gewachsene Kosten gegenüber, so dass der Jahresüberschuss etwas unter dem Vorjahresniveau liegt. Für 2023 wird eine Ergebnisverbesserung prognostiziert. In Rumänien liegt das Jahresergebnis leicht über dem Vorjahresniveau. Der Umsatzzuwachs war erfreulich hoch in 2022 und konnte die Investitionen in dem gleichen Jahr kompensieren. Für 2023 rechnen wir mit einer weiterhin positiven Entwicklung. Die Funk Beratungsgesellschaft in China, Funk Risk Consulting (Shanghai) Co. Ltd. verzeichnete erste Erfolge und bestätigte damit den strategischen Ansatz. Im 143. Jahr der Firmengeschichte wurde mit Wirkung zum 01.01.2023 der Generationswechsel in der Geschäftsführung der Funk Gruppe GmbH vollzogen. Durch das altersbedingte Ausscheiden von Herrn Yorck Hillegaart zum 31.12.2021 und den Herren Thomas Abel und Claudius Jochheim zum 31.12.2022 besteht die Geschäftsführung ab 01.01.2023 aus fünf Personen - Frau Dr. Anja Funk-Münchmeyer, Herrn Ralf Becker, Herrn Christoph Bülk, Herrn Hendrik Löffler und Herrn Bernhard Schwanke. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass alle Geschäftsführer aus den eigenen Reihen des Unternehmens kommen und bereits seit vielen Jahren bei Funk tätig sind. Eine hohe Kontinuität des Führungsteams beschert dem Unternehmen Stabilität, die Fokussierung auf die Kunden und den Markt sowie die Fortsetzung des vornehmlich organischen Wachstums. 3. Lage des Konzerns 3.1 Vermögenslage Die Konzern-Bilanz hat zum Schluss des Geschäftsjahres folgende Struktur:
Forderungen bestehen überwiegend aus dem Kundeninkasso für Versicherungsprämien und Verbindlichkeiten aus der Abrechnung mit dem Versicherer. Die verwalteten Prämieneinnahmen unterliegen daher einer kurzfristigen Finanzanlage (z.B. Termin- und Tagesgelder). 3.2 Finanzlage 3.2.1 Investitionen Im Berichtszeitraum 2022 fanden im Wesentlichen erneut Investitionen in unsere Personalkapazitäten sowie in die Modernisierung unserer IT statt. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung (davon ausgenommen IT) und die festen Büroeinbauten werden in Deutschland innerhalb der Funk Gruppe von der Tochtergesellschaft Funk Versicherungsmakler GmbH (FVM) vorgehalten und im Rahmen einer Nutzungsumlage auf die Gruppenfirmen verteilt. Die IT, Soft- und Hardware wird von der Muttergesellschaft FGG den deutschen Gruppenfirmen über eine Dienstleistungsvereinbarung angeboten. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2022 für Software und Hardware beliefen sich auf 5,5 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €). Die diesbezüglichen Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 betrugen 4,9 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €). Eigener Grundbesitz ist nicht vorhanden. Die Geschäftsräume aller Firmen der Funk Gruppe sind gemietet. Die Gesamtkosten betragen jährlich ca. 7,0 Mio. €. In den Bereichen Fuhrpark, technische Geräte, Kopierer etc. erfolgt die Bereitstellung über Anlage-Leasing. Der Leasingaufwand des Geschäftsjahres betrug 2,6 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €). Sämtliche getätigten Investitionen konnten im Vorjahr aus dem laufenden Cashflow finanziert werden. Durch Thesaurierung von Gewinn wird das Eigenkapital der Funk Gruppe dem Finanzierungsbedarf angepasst. 3.2.2 Liquidität Ergänzend zu unseren Ausführungen zur Investitionstätigkeit ist festzustellen, dass auch im Geschäftsjahr 2022 eine Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien und Bankdarlehen bei der Funk Gruppe und bei den meisten Beteiligungsunternehmen nicht erforderlich war. Die Funk Gruppe GmbH führt das Cashmanagement der deutschen Konzerngesellschaften aus. Für 2022 betrug die Liquidität 2. Grades 142,0 % (Vorjahr: 158,4 %). Die freien Finanzmittel und Rücklagen reichten aus, um alle anfallenden Verpflichtungen pünktlich zu bedienen und um zugleich die vertraglichen Verpflichtungen für Kundengelder der Versicherer zu erfüllen. Die relativ kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel des Konzerns zum Abschlussstichtag errechnen sich wie folgt:
In den positiven Kassen- und Bankbeständen sind Festgelder in Höhe von TEUR 6.000 ausgewiesen, die eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten haben und nicht vorzeitig freigegeben werden können. 3.3 Ertragslage Die Ertragslage des Konzerns konnte im Geschäftsjahr 2022 durch einen einmaligen außerordentlichen Sonderertrag im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert werden. Auch ohne diesen Sonderertrag befindet sich die Ertragslage des Konzerns auch im Geschäftsjahr 2022 auf einem stabilen, wenn auch gegenüber Vorjahr leicht rückläufigem Niveau. Der Bruttoumsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 9,6 % deutlich gesteigert werden und liegt bei 241,1 Mio. Euro. Bezüglich der Zusammensetzung verweisen wir auf den Anhang. Die Personalkosten sind um 10,7 % gestiegen und betragen für 2022 rd. 141,7 Mio. €. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und auf Sachanlagen haben sich um 1,7 % auf rd. 4,9 Mio. € verringert. Die allgemeinen Betriebskosten betragen in 2022 rd. 50,7 Mio. € und sind damit gegenüber dem Vorjahr um 21,9 % gestiegen. Ursächlich hierfür sind vor allem erneut gestiegene IT-Kosten im Zuge der Modernisierung der IT-Infrastruktur. Das Konzernergebnis vor Ertragsteuer ist in 2022 durch einen einmaligen außerordentlichen Sonderertrag um 72,8 % gestiegen und beträgt rd. 49,4 Mio. € bzw. 20,5 % vom Bruttoumsatz. 3.4 Personal- und Sozialbereich Die Mitarbeiterzahl der gesamten Gruppe lag in 2022 durchschnittlich bei 1.508 Mitarbeitern (Vorjahr: 1.418 Mitarbeiter). Die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter genießt hohen Stellenwert und wird durch ein breites Angebot der Funk Akademie in Bezug auf fachliche, methodische und sprachliche Schulungsmaßnahmen gefördert. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a) Umweltbelange Nachhaltigkeit spielt für uns nicht nur bei der Gestaltung von Versicherungslösungen eine Rolle, sondern ist tief in unserer Unternehmenskultur verankert. Schon seit geraumer Zeit achten die Mitarbeitenden bei Funk sehr darauf, ihre tägliche Arbeit möglichst klimafreundlich zu gestalten. Unter anderem zählen folgende Maßnahmen dazu: Substitution von Flug- und Dienstreisen durch Videokonferenzen, Reduzierung des Papierverbrauchs und signifikante Umstellung auf ein papierloses Büro, Verwendung moderner Beleuchtungs- und Klimatechnik, Angebot von neuesten Verbrennungsmotoren sowie Hybrid- und Elektroantrieben bei Dienstwagen, Bezug von Ökostrom, Einsatz der Suchmaschine Ecosia, Pflanzung von Bäumen u.v.m. b) Arbeitnehmerbelange Unsere über 1.500 Mitarbeitenden sind die Basis für unseren Erfolg. Wertschätzung, Aus- und Fortbildung, Gesundheitsprävention, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Berufs- und Privatinteressen sowie eine auf Kontinuität und Langjährigkeit ausgelegte Betriebszugehörigkeit sind nur einige der in unserer Kultur und in unseren Leitlinien verankerten Werte. Zu den Maßnahmen/Angeboten zählen u.a.: Moderne Büros, modernste IT-Technik, mobiles Arbeiten, flexible Arbeitszeiten, zahlreiche Teilzeitmodelle, ein umfassendes Weiterbildungsprogramm, eine betriebliche Altersversorgung, eine betriebliche Unfallversicherung, teilweise erweiterte Lohnfortzahlung, eine betriebliche Krankenzusatzversicherung, psychologische Beratung (EAP), Job-Räder u.v.m. c) Frauenanteil in Führungsebenen Im Folgenden wird für die gesamte Funk Gruppe der Frauenanteil in der Geschäftsführung sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung zum 31.12.2022 dargestellt:
Die Funk Gruppe hat das Ziel, den Anteil der Frauen in den Führungsebenen in den kommenden Jahren kontinuierlich zu erhöhen. 5. Chancen- und Risikobericht 5.1 Risikobericht Die Erfassung und die Steuerung der Risiken werden zentral von der Funk Gruppe GmbH durchgeführt. Analysiert werden insbesondere die Markt-, Beschaffungs-, Standort-, Personal-, IT-, Finanz- und Haftungsrisiken. 5.1.1 Marktrisiken Über die Marktrisiken wurde bereits im Kapitel "gesamtwirtschaftliches und branchenspezifisches Umfeld" ausführlich berichtet. 5.1.2 Beschaffungsrisiken Die deutsche und europäische Versicherungswirtschaft befindet sich weiterhin im Wandel sowie unter wirtschaftlichem und reformbedingtem Druck. Im gewerblichen und industriellen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft gibt es trotz einiger angespannter Märkte, wie z. B. Recycling, Holzverarbeitung, Chemie, Fleisch sowie Heilwesen, in allen anderen Branchen ausreichend Risikokapazitäten, wobei in einigen Branchen und Versicherungszweigen jedoch mit steigenden Prämien zu rechnen ist. 5.1.3 Standortrisiken Die regionale Diversifizierung dient der Nähe zum Kunden unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten. Die Teams vor Ort sind flexibel, teamorientiert und vor allem auf die Betreuung und die Akquisition von Kunden fokussiert. Fachliches Know-how, Platzierung bei den Versicherern sowie die Administration der Verträge erfolgen in Deutschland arbeitsteilig in der Zentrale in Hamburg und im Stammhaus in Berlin. Nach heutiger Erkenntnis gibt es keine unerkannten Standortrisiken. 5.1.4 Personalrisiken Im Personalbereich sind eine partnerschaftliche Unternehmenskultur in Verbindung mit hoher Eigenverantwortlichkeit wesentliche Bindungsfaktoren. Die Aus- und Fortbildung wird von den Mitarbeitern sehr wertgeschätzt. Insgesamt herrscht sowohl auf der Ebene der Führungskräfte als auch bei den Mitarbeitern hohe Stabilität. Der Fachkräftemangel ist wie in allen Branchen zunehmend spürbar, gleichwohl konnte Funk als sehr attraktiver Arbeitgeber mit hoher Anziehungskraft diesem auch im vergangenen Jahr begegnen. 5.1.5 IT-Risiken Die Sicherheitsmaßnahmen im IT-Bereich sind als hoch zu bezeichnen. Daten werden regelmäßig gesichert und an sicheren Orten aufbewahrt. Der Modernisierungsprozess der IT ist in vollem Gange, er erfordert gleichzeitig deutlich höhere Investitionen als in den Vorjahren in Hard- und Software sowie Personal. Aller Voraussicht nach werden die Kosten für den IT-Bereich über denen der Vergangenheit liegen. Die Ablösung unseres bisherigen Bestandsführungssystems wird in den nächsten Jahren sukzessive erfolgen und zu steigenden IT-Kosten führen. Die Investitionen werden sich voraussichtlich nach der Einführung durch effizientere Arbeitsweisen und verbesserte Prozesse amortisieren. Generell werden technologische Entwicklungen und Kundenbedürfnisse laufend beobachtet, antizipiert und in der IT-Planung berücksichtigt. 5.1.6 Finanzrisiken Finanzrisiken sind bislang nicht erkennbar. Der Cashflow der Gesellschaft trägt im hohen Maße dazu bei, dass notwendige Investitionen der Funk Gruppe aus Eigenmitteln finanziert werden können. 5.1.7 Haftungsrisiken Unternehmensgefährdende Haftungsrisiken sind derzeit nicht zu erkennen. 5.1.8 Gesamtrisikoposition Es liegen keine Informationen oder Erkenntnisse vor, die es notwendig machen, weitere Rückstellungen als diejenigen zu bilden, die in der Bilanz ausgewiesen wurden. Die Unternehmensgruppe ist gut positioniert und in ihrem Tätigkeitsspektrum, den Standorten, den Kundensegmenten und den Branchen ausreichend diversifiziert. 5.2 Chancenbericht Die wachsende wirtschaftliche Komplexität und Globalisierung, die gesetzlichen und regulatorischen Veränderungen sowie der technische Fortschritt und die Digitalisierung stellen zunehmend für alle Marktteilnehmer eine Herausforderung dar. Infolge dieser Veränderungen gilt es sich anzupassen und die Chancen zu eruieren und zu nutzen. Für alle uns bekannten Themen wurden rechtzeitig und aktiv Arbeits- und Projektgruppen initiiert, die sich mit Veränderungen und chancenwahrenden Maßnahmen sowie deren Umsetzung beschäftigen. Das Thema Digitalisierung wird unsere Kerntätigkeiten unterstützen, erleichtern und verbessern, weshalb wir darin eine Stärkung unseres Geschäftsmodells sehen. Zudem bieten die Digitalisierung und die damit verbundenen Risiken für Unternehmen neue interessante Geschäftsmöglichkeiten. Gerade hier sind Expertenwissen und die Generierung neuer Deckungskonzepte gefragt und von besonderer Relevanz. Unsere bundesweite kundennahe Betreuung fördert die Entwicklung des Unternehmens. Die Ausrichtung in Bezug auf den Kunden als Berater in allen Sparten mit hochspezialisierten Experten bietet zusätzliche Geschäftschancen. Die jahrzehntelange Erfahrung im internationalen Geschäft sowie die wachsende Zahl betreuter internationaler Programme hat dem Unternehmen eine hohe Reputation verschafft, sodass die Funk Gruppe eine steigende Nachfrage in diesem Geschäftsfeld erfährt. 6. Prognosebericht Höchste Priorität genießen auch in 2023 der Erhalt und Ausbau bestehender Kundenverbindungen, die Gewinnung neuer Kunden als auch die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse, Strukturen und Elemente unserer qualifizierten Dienstleistung und Beratung. Der seit dem 24.02.2022 andauernde Krieg in der Ukraine stellt weltweit ein einschneidendes Ergebnis dar. Lieferkettenprobleme, eine anhaltende hohe Inflation infolge der Energiekrise und umfangreiche Handelssanktionen belasten die deutsche Wirtschaft, die EU-Mitgliedstaaten und viele andere Länder und Wirtschaftssysteme. Wie lange der Konflikt und dessen Auswirkungen anhalten werden, ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht absehbar. Glücklicherweise ist die Energieversorgung größtenteils sichergestellt, so dass mit dramatischen Auswirkungen auf die Produktion aktuell nicht zu rechnen ist. Die Lage dämpft jedoch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in vielen Ländern. Für 2023 sind die Wohnungswirtschaft und die gewerbliche Immobilienwirtschaft stabil einzuschätzen. Für 2023 prognostizieren wir eine Steigerung der Umsatzerlöse von 5 %. Insgesamt rechnen wir mit einem Ergebnis, welches sich aller Voraussicht nach auf ähnlichem Niveau wie 2022 bewegen wird. Sollte die Zahl von Insolvenzen in Folge der globalen Unsicherheiten in 2023 stark ansteigen und es bei den umsatzabhängigen Versicherungen zu Reduzierungen kommen, wird es Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung haben. Die Zeit ist ausreichend und wird genutzt, um einer solchen Entwicklung ausgleichend und dämpfend entgegenzuwirken. Die Kunden bedürfen in der Phase mehr denn je den professionellen Rat.
Berlin und Hamburg im August 2023 Funk Gruppe GmbH Für den Konzern die Geschäftsführung KonzernbilanzAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Der der Kapitalflussrechnung zugrundeliegende Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel aus Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 70.647) abzüglich Festgeldanlagen mit einer Restlaufzeit von mehr als drei Monaten (TEUR 6.000) und kurzfristigen Bankverbindlichkeiten (TEUR 400). Konzerneigenkapitalspiegel
Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022Die Funk Gruppe GmbH hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs einen Einzelabschluss für "mittelgroße" Kapitalgesellschaften und als Muttergesellschaft zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss für die Funk-Gruppe aufgestellt. Die Funk Gruppe GmbH ist bei den Registergerichten Berlin und Hamburg unter den Nummern HRB 11983 und HRB 20748 eingetragen. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss besteht gemäß § 297 Abs. 1 HGB aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang nebst Konzernanlagenspiegel, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel, die zusammen eine Einheit bilden. Der vorliegende Konzernabschluss wurde, soweit im Folgenden nichts anderes angegeben ist, unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs-, Ansatz-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze nach dem deutschen HGB aufgestellt. Die Ausweiswahlrechte wurden weitgehend zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt. B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises (einschließlich Anteilsbesitz) Die Einbeziehung von Tochterunternehmen und die Wahl der Konsolidierungsmethode erfolgte nach dem Prinzip der Zweckmäßigkeit und im Hinblick darauf, die Aussagekraft des Konzernabschlusses entsprechend den aufeinander abgestimmten Tätigkeitsfeldern und Geschäftsprozessen der einzelnen Funk-Firmen als wirtschaftliche Einheit zu verbessern. In den Konsolidierungskreis sind nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, soweit sich aus § 296 HGB nichts anderes ergibt. Im Berichtsjahr haben sich, bis auf nachstehend dargestellt, keine Änderungen im Konsolidierungskreis ergeben. Die Ascor International S.R.L. wurde mit Wirkung zum 01.01.2022 auf die Funk International Italia SpA (konzernintern) verschmolzen. I. Vollkonsolidierte Unternehmen Der Kreis der nach § 313 Abs 2 Nr. 1 Satz 1 HGB vollkonsolidierten Gesellschaften besteht neben der Funk Gruppe GmbH, Hamburg, aus folgenden Unternehmen:
Die Mehrheit der Stimmrechte bei Funk-BBT ist gesellschaftsvertraglich durch einen Stichstimmentscheid zugunsten der Funk Gruppe bei Stimmengleichheit geregelt. Assoziierte Unternehmen Folgende Gesellschaft wurde gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 2 HGB als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
C. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung ist im Fall der Erstkonsolidierung nach der seit Inkrafttreten des BilMoG ausschließlich zulässigen Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB erfolgt. Es wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, im Falle der Folgekonsolidierung die Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB aF) fortzuführen. Die Verrechnung erfolgte auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Die Vollkonsolidierung führt bei Beteiligungen unter 100 % zu einem Minderheitenausweis. Der Ausweis der nicht beherrschenden Anteile erfolgt als Ausgleichposten gesondert innerhalb des Bilanzpostens "Eigenkapital". Für die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Unterschiedsbeträge der Aktivseite (TEUR 7.288) wurde ein aktiver Konsolidierungsausgleichsposten für Geschäftswerte innerhalb des Bilanzpostens "Immaterielle Vermögensgegenstände" des Anlagevermögens gebildet. Die Abschreibung der aktiven Unterschiedsbeträge gemäß § 309 Abs. 1 HGB richtet sich nach der für jeden Geschäftswert festgelegten Restnutzungsdauer. Änderungen aufgrund von Zu- und Abgängen bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in der Folgekonsolidierung berücksichtigt, wobei diese Vorgänge grundsätzlich erfolgsneutral behandelt werden. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die dabei auftretenden Konsolidierungsdifferenzen aufgrund von Währungskursdifferenzen werden erfolgsneutral als Sonderposten des Eigenkapitals ausgewiesen. Eine Zwischenergebniseliminierung gemäß § 304 Abs. 1 HGB wurde nicht vorgenommen, da keine Vermögensgegenstände in den Konzernabschluss übernommen wurden, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Ausschüttungen von Unternehmen, die mit diesen Gewinnen bereits im Vorjahr im Konzern-Jahresüberschuss erfasst waren, wurden erfolgsneutral mit dem Konzerngewinnvortrag verrechnet. Ebenso wurden die damit verbundenen Währungskursdifferenzen erfolgsneutral behandelt und im Bilanzposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. D. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Funk Gruppe geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Geringfügige Abweichungen von diesen Methoden bei ausländischen Konzernunternehmen in Italien, Polen, Rumänien, Ungarn und China haben keinen nennenswerten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren) bewertet. Erworbene Mandate (gesonderter Kundenstamm) werden über 8 Jahre abgeschrieben. Die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet (§ 309 Abs. 1 HGB). Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer richtet sich bei Maklerunternehmen und Beratungsunternehmen nach der Retentionsrate (Verweildauer der Kunden). Für Komposit-Makler und für die Tochtergesellschaften im Geschäft der betrieblichen Altersvorsorge beträgt die Verweildauer der Kunden im Durchschnitt 20 Jahre. Davon abweichend reduziert sich die Verweildauer bei den ausländischen Tochtergesellschaften in Osteuropa auf 15 Jahre. Bei den übrigen Beratungsunternehmen wurde die Nutzungsdauer auf 5 Jahre angesetzt. Bei unterjährigen Zu- und Abgängen bemisst sich die Abschreibung zeitanteilig. Auftretende Währungskursdifferenzen werden erfolgsneutral behandelt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren) angesetzt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Das Finanzanlagevermögen wurde mit den ursprünglichen Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (größtenteils aus dem Inkasso-Durchlaufgeschäft) sind zu Nennbeträgen angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Kassen- und Bankmittel sind zu Nennwerten ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen für Versorgungszusagen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt und auf Basis einer gutachterlichen Bewertung zum Stichtag bilanziert. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen beruhen auf Differenzen bei der Bewertung des Anlagevermögens, der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden mit diesen saldiert. Der Berechnung wurde ein für den Konzern durchschnittlicher Steuersatz von 29 % zu Grunde gelegt. Insgesamt ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 148. Auf die Ausübung des Aktivierungswahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. §§ 298, 306 HGB wurde verzichtet. In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Devisenkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Grundsätzlich kommt bei der Währungsumrechnung die modifizierte Stichtagskursmethode zur Anwendung. Die in Landeswährung aufgestellten Abschlüsse der Tochterunternehmen in Polen, Rumänien, Ungarn, China und der Schweiz sind in der Konzernbilanz zum Abschlussstichtagskurs und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet worden. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse der konsolidierten Gesellschaften werden erfolgsneutral behandelt und in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. E. Bilanzerläuterungen Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände ist in dem folgenden Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Die bei der Kapitalkonsolidierung entstandenen aktiven Unterschiedsbeträge wurden als Geschäftswert ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden insbesondere Prämienforderungen an Versicherungsnehmer und Schadensgutschriften gegenüber Versicherern aus dem laufenden Inkassogeschäft ausgewiesen. Darunter befinden sich auch die eigenen Provisionsforderungen. Im Übrigen werden Honorarforderungen aus dem Makler- und Beratungsgeschäft ausgewiesen. Forderungsspiegel (Vorjahreswerte in Klammern)
Die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen sind zugleich Forderungen gegen assoziierte Unternehmen. Liquide Mittel In den liquiden Mitteln sind Festgelder in Höhe von TEUR 6.000 ausgewiesen, die eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten haben und nicht vorzeitig freigegeben werden können. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorausbezahlte Aufwendungen für das folgende Geschäftsjahr. Passive Rechnungsabgrenzungen werden im Wesentlichen für vereinnahmte Provisionsanteile gebildet, soweit diesen eine ausstehende Gegenleistung für einen bestimmten Vertragszeitraum zu Grunde liegt. Eigenkapital Einstellungen in die Gewinnrücklagen erfolgten bei der Funk Gruppe GmbH und bei der Funk Risk Consulting (Shanghai) Co. Ltd. Für die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Beteiligungsunternehmen wird ein Sonderposten ausgewiesen. Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals ist diesem Anhang als Anlage beigefügt (Konzern-Eigenkapitalspiegel). Die Funk Gruppe GmbH hält eigene Anteile in Höhe von TEUR 20 (1% des Nennkapitals). Rückstellungen Für unmittelbare Pensionszusagen in der Funk Gruppe GmbH sowie in der Tochtergesellschaft Funk Versicherungsmakler GmbH werden Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Die Pensionsverpflichtungen der Funk Gruppe GmbH und der Funk Versicherungsmakler GmbH wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung eines Rententrends von 3 % p.a. bzw. 5,25 % alle drei Jahre und unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Dr. Heubeck bewertet. Die Abzinsung erfolgte der Restlaufzeit entsprechend mit dem zum Stichtag von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 1,79 % (10-Jahres-Durchschnittszinssatz) bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 7. Die Steuerrückstellungen entsprechen den Werten aus den Einzelbilanzen der konsolidierten Unternehmen. Sonstige Rückstellungen - insbesondere für Ansprüche des Personals aus Tantiemen, Urlaub etc. - werden im betriebsüblichen Umfang ausgewiesen. Es bestehen langfristige sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.372. Die Abzinsung dieser Rückstellungen erfolgte unter Berücksichtigung der Restlaufzeit mit den zum Stichtag von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätzen. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden nach bestmöglicher Schätzung in die Ermittlung des in kaufmännischer Weise notwendigen Erfüllungsbetrags einbezogen. Verbindlichkeiten Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden insbesondere Abrechnungsverbindlichkeiten gegenüber Versicherern und Vermittlern aus dem laufenden Inkassogeschäft sowie Auszahlungsverpflichtungen gegenüber Kunden für Versicherungsschäden ausgewiesen. Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahreswerte in Klammern)
Die Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, unbesichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag am 31. Dezember 2022 bestanden aus bankmäßigen Mietbürgschaften Aval-Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 287 sowie Verpflichtungen aus Patronatserklärungen in Höhe von TEUR 827. Aufgrund der guten Liquiditätslage und der geschäftlichen Entwicklung des betreffenden Tochterunternehmens wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet. Ferner bestanden wesentliche nicht bilanzierte Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen. Der Gesamtbetrag über die Restlaufzeit dieser sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 46.711. F. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse gliedern sich gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB wie folgt auf:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 245 sowie Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung aus der Veräußerung einer Beteiligung über TEuro 23.391. Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 2.711 enthalten. In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.203 sind Abschreibungen auf den Ausgleichsposten für aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 1.572 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 302. Unter den Beteiligungserträgen befinden sich Ausschüttungen assoziierter und nicht konsolidierter Beteiligungsunternehmen. Der Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Veränderung der Abzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 7. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entsprechend den Ergebnissen aus den Einzelbilanzen der konsolidierten Unternehmen. Auf eine Neuberechnung des Steueraufwands aus Konzernsicht wurde verzichtet, weil der ausgewiesene Steueraufwand mit rd. 30 % vom Ergebnis vor Steuern und außergewöhnlichen Erträgen die durchschnittliche Steuerbelastung der vom Konsolidierungskreis betroffenen Staaten relativ gut widerspiegelt. Der Konzernüberschuss enthält anderen Gesellschaftern zustehenden Gewinn in Höhe von TEUR 1.949 (Vj.: 1.651 TEUR). G. Sonstige Pflichtangaben Honorar des Abschlussprüfers
Der Posten Abschlussprüfung umfasst die Honorare für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Funk Gruppe GmbH sowie für die Prüfung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften. Der Posten Steuerberatungsleistungen umfasst die Honorare für die Funk Gruppe GmbH und für die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl (Angestellte ohne Geschäftsführer und Auszubildende) belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 1.508 , davon wurden 1.237 Mitarbeiter im Inland beschäftigt. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch:
Die Angabe der Gesamtbezüge (§ 285 Nr. 9a HGB) der Geschäftsführung unterbleibt mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Konzernabschluss Die Funk Gruppe GmbH, erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger. Befreiung von der Offenlegung der Einzelabschlüsse Mit Ausnahme der Funk Humanitas GmbH und der Funk Schadensmanagement GmbH sind sämtliche deutsche, in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften der Funk Gruppe GmbH gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Pflicht zur Offenlegung des Einzelabschlusses befreit. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Abschlussstichtag nicht ergeben. Verwendung des Ergebnisses des MutterunternehmensDie Angabe zur Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens ist im Jahresabschluss der Funk Gruppe GmbH enthalten, der im Bundesanzeiger veröffentlicht ist.
Berlin und Hamburg, den 31. August 2023 Für den Konzern die Geschäftsführung der Funk Gruppe GmbH Ralf Becker Christoph Bülk Hendrik Florian Löffler Dr. Anja Funk-Münchmeyer Bernhard Schwanke Konzernanlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Billigung: Der Konzernabschluss wurde am 24.10.2023 gebilligt. BestätigungsvermerkBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Funk Gruppe GmbH Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der Funk Gruppe GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Funk Gruppe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 4 c) des Konzernlageberichtes enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Im Konzernanhang unterbleibt die Angabe nach § 314 Nr. 6 a) HGB unter Verweis auf die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Schutzklausel sind jedoch nicht erfüllt. Somit fehlt dem Konzernanhang die Pflichtangabe gemäß § 314 Nr. 6 a) HGB. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 31. August 2023 NTU
GmbH
Oliver Schepers, Wirtschaftsprüfer Florian Moritz, Wirtschaftsprüfer |
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