Stadtwerke Backnang GmbH
Schlachthofstraße 6, 71522 Backnang, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Steffen seit 29.10.2021 | Geschäftsführer |
Jörg Stefan Schröder seit 2.11.2010 | Prokura |
Tanja Hummel seit 2.11.2010 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
Städtische Holding Backnang GmbH i.G. | 51.00% |
| 28.65% | |
| 20.35% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 49.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Backnang GmbHBacknangJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG, TKG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz für das Geschäftsjahr 2023Aktivseite scroll
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Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 01.01.2023 - 31.12.2023scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Stadtwerke Backnang GmbH, Backnang - HRB 271726 Amtsgericht StuttgartI. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach § 266 und § 275 HGB verfahren. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft, laut Gesellschaftsvertrag ist der Jahresabschluss nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG), aufgestellt. Die von den Kunden vereinnahmte Energie- und Stromsteuer wird als branchentypische Verbrauchssteuer offen von den Umsatzerlösen abgesetzt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme einer positiven Fortbestehensprognose. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. Bilanz Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, wobei auf die eigenen Leistungen entsprechende Lohn- und Materialgemeinkostenzuschläge berechnet wurden. Die planmäßigen Abschreibungen sind im Rahmen der auch für steuerliche Zwecke anerkannten Grundsätze vorgenommen worden, soweit steuerlich zulässig, in linearer oder degressiver Form. Hierbei finden die AfA-Tabellen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer Anwendung. Bei den Neuzugängen wurde die lineare Abschreibung angewandt. Die Bilanzansätze der Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens geht aus dem Anlagennachweis hervor. Im Anlagevermögen gibt es bei den Stromzählern eine Abweichung der Aktivierung im Vergleich zu Gas und Wasser. Die Gas- und Wasserzähler sind geringwertige Wirtschaftsgüter und berücksichtigen zudem die Eichfrist. Bei den Stromzählern finden die AfA-Tabellen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer Anwendung. Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte mit den durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nennwert abzüglich Wertberichtigungen (Einzelwertberichtigung und Pauschalwertberichtigung) und die übrigen Forderungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten auch den zum Bilanzstichtag noch nicht abgelesenen, hochgerechneten Verbrauch aus Gas-, Wasser- und Wärmelieferungen, der Stromnetzversorgung (17.807 TSD Euro) sowie Abschlagszahlungen (6.416 TSD Euro). Die Forderungen aus den Abwasserabrechnungen sind mit den Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Backnang aus Abwassergebühren verrechnet. Der daraus resultierende Verbindlichkeitensaldo (64 TSD Euro) ist unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind hauptsächlich Steuerabgrenzungen (2.099 TSD Euro), rechtlich nach dem Abschlussstichtag entstandene Vorsteuererstattungsansprüche (206 TSD Euro) sowie Forderungen aus der Energiesteuer (41 TSD Euro) und die erworbenen CO2 -Zertifikate (735 TSD Euro) enthalten. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Unter den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind für ein Gesellschafterdarlehen an die backnangstrom GmbH & Co. KG 20 TSD Euro (Vorjahr 42 TSD Euro) mit einer Laufzeit von ein bis fünf Jahren ausgewiesen. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eigenkapital Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert bewertet. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Als Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen sind von öffentlicher Hand erhaltene Zuschüsse an den Ausbaukosten der Verteilungsanlagen passiviert. Sie werden entsprechend der Nutzungsdauern der Investitionen im Sachanlagenvermögen linear zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Empfangene Ertragszuschüsse Als Empfangene Ertragszuschüsse sind von den Kunden erhaltene Anteile an den Ausbaukosten der Verteilungsanlagen passiviert. Sie werden innerhalb von 30 Jahren linear zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Von 2003 bis 2009 zugegangene Ertragszuschüsse wurden im Sachanlagenvermögen (Verteilungsanlagen) aktivisch abgesetzt. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurden 2022 zu den Empfangenen Ertragszuschüssen umgegliedert. Sie werden innerhalb von 30 Jahren linear zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Rückstellungen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst worden. Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere das Regulierungskonto Gas (761 TSD Euro; Vorjahr 663 TSD Euro), die CO2 -Zertifikate (718 TSD Euro; Vorjahr 776 TSD Euro), die Verpflichtungen aus Urlaub und Überstunden (212 TSD Euro; Vorjahr 222 TSD Euro), die Archivierungs-, Prüfungs- und Abschlusskosten (129 TSD Euro; Vorjahr 106 TSD Euro). Durch die Stromnetzübernahme wurden Rückstellungen für die Strom Einspeisung (1.254 TSD Euro), Stromnetz Mehrmindermengenpreis-Abgrenzung (162 TSD Euro) und die Stromnetz-Umlagen (17 TSD Euro) gebildet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. scroll
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Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden (3 Mio. Euro) und Bürgschaften der Stadt Backnang (16,19 Mio. Euro) besichert. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt: scroll
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 101 TSD Euro periodenfremde Erträge aus der Abrechnung des Wasserbezugs des Vorjahres ausgewiesen. Materialaufwand Im Materialaufwand sind periodenfremde Aufwendungen für die Gas CO2 -Zertifikate (2 TSD Euro) und die EEG-Umlage (-2 TSD Euro) enthalten. Personalaufwand Zur Gewährung einer Betriebsrente sind alle Mitarbeiter bei der Zusatzversorgungskasse Baden-Württemberg Karlsruhe (ZVK) pflichtversichert. Die Beiträge wurden im Rahmen eines Umlageverfahrens erhoben. Der Umlagesatz der ZVK beträgt seit 01. Juli 2018 6,30 % (01. Juli 2017 bis 30. Juni 2018 6,10 %), hiervon übernimmt der Arbeitgeber 5,75 % (01. Juli 2017 bis 30. Juni 2018 5,65 %). Daneben wird ein steuerfreies Sanierungsgeld in Höhe von 2,00 % erhoben. Der Aufwand aus ZVK-Umlagen und dem Sanierungsgeld betrug im Jahr 2023 238 TSD Euro (Vorjahr 229 TSD Euro). Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u. a. Aufwendungen für die Dienstleistung Betriebsführung Stromnetz (1.195 TSD Euro), Aufwendungen für Prüfung und Beratung (357 TSD Euro) und Aufwendungen für EDV-Service (287 TSD Euro) ausgewiesen. Latente Steuern Es ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von 75.434,74 Euro für die Rückstellung Regulierungskonto Gas, der Altersteilzeitverpflichtung und der Beteiligung an der backnangstrom GmbH & Co. KG, die bei der Städtische Holding Backnang GmbH als Organträgerin anzugeben sind. Hierbei wurde mit folgenden Steuersätzen gerechnet: Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag 15,825 % und Gewerbesteuer 14,0 %. III. Ergebnisverwendungsvorschlag Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 0,00 Euro (Vorjahr: Jahresüberschuss in Höhe von 0,00 Euro), aufgrund des am 21.12.2010 geschlossenen und ab 2011 gültigen Ergebnisabführungsvertrags mit der Städtische Holding Backnang GmbH. Die Verlustübernahme von der Städtische Holding Backnang GmbH beläuft sich auf 2.254.598,41 Euro (Vorjahr: Gewinnabführung in Höhe von 560.999,44 Euro). IV. Beteiligungsverhältnisse scroll
V. Ergänzende Angaben Name und Sitz des Mutterunternehmens: Städtische Holding Backnang GmbH mit Sitz in Backnang Zusammensetzung des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung im Geschäftsjahr: a) Zusammensetzung des Aufsichtsrates: scroll
b) Geschäftsführung Geschäftsführer Thomas Steffen Belegschaft Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 50 Mitarbeiter/innen beschäftigt. Im TV-V wurden die Entgelte im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der Inflationsprämie um insgesamt 2.560 € erhöht (Juni 1.240 € Einmalzahlung, Juli 23 - Dez. 23 jeweils 220 € monatlich). Sonstiges Für die Angabe der Geschäftsführungsvergütung wurde von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden in Summe rund 10 TSD Euro vergütet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen lediglich im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. Haftungsverhältnisse bestehen lediglich im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs. Aus bereits getätigter Gasbeschaffungsgeschäfte im Geschäftsjahr 2023 liegen finanzielle Verpflichtungen für das Jahr 2024 rund 11,5 Mio. €, für das Jahr 2025 rund 4,7 Mio. € sowie für das Jahr 2026 1,4 Mio. € vor. Nach § 6b Abs. 2 EnWG bestanden im Geschäftsjahr Geschäfte mit der Tochtergesellschaft backnangstrom GmbH & Co. KG in Form von Dienstleistungsverträgen in Höhe von 106 TSD Euro. Honorar des Abschlussprüfers Für die Abschlussprüfung, für Steuerberatungsleistungen und für sonstige Leistungen wurden 2023 folgende Honorare als Aufwand erfasst: scroll
Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Lage der Gesellschaft für das Berichtsjahr haben, sind nicht bekannt.
Backnang, 02.05.2024 Stadtwerke Backnang GmbH Thomas Steffen, Geschäftsführer Anlagennachweis der Stadtwerke Backnang GmbH für das Geschäftsjahr 2023 (01.01. - 31.12.) scroll
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Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Stadtwerke Backnang GmbH, Backnang1. Grundlagen des Unternehmens Die SwBK ist in den Sparten Gas-Netz, Gas-Vertrieb, Wasser, Wärme, Strom-Netz, Strom-Messstellenbetrieb und Strom-Erzeugung aktiv. Das Gas-Netzgebiet der SwBK erstreckt sich auf die Stadt Backnang und die Gemeinden Allmersbach im Tal, Aspach, Auenwald, Kirchberg an der Murr, Oppenweiler und Weissach im Tal. Das Wasser- und Strom-Netzgebiet der SwBK erstreckt sich auf die Stadt Backnang. Seit 01.01.2023 ist die SwBK Strom-Netzbetreiber des Backnanger Stromnetzes. Der Stromvertrieb erfolgt über die Tochtergesellschaft backnangstrom GmbH & Co. KG, für welche die SwBK auch die Kundenbetreuung und die Kundenabrechnung per Dienstleistung übernimmt. Darüber hinaus erfolgt dienstleistend die Abrechnung des Schmutzwassers und die Abrechnung des Niederschlagswassers für die Stadt Backnang. Für die Städtische Holding Backnang GmbH und die Städtische Bädergesellschaft Backnang GmbH erbringt die SwBK sämtliche kaufmännischen Dienstleistungen. Außerdem werden technische Wasserbetriebsführungen für mehrere Gemeinden und Zweckverbände im Umkreis erbracht. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat sich 2023 nicht mehr weiter erholt und sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Sie liegt damit unter dem europäischen Anstieg der Wirtschaft von 0,4 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023, im nach wie vor krisengeprägten Umfeld, ins Stocken. Im Geschäftsjahr dämpften vor allem die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Des Weiteren ist die Nachfrage aufgrund der angestiegenen Zinsen zurückgegangen. 2.2. Geschäftsverlauf Die SwBK hat im Jahr 2023 in weiterhin turbulenten Zeiten einmal mehr ihre Leistungsfähigkeit und Stärke bewiesen und es wurde klar, welchen unschätzbaren Wert die Daseinsvorsorge für unsere Gesellschaft hat. Die Versorgung mit Energie und Wasser, unsere Kernaufgabe, war zu jedem Zeitpunkt sicher und zuverlässig gewährleistet. Die SwBK hat auch im Jahr 2023 wieder zahlreiche Baumaßnahmen durchgeführt, um ihre Netze optimal in Stand zu halten und diese weiter auszubauen. Die größten Baumaßnahmen in 2023 waren die Erweiterung im Gas-Netz in der Burggartenstraße/Gartenstraße in Oppenweiler, der Fernwärmeleitungsbau Obere Walke und im Wasser-Netz die Erneuerungen der Wasserhauptleitungen in Backnang-Steinbach in der Oberbrüdener Straße und Lange Gasse. Darüber hinaus wurden umfangreiche Investitionen im Rahmen der NOW- Konzeption nördlicher Rems-Murr-Kreis sowie der Netzverstärkungsmaßnahmen im Strom-Netz getätigt. Hinzu kamen beim Strom-Messstellenbetrieb die Übernahme der modernen Messeinrichtungen, der intelligenten Messsysteme und der Smart Meter. Aufgrund der überdurchschnittlich hohen Temperaturen in der zweiten Jahreshälfte ging der Gasabsatz deutlich zurück. Infolgedessen musste die SwBK zu viel beschafftes Gas, welches teuer eingekauft wurde, zu niedrigen Börsenpreisen wiederverkaufen. Dies führte zu einem historisch hohen Verlust in der Gas-Vertriebs- Sparte. In der Sparte Strom-Netz hat sich der geplante Verlust, von dem aufgrund höherer Einkaufspreise für die Verlustenergie ausgegangen wurde, noch weiter erhöht. Dies lag daran, dass bei der Prognose der Netznutzungsentgelte seitens des Betriebsführers eine geringere Leistung und eine andere Aufteilung der verschiedenen Kundengruppen angenommen wurde. Somit mussten höhere vorgelagerte Netznutzungsentgelte bezahlt werden, sodass weniger Erlöse durch Netznutzungsentgelte realisiert werden konnten. Beide Effekte werden in den Folgejahren durch die Erhöhung der Erlösobergrenzen wieder ausgeglichen. Die negativen Spartenergebnisse im Gas-Vertrieb und Strom-Netz konnten durch die positiven Ergebnisse in den anderen Sparten nicht ausgeglichen werden, wodurch ein Verlust in Höhe von 2,25 Mio. € im Geschäftsjahr 2023 entstanden ist. Gas-Netz - Rückgang der Gasabgabe Gemäß den Grundsätzen der Anreizregulierungsverordnung werden die Effizienzvorgaben für Netzbetreiber immer umfassender und führen zu weiter sinkenden Erlösobergrenzen in den regulierten Netzsparten. Dies sollte, so sieht es der Verordnungsgeber vor, schlussendlich den Verbraucher entlasten und den Wettbewerb offener gestalten. Da der Zusatzaufwand durch die Regulierung die Effizienzsteigerungen an vielen Stellen wieder aufwiegt und teilweise sogar übersteigt, hat die SwBK andere Wege gesucht, um die Netzentgelte sinnvoll zu reduzieren. So ist das Jahr 2023 das zehnte Jahr in Folge, in dem das von der SwBK beim vorgelagerten Netzbetreiber, der Netze BW GmbH, beantragte Sondernetzentgelt nach § 20 Abs. 2 GasNEV zum Tragen kam. Somit konnten die gestiegenen Netzkosten des Vorlieferanten, welche direkt in die Netzentgelte der SwBK einfließen, teilweise kompensiert werden. Der Gasbedarf in Deutschland soll aus energiepolitischen und seit 2022 auch aus geopolitischen Gründen langfristig deutlich zurückgehen bzw. durch klimafreundliche Produkte ersetzt werden. Eine besondere Rolle nimmt hierbei auch Wasserstoff zur langfristigen Substitution von Erdgas ein. Hier gilt es, die Transformation anzugehen und unser Gas-Netz für die Durchleitung von Wasserstoff vorzubereiten. Mittlerweile wirken sich immer effizientere Geräte und Gebäude reduzierend auf den Gasabsatz und somit auf die Durchleitung aus. 2023 wurden trotz der politisch geforderten Abkehr vom Erdgas 43 neue Kunden an das Gasnetz der SwBK angeschlossen. Die Jahresmitteltemperatur 2023 lag mit 11,8 °C, gemessen in der SwBK-Wetterstation in Backnang, über dem langjährigen Mittel. Im Jahr 2023 verzeichnete die SwBK eine Senkung der Gasabgabe um 13 Prozent auf 260,1 Mio. kWh (Vorjahr 299,9 Mio. kWh). Hierbei ist anzumerken, dass die erste Jahreshälfte, verglichen mit dem langjährigen Mittel, etwas wärmer und die zweite Jahreshälfte deutlich wärmer war. Zudem haben Kunden weiterhin ihren Gasverbrauch gesenkt bzw. haben ihre Wärmeversorgung auf andere Energiequellen umgestellt. Gas-Vertrieb - Gaspreisbremse Die Tarife der SwBK konnten im Geschäftsjahr nicht konstant gehalten werden. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Backnang GmbH beschloss, die Arbeitspreise der Erdgastarife bei Kunden, die keine Preisgarantie mehr hatten, zum 01.01.2023 um netto 7,72 ct./kWh und zum 01.04.2023 um weitere 5,00 ct./kWh zu erhöhen und die Grundpreise jeweils unverändert zu belassen. Der Grund für die Preisanpassung waren die enorm gestiegenen Beschaffungspreise für Gas am Terminmarkt. Um diese stark gestiegenen Preise nicht an die Bürger weiterzugeben, führte die Bundesregierung die sogenannte „Gaspreisbremse“ ein, die einen Preisdeckel von 12 ct./kWh brutto auf 80% des Vorjahresverbrauchs vorsah. Somit konnten die Bürger von den stark gestiegenen Energiekosten entlastet werden. Die Umsetzung der Gaspreisbremse hat jedoch zu sehr hohen finanziellen und personellen Aufwendungen bei der SwBK geführt. Die Gaspreise an der Energiehandelsbörse sind im Jahr 2023 wieder deutlich zurückgegangen. Des Weiteren hat sich die Kundenzahl aufgrund der hohen Gasverkaufspreise reduziert. Wegen der hohen Gasbeschaffungspreise und der milden Temperaturen verzeichnet die Sparte Gas-Vertrieb einen historischen Verlust. Im Geschäftsjahr 2023 besteht weiterhin viel Wettbewerb im Gasmarkt. Eine Vielzahl von Gaslieferanten versuchte im Heimatmarkt der SwBK, unsere Kunden abzuwerben. Die Vertriebsmenge im Gas-Bereich ist von 142.072.447 kWh im Jahr 2022 auf 132.016.767 kWh im Jahr 2023 zurückgegangen. Die generelle Nachfrage nach Gas ist aufgrund von Effizienzmaßnahmen, sowohl bei Geräten als auch Gebäuden, tendenziell rückläufig. Der Anschluss neuer Gasnetzkunden an das Netz der SwBK wird sich aufgrund der energiepolitischen und geopolitischen Rahmenbedingungen nicht weiter fortsetzen. Durch gesetzliche Vorgaben wird das Biogasangebot der SwBK von Kunden zunehmend nachgefragt. Generell ist jedoch ein stark rückläufiger Trend im Gas-Vertrieb zu sehen. Wasser - Abgabe weiterhin auf hohem Niveau Das Jahr 2023 zeichnet sich in Summe mit durchschnittlich 792 mm Niederschlag aus. Aus dem Quellgebiet Ittenberg konnten rund 160 TSD m3 Wasser gewonnen werden - ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Aus der Küblersquelle wurden rund 144 TSD m3 an die Gemeinde Sulzbach geliefert. Zusammenfassend war 2023 wieder ein eher schwaches Eigenwasserjahr. 2023 hat die SwBK mit 2,03 Mio. m3 (Vorjahr 1,98 Mio. m3 ) geringfügig mehr Wasser an ihre Kunden verkauft. Aufgrund der soliden Ausstattung mit Wasserbezugsrechten gab es keine Engpässe beim Wasserbezug und somit bei der Belieferung der Kunden. Im Berichtsjahr blieben die Wasserpreise nicht konstant. Zum 01.01.2023 wurden die allgemeinen Tarife für Wasser um 0,25 €/m3 auf 2,45 €/m3 netto erhöht. Der Grundpreis hingegen änderte sich nicht. Die Erhöhung des Wasserpreises erfolgte im Wesentlichen aufgrund der erhöhten Bezugskosten beim Vorlieferanten und der tariflich bedingten Lohnsteigerung. Die SwBK investierte zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und zur Qualitätssicherung in die Unterhaltung des Trinkwassernetzes und in die dafür notwendigen Anlagen allein im Jahr 2023 rund 0,7 Mio. Euro. Die durchgeführten regelmäßigen chemischen und bakteriologischen Analysen bestätigen allen Backnanger Haushalten die stets hohe Qualität des wichtigsten und kostbarsten Lebensmittels Wasser. Die im Jahr 2017 begonnene Umsetzung der Trinkwasserkonzeption im nördlichen Rems-Murr-Kreis vom Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg wurde auch im Jahr 2023 weiter vorangetrieben. Wärme-Vertrieb - Weitere Projekte in der Planung und Umsetzung Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Wärmeerzeugung einen temperaturbedingt leichten Rückgang der abgegebenen Wärme auf 9,9 GWh (Vorjahr 10,1 GWh). Die dazugehörige Stromerzeugung in den mittlerweile 10 Blockheizkraftwerken, die von der SwBK betrieben werden, liegt nun bei 4,2 GWh (Vorjahr 3,3 GWh). Der Brennstoffeinsatz liegt mit 14,4 GWh Erdgas und Biomethan über dem Vorjahr (13,3 GWh). Darüber hinaus werden zwei Anlagen mit Holz-Pellets betrieben. Im Jahr 2023 wurden die Planungen für die Wärmeversorgung des Gebiets Obere Walke weiter vorangetrieben. Der Umsetzungsbeginn ist Anfang 2024 geplant. Strom-Netz - SwBK wird Strom-Netzbetreiber Seit 01.01.2023 ist die SwBK Strom-Netzbetreiber des Backnanger Stromnetzes. Der überwiegende Teil der technischen und kaufmännischen Prozesse wurde im Rahmen einer europaweit ausgeschriebenen Betriebsführung an die Syna GmbH vergeben. Die SwBK konzentriert sich auf die Bereiche Hausanschluss und Einspeiser und ist der erste Ansprechpartner für die Netzkunden. Vor allem im Bereich der Einspeiser war das Geschäftsjahr, aufgrund der massiv angestiegenen Zahl der klassischen Photovoltaikanlagen als auch der sogenannten „Balkonkraftwerke“, sehr herausfordernd und die eingegangenen Anträge konnten nicht in der üblichen Zeit bearbeitet werden. Die SwBK hat hierauf reagiert und in diesem Bereich weiter Personal aufgebaut. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Das Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 liegt mit einem Verlust von 2,25 Mio. Euro deutlich unter dem Ansatz im Wirtschaftsplan (Gewinnabführung in Höhe von 0,96 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse liegen aufgrund der im Wirtschaftsplan nicht veranschlagten Umsätze für ausbezahlte Einspeisevergütungen im Strom-Netz, höherer Erlöse aus Mehr-Mindermengen im Gas-Netz und der nicht geplanten Preisanpassung im Gas-Vertrieb zum 01.04.2023 um 9,5 Mio. Euro über dem Wirtschaftsplan. Die sonstigen betrieblichen Erträge übersteigen den Planansatz um 0,12 Mio. Euro aufgrund von periodenfremden Erträgen im Wasserbezug. Der Materialaufwand liegt aufgrund der im Wirtschaftsplan nicht veranschlagten Aufwendungen für Einspeisevergütungen im Strom- Netz, erhöhten Aufwendungen für Mehr-Mindermengen im Gas-Netz und gestiegener Aufwendungen für den Gasbezug im Gas-Vertrieb um 10,8 Mio. Euro über dem Planansatz. Demgegenüber stehen investitionsbedingt um 0,17 Mio. Euro höhere Abschreibungen. Der Personalaufwand liegt mit 0,23 Mio. Euro unter dem Ansatz laut Wirtschaftsplan. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen aufgrund der Umgliederung der Aufwendungen für die Betriebsführung im Strom-Netz beim Materialaufwand mit 1,5 Mio. Euro über dem Ansatz im Wirtschaftsplan. Der Zinsaufwand übersteigt den Planansatz aufgrund der deutlich angestiegenen Zinsen sowie der Erhöhung der Kreditsumme im Vergleich zum Wirtschaftsplan um 0,42 Mio. Euro. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen rund 7,5 Mio. Euro (Vorjahr 8,9 Mio. Euro), denen Abschreibungen in Höhe von rund 4,0 Mio. Euro (Vorjahr 3,7 Mio. Euro) stehen. Bei den weiteren in 2023 geplanten, ausgeführten und aktivierten, im Einzelnen hier nicht genannten Maßnahmen, handelt es sich um Neuerschließungen von Baugebieten in den Gemeinden mit Gas und im Stadtgebiet Backnang mit Gas, Wasser, Strom und Wärme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt auf 13,6 Mio. Euro (Vorjahr 2,24 Mio. Euro) erhöht, was überwiegend auf die deutlich angestiegenen Forderungen für die Hochrechnung im Gas-Vertrieb und die erstmalig anfallende Hochrechnung im Strom-Netz zurückzuführen ist. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind auf 0,09 Mio. Euro (Vorjahr 0,37 Mio. Euro) zurückgegangen. Der Kassenbestand hat sich auf 0,80 Mio. Euro reduziert (Vorjahr 2,29 Mio. Euro). Die handelsrechtliche Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 19,4 % auf 15,8 % reduziert. Die Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen sind um 0,6 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro angestiegen. Die empfangenen Ertragszuschüsse sind um 0,2 Mio. Euro auf 9,6 Mio. Euro gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich infolge der Investitionsmaßnahmen auf 50,76 Mio. Euro erhöht (Vorjahr 44,18 Mio. Euro). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich aufgrund der erhaltenen Abschläge für die Gaspreisbremse und der neu hinzugekommenen erhaltenen Abschläge im Strom-Netz auf 9,40 Mio. Euro deutlich erhöht (Vorjahr 1,57 Mio. Euro). Die Liquidität war jederzeit gewährleistet. Es wurden Rückstellungen insbesondere für auszuzahlende Einspeisevergütungen im Strom-Netz, das Regulierungskonto Gas, CO2 -Zertifikate, die Mehr-Mindermengen im Strom-Netz, Urlaubsansprüche und Überstunden gebildet. Die Umsatzerlöse sind auf 49,45 Mio. Euro angestiegen (Vorjahr 23,17 Mio. Euro). Die Erlöse aus dem Gasverkauf an die Endkunden sind gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen, was ausschließlich auf die deutlich höheren Endkundenpreise zurückzuführen ist. Die Erlöse aus dem Strom-Netz sind aufgrund des Wechsels von einer Verpachtung hin zu einem aktiven Netzbetrieb mit Erlösen aus Netzentgelten und für ausbezahlte Einspeisevergütungen deutlich angestiegen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe des Materialaufwands liegen mit 36,99 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahr (11,99 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert einerseits aus dem deutlichen Anstieg bei den Gasbezugskosten und andererseits an den erstmalig anfallenden Aufwendungen im Strom-Netz für Einspeisevergütungen, Verlustenergie, das vorgelagerte Netz und Umlagen. Die bezogenen Leistungen liegen aufgrund der erstmalig anfallenden Aufwendungen für Konzessionsabgabe und Unterhaltungsaufwand im Strom-Netz mit 3,36 Mio. Euro über dem Vorjahr (1,75 Mio. Euro). Am Ende des Jahres waren 51 Mitarbeiter/innen beschäftigt, zuzüglich 1 Beschäftigter in der ATZ- Freistellungsphase und 5 Auszubildende. Im TV-V wurden die Entgelte im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der Inflationsprämie um insgesamt 2.560 € erhöht (Juni 1.240 € Einmalzahlung, Juli 23 - Dez. 23 jeweils 220 € monatlich). Seit dem 01.01.2011 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Städtische Holding Backnang GmbH. Die Verlustübernahme von der Städtische Holding Backnang GmbH beläuft sich auf 2.254.598,41 Euro (Vorjahr: Gewinnabführung in Höhe von 560.999,44 Euro). Damit erwirtschaftete die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 erstmals seit Bestehen des Ergebnisabführungsvertrags einen Verlust. Das Jahresergebnis 2023 liegt deutlich unter dem Plan. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahr 2023 Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses stellt sich die wirtschaftliche Lage der SwBK, bezogen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insgesamt positiv dar. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt sowohl anhand von finanziellen Leistungsindikatoren als auch von nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Unterjährig dienen die Fortschreibung des geplanten Jahresergebnisses und der Vergleich zum Vorjahr als Hauptindikator. Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme lag mit -2,25 Mio. Euro unter dem Planansatz in Höhe von 0,96 Mio. Euro. Die Abweichung resultiert aus deutlich gestiegenen Gasbeschaffungskosten gegenüber dem Wirtschaftsplan sowie erhöhten Aufwendungen für das vorgelagerte Netz und der Mindererlöse im Strom-Netz. Diese Betrachtung erfolgt sowohl für das Gesamtunternehmen als auch für die einzelnen Sparten. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der Kundenzahlen sowie die Fortschreibung des Bau- und Beschaffungsplans. 5. Prognose-, Chancen und Risikobericht 5.1. Prognosebericht In der Corona- und Energie-Krise hat sich gezeigt, dass alle Wasser-, Strom-, Gas- und Wärmeversorger in der Lieferkette auch krisensicher liefern können und notfallmäßig aufgestellt sind. Für uns als Endverteiler sind die sichere Bereitstellung von Energie und Trinkwasser und eine ausreichende Bevorratung von Trinkwasser, auch unter seuchenhygienischen Gesichtspunkten, für die Bürger jederzeit zu gewährleisten. Dies alles hat seinen Preis und gibt es nicht zum Nulltarif. Die SwBK hat sich zum einen für die Rohwasserkonzeption im nördlichen Rems-Murr-Kreis und für die Erweiterung des Trinkwasserhochbehälters in Backnang-Steinbach entschieden, da dies Bausteine für eine krisensichere Wasserversorgung sind. So wird nach jahrelangen Beratungen und Diskussionen in den Gremien im nördlichen Rems-Murr-Kreis im Jahr 2024 mit dem Bau des Jahrhundertprojekts NOW-Konzeption nördlicher Rems-Murr-Kreis weiter fortgefahren, welches zeitnah abgeschlossen sein wird. Bei dieser Verbundlösung werden die zum Teil mikrobiologisch belasteten und harten Rohwässer aus der Raumschaft zu einem im Sommer 2020 fertiggestellten Wasserwerk südlich von Backnang geleitet und dort in einem mehrstufigen Verfahren aufbereitet. Nach der Aufbereitung wird das enthärtete Trinkwasser über das Verteilsystem der NOW an die jeweiligen Partner zurückgeliefert und von diesen, über die bestehenden und zum Teil in diesem Zuge zu optimierenden Systeme, an die Bürger verteilt. Die durchschnittlichen Niederschläge im Jahr 2023 führen zu einem leichten Anstieg des Eigenwasserdargebotes im Jahr 2024. Die Energiewende ist in all ihren Facetten eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Hier gilt es im engen Schulterschluss mit allen Akteuren, wie Planern, Grundstückseigentümern, Behörden, Umweltverbänden, Bürgern und Investoren, die doch sehr unterschiedlichen Interessen im Sinne einer zukunftsfähigen, wirtschaftlichen, umweltfreundlichen und versorgungssicheren Energieversorgung zu einen und diese mit der notwendigen Akzeptanz der Bürger gemeinsam neu zu gestalten. Darüber hinaus wird es für die SwBK nötig sein, sich in weiteren Geschäftsfeldern zu betätigen und auch andere Formen der Partnerschaft sowie Kooperationen in Erwägung zu ziehen. Die SwBK trägt als lokal verwurzeltes Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung und engagiert sich in den Bereichen Sport, Kultur, Bildung und Soziales für das Gemeinwohl in Backnang und Umgebung. Im sportlichen Bereich werden die in der Bundesliga kämpfende Judoabteilung der TSG Backnang Schwerathletik, die Jugendspieler der TSG Backnang Fußball, die Drittliga-Handballer des HC Oppenweiler/Backnang sowie viele örtliche Vereine im Bereich Breitensport vor allem in ihrer Jugendarbeit unterstützt. Die SwBK bietet seit 2013 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelt-Aktion (DUA) e. V. einen umweltpädagogischen Unterricht zum Thema Wasser für Grundschüler an. Nach Aufnahme aller bekannten Risiken im Rahmen des Risikomanagements ist der Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährdet. Das Ergebnis 2024 wird voraussichtlich, aufgrund erneuter temperaturbedingter Abverkäufe an der Gas-Börse, deutlich unter der Annahme im Wirtschaftsplan in Höhe von rund 0,98 Mio. Euro liegen. Für einen Prognosezeitraum von zwei Jahren ist nach einem preisbedingten Anstieg der Umsatzerlöse in den Jahren 2022 und 2023 wieder mit einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse zu rechnen. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung wird 2024 voraussichtlich über dem Jahresergebnis 2023 liegen. 5.2. Chancen- und Risikobericht Die Risiken und Chancen sind in der Reihenfolge ihrer Auswirkungen von hoch zu gering dargestellt. 1. Risiken Mit dem Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine hat sich die durch die Corona-Krise bestehende fragile Situation weiter destabilisiert. Es ergeben sich gesamtwirtschaftliche und geopolitische Probleme, die nicht nur zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums weltweit, in Europa und Deutschland führen, sondern auch erhebliche Beeinträchtigungen bei der Produktion, des Beschaffungsmarkts, der Lieferketten und Materialpreise mit sich bringen. Die Beschaffungspreise für Energie befinden sich nach einem nie dagewesenen Anstieg im Jahr 2022 wieder auf einem niedrigeren Niveau, haben jedoch bei weitem noch nicht das Niveau des Vorkrisenjahres 2021 erreicht. Gerade in der Gasbeschaffung bestehen hierdurch sehr hohe Risiken, da die temperaturbedingt variierenden täglichen Gasmengen zu nicht kalkulierbaren Preisen an den Börsen beschafft bzw. veräußert werden müssen. Für die Gaswirtschaft ist es sehr unerfreulich, dass aufgrund der politischen Entwicklungen in Russland verbunden mit der gesellschaftlichen Debatte über CO2 -Emissionen der Energieträger Erdgas in seiner Zukunftsfähigkeit massiv in Frage gestellt wird. Schließlich bietet das Erdgasnetz mit seiner bestehenden Infrastruktur die bereits heute funktionierende Möglichkeit, Energie auch über längere Zeit zu speichern und zu puffern. Für das Jahr 2024 bleibt abzuwarten, wie sich die Gaspreise an der Energiebörse entwickeln. Weiterhin ist hierbei für den Einkaufspreis neben der korrekten Prognose der benötigten Mengen immer mehr der Einkaufszeitpunkt ausschlaggebend. Damit die SwBK ihre Kunden weiterhin marktfähig mit Gas beliefern kann, ist es erforderlich, das Gas für die jeweiligen Kundengruppen strukturiert und mit größtmöglicher Risikoreduktion zu beschaffen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SwBK tragen wesentlich zum Erfolg und Erreichen der Ziele im Unternehmen bei. Ihnen gilt das Vertrauen, dass sie Verantwortung übernehmen und unternehmerisch handeln. Daher ist es erforderlich, das wichtigste Kapital eines Unternehmens - die Mitarbeiterkompetenzen und -fähigkeiten - zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Eine große Herausforderung wird in Zukunft darin liegen, die Mitarbeiter für die immer schneller werdenden Veränderungen und neuen Anforderungen zu qualifizieren. Hier werden neue Methoden und Wege der Mitarbeiterqualifikation notwendig sein. Da Nachwuchskräfte auf dem Arbeitsmarkt für den technischen Bereich nur sehr begrenzt zur Verfügung stehen, ist es eine Herausforderung und Aufgabe der Branche, junge Menschen mit Technik-Affinität in der Energieversorgung auszubilden. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass aktuell vier junge Menschen (zwei als Anlagenmechaniker und eine Kauffrau für Büromanagement sowie ein Kaufmann für Büromanagement) von den Fachkräften der SwBK ausgebildet werden. Mit der fortschreitenden Liberalisierung des Erdgasmarktes wird sich der Konkurrenz- und Preisdruck künftig weiter verstärken, der wiederum Druck auf die Margen ausüben wird. Wettbewerb über einen reinen Preiskampf zu begegnen, ist für ein kommunales Unternehmen nahezu unmöglich. Hier werden neue Methoden und Wege der vertrieblichen Zusammenarbeit erforderlich werden. Die Vielfalt an Lieferanten im Netzgebiet der SwBK verschärft die Konkurrenzsituation und führt zu einer weiteren Abwanderung von Kunden. Eine weitere Herausforderung besteht in der Umsetzung des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende. Die Umsetzung sieht vor, nach und nach neue intelligente Messsysteme (sogenannte Smart Meter) durch die Messstellenbetreiber bei den Endkunden einzubauen. Es ist hierbei noch nicht klar, wie die konkrete Umsetzung aussieht und wie die immense Flut an Daten bei der SwBK als Energieversorger ankommt und dem Endkunden zur Verfügung gestellt wird. Das von der SwBK initiierte Projekt zur Optimierung der Corporate Governance-Strukturen der Gesellschaft wurde im Jahr 2023 abgeschlossen. Dabei wurden zum einen alle wesentlichen Prozesse hinsichtlich ihres Risikos für dolose Handlungen neu bewertet, zum anderen die entsprechenden Kontrollen überprüft, optimiert und dokumentiert. Das Projekt Tax Compliance Managementsystem (TCMS) als innerbetriebliches Kontrollsystem im Bereich Steuern wurde im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls weiter vorangetrieben und soll im Jahr 2024 abgeschlossen werden. 2. Chancen Die SwBK muss sich einerseits auf ihr Kerngeschäft, den Netzbetrieb, fokussieren und diesen so effizient und vor allem zuverlässig wie möglich ausgestalten. Auf der anderen Seite bietet sich auch die Chance, vor dem Hintergrund der Energiewende und der in der Breite der Gesellschaft angekommenen Nachhaltigkeitsthematik, neue Geschäftsmodelle und Geschäftsfelder zu entwickeln. Ein besonderes Augenmerk wird auf das Engagement in die Stromnetze gelegt, da das Stromnetz der Schlüssel zur Energiewende ist. Hier gilt es in den nächsten Jahren die notwendigen Netzausbau- und Netzverstärkungsmaßnahmen umzusetzen und bei der SwBK das erforderliche Personal und Know-how aufzubauen, um den Netzbetrieb mittelfristig weitestgehend eigenständig zu übernehmen. Der Aufbau sowie die Transformation bestehender Wärmenetze wird durch das Bundesförderprogramm für effiziente Wärmenetze (BEW) wieder deutlich attraktiver. Damit wird für die SwBK die Umsetzung von Contracting-Projekten zur Wärmeversorgung, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, wirtschaftlich interessanter. Der Fokus der SwBK liegt hierbei auf einer nachhaltigen und regionalen Wärmeversorgung. Neben den bereits seit 2011 umgesetzten Projekten, sind 2024 und in den Folgejahren im Stadtgebiet befindliche Bauentwicklungsmaßnahmen, wie die der „Oberen Walke“ oder „Backnang-West“, durch die SwBK bei positiver Wirtschaftlichkeit mit Wärme und Wasser zu erschließen. Der weitere Ausbau von Wasserbetriebsführungen kann zukünftig die Erlöse der SwBK weiter steigern und gleichzeitig der dortigen Bevölkerung die Qualität des Lebensmittels Wasser garantieren.
Backnang, 02.05.2024 Stadtwerke Backnang GmbH Thomas Steffen, Geschäftsführer Unbundling-Bilanz der Stadtwerke Backnang GmbH für das Geschäftsjahr 2023Aktivseite scroll
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Zu den Angaben nach § 6b Abs. 3 EnWG verweisen wir auf die Angaben im Anhang. Unbundling GuV der Stadtwerke Backnang GmbH für das Geschäftsjahr 01.01.2023 - 31.12.2023scroll
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BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stadtwerke Backnang GmbH, Backnang Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Backnang GmbH, Backnang, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Backnang GmbH, Backnang, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG sowie - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG“ weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW-Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1) an, die in Einklang mit dem vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) herausgegebenen International Standard on Quality Management 1 (ISQM1) stehen. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungsverpflichtungen nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Stuttgart, den 13. Juni 2024 Baker Tilly GmbH & Co. KG Daniel Deutsch, Wirtschaftsprüfer Alexander Ott, Wirtschaftsprüfer |
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