Herstellung von Drahtwaren, Ketten und Federn
GEISS Aktiengesellschaft
Industriestraße 2, 96145 Seßlach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Aleksandr Kalashnikov seit 17.10.2025 | Vorstandsmitglied |
Mathias Ruppert seit 28.4.2022 | Vorstandsmitglied |
Wolfgang Daum seit 9.10.2019 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GEISS AktiengesellschaftSeßlachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang des Jahresabschlusses zum 31.12.2023GEISS AG, Maschinen- und Formenbau, SeßlachAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften finden die Regelungen des Aktiengesetzes sowie die Satzung Anwendung. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
I. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten werden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Anlagengegenstände mit Einzelanschaffungswerten bis 800,00 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bei Einzelanschaffungswerten bis 250,00 Euro sind die Anlagengegenstände im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, werden diese angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten werden anhand der Material- und der Lohnkosten ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, die den Nominalwerten entsprechen, angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen im Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelwertberichtigungen abgezogen. Für danach verbleibende allgemeine Kreditrisiken wird dieser Bestand um eine Pauschalwertberichtigung vermindert. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit Nominalwerten angesetzt. Das Eigenkapital enthält die satzungsgemäß von den Aktionären geleisteten Einlagen, die von den Hauptversammlungen in den Vorjahren beschlossenen Gewinnrücklagen sowie den Bilanzgewinn, der laut Satzung unter Berücksichtigung einer Vorabdividende ermittelt wird. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe. Der Ansatz sämtlicher Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. II. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen: ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023GEISS AG Maschinen- und Formenbau, 96145 Seßlach
Angaben über die Gattung der Aktien Das Grundkapital von 1.000.000,00 Euro ist eingeteilt in:
Es handelt sich um Namensaktien. Einstellungen bzw. Entnahmen aus Gewinnrücklagen Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 04. Oktober 2023 wurde der Vorjahresverlust in Höhe von 55.741,60 Euro durch Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen ausgeglichen. Pensionsrückstellungen Zur Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Pensionsrückstellungen ergeben sich zum 31. Dezember 2023 zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 %) und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) um 17.362,00 Euro höhere Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.627.783,00 EUR. Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. Die sonstigen Rückstellungen ergeben sich mit 198.800,00 Euro aus Rückstellungen für Gewährleistungen. Diese Pauschalgewährleistungsrückstellungen berechnen sich anhand eines Vomhundertsatzes auf die Summe der Umsatzerlöse. Ein weiterer Posten der sonstigen Rückstellungen umfasst die Rückstellungen für Personal mit Resturlaub, Überstunden und sonstige Personalkostenrückstellungen in einer Gesamthöhe von 371.964,01 Euro. Zusätzlich beinhaltet der Posten Rückstellungen für erhaltene Anzahlungen, für die der zugrundliegende Auftrag nicht oder nicht vollständig zustande kam und deren Höhe und Zeitpunkt der Rückzahlung noch ungewiss ist in Höhe von 427.593,67 Euro. III. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs 2023 im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des Geschäftsjahrs 2023 gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 folgende Personen an:
Gesamtbezüge der aktiven und früheren Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats Die Anhangangabe bezüglich der aktiven Vorstandsmitglieder wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 belief sich auf 40.903,56 Euro. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 188.239,04 Euro. Für diese Personengruppe sind zum 31.12.2023 Rückstellungen für laufende Pensionen in Höhe von 2.610.421,00 Euro gebildet. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 in Höhe von 1.225.379,94 Euro wird zur Hälfte an die Aktionäre ausgeschüttet. Satzungsgemäße Vorabausschüttungen werden auf den Ausschüttungsbetrag angerechnet.
Seßlach, den 28. Juni 2024 Wolfgang Daum, Vorstand Mathias Ruppert, Vorstand Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung über die
Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG und § 23 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft den vom Vorstand aufgestellten und vom Abschlussprüfer geprüften Jahresabschluss, Lagebericht und Gewinnverwendungsvorschlag selbständig zu prüfen und der Hauptversammlung einen schriftlichen Bericht zu erstatten. Prüfungsgegenstand ist:
Beim Jahresabschluss der GEISS AG für das Geschäftsjahr 2023 (Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023) ist auf die gesetzlichen Grundlagen der §§ 242 ff. HGB und auf die §§ 264 ff. HGB als Lex specialis für Kapitalgesellschaften sowie auf die §§ 150 ff. AktG als Lex specialis für Aktiengesellschaften abzustellen. Regelungen der Satzung, die den Inhalt des Jahresabschlusses betreffen, befinden sich in § 5 -Höhe und Einteilung des Grundkapitals-, § 23 -Jahresabschluss- und § 24 -Gewinnverwendung- der Satzung. Der in der Position Kapital als Gewinnrücklage ausgewiesene Betrag in Höhe von EUR 30.497.950,11 entspricht § 174 Abs. 2 AktG sowie dem Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 4. Oktober 2023. Der aufgestellte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung. Die im HGB und der Satzung festgelegte Aufstellungsfrist für den Jahresabschluss und den Lagebericht -innerhalb einer Frist von drei Monaten- und Entlastung der Organe der Gesellschaft -innerhalb einer Frist von acht Monaten- nach Ablauf des Geschäftsjahres sind nicht erfüllt und verletzen in diesem Teilbereich ein Ordnungsmäßigkeitskriterium. Der Aufsichtsrat empfiehlt die Einhaltung der gesetzlich und satzungsmäßig festgelegten Fristen für die Aufstellung des Jahresabschlusses im Interesse einer möglichst frühen Information der Steuerungsgremien der Gesellschaft. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Vorstand aufgestellt. Der Lagebericht genügt den gesetzlichen Bestimmungen in Form und Inhalt. Wesentliche Sollinhalte werden aufgegriffen und nach Ansicht des Aufsichtsrates zutreffend dargestellt:
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 wie folgt zu verwenden:
Die Verteilung an die Aktionäre berücksichtigt die Mindestdividende auf den Nennbetrag der Stamm- und Vorzugsaktien. Die darüber hinausgehende Verteilung an die Aktionäre ist laut Vorstand der Betrag, welcher nicht für laufende Investitionen benötigt wird. Die Einstellung in Gewinnrücklagen umfasst den verbleibenden Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023. Die Einstellung erfolgt in andere Gewinnrücklagen. Diese Regelung steht im Einklang mit § 272 HGB. Die Ausschüttungs- bzw. Thesaurierungspolitik wird von der Gesellschaft und den Anteilseignern unterschiedlich betrachtet. Während die Gesellschaft zur Finanzierung von langfristigen Investitionen ausreichend liquide Mittel zur Verfügung haben möchte gehen die Anteilseigner bei einem bestens mit Eigenkapital ausgestattetem Unternehmen davon aus, dass eine Vollausschüttung des Jahresüberschusses möglich sein muss. Der Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Ergebnisses wird als sachgerecht erachtet. Aus Sicht des Aufsichtsrats wäre aber auch eine Ausschüttungspolitik mit Vollausschüttung wie in den Vorjahren denkbar. Die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2023 in vier Aufsichtsratssitzungen und im Geschäftsjahr 2024 in drei Aufsichtsratssitzungen überwacht. Die Berichterstattungen des Vorstandes genügten in Form und Inhalt den Anforderungen des § 90 Abs. 1 AktG. Die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder und die Größe des Unternehmens machen die Bildung von Aufsichtsratsausschüssen entbehrlich. In gemeinsamen Sitzungen wurden die Berichte des Vorstandes zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Bericht von Herrn Wirtschaftsprüfer Martin Krohn vom 24. September 2024 über die Prüfung des Geschäftsjahres 2023 zur Kenntnis genommen. Er ist mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat erhebt aufgrund selbständiger Prüfung und Urteilsbildung keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der GEISS AG für das Geschäftsjahr 2023. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss und stellt diesen damit fest.
München, den 25. September 2024 Manfred Geiß, Vorsitzender des Aufsichtsrates
München, den 25. September 2024 Manfred Geiß, Vorsitzender des Aufsichtsrates BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GEISS AG Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der GEISS AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der GEISS AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichlen in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Bamberg, 24. September 2024 Martin Krohn, Wirtschaftsprüfer Hinweis: Der Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt, der vorliegende Bestätigungsvermerk bezieht sich jedoch auf den vollständigen Jahresabschluss (§ 328 Abs. 1a,s.2 HGB) BILANZ zum 31.12.2023GEISS AG, Maschinen- und Formenbau, SeßlachAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023GEISS AG Maschinen- und Formenbau, Seßlach
Handelsrecht LageberichtGeschäftslage Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich verlangsamt, ist aber nicht zum Stillstand gekommen. Die Entwicklung war geprägt von kriegsbedingten Störungen auf den Energie- und Nahrungsmittelmärkten und der Verschärfung der weltweiten monetären Bedingungen zur Bekämpfung der hohen Inflation. Nach einem kräftigen Jahresauftakt hat die Weltwirtschaft im Sommer 2023 an Schwung verloren. Diese Abschwächung wird v. a. auf die nachlassende Erholung nach der Coronavirus-Pandemie, die Ukraine-Krise sowie die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt. Ein weiterer dämpfender Faktor ist die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung in China, die maßgeblich auf der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor beruht. Infolge der strafferen Geldpolitik und sinkender Rohstoffpreise hat sich der Auftrieb der Verbraucherpreise in den USA und der Eurozone im Berichtsjahr deutlich abgeschwächt. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt stieg in 2023 nur noch um 2,7 v. H. im Vergleich zu 3,3 v. H. im Vorjahr. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften fiel die Erhöhung mit 1,5 v. H. noch verhaltener aus. Die höchsten Anstiege verzeichneten Indien und China mit 7,7 v. H. bzw. 5,4 v. H. In Europa hingegen stagnierte die Konjunktur bei schwacher Tendenz. Insbesondere die Industriebranche litt unter den höheren Zinsen, der schwachen globalen Nachfrage und der durch die Euro-Aufwertung verschlechterten preislichen Wettbewerbsfähigkeit. Infolgedessen nahm auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2023 zu. In der Bauwirtschaft haben die deutlich verschlechterten Finanzierungsbedingungen und die stark gestiegenen Baukosten die Nachfrage nach Bauleistungen merklich gedämpft. Auch der private Verbrauch war einer der Schwachpunkte der Konjunktur. Das Bruttoinlandsprodukt des Euroraums stieg nur noch um 0,6 v. H. nach 3,5 v. H. im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank von 6,8 v. H. auf 6,5 v. H. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland war im Jahr 2023 nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 v. H. niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,7 v. H. höher. Die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt verschlechterte sich leicht. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,7 v. H. im Vergleich zu 5,3 v. H. im Vorjahr. Der Entwicklung des deutschen Maschinen- und Anlagenbau war im Jahr 2023 insgesamt unerfreulich. Der Orderrückgang hat sich im Dezember zwar ein wenig abgeschwächt, insgesamt blieben die Aufträge im Geschäftsjahr 2023 12 v. H. unter ihrem Vorjahreswert. Im Inland verbuchten die Unternehmen ein Minus von 11 v. H., aus dem Ausland kamen 13 v. H. weniger Bestellung. Das Auftragsminus in den Euro-Ländern betrug dabei 16 v. H., die Nicht-Euro-Länder verzeichneten einen Rückgang von 11 v. H.. Die Geschäftslage der GEISS AG zeigte sich trotz der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation merklich verbessert. Die Gesamtleistung stieg, aufgrund einer verbesserten Auftragslage und einer intensivierten Lagerhaltung, welche die weiterhin temporär auftretenden Beschaffungsengpässe ausgleichen konnte, im Berichtsjahr um 13,56 v. H.. Davon angetrieben, konnte zusammen mit dem gestiegenen Ergebnis aus der Verwaltung der Wertpapiere des Umlaufvermögens ein Jahresüberschuss von 1.225,4 TEUR erzielt werden. Ertragslage Die Ertragslage der GEISS AG war im Berichtsjahr verglichen zum Vorjahr von einer Erholung der Absatzlage und einer deutlich verbesserten Lage am Beschaffungsmarkt gekennzeichnet. Die eklatanten Zulieferprobleme für Elektronikteile im Vorjahr konnten mit Hilfe einer deutlich intensivierten Lagerhaltung zu großen Teilen gelöst werden. Zwar wirkten sich die gestiegenen Energiepreis und die Ukraine-Krise weiterhin negativ aus. Diese Einflüsse konnten jedoch weitestgehend ausgeglichen werden. Daher wurde das für das Jahr 2023 geplante positive Ergebnis deutlich übertroffen. So stieg der im Rohergebnis enthaltene Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 15,8 v. H. an. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 220,8 TEUR. Wegen der intensivierten Lagerhaltung, um Lieferengpässe zu vermeiden, wurden die Reichweitenabschläge auf die bilanzierten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe abgesenkt. Dies führte zu einer Entlastung des Materialaufwands um 5,1 v. H., der jedoch im Vorjahresvergleich insgesamt um 13,3 v. H. gestiegen ist. Die ebenfalls im Rohergebnis enthaltenen Gewinne aus Abgängen von Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie aus Zuschreibungen auf diese Wertpapiere sind im Vergleich zum Vorjahr um 14,8 v. H. zurückgegangen. Weitere im Rohergebnis enthaltene sonstige betriebliche Erträge sind im Vorjahresvergleich insgesamt um 49,6 v. H. gesunken. Ohne den Rückgang der zuvor genannten Gewinne, Zuschreibungen und Erträge wäre das Rohergebnis um 2,7 v. H. stärker angestiegen. Zusammengefasst verbesserte sich das Rohergebnis um 11,0 v. H. von 15.792,7 TEUR im Vorjahr auf 17.533,4 TEUR im Berichtsjahr. Die Personalkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 v. H.. Dazu haben auch gezahlte Infalationsausgleichsprämien sowie noch für das Berichtsjahr zu zahlende vom Jahreserfolg abhängige Vergütungen beigetragen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen verminderten sich um 31,1 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 16,4 v. H. oder 753,6 TEUR. Dafür sind hauptsächlich um 538,2 TEUR gestiegene Vertriebskosten sowie erhöhte Energiekosten ursächlich. Unter Berücksichtigung des Saldos aus Erträgen und Abschreibungen zu Wertpapieren des Umlaufvermögens, der abweichend zum Vorjahr positiv ist und sich um 932,4 TEUR verbessert hat, beträgt das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag im Berichtsjahr 1.254,1 TEUR nach -24,0 TEUR im Vorjahr. Wegen eines steuerlichen Verlustvortrags aus dem Vorjahr sind nur in geringem Umfang Steuern vom Einkommen und Ertrag angefallen. Somit ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.225,4 TEUR. Im Vorjahr musste noch ein Jahresfehlbetrag von 55,7 TEUR ausgewiesen werden. Finanz- und Vermögenslage Das Anlagevermögen ging im Berichtsjahr von 14.466,0 TEUR auf 13.622,3 TEUR zurück. Es war weiterhin in voller Höhe durch Eigenkapital gedeckt. Unter Berücksichtigung der zuvor zur Ertragslage bereits angesprochenen Senkung der Reichweitenabschläge stiegen die Vorräte leicht um 3,4 v. H. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände gingen um 497,5 TEUR zurück. Das Wertpapiervermögen gewann durch Umschichtungen des Bestands um 1.207,8 TEUR an Wert. Die liquiden Mittel gingen leicht um 58,2 TEUR zurück. Das Eigenkapital zeigte sich durch den Bilanzgewinn um 1.155,4 TEUR gestärkt. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 75,7 v. H. auf 78,0 v. H.. Wegen erforderlicher Rückstellungen für erhaltene Anzahlungen, für die der zugrundeliegende Auftrag nicht oder nicht vollständig zustande kam, stiegen die Rückstellungen im Berichtsjahr um 7,3 v. H. auf 3.693,8 TEUR. Die Verbindlichkeiten verminderten sich von 8.378,7 TEUR auf 7.028,3 TEUR. Dies entspricht einem Rückgang von 16,1 v. H., welcher sich in einem deutlichen Rückgang der enthaltenen Anzahlungen auf Bestellungen begründet. Chancen und Risiken Risiken für die erwartete Entwicklung der GEISS AG bestehen jedoch weiterhin in der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage, welche zu einer andauernden Investitionszurückhaltung führt, die sich negativ auf die Ertragslage auswirkt. Besonders die von der deutschen Bundesregierung im vierten Quartal 2023 schlagartig gestoppte Zuschusspolitik verursachte deutliche Auftragsrückgänge. Die Unsicherheit hält bis ins erste Halbjahr 2024 an. In der aktuellen Jahresplanung 2024 gehen wir dennoch von einem Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau aus. Die bisherige Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr bestärkt uns in der Auffassung, dass das geplante Ergebnis erreicht werden kann. Wegen der nachfolgend beschriebenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit und der damit verbundenen Weiterentwicklung der hohen Produktqualität sowie wegen der ausgezeichneten Vermögens- und Finanzlage sieht sich die GEISS AG weiterhin in der Lage, die anhaltende schwierige gesamtwirtschaftliche Lage zu meistern. Aufgrund der bereits merkbaren und noch zu erwartenden Marktbereinigung besteht die Chance, dass die Marktanteile nach Ende der fortdauernden Krisenlage deutlich gesteigert werden können. Forschung und Entwicklung Die GEISS AG fertigt nach wie vor ausschließlich selbst. Maschinen der neuesten Generation in Dreherei, Fräserei und Laserwerkstatt halten die Produktivität auf höchstem Niveau. Forschung und Entwicklung wird hauptsächlich zusammen mit den Kunden im Zuge der Ausführung von Aufträgen betrieben. Dies ist ein wichtiger Bestandteil der Marktstrategie. Die GEISS AG versteht sich zunehmend als Automatisierer im Bereich der Thermoformung. Der überall beklagte Arbeitskräftemangel sowie steigende Lohnkosten führen zu größeren Nachfragen nach Automatisierungslösungen. Das engagierte und gut ausgebildete Personal der Firma ist in der Lage diese auch umzusetzen. Entwicklung des Geschäftsjahres 2024 Der Auftragsbestand der GEISS AG bleibt im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2024 stabil. Die geplanten Ergebnisse konnten nahezu erreicht werden. Im den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 ging die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum moderat um 7,6 v. H. zurück. Der Material- und Wareneinkauf sank um 4,63 v.H. Daher verminderte sich der Rohertrag um 9,1 v. H.. Die nicht im Rohergebnis enthaltenen Kosten veränderten sich im betrachteten Zeitraum nur unwesentlich. In Summe führte dies zu einem vorläufigen Ergebnis zum 31. Mai 2024 in Höhe von 1.285,3 TEUR. Die Minderung gegenüber dem Ergebnis des vergleichbaren Vorjahreszeitraums beträgt 596,1 TEUR. Allerdings bestärken deutlich gestiegene Bestände bei den unfertigen Erzeugnissen sowie eine Erhöhung der enthaltenen Anzahlungen die Auffassung, dass in den nächsten Monaten durch die Gewinnrealisierung bei mehreren umsatzstarken Aufträgen die Ergebnisse verbessert und die Unternehmensplanung erreicht werden kann. Die aktuelle Jahresplanung für 2024 geht daher von einem positiven Ergebnis in Höhe von 1.624,5 TEUR aus. Für 2024 sind umfangreiche Investitionen in den Maschinenpark der GEISS AG geplant. Damit wird sichergestellt, dass auch zukünftig auf modernsten Anlagen präzise und schnell produziert werden kann. Die weiterhin sehr stabile Finanzlage der GEISS AG ermöglicht es, zur Finanzierung der Investitionen auf Fremdkapital zu verzichten.
Seßlach, den 28. Juni 2024 Wolfgang Daum, Vorstand Mathias Ruppert, Vorstand |
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