Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 15612
Vorher
FoodTec Produktions GmbH
Eingetragen
16.4.2010
Branche
Herstellung von Stärke und StärkeerzeugnissenHerstellung von Würzmitteln und SoßenHerstellung von Erfrischungsgetränken und Mineralwässern
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Zutaten für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Thomas Bacherer
seit 22.4.2025
Prokura
Kai-Uwe Küstner
seit 14.10.2024
Prokura
Daniel Dr. Eickhorst
seit 22.1.2020
Prokura
Stefan Uhlmann
seit 25.3.2013
Geschäftsführer
Arne Guder
seit 25.3.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
4.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Döhler Neuss GmbH

Neuss

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Zutaten für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie.

Im Wesentlichen wurde der Geschäftsverlauf der Döhler Neuss GmbH durch die Entwicklungen auf den globalen Absatzmärkten getrieben.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Global Food and Beverages Market Report 2023 der Firma Research and Markets wird der gesamte Weltmarkt der Getränke und Lebensmittelindustrie für 2023 auf USD 7.222 Mrd. geschätzt. Zum Vergleich waren es im Jahr 2022 noch USD 6.729 Mrd. Bis 2027 wird ein Wachstum auf USD 9.225 Mrd. mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate in Höhe von 6,3% erwartet. Durch den Russland-Ukraine Konflikt wird allerdings auch weiterhin die Erholung der Weltwirtschaft von der COVID 19-Pandemie beeinträchtigt, da aufgrund von Wirtschaftssanktionen gegen einige Länder die Rohstoffpreise angestiegen sind und Versorgungsketten unterbrochen wurden. Die daraus resultierenden Folgen waren eine erhöhte Inflation und Unsicherheit.

Die Entwicklungen haben insbesondere für die exportorientierte deutsche Ernährungsindustrie zentrale Bedeutung. Laut einer Studie der AFC Management Consulting, welche im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie durchgeführt wurde, wurde die Geschäftslage im Jahr 2023 grundsätzlich schlechter als in den Vor-Pandemischen-Zeiten bewertet. Im Vergleich zu 2019 war der Wert des Indexes der Geschäftslage (Saldo aus positiver und negativer Bewertung der Geschäftslage) im Jahr 2023 um 22 %-Punkte niedriger, somit sogar ca. 2 %-Punkte unter dem Vorjahreswert und betrug 23 %-Punkte. Die Entwicklung in den einzelnen Teilbereichen war dabei sehr heterogen. Am positivsten war die Geschäftslage im Bereich Fertiggerichte und Feinkost mit einem Saldo von +50 %-Punkten bewertet. Auch in den Bereichen Süßwaren (+45 %-Punkte), Fleisch- und Wurstwaren (+43 %-Punkte) sowie Bier (+38 %-Punkte) wurde die Geschäftslage positiv bewertet. Zurückhaltend eingeschätzt wurde hingegen die Entwicklung in den Bereichen Fleisch (-33 %-Punkte) und Alkoholfreie Getränke (-14 %-Punkte).

Der Index der Geschäftserwartung (Saldo aus positiver und negativer Bewertung der Geschäftserwartung) ist um 22 %-Punkte auf +13 %-Punkte angestiegen. Bis auf den Bereich Backwaren hat sich die Geschäftserwartung in allen untersuchten Teilbereichen verbessert.

Der Index vom Exportklima, welcher sich aus der Beurteilung von Geschäftslage und Geschäftserwartung ermittelt, hat sich im Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 11 %-Punkte auf nun 18 %-Punkte erhöht und befindet sich nach einem pandemiebedingten Rückgang, trotz aktueller Herausforderungen, bereits das dritte Jahr in Folge in einem positiven Bereich.

Den positiven Trend lässt sich auch bei der Getränkeherstellung beobachten. Laut den neuesten verfügbaren Erhebungen vom Statistischen Bundesamt ist der Umsatz der Getränkehersteller in Deutschland von Januar bis November 2023 im Vergleich zu der analogen Zeitspanne 2023 um 7,1 % angestiegen und betrug € 20.587 Mio.

Im Jahr 2023 war die gesunde Ernährung sowie das Klima- und Umweltbewusstsein weiterhin im Trend. Im Zuge der wachsenden Bedeutung eines gesunden Lebensstils haben natürliche und nachhaltige Produkte, welche z.B. weniger Zucker enthalten und funktionelle Inhaltsstoffe oder eine Clean Label-Deklaration mitbringen, an Beliebtheit gewonnen. Bekannte Geschmacksprofile wie die traditionellen Zitrusfrüchte erfreuten sich weiter großer Beliebtheit. Zitrusaromen werden von Konsumentinnen und Konsumenten mit einem höheren Gesundheitswert assoziiert und waren so weiterhin die führende Geschmacksrichtung auf dem Markt. Jenseits der klassischen Früchte lagen vermehrt auch exotische Zitrusvarianten wie Pomelo, Yuzu oder Kumquat im Trend. Das Zusammenspiel aller sensorischen Eigenschaften, die ein Produkt von anderen differenzieren können, gewinnen immer weiter an Bedeutung. Diese nachfrageseitigen Faktoren beeinflussten die Entstehung neuer Produkte und die weitere Entwicklungsrichtung der Ernährungsindustrie.

2.2 Steuerungssysteme und finanzielle Leistungsindikatoren

Die Döhler Neuss GmbH wird im Konzernverbund im Grundsatz hauptsächlich durch die erzielten Umsatzerlöse auf den vorhandenen Absatzmärkten gesteuert. Darüber hinaus sind die Rohstoffbeschaffung und der damit verbundene Materialeinsatz in der Wertschöpfungskette Schlüsselkomponenten des Steuerungssystems der Gesellschaft. Der in der Wertschöpfungskette entstehende Personalaufwand stellt eine weitere Komponente der finanziellen Leistungsindikatoren dar. Schlussendlich ist das Jahresergebnis für die Führung des Unternehmens entscheidend.

2.3 Ertragslage

Der Geschäftsverlauf war im Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der angespannten Inflationsentwicklung aufgrund des Russland-Ukraine Konflikts nicht vollumfänglich zufriedenstellend und konnte im Wesentlichen aufgrund eines Volumenrückgangs die Vorjahresprognose im Hinblick auf die Umsatzerwartung nicht erreicht werden.

Die Döhler Neuss GmbH erzielte in 2023 Umsätze in Höhe von € 23,8 Mio. (Vj. € 22,6 Mio.) und erreichte damit die im Vorjahr abgegebene Prognose hinsichtlich Umsatzentwicklung nicht. Der Umsatzanstieg resultiert aus Preissteigerungen. Die regionale Verteilung zeigt Umsatzerlöse von € 2,2 Mio. (Vj. € 1,4 Mio.) im Inland und € 21,5 Mio. (Vj. € 21,2 Mio.) im Ausland. Damit wurden 90,6 % der Umsatzerlöse im Ausland erzielt.

Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung) liegt im Wesentlichen aufgrund der hohen Inflation und höheren Einkaufspreisen bei 53,5 % (Vj. 51,4 %), die Personalaufwandsquote bei 14,3 % (Vj. 13,9 %). Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung beläuft sich auf € 1,9 Mio. (Vj. € 2,0 Mio.). Vor Ergebnisabführung wurde damit die Prognose des Vorjahres im Wesentlichen aufgrund der zurückbleibenden Umsatzerlöse und der gestiegenen Materialaufwandsquote nicht erreicht.

2.4 Finanzlage

2.4.1 Liquidität

Zur Aufrechterhaltung der kurz- und mittelfristigen Liquidität kann auf weitere Mittelbereitstellung innerhalb der Döhler-Gruppe zurückgegriffen werden. Durch die Einbeziehung in die Döhler Gruppe war die Zahlungsfähigkeit gewährleistet. Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

2.4.2 Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme und einem gleichbleibenden Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr auf 49,1 % erhöht (Vj. 27,4 %). Der ansonsten auszuweisende Jahresüberschuss wurde an die Muttergesellschaft Döhler Deutschland GmbH, Darmstadt aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages abgeführt.

2.5 Vermögenslage und Investitionen

Die Zugänge bei den Sachanlagen in Höhe von € 0,9 Mio. stehen hauptsächlich mit dem weiteren Ausbau und der Modernisierung unseres Standortes in Neuss in Zusammenhang.

Die Bilanzsumme ist um € 10,8 Mio. gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den stichtagsbedingten Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen (-€ 13,3 Mio.) sowie der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (€ 2,1 Mio.) zurückzuführen. Auf der Passivseite führte insbesondere die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-€ 11,0 Mio.), welche im Wesentlichen auf die internen Konzernverrechnung zurückzuführen ist, zu einer Verminderung der Bilanzsumme.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von € 8,2 Mio. (Vj. € 8,7 Mio.).

2.6 Personal- und Sozialbereich

Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr € 3,4 Mio. (Vj. € 3,1 Mio.) Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter ist von 49 Mitarbeitern im Vorjahr auf 48 Mitarbeiter leicht gesunken.

Die Lohn- und Gehaltsanpassungen im Jahr 2023 betrugen 5,5 %. Im Tarifbereich wurde der Tarifabschluss der Obst- und Gemüse-verarbeitenden Industrie als Grundlage der Anpassungen in Höhe von 7,5 % übernommen und bedarfsspezifisch und leistungs-entsprechend angepasst. In aus unserer Sicht konsequenter und kontinuierlicher Anwendung der Vergütungspolitik des Hauses wurden die Anpassungen im übertariflichen Bereich leistungsbedingt differenziert.

3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

3.1 Klimarisiken

Die Döhler Neuss GmbH ist als globales und produzierendes Unternehmen Klimarisiken ausgesetzt. Um diesen Risiken bestmöglich zu begegnen, wurden im Geschäftsjahr 2023 die Nachhaltigkeitsstrategie "Good for people - Good for planet"® sowie die Nachhaltigkeitsrichtlinien (Sustainability Policy) aktualisiert. In der Döhler Gruppe werden Klimarisiken in physische Risiken und Marktrisiken eingeteilt.

Unter physischen Risiken werden insbesondere Extremwetterereignisse, wie Dürren, Überflutungen und Stürme verstanden. Es werden übliche Maßnahmen getroffen, um die unmittelbaren Risiken zu begrenzen (Investitionsplanung/Genehmigung, Abschluss von Sachversicherungen). Zudem minimieren Audits sowie Schulungen zu Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz diese Risiken für Mensch und Umwelt in unseren eigenen Produktionsstätten sowie in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Mittelbare Risiken werden dadurch reduziert, dass sowohl Produktion als auch Absatz weltweit verteilt sind.

Ferner bestehen für die Döhler Neuss GmbH Klimarisiken in Form von Marktrisiken. Insbesondere durch witterungsbedingte Verfügbarkeit der Rohstoffe können Beschaffungspreise stark beeinflusst werden. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen in den nachfolgenden Abschnitten. Zudem sind Risiken im Zusammenhang mit der Bepreisung von CO 2 durch Emissionshandelssysteme sowie steigenden Energiekosten vorhanden, denen durch kontinuierliche Investitionen in moderne und energieeffiziente Produktionsanlagen sowie weitere Maßnahmen im Rahmen unseres Energie- und Nachhaltigkeitsmanagements entgegengewirkt wird. In diesem Zusammenhang ist die Döhler Gruppe bestrebt, den Transformationsprozess zur Dekarbonisierung der eigenen Produktionsprozesse aktiv voranzutreiben und darüber hinaus negative Umwelteinflüsse zu minimieren. Insbesondere die Substitution von fossilen Energieträgern durch die Nutzung erneuerbarer Energiequellen nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein. Um Klimarisiken im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit langfristig zu minimieren, verfügen wir zudem über vielfältige Initiativen und Projekte hinsichtlich der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. Unter anderem sind wir bestrebt, negative Umweltauswirkungen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette zu reduzieren, beispielsweise durch die Minimierung bzw. Substitution von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln und den effizienten sowie verantwortungsbewussten Einsatz von natürlichen Ressourcen.

Des Weiteren werden die in unserem Code of Conduct festgeschriebenen Verhaltensregeln und alle weiteren normativen Anforderungen im Bereich Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz durch regelmäßige Schulungen kommuniziert, um auf diese Weise die hohe Qualität unserer Produkte zu sichern. Unser Code of Conduct wird sowohl intern an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie an externe Interessensgruppen wie Lieferanten kommuniziert. Die im Code of Conduct definierten Verhaltensgrundsätze sind Gegenstand der Verträge mit unseren Lieferanten. Regulatorische Anforderungen hinsichtlich Klima- und Umweltrisiken werden kontinuierlich von uns überwacht. Wir schätzen das Risiko aus dem Klimawandel als moderat, jedoch als nicht bestandsgefährdend für Döhler Neuss GmbH ein.

Ausblick CSRD

Im Rahmen des European Green Deal hat die EU die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) verabschiedet. Diese regelt die Nachhaltigkeitsberichterstattung von mittleren und großen Unternehmen. Die Döhler Gruppe fällt ab dem Geschäftsjahr 2025 in den Geltungsbereich der CSRD. Im Detail muss die Döhler Gruppe eine Nachhaltigkeitserklärung gemäß den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) in den Lagebericht einbinden, die EU-Taxonomie-VO umsetzen sowie den Jahresabschluss im einheitlichen elektronischen Berichtsformat gemäß der ESEF-VO erstellen. Mit der Umsetzung der CSRD geht ein nicht unerheblicher Aufwand einher, weshalb die Vorbereitungen bereits begonnen haben.

3.2 Rohstoffpreisänderungen

Die Preise an den Rohstoffmärkten sind in den letzten Jahren zunehmend von Volatilität, u.a. durch extreme Wetterbedingungen, geprägt. Anhaltend ungelöste geopolitische Konflikte sowie die zum Teil weiterhin problematische Finanzlage einiger Länder haben auch zukünftig einen zusätzlichen Einfluss auf die Preisfindung und Wechselkurse.

Aufgrund einer deutlich geringeren Ernte als erwartet, sind die Preise für Äpfel mit einem niedrigen Säuregehalt im Jahr 2023 weiterhin auf einem hohen Niveau. Demgegenüber steht allerdings ein starker Rückgang der Seefracht für den Rohstoff.

Bei Holunderbeeren setzte sich der im Jahr 2022 angefangene Preisrückgang fort. Der Grund dafür war der gute Erntebeginn im Jahr 2023. Bei schwarzen Johannisbeeren fiel die Ernte in 2023 geringer aus als erwartet. Bei gleichbleibender Nachfrage blieben die Preise stabil. Bei Himbeeren treffen hohe Bestände auf eine geringere Nachfrage und führen bei einem normalen Ernteergebnis zu einem Preisrückgang.

Für die bedeutendste Citrus Commodity Orange war das Jahr 2023 erneut durch einen Preisdruck gekennzeichnet. Die Preise befinden sich auf einem historisch hohen Niveau (6.000 USD/t) bei einer begrenzten Verfügbarkeit aus der aktuellen Ernte.

Die Verfügbarkeit von Zitronen ist stabil und somit sehen wir auch wenig Bewegung bei den Preisen.

Bei Ananas steigen die Preise in 2023 kontinuierlich an, während das Angebot zurückbleibt. Da in allen Herkunftsländern ein Rückgang der Ananasernte zu verzeichnen ist, wirkt sich das in einem höheren Preis aus. Weiterhin bestehen auch Ernterisiken aufgrund des Wetterphänomens El-Niño.

Für Gerste bleibt das europäische Preisniveau hoch, da die Qualitätsprobleme der Sommergerste nicht durch die Wintergerste ausgeglichen werden können. Für Australien wird wegen El-Niño mit deutlich trockenerem Wetter und einer niedrigeren Ernte gerechnet.

Bei Hopfen sind die Preise aufgrund von langfristigen Einkaufskontrakten konstant geblieben. Eine Veränderung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 nicht.

Aufgrund der hohen Energie- und Anbaukosten ist im letzten Jahr der Preis für Zucker deutlich angestiegen. Das hohe Preisniveau hat sich bis Mitte des Jahres 2023 gehalten und verzeichnet dann einen Rückgang, was auf günstige Wetterbedingungen in Europa zurückzuführen ist. Wir rechnen deshalb für die kommenden Monate mit den stabilen Preisen.

Kurzfristig erwarten wir keine erheblichen Geschäftsrisiken, die aus Preisschwankungen unserer wesentlichen Rohstoffe entstehen könnten. Mittel- bis langfristig wird die Nachfrage nach Nahrungsmitteln aufgrund einer wachsenden Weltbevölkerung und zunehmendem Wohlstand steigen. Die Angebotsseite ist jedoch durch limitierte Anbaufläche, Konkurrenz durch Bio-Kraftstoffe, Wasserknappheit und klimatische Bedingungen beschränkt. Um dauerhafte Preissteigerungen einzudämmen, müssen Regierungen und Unternehmen weltweit innovative und nachhaltige Konzepte zur Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktionsleistung entwickeln und umsetzen. Die Chancen und Risiken aus Rohstoffpreisänderungen sind von großer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Döhler Neuss GmbH.

3.3 Wechselkursänderungen

Der EUR/USD-Wechselkurs war im Vergleich zum Vorjahr stabiler und lag in der Bandbreite von 1,05 bis ca. 1,13 (Vj. 0,96 bis 1,15). Im Durchschnitt war der Euro gegenüber dem US-Dollar allerdings stärker als im Vorjahr (Durchschnittskurs 2023: 1,08 EUR/USD vs. 1,05 EUR/USD im Jahr 2022). Das Jahr 2024 kann weitere Schwankungen des Wechselkurses mit sich bringen, die weiterhin aus den wirtschaftlichen Nachwirkungen des Russland-Ukraine Konflikts sowie des Kriegs in dem Gaza-Streifen einerseits, sowie der geldpolitischen Entscheidungen der FED und EZB andererseits, resultieren. Auch die Entwicklung der Inflation im Euroraum sowie einzelnen Schwellenländern kann auch 2024 zu Schwankungen führen. Durch die weltweite Vernetzung der Döhler Neuss GmbH und der Zugehörigkeit zur Döhler-Gruppe ergeben sich hieraus sowohl Chancen als auch Risiken.

3.4 Russland - Ukraine Krieg

Die Döhler Neuss GmbH sieht sich infolge des Russland-Ukraine Konflikts und der damit verhängten globalen Wirtschaftssanktionen gegen Russland gestiegenen Energiepreisen konfrontiert, was sich auf die zukünftige Ergebnisentwicklung negativ auswirken kann. Zwar hat sich die Situation auf dem Energiemarkt entspannt, jedoch liegen die Energiepreise über dem Vorkriegsniveau. Bislang haben wir jedoch keine wesentlichen negativen Absatz- und Beschaffungsentwicklungen bei unseren Rohstoffen verzeichnet. Wir werden alle aktuell verhängten und zukünftigen Sanktionen und die damit einhergehenden indirekten Auswirkungen auf unsere Gesellschaft weiter beobachten und notwendige Maßnahmen ergreifen, um den volatilen Energiepreisen entgegenzuwirken.

Die Döhler Neuss GmbH unterhielt keine Geschäftsbeziehungen im Rahmen der Beschaffung und des Vertriebs in den betroffenen Regionen. Wir halten somit das Risiko auf die Vermögens- und Ertragslage für vernachlässigbar und stufen es als nicht bestandsgefährdend für die Gesellschaft ein.

3.5 Zusammenfassung der Chancen- und Risikolage

Sowohl die monetären als auch die nicht monetären Chancen bzw. Risiken unterliegen einem permanenten Monitoring im Rahmen der Konzernsteuerung. Auf Gruppenebene erfolgen eine entsprechende monatliche Qualitätsprüfung sowie ein Tracking diverser Kennzahlen. Das Chancen- und Risikomanagement wird zudem durch entsprechende Kommunikationsstrukturen gelebt. Aus Sicht der Unternehmensgruppe ergibt sich aus den genannten Chancen und Risiken ein ausreichend weiteres Entwicklungspotenzial für die Döhler Gruppe, um das bisherige Wachstum fortzusetzen. Durch das Netzwerk der Döhler Gruppe gehen wir davon aus auch in Zukunft Engpässe in der Rohstoff Versorgung ausgleichen zu können. Insgesamt überwiegen die Chancen und wir halten die oben aufgeführten Risiken für nicht bestandsgefährdend für die Gesellschaft.

4. Voraussichtliche Entwicklung

Die Weltbank geht in ihrem Jahresausblick von einem globalen Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,6 % im Jahr 2023 aus. Die weltweite Wirtschaftstätigkeit erholte sich langsam und wird weiterhin deutlich durch den Russland-Ukraine-Konflikt beeinflusst. Das Wachstum wird sich voraussichtlich im Jahr 2024 noch verlangsamen (2,4 %). Grund für die Verlangsamung ist eine straffe Geldpolitik, um die hohe Inflation einzudämmen. Angespannte globale Finanzbedingungen und steigende Finanzierungskosten belasten zusätzlich das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Dazu kommen Risiken, wie die Eskalation von dem neuesten Konflikt im Nahen Osten und des Krieges in der Ukraine oder die Naturkatastrophen, welche die Energie und Rohstoffpreise nach oben treiben können.

Für die USA und die Eurozone rechnet die Weltbank mit einem Wachstum für 2024 von 1,6 % bzw. 0,7 %. Für 2023 ergeben sich: 2,5 % bzw. 0,4 %, was über den Vorjahreserwartungen lag. Die Organisation sieht für Russland ein Wachstum von 1,3 % in 2024 (2023: 2,6 %). Für Brasilien erwartet die Weltbank im Jahr 2024 einen Rückgang des Wirtschaftswachstums auf 1,5 % (2023: 3,1 %). Die Erwartung für China im Jahr 2024 liegt bei 4,5 % (2023: 5,2 %).

Laut statistischem Bundesamt ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % zurückgegangen. Hierfür war insbesondere der Rückgang der inländischen Nachfrage verantwortlich, zum großen Teil bedingt durch die starke Senkung der staatlichen Konsumausgaben zum Jahresbeginn 2023. Die Energiekrise, die COVID19-Pandemie und der Russland-Ukraine Konflikt haben ihre Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt aktuell ungefähr auf demselben Niveau wie zum Anfang der Pandemie vor vier Jahren. Auch die Aussichten für die Zukunft sind trüb. Für das Jahr 2024 ist davon auszugehen, dass sich das BIP-Wachstum leicht erholt und 0,7 % beträgt. Langfristig wird die Entwicklung Deutschlands allerdings durch die demografische Alterung, das niedrige Produktivitätswachstum und im europäischen Vergleich rückläufige Modernitätsgrad des Kapitalstocks beeinträchtigt.

Die Inflation in Deutschland ist gemessen am nationalen Verbraucherpreisindex im Verlauf des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen. Dies ist größtenteils auf geringere Preissteigerungen bei den schwankungsanfälligen Gütergruppen Energie und Nahrungsmittel zurückzuführen. Für das Jahr 2023 lag die Inflationsrate bei 5,9 % und für das Jahr 2024 wird eine Inflationsrate von 2,6 % prognostiziert.

Unserer Auffassung nach wird die wirtschaftliche Entwicklung in dem kommenden Jahr stark durch die politischen Spannungen und Entscheidungen geprägt sein. Hierzu zählen insbesondere das Vorantreiben der Transformation hin zu einer digitalen und klimaneutralen Wirtschaft. Weiterhin wird sich die Entwicklung globaler Prozesse im Bereich der Digitalisierung verstärkt fortsetzen. Das Thema Nachhaltigkeit wird deutlich an Bedeutung gewinnen als bisher.

Wie in den Vorjahren gehen wir weiterhin davon aus, dass sich grundsätzlich Trends wie Gesundheit, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit trotz der globalen Herausforderungen weiterhin fortsetzen. Diesen Trends tragen auch die Innovationen in der Industrie Rechnung.

Die bevorstehenden Ernten für unsere Fruchtrohstoffe sind nicht vorhersehbar und können die Rohstoffpreise stark beeinflussen. Durch gezielte Steuerung werden diese Einflüsse bestmöglich minimiert. Die Versorgungssicherheit der Kunden zu garantieren, bleibt oberstes Gebot.

Die zukünftigen Auswirkungen des Ukraine-Russland Konflikts infolge weiterer Sanktionen gegen Russland werden die Volatilität der Energiepreise höchstwahrscheinlich beeinträchtigen und sich auf die Energie- und Preispolitik der Döhler Gruppe auswirken. Zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung sehen wir jedoch hierfür keinen weiteren Handlungsbedarf und halten daher an der unten dargestellten Prognose fest.

Der Umsatz und das Ergebnis vor Gewinnabführung 2024 werden im Wesentlichen von der allgemeinen Marktentwicklung, der Rohstoffpreisentwicklung sowie der Energiepreise und der Möglichkeit Kostensteigerungen in den Verkaufspreisen abzubilden, abhängen. Wir streben im nächsten Geschäftsjahr ein moderates Umsatzwachstum und einen leichten Anstieg der Absatzmengen in unseren Kernbereichen an. Bei den Materialaufwendungen erwarten wir eine dem Umsatzwachstum angepasste Materialkostenstruktur. Die Personalaufwendungen werden sich aufgrund des Unternehmenswachstums leicht erhöhen. Das negative Zinsergebnis wird sich aufgrund von einem Rückgang der internen Finanzierung leicht verbessern. Schlussendlich gehen wir von einem moderaten Anstieg des Jahresüberschusses vor Ergebnisabführung aus. Des Weiteren erwarten wir im kommenden Geschäftsjahr keine Veränderung der Nettofinanzverbindlichkeiten.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.876,11 10.834,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.509.328,84 1.647.801,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.334.247,57 1.870.940,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 436.543,69 430.504,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.668,99 1.156.666,82
5.309.789,09 5.105.913,52
5.317.665,20 5.116.747,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 668.840,59 859.748,37
2. Unfertige Erzeugnisse 138.613,81 133.938,62
3. Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 1.003.894,02 748.539,81
1.811.348,42 1.742.226,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.634.507,34 1.500.795,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.748.514,01 15.966.718,04
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 35.519,55 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 23.660,93 7.041,78
6.442.201,83 17.474.555,73
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.004,35 26.482,51
8.259.554,60 19.243.265,04
13.577.219,80 24.360.012,59

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.000.000,00 4.000.000,00
II. Gewinnvortrag 2.672.722,96 2.672.722,96
6.672.722,96 6.672.722,96
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 851.858,80 758.456,58
851.858,80 758.456,58
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.958.231,90 2.391.210,47
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 582.881,29 11.583.618,97
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.977.141,06 2.042.484,27
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 241.856,00 618.458,06
5. Sonstige Verbindlichkeiten 292.527,79 293.061,28
davon aus Steuern € 41.014,71 (Vj. € 35.891,09)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 34.694,37 (Vj. € 36.316,13)
6.052.638,04 16.928.833,05
13.577.219,80 24.360.012,59

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 23.758.049,78 22.628.225,51
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 262.823,77 -263.870,27
3. Sonstige betriebliche Erträge 194.184,05 417.328,49
davon Erträge aus Währungsumrechnung € 30.564,64 (Vj. € 182.359,92)
24.215.057,60 22.781.683,73
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -12.840.880,96 -11.496.087,76
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.833.665,77 -2.608.574,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -562.719,84 -536.991,58
davon für Altersversorgung € 26.966,08 (Vj. € 28.446,78)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -677.934,71 -610.918,27
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.927.726,81 -5.134.833,70
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € 282.051,98 (Vj. € 52.838,14)
-21.842.928,09 -20.387.406,20
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.375,46 25.804,43
davon aus verbundenen Unternehmen € 20.375,46 (Vj. € 25.804,43)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -385.271,11 -347.760,87
davon an verbundene Unternehmen € 385.271,11 (Vj. € 347.746,22)
-364.895,65 -321.956,44
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
11. Ergebnis nach Steuern 2.007.233,86 2.072.321,09
12. Sonstige Steuern -30.092,80 -29.836,82
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -1.977.141,06 -2.042.484,27
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederungen sind unverändert zum Vorjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten sowie die gesetzlich vorgesehenen davon-Vermerke in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung teilweise im Anhang angegeben.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Döhler Neuss GmbH mit Sitz in Neuss im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter der Nummer HRB 15612 eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

2.1 Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vermindert. Folgende Nutzungsdauern sind dem Sachanlagevermögen zugrunde gelegt:

● Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten: 8 - 33 Jahre
● Technische Anlagen und Maschinen: 5 - 20 Jahre
● Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 - 13 Jahre

In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Für die geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als € 250 bis € 1.000, die nach dem 31. Dezember 2017 angeschafft worden sind, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die geringwertigen Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von bis zu € 250 werden im Anschaffungsjahr vollständig abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen sowie Anlagen im Bau sind zum Nennbetrag bewertet.

2.2 Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag abzüglich Abwertungen für Lagerrisiken.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, soweit erforderlich, Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Unter den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens- und Finanzlage auch solche Unternehmen enthalten, die nur aus Sicht der Konzernobergesellschaft Döhler Group SE als Beteiligung zu qualifizieren sind.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

2.3 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sofern Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen werden diese abgezinst.

2.4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

2.5 Latente Steuern

Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft werden keine latenten Steuern bilanziert.

2.6 Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Zugangszeitpunkt zum tagesaktuellen Fremdwährungskurs und grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Das gleiche trifft auf die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zu.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 1.569 Vj. T€ 14.020) sowie Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr (T€ 1.179, Vj. T€ 1.947) ausgewiesen.

Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (T€ 36, Vj. T€ 0), bestehen zum Bilanzstichtag ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Werte mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3.3 Rückstellungen

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Sonstige Rückstellungen 852 758
852 758

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 327, Vj. T€ 384), Rückstellungen für Vertreterprovisionen (T€ 170, Vj. T€ 173), personalbezogene Rückstellungen (T€ 199, Vj. T€ 114) sowie Drohverlustrückstellungen aus Verkaufskontrakten (T€ 121, Vj. T€ 64).

3.5 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel (in T €)

bis zu 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
davon mehr als 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.958 0 0
(Vorjahr) (2.391) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 583 0 0
(Vorjahr) (11.584) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.977 0 0
(Vorjahr) (2.042) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 242 0 0
(Vorjahr) (619) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 292 0 0
(Vorjahr) (293) (0) (0)
Summe Verbindlichkeiten 6.052 0 0
(Vorjahr) (16.929) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - unbesichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 583, Vj. T€ 1.007) sowie dem Verrechnungsverkehr (T€ 1.977 Vj. T€ 10.577) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter beinhalten ausschließlich den abzuführenden Gewinn an die Döhler Deutschland GmbH.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Lieferungen und Leistungen.

3.6 Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

3.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Bestellobligo für Rohstoffe und Sachanlagen in Höhe von T€ 8.288 (Vj. T€ 8.724), davon bestehen keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Vorteil im Bestellobligo ist die Sicherung des zukünftigen Einkaufs. Der Nachteil ist die verpflichtende zukünftige Abnahme.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

2023
T€
2022
T€
Nach Regionen
Inland 2.233 1.443
Ausland 21.525 21.185
23.758 22.628

Unter Berücksichtigung der Organisation des Verkaufs erfolgt keine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen.

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von T€ 157 (Vj. T€ 213) enthalten, die anderen Perioden zuzurechnen sind. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung oder Herabsetzung von Wertberichtigungen sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wie im Vorjahr keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

5. Sonstige Angaben

5.1 Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 war als Geschäftsführer bestellt:

Herr Stefan Uhlmann, Head of BU, Kaufmann, Darmstadt;

Die genannte Person übt ihre Geschäftsführertätigkeit hauptberuflich aus.

5.2 Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Der Geschäftsführer erhält seine Bezüge von einer anderen Konzerngesellschaft.

5.3 Angaben über Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter.

2023 2022
Logistik und Produktion 41 39
Qualitätssicherung und Technik 7 10
48 49

5.4 Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Döhler Group SE, Darmstadt, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

5.5 Ausschüttung sowie Gewinnverwendungsvorschlag

Der Gewinn des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 1.977 wurde im Rahmen des unter dem am 13. August 2021 mit der Döhler Deutschland GmbH, Darmstadt, abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages an die Muttergesellschaft in voller Höhe abgeführt.

5.6 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

5.7 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

 

Neuss, den 12. Februar 2024

Die Geschäftsführung

S. Uhlmann

Entwicklung des Anlagevermögens

der Döhler Neuss GmbH

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 601.811,07 0,00 0,00 0,00 601.811,07
601.811,07 0,00 0,00 0,00 601.811,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.099.628,72 65.684,75 0,00 922.149,00 4.087.462,47
2. Technische Anlagen u. Maschinen 7.502.304,04 708.244,26 0,00 225.017,45 8.435.565,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.436.333,69 84.754,73 37.443,51 0,00 2.483.644,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.156.666,82 20.168,62 0,00 -1.147.166,45 29.668,99
14.194.933,27 878.852,36 37.443,51 0,00 15.036.342,12
14.796.744,34 878.852,36 37.443,51 0,00 15.638.153,19
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 590.977,04 2.957,92 0,00 0,00 593.934,96
590.977,04 2.957,92 0,00 0,00 593.934,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.451.826,73 126.306,90 0,00 0,00 1.578.133,63
2. Technische Anlagen u. Maschinen 5.631.363,86 469.954,32 0,00 0,00 6.101.318,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.005.829,16 78.715,57 37.443,51 0,00 2.047.101,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.089.019,75 674.976,79 37.443,51 0,00 9.726.553,03
9.679.996,79 677.934,71 37.443,51 0,00 10.320.487,99
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.876,11 10.834,03
7.876,11 10.834,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.509.328,84 1.647.801,99
2. Technische Anlagen u. Maschinen 2.334.247,57 1.870.940,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 436.543,69 430.504,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.668,99 1.156.666,82
5.309.789,09 5.105.913,52
5.317.665,20 5.116.747,55

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Döhler Neuss GmbH, Neuss

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Döhler Neuss GmbH, Neuss, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Döhler Neuss GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 12. Februar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Cirsten Schönmeier, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jan Bauske, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 29.03.2024 festgestellt.

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