BERDING Beteiligungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Valentin Meyer seit 4.4.2023 | Geschäftsführer |
Gert Waltermann seit 6.1.2011 | Geschäftsführer |
Georg Berding jun. seit 17.10.2005 | Geschäftsführer |
Matthias Hansen seit 17.10.2005 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
SF-Kooperation GmbH Beton-KonzepteAufgelöst | 22.65% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BERDING BETON GmbHSteinfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die BERDING BETON GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen im Familienbesitz. An bundesweit 47 Standorten fertigt und vertreibt die BERDING BETON GmbH eine breite Palette an Betonwaren für den Tiefbau sowie den Garten- und Landschaftsbau. Außerdem wird an mehreren Standorten Transportbeton produziert. Daneben verpachtet die BERDING BETON GmbH mobiles Sachanlagevermögen an verschiedene verbundene Unternehmen. Direkte Kunden sind vorrangig der Baustofffachhandel sowie Bauunternehmen unterschiedlicher Ausrichtung. 2. Forschung und Entwicklung Wir investieren kontinuierlich in die Weiterentwicklung unseres Produktprogramms. Die so realisierten Verarbeitungs-, Konstruktions- und Designvorteile unserer Produkte werden vom Kunden wahrgenommen und liefern gute Verkaufsargumente. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft befindet sich inmitten eines Transformationsprozesses, der von den vier Leitmotiven Digitalisierung, Demografie, Dekarbonisierung und Deglobalisierung bestimmt wird. In der gegenwärtigen Phase reagiert die Ökonomie dabei ausgesprochen volatil auf Einflussfaktoren, wie sie beispielsweise von den anhaltend instabilen geopolitischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgehen. Sie führten dazu, dass 2023 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 % sank (Quelle: Statistisches Bundesamt (StBA)). Anders als im Vorjahr erwiesen sich die Konsumausgaben nicht mehr als bedeutsame Stütze der Wirtschaft. Im privaten Bereich nahmen sie 2023 jeweils preisbereinigt um 0,8 % und im staatlichen Bereich, mit dem Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen, um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr ab. An ihre Stelle trat der Dienstleistungssektor (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen), dessen Umsätze um 2,0 % wuchsen (Quelle: StBA). Die gesamte Bauwirtschaft (Bauhauptgewerbe aller Betriebe) realisierte 2023 einen Umsatzanstieg von 1,3 % nominal, jedoch ging der Umsatz real betrachtet um 5,3 % zurück. Die Bauinvestitionen sanken preisbereinigt um 2,1 %, der Auftragseingang verlor real 4,4 %. Die Preissteigerung für Bauleistungen im Bauhauptgewerbe lag 2023 bei 7 % (Quelle: StBA). Die Branche litt maßgeblich unter den bestehenden Rahmenbedingungen. Die Kehrtwende der EZB Mitte 2022 zur Bekämpfung der Inflation hat innerhalb eines Jahres die Baufinanzierungskosten deutlich erhöht. Zusammen mit den immens gestiegenen Baukosten, den hohen Energiepreisen, den immer noch hohen Grundstückpreisen, dem wechselnden Kurs der Politik in der Klimapolitik (Heizungsgesetz, Strompreisbremse) und der unsicheren Weltpolitischen Lage formt sich für die Baukonjunktur ein "perfekter Sturm", der die Investitionsneigung der Auftraggeber und Bauherren in einem beachtlichen Umfang hemmte. Forciert wurde diese Zurückhaltung durch die immens gestiegenen Baukosten und hierbei insbesondere im Energiebereich. Staatliche Programme wie die Strompreisbremse fingen nur einen Teil der gestiegenen Energiekosten in der Baustoffproduktion auf. Der Wohnungsbau war wiederum am stärksten von der vorgenannten Entwicklung betroffen. Die Umsätze verringerten sich real um 11,5 %, die Auftragseingänge gar um real 19,7 %. Somit klafften der notwendige Bedarf und die realisierte Bereitstellung von Wohnraum in dieser Sparte abermals weit auseinander. Gemäß Zielsetzung der Bundesregierung sollte mit der Schaffung von jährlich 400.000 neuen Wohnungen der akuten Wohnungsnot entgegengetreten werden. Dem gegenüber standen 2023 tatsächlich 294.400 fertiggestellte neue Wohnungen. Neben den gestiegenen Baukosten zeichneten hierbei die verschärften energetischen Standards und die Kürzungen bei der Förderung von Neubauten verantwortlich (Quelle: StBA). Der baugewerbliche Umsatz ging 2023 in der Sparte Wirtschaftsbau um real 0,9 % zurück und spiegelt eine zweigleisige Entwicklung wider (Quelle: StBA). Im Wirtschaftshochbau belasteten die hohen Bau- und Zinskosten die Nachfrage nach Büro- und Lagergebäuden. Zugleich führt die starke Homeoffice Nutzung verbunden mit neuen Büroraumkonzepten zu einem Rückgang bei der Nachfrage nach Büroflächen. Infolge dessen belief sich der Umsatz auf ein Minus von 4,3 %, der Auftragseingang auf ein Minus von 8 %. Ein völlig gegenläufiges Bild präsentierte der Wirtschaftstiefbau mit einem Plus des Umsatzes in Höhe von 2,9 % und einem Plus des Auftragseingangs in Höhe von 17,0 % (Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB)). Im Kontext der geplanten Infrastrukturmaßnahmen profitierte er von deutlichen Investitionsimpulsen. Diese umfassten Energiewende- und Mobilitätsprojekte aus den Bereichen Ausbau von Stromtrassen, Öffentlicher Nahverkehr sowie dem Schienennetzausbau der Deutschen Bahn. Der öffentliche Bau verzeichnete 2023 eine Abnahme des baugewerblichen Umsatzes in einer Größenordnung von 1,6 %. Der Auftragseingang ging um 2,4 % zurück (Quelle: StBA). Anders als beim Wirtschaftsbau entwickelte sich das Segment Hochbau dynamischer als der Tiefbau. Bedingt durch einige Großprojekte stieg dort der Umsatz um 7,8 %. Dem gegenüber musste der Tiefbau einen Rückgang von 3,0 % hinnehmen. Dieser wurde maßgeblich durch den anteilsstarken Straßenbau initiiert, der aufgrund der hohen Preise für Baumaterial und den damit verbundenen Baupreissteigerungen 5,7 % Umsatzvolumen einbüßte (Quelle: StBA). 2. Geschäftsverlauf Die deutsche Wirtschaft konnte sich 2022 unerwartet solide behaupten, obwohl die Folgen der Corona-Pandemie und vor allem des Ukraine-Konfliktes ausgesprochen widrige Rahmenbedingen herbeiführten. Dies weckte die Hoffnungen, dass ein entsprechender Schub auch auf das Jahr 2023 ausstrahlen könne. Es wurde unterstellt, dass die Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Dynamik dank des Ausbleibens einer latent drohenden Gasmangellage und umfangreicher staatlicher Stabilisierungsmaßnahmen, wie beispielsweise Energiepreisdeckelung, kürzer und geringer ausfallen würden als zunächst befürchtet. Damit erschien ein leichtes Wirtschaftswachstum im Bereich des Möglichen. Im Verlaufe des Jahres stellte sich jedoch heraus, dass vor allem die Tragweite der Energiekrise, der rigiden Geldpolitik und der Konsumzurückhaltung der Verbraucher unterschätzt wurde. Wurde die Geschäftslage (-erwartungen) der Unternehmen zu Jahresbeginn noch recht optimistisch mit einem Wert von über 95,0 (90,0) in den Monaten März bzw. April 2023 indiziert, verringerte sich dieser ab August (Juni) bis zum Jahresende auf deutlich verhaltenere Werte von unter 90,0 (85,0) (Quelle: ifo Institut). Zur Jahresmitte wurden daraufhin die Konjunktur-Prognosen revidiert und ein leichtes Schrumpfen der Wirtschaftsleitung vorhergesagt, so wie es sich zum Jahresende 2023 letztlich auch bewahrheitete. Für die Bauindustrie wurden bereits sehr frühzeitig markante Umsatzrückgänge von den führenden Instituten, u. a. dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HBD) prognostiziert, da sie in einem hohen Maße von den vorgenannten Einflussfaktoren betroffen war. Gepaart mit den hohen Inflationsraten, den Bauzinsbelastungen und noch teilweise existenten Materialengpässen bzw. Lieferkettenstörungen entstand ein untätiges, abwartendes Verhalten bei den Auftraggebern, durch den sich geplante Bauprojekte zum Teil verzögerten oder gar komplett infrage gestellt wurden. Viele Projekte, die zu Anfang des Vorjahres noch rentabel erschienen, waren im aktuellen Jahresverlauf finanziell nicht mehr darstellbar. Infolgedessen nahm die Anzahl gemeldeter Stornierungen von Bauaufträgen beispielsweise von 13,6 % im Februar 2023 auf 21,4 % im September 2023 zu und stellte damit einen Höchstwert für die letzten 30 Jahre dar. Ebenfalls im September 2023 meldeten 46,6 % der Baufirmen, dass sie unter Auftragsmangel litten, was einer Verdreifachung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert gleichkam. Diese Entwicklung blieb nicht ohne Folgen für die Bauunternehmen. So meldeten etwa im August 2023 11,9 % der Unternehmen aus der Sparte Wohnungsbau Finanzierungsschwierigkeiten, einem Höchstwert der letzten 30 Jahre (Quelle: ifo Institut). Die Anzahl der Insolvenzen stieg 2023 im Baugewerbe um 20,8 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Creditreform). Die Bauunternehmen sahen sich im Jahresverlauf mit sehr komplexen und zum Teil gegenläufigen Herausforderungen konfrontiert. Das Bauhauptgewerbe startete zum Jahreswechsel 2022/2023 mit einem ausgesprochen hohen Auftragsbestand von nominal 68,3 Mrd. Euro (Quelle: StBA), woraus sich grundsätzlich eine auskömmliche Grundauslastung der Betriebe ableiten ließ. In den folgenden Monaten entwickelten sich die einzelnen Sparten sehr heterogen. Während sich im Wirtschaftstiefbau mit nominal +33,7 % und im öffentlichen Hochbau mit nominal +22,7 % zusätzliche Auftragsbestände ausbildeten, führten vornehmlich im Wohnungsbau Stornierungen und fehlende Auftragseingänge zusehends zu einem Abschmelzen des Auftragspolsters um nominal -14,6 % (Quelle: HDB). Die Umsatzentwicklung war in einem erheblichen Umfang preisdiktiert. Zu Beginn des Jahres lag die Preisentwicklung für Bauleistungen gegenüber dem Vorjahr noch bei knapp +16 %. Zum Jahresende wies der BIP-Deflator nur noch einen Quotienten von knapp +2 % auf (Quelle: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB)). Im Laufe des Jahres nahm somit der Preisdruck auf der Einkaufsseite ab. Angesicht der schwachen Nachfrage nach Bauleistungen nutzten die Unternehmen diese Potenziale im sich verschärfenden Wettbewerb der Auftragserlangung. Gleichwohl blieben die Preise für Bauprodukte auf einem hohen Niveau. So lag der Erzeugerpreisindex für Zement um 64 %, Betonstahl 52 % und Dämmung 43 % im Jahresmittel 2023 über dem Vor-Corona-Vergleichsniveau von 2020. Sie prägten maßgeblich das Preisniveau im Hochbau. Der entsprechende Erzeugerpreisindex für Mineralölerzeugnisse in Höhe von 59 % belastete den Straßenbau aufgrund seiner Abhängigkeit von der Nutzung einer Vielzahl an Baumaschinen (Quelle: StBA). Die schwache Nachfrage nach Bauleistungen infizierte 2023 gleichermaßen die Betonwarenindustrie. Um die Mehrkosten auf der Beschaffungsseite an die Abnehmer weiterzugeben, avisierten viele Produzenten Ende 2022 signifikante Preiserhöhungen für 2023. Hieraus resultierten stattliche Vorzieheffekte bei den Abnehmern, die zu Jahresbeginn 2023 die bereits verhaltene Nachfrage zusätzlich belasteten. Aufgrund der ausbleibenden Nachfrage entstand ein hohes Maß an Nervosität bei den Herstellern. Sie verzichteten auf die ökonomisch notwendige Erlösverbesserung, fokussierten sich vorrangig auf die Ausbringungsmenge und waren bereit, ihre Preisstellungen projektbezogen (deutlich) zu senken. Diese Vorgehensweise hatte zur Konsequenz, dass sich nun die betreffenden Unternehmen gegenseitig mit allgemein rückläufigen Verkaufsmengen und rückläufigen Unternehmenserfolgen in eine betriebswirtschaftliche Abwärtsspirale hineinbewegten. Einhergehend nahm der Druck auf das branchenweite Marktpreisgefüge beträchtlich zu. Es kam zu Kurzarbeit, Personalfreisetzungen, Kapazitätsanpassungen und in letzter Konsequenz zu Standortschließungen. Die BERDING-Gruppe besitzt ein breitgefächertes Produktportfolio an Straßen- und Tiefbauerzeugnissen, welches überwiegend im Wirtschaftsbau und öffentlichen Bau genutzt wird. Dadurch ist der Unternehmenserfolg nicht in vollem Umfang von der konjunkturellen Entwicklung einzelner Verwendungsbereiche abhängig. So gelang es, 2023 den überproportionalen Rückgang im Wohnungsbau über realisierte Projekte aus den weiteren Verwendungsbereichen anteilig zu nivellieren. Gegenüber dem Vorjahr sank der Umsatz um rd. 42.320 TEUR bzw. ca. 12,1 % auf insgesamt rd. 306.273 TEUR. Der Anteil des Materialaufwands an der Gesamtleistung stieg um etwa 1,6 Prozentpunkte auf rd. 42,0 %. Unter Berücksichtigung der Bestandserhöhungen von Fertigerzeugnissen sowie der sonstigen betrieblichen Erträge erzielte die BERDING BETON GmbH ein Rohergebnis von rd. 185.147 TEUR, welches um rd. 25.331 TEUR bzw. ca. 2,0 Prozentpunkte niedriger war als im Vorjahreszeitraum. Die Personalaufwendungen sind leicht gesunken (rd. - 523 TEUR). Die Abschreibungen hingegen sind im Berichtsjahr um rd. 1.044 TEUR angestiegen. Niedrigere Aufwendungen für Ausgangsfrachten (rd. - 11.740 EUR) sorgen für eine starke Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um rd. 12.623 EUR. 3. Ertragslage Die Hauptumsätze erzielt die Gesellschaft unverändert mit Betonwaren für den Straßen-, sowie Garten- und Landschaftsbau und den Kanalbau. Die Summe aus Material-, Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie den Abschreibungen ist im Verhältnis zur Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2023 leicht gestiegen. Die Beschäftigungslage ist standort- und abteilungsbezogen unterschiedlich. Sie reicht von einem unbefriedigenden bis zu einem befriedigenden Auslastungsniveau. Die wesentlichen Kennzahlen der Ergebnisstruktur ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht:
4. Finanzlage / Liquidität Die Finanzlage der Gesellschaft ist stabil. Das Finanzmanagement verfolgt das Ziel, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen, wenn vertraglich möglich mit Skonto, zu begleichen und Forderungen innerhalb der gewährten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Bilanzsumme des laufenden Geschäftsjahrs verringert sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 4,1 % bzw. um rd. 10.159 TEUR auf insgesamt rd. 235.106 TEUR. Auf der Aktivseite sind das Anlagevermögen (rd. + 1.920 TEUR) und das Vorratsvermögen (rd. + 7.911 TEUR) gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Die liquiden Mittel (rd. - 16.613 TEUR) sowie die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (rd. - 3.434 TEUR) sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Auf der Passivseite ergibt sich die wesentliche Verringerung der Bilanzsumme aus den um rd. 22,6 Prozentpunkten gesunkenen Verbindlichkeiten sowie dem verringerten Jahresergebnis 2023. Beim Management der Finanzen des Unternehmens verfolgen wir eine konservative Grundhaltung. Die Liquidität wird über einen Liquiditätsplan gesteuert, der einen Überblick über die aktuellen und geplanten freien Mittel gibt. Die Gesellschaft setzt zur Finanzierung Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten ein. Im kurzfristigen Bereich finanzieren wir uns überwiegend mittels Eigenkapital. Zudem werden Lieferantenkredite in Anspruch genommen. Von verschiedenen Banken werden Kreditlinien zur Verfügung gestellt. Ein Überblick über die Vermögens- und Kapitalstruktur ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:
5. Investitionen Schwerpunkt der Investitionen waren im Geschäftsjahr 2023 die Erneuerung und Modernisierung der Maschinen- und Anlagentechnik, die Logistik und der Formenpark sowie die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien. 6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Zahl der Arbeitnehmer - gerechnet nach § 267 Abs. 5 HGB - war rückläufig und betrug im Geschäftsjahr 1.166 (Vorjahr 1.212), aufgeteilt auf 313 Angestellte sowie 853 gewerbliche Arbeitnehmer. Die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 49 (minus 24,6 %) gesunken. Aufgrund der Schwere der Arbeitsunfälle ist die Unfallneulast gegenüber 2022 aber deutlich gestiegen, sodass wir in der für uns maßgeblichen Gefahrklasse oberhalb der Durchschnittsbelastung der BG RCI liegen. Dies hat im Rahmen des Beitragsausgleichverfahrens der BG zu einem Beitragszuschlag geführt. Im vergangenen Jahr wurden die gewerblichen Mitarbeiter und die Angestellten im Rahmen des BB-Trainingscenters in verschiedensten Schulungen weitergebildet. Wir haben in die Qualifizierung unserer Mitarbeiter über 257 Arbeitstage investiert. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Guthabenstunden auf den Freizeitkonten um rd. 26 % abgebaut werden. Die Resturlaubsansprüche der gewerblichen Arbeitnehmer und Angestellten sind gegenüber dem Vorjahr um knapp 6 % gestiegen. 7. Soll / Ist - Vergleich Prognose 2022 Im Prognoseteil des Lageberichtes 2022 der BERDING BETON GmbH berichteten wir über die Europäische Zentralbank (EZB), die als Reaktion auf die hohe Inflation die Leitzinsen mehrfach und in einem Rekordtempo angehoben hat und die eine unmittelbare Ausstrahlungswirkung auf die Finanzierungsbedingungen der Haushalte und Unternehmen besitzt. Die hohen Zinskosten sowie die anhaltend hohen Bau- und Energiekosten belasten die Investitionsbereitschaft der privaten und gewerblichen Hausbauer, so dass Bauprojekte, noch nicht begonnen wurden, oder mangels Finanzierungsmöglichkeiten bzw. Rentabilitätserwartungen ausgesetzt werden. Aufgrund unseres breitgefächerten Produktionsprogrammes an Flächenbelägen und Tiefbauartikeln, die in einem hohen Maße im Wirtschafts- und öffentlichen Bau Verwendung finden, haben wir erwartet, dass sich der überproportionale Rückgang im Wohnungsbau nicht vollumfänglich auf unsere Unternehmensergebnisse für das Jahr 2023 niederschlagen wird. Gleichwohl sind wir von einem erheblichen Rückgang beim Absatzvolumen von bis zu 20 % und beim Umsatz von bis zu 10 % ausgegangen, wobei der Bereich des Straßenbaus aus den oben beschrieben Gründen stärker betroffen sein wird, als der Bereich Kanalbau. Tatsächlich ist der Umsatz um 12,1 % gesunken und auch der Absatz proportional etwas stärker als geplant zurückgegangen. Auch wenn die Ertragskraft der Gesellschaft stark ist, haben sich diese deutlichen Rückgänge entsprechend auf das absolute und relative Ergebnis ausgewirkt. 8. Erklärung zur Unternehmensführung Gemäß §§ 289 f HGB wird der Frauenanteil in der Geschäftsführung und in den zwei weiteren Führungsebenen angegeben. Hinsichtlich des Frauenanteils macht die Gesellschaft bei der Besetzung von Führungspositionen keine Unterschiede aufgrund des Geschlechts, der Herkunft oder eines sonstigen Merkmals. Sie fällt ihre Entscheidungen über die Besetzung allein anhand von sachlichen Gesichtspunkten wie der fachlichen Qualifikation und der persönlichen Eignung der Bewerberin oder des Bewerbers für die konkrete Aufgabe. Der Anteil von weiblichen Beschäftigten in der Branche ist gering: 2021 waren 85% der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Baustoff-Steine-Erden-Industrie männlich [BBS-Zahlenspiegel 2022 des Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e. V] - in der Produktion und Logistik ist dieser Anteil noch deutlich höher. Dies findet sich daher naturgemäß auch im Anteil der Führungspersonen wieder. Die Geschäftsführung besteht zurzeit aus 5 Mitgliedern, zwei davon aus der Familie. Die Frauenquote beträgt 0 %. Da aktuell keine Neubesetzung innerhalb der Geschäftsführung geplant ist, ist als Zielgröße bis zum 31.12.2026 ein Frauenanteil von 0 % festgesetzt. Auf den zwei weiteren Führungsebenen blieb der Frauenanteil von 5 % stabil. Bis Ende 2026 wird eine Frauenquote von 7 % angestrebt. Wir wollen alle unsere Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden, von daher steht auch diesbezüglich die prozentuale Zielgröße der Frauenquote nicht unmittelbar im Vordergrund. III. Prognosebericht Einzelne Indikatoren deuten darauf hin, dass sich 2024 die Wirtschaftsleistung in Deutschland in einem überschaubaren Umfang stabilisieren könne. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sagen in ihren aktuellen Vorhersagen aus Mai 2024 ein Wirtschaftswachstum zwischen 0,0 % und bis zu 0,3 % voraus. Sämtliche Annahmen basieren darauf, dass die dominierenden Einflussfaktoren Kaufkraft, Energiepreise und Geldpolitik eine positive Tendenz nehmen. Jedoch ist die Wirtschaftslage weiterhin ausgesprochen volatil und die Stimmung angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verhalten. Trotz eines nach wie vor robusten Arbeitsmarktes und deutlich gestiegener Reallöhne verharrt aufgrund fehlenden Zukunftsoptimismus die Anschaffungsneigung weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Sparneigung ist entsprechend zuletzt nochmals im Januar 2024 gestiegen. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB) schätzt die baugewerbliche Konjunktur für 2024 deutlich verhaltener ein als die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Demnach werden die baugewerblichen Umsätze aller Betriebe des Bauhauptgewerbes 2024 um real 3,0 % gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. Dieser Wert fasst eine sehr heterogene Dynamik innerhalb der einzelnen Sparten zusammen. Der Wirtschaftsbau legt voraussichtlich um real 2,7 % zu. Dabei verliert der Wirtschaftshochbau real leicht um 1,0 %, der Wirtschaftstiefbau wächst real um 7,1 %, auch befeuert durch einige Großprojekte im Bahnbau und bei Stromtrassen. Der öffentliche Bau nimmt um real 2,8 % zu. Sowohl der öffentliche Hochbau mit real 5,1 % als auch der öffentliche Tiefbau mit 2,0 % besitzen Wachstumspotenziale. Unverändert dramatisch bleibt weiterhin die Situation in der Sparte Wohnungsbau. Hier wird abermals ein zweistelliger Rückgang erwartet, der für 2024 auf real 13,3 % lautet (Quelle: ZDB). Da im letzten Jahr ein erheblicher Anteil des vorhandenen Auftragspuffers von den Bauunternehmen abgearbeitet wurde, verschärft sich der Wettbewerb um die geringere Anzahl neu projektierter Baumaßnahmen. Es muss daher unterstellt werden, dass der Preisdruck in der Baubranche weiter zunimmt. Für die Betonwarenindustrie startete das Jahr stark rückläufig. Regionsübergreifende Witterungsereignisse behinderten bis weit in das erste Quartal hinein die Aufnahme der Bautätigkeit. Nach einer langanhaltenden Regenperiode über den Jahreswechsel hinaus, mit lokalen Rekordregenmengen seit Wetteraufzeichnung und Hochwassernotständen in einzelnen Kommunen, war der Baugrund dauerhaft übersättigt. Neben der allgemein rückläufigen Nachfrage steigerte diese Verzögerung die Nervosität bei den Herstellern der Betonbranche erheblich. Bereits im vergangenen Jahr waren in der Branche Überkapazitäten vorhanden, die zulasten des Preisniveaus dem Markt angedient wurden. Zum Jahresbeginn wurde die Preissituation weiter angeheizt, weil Marktteilnehmer bereit waren, die Preise für die wenigen Projekte zu senken. Infolgedessen werden seitens der Marktteilnehmer auch unzureichende Anstrengungen unternommen, eine zwingend notwendige und teilweise auch bereits ausgesprochene Preiserhöhung weiter zu verfolgen, sodass deutliche Ertragsverluste akzeptiert werden. Unser breitgefächertes Produktionsprogramm an Flächenbelägen und Tiefbauartikeln umfasst Sortimente, die in einem hohen Maße im Wirtschafts- und öffentlichen Bau Verwendung finden. Dadurch strahlt der überproportionale Rückgang im Wohnungsbau nicht vollumfänglich auf unsere Unternehmenserwartungen für 2024 aus. Unter Berücksichtigung der vorgenannten Rahmenbedingungen gehen wir im Vergleich zum Vorjahr 2023 im Geschäftsjahr 2024 jedoch von einem weiteren Rückgang beim Absatz von bis zu 10 % und beim Umsatz von bis zu 8 % aus. Auch in 2024 sind weitere gezielte Investitionen in den Maschinenpark der Gesellschaft sowie in Maßnahmen für die Energiewende geplant. Insgesamt sehen wir uns auch zukünftig in der Lage, unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Die Betonwarenindustrie ist durch ihre Transportkostenintensität einem jeweils regionalen Wettbewerbsumfeld ausgesetzt. Innerhalb der eher mittelständisch geprägten Branche herrscht in einzelnen Produktbereichen und Regionen ein zum Teil kaufmännisch nicht nachzuvollziehender, kontinuierlich harter Wettbewerb. Trotz nachlassender Nachfrage müssen wir für 2024 bei vielen Rohstoffen mit weiteren Preiserhöhungen rechnen, die nur teils an die Kunden weitergegeben werden können und den Absatz dämpfen. Darüber hinaus stellen die gestiegenen Anforderungen an Nachhaltigkeitskriterien die Baustoffindustrie vor neue Herausforderungen bei der Beschaffung und Bereitstellung der Rohstoffe. Aufgrund des hohen Anteils der Ein- und Ausgangsfrachten an den Gesamtkosten wirken sich die erheblichen Änderungen in Dieselpreis, Maut (hier die Erhöhung zum 1.12.2023) und Fahrerlöhnen unmittelbar in unserer Kostenstruktur aus. Der stark rückläufige Absatz wird zu einem verstärkten Preiswettbewerb auf Anbieterseite führen und den Konsolidierungsprozess in der Branche beschleunigen. Trotz rückläufiger Auftragsvolumina beeinträchtigt der erhebliche Mangel an Fachkräften uns und unsere Kunden und Lieferanten beim Absatz. Die Tarifabschlüsse in 2023 waren von den hohen Inflationsraten geprägt und fielen daher überdurchschnittlich hoch aus. Die Tarifabschlüsse in den einzelnen Tarifgebieten sahen überwiegend 2-jährige Laufzeiten vor und sehen für 2024 moderatere aber noch immer über den Durchschnitt liegende Erhöhungen der Löhne und Gehälter vor. Unser Unternehmen hat eine Compliance-Richtlinie sowie einen Verhaltenscodex für Lieferanten/Dienstleister installiert. Die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen wird durch den Einsatz eines externen Datenschutzbeauftragten mitgesteuert, kontrolliert und verfolgt. Das Unternehmen hat eine externe Meldestelle mit Ombudspersonen nach dem Hinweisgeberschutzgesetz und Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz eingerichtet. Risiken aus Produkthaftung sind aufgrund einer umfassenden werkseigenen Qualitätssicherung sowie einer zusätzlichen Fremdüberwachung nicht erkennbar. Die vorhandene Produkthaftpflichtversicherung deckt Schäden bis zu 10 Mio. Euro im Einzelschadensfall ab. Ertragsorientierte Risiken Den Wettbewerbsrisiken begegnen wir durch einen qualifizierten Verkauf, das hohe Qualitätsniveau unserer Produkte sowie durch Produktentwicklungen sowie stetige Investitionen in unsere Produktionsanlagen und in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Hierdurch sind wir gut im Wettbewerb aufgestellt. Die Gesellschaft verfügt über einen stabilen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme und sind im Regelfall durch Warenkreditversicherungen weitgehend abgedeckt. Darüber hinaus erkennbare Risiken bei Forderungen werden über Wertberichtigungen berücksichtigt. Finanzwirtschaftliche Risiken Liquiditätsrisiken sind auf Grund der hinreichend guten Liquiditäts- und Eigenmittelsituation nicht erkennbar. Währungsrisiken sind wir durch unser im Wesentlichen auf die Eurozone ausgerichtetes Geschäft nicht ausgesetzt. Risiken der zukünftigen Entwicklung Risiken der zukünftigen Entwicklung sehen wir in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, in steigenden Rohstoff- und Energiepreisen auf der Einkaufsseite - auch als Folge der CO 2 -Bepreisung und fehlender Rohstoffabbaugenehmigungen - sowie in einem erheblichen Fachkräftemangel, auch bei unseren Kunden, Lieferanten und Dienstleistern. Des Weiteren sind steigende Baukosten im Zusammenspiel von Fachkräftemangel, steigenden Bauzinsen und Energie- und Rohstoffkosten sowie anspruchsvollen Bauvorschriften zusätzliche Risiken der zukünftigen Entwicklung unserer Gesellschaft. Die durch den Bund und die EU verabschiedeten und in Kraft getretenen Gesetze (CSRD-Berichtspflicht, EU-Taxonomie, Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, CSDDD, Energieeffizienzgesetz u.a.) führen zu weiteren Belastungen und zu einem höheren Komplexitätsgrad in den Unternehmen. 2. Chancenbericht Aufgrund unseres breit gefächerten Produktprogramms sind wir gut aufgestellt. Unser Gesamtsortiment ist für die Kunden attraktiv und wir können unsere Baustellen flexibel und frachtgünstig beliefern. Gleichzeitig bedingt die regionale Verteilung sowie die verschiedenen Zielgruppen unserer Bauprodukte eine Risikostreuung. In die Produktionsanlagen des Unternehmens wird kontinuierlich investiert, erfolgversprechende Wachstumschancen werden wahrgenommen. 3. Gesamtaussage Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sowie der Maßnahmen auf Vertriebs- und Produktionsseite sowie im Personalwesen sehen wir uns für die Bewältigung der identifizierten Risiken gerüstet. Darüberhinausgehende Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, sind derzeit für uns nicht erkennbar.
Steinfeld, den 23. Januar 2024 BERDING
BETON GmbH
Georg Berding sen. Georg Berding jun. Matthias Hansen Gert Waltermann Valentin Meyer BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die BERDING BETON GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2, 3 und 4 HGB auf. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den allgemeinen Vorschriften des HGB (§§ 238 ff. HGB) sowie den besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB). II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzerstellung erfolgte vor Verwendung des Jahresergebnisses. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten erfasst und werden linear gemäß ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und, sofern abnutzbar, um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen vermindert. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt, wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand 800,00 Euro nicht überschreiten. Der Wertansatz der Finanzanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen erkennbaren Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das Risiko in den übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen worden. Das übrige Umlaufvermögen ist mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde gemäß § 250 HGB gebildet. Er umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Bilanzstichtag darstellen. Die aktiven latenten Steuern wurden als Saldo der insgesamt angefallenen aktiven und passiven latenten Steuern angesetzt. Der bei der Berechnung der latenten Steuern angewendete Steuersatz beträgt 29,85 % für die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen werden nur in Höhe der Erfüllungsbeträge angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen wurden mit den Barwerten angesetzt. Hierfür wurde der Ansatz nach dem vorliegenden versicherungsmathematischen Gutachten vorgenommen. Dabei wurde unter Berücksichtigung des § 253 Abs. 2 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre für die Berechnung der Altersversorgungsverpflichtung angewandt. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. III. Angaben zur Bilanz Aktiva Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt:
Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen In dem Bilanzposten Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.488.094,56 Euro (Vorjahr: 799.312,64 Euro) und sonstige Forderungen von 28.896.342,69 Euro (Vorjahr: 30.492.074,61 Euro) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen mit 28.896.342,69 Euro (Vorjahr: 30.492.074,61 Euro) gegen Gesellschafter. Aktive latente Steuern Der Posten aktive latente Steuern von 407.656,57 Euro (Vorjahr: 413.232,02 Euro) beruht auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen bei den Rückstellungen für Pensionen und den sonstigen Rückstellungen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 29,85 % (Vorjahr: 29,638 %). Die folgenden Angaben geben die latenten Steueransprüche und Steuerschulden vor Saldierung für einzelne Bilanzpositionen wieder. Dabei werden die latenten Steuersalden am Ende des Geschäftsjahres und des Vorjahres dargestellt.
Eigenkapital Der Gesamtbetrag, der einer Ausschüttungssperre unterliegt, gliedert sich wie folgt auf:
Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte anhand der Projected Unit Credit Methode i.S.d. IAS 19. Für Mitarbeiter mit einem festgeschriebenen Anspruch erfolgte die Bewertung mit dem Barwert dieses Anspruchs
Die Rückstellung für Pensionen ist nach § 253 Abs. 2 HGB n.F. mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abzuzinsen. Der Unterschiedsbetrag zur Bewertung mit dem Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre beträgt 17.652,00 Euro. Es ergibt sich:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 9.063.081,01 EURO (Vorjahr 10.923.987,01 EURO) wurden im Wesentlichen für Garantien, Urlaubsansprüche, Freizeitstunden, Leihpackmittel, Dienstjubiläen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Rückbauverpflichtungen gebildet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen In dem Bilanzposten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 2.941.953,78 Euro (Vorjahr: 3.630.931,11 Euro) und sonstige Verbindlichkeiten von 4.096.020,92 Euro (Vorjahr: 7.683.007,66 Euro) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit 6.440.828,92 Euro (Vorjahr: 10.091.870,54 Euro) gegenüber Gesellschaftern. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Stichtag aus Pacht- und Mietverträgen von (Jahresbetrag ohne Umsatzsteuer) 3.188.007,07 Euro (Vorjahr: 3.128.117,35 Euro), davon gegenüber verbundenen Unternehmen 2.678.640,00 Euro (Vorjahr: 2.619.672,00 Euro) und Verpflichtungen aus Erbpachtverträgen (Jahresbetrag ohne Umsatzsteuer) 217.612,40 Euro (Vorjahr: 210.822,46 Euro), davon gegenüber verbundenen Unternehmen 178.990,28 Euro (Vorjahr: 173.672,62 Euro). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. V. Sonstige Angaben Zahl der Arbeitnehmer Die Zahl der Arbeitnehmer - gerechnet nach § 267 Abs. 5 HGB - betrug:
Gesellschaftsorgane Geschäftsführer sind
Beide Geschäftsführer sind einzeln vertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Weitere Geschäftsführer sind
Sie sind gemeinsam mit einem weiteren Geschäftsführer vertretungsberechtigt. Honorar des Abschlussprüfers Der Abschlussprüfer berechnet für das Geschäftsjahr folgende Honorare:
Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführer werden der Gesellschafterversammlung vorschlagen zu beschließen, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023,
zusammensetzt, auf neue Rechnung vorzutragen.
Steinfeld, den 12. November 2024 BERDING
BETON GmbH
Georg Berding sen. Matthias Hansen Georg Berding jun. Gert Waltermann Valentin Meyer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BERDING BETON GmbH Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Jahresabschluss der BERDING BETON GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BERDING BETON GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht Entgegen § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB wurden im Anhang die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 gewährten Gesamtbezüge für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aurich, den 13. Februar 2025 Flick
GmbH
Diplom-Betriebswirt (FH) Björn Köneke, Wirtschaftsprüfer |
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