Hutchinson Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Zähringer seit 19.11.2025 | Prokura |
Dominic Mai seit 20.10.2023 | Prokura |
Marco Creusen seit 5.1.2021 | Prokura |
Sonja Romano seit 10.12.2018 | Prokura |
Michael Hans Klein seit 24.5.2017 | Geschäftsführer |
Guido Besecke seit 12.1.2009 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Hutchinson S.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hutchinson Holding GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hutchinson Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Hutchinson Holding GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hutchinson Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben sowie dafür, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter haben die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder den Geschäftsbetrieb einzustellen, oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungs- feststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, 1. September 2023 Ernst
& Young GmbH
G. Becker, Wirtschaftsprüfer Janzen, Wirtschaftsprüferin Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzern-KapitalflussrechnungHutchinson Holding GmbH, München
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20211. Informationen zum Unternehmen Die Hutchinson Holding GmbH ("die Gesellschaft" oder "der Konzern") ist eine in Deutschland ansässige Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in München (Handelsregister München HRB 214205). Die Anschrift der Gesellschaft lautet: Hansastraße 66, 68169 Mannheim. Gegenstand des Konzernabschlusses sind die Hutchinson Holding GmbH und deren Tochterunternehmen. Die Hauptaktivitäten des Konzerns liegen in der Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Bauteilen für die Luftfahrtindustrie, dem Handelsgeschäft mit Hutchinsonprodukten sowie der Produktion und dem Vertrieb von Fahrzeugnotlaufelementen. Gesellschafter der Hutchinson Holding GmbH ist:
Der Konzernabschluss der Hutchinson Holding GmbH für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 wurde am 23. August 2023 durch den Beschluss der Unternehmensleitung zur Veröffentlichung freigegeben. 2. Grundlagen der Rechnungslegung 2.1. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der Hutchinson Holding GmbH (Hutchinson) wurde in Übereinstimmung mit § 315e Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den Konkretisierungen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee erstellt. Der Konzernabschluss in der vorliegenden Fassung befreit in Anwendung des Wahlrechtes nach § 315e Abs. 3 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (TEUR) auf- oder abgerundet. Durch die Darstellung in TEUR kann es in Einzelfällen zu Rundungsdifferenzen kommen. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, in der Folge dann entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert. Aufwand und Ertrag werden periodengerecht abgegrenzt. Das Geschäftsjahr des Konzerns ist das Kalenderjahr. Die Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. 2.2. Neue Rechnungslegungsstandards/ Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze: Die folgenden in Kraft getretenen Verlautbarungen des International Accounting Standards Board (IASB) bzw. IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) wurden von der Europäischen Union (EU) übernommen und von der Hutchinson bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 erstmals berücksichtigt.
Durch die Anwendung dieser neuen Standards haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses der Hutchinson ergeben. Inhalt und Auswirkung der geänderten Standards und Interpretationen sind in Anhangangabe 8.2. dargestellt. Für die Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Konzerns wird auf Kapitel 8 verwiesen. 2.3. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Hutchinson Holding GmbH und ihrer aktiven Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2021 (vgl. hierzu die Anteilsbesitzliste unter 6.2). Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen werden verrechnet. Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert. 3. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualschulden auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert. Auftragsbezogene Entwicklungskosten (Buchwert TEUR 68.984, Vorjahr: TEUR 73.990) sind in der Regel durch die Gesellschaft vorzufinanzieren. Die Erstattung der Entwicklungskosten durch Flugzeughersteller erfolgt über in Rechnung gestellte Lieferungen der Endprodukte und ebenfalls durch Einmalzahlungen. Die Amortisation der unter den Vorräten aktivierten auftragsbezogenen Entwicklungskosten hängt im Wesentlichen von der voraussichtlichen Anzahl der mit dieser Entwicklung ausgelieferten Flugzeuge sowie dem Ergebnis von Neuverhandlungen von Erstattungsbeträgen ab. Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der auftragsbezogenen Entwicklungskosten vorliegen. Zur Darstellung von Schätzungen und Annahmen in Bezug auf Wertminderungen verweisen wir auf Abschnitt 6.5. Aktive latente Steuern (Buchwert TEUR 49.522, Vorjahr: TEUR 53.951) werden u.a. für nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens notwendig. Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses (Buchwert TEUR 120.491, Vorjahr: TEUR 124.050) wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen und die Sterblichkeit. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen (Buchwert TEUR 89.958, Vorjahr: TEUR 76.521) erfolgt auf Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Der tatsächliche Nutzenabfluss kann insofern von der sonstigen Rückstellung abweichen. Basierend auf der Geschäftsplanung 2023 und 2024 geht die Geschäftsführung der Hutchinson Holding GmbH von der Fortführung des Mutterunternehmens und des Konzerns aus (positive Fortführungsprognose). Die Finanzierung des Konzerns ist durch die Finanzierung der TotalEnergies-Gruppe vollumfänglich gesichert. Die Geschäftsführung der Hutchinson Holding GmbH geht des Weiteren davon aus, dass die Auswirkungen der russischen Invasion in die Ukraine zwar schwerwiegend, aber letztlich dann doch vorübergehender Natur sind und dass sich hieraus kein besonderer Abwertungsbedarf unserer Vermögenswerte ergibt. Für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Nutzungsdauern von Vermögenswerten sowie Wertminderungen basieren auf der Beurteilung des Sachverhalts durch das Management zum Bilanzstichtag. Aufgrund des Ende 2021 gefällten Schließungsbeschluss für die Tochtergesellschaft KTN Kunststofftechnik Nobitz GmbH wurden sämtliche immaterielle Vermögensgegenstände sowie Maschinen unter Berücksichtigung des anhaltend negativen Ergebnisses vollständig abgeschrieben. Das Grundstück mit Gebäuden wurde auf den gutachterlichen Verkehrswert abgewertet. 4. Unternehmenszusammenschlüsse Im Berichtszeitraum gab es keine Änderung der zum Konzern gehörenden Gesellschaften. Die letzte Änderung fand im Dezember 2019 mit der Übernahme der PFW Aerospace GmbH und ihrer beiden Tochtergesellschaften statt. 5. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisergebnisrechnung 5.1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Inland erzielt - dies hat sich in 2021 noch verstärkt. Sie bestehen hauptsächlich aus Umsätzen im Bereich Aerospace, dessen Anteil aber mit 72,4 % leicht gesunken ist (Vorjahr: 73,9 %). Die dämpfenden Auswirkungen der COVID-19 Pandemie waren in diesem Bereich länger anhaltend als in den Bereichen Allgemeine Industrie oder Sicherheitstechnik. Der nochmalige deutlich Rückgang des Bereich Automotive ist auf die endgültige Schließung des Werkes in Aachen im Laufe des Jahres 2020 zurückzuführen. In den Umsatzerlösen sind Umsätze aus Währungssicherung enthalten. 5.2. Herstellkosten des Umsatzes
Die Abschreibungen für das Jahr 2021 enthalten dabei auch TEUR 5.932 für die außerplanmäßige Abschreibung der Produktionsanlagen bei der KTN Kunststofftechnik Nobitz GmbH (vgl. Kapitel 6.2. - Vorjahr: TEUR 8.235 für außerplanmäßige Abschreibung der Kundenstämme bei der Hutchinson Aerospace GmbH). 5.3. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 79). In 2020 resultierten die Erträge aus der Zinssatzänderung bei den Jubiläumsrückstellungen. 5.4. Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Vermögenswerte des Umlaufvermögens
Die Abschreibungen enthalten auch jene auf Nutzungsrechte. Die Details hierzu sind in Kapitel 6.1. dargestellt. 5.5. Sonstige operativer Aufwand
Fixkosten der Produktion umfassen vor allem Instandhaltungsaufwendungen, qualitätsbezogene Kosten, Einkauf und Produktionsleitung. Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten auch empfangene Zuschüsse der öffentlichen Hand zur Technologieförderung in Höhe von TEUR 654 (Vorjahr: TEUR 447). 5.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 2.152) sind im Wesentlichen Verluste aus Anlagenabgängen. Der hohe Wert im Vorjahr war auf die Werksschließung in Aachen zurückzuführen. 5.7. Finanzaufwendungen
5.8. Ertragsteuern Die Körperschaftsteuer in der Bundesrepublik Deutschland beträgt 15 % (Vorjahr: 15 %). Zusätzlich wird ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %) auf die festgesetzte Körperschaftsteuer erhoben. Der effektive deutsche Gewerbesteuersatz hängt davon ab, in welcher Gemeinde das Unternehmen tätig ist. Der Gewerbesteuersatz, mit dem das Einkommen des Konzerns belastet wird, beträgt rund 14,3 % (Vorjahr: 14,5 %). Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns stellt sich wie folgt dar:
Latente Ertragsteuern Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten werden in der folgenden Übersicht dargestellt - zur Ermittlung wurde stets mit einem Gesamtsteuersatz von 30 % gerechnet:
Zum 31. Dezember 2021 wurden analog zum Vorjahr keine passiven latenten Steuern für Steuern auf nicht abgeführte Gewinne von Tochterunternehmen erfasst. Aktive latente Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge wurden jeweils nur in dem Maße bilanziert, wie es einen Überhang an passiven latenten Steuern für eine Saldierung gibt. Die Differenzen und Verlustvorträge sind nach derzeitiger Gesetzeslage in Deutschland grundsätzlich zeitlich unbeschränkt nutzbar. Insgesamt bestehen zum Stichtag steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 202 Mio. EUR (Vorjahr: 160 Mio. EUR). 6. Erläuterungen zur Konzernbilanz 6.1. Sachanlagen Die Details und Veränderungen sind im Konzernanlagespiegel als Anlage 1 zum Konzernanhang dargestellt. Die dort enthaltenen Nutzungsrechte aus Leasing gemäß IFRS 16 im Bereich der Sachanlagen sind im folgenden gesondert dargestellt.
Nutzungsrechte nach Anlagenklasse
Die Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten betrugen TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 53). Der Periodenaufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse oder solche über Vermögenswerte von geringem Wert, bei denen auf die Anwendung des allgemeinen Leasingbilanzierungsmodels verzichtet wurde, betrug TEUR 1.826 (Vorjahr: TEUR 2.352). 6.2. Immaterielle Vermögenswerte Die Details und Veränderungen sind in den Anlagespiegeln (vgl. hierzu Kapitel 6.1) dargestellt. Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte mit einem Nettobuchwert von TEUR 140.238 (Vorjahr: TEUR 154.197) enthalten im Wesentlichen durch die Kaufpreisallokation der PFW Gruppe Ende 2019 entstandene Positionen. Zum einen wurden TEUR 70.467 für die verschiedenen technologischen Fertigungsexpertisen aktiviert und werden über eine Restnutzungsdauer von 13 Jahren planmäßig abgeschrieben. Der zugehörige Nettobuchwert beträgt TEUR 59.626 (Vorjahr: TEUR 65.047). Zum anderen wurden die langfristigen Kundenbeziehungen zu den beiden Hauptkunden Airbus und Boing mit TEUR 95.864 aktiviert und werden über eine Restnutzungsdauer von 12 bzw. 11 Jahren planmäßig abgeschrieben. Der zugehörige Nettobuchwert beträgt TEUR 79.607 (Vorjahr: TEUR 87.735). Außerdem gibt es als Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenserwerb (Goodwill) ein Betrag von TEUR 23.973 (Vorjahr: TEUR 23.973). Dieser wird jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde zur Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit PFW zugeordnet. Der erzielbare Betrag der genannten zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, denen vom Management der Hutchinson S.A. genehmigte Planungsrechnungen über einen Zeitraum von sechs Jahren zugrunde liegen. Für den Zeitraum danach wurde pauschal eine Wachstumsrate von 1,5 % für die Cashflows angesetzt. Der für die Diskontierung verwendete Zinssatz vor Steuern beträgt 8,0 %. Es wurden ein Basiszinssatz von 1,1 % und eine allgemeine Marktrisikoprämie von 6,5 % herangezogen. Der Bestimmung der folgenden Annahmen unterliegen Unsicherheiten hinsichtlich der Schätzungen künftiger Entwicklungen:
Der Umsatz wird geplant anhand des Auftragsbestands, der laufenden und angekündigten Ausschreibungen, abgegebenen Angeboten und Zielprojektlisten sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit. Das potentiell abführbare Ergebnis ergibt sich aus den geplanten Umsätzen abzüglich geplanter Kosten und Steuern. Bei dieser Ermittlung werden Erfahrungswerte der Vergangenheit hinzugezogen. Der Abzinsungssatz spiegelt die Schätzung der Unternehmensleitung hinsichtlich der Risiken der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wider. Es wurde ein einheitlicher Zinssatz nach Steuern von 7,8 % verwendet. Bisher waren keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vorzunehmen. Zusätzlich zu der Werthaltigkeitsüberprüfung wurde für die als zahlungsmittelgenerierende Einheit definierte PFW eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Bei diesen Simulationsrechnungen wurden Änderungen in den Grundannahmen unterstellt. Bei einer Verminderung des Cashflows um jeweils EUR -1,0 Mio. p.a. bzw. bei Erhöhung der verwendeten Kapitalisierungszinssätze um +1,0 % würde sich ceteris paribus in beiden Fällen kein Abschreibungsbedarf ergeben. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus Software und Lizenzen. 6.3. Langfristige finanzielle Vermögenswerte
6.4. Latente Steuern Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern wird in der Tabelle unter Punkt 5.8 dargestellt. 6.5. Vorräte
Die Vorräte sind zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs-/Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Es stehen keinerlei Vorräte unter Eigentumsvorbehalt. Die Gesellschaft aktiviert Entwicklungskosten unter dem Vorratsvermögen. Ein Impairment-Test ergab, dass im Geschäftsjahr 2021 in Summe eine Wertaufholung auf Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.283 vorzunehmen ist (im Vorjahr: ebenfalls eine Wertaufholung in Höhe von TEUR 580). Im Detail kam es dabei für das A400M-Programm zu einer Wertaufholung von TEUR 4.458 (Vorjahr: TEUR 580) und für das A350-Programm zu einer Wertminderung von TEUR 3.175 (Vorjahr: TEUR 0). Für den Impairment-Test wurden die Netto-Buchwerte (Bruttobuchwerte abzüglich erhaltener Anzahlungen) der Vorräte auf Programmebene mit den jeweils erzielbaren Beträgen verglichen. Die erzielbaren Beträge wurden wiederum auf Basis der diskontierten Nettoeinnahmen eines Entwicklungsprogramms (Nutzungswert) ermittelt. Eine wesentliche Annahme bei der Ermittlung eines etwaigen Wertberichtigungsbedarfs ist die voraussichtliche Anzahl der zu produzierenden Flugzeuge des jeweiligen Programms. Zur Diskontierung der Zahlungsströme der Entwicklungsprogramme wurden Kapitalkosten in Höhe von 11,0 % (Vorjahr: 11,0 %) vor Steuern unterstellt. Die Umrechnung von US-Dollar-Zahlungen erfolgte mit dem auch für die interne Planung verwendeten Kurs von 1,17 USD/EUR (Vorjahr: 1,10 USD/EUR). 6.6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 79.311 (Vorjahr: TEUR 71.302) haben alle eine Fälligkeit von weniger als einem Jahr. Von der Gesamtsumme sind TEUR 5.108 (Vorjahr: TEUR 9.023) Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die PFW hat mit der HSBC Trinkhaus und Burkhardt AG, Düsseldorf, insgesamt drei Verträge über den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen. Im Rahmen dieser Verträge wurden bis zum 31. Dezember 2021 von der PFW Forderungen in Höhe von insgesamt 44,4 Mio. EUR verkauft, die noch nicht fällig waren. Als Folge der Vertragsgestaltung werden in der Bilanz die verkauften Forderungen weiterhin als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Nach einem Wertminderungsmodell werden zusätzlich zu Einzelfallwertberichtigungen sämtliche Forderungen, die mehr als 180 Tage überfällig sind zu 50 % und bei mehr als 360 Tagen Überfälligkeit zu 100 % wertberichtigt. Die Entwicklung der Wertberichtigungen ist im Folgenden dargestellt.
6.7. Ertragssteuererstattungsansprüche Die Ertragsteuererstattungsansprüche sind kurzfristig und betreffen Ansprüche auf Erstattung verauslagter Zinsabschlagssteuer in Höhe von TEUR 2.397. Die Vorjahreserstattungsansprüche (TEUR 2.350) wurden dagegen im Jahr 2021 vollständig erstattet. 6.8. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Die Steuerforderungen betreffen Grunderwerbssteuer, Stromsteuer, ausländische Umsatzsteuer sowie Lohnsteuer in der Türkei. Die debitorischen Kreditoren enthalten auch TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 546) Forderungen gegen verbundene Unternehmen. 6.9. Zahlungsmittel Von den TEUR 121.856 (Vorjahr: TEUR 128.748) an Zahlungsmitteln entfallen TEUR 9.042 (Vorjahr: TEUR 13.321) auf Guthaben bei Kreditinstituten bzw. Bargeldbestände. Der Rest der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird im Rahmen des "daily cashpooling" und der USD Hedging Kontokorrentkonten als Forderungen gegenüber Gesellschaften der TotalEnergies-Gruppe gehalten (vgl. hierzu Kapitel 7.1 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen). 6.10.Eigenkapital Das Stammkapital der Hutchinson Holding GmbH beträgt 25.000 Euro und ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage enthält ausschließlich andere Einlagen des Gesellschafters.
In der Cashflow Hedge Rücklage wird der Teil des Gewinns oder Verlusts aus der Veränderung der Sicherungsinstrumente zur Absicherung von USD-Cashflows erfasst, der als effektive Absicherung ermittelt wird. Die Rücklage für Fremdwährungsdifferenzen dient der Erfassung von Differenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren.
6.11.Pensionsrückstellungen
Der Konzern hat leistungsorientierte Pensionspläne (Defined Benefit Plans) im Sinne von IAS 19 aufgelegt. Dadurch wird für einen Großteil der Mitarbeiter Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung getroffen. Dabei handelt es sich um Direktzusagen des Konzerns an die Mitarbeiter, die sich an deren Entgelt und Beschäftigungsdauer orientieren. Hierbei werden die jährlichen anrechenbaren Bezüge zuzüglich eines Arbeitgeberzuschusses mit einem Altersfaktor multipliziert. Die Summe dieser Bezüge ergibt das Altersvorsorgeguthaben, welches bei Eintritt des Versorgungsfalles nach Abzug der Steuern ausgezahlt wird. Endet das Arbeitsverhältnis vor Eintritt eines Versorgungsfalles, bleibt die Anwartschaft auf die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung aus dem Versorgungskonto erhalten. Zusätzlich wird den Mitarbeitern im Rahmen der Entgeltumwandlung eine arbeitnehmerfinanzierte Altersversorgung angeboten. Diese Eigenbeteiligung ist ebenfalls als Direktzusage und somit als leistungsorientierter Versorgungsplan ausgestaltet. Die Auszahlung des Versorgungsguthabens erfolgt grundsätzlich über zehn Raten. Bis zu einem Versorgungsguthaben von TEUR 25 erfolgt die Auszahlung als Einmalkapital. Auf Antrag des Mitarbeiters kann ein Versorgungskapital über TEUR 25 auch als Einmalkapital ausgezahlt werden. Bei der Hutchinson GmbH besteht Anspruch auf ein Ruhegehalt, wenn der Berechtigte nach Erreichen des Pensionsalters oder im vorzeitigen Invaliditätsfall aus den Diensten der Gesellschaft ausscheidet. Im Falle des Todes erhält die Witwe eine lebenslange Pension (60 % der Mannesrente). Die Rechnungsgrundlagen für die Sterblichkeit, Verheiratungswahrscheinlichkeit und Invalidität beruhen in Deutschland zum 31. Dezember 2021 auf den "Richttafeln 2018 G" nach Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Festlegung des Einkommens- und Rententrends und des Zinssatzes erfolgt auf Basis bestmöglicher Schätzung. Folgende Parameter wurden zu Grunde gelegt:
Aufgrund der sofortigen vertraglichen Unverfallbarkeit der Pensionsplanverpflichtungen unterliegt die Ermittlung der Verpflichtung keiner Fluktuation. Eine Änderung des Rechnungszinsfußes hätte folgende Auswirkungen auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen:
Für die Bestimmung der Auswirkungen auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen bei Änderung des Rechnungszinsfußes wurde eine alternative Bewertung der Pensionsverpflichtungen durchgeführt. Eine lineare Extrapolation dieser Werte bei abweichenden Veränderungen des Zinssatzes ist nicht möglich. Diese Analyse wurde nur für die Pensionsverpflichtungen in Deutschland durchgeführt. Die Verpflichtungen der übrigen Konzernstandorte sind von untergeordneter Bedeutung. In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen und der in der Konzernbilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträge dargestellt.
Die Schulden aus leistungsorientierten Verpflichtungen betragen TEUR 120.491 (Vorjahr: TEUR 124.050). Änderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Die im sonstigen Ergebnis erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste entwickelten sich wie folgt (kumuliert):
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste entstehen im Wesentlichen aus Veränderungen bei den finanzmathematischen Parametern. Die gewichtete Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen beträgt zwischen 13 und 16 Jahren je nach Einzelgesellschaft. Der laufende und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand der Pensionsverpflichtungen ist in den Personalaufwendungen innerhalb der operativen Aufwendungen enthalten. Die Versorgungszusagen sind nicht durch externe Fonds gedeckt. Laufende und zukünftige Pensionszahlungen sind direkt von der Gesellschaft zu leisten. Die für das Geschäftsjahr 2022 erwarteten Pensionszahlungen belaufen sich auf TEUR 3.008 (Vorjahr: TEUR 3.509).
6.12.Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellung für Arbeitszeitkonten basiert wie im Vorjahr auf einem Rechnungszinsfuß von 0 % und einer Gehaltsdynamik von 2 %. Der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeit und der für Jubiläen (TEUR 2.401 in 2021 und TEUR 2.383 im Vorjahr) liegen versicherungsmathematische Grundsätze zugrunde, wobei die Rechnungsgrundlagen für die Sterblichkeit und Invalidität auf den "Richttafeln 2018 G" nach Prof. Dr. Klaus Heubeck beruhen. Für die Altersteilzeit Rückstellung wurde ein Rechnungszinsfuß von 0 % (Vorjahr 0 %) und für die Jubiläumsrückstellung von 0,75 % (Vorjahr 0,75 %) verwendet. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten auch in Höhe von TEUR 31.820 (Vorjahr: TEUR 15.713) Rückstellungen für Restrukturierungskosten. Mit TEUR 23.520 (Vorjahr: TEUR 0) entfällt der Hauptteil davon auf die Schließung der KTN Kunststofftechnik Nobitz GmbH, welcher sich wie folgt zusammensetzt: Kosten für Transfergesellschaft, Abfindungen, Halteprämien und andere personalbezogene Kosten TEUR 16.649, Anwaltskosten und andere Dienstleistungen TEUR 860 und sonstige Kostenrisiken TEUR 6.011. Die Rückstellungen für die Schließung des Produktionswerkes in Aachen betrugen zum Stichtag noch TEUR 747 (Vorjahr: TEUR 11.733). Darüber hinaus sind noch Rückstellungen für ausstehende Grunderwerbssteuer, nachlaufende Preisreduzierungen und Rückstellungen für Einmalzahlungen enthalten. 6.13. Langfristige Finanzverbindlichkeiten Sämtliche Darlehensverbindlichkeiten sind unbesichert. Von den TEUR 212.909 (Vorjahr: TEUR 205.160) ist der Großteil ein Intercompany Darlehen von der TotalEnergies-Gruppe in Höhe von TEUR 208.000 (Vorjahr: TEUR 193.004). Der Rest sind externe Alt-Darlehen der PFW Aerospace GmbH aus der Zeit vor der Übernahme durch die Hutchinson Holding GmbH. Diese werden sukzessive zurückgeführt und auf Gruppenfinanzierung umgestellt. Zum Stichtag betrugen sie noch TEUR 4.909 (Vorjahr: TEUR 12.156). 6.14.Langfristige Steuerrückstellungen Die Rückstellung in Höhe von TEUR 3.400 (Vorjahr: TEUR 3.400) besteht für Ertragsteuerprüfungen bei der PFW Aerospace GmbH für die Zeit vor der Übernahme durch die Hutchinson Holding GmbH. 6.15.Erhaltene Anzahlungen Bei den von Kunden erhaltenen Anzahlungen in einer Gesamthöhe von TEUR 60.625 (Vorjahr: TEUR 59.797) wurden bei der Aufteilung nach Fristigkeit im Vorjahr die langfristigen Anteile fälschlich um TEUR 47.052 zu niedrig ausgewiesen. Es wurden dabei sämtliche Anzahlung für Entwicklungskosten bei der PFW Aerospace GmbH unkorrekt als kurzfristig eingestuft. Basierend auf den geplanten Auslieferungsstückzahlen haben von den insgesamt erhaltenen TEUR 53.568 (Vorjahr: TEUR 52.531) an Entwicklungskostenanzahlungen nur TEUR 6.048 (Vorjahr: TEUR 5.479) eine Fristigkeit unter 1 Jahr und sind somit als kurzfristig auszuweisen. Die Darstellung der Vorjahreszahlen wurde im Konzernanhang entsprechend angepasst. Die restlichen erhaltenen Anzahlungen entstammen einem Ende 2020 im Geschäftsbereich Sicherheitstechnik erhaltenen 6-jährigen Projektes bei der Hutchinson GmbH. Die Aufteilung dieser Anzahlung zwischen langfristig und kurzfristig wurde auf Basis der erwarteten Umsatzanteile im Rahmen des Projektes vorgenommen. Dadurch ergibt sich Ende 2021 ein langfristiger Anteil von TEUR 6.378 (Vorjahr: TEUR 7.057). 6.16.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich, ungesichert und haben eine Fälligkeit von 0 bis 90 Tagen. Von der Gesamtsumme in Höhe von TEUR 52.319 (Vorjahr: TEUR 48.674) sind TEUR 12.989 (Vorjahr: TEUR 17.608) gegenüber verbundenen Unternehmen. 6.17.Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 138.487 (Vorjahr: 152.371) enthalten in erster Linie Kontokorrent Verpflichtungen gegenüber der TotalEnergies-Gruppe aus Cashpooling und Hedging (2021: TEUR 102.393, Vorjahr: TEUR 116.976). Des Weiteren enthalten sind TEUR 25.000 (Vorjahr: TEUR 25.000) für die bedingte Gegenleistung aus der Übernahme der PFW-Gruppe (siehe dazu Anhang Kapitel 7.4.). Außerdem enthält die Bilanzposition auch Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Mitarbeitern in Höhe von TEUR 11.014 (Vorjahr: TEUR 10.158) sowie die externen Bankverbindlichkeiten, die TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 237) betragen. 6.18.Ertragssteuerschulden Die Ertragssteuerschulden betreffen im Wesentlichen deutsche Ertragsteuern (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer). 6.19.Sonstige kurzfristige Schulden Der Betrag von TEUR 1.683 (Vorjahr TEUR 1.045) ist im Wesentlichen sonstige Steuern (Lohnsteuer, Umsatzsteuer). 6.20.Finanzinstrumente Sicherungsstrategie Das zentrale Konzern-Treasury hat das Ziel, die finanziellen Risikopositionen für den Bestand und die Ertragskraft durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften zu steuern und damit zu minimieren. Im Rahmen einer Hedging-Richtlinie wird der Handlungsspielraum und die interne Kontrolle geregelt sowie eine Risikokonzentration vermieden. Grundsätzlich orientieren sich Sicherungsgeschäfte in Art und Umfang am Grundgeschäft. Sicherungsgeschäfte dürfen nur zur Sicherung bestehender Grundgeschäfte oder geplanter Transaktionen abgeschlossen werden. Dabei dürfen nur bewilligte Finanzinstrumente mit freigegebenen Kontrahenten mit einwandfreier Bonität eingegangen werden. Wertangaben zu Finanzinstrumenten Die Ermittlung der Zeitwerte von Finanzinstrumenten erfolgt anhand von Börsennotierungen, Referenzkursen oder anerkannten Berechnungsmodellen. Devisentermingeschäfte Devisentermingeschäfte bestehen zum 31. Dezember 2021 insgesamt über ein Nominalvolumen von 499 Mio. USD (Vorjahr: 499 Mio. USD). Der zugehörige durchschnittliche Terminkurs lag Ende 2021 bei 1,1842 USD/EUR (Vorjahr: 1,1647 USD/EUR). Die Fälligkeiten stellen sich wie folgt dar:
Insgesamt bestehen zum Stichtag Marktwerte in Höhe von -15.109 TEUR (Vorjahr: TEUR 22.214).
Für einen Teil der geplanten Umsätze der künftigen Geschäftsjahre, die in USD fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte zur Vermeidung von Risiken aus Wechselkursschwankungen abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag haben die Sicherungsinstrumente einen negativen Marktwert (saldiert) in Höhe von TEUR 15.109 (Vorjahr: positiver Marktwert (saldiert) in Höhe von TEUR 22.214). Die Devisentermingeschäfte, die in einer Hedge Beziehung stehen, sichern Umsätze der Geschäftsjahre 2022 bis 2024 über 499 Mio. USD ab. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "First-cash-inflow-Methode" verwendet. Der aus dem sonstigen Ergebnis in die Umsatzerlöse umgegliederte Ertrag (saldiert) aus Sicherungsgeschäften beträgt TEUR 11.120 (Vorjahr: TEUR 2.305). Hierarchie beizulegender Zeitwerte Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Die im Folgenden verwendeten Abkürzungen stehen für folgende Bewertungskategorien:
2021:
2020:
Bei den derivativen Finanzinstrumenten werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von Marktdaten bestimmt. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie kurzfristige finanzielle Vermögenswerte haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Somit entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag überwiegend dem beizulegenden Zeitwert. Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte sowie von bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumenten mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen reflektieren. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Finanzschulden haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen somit überwiegend die beizulegenden Zeitwerte dar. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung von Zins- und Währungsschwankungen ermittelt. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien 2021:
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. 2020:
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis ausgewiesen, Wertberichtigungen sind unter den Finanzaufwendungen bzw. Abschreibungen des Umlaufvermögens in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit positiven und negativen beizulegenden Zeitwerten ersichtlich. Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2021 bzw. am 31. Dezember 2020 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. 2021:
2020:
6.21.Erfolgsunsicherheiten und andere Verpflichtungen Rechtsstreitigkeiten Die Hutchinson Holding GmbH oder eine ihrer Konzerngesellschaften sind nicht an Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre gehabt haben. Entsprechende Verfahren sind auch nicht absehbar. Haftungsverhältnisse Die PFW Aerospace GmbH hat mit der Bank HSBC Trinkhaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, Verträge, welche die Forfaitierung definierter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen. Grundsätzlich haftet die PFW Aerospace GmbH bis zur endgültigen Erfüllung verkaufter Forderungen im Sinne einer Garantiehaftung für die Rechtswirksamkeit und Durchsetzbarkeit des Liefervertrages. Zum Stichtag sind Forderungen in Höhe von TUSD 45.994 und TEUR 3.578 (Vorjahr: TUSD 16.580 und TEUR 3.316) verkauft worden. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet, da die Existenz der abgetretenen Forderungen durch die im Prozess implementierten Kontrollen des Geschäftsbetriebes der PFW-Gruppe sichergestellt ist. Gewährte Sicherheiten Die gewährten Sicherheiten zum Bilanzstichtag betreffen eine Zollbürgschaft in Höhe von TEUR 275 (Vorjahr: TEUR 275). Eine Inanspruchnahme ist nicht wahrscheinlich, da von der Fähigkeit des Konzerns zur Bedienung sämtlicher Verpflichtungen ausgegangen wird. 6.22.Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements Durch seine Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Es handelt sich hierbei grundsätzlich um Liquiditäts- und Kreditrisiken sowie Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken. Ziel des finanziellen Risikomanagements des Konzerns ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten bestmöglich zu begrenzen. Zur Risikobegrenzung werden auch derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Es handelt sich dabei um Devisenterminkontrakte. Die derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung der Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit entstehen, eingesetzt. Es erfolgt keine Nutzung für Handels- oder andere spekulative Zwecke. Die Abwicklung der Sicherungstransaktionen erfolgt standardisiert im Rahmen von Richtlinien, Funktionstrennung, Verantwortlichkeiten und interner Kontrollen innerhalb der TotalEnergies-Gruppe. Liquiditätsrisiko Die Liquiditätssicherung erfolgt in erster Linie über TotalEnergies - zum einen über das tägliche Cashpooling und zum anderen über Gruppendarlehen. Die Konzerngesellschaften überwachen kontinuierlich ihren Finanzbedarf unter Berücksichtigung der Laufzeiten von Finanzinstrumenten und finanziellen Vermögenswerten (z. B. Forderungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte) sowie der erwarteten Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Auf dieser Basis werden jeweils am Jahresanfang die erwarteten Liquiditätsbedarfe für das aktuelle Geschäftsjahr festgelegt und gruppenintern entsprechende Kreditlinien festgelegt. Im Falle von unvorhersehbaren Veränderungen kann aber auch unterjährig eine Erhöhung der vereinbarten Kreditlinien veranlasst werden. Kreditrisiko Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden unter anderem mit Unterstützung von Kreditversicherungsgesellschaften einer Bonitätsprüfung unterzogen. Zudem werden die Forderungsbestände im Rahmen des Forderungsmanagements laufend überwacht, sodass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Bei den weiteren finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, derivative Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Zinsänderungsrisiko Der Konzern hat zum Bilanzstichtag keine finanziellen Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz - weder extern noch innerhalb der TotalEnergies-Gruppe. Das Zinsänderungsrisiko beschränkt sich also darauf, dass etwaige Anschlussgeschäfte (Darlehen, Hedging, Factoring) eventuell nur zu einem dann höheren marktüblichen Zinssatz möglich sind. Wechselkursrisiken Wechselkursrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Wechselkurse schwanken. Der Konzern ist vor allem aus seiner operativen Geschäftstätigkeit Wechselkursrisiken ausgesetzt. In der Luftfahrtbranche wird traditionell in US-Dollar abgerechnet. Währungsrisiken aus laufenden Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden sowie aus hochwahrscheinlichen künftigen Transaktionen werden grundsätzlich mit Devisentermingeschäften gesichert. Dadurch werden Wechselkursrisiken weitgehend eliminiert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern (aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden) und des Eigenkapitals des Konzerns (aufgrund der Änderungen von beizulegenden Zeitwerten der Devisentermingeschäfte) gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung des US-Dollars. Alle anderen Variablen bleiben konstant. Dem Währungsrisiko unterliegen im Wesentlichen Forderungen in USD in Höhe von USD 11,5 Mio. (Vorjahr: USD 19,4 Mio.) und Verbindlichkeiten in USD in Höhe von 20,7 Mio. (Vorjahr: USD 14,7 Mio.). Daneben bestehen unrealisierte Cashflow Hedges in einem Volumen von USD 498,9 Mio. (Vorjahr: USD 499,2 Mio.).
Die Änderung des Ergebnisses resultiert aus auf in Fremdwährungen lautenden monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, sofern die funktionale Währung des Unternehmens nicht die entsprechende Fremdwährung ist. Die Änderung des Eigenkapitals ergibt sich zum einen aus den Änderungen des Ergebnisses sowie zusätzlich aus den Bewertungsänderungen der Devisentermingeschäfte zur Absicherung der zukünftigen Cashflows. Diese Änderungen werden die Umrechnung des Reinvermögens in Euro ausgleichen. 7. Sonstige Erläuterungen 7.1. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Das dem Konzern übergeordnete, oberste Mutterunternehmen ist die TotalEnergies SE, Paris/Frankreich und die Hutchinson Holding GmbH wird auch in den nach den International Financial Reporting Standards - wie in der EU anzuwenden - aufgestellten Konzernabschluss der TotalEnergies SE einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf der Homepage von TotalEnergies SE veröffentlicht. Unmittelbares Mutterunternehmen des Konzerns ist die Hutchinson S.A., Paris/Frankreich. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen Der Kreis der dem Konzern nahestehenden Unternehmen umfasst die TotalEnergies SE sowie all ihre Tochterunternehmen. Die getätigten Transaktionen umfassen den Lieferungs- und Leistungsverkehr, welcher zu marktüblichen Konditionen erfolgt, sowie den Finanz- und Zahlungsverkehr. Die Vergabe und Erlangung von Finanzdarlehen erfolgt dabei ohne Stellung von Sicherheiten. 2021:
2020:
Die Schulden gegenüber TotalEnergies Treasury in Belgien stammen aus Darlehen und sind mit TEUR 210.643 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht (TEUR 193.004). Die Forderungen und Schulden gegenüber TotalEnergies Treasury in Frankreich und TotalEnergies Deutschland GmbH stammen ebenfalls fast komplett aus Finanzgeschäften (neben dem täglichen Cashpooling auch aus dem USD Hedging). Die Positionen mit den übrigen Gesellschaften einschließlich denen mit dem Gesellschafter, Hutchinson S.A. stammen aus Lieferungen und Leistungen. Dabei erhöhten sich die Aufwendungen mit TEUR 119.590 (Vorjahr: TEUR 102.781) nach dem pandemiebedingten Einbruch im Vorjahr wieder deutlich, was zum Teil auch an den gestiegenen Zinsen lag. Die Erlöse gingen aufgrund der Umstrukturierungen mit TEUR 21.054 (Vorjahr: TEUR 26.406) nochmal zurück. Transaktionen mit nahestehenden Personen Als nahestehende Personen in Schlüsselpositionen werden nur Managementmitglieder (Geschäftsführung) der Konzernmuttergesellschaft Hutchinson Holding GmbH angesehen. Es gibt keine Transaktionen mit diesen nahestehenden Personen. 7.2. Anteilsbesitzliste und Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB
* Mittelbare Beteiligung über die
Hutchinson Aerospace GmbH
Die nachfolgend aufgeführten Tochtergesellschaften, die in den Konzernabschluss der Hutchinson Holding GmbH einbezogen werden, nehmen die Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
7.3. Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit enthält erhaltene Zinszahlungen von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 14) und geleistete Zinszahlungen von TEUR 1.180 (Vorjahr: TEUR 3.277). Ebenfalls enthalten sind Cashflows aus gezahlten Ertragssteuern in Höhe von TEUR 4.033 (Vorjahr: TEUR 2.466) und Cashflows aus erhaltenen Ertragssteuern in Höhe von TEUR 2.649 (Vorjahr: TEUR 0). Die Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist in Kapitel 6.9. dargelegt. 7.4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die im Dezember 2021 beschlossene Komplettschließung der KTN Kunststofftechnik Nobitz GmbH läuft weitgehend nach Plan. Die Produktion ist Ende 2022 ausgelaufen und soweit erforderlich wurde die Erfüllung noch verbliebener Lieferverpflichtungen innerhalb der Hutchinson Gruppe erfolgreich verlagert. Derzeit läuft die administrative Abwicklung der Gesellschaft, die bis Mitte 2023 abgeschlossen sein soll. Wir gehen davon aus, dass die zum Stichtag gebildeten Rückstellungen (TEUR 23.520) sowie Abwertungen des Anlagevermögens (TEUR 6.319) die Höhe der anfallenden Schließungskosten vollumfänglich abdecken werden. Nachdem die COVID-19 Pandemie Ende 2022 nun endlich zu Ende gegangen ist, wirkt sich die russische Invasion in die Ukraine nach wie vor stark auf die globalen Lieferketten aus und hält die Inflation auf sehr hohem Niveau. Diese wiederum wirkt sich mittels stark steigender Zinsen und Löhne auf fast alle Wirtschaftsbereiche aus. Diese Gemengelage führt insgesamt zu einer weiterhin hohen Planungsunsicherheit. Im Rahmen des Kaufs der PFW Aerospace GmbH, Ende 2019 wurde im Kaufvertrag auch eine bedingte Gegenleistung von bis zu TEUR 25.000 vereinbart. In zwei Schritten wurde mit den Verkäufern eine finale Einigung über die tatsächlich zu zahlenden Beträge erzielt. Die Hutchinson Holding GmbH hat daraufhin TEUR 781 im Juni 2022 und TEUR 19 im März 2023 bezahlt. Von der gebuchten maximalen Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 25.000 kann dadurch im Jahresabschluss 2022 ein Teilbetrag von TEUR 19.819 und im Jahresabschluss ein Restbetrag von TEUR 4.381 erfolgswirksam aufgelöst werden (siehe dazu Anhang Kapitel 6.17.). 7.5. Mitarbeiterzahl nach Gruppen
7.6. Honorar des Abschlussprüfers Die Honorare des Abschlussprüfers (Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) betrugen TEUR 508 - im Vorjahr waren es TEUR 555. 7.7. Geschäftsführung Michael Klein, Geschäftsführer Arnaud Vaz, Geschäftsführer Herr Vaz hat einen Arbeitsvertrag beim Gesellschafter, der Hutchinson S.A. und wird ausschließlich von diesem bezahlt. Herr Klein hat einen Arbeitsvertrag mit der Hutchinson GmbH, wo er ebenfalls Geschäftsführer ist. Gehalt sowie Pensionszusagen erhält er ausschließlich von dieser Tochtergesellschaft. 8. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 8.1. Zusammenfassende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 8.1.1. Fremdwährungsumrechnung Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Konzerns, aufgestellt. Das ist die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem die Gesellschaft tätig ist. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die funktionale Währung des Konzerns umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig ist. Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Konzernunternehmen werden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden zum gewichteten Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Die hieraus resultierenden Währungsdifferenzen werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Der für einen ausländischen Geschäftsbetrieb im Eigenkapital erfasste kumulative Betrag wird bei der Entkonsolidierung dieses ausländischen Geschäftsbetriebs erfolgswirksam aufgelöst. Die funktionale Währung der ausländischen Tochtergesellschaft PFW UK Machining Ltd. ist das britische Pfund. Die funktionale Währung der PFW Havacilik Sanayi Ve Dis Ticaret Ltd. ist der US-Dollar. Folgende für den Konzernabschluss wesentlichen Wechselkurse wurden für die Währungsumrechnung verwendet:
8.1.2. Ertragsrealisierung Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Skonti, Rabatte sowie Umsatzsteuer oder andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus. Verkauf von Waren und Erzeugnissen Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein. Erbringung von Dienstleistungen Erträge aus Dienstleistungen werden nach Erbringung der Leistung unmittelbar abgerechnet und als Ertrag erfasst. Wenn erforderlich wird dabei die Ermittlung des Fertigstellungsgrades, z.B. bei Reparaturen von Treibstofftanks nach Maßgabe der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Arbeitsstunden und des Materialaufwands als Prozentsatz der für das jeweilige Projekt insgesamt geschätzten Arbeitsstunden durchgeführt. Kann das Ergebnis eines Auftrags nicht verlässlich geschätzt werden, werden Erträge nur in Höhe der angefallenen, erstattungsfähigen Aufwendungen erfasst. Die Rechnungen werden mit der Warenlieferung erzeugt und sind in der Regel nach 30-60 Tagen zur Zahlung fällig. Es werden keine Rabatte für Waren und Erzeugnisse gewährt. Ein Rückgaberecht seitens der Kunden besteht lediglich im Fall von qualitativen Mängeln. 8.1.3. Steuern Tatsächliche Ertragsteuern Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten. Latente Steuern Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen und sich umkehrenden temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zu Grunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Zukünftige Steuersatzänderungen werden am Bilanzstichtag berücksichtigt, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die im sonstigen Ergebnis erfasst werden, werden ebenfalls innerhalb des sonstigen Ergebnisses erfasst und nicht innerhalb des Periodenergebnisses. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Umsatzsteuer Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug von Umsatzsteuern erfasst. Sofern beim Kauf von Gütern oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von den Steuerbehörden eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst. Forderungen und Schulden werden mit dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt. Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird unter den Forderungen oder Verbindlichkeiten in der Bilanz erfasst. 8.1.4. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Zuwendungen bestehen in erster Linie aus Forschungszuschüssen und Ausbildungsvergütungen und werden sofort erfolgswirksam erfasst (siehe Kapitel 5.5). Daneben haben die Gesellschaften des Hutchinson Konzerns im Geschäftsjahr 2021 Kurzarbeitergelder in Höhe von TEUR 9.644 (Vorjahr: TEUR 7.360) erhalten. 8.1.5. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Der Konzern hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt. Die Leistungen werden nicht über einen externen Fonds finanziert. Die Höhe, der aus den leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtung, wird gesondert für jeden Plan unter Anwendung der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden bei Entstehung sofort im sonstigen Ergebnis erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird ebenfalls bei Entstehung sofort im sonstigen Ergebnis erfasst. Der als Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung. 8.1.6. Finanzinstrumente 8.1.6.1. Ansatz und erstmalige Bewertung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Instruments wird. Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei einem Posten, der nicht zu FVTPL bewertet wird, kommen hierzu die Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb oder seiner Ausgabe zurechenbar sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet. 8.1.6.2. Klassifizierung und Folgebewertung Finanzielle Vermögenswerte Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:
Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt. Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:
Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL designiert wurde:
Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann der Konzern unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen. Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden, werden zu FVTPL bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte. Bei der erstmaligen Erfassung kann der Konzern unwiderruflich entscheiden, finanzielle Vermögenswerte, die ansonsten die Bedingungen für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI erfüllen, zu FVTPL zu designieren, wenn dies dazu führt, ansonsten auftretende Rechnungslegungsanomalien ("accounting mismatch") zu beseitigen oder signifikant zu verringern. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung des Geschäftsmodells: Der Konzern trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodels, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art, wie das Geschäft gesteuert und Informationen an das Management gegeben werden, widerspiegelt. Die zu berücksichtigenden Informationen schließen ein:
Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten an fremde Dritte durch Übertragungen, die nicht zur Ausbuchung führen, sind in Einklang damit, dass der Konzern die Vermögenswerte weiterhin bilanziert, für diesen Zweck keine Verkäufe. Finanzielle Vermögenswerte werden durch den Konzern teilweise derart übertragen, dass die Übertragungen zur Ausbuchung führen. Soweit Forderungen, die zu diesem Portfolio gehören, zum Stichtag noch nicht übertragen sind, werden sie nicht im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten und daher zu FVTPL bewertet. Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten oder verwaltet werden und deren Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwertes beurteilt wird, werden zu FVTPL bewertet. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen sind Für Zwecke dieser Einschätzung ist der "Kapitalbetrag" definiert als beizulegender Zeitwert des finanziellen Vermögenswertes beim erstmaligen Ansatz. "Zins" ist definiert als Entgelt für den Zeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko, das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag verbunden ist, sowie für andere grundlegende Kreditrisiken, Kosten (zum Beispiel Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) und einer Gewinnmarge. Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den Kapitalbetrag sind, berücksichtigt der Konzern die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr diese Bedingungen erfüllen. Bei der Beurteilung berücksichtigt der Konzern:
Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit steht im Einklang mit dem Kriterium, der ausschließlichen Zins- und Tilgungszahlungen, wenn der Betrag der vorzeitigen Rückzahlung im Wesentlichen nicht geleistete Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag umfasst, wobei angemessenes zusätzliches Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages enthalten sein kann. Zusätzlich wird eine Bedingung für einen finanziellen Vermögenswert, der gegen einen Auf- oder Abschlag gegenüber dem vertraglichen Nennbetrag erworben worden ist, die es erlaubt oder erfordert, eine vorzeitige Rückzahlung zu einem Betrag, der im Wesentlichen den vertraglichen Nennbetrag plus aufgelaufener (jedoch nicht gezahlter) Vertragszinsen (die ein angemessenes Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages beinhalten können) darstellt, zu leisten, als im Einklang mit dem Kriterium behandelt, sofern der beizulegende Zeitwert der vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit zu Beginn nicht signifikant ist. Finanzielle Vermögenswerte - Folgebewertung und Gewinn und Verluste:
Finanzielle Verbindlichkeiten - Klassifizierung, Folgebewertung und Gewinne und Verluste Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) eingestuft und bewertet. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird zu FVTPL eingestuft, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft wird, ein Derivat ist oder beim Erstansatz als ein solches designiert wird. Finanzielle Verbindlichkeiten zu FVTPL werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Nettogewinne oder -verluste, einschließlich Zinsaufwendungen, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen und Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst. Je nach Vertragsgestaltung werden Verlängerungsoptionen bei finanziellen Verbindlichkeiten analog zu Kreditzusagen im Geltungsbereich von IFRS 9 behandelt. Für finanzielle Verbindlichkeiten, die als Sicherungsinstrumente designiert worden sind, wird auf Anhang-angabe 8.1.6.5. verwiesen. 8.1.6.3. Ausbuchung Finanzielle Vermögenswerte Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Zahlungsströme in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Eine Ausbuchung findet ebenfalls statt, wenn der Konzern alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen weder überträgt noch behält und er die Verfügungsgewalt über den übertragenen Vermögenswert nicht behält. Der Konzern führt Transaktionen durch, in denen er bilanzierte Vermögenswerte überträgt, aber entweder alle oder alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem übertragenen Vermögenswert behält. In diesen Fällen werden die übertragenen Vermögenswerte nicht ausgebucht. Finanzielle Verbindlichkeiten Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Der Konzern bucht des Weiteren eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn dessen Vertragsbedingungen geändert werden und die Zahlungsströme der angepassten Verbindlichkeit signifikant anders sind. In diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit basierend auf den angepassten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird die Differenz zwischen dem Buchwert der getilgten Verbindlichkeit und dem gezahlten Entgelt (einschließlich übertragener unbarer Vermögenswerte oder übernommener Verbindlichkeiten) im Gewinn oder Verlust erfasst. 8.1.6.4. Verrechnung Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen, wenn der Konzern einen gegenwärtigen, durchsetzbaren Rechtsanspruch hat, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und es beabsichtigt ist, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. 8.1.6.5. Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsgeschäften Erstmaliger Ansatz und Folgebewertung Der Konzern nutzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte bilanziert, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, bzw. als Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von derivativen Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert, die nicht länger den Kriterien der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften entsprechen, und der ineffektive Anteil der Gewinne und Verluste des Sicherungsinstruments werden erfolgswirksam erfasst. Der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte ergibt sich aus der Differenz von Wechselkurs am Abschlussstichtag und vertraglich vereinbarten Sicherungskurs. Für alle Devisentermingeschäfte wird die Bewertung anhand der folgenden Parameter bewertet: EUR/USD (Mittelkurs), USD-LIBOR (Mittelkurs) für die entsprechenden Laufzeiten mit USD-Zinssätzen und EURIBOR (Mittelkurs) für die entsprechenden Laufzeiten mit EUR-Zinssätzen. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften ergibt sich aus dem aktuellen Wechselkurs für Verträge mit ähnlichen Restlaufzeiten. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswap-Verträgen ergibt sich aus dem beizulegenden Zeitwert ähnlicher Instrumente. Der Konzern hat sich entschieden, nicht die Anforderungen von bilanziellen Sicherungsgeschäften nach IFRS 9 anzuwenden, sondern stattdessen wie bisher die Anforderungen von bilanziellen Sicherungsgeschäften nach IAS 39 anzuwenden. Sicherungsgeschäfte, die die strengen Anforderungen von bilanziellen Sicherungsgeschäften erfüllen, werden wie folgt bilanziert: Absicherung von Zahlungsströmen Der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument, welches sich aus einer effektiven Sicherung ergibt, wird im sonstigen Ergebnis erfasst; der unwirksame Teil wird erfolgswirksam erfasst. Die Gewinne und Verluste, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, werden vom Eigenkapital erfolgswirksam in der/n gleichen Periode/n umgegliedert, in welcher/n die abgesicherten, erwarteten Zahlungsströme sich erfolgswirksam auswirken wie zum Beispiel in den Perioden, in welchen der erwartete Umsatz entsteht oder Zinserträge bzw. -aufwendungen erfasst werden. Wenn der Eintritt einer prognostizierten Transaktion oder festen Verpflichtung nicht länger erwartet wird, werden die vorher im Eigenkapital erfassten Beträge erfolgswirksam umgegliedert. Wenn das Sicherungsinstrument ohne Austausch oder Verlängerung des Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft ist, endet oder ausgeübt wurde, verbleibt kumulierte Gewinn oder Verlust des Sicherungsinstruments, der bis zu diesem Zeitpunkt im Eigenkapital erfasst wurde, im Eigenkapital als gesonderter Posten, bis die prognostizierte Transaktion oder feste Verpflichtung eintritt. Alle übrigen Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten werden erfolgswirksam erfasst. Gewinne und Verluste aus abgesicherten Zahlungsströmen werden in den Umsatzerlösen erfasst. 8.1.7. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich direkt zurechenbarer Fremdkapitalkosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und eventueller kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden aktiviert, sofern die entsprechenden Ansatzkriterien erfüllt sind. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die geschätzten Nutzungsdauern der Vermögenswerte zu Grunde. Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Innerhalb der "Maschinen, Anlagen und Sonstiges" werden auch die für die auftragsbezogene Produktion der Flugzeuge benötigten Werkzeuge (sog. Tooling) ausgewiesen. 8.1.8. Leasingverhältnisse Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und als entsprechende Leasingverbindlichkeit bilanziert. Das Nutzungsrecht wird als Teil des Anlagevermögens ausgewiesen und linear über die Laufzeit des Leasing-/Mietvertrags abgeschrieben. Die Verbindlichkeit wird in Höhe des Barwerts der künftig zu leistenden Leasingzahlungen passiviert und nach der Effektivzinsmethode fortgeführt. Hutchinson nutzt die folgenden Erleichterungen:
Zugangs- und Folgebewertung Ausgangspunkt ist der Barwert der Verpflichtungen zur Zahlung künftiger Leasingraten. Zum Zeitpunkt der Aufnahme eines neuen Leasing-/Mietverhältnisses entspricht die Höhe des Nutzungsrechts der Höhe der Leasingverbindlichkeit. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:
Die den Leasingzahlungen zugrunde liegenden Zinssätze werden laufzeit- und währungsspezifisch durch den Konzern ermittelt und jährlich angepasst. Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des zugrundeliegenden Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht des Konzerns hinreichend sicher ist, erfolgt eine Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswerts. Im Konzern werden die folgenden Nutzungsrechte kategorisiert:
Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von 6 Monaten bis 10 Jahren abgeschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen aufweisen. Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von Konditionen. Die Leasingverträge enthalten keine Kreditbedingungen und werden auch nicht als Sicherheit für Kreditaufnahmen verwendet. 8.1.9. Immaterielle Vermögenswerte Im Rahmen der PFW Kaufpreisallokation ermittelte immaterielle Vermögenswerte Im Zuge der Kaufpreisallokation des Ende 2019 erfolgten Kaufes der PFW-Gruppe wurden mehrere immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Zum einen wurden für die Fertigungstechnologien der drei Hauptgeschäftsfelder ("gebogene Rohre", "geschweißte Kanäle" und "Strukturkomponenten") TEUR 70.467 aktiviert. Dieser Betrag wird über die geplante Restnutzungsdauer von 13 Jahren linear abgeschrieben. Des Weiteren wurde TEUR 95.865 für die Kundenbeziehungen mit den beiden Hauptkunden aktiviert, wobei TEUR 77.379 auf den Kunden Airbus und TEUR 18.485 auf den Kunden Boeing entfallen. Diese Beträge werden über die planmäßig Restnutzungsdauer linear abgeschrieben - für die Kundenbeziehung mit Airbus wurde dafür eine Nutzungsdauer von 12 Jahren ermittelt und für jene mit Boeing 11 Jahre. Die Ermittlung der Kaufpreisallokation ergab außerdem noch einen Geschäfts- und Firmenwert ("Goodwill") in Höhe von TEUR 23.973. Dieser wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern wird jährlich einem Impairment-Test unterzogen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2021 ergab sich dabei kein Abwertungsbedarf. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte, die vom Konzern erworben wurden und begrenzte Nutzungsdauern haben, werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Kosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden nicht aktiviert und erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden bei immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. Den planmäßigen linearen Abschreibungen von Software/Lizenzen liegt überwiegend eine Nutzungsdauer von 3 bis 7,5 Jahren zugrunde. 8.1.10. Vorräte Auftragsbezogene Entwicklungskosten Auftragsbezogene Entwicklungskosten des Konzerns werden während der Entwicklungsphase auf fortlaufender Basis ermittelt und projektspezifisch als selbst geschaffenes Vorratsvermögen aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen dabei sämtliche direkt zurechenbare Material- und Personalkosten, zurechenbare Gemeinkosten (basierend auf normaler Betriebskapazität) sowie direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten. Die Verbräuche der auftragsbezogenen Entwicklungskosten erfolgen in Abhängigkeit der ausgelieferten Stückzahlen des jeweiligen Programmes ("shipset-abhängiger Verbrauch"). Zudem werden ggf. notwendige Wertminderungen vorgenommen. Sonstige Vorräte Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Auf ungängige Vorräte werden Wertberichtigungen vorgenommen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden auf Basis der Durchschnittsmethode bestimmt. Die Herstellungskosten fertiger und unfertiger Erzeugnisse umfassen die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, direkte Personalkosten, andere direkte Kosten und der Produktion zurechenbare Gemeinkosten (basierend auf normaler Betriebskapazität). Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten. 8.1.11. Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Reduzierungen der zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse werden in die Berechnung einbezogen, sobald die entsprechenden Kostensenkungsmaßnahmen initiiert wurden. Zukünftige Zahlungsmittelzuflüsse werden auf Basis von vereinbarten Preisen sowie von Annahmen der Geschäftsleitung über die Anzahl der auszuliefernden Mengen geschätzt. Sofern der erzielbare Betrag den beizulegenden Zeitwert abzüglich der anfallenden Veräußerungskosten darstellt, nutzt Hutchinson ebenfalls eine Zeitwertberechnung. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Periodenergebnis erfasst. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, wird der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden angepasst, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen. 8.1.12. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Die Bankguthaben umfassen dabei auch die Kontokorrent Forderungen innerhalb der TotalEnergies-Gruppe aus dem Cashpooling und dem Hedging (für weitere Details zu Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen siehe Anhang 7.1.). 8.1.13. Rückstellungen Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z.B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der gegebenenfalls die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwand erfasst. 8.1.14. Andere kurz- und langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Altersteilzeitvereinbarungen Der Konzern hat mit Arbeitnehmern Altersteilzeitvereinbarungen nach dem in der Praxis üblichen Blockmodell abgeschlossen. Demnach teilt sich die verbleibende Dienstzeit eines Arbeitnehmers in eine Arbeitsphase mit regulärer Arbeitszeit und eine anschließende Freistellungsphase mit gleicher Länge auf. Das Entgelt des Arbeitnehmers während der Altersteilzeit setzt sich aus 50 % der regulären Bezüge zuzüglich eines Aufstockungsbetrags der Bezüge und Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zusammen. Die Aufstockungsleistungen zu den Altersteilzeitvereinbarungen werden gemäß IAS 19 ratierlich über die Aktivphase anzusammeln. Der Ansammlungszeitraum für die Aufstockungsbeträge beginnt mit Abschluss der Altersteilzeitvereinbarung. Da der Arbeitgeber bei vorzeitiger Beendigung des Altersteilzeitverhältnisses über einen Verrechnungsanspruch bereits geleisteter Aufstockungsleistungen mit dem Erfüllungsrückstand verfügt, werden die Aufstockungsleistungen als Gesamtheit erst mit störfallfreiem Ableisten der Aktivphase erdient. Es wird dabei unterstellt, dass zuerst die frühen Zahlungen erdient werden (FiFo-Methode). Die Bewertung der Aufstockungsbeträge erfolgt mit dem versicherungsmathematischen Barwert unter Berücksichtigung eines möglichen Wegfalls der Verpflichtung sowohl in der Anwartschaftsphase als auch während der Altersteilzeitphase durch Invalidität oder Tod des Berechtigten. Erfüllungsrückstände im Rahmen des Blockmodells auf Grund von Vorleistungen während der Arbeitsphase, welche erst in der Freistellungsphase zu Auszahlungen führen, werden mit den auf den Bilanzstichtag abgezinsten Zahlbeträgen bewertet. Hierbei werden nur nach dem Bilanzstichtag fällige Zahlbeträge berücksichtigt, die auf bis zum Bilanzstichtag erbrachte Vorleistungen entfallen. Die Bewertung der Abfindung zu Ende des Altersteilzeitarbeitsverhältnisses erfolgt mit dem versicherungsmathematischen Barwert unter Berücksichtigung eines möglichen Wegfalls der Verpflichtung vor Fälligkeit durch Invalidität oder Tod des Berechtigten. Arbeitszeitkontenmodelle Der Konzern unterhält mehrere in "Stunden" geführte Arbeitszeitkontenmodelle für seine Arbeitnehmer. Die Geschäftsleitung erwartet, dass die Arbeitszeitkonten durch Freizeitausgleich in Anspruch genommen werden. Die Konten werden in Zeit oder in Geld geführt. Für die Bewertung wird für die zu erwartenden Zahlungen ein Schuldposten gebildet. Sofern die Zahlungen erst nach Ablauf eines Jahres erwartet werden, erfolgt ein Ansatz der zukünftigen Verpflichtung mit dem versicherungsmathematischen Barwert. Für die Beendigung der Dienstverhältnisse ohne Versorgungsfall wird eine unternehmensspezifische Fluktuation bei der Bewertung berücksichtigt, die sich nach dem Alter und der im jeweiligen Alter abgeleisteten Dienstzeit richtet. Die PFW Aerospace GmbH bietet ihren Mitarbeitern die Umwandlung von Zeit- in Wertguthaben an ("Lebensarbeitszeitkonten"). Die umgewandelten Beträge werden durch PFW als Versicherungsnehmer für die Mitarbeiter bei einer Versicherungsgesellschaft angelegt. Dabei werden die Forderungen gegen die Versicherungsgesellschaft mit dem von der Versicherung gemeldeten Kontostand und die Verbindlichkeiten gegenüber den Mitarbeitern mit dem Nominalwert der umgewandelten Wertguthaben saldiert. 8.2. Inhalt und Auswirkung neuer oder geänderter Standards und Interpretationen Die folgende Übersicht zeigt sämtliche Änderungen in den anzuwendenden IFRS-Standards für die aktuelle und künftige Berichtsperioden.
* nach IASB-IFRS, da noch keine Übernahme
in EU-Recht
Mannheim, 1. September 2023 Michael Klein Arnaud Vaz Entwicklung des Konzernanlagevermögens
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2020
Konzernlagebericht für 2021I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Allgemein Der Hutchinson-Konzern umfasst sechs Unternehmen in Deutschland sowie zwei Auslandstöchter. Neben der Hutchinson Holding GmbH, München, (kurz "Hutchinson Holding") sind das die Hutchinson GmbH, Mannheim, die Hutchinson Aerospace GmbH, Hamburg, mit den beiden Tochtergesellschaften (kurz "Aerospace Gruppe") KTN Kunststofftechnik Nobitz GmbH, Nobitz, (kurz "KTN") und OLUTEX Oberlausitzer Luftfahrtextilien GmbH, Seifhennersdorf, (kurz "OLUTEX") sowie die Hutchinson PFW Aerospace GmbH in Speyer, mit ihren beiden ausländischen Tochtergesellschaften (kurz "PFW Gruppe"), der PFW Havacilik Sanayi Ve DisTicaret Ltd. in Izmir, Türkei, und der PFW UK Machining Ltd. in Nuneaton, Großbritannien. Der deutsche Teilkonzern der Hutchinson Holding ist in den Konzern der Hutchinson S.A., Paris, Frankreich, (Hutchinson Konzern) voll eingebunden. Der Hutchinson Konzern wiederum ist ein hundertprozentiger Teil der TotalEnergies-Gruppe. Das Portfolio umfasst Produkte des Hutchinson-Konzerns aus den Aktivitätsbereichen Precision Sealing Systems (PSS), Aerospace & Industry (AI), Defense & Mobility Systems (DMS), Fluid Management Systems (FMS), Antivibration und Belt Drive Systems (ABS) sowie Body Sealing Systems (BSS). Diese werden teilweise in Eigenproduktion hergestellt und teilweise als Handelswaren auf eigene Rechnung oder im Rahmen eines Handelsvertretergeschäfts für Konzern-Schwestergesellschaften vertrieben. Die Vertriebsstruktur entspricht dabei der Unterteilung der Produktpalette mit dem Ziel einer effektiven Marktbearbeitung der verschiedenen Geschäftsfelder. 2. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden im Wesentlichen zentral auf Ebene von Hutchinson S.A. durchgeführt und sind in den Kosten über Konzernumlagen anteilig enthalten. Im Bereich DMS erfolgen auch am Standort in Mannheim Produktentwicklungen für den Bereich Fahrzeugschutz, um vielversprechende neue Märkte zu erschließen. Im Zuge der Konsolidierungskreisänderung kam Ende 2019 ein eigenständiger Forschungs- und Entwicklungsbetrieb in Speyer bei der PFW Aerospace GmbH hinzu. Der Fokus der Entwicklungsarbeit bei PFW liegt traditionell bei metallischen Bauteilen und Fertigungsprozessen für die Luftfahrtindustrie. So wird aktuell neben einem neuartigen Zusatztreibstofftank für das A220-Programm auch ein neues Zapfluftsystem entwickelt. Parallel wurden jedoch in den letzten Jahren auch Fertigungsverfahren für Kunststoffrohre entwickelt, mit welchen bedeutende Kosten- und Gewichtsvorteile erreicht werden. Nachdem solche Kunststoffrohre erstmalig im Unterdeck-Frachtraum-Drainagesystem der A350XWB ihren Einsatz gefunden haben, befindet sich nun die Entwicklung von lasergeschweißten Rohren aus dem Hochleistungskunststoff PEEK im Endstadium. Diese Rohre werden im A350 Frachter eingesetzt werden und erlauben auch den Einsatz für Frischwassersysteme. Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit bildet das Laserauftragsschweißen im Zusammenhang mit Titanbauteilen. Der Gesamtumfang der lokalen Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr 7.094 TEUR (Vorjahr: 6.972 TEUR), wovon die Aktivierungsrate bei 25 % (Vorjahr: 9 %) lag. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,9 % höher als im Vorjahr. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die Wirtschaft somit von dem Einbruch im Vorjahr erholen, hat aber nach dem Vorjahresrückgang von -4,6 % noch nicht die Wirtschaftsleistung des Vorkrisenniveaus wieder erreicht. Im verarbeitenden Gewerbe stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister stieg deutlich um 5,4 % zum Vorjahr, während sonstige Dienstleister (z.B. Kultur, Sport) weiter stark unter der Pandemie litten. Der private Konsum stabilisierte sich auf dem niedrigen Vorjahresniveau und war damit noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt. Im Baugewerbe ging die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % leicht zurück, 2020 hatte hier die Corona-Pandemie aber noch keine Spuren hinterlassen. Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht das Vorkrisenniveau wieder erreicht. Im verarbeitenden Gewerbe lag die Wirtschaftsleistung immer noch 6 % unter dem Niveau von 2019. Bei den Investitionen legten der Baubereich im Jahr 2021 aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material nur noch um 0,5 % zu. In Maschinen, Geräte und Fahrzeuge wurden im Jahr 2021 preisbereinigt 3,2 % mehr investiert. Der Außenhandel erholte sich von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte preisbereinigt 9,4 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig preisbereinigt um 8,6 % zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. Die Umsätze der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie als Gesamtbranche verharrten im Jahr 2021 mit 31,4 Mrd. EUR auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres (31,5 Mrd. EUR). Die Gesamtzahl der Beschäftigten sank von insgesamt 105.000 um 5.000 auf 100.000. Im größten Bereich, der Zivilluftfahrt hat sich der Umsatz mit 22 Mrd. EUR auf dem stark abgesunkenen Niveau des Vorjahres stabilisiert. Die Mitarbeiterzahl ging aber nochmal um 4.000 auf 69.000 zurück aufgrund notwendiger struktureller Anpassungen an die erst 2024/25 erwartete Normalisierung des Marktes. In der militärischen Luftfahrt ist die Beschäftigtenanzahl leicht um 900 auf nun 22.000 zurückgegangen, während der Umsatz unverändert bei 7 Mrd. EUR lag. In der Raumfahrt ging die Beschäftigtenzahl leicht um 3 % auf 9.300 zurück und der Umsatz blieb mit 2,4 Mrd. EUR konstant. Die für die Automobilindustrie besonders wichtigen Neuzulassungszahlen stiegen 2021 weltweit um 4 %. Die Erholung von dem pandemiebedingten Einbruch des Vorjahres fiel dabei aber deutlich schwächer aus als noch zu Beginn von 2021 angenommen. Beeinträchtigungen der globalen Lieferketten und ein Halbleitermangel bremsten die Zahlen trotz voller Auftragsbücher. Während die Zulassungszahlen in China um 7 % auf 21,1 Mio. und in den USA um 3 % auf 14,9 Mio. stiegen, sanken sie in Europa sogar um 2 % auf 12,0 Mio. Fahrzeuge ab. In Deutschland war der Rückgang mit 10 % auf 2,6 Mio. Fahrzeuge sogar noch stärker, was zusätzlich auch an Vorzieheffekten aufgrund der temporären Mehrwertsteuerabsenkung im 2. Halbjahr 2020 lag. Bei den Produktionszahlen machten sich die Lieferprobleme noch stärker bemerkbar. Das weltweite Wachstum von 2 % konnte nur erzielt werden, weil China mit 7 % Anstieg als einzige bedeutende Produktionsstätte sogar das Vorkrisenniveau wieder übertroffen hat. In Europa ging die Produktion um 5 % zurück und lag 2021 um 27 % unter dem Niveau von 2019. In Deutschland wirkt sich der Halbleitermangel aufgrund der starken Ausrichtung auf Premiumprodukte besonders stark aus - die Produktion ging um 12 % auf 3,1 Mio. Fahrzeuge zurück. So wenig PKW ́s wurde zuletzt 1975 in Deutschland produziert. Die weltweiten Militärausgaben sind 2021 trotz der anhaltenden COVID-19 Pandemie um 7,8 % Prozent wie schon im Vorjahr auf eine neue Rekordmarke gestiegen (2.113 Mrd. USD). In Deutschland stiegen nach Angaben des Statista Research Department die Militärausgaben ebenfalls stark mit einem Plus von 5,2 % Prozent. Mit investierten Steuergeldern für das Militär in Höhe von umgerechnet 56 Mrd. USD steht Deutschland nach Ermittlung des Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri damit weltweit unverändert auf Platz 7. Mit 1,34 % ist Deutschland aber immer noch weit vom Nato-Ziel entfernt, 2,0 % des Bruttoinlandsproduktes für Militärausgaben zu verwenden. 2. Geschäftsverlauf Die Nachfrage für die Produkte des Konzernportfolios hat sich in 2021 im Zeichen der andauernden COVID-19 Pandemie sehr unterschiedlich entwickelt. Bei den Handelswaren im Bereich Precision Sealing verzeichneten wir eine deutliche Erhöhung um 13 % auf 80 Mio. EUR und damit schon fast wieder auf das Niveau von 2019. Der Unternehmensbereich Defense und Mobility Systems hatte einen nahezu unveränderten Umsatz, während sich im Aerospace Bereich der Nachfragerückgang nochmal verschärfte und der Umsatz gegenüber 2020, mit seinem noch guten 1. Quartal 2021, nochmal um 18 % auf jetzt 309 Mio. EUR zurückging. Zusätzlich zu den pandemiebedingten Nachfragerückgängen gab es geplante Sondereffekte aus Produktionsschließungen. Die geschlossene FMS Produktion in Mannheim sowie die BSS Werksschließung am Standort Aachen verursachten im Jahresvergleich nochmal einen Produktumsatzrückgang von 23 Mio. EUR im Bereich Automotive. Gleichzeitig entfielen aber wie geplant auch die zugehörigen operativen Verluste von 18,5 Mio. EUR. Außerdem beinhaltet der Rückgang des Umsatzes im Bereich Aerospace auch -16 Mio. EUR bei der KTN, deren komplette Schließung aufgrund des Wegfalls ihres Hauptkunden Ende 2021 beschlossen wurde. Der Umsatz war in Summe deutlich unter der Planung. Die PFW Gruppe rutsche dadurch, trotz der eingeleiteten Sparmaßnahmen und der Ausweitung von Kurzarbeit noch tiefer in die Verlustzone. Dadurch war der Geschäftsverlauf im Jahr 2021 auch beim Ergebnis deutlich schlechter als im Vorjahr geplant. 3. Lage a. Ertragslage Der Hutchinson Konzern verwendet als zentrale finanzielle Leistungsindikatoren den Umsatz und das Betriebsergebnis. Im Vorjahr wurde noch als finanzieller Leistungsindikator das Periodenergebnis verwendet. Da dieses aber oft stark durch Sondereffekte bei den latenten Steuern oder durch die Entwicklung der Finanzmarktzinsen beeinflusst wird, wurde entschieden ab dem Berichtsjahr 2021 auf das operativ aussagekräftigere Betriebsergebnis zu wechseln. Der prognostizierte Umsatz für 2021 in Höhe von 425 Mio. EUR berücksichtigte schon den pandemiebedingten, doch nicht so kurzfristigen, Nachfragerückgang im Aerospace Bereich und konnte somit letztendlich mit 427 Mio. EUR knapp überschritten werden. Bei der Ertragsprognose wurde die prognostizierte Verbesserung des Periodenergebnisses um 50 Mio. EUR deutlich verfehlt. Das Betriebsergebnis verbesserte sich trotz der wie erwartet niedrigeren Schließungskosten insgesamt nur um 31,5 Mio. EUR, da gleichzeitig unerwartete Steigerungen der Herstellkosten die Marge belastet haben. Durch höher als erwartete Zinsaufwendungen sowie einen um 23 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr erhöhten Ertragssteueraufwand verbesserte sich das Periodenergebnis somit nur um 3,6 Mio. EUR gegenüber 2020. Die Umsatzerlöse des Konzerns betrugen im Geschäftsjahr 426,9 Mio. EUR (Vorjahr: 507,5 Mio. EUR). Die Umsätze entfallen dabei mit 407,7 Mio. EUR (Vorjahr: 489,0 Mio. EUR) auf den Verkauf von Produkten und mit 19,2 Mio. EUR (Vorjahr: 18,5 Mio. EUR) auf Dienstleistungen. Die Herstellkosten des Umsatzes in Höhe von 340,5 Mio. EUR (Vorjahr: 395,9 Mio. EUR) umfassen Personalkosten von 81,8 Mio. EUR (Vorjahr: 94,9 Mio. EUR), Abschreibungen von 25,2 Mio. EUR (Vorjahr: 32,3 Mio. EUR) und Material- sowie sonstige Kosten von 233,5 Mio. EUR (Vorjahr: 268,8 Mio. EUR). Die Bruttomarge reduzierte sich von 22,0 % auf 20,2 %. Unter Berücksichtigung eines sonstigen operativen Aufwandes von 144,7 Mio. EUR (Vorjahr: 199,4 Mio. EUR) erwirtschaftet der Konzern im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor Ertragsteuern von -67,5 Mio. EUR (Vorjahr: -94,3 Mio. EUR). Für die Ertragsteuern ergab sich im Geschäftsjahr 2021 ein Aufwand von 12,6 Mio. EUR (Vorjahr: Ertrag von 10,6 Mio. EUR). Innerhalb des Gesamtsteueraufwands resultierten 9,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR) aus latenten Steuern und 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: Ertrag von 7,4 Mio. EUR) aus laufenden Steuern. Insgesamt ergab sich ein Periodenergebnis von -80,1 Mio. EUR gegenüber -83,7 Mio. EUR im Vorjahr. Das sonstige, direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnis drehte sich von einem Gewinn von 12,1 Mio. EUR in 2020 zu einem Verlust von 17,6 Mio. EUR in 2021. Die Verschlechterung resultierte in erster Linie aus Währungsverlusten, welche aus der Absicherung von USD Cashflows resultierten. Das Gesamtergebnis 2021 beträgt somit -97,7 Mio. EUR (Vorjahr: -71,6 Mio. EUR). Die Ertragslage der PFW Gruppe war für das Gesamtjahr 2021 unzufriedenstellend. Statt der geplanten Rückkehr in die Gewinnzone erhöhte sich der operative Verlust auf 10,7 Mio. EUR. Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass sich der Umsatz nicht wie geplant auf dem Vorjahresniveau stabilisiert hat, sondern auf Jahressicht nochmal um 16 % auf 262 Mio. EUR eingebrochen ist. Die Ertragslage der Aerospace Gruppe war, trotz eines leicht unter Plan liegenden Umsatzes im operativen Bereich entsprechend der Planung. Durch die Ende 2021 beschlossene komplette Schließung der KTN Kunststofftechnik Nobitz GmbH entstanden allerdings einmalig Kosten für Sonderabschreibungen auf das Anlagevermögen (TEUR 6.319) sowie für Rückstellungen von Schließungskosten (TEUR 23.520). Bei der Hutchinson GmbH erholte sich im Handelsbereich der Precision Sealing Systems der Umsatz deutlich um 13 % auf 80 Mio. EUR. Der Jahresverlauf war wie im Vorjahr sehr wechselhaft. Nach einem guten ersten Halbjahr machten sich bei unseren Kunden zunehmend die Engpässe bei Halbleitern und die gestörten globalen Lieferketten bemerkbar, so dass diese ihre Teileabrufe des Öfteren nach hinten verschieben mussten. Parallel zur insgesamt positiven Umsatzentwicklung konnte auch das Ergebnis für diesen Bereich nach dem Vorjahresverlust von -1,0 Mio. EUR mit 0,4 Mio. EUR wieder in die Gewinnzone gedreht werden. Im Bereich Defense & Mobility Systems konnte der Umsatz leicht um 2 % auf 21 Mio. EUR gesteigert werden. Das Ergebnis konnte dabei sogar auf 0,5 Mio. EUR verdoppelt werden und überstieg damit auch den Wert von 2019. Im Bereich Body Sealing, wo die Produktion am Standort Aachen Ende 2020 komplett geschlossen wurde, ging der Umsatz plangemäß auf null zurück (Vorjahr: 21 Mio. EUR). Das operative Ergebnis verbesserte sich dadurch um 18,5 Mio. EUR auf jetzt null. Von den Rückstellungen für Schließungskosten konnten 5,5 Mio. EUR in 2021 ergebniswirksam aufgelöst werden. In Deutschland stieg die Inflation nach dem durch die Pandemie und ihre Gegenmaßnahmen gedämpften Vorjahr in 2021 mit 3,1 % deutlich an (Vorjahr 0,5 %). Die teils auch durch Lieferengpässe bedingten Steigerungen der Einkaufspreise stellten auch schon in 2021 eine Herausforderung dar, die eigenen Margen zu erhalten, die sich in der Folge noch weiter verstärkte. Bei den Wechselkursen stieg der für uns relevante USD von seinem Tiefstand mit 1,23 USD/EUR zu Jahresbeginn relativ stetig bis auf 1,13 USD/EUR zum Jahresende 2021. b. Finanzlage ba. Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen Von den laufenden Zugängen zum Anlagevermögen in Höhe von 8,5 Mio. EUR (Vorjahr: 10,3 Mio. EUR) entfielen 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 8,1 Mio. EUR) auf Maschinen und Anlagen, 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau und 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) auf Gebäude. Bei diesen Zahlen spielten die Zugänge aus Nutzungsrechten nach IFRS 16 mit 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) besonders im Bereich Gebäude eine wesentliche Rolle. bb. Cashflow Rechnung Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag bei 1,9 Mio. EUR, während es im Vorjahr noch einen Cash-Abfluss in Höhe von -9,5 Mio. EUR aufgrund der BSS Produktionsschließung gab. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ging weiter auf -2,8 Mio. EUR (Vorjahr: -9,0 Mio. EUR) zurück. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war im Vergleich zum Vorjahr mit -6,0 Mio. EUR negativ, da die externe Finanzierung der PFW weiter deutlich reduziert wurde und im Vergleich zum Vorjahr (+11,8 Mio. EUR) keine zusätzlichen gruppeninternen Kredit- oder Cashpool-Linien in Anspruch genommen werden mussten. Der Zahlungsmittelbestand der Gesellschaft reduzierte sich leicht von 128,7 Mio. EUR auf nun 121,9 Mio. EUR. Hier sind auch die Intercompany Positionen aus dem Cashpooling sowie den USD-Hedging-Konten enthalten. Zum 31. Dezember 2021 standen der Hutchinson Holding zusätzlich noch ungenutzte Finanzierungslinien seitens TotalEnergies in Höhe von 170,0 Mio. EUR zur Verfügung. Aufgrund des positiven Zahlungsmittelbestandes und der nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. c. Vermögenslage Das Anlagevermögen von 261,9 Mio. EUR macht 41,6 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 293,9 Mio. EUR und 41,5 %). Es verteilt sich mit 97,7 Mio. EUR (Vorjahr: 115,7 Mio. EUR) auf Sachanlagen, mit 164,2 Mio. EUR (Vorjahr: 178,2 Mio. EUR) auf immaterielle Vermögensgegenstände und mit 0,03 Mio. EUR (Vorjahr: 0,03 Mio. EUR) auf Beteiligungen. Die Abschreibungen betrugen 37,3 Mio. EUR (Vorjahr: 42,9 Mio. EUR), davon waren außerplanmäßig 6,3 Mio. EUR (Vorjahr: 8,2 Mio. EUR). Die Vorräte belaufen sich auf insgesamt 148,5 Mio. EUR (Vorjahr: 163,7 Mio. EUR), wobei der Rückgang auf die PFW Gruppe zurückzuführen ist. Sie bestehen zum einen aus physischen Beständen in Höhe von 90,7 Mio. EUR (Vorjahr: 100,4 Mio. EUR) und einer zugehörigen Wertberichtigung von -11,1 Mio. EUR (Vorjahr: -10,7 Mio. EUR). Zum anderen enthalten sie Entwicklungskosten in Höhe von 83,7 Mio. EUR (Vorjahr: 89,9 Mio. EUR) und eine zugehörige Wertberichtigung von -14,7 Mio. EUR (Vorjahr: -15,9 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 79,3 Mio. EUR (Vorjahr: 71,3 Mio. EUR). Die Rate der Pauschalwertberichtigungen wurde mit Blick auf die Unsicherheiten aus der andauernde COVID-19 Pandemie weiter auf dem im Vorjahr erhöhten Level belassen. Ein größerer Ausfall aus Kundeninsolvenzen fiel in 2021 nicht an (Vorjahr: 297 TEUR). Durch das negative Gesamtergebnis des laufenden Geschäftsjahres reduzierte sich das Eigenkapital zum Bilanzstichtag auf -69,2 Mio. EUR (Vorjahr: 28,5 Mio. EUR). Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) beträgt -11,0 % nach 4,0 % im Vorjahr. Im Rahmen der langfristigen Rückstellungen haben sich die Pensionsrückstellungen im Zuge des erstmal wieder leicht angestiegenen Rechnungszinsfuß auf 120,5 Mio. EUR (Vorjahr: 124,1 Mio. EUR) reduziert. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen stiegen auf 50,7 Mio. EUR (Vorjahr: 41,8 Mio. EUR) aufgrund der Rückstellungen für Abfindungen bei der KTN. Darüber hinaus enthalten sie im Wesentlichen Arbeitszeitguthaben und Rückstellungen für drohende Verluste. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind parallel zu den entsprechenden Forderungen im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen auf 52,3 Mio. EUR (Vorjahr: 48,7 Mio. EUR). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind mit 138,5 Mio. EUR (Vorjahr: 152,4 Mio. EUR) leicht gesunken und umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten innerhalb der TotalEnergies-Gruppe. Die kurzfristigen Rückstellungen sind auf 39,3 Mio. EUR (Vorjahr: 34,8 Mio. EUR) angestiegen, was mit 23,5 Mio. EUR maßgeblich an verschiedenen Einmalposten im Zusammenhang mit der Schließung der KTN Kunststofftechnik Nobitz GmbH liegt. Im Gegenzug haben sich Rückstellung für Schließungskosten des Standortes Aachen im Laufe von 2021 um 11,3 Mio. EUR reduziert. Hinsichtlich der Haftungsverhältnisse verweisen wir auf den Konzernanhang, Kapitel 6.21., wo die Forfaitierung von Forderungen der PFW Aerospace GmbH dargelegt ist. 4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Kennziffern des Konzerns spielen auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren wie insbesondere Arbeitssicherheit, Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit und Nachhaltigkeit der Unternehmensführung eine entscheidende Rolle für den Konzernerfolg. Kennziffern zum Thema Arbeitssicherheit werden regelmäßig konzernweit erhoben. Kundenzufriedenheitsanalysen wurden bisher nicht systematisch in allen Bereichen durchgeführt. Befragungen zur Mitarbeiterzufriedenheit werden regelmäßig durch den Mutterkonzern TotalEnergies durchgeführt. Konzernweit haben der Verhaltenskodex Sicherheit, die Safety Health Environment Quality Charter, die Ethics Charter sowie für den deutschen Konzern die Energie Charta von TotalEnergies Deutschland Gültigkeit. Besonderes Augenmerk wird auf das Thema Arbeitssicherheit gelegt. Die global geltenden zwölf goldenen Regeln von TotalEnergies sind dabei unser bewährtes Instrument zum täglichen Erkennen und proaktiven Beseitigen gefährlicher Situationen am Arbeitsplatz. Das Management steuert diese nicht finanziellen Themen über ein Set von weltweit einheitlichen monatlichen Kennzahlen. Die wichtigste Kennzahl "Anzahl der Arbeitsunfälle" hat sich dabei sehr erfreulich entwickelt: die Hutchinson GmbH hatte zuletzt 2018 einen Arbeitsunfall mit Ausfalltagen, und die Aerospace-Gruppe hatte nach zwei Unfällen in 2019 seitdem ebenfalls keine mehr. Die Ende 2019 erworbene PFW-Gruppe hat mit zehn meldepflichtigen Unfällen in 2021 bei dieser Kennzahl noch deutlichen Nachholbedarf, ist aber auf einem guten Weg, die sehr hohen Standards der Unfallverhütung der TotalEnergies-Gruppe ebenfalls zu erreichen und damit die Anzahl der Arbeitsunfälle dauerhaft zu senken. Die normalerweise sehr hohe Liefertreue (= Prozentsatz der pünktlichen Kundenlieferungen) konnte nach dem pandemiebedingten starken Rückgang im Vorjahr in 2021 wieder deutlich verbessert werden über das Niveau von 2019. Bei den Kosten aufgrund von Qualitätsfehlern haben wir uns durch die endgültige Schließung der Produktion in Aachen nochmals deutlich verbessert, aber auch die Summe der Kosten in den übrigen Standorten konnte in 2021 gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert werden. In Bezug auf Nachhaltigkeit hat sich die globale Hutchinson-Gruppe als Teil des TotalEnergies Konzern dem ehrgeizigen Ziel verschrieben, bis zum Jahr 2050 die volle CO 2 Neutralität ("Scope 1-3") zu erreichen. Als Zwischenziel auf diesem Weg hat sich Hutchinson vorgenommen, bis 2030 die im eigenen Unternehmen freigesetzten CO 2 Mengen ("Scope 1") sowie die indirekt durch unsere Energielieferanten freigesetzten CO 2 Mengen ("Scope 2") um 50 % gegenüber den Mengen von 2019 zu reduzieren. Die Konzerngrundsätze sollen sowohl die Transparenz im Konzern erhöhen als auch Shareholder, Kunden, Lieferanten, Dienstleister, Nachunternehmer und andere betroffene Gruppen in die Lage versetzen, sich über unsere Aktivitäten bei der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung in komprimierter und verständlicher Form zu informieren. III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht Die PFW Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2022 nach zwei Jahren mit deutlichen Umsatzrückgängen ein Umsatzwachstum von 6 % auf 278 Mio. EUR. Auf der Ertragsseite konnte der operative Verlust dadurch deutlich vermindert werden. Die Aerospace Gruppe erzielte bei der KTN trotz der anstehenden Schließung nochmal einen Anstieg des Umsatzes um 7 Mio. EUR auf 27,5 Mio. EUR. Grund dafür sind Umsätze in Höhe von 11,9 Mio. EUR aus Werkzeugverkäufen (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR). Die OLUTEX realisierte einen geringfügig steigenden Umsatz von 26,8 Mio. EUR. Während dadurch bei der OLUTEX aufgrund gleichzeitig steigender Kosten das positive operative Ergebnis auf 0,4 Mio. EUR schrumpft, entwickelt sich bei der KTN das operative Ergebnis auf 5,5 Mio. EUR nach einem fast genauso hohen Verlust im Vorjahr. Im Bereich Defense & Mobility Systems konnte ein Umsatzwachstum von 11 % auf 23,3 Mio. EUR zusammen mit einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses erreicht werden. Von dem Ende 2020 erhaltenen langfristigen Großauftrag (Gesamtvolumen 23 Mio. EUR) realisierten wir im Rahmen der Anlaufkurve die ersten 2 Mio. EUR an Umsatzbeitrag. Gleichzeitig ergibt sich durch den Ausbruch des Ukraine Kriegs eine deutlich gestiegene Nachfragesituation. Der Großteil dieses Zusatzgeschäftes wird sich aber aufgrund der Vorlaufzeiten erst ab dem Jahr 2023 in den Umsätzen auswirken. Der Precision Sealing Systems Handelsbereich verzeichnete in 2022 aufgrund der zahlreichen Probleme unserer Kunden von Lieferketten, über Halbleitermangel bis zu sehr hohen Energiepreisen und Inflationsraten einen stagnierenden Umsatz von knapp 80 Mio. EUR. Das leicht positive Ergebnis des Vorjahres ist zwar rückläufig, wir bleiben in diesem Bereich aber in der Gewinnzone. Sowohl für den Bereich Body Sealing Systems als auch für den Bereich Fluid Management Systems konnten wir in 2022 wie im Vorjahr keine nennenswerten Produktumsätze mehr realisieren. Durch eine verbesserte Situation in den Schwesterwerken entwickeln sich aber die in den Dienstleistungsumsätzen enthaltenen Kommissionen positiv. Aufgrund der Auflösung von Rückstellungen erzielte der Bereich darüber hinaus einmalig einen positiven Ergebnisbeitrag von 1,7 Mio. EUR. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Umsatz für das Jahr 2022 in fast allen Bereichen mehr oder weniger stark wächst und in Summe um 28 Mio. EUR auf 455 Mio. EUR gestiegen ist. Bei der Budgetplanung Mitte des Vorjahres waren wir allerdings noch von deutlich höheren Zahlen ausgegangen. Aber speziell die PFW Gruppe sowie der Bereich Precision Sealing Systems konnten durch die problematische Gemengelage aus Pandemie und Ukraine-Krieg die ursprünglichen Ziele nicht erreichen. Das Betriebsergebnis konnte durch den Wegfall der KTN Schließungskosten (30 Mio. EUR) und der ergebniswirksamen Ausbuchung eines Großteils der Earn-Out Verbindlichkeit (20 Mio. EUR - vgl. Anhang 7.4. "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag") deutlich verbessert werden. Zusammen mit den geschilderten Verbesserungen in den operativen Bereichen konnte die Gruppe in 2022 endlich wieder ein positives Betriebsergebnis realisieren. Für das Jahr 2023 erwarten wir eine weitere Erholung in allen Bereichen. Die PFW Gruppe erwartet bei einem wieder auf über 330 Mio. EUR steigenden Umsatz gegenüber dem Berichtsjahr 2022 (+20 %) einen weiter deutlich reduzierten operativen Verlust - im Folgejahr, bei einer weiteren Normalisierung des Umsatzes rechnen wir dann auch wieder mit einem deutlich positiven operativen Ergebnis. Bei der Aerospace Gruppe erwartet die OLUTEX einen rund 10 % höheren Umsatz gegenüber 2022 mit einem überproportional steigenden positiven Ergebnis. Der Umsatz der KTN wird allerdings durch die Schließung Ende 2022 komplett wegfallen (-27,5 Mio. EUR). Für den Bereich Defense & Mobility Systems zeichnet sich ein sehr starkes Wachstum von 70 % auf 39 Mio. EUR Umsatz ab. Bei ausreichender Versorgung von Komponenten durch die Hutchinson Werke ist auch ein noch höheres Wachstum möglich. Parallel zu diesem Umsatzanstieg erwarten wir ein auf 2,5 Mio. EUR vervielfachtes operatives Ergebnis. Im Precision Sealing Systems Handelsbereich erwarten wir ein Umsatzwachstum von 9 % bei einem unveränderten Ergebnis. Insgesamt erwarten wir also für das Geschäftsjahr 2023 trotz der Schließung der KTN einen Umsatzanstieg um etwa 58 Mio. EUR im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022. Der wachsende Umsatz verbessert grundsätzlich die Ergebnissituation unserer verbleibenden Werke. Da sich aber gleichzeitig auf Ebene der Hutchinson Holding der Sondereffekt der ergebniswirksamen Ausbuchung von Earn-Out Verbindlichkeiten auf 4,4 Mio. EUR (in 2022 Ertrag von 20 Mio. EUR) deutlich reduziert, gehen wir insgesamt beim Betriebsergebnis von einem leichten Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 aus. Allerdings muss bei dieser Prognose auf die weiterhin schwere Planbarkeit, die sich teils sehr schnell ändernden Rahmenbedingungen und die zahlreichen Risiken hingewiesen werden (vgl. Kapitel III.2.1). Durch den vollen Rückhalt der TotalEnergies-Gruppe und die auch unter dem Punkt II.3.b "Finanzlage" erwähnten umfangreichen internen Kreditlinien, ist eine vollumfängliche Erfüllung sämtlicher finanzieller Verpflichtungen auch im Lichte des für 2022 und 2023 nochmal erwarteten leicht negativen Periodenergebnisse und der zahlreichen derzeitigen Planungsrisiken jederzeit gewährleistet. 2. Risikobericht 2.1 Allgemeine Risiken Der Hutchinson Holding GmbH Konzern verfügt über ein adäquates und wirksames Risiko- und Managementsystem. Das Risikomanagement ist die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken. Hierbei werden bestehende Risiken, wie technische Risiken, Beschaffungsrisiken für Materialien, Risiken des Warenverkehrs, Risiken aus Forderungsausfällen, Währungs- sowie Personalrisiken erfasst, analysiert und bewertet. Über die Risikosituation wird die Geschäftsführung regelmäßig informiert. Konjunkturbedingte Risiken werden durch unser Risikomanagement genauestens verfolgt. Auf Veränderungen, die sich auf die Auftrags- und Ertragslage des Unternehmens auswirken könnten, wird zeitnah durch entsprechende Maßnahmen reagiert. Dies gilt insbesondere auch für die aktuell aufgrund des Ukraine Krieges und seiner globalen Auswirkungen sehr volatile wirtschaftliche Gesamtsituation. Risiken im Bereich der Produkthaftung und Gewährleistungen sind durch Versicherungen im Rahmen des Gesamtkonzerns abgedeckt. Den jeweiligen verbleibenden Risiken bzw. Selbstbehalten wird durch entsprechende Rückstellungen Rechnung getragen. Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch ein aktives Forderungsmanagement Rechnung getragen. Hier ist die enge und zeitnahe Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, Auftragsabwicklung, Buchhaltung und Geschäftsführung von großer Bedeutung. Im Zuge der COVID-19 Pandemie hatten wir unser Augenmerk für dieses Risiko besonders verstärkt, da wir mit erhöhten Insolvenzgefahren speziell bei unseren kleinen und mittelgroßen Kunden im PSS Handelsbereich gerechnet haben. Zwar ist die Pandemie mittlerweile überwunden, aber dieses Risiko ist aufgrund der aktuell in quasi allen Bereichen stark steigenden Kosten verbunden mit mangelnder Verfügbarkeit vieler wichtiger Rohstoffe und Vorprodukte unverändert hoch und bedarf deshalb auch weiterhin höchster Aufmerksamkeit. Auf Hutchinson Seite begegnen wir diesen Beschaffungsrisiken durch weltweite Einkaufsaktivitäten sowie durch ständige Prüfung möglicher alternativer Produktionsverfahren, Einsatz von Ersatzrohstoffen und konsequenter Nutzung genereller Einsparpotentiale. Gleichzeitig sind wir im ständigen Dialog mit unseren Kunden zwecks Weitergabe der unvermeidlichen Kostensteigerungen. Als produzierendes Unternehmen besteht eine hohe Abhängigkeit von Lieferanten und deren Herstellungs- und Qualitätsstandards. Dem Risiko der von Kunden erwarteten Produktqualität nicht zu entsprechen und den sich daraus ergebenden Garantie-, Gewährleistungs- und Kulanzrisiken sowie möglichen Verlusten von Marktanteilen wird durch ein engmaschiges Netz von Qualitätskontrollen, insbesondere für technisch kritische Lieferanteile, entgegengewirkt. Die Unternehmen des Konsolidierungskreises sind nach ISO 9001, IATF 16949, DIN EN ISO 9100, DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Auch speziell bei unseren Schlüssellieferanten achten wir aufgrund der oben beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Risiken mehr denn je auf jegliche Anzeichen einer Insolvenzgefahr und nutzen dabei auch externe Ratinginformationen. Die Absicherung des Wechselkursrisikos im Tagesgeschäft für Transaktionen in US-Dollar erfolgt über den Zu- und Verkauf von Devisen auf Ziel oder Spot bei der TotalEnergies Treasury. Risiken für die künftige Geschäftsentwicklung sind auf der Absatzseite derzeit vor allem durch die schwierige zeitliche Vorhersagbarkeit geprägt. Die aktuellen Probleme bei den globalen Lieferketten gefährden zum einen unsere termingerechte Lieferfähigkeit, zum anderen führen sie aber auch immer wieder zu kurzfristigen Verschiebungen bei den Kundenabrufen. Unsere dargelegten Prognosen basieren auf der Annahme einer zwar kurzfristig volatilen, aber langfristig doch weitergehenden Erholung. Dies gilt insbesondere auch für die Luftfahrtbranche, nachdem die ganzen pandemiebedingten Restriktionen mittlerweile überwunden wurden. Dabei setzen wir auch darauf, dass die staatlichen Lenkungen (sowohl in Deutschland als auch der EU) weiter erfolgreich die Auswirkungen der Abkehr von russischen Energielieferungen für die Industrie und die Verbraucher abmildern. Es können aber selbst nach dem letztlich problemlosen Winter 2022/23 zukünftige Gasrationierungen oder massive Energiepreissteigerungen nicht komplett ausgeschlossen werden - diese hätten sehr negative Auswirkungen auf die prognostizierte Geschäftsentwicklung. Der durch die Energiekrise aktuell nochmal beschleunigte strukturelle Wandel in der weltweiten Automobilindustrie weg von reinen Verbrennungsmotoren hin zu hybriden und elektrifizierten Fahrzeugen stellt weiterhin eine zentrale Herausforderung an die Produktentwicklung und Reaktionsfähigkeit der Unternehmensgruppe dar. Die Hutchinson-Gruppe hat sich in diesem Bereich mit neuen Strukturen schlagkräftig aufgestellt, um die sich dadurch gleichzeitig auch ergebenden Chancen für neue Produkte und Geschäftsfelder weltweit voll zu nutzen. Infolge der Bereitstellung des Cash-Pools im Konzernbereich stehen dem Unternehmen jederzeit ausreichende Liquiditätsreserven zur Verfügung. Das Unternehmen nimmt nur im geringen Umfang externen Bankkredite für ausgewählte Sonderprojekte in Anspruch - entsprechende Positionen der Ende 2019 übernommenen PFW Gruppe werden analog den vertraglichen Möglichkeiten zurückgeführt. Durch die internationale Ausrichtung des Konzerns sind die einzelnen Gesellschaften auch unterschiedlichsten Risiken im Zusammenhang mit lokalem Wettbewerbsrecht, Personalrecht, Umweltrecht, Steuerrecht usw. sowie den entsprechenden Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Ergeben sich entsprechende Anzeichen in einzelnen Märkten, setzt das lokale Management in Abstimmung mit der Rechtsabteilung des Hutchinson S.A. Konzerns Anwaltskanzleien zur Vermeidung weitreichender Risiken für die Gruppe ein. Zum Zeitpunkt dieses Berichtes bestehen keine wesentlichen, nicht bilanzierten Rechtsstreitigkeiten. Darüber hinaus wird innerhalb der PFW Gruppe die politische Situation in der Türkei, dem Standort des gruppeneigenen Zulieferwerkes, stetig beobachtet und derzeit als nicht kritisch eingeschätzt. Der Konzern ist auf hoch qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Ihre Leistung ist für das weitere Wachstum und den Erfolg sehr wichtig. Wir konkurrieren dabei mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte bei gleichzeitigem Rückgang qualifizierter Bewerber. Um das Risiko zu mindern, nicht genügend geeignete Mitarbeiter zu identifizieren, einzustellen und sie an uns zu binden, setzen wir verschiedene Maßnahmen ein, mit denen wir unsere Attraktivität als potenzieller Arbeitgeber erhöhen. Die Gesellschaften der PFW Gruppe durchlaufen seit ihrer Akquisition durch die Hutchinson Holding in allen Bereichen eine Umstellung bzw. Angleichung ihres bis dato auf den Vorgaben des Airbus Konzerns basierenden umfassenden Risikomanagementsystems an das oben erläuterte System der TotalEnergies-Gruppe. Diese Umstellung ist mittlerweile weit vorangeschritten, aber noch nicht in allen Bereich abgeschlossen. Zusammenfassend sehen wir eine ungewöhnliche hohe Anzahl an erheblichen Risiken, noch dazu mit gegenseitigen Abhängigkeiten. Diesen besonderen Herausforderungen begegnen wir mit intensivem Risikomanagement auf allen Ebenen unseres Teilkonzerns und der vollen Unterstützung durch den TotalEnergies Gesamtkonzern. 2.2 Risiken für die Unternehmensliquidität Der Konzern befindet sich immer noch in einer angespannten Ertragssituation. Es wurden aber mit der erfolgten Schließung der FMS Produktion in Mannheim und des BSS Standortes in Aachen sowie der eingeleiteten Restrukturierung der Aerospace Gruppe incl. der Schließung der KTN Kunststofftechnik Nobitz GmbH die nötigen Maßnahmen in die Wege geleitet, um ab 2022 wieder positive Betriebsergebnisse zu erwirtschaften. Jeweils zum Ende eines Kalenderjahres wird zusammen mit TotalEnergies eine detaillierte Liquiditätsplanung erstellt, im Zuge derer allen Gesellschaften des deutschen Teilkonzerns ausreichende Kreditlinien verbindlich zur Verfügung gestellt werden, um im Folgejahr jederzeit sämtliche finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können. 3. Chancenbericht Es besteht die Chance, dass nach der nun überwundenen Corona Pandemie, der sich bis Anfang 2020 in einem langfristigen Wachstumstrend befundene Luftverkehrsmarkt nun rascher wieder erholt als derzeit von den Experten sowie unseren Großkunden Airbus und Boeing vorhergesagt. Des Weiteren ist trotz der derzeit eher ausweglos anmutenden Situation im Ukraine Krieg eine zeitnahe politische Lösung mit Unterstützung Chinas immer noch möglich. Eine nachhaltige Waffenruhe würde Lieferkettenprobleme und Inflationsdruck beruhigen und zu einem weltwirtschaftlichen Aufschwung führen. Für die Aerospace Gruppe ist der aktuelle Trend der Gewichtseinsparung positiv zu bewerten, denn hier sind bereits neue Produkte beim Kunden eingeführt worden. Das Ausrollen dieser Lösungen auf weitere Flugzeugprogramme bietet Chancen für weiteres Wachstum. Außerdem schreitet die Integration der PFW Gruppe mit der Aerospace Gruppe zügig voran und bietet uns die Möglichkeit noch weitere Synergien zu nutzen. Trotz der noch nicht komplett überwundenen Probleme im weltweiten Luftverkehrsmarkt sieht die PFW Gruppe unverändert gute Marktchancen für einen von der EASA genehmigten Herstellungsbetrieb wie PFW. Auf der Basis moderner Produktionsbedingungen, detaillierter Produkt- und Materialkenntnisse, ausgebildeter Mitarbeiter, rigiden Kostenmanagements sowie der Zugehörigkeit zu einer finanziell sehr robust aufgestellten Gruppe erarbeitet sich PFW neue Geschäftspotenziale hinsichtlich Produkte und Kunden. Dies wird auch durch die vielfältigen Synergien mit der globalen Hutchinson-Gruppe und die vollzogene Unabhängigkeit von Airbus noch unterstützt. Der Bereich Defense und Mobility Systems profitiert auch aktuell schon erheblich von der global verschärften Sicherheitslage. In Deutschland bieten die beschlossenen, aber bisher noch kaum beauftragten 100 Mrd. EUR Sondervermögen für die Ausstattung der Bundeswehr gute Möglichkeiten für zusätzliche Umsätze. Innerhalb der Hutchinson -Gruppe werden intensiv alle Möglichkeiten geprüft, wie bei unseren Schwesterwerken die Lieferfähigkeit unserer eingekauften Komponenten bestmöglich erhöht werden kann, um an den derzeitigen Wachstumspotentialen bei unseren Standardprodukten vollumfänglich partizipieren zu können. Außerdem bietet uns die gut gefüllte Pipeline Mannheimer Produktentwicklungen die Chance auf Einführung neuer Produkte mit einem höheren lokalen Wertschöpfungsanteil und damit höherer Marge. Zusammenfassend sehen wir uns dank unserer sowohl technologisch als auch wirtschaftlich im Konzernverbund gut aufgestellten Gesellschaften sehr gut in der Lage, die nach wie vor vielfältigen Chancen für ein langfristiges Wachstum unserer Geschäfte zu nutzen. Der deutsche Teilkonzern der Hutchinson Holding hat in den zurückliegenden Jahren die notwendigen, wenn auch schmerzlichen Restrukturierungsanpassungen unternommen, um als fester Bestandteil der starken TotalEnergies-Gruppe auch in der unverändert schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation zuversichtlich in die Zukunft zu schauen.
Mannheim, den 1. September 2023 Hutchinson Holding GmbH Michael Klein Arnaud Vaz |
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