SCA Hygiene Products SELiquidiert

85737 Ismaning, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 181458
Eingetragen
18.9.2009
Branche
Herstellung von Haushalts-, Hygiene- und Toilettenartikeln aus Zellstoff, Papier und PappeTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Rohholz, Holzhalbwaren und Bauelementen aus HolzGroßhandel mit Roh- und Schnittholz
Gegenstand
Leitung einer Gruppe von Unternehmen, insbesondere in Bereichen Holz, Zellstoff, Papier, einschließlich Hygienepapiere und Verbundprodukte jeglicher Art, als Hersteller, Verarbeiter oder Händler tätig sind sowie Handel, Dienstleistungen und Transporte, insbesondere im Zusammenhang mit vorgenannten Tätigkeiten, durchführen.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Bob Barbiaux
seit 16.7.2013
Prokura
Nils Lindholm
seit 24.1.2013
Vorstandsmitglied
Sune Lundin
seit 17.7.2012
Prokura
Karl Friedrich Gall
seit 17.7.2012
Prokura
Magnus Groth
seit 25.1.2012
Prokura
Hans-Georg Krämer
seit 24.6.2011
Prokura
Klaus Lay
seit 18.9.2009
Prokura
Prokura
Thomas Peter Wüst
seit 18.9.2009
Prokura
Günter Kaske
seit 18.9.2009
Vorstandsmitglied
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
16.66%

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCA Hygiene Products SE

München-Flughafen

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

GESCHÄFTSBERICHT 2011

Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA

Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, ist die Obergesellschaft eines börsennotierten internationalen Konzerns für Konsumgüter und Papierprodukte (SCA).

Der SCA-Konzern entwickelt, produziert und vermarktet Hygieneprodukte, Verpackungslösungen 1 , Druckpapiere und Holzmaterialien - durchgehend unter nachhaltigen Gesichtspunkten.

SCA beschäftigt weltweit rund 44.000 Mitarbeiter und vertreibt seine Produkte, darunter Weltmarken wie "TENA" und "TORK", in über 100 Ländern.

Der Konzernumsatz lag 2011 bei 11,7 Mrd. EUR.

Die SCA-Aktie wird an der Börse in Stockholm gehandelt.

1 Im Januar 2012 hat SCA veröffentlicht, den Geschäftsbereich Verpackungen zu veräußern (mit Ausnahme der Kraftliner-Fabriken Munksund und Obbola in Schweden). Die Veräußerung steht unter der aufschiebenden Bedingung der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden und ist Gegenstand interner Konsultationen mit den Arbeitnehmervertretungen. Der Abschluss des Verkaufs wird für das 2. Quartal 2012 erwartet.

Geschäftsbereiche Tissue und Personal Care

Überblick

Die Geschäftsbereiche Tissue und Personal Care der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden (SCA), in denen die SCA Hygiene Products SE, München, mit ihren Tochtergesellschaften (SCA Hygiene Products Konzern) tätig ist, erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2011 einen Gesamtumsatz von 63,9 Mrd. SEK (7,1 Mrd. EUR). Dabei ging der Umsatz bei Tissue 2011 um 2% auf 39,1 Mrd. SEK (4,3 Mrd. EUR) und bei Personal Care um 1% auf 24,8 Mrd. SEK (2,7 Mrd. EUR) zurück. In beiden Geschäftsbereichen sind insgesamt 26.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

SCA hat starke regionale Marken und Marken, die weltweit vertrieben werden.

Geschäftsbereich Tissue

Der Geschäftsbereich Tissue umfasst die Segmente Consumer Tissue und Away From Home (AFH) Tissueprodukte. Zu den lokalen Marken des Geschäftsfelds Consumer Tissue zählen z. B. "Zewa" in Deutschland und Österreich, "Tempo" und "Plenty" in vielen Ländern in Europa, "Velvet" und "Cushelle" in Großbritannien sowie "Edet" in Skandinavien und Benelux. "TORK" ist die Marke für AFH Tissueprodukte in Europa und Nordamerika.

Geschäftsbereich Personal Care

Im Geschäftsbereich Personal Care ist das Geschäft mit Inkontinenzprodukten, Produkten der Damenhygiene und Babywindeln zusammengefasst. Der Schwerpunkt liegt bei Inkontinenzprodukten, die weltweit unter der Marke "TENA" vertrieben werden. In den Bereichen Damenhygiene und Babywindeln hat SCA regionale Marken - "Libero" für Babywindeln und "Libresse" für Damenhygieneprodukte.

Markenstrategie

Auch in Zukunft setzt SCA auf die eigenen starken, überregionalen Marken "TENA" und "TORK". Im Bereich Consumer Tissue, Babywindeln und Damenhygiene liegt der Fokus auf der dualen Markenstrategie mit bekannten regionalen Eigenmarken und den Marken des Einzelhandels. Die Marke "Tempo" wird zunehmend als Dachmarke und zur Expansion in Europa genutzt. Die internationale Präsenz von SCA sowie das Profil der Markenprodukte bilden eine solide Basis für weiteres Wachstum und die Entwicklung der Lieferbeziehungen zu den großen internationalen Handelsketten.

Vertriebswege und Marktposition

SCA vertreibt die eigenen Markenprodukte über den Einzelhandel an private Haushalte (Endverbraucher), über Großhändler und im Direktvertrieb an Industrieunternehmen, Hotels und Restaurants, Drogerien, Krankenhäuser sowie andere Institutionen des Gesundheitswesens. Dabei werden im Vertrieb zunehmend auch elektronische Medien eingesetzt. SCA hat in Europa, Nordamerika und weltweit eine gefestigte Marktpräsenz.

Marktposition Europa Nordamerika Welt
Consumer Tissueprodukte Nr. 1 - Nr. 3
Away From Home Tissueprodukte Nr. 1 Nr. 3 Nr. 2
Inkontinenzprodukte Nr. 1 Nr. 3 Nr. 1
Babywindeln Nr. 3 - Nr. 4
Damenhygieneprodukte Nr. 3 - Nr. 5

Quelle: Geschäftsbericht 2011 der SCA AB, Stockholm/Schweden

Marktbezogene Stärken

Fortlaufende Marktanalyse

Neben der fortlaufenden Analyse der Markt- und Wettbewerbssituation spielt für SCA das Detailwissen über die Bedürfnisse der Kunden und Verbraucher eine immer größere Rolle für die Entwicklung und Optimierung von Produkten, Konzepten und Patenten. SCA bedient sich dazu des Einsatzes elektronischer Medien, wie z. B. von Internetportalen, die einen direkten Informationsaustausch mit dem Verbraucher ermöglichen.

Regionale Präsenz und globale Stärke

SCA folgt dem Prinzip des globalen Denkens bei gleichzeitig lokalem Handeln. So werden, auch aus Gründen der Kosteneffizienz, Produktions- und Transportressourcen möglichst marktnah (lokal) eingesetzt. Dennoch können in der weltweiten (globalen) Organisation des SCA-Konzerns Skaleneffekte genutzt und vorhandenes Know-how ausgetauscht werden. Dies geschieht insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung von Produkten, Produktkonzepten und Innovationen, bei Technologie, Markenentwicklung und bei Kunden- und Verbraucher-"Insight". Um diese Effekte auch geschäftsbereichsübergreifend nutzen zu können, hat SCA diese Themen zentral dem Geschäftsbereich Global Hygiene Category zugeordnet, der Tissue und Personal Care gleichermaßen unterstützt. Dieses bewährte Konzept der geschäftsbereichsübergreifenden Steuerung wird ab dem 1. Januar 2012 auf zwei weitere Funktionsbereiche übertragen: In Global Hygiene Supply werden Einkauf, Produktionsplanung, Logistik und Investitionen gebündelt, während Global Business Services die Koordination und Organisation aller Verwaltungsaufgaben übernimmt.

Nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung

Die Grundsätze der Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Verantwortung sind seit Langem Bestandteile der SCA-Kultur und spiegeln sich auch in den Produkten wider. SCA greift Umwelt- und soziale Themen aktiv auf, um langfristig Werte für Eigentümer und Gesellschaft zu schaffen. Der SCA-Verhaltenskodex Code of Conduct ist Leitfaden für das Handeln der Mitarbeiter und auch Teil des Lieferantenkodex von SCA, des Global Supplier Standard. Die Anstrengungen des SCA-Konzerns auf diesem Gebiet sind von Erfolg gekrönt. Alljährlich wird das Unternehmen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, die nachhaltiges Wirtschaften und ethisches Handeln von Unternehmen honorieren.

Produktionskapazität

Im Geschäftsbereich Tissue verfügt SCA weltweit über eine Produktionskapazität von 2,6 Mio. t Rohwatte. In Europa werden an 24 Standorten in elf Ländern 1,7 Mio. t produziert. Der größte europäische Standort ist Mannheim (279.000t), der größte außereuropäische Standort ist Menasha/USA (211.000t).

Tissuekapazität in 1.000 t
Europa 1.686
Nordamerika 519
Südamerika 312
Restliche Welt 114
Gesamt 2.631

Quelle: Geschäftsbericht 2011 der SCA AB, Stockholm/Schweden

Moderne Produktionsanlagen, die weitreichende Integration der Produktionsprozesse und die Skaleneffekte über die gesamte Wertschöpfungskette (Supply Chain) gewährleisten hohe Produktivität. Die Supply Chain wird mit Effizienzprogrammen einem ständigen Optimierungsprozess für bessere Kostenstrukturen und einen höheren Servicegrad unterzogen.

Der Geschäftsbereich Personal Care produziert Inkontinenz- und Damenhygieneprodukte sowie Babywindeln an 29 Standorten in 24 Ländern, u. a. in Schweden, in den Niederlanden, Polen, Russland, der Slowakei, in den USA, Kanada, Australien, Mexiko, Kolumbien. Die Standorte sind nach Kosten und Marktnähe auf die verschiedenen Produktgruppen ausgerichtet und werden durch den zentralen Bereich Forschung und Entwicklung sowie durch Investitionen in den Maschinenpark auf dem technologisch besten Stand gehalten.

Vorstand, Aufsichtsrat, Ausschüsse des Aufsichtsrats

Vorstand der SCA Hygiene Products SE

Günter Kaske, Oberaudorf

Vorsitzender des Vorstands

Walter Hirner, Mannheim

Vorstand und Arbeitsdirektor

Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products SE

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg, Riedering

Vorsitzender

Vorstandsvorsitzender der SCA Hygiene Products AG i. R.

Eccard Morlock, Ludwigshafen

Zweiter stellvertretender Vorsitzender

Geschäftsführer, EMC Consultants & Networks

Clive Bell * , Prudhoe/Vereinigtes Königreich

Vorsitzender des SCA-Gesamtbetriebsrats Vereinigtes Königreich

Jan Carlson, Täby/Schweden

Unternehmensjustiziar SCA AB

Nico Evers * , Borgercompagnie/Niederlande

Leiter Materialwirtschaft am SCA-Standort Hoogezand/Niederlande

Mischa Franz, Bobenheim-Roxheim

Leiter Finanzen des Geschäftsbereichs

SCA Consumer Goods Europe

Frank Gottselig * , Lampertheim

Erster stellvertretender Vorsitzender

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der

SCA Hygiene Products SE, München

Jan Friman, Sollentuna/Schweden

Leiter Konzernbereich Steuern SCA AB

Klaus Huth * , Kostheim

Vorsitzender des Betriebsrats der

SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden

Gordana Landen, Stockholm/Schweden

Leiterin Konzernbereich Personal SCA AB

Kurt Mayer * , Neusiedl/Österreich

Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats der

SCA Hygiene Products GmbH, Ortmann/Österreich

Detlef Stutter * , Karlsruhe

Bezirksleiter der

IG Bergbau, Chemie, Energie, Mannheim

* Arbeitnehmervertreter

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Prüfungsausschuss

Eccard Morlock

Vorsitzender

Mischa Franz

Stellvertretender Vorsitzender

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg

Frank Gottselig *

Detlef Stutter *

Personalausschuss

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg

Vorsitzender

Frank Gottselig *

Stellvertretender Vorsitzender

Gordana Landen

Kurt Mayer *

* Arbeitnehmervertreter

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2011 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage und der Entwicklung der Gesellschaft befasst und die Maßnahmen des Vorstands entsprechend der dem Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex zugewiesenen Aufgaben überwacht und begleitet.

Anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung regelmäßig überwacht, Fragen der strategischen und operativen Entwicklung der Gesellschaft und des SCA Hygiene Products Konzerns detailliert mit dem Vorstand erörtert und sich ausführlich mit den Geschäftsvorfällen beschäftigt, die seiner Zustimmung unterliegen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat quartalsweise schriftlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung unterrichtet. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden fortlaufend mündlich und schriftlich über wesentliche strategische und operative Einzelheiten unterrichtet gehalten. Die Überwachung der Geschäftsführung durch den Aufsichtsrat gab keinen Anlass zu Beanstandungen.

Im Geschäftsjahr 2011 trat der Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products SE zu fünf Sitzungen zusammen. Die Beschlussfassung über die Erweiterung der Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung am 30. Juni 2011, um die Anpassung des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der SCA Hygiene Products SE als herrschender Gesellschaft und der SCA Hygiene Products Holding GmbH, Oberding, als beherrschter Gesellschaft an gesetzliche Veränderungen, erfolgte im schriftlichen Verfahren. Im Geschäftsjahr 2011 hat kein Mitglied des Aufsichtsrats an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products SE teilgenommen. Die durchschnittliche Präsenzquote der Aufsichtsratsmitglieder je Sitzung betrug 97%.

Der Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products SE hat zwei Ausschüsse gebildet; einen Personalausschuss, der sich aus jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammensetzt, sowie einen Prüfungsausschuss, der sich aus drei Vertretern der Anteilseigner und zwei Vertretern der Arbeitnehmer zusammensetzt.

Der Personalausschuss hat am 16. Februar, 31. August und 22. November 2011 getagt. Gegenstände der Sitzungen waren im Wesentlichen die Wiederbestellung der Vorstandsmitglieder sowie die Überprüfung der Gesamtvergütung des Vorstands einschließlich des Vergütungssystems.

Der Prüfungsausschuss trat 2011 viermal zusammen - am 27. April, 16. Mai, 23. August und am 15. November. Zusätzlich fand am 2. Dezember 2011 eine Telefonkonferenz statt. In der Sitzung am 27. April bereitete der Ausschuss bei Anwesenheit der Abschlussprüfer die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses 2010 durch den Aufsichtsrat vor. Er prüfte ferner den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands, verständigte sich auf eine Empfehlung an den Aufsichtsrat für die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011 und stimmte der geplanten Honorarvereinbarung zu. In den übrigen Sitzungen wurden die Zwischenmitteilungen zum 1. und 2. Halbjahr 2011 und der Halbjahresfinanzbericht mit dem Vorstand erörtert. Ziel war die Unterstützung des Abschlussprüfers durch Anregungen für Prüfungsschwerpunkte. Am 23. April 2012 befasste sich der Prüfungsausschuss mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2011. In Anwesenheit der Abschlussprüfer wurden die Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und die Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vorbereitet, der Gewinnverwendungsvorschlag geprüft, die Empfehlung an den Aufsichtsrat für die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2012 formuliert und dem Entwurf der Honorarvereinbarung zugestimmt.

Der Aufsichtsrat hat in jeder seiner Sitzungen die vom Vorstand erstatteten mündlichen und schriftlichen Berichte eingehend erörtert und geprüft und die Entwicklung des Geschäftsverlaufs mit ihm diskutiert. Für zusätzliche Prüfungsmaßnahmen, etwa durch Einsichtnahme in die Unterlagen der Gesellschaft, bestand danach aus Sicht des Aufsichtsrats kein Anlass.

Schwerpunkte der Beratungstätigkeit im Aufsichtsrat waren 2011 die Entwicklung der Rohstoffpreise, das Monitoring der Preisentwicklung der eigenen Produkte, eine kritische Bewertung des Investitionsprogramms 2010 sowie die Planung und Ergebnisvorschau für das Geschäftsjahr 2011. Zusätzlich hat der Vorstand veranlasst, dass dem Aufsichtsrat in den Sitzungen Sonderberichte über die Geschäftsentwicklung in den Niederlanden und Russland, einschließlich der zugrunde liegenden Strategien, die Situation auf dem Holzmarkt, die Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeit und die Lieferkette im Geschäftsbereich Personal Care erstattet wurden.

In der Sitzung am 17. Februar 2011 hat der Aufsichtsrat das Vergütungssystem für den Vorstand geprüft und auf Vorschlag des Personalausschusses beschlossen sowie -ebenfalls auf Vorschlag des Personalausschusses - die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder ab 1. Januar 2011 festgesetzt. Weitere Beratungsschwerpunkte in dieser Sitzung waren der vorläufige Jahresabschluss 2010 der SCA Hygiene Products SE und der aktuelle Stand der Jahresabschlussprüfung sowie die Jahresplanung 2011. Darüber hinaus hat der Datenschutzbeauftragte über das Risikomanagement-System, den Compliance-Status im Konzern und die interne Revision berichtet. Der Vorstand hat bei dieser Gelegenheit die Maßnahmen erläutert, die er zur Systemprüfung ergriffen hat.

In der Bilanzsitzung am 28. April 2011 hat der Aufsichtsrat in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer und auf Basis der unterzeichneten Prüfberichte den Jahresabschluss der SCA Hygiene Products SE für das Geschäftsjahr 2010 festgestellt, den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 gebilligt und dem zusammengefassten Lagebericht und dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt sowie den im Entwurf vorliegenden Aufsichtsratsbericht verabschiedet. Ferner wurde die Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. Juni 2011 beschlossen. In dieser Sitzung hat der Aufsichtsrat auch die Großinvestitionen in Tissuemaschinen an den Standorten Kostheim und Sovetsk/Russland intensiv beraten und freigegeben. Des Weiteren erfolgte die Beschlussfassung zur planmäßigen Refinanzierung der US-Aktivitäten.

In der Aufsichtsratssitzung am 30. Juni 2011 vor der Hauptversammlung berichtete der Vorstand über den Antrag eines Aktionärs an das Landgericht München I, einen Sonderprüfer gemäß §§ 142 bzw. 315 Aktiengesetz zu bestellen. Der Aufsichtsrat hat sich der Argumentation des Vorstands, basierend auf der Empfehlung einer renommierten externen Rechtsberatung, angeschlossen, dem Antrag zu widersprechen.

In der Sitzung am 1. September 2011, die im Werk Hoogezand/Niederlande stattfand, stellte der Vorstand die wesentlichen Aussagen des Halbjahresfinanzberichts 2011 dar, den er zuvor mit dem Prüfungsausschuss erörtert hatte. Außerdem berichtete der Vorstand detailliert über die Entwicklung der Holzeinkaufsgruppe THOSCA. Zur Strukturverbesserung und zur Erzielung einer höheren Wirtschaftlichkeit wurde der Ausgliederung des Vertriebs für Consumer Tissue- und Personal Care-Produkte der SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, in eine neu zu gründende Vertriebsgesellschaft zugestimmt. Auf Vorschlag des Personalausschusses hat der Aufsichtsrat die Herren Kaske und Hirner zu Mitgliedern des Vorstands wiederbestellt. In der gleichen Sitzung wurde Herr Kaske zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt und Herr Hirner mit der Zuständigkeit für den Bereich "Arbeit und Soziales" betraut. Herr Hirner führt die Bezeichnung "Arbeitsdirektor".

Schwerpunkt der Sitzung am 23. November 2011 war die Marktposition der Gesellschaft in Russland, die dortige strategische Ausrichtung und die aktuelle Finanz- und Geschäftsplanung. Der Aufsichtsrat stimmte der Abgabe einer Patronatserklärung der SCA Hygiene Products SE über rund 27 Mio. EUR für Maschinenlieferungen an ihre Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products Russia LLC, Moskau/Russland, zu. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung zwei konzerninternen Maßnahmen zur Verbesserung der Gruppenstruktur zugestimmt: 94% der Geschäftsanteile an der GSW Süddeutsche Wohnungsgesellschaft mbH, Mannheim, werden von der SCA Hygiene Products SE an den SCA Vorsorge-Treuhand e. V., Ismaning, verkauft; SCA/PWA Alpha Holding BV, Amsterdam/Niederlande, die keine aktive Geschäftstätigkeit ausübt, wird auf die Clearwill Holding BV, Amsterdam/Niederlande, verschmolzen. Weitere Beratungsschwerpunkte waren der Stand der Zwischenprüfung zum 30. September 2011 als vorbereitende Maßnahme auf den Jahresabschluss, das von der Muttergesellschaft abgegebene Übernahmeangebot für die europäischen Tissueaktivitäten des nordamerikanischen Konzerns Georgia-Pacific und damit zusammenhängende geplante Änderungen in der Aufbauorganisation der Geschäftsbereiche.

In der Aufsichtsratssitzung am 7. März 2012 hat der Aufsichtsrat den vorläufigen Jahresabschluss 2011 der SCA Hygiene Products SE und den aktuellen Stand der Jahresabschlussprüfung sowie die Jahresplanung 2012 beraten. Darüber hinaus hat der Datenschutzbeauftragte seinen jährlichen Risikobericht erstattet und der Vorstand die Maßnahmen erläutert, die er zur Prüfung des Risikomanagement-Systems und der internen Revision ergriffen hat.

Die Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 hatte die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 gewählt. Der Abschlussprüfer hat die Jahresabschlüsse der SCA Hygiene Products SE und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2011 sowie den zusammengefassten Lagebericht der SCA Hygiene Products SE und des Konzerns unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer das Risikomanagement-System beurteilt und festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden für die Bilanzsitzung am 30. April 2012 die Jahresabschlüsse der SCA Hygiene Products SE und des Konzerns sowie der zusammengefasste Lagebericht und die unterzeichneten Prüfberichte rechtzeitig zugestellt. Der Vorstand hat die Unterlagen in der Bilanzsitzung zusätzlich mündlich erläutert. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat den Aufsichtsrat detailliert über die Beratungen und Entschließungen des Prüfungsausschusses vom 23. April 2012 informiert. Die Wirtschaftsprüfer haben in der Bilanzsitzung umfassend über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die Prüfberichte entsprachen den gesetzlichen Anforderungen aus §§ 317, 321 Handelsgesetzbuch und enthielten keine Hinweise nach § 321 Abs. 1 Satz 3 Handelsgesetzbuch.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der SCA Hygiene Products SE, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns auch seinerseits eingehend geprüft und sich mit den ihm vorgelegten Unterlagen intensiv auseinandergesetzt. Er hat das Ergebnis seiner Prüfung mit Vorstand und Wirtschaftsprüfern detailliert diskutiert und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat teilt die Auffassung des Vorstands, wie sie in den aufgestellten Abschlüssen der SCA Hygiene Products SE und des Konzerns und im zusammengefassten Lagebericht zum Ausdruck kommt. Er hat dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Abschlussprüfer zugestimmt und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der SCA Hygiene Products SE sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands, der eine Dividende in Höhe von 15,15 EUR je Aktie vorsieht, diskutiert und diesem zugestimmt. Dies entspricht der Garantiedividende von 16,20 EUR brutto, abzüglich der derzeitigen Körperschaftssteuerbelastung bezogen auf 41% des Bruttoausgleichs.

Dem Vorstand, dem Management, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SCA Hygiene Products SE und der mit ihr verbundenen Unternehmen gilt der besondere Dank des Aufsichtsrats für die erfolgreiche, engagierte Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

München, 30. April 2012

Der Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products SE

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg, Vorsitzender

Zusammengefasster Lagebericht des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011

Geschäftsverlauf, Lage sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der SCA Hygiene Products SE und ihrer Beteiligungsgesellschaften sind gleichgelagert, weil SCA Hygiene Products SE als Managementholding tätig ist. Daher wurden die Lageberichte der SCA Hygiene Products SE und des SCA Hygiene Products Konzerns wie in den Vorjahren zusammengefasst. Über Unterschiede wird gesondert berichtet.

SCA Hygiene Products SE ist aufgrund eines mit der SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, bestehenden Beherrschungsvertrags eng in den SCA-Konzern (SCA) eingebunden. Obergesellschaft des SCA-Konzerns ist die Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden.

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Lage

Die Staatsschulden- und Finanzmarktkrise, insbesondere in Europa, war 2011 das beherrschende Thema. Die Einschätzungen bezüglich einer Lösung differierten im Jahresverlauf erheblich, was u. a. in stark schwankenden Börsenkursen seinen Niederschlag fand. Trotzdem war auch im Jahr 2011 eine Erholung der Weltwirtschaft zu beobachten. Die Veränderungen des Bruttoinlandsprodukts lagen in Deutschland bei 3,0%, in der Euro-Zone bei 1,5% und in den USA bei 1,7% im Vergleich zum Vorjahr. Auch für 2012 wird von den meisten Experten für Deutschland und die USA Wachstum erwartet. Bedingt durch die Schwäche einiger europäischer Staaten erscheint es jedoch ungewiss, ob nach Ablauf des Jahres auch für die Euro-Zone eine positive Veränderung zu verzeichnen sein wird.

Beschaffungsmarkt

Der SCA Hygiene Products Konzern ist auf der Beschaffungsseite insbesondere von der Entwicklung des Zellstoff- und Altpapiermarkts betroffen, da die Produkte des Konzerns im Wesentlichen aus diesen Faserstoffen bestehen. Hinzu kommt die Bedeutung des Energiemarkts für Gas, Strom, Öl und die Transportkosten sowie die Kosten der erdölbasierten Rohmaterialen für die Windelherstellung. Für die eigene Zellstofferzeugung ist der Holzmarkt maßgeblich.

Infolge der hohen Marktnachfrage überstieg der in US-Dollar notierte Preis für Nadelsulfatzellstoff bis Mitte des Jahres 2011 das bereits zum Jahresende 2010 hohe Preisniveau deutlich. Im Zuge der sich daran anschließenden Anpassung der Kapazitäten der Anbieter, fiel der Preis in der zweiten Jahreshälfte. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum kam es zu einer Preissteigerung von durchschnittlich 3%.

Auch der Altpapierpreis war zum Ende des Jahres, ausgehend von einem sehr hohen Niveau, rückläufig. Im Jahresvergleich betrug die durchschnittliche Kostenmehrbelastung 13%.

Bei den für die energieintensive Papierbranche besonders wichtigen Preisen für Öl und Gas war auch 2011 eine deutliche Verteuerung zu beobachten. Das Barrel Rohöl der Sorte Brent wurde 2011 mit durchschnittlich 111 USD gehandelt. Damit lag es um 40% über dem Vorjahr (79 USD). Einerseits haben die schnell wachsenden Volkswirtschaften Asiens mit ihrer hohen Nachfrage maßgeblich dazu beigetragen. Andererseits kam es zu Marktverwerfungen infolge der politischen Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten. Die Gasnotierungen in Europa folgen bei Langfristverträgen mit Ölpreisbindung normalerweise den Preisentwicklungen am Ölmarkt mit einer Zeitverzögerung. Aufgrund der zunehmend kurzfristigen Handelsgeschäfte richten sich die Gashandelsmärkte jedoch zunehmend an ölpreisunabhängigen Spotnotierungen aus. Gasimporte waren 2011 in Summe 26% teurer als im Vorjahr. Gegenüber dem Jahr 2010 kam es im SCA Hygiene Products Konzern 2011 zu einer Kostenerhöhung von rund 2%; dieser moderate Anstieg ist insbesondere auf Preissicherungsgeschäfte von SCA zurückzuführen.

Der Holzpreis, der für das SCA-Zellstoffwerk in Mannheim von großer Wichtigkeit ist, stieg auch 2011 weiter an. Dies führte zu einer durchschnittlichen Mehrbelastung von 7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die stark gestiegene Nachfrage nach Holz für die Energieerzeugung zurückzuführen.

Geschäftsentwicklung

Geschäftsjahr 2011

Im Jahr 2011 war das Geschäft in Europa und Nordamerika durch die anhaltende Konjunkturerholung bei bis Mitte des Jahres stark steigenden Rohstoffkosten geprägt. In diesem Umfeld hat sich das SCA-Geschäft mit Hygieneprodukten für den täglichen Bedarf gut behauptet. Aufgrund der Situation an den Rohstoffmärkten und den damit einhergehenden Anpassungen der Verkaufspreise sowie der guten Nachfrage, konnte SCA sowohl Absatz als auch Umsatz in allen Produktkategorien, außer bei Damenhygieneprodukten, steigern.

Umsatz

Der Umsatz des SCA Hygiene Products Konzerns überschritt 2011 erstmals die 4-Milliarden-Marke und lag bei 4.006 Mio. EUR (2010: 3.861 Mio. EUR). Der Umsatzanstieg betrug 3,7%. Negative Währungskurseffekte in Höhe von 1,6% wirkten umsatzmindernd. Die Umsätze in Polen und Russland wuchsen gegenüber dem Vorjahr währungsbereinigt um 31% bzw. 16%.

Ergebnis - Konzern

Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) lag 2011 infolge der Belastung durch gestiegene Rohstoffkosten bei 257 Mio. EUR (2010: 292 Mio. EUR) und damit um 35 Mio. EUR unter dem des Vorjahres. Die Anhebung der Verkaufspreise während des Jahres 2011 konnte die hohen Belastungen infolge der, insbesondere während des 1. Halbjahres, stark gestiegenen Rohstoffkosten nicht kompensieren.

Das Finanzergebnis des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr von -34 Mio. EUR auf -22 Mio. EUR verbessert. Hierzu hat insbesondere die Marktbewertung eines US-Dollar-Forward-Kontrakts zur Währungsabsicherung beigetragen.

Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern lag 2011 mit 244 Mio. EUR um 13 Mio. EUR unter dem Ergebnis des Vorjahres (2010: 257 Mio. EUR). Nach Abzug der Ertragsteuerbelastung von 57 Mio. EUR, betrug der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2011 rund 187 Mio. EUR (2010: 168 Mio. EUR).

Ergebnis - SCA Hygiene Products SE

Der handelsrechtliche Jahresüberschuss der SCA Hygiene Products SE (Muttergesellschaft) betrug 110,3 Mio. EUR (2010: 107,5 Mio. EUR).

Dividende

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der SCA Hygiene Products SE von 107,4 Mio. EUR zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 15,15 EUR je Aktie zu verwenden.

Finanz- und Vermögenslage

Kapitalflussrechnung

Der SCA Hygiene Products Konzern erzielte einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 333 Mio. EUR (2010: 387 Mio. EUR). Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Berichtsjahr 2011 im Vergleich zur Vorperiode ein weiterer Aufbau des Working Capital (+19 Mio. EUR) zu verzeichnen war, der sich aus dem umsatzinduzierten Anstieg der Forderungen und dem Preisanstieg bei den Rohstoffen ergab.

Die Nettoverschuldung des Konzerns, bestehend aus Finanzanlagen, flüssigen Mitteln, Fair-Value-Derivaten, Finanzschulden, Pensionsrückstellungen und aktivischen und passivischen Zinsabgrenzungen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 25 Mio. EUR auf 448 Mio. EUR.

SCA Hygiene Products SE (Muttergesellschaft) erzielte einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von -16 Mio. EUR (2010: 66 Mio. EUR).

Bilanzstruktur - Konzern

Die Bilanzsumme von 3.876 Mio. EUR lag am 31. Dezember 2011 um rund 10% über dem Vorjahr.

Bilanzstruktur des Konzerns zum 31.12.

Mio. EUR 2011 2010
Langfristiges Vermögen 2.550 2.291
Kurzfristiges Vermögen 1 1.326 1.220
Bilanzsumme 3.876 3.511
Eigenkapital 1.750 1.698
Langfristige Verbindlichkeiten 665 282
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.461 1.531

1 Inklusive zum Verkauf vorgesehener Vermögenswerte

Die Eigenkapitalquote ging infolge der gestiegenen Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr auf 45% zurück (2010: 48%). Das langfristig gebundene Vermögen war zu 95% (2010: 86%) durch langfristiges Kapital finanziert. Hervorzuheben ist der Anstieg des Sachanlagevermögens infolge der Investitionen. Die Bilanzkennzahlen sind weiterhin solide.

Bilanzstruktur - SCA Hygiene Products SE

Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2011 auf 1.020 Mio. EUR (2010: 1.017 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote sank durch die gestiegene Bilanzsumme von 53% auf 50%.

Bilanzstruktur SCA Hygiene Products SE zum 31.12.

Mio. EUR 2011 2010
Anlagevermögen 1.461 1.394
Umlaufvermögen 592 523
Aktive latente Steuern 4 0
Aktiver Unterschiedsbetrag 2 17
Bilanzsumme 2.059 1.934
Eigenkapital 1.020 1.017
Rückstellungen 11 16
Verbindlichkeiten 1.028 899
Passive latente Steuern 0 2

Investitionen

Der SCA Hygiene Products Konzern hat 2011 220 Mio. EUR (2010: 166 Mio. EUR) in das Sachanlagevermögen investiert. Die Investitionen liegen deutlich über den Abschreibungen für Sachanlagen in Höhe von 155 Mio. EUR.

Im Geschäftsbereich Tissue hat SCA 62 Mio. EUR in Deutschland, insbesondere an den Standorten Mannheim und Kostheim, investiert. Im Vordergrund standen dabei die Beschaffung von neuen Verarbeitungsmaschinen sowie der Umbau einer Wattemaschine. Das Investitionsvolumen in den USA betrug 44 Mio. EUR für neue Anlagen zur Produktion von Servietten und Umbauten bestehender Anlagen. Für Erweiterungsmaßnahmen infolge ausgelasteter Kapazitäten wurden in Russland 30 Mio. EUR verausgabt. In Großbritannien betrug das Investitionsvolumen 14 Mio. EUR.

Im Bereich Personal Care hat SCA 20 Mio. EUR in den Aufbau des Produktionsstandorts Veniov/Russland investiert. Für die Erweiterung der Kapazität des Werks Olawa/Polen, das wie das Werk Veniov auf die Produktion von Babywindeln und Inkontinenzprodukten ausgerichtet ist, wurden 25 Mio. EUR investiert. Hinzu kamen Erweiterungsmaßnahmen in den Niederlanden mit 11 Mio. EUR.

Finanzierung

Die verzinsliche Nettoverschuldung des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2011 rund 448 Mio. EUR (2010: 423 Mio. EUR). Das Konzerneigenkapital betrug 1.750 Mio. EUR (2010: 1.698 Mio. EUR) bei einer Eigenkapitalquote von 45% (2010: 48%). Damit lag die Nettoverschuldung in Relation zum Konzerneigenkapital bei 26% (2010: 25%).

Der SCA Hygiene Products Konzern ist eng eingebunden in den schwedischen Mutterkonzern SCA AB. SCA Hygiene Products SE und ihre Tochtergesellschaften finanzieren sich überwiegend bei der SCA Capital NV, Diegem/Belgien, und der AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, den Finanzierungsgesellschaften der SCA AB, zu marktüblichen Konditionen. Lediglich 6% der Finanzschulden des SCA Hygiene Products Konzerns wurden extern aufgenommen. SCA AB hat ein Rating von Baa1/BBB+ (langfristig) und P2/A2 (kurzfristig) von Moody's und Standard & Poor's. SCA AB weist zum 31. Dezember 2011 im Konzern ein Eigenkapital von 61,3 Mrd. SEK, eine Eigenkapitalquote von 44% und eine Nettoverschuldung von 37 Mrd. SEK aus, die in Relation zum Eigenkapital bei 60% liegt.

SCA Hygiene Products SE erwartet unter den gegebenen Umständen keine Beeinträchtigungen in der Finanzierung der Unternehmensaktivitäten, die weitgehend durch die SCA Capital NV, Diegem/Belgien, und die AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, erfolgt.

Leistungsindikatoren

Der Operating Surplus (Ergebnis vor Abschreibungen, Wertminderungen, Finanzergebnis und Ertragsteuern) im Konzern betrug im Geschäftsjahr 434 Mio. EUR (2010: 481 Mio. EUR). Die Marge (Operating Surplus im Verhältnis zum Umsatz) ging auf 10,8% zurück (2010: 12,0%).

Der Operating Profit (Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern) im Konzern betrug im Geschäftsjahr 257 Mio. EUR (2010: 292 Mio. EUR). Die Marge (Operating Profit im Verhältnis zum Umsatz) sank auf 6,4% (2010: 7,6%).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2011 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für SCA Hygiene Products SE von wesentlicher Bedeutung sind.

Ausblick und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Im April 2012 ist noch nicht absehbar, wie sich die Märkte angesichts der noch nicht gelösten Schuldenkrise in Europa und Nordamerika entwickeln werden. Der Preis für Zellstoff, einer der wichtigsten Rohstoffe, hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2011 rückläufig entwickelt, nachdem er Mitte des Jahres mit Übersteigen der Marke von 1.000 USD/t einen neuen Höchststand erreicht hatte. Die Energiemärkte sind infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs sowie einiger Spekulationstendenzen in Bewegung geraten und tendieren dazu, auch 2012 weiter anzusteigen.

Trotzdem ist der Blick auf die Jahre 2012 und 2013 bei SCA von verhaltenem Optimismus geprägt. Das Produktsortiment für Consumer Tissue und Personal Care umfasst Produkte des täglichen Bedarfs der Konsumenten, der zumindest im Volumen weitgehend konjunkturunabhängig ist. Auch werden die Anstrengungen beim Warengruppen-Management, bei Innovationen im Produktprogramm und im Service das Angebot des SCA Hygiene Products Konzerns erneut verbessern und die Marktposition stärken. Die neue, seit dem 1. Januar 2012 gültige, noch besser an der Kundenstruktur ausgerichtete Aufbauorganisation des SCA-Konzerns wird diese Tendenz verstärken.

Die Entwicklung der Kosten für Zellstoff, Altpapier und Energie ist 2012 schwer prognostizierbar. Die Kostenbelastung aus den Rohstoffpreisen stellt langfristig eine Herausforderung für die gesamte Branche dar. Entscheidend wird sein, inwieweit die gestiegenen Rohstoffkosten an den Markt weitergegeben werden können.

Vor diesem Hintergrund erwartet SCA Hygiene Products im Zeitraum 2012 bis 2013 eine stabile Entwicklung des operativen Ergebnisses, das jedoch temporär unter dem Ergebnisniveau des Jahres 2011 liegen kann.

Segmentinformationen

Geschäftsbereich Tissue

Das Sortiment von Consumer Tissue umfasst Toilettenpapiere, Haushaltsrollen, Taschentücher, Gesichtstücher und Servietten. Der Bereich Tissue für Großabnehmer -Away From Home (AFH) - bietet komplette Hygienelösungen mit Papierhandtüchern, Toilettenpapieren, Servietten, Gesichtstüchern und Spendersystemen für Hotels, Restaurants, Catering, Industrie und Institutionen an.

Im November 2011 machte SCA ein Übernahmeangebot für die europäischen Tissueaktivitäten von Georgia-Pacific. Der Vollzug des Übernahmeangebots steht unter der aufschiebenden Bedingung der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Diese vorausgesetzt, sehen die Planungen vor, die Akquisition innerhalb des 2. Quartals 2012 abzuschließen.

Georgia-Pacific ist europaweit in den Segmenten AFH Tissue und Consumer Tissue tätig. Das Produktsortiment wird insbesondere unter der gut bekannten Marke "Lotus" vertrieben. Das jährliche Umsatzvolumen beträgt ca. 12 Mrd. SEK (ca. 1,3 Mrd. EUR).

Strategie

SCA ist weltweit der drittgrößte und in Europa der größte Anbieter von Tissueprodukten. Basis der Unternehmensstrategie sind der "Insight" - das exzellente Wissen über den Markt und die Bedürfnisse von Kunden und Konsumenten -, eine hohe Innovationsrate und effiziente Wertschöpfungskette. SCA hält die Investitionen in Innovation und Produktentwicklung auf einem hohen Niveau, mit besonderem Fokus auf Produktvielfalt, Stärke, Weichheit und Saugkraft von Hygieneprodukten. Strategische Schwerpunkte sind:

Laufende Analyse von Verbraucher- und Kundenbedürfnissen, um Innovation, Produktentwicklung und Marketing eng am Markt auszurichten

Entwicklung der Markenposition im Consumer Tissuegeschäft in Europa auf Basis von Markenplattformen

Angebot einer Auswahl an stetig verbesserten Handelsmarken

Stärkung der globalen Markenplattform "TORK" und Generierung von Wachstum im AFH Geschäft

Stärkung der Präsenz in den Wachstumsmärkten

Nutzung des Marktpotenzials von SCA als eines der führenden Unternehmen mit nachhaltigen und umweltfreundlichen Produkten

Erweiterung der Fertigungskapazität

2011 wurde entschieden, am Standort Kostheim die Produktionskapazität zur Herstellung qualitativ hochwertiger AFH Tissueprodukte zu erhöhen. Eine Tissuemaschine mit einer jährlichen Kapazität von rund 60.000t und die dazugehörige Infrastruktur werden voraussichtlich 2013 in Betrieb genommen.

Um die Nachfrage im stark wachsenden osteuropäischen Markt bedienen zu können, werden ebenfalls bis voraussichtlich 2013 eine Tissuemaschine mit einer jährlichen Kapazität von rund 60.000 t, mehrere Verarbeitungsmaschinen und die dazugehörige Infrastruktur am Standort Sovetsk/Russland (Region Moskau) in Betrieb genommen.

Consumer Tissue

Weltweit werden Consumer Tissueprodukte mit einem Wert von 33 Mrd. EUR hergestellt. Auf Europa und Nordamerika entfallen dabei Anteile von 25% und knapp 30%. Das Marktwachstum beträgt in Europa durchschnittlich 3% jährlich. In Nordamerika liegt dieser Wert bei 2%. Osteuropa weist infolge steigender Einkommen und einer zunehmend wachsenden Nutzung von Tissueprodukten deutlich höhere Wachstumsraten auf.

Mit einem Marktanteil von 25% ist SCA Marktführer bei Consumer Tissueprodukten in Europa. SCA hat mit den Marken "Tempo", "Plenty" und "Zewa" in vielen Ländern Europas, mit der Marke "Edet" in Skandinavien und den Niederlanden und mit den Marken "Velvet" und "Cushelle" in Großbritannien eine starke, regionale Präsenz. Mit "Zewa" hat SCA in Osteuropa und insbesondere in Russland eine führende Position inne.

Auch bei den Handelsmarken ist SCA größter Anbieter in Europa, mit starken Positionen in den meisten europäischen Märkten.

Marktanteile

Consumer Tissue Europa
SCA 25%
Sofidel 12%
Kimberly-Clark 11%
Georgia-Pacific 10%
Andere 42%

Quelle: Geschäftsbericht 2011 der SCA AB, Stockholm/Schweden

Der starke Wettbewerb bei den Herstellern und bei den Abnehmern, dem Einzelhandel, hielt 2011 an. SCA konzentriert die Ressourcen insbesondere auf Kundenorientierung, Innovation sowie Produktentwicklung und bietet den Einzelhändlern weiterhin ein komplettes Sortiment in höchster Produktqualität mit SCA-Marken und mit Handelsmarken an. Hinzu kommt ein Voll-Service-Angebot, das nicht nur Herstellung und Lieferung, sondern als Service-Kooperation auch Aspekte wie Design, Produktentwicklung, Sortiment, Marketing und Logistik umfasst.

Für den Consumer Tissuemarkt in Europa hat SCA die neue Markenplattform weiterentwickelt, mit dem Ziel, den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden noch besser zu entsprechen, um damit bestehende Marken zu stärken. Dies geschieht durch die weitere Straffung des Markenportfolios und einer Markendifferenzierung innerhalb der Produktgruppen "Körperhygiene" und "Objekthygiene". Eine kleinere Anzahl starker Marken ermöglicht die Fokussierung auf bestimmte Innovationsprojekte und führt zu effizienter genutzten Investitionsausgaben. Derzeit werden 60% der SCA Consumer Tissueprodukte in Europa unter eigenen Marken, die übrigen 40% unter Handelsmarken verkauft.

Die Nachfrage nach Consumer Tissueprodukten war 2011 zufriedenstellend. Die stark gestiegenen Rohstoffkosten wirkten sich in der ersten Jahreshälfte deutlich negativ auf das Ergebnis aus. Umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen, Anpassungen der SCA-Verkaufspreise sowie rückläufige Rohstoffkostenpreise verbesserten das Ergebnis jedoch in der zweiten Jahreshälfte.

AFH Tissueprodukte

Der Weltmarkt für AFH Tissueprodukte beläuft sich auf 11 Mrd. EUR, wobei 35% des Gesamtvolumens auf Nordamerika und 30% auf Europa entfallen. Das jährliche Marktwachstum beträgt in Westeuropa ca. 3% und in Nordamerika ca. 1%, während es in der übrigen Welt deutlich höher liegt. In Russland beispielsweise liegt das Wachstum bei knapp 10% pro Jahr.

SCA vertreibt das AFH Produktsortiment in 80 Ländern unter der globalen Marke "TORK". Dieser globale Ansatz nutzt Synergien, da sich die Nachfrage in Bezug auf Papier und Spendersysteme regional kaum unterscheidet.

Der Markt besteht auf der Kundenseite aus den Gruppierungen Hotels, Restaurants, Catering, der Industrie, dem Gesundheitswesen sowie den Unternehmen im Sektor Gebäudemanagement.

Die Produkte werden über Großhändler und so genannte Facility Service Companies (z. B. Gebäudereiniger) oder direkt an die Endkunden vertrieben. SCA liefert Kunden komplette Hygiene-Systemlösungen mit einer Auswahl verschiedener Spendersysteme, Seifen und Lotionen.

Marktanteile

AFH Tissueprodukte Europa Nordamerika
SCA 20% 20%
Kimberly-Clark 15% 21%
Georgia-Pacific 11% 30%
Andere 54% 29%

Quelle: Geschäftsbericht 2011 der SCA AB, Stockholm/Schweden

SCA ist mit einem Marktanteil von 20% der größte Anbieter von AFH Produkten in Europa. In Nordamerika nimmt SCA mit einem Marktanteil von 20% die dritte Marktposition ein. Eine besonders starke Stellung hat SCA in Nordamerika mit Servietten für Restaurants. Nahezu jede zweite Serviette wird in Nordamerika von SCA geliefert.

Die Nachfrage nach AFH Tissueprodukten war 2011 zufriedenstellend. Nach Umsatzrückgängen durch die Finanz- und Wirtschaftskrise 2009, vor allem in den Bereichen Hotellerie und Gastronomie sowie in der Industrie, erholte sich die Nachfrage mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in den Jahren 2010 und 2011. Auch bei AFH wurden, bedingt durch die bis Mitte des Jahres 2011 stark gestiegenen Rohstoffkosten, neben internen Kostensenkungsmaßnahmen, Anpassungen der SCA-Verkaufspreise erforderlich.

Geschäftsbereich Personal Care

SCA ist einer der führenden Anbieter von Personal Care-Produkten, weltweit der größte Anbieter von Inkontinenzprodukten und hat regional führende Marktpositionen bei Babywindeln und Damenhygiene. Die Stärken von SCA liegen im Wissen um die Bedürfnisse der Kunden und Verbraucher, in der innovativen Produktentwicklung, in den bekannten Marken und der effizienten Wertschöpfungskette.

Strategie

Strategische Schwerpunkte sind:

Ausbau der weltweiten Marktführerschaft bei Inkontinenzprodukten mit der Marke "TENA"

Entwicklung der globalen Markenplattformen und Nutzung von Synergien

Erhöhung des Wachstums in den schnell wachsenden Märkten in Osteuropa, Russland, Lateinamerika, Asien und im Nahen Osten

Stetige Analyse der Verbraucher- und Kundenbedürfnisse für eine effektive Produktentwicklung und zur Steigerung der Innovationsrate; mehr Produkteinführungen

Verbesserung der Wertschöpfungskette durch effiziente Produktion und Distribution

Wachstum durch Sortimentserweiterung bei globalen Marken und durch einen höheren Anteil an Premiumprodukten

Das Sortiment von Personal Care besteht aus Inkontinenzprodukten, Babywindeln und Produkten für Damenhygiene. Die Nachfrage war 2011 stabil, der Wettbewerb unvermindert stark. Die gestiegenen Rohstoffkosten belasteten das Ergebnis.

Erweiterung der Fertigungskapazität

Im September 2010 wurde ein neuer Produktionsstandort in Veniov/Russland, südlich von Moskau, in Betrieb genommen. Die Produktion, die zunächst mit der Herstellung von Babywindeln der Marke "Libero" begann, wird im Laufe des Jahres 2012 durch Inkontinenzprodukte der Marke "TENA" erweitert. Durch die lokale Produktion von Inkontinenzprodukten und Babywindeln werden deutliche Kostenvorteile erzielt, die zu einer Verbesserung der Marktposition und des Ergebnisses in Osteuropa führen werden. Im Zuge der Schließung des unrentablen Standorts für die Fertigung von Babywindeln in Linselles/Frankreich im Jahr 2011, wurde die Kapazität des Standorts Olawa/Polen durch den Transfer der Verarbeitungsmaschinen erhöht. Zur Verbesserung der Kostenposition hat SCA 2011 ein weiteres, den gesamten Geschäftsbereich Personal Care umfassendes Effizienzprogramm gestartet.

Inkontinenzprodukte

SCA vertreibt Inkontinenzprodukte weltweit unter der Marke "TENA", so z. B. direkt an Institutionen wie Krankenhäuser und Seniorenheime, aber auch über den Einzelhandel, Apotheken und Spezialgeschäfte für medizinische Produkte.

Der Weltmarkt beläuft sich auf rund 6,6 Mrd. EUR, wobei auf Europa 40% und Nordamerika knapp 20% entfallen. 40% der Inkontinenzprodukte werden über den Einzelhandel, 60% über Institutionen, Drogerien und Apotheken vertrieben. Das durchschnittliche Marktwachstum beträgt rund 5% jährlich, insbesondere getragen durch eine hohe Innovationsgeschwindigkeit, die weltweit alternde Bevölkerung, steigende Haushaltseinkommen und höhere Ansprüche an die Gesundheitssysteme. Hinzu kommen die verbesserte Distribution der Produkte im Einzelhandel, die zunehmende Akzeptanz der Inkontinenzproblematik im Bewusstsein der Verbraucher und die verstärkte Werbung für die Produkte.

Mit einem Marktanteil von 25% ist SCA weltweit größter Anbieter von Produkten für die schwere und leichte Inkontinenz. In Europa belegt SCA mit 41% die erste Position.

Marktanteile

Inkontinenzprodukte Welt
SCA 25%
Kimberly-Clark 9%
First Quality Products 7%
Unicharm 7%
Andere 52%

Quelle: Geschäftsbericht 2011 der SCA AB, Stockholm/Schweden

2011 hat SCA die führende Weltmarktposition durch ein größeres und verbessertes Produktportfolio gestärkt. Im Geschäft mit den Institutionen liegt der Fokus von SCA auf Qualitätsprodukten mit Beratungsservice, zur Vereinfachung der Produktanwendung und zur Kostensenkung für diesen Kundenkreis. Im Geschäft mit dem Einzelhandel stehen die Entwicklung von Produkten, die dem Endverbraucher eine diskrete und effiziente Handhabung seines Inkontinenzprodukts garantieren, sowie die Verbraucherinformation im Vordergrund. Auch in diesem Geschäftsfeld musste mit partiellen Preiserhöhungen auf stark gestiegene Rohstoffkosten reagiert werden, die sich bis Mitte des Jahres 2011 negativ auf das Ergebnis auswirkten.

Babywindeln

Der Weltmarkt für Babywindeln hat bei einer jährlichen Wachstumsrate von 4% einen Wert von ca. 17,2 Mrd. EUR. Auf Europa entfällt ein Anteil von etwas mehr als 20%, allerdings bei geringem Wachstum. Das größte Wachstum ist aufgrund der demografischen Entwicklung und der steigenden Haushaltseinkommen in den Ländern Asiens, Lateinamerikas und Afrikas zu erwarten.

SCA ist einschließlich der Handelsmarken mit einem Marktanteil von 11% drittgrößter Anbieter von Babywindeln in Europa. In Skandinavien ist SCA mit der Marke "Libero" Marktführer. In Russland und Osteuropa ist ein starkes Wachstum zu verzeichnen. In einigen Ländern Asiens und Lateinamerikas hat SCA führende Marktpositionen.

Damenhygiene

Der Markt für Damenhygiene umfasst weltweit ein Volumen von 10 Mrd. EUR und wächst jährlich mit 3%. Europa repräsentiert ca. 25% des Weltmarkts, wobei in Europa rund 50% des Marktes auf Binden und je 25% auf Slipeinlagen und Tampons entfallen. In diesem Markt belegt SCA mit einem Marktanteil von 8% die dritte Position. Das Wachstum in Westeuropa ist aufgrund des kleineren Anteils von Frauen im gebärfähigen Alter geringer als in Osteuropa, Lateinamerika oder dem Nahen Osten, wo der Verwendungsgrad von Damenhygieneprodukten noch auf einem niedrigeren Niveau liegt, damit aber großes Umsatzpotenzial für SCA birgt. In einigen wichtigen schnell wachsenden Märkten hat SCA führende Marktpositionen.

In Europa war der Markt für Damenhygieneprodukte unverändert von einem intensiven Wettbewerb mit Marketingaktivitäten von allen großen Herstellern geprägt. SCA konzentriert sich mit den Aktivitäten weiterhin erfolgreich auf einzelne, profitable Märkte und weitet das Geschäft mit Handelsmarken aus.

Sonstige Aktivitäten

Die sonstigen Aktivitäten umfassen im Wesentlichen die Konzernholding SCA Hygiene Products SE, die Holzhandelsgesellschaften, die auch die Holzversorgung für die Zellstofffabrik in Mannheim sicherstellen, den Altpapierhandel, die Verpackungs- und fettdichten Papiere von SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, sowie den Vertrieb von grafischen Papieren in Nordamerika.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Personalstand

Im SCA Hygiene Products Konzern waren am 31. Dezember 2011 insgesamt 10.215 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem Rückgang von 29 Personen gegenüber dem Jahresende 2010. Einem geschäftsbedingten Personalaufbau von 82 Personen in Polen standen Personalanpassungen in Russland und Nordamerika in Höhe von 104 Personen gegenüber. In den übrigen Gesellschaften wurden, verglichen mit dem Vorjahr, im Saldo 7 Mitarbeiter weniger beschäftigt.

Die Anzahl der Arbeitnehmer im Inland blieb konstant bei 2.880 Personen.

Mitarbeiter zum 31.12.

  Inland Ausland Gesamt
2007 2.692 6.969 9.661
2008 2.750 6.887 9.637
2009 2.837 7.133 9.970
2010 2.880 7.364 10.244
2011 2.880 7.335 10.215

Bei SCA Hygiene Products SE waren am 31. Dezember 2011 305 Mitarbeiter beschäftigt (2010: 293 Mitarbeiter).

Demografischer Wandel

Der demografische Wandel in den Industrieländern, wie auch in Deutschland, stellt Arbeitgeber vor große Herausforderungen. SCA stellt sich dieser Entwicklung und beschäftigt sich in Arbeitsgruppen eingehend mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf Arbeitszeit, Gesundheit, Arbeitsorganisation, Arbeitsfähigkeit, Arbeitsplatzgestaltung und Ergonomie, Personalrekrutierung und Personalentwicklung. Neben der Schaffung der Position eines Demografie-Managers findet im Rahmen von Netzwerken ein reger Erfahrungsaustausch über den Umgang mit der schrumpfenden Arbeitskräfte-Verfügbarkeit statt. Maßnahmen zum Wissenstransfer sowie die Einführung eines umfassenden Gesundheitsmanagements zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit zeigen positive Resultate. SCA integriert die Ergebnisse dieser laufenden Projekte in die Unternehmens- und Führungskultur.

SCA als Employer Brand

Der Wettbewerb um die besten Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt verlangt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Rückgangs von qualifizierten Mitarbeitern immer größere Anstrengungen von SCA, um die Attraktivität der Marke "SCA" als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit bekannt und für qualifizierte Bewerber attraktiv zu halten. SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, erhielt 2011 bereits zum fünften Mal in Folge die Auszeichnung "Top Arbeitgeber Deutschland" des CRF Institute (CRF: Corporate Research Foundation). Die Platzierung konnte in diesem Zeitraum kontinuierlich verbessert werden. Das Gütesiegel "Top Arbeitgeber Deutschland" zertifiziert jährlich, auf Basis eines definierten Kriterienkatalogs, Unternehmen mit einer zukunftsorientierten Personalstrategie und verantwortungsvollen Personalpraxis, die insbesondere jungen Akademikern gute Arbeits- und Karrierebedingungen bieten. Zugleich steht es für eine aktive und glaubwürdige Kommunikation zwischen Unternehmen und jungen Talenten. Die zertifizierten Unternehmen wurden anhand der Kriterien Primäre Benefits (z. B. Gehalt), Sekundäre Benefits (z. B. Gesundheitsprogramme) und Arbeitsbedingungen, Training und Entwicklung, Karrieremöglichkeiten und Unternehmenskultur bewertet. Nur die Unternehmen, die die Kriterien der Untersuchung erfüllen, erhalten die Zertifizierung "Top Arbeitgeber Deutschland". SCA erzielte das Ergebnis "hervorragend" in den Bereichen Training und Entwicklung sowie Unternehmenskultur und "sehr gut" in den Bereichen Primäre Benefits sowie Sekundäre Benefits und Arbeitsbedingungen.

Personalentwicklung

SCA legt großen Wert auf die Weiterbildung der Mitarbeiter. Dies drückt sich auch in den hohen Investitionen für die Mitarbeiterförderung aus. So wurden in Deutschland 2011 1,4 Mio. EUR in Weiterbildung investiert. Dies entsprach knapp 500 EUR pro Jahr und Mitarbeiter. In dieser Summe nicht erfasst sind Trainingsmaßnahmen am Arbeitsplatz, z. B. in der Produktion, die aufgrund neuer Technologien oder neu eingeführter Arbeitssysteme erfolgen.

Mitarbeiterbefragung

2011 hat SCA erstmalig eine konzernweite Umfrage bei allen Mitarbeitern durchgeführt. Die Teilnahmequote lag mit 82% deutlich über der angestrebten Zielgröße von 75%. Die Ergebnisse zeigten eine hohe Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und Zuversicht in die langfristige Entwicklung. Verbesserungspotenziale wurden in den Bereichen Führung, Feedback, Innovation und Kundenorientierung identifiziert. Die Ergebnisse der Umfrage wurden in allen Unternehmensbereichen vorgestellt und diskutiert sowie Aktionspläne für 2012 erarbeitet.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

SCA ist sich bewusst, dass die Leistungsfähigkeit jedes Mitarbeiters in hohem Maße von dessen Lebenssituation abhängt. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. SCA legt daher Wert auf die Gestaltung einer familienfreundlichen Arbeitsumgebung. So werden beispielsweise von Mitarbeitern des Unternehmens standortbezogene Kinderferienaktivitäten organisiert und, in Zusammenarbeit mit einem externen Kooperationspartner, für jeden Mitarbeiter Beratungsleistungen zu Kinderbetreuung sowie Pflege- und Unterstützungsleistungen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Im März 2011 wurde SCA Hygiene Products an allen Standorten in Deutschland von der Hertie-Stiftung als familienfreundliches Unternehmen auditiert und zertifiziert. Mit dieser Auditierung, die auch eine Zielvereinbarung enthält, bekennt sich SCA zu einer familienbewussten Personalpolitik.

Altersversorgung

Seit vielen Jahren bietet SCA den inländischen Mitarbeitern aufgrund einer tarifvertraglichen Vereinbarung die Möglichkeit, einen Teil ihres Arbeitsentgelts in einen Beitrag für eine zusätzliche Altersversorgung umzuwandeln. Diese so genannte SCA-Tarifrente sieht eine zusätzliche Förderung durch den Arbeitgeber vor. Mit der Erhöhung der Förderstufe stieg die Teilnahmequote 2011 gegenüber dem Vorjahr von 32% auf 46%. In Kombination mit der betrieblichen Altersvorsorge leistet die SCA-Tarifrente einen wesentlichen Beitrag dazu, eine eventuell entstehende Rentenlücke für den Einzelnen zu schließen und ist somit ein Vorsorgeinstrument zur finanziellen Absicherung im Alter.

Schwerbehinderte

Die Schwerbehindertenquote lag in den deutschen Gesellschaften des SCA Hygiene Products Konzerns 2011 bei 5,9% und damit deutlich über der gesetzlich geforderten Mindestbeschäftigungsquote von 5%. Die Integration von Mitarbeitern mit Dauererkrankungen sowie von Schwerbehinderten in den Arbeitsprozess ist Bestandteil der Unternehmenskultur und tarifvertraglich abgesichert. Individuelle Lösungen, die gemeinsam mit den Kranken- und Rentenversicherungen oder Berufsgenossenschaften sowie mit den Integrationsämtern erarbeitet werden, führen zu einem Einsatz schwerbehinderter Menschen und bieten ihnen die Chance, weiterhin am Erwerbsleben im ersten Arbeitsmarkt teilzunehmen. Diese Zahlen belegen, dass die mit der Arbeitnehmervertretung abgeschlossene Integrationsvereinbarung für den SCA-Konzern gelebt und angewendet wird.

Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist Grundlage für Wachstum und Sicherung der Wettbewerbsposition von SCA. Schwerpunkte sind Innovationen und verbesserte Systemlösungen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im SCA Hygiene Products Konzern betrugen 2011 22,9 Mio. EUR (2010: 14,7 Mio. EUR).

Tissue

Im Geschäftsjahr 2011 hat die zentrale Abteilung Product Development and Innovation Consumer Tissue, die zur Global Hygiene Category gehört und an den Standorten Mannheim und Göteborg/Schweden angesiedelt ist, zahlreiche Produktionsverfahren und Produkte verbessert sowie neue Produkte entwickelt. Der Bereich unterstützt dabei, neben dem Markt in Europa, z. B. auch "Tempo" auf dem Markt in Hongkong mit Produktentwicklungen und weitere SCA-Marken in Südamerika.

Durch die Optimierung der Faserzusammensetzung des Tissues, konnte SCA in Deutschland, Österreich und der Schweiz die "Tempo"-Markenprodukte mit verbesserter Weichheit auf den Markt bringen, und das unter Beibehaltung der überragenden Festigkeitseigenschaften der Produkte, wofür die Marke "Tempo" bekannt ist.

Auch das Toilettenpapier "Zewa Soft verwöhnweich", Markenführer in Deutschland, hat SCA mit der verbesserten Weichheit ausgestattet. Dabei hat SCA eine neue Art der Prozessführung in der Herstellung genutzt, die nach umfangreichen Investitionsmaßnahmen in eine der Tissuemaschinen am Standort Mannheim möglich war.

In den Niederlanden hat SCA durch die Entwicklung eines neuen Faservliesmaterials die "Edet Care" feuchten Toilettenpapiere auf den Markt gebracht. Das neue Material bietet die bewährten Produkteigenschaften bei deutlich gesenkten Kosten.

2012 gelang es SCA, die deutsche Fachzeitschrift "Lebensmittel Praxis" vom neuen Verpackungsdesign der "Tempo Box" zu überzeugen. Die Zeitschrift zeichnete die "Tempo Box" als Produkt des Jahres in der Kategorie Hygienepapier-Gold aus. Die "Tempo Box" greift mit ihren abgerundeten Ecken und farbigen Mustern aktuelle Design-Trends auf und schafft insofern einen Mehrwert, als Verbraucher in dem Produkt auch ein Lifestyle-Accessoire erkennen und es zur Dekoration einsetzen. Die Investition in die neue Fertigungslinie am Standort Neuss eröffnet Potenzial für weitere erfolgreiche Produktentwicklungen und die Stärkung der SCA-Marke "Tempo".

Away From Home (AFH) hat 2011 mehrere Produktneuheiten für Waschräume und Objekthygiene auf den Markt gebracht. Mit den neuen Schaumseifen von "TORK" hat AFH 2011 das Seifen-Sortiment vervollständigt. Die Schaumseifen, die es in drei Rezepturen als "mild", "extra mild" und als "Händedekontamination" gibt, sind besonders mild und hautverträglich, auch wenn häufiges Händewaschen nötig ist. Dabei sind sie besonders sparsam und der Spender einfach zu bedienen, auch für Kinder oder für Personen mit wenig Kraft in den Händen. Durch ihre Wirtschaftlichkeit sparen sie auch Lager- und Transportkosten. Ihre Umweltverträglichkeit wurde mit dem EU-Umweltzeichen "EU Ecolabel" und mit dem "Nordic Swan" ausgezeichnet.

Durch eine andere Wandhalterung wurde das "TORK Universal Lufterfrischer System" für Waschräume montagefreundlicher. Ist der Lufterfrischer verbraucht und muss gewechselt werden, wird dies durch die Blaufärbung des Duftplättchens im Lufterfrischer angezeigt.

Bei der Spenderlinie "TORK Elevation" hat SCA neue Qualitäten bei Jumbo-Toilettenpapier-Rollen mit verbesserter Lagenhaftung und Weichheit eingeführt. So kann das System auf die Frequentierung des Waschraums und den Anspruch der Besucher abgestimmt werden. SCA hat 2011 die Linie "TORK Elevation" außerdem um einen neuen Abfallbehälter ergänzt, der je nach Bedarf für normalen Abfall oder für Damenhygiene, d. h. mit innerem Sichtschutz am Deckel für mehr Diskretion, zum Einsatz kommt. Abgerundete Formen ermöglichen eine leichte Reinigung.

Personal Care

Im Jahr 2011 steigerte SCA Personal Care die Geschwindigkeit der Produkteinführungen am Markt, baute seine Position sowohl in den gesättigten Märkten als auch in den Emerging Markets aus und stärkte die globale Marke "TENA", wie auch die diversen regionalen und lokalen Marken.

Innovation ist ein wichtiger Bestandteil der SCA-Strategie und Voraussetzung für Umsatzwachstum, Verbesserung der Marktanteile, Stärkung der Marken und Kundenloyalität. Erfolgreiche Innovationen setzen die laufende Analyse der Bedürfnisse von Kunden und Verbrauchern voraus, in deren Erforschung SCA beträchtliche Ressourcen investiert. Nachhaltigkeit und Produktsicherheit stellen dabei wichtige Faktoren dar, die im Produktinnovationsprozess zunehmend an Bedeutung gewinnen.

In der Markenkommunikation von Inkontinenzprodukten spielen gesellschaftliche Tabus noch immer eine große Rolle. SCA investiert deshalb intensiv in die Aufklärung und stellt eine Vielzahl von Informationen rund um das Thema Blasenschwäche zur Verfügung - online auf der Internetseite www.tena.de, unter einer Telefonhotline sowie in der Kundenzeitschrift "momente" und in zahlreichen Veröffentlichungen in der Presse.

2011 hat SCA in Europa alle Produkte der Linie "TENA Lady" überarbeitet und mit einer feminineren Anmutung auf den Markt gebracht.

Mit "TENA Protective Underwear" bzw. "TENA Men Protective Underwear" hat Personal Care seit 2011 außerdem ein neuartiges Inkontinenzprodukt für Damen und Herren im Produktsortiment, das durch sein dezentes Muster wie normale Unterwäsche aussieht und durch seine körpernahe Passform für ein angenehmes Tragegefühl und absolute Diskretion sorgt. Das neue Produkt erfüllt dennoch alle Anforderungen an ein Inkontinenzprodukt für mittlere Blasenschwäche.

Für Verbraucherinnen mit leichter Blasenschwäche hat SCA Personal Care 2011, zunächst im Pilotmarkt Großbritannien, "lights by TENA" im Markt eingeführt. Das Produkt spricht gezielt jüngere Frauen an, die bisher Slipeinlagen für ihr Inkontinenzproblem verwenden und die jetzt mit einem "frisch" anmutenden Produktauftritt und durch eine Marketingkampagne mit Attributen wie Diskretion, Attraktivität und Fröhlichkeit angesprochen werden.

Im Produktbereich Babywindeln bezieht SCA die Eltern über Online-Plattformen direkt in die Produktentwicklung ein. Die einzelnen Phasen der Schwangerschaft und des Aufwachsens des Kindes werden auf Internetseiten abgebildet und ein reger Informationsaustausch zu den jeweiligen Anliegen in den einzelnen Entwicklungsphasen eines Kindes angeboten.

Eine neuartige Babywindel der Marke "Libero" hat SCA im Jahr 2011 unter dem Namen "Libero Action" am Markt eingeführt. Die Windel, die SCA als offene und als Höschenwindel anbietet, enthält zwei Saugkerne statt nur einem, was sie saugfähiger und um 30% dünner macht. "Libero Action" lässt daher dem Kind auch mehr Bewegungsfreiheit. Durch geringeren Materialverbrauch hat sich auch die Umweltbilanz der Windel verbessert.

Wie jedes Jahr in Skandinavien hat SCA auch 2011 eine Designerwindel in limitierter Auflage angeboten. Die farbenfrohen Höschenwindeln waren bedruckt mit Disko-, Rock-, Punk- und Hip-Hop-Motiven. Neben dem außergewöhnlichen Design zeichnen sich die "Libero"-Windeln durch eine gute Umwelt- und Hautverträglichkeit aus.

Eine neue Generation von Tampons der Damenhygiene-Marke "Libresse" wurde 2011 auf den Markt gebracht. Die Einzelverpackung ist mit einer Drehöffnung ("twist and open") versehen, die das Produkt in seiner Anwendung vereinfacht.

Die in Frankreich vertriebene Damenhygiene-Marke "Nana" präsentierte 2011 mit "Nana 2in1" eine technisch neuartige, aus zwei Schichten bestehende Damenbinde. Wird die erste Schicht nach Gebrauch entfernt, hat die Verbraucherin eine komplett neue und frische Einlage darunter zur Verfügung. "Nana 2in1" ist eine Innovation, mit der SCA sich von anderen Marken abhebt.

Indikator für die erfolgreiche Entwicklungsarbeit ist u. a. die Anzahl der eingereichten Patentanmeldungen. SCA hat im Jahr 2011 32 Patente im Bereich Tissue und 35 im Bereich Personal Care angemeldet.

Umweltschutz und Arbeitssicherheit

Umweltschutz

Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des operativen Geschäfts und der Konzernstrategie von SCA, entsprechend der im SCA-Verhaltenskodex Code of Conduct definierten Unternehmenswerte Respekt, Spitzenleistung und Verantwortlichkeit. Nachhaltigkeit ist der Geschäftsansatz, der auf eine langfristige Steigerung des Unternehmenswertes abzielt.

Im jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht SCA Sustainability Report der Muttergesellschaft SCA AB werden die Umweltziele sowie deren Umsetzung und Zielerreichung dargestellt. Diese Ziele umfassen die Bereiche Klima und Energie, Fasereinkauf und Biodiversität sowie Wasser. Die Verantwortung für den Umweltschutz erstreckt sich dabei über die gesamte Lieferkette, angefangen bei der nachhaltigen Forstwirtschaft bis hin zum effizienten Einsatz von Energie, Wasser und anderen Rohstoffen in den Produktionsprozessen sowie der Erhaltung der Biodiversität.

Seit dem Jahr 2003 besteht das SCA-interne Programm ESAVE, das vor allem die Energie-Einsparpotenziale der Prozesse erfasst. Die Einbeziehung aller Mitarbeiter ist dabei von herausragender Bedeutung, indem Reduktionsmaßnahmen gemeinsam erarbeitet und umgesetzt werden. 2011 wurde die Reduzierung des Energieverbrauchs - Strom und Wärme - im Zeitraum bis 2020 ausgehend vom Basisjahr 2010, als Ziel für das ESAVE-Programm neu justiert. In diesem Rahmen planen die Werke des Geschäftsbereichs Tissue in Europa den Energieverbrauch um 15% zu reduzieren. ESAVE trägt auch dazu bei, das Ziel einer Minderung der CO 2 -Emissionen um 20% bis zum Jahr 2020 (auf Basis des Jahres 2005) zu erreichen.

Der Ansatz von SCA, frühzeitig in Energie-Einsparungsmaßnahmen zu investieren, führte bereits in der Vergangenheit zu Kosteneinsparungen und einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. So konnte beispielsweise in den Jahren 2003 bis 2010 der Energieverbrauch der vier deutschen Tissuewerke um insgesamt rund 220 Gigawattstunden pro Jahr gesenkt werden. Zwei Drittel der Einsparungen wurden dabei durch Maßnahmen erzielt, die keine oder nur geringe Investitionen erforderten. Dieses proaktive Vorgehen erlaubt es SCA auch, zukünftigen Risiken, wie steigenden Energiepreisen oder Regulierungen, besser zu begegnen.

Die Erfolge des ESAVE-Programms werden auch außerhalb des Unternehmens gewürdigt. Am 21. November 2011 wurde SCA der 1. Preis des "dena Energy Efficiency Award" verliehen. Dieser Preis für vorbildliche Energieeffizienz-Projekte in Industrie und Gewerbe wird seit 2007 von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) vergeben und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Die Jury begründete die Auszeichnung mit der Vielzahl von Energieeffizienz-Maßnahmen bei SCA, mit den Schwerpunkten Optimierung von Druckluft- und Pumpensystemen sowie der Wärmeerzeugung, und stellte insbesondere den im Unternehmen breit verankerten Prozessansatz des ESAVE-Programms heraus.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Umweltverträglichkeit der eingesetzten Rohstoffe, insbesondere des Zellstoffs. Auch seitens des Marktes steigen die Ansprüche von Kunden und Verbrauchern in Bezug auf die Herkunft des Zellstoffs. Der gesamte, von SCA eingesetzte Zellstoff stammt aus kontrollierten Quellen. In der Folge müssen alle Lieferanten verlässliche Systeme und dokumentierte Prozesse implementieren, um die lückenlose Rückverfolgbarkeit des Ursprungs der eingesetzten Hölzer zu ermöglichen. Die Überwachungskette (Chain of Custody) vom Holzeinschlag bis zum Endprodukt wird von einem unabhängigen Gutachter und von SCA mithilfe eines konzerninternen Bewertungssystems überprüft. In diesem Zusammenhang wurde der Anteil des Holzes aus zertifizierten Wäldern im Jahr 2011 weiter erhöht. Von SCA akzeptierte Zertifizierungssysteme sind FSC (Forest Stewardship Council) und PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes).

Ein weiterer wichtiger Beitrag zur Verbesserung des Umweltprofils von SCA liegt in der Zielsetzung, den bereits niedrigen Wasserverbrauch in den Herstellungsprozessen nochmals signifikant zu reduzieren sowie die Qualität der Wasseremissionen zu verbessern. Die im Jahr 2010 neu definierten Ziele beinhalten die Reduktion des Wasserverbrauchs in Gebieten mit Wasserknappheit um 10% (auf Basis des Jahres 2010) sowie die Modifikation aller Anlagen zur mechanischen und biologischen Reinigung der Abwässer in den SCA-Zellstoff- und Papierfabriken. Beide Ziele sollen bis 2015 erreicht werden.

Die vielfältigen Maßnahmen und Projekte, die SCA im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens und der Corporate Social Responsibility definiert und umgesetzt hat, werden jährlich im SCA AB-Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Die Anstrengungen werden auch von Nichtregierungsorganisationen, wie dem WWF (World Wide Fund for Nature), positiv bewertet und durch gute Platzierungen bei internationalen Unternehmensvergleichen zum Thema Nachhaltigkeit honoriert. So wurde SCA vom New Yorker Ethisphere Institute zum fünften Mal in Folge als eines der "World's Most Ethical Companies" ausgezeichnet. Der Dow Jones Sustainability Index, einer der weltweit bedeutendsten Nachhaltigkeitsindizes, listet SCA ebenso wie zum zwölften Mal in Folge der FTSE4Good Sustainability Index, ein Marktindex für Unternehmen, die strengen Nachhaltigkeitsanforderungen entsprechen. Auch der Carbon Disclosure Leadership Index führt SCA, als Auszeichnung für die Berichterstattung zum Kohlendioxid-Ausstoß.

Arbeitssicherheit

Die Vermeidung von Arbeitsunfällen und die laufende Verbesserung der Arbeitssicherheit sind wesentliche Bestandteile der SCA-Unternehmenskultur. Im Frühjahr 2012 hat die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) den Förderpreis in der Branche Papierherstellung und Ausrüstung an drei Mitarbeiter von SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, verliehen. Es ist der am höchsten dotierte Arbeitsschutzpreis der Papierbranche in Deutschland.

Die drei Mitarbeiter aus Mannheim hatten dabei einen Umbau von Treppen und Laufstegen an einer Papiermaschine vorgeschlagen und eine Konstruktion entwickelt, bei der z. B. bei einem Bespannungswechsel (Austausch des Gewebes, das das Papier durch die Maschine transportiert) kein temporärer Um- oder gar Abbau der Treppen, Laufstege und Absturzsicherungen mehr erforderlich ist. Ihr Vorschlag, der inzwischen realisiert wurde, hat nicht nur SCA überzeugt, sondern auch die BG RCI. Der Geldbetrag des Förderpreises fließt in neue Arbeitssicherheitsprojekte am SCA-Standort Mannheim.

SCA arbeitet für alle Standorte an der Realisierung der Vision unfallfreier Werke und hat sich die Reduzierung der Unfallhäufigkeit um 25% bis zum Jahr 2016, bezogen auf das Jahr 2011, als konkretes Ziel gesetzt.

2011 konnte bei der Verbesserung der Arbeitssicherheit die Unfallhäufigkeit weiter reduziert werden. Mit 5,1 Unfällen pro 1 Mio. geleisteter Arbeitsstunden lag die Anzahl der Unfälle 21% niedriger als im Vorjahr. Damit hat sich der in den letzten Jahren erreichte rückläufige Trend bei der Anzahl der Arbeitsunfälle fortgesetzt.

Anzahl Unfälle pro 1 Mio. geleisteter Arbeitsstunden

2007 11,2
2008 9,8
2009 7,1
2010 6,5
2011 5,1

Besonders große Sorgfalt misst SCA der genauen Analyse von Einzelereignissen bei, wie Unfällen, Kleinstverletzungen oder Beinaheunfällen. Dabei stellen Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle ca. 20% des Unfallaufkommens dar. Darüber hinaus werden alle Maschinen und Betriebseinrichtungen einer regelmäßigen Analyse unterzogen, um ein hohes Sicherheitsniveau gewährleisten zu können. Ursachen und Risiken werden mit dem Ziel der stetigen Verbesserung der Arbeitssicherheit genau untersucht, und daraus abgeleitete Maßnahmen umgesetzt. In Schulungen und Besprechungen wird eine intensive Kommunikation sowie vor allem eine offene Gesprächskultur betrieben, um das Sicherheitsbewusstsein und die Motivation der Mitarbeiter zu steigern.

Werke mit langen unfallfreien Zeiträumen werden entsprechend honoriert und mit goldenen Tafeln (1 Mio. Stunden ohne Arbeitsunfall), silbernen Tafeln (750.000 Stunden ohne Arbeitsunfall) sowie bronzenen Tafeln (500.000 Stunden ohne Arbeitsunfall) ausgezeichnet.

2011 hat SCA die Arbeits- und Gesundheitsschutzpolitik als standardisierte Grundlage für alle Geschäftsbereiche überarbeitet. In Zukunft werden die Strukturen zur Vermeidung von Arbeitsunfällen mithilfe der Einführung international anerkannter Managementsysteme (z. B. Zertifizierung nach OHSAS 18001; OHSAS: Occupational Health and Safety Advisory Services) weiter optimiert. Hierzu wurde u. a. ein Referenzteam eingesetzt.

Risikobericht

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit wird der SCA Hygiene Products Konzern mit verschiedenen Risikofeldern konfrontiert.

Branchenrisiken

Die Risiken im Geschäftsbereich Tissue liegen vor allem in der Wettbewerbsintensität des Einzelhandels, dem Investitionsverhalten der Wettbewerber und der damit verbundenen Kapazitätssituation der Branche, der Preisentwicklung im Rohstoffsektor (Zellstoff und Altpapier) und bei den Energieträgern.

Produktinnovationen mit einem Schwerpunkt auf dem Markengeschäft und Kostensenkungsmaßnahmen in der Supply Chain haben die Profitabilität des Geschäftsbereichs Tissue verbessert. Der starke Anstieg der Rohstoffkosten im 1. Halbjahr 2011, insbesondere für Zellstoff und Altpapier, haben das Ergebnis belastet.

Die Ende 2009 in Betrieb genommene neue Tissuefabrik in Sovetsk/Russland hat die Kostenposition für Lieferungen in den russischen Markt nachhaltig verbessert. Aufgrund des starken Wachstums im russischen Markt hat SCA im April 2011 beschlossen, mit Investitionsausgaben von rund 134 Mio. EUR eine weitere Tissuemaschine mit einer jährlichen Kapazität von rund 60.000t und mehrere Verarbeitungsmaschinen samt der dazugehörigen Infrastruktur am Standort Sovetsk voraussichtlich 2013 in Betrieb zu nehmen. SCA investiert des Weiteren in Produktionskapazität zur Herstellung qualitativ hochwertiger AFH Tissueprodukte. Daher wird zur Stärkung der Marktposition am Standort Kostheim mit Investitionsausgaben von rund 118 Mio. EUR eine Tissuemaschine mit einer jährlichen Kapazität von rund 60.000t samt dazugehöriger Infrastruktur voraussichtlich 2013 in Betrieb gehen. Hinzu kamen Investitionen in neue Verarbeitungsmaschinen an bestehenden Standorten, um die Integration von Tissueerzeugung und Tissueverarbeitung zu erhöhen. Die strategische Ausrichtung setzt auf die Verstärkung der eigenen Markenpositionen, die weitere Effizienzsteigerung in der Produktion, die strategische Zusammenarbeit mit großen Handelspartnern und das Wachstum in Osteuropa.

Sowohl Consumer Tissue als auch AFH Tissueprodukte konnten 2011 ihren Absatz ausweiten. Consumer Tissue profitierte von der starken Position der eigenen Marken und der Kooperation mit dem Einzelhandel bei dessen Handelsmarken. AFH Tissueprodukte konnte den Markenanteil mit "TORK"-Produkten ausbauen und wächst weiter mit integrierten Produktlösungen für den Kunden sowie einer ausgewogenen Kundenstruktur. Die Strategie, komplette Hygienelösungen anzubieten, die auf die verschiedenen Kundengruppen zugeschnitten sind, und mit den erfolgreichen Unternehmen des Handels und des Gebäudemanagements zu wachsen, hat sich bewährt und federt Marktrisiken ab. Die Markteinführung der neuen Spenderlinie "TORK Performance" hat zu einer noch stärkeren Kundenbindung geführt.

Die Risiken im Geschäftsbereich Personal Care liegen hauptsächlich in der Positionierung der Wettbewerber, der Innovationsgeschwindigkeit, der Entwicklung des Einzelhandels und der Entwicklung an den Rohstoffmärkten. Den Auswirkungen staatlicher Kostensenkungsmaßnahmen im Gesundheitswesen, von denen die Inkontinenzprodukte betroffen sind, begegnet SCA durch die Stärkung der Marke "TENA", die Einführung kundenspezifischer Produktsortimente und den Ausbau der Dienstleistungen.

Im Geschäftsbereich Personal Care ist die Profitabilität durch die gestiegenen Rohstoffkosten unter Druck geraten. Das Wachstum für Personal Care-Produkte lag 2011 währungsbereinigt bei rund 4% und damit knapp unter dem angestrebten Zielniveau. Das Wachstum für Babywindeln und Produkte der Damenhygiene soll im Wesentlichen über das Geschäft mit Handelsmarken realisiert werden. Das Wachstum mit Inkontinenzprodukten ist fokussiert auf die Marke "TENA". Hierzu werden verstärkt Anstrengungen in der Produktentwicklung unternommen, um insbesondere die weltweite Marktführerschaft bei Inkontinenzprodukten zu sichern. Positiv wirkt sich auch der zunehmende Anteil von Produkten aus Werken mit niedrigen Standortkosten aus, wie aus dem SCA-Werk in Olawa/Polen. 2010 hat SCA einen weiteren Standort in Osteuropa, in Veniov/Russland, südlich von Moskau, in Betrieb genommen. 2011 wurde in zusätzliche Verarbeitungsmaschinen investiert. Dies hat insgesamt die Kostenposition verbessert.

Währungsrisiken

Der SCA Hygiene Products Konzern ist in die zentrale Treasury-Organisation von SCA eingebunden und verfügt über ein eigenes finanzwirtschaftliches System zur Minimierung der konzerninternen Zahlungsströme und Währungsrisiken. Die Verteilung der Umsätze und der betrieblichen Aufwendungen des Konzerns nach den verschiedenen Währungen zeigt die langfristige Währungssensitivität.

Währung Umsatz Betrieblicher Aufwand
EUR 46% 47%
USD 27% 31%
GBP 18% 9%
RUB 8% 8%
SEK 0% 5%
Übrige 1% 0%
Gesamt 100% 100%

Liquiditäts- und Zinsrisiken

Der SCA Hygiene Products Konzern finanziert sich im Wesentlichen bei der Muttergesellschaft SCA, die an den Finanzmärkten auftritt und ein Rating im langfristigen Bereich von Baa1/BBB+ sowie im kurzfristigen Bereich von P2/A2 von Moody's und Standard & Poor's aufweist. Die Finanzierung erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Kreditrisiken

Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen aus Lieferungen an Kunden wird bei SCA Hygiene Products seit vielen Jahren ein systematisches Kreditmanagement betrieben. Jedem Kunden wird, auf Basis von extern eingeholten Kreditauskünften und Bonitätsanalysen, eine interne Kreditlinie zugeteilt. Im Laufe der Geschäftsbeziehung wird diese Kreditlinie laufend überwacht und aktualisiert. In den Ländern, in denen das Instrument der Kreditversicherung angeboten wird und einen Nutzen für das Unternehmen hat, kommt neben der internen Kontrolle auch diese Absicherung zum Einsatz. Die Forderungsausfälle liegen unter 0,01%.

Beschaffungsrisiken

Die volatile Preisentwicklung für erdölbasierte Rohmaterialien und Energie sowie der fehlende Wettbewerb auf den oligopolartigen Energiemärkten haben einen hohen Einfluss auf die Ertragskraft des Unternehmens. Die Öl- und Gaspreise haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Energie- und Transportkosten. Darüber hinaus basieren insbesondere bei Personal Care, aber auch bei Tissue, eine Vielzahl von Rohstoffen und Vormaterialien auf Rohöl, z. B. flüssigkeitsabsorbierende Granulate, so genannte Super Absorbents, Nonwoven-Materialien oder auch Verpackungsfolien. Beide Geschäftsbereiche haben daher ihre Einkaufsaktivitäten für besonders wichtige Güter zentralisiert, um durch die Bündelung der Beschaffung Mengenvorteile zu erzielen. Darüber hinaus sind die Geschäftsbereiche in die zentrale Organisation von SCA für den Energieeinkauf einbezogen. Eine der wichtigsten internen Maßnahmen ist die Effizienzsteigerung in der Produktion durch einen geringeren Energieverbrauch. Für diese Anstrengungen zur Energieeinsparung wurde SCA 2011 der "dena Energy Efficiency Award" für vorbildliche Energieeffizienz-Projekte von der Deutschen Energie-Agentur (dena) verliehen. Die Energiebeschaffung und der Energieverbrauch bleiben große Herausforderungen in der Zukunft. Zur Absicherung des Preisrisikos an den volatilen Energiemärkten werden Preissicherungsinstrumente eingesetzt.

Für den Energieeinkauf hat der Konzern zentrale Richtlinien vorgegeben, in denen die Risikohandhabung für diesen Beschaffungsbereich beschrieben ist. Diese Richtlinie wird jährlich überprüft und den aktuellen Entwicklungen angepasst. Die Geschäftsbereiche sind verpflichtet, den voraussichtlichen Energiebedarf über einen Zeitraum bis zu drei Jahren in einer definierten Bandbreite entweder zu Festpreisen physisch einzukaufen oder mit Finanzkontrakten abzusichern. Dabei wird durchschnittlich der Bedarf des ersten Jahres zwischen 30% und 70%, des zweiten Jahres zwischen 10% und 50% und des dritten Jahres zwischen 0% und 40% gesichert.

2011 hatte die Nachfrage nach Zellstoff und Altpapier im 1. Halbjahr stark angezogen und die Preise für diese Rohstoffe erheblich nach oben getrieben; im weiteren Jahresverlauf kam es zu einem Rückgang der Preise. SCA ist von diesem Preisrisiko insbesondere im Geschäftsfeld Tissue betroffen. Zur Verbesserung der Verhandlungsposition im Zellstoffeinkauf hat SCA eine Einkaufskooperation mit einem bedeutenden europäischen Papierunternehmen geschlossen. Im Bereich des Altpapiers nutzt der SCA Hygiene Products Konzern die Zusammenarbeit mit dem SCA-Geschäftsbereich Packaging, der ebenfalls stark im Rohstoffbereich Altpapier engagiert ist. Diese Zusammenarbeit wird auch nach dem geplanten Verkauf des SCA-Geschäftsbereichs Packaging auf vertraglicher Basis fortgeführt.

Umweltrisiken

Die gesetzlichen Bestimmungen, u. a. in Bezug auf Emissionen, Abfallbehandlung und Produktsicherheit, werden von SCA Hygiene Products eingehalten und Maßnahmen zur Steuerung von Umweltrisiken getroffen. Die Zertifizierung der Standorte (z. B. nach ISO 14001) wird planmäßig vorangetrieben. Die Produktionsstandorte des SCA Hygiene Products Konzerns sind durch das SCA-Umweltkomitee in ein weltweites Netzwerk für Umweltmanagement eingebunden.

Investitions- und Akquisitionsrisiken

Für Projekte im Rahmen von Sachanlageninvestitionen und Akquisitionen gelten zentrale Vorschriften zur Steuerung von Investitions- und Akquisitionsrisiken. Diese umfassen die Projektorganisation, den Projektablauf, die Projektbeschreibung, die Wirtschaftlichkeitsrechnung und das interne Genehmigungsverfahren. Jedes Projekt wird entsprechend dieser Vorschriften abgewickelt. Nach Abschluss des Projekts wird ein Bericht mit einer Abweichungsanalyse erstellt. Ein besonderer Fokus wird auch auf die Lerneffekte für andere Projekte gelegt. Einzelne Projekte werden einer Nachschau durch die interne Revision unterzogen.

IT-Sicherheitsrisiken

Für die Entwicklung von IT-Lösungen gelten ebenfalls zentrale Richtlinien, um dem Risiko eines möglichen Ausfalls des IT-Betriebs entgegenzuwirken. Die IT-Lösungen von SCA basieren weitgehend auf am Markt erhältlicher Standardsoftware. Ihr Betrieb erfolgt in Rechenzentren, für die strenge Sicherheitsrichtlinien gelten. Benutzerberechtigungen unterliegen einer regelmäßigen Kontrolle durch die interne Revision.

Politische Risiken

Die Regionen, in denen SCA Hygiene Products SE mit ihren Tochtergesellschaften tätig ist, sind im Wesentlichen politisch stabil. Daher wird das politische Risiko als gering eingestuft. Außerhalb der Europäischen Union und Nordamerikas sind unter 8% des gebundenen Vermögens des SCA Hygiene Products Konzerns investiert.

Gesamtrisikosituation

Derzeit sind keine konkreten Hinweise auf Entwicklungen bekannt, die den Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns gefährden könnten.

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance, der faktische und rechtliche Ordnungsrahmen für eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung, ist fester Bestandteil der Führungsphilosophie von SCA Hygiene Products SE. Neben den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung der Gesellschaft, der Vereinbarung über die Beteiligung der Arbeitnehmer in der SCA Hygiene Products SE sowie dem SCA-internen Verhaltenskodex für die Mitarbeiter (Code of Conduct) ist zu berücksichtigen, dass SCA Hygiene Products SE aufgrund eines mit der SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, bestehenden Beherrschungsvertrags eng in den SCA-Konzern eingebunden ist.

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß § 17 der Satzung außer dem Ersatz der baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500 EUR, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter das Doppelte. Für zusätzliche Ämter in den Ausschüssen des Aufsichtsrats wird keine Vergütung gewährt. Für die Teilnahme an den Aufsichtsratssitzungen wird ein Sitzungsgeld von 200 EUR gewährt. Die im SCA-Konzern beschäftigten Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat haben vor Annahme des Aufsichtsratsmandats auf die satzungsgemäße Vergütung verzichtet. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat von SCA Hygiene Products SE ist mit dem Gehalt gemäß jeweiligem Dienstvertrag abgegolten. Entsprechend der geltenden Satzungsbestimmung betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products SE für das Geschäftsjahr 2011 insgesamt 144 TEUR (2010: 138 TEUR).

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands von SCA Hygiene Products SE setzt sich aus einer fixen Vergütung und einem variablen Vergütungsbestandteil zusammen. Der erfolgsbezogene, variable Bestandteil beträgt ca. 30% der fest vereinbarten Vergütung. Der variable Anteil besteht ausschließlich aus einer variablen Jahressondervergütung, die sich im Wesentlichen an den erzielten Ergebnissen, insbesondere dem Cashflow, und der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft orientiert, wobei die Bemessungskriterien seit Jahren konsistent angewendet werden. Mit den fixen Bezügen ist auch die Übernahme von Mandaten bei Konzerngesellschaften und Verbänden sowie berufsständischen Organisationen durch Vorstandsmitglieder abgegolten. Zusätzlich zu den fixen Bezügen erhalten die Vorstandsmitglieder Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und Versicherungsschutz bestehen. Die auf die Sachzuwendungen entfallenden Steuern werden von den Vorstandsmitgliedern getragen. Der Personalausschuss hat das Vergütungssystem und die Gesamtvergütung für die einzelnen Vorstandsmitglieder in seiner Sitzung am 16. Februar 2011 beraten und dem Aufsichtsrat entsprechende Beschlussvorschläge unterbreitet. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 17. Februar 2011 das Vergütungssystem und die Gesamtvergütung für die einzelnen Vorstandsmitglieder seinerseits beraten und sich den Vorschlägen des Personalausschusses angeschlossen. Die Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 betrugen 611 TEUR (2010: 592 TEUR), davon fix 485 TEUR (2010: 476 TEUR) und variabel 126 TEUR (2010: 116 TEUR). Vorstandsmitglieder haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Pensionszahlungen. Am 31. Dezember 2011 betrugen die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands 1.491 TEUR (2010: 1.378 TEUR). Frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen erhielten 1.380 TEUR (2010: 1.450 TEUR). Für diesen Personenkreis bestanden Rückstellungen für Pensionen von 13.614 TEUR (2010: 14.024 TEUR).

Von der individualisierten Offenlegung der Vorstandsgehälter wurde aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 7. August 2009 gemäß § 286 Abs. 5 HGB abgesehen.

Zu meldepflichtigen Wertpapiergeschäften der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 15 a WpHG (so genannte Directors' Dealings) und zu mitteilungspflichtigem Wertpapierbesitz der Organmitglieder lagen am Abschlussstichtag keine Meldungen vor.

Kommunikation mit den Aktionären

Transparenz schafft Vertrauen in eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung. SCA Hygiene Products SE erfüllt den Anspruch der Aktionäre auf eine möglichst umfassende und zeitnahe Information über aktuelle Entwicklungen im Konzern durch Veröffentlichung von Ad-hoc-Mitteilungen, auch auf der Internetseite der Gesellschaft www.scahygieneproductsse.com. Sie enthält die aktuelle und alle früheren Ad-hoc-Mitteilungen. Dort werden den Anlegern außerdem weitere kapitalmarktrelevante Informationen zu SCA Hygiene Products SE zur Verfügung gestellt, wie etwa die Zwischenmitteilungen und der Halbjahresfinanzbericht. Eine Auflistung der Veröffentlichungen auf der Internetseite der Gesellschaft enthält das Jährliche Dokument, das ebenfalls auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht wird.

Den Anteilseignern wird bereits seit einigen Jahren zur Steigerung der Präsenz neben der Möglichkeit, ihr Stimmrecht auf der jährlichen Hauptversammlung selbst auszuüben, auch die Gelegenheit geboten, dieses Recht von einem Bevollmächtigten nach Wahl ausüben zu lassen oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft zu beauftragen.

Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Unternehmerisches Handeln ist immer auch mit Risiken verbunden. Teil einer guten Corporate Governance ist daher auch der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken. Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und entsprechende Maßnahmen zur Minimierung einzuleiten, gleichzeitig aber auch Gewinnchancen konsequent zu nutzen, ist die dauerhafte Aufgabe des Vorstands und der Mitarbeiter auf allen Ebenen. SCA Hygiene Products SE hat seit vielen Jahren ein bewährtes Risikomanagement-System im Einsatz. Dieses eröffnet die Möglichkeit, Abweichungen bei den Planzahlen, insbesondere beim Auftragsbestand, Umsatz, Cashflow und den Kosten rechtzeitig zu erkennen. Ferner werden die Entwicklung der Absatz- und Beschaffungsmärkte sowie das Verhalten der Wettbewerber und wichtigsten Kunden analysiert und bewertet. Das Risikomanagement-System von SCA Hygiene Products SE ist in einem Risikomanagement-Handbuch verbindlich für alle Tochtergesellschaften festgelegt; es wird kontinuierlich den veränderten Rahmenbedingungen angepasst.

Die Risikoidentifikation erfolgt in den dezentralen operativen Einheiten und in den Zentralbereichen. Soweit möglich, werden die Risiken nach ihrer Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, die Entwicklung des Risikos vergangenheits- und zukunftsorientiert beurteilt und quartalsweise über ein konzernweites Berichts- und Meldesystem auf der Ebene der Geschäftsbereiche wie auch auf Konzernebene zusammengefasst. Dabei werden den Einzelrisiken entsprechende Gegenmaßnahmen zur Risikovermeidung und -minimierung zugeordnet. Mit dieser systematischen und konzerneinheitlichen Analyse verfügen der Vorstand und die Führungsgremien des SCA Hygiene Products Konzerns jeweils über ein zeitnahes Bild der aktuellen Risikosituation.

Im SCA Hygiene Products Konzern sind fünf wichtige Geschäftsprozesse einheitlich strukturiert, dokumentiert und mit Kontrollmechanismen hinterlegt. Bei den Prozessen handelt es sich um:

Management von Sachanlagen (Asset Management)

Bestellung bis Zahlungseingang (Order to Pay)

Einkauf bis Zahlungsausgang (Purchase to Pay)

Rechnungslegungsprozess (Closing)

Lohn- und Gehaltsabrechnung (Payroll)

Die Einhaltung der Kontrollmechanismen (Minimum Internal Control Requirements) wird regelmäßig durch die interne Revision überprüft. 2011 erfolgte, wie auch schon im Vorjahr, zusätzlich eine risikoorientierte Prüfung durch den Abschlussprüfer in ausgewählten Tochtergesellschaften. Dabei wurde die Angemessenheit der internen Kontrollen bestätigt.

Wie in den Vorjahren, haben die Abschlussprüfer die Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems von SCA Hygiene Products SE geprüft und beurteilt. Sie haben festgestellt, dass es den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) entspricht und alle erforderlichen Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, getroffen wurden.

Die wesentlichen Risikoklassen des SCA Hygiene Products Konzerns sind auf den Seiten 42 bis 46 beschrieben.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement-System und internes Kontrollsystem (§ 289 Abs. 5 HGB)

Das Risikomanagement-System und das interne Kontrollsystem umfassen generell auch die Rechnungslegungsprozesse, wobei in Bezug auf die Rechnungslegung die Ordnungsmäßigkeit und Regelkonformität des Konzernabschlusses im Vordergrund stehen. SCA Hygiene Products bedient sich in Europa und Nordamerika einer einheitlichen IT-Software für die Rechnungslegung und das Berichtswesen, hat den Rechnungslegungsprozess einheitlich definiert und mit Kontrollschleifen versehen. Die Rechnungslegungsgrundsätze nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) sind, soweit unternehmensspezifisch notwendig, in einem Handbuch beschrieben und für alle Gesellschaften des Konzerns verbindlich. Die Einhaltung der Regeln wird von der internen Revision risikoorientiert und stichprobenweise geprüft. In größeren operativen Einheiten erfolgt neben der Jahresabschlussprüfung zum Ende des 3. Quartals eines Geschäftsjahres eine Zwischenprüfung durch die Wirtschaftsprüfer, um die Jahresabschlussarbeiten zu erleichtern.

Neben den Richtlinien zur Bilanzierung und Abschlusserstellung sorgen angemessene Zugriffsregelungen in den abschlussrelevanten IT-Systemen sowie die Zuordnung von Verantwortlichkeiten, das Vier-Augen-Prinzip und die Funktionstrennung für Sicherheit in den Rechnungslegungsprozessen.

Im Konsolidierungsprozess sind die Funktionen eindeutig definiert, sie gewährleisten die Erstellung eines ordnungsgemäßen Konzernjahresabschlusses. Basierend auf den geprüften Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Erstellung des Konzernjahresabschlusses in der Konzernbuchhaltung. Dieser Prozess ist in Teilprozesse gegliedert, wie beispielsweise Aufwands- und Ertragskonsolidierung, Schulden- und Kapitalkonsolidierung sowie Zwischengewinn-Eliminierung. Nach der Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt die Anfertigung der Anhangsangaben nach IFRS und Handelsgesetzbuch. Die Zugriffsrechte auf die relevanten IT-Systeme sind an die Funktionen in der Konzernbuchhaltung angepasst.

Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Lageberichterstattung gab es keine wesentlichen Veränderungen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems.

Compliance

Der bei SCA gültige Verhaltenskodex (Code of Conduct) ist in mehreren Sprachen verfügbar und gibt den SCA-Mitarbeitern konzernweit gültige Regeln für ethisches Verhalten im Arbeitsleben. Die Verhaltensgrundsätze bieten Orientierung für fairen Wettbewerb, den Umgang mit Interessenkonflikten, gesetzestreues Verhalten sowie für den Umgang miteinander, mit den Kunden und dem Gemeinwesen. Damit ermöglicht der Kodex Verhaltenssicherheit nach innen und außen und fördert aufgrund seines umfassenden Ansatzes die wertorientierte Unternehmenskultur bei SCA.

Um die Regeleinhaltung (Compliance) für eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung zu gewährleisten, werden periodisch wiederkehrend Manager und ihre Mitarbeiter mit den gesetzlichen Entwicklungen in dem Bereich Compliance durch Intensivseminare vertraut gemacht.

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich mit der Compliance-Organisation und deren Weiterentwicklung auseinandergesetzt und begleitende Maßnahmen beraten.

Diversity

In Anlehnung an den Deutschen Corporate Governance Kodex hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Thema Vielfalt (Diversity) im Unternehmen befasst. Er unterstützt den Vorstand in seinem Vorhaben, bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen auf Vielfalt zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben.

Der SCA Hygiene Products Konzern verfolgt dieses Ziel in Übereinstimmung mit dem Mutterkonzern SCA AB. Dieser beschäftigt rund 44.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen zwei Drittel in Europa beschäftigt sind. 27% der Belegschaft ist weiblich. Um die Vielfalt im Konzern sicherzustellen, achtet SCA darauf, dass alle Mitarbeiter fair und mit Respekt behandelt werden, ungeachtet Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft, Religion oder anderer persönlicher Merkmale. Bei der Personalrekrutierung im Unternehmen hat die fachliche Qualifikation der Bewerber im Hinblick auf die zu besetzende Stelle Priorität.

Einmal jährlich wird eine Bestandsaufnahme durchgeführt, um die Vielfalt im Unternehmen zu messen. Hierbei werden insbesondere die Top-Managementfunktionen betrachtet. Die Untersuchung 2011 ergab, dass unter den Top 1.000 Seniormanager-Positionen 44 Nationalitäten (2010: 42) und 21% Frauen (2010: 20%) vertreten waren. Für die Top 300 Seniormanager-Positionen ergab sich ein ähnliches Bild: 31 Nationalitäten (2010: 24) und 16% Frauen (2010: 16%).

Bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products SE achtet der Aufsichtsrat auch auf die internationale Tätigkeit des Unternehmens und die erforderliche Vielfalt. So sind im derzeitigen Aufsichtsrat bei zwölf Mitgliedern fünf Nationalitäten vertreten. Auf der Anteilseignerseite ist ein Aufsichtsratsmitglied weiblich.

Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Das gezeichnete Kapital der SCA Hygiene Products SE beträgt 181.304.561,23 EUR und ist eingeteilt in 7.092.018 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen.

Es bestehen keine Beschränkungen bezüglich der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien.

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen. SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat SCA Hygiene Products SE am 14. Dezember 2007 mitgeteilt, dass sie direkt 96,60% des Grundkapitals und der Stimmrechte der Gesellschaft hält.

Die Gesellschaft hat keine Aktien ausgegeben, die eine besondere Einflussmöglichkeit auf die Gesellschaftsorgane und damit eine besondere Kontrollbefugnis verleihen. Eine Trennung zwischen Stimmrechtskontrolle und Aktie im Zusammenhang mit Arbeitnehmerbeteiligungen besteht nicht. Arbeitnehmer, die Aktien der Gesellschaft erworben haben, können ihr Stimmrecht wie jeder andere Aktionär entweder selbst oder durch einen Bevollmächtigten ausüben.

Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sind in Art. 39 Abs. 2 und Art. 46 SE-VO in Verbindung mit §§ 84 und 85 AktG und in Verbindung mit § 12 Abs. 7 der Satzung geregelt. Die Bestellung bzw. Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ergibt eine Abstimmung Stimmengleichheit, so gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag; dies gilt auch, wenn der Vorsitzende an der Beschlussfassung durch Übermittlung einer schriftlichen Stimmabgabe nach § 12 Abs. 5 Satz 2 teilnimmt. Nimmt der Aufsichtsratsvorsitzende nicht an der Beschlussfassung teil, gibt die Stimme des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden den Ausschlag, wenn dieser ein Anteilseignervertreter ist und die Sitzung leitet. Gemäß § 11 der Vereinbarung über die Beteiligung der Arbeitnehmer in der SCA Hygiene Products SE vom 2. Juni 2009 werden sich der Aufsichtsratsvorsitzende und der erste stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende vor Abberufung und Bestellung von Vorstandsmitgliedern ins Benehmen setzen, ggf. auch mit dem Hauptaktionär.

Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung von SCA Hygiene Products SE besteht der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen. Die Bestellung eines Vorstandsvorsitzenden ist zulässig. Ein Mitglied des Vorstands ist für den Bereich Arbeit und Soziales zuständig und führt nach § 11 der Vereinbarung über die Beteiligung der Arbeitnehmer die Bezeichnung "Arbeitsdirektor". Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder nach § 7 Abs. 2 der Satzung für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren; Wiederbestellungen sind zulässig.

Änderungen der Satzung bedürfen gemäß Art. 59 Abs. 1 SE-VO eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, sofern die Rechtsvorschriften für Aktiengesellschaften im Sitzstaat der SE keine größere Mehrheit vorsieht, einer Mehrheit von nicht weniger als zwei Drittel der abgegebenen Stimmen bedarf. Nach § 179 Abs. 2 AktG ist für Satzungsänderungen eine Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erforderlich, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht. Soweit die Änderung des Unternehmensgegenstandes betroffen ist, darf die Satzung jedoch nur eine größere Mehrheit vorsehen. Die Satzung der SCA Hygiene Products SE macht in § 22 von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Abs. 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse grundsätzlich mit einer Mehrheit von zwei Drittel der abgegebenen Stimmen bzw. sofern mindestens die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden. Schreiben zwingende Rechtsvorschriften außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vor, genügt, soweit gesetzlich zulässig, die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals. Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, wurde gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG in Verbindung mit § 14 Abs. 2 der Satzung an den Aufsichtsrat delegiert.

Es bestehen keine Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe oder zum Rückkauf von Aktien der Gesellschaft.

Bei der Gesellschaft bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen o. Ä. mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

Zusammenfassend bestehen keine besonderen Regelungen bezüglich der mit Anteilen verbundenen Stimmrechte und hieraus resultierenden Kontrollmöglichkeiten, weder durch Einrichtung besonderer Aktiengattungen noch durch Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen. Über die gesetzlichen Regelungen hinausgehende Vorschriften über die Bestellung oder Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind nicht vorhanden. Es bestehen weder wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Übernahmeangebots stehen, noch Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)

SCA Hygiene Products SE ist aufgrund eines mit der SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, bestehenden Beherrschungsvertrags eng in den SCA-Konzern eingebunden.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Am 16. April 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat von SCA Hygiene Products SE die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 gemäß § 161 AktG abgegeben. Das vergangene, gegenwärtige und voraussichtlich zukünftige Verhalten der Gesellschaft weicht in den nachfolgenden Punkten von den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 ab. Die aktuelle gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG ist, wie auch die Entsprechenserklärungen der vergangenen Jahre, auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.sca.com/de/scahygieneproductsse/corporate-governance der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ziff. 4.2.3, 4. Absatz des Kodex (Vergütung des Vorstands)

"Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps soll auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden."

Begründung:

SCA Hygiene Products SE ist über einen Beherrschungsvertrag eng in den schwedischen Mutterkonzern der SCA AB eingebunden. Die Vorstandsverträge entsprechen den im SCA-Konzern angewandten Vertragsgrundsätzen, die mit der deutschen Kodexvorschrift nicht vollständig in Einklang stehen.

Ziff. 5.1.2, letzter Satz des Kodex (Zuständigkeiten des Aufsichtsrats)

"Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden."

Begründung:

Eine ausdrückliche Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt. Es ist jedoch die Regel, dass Anstellungsverträge mit Mitgliedern des Vorstands spätestens zum Zeitpunkt des Erreichens der gesetzlichen Altersrente enden.

Ziff. 5.3.2, erster Satz des Kodex (Bildung von Ausschüssen)

"Der Aufsichtsrat soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten, der sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung befasst."

Begründung:

Die Fragen des Risikomanagements und der Compliance werden im Aufsichtsratsplenum behandelt.

Ziff. 5.3.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen)

"Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt."

Begründung:

SCA Hygiene Products SE ist über einen Beherrschungsvertrag eng in den SCA-Konzern eingebunden. Der Mehrheitsaktionär hält über 96% der Aktien. Ein Nominierungsausschuss ist aus diesen Gründen nicht sachgerecht.

Ziff. 5.4.1, Satz 2 des Kodex (Zusammensetzung des Aufsichtsrats)

"Der Aufsichtsrat soll [...] eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder [...] berücksichtigen."

Begründung:

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht festgelegt. Dies erscheint angesichts der Einbindung in den SCA-Gesamtkonzern nicht zweckmäßig, da sich hieraus im Einzelfall ein legitimes Interesse des Mehrheitsaktionärs ergeben kann, unabhängig von einer Altersgrenze bestimmte Personen für eine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat zu gewinnen.

Ziff. 5.4.3, Satz 3 des Kodex (Zusammensetzung des Aufsichtsrats)

"Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz sollen den Aktionären bekannt gegeben werden."

Begründung:

Die Wahl des Vorsitzenden aus der Mitte des Aufsichtsrats ist dessen ureigene Kompetenz. Sie sollte daher, ebenso wie die Diskussion von Kandidatenvorschlägen, im Aufsichtsrat verbleiben. Die Veröffentlichung von Kandidatenvorschlägen vor endgültiger Abstimmung berührt das Beratungsgeheimnis des Aufsichtsrats und ist geeignet, nicht zum Zuge gekommene Kandidaten zu diskreditieren.

Ziff. 5.4.6, Satz 2 bis 6 des Kodex (Vergütung des Aufsichtsrats)

"Sie trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens Rechnung. Dabei sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten. Die erfolgsorientierte Vergütung sollte auch auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Bestandteile enthalten. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder soll im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden."

Begründung:

Die Regelung in § 17 der Satzung über die Vergütung des Aufsichtsrats sieht keine Berücksichtigung der Mitgliedschaft in den Ausschüssen und keine erfolgsorientierte Vergütung vor. Eine Änderung der entsprechenden Satzungsbestimmung erscheint angesichts der Einbindung der Gesellschaft in den SCA-Konzern und insbesondere des bestehenden Beherrschungsvertrags nicht zweckmäßig; vielmehr wurde in der ordentlichen Hauptversammlung 1998 gerade die früher bestehende erfolgsbezogene Vergütung im Hinblick auf das Bestehen des Beherrschungsvertrags zugunsten einer ausschließlich festen Vergütung abgeschafft. Nach § 17 Abs. 1 der Satzung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats außer dem Ersatz ihrer baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500 EUR, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter das Doppelte. Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für jede Sitzung des Aufsichtsrats, an der es persönlich teilnimmt, ein Sitzungsgeld von 200 EUR. Ein Ausweis dieser fixen und in der Satzung festgelegten Beträge gesondert für jedes einzelne Aufsichtsratsmitglied würde keine sinnvollen Zusatzinformationen vermitteln.

Ziff. 7.1.2, Satz 4 des Kodex (Rechnungslegung)

"Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein."

Begründung:

Aufgrund der engen Einbindung der Gesellschaft in den SCA-Konzern werden der von der Gesellschaft erstellte Konzernabschluss und Zwischenbericht zeitlich nach den von der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA erstellten und veröffentlichten entsprechenden Informationen bekannt gegeben. Konzernabschluss und Zwischenbericht der Gesellschaft werden gemäß den gesetzlichen Vorschriften bekannt gegeben.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung der SCA Hygiene Products SE wird in erster Linie durch die SE-Verordnung, das Aktiengesetz und den Deutschen Corporate Governance Kodex bestimmt.

Bei der Umwandlung in die Gesellschaftsform der Societas Europaea (SE) hat sich SCA entschieden, das bewährte duale Führungssystem beizubehalten. Vorstand als Leitungsorgan und Aufsichtsrat als Überwachungsorgan sind personell getrennt und arbeiten im Unternehmensinteresse zusammen.

Eine verantwortungsbewusste, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung, hat bei SCA Hygiene Products SE einen hohen Stellenwert. Diese gründet sich auf eine enge und effiziente Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat, die Beachtung der Aktionärsinteressen, die ordnungsgemäße Rechnungslegung sowie auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken und gesetzlichen und konzerninternen Regelungen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die SCA Hygiene Products SE aufgrund eines mit der SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, bestehenden Beherrschungsvertrags eng in den SCA-Konzern eingebunden ist.

Für SCA Hygiene Products SE hat ein hoher Standard ethischer Grundsätze Tradition. Der im SCA-Konzern geltende und in mehreren Sprachen verfügbare Verhaltenskodex "Code of Conduct" beschreibt die Leitlinien für das Verhalten eines jeden Mitarbeiters und ist fester Bestandteil der SCA-Unternehmenskultur. Der Verhaltenskodex bietet Orientierung für fairen Wettbewerb, den Umgang mit Interessenkonflikten, gesetzestreues Verhalten sowie für den Umgang miteinander, mit den Kunden und dem Gemeinwesen. Damit ermöglicht der Kodex Verhaltenssicherheit nach innen und außen und fördert aufgrund seines umfassenden Ansatzes die wertorientierte Unternehmenskultur bei SCA. In Übereinstimmung mit diesem Verhaltenskodex achtet der Vorstand bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen auf die Vielfalt und dabei insbesondere auf eine angemessene Berücksichtigung von Frauen. Um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und freiwillig angewandter Grundsätze (Compliance) zusätzlich abzusichern, erfolgen in regelmäßigen Abständen Präsenzschulungen zum Thema Compliance für Führungskräfte und deren Mitarbeiter.

Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen

Hauptversammlung

Der Vorstand von SCA Hygiene Products SE legt der Hauptversammlung den Jahresabschluss und den Konzernabschluss vor. Die Hauptversammlung entscheidet u. a. über die Verwendung des Bilanzgewinns. Unabhängig von der Entscheidung der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns haben die außenstehenden Aktionäre aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrags jedoch Anspruch auf Zahlung einer Garantiedividende. Diese beläuft sich nach dem Beschluss des Oberlandesgerichts München vom 17. Juli 2007 im Spruchstellenverfahren auf jährlich 16,20 EUR brutto, abzüglich der jeweiligen Körperschaftssteuerbelastung bezogen auf 41% des Bruttoausgleichs.

Vorstand

Der Vorstand leitet das Unternehmen grundsätzlich unter eigener Verantwortung. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Unternehmensleitung. Aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrags ist allerdings die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, als herrschendes Unternehmen berechtigt, dem Vorstand der Gesellschaft hinsichtlich der Leitung der Gesellschaft Weisungen zu erteilen. Dabei können gemäß § 308 AktG auch Weisungen erteilt werden, die für die Gesellschaft nachteilig sind, wenn sie den Belangen des herrschenden Unternehmens oder konzernverbundener Unternehmen dienen. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt u. a. die Ressortzuständigkeiten, die Beschlussfassung und die Mitwirkung des Aufsichtsrats. Der Vorstand besteht derzeit aus zwei Mitgliedern; er hält den Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung, die Ertragssituation, die Risikolage und die Compliance unterrichtet.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand. Nach § 16 der Satzung und aufgrund eines weitergehenden Beschlusses des Aufsichtsrats bedürfen, über die gesetzlich vorgeschriebenen Fälle hinaus, bestimmte Arten von Geschäften der Zustimmung des Aufsichtsrats. Ein Weisungsrecht aufgrund des Beherrschungsvertrags besteht gegenüber dem Aufsichtsrat nicht. Wird der Vorstand aufgrund des Beherrschungsvertrags von dem herrschenden Unternehmen angewiesen, ein Geschäft vorzunehmen, das nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Gesellschaft vorgenommen werden darf und wird diese Zustimmung nicht innerhalb einer angemessenen Frist erteilt, bestimmt § 308 Abs. 3 AktG, dass der Vorstand dies dem herrschenden Unternehmen mitzuteilen hat. Wiederholt das herrschende Unternehmen nach dieser Mitteilung die Weisung, so ist die Zustimmung des Aufsichtsrats nach § 308 Abs. 3 Satz 2 AktG nicht mehr erforderlich. Der Aufsichtsrat besteht aus zwölf Mitgliedern und ist paritätisch besetzt.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der paritätisch besetzte Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products SE hat gemäß § 107 Abs. 3 AktG einen Prüfungsausschuss und einen Personalausschuss gebildet. Dem Prüfungsausschuss wurden vom Aufsichtsrat Überwachungsaufgaben aus den Sachgebieten der Abschlussprüfung (Jahres- und Konzernabschluss sowie Lagebericht) und der Zwischenberichterstattung übertragen. Der Prüfungsausschuss bereitet die folgenden Entscheidungen des Aufsichtsrats vor: Auswahl des Abschlussprüfers, Prüfung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer, Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten, Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzernabschlusses, Prüfung des Gewinnverwendungsvorschlags. Darüber hinaus wurden dem Prüfungsausschuss Überwachungsaufgaben zur abschließenden Entscheidung übertragen: Erörterung des Halbjahresfinanzberichts und der Zwischenmitteilungen. Der Personalausschuss ist zuständig für die Vorbereitung der Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern; er befasst sich mit allen Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder und macht Vorschläge an den Aufsichtsrat für die Vergütungsstruktur des Vorstands und die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Die Beschlussfassung über das Vergütungssystem für den Vorstand und die Festsetzung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder erfolgt durch den gesamten Aufsichtsrat.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch unter der Internetadresse www.sca.com/de/scahygieneproductsse/corporate-governance abrufbar.

Abschluss SCA Hygiene Products Konzern

Erklärung des Vorstands

Der Vorstand von SCA Hygiene Products SE ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Die Berichterstattung erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Der Konzernlagebericht wird unter Beachtung der Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. SCA Hygiene Products SE ist nach § 315a HGB verpflichtet, den Konzernabschluss nach den Vorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) zu erstellen.

Die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts wird durch interne Kontrollsysteme, den Einsatz konzernweit einheitlicher Richtlinien sowie durch Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sichergestellt.

Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und konzerninternen Richtlinien sowie die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme werden kontinuierlich konzernweit geprüft. Die vom Gesetzgeber geforderte Frühwarnfunktion wird durch ein konzernweites Risikomanagement-System erreicht, das dem Vorstand ermöglicht, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und ggf. Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat gemäß Beschluss der Hauptversammlung den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht als unabhängiger Wirtschaftsprüfer geprüft und den im Anschluss an den Anhang abgedruckten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

In Anwesenheit des Abschlussprüfers wurden der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und der Prüfungsbericht im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats eingehend erörtert. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat im Aufsichtsrat über die Ergebnisse der Prüfung berichtet. In Anwesenheit des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht, den Prüfungsbericht sowie die vom Vorstand zu treffenden Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, eingehend erörtert. Das Ergebnis dieser Prüfung geht aus dem Bericht des Aufsichtsrats hervor.

Der Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen beruhen. Diese Aussagen beinhalten keine Garantie für das Eintreffen der zukünftigen Entwicklung. Die zukünftige Entwicklung des Konzerns ist abhängig von Risiken und Unsicherheiten und kann daher von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist nicht beabsichtigt.

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

TEUR Anhang Konzern 2011 Konzern 2010
Umsatzerlöse   4.005.864 3.861.344
Sonstige betriebliche Erträge (6) 168.070 152.943
Aktivierte Eigenleistungen   11.871 9.144
Bestandsveränderung   10.420 15.035
Materialaufwand (9) -2.186.732 -2.001.309
Personalaufwand (7) -641.285 -624.541
Sonstige betriebliche Aufwendungen (9) -934.124 -931.566
Planmäßige Abschreibungen (8) -158.561 -164.935
Wertminderung von Vermögenswerten (8) -18.358 -24.494
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern   257.165 291.621
Finanzerträge (10) 69.745 68.071
Finanzaufwendungen (10) -91.691 -101.638
Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen (13) 8.826 -883
Ergebnis vor Steuern   244.045 257.171
Ertragsteuern (16) -56.509 -88.662
Jahresüberschuss   187.536 168.509
Zuordnung Jahresüberschuss      
Muttergesellschaft   171.652 148.805
Minderheitsgesellschafter   15.884 19.704
Ergebnis je Aktie (35)    
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR)   24,20 20,98
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR)   24,20 20,98
Vorgeschlagene Dividende (EUR)   15,15 15,15
Anzahl der Aktien   7.092.018 7.092.018

Konzern Gesamterfolgsrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

TEUR   2011 2010
Jahresüberschuss der Periode   187.536 168.509
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen   -56.422 2.762
Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten   -101 164
Unterschied aus der Währungsumrechnung   14.492 115.299
Latente Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen (23) 16.650 -1.669
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge/Aufwendungen (Other Comprehensive Income)   -25.381 116.556
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Total Comprehensive Income)   162.155 285.065
davon auf Aktionäre der SCA Hygiene Products SE entfallend   148.135 274.314
davon auf andere Gesellschafter entfallend   14.020 10.751

Konzern Bilanz zum 31. Dezember 2011

TEUR Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Langfristiges Vermögen      
Geschäftswerte (11) 357.069 350.887
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (11) 9.161 17.495
Sachanlagen (12) 1.693.821 1.651.476
Anteile an assoziierten Unternehmen (13) 155.771 146.232
Beteiligungen (14) 41 29
Langfristige Finanzanlagen (15) 286.837 70.449
Überschuss in Pensionsplänen (25) 0 14.995
Latente Steuererstattungsansprüche (16) 31.052 27.091
Sonstige langfristige Vermögenswerte (17) 16.417 12.759
    2.550.169 2.291.413
Kurzfristiges Vermögen      
Vorräte (18) 302.739 288.394
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (19) 453.754 422.902
Sonstige kurzfristige Forderungen (20) 72.171 64.105
Kurzfristige Finanzanlagen (21) 464.138 409.478
Flüssige Mittel und finanzielle Rechnungsabgrenzungsposten (21) 18.496 23.678
Steuererstattungsansprüche (16) 14.585 9.948
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (22) 0 970
    1.325.883 1.219.475
    3.876.052 3.510.888
Eigenkapital (23)    
Gezeichnetes Kapital   181.305 181.305
Rücklagen   1.198.469 1.180.625
Konzerngewinn   171.652 148.805
Mutterunternehmen   1.551.426 1.510.735
Minderheitsgesellschafter   198.567 186.952
    1.749.993 1.697.687
Langfristige Schulden      
Langfristige Finanzschulden (24) 374.533 24.129
Personalbezogene Rückstellungen (25) 162.133 128.976
Sonstige langfristige Rückstellungen (27) 0 250
Latente Steuern (16) 123.166 125.407
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (26) 4.698 3.029
    664.530 281.791
Kurzfristige Schulden      
Kurzfristige Finanzschulden und finanzielle Rechnungsabgrenzungsposten (24) 680.310 788.046
Kurzfristige Rückstellungen (27) 12.861 11.623
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (28) 394.089 360.889
Steuerverbindlichkeiten (16) 21.537 20.227
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (29) 352.732 350.625
    1.461.529 1.531.410
    3.876.052 3.510.888

Konzern Kapitalflussrechnung 2011

Mio. EUR Anhang 2011 2010
Ergebnis vor Ertragsteuer   244,0 257,2
Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen (30) 168,0 203,8
Steuerzahlungen   -54,2 -60,9
Veränderung Vorräte   -13,7 -27,9
Veränderung Forderungen   -39,8 -33,8
Veränderung Verbindlichkeiten   28,7 48,6
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit   333,0 387,0
Investitionen   -221,2 -167,0
Verkauf Sachanlagen und Unternehmen   2,1 6,3
Veränderung Finanzanlagen   -215,7 41,8
Cashflow aus der Investitionstätigkeit   -434,8 -118,9
Veränderung Finanzschulden   246,5 -195,7
Dividendenzahlung/-zufluss (30) -107,0 -107,4
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit   139,5 -303,1
Cashflow des Jahres   37,7 -35,0
Finanzmittelfonds am Jahresbeginn   433,2 456,0
Währungskursdifferenzen   11,7 12,2
Finanzmittelfonds am Jahresende (30) 482,6 433,2

Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung 2011

      Gewinnrücklagen
2010 -
TEUR
Gezeichnetes Kapital SCA HP SE Kapitalrücklage SCA HP SE SCA HP SE Veräußerbare Finanzinstrumente Währungskursveränderungen Andere, Konzern 1)
Eigenkapital zum 01.01.2010 181.305 128.765 589.634 -73 -452.755 896.989
Konzernjahresergebnis 0 0 27 0 0 148.778
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income)            
Versicherungsmathematische Veränderungen aus Pensionszusagen 0 0 0 0 0 3.346
Marktbewertung der Wertpapiere 0 0 0 143 0 0
Währungskursveränderungen 0 0 0 0 123.872 0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 0 0 0 -35 0 -1.817
Summe der im Eigenkapital direkt erfassten Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income) - netto 0 0 0 108 123.872 1.529
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Total Comprehensive Income) 0 0 27 108 123.872 150.307
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 -107.444
Eigenkapital zum 31.12.2010 181.305 128.765 589.661 35 -328.883 939.852
2011 - TEUR            
Konzernjahresergebnis 0 0 2.816 0 0 168.836
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income)            
Versicherungsmathematische Veränderungen aus Pensionszusagen 0 0 0 0 0 -53.095
Marktbewertung der Wertpapiere 0 0 0 -89 0 0
Währungskursveränderungen 0 0 0 0 14.378 0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 0 0 0 22 0 15.267
Summe der im Eigenkapital direkt erfassten Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income) - netto 0 0 0 -67 14.378 -37.828
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Total Comprehensive Income) 0 0 2.816 -67 14.378 131.008
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 -107.444
Eigenkapital zum 31.12.2011 181.305 128.765 592.477 -32 -314.505 963.416
2010 -
TEUR
Mutterunternehmen Eigenkapital Minderheitsgesellschafter Konzerneigenkapital
Eigenkapital zum 01.01.2010 1.343.865 180.793 1.524.658
Konzernjahresergebnis 148.805 19.704 168.509
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income)      
Versicherungsmathematische Veränderungen aus Pensionszusagen 3.346 -584 2.762
Marktbewertung der Wertpapiere 143 21 164
Währungskursveränderungen 123.872 -8.573 115.299
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen -1.852 183 -1.669
Summe der im Eigenkapital direkt erfassten Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income) - netto 125.509 -8.953 116.556
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Total Comprehensive Income) 274.314 10.751 285.065
Dividendenausschüttung -107.444 -4.592 -112.036
Eigenkapital zum 31.12.2010 1.510.735 186.952 1.697.687
2011 - TEUR      
Konzernjahresergebnis 171.652 15.884 187.536
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income)      
Versicherungsmathematische Veränderungen aus Pensionszusagen -53.095 -3.327 -56.422
Marktbewertung der Wertpapiere -89 -12 -101
Währungskursveränderungen 14.378 114 14.492
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Transaktionen 15.289 1.361 16.650
Summe der im Eigenkapital direkt erfassten Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income) - netto -23.517 -1.864 -25.381
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Total Comprehensive Income) 148.135 14.020 162.155
Dividendenausschüttung -107.444 -2.405 -109.849
Eigenkapital zum 31.12.2011 1.551.426 198.567 1.749.993

1) Die anderen Gewinnrücklagen im Konzern enthalten die thesaurierten Ergebnisse und die direkt im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Veränderungen aus Pensionszusagen sowie darauf entfallende latente Steuern.

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

Die Zahlen für 2011 und 2010 wurden gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die Berichtswährung ist Euro. Die Darstellung erfolgt in 1.000 EUR (TEUR) oder in Mio. EUR, kaufmännisch gerundet.

Die SCA Hygiene Products SE und ihre Tochtergesellschaften produzieren und vertreiben im Wesentlichen Hygieneprodukte (Tissue und Personal Care).

Die SCA Hygiene Products SE, Terminalstraße Mitte 18 in München-Flughafen ist an den Börsen in München, Frankfurt und Berlin gelistet und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts München, HRB-Nr. 181458, eingetragen. Die SCA Hygiene Products SE wird in den Konzernabschluss der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden (SCA AB), einbezogen.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 17.04.2012 aufgestellt, zur Veröffentlichung im Sinne des IAS 10 freigegeben und durch den Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat für die Sitzung am 30.04.2012 zur Billigung vorgelegt.

(1) Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses angewandt wurden, werden im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, soweit nichts anderes angegeben ist.

GRUNDLAGEN FÜR DIE ERSTELLUNG DES ABSCHLUSSES

SCA hat den Konzernabschluss gemäß § 315a HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen International Financial Reporting Standards (IFRS) / International Accounting Standards (IAS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC) erstellt. Dabei wurden alle Standards und Interpretationen angewendet, die gemäß Artikel 3 bzw. Artikel 6 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 für verbindlich erklärt wurden.

SCA wendet das Anschaffungskostenprinzip für die Bewertung der Aktiva und Passiva an. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Aktiva und Passiva, einschließlich derivativer Instrumente, werden zum Zeitwert (Fair Value) bewertet.

EINFÜHRUNG DER NEUEN UND ÜBERARBEITETEN IFRS BZW. IAS

Die 2011 erstmals anzuwendenden bzw. die Änderungen überarbeiteter Standards und Interpretationen führten zu keinen materiellen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Es handelte sich hierbei um die folgenden Interpretationen und Standards.

Interpretationen:

IFRIC 14 Änderungen Beitragsvorauszahlungen bei bestehenden Mindestdotierungsverpflichtungen (Erstanwendungszeitpunkt: 01.01.2011). - Relevant, wenn Unternehmen Mindestdotierungspflichten gegenüber einem externen Pensionsvermögen unterliegen und Beitragsvorauszahlungen leisten. Diese Auslegung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten (Erstanwendungszeitpunkt: 01.07.2010). - Maßgeblich für Fälle, in denen ein Unternehmen finanzielle Verbindlichkeiten durch Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten tilgt. Diese Auslegung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

Reporting Standards:

IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Erstanwendungszeitpunkt: 01.01.2011). - Vereinfachung der Angabepflichten von Regierungen nahestehenden Unternehmen. Diese Neuregelung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

IAS 32 Finanzinstrumente - Darstellung (Erstanwendungszeitpunkt: 01.02.2010). - Änderung der Klassifizierung von Bezugsrechten, Optionen und Optionsscheinen in Fremdwährung beim Emittenten. Die Neuregelung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

Annual Improvement Process:

Der IASB hat am 06.05.2010 den dritten jährlich erscheinenden Sammelstandard zur Vornahme kleinerer Änderungen an den IFRS, die so genannten "Improvements to IFRSs" veröffentlicht. Ein Großteil der Änderungen ist erstmals auf Berichtsperioden, die am oder nach dem 01.01.2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Geändert wurden: IFRS 1, IFRS 3, IFRS 7, IAS 1, IAS 27, IAS 34 und IFRIC 13. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern.

Folgende Standards, Interpretationen, Änderungen zu Standards und Interpretationen wurden bereits vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedet, sind jedoch entweder erst in zukünftigen Berichtsperioden anzuwenden oder noch nicht von der EU in Kraft gesetzt worden:

IFRIC 20 Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im Tagebau (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2013). - Diese Auslegung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2012). - Erleichterungen bei Hyperinflation und der Einhaltung bestimmter fixer Daten für IFRS-Erstanwender. SCA bilanziert bereits nach IFRS, deshalb werden durch diese Neuregelung keine Auswirkungen auf den Konzern erwartet.

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2012). - Ergänzung der Offenlegung von Risiken und von Finanzinstrumenten, welche zwar transferiert wurden, die Anforderungen für die Entkonsolidierung aus der Bilanz jedoch nicht erfüllen. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern erwartet.

IFRS 9 Finanzinstrumente (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2015). - Projekt zur Überarbeitung der bisherigen Regelungen des IAS 39. Der Standard führt neue Klassen, Klassifizierungskriterien und Bewertungsmaßstäbe für Finanzinstrumente ein. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern erwartet.

IFRS 10 Konzernabschlüsse (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2013). - Überarbeitung der bisherigen Regelungen des IAS 27 und des SIC-12. Der Standard definiert insbesondere den Begriff der Beherrschung einheitlich. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern erwartet.

IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2013). - Überarbeitung der bisherigen Regelungen des IAS 31 und des SIC-13. Die wichtigste Neuerung des Standards besteht in der verbindlichen Anwendung der Equity-Methode bei der Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen. Die Auswirkungen auf den Konzern werden derzeit untersucht.

IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2013). - Der Standard definiert die aus der Anwendung der Standards IFRS 10, IFRS 11 und IAS 28 resultierenden Angabepflichten. Die Auswirkungen auf den Konzern werden derzeit untersucht.

IFRS 13 Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2013). - Der Standard setzt standardübergreifend einheitliche Bewertungsmaßstäbe für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert und definiert Anhangsangaben. Die Auswirkungen auf den Konzern werden derzeit untersucht.

IAS 1 Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses (Tag des Inkrafttretens: 01.07.2012). - Änderungen der Darstellung der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income). Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern erwartet.

IAS 12 Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2012). - Behandlung von zum Zeitwert bewerteter, als Finanzinvestitionen gehaltener Immobilien. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern erwartet.

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2013). - Änderung des Standards hinsichtlich des Wegfalls von Wahlrechten bei der Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste, der Verwendung eines einheitlichen Zinssatzes, sowohl für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung als auch der Planrendite, sowie erweiterter Angabepflichten im Anhang. Die Auswirkungen auf den Konzern werden derzeit untersucht.

IAS 27 Einzelabschlüsse (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2013). - Änderungen des Standards im Rahmen der Neuregelungen des IFRS 10. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern erwartet.

IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2013). - Änderungen des Standards im Rahmen der Neuregelungen des IFRS 11. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern erwartet.

SCHÄTZUNGEN BEI DER BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Einklang mit den IFRS/IAS erfordert Schätzungen und Annahmen, die sich auf ausgewiesene Aktiv- und Passivposten bzw. Ertrags- und Aufwandsposten sowie andere, im Konzernabschluss enthaltene Informationen auswirken. Das tatsächliche Ergebnis kann von diesen Bewertungen abweichen. Bereiche, in denen Schätzungen und Annahmen für den Konzern von Bedeutung sind, werden im Anhang unter Punkt (3) genannt.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Der konsolidierte Abschluss beinhaltet den Abschluss der Muttergesellschaft und aller Konzerngesellschaften. Konzerngesellschaften werden ab dem Tag konsolidiert, an dem die Gesellschaft, die zu einer der nachstehend genannten entsprechenden Kategorien von Konzerngesellschaften gehört, in den Kontroll- oder Einflussbereich des Konzerns fällt. Abgehende Konzerngesellschaften sind im konsolidierten Abschluss bis zu dem Tag enthalten, ab dem der Konzern keine Kontrolle bzw. keinen Einfluss mehr auf die Gesellschaften ausübt. Um innerhalb des Konzerns eine konsistente Berichterstattung sicherzustellen, gleichen Konzerngesellschaften ggf. ihre Einzelabschlüsse an die Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns an.

Konzerninterne Transaktionen, wie Einnahmen, Ausgaben, Forderungen und Verbindlichkeiten, sowie nicht realisierte Erträge und Konzernbeiträge wurden eliminiert.

Tochtergesellschaften

Alle Gesellschaften, an denen der Konzern über 50% der Stimmrechte hält oder kontrolliert oder bei denen der Konzern allein per Vereinbarung oder auf andere Art und Weise eine Beherrschungsmöglichkeit hat, werden als Tochtergesellschaften konsolidiert. In diesem Zusammenhang werden die bestehenden potenziellen Stimmrechte, die am Bilanzstichtag ausgeübt werden können, ebenfalls berücksichtigt.

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Die Anschaffungskosten bestehen aus dem Zeitwert (Fair Value) der Vermögenswerte, den der Verkäufer als Gegenleistung erhält, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt, zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten.

Das Eigenkapital von übernommenen Tochtergesellschaften wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten am Übernahmetag bewertet. Die Bewertung wird ohne Berücksichtigung des Umfangs von Minderheitsbeteiligungen vorgenommen. Falls die Bewertung dieser Forderungen und Verbindlichkeiten zum Zeitwert andere Werte als die Buchwerte der übernommenen Gesellschaft ergibt, bilden diese beizulegenden Zeitwerte die Anschaffungskosten für den Konzern.

Soweit die Anschaffungskosten der Anteile an Tochtergesellschaften den beizulegenden Zeitwert des Konzernanteils am Nettovermögen der übernommenen Gesellschaft übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) ausgewiesen. Sind die Anschaffungskosten geringer als der Zeitwert des Nettovermögens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Joint-Venture-Gesellschaften

Joint-Venture-Gesellschaften werden als Gesellschaften definiert, bei denen SCA zusammen mit anderen Partnern aufgrund vertraglicher Vereinbarung die gemeinschaftliche Führung ausübt. Joint-Venture-Gesellschaften werden nach der Quotenkonsolidierungsmethode einbezogen.

Die Anwendung der Quotenkonsolidierungsmethode bedeutet, dass der prozentuale Anteil des Konzerns an allen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanzposten und der Kapitalflussrechnung in den entsprechenden Abschlussbestandteilen für den SCA-Konzern enthalten ist. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und andere Änderungen, die direkt im Eigenkapital von den Joint-Venture-Gesellschaften erfasst werden, werden auch direkt im Eigenkapital des Konzerns erfasst.

Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt, ohne dass die Gesellschaft eine Tochtergesellschaft oder eine Joint-Venture-Gesellschaft ist. I. d. R. bedeutet dies, dass der Konzern zwischen 20 und 50% der Stimmrechte besitzt. Die Bilanzierung von assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Equity-Methode; sie werden zunächst zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Aktiva und Passiva von assoziierten Unternehmen erfolgt auf dieselbe Art und Weise wie bei Tochtergesellschaften, und der Buchwert für assoziierte Unternehmen enthält Geschäfts- oder Firmenwerte und andere Konzernanpassungen.

Der Konzernanteil am Ergebnis nach Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung des assoziierten Unternehmens, wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und andere Änderungen, die direkt im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens erfasst werden, werden auch direkt im Eigenkapital des Konzerns erfasst. Der Anteil am Ergebnis wird auf Basis des Anteils von SCA am Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ermittelt.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden in der Konzernbilanz als ein gesonderter Posten ausgewiesen. Der Buchwert der Anteile ändert sich um den Anteil von SCA am Ergebnis des assoziierten Unternehmens, der sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch direkt im Eigenkapital ausgewiesen wird, und vermindert sich um die erhaltenen Dividenden. Nicht ausgeschüttete Erträge von assoziierten Unternehmen sind Bestandteil des Gewinnvortrags des Konzerns.

Ist der Anteil des Konzerns an aufgelaufenen Verlusten höher als die Kosten für die Anteile am Unternehmen, wird der Buchwert auf null reduziert, und zukünftige Verluste werden nicht mehr ausgewiesen, vorausgesetzt, der Konzern hat aufgrund von Bürgschaften oder sonstigen Verpflichtungen keine Verpflichtungen gegenüber dem assoziierten Unternehmen.

Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen des Mutterunternehmens bzw. der Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen werden entsprechend der Anteilsquote des Konzerns auf assoziierte Unternehmen eliminiert.

Minderheitsanteile

Minderheitsanteile am Nettovermögen einer Tochtergesellschaft werden als gesonderter Posten im Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen. In der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ist der Minderheitsanteil im Konzernüberschuss enthalten.

Zweckgesellschaften

Gemäß SIC-12 wird die Zweckgesellschaft Abwasserverband Oberes Piestingtal, Pernitz/Österreich, in den Konzernabschluss einbezogen. SCA hat mehr als die Hälfte der Stimmrechte des Abwasserverbands und kann damit die Finanz- und Geschäftspolitik kontrollieren und bestimmen. Außerdem stellt SCA die Geschäftsführung, die Mehrheit im Vorstand und steuert die wesentlichen wirtschaftlichen Aktivitäten.

Bilanzstichtag

Der Bilanzstichtag der Konzerngesellschaften ist grundsätzlich der 31. Dezember eines Jahres.

WECHSELKURSUMRECHNUNGEN

Funktionalwährung und Berichtswährung

Die Konzerngesellschaften erstellen ihren Abschluss in der Währung, die in dem Wirtschaftsumfeld, in dem sie hauptsächlich tätig sind, verwendet wird; diese wird als Funktionalwährung bezeichnet. Diese Abschlüsse stellen die Grundlage für den konsolidierten Abschluss dar. Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt, der die Funktionalwährung der Muttergesellschaft ist. Sie ist daher die Berichtswährung sowohl für die Muttergesellschaft als auch den Konzern.

Umrechnung von ausländischen Konzerngesellschaften

Die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen aller Konzerngesellschaften, deren Funktionalwährung nicht der Berichtswährung entspricht, werden wie folgt in die Berichtswährung des Konzerns umgerechnet:

Aktiva und Passiva der einzelnen Bilanzen werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Schlusskurs umgerechnet,

Erträge und Aufwendungen der einzelnen Gewinn- und Verlustrechnungen werden zu dem im Geschäftsjahr ermittelten Durchschnittskurs umgerechnet,

alle entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden direkt im Konzerneigenkapital als ein gesonderter Posten ausgewiesen.

Umrechnungsdifferenzen, die sich aus den zur Absicherung des Nettovermögens gehaltenen Finanzinstrumenten ergeben, fließen ebenfalls direkt in das Konzerneigenkapital ein. Wird ein ausländisches Unternehmen veräußert, werden beide in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umrechnungsdifferenzen als Teil des Gewinns oder Verlusts bei Veräußerung dargestellt.

Transaktionen und Bilanzposten in Fremdwährung

Transaktionen in Fremdwährung werden unter Anwendung des am Transaktionszeitpunkt geltenden Wechselkurses in eine Funktionalwährung umgerechnet. Monetäre Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu den am Bilanzstichtag geltenden Schlusskursen bewertet. Wechselkursgewinne oder -verluste, die sich aus diesen Bewertungen und bei Erfüllung der Transaktion ergeben, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie werden in Einklang mit IAS 39 bei qualifizierten Absicherungsgeschäften bezüglich des Cashflows oder der Nettoinvestitionen im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus der Geschäftstätigkeit werden saldiert im Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Ausleihungen und Finanzanlagevermögen werden als sonstige Finanzerträge und -aufwendungen ausgewiesen.

Nichtmonetäre, zu Anschaffungskosten erfasste Aktiva und Passiva werden zu dem am Transaktionstag geltenden Wechselkurs umgerechnet.

in EUR Durchschnittskurs Stichtagskurs
  2011 2010 31.12.2011 31.12.2010
1 USD 0,7181730 0,7536430 0,7741740 0,7556870
1 GBP 1,1517300 1,1649000 1,1934700 1,1710100
1 PHP 0,0165915 0,0167297 0,0176792 0,0172649
1 RUB 0,0244919 0,0248331 0,0240546 0,0247890
1 SEK 0,1108140 0,1049080 0,1118780 0,1111580
1 PLN 0,2437590 0,2508420 0,2273170 0,2521480
1 COP 0,0003893 0,0003978 0,0003995 0,0003903
1 BOB 0,1033380 0,1081400 0,1128530 0,1085760
1 JMD 0,0084013 0,0086948 0,0089989 0,0088717
1 CLP 0,0014886 0,0014807 0,0014888 0,0016089
1 DOP 0,0189667 0,0205947 0,0201189 0,0202869
1 ARS 0,1741670 0,1928350 0,1802080 0,1899660
1 PEN 0,2608950 0,2668630 0,2871560 0,2695030
1 BGN 0,5114250 0,5114200 0,5113770 0,5115320
1 HUF 0,0035980 0,0036407 0,0032173 0,0035752
1 CZK 0,0407369 0,0396029 0,0387339 0,0395110

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Darstellung der Geschäftssegmente stimmt mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger überein. Der Hauptentscheidungsträger, der CEO der SCA AB, ist für Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Geschäftssegmenten und für die Überprüfung von deren Ertragskraft zuständig. SCA AB hat für das Hygienegeschäft die Geschäftssegmente Tissue und Personal Care gebildet. Diese Abgrenzung ist gemäß IFRS 8 auch für die in den SCA AB-Konzern eingebundene SCA Hygiene Products SE maßgeblich.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill)

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist der Betrag, um den die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwert des vom Konzern übernommenen Nettovermögens im Zeitpunkt des Erwerbs übersteigen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der bei der Übernahme von assoziierten Unternehmen entsteht, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht abgeschrieben, sondern einmal jährlich und zusätzlich auch bei Vorliegen eines entsprechenden Anhaltspunktes einer Prüfung auf Wertminderung (Impairmenttest) unterzogen und zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte Wertminderungen, ausgewiesen. Wertaufholungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert werden nicht erfasst. Nettogewinne oder -verluste aus dem Verkauf von Konzerngesellschaften beinhalten den verbleibenden Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts, der den abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.

Impairmenttests werden für zahlungsmittelgenerierende Einheiten vorgenommen, daher wird der Geschäfts- oder Firmenwert den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten angerechnet, die voraussichtlich von dem Erwerb, durch den der Geschäfts- oder Firmenwert entsteht, profitieren.

Warenzeichen

Warenzeichen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen, ausgewiesen.

Warenzeichen, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden nicht abgeschrieben, sondern auf dieselbe Art und Weise wie Geschäfts- oder Firmenwerte jährlich und zusätzlich auch bei Vorliegen eines entsprechenden Anhaltspunktes auf Wertminderung überprüft. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, die für diese Warenzeichen identifiziert werden, umfassen die Märkte in den Ländern, in denen das Warenzeichen besteht. Im SCA Hygiene Products Konzern gibt es keine Warenzeichen mit unbegrenzter Nutzungsdauer. Warenzeichen mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden während ihrer erwarteten Nutzungsdauer, die zwischen drei und fünf Jahren beträgt, linear abgeschrieben.

Forschung und Entwicklung

Forschungskosten werden bei Entstehung aufwandswirksam verbucht. In Fällen, in denen es schwierig ist, die Forschungs- von der Entwicklungsphase eines Projekts zu trennen, wird das gesamte Projekt als Forschung behandelt und sofort aufwandswirksam verbucht. Entwicklungskosten für neue Produkte und Prozesse werden aktiviert, so lange davon auszugehen ist, dass sie in Zukunft wirtschaftlichen Nutzen bringen werden und die Kriterien nach IAS 38 erfüllt sind. In anderen Fällen werden die Entwicklungskosten bei Entstehung aufwandswirksam verbucht. Aktivierte Aufwendungen werden ab dem Tag, an dem der Vermögenswert kommerziell genutzt oder produziert werden kann, über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts linear abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum beträgt fünf bis zehn Jahre.

Emissionsrechte und Kosten für CO2-Emissionen

Die von staatlichen Behörden erteilten Rechte für CO 2 -Emissionen werden als ein immaterieller Vermögenswert verbucht. In gleicher Höhe wird eine Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Rechte werden kostenlos erteilt und zu dem am ersten Tag, für den die Rechte gelten, geltenden Marktwert bewertet und ausgewiesen. In Höhe des erwarteten Verbrauchs wird eine Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Emissionsrechte werden zur Erfüllung der Verbindlichkeiten gegenüber staatlichen Behörden verwendet. Die für Emissionen kontinuierlich ausgewiesenen Rechte und Verbindlichkeiten beruhen auf dem Wert, zu dem die erhaltenen Emissionsberechtigungen ursprünglich verbucht wurden. Dies findet so lange Anwendung, wie die erhaltenen Emissionsberechtigungen zur Deckung der vom Konzern erforderlichen Rechte zur Erfüllung der Verbindlichkeit notwendig sind. Sobald die erhaltenen Emissionsrechte nicht die abgegebenen Emissionen decken, bildet SCA eine Rückstellung für das Defizit, das zu dem am Bilanzstichtag geltenden Marktwert bewertet wird.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte umfassen auch Patente, Lizenzen und sonstige Rechte. Bei Erwerb derartiger Vermögenswerte werden die Anschaffungskosten als Vermögenswert bilanziert, der über die erwartete Nutzungsdauer von drei bis 20 Jahren linear abgeschrieben wird.

Derzeit sind, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer bilanziert.

SACHANLAGEVERMÖGEN

Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen, bewertet.

Die Anschaffungskosten beinhalten Aufwendungen, die sich direkt dem Erwerb des Vermögenswerts bzw. dessen Komponenten zurechnen lassen. Die Kosten von Grundstücken und Produktionsanlagen, die durch große Projekte entstehen, umfassen, im Gegensatz zu den Anschaffungskosten für andere Anlagenzugänge, Aufwendungen für die Inbetriebnahme. Die Fremdkapitalkosten in der Bau- und Montagezeit sind in den Kosten für große Investitionsprojekte (über 25 Mio. EUR und über sechsmonatige Bauzeit) enthalten. Anschaffungskosten für Anlagen im Bau werden aktiviert.

Nachträgliche Anschaffungskosten sind Ausgaben für geplante oder ungeplante:

Erweiterungsinvestitionen,

Ersatzinvestitionen,

Großreparaturen,

strategische Ersatzteile und

langfristige zyklische Maßnahmen,

die den Buchwert des Vermögenswerts bzw. dessen Komponenten, unter Berücksichtigung der Ausbuchung, von den Teilen, die ersetzt oder verschrottet werden, erhöhen oder die als separater Vermögenswert bzw. als dessen separate Komponenten erfasst werden, wenn aus dem Vermögenswert bzw. dessen Komponenten dem Konzern in Zukunft wahrscheinlich ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich die Kosten des Vermögenswerts bzw. dessen Komponenten zuverlässig ermitteln lassen.

Die laufenden geplanten sowie ungeplanten Kosten für Reparaturen und Wartungen werden im Entstehungszeitraum in der Gewinn- und Verlustrechnung aufwandswirksam verbucht. Dabei handelt es sich ausschließlich um kurzfristig zyklische Maßnahmen, die keinen zusätzlichen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren, sondern lediglich den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen aufrechterhalten, wie dieser durch den ursprünglichen Erwerb des Vermögensgegenstandes beziehungsweise dessen Komponenten erwartet war.

Grundstücken wird eine unbestimmte Nutzungsdauer zugeordnet; sie werden daher nicht abgeschrieben. Sonstiges Sachanlagevermögen wird bis auf den geschätzten Restwert des Vermögenswerts bzw. dessen separate Komponenten über die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts bzw. dessen Komponenten linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird wie folgt festgelegt:

Nutzungsdauer Anzahl Jahre
Energieerzeugung - Kessel und Dampferzeugung 1) 7 - 20
Energieerzeugung - Turbinen, Generatoren, Transformatoren, Sonstige 10 - 20
Energieerzeugung - Großreparaturen 8 - 10
Holzverarbeitung, Deinking, Zellstoffaufbereitung und -erzeugung 1) 15 - 25
Papiermaschinen 1) 15 - 25
Papiermaschinen - Großreparaturen 3 - 7
Verarbeitungsmaschinen 7 - 15
Krananlagen 15 - 25
IDC - vollautomatisches Hochregallager 5 - 25
Frisch- und Abwasseranlagen 20
Gebäude 7 - 50
Spezialbauten (z. B. Tank, Silo, Kamin, Rohrbrücke) 5 - 30
Grundstücksbestandteile (z. B. Straßen, Brücken, Umzäunung) 20 - 30
Computer, Drucker, Telefon- und Videosysteme, sonstige IT-Geräte 3 - 5
Büroausstattung, Mobiliar und sonstiges Interieur 7
Fuhrpark, Stapler, Transport- und Beförderungsanlagen, LKW-Waagen 3 - 20
Energieanlagen 15 - 30
Übrige Anlagen 3 - 15

1) Den strategischen Ersatzteilen werden entweder die gleichen Nutzungsdauern wie den Komponenten zugeordnet, in denen diese integriert sind, oder individuelle Nutzungsdauern.

Die Restwerte und Nutzungsdauern der Vermögenswerte werden jährlich überprüft und ggf. angepasst.

Fremdkapitalzinsen werden aktiviert, sofern Sachanlagen den Qualifying Assets angehören. Als Qualifying Assets werden Vermögenswerte bezeichnet, bei denen sich der Anschaffungs- oder Herstellungsvorgang über einen längeren Zeitraum erstreckt. Sobald die Bau- und Montagezeit eines Sachanlageguts einen Zeitraum von sechs Monaten übersteigt, gilt dieses als Qualifying Asset. Fremdkapitalkosten werden ab einem Investitionsvolumen von 25 Mio. EUR aktiviert.

ABSCHREIBUNGEN

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und zusätzlich bei Vorliegen eines entsprechenden Anhaltspunktes auf Wertminderung überprüft. Der Buchwert der Vermögenswerte wird immer dann auf Wertminderung überprüft, wenn es Hinweise darauf gibt, dass der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist.

Falls der Buchwert eines Vermögenswerts seinen geschätzten erzielbaren Betrag übersteigt, wird der Vermögenswert auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert, abzüglich der Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Der beizulegende Zeitwert ist der bei einem Verkauf zu Marktbedingungen erzielbare Preis. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows, die sich durch die Nutzung des Vermögenswerts erzielen lassen, und dem geschätzten Restwert am Ende der Nutzungsdauer. Bei einer Überprüfung auf Wertminderung werden die Vermögenswerte in zahlungsmittelgenerierende Einheiten untergliedert und Bewertungen auf Basis dieser zukünftigen Cashflows der Einheiten vorgenommen.

Eine zu einem früheren Zeitpunkt verbuchte Wertminderung wird aufgehoben, wenn der Grund dafür entfallen ist. Die Zuschreibung erfolgt höchstens bis zu den um planmäßige Abschreibungen fortgeführten Anschaffungskosten. Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert werden niemals aufgehoben.

LEASING

Leasingverträge für Sachanlagen werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum an einem Vermögenswert verbundenen Risiken trägt und den Nutzen hat. Der geleaste Vermögenswert wird als Sachanlagewert aktiviert. Zudem wird eine sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen. Zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses ist der Wert der beiden Posten der niedrigere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasingobjekts und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen. Zukünftige Leasingzahlungen werden zwischen der Tilgung der Verbindlichkeit und den Finanzierungskosten aufgeteilt, so dass in jedem Rechnungslegungszeitraum ein Zinsbetrag verbucht wird, der sich mittels eines festen Zinssatzes für die in jedem Zeitraum verbuchte Verbindlichkeit errechnet. Der geleaste Vermögenswert wird nach denselben Grundsätzen abgeschrieben, die auch auf andere Vermögenswerte derselben Art Anwendung finden. Falls es ungewiss ist, ob der Vermögenswert am Ende des Leasingzeitraums übernommen wird, wird der Vermögenswert über die Dauer des Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn diese länger als die Nutzungsdauer ist, wird auf die Nutzungsdauer, die auf andere Vermögenswerte derselben Art Anwendung findet, abgeschrieben.

Leasingverträge für Vermögenswerte, bei denen die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Nutzen im Wesentlichen beim Leasinggeber verbleiben, werden als Operating-Leasingverhältnis bezeichnet. Die Leasingzahlungen werden über die Dauer des Leasingvertrags als Aufwand erfasst.

FINANZINSTRUMENTE

Zu den in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumenten zählen flüssige Mittel, Wertpapiere, sonstige Finanzforderungen, Forderungen, Verbindlichkeiten, Darlehen und Derivate.

Erfassung und Ausbuchung

Ausgereichte Darlehen und Forderungen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Aktiva und sonstige finanzielle Passiva werden am Erfüllungstag realisiert. Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten werden zum Handelstag erfasst. Finanzinstrumente, die nicht der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" angehören, werden zunächst zu den Anschaffungskosten ausgewiesen, die dem beizulegenden Zeitwert des Instruments einschließlich Transaktionskosten entsprechen.

Finanzielle Aktiva werden aus der Bilanz gegen die Gewinn- und Verlustrechnung ausgebucht, wenn keine Chancen und Risiken und kein Recht auf Zahlungsströme aus dem Instrument mehr bestehen oder diese auf einen Dritten übertragen wurden. Finanzielle Passiva werden gegen die Gewinn- und Verlustrechnung aus der Bilanz ausgebucht, wenn SCA den Verpflichtungen nachgekommen ist oder sie anderweitig erloschen sind.

Bewertung

Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente wird auf Basis der aktuellen, zum Bilanzstichtag geltenden Börsennotierungen ermittelt. Liegen keine Börsennotierungen vor, ermittelt SCA die beizulegenden Zeitwerte mithilfe der für den Finanzmarkt anerkannten Bewertungsmodelle. Hierbei wird insbesondere die Barwertmethode unter Verwendung des für den jeweiligen Betrachtungszeitraum marktüblichen Zinssatzes angewendet. Der erwartete Cashflow wird auf Basis verfügbarer Marktinformationen ermittelt. Eine Wertminderung der finanziellen Aktiva entsteht, wenn eine Wertminderung objektiv nachgewiesen ist, beispielsweise wenn ein Schuldner seinen Verpflichtungen dauerhaft nicht nachkommen kann. Bei langfristigen Darlehen werden die aktuellen Marktzinsen und eine Schätzung des Risikoaufschlags für SCA bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte berücksichtigt. Der beizulegende Zeitwert von kurzfristigen Krediten und Beteiligungen entspricht dem Buchwert, unter der Berücksichtigung, dass eine Veränderung der Marktzinsen eine zu vernachlässigende Wirkung auf den Marktwert hat.

Kategorisierung

SCA weist Finanzinstrumente mit einer Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten als kurzfristige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten und jene mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten als langfristige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten aus.

Die Kategorisierung von Finanzinstrumenten wird beim erstmaligen Ansatz festgelegt und zu jedem Stichtag überprüft. Der Zweck der Transaktion entscheidet über die Kategorisierung. SCA klassifiziert Finanzinstrumente anhand der nachstehenden Kategorien.

SCA kategorisiert aktive Finanzinstrumente wie folgt:

a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Diese Kategorie hat zwei Unterkategorien: zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Held for Trading) und solche, die SCA von Beginn an dieser Kategorie zugeteilt hat. Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeteilt, wenn dieser prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend festgelegt wurde. Derivate mit einem positiven Marktwert werden dieser Kategorie zugeteilt. Vermögenswerte in dieser Kategorie werden zum Zeitwert bewertet, und Änderungen ihres Werts werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nur Finanzderivate wurden während des Geschäftsjahres dieser Kategorie zugeteilt.

b) Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Held to Maturity)

Zu dieser Kategorie gehören finanzielle Vermögenswerte mit festen oder variablen Zahlungen, die keine Derivate sind und die SCA bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt. Aktiva dieser Kategorie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, was bedeutet, dass eine gleichbleibende Rendite erzielt wird.

Dieser Kategorie wurden während des Geschäftsjahres keine Finanzinstrumente zugeteilt.

c) Ausgereichte Darlehen und Forderungen

Diese Kategorie umfasst ausgereichte Darlehen und Forderungen mit festen oder variablen Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert werden. Sie enthält keine Derivate. Forderungen entstehen, wenn SCA Geld, Güter oder Dienstleistungen einem Schuldner direkt zur Verfügung stellt, ohne die Absicht zu haben, mit den Forderungen zu handeln. Vermögenswerte in dieser Kategorie werden zu den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Zweifelhafte Forderungen werden einzeln bewertet. Wertberichtigungen werden stets vorgenommen, wenn bekannt wird, dass (1) der Kunde Konkurs anmelden muss, (2) ein Insolvenzverfahren gegen den Kunden eröffnet wurde, (3) der Kunde sich in Liquidation befindet, (4) ein Vermögensverwalter beim Kunden aufgrund eines Vergleichs eingesetzt wurde, (5) nach dem dreistufigen Mahnverfahren ein Gerichtsverfahren eingeleitet wurde. Für verbundene Unternehmen wird keine Einzelwertberichtigung für Forderungen gebildet.

d) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Diese Kategorie beinhaltet finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie zugeordnet werden oder keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden sowie Beteiligungen. Vermögenswerte in dieser Kategorie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Änderungen ihres Werts, außer bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, im Eigenkapital erfasst. Hat ein einzelner Posten einen Wert von weniger als 0,5 Mio. EUR, wird keine Marktbewertung vorgenommen, da die Auswirkung als unwesentlich beurteilt wird. Wird der Posten verkauft, wird der im Eigenkapital erfasste kumulative Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

SCA kategorisiert passive Finanzinstrumente wie folgt:

a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Passiva

Diese Kategorie umfasst Derivate mit negativen beizulegenden Zeitwerten, die nicht für Absicherungszwecke (Hedge-Accounting) genutzt werden, und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Passiva. Passiva in dieser Kategorie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Änderungen ihres Werts in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Nur Derivate werden während des Geschäftsjahres dieser Kategorie zugeteilt.

b) Sonstige finanzielle Passiva

Diese Kategorie umfasst finanzielle Passiva, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Diese werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten, und danach zu den fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode verbucht.

VORRÄTE

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und dem Netto-Veräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der FIFO-Methode (FIFO: first in, first out) für Fertigerzeugnisse und Handelswaren oder nach der Durchschnittskostenmethode für das übrige Vorratsvermögen ermittelt.

Die Kosten für fertige und unfertige Erzeugnisse beinhalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Personalkosten und andere, direkt dem Fertigungsprozess zurechenbare Kosten und Fertigungsgemeinkosten, jeweils auf Basis der normalen Betriebskapazität. Fremdkapitalkosten sind nicht in der Bewertung von Vorräten enthalten, da es bei SCA im Vorratsvermögen keine Qualifying Assets gibt. Als Qualifying Assets werden Vermögenswerte bezeichnet, die nicht unmittelbar, sondern erst nach längerer Zeit nach ihrer Herstellung betriebsbereit sind.

Der Netto-Veräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufspreis, abzüglich der geschätzten Kosten für Fertigstellung und Verkauf des Produkts.

FLÜSSIGE MITTEL

Flüssige Mittel werden als Bar- oder Bankguthaben sowie kurzfristige Anlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten ab dem Tag der Anschaffung definiert. Auch gesperrte Gelder auf Bankkonten sind in den flüssigen Mitteln enthalten.

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENES SACHANLAGEVERMÖGEN

Sachanlagevermögen wird als zur Veräußerung gehaltenes Sachanlagevermögen klassifiziert, wenn dessen Wert binnen eines Jahres durch den Verkauf und nicht durch die ständige Nutzung im Betrieb realisiert wird. Die Vermögenswerte werden am Tag der Neuklassifizierung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, um eventuelle Wertminderungsverluste festzustellen. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Netto-Veräußerungswert angesetzt. Für diese Vermögenswerte werden in Folgeperioden keine weiteren Abschreibungen vorgenommen.

STEUERN

Die Ertragsteuern des Konzerns beinhalten Steuern auf die von den Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr ausgewiesenen Gewinne und Steueranpassungen für frühere Zeiträume sowie Änderungen der latenten Steuern für die Periode.

Latente Steuern werden für sämtliche temporäre Differenzen nach der Verbindlichkeitenmethode gebildet (Temporary-Konzept). Nach dieser Methode werden latente Steuern für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und dem Buchwert der Aktiva und Passiva im IFRS-Abschluss berechnet. Temporäre Differenzen entstehen hauptsächlich durch die Abschreibung von Sachanlagevermögen, Pensionsrückstellungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Auch für die in der Zukunft realisierbaren steuerlichen Verlustvorträge werden aktive latente Steuern gebildet. Bei Unternehmensübernahmen entstehen temporäre Differenzen durch die Differenz zwischen dem konsolidierten Wert der Aktiva und Passiva und deren steuerrechtlichem Wert.

Temporäre Differenzen, die bei der ersten Erfassung eines Aktivums oder Passivums entstehen und die sich keiner Unternehmensübernahme zuschreiben lassen und sich nicht auf einen Buchgewinn oder zu versteuernden Gewinn auswirken, führen weder zu einer latenten Steuerverbindlichkeit noch zu einer latenten Steuerforderung.

Latente Steuern werden zu ihrem Nominalbetrag bewertet und beruhen auf den zum Zeitpunkt der Umkehr voraussichtlich geltenden Steuersätzen. Aktive latente Steuerforderungen werden in der Höhe erfasst, bis zu der wahrscheinlich ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, durch den der latente Steuervorteil realisiert werden kann.

Bei erfolgswirksam erfassten Posten werden damit verbundene Steuereffekte ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei Posten, die im Eigenkapital erfasst werden, werden die damit verbundenen Steuereffekte im Eigenkapital erfasst.

LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Altersversorgung

Der Konzern führt einige beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionspläne. Bei einigen dieser Pläne hat der Konzern Vermögenswerte in Pensionsfonds angelegt. Unabhängige Versicherungsmathematiker ermitteln die Höhe der Verpflichtungen der einzelnen Pläne und bewerten die Verpflichtungen der Pensionspläne jedes Jahr neu.

Ein beitragsorientierter Pensionsplan ist ein Plan, bei dem feste Beiträge an eine gesonderte juristische Person zu zahlen sind. Es gibt keine Verpflichtung, zusätzliche Beiträge zu leisten, wenn der Fonds unzureichende Vermögenswerte hat, um die Leistungen zu zahlen, auf die die Arbeitnehmer Anspruch haben. Ein leistungsorientierter Pensionsplan ist ein Plan, bei dem die Höhe der Pensionsleistung, die ein Arbeitnehmer nach Eintritt in den Ruhestand erhält, festgelegt wird. Dieser Betrag wird auf Grundlage von Faktoren wie Gehalt, Alter und Dienstjahre festgelegt.

Die in der Bilanz erfasste Verpflichtung für leistungsorientierte Pensionspläne entspricht dem Barwert der Verpflichtung am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Vorfinanzierte Pläne mit Nettovermögen, d. h. Pläne, bei denen das Vermögen die Verpflichtungen übersteigt, werden als langfristiges Sachvermögen erfasst. Die Verpflichtung aus einem leistungsorientierten Plan wird jährlich von unabhängigen Versicherungsmathematikern unter Anwendung der Projected Unit Credit Method, bei der die Kosten auf die erwartete Dienstzeit des Arbeitnehmers verteilt werden, berechnet. Die Verpflichtung wird zum Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme unter Anwendung eines Abzinsungssatzes bewertet, der den Zinsen für erstklassige Unternehmensanleihen oder, wenn diese nicht vorliegen, Staatsanleihen entspricht, die in der Währung ausgegeben wurden, in der die Leistungen gezahlt werden und eine Restlaufzeit haben, die mit der tatsächlichen Pensionsverpflichtung vergleichbar ist.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aufgrund von geänderten versicherungsmathematischen Annahmen entstehen, werden sofort im Eigenkapital im Entstehungszeitpunkt erfasst.

Die Gesamtkosten bezüglich der leistungsorientierten Pläne werden auf Personalaufwand und Finanzierungsaufwand verteilt. Der Finanzierungsaufwand wird auf Basis des Nettowerts des Plans zu Jahresbeginn berechnet, und der Abzinsungsfaktor wird für jedes Land festgelegt.

Die Zahlungen des Konzerns bezüglich beitragsorientierter Pläne werden in der Periode aufwandswirksam erfasst, in der die Arbeitnehmer den Dienst leisten, auf den sich die Zahlung bezieht. Vorausbezahlte Beiträge werden nur insoweit als ein Vermögenswert erfasst, wie der Konzern Anspruch auf Rückzahlung oder Minderung zukünftiger Zahlungen hat.

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, Änderungen am Pensionsplan hängen davon ab, dass Arbeitnehmer während eines bestimmten Zeitraums im Dienst bleiben. In solchen Fällen wird der Aufwand über diesen Zeitraum linear verteilt.

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gezahlt, wenn der Konzern einem Arbeitnehmer vor Eintritt in den Ruhestand kündigt oder wenn ein Arbeitnehmer gegen Zahlung einer solchen Entschädigung freiwillig in den Ruhestand tritt. Entlassungsabfindungen werden als Aufwand erfasst, wenn der Konzern nachweislich verpflichtet ist, Arbeitnehmern aufgrund eines detaillierten, formellen Plans zu kündigen oder eine Entschädigung im Fall eines freiwilligen Ausscheidens zu zahlen.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden erfasst, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, und es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung zu einer Vermögensbelastung führen wird, und wenn die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann.

Rückstellungen für Umstrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, wenn ein detaillierter formeller Plan für die Maßnahmen vorliegt und jene, die von den Maßnahmen betroffen sein werden, davon Kenntnis haben.

ERTRAGSREALISIERUNG

Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung, die der Konzern für im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit verkaufte Waren und Dienstleistungen erhalten hat. Der Umsatz wird erfasst, wenn die Lieferung an den Kunden gemäß den Verkaufsbedingungen erfolgt ist. Umsatzerlöse werden ohne Mehrwertsteuer und nach Abzug von Rabatten, Boni und konzerninternen Verkäufen erfasst. Sonstige Erlöse umfassen im Wesentlichen Vergütungen für:

Vermietung,

Lizenzen,

Serviceleistungen.

Zinserträge werden zeitanteilig im Einklang mit der Effektivzinsmethode erfasst. Dividendenerträge werden erfasst, wenn das Recht auf Empfang der Zahlung entsteht. Serviceleistungen werden entsprechend dem erbrachten Leistungsumfang abgerechnet. Nutzungsentgelte werden entsprechend der Inanspruchnahme des überlassenen Vermögenswerts in Rechnung gestellt und erfasst.

ÖFFENTLICHE ZUWENDUNGEN

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendungen gezahlt werden und der Konzern die damit verbundenen Bedingungen einhält.

Öffentliche Zuwendungen für den Erwerb von Vermögenswerten werden als Minderung der Anschaffungskosten der Vermögenswerte erfasst.

Als Kostenentschädigung erhaltene staatliche Zuschüsse werden abgegrenzt und in der Gewinn- und Verlustrechnung in demselben Zeitraum wie die Kosten erfasst. Die Kosten werden um den Zuschuss gemindert.

(2) Finanzierung (ergänzende Angaben zu IFRS 7)

Die finanziellen Risiken für SCA Hygiene Products SE sind definiert als Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiko. Das Marktrisiko beinhaltet Währungs-, Preis- und Zinsrisiken. Diese Risiken werden auf der Ebene der Muttergesellschaft SCA AB behandelt und durch zentrale Finanzrichtlinien geregelt. Die Ziele sind die Reduzierung der Volatilität und die bessere Vorhersehbarkeit der Einflüsse auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz.

SCA Hygiene Products SE und ihre Tochtergesellschaften finanzieren sich im Wesentlichen bei der SCA Capital NV, Diegem/Belgien, der Finanzierungsgesellschaft der SCA AB, zu marktüblichen Konditionen. SCA AB hat ein Rating von Baa1/BBB+ (langfristig) und P2/A2 (kurzfristig) von Moody's bzw. Standard & Poor's.

Zum Risikomanagement-System und den getroffenen Maßnahmen wird auf den Risikobericht im Lagebericht verwiesen.

Fremdwährungsrisiko

Die Gesellschaften des Konzerns haben Exporteinnahmen und Importkosten in verschiedenen Währungen. Diese Verkäufe bzw. Käufe in Fremdwährung führen zu Fremdwährungsrisiken. Das Transaktionsrisiko wird ausschließlich über AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, gesichert. SCA Hygiene Products SE und ihre Tochtergesellschaften haben kein eigenständiges Hedge-Accounting implementiert.

Langfristige Währungsintensität

Die Aufstellung der Umsatzerlöse und der betrieblichen Aufwendungen des Konzerns in den verschiedenen Währungen zeigt die langfristige Währungsintensität.

Währung Umsatz Betrieblicher Aufwand
EUR 46% 47%
USD 27% 31%
GBP 18% 9%
RUB 8% 8%
SEK 0% 5%
Übrige 1% 0%
Gesamt 100% 100%

Die Differenzen ergeben sich überwiegend daraus, dass der Konzern Zellstoff einkauft, der bei externer Beschaffung überwiegend in US-Dollar gehandelt wird. Darüber hinaus werden die in Großbritannien vertriebenen Personal Care-Produkte importiert.

Transaktionsrisiko

Das Transaktionsrisiko, das aus Importen und Exporten resultiert, wird bis zu einer Laufzeit von 18 Monaten gesichert. Vertraglich vereinbarte künftige Zahlungen für langfristige Vermögenswerte in ausländischer Währung werden in vollem Umfang gesichert.

Der prognostizierte Währungstransaktionsfluss, nach Nettoberechnungen der entsprechenden Zahlungsströme in derselben Währung, beträgt 2012 129,2 Mio. EUR (2011: 72,2 Mio. EUR). Das gesamte Hedge-Volumen entspricht 0,3 Monate bezogen auf die Prognose für 2012. Der überwiegende Teil der Hedging-Positionen wird während des 1. Quartals 2012 realisiert. Die nachstehende Tabelle stellt die Prognose für 2012 sowie offene Hedging-Positionen zum Jahresende 2011 dar.

Die noch ausstehende Hedging-Position in Höhe von -0,6 Mio. EUR (2010: 0 Mio. EUR) beinhaltet Forward-Kontrakte mit einem Netto-Marktwert von 780 TEUR (2010: 36 TEUR).

Währung 2012 31.12.2011   2011 31.12.2010
  Prognose
Mio. EUR
Hedge- Volumen 2)
Mio. EUR
Anzahl Hedge- Monate Hedge
in %
Prognose 1)
Mio. EUR
Hedge- Volumen 2)
Mio. EUR
CAD 39,6 - - - 36,0 -
GBP 38,2 6,3 2,0 16,5% 55,8 1,7
JPY -1,0 - - - -0,9 -
PHP 10,8 - - - 11,0 -
PLN 97,2 13,6 1,7 14,0% 52,4 7,1
RUB 146,3 - - - 122,1 -
SEK -33,3 -1,2 0,4 3,6% -27,3 -0,3
USD -168,6 -22,4 1,6 13,3% -176,9 -7,6
EUR -129,2 3,1     -72,2 -0,9
Posten gesamt 0,0 -0,6     0,0 0,0
Währung 31.12.2010  
  Anzahl Hedge- Monate Hedge
in %
CAD - -
GBP 0,4 3,0%
JPY - -
PHP - -
PLN 1,6 13,5%
RUB - -
SEK 0,1 1,1%
USD 0,5 4,3%
EUR    
Posten gesamt    

1) Wert positiv: SCA ist Nettoverkäufer dieser Währung.
Wert negativ: SCA ist Nettokäufer dieser Währung.
2) Wert positiv: SCA hat einen bindenden Vertrag zum Verkauf dieser Währung.
Wert negativ: SCA hat einen bindenden Vertrag zum Erwerb dieser Währung.

Umrechnungsrisiko

Die Bilanz des Konzerns wird in Euro aufgestellt. Durch die Einbeziehung von ausländischen Gesellschaften mit einer anderen Währung entsteht ein Umrechnungsrisiko für das konsolidierte Eigenkapital und die anderen Bilanzposten. Dieses Risiko wird im Konzern nicht gesichert.

Derivate

Nachstehende Tabelle stellt die Derivate dar, die sich auf die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns 2011 auswirkten.

Die Währungsderivate gegenüber verbundenen Unternehmen dienen im Wesentlichen der Wechselkurssicherung von Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährung.

Nicht realisierte Derivate 31.12.2011 31.12.2010
Mio. EUR Forderungen Verbindlichkeiten Forderungen
  Nominal Marktwert Nominal Marktwert Nominal Marktwert
Währungsderivate, ggü. verbundenen Unternehmen 12,9 4,0 495,8 -0,3 199,6 12,3
Energiederivate, verbundene Unternehmen 23,0 3,0 55,8 -8,8 42,3 5,3
Gesamt 35,9 7,0 551,6 -9,1 241,9 17,6
Nicht realisierte Derivate 31.12.2010
Mio. EUR Verbindlichkeiten
  Nominal Marktwert
Währungsderivate, ggü. verbundenen Unternehmen 466,8 -2,4
Energiederivate, verbundene Unternehmen 21,9 -3,0
Gesamt 488,7 -5,4

Refinanzierungsrisiko und Liquidität

Zum Bilanzstichtag betrug die verzinsliche Bruttoverschuldung 1.054,7 Mio. EUR (2010: 812,1 Mio. EUR). Davon sind 987,3 Mio. EUR (2010: 749,0 Mio. EUR) gegenüber verbundenen Unternehmen. Unter Hinzurechnung der Netto-Pensionsrückstellungen und der passivischen Zinsabgrenzung sowie abzüglich der flüssigen Mittel, finanziellen Forderungen, der Marktwerte der finanziellen Derivate und der aktivischen Zinsabgrenzung ergibt sich eine Nettoverschuldung von 447,5 Mio. EUR (2010: 422,6 Mio. EUR). Die Gesellschaften finanzieren sich im Wesentlichen bei der Muttergesellschaft SCA AB zu Marktkonditionen. Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Finanzierung, die sich an die Marktkonditionen anpasst, sieht die Gesellschaft kein wesentliches Zinsänderungsrisiko. Am 31.12.2011 betrug die externe Verschuldung des Konzerns 6,4% (2010: 7,8%) der gesamten Bruttoverschuldung.

Die Liquiditätsanalyse bezieht sich ausschließlich auf finanzielle Schulden und wird stets auf Basis der undiskontierten Cashflows für die vertragliche Restlaufzeit, unter Einbeziehung von Zinsen und Tilgung, durchgeführt.

Die brutto erfüllten Derivate haben überwiegend korrespondierende positive Cashflows und stellen nach Ansicht des Unternehmens kein Liquiditätsrisiko dar. Die Wertangabe für brutto erfüllte Derivate entspricht ausschließlich Cash-Outflows. Verträge mit variablen Zahlungen sind nicht vorhanden.

Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
  < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Verzinsliche Bruttoverschuldung 1) 691,8 410,9 1,2 797,1 19,2 4,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, extern 345,4 0,2 0,0 315,9 0,3 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, verbundene Unternehmen 48,4 0,0 0,0 44,7 0,0 0,0
Energiederivate, verbundene Unternehmen 6,9 2,0 0,0 2,7 0,3 0,0
Gesamt 1.092,5 413,1 1,2 1.160,4 19,8 4,0
Derivate, Cash-Outflows -513,9 0,0 0,0 -666,6 0,0 0,0
Derivate, Cash-Inflows 508,8 0,0 0,0 653,9 0,0 0,0
Derivate, Cash netto -5,1 0,0 0,0 -12,7 0,0 0,0

1) In diesem Posten sind auch Verbindlichkeiten für Finanz-Leasingverhältnisse enthalten.

Zinsrisiko

Die Erträge des Konzerns werden von Zinsschwankungen beeinflusst. Die Geldaufnahme erfolgt weitgehend kurzfristig, da nach Ansicht des Unternehmens variable Zinssätze langfristig zu einem niedrigeren Zinsrisiko führen. Die durchschnittliche fixe Zinsperiode für die verzinsliche Bruttoverschuldung inklusive Derivaten betrug 3,5 Monate (2010: 4,1 Monate). Der durchschnittliche Zinssatz für die Nettoverschuldung abzüglich der Netto-Pensionsrückstellung und der Zinsabgrenzung betrug am 31.12.2011 6,22% (31.12.2010: 4,82%).

Kreditrisiko

Die Möglichkeit, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, stellt ein Kundenkreditrisiko dar. Das maximale Kreditrisiko für am Bilanzstichtag noch nicht realisierte externe Forderungen für Lieferungen und Leistungen betrug 417,7 Mio. EUR (2010: 383,4 Mio. EUR). Zur Risikominderung wurden Delkredere-Versicherungen in Höhe von 105,9 Mio. EUR (2010: 109,9 Mio. EUR) abgeschlossen. Von diesem Betrag sind 30,1 Mio. EUR (2010: 17,5 Mio. EUR) den Forderungen der Kategorie "überschrittene Zahlungskonditionen" und 0 Mio. EUR (2010: 0 Mio. EUR) der Kategorie "einzelwertberichtigte Forderungen" zuzuordnen. Zur Minimierung dieses Risikos werden Bonitätsprüfungen vorgenommen und individuelle Kreditlimits für jeden Kunden festgelegt. Wenn möglich und wirtschaftlich, werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Im Segment Personal Care ist der Umsatz auf viele Kunden verteilt. Dies gilt ebenso im Segment Tissue für den Bereich Away From Home. Lediglich im Bereich Consumer Tissue gibt es eine Kundenkonzentration auf die großen Einzelhandelsunternehmen. Aufgrund dieser Kundenstruktur rechnet die Gesellschaft nicht mit einem hohen Ausfallrisiko. Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten entspricht das maximale Kreditrisiko dem Buchwert.

Energiepreisrisiko

SCA unterliegt als energieintensives Unternehmen Risiken in Bezug auf Preisänderungen bei Öl, Gas und Strom. In den Märkten in Deutschland, Österreich, Belgien, Großbritannien und den USA, in denen der Handel mit Energiederivaten etabliert ist, nutzt SCA Finanzinstrumente, um dieses Risiko zu begrenzen. Am 31.12.2011 hatte SCA Energiekontrakte im Volumen von 3,14 TWh (2010: 2,86 TWh). Der Marktwert betrug -5,8 Mio. EUR (2010: 2,3 Mio. EUR).

Sensitivitätsanalyse des Marktrisikos

Für die mit Risiken behafteten Finanzinstrumente wurde zum 31.12.2011 eine Sensitivitätsanalyse auf Basis von Annahmen über mögliche Marktschwankungen im Jahr 2012 durchgeführt.

Währungsrisiko

Wenn die in der folgenden Tabelle aufgeführten Währungen um 5% schwächer bzw. stärker gegenüber anderen Währungen notieren, unter Annahme sonst gleichbleibender Währungsparitäten, würden die noch nicht realisierten Financial Hedges für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch für Lieferantenverbindlichkeiten das Ergebnis vor Ertragsteuer wie folgt erhöhen bzw. vermindern:

Währung Ergebnis vor Ertragsteuer
Mio. EUR 2011 2010
EUR 0,9 0,3
USD 0,1 0,8
GBP 0,1 0,2
SEK 0,2 0,2
PLN 0,1 -

Wenn der Euro um 5% schwächer bzw. stärker gegenüber den anderen Währungen notiert, würden die Finanzschulden in ausländischer Währung das Finanzergebnis des Konzerns um 0 Mio. EUR (2010: 8,4 Mio. EUR) erhöhen bzw. vermindern.

Preisrisiko

Wenn die Börsenkurse um 15% steigen bzw. fallen und alle weiteren Variablen unverändert bleiben, würde sich das Eigenkapital um 0,9 Mio. EUR (2010: 0,9 Mio. EUR) erhöhen bzw. um 0,9 Mio. EUR (2010: 0,8 Mio. EUR) vermindern.

Wenn die Energiepreise für die noch nicht realisierten Financial Hedges für Gas- und Stromlieferungen um 20% steigen bzw. fallen und alle anderen Parameter unverändert bleiben, würden sich die jährlichen Energiekosten um 20,4 Mio. EUR (2010: 11,0 Mio. EUR) erhöhen bzw. vermindern. Die gesamten Energiekosten des Konzerns hätten sich jedoch wesentlich stärker verändert, wenn das Preisrisiko der Energieverträge einbezogen würde.

Zinsrisiko

Wenn das Zinsniveau bei unveränderter Zinslaufzeit und Nettoverschuldung um 1% höher bzw. niedriger ist, würde sich das Zinsergebnis um 2,0 Mio. EUR (2010: 2,0 Mio. EUR) vermindern bzw. erhöhen.

Finanzinstrumente - Kategorien - Gewinn- und Verlustrechnung

Ergebnis vor Ertragsteuer nach Bewertungskategorien

Mio. EUR Aus Zinsen/ Dividenden Aus Folgebewertung Aus Abgang Ergebnis vor Ertragsteuer
    Fair Value Währungsumrechnung   2011 2010
Forderungen und Ausleihungen 8,8 0,0 -4,2 0,0 4,6 5,2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0,0 4,2 0,0 16,3 20,5 5,0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0,2 0,0 0,0 0,0 0,2 0,2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 5,5 -47,6 0,0 0,0 -42,1 -54,2
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -26,3 0,0 36,5 0,0 10,2 31,6
Gesamt -11,8 -43,4 32,3 16,3 -6,6 -12,2

Finanzinstrumente - Kategorien - Bilanz

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Finanzinstrumente wurden für die folgenden Bilanzposten angewendet:

31.12.2011 -
TEUR
Anhang Forderungen und Ausleihungen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Gesamt Marktwert
Vermögenswerte            
Beteiligungen (14) 0 0 41 41 41
Langfristige Finanzanlagen (15) 0 0 5.754 5.754 5.754
Langfristige Finanzanlagen ggü. verbundenen Unternehmen (15) 281.083 0 0 281.083 273.559
Langfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen (17) 0 664 0 664 664
Langfristige operative Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen (17) 6.923 0 0 6.923 5.872
Kautionen für Mieten, Leasing und Kontrakte (17) 126 0 0 126 126
Ausleihungen (17) 1.206 0 0 1.206 1.206
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (19) 417.732 0 0 417.732 417.732
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ggü. verbundenen Unternehmen (19) 36.022 0 0 36.022 36.022
Kurzfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen (20) 0 3.424 0 3.424 3.424
Kurzfristige operative Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen (20) 2.605 0 0 2.605 2.605
Debitorische Kreditoren, Forderungen an Versicherungen und aus Kautionen (20) 4.892 0 0 4.892 4.892
Kurzfristige Finanzanlagen (21) 11.257 0 0 11.257 11.257
Kurzfristige finanzielle Derivate (21) 0 2.908 0 2.908 2.908
Kurzfristige Finanzanlagen ggü. verbundenen Unternehmen (21) 449.972 0 0 449.972 449.972
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (21) 18.405 0 0 18.405 18.405
Zinsabgrenzung (21) 91 0 0 91 91
Gesamt   1.230.314 6.996 5.795 1.243.105 1.234.530
31.12.2011 -
TEUR
Anhang Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Leasing- Verbindlichkeiten Gesamt Marktwert
Verbindlichkeiten            
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 0 13.183 3.764 16.947 18.683
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (24) 0 357.586 0 357.586 367.814
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 0 50.049 419 50.468 50.468
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (24) 0 629.711 0 629.711 629.711
Zinsabgrenzung (24) 0 131 0 131 131
Langfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen (26) 1.977 0 0 1.977 1.977
Langfristige nicht verzinsliche Verbindlichkeiten (26) 2.721 0 0 2.721 2.721
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (28) 0 345.698 0 345.698 345.698
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ggü. verbundenen Unternehmen (28) 0 48.380 0 48.380 48.380
Kurzfristige operative Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (29) 0 15.987 0 15.987 15.987
Kurzfristige operative Verbindlichkeiten ggü. assoziierten Unternehmen (29) 0 95 0 95 95
Kreditorische Debitoren (29) 0 5.513 0 5.513 5.513
Verbindlichkeiten operativ (Kundenboni und -skonti, Abwasser und Energie, Werbung, Frachten und Lager, Prüfung und Beratung sowie Miete und Leasing) (29) 0 192.129 0 192.129 192.129
Kurzfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen (29) 7.172 0 0 7.172 7.172
Gesamt   11.870 1.658.462 4.183 1.674.515 1.686.479
31.12.2010 -
TEUR
Anhang Forderungen und Ausleihungen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Gesamt Marktwert
Vermögenswerte            
Beteiligungen (14) 0 0 29 29 29
Langfristige Finanzanlagen (15) 421 0 5.688 6.109 6.109
Langfristige Finanzanlagen ggü. verbundenen Unternehmen (15) 64.340 0 0 64.340 56.657
Langfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen (17) 0 2.439 0 2.439 2.439
Langfristige operative Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen (17) 6.792 0 0 6.792 5.716
Kautionen für Mieten, Leasing und Kontrakte (17) 117 0 0 117 117
Ausleihungen (17) 292 0 0 292 292
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (19) 383.421 0 0 383.421 383.421
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ggü. verbundenen Unternehmen (19) 39.481 0 0 39.481 39.481
Kurzfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen (20) 0 3.123 0 3.123 3.123
Kurzfristige operative Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen (20) 2.601 0 0 2.601 2.601
Debitorische Kreditoren, Forderungen an Versicherungen und aus Kautionen (20) 3.578 0 0 3.578 3.578
Kurzfristige Finanzanlagen (21) 778 0 0 778 778
Kurzfristige finanzielle Derivate (21) 0 11.947 0 11.947 11.947
Kurzfristige Finanzanlagen ggü. verbundenen Unternehmen (21) 396.753 0 0 396.753 396.753
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (21) 23.620 0 0 23.620 23.620
Zinsabgrenzung (21) 58 0 0 58 58
Gesamt   922.252 17.509 5.717 945.478 936.719
31.12.2010 -
TEUR
Anhang Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Leasing- Verbindlichkeiten Gesamt Marktwert
Verbindlichkeiten            
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 0 19.431 3.995 23.426 24.656
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (24) 0 703 0 703 675
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 0 39.281 372 39.653 39.653
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (24) 0 747.491 0 747.491 747.491
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten aus Derivaten mit verbundenen Unternehmen (24) 841 0 0 841 841
Zinsabgrenzung (24) 0 61 0 61 61
Langfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen (26) 267 0 0 267 267
Langfristige nicht verzinsliche Verbindlichkeiten (26) 2.762 0 0 2.762 2.762
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (28) 0 316.223 0 316.223 316.223
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ggü. verbundenen Unternehmen (28) 0 44.651 0 44.651 44.651
Kurzfristige operative Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen (29) 0 15.777 0 15.777 15.777
Kurzfristige operative Verbindlichkeiten ggü. assoziierten Unternehmen (29) 0 121 0 121 121
Kreditorische Debitoren (29) 0 3.746 0 3.746 3.746
Verbindlichkeiten operativ (Kundenboni und -skonti, Abwasser und Energie, Werbung, Frachten und Lager, Prüfung und Beratung sowie Miete und Leasing) (29) 0 196.819 0 196.819 196.819
Kurzfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen (29) 4.341 0 0 4.341 4.341
Gesamt   8.211 1.384.304 4.367 1.396.882 1.398.084

Für die Beteiligungen in der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" gibt es keinen aktiven Markt, so dass der Fair Value nicht verlässlich ermittelbar ist. Es besteht keine Absicht, die Beteiligungen zu veräußern.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente, die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wird dabei die folgende Hierarchie verwendet:

Stufe 1: Notierte Preise an aktiven Märkten für das gleiche Finanzinstrument.

Stufe 2: Bewertungstechniken, bei denen alle wesentlichen verwendeten Daten auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Stufe 3: Bewertungstechniken, bei denen die wesentlichen verwendeten Daten nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

31.12.2011 -
TEUR
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Vermögenswerte            
Langfristige Finanzanlagen 5.754 0 0 5.754 0 0
Langfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen 0 664 0 0 664 0
Kurzfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen 0 3.424 0 0 3.424 0
Kurzfristige Finanzanlagen aus Derivaten ggü. verbundenen Unternehmen 0 2.908 0 0 2.908 0
Gesamt Vermögenswerte 5.754 6.996 0 5.754 6.996 0
Verbindlichkeiten            
Langfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen 0 0 1.977 0 1.977 0
Langfristige nicht verzinsliche Verbindlichkeiten 0 0 2.721 0 2.721 0
Kurzfristige operative Derivate ggü. verbundenen Unternehmen 0 0 7.172 0 7.172 0
Gesamt Verbindlichkeiten 0 0 11.870 0 11.870 0

Im Berichtszeitraum gab es keine Übertragungen zwischen Zeitwertermittlungen der Stufe 1 und Stufe 2 und keine Übertragungen aus der oder in die Zeitwertermittlung der Stufe 3.

(3) Wesentliche Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Jahresabschlusses und die Anwendung einiger Rechnungslegungsstandards beruhen auch auf den Beurteilungen des Managements oder den Annahmen und Schätzungen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen betrachtet werden. Diese Annahmen und Schätzungen beruhen auf Erfahrung, aber auch auf anderen Faktoren, darunter erwartete zukünftige Ereignisse. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen können von den späteren tatsächlichen Gegebenheiten abweichen.

Die Annahmen und Schätzungen, die nach Ansicht von SCA die größte Auswirkung auf den Konzernüberschuss sowie die Aktiva und Passiva haben, werden im Folgenden dargestellt.

Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) - Anhang (11)

Der Konzern prüft jedes Jahr, ob eine Wertminderung bezüglich des Goodwills eingetreten ist. Goodwill wird auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten verteilt; diese entsprechen den Segmenten des Konzerns.

Der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird durch die Ermittlung des Nutzungswerts festgestellt. Diese Ermittlung beruht auf dem bestehenden strategischen Plan des Konzerns, der erwartete zukünftige Cashflows für die Geschäftsbereiche im nächsten Zehn-Jahres-Zeitraum beinhaltet. Cashflows nach dem Zehn-Jahres-Zeitraum werden berücksichtigt, indem ein Multiplikator auf den nachhaltigen Cashflow angewandt wird. Dieser Wert entspricht dem aktuellen Marktmultiplikator für ähnliche Unternehmen.

Der Abzinsungsfaktor, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Cashflows benutzt wird, ist der derzeitige durchschnittliche Kapitalkostensatz, der innerhalb des Konzerns für Märkte, in denen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Geschäfte tätigen, festgelegt wird. Der Impairmenttest für das Jahr 2011 wies keine Wertminderung aus. Der Buchwert der Geschäftswerte betrug zum 31.12.2011 357 Mio. EUR (2010: 351 Mio. EUR).

Steuern - Anhang (16)

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten und dem steuerrechtlichen Wert des Vermögens und der Schulden gebildet (Temporary-Konzept). Es gibt vor allem zwei Bereiche, in denen sich die Annahmen und Schätzungen auf die erfassten latenten Steuern auswirken. Der eine Bereich sind Annahmen und Schätzungen zur Feststellung der Buchwerte der verschiedenen Vermögenswerte und Schulden. Der andere Bereich sind Annahmen und Schätzungen hinsichtlich zukünftiger zu versteuernder Gewinne, von denen eine zukünftige Nutzung der diesbezüglich erfassten und nicht erfassten latenten Steuerforderungen und von bestehenden latenten Steuerverbindlichkeiten abhängt. Schätzungen und Annahmen werden auch bezüglich der Erfassung von Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten wegen Steuerrisiken vorgenommen.

Altersversorgung - Anhang (25)

Bilanzansätze, wie der Wert von Pensionsverpflichtungen für leistungsorientierte Pensionspläne, basieren auf versicherungsmathematischen Berechnungen, die auf dem Abzinsungssatz, der erwarteten Rendite des Planvermögens, den zukünftigen Gehaltserhöhungen, der Inflation und den demografischen Bedingungen beruhen.

Der Abzinsungssatz bezieht sich auf hochwertige festverzinsliche Industrieanleihen mit Laufzeiten, die den bestehenden Pensionsverpflichtungen des Konzerns entsprechen. Zu den Vermögenswerten des Planvermögens zählen Aktien und Anleihen. Ihre erwartete Rendite wird auf Basis der Annahme ermittelt, dass die Rendite für Anleihen dem Zins für eine Zehn-Jahres-Staatsanleihe entspricht und dass die Eigenkapitalrendite demselben Satz, jedoch mit einem Aufschlag für die Risikoprämie, entspricht.

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen des Konzerns beliefen sich zum 31.12.2011 auf 745,7 Mio. EUR (2010: 692,0 Mio. EUR). Eine Veränderung des Abzinsungssatzes um 0,25 %-Punkte würde den Gesamtwert dieser Verpflichtungen mit rund 28,1 Mio. EUR (2010: 28,3 Mio. EUR) beeinflussen.

Rückstellungen - Anhang (27)

Die Bewertung von sonstigen Rückstellungen ist teilweise komplex und in erheblichem Maß mit Schätzungen verbunden. Die von der Gesellschaft getroffenen Annahmen für den Eintritt sowie die mögliche Höhe der Inanspruchnahme basieren u. a. auf Erfahrungswerten und Einschätzungen von Kostenentwicklungen.

(4) Übernahmen und Veräußerungen

Die SCA Hygiene Products SE hat am 20.12.2011 mit Wirkung zum 31.12.2011 94% der Geschäftsanteile an GSW Süddeutsche Wohnungsgesellschaft mbH, Mannheim, an den SCA Vorsorge-Treuhand e. V., Ismaning, der treuhänderisch Deckungsvermögen für die Pensionsverpflichtungen der SCA-Gesellschaften in Deutschland hält, veräußert. Der Verkaufspreis betrug 8.983 TEUR. Die übrigen 6% der Geschäftsanteile der GSW Süddeutsche Wohnungsgesellschaft mbH verbleiben bei der SCA Beteiligungs AB & Co. KG, München, und werden unter Anhang (14) als Beteiligung ausgewiesen.

(5) Segmentberichterstattung

2011 -
Mio. EUR
Tissue Personal Care Sonstige Konzern
Gesamtumsatz 2.655 1.223 128 4.006
Ergebnis vor Finanzergebnis 192 68 -3 257
Finanzerträge       70
Finanzaufwendungen       -92
Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen 3 7 -1 9
Ertragsteuern       -57
Jahresüberschuss       187
31.12.2011 - Mio. EUR        
Aktiva 2.281 520 105 2.906
Anteile an assoziierten Unternehmen 64 91 1 156
Unverteilte Aktiva       814
Gesamt Aktiva       3.876
Verbindlichkeiten 446 208 111 765
Unverteilte Verbindlichkeiten/Eigenkapital       3.111
Gesamt Passiva       3.876
Investitionen 150 58 13 221
Abschreibungen 119 33 7 159
Wertminderungen 7 11 0 18
Zuschreibungen       0
Nicht zahlungswirksamer Aufwand/Ertrag -1 1   0
2010 -
Mio. EUR
Tissue Personal Care Sonstige Konzern
Gesamtumsatz 2.644 1.102 115 3.861
Ergebnis vor Finanzergebnis 238 55 -1 292
Finanzerträge       68
Finanzaufwendungen       -102
Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen 10 -11 0 -1
Ertragsteuern       -89
Jahresüberschuss       168
31.12.2010 - Mio. EUR        
Aktiva 2.262 594 99 2.955
Anteile an assoziierten Unternehmen 60 83 3 146
Unverteilte Aktiva       410
Gesamt Aktiva       3.511
Verbindlichkeiten 428 193 108 729
Unverteilte Verbindlichkeiten/Eigenkapital       2.782
Gesamt Passiva       3.511
Investitionen 102 58 7 167
Abschreibungen 120 38 7 165
Wertminderungen 22 0 3 25
Zuschreibungen 29 0 0 29
Nicht zahlungswirksamer Aufwand/Ertrag 36 6 0 42

Berichtspflichtige Geschäftssegmente

Der Konzern ist in zwei Hauptproduktgruppen gegliedert: Tissue und Personal Care. Diese Produktgruppen sind die berichtspflichtigen Geschäftssegmente. Tissue umfasst Toilettenpapier, Haushaltstücher und Papiertaschentücher, die an den Einzelhandel verkauft werden. Darüber hinaus werden Toilettenpapier, Handtücher, Servietten und Reinigungsprodukte für industrielle Anwendungen an Unternehmenskunden in den Branchen Büros, Hotels, Restaurants und Gastronomie, Gesundheit und andere verkauft. Personal Care umfasst Inkontinenzprodukte, Babywindeln und Damenhygieneprodukte. Transaktionen zwischen den Segmenten sind von untergeordneter Bedeutung und werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen, wie sie auch bei Geschäften mit fremden Dritten zugrunde liegen, getätigt.

Aktiva und Passiva

Die für jeden Unternehmensbereich angegebenen Aktiva umfassen das gesamte Betriebsvermögen des Unternehmensbereichs, vor allem Forderungen, Vorräte und Sachanlagen. Die meisten Aktiva lassen sich direkt einem Unternehmensbereich zuordnen. Darüber hinaus werden einige Aktiva, die zwei oder mehreren Unternehmensbereichen gemeinsam zuzuordnen sind, auf diese Unternehmensbereiche verteilt. Die den Unternehmensbereichen zuzuschreibenden Passiva umfassen alle Verbindlichkeiten aus der Geschäftstätigkeit, hauptsächlich Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten. Das Netto-Betriebsvermögen wird auf alle Unternehmensbereiche verteilt.

Informationen über geografische Segmente

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird in drei geografische Segmente aufgeteilt: Europa, Nordamerika und übrige Welt.

      Gebundenes Vermögen
  Umsatz mit externen Kunden Gesamt Davon langfristige Vermögenswerte
Mio. EUR 2011 2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Europa 3.049 2.910 3.570 3.080 2.516 2.179
Nordamerika 943 936 302 427 34 112
Übrige Welt 14 15 4 4 0 0
Gesamt 4.006 3.861 3.876 3.511 2.550 2.291
  Investitionen
Mio. EUR 2011 2010
Europa 177 121
Nordamerika 44 46
Übrige Welt 0 0
Gesamt 221 167

Die Umsatzzahlen beruhen auf der Region, in der sich der Kunde befindet. Vermögenswerte und Investitionen werden dort ausgewiesen, wo sich der Vermögenswert befindet.

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, Anteile an assoziierten Unternehmen, Beteiligungen, Finanzanlagen sowie latente Steuererstattungsansprüche.

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird hauptsächlich in zwei Regionen abgewickelt. In Europa, dem Heimatmarkt des Konzerns, produziert und verkauft der Konzern Tissue- und Personal Care-Produkte. In Nordamerika produziert und verkauft der Konzern Away From Home Tissueprodukte und Inkontinenzprodukte.

(6) Sonstige betriebliche Erträge

TEUR 2011 2010
Sonstige betriebliche Erträge, extern    
Erträge aus dem Herstellungsbereich 64.847 7.995
Energieverkäufe 20.912 14.642
Erträge aus dem Vertriebsbereich 5.112 6.466
Erträge aus dem Verwaltungsbereich 17.961 5.933
Auflösung von Rückstellungen 565 1.390
Zuschreibung Sachanlagevermögen 0 28.500
Sonstiges 2.256 4.500
Gesamt sonstige betriebliche Erträge, extern 111.653 69.426
Sonstige betriebliche Erträge, verbundene Unternehmen 56.417 83.517
Konzern 168.070 152.943

Die sonstigen betrieblichen Erträge mit verbundenen Unternehmen enthalten Erträge aus dem Geschäft mit Altpapier und Faserstoffen, aus Lizenzen, dem Handel mit Emissionsrechten, aus Kostenverrechnungen sowie Verkäufen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

(7) Personalaufwand und durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

TEUR Konzern 2011 Konzern 2010
Löhne und Gehälter 497.216 482.147
Altersversorgung 31.968 36.316
Sozialversicherung 83.695 84.282
Sonstiger Personalaufwand 28.406 21.796
Konzern 641.285 624.541
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter    
Inland 2.861 2.840
Ausland 7.275 7.108
Konzern 10.136 9.948

Der Posten Löhne und Gehälter schließt 11,5 Mio. EUR (2010: 1,6 Mio. EUR) Restrukturierungsaufwand ein.

(8) Abschreibungen und Wertminderungen von materiellen und immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens

TEUR 2011 2010
Abschreibungen    
Sachanlagen    
Gebäude 21.163 24.956
Land 2.401 1.867
Maschinen und Betriebsausstattung 131.023 132.838
Gesamt Sachanlagen 154.587 159.661
Immaterielle Vermögenswerte    
Patente, Lizenzen, Warenzeichen 3.826 5.132
Aktivierte Entwicklungskosten 148 142
Gesamt immaterielle Vermögenswerte 3.974 5.274
Gesamt Abschreibungen 158.561 164.935
Wertminderungen    
Sachanlagen    
Gebäude 4.450 12.639
Land 324 86
Maschinen und Betriebsausstattung 13.584 11.769
Gesamt Sachanlagen 18.358 24.494
Immaterielle Vermögenswerte    
Patente, Lizenzen, Warenzeichen 0 0
Aktivierte Entwicklungskosten 0 0
Gesamt immaterielle Vermögenswerte 0 0
Gesamt Wertminderungen 18.358 24.494
Gesamt Abschreibungen und Wertminderungen    
Sachanlagen    
Gebäude 25.613 37.595
Land 2.725 1.953
Maschinen und Betriebsausstattung 144.607 144.607
Gesamt Sachanlagen 172.945 184.155
Immaterielle Vermögenswerte    
Patente, Lizenzen, Warenzeichen 3.826 5.132
Aktivierte Entwicklungskosten 148 142
Gesamt immaterielle Vermögenswerte 3.974 5.274
Gesamt Abschreibungen, Wertminderungen 176.919 189.429

Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um rund 6,3 Mio. EUR vermindert. Die Wertminderungen ergaben sich im Wesentlichen aus der veränderten Bilanzierung des Anlagevermögens. Die Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens des Geschäftsbereichs Personal Care wurden 2011 in Komponenten mit unterschiedlichen Nutzungsdauern, nach einheitlichen Kriterien gemäß IAS 16, aufgeteilt. Diese Neuordnung führte über durchschnittlich kürzere Nutzungsdauern zu Wertminderungen.

(9) Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen

Materialaufwand

TEUR 2011 2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.348.253 1.624.371
Handelswaren 623.549 187.380
Energieaufwand 214.930 189.558
Gesamt Konzern 2.186.732 2.001.309

Die Handelswaren 2011 enthalten 426 Mio. EUR Fertigprodukte von verbundenen Unternehmen, die 2011 erstmalig unter Handelswaren ausgewiesen wurden. Der Ausweis erfolgte 2010 unter Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

TEUR 2011 2010
Fracht- und Transportkosten 325.415 323.225
Werbungs- und Repräsentationskosten 170.328 185.502
Instandhaltung 102.663 97.895
IT Services 39.886 44.869
Miete 31.532 31.004
Forschung und Entwicklung 22.927 14.664
Übrige Aufwendungen 240.056 231.959
Währungskurseffekte 1.317 2.448
Gesamt Konzern 934.124 931.566

Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Entsorgungskosten, Reisekosten, Fremdlöhne und Fremdgehälter, Prüfungs- und Beratungskosten, Versicherungsbeiträge, Gebühren für Patente und Lizenzen, Bürobedarf, Kostenumlagen und allgemeine Verwaltungskosten.

Leasing

Zukünftige Zahlungsverpflichtungen des Konzerns für unkündbare Operating-Leasingverhältnisse verteilen sich wie folgt:

TEUR 2011 2010
Bis 1 Jahr 8.395 8.797
2 bis 5 Jahre 22.364 23.873
Nach 5 Jahren 16.284 27.932
Gesamt 47.043 60.602

Die jährlichen Kosten für Operating-Leasingverhältnisse für Vermögenswerte beliefen sich auf 7,6 Mio. EUR (2010: 9,7 Mio. EUR). Geleaste Vermögenswerte umfassen eine große Anzahl von Vermögenswerten wie Lagerhäuser, Büros, sonstige Gebäude, IT-Ausstattung, Büroausstattung und Fahrzeuge. Es besteht eine große Anzahl von Einzel-Leasingverträgen.

Leasingverträge mit jährlichen Kosten über 1 Mio. EUR sind:

Bürogebäude in München (Laufzeit bis Oktober 2014),

Bürogebäude in Philadelphia/USA (Laufzeit bis März 2017).

Es bestehen folgende zukünftige Mindestzahlungsverpflichtungen für Finanz-Leasingverhältnisse des Konzerns:

  2011 2010
TEUR Nominalwert Barwert Nominalwert Barwert
Bis 1 Jahr 603 503 818 754
2 bis 5 Jahre 1.028 902 2.331 1.786
Nach 5 Jahren 0 0 0 0
Gesamt 1.631 1.405 3.149 2.540

Die Zahlungen für Finanz-Leasingverhältnisse im Geschäftsjahr 2011 beliefen sich auf 0,7 Mio. EUR (2010: 0,9 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr wurden 0,2 Mio. EUR (2010: 0,3 Mio. EUR) als Zinsaufwand und 0,5 Mio. EUR (2010: 0,6 Mio. EUR) als Schuldentilgung ausgewiesen. Die Abschreibung von Vermögenswerten aus Finanz-Leasingverhältnissen im Geschäftsjahr belief sich auf 0,3 Mio. EUR (2010: 0,8 Mio. EUR). Der Buchwert der Vermögenswerte aus Finanz-Leasingverhältnissen betrug zum Jahresende 3,5 Mio. EUR (2010: 3,6 Mio. EUR) für Gebäude und 0,5 Mio. EUR (2010: 0,5 Mio. EUR) für Maschinen.

Ein wesentlicher Vertrag, der mit einer Kaufoption versehen ist, besteht über ein Lagergebäude in Prudhoe/Großbritannien mit einer Laufzeit bis 2015.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr 2011 erhielt der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Deutschland die folgenden Honorare:

TEUR 2011 2010
Abschlussprüfung 445 483
Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 40 0
Steuerberatungsleistungen 853 220
Sonstige Leistungen 290 1
Gesamt 1.628 704

Der Anstieg der Honorare ergab sich im Wesentlichen aus Beratungsleistungen im Rahmen der Refinanzierung der Tochtergesellschaften von SCA Hygiene Products SE in Nordamerika.

Währungskurseffekte im Ergebnis vor Abschreibungen und Finanzergebnis (Operating Surplus)

TEUR 2011 2010
Währungskurseffekte Absatzmarkt -105 1.291
Währungskurseffekte Beschaffungsmarkt -1.317 -2.448
Gesamt Konzern -1.422 -1.157

(10) Finanzerträge und -aufwendungen

TEUR 2011 2010
Zinserträge und Ähnliches    
Zinserträge, extern 247 154
Zinserträge, verbundene Unternehmen 15.426 5.643
Währungskursgewinne aus der Konsolidierung monetärer Vermögenswerte 36.491 49.155
Währungskursgewinne aus Derivaten mit verbundenen Unternehmen 13.602 12.962
Erträge aus Wertpapieren und sonstigen langfristigen Finanzanlagen 3.979 157
Finanzerträge Konzern 69.745 68.071
Zinsaufwendungen und Ähnliches    
Zinsaufwendungen, extern -7.327 -9.231
Zinsaufwendungen, verbundene Unternehmen -24.858 -17.403
Aktivierte Zinsaufwendungen 158 904
Währungskursverluste, extern 0 -232
Währungskursverluste aus der Konsolidierung monetärer Vermögenswerte -23.096 0
Währungskursverluste aus Derivaten mit verbundenen Unternehmen -36.564 -74.987
Sonstiges -4 -689
Finanzaufwendungen Konzern -91.691 -101.638
Finanzergebnis Konzern -21.946 -33.567

In den Zinserträgen sind 8,8 Mio. EUR (2010: 5,4 Mio. EUR) der Finanzinstrument-Kategorie "Forderungen und Ausleihungen" zuzurechnen. Darüber hinaus sind in den Zinserträgen 6,8 Mio. EUR (2010: 0,4 Mio. EUR) enthalten, die der Finanzinstrument-Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" zuzurechnen sind. In den Zinsaufwendungen sind 26,3 Mio. EUR (2010: 17,6 Mio. EUR) der Finanzinstrument-Kategorie "finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" zuzurechnen. Weiterhin sind in den Zinsaufwendungen 0,1 Mio. EUR (2010: 1,3 Mio. EUR) enthalten, die der Finanzinstrument-Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" zuzurechnen sind.

Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Geldanlagen bei AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, mit 9,0 Mio. EUR (2010: 1,9 Mio. EUR) und bei SCA Capital NV, Diegem/Belgien, mit 1,1 Mio. EUR (2010: 0,5 Mio. EUR) sowie bei der SCA AB mit 3,6 Mio. EUR (2010: 0 Mio. EUR).

Die Währungskursgewinne/-verluste gegenüber verbundenen Unternehmen ergeben sich aus der Marktbewertung des Forward-Kontrakts mit AB SCA Finans.

Der Posten Erträge aus Wertpapieren und sonstigen langfristigen Finanzanlagen enthält eine Dividendenausschüttung der GSW Süddeutsche Wohnungsgesellschaft mbH, Mannheim, an SCA Hygiene Products SE und SCA Beteiligungs AB & Co. KG, München, in Höhe von 2,9 Mio. EUR.

Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Kreditlinien der AB SCA Finans mit 13,0 Mio. EUR (2010: 9,8 Mio. EUR), der SCA Capital NV mit 7,6 Mio. EUR (2010: 5,9 Mio. EUR), sowie der SCA AB in Höhe von 3,7 Mio. EUR (2010: 0 Mio. EUR).

(11) Immaterielle Vermögenswerte

  Geschäftswerte Lizenzen, Warenzeichen Aktivierte Entwicklungskosten
TEUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Anschaffungskosten, kumuliert 465.740 457.469 51.325 48.999 1.608 1.511
Abschreibungen, kumuliert -108.671 -106.582 -45.475 -41.272 -1.221 -1.036
Wertminderungen, kumuliert 0 0 -4 -4 0 0
Stand 31.12. 357.069 350.887 5.846 7.723 387 475
Stand 01.01. 350.887 328.034 7.723 11.314 475 391
Zugänge 21 0 1.632 735 56 22
Abgänge -1.006 0 -15 -36 0 0
Umbuchungen 0 0 335 33 0 171
Abschreibung lfd. Jahr 0 0 -3.826 -5.132 -148 -142
Wertminderungen lfd. Jahr 0 0 0 0 0 0
Währungskursdifferenzen 7.167 22.853 -3 809 4 33
Stand 31.12. 357.069 350.887 5.846 7.723 387 475
  Anzahlungen Gesamt
TEUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Anschaffungskosten, kumuliert 0 93 518.673 508.072
Abschreibungen, kumuliert 0 0 -155.367 -148.890
Wertminderungen, kumuliert 0 0 -4 -4
Stand 31.12. 0 93 363.302 359.178
Stand 01.01. 93 95 359.178 339.834
Zugänge 0 31 1.709 788
Abgänge 0 0 -1.021 -36
Umbuchungen -93 -33 242 171
Abschreibung lfd. Jahr 0 0 -3.974 -5.274
Wertminderungen lfd. Jahr 0 0 0 0
Währungskursdifferenzen 0 0 7.168 23.695
Stand 31.12. 0 93 363.302 359.178

Emissionsrechte

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Anschaffungskosten 6.224 9.492
Wertminderung -3.296 -288
Buchwert 2.928 9.204
Stand 01.01. 9.204 6.532
Erhaltene Emissionsrechte 9.784 9.151
Erworbene Emissionsrechte 436 3.374
Von verbundenen Schwestergesellschaften 1) 130 -135
Veräußerte Emissionsrechte -7.418 -3.528
Abrechnung mit den Behörden -6.217 -7.874
Rücknahme Wertminderung Vorjahr 288 1.874
Wertminderung lfd. Jahr -3.296 -288
Währungskurse, netto 17 98
Stand 31.12. 2.928 9.204

1) SCA Emission Rights Pool

Am Bilanzstichtag waren 469.219t (2010: 474.232t) CO 2 -European Union Allowances (EUA) mit einem Marktwert von 1.857 TEUR (2010: 6.026 TEUR) sowie 259.249t (2010: 280.000t) CO 2 -Certified Emission Reductions (CER) mit einem Marktwert von 1.071 TEUR (2010: 3.178 TEUR) bilanziert. EUA sind Emissionsrechte, die in der EU gehandelt werden. CER sind Emissionsrechte, die durch das CDM-Institut (CDM: Clean Development Mechanism) vergeben werden und in Ländern Verwendung finden, die sich nicht zu einer Reduzierung der Emissionen verpflichtet haben. Am Bilanzstichtag wurde eine Abwertung der Emissionsrechte auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Tonne CO 2 -EUA war am 31.12.2011 mit höchstens dem Marktpreis von 6,90 EUR (31.12.2010: 13,76 EUR) und die Tonne CO 2 -CER mit höchstens dem Marktpreis von 4,13 EUR (31.12.2010: 11,35 EUR) bewertet. Daraus ergab sich eine Wertminderung in Höhe von 3,3 Mio. EUR (2010: 0,3 Mio. EUR), die in gleicher Höhe zu einer Verminderung der Rückstellungen geführt hat.

Prüfung auf Wertminderung (Impairmenttest)

Der Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) wird jedes Jahr einer Prüfung auf Wertminderung unterzogen. Goodwill verteilt sich auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt:

Mio. EUR 2011 2010
Tissue 304 297
Personal Care 52 53
Sonstige Aktivitäten 1 1
Gesamt 357 351

Die Veränderung der Geschäftswerte ist währungskursbedingt.

Der erzielbare Betrag für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit wird anhand der Berechnung des Nutzungswerts ermittelt. Diese Berechnungen beruhen auf den strategischen Plänen der Konzernleitung für die nächsten zehn Jahre. Der Zehn-Jahres-Zeitraum wurde aufgrund der langen Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens gewählt. Die Annahmen in den strategischen Plänen beruhen auf den derzeitigen Preisen und Kosten, vermindert um Abzüge für reale Preise und Kosteninflation, sowie zuzüglich der angenommenen Produktivitätsentwicklung. Der geplante Absatz hat je nach Unternehmensbereich und geografischem Markt ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 3 bis 4%. Erwartete zukünftige Zahlungsmittelströme gemäß diesen Plänen bilden die Berechnungsgrundlage. Zahlungsmittelströme für die Zeit nach Ablauf des Zehn-Jahres-Zeitraums werden berechnet, indem ein Multiplikator auf den geschätzten nachhaltigen Cashflow angewandt wird. Bei der Berechnung des Gegenwartswerts erwarteter zukünftiger Zahlungsmittelströme wird der derzeitige durchschnittliche Kapitalkostensatz Weighted Average Cost of Capital (WACC) für den jeweiligen Konzernbereich verwendet. Abgezinste Zahlungsmittelströme werden mit dem Buchwert des Nettovermögens je zahlungsmittelgenerierender Einheit verglichen. Die Überprüfung der Wertminderung wird im 4. Quartal durchgeführt. Die Überprüfung für 2011 ergab keine Wertminderung.

Es wurden die nachstehenden durchschnittlichen Kapitalkostensätze (WACC) zugrunde gelegt:

WACC
in %
2011 2010
Tissue 6,3% 6,3%
Personal Care 6,0% 6,0%

(12) Sachanlagen

  Gebäude Land Maschinen
TEUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Kumuliert            
Anschaffungskosten 740.701 747.047 150.009 146.496 2.297.048 2.146.007
Abschreibungen -300.204 -285.944 -17.007 -15.335 -1.278.552 -1.181.583
Wertminderungen -18.727 -14.290 -1.390 -1.066 -43.571 -31.296
Stand 31.12. 421.770 446.813 131.612 130.095 974.925 933.128
Stand 01.01. 446.813 400.928 130.095 119.402 933.128 863.668
Investitionen 13.520 17.218 1.517 2.331 124.147 78.603
Verkäufe, Abgänge -3.943 -585 -1.247 0 -593 -903
Umbuchungen -6.967 43.996 3.820 8.323 44.244 59.848
Abschreibungen -21.163 -24.956 -2.401 -1.867 -116.944 -117.816
Wertminderungen -4.450 -12.639 -324 -86 -12.482 -11.715
Zuschreibungen 0 7.400 0 0 0 21.100
Kursdifferenzen -2.040 15.451 152 1.992 3.425 40.343
Stand 31.12. 421.770 446.813 131.612 130.095 974.925 933.128
  Betriebsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
TEUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Kumuliert            
Anschaffungskosten 182.304 165.921 124.840 101.159 3.494.902 3.306.630
Abschreibungen -140.164 -125.280 0 0 -1.735.927 -1.608.142
Wertminderungen -1.466 -360 0 0 -65.154 -47.012
Stand 31.12. 40.674 40.281 124.840 101.159 1.693.821 1.651.476
Stand 01.01. 40.281 39.555 101.159 152.935 1.651.476 1.576.488
Investitionen 11.061 12.415 70.140 55.685 220.385 166.252
Verkäufe, Abgänge -89 -200 -4 -4.632 -5.876 -6.320
Umbuchungen 4.734 2.056 -46.073 -114.394 -242 -171
Abschreibungen -14.079 -15.022 0 0 -154.587 -159.661
Wertminderungen -1.102 -52 0 0 -18.358 -24.492
Zuschreibungen 0 0 0 0 0 28.500
Kursdifferenzen -132 1.529 -382 11.565 1.023 70.880
Stand 31.12. 40.674 40.281 124.840 101.159 1.693.821 1.651.476

Im Geschäftsjahr wurden 0,2 Mio. EUR (2010: 0,9 Mio. EUR) Zinsen für folgende Investitionsprojekte während der Bauphase aktiviert:

Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Personal Care-Fabrik, Veniov/Russland 0,1 0,9
Tissuemaschine Kostheim 0,1 0,0
Stand 31.12. 0,2 0,9

Die Kapitalisierung von Zinsen erfolgt bei Maschinen bis zu dem Zeitpunkt, zu dem marktfähige Produkte produziert werden können. Bei Bauten erfolgt die Kapitalisierung von Zinsen bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert in geplanter Weise genutzt werden kann.

(13) Anteile an assoziierten Unternehmen

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Stand 01.01. 146.232 156.700
Zugänge 11.108 -883
Erhaltene Dividenden -2.849 -2.531
Sonstige neutrale Veränderungen 92 -98
Wertminderungen -2.282 0
Veränderungen im Konsolidierungskreis 50 -175
Währungskursdifferenzen 3.420 -6.781
Stand 31.12. 155.771 146.232

Die Zugänge umfassen das anteilige Ergebnis nach Steuern und Fremdanteilen. Im Jahr 2010 wurde das Ergebnis der SCA Hygiene Products Holding S.A.S., Roissy Pôle/Frankreich, aufgrund der Schließung des unrentablen Standorts für Personal Care-Produkte in Linselles/Frankreich durch Rückstellungen und Wertminderungen einmalig belastet und führte in Summe zu einem negativen Ergebniseffekt.

Die erhaltenen Dividenden 2011 stammen mit 2.612 TEUR von Productos Familia S.A., Medellín/Kolumbien, und mit 237 TEUR von der Papyrus Altpapierservice Handesgesellschaft m.b.H., Wien/Österreich (Papyrus Ges.m.b.H). Die sonstigen neutralen Veränderungen beinhalten neutral verrechnete versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste bei den Pensionsrückstellungen in Höhe von 92 TEUR (2010: -98 TEUR).

Der Anteil an Belovo Paper Mill S.A., Belovo/Bulgarien, wurde infolge negativer Ertragsaussichten wertberichtigt.

Wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem SCA-Anteil

Mio. EUR 2011 2010
Umsatz 360,1 357,5
EBIT 16,1 -6,0
Jahresergebnis 11,1 -0,9

Wesentliche Posten der Bilanz entsprechend dem SCA-Anteil

Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Operative Aktiva, langfristig 108,6 110,8
Operative Aktiva, kurzfristig 102,4 106,6
Finanzielle Aktiva 66,2 53,1
Bilanzsumme 277,2 270,5
Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Eigenkapital 171,1 159,3
Rückstellungen, langfristig 9,3 18,0
Sonstige operative Passiva 79,4 69,6
Finanzschulden 17,4 23,6
Bilanzsumme 277,2 270,5

Sonstige Informationen

Mio. EUR SCA-Anteil Buchwert der Anteile
SCA Hygiene Products Holding S.A.S., F 45,85% 21,5
Productos Familia S.A., Co 23,73% 62,7
Papyrus GmbH, A 31,67% 0,1
Belovo Paper Mill S.A., BG 28,42% 0,0
Pronaro GmbH, D 25,00% 0,1
Gesamt   84,4
Mio. EUR Vereinnahmte Dividenden
  2011 2010
SCA Hygiene Products Holding S.A.S., F 0,0 0,0
Productos Familia S.A., Co 2,6 2,5
Papyrus GmbH, A 0,2 0,0
Belovo Paper Mill S.A., BG 0,0 0,0
Pronaro GmbH, D 0,0 0,0
Gesamt 2,8 2,5

Zum 31.12.2011 bestanden keine Eventualverbindlichkeiten der Anteilseigner gegenüber den assoziierten Unternehmen. Es wurden, mit Ausnahme der Ausfallbürgschaft, siehe Anhang (32), keine Haftungsrisiken übernommen.

Die Anteile von Productos Familia S.A. werden an der Börse in Bogota/Kolumbien gehandelt. Aufgrund der geringen Bewegungen von weniger als 0,01% aller Aktien existiert zum Bilanzstichtag kein offizieller Börsenkurs. 2011 wurden 83.010 Aktien (2010: 9.333 Aktien) im Durchschnitt für 520 COP (2010: 607 COP) gehandelt.

Das Geschäftsjahr der Papyrus Ges.m.b.H weicht seit dem Jahr 2009 vom Geschäftsjahr des SCA Hygiene Products Konzerns ab. Grund ist das abweichende Geschäftsjahr des Mehrheitsgesellschafters der Papyrus Ges.m.b.H, der Energie AG Oberösterreich, das den Zeitraum 01.10. bis 30.09. umfasst.

Die Pronaro GmbH, Hösbach, ist ein im Jahr 2011 von THOSCA Holz GmbH, Hösbach, zusammen mit der Juwi Holding AG, Wörrstadt, gegründetes Gemeinschaftsunternehmen.

(14) Beteiligungen

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Stand 01.01. 29 28
Zugänge 12 0
Abgänge 0 0
Wertänderung des Jahres 0 0
Währungskursdifferenzen 0 1
Stand 31.12. 41 29

Beteiligungen beziehen sich auf Beteiligungen an anderen Unternehmen, die nicht als Tochtergesellschaften, Joint-Venture-Gesellschaften oder assoziierte Unternehmen klassifiziert werden und auch nicht zur Veräußerung vorgesehen sind. Der Buchwert entspricht dem Zeitwert.

Nach der Veräußerung der 94% Geschäftsanteile der GSW Süddeutsche Wohnungsgesellschaft mbH, Mannheim, durch die SCA Hygiene Products SE an den SCA Vorsorge-Treuhand e. V., Ismaning, werden unter Beteiligungen die verbleibenden 6% Geschäftsanteile an der Gesellschaft ausgewiesen, die von der SCA Beteiligungs AB (AG schwedischen Rechts) & Co. KG, München, gehalten werden.

(15) Langfristige Finanzanlagen

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1) 5.754 5.688
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 281.083 64.340
Sonstige Ausleihungen 0 421
Gesamt 286.837 70.449
TEUR 2011 2010
1) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte    
Marktwert zum 01.01. 5.688 5.375
Zugänge 167 149
Abgänge 0 0
Marktwertanpassungen (neutral im Eigenkapital) -101 164
Marktwert zum 31.12. 5.754 5.688

1) Die zur Veräußerung verfügbaren Aktiva sind Wertpapiere zur direkten Absicherung von Pensionsverpflichtungen, die in den Pensionsberechnungen gemäß Anhang (25) nicht enthalten sind.

Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um ein Darlehen der SCA Hygiene Products SE an die SCA AB in Höhe von 244 Mio. EUR, das der Finanzierung der von der SCA Hygiene Products SE gehaltenen Tochtergesellschaften in den USA dient. Diese Ausleihung wurde mit 2,8% verzinst. Eine Ausleihung an SCA Hygiene Products Ltd, Manchester/Großbritannien, in Höhe von 37,1 Mio. EUR (2010: 58,6 Mio. EUR) wurde im Berichtszeitraum mit 1,0% (2010: 1,0%) verzinst. Die Verminderung dieser Ausleihung ist auf die Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den beiden beteiligten Unternehmen zurückzuführen.

(16) Steuern

TEUR 2011 2010
Ergebnis vor Ertragsteuer 244.045 257.171
Tatsächlicher Steueraufwand 50.873 58.081
Latenter Steueraufwand 5.636 30.581
Gesamt Steueraufwand 56.509 88.662
Steuerquote 23,2% 34,5%

Der Steueraufwand belief sich auf 23,2% (2010: 34,5%) des Konzernergebnisses vor Steuern.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem ausgewiesenen Steueraufwand und dem erwarteten Steueraufwand wird im Folgenden erläutert. Der erwartete Steueraufwand, der mit dem gewichteten Steuersatz von 29,6% (2010: 30,7%) ermittelt wurde, wird entsprechend der aktuellen Konzernstruktur und den aktuellen Gewinnen in jedem Land berechnet.

  2011 2010
  TEUR % TEUR %
Ergebnis vor Ertragsteuer 244.045   257.171  
Ausgewiesener Steueraufwand 56.509 23,2% 88.662 34,5%
Erwarteter Steueraufwand 72.128 29,6% 78.904 30,7%
Differenz -15.619 -6,4% 9.758 3,8%
Erläuterung der Differenz:        
Permanente Effekte 1)        
Finanzierung verbundener Unternehmen -3.989 -1,6% -4.791 -1,9%
Nicht abzugsfähiger Teil erhaltener Dividenden 427 0,2% 2.410 0,9%
At Equity-Bewertung -2.863 -1,2% 278 0,1%
Nicht abzugsfähige Zinsen aus Ertragsteuernachzahlungen 13 0,0% 347 0,1%
Sonstiges 2) -6.800 -2,8% 5.229 2,0%
Periodenfremde Effekte -2.596 -1,1% 3.032 1,2%
Veränderung bisher nicht bilanzierter latenter Steuern 490 0,2% 3.432 1,3%
Effekte aus Steuersatzänderungen 3) -301 -0,1% -179 -0,1%
Differenz -15.619 -6,4% 9.758 3,8%

1) Permanente Effekte zwischen dem IFRS-Ergebnis und dem steuerrechtlichen Ergebnis.
2) Dieser Posten enthält im Wesentlichen einen permanenten Steuereffekt in Höhe von 7 Mio. EUR aus der Finanzierung der Tochtergesellschaften von SCA Hygiene Products SE in den USA. Im Vorjahr enthielt dieser Posten im Wesentlichen Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben, insbesondere in Russland in Höhe von 1,5 Mio. EUR, sowie Steuereffekte aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 1,8 Mio. EUR im Rahmen der Rücknahme der Wertminderung, siehe Anhang (6).
3) Lokale Änderungen des Steuersatzes im Berichtsjahr.

TEUR 2011 2010
Ertragsteuer lfd. Jahr 53.520 56.644
Ertragsteuer Vorjahre -2.647 1.437
Gesamt tatsächlicher Steueraufwand 50.873 58.081

Tatsächliche Steuerverbindlichkeiten bzw. -erstattungsansprüche

Die Veränderung der tatsächlichen Steuerverbindlichkeiten nach Abzug der Steuererstattungsansprüche im Berichtszeitraum wird nachstehend erläutert.

TEUR 2011 2010
Stand 01.01. 10.279 12.659
Tatsächlicher Steueraufwand 50.873 58.081
Gezahlte Steuern -54.214 -60.874
Währungskurseffekte 14 413
Stand 31.12. 6.952 10.279

Der Saldo zum Bilanzstichtag umfasst Steuerforderungen in Höhe von 14,6 Mio. EUR (2010: 9,9 Mio. EUR) sowie Steuerverbindlichkeiten von 21,5 Mio. EUR (2010: 20,2 Mio. EUR).

Latente Steuern

TEUR 2011 2010
Erfolgswirksame Effekte 5.886 29.165
Periodenfremde Effekte 51 1.595
Steuersatzänderungen -301 -179
Latenter Steueraufwand 5.636 30.581

Die Veränderung der latenten Steuerverbindlichkeiten nach Abzug der aktivischen latenten Steuern im Berichtszeitraum wird nachstehend erläutert. Der Saldo in Höhe von 92,1 Mio. EUR umfasst am Bilanzstichtag aktivische latente Steuern in Höhe von 31,1 Mio. EUR (2010: 27,1 Mio. EUR) und passivische latente Steuern von 123,2 Mio. EUR (2010: 125,4 Mio. EUR).

TEUR Stand 01.01.2011 Latenter Steueraufwand Direkt im Eigenkapital erfasste latente Steuer (OCI) Effekt aus Veränderung Konsolidierungskreis
    Erfolgswirksame Effekte Periodenfremde Effekte Steuersatzänderungen    
Immaterielles Vermögen 38.964 5.448 -17 -16 0 0
Land und Gebäude 46.646 -567 106 -481 0 1.093
Maschinen 180.902 4.193 -2.696 252 0 0
Finanzanlagen -12.617 -8.551 -9 0 -22 0
Umlaufvermögen -1.791 -4.151 0 0 0 0
Pensionsrückstellungen -15.541 2.100 -228 -136 -16.628 0
Sonstige Rückstellungen 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten -5.497 -1.830 13 6 0 6
Verlustvorträge -107.048 8.649 1.781 74 0 0
Steuergutschriften -25.731 631 1.101 0 0 0
Sonstiges 29 -36 0 0 0 0
Gesamt 1) 98.316 5.886 51 -301 -16.650 1.099
1) davon kurzfristig -8.211          
1) davon langfristig 106.527          
TEUR Währungskursdifferenzen Stand 31.12.2011
Immaterielles Vermögen 1.328 45.707
Land und Gebäude 100 46.897
Maschinen 3.855 186.506
Finanzanlagen -132 -21.331
Umlaufvermögen -130 -6.072
Pensionsrückstellungen -772 -31.205
Sonstige Rückstellungen 0 0
Verbindlichkeiten -235 -7.537
Verlustvorträge -1.917 -98.461
Steuergutschriften 1.609 -22.390
Sonstiges 7 0
Gesamt 1) 3.713 92.114
1) davon kurzfristig   -12.536
1) davon langfristig   104.650

SCA weist keine latenten Steuern hinsichtlich temporärer Differenzen in Bezug auf Beteiligungen an Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Joint-Venture-Gesellschaften aus. Andere zukünftige Effekte (Quellensteuer und sonstige latente Steuern für Gewinnmitnahmen innerhalb des Konzerns) werden dann berücksichtigt, wenn SCA den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen nicht mehr steuern kann oder wenn es wahrscheinlich ist, dass sich diese Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.

Der Effekt aus der Veränderung des Konsolidierungskreises resultiert aus der Veräußerung von 94% der Geschäftsanteile an GSW Süddeutsche Wohnungsgesellschaft mbH, Mannheim, an den SCA Vorsorge-Treuhand e.V., Ismaning.

Die Währungskurseffekte sind im Wesentlichen auf die Veränderungen des US-Dollar und des polnischen Zloty zurückzuführen.

Verlustvorträge

Verlustvorträge, für die aufgrund der Ertragsaussichten keine latenten Steuerforderungen erfasst wurden, beliefen sich per 31.12.2011 auf 9,0 Mio. EUR (2010: 13,4 Mio. EUR). Davon haben Werte in Höhe von 0,1 Mio. EUR (2010: 0,1 Mio. EUR) eine unbegrenzte Dauer. Die anderen Verlustvorträge können letztmalig in den im Folgenden angegebenen Jahren genutzt werden.

Mio. EUR Jahr 31.12.2011   31.12.2010
    2011 5,1
2012 8,0 2012 7,8
2013 0,4 2013 0,4
2014 0,5 2014 0,0
2015 0,0 2015 und später 0,0
2016 und später 0,0    
Gesamt 8,9   13,3

Der Wert der nicht angesetzten (ungenutzten) latenten Steuern auf Verlustvorträge beträgt 2,7 Mio. EUR. Von den 2011 noch ungenutzten latenten Steuern auf Verlustvorträge sind 5,2 Mio. EUR ungenutzt verfallen und 0 Mio. EUR realisiert.

Latente Steuerforderungen werden nur angesetzt, wenn deren Werthaltigkeit nachgewiesen werden kann.

(17) Sonstige langfristige Vermögenswerte

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Kautionen für Mieten, Leasing, Kontrakte 1) 126 117
Zuwendungen der öffentlichen Hand 500 239
Ausleihungen 1) 1.206 292
Derivative Instrumente, operativ, ggü. verbundenen Unternehmen (A) 1) 664 2.439
Spendersysteme 6.940 2.796
Sonstiges 58 84
Forderungen an verbundene Unternehmen 1) 6.923 6.792
Gesamt 16.417 12.759

1) Diese Posten werden nach den Regeln von IAS 39 bilanziert.

Die in den USA an Kunden gelieferten Spendersysteme werden, so lange sie im Eigentum von SCA verbleiben, als Vermögenswerte bilanziert. I. d. R. werden diese Spendersysteme über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgswirksam erfasst.

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
(A) Derivative Instrumente, operativ    
Währungsderivate 0 0
Energiederivate 664 2.439
Gesamt 664 2.439

(18) Vorräte

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 85.829 86.986
Ersatzteile 45.541 40.324
Unfertige Erzeugnisse 24.637 26.960
Fertigerzeugnisse 127.318 114.574
Handelswaren 19.398 19.465
Vorauszahlungen 16 85
Gesamt 302.739 288.394

Das Vorratsvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 14,3 Mio. EUR gestiegen. Bereinigt um Währungskurseffekte in Höhe von 1,2 Mio. EUR ergibt sich eine Bestandserhöhung von 13,1 Mio. EUR. Hierzu haben auch die gestiegenen Rohstoffpreise beigetragen. Im Berichtsjahr ergaben sich, wie auch im Vorjahr, keine wesentlichen Wertminderungen oder Wertaufholungen.

(19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
  Extern Verbundene Unternehmen Gesamt Extern Verbundene Unternehmen Gesamt
Forderungen, brutto 421.008 36.022 457.030 386.572 39.481 426.053
Einzelwertberichtigung -3.276 0 -3.276 -3.151 0 -3.151
Nettobuchwert 417.732 36.022 453.754 383.421 39.481 422.902

Analyse des Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
  Extern Verbundene Unternehmen Gesamt Extern Verbundene Unternehmen Gesamt
Zahlungskondition nicht überschritten und Rechnungsbetrag nicht wertberichtigt 353.525 27.337 380.862 346.933 30.129 377.062
Zahlungskondition überschritten und Rechnungsbetrag nicht wertberichtigt            
< 30 Tage 57.310 7.510 64.820 32.952 7.274 40.226
30 - 90 Tage 5.227 376 5.603 2.909 472 3.381
> 90 Tage 1.670 799 2.469 627 1.606 2.233
Einzelwertberichtigte Forderungen 3.276 0 3.276 3.151 0 3.151
Offene Forderungen 421.008 36.022 457.030 386.572 39.481 426.053

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Überschreitung der Zahlungskondition und ohne Einzelwertberichtigung enthalten keine Einzelposten, bei denen die Zahlungskondition neu verhandelt wurde. Diese würden sonst in den Kategorien "Zahlungskondition überschritten" oder "einzelwertberichtigte Forderungen" ausgewiesen.

SCA hat die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überwiegend in Form von Delkredere-Versicherungen mit einem Betrag von 105,9 Mio. EUR (2010: 109,9 Mio. EUR) gesichert. Von diesem Betrag sind 30,1 Mio. EUR (2010: 17,5 Mio. EUR) den Forderungen der Kategorie "überschrittene Zahlungskonditionen" und 0 Mio. EUR (2010: 0 Mio. EUR) der Kategorie "einzelwertberichtigte Forderungen" zuzuordnen. Erhaltene Sicherheitsleistungen in Form von Vorauszahlungen sind von untergeordneter Bedeutung.

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Entwicklung der Einzelwertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

TEUR 2011 2010
  Extern Verbundene Unternehmen Gesamt Extern Verbundene Unternehmen Gesamt
Einzelwertberichtigung 01.01. -3.151 0 -3.151 -2.842 0 -2.842
Zugang aufgrund gebildeter Einzelwertberichtigungen -894 0 -894 -195 0 -195
Abgang aufgrund von Forderungsausfällen 54 0 54 62 0 62
Zugang/Abgang aufgrund von Akquisitionen/Desinvestition -26 0 -26 1 0 1
Abgang aufgrund von Forderungsrealisierung 324 0 324 0 0 0
Reklassifizierungen 387 0 387 -3 0 -3
Währungskursdifferenzen 30 0 30 -174   -174
Einzelwertberichtigung 31.12. -3.276 0 -3.276 -3.151 0 -3.151

Der Effekt auf das operative Ergebnis aus zweifelhaften Forderungen betrug -0,6 Mio. EUR (2010: -0,3 Mio. EUR).

(20) Sonstige kurzfristige Forderungen

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Derivative Instrumente, operativ, gegen verbundene Unternehmen (A) 1) 3.424 3.123
Sonstige Forderungen, extern (B) 35.889 24.361
Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1) 2.605 2.601
Rechnungsabgrenzung (C) 30.253 34.020
Gesamt 72.171 64.105
(A) Derivative Instrumente, operativ 31.12.2011 31.12.2010
Währungsderivate 1.074 334
Energiederivate 2.350 2.789
Gesamt 3.424 3.123
(B) Sonstige Forderungen, extern 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus Vorsteuer 20.239 9.208
Debitorische Kreditoren 1) 3.540 3.219
Forderungen aus Strom- und Gasbezügen 3.785 6.985
Forderungen gegen Behörden 3.215 1.285
Forderungen gegen National Health Fund, SCA Vorsorge-Treuhand e. V. 829 1.058
Forderungen gegen Mitarbeiter 494 597
Forderungen gegen Versicherungen 1) 108 133
Forderungen aus Kautionen 1) 1.244 226
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 2.435 1.650
Gesamt 35.889 24.361
(C) Rechnungsabgrenzung 31.12.2011 31.12.2010
Zölle und sonstige Steuern 4.045 7.455
Werbung 7.916 7.754
Miete und operatives Leasing 1.791 4.099
Wartung 1.853 5.096
Versicherung 2.035 2.133
Rabatte 121 963
Spendersysteme 6.435 4.026
Sonstiges 6.057 2.494
Gesamt 30.253 34.020

1) Diese Posten werden nach den Regeln von IAS 39 bilanziert.

Derivative Instrumente enthalten Devisentermingeschäfte und Währungsswaps zur Absicherung des Transaktionsrisikos.

Sonstige Forderungen enthalten unverzinsliche Posten, wie beispielsweise Vorsteuer-Forderungen, Forderungen gegen Mitarbeiter und andere Sachverhalte, mit jeweils feststehendem Rechnungsbetrag.

Rechnungsabgrenzungsposten umfassen im Wesentlichen Vorauszahlungen für Miete, Versicherungen, Werbung, Rabatte, Wartungsarbeiten, Maschinen- und Anlagenbeschaffung sowie sonstige Steuern und Abgaben in Höhe von 17,8 Mio. EUR (2010: 27,5 Mio. EUR). Im Posten Sonstiges sind abgegrenzte staatliche Zuschüsse in Höhe von 2,5 Mio. EUR enthalten. Die Rechnungsabgrenzungsposten schließen transitorische Aktiva (Geldausgang im laufenden Geschäftsjahr, Aufwand im nächsten Geschäftsjahr) und antizipative Aktiva (Ertrag im laufenden Geschäftsjahr, Geldeingang im nächsten Geschäftsjahr) ein.

Die in den USA an Kunden gelieferten Spendersysteme werden, so lange sie im Eigentum von SCA verbleiben, als Vermögenswerte bilanziert. I.d.R. werden diese Spendersysteme über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgswirksam erfasst. Der kurzfristige Anteil betrug 6,4 Mio. EUR.

Der Buchwert der sonstigen kurzfristigen Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

(21) Kurzfristige Finanzanlagen, flüssige Mittel und finanzielle Rechnungsabgrenzungsposten

Finanzielle Derivate

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Finanzielle Derivate mit verbundenen Unternehmen 2.908 11.947
Gesamt 2.908 11.947

Finanzielle Derivate (Forward-Kontrakt mit AB SCA Finans, Stockholm/Schweden) wurden zum Marktwert bilanziert.

Kurzfristige Finanzanlagen und flüssige Mittel, Laufzeit < 3 Monate

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 449.972 396.753
Flüssige Mittel und externe Bankguthaben 18.405 23.620
Kurzfristige Finanzanlagen, < 3 Monate 11.258 778
Rechnungsabgrenzung, Zinsen, Kautionen 91 58
Gesamt 479.726 421.209

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um variabel verzinsliche Geldanlagen bei der AB SCA Finans in Höhe von 184,4 Mio. EUR (2010: 130,7 Mio. EUR), bei SCA Capital NV, Diegem/Belgien, in Höhe von 153,2 Mio. EUR (2010: 216,0 Mio. EUR) und um Cash Pool-Forderungen in Höhe von 52,5 Mio. EUR (2010: 26,8 Mio. EUR). Hinzu kommen kurzfristige Anlagen bei der SCA UK Holdings Ltd, Darlington/Großbritannien, in Höhe von 56,2 Mio. EUR (2010: 23,3 Mio. EUR), die zwischen 1,5 % und 2,1% (2010: 1,9%) verzinst werden und eine Endfälligkeit zum 31.03.2012 haben.

Geldanlagen mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten und Bar- und Bankguthaben sind in den flüssigen Mitteln enthalten. Der Buchwert der kurzfristigen Finanzanlagen und flüssigen Mittel entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Gesperrte Gelder auf Bankkonten sind nicht vorhanden.

(22) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Gebäude 0 0
Land 0 0
Maschinen 0 970
Gesamt Vermögenswerte 0 970

Bei den zum 31.12.2010 zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten handelte es sich um Maschinen des Away From Home Tissuestandorts in South Glens Falls/USA. Diese Produktionsstätte gehört zur Tochtergesellschaft SCA Tissue North America LLC, Wilmington/USA. Trotz intensiver Bemühungen konnten diese Vermögenswerte nicht veräußert werden und wurden deswegen wertberichtigt.

(23) Eigenkapital

Zur Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird auf die gesonderte Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

Spezifikation der latenten Steuer für die im Eigenkapital direkt erfassten Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income)

TEUR 2011 2010
  Vor Steuern Steuern Nach Steuern Vor Steuern Steuern Nach Steuern
Versicherungsmathematische Veränderungen aus Pensionszusagen -56.422 16.625 -39.797 2.762 -1.629 1.133
Marktbewertung der Wertpapiere -101 25 -76 164 -40 124
Währungskursveränderungen 14.492   14.492 115.299 0 115.299
Summe der im Eigenkapital direkt erfassten Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income) -42.031 16.650 -25.381 118.225 -1.669 116.556

Bei den Stammaktien von SCA Hygiene Products SE handelt es sich um nennwertlose Stückaktien.

Der Gewinnverwendungsvorschlag von SCA Hygiene Products SE an die Hauptversammlung ist die Ausschüttung einer Dividende von 15,15 EUR je Aktie. Die Dividende soll am 02.07.2012 zur Auszahlung kommen und entspricht der vom Oberlandesgericht München am 17.07.2007 festgesetzten Garantiedividende von 16,20 EUR brutto, abzüglich der jeweiligen Körperschaftssteuerbelastung bezogen auf 41% des Bruttoausgleichs.

Die Kapitalrücklage von SCA Hygiene Products SE enthält Entgelte für die Ausgabe inzwischen ausgelaufener Optionsrechte und das Agio aus Kapitalerhöhungen sowie Verlustverrechnungen.

Die anderen Gewinnrücklagen von SCA Hygiene Products SE enthalten übernommene Ergebnisse aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen und direkten Dividendenzuflüssen von Tochtergesellschaften.

Kapitalmanagement: Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu reduzieren.

Der Konzern überwacht sein Kapital, d.h. das Eigenkapital laut Konzernbilanz, mithilfe der Eigenkapitalquote. Sie ging 2011 auf 45% (2010: 48%) zurück.

SCA Hygiene Products SE ist über den Beherrschungsvertrag mit der SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, eng in den Konzern der SCA AB eingebunden. Die Finanzierung der Konzerngesellschaften und die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt überwiegend bei der zentralen Finanzierungsgesellschaft SCA Capital NV, Diegem/Belgien. SCA Hygiene Products SE wendet sich als beherrschtes Unternehmen nicht aktiv an den Kapitalmarkt. Die Gesellschaft unterliegt keinen satzungsgemäßen Eigenkapitalerfordernissen.

(24) Finanzschulden

Am 31.12.2011 betrug die Bruttoverschuldung einschließlich der passivischen Zinsabgrenzung sowie der verzinslichen Derivate 1.054,8 Mio. EUR (2010: 812,2 Mio. EUR). Die verzinsliche Bruttoverschuldung betrug 1.054,7 Mio. EUR (2010: 812,1 Mio. EUR) und ohne verzinsliche Derivate 1.054,7 Mio. EUR (2010: 811,3 Mio. EUR).

Verzinsliche Bruttoverschuldung

  Buchwert Marktwert
Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Verzinsliche Derivate        
Finanzielle Derivate ggü. verbundenen Unternehmen 0 1 0 1
Gesamt 1) 0 1 0 1
Kurzfristige Finanzschulden        
Externe Finanzschulden 50 40 50 40
Finanzschulden ggü. verbundenen Unternehmen 630 747 630 747
Gesamt 2) 680 787 680 787
Langfristige Finanzschulden        
Darlehen mit Laufzeit 1 bis 5 Jahre 370 5 381 6
Darlehen mit Laufzeit> 5 Jahre 5 19 5 19
Gesamt 3) 375 24 386 25
Gesamt verzinsliche Bruttoverschuldung 1.055 812 1.066 813
Finanzschulden variabel verzinslich 405 218 404 218
Finanzschulden fest verzinslich 650 594 662 595
Gesamt verzinsliche Bruttoverschuldung 1.055 812 1.066 813

1) Finanzielle Derivate (Forward-Kontrakt mit AB SCA Finans, Stockholm/Schweden) wurden zum Marktwert bilanziert.
2) Einschließlich der passivischen Zinsabgrenzung von 0,1 Mio. EUR (2010: 0,1 Mio. EUR) ergeben sich kurzfristige Brutto-Finanzschulden von 680,3 Mio. EUR (2010: 788,0 Mio. EUR).
3) Darin sind 357,6 Mio. EUR (2010: 0,1 Mio. EUR) gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Verzinsliche Bruttoverschuldung nach Währungen

Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
EUR 533 390
USD 295 235
GBP 13 31
RUB 123 71
PLN 76 71
PHP 15 14
Gesamt 1.055 812

(25) Personalbezogene Rückstellungen

SCA hat sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pensionspläne. Die bedeutendsten leistungsorientierten Pläne beruhen auf der Dienstzeit und der Vergütung, die der Mitarbeiter bei oder kurz vor seinem Eintritt in den Ruhestand erhalten hat. Die leistungsorientierten Pläne sehen Pensionsleistungen bei Eintritt in den Ruhestand und bei Invalidität sowie Hinterbliebenenleistungen bei Tod des Versorgungsberechtigten vor. Die gesamten Pensionskosten für die leistungsorientierten Pläne werden nachfolgend dargestellt.

2011 -
TEUR
Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Laufender Dienstzeitaufwand 17.898 759 3.419 42 22.118
Eingezahlte Beiträge durch Planteilnehmer -1.207 0 0 0 -1.207
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 163 0 0 0 163
Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste 0 208 3.167 0 3.375
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 33.345 627 550 28 34.550
Erwartete Erträge aus Planvermögen -33.440 0 0 0 -33.440
Plankürzungen -467 -25 0 0 -492
Gesamt 16.292 1.569 7.136 70 25.067
2010 -
TEUR
Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Laufender Dienstzeitaufwand 17.503 710 2.884 43 21.140
Eingezahlte Beiträge durch Planteilnehmer -1.843 0 0 0 -1.843
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 755 676 0 0 1.431
Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste 0 686 -306 0 380
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 30.970 620 973 28 32.591
Erwartete Erträge aus Planvermögen -29.446 0 0 0 -29.446
Plankürzungen -767 -29 0 0 -796
Gesamt 17.172 2.663 3.551 71 23.457

Aufwendungen zu beitragsorientierten Versorgungsplänen sowie andere Vergütungen im Zusammenhang mit beitragsorientierten Leistungen

TEUR 2011 2010
Staatliches Pensionssystem nach jeweiligem Landesrecht 1) 26.357 25.246
Leistungen, angelegt in Versicherungen, Fonds, Pensionskassen und anderen externen Institutionen 12.211 11.075
Gesamt 2) 38.568 36.321

1) Es handelt sich um Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. In Großbritannien sind auch die Beiträge zu anderen Sozialversicherungen enthalten.
2) In den Beträgen ist angefallene Lohnsteuer enthalten.

Die erwartete Rendite des Planvermögens wird anhand der Annahme festgestellt, dass die Rendite aus Rentenpapieren genauso hoch sein wird wie die Verzinsung von Zehn-Jahres-Staatsanleihen und dass die Eigenkapitalrendite dieselbe Verzinsung zuzüglich eines Risikoaufschlags erreichen wird. Die für jedes Land beschlossene Verzinsung wird anhand des Anteils von Dividenden- bzw. Rentenpapieren gewichtet. Zum Bilanzstichtag waren 277,3 Mio. EUR (2010: 319,2 Mio. EUR) in Dividendenpapieren investiert. Dies entspricht 47,6% (2010: 55,3%) des gesamten Zeitwerts des Planvermögens. Die übrigen 305,5 Mio. EUR (2010: 258,0 Mio. EUR) entsprechen 52,4% (2010: 44,7%) und waren in festverzinslichen Wertpapieren investiert. Die tatsächliche Rendite des Planvermögens betrug 2011 -6,7 Mio. EUR (2010: 86,0 Mio. EUR).

Pensionspläne mit Bilanzüberschüssen werden in der Bilanz als ein Aktivposten (Überschuss aus vorfinanzierten Pensionsplänen) ausgewiesen. Andere Pensionspläne, die in Bezug auf die Bilanz nicht voll vorfinanziert sind, werden als Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Wert aller Pensionspläne wird auf den Überschuss aus vorfinanzierten Pensionsplänen bzw. auf die Pensionsrückstellungen, wie im Folgenden dargestellt, verteilt.

31.12.2011 -
TEUR
Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Überschuss in Pensionsplänen 0 0 0 0 0
Rückstellung 127.169 13.526 20.855 583 162.133
Rückstellung, netto 127.169 13.526 20.855 583 162.133
31.12.2010 -
TEUR
Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Überschuss in Pensionsplänen 14.995 0 0 0 14.995
Rückstellung 97.630 13.069 17.697 580 128.976
Rückstellung, netto 82.635 13.069 17.697 580 113.981

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste des Jahres sind im Saldo negativ und belaufen sich auf -56,4 Mio. EUR (2010: 2,8 Mio. EUR). Die auf diese Weise erfassten aufgelaufenen Gewinne und Verluste machten somit -112,0 Mio. EUR (2010: -55,6 Mio. EUR) aus.

Zusätzlich zu der Auswirkung der geänderten versicherungsmathematischen Annahmen, wie der Änderung des Abzinsungssatzes, entstanden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste durch die erfahrungsbedingte Anpassung der Annahmen. Erfahrungsbedingte Anpassungen umfassen unerwartet hohe oder niedrige Mitarbeiterfluktuation, vorzeitige Pensionierung, Sterbefälle oder Gehaltserhöhungen. Die prozentuale Auswirkung dieser Anpassungen betrug -0,3% (2010: -1,5%) für die leistungsorientierten Verpflichtungen und -6,9% (2010: 9,9%) für das Planvermögen. Dies bedeutet, dass die Rendite für das Planvermögen 2011 schlechter als erwartet war.

Die folgende Tabelle weist die Nettorückstellung unter Berücksichtigung von vorfinanzierten, teilweise vorfinanzierten, nicht finanzierten Pensionsplänen und sonstigen Personalverpflichtungen aus. Die Bezeichnung "teilweise vorfinanziert" bezieht sich auf Pläne, die sowohl vorfinanzierte als auch gar nicht finanzierte Verpflichtungen derselben Pläne umfassen; dem gegenüber stehen vorfinanzierte Pläne, bei denen alle Verpflichtungen vorfinanziert sind. Die Finanzierungshöhe hängt von dem jeweiligen Plan ab.

31.12.2011 -
TEUR
Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Vorfinanzierte Pläne          
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 671.781 0 0 0 671.781
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -582.760 0 0 0 -582.760
Netto vorfinanzierte Pläne 89.021 0 0 0 89.021
Noch nicht ergebniswirksam erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -791 0 0 0 -791
Rückstellung vorfinanzierter Pläne 88.230 0 0 0 88.230
Nicht vorfinanzierte Pläne          
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 38.939 13.526 20.855 583 73.903
Rückstellung nicht vorfinanzierter Pläne 38.939 13.526 20.855 583 73.903
Rückstellung, netto 127.169 13.526 20.855 583 162.133
31.12.2010 -
TEUR
Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen Gesamt
Vorfinanzierte Pläne          
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 622.123 0 0 0 622.123
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -577.116 0 0 0 -577.116
Netto vorfinanzierte Pläne 45.007 0 0 0 45.007
Noch nicht ergebniswirksam erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -927 0 0 0 -927
Rückstellung vorfinanzierter Pläne 44.080 0 0 0 44.080
Nicht vorfinanzierte Pläne          
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 38.555 13.069 17.697 580 69.901
Rückstellung nicht vorfinanzierter Pläne 38.555 13.069 17.697 580 69.901
Rückstellung, netto 82.635 13.069 17.697 580 113.981

Der Zeitwert des Planvermögens per 31.12.2011 beinhaltet Finanzinstrumente in Form von Interest Rate Swaps, die den Marktwert des Planvermögens mit 14,7 Mio. EUR beeinflusst haben (2010: 11,2 Mio. EUR).

Die geplanten Zahlungen betragen für 2012 voraussichtlich 21,8 Mio. EUR.

In der folgenden Tabelle werden die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen und des Planvermögens erläutert.

  Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
2011 -
TEUR
Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen  
Eröffnungsbilanz 660.678 13.069 17.697 580 -577.116
Laufender Dienstzeitaufwand 17.898 759 3.419 42 0
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 33.345 627 550 28 0
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 0 0 0 0 -33.440
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 27 0 0 0 0
Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste 0 208 3.167 0 0
Plankürzungen -467 -25 0 0 0
Beiträge der Teilnehmer des Plans 0 0 0 0 -1.207
Beiträge des Arbeitgebers 0 0 0 0 -27.614
Gezahlte Versorgungsleistungen -24.580 -1.109 -3.978 -20 21.829
Versetzungen von/nach verbundenen Unternehmen -203 0 0 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Annahmen 18.811 0 0 -5 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, erfahrungsbedingt -2.447 0 0 -44 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Planvermögen 0 0 0 0 40.107
Veränderungen aufgrund von Desinvestitionen -78       63
Währungsumrechnungsdifferenzen 7.736 -3 0 2 -5.382
Schlussbilanz 710.720 13.526 20.855 583 -582.760
Saldierter Verpflichtungsumfang (Funded Status)     162.924    
  Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
2010 -
TEUR
Pensionszusagen Jubiläumszusagen Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen  
Eröffnungsbilanz 567.592 11.567 19.368 546 -468.169
Laufender Dienstzeitaufwand 17.503 710 2.884 43 0
Zinsaufwand auf die Verpflichtung 30.970 620 973 28 0
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 0 0 0 0 -29.446
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 638 676 0 0 0
Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste 0 686 -306 0 0
Plankürzungen -767 -29 0 0 0
Beiträge der Teilnehmer des Plans 0 0 0 0 -1.843
Beiträge des Arbeitgebers 0 0 0 0 -29.497
Gezahlte Versorgungsleistungen -24.600 -1.161 -5.222 -50 21.303
Versetzungen von/nach verbundenen Unternehmen 7 0 0 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Annahmen 65.137 0 0 13 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, erfahrungsbedingt -10.584 0 0 1 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Planvermögen 0 0 0 0 -57.329
Währungsumrechnungsdifferenzen 14.782     -1 -12.135
Schlussbilanz 660.678 13.069 17.697 580 -577.116
Saldierter Verpflichtungsumfang (Funded Status)     114.908    

Finanzielle versicherungsmathematische Annahmen

  2011 2010 2009 2008 2007
Zinssatz für die Abzinsung 4,86% 5,02% 5,25% 6,35% 5,74%
Erwartete Erträge aus Planvermögen 5,8% 5,9% 6,1% 6,4% 6,7%
Künftiges Gehaltsniveau 3,3% 3,1% 3,1% 3,8% 3,6%
Lebenshaltungskostenindex 2,3% 2,3% 2,2% 2,2% 2,4%

Die versicherungsmathematischen Annahmen enthalten gewichtete durchschnittliche Annahmen, die bei der Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Pensionskosten für das darauf folgende Jahr zugrunde gelegt werden. Für die Ermittlung der Annahmen wurden überwiegend ausländische Unternehmen einbezogen.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen national gültigen Richttafeln ermittelt.

Historie

  2011 2010 2009 2008 2007
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 711.303 661.258 568.138 447.614 519.217
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -582.760 -577.116 -468.169 -383.185 -511.709
Saldierter Verpflichtungsumfang (Funded Status) 128.543 84.142 99.969 64.429 7.508
Versicherungsmathematische Gewinne(-)/ Verluste(+), erfahrungsbedingt          
Leistungsorientierte Verpflichtung -2.491 -10.583 2.697 -4.827 7.004
Planvermögen 40.107 -57.329 -54.332 122.228 38.284

(26) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Beitragsorientierte Personalverpflichtung 2.482 2.349
Verpflichtungen aus Gesundheitszusagen 239 413
Derivative Instrumente, Energiederivate, operativ ggü. verbundenen Unternehmen 1) 1.977 267
Gesamt 4.698 3.029

1) Dieser Posten wird nach den Regeln von IAS 39 bilanziert.

Bei den Posten "beitragsorientierte Personalverpflichtung" und "Verpflichtung aus Gesundheitszusagen" handelt es sich um spezielle Vertragsbedingungen im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Alsip/USA, Ende 2008. Diese verpflichten SCA zu festen Pensionszahlungen für einen Zeitraum von 20 Jahren. Die abgezinste Verbindlichkeit beträgt 2,5 Mio. EUR. Weitere 0,2 Mio. EUR stellen diskontierte Verbindlichkeiten für künftig zu erwartende Gesundheitskosten im Zusammenhang mit der Restrukturierung der Standorte Neenah/USA und Menasha/USA dar.

(27) Sonstige Rückstellungen

TEUR  
Stand 01.01.2011 11.873
Zuführung 14.848
Verbrauch -13.338
Auflösung -565
Währungsdifferenzen 43
Stand 31.12.2011 12.861
davon kurzfristig 12.861
davon langfristig 0

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf 12,9 Mio. EUR (2010: 11,9 Mio. EUR). Diese umfassen im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 8,4 Mio. EUR zur Verbesserung der Logistik und der Arbeitsprozesse in den Tochtergesellschaften in den Niederlanden. Des Weiteren wurden 2,7 Mio. EUR Rückstellungen für die Rückgabeverpflichtung der Emissionsrechte gebildet.

(28) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

TEUR Verbleibende Tage bis zur Fälligkeit 31.12.2011 31.12.2010
Lieferungen und Leistungen, extern < 30 Tage 227.436 192.653
  30 - 90 Tage 88.904 96.395
  90 - 180 Tage 3.852 190
  180 - 360 Tage 38 1.098
  360 - 720 Tage 71 118
  > 720 Tage 128 220
Gesamt 1)   320.429 290.674
Investitionen, extern < 30 Tage 6.218 12.956
  30 - 90 Tage 6.688 5.369
  90 - 180 Tage 0 0
  180 - 360 Tage 140 0
Gesamt 1)   13.046 18.325
Strategische Investitionen, extern < 30 Tage 6.244 521
  30 - 90 Tage 5.979 469
  90 - 180 Tage 0 0
  180 - 360 Tage 0 6.234
Gesamt 1)   12.223 7.224
Erhaltene Anzahlungen < 30 Tage 11 15
Gesamt   11 15
Ggü. verbundenen Unternehmen < 30 Tage 47.182 44.369
  30 - 90 Tage 1.193 281
  90 - 180 Tage 0 1
  180 - 360 Tage 0 0
  360 - 720 Tage 5 0
  > 720 Tage 0 0
Gesamt 1)   48.380 44.651
Gesamt Verbindlichkeiten < 30 Tage 287.091 250.514
  30 - 90 Tage 102.764 102.514
  90 - 180 Tage 3.852 191
  180 - 360 Tage 178 7.332
  360 - 720 Tage 76 118
  > 720 Tage 128 220
Gesamt   394.089 360.889

1) Diese Posten werden nach den Regeln von IAS 39 bilanziert.

Die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 33,2 Mio. EUR steht u. a. im Zusammenhang mit dem Aufbau der Vorräte in Höhe von 14,3 Mio. EUR.

Verbindlichkeiten für strategische Investitionen bestehen insbesondere für den neuen Tissuestandort in Sovetsk/Russland, den Personal Care-Standort Veniov/Russland sowie den Tissuestandort Mannheim.

(29) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 1) 15.987 15.777
Verbindlichkeiten ggü. assoziierten Unternehmen 1) 95 121
Derivative Instrumente, operativ, ggü. verbundenen Unternehmen (A) 1) 7.172 4.341
Verbindlichkeiten Emissionsrechte 714 3.320
Verbindlichkeiten, operativ (B) 269.199 269.047
Sonstige operative Verbindlichkeiten (C) 59.565 58.019
Gesamt 352.732 350.625
(A) Derivative Instrumente, operativ 31.12.2011 31.12.2010
Währungsderivate 1) 310 1.648
Energiederivate 1) 6.862 2.693
Gesamt 7.172 4.341
(B) Verbindlichkeiten, operativ 31.12.2011 31.12.2010
Kundenboni und -skonti 1) 136.175 136.208
Sonstige Personalverpflichtungen 44.100 45.668
Urlaubsansprüche 16.251 16.425
Sozialversicherung 4.828 3.803
Abwasser, Energie 1) 21.957 22.978
Werbung und Promotion 1) 17.776 16.424
Frachten und Lager 1) 12.111 16.360
Prüfungs- und Beratungskosten 1) 4.078 4.189
Warenlieferungen 4.444 1.866
Sonstige Einzelposten < 2 Mio. EUR 1) 7.479 5.126
Gesamt 269.199 269.047
(C) Sonstige operative Verbindlichkeiten 31.12.2011 31.12.2010
Umsatzsteuer aus Lieferungen und Leistungen 25.065 22.224
Sonstige Steuern und Zölle 4.706 13.526
Fällige Sozialversicherungsbeiträge 6.376 6.359
Sonstige Personalverbindlichkeiten 9.759 9.476
Verbindlichkeiten für Sachanlagen 6.011 989
Kreditorische Debitoren 1) 5.513 3.746
Sonstige Posten 2.135 1.699
Gesamt 59.565 58.019

1) Diese Posten werden nach den Regeln von IAS 39 bilanziert.

Die Verbindlichkeiten beinhalten transitorische Passiva (Geldeingang im laufenden Geschäftsjahr, Ertrag im nächsten Geschäftsjahr) und antizipative Passiva (Aufwand im laufenden Geschäftsjahr, Geldausgang im nächsten Geschäftsjahr).

Die derivativen Instrumente umfassen Devisentermingeschäfte (Currency Forwards) sowie Währungsswaps (Currency Swaps) und werden ausschließlich zur Absicherung des Transaktionsrisikos verwendet.

(30) Kapitalflussrechnung

Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge

Mio. EUR 2011 2010
Abschreibungen und Wertminderungen 177 189
Zuschreibungen 0 -29
Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen -9 1
Zuführung zu Rückstellungen 1 11
Sonstige -1 32
Gesamt 168 204

Finanzmittelfonds

Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Flüssige Mittel und Bankguthaben 19 24
Kurzfristige Finanzanlagen 464 409
Gesamt 483 433

Zinsen

Mio. EUR 2011 2010
Zinseinnahmen 16 6
Zinsausgaben -60 -76
Netto -44 -70

Dividenden

Mio. EUR 2011 2010
Erhaltene Dividenden 3 3
Gezahlte Dividenden -110 -110
Gesamt -107 -107

(31) Joint-Venture-Gesellschaften

Joint-Venture-Gesellschaften, d. h. Unternehmen, die SCA zusammen mit anderen Partnern besitzt und über die laut Vertrag gemeinsam Kontrolle ausgeübt wird, werden quotal konsolidiert. Es handelt sich hierbei um die Teilkonzerne THOSCA-Holzhandelsgesellschaften und um die Altpapierhandelsgesellschaften Bunzl & Biach Ges.m.b.H., Wien/Österreich, und die American Fiber Services LLC, Atlanta/USA. Der Anteil von SCA Hygiene Products SE beträgt jeweils 50%.

Im Jahr 2011 erwarb Bunzl & Biach Ges.m.b.H. 51% an der Austrian Recycling s.r.o. Temelin/Tschechische Republik. Diese Gesellschaft wurde von Bunzl & Biach Ges.m.b.H voll konsolidiert.

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz und die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in Joint-Venture-Gesellschaften, die im SCA-Konzern enthalten sind, beziehen sich auf den Anteil von SCA.

TEUR 2011 Konzern 2010 Konzern
Gewinn- und Verlustrechnung    
Umsatz 150.719 136.125
Sonstige betriebliche Erträge 252 152
Betriebliche Aufwendungen -148.297 -133.054
Abschreibungen -550 -506
Ergebnis vor Finanzergebnis 2.124 2.717
Finanzergebnis 180 -94
Ergebnisanteil assoziierter Unternehmen 268 291
Ergebnis vor Ertragsteuer 2.572 2.914
Ertragsteuer -500 -706
Jahresüberschuss 2.072 2.208
Zuordnung Jahresüberschuss    
Muttergesellschaft 2.047 2.208
Minderheitsgesellschafter 25 0
TEUR 2011 Konzern 2010 Konzern
Personalkosten    
Löhne und Gehälter 3.656 3.669
Altersversorgung 201 219
Sozialversicherung 799 712
Sonstiger Personalaufwand 58 20
Gesamt 4.714 4.620

Sowohl im Altpapier- als auch im Holzhandel konnte der Umsatz infolge der gestiegenen Marktpreise gesteigert werden. Das Ergebnis ging aufgrund der ebenfalls deutlich gestiegenen Einstandskosten zurück.

TEUR 31.12.2011 Konzern 31.12.2010 Konzern
Bilanz    
Langfristige operative Aktiva 5.430 5.279
Langfristige finanzielle Aktiva 1.736 1.419
Kurzfristige operative Aktiva 14.751 13.459
Kurzfristige finanzielle Aktiva 5.327 5.694
Bilanzsumme 27.244 25.851
Eigenkapital 11.561 11.243
Minderheitsgesellschafter 26 0
Langfristige operative Passiva 68 63
Langfristige finanzielle Passiva 2.336 2.439
Kurzfristige operative Passiva 13.111 12.075
Kurzfristige finanzielle Passiva 142 31
Bilanzsumme 27.244 25.851
TEUR 31.12.2011 Konzern 31.12.2010 Konzern
Capital Employed 7.002 6.600
Nettoverschuldung 4.585 4.643
  2011 2010
Anzahl Mitarbeiter (Durchschnitt) 95 89

(32) Eventualverbindlichkeiten

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Garantien    
Cash Pool 11.935 11.710
Mietverträge 7 11
Bürgschaften    
Wechselobligo 1.191 1.467
Zoll 186 186
Sonstige 928 912
Gesamt 14.247 14.286

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Standorts Roanne in Frankreich am 28.02.2007 durch die SCA Hygiene Products S.A.S., Roissy Pôle/Frankreich, wurde dem Erwerber von SCA Hygiene Products SE eine Ausfallbürgschaft für eventuelle Umweltrisiken gegeben. Das maximale Risiko liegt nach internen Einschätzungen bei 966 TEUR. Der Miteigentümer, die SCA HP De Breul Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat in Höhe seiner Beteiligung von 54,15% eine Garantie gegenüber SCA Hygiene Products SE gegeben.

Der Anstieg der Eventualverbindlichkeiten für Cash Pool-Garantien ist wechselkursbedingt.

(33) Verpfändete Vermögenswerte

TEUR     31.12.2011 31.12.2010
  In Verbindung mit Finanzverbindlichkeiten In Verbindung mit Eventualverbindlichkeiten Gesamt Gesamt
Pfandrechte        
unbewegliche Sachen 31 1.935 1.966 2.198
bewegliche Sachen 0 0 0 0
Gesamt 31 1.935 1.966 2.198

Bei den Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um ein durch die SCA Hygiene Products GmbH, Wien/Österreich, hypothekarisch abgesichertes Darlehen, das vom Abwasserverband Oberes Piestingtal, Pernitz/Österreich, beim österreichischen Umwelt- und Wasserwirtschaftsfonds aufgenommen wurde.

(34) Bericht zu nahestehenden Unternehmen und Personen

SCA Hygiene Products SE und ihre Tochtergesellschaften sind mit einem Beherrschungsvertrag seit dem 01.01.1998 in den Konzern der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden (SCA AB), eingebunden. Mit den anderen verbundenen Unternehmen des SCA AB-Konzerns (Mutter- und Schwestergesellschaften) gibt es im Wesentlichen folgende Beziehungen.

Warenlieferungen werden nach der Cost Plus-Methode in Rechnung gestellt. Forschung und Entwicklung, Datenverarbeitung und Management werden im Kostenumlageverfahren verrechnet. Aufgrund der unterschiedlichen nationalen Regelungen und vertraglichen Bedingungen konnten 3.513 TEUR nicht an die Leistungsempfänger weiterverrechnet werden. Finanzgeschäfte werden at arm's length, d.h. wie unter fremden, voneinander unabhängigen Unternehmen, berechnet.

Tochtergesellschaften der SCA Hygiene Products SE vertreiben Produkte unter der Marke "Tempo", die von Schwestergesellschaften erzeugt werden. Für die Nutzung der Markenrechte werden Lizenzgebühren an AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, entrichtet.

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Standorts Roanne in Frankreich durch die SCA Hygiene Products S.A.S., Roissy Pôle/Frankreich, wurde dem Erwerber von SCA Hygiene Products SE eine Ausfallbürgschaft für eventuelle Umweltrisiken gegeben. Das maximale Risiko liegt nach internen Einschätzungen bei 966 TEUR. Der Miteigentümer, die SCA HP De Breul Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat in Höhe seiner Beteiligung von 54,15% eine Garantie gegenüber SCA Hygiene Products SE gegeben. Mit einer Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis wird nicht gerechnet.

2011 hat SCA Hygiene Products SE eine Dividende in Höhe von 103,8 Mio. EUR an SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, ausgeschüttet. Die Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products GmbH, Wien/Österreich, hat 2011 2.405 TEUR Dividende an den Minderheitsgesellschafter SCA Hygiene Products AB, Göteborg/Schweden, gezahlt.

2011 wurden gebrauchte Verarbeitungsmaschinen bzw. Maschinenteile an Schwestergesellschaften veräußert. Der Erlös in Höhe von 658 TEUR (2010: 9.694 TEUR) führte bei Buchwerten von 489 TEUR (2010: 9.336 TEUR) zu einem Ertrag von 169 TEUR (2010: 358 TEUR). Von Schwestergesellschaften wurden gebrauchte Verarbeitungsmaschinen, Maschinenteile und Emissionsrechte im Wert von 4.098 TEUR erworben (2010: 12.125 TEUR).

Die Liefer- und Leistungsbeziehungen mit dem Vorstand und der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften erfolgen ausschließlich im Rahmen der bestehenden Anstellungsverträge. Mit Angehörigen von nahestehenden Personen bestehen keine Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Die Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 betrugen 611 TEUR (2010: 592 TEUR), davon fix 485 TEUR (2010: 476 TEUR) und variabel 126 TEUR (2010: 116 TEUR). Darin sind Sachzuwendungen enthalten, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und Versicherungsschutz bestehen. Die auf die Sachzuwendungen entfallenden Steuern werden von den Vorstandsmitgliedern getragen. Vorstandsmitglieder haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Pensionszahlungen. Am 31.12.2011 betrugen die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands 1.491 TEUR (2010: 1.378 TEUR). Frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen erhielten 1.380 TEUR (2010: 1.450 TEUR). Für diesen Personenkreis bestanden Rückstellungen für Pensionen von 13.614 TEUR (2010: 14.024 TEUR).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products SE erhalten gemäß § 17 der Satzung außer dem Ersatz der baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500 EUR, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter das Doppelte. Für zusätzliche Ämter in den Ausschüssen des Aufsichtsrats wird keine Vergütung gewährt. Für die Teilnahme an den Aufsichtsratssitzungen wird ein Sitzungsgeld von 200 EUR gewährt. Die im SCA-Konzern beschäftigten Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat haben vor Annahme des Aufsichtsratsmandats auf die satzungsgemäße Vergütung verzichtet. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat von SCA Hygiene Products SE ist mit dem Gehalt gemäß jeweiligem Dienstvertrag abgegolten. Entsprechend der geltenden Satzungsbestimmung betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products SE für das Geschäftsjahr 2011 insgesamt 144 TEUR (2010: 138 TEUR), wovon 93 TEUR (2010: 93 TEUR) auf die Arbeitnehmervertreter entfielen. Für die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat bestehen, mit Ausnahme des Gewerkschaftsvertreters, Arbeitsverträge mit Konzerngesellschaften des SCA-Konzerns. Die Auszahlung der den Arbeitsverträgen zugrundeliegenden Vergütungen erfolgt entsprechend der dienstvertraglichen Regelungen.

Darüber hinausgehende Liefer- und Leistungsbeziehungen bestanden nicht. Es wurden keine Vorschüsse oder Kredite an Organmitglieder ausgereicht.

Die SCA Hygiene Products Nättraby Bruks AB, Göteborg/Schweden, wird in die in Schweden bestehende steuerliche Organschaft mit der SCA AB einbezogen. Im Rahmen dieser Organschaft wird der Ertragsteueraufwand in Höhe von 26.549 TSEK von der SCA Hygiene Products Nättraby Bruks AB an die SCA AB gezahlt. Diese Zahlung entspricht dem schwedischen Ertragsteuersatz von 26,3%.

Die SCA Netherlands Alphabet Holding BV, Amsterdam/Niederlande, und ihre Beteiligungen werden in die in den Niederlanden bestehende steuerrechtliche Organschaft mit der SCA Group Holding BV einbezogen. Dem Antrag auf gemeinsame Besteuerung ab dem 01.01.2010 wurde von der zuständigen Steuerbehörde in Groningen/Niederlande am 01.07.2010 stattgegeben. Im Rahmen dieser Organschaft erfolgten 2011 Zahlungen der SCA Netherlands Alphabet Holding BV an die SCA Group Holding BV in Höhe von 15,0 Mio. EUR. Diese Zahlung entsprach dem niederländischen Ertragsteuersatz von 25%.

Im Geschäftsjahr wurden mit nahestehenden Unternehmen Geschäfte getätigt, die zu folgenden Abschlussposten führten:

Abschlussposten mit Mutterunternehmen

Mio. EUR 2011 2010
Erträge 0 0
Aufwendungen 0 0
  31.12.2011 31.12.2010
Forderungen 248 0
Verbindlichkeiten 276 1

Abschlussposten mit Schwesterunternehmen

Mio. EUR 2011 2010
Erträge 668 578
Aufwendungen 807 774
  31.12.2011 31.12.2010
Forderungen 527 714
Verbindlichkeiten 780 1.231

Abschlussposten mit assoziierten Unternehmen

Mio. EUR 2011 2010
Erträge 146 119
Aufwendungen 3 9
  31.12.2011 31.12.2010
Forderungen 0 0
Verbindlichkeiten 0 4

Abschlussposten mit Gemeinschaftsunternehmen

Mio. EUR 2011 2010
Erträge 1 1
Aufwendungen 62 56
  31.12.2011 31.12.2010
Forderungen 5 0
Verbindlichkeiten 4 2

(35) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das auf die Aktien entfallende Nettoergebnis durch die durchschnittliche Zahl der Aktien geteilt wird. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch potenziell auszugebende Aktien (Optionen und Wandelanleihen) erfolgen. Dieser Sachverhalt ist bei SCA Hygiene Products SE nicht gegeben, weil keine Optionsrechte bzw. Wandelanleihen mit dem Recht zum Bezug zusätzlicher Aktien der Gesellschaft bestehen.

    2011 2010
Ergebnisanteil der Aktionäre von SCA Hygiene Products SE TEUR 171.652 148.805
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien Stück 7.092.018 7.092.018
Ergebnis je Aktie      
unverwässert EUR 24,20 20,98
verwässert EUR 24,20 20,98
Dividende EUR 15,15 1) 15,15

1) Vorschlag für das Geschäftsjahr 2011

(36) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2011 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für SCA Hygiene Products SE von wesentlicher Bedeutung sind.

(37) Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26.05.2010 am 16.04.2012 abgegeben. Sie wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.sca.com/de/scahygieneproductsse/corporate-governance zugänglich gemacht.

(38) Anteilsbesitz

Lfd. Nr. Verzeichnis der verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen, Währung Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital 2011 (in 1.000) Jahresergebnis 2011 (in 1.000) Zuordnung der Anteile zur lfd. Nr.
1 SCA Hygiene Products SE, München          
  Hygieneprodukte          
  Inland - Beteiligungsunternehmen          
2 SCA Hygiene Products Holding GmbH, Oberding EUR 100 848.123 - 1) 1
3 SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim EUR 100 73.737 - 1) 2+61
4 SCA Hygiene Products Beteiligungs GmbH, Ismaning EUR 100 14.515 - 1) 2
5 SCA Group Holding (Deutschland) GmbH, Oberding EUR 100 149.036 25.264 4
6 SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden EUR 100 9.361 - 1) 5+61
7 SCA Hygiene Products AFH Sales GmbH, Mannheim EUR 100 286 - 1) 6
8 SCA Hygiene Products Vertriebs GmbH, Mannheim EUR 100 25 - 1) 3
  Ausland - Beteiligungsunternehmen 2)          
9 Clearwill Holding BV, Amsterdam/Niederlande EUR 100 200.261 0 2
10 SCA Hygiene Products (Fluff) Ltd, Dunstable/Großbritannien 3) GBP 100 258.351 -3.935 2
11 SCA Hygiene Finance Ltd, Dunstable/Großbritannien GBP 100 406.555 4.360 10
12 SCA Hygiene Products UK Ltd, Dunstable/Großbritannien GBP 100 323.739 20.170 10
13 PWA Group Holdings (UK) Ltd, Dunstable/Großbritannien GBP 100 17.855 0 12
14 SCA Hygiene Products (NI) Ltd, Belfast/Nordirland GBP 100 -635 -213 12
15 KSS Supplies Ltd, Dunstable/Großbritannien GBP 100 1.476 0 10
16 Bowland Converters Ltd, Dunstable/Großbritannien GBP 100 79 0 15
17 Pendigo Disposables Ltd, Dunstable/Großbritannien GBP 100 -5.715 0 10
18 MACR Ltd, Dunstable/Großbritannien GBP 100 127 0 17
19 Macrocom (358) Ltd, Dunstable/Großbritannien GBP 100 113 0 17
20 Valley Paper Products Ltd, Dunstable/Großbritannien GBP 100 11 0 17
21 North Wales Tissue Ltd, Dunstable/Großbritannien GBP 100 7.733 0 10
22 SCA Hygiene Products Nederland BV, Zeist/Niederlande 4) EUR 97,3 -371.228 -22.530 9
23 SCA Hygiene Products Suameer BV, Bergum/Niederlande EUR 100 15.401 3.360 22
24 SCA Hygiene Products Zeist BV, Zeist /Niederlande EUR 100 386.806 24.808 22
25 SCA Hygiene Products Hoogezand BV, Hoogezand/Niederlande EUR 100 184.404 18.929 22
26 SCA Hygiene Products Gennep BV, Gennep/Niederlande EUR 100 201.999 16.117 22
27 SCA Hygiene Products Tilburg BV i. L., Tilburg/Niederlande EUR 100 -29.918 -535 22
28 SCA Americas Inc., Dover, Delaware/USA USD 68,2 403.030 -88.498 1+22
29 SCA Personal Care North America Inc., Dover, Delaware/USA USD 100 127.055 2.909 28
30 SCA Personal Care Inc., Dover, Delaware/USA USD 100 43.870 -318 29
31 SCA Tissue North America Inc., Dover, Delaware/USA USD 100 957.485 37.259 28
32 SCA Tissue North America LLC, Wilmington, Delaware/USA USD 100 333.189 43.819 31
33 SCA Hygiene Products Sp. z o.o., Olawa/Polen PLN 100 196.434 5.834 2
34 SCA Hygiene Products Corporation, Muntinlupa City/Philippinen PHP 100 -951.991 -18.274 2
35 Herrera Holdings Co., Makati City/Philippinen PHP 100 28.053 -115 34
36 Amphora Properties, Inc., Makati City/Philippinen PHP 100 48.452 -880 34+35
37 SCA Hygiene Products Russia LLC, Moskau/Russland RUB 100 4.796.179 -219.825 2
38 Productos Familia S.A., Medellín/Kolumbien COP 23,73 478.135.165 -8.349.371 2
39 Familia del Pacifico Ltd, Caloto/Kolumbien COP 100 222.099.829 56.953.825 38
40 Productos Familia Sancela del Ecuador S.A., Pinchina/Ecuador USD 100 35.849 6.182 38
41 Productos Familia de Puerto Rico Inc., San Juan/Puerto Rico USD 100 1.840 709 38
42 Productos Familia Sancela S.A. (Sucursal Bolivia), Santa Cruz/Bolivien BOB 100 -5.090 0 38
43 Sancela Jamaica Ltd, Kingston/Jamaika JMD 100 408 0 38
44 Sancela Chile S.A., Vitacura/Chile CLP 50 2.454.162 356.122 38
45 Continental de Negocios S.A., Santa Domingo/Dominikanische Republik DOP 50 281.255 68.901 38
46 Productos Familia Sancela S.A. (Sucursal Republica Dominicana), Santa Domingo/Dominikanische Republik DOP 100 191.966 32.184 38
47 Familia Sancela Argentinia S.A., Buenos Aires/Argentinien ARS 100 54.011 -23.590 38
48 Productos Sancela del Peru S.A., Lima/Peru PEN 50 26.601 13.281 38
49 Productos Sancela del Peru S.A. (Sucursal de Bolivia), Santa Cruz/Bolivien BOB 100 19.908 5.226 48
50 Belovo Paper Mill S.A., Belovo/Bulgarien BGN 28,42 20.595 3 2
51 SCA Hygiene Products S.A./N.V., Stembert/Belgien EUR 55,88 95.865 13.842 3
52 SCA Hygiene Products GmbH, Wien/Österreich 5) EUR 87,73 94.144 18.376 3
53 SCA Hygiene Products Holding S.A.S., Roissy Pôle/Frankreich 6) EUR 45,85 191.959 7.910 2+3
54 SCA Hygiene France S.A.S., Roissy Pôle/Frankreich EUR 100 164.369 -23.802 53
55 Société d'Etudes et de Gestion d'Appareils Sanitaires S.A.S., Roissy Pôle/Frankreich EUR 100 9.643 1.186 53
56 SCA Hygiene Products S.A.S., Roissy Pôle/Frankreich EUR 100 99.273 10.381 54
57 SCA Hygiene Products Supply S.A.S., Roissy Pôle/Frankreich EUR 100 67.249 -7.108 54
  Sonstige Aktivitäten          
  Inland - Beteiligungsunternehmen          
58 THOSCA Holz GmbH, Hösbach EUR 50 5.492 905 1+3
59 SCA Hygiene Products Tissue 1 GmbH, Ismaning EUR 100 52 - 1) 28
60 SCA Hygiene Products Tissue 2 GmbH, Ismaning EUR 100 244.039 - 1) 59
61 SCA Beteiligungs AB (AG schwedischen Rechts) & Co. KG, München EUR 100 4.645 138 2
62 Papyrus Wertstoff Service GmbH, Bad Reichenhall EUR 100 503 201 69
63 Pronaro GmbH, Hösbach EUR 50 103 -97 58
  Ausland - Beteiligungsunternehmen 2)          
64 SCA Graphic Paper North America LLC, Dover, Delaware/USA USD 100 10.326 60 28
65 Bunzl & Biach Ges.m.b.H., Wien/Österreich EUR 50 12.897 2.124 52
66 THOSCA Holz Hallein GmbH, Hallein/Österreich EUR 100 1.424 654 58
67 SCA/PWA Alpha Holding BV, Amsterdam/Niederlande EUR 100 682.802 0 2
68 SCA Hygiene Products Nättraby Bruks AB, Göteborg/Schweden SEK 100 3.253.096 74.398 67
69 Papyrus Altpapierservice Handelsgesellschaft m.b.H., Wien/Österreich EUR 31,67 7.477 1.480 65
70 Green Papír Hulladékkezetö Kereskedelmi Kft., Lukácsháza/Ungarn 7) HUF 25 12.411 5.129 65
71 Austrian Recycling s.r.o., Temelin/Tschechische Republik CZK 51 2.691 2.481 65
72 Abwasserverband Oberes Piestingtal, Pernitz/Österreich 8) EUR   -1.085 128 52
73 American Fiber Services LLC, Atlanta/Georgia, USA USD 50 766 342 32

Eigenkapital und Jahresergebnis sind mit 100% angegeben.

Gesellschaften, die als assoziierte Unternehmen bzw. Joint-Venture-Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen wurden, können den Anhangsangaben (13) und (31) entnommen werden.

1) Ergebnisabführungsvertrag
2) Angaben basieren auf Jahresabschlüssen, die nach einheitlichen Konzerngrundsätzen zum Zwecke der Konsolidierung aufgestellt wurden
3) Zurechnung zu SCA Hygiene Products Holding GmbH, Oberding, durch die Wertung als Treuhandschaft über SCA UK Holdings Ltd, Aylesford/Großbritannien (F-Shares)
4) Zurechnung zu Clearwill Holding BV, Amsterdam/Niederlande, durch beherrschenden Einfluss auf D-Shares der SCA Nederlands Alphabet Holding BV, Amsterdam/Niederlande
5) Zurechnung zu SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, durch die Wertung als Treuhandschaft über SCA Austria AG, Hallein/Österreich, bzw. über SCA Austria Alphabet BV, Amsterdam/Niederlande (A-Shares)
6) Zurechnung zu SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, durch die Wertung als Treuhandschaft über Investment AB Mesen, Göteborg/Schweden, bzw. über SCA France Alphabet BV, Amsterdam/Niederlande (C-Shares)
7) Zahlen aus letztem verfügbaren Jahresabschluss 2010
8) Zweckgesellschaft

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

München, 17. April 2012

Der Vorstand der SCA Hygiene Products SE

Günter Kaske

Walter Hirner

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der SCA Hygiene Products SE, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamterfolgsrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht der SCA Hygiene Products SE, München, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, 20. April 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Winter, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Gillitzer, Wirtschaftsprüfer

Abschluss SCA Hygiene Products SE

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

TEUR Anhang 2011 2010
Umsatzerlöse (1) 112.623 109.106
Sonstige betriebliche Erträge (2) 17.523 4.997
Rohergebnis   130.146 114.103
Personalaufwand (3) -51.732 -28.162
Abschreibungen   -564 -577
Sonstige betriebliche Aufwendungen (4) -106.133 -74.737
Ergebnis vor Finanzergebnis   -28.283 10.627
Ergebnis aus Beteiligungen   120.034 118.312
Zinsergebnis   15.089 1.796
Finanzergebnis (5) 135.123 120.108
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   106.840 130.735
Außerordentliches Ergebnis (6) -742 -846
Ertragsteuern (7) 4.162 -22.418
Jahresüberschuss   110.260 107.471
Einstellung in andere Gewinnrücklagen   -2.816 -27
Bilanzgewinn   107.444 107.444

Bilanz zum 31. Dezember 2011

AKTIVA

TEUR Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Anlagevermögen      
Immaterielle Vermögensgegenstände (8) 70 58
Sachanlagen (9) 1.338 1.578
Finanzanlagen (10) 1.459.806 1.392.603
    1.461.214 1.394.239
Umlaufvermögen      
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (11)    
Forderungen gegen verbundene Unternehmen   577.392 510.498
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände   14.169 11.862
    591.561 522.360
Flüssige Mittel (12) 30 392
    591.591 522.752
Rechnungsabgrenzungsposten (13) 387 266
Aktive latente Steuer (14) 3.683 0
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (15) 2.450 16.510
    2.059.325 1.933.767

Passiva

     
TEUR Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital (16) 181.305 181.305
Kapitalrücklage   128.765 128.765
Gewinnrücklagen (17) 602.306 599.490
Bilanzgewinn   107.444 107.444
    1.019.820 1.017.004
Rückstellungen      
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (18) 0 0
Steuerrückstellungen   263 4.059
Sonstige Rückstellungen (19) 11.092 11.767
    11.355 15.826
Verbindlichkeiten (20)    
Finanzschulden   801.359 629.642
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   6.627 7.453
Übrige Verbindlichkeiten   220.164 261.444
    1.028.150 898.539
Passive latente Steuern   0 2.398
    2.059.325 1.933.767

Anhang zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Allgemeine Angaben

Die SCA Hygiene Products SE, München, führt als Obergesellschaft einen Teilkonzern der Muttergesellschaft Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden (SCA AB).

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht der SCA Hygiene Products SE für das Geschäftsjahr 2011 werden im Bundesanzeiger offengelegt und im Unternehmensregister hinterlegt.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst, die im Anhang gesondert erläutert werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Aufstellung des Jahresabschlusses der SCA Hygiene Products SE erfolgt nach den deutschen handels- bzw. aktienrechtlichen Bestimmungen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige degressive und lineare Abschreibungen, bewertet. Seit 2009 wird wieder degressiv abgeschrieben. Der Einfluss auf die Vermögenslage ist von untergeordneter Bedeutung.

Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden, je nach Ausführung, zehn bis 50 Jahre sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert ausgewiesen. Soweit die nach diesen Grundsätzen bewerteten Finanzanlagen über dem beizulegenden Wert am Bilanzstichtag liegen, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen vorgenommen. 2010 wurde eine Bewertungseinheit zwischen Ausleihungen an verbundene Unternehmen und einem Devisentermingeschäft gebildet. Der beizulegende Zeitwert des Devisentermingeschäfts zum Bilanzstichtag bestimmt sich aus der Differenz der mit den US-Dollar- bzw. Euro-Zinssätzen abgezinsten Zeitwerten des Darlehens.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sowie allgemeine Kreditrisiken werden durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt.

Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die liquiden Mittel sind zu Nominalwerten bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für das Folgejahr darstellen.

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Anwendung der Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Diesem Verfahren liegen biometrische Wahrscheinlichkeiten gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dies sind bei den Entgelten 3,25% (2010: 3,25%) und bei den Renten 2% (2010: 2%). Ebenso wird die erwartete Fluktuation berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszinssatz für die Abzinsung der Verpflichtung beträgt 5,13% (2010: 5,15%). Es handelt sich dabei um den durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank ermittelten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen der Altersversorgung hat SCA Hygiene Products SE entsprechende Mittel als Deckungsvermögen angelegt, die vom SCA Vorsorge-Treuhand e. V., Ismaning, treuhänderisch verwaltet werden und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert am 31.12.2011. Dieses Vermögen wird mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Ein Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen ausgewiesen. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite der Bilanz.

Bei den Rückstellungen für Altersteilzeit kommt das so genannte Blockmodell zur Anwendung. Die in den Rückstellungen enthaltenen Aufstockungsbeträge stellen nach ihrem wirtschaftlichen Charakter eine eigenständige Abfindungsverpflichtung dar und sind nach § 249 Abs.1 Satz 1 HGB passiviert. Darüber hinaus wurden in die Rückstellungen auch Leistungen an Arbeitnehmer einbezogen, die das tarifliche Angebot zur Altersteilzeit voraussichtlich noch bis zum Jahresende 2015 annehmen werden. Weitere Versorgungsverpflichtungen werden durch eine Gruppenversicherung gedeckt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Es werden latente Steuern auf zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden auch die Unterschiede bei den Organtöchtern der SCA Hygiene Products SE herangezogen. Die Ermittlung erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes des steuerrechtlichen Organkreises der SCA Hygiene Products SE von derzeit 29,89%. Dieser Steuersatz umfasst Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Währungsumrechnung

Nicht kursgesicherte Währungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassa-Mittelkurs am Abschlussstichtag bewertet, kursgesicherte Währungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Sicherungskurs.

in EUR Durchschnittskurs Stichtagskurs
  2011 2010 31.12.2011 31.12.2010
1 USD 0,7181730 0,7536430 0,7741740 0,7556870
1 GBP 1,1517300 1,1649000 1,1934700 1,1710100
1 PHP 0,0165915 0,0167297 0,0176792 0,0172649
1 RUB 0,0244919 0,0248331 0,0240546 0,0247890
1 SEK 0,1108140 0,1049080 0,1118780 0,1111580
1 PLN 0,2437590 0,2508420 0,2273170 0,2521480
1 COP 0,0003893 0,0003978 0,0003995 0,0003903
1 BOB 0,1033380 0,1081400 0,1128530 0,1085760
1 JMD 0,0084013 0,0086948 0,0089989 0,0088717
1 CLP 0,0014886 0,0014807 0,0014888 0,0016089
1 DOP 0,0189667 0,0205947 0,0201189 0,0202869
1 ARS 0,1741670 0,1928350 0,1802080 0,1899660
1 PEN 0,2608950 0,2668630 0,2871560 0,2695030
1 BGN 0,5114250 0,5114200 0,5113770 0,5115320
1 HUF 0,0035980 0,0036407 0,0032173 0,0035752
1 CZK 0,0407369 0,0396029 0,0387339 0,0395110

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

TEUR 2011 2010
Deutschland 4.091 4.182
Übrige Europäische Union 108.527 104.879
Übriges Ausland 5 45
Gesamt 112.623 109.106

SCA Hygiene Products SE hat die Umsatzerlöse in Höhe von 112,6 Mio. EUR (2010: 109,1 Mio. EUR) im Wesentlichen mit 112,0 Mio. EUR (2010: 108,4 Mio. EUR) aus Serviceleistungen für Konzernunternehmen erzielt. Die periodenfremden Umsatzerlöse betrugen -0,9 Mio. EUR (2010: 2,3 Mio. EUR).

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Dieser Posten umfasst insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Abgängen des Finanzanlagevermögens und Weiterbelastungen sowie Erträge aus Währungskursgewinnen in Höhe von 220 TEUR (2010: 61 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 1,7 Mio. EUR (2010: 2,6 Mio. EUR) anderen Geschäftsjahren zuzuordnen. Enthalten sind ebenfalls Einmaleffekte aus der konzerninternen Veräußerung der Geschäftsanteile der GSW Süddeutsche Wohnungsgesellschaft mbH, Mannheim (8,8 Mio. EUR), an den SCA Vorsorge-Treuhand e. V., Ismaning, und der Geschäftsanteile der SCA Tissue North America Inc., Dover/USA (3,2 Mio. EUR) an die SCA Americas Inc., Dover/USA.

(3) Personalaufwand

TEUR 2011 2010
Löhne und Gehälter 37.686 35.627
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.046 -7.465
(davon für Altersversorgung) (10.785) (-10.571)
Gesamt 51.732 28.162

Der Anstieg des Postens Löhne und Gehälter ist überwiegend auf die allgemeine tarifliche Entwicklung und die höhere Anzahl von Mitarbeitern zurückzuführen. Anderen Geschäftsjahren sind 0,3 Mio. EUR (2010: 0,5 Mio. EUR) zuzuordnen.

Der Aufwand für Altersversorgung und Unterstützung beinhaltet den Aufwand aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert von 8.200 TEUR (2010: Ertrag 13.442 TEUR).

Nicht im Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen ergeben. Diese sind im Zinsergebnis erfasst.

(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Verwaltungskosten, Mieten und Vertriebskosten, sowie Aufwendungen aus Währungskursverlusten in Höhe von 393 TEUR (2010: 180 TEUR). Anderen Geschäftsjahren sind 1,5 Mio. EUR (2010: 1,7 Mio. EUR) zuzuordnen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern mit 28 TEUR enthalten (2010: 25 TEUR). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr ist überwiegend auf erhöhte Serviceleistungen für Konzernunternehmen und einen Einmaleffekt im Zusammenhang mit der Änderung der Finanzierungsstruktur des Nordamerika-Geschäfts zurückzuführen.

(5) Finanzergebnis

TEUR 2011 2010
Ergebnis aus Beteiligungen    
Erträge    
von verbundenen Unternehmen 4.906 0
von Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 333 0
Erträge aus Ergebnisabführung 114.796 118.313
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -1 -1
  120.034 118.312
Zinsergebnis    
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 26.493 10.591
(davon aus verbundenen Unternehmen) (26.493) (10.591)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.926 5.042
(davon aus verbundenen Unternehmen) (7.307) (4.753)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -19.330 -13.837
(davon an verbundene Unternehmen) (-16.464) (-10.537)
  15.089 1.796
Gesamt 135.123 120.108

Im Ergebnis aus Beteiligungen sind im Wesentlichen die Erträge aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der SCA Hygiene Products Holding GmbH, Oberding, enthalten. Hinzu kam ein Ertrag aus der Verschmelzung der SCA Hygiene Products US Beteiligungs GmbH, Oberding, auf die SCA Hygiene Products SE in Höhe von 4,9 Mio. EUR.

Die Erträge aus Ausleihungen resultieren aus einem Währungskursgewinn aufgrund der Realisierung eines Devisentermingeschäfts (22,9 Mio. EUR) und Zinserträgen in Höhe von 3,6 Mio. EUR. 2010 wurde eine langfristige Finanzierung der Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products US Beteiligungs GmbH bilanziert. Diese Ausleihung über 222,1 Mio. USD wurde durch ein Devisentermingeschäft (Währungsswap) gesichert. Die Ausleihung und der Währungsswap bildeten eine Bewertungseinheit. Die Ausleihung wurde daher, entsprechend dem Wechselkurs, bei erstmaliger Erfassung mit 177,1 Mio. EUR bilanziert. Während die Ausleihung eine Restlaufzeit von sechs Monaten aufwies, wurde der Währungsswap jährlich prolongiert. Ein- und Auszahlung aus der Prolongation wurden als sonstige Verbindlichkeiten bzw. sonstige Vermögensgegenstände erfolgsneutral abgegrenzt.

Zinsaufwendungen für die Aufzinsung der Personalrückstellungen betrugen 2.720 TEUR (2010: 2.659 TEUR).

(6) Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 742 TEUR bestehen ausschließlich aus einem Fünfzehntel des Anstiegs der Altersversorgungsverpflichtungen aus der erforderlichen Neubewertung nach Einführung des BilMoG.

(7) Ertragsteuern

Der Posten Ertragsteuern enthält 2011 den Steueraufwand für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von 4.983 TEUR sowie Aufwendungen aus Vorjahren mit 846 TEUR und Erträge aus Vorjahren mit 3.910 TEUR.

Aus den zeitlichen Unterschieden zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen für Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergab sich ein latenter Steuerertrag in Höhe von 6.081 TEUR. Passiven latenten Steuern von -2.398 TEUR standen aktive latente Steuern von 3.683 TEUR gegenüber. Die Latenzen ergaben sich im Wesentlichen aus den Wertunterschieden bei dem Deckungsvermögen und den Personalrückstellungen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(8) Immaterielle Vermögensgegenstände

TEUR Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Anschaffungskosten  
Anfangsstand 01.01.2011 837
Zugänge 75
Abgänge -66
Endstand 31.12.2011 846
Abschreibungen  
Anfangsstand 01.01.2011 779
Zugänge 63
Abgänge -66
Endstand 31.12.2011 776
Bilanzwert 31.12.2011 70
Bilanzwert 31.12.2010 58

(9) Sachanlagen

TEUR Bauten auf fremden Grundstücken Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten      
Anfangsstand 01.01.2011 144 4.710 4.854
Zugänge 0 262 262
Abgänge -21 -5 -26
Endstand 31.12.2011 123 4.967 5.090
Abschreibungen      
Anfangsstand 01.01.2011 139 3.137 3.276
Zugänge 5 496 501
Abgänge -21 -4 -25
Endstand 31.12.2011 123 3.629 3.752
Bilanzwert 31.12.2011 0 1.338 1.338
Bilanzwert 31.12.2010 5 1.573 1.578

(10) Finanzanlagen

TEUR Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Beteiligungen Gesamt
Anschaffungskosten        
Anfangsstand 01.01.2011 1.215.157 177.113 333 1.392.603
Zugänge 177.727 243.999 0 421.726
Abgänge -177.410 -177.113 0 -354.523
Endstand 31.12.2011 1.215.474 243.999 333 1.459.806
Abschreibungen        
Anfangsstand 01.01.2011 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Endstand 31.12.2011 0 0 0 0
Bilanzwert 31.12.2011 1.215.474 243.999 333 1.459.806
Bilanzwert 31.12.2010 1.215.157 177.113 333 1.392.603

Der Zugang der Anteile an verbundenen Unternehmen ergab sich aus einer Einlage der SCA Hygiene Products SE in die Tochtergesellschaft SCA Americas Inc., Dover/USA (509 TEUR). Hinzu kam der Erwerb der Geschäftsanteile an der SCA Hygiene Products US Beteiligungs GmbH, Oberding, von der SCA Americas Inc. in Höhe von 177,1 Mio. EUR. Durch die Verschmelzung dieser Gesellschaft auf die SCA Hygiene Products SE werden 177,1 Mio. EUR ebenfalls als Abgang von Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Bei den Ausleihungen handelt es sich um die Refinanzierung der SCA Hygiene Products Aktivitäten in den USA, die von 177,1 Mio. EUR auf 244 Mio. EUR angehoben wurde.

(11) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 577.392 510.498
(davon Restlaufzeit über 1 Jahr) (0) (0)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 2
(davon Restlaufzeit über 1 Jahr) (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 14.169 11.860
(davon Restlaufzeit über 1 Jahr) (6.877) (4.895)
Gesamt 591.561 522.360

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit 111,4 Mio. EUR sowie Salden aus dem Cash Pool mit inländischen Tochtergesellschaften mit 404,5 Mio. EUR. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus höheren Cash Pool-Forderungen gegen SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände ist überwiegend durch Steuerforderungen bedingt.

(12) Flüssige Mittel

In diesem Posten sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände enthalten.

(13) Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich überwiegend um Abgrenzungen von Mietkosten, Flugkosten, Versicherungs- und Mitgliedsbeiträgen.

(14) Aktive latente Steuer

Die aktive latente Steuer in Höhe von 3.683 TEUR ergibt sich aus der Saldierung der aktiven latenten Steuer von 33.034 TEUR mit der passiven latenten Steuer von 29.351 TEUR.

(15) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von 2,4 Mio. EUR ergibt sich aus der Saldierung der Pensionsverpflichtungen von 44,6 Mio. EUR mit dem Deckungsvermögen von 47,0 Mio. EUR. Das Deckungsvermögen ist im Wesentlichen in Aktien und Anleihen angelegt. Der Zeitwert wurde aus den Börsenkursen zum Bilanzstichtag abgeleitet.

(16) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der SCA Hygiene Products SE betrug zum Ende des Geschäftsjahres 181.305 TEUR und ist in 7.092.018 Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie hat eine Stimme. Die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hält an der SCA Hygiene Products SE eine Beteiligung von 96,6%.

(17) Gewinnrücklagen

Das Deckungsvermögen für die Pensionsverpflichtungen wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser belief sich auf 47,0 Mio. EUR und liegt damit um 4,7 Mio. EUR über den historischen Anschaffungskosten von 42,3 Mio. EUR. Diesem Mehrbetrag von 4,7 Mio. EUR und den aktiven latenten Steuern in Höhe von 3,7 Mio. EUR stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen von 602 Mio. EUR gegenüber. Eine Ausschüttungssperre im Sinne des §268 Abs. 8 HGB in Bezug auf den Bilanzgewinn von 107,4 Mio. EUR bestand daher nicht.

(18) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die zum 31.12.2011 bestehenden Pensionsverpflichtungen in Höhe von 44,6 Mio. EUR wurden mit dem Deckungsvermögen von 47,0 Mio. EUR verrechnet und als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Durch die Inanspruchnahme des Verteilungswahlrechts für Unterdeckungen aus Pensionsverpflichtungen im Rahmen der Erstanwendung des BilMoG beläuft sich die nicht passivierte Verpflichtung auf 9.651 TEUR. Dieser Betrag wird über einen Verteilungszeitraum bis 2024 in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

(19) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten mit 9,5 Mio. EUR (2010: 9,4 Mio. EUR) und ausstehende Rechnungen für Lieferungen und Leistungen mit 0,9 Mio. EUR (2010: 2,0 Mio. EUR).

(20) Verbindlichkeiten

TEUR 31.12.2011 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.12.2010 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
Finanzschulden        
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.115 3.115 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 792.130 704.155 629.409 629.409
Sonstige Darlehen 6.114 6.114 233 233
  801.359 713.384 629.642 629.642
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.627 6.627 7.453 7.453
Übrige Verbindlichkeiten        
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 214.159 214.159 256.953 256.953
Sonstige Verbindlichkeiten 6.005 4.762 4.491 3.174
(aus Steuern) (4.009) (4.009) (2.606) (2.606)
(im Rahmen der sozialen Sicherheit) (1.304) (61) (1.376) (59)
  220.164 218.921 261.444 260.127
Verbindlichkeiten gesamt 1.028.150 938.932 898.539 897.222

Bei den Finanzschulden gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem und bis zu fünf Jahren in Höhe von 87.975 TEUR. Diese betreffen ausschließlich ein am 21.06.2011 gewährtes Darlehen der SCA Capital NV, Diegem/Belgien, mit Laufzeit bis 21.06.2016. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr und bis zu fünf Jahren in Höhe von 111 TEUR (2010: 156 TEUR) und mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren mit 1.132 TEUR (2010: 1.161 TEUR). Diese betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf eine höhere Umsatzsteuerzahllast zurückzuführen.

Sonstige Angaben

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26.05.2010 am 16.04.2012 abgegeben. Sie wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.sca.com/de/scahygieneproductsse/corporate-governance dauerhaft zugänglich gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Honorare des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betrugen:

TEUR 2011 2010
Abschlussprüfung 182 225
Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 40 0
Steuerberatungsleistungen 851 210
Sonstige Leistungen 245 0
Gesamt 1.318 435

Der Anstieg der Honorare ergab sich aus Beratungsleistungen im Rahmen der Refinanzierung der Tochtergesellschaften von SCA Hygiene Products SE in Nordamerika.

Haftungsverhältnisse

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Bürgschaften und Garantien 493 493
Gewährleistungsverpflichtungen 44.822 31.702
Gesamt 45.315 32.195

Von den Gewährleistungsverpflichtungen betreffen 44,8 Mio. EUR (2010: 31,7 Mio. EUR) verbundene Unternehmen. Der Anstieg der Gewährleistungsverpflichtungen resultiert im Wesentlichen aus einer Haftungsübernahme für die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen aus Investitionen der Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products Russia LLC, Moskau/Russland.

SCA Hygiene Products SE hat darüber hinaus die gesamtschuldnerische Haftung für die aus den Rechtsgeschäften der niederländischen Tochtergesellschaften bestehenden und zukünftig entstehenden Verbindlichkeiten übernommen. Der Vorstand prüft die Haftungsübernahme jährlich. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten 143,9 Mio. EUR (2010: 151,1 Mio. EUR). Diesen standen Vermögensgegenstände in den niederländischen Tochtergesellschaften von 547,6 Mio. EUR (2010: 518,0 Mio. EUR) gegenüber.

Außerdem wurde im Zusammenhang mit der Veräußerung des Standorts in Roanne/Frankreich am 28.02.2007 dem Erwerber eine Ausfallbürgschaft für eventuelle Umweltrisiken gegeben. Das maximale Risiko liegt nach interner Einschätzung bei 1,0 Mio. EUR. Der Miteigentümer, die SCA HP De Breul Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat in Höhe seiner Beteiligung von 54,15% eine Garantie gegenüber der SCA Hygiene Products SE abgegeben.

Mit einer Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen wird derzeit nicht gerechnet, weil keine Anzeichen erkennbar sind, dass die Gesellschaft aus den enthaltenen Bürgschaftserklärungen haftbar gemacht wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 1,2 Mio. EUR (2010: 1,3 Mio. EUR). Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Diese Leasingverträge betreffen überwiegend bewegliches Anlagevermögen. Dies trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Restlaufzeit von 1,6 Jahren und führen zu einem jährlichen Leasingaufwand von 0,6 Mio. EUR.

Mitarbeiter

Der Personalstand der SCA Hygiene Products SE belief sich 2011 im Durchschnitt auf 298 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2010: 286). 2011 waren 162 Mitarbeiter und 136 Mitarbeiterinnen beschäftigt (2010: 158 und 128).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB

Kosten des Konzernmanagements werden im Kostenumlageverfahren an die Konzerngesellschaften verrechnet. Aufgrund der unterschiedlichen nationalen Regelungen und vertraglichen Bedingungen konnten 3.513 TEUR nicht an die Leistungsempfänger weiterverrechnet werden.

Hinsichtlich der von SCA Hygiene Products SE übernommenen gesamtschuldnerischen Haftung für die aus den Rechtsgeschäften der niederländischen Tochtergesellschaften bestehenden und zukünftig entstehenden Verbindlichkeiten sowie der Ausfallbürgschaft für eventuelle Umweltrisiken gegenüber dem Erwerber des ehemaligen Tissuestandorts in Roanne/Frankreich, wird auf die Ausführungen unter den Haftungsverhältnissen verwiesen.

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products SE erhalten gemäß § 17 der Satzung außer dem Ersatz der baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500 EUR, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter das Doppelte. Für zusätzliche Ämter in den Ausschüssen des Aufsichtsrats wird keine Vergütung gewährt. Für die Teilnahme an den Aufsichtsratssitzungen wird ein Sitzungsgeld von 200 EUR gewährt. Die im SCA-Konzern beschäftigten Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat haben vor Annahme des Aufsichtsratsmandats auf die satzungsgemäße Vergütung verzichtet. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat von SCA Hygiene Products SE ist mit dem Gehalt gemäß jeweiligem Dienstvertrag abgegolten. Entsprechend der geltenden Satzungsbestimmung, betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products SE für das Geschäftsjahr 2011 insgesamt 144 TEUR (2010: 138 TEUR).

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands von SCA Hygiene Products SE setzt sich aus einer fixen Vergütung und einem variablen Vergütungsbestandteil zusammen. Der erfolgsbezogene, variable Bestandteil beträgt ca. 30% der fest vereinbarten Vergütung. Der variable Anteil besteht ausschließlich aus einer variablen Jahressondervergütung, die sich im Wesentlichen an den erzielten Ergebnissen, insbesondere dem Cashflow, und der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft orientiert, wobei die Bemessungskriterien seit Jahren konsistent angewendet werden. Mit den fixen Bezügen ist auch die Übernahme von Mandaten durch Vorstandsmitglieder bei Konzerngesellschaften und Verbänden sowie berufsständischen Organisationen abgegolten. Zusätzlich zu den fixen Bezügen erhalten die Vorstandsmitglieder Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und Versicherungsschutz bestehen. Die auf die Sachzuwendungen entfallenden Steuern werden von den Vorstandsmitgliedern getragen. Der Personalausschuss hat das Vergütungssystem und die Gesamtvergütung für die einzelnen Vorstandsmitglieder in seiner Sitzung am 16.02.2011 beraten und dem Aufsichtsrat entsprechende Beschlussvorschläge unterbreitet. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 17.02.2011 das Vergütungssystem und die Gesamtvergütung für die einzelnen Vorstandsmitglieder seinerseits beraten und sich den Vorschlägen des Personalausschusses angeschlossen. Die Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 betrugen 611 TEUR (2010: 592 TEUR), davon fix 485 TEUR (2010: 476 TEUR) und variabel 126 TEUR (2010: 116 TEUR). Vorstandsmitglieder haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Pensionszahlungen. Am 31.12.2011 betrugen die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands 1.491 TEUR (2010: 1.378 TEUR). Frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen erhielten 1.380 TEUR (2010: 1.450 TEUR). Für diesen Personenkreis bestanden Rückstellungen für Pensionen von 13.614 TEUR (2010: 14.024 TEUR).

Von der individualisierten Offenlegung der Vorstandsgehälter wurde aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 07.08.2009 gemäß § 286 Abs. 5 HGB abgesehen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die vollständige Liste des Anteilsbesitzes der SCA Hygiene Products SE ist im Konzernanhang unter der Erläuterung (38) aufgeführt.

Angaben zum Mutterunternehmen

Mehrheitsgesellschafter der SCA Hygiene Products SE ist die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande. Diese wird ihrerseits in den Konzernabschluss der SCA AB einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Stockholm erhältlich. Die SCA Group Holding BV hält direkt 96,60% des Grundkapitals und der Stimmrechte an der Gesellschaft.

SCA Group Holding BV hat SCA Hygiene Products SE am 14.12.2007 mitgeteilt, dass sie direkt 96,60% des Grundkapitals und der Stimmrechte der Gesellschaft hält.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss der SCA Hygiene Products SE beträgt 110.260 TEUR. Nach Einstellung von 2.816 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 107.444 TEUR. Der Vorstand schlägt vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 15,15 EUR je Aktie für das dividendenberechtigte Grundkapital von 181.305 TEUR zu verwenden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

München, 17. April 2012

Der Vorstand der SCA Hygiene Products SE

Günter Kaske

Walter Hirner

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SCA Hygiene Products SE, München, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, 20. April 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Winter, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Gillitzer, Wirtschaftsprüfer

Mandatsliste von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products SE haben zum 31. Dezember 2011 Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (1) und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (2).

Vorstand

Günter Kaske, Oberaudorf

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim (Vorsitz)

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden (Vorsitz)

(2) SCA Hygiene Products GmbH, Wien (Vorsitz)

(2) SCA Austria AG, Laakirchen (Stellv. Vorsitz)

(2) SCA Hygiene Products Nederland BV, Zeist

(2) SCA Hygiene Products UK Ltd, Dunstable

(2) THOSCA Holz GmbH, Hösbach (Stellv. Vorsitz)

(2) Pronaro GmbH, Hösbach (Vorsitz)

Walter Hirner, Mannheim

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden (Stellv. Vorsitz)

(2) SCA Hygiene Products GmbH, Wien (Stellv. Vorsitz)

Aufsichtsrat

Jan Carlson, Täby/Schweden

Unternehmensjustiziar SCA AB

(2) Svenska Rygginstitutet AB, Sundsvall

(2) Fastighets- och Bostads Aktiebolaget FOBOF, Stockholm

(2) SCA Kraftfastigheter AB, Stockholm

Jan Friman, Sollentuna/Schweden

Leiter Konzernbereich Steuern SCA AB

(2) SCA Austria AG, Laakirchen

(2) SCA Graphic Laakirchen AG, Laakirchen

(2) SCA Graphic Holding AB, Stockholm

(2) SCA Hygiene Holding AB, Stockholm

(2) SCA Recovered Papers Holding AB, Stockholm

(2) SCA Hedging AB, Stockholm

(2) Fastighets- och Bostads Aktiebolaget FOBOF, Stockholm (Vorsitz)

(2) Henvålens Fjällgård AB, Frösön

Frank Gottselig, Lampertheim

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der SCA Hygiene Products SE, München

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim (Stellv. Vorsitz)

Klaus Huth, Kostheim

Vorsitzender des Betriebsrats der SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden

Kurt Mayer, Neusiedl/Österreich

Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats der SCA Hygiene Products GmbH, Wien

(2) SCA Hygiene Products GmbH, Wien

Detlef Stutter, Karlsruhe

Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie, Mannheim

(1) Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim

SCA HYGIENE PRODUCTS SE

Terminalstraße Mitte 18 (MAC)

85356 MÜNCHEN-FLUGHAFEN

DEUTSCHLAND

Tel.: +49 (0)89 97006-0

Fax: +49 (0)89 97006-204

E-Mail: info.hygienese@sca.com

www.scahygieneproductsse.com

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

31 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.