Rickertsen Produktionsgesellschaft m.b.H.
Halskestraße 3, 21465 Reinbek, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kay Petruske seit 13.1.2023 | Geschäftsführer |
Simon Folchnandt seit 13.1.2023 | Geschäftsführer |
Daniel Prahl seit 5.3.2021 | Prokura |
Hermann Pfanner seit 5.10.2010 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Pfanner Holding AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rickertsen Produktionsgesellschaft m.b.H.ReinbekJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen Die Geschäftstätigkeit der Rickertsen Produktionsgesellschaft m.b.H. findet unverändert ihren Schwerpunkt in der Herstellung von Fruchtsaftgetränken, Fruchtsäften und Eistees, die in Getränkekarton-Verpackungen abgefüllt werden. Im Jahr 2023 wurde das Unternehmen wieder erfolgreich nach IFS, SWA, SQMS, Bio, Demeter, KRAV, ISO Umwelt 14001 sowie ISO Energie 50001 auditiert. Die Zertifikate für die SMETA und Ecovadis haben noch über 2023 ihre Gültigkeit und wurden daher nicht zertifiziert. Durch die verschiedenen zum Teil unangekündigten Audits konnte die hohe Qualität der Arbeit und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Rickertsen Produktionsgesellschaft in den verschiedensten Bereichen unabhängig überprüft und bestätigt werden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmendaten Das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Volkswirtschaft ist im Jahr 2023 insgesamt um 0,3 % gesunken, im Vorjahr ist das Bruttoinlandsprodukt um 1,9 % gestiegen. Der Absatzmarkt von Fruchtsäften ist in Deutschland im PRO-Kopf-Vergleich leicht rückläufig, auch ist die permanente Diskussion bezüglich des Zuckers in Fruchtsäften und Eistees nicht absatzfördernd. Nach wie vor haben wir Überkapazitäten in der Branche, was zu einem massiven Verdrängungswettbewerb führt. 2.2 Geschäftsverlauf Das Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um TEUR 421 auf TEUR 929. Hierfür sind insbesondere die folgenden Fakten ursächlich: Trotz der Energiekrise und der schrumpfenden Wirtschaft in Deutschland und die damit bedingten schlechten Voraussetzungen für 2023 konnten wir das Jahresergebnis deutlich verbessern. Dies resultiert u.a. aus dem Aufbau neuer Geschäftsfelder, den damit gestiegenen Umsatzerlösen sowie diversen Optimierungsmaßnahmen im Betrieb. 3. Lage des Unternehmens 3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr 2023 um TEUR 536 gegenüber dem Berichtsjahr 2022 erhöht. Das Anlagevermögen erhöhte sich um TEUR 399, dies resultiert im Wesentlichen aus Erweiterung des betrieblichen Heizsystems. Einer Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, der sonstigen Vermögensgegenstände und der Vorräte in Höhe von TEUR 760 stehen Rückgänge der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der liquiden Mittel von insgesamt TEUR 623 gegenüber. Das Eigenkapital verzeichnet eine Erhöhung zum Vorjahr in Höhe von TEUR 2.929. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um TEUR 2.341, sowohl die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um insgesamt TEUR 366. Des Weiteren verringerten sich ebenfalls die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 61. Dagegen erhöhten sich die Rückstellungen um TEUR 374. 3.2 Finanzlage Auf Grund der vorhandenen Eigenmittel ist die Liquiditätslage der Gesellschaft geordnet. Die Eigenkapitalquote erhöhte aufgrund des zur Bilanzsumme überproportional gestiegenen Eigenkapitals. Den Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit nachgekommen werden. 3.3 Ertragslage Bei einer Umsatzsteigerung von rd. 3,21 % minderten sich die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe überproportional um rd. 17,29 %. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Verhältnis der Kunden mit Materialbeistellung im Vergleich zu Kunden ohne Beistellartikel und aus dem Aufbau neuer Geschäftsfelder. Aufgrund der unter "Geschäftsverlauf" erwähnten Ursachen ist es der Gesellschaft gelungen, den Jahresüberschuss des Vorjahres deutlich zu übertreffen. Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage positiv. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Rickertsen Produktionsgesellschaft m.b.H. zieht für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse, Jahresüberschuss und Liquidität heran. 5. Chancen und Risiken der Gesellschaft Durch den Ausbau der Verpackungsvielfalt mit innovativen Produkten und Verfahrenstechniken sehen wir Chancen, unseren Kunden ein breites, interessantes Portfolio zu bieten. Weitere Chance sehen wir in der kontinuierlichen Fortsetzung und dem Ausbau des Exportgeschäftes. Risiken sehen wir in den branchenüblichen Jahreskontrakten mit unseren Handels- und Industriekunden, in den Überkapazitäten in der Getränkeindustrie und dem allgemeinen Fachkräftemangel. Weitere Risiken sehen wir in der Entwicklung der aktuellen schwer vorhersehbaren politischen und wirtschaftlichen Entwicklung innerhalb der EU, auch bedingt durch den Konflikt in der Ukraine und der damit zusammenhängenden Energiekrise. 6. Prognosebericht Für das Jahr 2024 erwarten wir eine positive Umsatzentwicklung im Eistee- und Fruchtsaftbereich, basierend auf einem geplant höheren Produktionsvolumen. Wir werden weiterhin unsere Kundenstruktur mit innovativen Produkten und Projekten ausbauen und die kontinuierliche Kostenoptimierung, insbesondere im Energie-/Anlageneffizienzbereich, fortführen. Wir erwarten für das Jahr 2024 einen kongruierenden Jahresüberschuss im Vergleich zu dem Geschäftsjahr 2023. Die im Vorjahr getroffene Jahresüberschussprognose wurde übertroffen. Dies resultiert im Wesentlichen aus den höheren Umsatzerlösen in Verbindung mit diversen Kostenoptimierungen. Die kontinuierliche Fortführung der werksseitigen Optimierungsprogramme hat weiterhin einen positiven Effekt. 7. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Forderungsausfälle sind seltene Ausnahmen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Langfristige Investitionen finanziert die Gesellschaft über Bankdarlehen. Potenzielle Währungsrisiken bestehen nicht. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird eine regelmäßige mittelfristige Liquiditätsprognose erstellt, die einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.
Reinbek, im Februar 2024 Rickertsen Produktionsgesellschaft m.b.H. Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Rickertsen Produktionsgesellschaft m.b.H. hat ihren Sitz in Reinbek. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter Nr. HRB 1155 RE eingetragen. Die Rickertsen Produktionsgesellschaft m.b.H. ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ansatz und Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgten unverändert zum Vorjahr. Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 33 Jahren) angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Aufwendungen gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Einzelheiten ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB. Die Forderungen sind zum Nennwert bewertet. Das Delkredererisiko wurde durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessener Höhe und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Gliederung der Verbindlichkeiten nach Fristigkeiten zeigt folgendes Bild:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 6.094,70 (Vorjahr EUR 66.811,15) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 600.000,00 (Vorjahr EUR 800.000,00) durch Grundschulden gesichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Zum 31. Dezember 2023 bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.910,77 (Vorjahr EUR 66.992,45) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 99,31 (Vorjahr EUR 25.505,74) enthalten. V. Sonstige Angaben Beschäftigte Personen im Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende:
Geschäftsführung: Simon Folchnandt, staatl. gepr. Lebensmittel-Techniker, Kuddewörde Kay Petruske, staatl. gepr. Bilanzbuchhalter International, Behlendorf Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit: Die Rickertsen Produktionsgesellschaft m.b.H. wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der Pfanner Holding AG, Lauterach/Österreich, einbezogen, der am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich ist.
Reinbek, am 1. Februar 2024 Rickertsen Produktionsgesellschaft m.b.H. Die Geschäftsführung gez. Simon Folchnandt gez. Kay Petruske Ergebnisverwendung Der Bilanzgewinn in Hohe von EUR 929.136,32 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.04.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem Jahresabschluss handelt es sich um eine nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: An die Rickertsen Produktionsgesellschaft m.b.H.: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rickertsen Produktionsgesellschaft m.b.H. - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rickertsen Produktionsgesellschaft m.b.H. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 1. März 2024 Cordes
+ Partner GmbH
gez. Jan Bernhardt, Wirtschaftsprüfer gez. Sven Wörpel, Wirtschaftsprüfer |
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