Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 6886
Eingetragen
22.4.2004
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung, der Verkauf und die Installation von Brandschutzprodukten und anderen Produkten zur Gefahrenabwehr und Gartenprodukten sowie alle hiermit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcel Neisemeier
seit 4.12.2025
Prokura
Georges El Hajj
seit 19.12.2024
Geschäftsführer
Achim Giesselmann
seit 2.8.2019
Prokura
Marion Heidrich
seit 17.1.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KGS Fire & Security B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
KGS Löschtechnik GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GLORIA GmbH

Wadersloh

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für 2020

Grundlagen

Die GLORIA GmbH ist zum 31. Dezember 2020 eine Tochtergesellschaft der Kidde Deutschland GmbH, Wadersloh, und Bestandteil der international tätigen Konzerngruppe der Carrier Global Corporation (kurz: Carrier), New Castle, USA.

Der Gegenstand des Geschäftsbetriebes ist die Herstellung und der Vertrieb von Löschanlagen und Fahrzeugaufbauten sowie der Vertrieb von trag- und fahrbaren Feuerlöschgeräten, die in unserem Auftrag insbesondere von anderen Carrier Gesellschaften gefertigt werden. Unser Produktportfolio bietet Sicherheitsfachleuten und Brandschutzexperten ein maßgeschneidertes Programm für den vorbeugenden Brandschutz. Die Vertriebsaktivitäten der GLORIA GmbH konzentrieren sich im Wesentlichen auf die Region Deutschland-Österreich-Schweiz.

Zwischen der GLORIA GmbH und der Muttergesellschaft Kidde Deutschland GmbH, Wadersloh, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz war geprägt durch die Corona Pandemie, wenngleich die Brandschutzbranche als sicherheitsrelevante Branche nicht so betroffen war wie andere Bereiche.

Die deutsche Wirtschaft ist nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Jahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Dabei war die Entwicklung in den einzelnen Quartalen sehr unterschiedlich; sie stand jeweils in engem Zusammenhang mit den Maßnahmen, die zur Eindämmung der Pandemie ergriffen wurden. Der Indikator für die gesamtwirtschaftliche Leistung, das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP), fiel im Kalenderjahr 2020 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr um 5,1 %. Damit lag es deutlich unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre, der einen relativen Anstieg von 1,0 % ausweist. (Quelle: www.destatis.de).

Die Branche ist von einem hohen Wettbewerb und Verdrängungsmarkt gekennzeichnet. Unsere Gesellschaft ist Marktführer im Bereich der tragbaren Feuerlöschgeräte und konnte diese Marktposition trotz der Pandemielage weiter halten.

Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung der GLORIA GmbH weist über die letzten Geschäftsjahre eine stabile Umsatzentwicklung auf. Durch die stetige Überarbeitung unseres Produkt- und Leistungsportfolios sowie verschiedener Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen konnten wir unsere Liquiditäts- und Ertragslage behaupten.

Die GLORIA GmbH erlitt im Geschäftsjahr 2020 einen leichten Umsatzverlust von insgesamt -5,3 % gegenüber dem Vorjahr (Umsatz von 2019 bereinigt um Sondereffekt von T€ 4.500, aber inkl. Erlösschmälerungen). Die Umsatzentwicklung lag damit unter den für das Geschäftsjahr 2020 prognostizierten Erwartungen.

Umsatz nach Segmenten
in TEUR
2020 2019 Veränderung
Kundendienst 24.195 23.934 1,1 %
Retail/Automotive 13.145 14.901 -11,8 %
Löschanlagen 6.958 7.860 -11,5 %
Export 5.790 6.246 -7,3 %
Konzernumlagen 702 4.880 -85,6 %
Sonstige 46 188 -75,7 %
50.836 58.009 -12,4 %
Erlösschmälerungen -1.969 -1.917 2,7 %
48.867 56.092 -12,9 %

Die Kundendienstabteilung konnte eine Umsatzsteigerung von 1,1 % gegenüber dem Vorjahr erwirtschaften. Eine weiterhin stabile Auftragslage bei unseren Vertriebs- und Servicepartnern und unser ausgewogenes Produkt- und Dienstleitungssortiment führte trotz pandemischer Rahmenbedingungen zu einer leichten Umsatzsteigerung.

Im Vergleich zum Vorjahr ist im Bereich Retail/Automotive ein Rückgang von TEUR 1.756 zu verzeichnen. Ganz wesentlichen Anteil hat daran die Pandemie, welche im Segment Automotive zu Werksschließungen einerseits und im Segment Do-it-Yourself zu Baumarktschließungen und spürbar weniger Bedarf an GLORIA Produkten führte. Zudem wurde ein geplanter Großauftrag aus dem Discountbereich bei einem Marktbegleiter platziert.

Trotz der anhaltenden Pandemie zeigte sich die Auftragslage in der Bauwirtschaft in Deutschland als sehr stabil. Auf Grund dieser Rahmenbedingungen konnte in den hier betreffenden Bereichen auf dem Niveau der Vorjahre abgeschlossen werden. Die Rückgänge waren einer leicht zurückhaltenden Investitionsbereitschaft der Unternehmen im Bereich der Kleinlöschanlagen und Fahrzeuglöschanlagen geschuldet. Die Marge entwickelte sich auf Grund der guten Auftragslage im Bereich der Löschwasseranlagen und einer Steigerung im Bereich der Dienstleistungen über Plan.

Der Rückgang im Exportbereich ist auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen.

In den Bereichen Export-Automotive und Export-Retail gab es im Vergleich zu 2019 einen weiteren Rückgang. Der Umsatz im Bereich Kundendienst Österreich konnte auf dem Niveau von 2019 gehalten werden.

Produktion und Beschaffung

Der Großteil der Einkaufsaktivitäten findet über eine andere Konzerngesellschaft statt, die in Osteuropa ansässig ist.

Am Standort Wadersloh befindet sich die Produktion von Sonderlöschanlagen und -systemen sowie Fahrzeugaufbauten für Feuerlöschfahrzeuge.

Investitionen

Die Investitionen in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 220) beinhalten im Wesentlichen eine Anlage im Bau i.H.v. TEUR 50 sowie der Erwerb von PC-Hardware vom bisherigen Service-Anbieter i.H.v. TEUR 18 sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Personal

Die Mitarbeiteranzahl zum Bilanzstichtag verminderte sich von 96 Mitarbeitern auf 91 Mitarbeiter (inklusive Auszubildende). Zum Stichtag 31. Dezember 2020 waren 75 Mitarbeiter als Angestellte (Vorjahr: 80), 12 Mitarbeiter als Lohnempfänger (Vorjahr: 12) sowie 4 Auszubildende (Vorjahr: 4) für unsere Gesellschaft tätig.

Ertragslage

Insgesamt sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2020 pandemiebedingt (inklusive Erlösschmälerungen und bereinigt um Sondereffekte des Vorjahres in Höhe von TEUR 4.500) um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse des Vorjahres beinhalten einen Einmalbetrag aus der Nachberechnung von Konzernumlagen für die Jahre 2010 bis 2013 in Höhe von TEUR 4.500. Im Inlandsgeschäft fiel der Umsatz vor Erlösschmälerungen von EUR 45,3 Mio. auf EUR 43,4 Mio., welches insbesondere auf die besondere Wirtschaftslage des Jahres zurückzuführen ist.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Verteilung der Umsatzerlöse nach Regionen:

Umsatz nach Regionen
in TEUR
2020 % 2019 %
Inland 43.364 85,3 % 45.304 78,1 %
Übrige EU-Länder 5.527 10,9 % 6.391 11,0 %
Übriges Europa 1.106 2,1 % 1.168 2,0 %
Übrige Länder 136 0,3 % 266 0,5 %
Konzernumlagen 702 1,4 % 4.880 8,4 %
50.836 100,0 % 58.009 100,0 %
Erlösschmälerungen -1.969 3,9 % -1.917 3,6 %
48.867 96,1 % 56.092 96,4 %

Die folgende Übersicht zeigt die Herstellungskosten in Bezug auf den Umsatz:

in TEUR 2020 2019 Veränderung
Umsatz 48.867 51.213 -2.346
Herstellungskosten 34.323 37.112 -2.789
Herstellungskosten in % 70,2 % 72,5 % -2,2 %

Die Herstellungskosten des Umsatzes sind in Relation zum Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Ab dem 01. April 2020 wurde eine neue Preisvereinbarung mit dem Lieferwerk in Polen zu deutlich günstigeren Einkaufskonditionen abgeschlossen.

Die Vertriebskosten sind 2020 entsprechend dem geringeren Umsatz gesunken. Die Verwaltungskosten liegen 2020 ebenfalls unter dem Vorjahr; der wesentliche positive Treiber war dabei die Kurzarbeit im zweiten Quartal.

Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme von TEUR 3.827 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 21.050 vor Ergebnisübernahme) ab. Das Jahresergebnis entspricht dem Ergebnis nach Steuern. Der Rückgang um TEUR 17.223 gegenüber dem Vorjahr begründet sich im Wesentlichen in geringeren sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 13.686 gegenüber dem Vorjahr. Diese resultierten aus dem in 2019 abgeschlossenem Business Transfer in Höhe von TEUR 13.602. Der Umsatz beinhaltete im Vorjahr ebenfalls einen Sondereffekt. Eine Nachberechnung der Konzernumlagen in 2019 für die Jahre 2010 bis 2013 aufgrund einer Betriebsprüfung resultierte in zusätzlichen Umsatzerlösen i.H.v. TEUR 4.500.

Finanzlage

Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes wird durch die Einbindung in den Cash-Pool der United Technologies Holdings B.V., Amsterdam/Niederlande, stets gesichert. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder ähnlichen Kreditgebern.

Die Gesellschaft war und ist jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.972 auf TEUR 54.644 erhöht.

Auf der Aktivseite spiegelt sich diese Entwicklung im Wesentlichen in Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 5.892 wider, die vorrangig auf die Erhöhung des Cashpool-Bestandes zurückzuführen ist. Die Summe der Vorräte verminderte sich um TEUR 1.336 aufgrund des Vorzugs von Bezugsmengen vom Hauptlieferanten Ende 2019 aus strategischen Gründen. In 2020 hat sich der Bezug wieder normalisiert.

Die wesentliche Veränderung auf der Passivseite resultiert aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.758, was im Wesentlichen auf dem abzuführenden Ergebnis beruht.

Zur Vermögens - und Kapitalstruktur:

Die Anlagenintensität sank von 7,2 % in 2019 auf 6,6 % in 2020.

Formel: (Anlagevermögen / Gesamtvermögen) x 100

Ursächlich hierfür ist die erhöhte Bilanzsumme in 2020.

Die Umlaufintensität stieg dementsprechend von 92,8 % in 2019 auf 93,4 % in 2020.

Formel: (Umlaufvermögen / Gesamtvermögen) x 100

Die Eigenkapitalquote fiel aufgrund der erhöhten Bilanzsumme von 37,6 % in 2019 auf 34,9 % in 2020.

Formel: (Eigenkapital / Gesamtvermögen) x 100

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Kidde Deutschland GmbH weist das Eigenkapital einen unveränderten Saldo von TEUR 19.067 auf.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung unseres Geschäfts sind der Umsatz sowie das Ergebnis nach Steuern. Zur Entwicklung dieser Kennziffern verweisen wir auf die vorhergehenden Abschnitte.

Im Hinblick auf die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben für uns Kundenzufriedenheit und die Zufriedenheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter höchste Priorität. Zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter in der Corona-Pandemie wurden diverse Schutzmaßnahmen getroffen. Für die Mitarbeiter wurde - soweit möglich und sinnvoll - ein umfangreiches Homeoffice- und Video-Conferencing-Konzept installiert, um die Anzahl der Mitarbeiter vor Ort zu minimieren und einen sicheren Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung partizipiert die GLORIA GmbH einerseits an Konzernentwicklungen. Zum anderen werden auch eigene Entwicklungen/ Zulassungen in die Wege geleitet. Die Forschungs- und Entwicklungskosten der GLORIA GmbH liegen im Jahr 2020 bei TEUR 248, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 36 entspricht (Vorjahr TEUR 212).

Chancen- und Risikobericht

Ziel des Risikomanagements ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeiten ergeben sich Risiken, die gesamtwirtschaftlich bedingt oder unternehmensspezifisch bedingt sein können.

Folgende Instrumente der Risikoüberwachung werden in unserem Unternehmen eingesetzt:

Bezüglich der Auswirkungen und Risiken der COVID-19 Pandemie verweisen wir auf den Prognosebericht. Wir erwarten weiterhin anhaltende Auswirkungen auf globale Lieferketten in Form von verlängerten Lieferzeiten und Preissteigerungen. Ebenfalls ist in den Bereichen Transport und Logistik mit Kostensteigerungen zu rechnen, denen wir mit einer engen Lieferantenüberwachung und Verkaufspreisanpassungen entgegenwirken wollen.

Mögliche Risiken aus Wettbewerbsrecht und Kartellrecht sichern wir mit einer umfassenden rechtlichen Beratung durch interne und externe Experten ab.

Die Gewährleistung der fachlichen Qualifikation unserer Mitarbeiter erfolgt neben der entsprechenden Schulung durch ein einheitliches Verhaltensregelungs-System.

Produkt- und Umweltschutzrisiken entgegnen wir mit Qualitätssicherungsmaßnahmen. Dazu gehört die Zertifizierung nach internationalen Normen. Für mögliche Schadensfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass sich finanzielle Risiken in tolerierbaren Grenzen halten.

Als Tochtergesellschaft eines amerikanischen börsennotierten Unternehmens unterliegen wir den Anforderungen des Sarbanes-Oxley-Acts an das interne Kontrollsystem und führen entsprechende Kontrollaktivitäten durch. Die Überwachung und Kontrolle des laufenden Geschäfts sind einem umfassend organisierten Controlling übertragen, dessen Berichterstattung unmittelbar an die Unternehmensleitung erfolgt. Des Weiteren prüft die interne Revision des Carrier-Konzerns die Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme.

Die Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft liegen in:

Ausbau des Retailgeschäftes, unterstützt durch zwei neue Außendienstmitarbeiter

Geografisches Wachstum im Bereich "Residential D&A" (Rauchmelder für Privathaushalte)

Wachstumschancen durch Einführung von Gloria-gelabelter Rauchmelder im Bereich Retail-Baumärkte

Ausbau des Services durch weitere Techniker

Prozessmanagement zur Steuerung der Außendienstmitarbeiter mit dem Ziel von Neukundengewinnung und Gewinnung von Marktanteilen in den Segmenten Feuerlöscher und Löschsysteme

Allgemeine Wachstumsmöglichkeiten analog der Steigerung des Bruttoinlandsproduktes

Einführung neuer Produkte

Prognosebericht

Mit Blick auf den Verlauf der COVID-19 Pandemie können wir aktuell folgende Aussagen treffen:

Die Materialbeschaffung gestaltet sich schwieriger in Bezug auf verlängerte Lieferzeiten und stark steigende Preise auf dem Rohstoffmarkt.

Auch der Transport- und Logistikbereich unterliegt dieser Entwicklung.

Durch ein kontinuierliches Krisenmanagement der Geschäftsführung wird die Pandemielage fortlaufend analysiert und aktuellen Vorgaben angepasst.

Zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter wurden diverse Schutzmaßnahmen getroffen und die Mitarbeiterunterweisungen hinsichtlich der Hygiene intensiviert. Für die Mitarbeiter wurde - soweit möglich und sinnvoll - ein umfangreiches Homeoffice- und Video-Conferencing-Konzept ausgearbeitet, um die Anzahl der Mitarbeiter vor Ort zu minimieren.

Grundsätzlich sieht sich die Gesellschaft hinsichtlich der Sicherheits- und Schutzmaßnahmen sehr gut aufgestellt.

Für das Geschäftsjahr 2021 erwarten wir analog zur Impfkampagne und Erholung der Wirtschaft und Abschwächung der pandemischen Lage eine leichte Umsatzsteigerung im unteren einstelligen Prozentbereich. Für das Geschäftsjahr 2021 sind einige Markteinführungen von Neuprodukten geplant. Darüber hinaus wird der Ausbau des Residential Vertriebskanals weiter vorangetrieben. Der Ausbau von Serviceleistungen ist ebenfalls geplant. Bezogen auf unsere Segmente ergibt sich folgendes Bild:

Im größten Segment Kundendienst ist das Jahr 2021 vielversprechend gestartet. Wir rechnen für das Gesamtjahr mit einer weiteren positiven Entwicklung.

Im Segment Automotive wirken sich die Corona-Pandemie sowie die Engpässe auf dem Beschaffungsmarkt weiterhin negativ aus. Die weitere Entwicklung ist sehr fragil und kaum vorhersehbar.

Im Segment Löschanlagen wird auf Grund der anhaltenden Investitionsbereitschaft und der positiven Stimmung in der Wirtschaft für das Jahr 2021 mit einem Wachstum gerechnet.

Im bisherigen Verlauf des Jahres 2021 war die Entwicklung im Export-Bereich sehr positiv - bis auf den Bereich Automotive, der allerdings langsam wieder an Fahrt aufnimmt. Die aktuelle Auftragslage im Bereich Kundendienst Österreich und Schweiz ist gut. Im Retail-Bereich liegen größere Aufträge vor.

Insgesamt geht die Geschäftsführung unter Berücksichtigung der aktuellen gesamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Entwicklungen sowie des bisherigen Geschäftsverlaufes im Jahr 2021 davon aus, dass eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 erreicht wird.

Zudem erwarten wir für 2021 gegenüber dem Vorjahr eine positive Entwicklung im Ergebnis. Einerseits sind zum Jahresanfang die Preise vom Lieferwerk in Polen im Schnitt um 4,5 % gesenkt worden (bezogen auf den Produktmix von 2020), andererseits konnten die Verkaufspreise für Feuerlöscher und Ersatzteile erhöht werden, während die übrigen Kosten sich voraussichtlich auf oder nur leicht über Vorjahresniveau bewegen werden.

Wir gehen davon aus, dass die Corona Pandemie in der 2. Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2021 an Einfluss verlieren wird und sich die gesamtwirtschaftliche Lage und die Konjunktur damit weiter verbessern werden. Angestrebt sind Umsatzerlöse in Höhe von 55 MIO EUR bei einem Ergebnis vor Steuern, das ca. 10 % über dem des Jahres 2020 liegen wird.

 

Wadersloh, 12. Juli 2021

Geschäftsführung

Marinus Mathieu van Hooren

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.550,72 16.182,72
2. Geschäfts- oder Firmenwert 155.000,00 167.000,00
158.550,72 183.182,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.181.484,58 3.249.910,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.728,36 48.217,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 160.192,87 171.205,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50.000,00 0,00
3.429.405,81 3.469.333,65
3.587.956,53 3.652.516,37
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 399.849,42 439.431,42
2. Unfertige Erzeugnisse 67.508,37 87.726,27
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.357.364,50 4.633.598,36
3.824.722,29 5.160.756,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.509.002,98 4.028.782,30
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 43.615.452,24 37.723.396,99
3. Sonstige Vermögensgegenstände 100.357,85 96.604,72
47.224.813,07 41.848.784,01
III. Guthaben bei Kreditinstituten 369,12 385,11
51.049.904,48 47.009.925,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.071,24 9.984,39
54.643.932,25 50.672.425,93

Passiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 19.041.856,85 19.041.856,85
19.066.856,85 19.066.856,85
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.686.234,00 1.912.129,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.920.981,11 1.607.979,89
3.607.215,11 3.520.108,89
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.188.403,81 1.069.976,66
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.311.585,08 26.553.620,39
(davon gegenüber Gesellschaftern € 21.052.540,70; Vorjahr € 1.860.734,99)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 469.871,40 461.863,14
(davon aus Steuern € 373.102,84; Vorjahr € 358.215,38)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 68.431,90; Vorjahr € 72.127,88)
31.969.860,29 28.085.460,19
54.643.932,25 50.672.425,93

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
2019
1. Umsatzerlöse 48.866.581,84 56.092.266,47
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -34.323.293,49 -37.112.492,02
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 14.543.288,35 18.979.774,45
4. Vertriebskosten -7.671.976,41 -8.367.738,53
5. Allgemeine Verwaltungskosten -2.828.278,28 -3.047.532,01
6. Sonstige betriebliche Erträge 93.317,49 13.779.555,05
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -264.624,81 -247.783,37
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.003,74 14.208,48
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 2.097,96; Vorjahr € 13.220,64)
(davon aus verbundenen Unternehmen € 3.905,87; Vorjahr € 1.994,29)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -50.264,00 -60.508,00
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 50.264,00; Vorjahr € 60.508,00)
10. Ergebnis nach Steuern 3.827.466,08 21.049.976,07
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -3.827.466,08 -21.049.976,07
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Allgemeine Hinweise

Die GLORIA GmbH hat ihren Sitz in Wadersloh und ist unter der Nummer HRB 6886 in das Handelsregister des Amtsgerichts Münster eingetragen.

Es handelt sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Davon - Vermerke, die gesetzlich als Angaben in der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung vorgesehen sind, werden aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit teilweise im Anhang aufgeführt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die nachstehend beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden im Geschäftsjahr unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Ausnahme des Geschäfts- und Firmenwertes über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Das Anlagevermögen enthält einen erworbenen Geschäftswert. Dieser resultiert aus einem Asset-Deal im Jahre 2019 mit einer Schwestergesellschaft und wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten des Geschäfts- und Firmenwertes. Diese repräsentierten insbesondere Lieferverträge.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Gebäude werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von elf bis vierzig Jahren, Technische Anlagen und Maschinen über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren und Betriebs- und Geschäftsausstattung über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegegenstände bis 250 Euro werden im Jahr der Anschaffung als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Geringwerte Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 Euro und 800 Euro werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und sind in der Entwicklung des Anlagevermögens als Zu- und Abgänge ausgewiesen.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh - , Hilfs - und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wird verlustfrei bewertet. Bei der Ermittlung der voraussichtlichen Verkaufspreise werden entsprechende Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Flüssige Mittel sind mit Nennwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage einer versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Heubeck bewertet. Zur Diskontierung wurde ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, in Höhe von 2,34 % (Vorjahr 2,75 %) angesetzt. Erwartete Rentensteigerungen wurden unverändert zum Vorjahr mit 2,0 % p.a. berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und

- soweit erforderlich- drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Beträgt ihre Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden die Rückstellungen mit einem der jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden grundsätzlich die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Auf Ebene der GLORIA GmbH selber werden keine latenten Steuern bilanziert, da die GLORIA GmbH eine ertragsteuerliche Organgesellschaft ist und die relevanten ertragsteuerlichen Konsequenzen inkl. latenter Steuern auf Ebene des Organträgers abgebildet werden.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Auf fremde Währung lautende kurzfristige Forderungen, Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen / Verbindlichkeiten bestehen nicht.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von insgesamt TEUR 43.615 (Vorjahr TEUR 37.723), die insbesondere durch Forderungen gegenüber der United Technologies Holdings B.V., Amsterdam/Niederlande, als Cash Pool Partner, i.H.v. TEUR 43.398 (Vorjahr TEUR 31.876) gekennzeichnet sind. Die verbleibenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25 und ist vollständig eingezahlt.

Unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (2,34 % (Vorjahr 2,75 %), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, ermittelt sich zum 31. Dezember 2020 eine Rückstellung für Pensionen in Höhe von TEUR 1.686 (Vorjahr TEUR 1.912). Auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich eine Rückstellung in Höhe von TEUR 1.806 (Vorjahr TEUR 2.047) und somit ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr TEUR 135). Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Da im Falle eines Ergebnisabführungsvertrages für den Unterschiedsbetrag keine der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. analoge Regelung besteht, wird der Unterschiedsbetrag an die Muttergesellschaft abgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere solche aus Kundenboni (TEUR 553, Vorjahr TEUR 401), ausstehenden Lieferantenrechnungen (TEUR 461, Vorjahr TEUR 431), umweltschutzbedingten Sanierungsmaßnahmen (TEUR 438, Vorjahr TEUR 441; davon langfristig TEUR 55; Vorjahr TEUR 240), sowie aus Urlaubsansprüchen und Sondervergütungen (TEUR 198, Vorjahr TEUR 249) und sonstigen kleineren Rückstellungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 24.877 (Vorjahr TEUR 21.053) aus einem Verrechnungskonto, welches im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus den Ergebnisabführungen der Jahre 2019 und 2020 beinhaltet. Gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 9. November 2004 wird der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von TEUR 3.827 (Vorjahr TEUR 21.050) an die Kidde Deutschland GmbH, Wadersloh, abgeführt. Die weiteren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Verteilung der Umsatzerlöse nach Regionen:

Umsatz nach Regionen
in TEUR
2020 % 2019 %
Inland 43.364 85,3 % 45.304 78,1 %
Übrige EU-Länder 5.527 10,9 % 6.391 11,0 %
Übriges Europa 1.106 2,1 % 1.168 2,0 %
Übrige Länder 137 0,3 % 266 0,5 %
Konzernumlagen 702 1,4 % 4.880 8,4 %
50.836 100,0 % 58.009 100,0 %
Erlösschmälerungen -1.969 3,9 % -1.917 3,3 %
48.867 96,1 % 56.092 96,7 %

Die Umsatzerlöse des Vorjahres beinhalten einen periodenfremden Betrag von außergewöhnlicher Größenordnung aus der Nachberechnung von Konzernumlagen für die Jahre 2010 bis 2013 von TEUR 4.500.

Die Umsatzerlöse nach Segmenten entwickelten sich wie folgt:

Umsatz nach Segmenten
in TEUR
2020 2019 Veränderung
Kundendienst 24.195 23.934 1,1 %
Retail/Automotive 13.145 14.901 -11,8 %
Löschanlagen 6.958 7.860 -11,5 %
Export 5.790 6.246 -7,3 %
Konzernumlage 702 4.880 -85,6 %
Sonstige 46 188 -75,7 %
50.836 58.009 -12,4 %
Erlösschmälerungen -1.969 -1.917 2,7 %
48.867 56.092 -12,9 %

Die Herstellungskosten des Umsatzes sind in Relation zum Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Ab dem 01. April 2020 wurde eine neue Preisvereinbarung mit dem Lieferwerk in Polen zu deutlich günstigeren Einkaufskonditionen abgeschlossen.

Die Vertriebskosten sind 2020 entsprechend dem geringeren Umsatz gesunken.

Die Verwaltungskosten liegen 2020 ebenfalls unter dem Vorjahr; der wesentliche positive Treiber war dabei die Kurzarbeit im zweiten Quartal.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr TEUR 13.780) handelt es im Wesentlichen um Abschreibungskorrekturen i.H.v. TEUR 40 (Vorjahr TEUR 25), Erträge aus Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 15 (Vorjahr TEUR 1) sowie Anpassungen von Wertberichtigungen auf Forderungen (periodenfremde Erträge) in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 139).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 265 (Vorjahr TEUR 248) handelt es sich größtenteils um Kosten für Forschung und Entwicklung. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 30) enthalten und bestehen aus Forderungskorrekturen. Aufwendungen aus Währungsumrechnung bestehen wie im Vorjahr nicht.

Materialaufwendungen

Die Materialaufwendungen i. S. d. § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB resultieren aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von TEUR 29.238 (Vorjahr TEUR 33.329) und aus Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 1.443 (Vorjahr TEUR 960).

Personalaufwand

Der Personalaufwand nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

Personalaufwand
in TEUR
2020 2019 Veränderung
Löhne und Gehälter 4.949 5.326 -7,1 %
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung 1.218 1.119 8,8 %
- davon für Altersversorgung TEUR 284 Vorjahr TEUR 106
6.167 6.445 -4,3 %

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Verpflichtungen aus Haftungsverhältnissen bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2020 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 385 (Vorjahr TEUR 445). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betreffen Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen und gliedern sich wie folgt:

TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Verpflichtungen bis zu einem Jahr 181 204
Verpflichtungen von zwei bis zu fünf Jahren 204 241
385 445

Die Leasingverträge enden zwischen 2021 und 2025.

In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen

Bezug/Erbringung von Dienstleistungen

Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen

Finanzierungen (inkl. Cash-Pooling).

Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Carrier Global Corporation, Wilmington, New Castle, USA einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

Es bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden natürlichen Personen.

Geschäftsführung

Herr Falk Ursinus - Geschäftsführer der GLORIA GmbH (bis 28. Februar 2020) sowie Director Chubb F&S Deutschland

Herr Marinus Mathieu van Hooren - Geschäftsführer der GLORIA GmbH (seit 28. Februar 2020) sowie General Manager Life Safety

Die Geschäftsführer haben keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden insgesamt 92 Mitarbeiter inklusive Auszubildende (Vorjahr 95 Mitarbeiter) beschäftigt; davon waren 76 (Vorjahr 79) als Angestellte und 12 (Vorjahr 12) als gewerbliche Mitarbeiter tätig. Darüber hinaus wurden im Jahresdurchschnitt 4 (Vorjahr 4) Auszubildende beschäftigt.

Konzernverhältnisse

Die GLORIA GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Chubb Löschtechnik GmbH (vormals: Kidde Deutschland GmbH), Wadersloh. Zum Bilanzstichtag wurde die Gesellschaft in den konsolidierten Abschluss der Carrier Global Corporation ("CGC") einbezogen, die den kleinsten und größten Unternehmenskomplex bildet, zu dem die Gesellschaft als Tochterunternehmen gehört. Der eingetragene Sitz der CGC befindet sich in 1209 Orange Street, Wilmington, New Castle, DE 19801, Vereinigte Staaten von Amerika. Der konsolidierte Abschluss kann unter derselben Adresse angefordert werden. Das Headquarter der Carrier Global Corporation hat derzeit seinen Sitz in Palm Beach Gardens/Florida/USA. Der Konzernabschluss der Carrier Global Corporation ("CGC") wird im elektronischen Bundesanzeiger von der Chubb Löschtechnik GmbH veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden in 2021 vermutlich geringer ausfallen als im Berichtsjahr.

Aufgrund eines Carrier-Projekts wird die Buchhaltung in ein Shared Service Center ausgelagert. Wesentliche Effekte auf die Finanzlage werden nicht erwartet.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag gemäß § 285 Nr. 33 HGB und mit wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzlage liegen nicht vor.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.827 ab. Gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 10. November 2004 wird der Jahresüberschuss an die Kidde Deutschland GmbH, Wadersloh, abgeführt.

Angabe der Honorare des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 25 und resultiert ausschließlich aus Leistungen im Rahmen der Jahresabschlussprüfung.

 

Wadersloh, den 12. Juli 2021

Marinus Mathieu van Hooren, Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2020
Zugang
Abgänge
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 194.956,42 0,00 9.900,00 185.056,42
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.729.287,72 0,00 0,00 17.729.287,72
17.924.244,14 0,00 9.900,00 17.914.344,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.797.212,74 0,00 0,00 4.797.212,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 288.732,56 0,00 0,00 288.732,56
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.150.797,27 17.677,40 0,00 1.168.474,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 50.000,00 0,00 50.000,00
6.236.742,57 67.677,40 0,00 6.304.419,97
24.160.986,71 67.677,40 9.900,00 24.218.764,11
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020
Zugang
Abgang
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.773,70 4.216,00 1.484,00 181.505,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.562.287,72 12.000,00 0,00 17.574.287,72
17.741.061,42 16.216,00 1.484,00 17.755.793,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.547.302,48 68.425,68 0,00 1.615.728,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 240.515,10 10.489,10 0,00 251.004,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 979.591,34 28.690,46 0,00 1.008.281,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.767.408,92 107.605,24 0,00 2.875.014,16
20.508.470,34 123.821,24 1.484,00 20.630.807,58
Nettowerte
31.12.2020
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.550,72 16.182,72
2. Geschäfts- oder Firmenwert 155.000,00 167.000,00
158.550,72 183.182,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.181.484,58 3.249.910,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.728,36 48.217,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 160.192,87 171.205,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50.000,00 0,00
3.429.405,81 3.469.333,65
3.587.956,53 3.652.516,37

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GLORIA GmbH, Wadersloh

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GLORIA GmbH, Wadersloh, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GLORIA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 28. Juli 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Dennler, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 20.08.2021 festgestellt.

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